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Eva, haben Sie sich etwas von dem Schrecken erholt?
Etwas, ja. Ich dachte schon, ich müsste eine Beerdigung vorbereiten.
Das Lynch-Syndrom ist eine ernste erbliche Störung.
Der Tumor ist aber noch relativ klein.
Sollen wir ihn bestrahlen? Oder Chemotherapie machen?
Operieren wäre auch möglich.
Niemand hört gerne, dass er krank ist.
Hallo, Mama. Entschuldige, dass ich so lange nicht hier war.
-Ein Blatt? -Eine Taschenlampe!
-Ein Schloss? Eine...eine Ampel? -Äh, ein Schwamm.
-Eine Bohne. Eine... -Eine Bohnenstange!
-Ein Sombrero! -Hä? Ein Sombrero? Gar nicht.
Komm, hilf uns mal. Das ergibt doch keinen Sinn.
-Ist es so schwer? -Eine Türklingel.
-Nein. Doch... -Keine Idee.
Ich bin krank.
Ich habe Krebs.
Drei, zwei, eins. Die Zeit ist um.
Es ist ein Segelboot. Von oben.
Eure Mutter hätte es gewusst.
Wir haben neue Nachbarn.
Ad ist weg.
Die hören Volksmusik.
Er parkt sein Auto auf meinem Platz.
-Bram und ich ziehen zusammen. -Echt?
-Hast du seine Eltern schon kennengelernt? -Ja. Irgendwie schon.
Ich habe dir ja versprochen, die Familie zusammenzuhalten.
Das ist schwer ohne dich.
-Du kennst sie ja... -Eine Ananas?
Du und deine Ananas. Kletter doch wieder auf Bäume.
-Was soll die dumme Bemerkung? -Jungs...
-Darf ich nicht mehr "Ananas" sagen? -Es wirkt schon abwertend.
Anna ist nass.
Du hast immer gesagt: "Genieße, solange du noch kannst."
Ich hab's nie verstanden.
Jetzt schon. Ich habe noch das Tagebuch, das du mir gegeben hast.
-Ja, ja, ich weiß es! Eiffelturm. -Ja... -So geht das.
Wie kann man das so schnell erraten?
Wir sind halt ein super Team, Eva. Wir verstehen uns.
Ich vermisse dich.
-Ihr sucht in der Richtung, okay? -Ich sehe mich hier um.
Sie sind weg.
Die halten einen hier gefangen. Fehlt nur noch die Fußfessel.
Ganz unschuldig siehst du nicht aus.
Du hast doch was angestellt, sonst wären sie nicht hinter dir her.
-Nee, das sind meine Groupies. -Ach, spielst du in 'ner Boy Band?
-Bist du dann Robbie Williams? -Ja, der bad boy!
Aber dieser bad boy darf nicht raus, um sich etwas Tabak zu holen.
-Hast du vielleicht eine Zigarette? -Ist das eine gute Idee?
-Du siehst schon etwas krank aus. -Das sagt die Richtige.
-Neue Brüste? -Ja. Eine Nummer größer geht immer.
-Ich finde sie jetzt schon okay. -Und du? Eine Geschlechtskrankheit?
Hier bist du ja. Ich habe keine Lust, dir immer hinterherzulaufen, Luke.
-Ich habe echt anderes zu tun. -Hey, kein Stress. Ich chill nur mit...
-Eva. -Ja, Eva und ich verstehen uns echt prima.
Komm jetzt, du Witzbold.
Viel Erfolg mit dem neuen Busen. Tschüss, Eva.
-Frau Bosman? -Ja, das sind wir.
Hey.
Deine Familie weiß es immer noch nicht?
Wenn die das Wort Krebs nur hören, planen sie sofort mein Begräbnis.
-Aber es ist doch deine Familie. -Meine Familie...
Du kommst nicht mal mit meinem Vater klar.
Okay.
Wenn du es ihnen sagst, vertrage ich mich mit deinem Vater.
Okay. Ich sag's ihnen - wenn ich bereit dafür bin.
Danke.
Das hab’ ich gesehen. Glotz nicht so auf meinen Allerwertesten!
Wie man's nimmt. Ich muss da eher an einen Ein-Euro-Shop denken.
-Hast du Grindr? -Nein. Du denn?
-Nee. -Überhaupt nicht klischeehaft.
Ich war nur neugierig. Vergiss es.
-Schön, dass sie zusammenziehen. -Nicht ausruhen, Maart, arbeiten!
-Ihr seid hier die Arbeitspferde. -Wir machen Arbeitsteilung.
-Ihr arbeitet, wir leiten an. -Das heißt Emanzipation, oder?
-Danke für eure Hilfe. -Für dich immer.
Ich helfe Bram, bevor er sich was tut.
-Warte... -Geht schon.
Hey, habt ihr Papa diese Woche schon gesehen?
Nein, noch nicht. Er hat nicht angerufen.
-Ich spreche nie mit ihm. -Wir sollten ihn öfter besuchen.
-Müssen wir? -Früher waren wir jedes Wochenende da.
Da war ja auch Mama noch dabei. Machte es leichter, den Alten zu ertragen.
Mama lebt nicht mehr. Aber wir müssen ihn schon besuchen.
Okay, unter einer Bedingung: Bram kann auch mitkommen.
Du weißt, wie er Mike behandelt.
Ich freue mich schon auf endlose Witze über
-"Ali Baba und die 40 Räuber". -Ich komme nur mit Bram.
Okay.
-Hallo, Liebling. -Schatz, du bist ja früh dran.
-Gibt es was zu feiern? -Vor dir steht die neue
-Regionalmanagerin von Blue Telecom! -Ja, Schatz!
Ich bin echt stolz auf dich. Das hast du verdient.
-Ich werde fast das Doppelte verdienen. -Ja...
Mein Team wird 200 Leute umfassen
und mein Gebiet werden alle deutschen Filialen sein.
-Alle deutschen Filialen? -Ja.
Ist das nicht umständlich von Holland aus?
Dummkopf. Wir ziehen um, nach Köln.
Das wird alles organisiert. Wir kriegen eine tolle Wohnung, ein Auto...
Entspann dich.
Lass locker.
Du hast gut reden.
Sagst du es ihr jetzt? Oder outest du dich immer noch nicht?
-Hallo, Mariska. -Du bist fünf Minuten zu spät.
Ja, sorry, was Privates kam dazwischen.
-Ich musste ins Krankenhaus. -Mach das in deiner Freizeit.
Ja... Äh, der Bericht wird nächste Woche fertig.
-Ich muss die Daten noch bearbeiten. -Ich brauche den Bericht vor Freitag.
Freitag? Das geht nicht. Weißt du, wie viel Arbeit das ist?
Dann schlaf halt mal eine Nacht nicht. Und wo du gerade das Krankenhaus erwähnst:
Lass dir zwei Botox-Spritzen geben.
Ist gar nicht so ungewöhnlich in deinem Alter.
Weißt du was?
Mir reicht's hier. Diese alte Frau geht in Rente.
Viel Erfolg.
Schatz, weißt du, wie spät es ist? Komm schlafen.
Ich schlafe schon viel zu lange.
Weißt du, was das ist?
Der Beweis, dass ich mein Leben vergeudet habe.
Hier, all die Pläne, die ich mal geschmiedet habe.
Schatz, jeder macht Pläne und setzt sie dann nicht um.
Das Leben geht an mir vorbei. An uns vorbei.
Ich überlebe nur noch.
Aber ich will leben.
Ich wollte nach Las Vegas und auf Weltreise gehen: nicht gemacht.
Ich wollte Wasserski fahren und ins Himalaya: nicht gemacht.
Ich wollte mit Tieren arbeiten: nicht gemacht. Aber das hole ich nun nach.
Ab morgen, ja? Komm jetzt ins Bett.
Was ist jetzt los? Was riecht hier so gut?
Nun, ich dachte, wir machen uns einen schönen Tag.
-Musst du nicht arbeiten? -Ich habe gekündigt.
-Wie bitte? -Das war nichts für mich.
-Ich hätte das schon früher machen müssen. -Okay...
-Ich bin weg. -Was machst du?
Genießen.
Hey!
Eva!
Hey, Nachbar, guter Tausch.
Hey, das ist mein Auto. Ey, Kumpel!
Her damit. Es ist immer dasselbe mit dir.
Hilfe! Ich sterbe!
Das nenne ich mal ein Trike. Wie viel PS?
Keine Ahnung. Die Farbe ist toll.
Aber das kauft man doch nicht wegen der Farbe. Oh mein Gott!
-Die hat's auf dich abgesehen. -Ach, die ist schon okay.
Sie will nicht, dass ich sterbe.
So schlimm?
Blutkrebs, kann man nichts mehr machen.
-Fifty-Fifty-Chance, dass ich sterbe. -Oder Fifty-Fifty, dass du lebst.
Bei mir ist's Gebärmutterhalskrebs. Wenn ich Pech habe, ist es bald vorbei.
Na, da stehen wir nun. Zwei Krebskranke...
Hey, und das Trike?
Klingt wie von 'nem miesen Rapper.
Hey,
-darf ich damit 'ne Runde drehen? -Wenn du aufhörst zu rauchen.
Bam, bam, bam, bam! Gut gemacht,
Kopfschuss! Game over. Hier, hier, hier,...
Nimm das! Kein Mitleid...
Nein! Nein! Nein! Was machst du da, Schatz?
-Komm schon! -Ich denke, es ist Zeit.
-Zeit wofür? -Dass wir uns meinem Vater und deiner
Familie vorstellen.
-Wir sind schon ein Jahr zusammen. -Aber wir ziehen doch hier zusammen.
Kein Versteckspiel mehr vor deiner Mutter.
Weil dein Vater nur auf einen Marokkaner wartet.
Stell dich nicht so an!
Wenn unsere Familien unser Glück sehen, müssen sie sich einfach freuen.
Sie wollen halt eine, die unsere Kultur begreift und danach lebt.
-Und du denkst, das kann ich nicht? -Doch, klar.
Deine Familie oder du kannst bald alleine spielen.
Schatz, alles wird gut!
-Veranstalten wir das jetzt jede Woche? -Ja, macht doch Spaß mit der Familie.
Sanne und Maarten sind auf dem Weg, Lieke kommt auch.
-Braucht sie Geld? -Sie will uns ihren Freund vorstellen.
Hoffen wir, ihr Geschmack ist besser als der anderer hier...
-Ich kann dich hören. -Ich weiß. Ich spreche auch laut.
Ich bin mir sicher, du wirst ihn mögen.
Er ist ein echter Ajax-Fan. Er heißt Bram und stammt aus Amsterdam-Ost.
Der kleine Bram aus Amsterdam-Ost, okay. Kein Frage, wer mein Favorit wird.
-Warum grinst du so? -Mache ich nicht.
Ich bin bloß froh, hier zu sein, Ferry. Bei dir.
Hallo Papa, das ist Bram. Bram, das ist mein Vater, Ferry.
-Hi. Guten Tag, Ferry. -Du heißt Bram?
-Ja. -Bram ist die Abkürzung für Ibrahim.
-Macht es den Leuten einfacher. -Ja...
Schön, dass wir uns jetzt alle kennen.
Hättest schon sagen können, dass mich Badir Hari erwartet.
-Benimm dich bloß. -Ja.
Okay, Ibrahim, lass deinen Bombengürtel an der Garderobe.
-Gut. -Hi.
-Hey, Bram. -Hi.
Äh, schön, dass wir alle zusammen sind.
-Eva und ich wollen... -...uns bedanken.
Dass ihr gekommen seid, heute Abend. Ist doch schön, wenn alle zusammen sind.
Und Papa, vielen Dank für das leckere Essen.
-Ja. -Haben Sie das selbst gemacht?
-Das Essen. -Ja.
Couscous fehlt leider. Ich wusste ja nicht, dass du kommst.
Vielleicht kann seine Mutter mal Couscous für uns alle machen?
Genau, die kann auch noch kommen.
Das ist doch eine wirklich gute Idee. Ich liebe marokkanisches Essen.
Ich frage sie.
-Ibrahim, wie verdienst du dein Geld? -Hm?
-Verleihst du Kamele auf der Kirmes? -Papa.
-Gott. -Was?
Frag ihn doch auch noch nach 9/11. Dann hast du alles durch.
-Es interessiert mich einfach nur. -Dann rede mit jemandem.
Tu du das mal, Junge, dann musst du nicht mehr auf Sozialhilfe klagen.
-Du willst die Wahrheit nicht sehen. -Aufhören, jetzt!
Okay.
Maarten und ich haben Neuigkeiten.
-Bekomme ich ein Enkelkind? -Nein, ich bin befördert worden.
Wir ziehen um nach Deutschland!
-Deutschland? -Ja.
Was? Das sind ja gute Neuigkeiten. Maarten, warum hast du nichts erzählt?
Weil noch gar nicht feststeht, dass wir nach Deutschland gehen.
Gut, Maart, du musst dich noch an die Idee gewöhnen.
Sobald wir da sind, wird es sicher super.
"Sobald"? Du hast das schon entschieden, ohne mich zu fragen.
Schatz, es ist Köln. Nicht Indien.
Das ist lecker!
Ich brauche einen Whiskey.
Nimm deine Tabletten, Luke. Das ist besser für dich und besser für mich.
-Hallo. -Sieh bitte zu, dass er sie nimmt.
Ist ja gut, ich nehme sie.
Ich war in der Gegend.
Für dich.
-Ein Tagebuch? -Schreib deine Gedanken auf, für später.
Okay... "Liebes, liebes Tagebuch,
heute hat mir Eva das allerdoofste Geschenk von allen mitgebracht.
Sobald sie weg ist, nehme ich's als Frisbee."
Sehr lustig.
Ich habe auch eines.
"Buck..."
Eine Bucketliste?
Der Beweis, dass ich einiges nachholen muss.
-Bin ich etwa so 'ne Soli-Aktion? -Nein, überhaupt nicht.
Wenn du mich wirklich glücklich machen willst,
lässt du mich mal mit deinem Trike fahren.
Okay. Aber...unter einer Bedingung.
Halt dich an den Medikationsplan.
-Medikationsplan? -Schau mal in dein Tagebuch.
Steht alles da: was, wann, wieviel...
Und daran hältst du dich.
-Hast du mit dem Lagerleiter geredet? -Vielleicht.
Du könntest aus einem wirklich miesen Disney-Film stammen.
Haben wir einen Deal?
Deal.
Hallo. Du bist's.
Ich...
Ich will mich entschuldigen.
Es geschehen noch Wunder.
Seien wir mal ganz ehrlich: Du magst mich nicht, ich mag dich nicht.
Aber wir müssen klarkommen.
Wir sind nun mal...Familie.
Die Entschuldigung taugt nicht viel. Aber gut, ich akzeptiere das mal.
Keine Frage, wer bei euch das Sagen hat. Ich trinke ein Bier. Auch eins?
-Nein, danke. -Bist du jetzt auch Muslim?
Bram - ein Marokkaner, der Bram heißt. Ist das zu fassen?
-Was? -Ich muss bloß lachen.
Ein Marokkaner und ein Surinamer als Schwiegersöhne.
Du hast den Jackpot gewonnen.
Was ist das?
HAPPN - FERRY, 65 JAHRE Ferry Bosman, du alter Schlawiner.
Suchst du ein Abenteuer?
Früher ging man einfach in ein Café oder eine Kneipe.
Heutzutage braucht man dafür einen Bildschirm.
Sag mal, was ist das denn? Was hast du da für ein Foto?
Was ist denn damit?
Es ist von 1971. Du siehst aus wie ein Serienmörder.
-Ein Foto soll doch nicht abschrecken. -Ach, lass es, ich bin eh zu alt.
Nein, bist du nicht. Setz dich, ich helfe dir.
Fangen wir von vorne an. Was ist dein Typ?
-Mein Typ? -Ja, was magst du?
Blond? Dunkel?
Äh, Elisabeth war blond. Also denke ich... Ja, blond.
Und... Sollen wir das schreiben?
Ja?
So, mal sehen, wie viele online sind.
-Jesus. -Sind die einfach so da?
Ja.
-Hey. -Hey.
Was machst du denn hier mit diesen Hunden?
Das ist meine neue Karriere.
Hab' mich gestern angemeldet, heute geht's los.
Wow, soviel Mut hätte ich auch gerne.
-Dann wäre mein Leben nicht so chaotisch. -Komm, übertreibst du da nicht?
Köln ist nicht so weit weg.
-Köln ist nicht das Problem dabei. -Was denn dann?
Ich liebe einen Mann.
-Okay... -Das ist ganz plötzlich passiert.
Ich weiß nicht mehr, was ich tue.
Kenne ich ihn?
Ja.
-Hugo. -Hugo? Im Ernst?
Du weißt, dass du immer mit mir reden kannst, ja?
-Danke. -Weiß Sanne davon?
Noch nicht.
Warte nicht länger, es wird nur schwerer.
Ja.
Liebling...
Ja? Was ist denn los?
Mir ist nicht danach.
Und das schon seit Monaten.
Okay. Sorry, ich...
Ich verstehe, dass es ein großer Schritt ist,
so Hals über Kopf umzuziehen.
Solche wichtigen Dinge will ich mitentscheiden.
Ja, natürlich. Oh, das habe ich noch gar nicht erzählt:
Ich habe mit den Partnern gesprochen und sie könnten auch einen Job für dich haben.
-Was für einen Job? -Als Creative Director.
-Verarsch mich nicht. -Doch, wirklich.
-Im Ernst? -Ja, absolut ernst.
Magst du noch Tee?
Ja, danke.
Am Freitag kommt einer der Partner her, um dich kennenzulernen.
Okay.
-Hi, Mama. -Willkommen. Komm her!
-Hi. -Weißt du noch, wer das ist?
-Ist ja schon lange her. -Ja, das ist sehr lange her.
-Oh! -Ja.
-Schön. -Warum kommst du nicht mal vorbei?
-Deine Mutter ist echt nett. -Das ist sie ganz sicher.
-Sie hat sich gar nicht verändert. -Ja.
-Ich helfe ihr mal. -Ja.
Mama.
-Und, was denkst du? -Was ich denke? Sie ist nett.
-Wie nett? -Muss ich irgendwas von ihr halten?
-Du wirst diese Frau heiraten. -Du scherzt doch.
Moment, ihr wollt mich zwangsverheiraten? Hier ist doch nicht Marokko.
Es ist egal, wo wir leben.
-Du folgst! -Bitte.
Bitte.
-Bitte. -Bitte.
Hallo.
-Hey. -Hi.
Spreche ich es falsch aus?
Ja. Nein! Es klingt eigentlich ganz gut.
Vielleicht kannst du mir ja helfen. Arabisch ist echt schwer.
-Warum willst du das lernen? -Für dich natürlich!
Dann kann ich Arabisch mit deiner Familie reden. Ist doch schön.
-Ich spreche es ja kaum selbst. -Dann musst du es dringend mal lernen.
-Wie lief's mit deiner Mutter? -Sie freut sich schon auf dich.
-Echt? -Ja.
Okay, hau ab. Ich muss weiter lernen. Sahlan.
Was?
Ah, sahlan, sahlan.
Einatmen.
Ausatmen.
Entspannen.
Aua. Verdammt.
Ich komme.
-Hey. -Hey.
-Eva ist nicht da. -Okay. Aber ich will zu dir.
-Alles okay? -Das willst du gar nicht wissen.
Es haben so viele hübsche Frauen auf mein neues Profil reagiert.
-Echt? -Ja. Guck nicht so erstaunt.
Ich bin nicht erstaunt, ich freue mich für dich. Lass sehen.
Hallo, Marjolijn. Gib mal her.
Sieht doch gut aus... Was schreibt sie da?
"Ich liebe leckeres Essen, Sport, Wandern, Reisen."
-Ich würde sagen, ein Volltreffer. -Ja, aber wie soll ich reagieren?
Lass mich mal machen.
Hey! Was ist denn hier los?
Eva, ruf den Hund zu dir!
Stopp, stopp, stopp, stopp... Komm schon, ruf ihn zurück!
Hast du Angst vor ein paar kleinen Hündchen?
-Was machst du hier? -Ich besuche nur meinen Schwiegersohn.
Nein, nein!
Bin ich hier richtig?
Ja! Das hast du nicht erwartet, was?
Guck, ich habe alle Pillen einsortiert, für jeden Tag der Woche,
bis zum Monatsende.
Schön fleißig.
-Und ich habe eine Bucketlist erstellt. -Ist das nicht für kleine Mädchen?
Ich denke, Mutter Theresa liegt mit ihrem Tagebuch gar nicht so falsch.
-Ich habe mir tolle Sachen ausgedacht. -Oh, wow. "Motorradfahren,
ein Tattoo, Spacecake essen, einen Lapdance bekommen."
-Im Ernst? -Ich sterbe.
-Die Schwestern hier sind dröge. -Das habe ich gehört.
-"Mit Elise ausgehen"? -Ja, mein Schwarm, von früher.
-Was? Darf ein Junge nicht träumen? -Träum weiter.
Das wird schon klappen.
-Komm, steig auf. -Sicher, das ist 'ne gute Idee?
Hey, wo ist denn der coole Typ von eben geblieben?
Los, du schaffst das. Hier sind die Schlüssel.
-Ja. -Bremse.
-Gas geben. -Das weiß ich.
Ja, okay, okay.
Wow!
Bist du dir sicher?
Das bleibt für immer.
Ich bin mir sicher.
-Du dir auch? -Keine Chance, das ist deine Liste.
Ach, komm schon, Mädel. Nur eins.
Stell dich nicht so an, Luke. Man spürt doch kaum was.
Es tut so scheiße weh.
-Er hat noch nicht mal angefangen. -Hä?
-Du bist doch ein großer Junge, oder? -Ja.
Gib mir die Hand.
Hey, Schatz.
Das ist Ulla, von Blue Telecom. Sie ist hier für das Meeting -
-das wir jetzt mit dir haben. -Natürlich, weiß ich doch.
Äh, wir setzen uns schon mal. Kommst du dann dazu?
Fuck.
-Ich kann nicht mehr, ich sterbe. -Noch ein bisschen. Du packst das.
Ich muss aufhören, alles tut weh.
-Wow. Du sprichst ja Arabisch. -Das war Marokkanisch.
-Wenn ich Brams Familie treffe. -Erinnerst du dich noch an Renske?
-Natürlich. -Die hatte einen Marokkaner als Freund,
dachte, sie würden heiraten. Zum Altar ging er dann aber mit einer Marokkanerin.
Du schätzt Bram falsch ein. So was würde er nie tun.
-Ich dachte, wir gehen zu Echica. -Ja, stimmt.
-Ich habe mein Geld verspielt. -Guten Tag, was darf's sein?
-Ja, ich nehme zwei Baconburger, bitte. -Ja.
Äh... Du auch?
-Ich glaube, ich nehme einen Fischburger. -Ja.
Wir sind in Holland, da musst du dich schon etwas anpassen.
Schweine werden hier auch rituell geschlachtet.
-Das macht 16,60. -Oha, sind die Preise gestiegen?
Warte, ich hab' eine volle Bonuskarte.
Weiß du was? Ich bezahle diesmal. Dieses eine Mal.
-Und du dann beim nächsten Mal. -Fünf Frikadellen noch dazu, bitte.
Kein Problem.
Wir haben Ihren Lebenslauf angesehen und beschlossen,
dass Sie die perfekte Person für die Stelle sind.
Klingt gut.
Das Gehalt?
85k, plus Bonus.
Da sind wir wohl zu weit auseinander.
Ich will mindestens 100. Plus Bonus und Fahrtkosten nach Holland.
Das ist, äh, schon sehr hoch.
Ja oder nein?
Ich kann das arrangieren.
Dann haben wir einen Deal.
-Ja. -Ja.
Okay, ich werden den Vertrag aufsetzen.
-Der Sekt ist schon kaltgestellt. -Echt?
-Glückwunsch. -Und willkommen.
Ja, auf nach Köln.
Aus unerklärlichen Gründen wollen mehrere Frauen mit dir ausgehen.
Und du unternimmst nichts.
Ich kann doch nicht mit allen ausgehen.
Natürlich kannst du das. Weißt du, wie man das nennt?
Ein Luxusproblem.
-Hier. -Was?
Einen Moment.
-Los, sprich. -Was machst du da?
-Nur zu. -Was soll ich sagen?
Rede einfach drauflos, komm. Dreh's um, nach vorne. Ja.
Hi, hier ist Marjolijn. Schön, dass du anrufst.
-Sag etwas. -Nun, chatten ist nicht so meins.
-Du siehst so aus wie auf deinem Foto. -Ist das nicht üblich?
Oh nein. Du willst gar nicht wissen, wie oft ich schon gecatfisht wurde.
Ich hab’s nicht so mit Katzen, bin mehr ein Hundemensch.
Der war gut.
Äh, hast du Lust, mit mir was zu trinken?
Hm, eigentlich bin ich nicht so schnell. Aber du gefällst mir.
Du bist ehrlich. Sollen wir uns über die App verabreden?
Ja. Ja, das fände ich schön.
-Okay. Dann bis bald. -Okay. Tschüss.
-Wow... -Ich bin stolz auf dich, Mann.
Das war aufregend.
Hey, Sexy. Ich glaube, du musst mal flachgelegt werden.
Schatz, Schatz, Schatz. Dein Vater.
-Hallo, Papa. -Hallo.
Oh, ganz vergessen. Ich habe deinen Vater zum Essen eingeladen.
-Wie schön. -Noch ein Bier?
-Ja, gern. -Okay.
Schön. Steht dir gut.
Danke.
Was für ein Idiot. Ich würde ihn sofort abservieren.
Da saß ich dann, ich Armer. Ich habe mich bis auf die Knochen blamiert.
-Gibt es keine normalen Männer mehr? -Ist ja meine eigene Schuld.
Er hat auch eine Frau.
Ich hasse solche Typen. Gib mir mal seinen Namen und seine Nummer.
Du kennst ihn nicht.
-Hi! -Hi!
-Na, wie geht's? -Gut.
-Hi. -Hey.
-Hey, na? -Hi.
Was sagt ihr dazu:
Ein schwuler Mann mit Ehefrau, der sich noch nicht geoutet hat.
Ich will euch nicht mit meinem Liebesleben belasten.
Das ist sicher nicht einfach für ihn,
wenn er es seiner Frau noch nicht gesagt hat.
Hast du's mit Sanne besprochen?
Wir kommen nicht überein.
Okay, ich glaube, wir brauchen alle was zu trinken. Ich hole mal Gläser.
Ich helfe dir.
Es tut mir leid.
Es kam mir was dazwischen.
-Nicht mal angerufen hast du. -Ich hab' dir geschrieben.
Komm, du weißt, ich würde dich nie verletzen.
Nicht absichtlich. Aber du tust es.
Was hältst du davon: Nur wir beide,
sonst niemand. Ein Wochenende in unserem Ferienhaus.
Ich hoffe, eine Flasche reicht.
-Geht's dir gut? -Ja.
Es ist echt schön, mit euch abzuhängen. Das sollten wir öfter machen.
Der Tumor ist gewachsen. Eine OP ist jetzt die einzige Option.
-Kann ich das noch mal überdenken? -Natürlich.
Aber je schneller wir operieren, desto besser.
Ich bespreche es noch mit Mike und gebe Ihnen bis Ende der Woche Bescheid.
Gut, okay..
Wenn ich die OP machen lasse,
kann ich keine Kinder mehr bekommen.
Und Mike...
Ich brauche dich, Mama.
Vielen Dank.
Hast du die Reserveschlüssel vom Ferienhaus gesehen?
Hast du im Tresor im Wohnzimmer nachgeschaut?
Sie sind einfach nicht auffindbar. Ich brauche sie aber für die Übergabe.
Lass sie uns gemeinsam am Montag suchen.
Okay. Rufst du mich nachher an?
Da ist schlechter Empfang. Ich schicke dir eine Nachricht, okay?
Okay.
Viel Spaß.
Danke.
Was soll ich nehmen? Alles sieht so lecker aus,
-Ich kann mich nicht entscheiden. -Bei den Preisen
schmeckt's hoffentlich besser als bei Mama.
So...
Ich nehme die vegetarische Tahini, denke ich. Und eine Käsetasche.
-Schatz? -Ja.
Klingt gut. Lecker.
Nur leider gibt's keinen Wein.
Wein? Doch, den haben die bestimmt.
-Ich regle das. -Ach, lass nur.
Für dich tue ich alles.
-Hey. -Hey, Ibrahim.
Ich wusste nicht, dass du kommst. Sonst hätte ich dir was reserviert.
Ich wusste gar nicht, dass das dein Restaurant ist.
-Wer ist das? Hast du ein Date? -Nein, das ist nur eine Kollegin,
eine Auszubildende. Wir geben ihnen Essen statt Geld.
-Eine Kollegin? -Ja, Kollegin.
Nichts weiter.
Ja...
Hier gibt es Schweinefleisch? Schämen Sie sich! Also wirklich!
Haram, hier gibt es Schwein.
Ist das zu glauben? Schweinefleisch, in einem marokkanischen Restaurant.
-Schweinefleisch! -Wolltest du nicht Wein?
-Der ist auch haram. -Nein, das ist nicht das Gleiche.
Gehen wir, gehen wir.
-Ist das für mich? -Für uns.
Austern aus Portugal,
eingelegt in Madeira - für extra milden Geschmack.
Äh, Erdbeeren, belgische Schokolade.
Und das Wichtigste: Schampus!
Das kostet was.
Musst du nicht rangehen?
Keine Sorge.
Die nächsten drei Tage bin ich nur für dich da.
Gefällt mir richtig gut.
-Hast du das schon mal gemacht. -Nein, Luke. Ich hab's noch nie gemacht.
-Komm! -Warte!
Luke, du musst dich hinstellen. Schau mal!
-Bist du bereit? -Schon immer gewesen.
Ja! Ja!
Wie lange bist du krank?
Seit drei Jahren.
Ich habe im Krankenhaus Abitur gemacht, zugedröhnt von der Chemotherapie.
Aber...mit Erfolg.
Oh ja, natürlich. Wie zu erwarten war.
Die Krankheit hat mir vieles gestohlen, auch die Abschlussfeier.
Alles war schon vorbereitet. Ich hatte einen Smoking.
Eine Krawatte. Und ein Date.
-Ein Date? -Ja, echt süß.
Dein Date, war sie süßer als Elise?
-Nein. -Nein...
Viel süßer.
Eva?
-Danke für heute. -Ach, Junge...
Nein, wirklich.
Ich habe mich heute nicht als Patient gefühlt.
-Wirst du jetzt sentimental? -Vielleicht.
Nächstes Wochenende würde gehen, klar.
Maart, können wir nächstes Wochenende?
Da bin ich unterwegs, mit Kunden.
Oh.
Entschuldigung, passt es Ihnen auch nach dem Wochenende?
-Klar, kein Problem. -Schön, dann ist das geregelt.
Entschuldigung, wie bitte?
Das heißt doch Wurst, oder?
-Die Übungen zahlen sich aus, was? -Ja, ganz toll, Schatz.
Aber du kannst auch auf Holländisch bestellen.
Nein, das gefällt ihnen.
-Lass uns am Leben! -Was machst du nur?
Kommen Sie her, wenn Sie vom Meister lernen wollen.
Wir wollen dir helfen, damit du es genießen kannst.
-Ich habe hier die Grill-Hoheit. -Aber wir essen halal.
So weiß ich sicher, dass es gut wird.
Erst willst du vegan grillen und jetzt gibt's halal?
-Halal ist sehr gesund. Probier mal. -Ich bleibe bei Speckläppchen.
-Nimm ein Bier. Wir machen das schon. -Sicher nicht.
Ein leckeres Bier...
Hi, Hugo! Ich wusste gar nicht, dass du auch kommst.
-Lieke hat mich eingeladen. -Schön, dass du da bist.
Schatz, hilfst du mir kurz in der Küche?
Papa, da sind wir. Sorry für die Verspätung.
Willkommen.
-Hallo, Sanne. -Hey. Ist lange her.
Ja. Wie geht's dir?
-Arbeitest du noch bei Blue Telecom? -Ja, klar. Ich bin gerade befördert worden
-zur Regionalmanagerin. -Schön.
-Und Maarten... Mart. -Ja?
Komm mal her. Und Maarten wird der neue Creative Director.
Und wir ziehen nach Köln.
Schön. Köln...
-Glückwunsch. -Vielen Dank.
Komm uns doch vielleicht mal besuchen, zusammen mit Lieke. Oder, Maart?
Schön. Sehr schön.
Genau, das machen wir.
-Bleibt nicht stehen, setzt euch doch. -Entschuldigt, Leute. Ich muss gehen.
In meinem Laden ist anscheinend der Alarm ausgelöst worden. Sorry.
Na, kommt.
Eva!
-Geht's, Schatz? -Soll ich einen Krankenwagen rufen?
-Geht schon wieder. -Sicher?
Ich habe heute kaum was gegessen. Und dann noch der Alkohol, kein Wunder...
Eva, hör auf, okay? Sag's ihnen.
Was ist hier los?
Bitte.
-Ich bin krank. -Wie krank?
Ich habe Gebärmutterhalskrebs.
Eva...
Ich hasse diese Krankheit.
Warum hast du nichts gesagt?
Weil alles anders wird, wenn andere davon wissen.
Eva, hör auf. Wir sind deine Familie.
Du kannst mit uns über alles reden.
Ich wollte mich einfach noch wie ein normaler Mensch fühlen.
Wir besorgen dir die beste Hilfe, die es gibt, ganz egal, was es kostet.
Sie ist schon in Behandlung. Und die Ärztin ist top.
-Es ist eine Folge des Lynch-Syndroms. -Daran litt doch auch Mama.
-Ja. -Ihr solltet besser einen Gen-Test machen.
-Ja, ich mache einen Test. -Ich auch.
Ja.
-Alles wird gut. -Ja.
Ich hole mal vier Röhrchen. Einen Moment.
Vier Röhrchen? Wie viel braucht sie - einen Liter?
Stell dich nicht so an, Maart. Das geht ganz schnell.
Gott, ich hasse Krankenhäuser. Jedes Mal, wenn ich eins betrete,
denke ich an Mama.
Ja, jetzt wird mir erst klar, wie stark Mama war.
Du bist auch stark, Eva. Wir sind alle stolz auf dich.
Genauso stolz wie Mama es wäre.
Auf uns. Auf uns drei.
Sieh mal! Ich nenne es Lebenslust. Die Lust am Leben.
Oh Eva, du bist aber fleißig.
Ich habe Elise eine Nachricht geschickt, auf Instagram.
-Ich habe sie um ein Date gebeten. -Im Ernst? Hat sie schon geantwortet?
Nein, noch nicht. Aber das wird sie sicher noch.
Die denkt doch sicher, du bist ein Stalker.
-Hey, sag Mike mal Hallo. -Oh. Hey, Luke. Alles gut?
Ja. Alles sehr gut, dank Eva.
Ich ruf' dich später an. Wenn wir fertig sind.
Ja, okay. Viel Erfolg!
-Tschüss. -Tschüss.
Sieht schön aus.
Ach, das ist echt traurig.
Der Junge ist seit drei Jahren im Krankenhaus, jeden Tag. Schrecklich.
Das Leben ist ungerecht. Wenn das unser Kind wäre...
Was ist, wenn wir keine kriegen?
-Dann kriegen wir eben keine. -Das kann ich dir nicht antun.
Du tust mir nichts an, Schatz.
Und ich bleibe bei dir, egal was passiert. Es gibt so viele Möglichkeiten.
Wir können Eier von dir einfrieren. Wir können adoptieren.
-Möchtest du das überhaupt, adoptieren? -Mit dir schon.
-Im Ernst? -Ja, nur noch ein paar Jahre arbeiten,
-dann kann ich sorglos in Rente. -Gut organisiert.
Und dann fröhlich hinterm Gartenzaun sitzen.
Was machst du denn am liebsten in deiner Freizeit?
Ich bin sehr aktiv, ich mache viel Sport.
Und ich habe noch ein Geschäft nebenbei, mit meiner Tochter und ihrer Freundin.
-Ihrer Freundin? -Ja, meine Tochter ist lesbisch.
-Findest du das merkwürdig? Nein, nein, nein, gar nicht.
Ich habe einen schwarzen Schwiegersohn und einen marokkanischen Schwiegersohn.
Und mein Sohn will plötzlich auswandern.
Aber eine lesbische Stieftochter fehlt mir noch.
-Bald hast du das Quartett voll. -Ein Quartett, ja.
Zu unserer Zeit war es leichter, einfacher. Du bist so und du bist so.
Heutzutage braucht man ein Navi, um sich zurechtzufinden.
Es hat auch seine Vorteile.
Sonst hätte ich dich nicht getroffen,
und die 33 anderen Dates auch nicht.
-33? -Nein, eher 20. Ich weiß es nicht mehr.
20, das ist immer noch viel. Du bist mein einziges Date.
Und mein Erstes.
Ehrlich.
Und du bist mein...bestes Date.
Dankeschön.
Wie lieb.
Und, was ist mit Ihrem Bruder und Ihrer Schwester?
-Sie haben keine Veranlagung. -Okay, ihr Risiko war ja kleiner,
sie sind nur Halbgeschwister. Aber gut, das ausschließen zu können.
Bitte? Sie müssen sich irren. Wir haben alle drei dieselben Eltern.
Der Test hat gezeigt, dass sie nicht denselben Vater haben.
Nein, nein, das kann nicht sein. Wir haben dieselben Eltern.
Vielleicht war der Test falsch, jemand hat was verwechselt. Das kommt doch vor.
Entschuldigung. Ich nahm an, das wüssten Sie.
-Guten Morgen. -Hi.
Schon so spät? Habe ich verschlafen?
-Sitzt du schon lange da? -Ein Weilchen.
Äh, gib mir mal eine Minute, okay? Ich... Warum hast du mich nicht geweckt?
Du sahst müde aus.
Geht es dir gut? Heute bist du so gar nicht Mary Poppins.
-Ich will dich nicht damit belasten. -Ach, komm.
Dafür hat man Freunde.
Ich habe was Schlimmes erfahren.
Mein Vater ist nicht mein biologischer Vater.
Oh oh... Oh, das ist echt scheiße.
Ich will ihn nie mehr sehen.
-Denkst du, das ist die Lösung? -Mein ganzes Leben ist eine Lüge.
-Ich weiß nicht mehr, wer ich bin. -Hey... Was macht das schon, wenn er
nicht dein echter Vater ist?
Er hat für dich gesorgt, er war immer für dich da.
Er liebt dich. Vergiss das nicht.
Ruhig.
Hey, ruh dich aus.
Wenn du ausgeruht bist, machen wir weiter mit deiner Liste.
-Deal? -Deal.
Deal...
-Eva? -Ja?
-Würdest du noch ein wenig bleiben? -Natürlich.
Danke, dass du so gut für Eva sorgst.
Bist ein guter Kerl.
Du bist auch ganz okay. Pa.
Ja... Ein Kompliment und er denkt gleich, dass ich sein Vater bin.
Dein Vertrag ist gekommen. Ich habe schon gesagt,
dass du nicht unterschreibst.
Das ist deine Chance. Dein Traum.
Ich gehe ja auch.
Aber ohne dich.
Ich bin so...naiv gewesen.
Ich wollte es dir schon lange sagen.
Ich wollte dir nicht wehtun.
Aber lügen und betrügen,
ausgerechnet mit Hugo! Wer zum Teufel bist du?
Ich kann das nicht mehr.
Ich kann nicht mehr lügen.
Dir gegenüber, meiner Familie.
Und auch mir selbst gegenüber.
Vielleicht
habe ich es die ganze Zeit gewusst,
aber wollte es nicht wahrhaben.
Es tut mir leid.
Es tut mir so leid, Sanne.
Es...es tut mir so leid. So leid, so leid...
Liebling?
-Was machst du da? -Wie findest du’s?
-Äh, schön. -Findest du nicht, ich sehe etwas aus wie
-Brigitte Bardot? -Schatz, du musst dich nicht anpassen.
Ich probier's doch nur an.
Äh... Es...es steht dir gut.
Wie oft denn noch? Ruf an, bevor du kommst.
Wem glaubst du? Ihr oder deinem eigenen Sohn?
Ich bin im Stress.
Liebling, ich finde es eigentlich ganz hübsch.
Ah, hallo. Ich wusste nicht, dass wir Besuch haben.
-Das ist meine Freundin. -Salam. Hallo.
Hi, ich bin Lieke. Schön, Sie kennenzulernen. Hi.
-Äh, und wer sind die? -Ich bin seine Verlobte.
Lustig.
Hör zu...
Ich kann dir alles erklären.
-Arschloch. -Lieke.
Lieke! Lieke.
-Sie bedeutet mir nichts. -Und ich dir auch nichts.
-Ich will dich nie mehr sehen. -Lieke.
-Du bist schamlos. Du kennst keine Scham! -Mama, nicht jetzt, okay?
Wow, du siehst gut aus.
Natürlich sehe ich gut aus.
Okay, du bist zwar nicht Elise, aber...siehst auch ganz passabel aus.
-Gut, dann gehe ich jetzt wieder. -Warte, ich hab' noch was.
Danke. Wäre nicht nötig gewesen.
Nach all dem, was du für mich getan hast, ist das das Mindeste, was ich tun konnte.
Hey, dafür sind Freunde da.
Eigentlich traurig, dass meine beste Freundin eine reifere Dame ist.
Wieder ganz der Alte.
-Bist du bereit? -Ja.
Oh, ihr seht so hübsch aus. Gib sie mir, ich stelle sie ins Wasser.
Es ist zwar nicht deine Abschlussfeier, aber ich hoffe, es gefällt dir.
Es ist perfekt.
-Darf ich um diesen Tanz bitten? -Natürlich.
Marjolijn ist total sympathisch. Sie passen gut zusammen.
Ich hoffe, dass sie ihn ertragen kann. Er versucht ja sein Bestes.
Ja, aber du kennst Papa doch. Wenn es ihm gutgeht, ist er echt nett.
-Ich möchte kurz was sagen. -Echt jetzt?
Ich habe versprochen, nichts zu sagen. Aber jetzt will ich doch.
Ich will einen Toast ausbringen, wofür ich diese besondere Flasche gekauft habe.
Einen Toast auf unsere Familie.
Äh, wir haben schwere Zeiten durchgemacht.
Unsere liebe Eva ist schwer erkrankt, was uns sehr getroffen hat.
Aber...die Familie ist dadurch auch wieder näher zusammengerückt.
Wir werden alles für deine Genesung tun, und ich bin mir sicher,
dass wir daraus gestärkt hervorgehen werden.
Mike, ich möchte mich bei dir bedanken,
weil durch deine Unterstützung Marjolijn heute an meiner Seite ist.
Gut... Aber der eigentliche Grund für meinen Toast sind diese beiden.
Auf Maarten and Sanne, die ein neues Abenteuer beginnen...
Papa.
Sanne und ich trennen uns.
Ich habe mich in Hugo verliebt.
Ja, klar... Das glaube ich jetzt nicht.
Du kannst doch deine Frau nicht einfach im Stich lassen.
Ich bin froh, wie es gekommen ist. Ich schaffe das, keine Sorge.
-Es wird alles gut. -Du gehörst zu meiner Familie.
Warum habt ihr nichts gesagt?
Lieke! Lieke!
-Hör mir bitte zu. -Was willst du hier?
War ich nicht deutlich genug? Es ist vorbei.
-Meine Eltern haben mich gezwungen. -Ach, bleib doch bei Kenza.
-Ich will sie nicht. Ich will dich! -Du traust dich was, junger Mann.
Bleib mir bloß weg von meiner Tochter.
Jetzt lass ihn doch mal ausreden.
-Oder nicht? -Damit er dich weiter anlügen kann?
Ich habe mehr als genug von dir. Diesem Mann kann man nicht trauen!
Oh, ihm ist nicht zu trauen? Das müsste dir doch gefallen.
Was soll das?
Du hast mich mein ganzes Leben angelogen.
Papa...Ferry.
Wie soll ich dich eigentlich nennen?
All die schönen Momente, meine Jugend, mein Leben -
-alles war eine große Lüge. -Es ist anders als du denkst.
Warum sagt die Ärztin dann was anderes? Oder lügt sie?
Was immer sie auch sagt, ich bin und ich bleibe dein Vater.
Eva, worum geht es?
Frag doch deinen Vater.
Eva!
Eva.
Eva.
Es tut so weh.
Komm her, komm her...
Ich hasse ihn.
Eva weiß es.
Ich brauche dich.
Sie ist krank.
Hi, Eva.
Wir konnten nichts mehr tun.
Er hatte noch so viele Träume.
-Das ist unfair. -Ich arbeite hier schon 20 Jahre,
aber so sehr hat mich bisher kaum jemand aus der Bahn geworfen.
Ich werden seine aufgedrehte Art vermissen.
Hier, das ist für dich. Von unserem großen Freund Luke.
Vielen Dank.
Sorry, wir haben geschlossen.
Ich habe Sanne verlassen.
Das hättest du auch schreiben können. Hätte dir Zeit erspart -
-für deine Frau zum Beispiel. -Hugo.
Sanne und ich sind getrennt.
Ja.
Ich verdiene dich nicht mehr.
Aber von jetzt an zeige ich, wer ich wirklich bin.
-Und wer bist du? -Ein kleiner Junge,
der hoffnungslos in dich verliebt ist.
Und es nicht erwarten kann, allen davon zu erzählen.
Trampel nicht noch mal über mein Herz.
Niemals.
-Salam. -Aleikum salam.
-Danke, dass ich vorbeikommen darf. -Komm rein.
Setz dich doch.
Warum musste Ibrahim Sie anlügen?
Weil ich Holländerin bin?
Ibrahim braucht eine Frau, die unsere Kultur kennt.
Ich weiß, Bram wird, wenn er mich wählt, seine Familie verlieren.
Aber wenn er seine Familie wählt, wird er es sein Leben lang bereuen.
Ich weiß, ich bin nicht die beste Wahl.
-Aber soll er nicht glücklich sein? -Natürlich will ich ihn glücklich sehen.
Bitte geben Sie uns Ihren Segen.
Und dann sorgen wir zusammen dafür, dass er nie mehr lügen muss.
-Brahim, komm mal. Du hast Besuch. -Hast du wieder jemanden eingeladen?
Nicht noch eine neue Braut...
-Lieke. -Ist sie es, die du willst?
Ja.
Sie ist es. Sie gehört zu mir.
Wenn du es nicht ernst meinst, ich schwöre, dann bringe ich dich um.
-Bedeutet das...? -Ja, Blödmann.
Hey.
Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?
Das war es zwischen deiner Mutter und mir.
Ich war noch beim Militär und wurde ins Ausland geschickt.
Schließlich war ich drei Jahre weg, und als ich zurückkam,
hatte sie eine neue Beziehung.
Aber unsere Liebe war immer noch da.
Sie wollte ihn verlassen, doch das war damals nicht so einfach.
Warum hast du nie etwas gesagt?
Als sie mit dir schwanger war, wollte sie mich verlassen.
Dir zuliebe.
Ich...hatte zwei Möglichkeiten:
Sie ziehen lassen.
Die Liebe meines Lebens aufgeben.
Oder darum zu kämpfen,
mit einer tollen Tochter zusammenzuleben.
Danke für deine Wahl.
-Ich würde es wieder tun. -Tut mir leid. Hätte ich es gewusst...
Ich hätte es dir sagen sollen.
Dass man sich liebt, das ist doch das Wichtigste.
Ich bin stolz, deine Tochter zu sein.
-Du bist der beste Vater überhaupt. -Nun...
Hallo, Mama.
Hey, Schatz. Hey,
wenn du nachher wach wirst, werde ich bei dir sein.
Der Chirurg, der dich operieren wird, macht das schon viele Jahre.
-Hab' also keine Angst. -Schatz...
-Liegst du gut? Drückt das Kissen? -Schatz, es wird alles gut.
Oh, okay.
Warum bist du immer die Starke, obwohl ich dich beruhigen sollte?
Das tust du auch, mach dir keine Sorgen.
-Okay, okay. -Tut mir leid, hier ist Schluss.
-Ja, okay. -Ich liebe dich.
-Ich liebe dich auch. -Bis nachher.
Hi, Eva. Alles okay? Dachtest du etwa, du wärst mich los?
Ich möchte mich für die letzten Wochen bedanken. Sie waren...toll.
Dank dir konnte ich viele Dinge erleben,
die ich mir zuvor nie erträumt hätte.
Du und deine blöde Bucketliste.
Wer hätte gedacht, dass das allerdoofste Geschenk von allen
das Allerbeste geworden ist.
Es ist beschissen, mit der Krankheit zu leben.
Ich war nicht ganz ehrlich mit dir. Ich wusste, mir bleibt nicht mehr lange.
Ich tat einfach so, als wäre das Ende noch weit weg.
Das ist alles halal. Ich bin selber beim Metzger gewesen.
Bis ich dann erkannte, dass das die Kraft des Lebens ist.
Dass Dinge enden. Dass sie nicht ewig dauern.
Und du? Du bist ja auch nicht ganz ehrlich gewesen.
Um deine Familie zu schützen, hast du nichts erzählt.
Aber ich weiß, so kannst du nicht leben.
Willkommen.
Jede Familie hat ihre Probleme.
Aber wir sind füreinander da, ob man nun einer Meinung ist oder nicht.
Und das...ist Liebe ohne Grenzen.
Ferry und Marjolijn kommen nächste Woche zum Essen.
Hoffentlich kommt Hugo nicht auch.
-Papa mag dich sehr. -Ja?
Dein Vater ist okay.
Kämpfe!
Tu, was immer du tun musst, um den Krebs zu besiegen. Und erledige die ganze Liste.
Glaub mir,
ich weiß, du kannst das.
-Hast du schon eine neue Bucketliste? -Für dein Auto gab es zwei Jet-Skis.
Oh nein. Ich will es aber zurück.
Ich werde dich immer lieben. Und ich werde unsere Zeit bewahren,
für immer. Ich will, dass du das weißt.
Aber jetzt muss ich aufhören, denn ich...ich habe ein Date.
Hi.
Bis zum nächsten Tanz.
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