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Maximus Decimus Meridius
Commodus
Lucilla
* Ruhige Musik *
* Heroische Musik *
Tribun. - Tribun.
Tribun.
(Mann ruft) Habt ihr ausreichend Munition?
Beeilung, Beeilung!
Wir brauchen noch Nachschub.
Zäh und kampfeslustig.
Immer noch nichts? Nichts zu sehen.
Wie lange ist er schon fort? Fast zwei Stunden.
Werden sie kämpfen? Das erfahren wir früh genug.
Legionär, die Katapulte weiter nach vorn!
Die Entfernung ist gut so.
Die Gefahr für die Reiter ... ... ist akzeptabel.
* Langgezogener Schrei *
Sie sagen Nein.
Verfluchte Hunde!
Ihr seid verfluchte Hunde!
Ein Volk sollte wissen, wann es besiegt ist.
Würdest du es, Quintus? Oder ich?
* Der Hund winselt. *
Ehre und Stärke. Ehre und Stärke.
Auf mein Signal lasst ihr die Hölle los.
Katapulte laden!
Fußtruppen zum Vormarsch aufstellen.
Bogenschützen fertig!
Fertig! - Fertig.
Männer!
In 3 Wochen werde ich meine Ernte einfahren.
Stellt euch vor, wo ihr sein werdet!
Bleibt in Formation und bleibt an meiner Seite!
Wer sich wiederfindet, über Wiesen reitend, die Sonne im Gesicht,
sollte nicht verwundert sein, denn er ist im Elysium und ist schon tot.
* Gelächter * Brüder!
In der Ewigkeit wird man sich eurer Taten erinnern.
Spannen! Spannen!
Katapulte bereit!
Bogenschützen! Anzünden! - Anzünden!
Bogen spannen!
Spannen!
Los!
* Spannende Musik *
Bleibt in Formation!
Nachladen!
Bleibt in Formation!
Feuer! - Feuer!
Folgt mir!
* Spannende Musik *
Roma victor!
* Spannende Musik, Kriegsgebrüll *
* Der Hund bellt. *
* Langsame, traurige Musik *
Roma victor!
Glaubst du, dass er wirklich stirbt? Er stirbt schon seit 10 Jahren.
Sonst hätte er nicht nach uns geschickt.
Vielleicht fehlen wir ihm.
Er hätte die Senatoren nicht gerufen, wenn ...
Gib Frieden, Commodus! Ich bekomme Kopfschmerzen von deinen Intrigen.
Er hat seine Entscheidung getroffen. Er wird es bekannt geben.
Er wird mich ernennen.
Das Erste, was ich tun werde, wenn ...
Ich werde ihn mit Spielen ehren, die eines Kaisers würdig sind.
Das Erste, was ich tue, ist ein heißes Bad nehmen.
* Klopfen *
Tretet zur Seite!
Ich grüße dich. Wo ist der Imperator?
An der Front. Sie sind seit 19 Tagen dort.
Es kommen immer noch Verwundete. Mein Pferd!
Kuss?
* Ruhige Musik *
Wieder hast du deinen Heldenmut bewiesen, Maximus.
Ich hoffe, es ist zum letzten Mal.
Marcus, es gibt keine Feinde mehr. Es gibt immer Feinde.
Wie kann ich Roms größten Kriegstribun belohnen?
Lass mich nach Hause gehen!
Nach Hause.
* Jubelgeschrei *
Sie ehren dich, Cäsar!
Sie meinen dich, Maximus. Sie ehren dich.
Habe ich die Schlacht verpasst?
Du hast den Krieg verpasst. Vater, ich gratuliere.
Ich opfere zu Ehren deines Triumphs 100 Stiere.
Verschone die Stiere! Ehre Maximus! Er gewann die Schlacht.
Tribun. Commodus.
Rom bewundert dich, und ich umarme dich als Bruder.
Es ist lange her, mein Freund. Das ist wahr.
Vater, nimm meinen Arm!
Ich glaube, es wird Zeit, dass ich gehe.
Leb wohl!
Das also ist die Herrlichkeit Roms.
* Trommelmusik *
Großartig, wirklich großartig.
Tribun, lebst du noch? Wie man sieht.
Die Götter haben Humor. Sie lieben dich.
Valerius. Gehts zurück ins Lager oder nach Rom?
In die Heimat, zu Weib, Sohn und Ernte.
Maximus, der Bauer - ich kann's mir nicht vorstellen.
Dreck wäscht sich leichter ab als Blut, Quintus.
Da ist er. Senator Gaius, Senator Falco.
Hüte dich vor Gaius! Eines Tages wirst du nur noch sagen: "Republik!"
Immerhin wurde Rom als Republik gegründet.
In der Republik hat der Senat die Macht.
Bist du für Imperator oder Senat?
Ein Soldat hat den Vorteil, dem Feind ins Auge sehen zu können.
Du könntest es in der Politik weit bringen.
Ich warnte dich. Jetzt werde ich dich retten.
Maximus.
Ich werde so gute Leute wie dich brauchen.
Wie kann ich dir zu Diensten sein? Du weißt, wie man kommandiert.
Du befiehlst, die Befehle werden befolgt, die Schlacht ist gewonnen.
Die Senatoren sind auf ihren Vorteil bedacht.
Wir müssen Rom vor den Politikern retten.
Kann ich auf dich zählen, wenn es so weit ist?
Wenn dein Vater mich entlässt, gehe ich zurück in die Heimat.
In die Heimat? Keiner hat es mehr verdient.
Mach es dir nicht zu gemütlich! Vielleicht rufe ich dich bald.
Lucilla ist hier. Wusstest du das?
Sie hat dich nicht vergessen. Nun bist du der große Mann.
Wärst du doch nur als Mann geboren worden!
Was für ein Cäsar wärst du gewesen!
Vater.
Du wärst stark gewesen. Ich frage mich: Wärst du auch gerecht gewesen?
Ich wäre gewesen, was du mich gelehrt hättest.
Wie war die Reise? Lange und unbequem.
Warum hast du mich gerufen?
Ich brauche deine Hilfe, mit deinem Bruder.
Natürlich.
Er liebt dich. Das hat er immer getan. Und ...
Er wird dich jetzt brauchen, mehr als je zuvor.
Schluss mit der Politik!
Lass uns so tun, als wärst du eine liebevolle Tochter,
und ich wäre ein guter Vater!
Eine angenehme Vorstellung, nicht wahr?
* Schwermütige Musik *
Setzt euch!
Eins, zwei!
Du hast mich rufen lassen, Cäsar.
Cäsar?
Maximus, erkläre mir noch einmal, weshalb wir hier sind!
Zum Ruhm des Imperiums. Ach ja.
Ach ja, ich erinnere mich.
Siehst du diese Landkarte, Maximus?
Das ist die Welt, die ich geschaffen habe.
25 Jahre lang habe ich erobert und Blut vergossen,
um das Reich zu Vergrößern.
Seit ich Cäsar wurde, verbrachten wir nur 4 Jahre in Frieden.
4 Jahre in Frieden, 20 im Krieg! Und wofür?
Ich brachte ihnen das Schwert, und mehr nicht.
Cäsar, dein Leben ...
Bitte, nenn mich nicht so!
Komm her! Bitte, setz dich!
Lass uns miteinander reden, ganz einfach, von Mann zu Mann!
Maximus, fang an!
5000 meiner Männer sind draußen im Matsch.
3000 sind verwundet, 2000 verlassen diesen Ort nie.
Ich glaube nicht, dass sie umsonst kämpften.
Was glaubst du? Sie kämpften für dich und für Rom.
Und was ist Rom, Maximus?
Ich sah viele Länder. Sie sind brutal, finster und grässlich.
Rom ist das Licht. Du warst nie dort.
Du hast nicht erfahren, was aus Rom wurde.
Ich sterbe, verstehst du? Sieht ein Mann sein Ende nahen,
will er wissen, ob sein Leben einen Sinn hatte.
Wie wird die Welt von mir sprechen?
Werde ich als der Philosoph bekannt sein, der Feldherr, der Tyrann?
Oder bin ich der Kaiser, der Rom sein wahres Selbst zurückgab?
Rom war einmal ein Traum.
Man durfte nur flüsternd davon sprechen.
Etwas lauter, und er würde verschwinden, so zerbrechlich war er.
Ich fürchte, dass er diesen Winter nicht überlebt.
Maximus, lass uns gemeinsam flüstern, um nichts zu zerstören!
Du hast einen Sohn.
Erzähl mir von deinem Zuhause!
Mein Haus liegt in den Bergen. Es ist ein einfaches Haus,
aus roten Steinen gebaut, die sich in der Sonne erwärmen.
Der Gemüsegarten duftet tagsüber nach Kräutern, abends nach Jasmin.
Beim Tor stehen eine Pappel, Feigen-, Äpfel-, Birnenbäume.
Die Erde ist schwarz wie das Haar meiner Frau.
Wein an den Südhängen, Oliven an den Nordhängen.
Wilde Pferde spielen vor meinem Haus.
Wann warst du zuletzt zu Hause? 2 Jahre, 264 Tage und heute Morgen.
Ich beneide dich, Maximus. Du hast ein gutes Zuhause.
Dafür lohnt es sich zu kämpfen.
Du sollst noch eine Aufgabe erledigen, bevor du zurückkehrst.
Was soll ich tun, Cäsar?
Ich möchte, dass du der Beschützer Roms wirst, wenn ich tot bin.
Ich ermächtige dich zu einem Zweck:
Du sollst dem römischen Volk die Macht wiedergeben
und die Korruption beenden, die es gelähmt hat.
Dieses Angebot ist eine Große Ehre für dich. Nimm es an!
Von ganzem Herzen, nein.
Maximus, das ist der Grund, darum musst du es sein.
Warum nicht jemand, der die Politik der Stadt versteht?
Weil du von ihrer Politik nicht korrumpiert wurdest.
Und Commodus?
Commodus ist kein moralischer Mensch. Das weißt du seit deiner Jugend.
Commodus kann nicht herrschen. Er darf nicht herrschen.
Du bist der Sohn, den ich gebraucht hätte.
Commodus wird meine Entscheidung akzeptieren.
Er weiß, dass die Legionen immer treu hinter dir stehen werden.
Ich brauche Zeit für die Entscheidung.
Ja. Bei Sonnenuntergang wirst du hoffentlich einverstanden sein.
Jetzt umarme mich, wie ein Sohn es tut!
Und bring einem alten Mann noch eine warme Decke!
Mein Vater bevorzugt dich jetzt. Sei gegrüßt!
Das war nicht immer so. Vieles verändert sich.
Ja, vieles, aber nicht alles.
Maximus, warte!
Ich möchte dein Gesicht sehen.
Du siehst mitgenommen aus.
Ich verlor viele Männer. Was wollte mein Vater?
Mir alles Gute wünschen, bevor ich nach Hause gehe.
Du lügst. Ich merkte immer, wenn du lügst, da du das nie gut konntest.
Ich konnte es nie so perfekt wie du. Weil du es nie tun musstest.
Das Leben ist für Soldaten viel einfacher.
Oder hältst du mich für herzlos?
Ich glaube, du hast das Talent zum Überleben.
Maximus, warte!
Ist es so schlimm, mich wiederzusehen?
Ich bin nur müde von der Schlacht.
Es tut dir weh, meinen Vater in diesem Zustand zu sehen.
Commodus erwartet, dass mein Vater ihn zum Nachfolger ernennt.
Wirst du meinem Bruder dienen, wie du seinem Vater dientest?
Ich werde immer Rom dienen.
Weißt du, dass ich dich immer noch in mein Gebet einschließe?
Oh ja, ich bete.
Ich vernahm mit Trauer den Tod deines Mannes. Ich habe ihn beklagt.
Ich danke dir. Du hast einen Sohn?
Ja, Lucius.
Er wird in Kürze 8 Jahre alt.
Mein Sohn ist auch fast 8.
Ich danke dir für deine Gebete.
Ahnen, ich bitte um euren Rat!
Mutter, komm zu mir mit den Wünschen der Götter für meine Zukunft!
Vater, wache mit dem blanken Schwert über meine Frau und meinen Sohn!
Flüstere ihnen zu, dass ich nur lebe,
um sie wieder in den Armen zu halten. Ahnen, ich ehre euch.
Ich versuche, so würdevoll zu leben, wie ihr es mich gelehrt habt.
Cicero!
Hier, bitte.
Es fällt dir nicht schwer, deine Pflicht zu tun, oder?
Manchmal tue ich, was ich tun will.
Ansonsten tue ich, was ich tun muss.
Wir können vielleicht doch nicht nach Hause zurückkehren.
Bist du bereit, für Rom deine Pflicht zu tun?
Ja, Vater.
Du wirst nicht Kaiser werden.
Welcher ältere, weise Mann soll meinen Platz einnehmen?
Ich übertrage meine Macht auf Maximus.
Er wird so lange herrschen, bis der Senat die Verhältnisse geordnet hat.
Rom soll wieder eine Republik werden.
Maximus? Ja.
Meine Entscheidung enttäuscht dich wohl.
Du hast mir einmal geschrieben und die 4 größten Tugenden aufgelistet:
Weisheit, Stärke, Gerechtigkeit und Mäßigung.
Als ich das las, wusste ich, dass ich keine davon habe.
Ich habe dafür andere Tugenden, Vater - zum Beispiel Ehrgeiz.
Er ist, wenn er zu großen Taten anspornt, eine Tugend.
Einfallsreichtum, Mut.
Vielleicht nicht auf dem Schlachtfeld,
aber es gibt viele Formen des Mutes.
Ergebenheit, meiner Familie und dir gegenüber.
Aber keine meiner Tugenden stand auf deiner Liste.
Es kam mir vor, als wolltest du mich nicht als Sohn.
Commodus, jetzt gehst du zu weit.
Ich fragte die Götter um Rat,
wie ich dich zufrieden stellen könnte,damit du stolz auf mich bist.
Eine Umarmung, ein freundliches Wort ...
Nur eine einzige Umarmung von dir, Vater,
hätte für 1000 Jahre die Sonne in meinem Herzen scheinen lassen.
Was hasst du so an mir? Pst, Commodus!
Ich wollte doch nur immer deine Erwartungen erfüllen, Cäsar, Vater.
Commodus.
Deine Fehler als Sohn sind mein Versagen als Vater.
Komm!
Vater!
Ich würde die ganze Welt abschlachten,
wenn du mich nur lieben würdest.
* Kaiser Marcus Aurelius röchelt. *
Maximus, der Kaiser braucht dich.
Klage mit mir, Bruder! Unser großer Vater ist tot.
Wie ist er gestorben?
Die Ärzte sagen, er habe nicht gelitten.
Er hörte im Schlaf auf zu atmen.
Vater!
Dein Imperator fordert deine Treue, Maximus.
Nimm meine Hand!
Ich biete sie dir nur einmal an.
Quintus!
* Unheimliche Musik *
Heil dir, Cäsar!
Ich muss mit den Senatoren reden. Ich brauche ihren Rat.
Wecke Gaius und Falco! Das Schwert!
Maximus, sei bitte vorsichtig! Das war nicht klug.
Der Imperator wurde ermordet. Er starb eines natürlichen Todes.
Wieso bist du bewaffnet, Quintus? Wachen!
Bitte wehre dich nicht, Maximus!
Es tut mir leid. Cäsar hat gesprochen.
Reitet bis Sonnenaufgang! Dann exekutiert ihn!
Quintus, schau mich an!
Versprich, dich um meine Familie zu kümmern!
Du siehst sie im Jenseits wieder. Nein!
Knie nieder!
(Gedanken) Vater, wach über meine Frau und meinen Sohn!
Ich lebe nur, um sie wieder in den Armen zu halten.
Gib mir wenigstens einen anständigen Tod!
Den Tod eines Soldaten.
Bei Frost kann die Klinge stecken bleiben.
Prätorianer!
* Spannende Musik *
* Schnelle Musik *
(Marcus' Stimme, Gedanken) Wann warst du zuletzt zu Hause?
2 Jahre, 264 Tage und heute Morgen.
Ich versuche, so würdevoll zu leben, wie ihr es mich gelehrt habt.
Vater, wache mit blankem Schwert ...
Flüstere ihnen zu, dass ich nur lebe,
um sie wieder in den Armen zu halten.
* Ruhige Musik *
Mama, Soldaten!
* Schnelle Musik *
Papa, Papa!
* Langsame, unheilvolle Musik *
* Traurige Musik *
* Die Männer sprechen einen arabischen Dialekt. *
Stirb nicht!
Du wirst sie wiedersehen.
Noch nicht.
Nein. Sie werden sie reinigen, du wirst schon sehen.
* Orientalische Musik *
Nicht sterben!
Sie verfüttern dich an die Löwen. Die sind mehr wert als wir.
Ist es jetzt besser? Sie ist gereinigt. Siehst du?
* Orientalische Musik *
Proximo, mein alter Freund!
Jeder Tag, an dem du hier bist, ist ein schöner Tag.
Doch heute ist dein Glückstag.
Die Giraffen, die du mir verkauftest, wollen sich nicht paaren.
Sie fressen, aber sie paaren sich nicht.
Du verkauftest mir schwule Giraffen. Ich will mein Geld wieder haben.
Ausgeschlossen!
Ich mache dir ein Sonderangebot. - Wofür?
Hast du meine neue Ware gesehen? Wirf einen Blick drauf!
Können sie kämpfen?
Manche sind zum Kämpfen, andere zum Sterben geeignet.
Du brauchst wohl beides. - Steh auf!
Dein Beruf? - Ich war Jäger.
Nein, ich kaufte ihn von einem Salz-Bergwerk.
Setz dich!
Das Zeichen der Legion. Ein Deserteur.
Wen interessiert es? Er ist Spanier. - Ich nehme 6, für 1'000.
Der Numidier ist schon 2'000 wert. - Deine Sklaven taugen nichts.
Sie sorgen für gute Kampfatmosphäre. Warte! Wir können verhandeln.
Ich gebe dir 2'000 und 4 für die Tiere.
Das macht 5'000 für einen alten Freund.
Wie lange dauert es denn, bis ich in meinem Haus bin?
Ich bin Proximo. Ich werde euch die nächsten Tage,
die letzten eures Lebens, näher sein als eure Mutter.
Ich zahlte nicht, damit ihr mir Gesellschaft leistet.
Ich zahlte, damit ich an eurem Tod verdiene.
Wie eure Mutter bei der Geburt dabei war,
werde ich bei eurem Ende dabei sein.
Wenn ihr sterbt, was außer Frage steht,
geht ihr mit diesem Geräusch ins Jenseits.
Gladiatoren, ich grüße euch.
Gelb!
Gut.
Rot! - Rot!
Jetzt der Spanier!
Das reicht fürs Erste!
Seine Zeit wird kommen.
Der Nächste!
Spanier, warum kämpfst du nicht?
Wir alle müssen kämpfen.
Ist es das Zeichen deiner Götter?
Wird sie das nicht erzürnen, Freund?
Die Götter begünstigen dich. Rot ist die Farbe der Götter.
Du wirst heute ihre Hilfe brauchen.
Manche von euch denken, sie werden nicht kämpfen,
manche, sie können nicht kämpfen.
Das behaupten alle, bis sie da draußen sind.
* Anfeuerungsrufe * Hört hin!
Stoßt es in das Fleisch eines anderen Mannes!
Sie werden euch dafür lieben und euch zujubeln.
Ihr werdet vielleicht Gefallen daran finden und sie auch lieben.
Doch letztlich werden wir alle sterben.
Leider können wir uns nicht aussuchen, wie.
Aber wir können entscheiden, wie wir dem Tod entgegentreten.
Denn nur so bleiben wir als Männer in Erinnerung.
* Anfeuerungsrufe des Publikums *
Die Nächsten!
Die Nächsten! - Beeilung!
* Unheimliche Musik *
* Kampfgebrüll *
Verschwinde!
Er zieht in Rom ein wie ein Eroberer und Held.
Gib ihm Zeit, Gracchus! Er ist jung.
Ich glaube, er wird viel Gutes tun. - Für Rom oder für dich?
Lauf zu deiner Mutter, Lucius!
Lucius! Mutter!
Heil dir, Cäsar! Senatoren!
Rom grüßt seinen neuen Imperator.
Deine treuen Untertanen heißen dich willkommen.
Danke, Falco. Die treuen Untertanen waren hoffentlich nicht zu teuer.
Cäsar. Gracchus.
Rom freut sich über deine Rückkehr.
Viele Aufgaben erfordern deine Aufmerksamkeit.
Ruhe bitte! Zu deiner Orientierung, Cäsar:
Der Senat bereitete Pläne vor, um die Probleme der Stadt anzugehen.
Zuerst müssen wir uns um die Hygiene im griechischen Viertel kümmern.
Die Pest ist im Begriff auszubrechen. Wenn Cäsar ...
Pst!
Erkennst du das nicht, Gracchus? Genau das ist das Problem.
Mein Vater hat sein ganzes Leben mit dem Studium verbracht.
Mit Büchern, Schriften, Philosophie.
In den Abendstunden las er immer die Schriftrollen des Senats.
Das Volk wurde die ganze Zeit vergessen.
Der Senat ist das Volk. Vom Volk gewählt um für es zu sprechen.
Ich bezweifle, dass viele aus dem Volk so gut speisen wie du.
Oder so hübsche Geliebte haben. Ich glaube, ich verstehe mein Volk.
Dann belehre uns aus dem Fundus deiner reichhaltigen Erfahrung!
Ich nenne es Liebe.
Ich bin ihr Vater, sie sind meine Kinder.
Ich werde sie in die Arme nehmen.
Hast du je einen sterbenden Pestkranken umarmt?
Nein. Wenn du mich nochmals unterbrichst, tust du es.
Das versichere ich dir.
Senator, mein Bruder ist sehr müde.
Überlasst mir eure Liste!
Der Kaiser wird alles tun, was Rom verlangt.
Lucilla, wie immer nötigt uns deine charmante Art Gehorsam ab.
Wie können sie es wagen, mich zu tadeln?
Commodus, der Senat hat seinen Nutzen.
Welchen Nutzen? Sie reden doch nur.
Es sollten nur wir zwei sein, und Rom.
Daran darfst du nicht mal denken. Es gab immer einen Senat.
Rom hat sich verändert. Nur ein Imperator kann es beherrschen.
Lass dem Volk seine ... ... Illusionen?
Traditionen.
Mein Vater hat mit seinem Krieg gegen die Barbaren nichts erreicht.
Aber das Volk liebte ihn. Das Volk liebt Siege.
Sie sehen die Schlachtfelder nicht. Was interessiert sie an Germanien?
Sie interessiert die Größe Roms. Die Größe Roms.
Was bitte ist das?
Es ist ein Gedanke, Größe.
Größe ist eine Vorstellung.
Genau, eine Vorstellung. Du scheinst es nicht zu verstehen.
Ich gebe dem Volk eine Vorstellung von Rom. Es wird mich dafür lieben.
Bald wird es die lächerlichen Vorträge alter Männer verabscheuen.
Ich gebe dem Volk die größte Vorstellung seines Lebens.
* Unheimliche Musik *
Spiele!
150 Tage lang Spiele! - Er ist klüger, als ich dachte.
Rom lachte über ihn, hätten sie keine Angst vor seinen Prätorianern.
Furcht und Begeisterung - eine starke Kombination.
Lässt sich das Volk davon verführen? - Er weiß, was Rom ist.
Rom ist der Pöbel. Er zaubert, und sie sind abgelenkt.
Er nimmt ihnen die Freiheit und sie jubeln trotzdem.
Roms Herz schlägt kaum für den Marmor im Senat,
sondern eher für den Sand im Kolosseum.
Er serviert ihnen den Tod, und das Volk wird ihn dafür lieben.
(Das Publikum ruft) Spanier! Spanier!
Spanier! - Spanier! - Spanier!
Spanier!
Gefällt es euch nicht? Unterhalte ich euch nicht?
Seid ihr nicht deshalb hier?
(Das Publikum ruft) Spanier! Spanier!
Was willst du?
Ein Mädchen? Einen Knaben?
Du hast mich rufen lassen? Ja, richtig.
Du bist gut, Spanier. Aber du könntest überragend sein.
Es wird verlangt, dass ich töte. Also töte ich. Das reicht wohl.
Das reicht für die Provinz, aber nicht für Rom.
Der junge Kaiser setzte eine Reihe von Veranstaltungen an,
zum Gedenken an seinen Vater Marcus Aurelius.
Ich finde es amüsant,
da es der weise, allwissende Marcus Aurelius war, der uns abschaffte.
Endlich, nach 5 Jahren Dahinvege- tierens in flohverseuchten Dörfern,
kehren wir dahin zurück, wo wir hingehören: ins Kolosseum.
Du solltest das Kolosseum sehen, Spanier.
50.000 Römer beobachten jede Bewegung deines Schwertes
und wollen den Todesstoß sehen.
Die Stille, bevor du zustößt, und der tosende Jubel danach wird lauter.
Lauter, immer lauter, wie ein Sturm.
Als wärst du der Donnergott selbst.
Du warst ein Gladiator. Ja, das war ich.
Und man gab dir die Freiheit?
Vor langer Zeit bekam ich vom Kaiser ein Rudius überreicht.
Das ist ein Holzschwert.
Es ist ein Symbol der Freiheit.
Er berührte mich an der Schulter und ich war frei.
Du kanntest Marcus Aurelius? Das sagte ich nicht.
Ich sagte, er berührte mich an der Schulter.
Du fragst, was ich will?
Auch ich möchte einmal vor dem Imperator stehen.
So wie du.
Dann höre auf mich! Lerne von mir!
Ich war nicht der Beste, weil ich schnell tötete.
Ich war der Beste, weil die Menge mich liebte.
Gewinne die Menge, und du bekommst deine Freiheit!
Ich werde die Menge für mich gewinnen.
Ich werde ihnen etwas geben, das sie noch nie gesehen haben.
Spanier, wir werden zusammen nach Rom gehen und blutige Abenteuer bestehen.
Die große Hure wird uns säugen.
Und dann, wenn genug Männer gestorben sind,
erlangst du vielleicht deine Freiheit.
Hier! Nimm das!
Es ist irgendwo dort hinten, mein Land, meine Heimat.
Mein Weib kocht das Essen, meine Töchter holen Wasser vom Fluss.
Werde ich sie je wiedersehen? Ich denke nicht.
Glaubst du, dass du sie wiedersiehst, wenn du stirbst?
Sicher. Aber wenn ich bald sterbe, werden sie noch viele Jahre leben.
Das heißt, ich muss warten.
Aber du würdest warten. Ja, natürlich.
Weißt du ...
Meine Frau und mein Sohn warten bereits auf mich.
Du wirst sie wiedersehen, aber noch nicht.
Jetzt noch nicht.
Ja, noch nicht.
Noch nicht.
* Fröhliche Musik *
Raus!
Bewegung, Bewegung! Aussteigen!
Schön, dich wiederzusehen, alter Freund!
Bring mir Glück!
Hast du schon mal so etwas zu Gesicht bekommen?
Unglaublich, dass Menschen so was bauen können!
Gewinne die Menge!
* Leise, ruhige Musik *
Er schläft so gut, weil er geliebt wird.
Komm, Bruder! Es ist spät.
Ich mache Rom zum größten Weltwunder aller Zeiten.
Das verstehen Gracchus und seine Freunde nicht.
Meine Sehnsüchte bereiten mir rasende Kopfschmerzen.
Commodus, du musst das jetzt trinken.
Der richtige Zeitpunkt ist bald da. Ich kann die Auflösung des Senats
bei der Feier zu Ehren unseres Vaters bekannt geben.
Rätst du mir dazu? Ist das Volk so weit?
Du solltest jetzt etwas schlafen.
Bleibst du bei mir?
Hast du noch immer Angst im Dunkeln, Bruder?
Ja.
Immer noch.
Bleib heute Nacht bei mir! Du weißt, das ist unmöglich.
Dann küss mich!
Schlaf jetzt, Bruder!
Macht Platz für die Gladiatoren!
Sie sind im Anmarsch.
Ich will meine besten Männer nicht für Kämpfe opfern.
Der Kaiser wiederholt die Schlacht von Karthago.
Das Massaker von Karthago.
Holt doch die Bettler und Diebe aus dem Gefängnis!
Das taten wir schon.
Wenn ich die besten Gladiatoren opfere, will ich das doppelte Geld.
Du wirst nach deinem Vertrag bezahlt oder er wird gekündigt.
Sonst musst du in dein Rattenloch zurückkriechen.
Gladiator, bist du der, den sie den Spanier nennen?
Ja. Sie sagten, du bist ein Riese.
Du zerquetschst den Kopf eines Mannes mit einer Hand.
Eines Mannes? Nein. Aber eines Jungen.
Gibt es gute Pferde in Spanien? Sie gehören zu den Besten.
Das ist Argento und das ist Scato.
Das waren meine Pferde. Man hat sie mir weggenommen.
Ich mag dich, Spanier. Ich feuere dich an.
Du darfst es sehen? Mein Onkel sagt, es macht mich stark.
Was sagt dein Vater? Mein Vater ist tot.
Verehrter Lucius, es ist so weit. - Gut.
Ich muss gehen. Dein Name ist Lucius?
Lucius Verus, nach meinem Vater.
Tiefer!
* Unheimliche Musik *
Wenn der Imperator hereinkommt, hebt ihr eure Waffen, salutiert
und begrüßt ihn zusammen. Dreht dem Imperator nie den Rücken zu!
Geht jetzt und sterbt ehrenvoll!
* Unheimliche Musik *
* Trompeten-Fanfaren und Trommelwirbel *
(Rufe) Cäsar! Cäsar! Cäsar!
Grüßt den Imperator!
Die Totgeweihten grüßen dich.
Heute gehen wir zurück in die glorreiche Vergangenheit.
Wir zeigen euch den 2. Untergang des mächtigen Karthago.
Auf der verdorrten Ebene von Zama standen die unbesiegbaren Truppen
des gefürchteten Barbaren Hannibal.
Da waren grausame Söldner und Krieger aus allen barbarischen Ländern,
erpicht auf erbarmungslose Eroberung und Zerstörung.
Euer Kaiser präsentiert euch jetzt die Barbaren-Horde.
War einer von euch bei den Truppen? Ja.
Ich habe mit dir in Vindobona gedient.
Ihr könnt mir helfen. Was immer aus diesen Toren herauskommt:
Wir haben eine bessere Überlebens- chance, wenn wir zusammenhalten.
Versteht ihr? Wenn wir zusammenhalten, überleben wir.
Der Kaiser präsentiert die Legionäre des Scipio Africanus.
Bleibt zusammen!
* Spannende Musik *
Dicht zusammenbleiben!
Zusammenschließen!
Einen Kreis bilden!
Schilder zusammen!
Achtung!
Standhalten!
Gut gemacht!
Achtung!
Los!
Hagen!
Ihr zum Streitwagen, die anderen bleiben bei mir.
Schnell!
Los!
Maximus!
In eine Reihe! Eine Reihe!
* Heroische Musik *
Ich bin nicht gut in Geschichte, Cassius.
Sollten die Barbaren nicht die Schlacht verlieren?
Ganz recht. Vergib mir, mein Kaiser! Nein. Ich mag Überraschungen.
Wer ist das? Sie nennen ihn den Spanier, Kaiser.
Ich will ihn sprechen. Ja, mein Kaiser.
Vorwärts! Los! Auf eure Positionen!
Die Waffen fallen lassen!
Gladiator, der Kaiser möchte dich sprechen.
Ich stehe dem Kaiser zu Diensten.
* Das Publikum jubelt. *
Steh auf! Steh auf!
Dein Ruhm ist verdient. Einen Gladiator wie dich gab es nie.
Du seist der wiederauferstandene Herkules, meint der junge Mann.
Warum zeigt er sich nicht und verrät uns den richtigen Namen?
Du hast doch einen Namen? Mein Name ist Gladiator.
Wie kannst du es wagen, mir deinen Rücken zuzudrehen?
Sklave, nimm deinen Helm ab und sag mir deinen Namen!
Ich bin Maximus Decimus Meridius, Tribun der spanischen Legion,
treuer Diener des wahren Imperators Marcus Aurelius,
Vater eines ermordeten Sohnes, Ehemann einer ermordeten Frau.
Ich werde mich dafür rächen, in diesem Leben oder im nächsten.
Zieht die Waffen!
* Das Publikum buht. *
(Das Publikum ruft) Leben! Leben! Leben!
Leben! Leben! Leben! Leben!
* Jubel *
* Heroische Musik *
(Die Menge ruft) Maximus! Maximus! Maximus!
Warum ist er noch am Leben? Ich weiß es nicht.
Er sollte nicht mehr leben. Ich bin darüber verärgert.
Furchtbar verärgert.
Ich habe getan, was ich tun musste.
Wäre es nach Vaters Willen gegangen, wäre das Imperium zerfallen.
Das verstehst du doch? Ja.
Was hast du empfunden, als du ihn gesehen hast?
Ich fühlte nichts.
Er hat dich tief verletzt, habe ich Recht?
Nicht tiefer, als ich ihn verletzt habe.
Sie haben mich in Germanien belogen. Sie erklärten mir, er wäre tot.
Wenn sie mich belügen, respektieren sie mich nicht.
Wie können sie mich dann lieben?
Dann musst du den Legionen sagen, dass Lügen nicht ungestraft bleiben.
Arme Schwester! Ich möchte nicht dein Feind sein!
Was wirst du tun?
Hier entlang!
Reiche Matronen zahlen gut, um sich mit Helden zu vergnügen.
Ich ahnte nicht, dass dein Bruder die besten Meuchelmörder schickt.
Maximos, er weiß es nicht.
Meine Familie wurde gekreuzigt und verbrannt.
Davon wusste ich nichts. Lüg mich nicht an!
Ich weinte um sie. Wie um deinen Vater?
Wie du um deinen Vater weintest?
Ich lebe in einem Gefängnis der Angst.
Aus Angst vor meinem Bruder konnte ich nicht um meinen Vater trauern.
Ich lebte in Angst, da mein Sohn der Thronerbe ist.
Ja, ich weinte um sie.
Mein Sohn war unschuldig.
Das ist meiner auch.
Muss mein Sohn auch sterben, bevor du mir vertraust?
Welche Rolle spielt es, ob ich dir vertraue oder nicht?
Die Götter verschonten dich.
Ich sah heute, wie ein Sklave mächtiger wurde als der Kaiser Roms.
Ich habe nur die Macht, den Pöbel zu belustigen.
Das ist Macht. Der Pöbel ist Rom.
So lange Commodus ihn kontrolliert, kontrolliert er alles.
Hör zu! Mein Bruder hat Feinde, besonders im Senat.
Bisher wagte niemand, sich gegen ihn zu erheben. Doch nun bist du da.
Sie tun nichts gegen ihn.
Es gibt Politiker, die ihr Leben dem Wohl Roms widmeten.
Ich meine speziell einen. Würdest du mit ihm reden?
Du siehst den Ernst der Lage nicht. Ich sterbe vielleicht heute.
Ich bin ein Sklave. Was kann ich verändern?
Dieser Mann will, was du willst. Dann soll er Commodus umbringen.
Ich kannte mal einen ehrenwerten Mann.
Einen Mann mit Prinzipien, der meinen Vater liebte.
Und mein Vater liebte ihn.
Dieser Mann hat Rom gedient.
Diesen Mann gibt es nicht mehr. Dein Bruder hat gut gearbeitet.
Ich möchte dir helfen.
Ja, du kannst mir helfen.
Vergiss, dass du mich je gekannt hast, und komm nie wieder hierher!
Wache, Lucilla möchte jetzt gehen.
Maximus, du warst Kommandant vieler Legionen.
Hast du viele Siege davongetragen? Ja.
In Germanien? In vielen Ländern.
Tribun!
Du hast einen großen Namen.
Erst muss er deinen Namen töten, bevor er dich töten kann.
Senator Gaius. - Sei gegrüßt!
Senator Gracchus, es ist selten, dass du den Vergnügungen des Pöbels folgst
Ich gebe nicht vor, ein Mann aus dem Volk zu sein.
Ich versuche, ein Mann für das Volk zu sein.
(Rufe) Cäsar! Cäsar! Cäsar!
Bürger von Rom!
Am 4. Tag des Antioch feiern wir den 64. Tag der Spiele.
In seiner unendlichen Güte geruhte der Kaiser,
dem Volk Roms am heutigen Tag einen historischen Endkampf zu schenken.
Nach 5-jähriger Absenz können wir ihn heute wieder im Kolosseum begrüßen:
Cäsar hat den bisher einzigen ungeschlagenen Gladiator
der römischen Geschichte zurückgerufen.
Es ist der legendäre Tigris von Gallien.
Er versteht es, den Pöbel zu manipulieren.
Marcus Aurelius hatte einen Traum von Rom. Das ist er nicht.
Marcus Aurelius ist tot. Wir Sterblichen sind Staub und Schatten.
Staub und Schatten, Maximus.
(Cassius) Aus der Gladiatorenschule des Antonius Proximo
präsentiert euch Cäsar Aelius Maximus.
* Jubel *
Sie feiern ihn, als wäre er einer von ihnen.
Der Pöbel ist wankelmütig. In einem Monat ist er vergessen.
Nein, viel früher schon.
Dafür wurde gesorgt.
Wir, die Totgeweihten, grüßen dich.
An die Ketten!
Ziehen!
(Das Publikum ruft) Tod! Tod! Tod!
Tod, Tod!
Töte ihn! Töte ihn!
* Spannende Musik *
* Männerstimme: * Maximus, der Barmherzige!
(Das Publikum ruft) Maximus! Maximus! Maximus!
Was soll ich mit dir machen?
Du willst einfach nicht sterben.
Sind wir denn so verschieden, du und ich?
Du tötest, wenn du es tun musst - genau wie ich.
Ich muss nur noch einmal töten, dann ist es getan.
Dann tu es jetzt!
Man erzählte mir, dein Sohn habe geschrien wie ein Mädchen,
als man ihn ans Kreuz genagelt hat.
Und dein Weib hat gestöhnt wie eine Hure,
als man sie geschändet hat.
Wieder und wieder und wieder.
Deine Zeit des Selbstlobs wird bald vorbei sein.
Kaiser.
* Das Publikum jubelt. *
(Das Publikum ruft) Maximus! Maximus! Maximus!
Tribun! Tribun!
Tribun!
Tribun! Tribun!
Tribun! Cicero!
Tribun! Tribun!
Wo habt ihr euer Lager? In Ostia.
(Leise) Sag den Männern, ihr Tribun lebt! Komm wieder zurück!
Weitergehen!
Können sie dich hören?
Wer? Deine Familie, im Jenseits.
Oh ja. Was sagst du deiner Familie?
Meinem Sohn sage ich, dass ich ihn bald wiedersehen werde.
Und dass er beim Reiten die Absätze runterdrücken soll.
Und meinem Weib sage ich ...
Das geht dich wirklich nichts an.
Jetzt wird Maximus wegen seiner Gnade geliebt.
Lasse ich ihn jetzt töten, stehe ich als noch erbarmungsloser da.
Das Ganze ist ein einziger, verrückter Albtraum.
Er lehnt sich gegen dich auf.
Jeder seiner Siege ist eine Auflehnung.
Der Pöbel erkennt es, und auch der Senat.
Sie werden kühner, mit jedem Tag den er weiterlebt.
Töte ihn! Nein.
Ich werde ihn nicht zum Märtyrer machen.
Ich hörte unlängst von einer Seeschlange,
die eine ungewöhnliche Methode hat, ihre Beute anzulocken.
Sie legt sich auf den Meeresgrund, als wäre sie verwundet.
Dann kommen ihre Feinde. Sie bleibt liegen.
Diese knabbern sie an, Stück für Stück.
Doch unsere Seeschlange bleibt regungslos.
Das heißt, wir bleiben auch liegen,
lassen unsere Feinde herankommen und lassen uns anknabbern.
Lass jeden Senator beschenken!
Maximus.
Cicero, ich dachte, ich sah dich zum letzten Mal.
Ich dachte, du bist tot. Seit wann sind die Männer in Ostia?
Den ganzen Winter. Wie sehen sie aus?
Fett und gelangweilt. Wer hat das Kommando?
Ein Dummkopf aus Rom. Wie schnell sind sie kampfbereit?
Für dich schon morgen.
Du musst etwas für mich tun. Ja?
Wer nicht in der Arena war, kann sich das Schauspiel hier ansehen.
Der glorreiche Maximus besiegt unseren Imperator Commodus.
Was sollen wir tun? Er widersetzt sich jedem.
Aus dem Weg!
Platz da! Zur Seite treten!
Wartet! Ich diente deinem Vater in Vindobona.
Ich diente deinem Vater in Vindobona. Ich diente auch unter Tribun Maximus.
Das tue ich immer noch. Halt!
Halt! Anhalten!
Lasst ihn durch!
Der Tribun will sich mit deinem Politiker treffen.
Für deine Treue, Soldat! Ich danke dir.
Weiter!
Lass uns allein!
Senator Gracchus!
Tribun, ich hoffe, dass mein Erscheinen hier Beweis genug ist,
dass du mir vertrauen kannst.
Steht der Senat hinter dir? Der Senat?
Ja. Ich kann für ihn sprechen.
Kannst du mir die Freiheit erkaufen und mich aus Rom hinausschmuggeln?
Wozu? Bring mich vor die Stadt!
Pferde sollen mich nach Ostia bringen, wo meine Truppen lagern.
2 Tage später komme ich mit 5'000 Männern zurück.
Die Kommandeure sind Commodus ergeben.
Sehen mich meine Männer, sind sie mir ergeben.
Seit 100 Jahren betrat keine Legion Rom.
Ich ersetze eine Diktatur nicht durch eine andere.
Die Zeit für halbe Sachen und Gerede ist vorbei, Senator.
Was geschieht nach deinem Staats-Streich?
Ziehst du mit deinen 5000 Kriegern ab?
Ich gehe. Die Legionäre bleiben zu eurem Schutz,
unter dem Kommando des Senats.
Wenn ganz Rom dir gehört, gibst du es einfach dem Volk zurück?
Sag mir, weshalb!
Weil es der letzte Wunsch eines sterbenden Mannes war.
Ich werde Commodus töten.
Das Schicksal Roms werde ich dir überlassen.
Marcus Aurelius vertraute dir.
Seine Tochter vertraut dir.
Ich werde dir auch vertrauen.
Aber wir haben wenig Zeit.
Gib mir 2 Tage, und ich werde dir deine Freiheit erkaufen!
Und du sorgst dafür, dass du am Leben bleibst, oder ich bin tot.
Wir müssen jetzt gehen.
Es wird nicht klappen. Der Imperator weiß zu viel.
Und was mich angeht ...
Mir wird es zu gefährlich.
Du wirst bezahlt, wenn ich zurückkomme.
Ich gebe dir mein Wort.
Dein Wort! Und wenn du nicht zurückkommst?
Weißt du, was Vertrauen ist, Proximo?
Vertrauen?
Wem soll ich vertrauen.
Ich werde Commodus töten.
Warum sollte ich das wollen? Er macht mich reich.
Ich weiß, du stehst zu deinem Wort, Tribun.
Du würdest für die Ehre sterben.
Du würdest für Rom sterben,
und vielleicht sogar für das Andenken deiner Vorfahren.
Ich, im Gegensatz zu dir, unterhalte das Volk.
Wache!
Er brachte deinen Befreier um.
Die Prätorianer kommen.
Halt!
Wo bist du gewesen? Ich habe nach dir geschickt.
Bitte, Bruder!
Was beunruhigt dich?
Hat Gracchus einen neuen Geliebten?
Ich weiß es nicht.
Ich dachte, du hättest ihn getroffen.
Er steckt alle an wie ein grässliches Fieber.
Der Senat muss zur Ader gelassen werden für das Wohl Roms.
Und auch er wird bluten, schon sehr bald.
Aber nicht heute Nacht.
Weißt du noch, was unser Vater einst sagte?
"Es ist ein Traum, ein furchtbarer Traum, das Leben."
Meinst du, dass das stimmt? Ich weiß es nicht.
Ich denke, er hatte Recht.
Und ich habe nur dich, mit dem ich es teilen kann.
* Langsame Musik *
Öffne deinen Mund!
Du weißt, dass ich dich liebe.
Und ich liebe dich.
* Unheimliche Musik *
Raus! Raus mit euch!
Bewegung!
Ich gratuliere, Tribun! Du hast sehr überzeugende Freunde.
Mein Bruder ließ Gracchus verhaften.
Wir müssen noch heute Nacht hier weg.
Proximo bringt dich um Mitternacht zum Tor.
Dein Diener Cicero wartet dort mit Pferden auf dich.
Hast du das alles getan? Ja.
Du riskierst zu viel.
Ich habe viel abzubüßen.
Du hast nichts abzubüßen.
Du liebst deinen Sohn. Sei stark für ihn!
Ich bin es so müde, stark zu sein.
Mein Bruder hasst die ganze Welt, und am meisten dich.
Weil dein Vater mich ausgewählt hat?
Nein. Weil mein Vater dich geliebt hat.
Und weil ich dich geliebt habe.
Das war vor langer Zeit.
Bin ich denn damals anders gewesen?
Du hast häufiger gelacht.
Mein ganzes Leben lang war ich einsam, außer mit dir.
Ich muss jetzt gehen. Ja.
* Sanfte Musik *
* Lärm von draußen *
Und getötet!
Ist es nicht etwas spät, um Legionär zu spielen?
Ich bin kein Legionär. Kein Legionär?
Ich bin ein Gladiator.
Gladiatoren kämpfen nur bei den Spielen.
Möchtest du nicht Feldherr sein wie Julius Cäsar?
Ich bin Maximus, der Retter Roms.
Der Retter Roms?
Wer hat das gesagt?
Wo ist Lucius?
Er ist beim Imperator.
(Lucius) Hat sie nicht! Sie tat es.
Sie nahm sie aus einem Korb und presste sie an ihre Brust.
(Lucius) Die Schlange biss sie in die Brust?
Ja.
Lucius, manchmal tun königliche Frauen seltsame Dinge,
um der Liebe willen. Das finde ich töricht.
Das finde ich auch.
Setz dich doch, Schwester!
Ich las Lucius gerade etwas vor. Ich las auch.
Er ist ein sehr kluger Bursche. Aus ihm wird ein großer Kaiser.
Wir lasen von Marcus Antonius in Ägypten.
Wie sich die Königin mit einer Schlange tötete.
Warte, bis du von unseren Vorfahren erfährst!
Ich erzähle dir morgen die Geschichte von Kaiser Claudius.
Er wurde von denen verraten, die ihm am nächsten standen.
Von seinem eigenen Blut.
Sie flüsterten in dunklen Ecken,
gingen spätnachts noch aus und konspirierten.
Aber Kaiser Claudius wusste, dass sie etwas im Schilde führten.
Er wusste, dass sie wie fleißige Bienchen waren.
Eines Abends setzte er sich mit einer zusammen.
Er sah sie an und sagte zu ihr:
"Sag mir, was du getrieben hast, fleißiges Bienchen!"
"Oder ich töte die, die dir am liebsten sind."
"Du wirst zusehen müssen, wie ich in ihrem Blut bade."
Des Kaisers Herz war gebrochen. Das Bienchen verletzte ihn tiefer
als ihn jemand anders hätte verletzen können.
Was glaubst du, was dann geschah, Lucius?
Ich weiß es nicht, Onkel.
Das kleine Bienchen hat ihm alles erzählt.
* Unheimliche Musik *
Aufmachen, im Namen des Kaisers!
Proximo, öffne das Tor, im Namen des Kaisers!
Proximo!
Öffne das Tor!
Öffne endlich das Tor, Proximo!
Oder willst du sterben, alter Mann?
Alles ist vorbereitet.
Du hast anscheinend deine Freiheit erlangt.
Proximo, läufst du Gefahr, ein guter Mensch zu werden?
Juba!
Alle Feinde des Kaisers finden den Tod.
Öffnet das Tor! Das ist ein kaiserlicher Befehl.
Vorwärts! Alle Mann mir nach!
Ich brauche nicht lange.
Wollt ihr nichts damit zu tun haben, geht in die Zellen!
Wir warten hier auf dich, Maximus. (alle) Ehre und Stärke!
Ehre und Stärke!
* Spannende Musik, Kampfgeschrei *
* Unheimliche Musik *
Staub und Schatten!
* Spannende Musik, Kampfgeschrei *
* Maximus pfeift. *
Maximus!
Es ist getan.
Und was ist mit meinem Neffen?
Was ist mit seiner Mutter?
Sollten sie das Schicksal ihres Geliebten teilen?
Oder sollte ich barmherzig sein?
Commodus, der Mann der Gnade.
Lucius wird jetzt bei mir bleiben.
Und wenn seine Mutter mich auch nur ansieht auf eine Weise,
dir mir missfällt, wird er sterben.
Wenn sie sich entschließt, sich heldenhaft das Leben zu nehmen,
wird er sterben.
Und was dich betrifft ...
Du wirst mich lieben, so wie ich dich geliebt habe.
Du wirst mir einen Erben schenken, von reinem Blut,
so dass Commodus und seine Nach- fahren 1000 Jahre lang herrschen.
Bin ich nicht barmherzig?
(Die Menge ruft) Maximus! Maximus! Maximus!
(Flüsternd) Maximus! Maximus! Maximus!
Sie verlangen nach dir.
Der Tribun, der ein Sklave wurde.
Der Sklave, der Gladiator wurde.
Der Gladiator, der sich gegen den Kaiser auflehnte.
Eine erstaunliche Geschichte!
Jetzt will das Volk wissen, wie die Geschichte endet.
Das geht nur mit einem grandiosen Tod.
Was könnte glorreicher sein,
als den Kaiser selbst herauszufordern in der Arena?
Du würdest gegen mich kämpfen? Warum nicht?
Denkst du, ich habe Angst vor dir? Du hattest dein Leben lang Angst.
Nicht wie Maximus, der Unbesiegbare, der keine Angst kennt.
Ich kannte einen Mann, der sagte, der Tod lächelt uns alle an.
Ein Mann kann nur zurücklächeln, mehr nicht.
Ich wüsste gern, ob dein Freund seinen Tod belächelt hat.
Du müsstest es wissen.
Es war dein Vater.
Du liebtest meinen Vater, ich weiß.
Aber ich auch.
Das macht uns zu Brüdern, habe ich nicht Recht?
Du lächelst nun für mich, Bruder!
Verbirg die Wunde, wenn du ihm die Rüstung anlegst!
* Schwermütige Musik *
* Langsame Musik *
Quintus, dein Schwert! Gib mir dein Schwert!
Ein Schwert! Gebt mir ein Schwert!
Steckt die Schwerter weg!
* Langsame Musik *
* Stille *
* Langsame Musik *
(Quintus) Maximus!
Quintus, lass meine Männer frei!
Senator Gracchus muss wieder eingesetzt werden.
Es gab einen Traum von Rom. Er soll Wirklichkeit werden.
Dies sind die Wünsche von Marcus Aurelius.
Lasst die Gefangenen frei! Los!
* Langsame, ruhige Musik *
Maximus!
Lucius ist in Sicherheit.
Geh zu deiner Familie!
* Langsame, ruhige Musik *
Du bist zu Hause.
Ist Rom das Leben eines guten Mannes wert?
Wir glaubten es einmal.
Mach, dass wir es wieder glauben!
Er war ein Soldat Roms.
Ehrt ihn!
Wer hilft mir, ihn zu tragen?
* Langsame, ruhige Musik *
Jetzt sind wir frei.
Ich werde dich wiedersehen.
Aber jetzt noch nicht, noch nicht.
* Langsame, ruhige Musik *
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