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* Musik *
* Musik *
* Musik *
* Musik *
* Musik *
* Musik *
* Musik *
Hallo? Was ist mit Ihnen?
Hilfe! Hilfe!
Hilfe!
* Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Explosion *
Lesegeld einer Million.
Fahren Sie morgen Nachmittag zwölf auf den Güterweg Richtung Steinkohl.
Der neue Ortsangabe folgt vor Ort.
Keine Polizei, sonst töten wir die Geiseln.
Keine Polizei.
Das ist doch gute Beziehungen zu denen.
Wir machen das ohne. Keine Polizei.
Polizei ist definitiv keine Option? - Nein.
Es geht um unsere, um meine künftige Frau.
Ich muss dir das so schnell wie möglich herausholen.
Lesegeld haben wir bis morgen. Kein Problem.
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
Lin, meine Liebe.
Alles ist, alles wird.
Lin!
Gotteschön.
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
Ja, der war gleich tot.
Ich brauch jetzt deine Unterstützung.
Ja, bis gleich. Danke.
Grüß Sie, Graf Otto.
Grüß Sie.
Die Waffe ist gesichert.
Kennen Sie den Mann?
Nein.
Das war keine Absicht, oder?
Zwei Tote, zwei Tatorte, circa zwei Kilometer auseinander.
Die Woche fängt schon gut an.
Vom erschossenen Erpresser gibt es noch keine Identität.
Die tote Frau heißt Ru Dan Lin.
Eine Vietnamesin?
Vietnamesin.
Sie ist das Entführungsopfer.
Sie hätte die zukünftige Frau des Grafen Otto von Glanzberg werden sollen.
Von Glanzberg ist ein komischer Name.
Meinst, von Bergmann würde besser klingen?
Besser als Anni von Sulmtal, die Händlbaronin.
* Sie lacht. *
* Motorbrummen *
Ja, ja.
Ja, genau.
Er weiß Bescheid, ja.
Gut.
Hallo, Otto.
Danke, dass du so rasch gekommen bist.
Bei uns läuft alles auf Hochtouren.
Wir werden den Zweiten entführt kriegen.
Hoffentlich lebend.
Ja.
Wie läuft das Prozedere jetzt weiter an?
Landespolizeidirektor und Staatsanwalt sind informiert.
Das ist eine hohe Situation.
Wir brauchen eine schriftliche Aussage.
Ja, natürlich.
* Telefonklingeln *
Einen Moment.
Ja?
Eka, Graz, Bergmann, meine Kollegin von Sulmtal.
Servus.
Revierinspektor Tragl.
Es steht unter Wagen vom Grafen.
Die Erpresser sind aus der Richtung gekommen.
Sie haben den Grafen umgedreht und wollten flüchten.
Der Graf hat den hinteren vom Motorrad runtergeschossen.
Okay.
Jetzt hat es Schusswechsel gegeben?
Nein, der Fahrer ist noch auf der Flucht.
Die Fahndung läuft.
* Telefonklingeln *
Ach, die Schäfchen.
Okay.
Ich bringe sie erst mal zurück.
* Telefonklingeln *
In den Rücken?
Vielleicht geht es ja zu, wie im Wilden Westen.
Wie oft hat der Graf geschossen?
Viermal.
Die Waffen haben wir.
Die ist registriert.
Den Waffenschein hat er, den Jagdschein natürlich auch.
Der gilt aber nur für Tiere.
Gut.
Fahrst du zu einem anderen Tatort?
Ich fahre auf den Posten.
Der ist nicht am Posten.
Ach so.
Wo ist er denn?
Oben im Wald.
Einen anderen Tatort, bei der Toten.
Sie war ja seine Verlobte.
Das wissen wir.
Wie ist er denn da hingekommen?
Da hingefahren haben wir ihn.
Ach so.
Aha.
Gut.
Gehen wir.
* Musik *
Na, schau her.
Hast du gewusst, dass sie herkommt?
Nein.
Sie kennt ihn offensichtlich.
Servas.
Grüß euch.
Servas.
Grüß dich.
Warum ist sie tot, wenn er gezahlt hat?
Der Amtsarzt hat gemeint,
dass der Todeszeitpunkt in der Nacht gewesen sein muss.
Hat er was über die Todesursache gesagt?
Erstickung vermutlich.
Keine ersichtliche äußere Gewalteinwirkung.
Der Wagen ist ja ein Geschenk für euch.
Das wird sie noch rausstellen.
Vielleicht kommen wir durch das ganze Zeug
von ihrer Fesselung auf der Spur.
Sie ist nämlich da hinten drüben unten bei den Beinen fixiert worden.
D.h. sie ist zuerst drüben gesessen.
Und dann...
Oma, steh nicht.
Noch nicht.
Wo war die Geldübergabe?
Mirjam, das zeige ich.
Danke schön.
Einmal bitte.
Meine Kollegen sind da.
Ich stell's dir vor.
Ja, ich komm gleich.
Genau, Schätzchen.
Das war da.
Damit haben sie ihm vermittelt, was er tun soll.
Geisel wartet im Wagen.
Aber das ist schon längst tot.
Da haben sie ihm nicht verraten.
Auf die Distanz hat er das nicht sehen können.
Grüß euch.
Hallo.
Grüß Sie.
Servus.
Bist um 5 Uhr eingeladen?
Vielleicht sind noch 2 Stühle frei.
Wir würden am Ackern befragen.
Entschuldigung.
Ich geh wieder arbeiten.
Ich sag nur,
Sie sind alle informiert hinauf bis zum Polizeipräsidenten.
Verstehe.
Wir werden für den Herrn Graufen die Glacierhandschuhe anziehen.
Das tut mir richtig.
Der Maritote ist nicht adellig.
Es gibt auch im Adelliebes heiraten.
Er will hierbleiben, bis sie weggebracht wird.
Ich bring ihn dann auf den Polizeiposten.
Da freu ich mich schon drauf,
wenn ich den Herrn Graufen auch einmal kutschieren darf.
Oder vielleicht mag ich lieber von der Anne gefahren werden.
Dort wartet dann sein Anwalt, und der Otto macht seine Aussage.
Otto?
Wie gut kennst du ihn?
Ich war mal bei ihm eingeladen.
Und von der Jagd.
Und wie grüßt man da heutzutage?
Breitfuß, Heil.
Du nervst, Sascha.
Er kommt.
Die Polizei ist gerade gekommen.
Ich halte dich am Laufenden.
Ja.
Danke.
Servus.
Der Breitfuß.
Liebe Grüße.
Der Landesrat.
Otto, die sind meine Mitarbeiter.
Glanzberg.
Otto, grüß dich.
Glanzberg.
So im Talheim.
Herr von Glanzberg,
wie ist es Ihnen eigentlich gelungen,
Ihren Führer so schnell einzuholen?
Bitte wie?
Ich bin Ihnen zu Hause.
Das ist unser Besitz.
Ich bin hier aufgewachsen.
Verstehe.
Herr Glanzberg, können Sie uns das noch mal genauer ...
Wo bringen Sie sie jetzt hin?
Die Befragung ist noch nicht zu Ende, Herr Graf.
Sascha, der Mann hat seit gestern einiges durchgemacht.
Der Tod hat die beiden noch vor der Hochzeit geschieben.
Ja, das ist eh traurig.
Aber was mich schon interessieren würde,
wenn er schon so super Connections zur Polizei hat,
warum hat er uns dann nicht in die Erpressung eingebunden?
Oder warst du informiert?
Sascha, reiß dich zusammen jetzt, ja?
Tu mir den Gefallen.
Der Otto hat sich da so schnell wie möglich
wieder rausbringen wollen.
Und deshalb ist er auf die Forderung der Erpresser eingegangen.
Ja, aber was ja offensichtlich nicht die beste Idee war.
Das Ergebnis ist ja eh ernüchternd.
Entführungsopfer tot, Geld weg und eine zweite Leiche.
Auf die schlechte hätten wir das auch nicht zusammengebracht.
Dürfte ich noch mal.
Graf Otto von Glanzberg.
Größter Waldbesitzer der Weststeiermark.
Außer dem Familiensitz, Schloss Glanzberg,
besitzt er ein Sägewerk und ein Magnesitwerk.
Also eher reich.
Wer innerhalb von einem Tag
ein Mehl aus der Portokasse nehmen kann,
ist eher reich.
Und der Reisepass vom Grafen?
Ja, die müssen wir schon einfordern.
Ich könnte den bringe ich heute noch hier vorbei.
So, bitte, Niederschrift.
Alles korrekt und bezeichnend.
Ist das der Graf?
Ja.
Wieso fährt der schon?
Das geht so.
Servus.
Bereit für die Befragung.
Wo ist deine Durchleucht?
Er wollte heim.
Schade, wir wollten ihm durchleuchten.
Aber in der Bananenrepublik ...
Reg dich ab, Sascha.
Sei froh, dass er den Papierkram abgenommen hat.
Seine Aussage.
Es geht ihm nicht so gut.
Es geht ihm nicht so gut?
Er war gut genug für Verfolgungsort
und Herumballern in der Gegend.
Hat sich bedroht gefühlt von einem flüchtenden Rücken.
Er hat um sein eigenes Leben gefürchtet.
Keine Tötungsabsicht, nur auf die Reifen gezielt.
Guter Anwalt hat er.
Der weiß genau, was man in so einem Fall sagen muss.
Und?
Ist die U-Haft für Adeliger irgendwann abgeschafft worden?
Es besteht weder Fluchtgefahr noch Verdunklungsgefahr.
Aber Wiederholungsgefahr.
Was ist, wenn er den 2. Täter auch noch irgendwo abknallt?
Das ist sichergestellt.
Der Staatsanwalt ist über alles informiert.
Wie wollten Sie Herrn Graf befragen?
Ab morgen steht er euch zur Verfügung.
Kontaktiert Sie einen Anwalt.
Ja.
Das liebe ich in diesem Land.
Man muss nur die richtigen Leute kennen.
Dann geht alles.
Vielleicht hat die Anhörung vertropfen für dich.
Konzentriert euch mal auf den flüchtigen Erpresser.
Grüß euch.
Ja, du mir auch.
Habt ihr einen Kaffee?
Hast du ja was.
Das hat wahrscheinlich die Chefin für mich ausgesucht.
Du hängst mit drin.
Das ist ja nicht immer so negativ.
Man weiß Neues.
Das schaut aus wie eine Stundenhaltung.
Da ist auch keiner.
Self-check-in.
Das ist gut.
Danke.
Danke.
Grüß dich.
Servus.
Gemütlich, hm?
Aber die Zimmer sind schön sauber.
Die Erpressung ist seltsam abgelaufen.
Warum?
Die haben sich ja nicht einmal rückversichert,
ob der Graf auf die Forderung überhaupt einsteigt.
Vielleicht nach dem Motto "Probieren geht über Studieren".
Aber dass er eine Pistole dabei hat,
damit haben sie wahrscheinlich nicht gerechnet.
Sind sie aufgehalten worden?
Wir warten schon geraume Zeit.
Sie sind zu früh.
Da ist der Wagen gestanden?
Ja, in Fahrtrichtung zum Schloss.
Die Fahrertür hat noch offen gestanden.
Spurensicherung, oder?
Ja, bitte.
Und der Motor ist noch gelaufen?
Ja.
Die Handbremse war angezogen.
Das heißt, sie ist einfach stehen geblieben und ausgestiegen?
Offensichtlich.
Das ist alles so schrecklich.
Was soll ich dazu noch sagen?
Und wo ist der Wagen jetzt?
Ich hab ihn zum Schloss gefahren, in die Garage.
Das erleichtert nicht gerade die Arbeit für unsere Spurensicherung.
Wie meinen Sie?
Sie werden ja verstanden haben, dass das alles anders abgelaufen ist,
als wir uns das erhofft gehabt haben.
Sie hätten uns früher einschalten müssen.
In dieser Situation unseren Polizeiposten anrufen?
Ich weiß nicht, wie Sie da reagiert hätten.
Aber ich hab da lieber die Dinge selber in die Hand genommen.
Bin ich ja gewöhnt.
Aber Ihre Freundin und der Herr Preß
hätten vielleicht nicht sterben müssen,
wenn Sie nicht den Helden gespürt hätten.
Sie liehen nie mehr in einem Atemzug mit diesen Mördern.
Außerdem, laut Bericht der Gerichtsmedizin,
ist sie schon in der Nacht zuvor gestorben.
Die Polizei hätte sie da nicht retten können.
Wieso weiß der das?
Der Herr Graf ist es gewohnt, immer sehr schnell und gut informiert zu werden.
Aha, kennt er den Chefarzt, oder wie?
Mhm.
Was glaubst du?
Ist sie mit dem Auto stehen geblieben und ausgestiegen,
weil sie den Erpresser gekannt hat?
Na ja, aber dann wär ihr Überleben von Anfang an nicht geplant gewesen.
Ich geb auch.
Otto, glaub mir, die beiden sind meine besten Ermittler.
Ja, aber diese wichtige juristische Art ist so unangemessen.
Ja, ist ja impertinent.
Ist ein Roter, oder?
Weiß ich nicht, Otto. Aber ich klär das alles.
Gut, danke, Christian.
Doktor, ich geh zu Fuß zum Schloss zurück, ja?
Ja, passt.
Ja, Niki, das hab ich schon bemerkt, dass der Herr Graf ein super Netzwerk hat.
Aber es kann ja sein, dass er von uns den Bericht von der Gerichtsmedizin kriegt.
Keine Ahnung, wie er da rangekommen ist.
Wir sind ganz schön deppert aufgestanden.
Wenn das so weit geht, dass unsere Ermittlungen behindert werden, dann...
Na, das geht natürlich gar nicht.
Da muss sofort eine Informationssperre her.
Ja, klar.
Okay, ja, danke. Servus.
Ist doch ein Witz.
Die Regeln können schon nerven.
Na ja, vor allem ist es auch ein Grund für den Geburtstag der Gärtnerstelle.
Grüß Gott. Tut die Treppen auf und da rein.
Das ist schon interessant.
Ja, du kannst dich da jetzt auch richtig benehmen.
Ja, da redt der Richtige.
Meine Oma hat immer gesagt, wenn du nicht zu Hause bist wie eine Prinzessin,
dann kannst du dich bei einer richtigen Prinzessin wie zu Hause benehmen.
Hat dir die Oma auch gesagt, wenn du knickst, geht's?
Guten Tag.
Bergmann, LKA, meine Kollegin Frau Sullenthaler.
Grüß Gott.
Grüß Gott.
Grüß Gott.
Na gut, dann stell ich uns mal vor.
Viktoria von Glanzberg, die Mutter meines Sohnes, Alexander.
Arzttitel sind in Österreich seit 1919 eigentlich verboten.
Ich werde gerne die entsprechende Verwaltungsstrafe bei meiner geschiedenen Frau einheben.
Ihr war es wichtig, den Titel nach der Scheidung zu behalten.
Mein Bruder Heinrich, seine Tochter Serafina,
ihr Mann Rauner Christoph und deren gemeinsamer Sohn Maxi.
Dr. Seitz kennen Sie ja.
Grüß Gott.
Also, wir rechnen mit Ihrer vollen Unterstützung bei der Aufklärung dieses Falls.
Leben alle hier im Schloss?
Wenn ich mich wie der erste Diener dieses Hauses fühle, erkläre ich das vielleicht.
Außer Viktoria, die vor kurzem ausgezogen ist.
Ändert sich da jetzt was wegen der Ereignisse?
Nein, mir gefällt es sehr gut in Graz.
Ja, leben alle im Schloss.
Wir wohnen im Westflügel und ich arbeite auch in der Firma meines Onkels.
Sie arbeiten ja auch in der Firma, oder?
Ja, also Teilzeit im Magnesitwerk.
Ich arbeite aber auch freischaffend.
Aha, als was, wenn ich fragen darf?
Ich mache Musik, also Popularmusik.
Mein Sohn komponiert Schlagermusik.
Was uns besonders interessiert, wer hat alle von der Erpressung gewusst?
Also, eingeweiht waren nur Graf Otto, sein Bruder, Graf Heinrich und ich.
Aha, und Sie drei waren sich einig, die Polizei nicht einzuschalten.
Vielleicht hätte...
Hätte, würde, wäre, das haben wir schon besprochen.
Wir haben eine Entscheidung zu treffen gehabt
und ich habe nicht genug Vertrauen in die Abwägungen der hiesigen Polizei gehabt.
Daher unser Alleingang.
Wir wollten sie so schnell wie möglich frei bekommen.
Die Entführer müssen ja gewusst haben, um welche Zeit sie ungefähr auf dem Heimweg war.
Wo war sie vorher?
Sie ist heimgefahren vom Magnesitwerk.
Immer um dieselbe Zeit.
Und seit wann hat sie hier gewohnt?
War das bei Serafina oder bei Otto?
Linn war Studienkollegin meiner Nichte.
Sie hat Serafina des Öfteren an Wochenenden besucht.
Ja, aber bei mir eingezogen ist sie erst vor wenigen Monaten.
Linn ist in Deutschland geboren und mit ihrer Familie dann nach Graz gezogen
und dort haben wir uns dann kennengelernt.
Sie hat bei mir im Management gearbeitet, also in der Firma.
Na gut, so wie angekündigt, würden wir Sie jetzt gerne alle einzeln befragen.
Ja, wir wissen zwar nicht, was Sie sich davon erwarten, aber bitte.
Ja, wo können wir das machen?
Darf ich Ihnen einen roten Salon vorschlagen?
Folgen Sie mir bitte.
Ist was?
Das ist ein sehr schönes Möbelstück.
Sechste Möbelkunst.
Rokoko.
Stammt von Bernard II. von Riesenburg.
Ende 17. Jahrhundert geboren. Berühmter französischer Tischler.
In allen Gutmuseen der Welt werden Sie Möbel von ihm finden.
Sie sind ja ein wahnsinniges Lexikon.
Ich bin Historiker, habe nicht nur Familiengeschichte studiert.
Nur wer die Vergangenheit gut kennt, kann die Zukunft sinnvoll gestalten.
Ja, wenn ich so Schlösser und so Ahnengalerien von Adeligen sehe,
dann denke ich mir immer, rein statistisch gesehen,
muss da ein Mörder dabei sein.
Haben Sie sicher recht.
Kennen Sie den Mann?
Nein, nie gesehen.
Ich komme ja kaum weg aus dem Schloss.
Machen Sie öffentliche Veranstaltungen hier im Schloss?
Das wäre mir nicht nötig.
Warum?
Wir nehmen an, dass sich die Täter hier Übersicht verschafft haben.
Verstehe.
Nein, kenne ich nicht.
Mein Onkel hat mir schon ein Bild von ihm gezeigt.
Aha, also er hat auch ein Foto von ihm gemacht.
Ja.
Jäger sammeln Trophäen.
Ja.
Schaut ein bisschen schottisch aus.
Ein wenig die roten Haare.
Wissen Sie schon was über die Identität von dem Toten?
Die Ermittlungen laufen.
Warum?
Na ja, ich will es nicht in Ihre Arbeit einmischen,
aber ich denke mir, dass in seinem Umfeld der zweite Täter schnell zu finden sein müsste, oder?
Ja, das werden wir dann schon sehen.
Nie gesehen, nein.
Wie wäre Ihr Verhältnis zur zukünftigen Frau des Grafen?
Bevor Sie sich in irgendwelche Spekulationen verfangen,
Otto und ich haben unsere Scheidung einvernehmlich geregelt.
Aber meine Frage haben Sie nicht beantwortet.
Sie wusste wahrscheinlich, dass ältere Männer gerne vom ewigen Frühling träumen
und hat Ihre Chance genützt.
Eine standesgemäße Heirat ist das natürlich nicht.
Es reicht nicht, zum katholischen Glauben überzutreten.
Eine Adel bleibt eben gern unter sich.
Ach, der Hussein.
Kenne ich nicht.
Ich habe sie gemocht.
Es tut mir einfach leid, was ihr passiert ist.
Wie ist sie von Ihrer Familie aufgenommen worden?
Man hat sie am Anfang sicher spüren lassen, dass sie nicht richtig willkommen ist.
Aber für mein Gefühl hat sich das in den letzten Monaten echt gebessert.
War Frau Hodan-Lin vielleicht in einer Beziehung mit einem anderen Mann, als Sie sie kennengelernt haben?
Nicht, dass ich wüsste.
Warum?
So ein eifersüchtiger Ex-Freund hätte schon ein starkes Motiv, Sie für seinen Verlust bezahlen zu lassen.
Soviel ich weiß, hat sie immer alleine gelebt.
Und wie am Schluss?
Unter den Familienangehörigen war bezüglich "Wer was erbt" wahrscheinlich Feuer am Tag.
Ich bezahle ohnehin jeden einfälligen Dachschaden.
Aber was glauben Sie, wer her wem auf der Tasche liegt?
Wer bezahlt schafft dann.
Was hätte diese Heirat bedeutet?
Also finanziell oder erbrechtlich?
Meine Ehefrau hätte sie klarerweise alle gesetzlichen Erbansprüche gehabt, aber...
Auch wenn mir meine Familie zu dieser Verbindung nicht gerade Glück gewünscht hat,
kann ich mir nicht vorstellen, dass da einer von uns involviert gewesen sein soll.
Ich verstehe, Sie schließen vorerst einmal jemanden aus.
Das hätte ich nicht besser formulieren können.
Ja, der Dr. Seitzis?
Er steht Ihnen gleich zur Verfügung. Kommt gleich.
*spannungsvolle Musik*
Also diesen Teilsender haben wir im Motorraum vorn gefunden.
Schaut sich das bitte an.
Sagen die Presse, wenn man wüsste, was es ist.
Sonst würde uns der Wagen wahrscheinlich nicht viel bringen.
Und der andere Wagen im Wald?
Ja, da haben sie richtig gute Arbeit gemacht.
Da haben sie sogar die Vorstellung rausgeflext.
Ich meine, vielleicht finden wir den Ansporn, aber an einer Stelle würde ich nicht zu viel erwarten.
Alles ziemlich gut geplant.
Moment kurz. Hallo?
Möchtest du die Hausaufgaben?
Ich mache dir eine Antwort.
Ich habe noch ein paar Fragen.
Jetzt befragen Sie die Frieda.
Die wird hoffentlich nicht unnötig viel herumtratschen.
Weiß sie was von dir, was dir schaden könnte?
Das würde ich mich an deiner Stelle lieber selbst fragen.
Worauf spielst du jetzt an?
Deine Aversion gegen Ilene.
Verteidigst du mich? Gerade du?
Jetzt hörst du doch endlich auf mit diesen blöden Unterstellungen.
Das bringt doch nichts.
Du hast recht. Ich hätte schon viel früher von hier weggehen sollen.
Und wann hast du vorzugehen?
Weiß ich nicht.
Wann wird das Bequemnis sein?
Heinrich gefällt es nicht, dass sie in die Familienkoft kommen soll.
Das wird er nicht verhindern können.
Wenn der Otto das will.
Wir wollten noch shoppen gehen, Mama.
Ja.
Also eigentlich sind ja ganz normale Verhältnisse.
Und das heißt?
Jeder streitet mit jedem.
Das haben sie gesagt.
Aber der junge Graf zum Beispiel, der ist immer sehr freundlich.
Der streitet mit niemandem.
Graf Otto ist doch schon ein bisschen bissiger.
Ja, aber eines muss man schon sagen.
Seit er mit der Asiatin zusammen war, ist er ungänglicher geworden.
Vor allem, wenn sie dabei war.
Sie war ja auch eine aus dem Volk, wie man so sagt.
Sogar ausländisches Volk.
Frieda, machen Sie mir bitte eine Sommerspitze.
Sofort, Frau Delfin.
Danke, Leslie.
Wollen Sie auch eine?
Nur das Wasser. Gerne.
Ich hoffe, Sie lassen nicht überall das Beste weg.
Setzen wir uns rüber?
Frieda hört gerne die Flöhe aus.
Essentielles zur Familie sollten Sie aus erster Hand erfahren.
Bitte.
Entschuldigung. Ich komme gleich wieder.
Motorradverleih Manzach hier.
Das geliehene Motorrad hätte heute in der Früh zurück in der Firma sein sollen.
Da fallen bereits zusätzliche Kosten an.
Was ist los? Erwarten einen Rückruf.
Dringend.
Der Otto von Blansberg ist ja sehr gut situiert.
Die Gräfin Victoria bekommt eine jährliche Abonnage.
Sie ist nicht so hoch, wie sie sich das vorgestellt hat,
aber ihre neue Wohnung in Graz hat Otto ja auch finanziert.
Meine Nichte Serafina hat sehr unter der bevorzugten Behandlung von Lene in der Firma gelitten.
Vor allem als sie vor ein paar Wochen von Otto erfahren hat,
dass nicht sie, sondern Lene in den Vorstand des Magnesitwerkes bestellt werden wird.
Serafina hat ja schon neben dem Studium begonnen, in Magnesitwerks zu arbeiten.
Sie wird dort auch weiterhin für ihre Position tätig sein.
Und der Sohn?
Alexander spult seine Arbeitsstunden in der Firma herunter, weil Otto ihn angestellt hat.
Er möchte viel lieber Musik machen.
Alexander ist in der PR-Abteilung der Firma angestellt.
Da kann er seine Kreativität immer ganz gut einbringen.
Otto hat noch immer nicht begriffen, dass Alexander nicht alt wird in der Firma.
Von was lebt eigentlich der Graf Heinrich?
Er erhält eine sorte Beteiligung von 20 Prozent am Umsatz vom Sägewerk.
Heinrich ist überhaupt kein Geschäftsmann.
Aus dem Magnesitwerk haben sie ihn schon vor Jahrzehnten hinaus geschaufelt.
Und seine Anteile an unserem Sägewerk sind gerade mal so hoch wie das mickrige Gehalt einer Volksschullehrerin.
Ich freue mich, dass die Erzählung hat funktionieren können.
Mit dem Grafen und seinen zwei Damen gleichzeitig.
Seine Frau und seine Geliebte.
Es ging ja auch nur so lange die Affäre mit Frau Rudan Linn nicht öffentlich war.
Als dann die Hochzeit und notgedrungen die Scheidung ausgesprochen war, musste Viktoria hier ausziehen.
Aber die Ehe war ja schon länger unheilbar zerrüttet.
Und die Ehe war nicht getrennt vom Tisch, aber vom Bett.
Schon seit über zehn Jahren.
Also ein Arrangement.
Ja, die Familie gab's nur für die Verwandtschaft.
Reste.
Und Fotos, danke Frieda.
Wenn ich mal hier war, dann hab ich im Gästezimmer geschlafen.
Das heißt, Frau Rudan Linn war nicht der alleinige Grund für Ihre Trennung?
Im Geschlecht der Glanzbergs scheinen Männern der Seitensprung in den Genern zu stecken.
Graf Adolf, Ottos Großvater, hat seine Frau betrogen.
Graf Gustav, Ottos Mutter und Otto selbst eben.
Ja, da gab's einiges.
Auch mit meiner jüngeren Schwester.
Aber das lange Herhand hat tragisch geändert.
Tragisch bezüglich?
Meine Schwester hatte von Geburt an einen Herzfehler.
Sie war zwar in Behandlung, aber dann, eines Morgens, ist sie tot neben Otto im Ehebett gelegen.
Ach du Scheiße.
Aber es kommt noch schlimmer.
Otto wollte meine tote Schwester in ihr Gästezimmer zurücktragen, damit die Affäre nicht auffliegt.
Dabei ist er mit der Toten in den Armen unserem Sohn auf dem Gang begegnet.
"Ist die Tante krank?", hat Alex seinem Vater gefragt.
Das war natürlich für das Vater-Sohn-Verhältnis nicht zuträglich. Bis heute nicht.
Das hat die Familie nicht auseinandergerissen.
Wissen Sie, was die größte Stärke des Adels ist?
Egal was passiert, der Adel steht das durch.
Das haben wir seit Jahrhunderten geübt.
Aber wir brauchen viel Platz, deshalb die großen Schlösser, damit wir uns aus dem Weg gehen können.
Otto denkt so, er finanziert das alles hier, also kann er sich alles herausnehmen.
Er hat Freude daran, uns zu provozieren.
Inwiefern?
Wie er uns seine Entscheidungen präsentiert.
Papa? Welche Verwandtschaft kommt noch?
Da habe ich auch schon gewundert.
Hallo!
Kommt her! Darf ich euch meine Familie vorstellen?
Familie Ho. Meine Familie.
Kommt so weiter.
Sie sind höflicher als ich dachte.
Sie bemühen sich mehr als ich dachte.
Na, alles gut, Pipa?
Er ist zu mir gekommen und hat gesagt, er weiß jetzt erst, was Liebe ist.
Ich hab das schon früher gewusst.
Auf alle Fälle sind alle Warnungen aus der Familie an ihm abgeperlt.
Obwohl jeder gewusst hat, dass sie von Anfang an nur hinter seinem Geld her war.
Liebe Familie, ich muss euch was sagen.
Ich werde im Sommer heuer eine längere Reise machen.
Oh, ein Osterwunder.
Ja, Viktoria hat recht. Jemand hat den Grabstein vor dem Schlosstor weggeholt.
Ich hätte nie gerne verreist, aber jetzt wird mir Linn die Heimat ihrer Vorfahren zeigen.
Mit Applaus nicht sparen. Die Mauern halten das aus.
Eine Rosette.
Eine sehr alte Familie.
Und sehr reich.
Ja, da ist von beidem genug vorhanden.
Schlimmstenfalls heiraten.
Wenn er vorher stirbt, dann habt ihr gut. Auch vom Schloss?
Ja, und von der Firma.
Mit Verlust ist auf jeden Fall zu rechnen. Für alle von uns.
Aber eines hat Otto nicht bedacht.
Dass er sich mit Linn seine verletzlichste Stelle geschaffen hat.
Und die Frau von Graf Heinrich?
Davongelaufen. Wahrscheinlich aus olfaktorischen Gründen.
Sie haben es sicher bemerkt.
Heinrich riecht wie ein altes, abgegriffenes Buch.
Im Bett ist ihm wahrscheinlich ein altes Buch auch lieber als eine Frau.
Es ist alles nicht gerade diskret. Da dürften einige offene Wunden geblieben sein.
Aber ich denke, für alle ist die Ankündigung von dieser Heirat nicht gerade leicht zu verkraften.
Da hätte sich vielleicht jemand von der Familie noch schnell einen Anteil am Heer besichern wollen.
Du meinst Verlustausgleich durch Erpressung?
Wirklich, oder?
Ich frage mich überhaupt, wer dort noch hätte leben wollen unter einer vietnamesischen Schlossherrin.
Die Familie hat von ihrem Verhältnis mit dem Grafen nichts gewusst.
Erst als er ihr den Heiratsantrag gemacht hat, hat sie uns davon erzählt.
Das ist doch sicher gefährlich, oder?
Darf ich?
Was hätten wir feiern sollen? Den Altersunterschied?
Oder die vorgetäuschte Freundlichkeit uns gegenüber?
Vor allem Vater ist gar nicht so glücklich gewesen über diese Verbindung.
Sind es Sie mit dem Motorrad?
Hat sich der Graf über die Entführung informiert?
Wo waren Sie denn vorgestern am Nachmittag zwischen 15 und 18 Uhr?
Ich war mit meinen Eltern in der Küche und habe Vorbereitung gemacht.
Warum?
Sie waren ja dieses Jahr schon zweimal in Vietnam.
Wir haben überlegt, zurückzugehen.
Ihre Eltern wollten ihre letzten Jahre in der Heimat verbringen.
Sie sagt, Lena hatte ein kurzes, aber sehr schönes Leben.
Sie sagt, sie wäre sehr glücklich gewesen.
Das ist ihr Trost.
Das Alibi von Ihrem Bruder würde ich jetzt nicht überbewerten.
Das würde er nur von den Eltern bestätigen.
Und der Bruder sowas?
Wenn ich mit den Eltern rückkehren würde, würde ich ihn auch nicht finanzieren.
Aber hat er uns dann alles so freimündig erzählt?
Also Sie waren Vietnamesen, so sagen Sie es auch.
Sie brauchen ein Fahrzeug für einen unvergesslichen Anlass.
Und vielleicht vermittelt er ja auch für Entführungen.
Das ist ja auch ein unvergesslicher Anlass.
Das sagt es aber nur, wenn Sie überlegt.
Ist Ihnen dieser Wagen vielleicht irgendwo aufgefallen?
Auf einer Verkaufsplattform im Netz oder sonst wo?
Entschuldige mich besser.
Aber wo sich alte Kisten verkauft werden,
bewege ich mich schon länger nicht mehr.
Sie bewegen sich ja jetzt in höheren Kreisen.
Genau.
Wenn man sich das richtet, so hat man es.
Sagt man.
Und wie haben Sie sich's denn vor drei Jahren gerichtet?
Ich hab da so ein bisschen recherchiert.
Da sind Sie ja fast in einen Konkurs geschlittert.
Zum Glück hat es finanzielle Reserven gegeben.
Von Ihrer Frau?
Wir sind alles eine große Familie.
Und wie laufen die Geschäfte jetzt?
Könnte natürlich immer besser sein.
Ist gerade generell eine schwierige Zeit für italienische Sportwinnen.
Und wieso heißt das Autohaus eigentlich nicht Kranzberg?
Die Grafen wollten nicht, dass ihr Name da so groß draufsteht.
Deshalb haben wir einfach klein meinen Namen gelassen.
Jetzt ist man wieder sehr stolz auf ihren Namen.
Als nicht adelligem wird es Ihnen im Schluss so ähnlich gegangen sein wie der Frau Hoh.
Haben Sie sich denn mit ihr verstanden?
Wir haben jetzt nicht wahnsinnig viel Kontakt gehabt.
Aber mein Ansatz ist klar.
Also leicht hat sie es mit der ganzen Adelsfamilie sicher nicht gehabt.
Morgen.
Durst?
Ja, danke.
Sehr nett.
Jetzt glaubst du mich, wie ich am Anfang von dieser ganzen Sippe schief angeschaut worden bin.
Wenn ich es gewusst hätte, hätte ich mir einen Adelstitel im Vorhinein gekauft.
Kriegt man eh schon zum Preis von einem gebrauchten Kleinwagen.
Ja, danke.
Gerne.
Es hat mich ja immer schon gewundert, aber Prinzessinnen stehen offensichtlich auf Männer mit speziellen Berufen.
Weil er Autohändler ist?
Prinzessinnen haben es doch immer wieder auf die Titelseite von der Klatschpresse geschafft.
Nur weil sie für einen Playboy, einen Chauffeur, einen Zirkusakrobaten oder irgendeinen Swimmingpoolreiniger die Beine breit gemacht haben.
Es kriegt eben nicht jede Prinzessin die Chance, einen so scharfen Chefinspektor kennenzulernen.
Pass auf, du wirst immer frecher.
Die Abbeißer müssen sicher ziemlich sicher gewesen sein.
Diese Soßen bestehen zu 100 Prozent aus Geschmacksverstärkung.
Sicher, wobei?
Dass der Grab diese Frau so liebt, dass er auch wirklich so schnell bezahlt.
Wer weiß das besser als Menschen aus seiner näheren Umgebung?
Gefühlsmäßig typisch sowieso von den Familienangelegenheiten.
Genet, bleib bei den Fakten, Sascha.
Wir haben die Identität des toten Erpressers und er hat keinen Bezug zur Familie gehabt.
René Kessler, 30 Jahre alt, war bestraft wegen Vermögensdelikte.
Eine überraschende Erscheinung bringt eine überraschende Wendung.
Da finden Sie seine Wohnadresse.
Hast du das jetzt extra persönlich vorbeigebracht oder bist du auf der Durchreise?
Ich bin auf dem Weg zum Schloss und hab euch da sitzen sehen.
Was soll ich aber danken, dass wir das vor Otto erfahren.
Willst du ein paar Mäß dafür?
Nein, danke.
Eigentlich sicher was Besseres oben im Schloss für deinen Pottendienst.
Lieber Sascha, ich stehe einem Bekannten bei, der in einen Kriminalfall hineinzogen worden ist.
Für die Schießerei wird er sich verantworten müssen und ich werde mich sehr korrekt verhalten.
Keine Angst.
Gute Nacht.
Gute Nacht.
Hat das Motorrad von einem Führer noch die gleiche Farbe gehabt?
Ja, aber das war eigentlich eine 800er, das ist eine 400er.
Du, kleine Pause. Gerne rauchen.
Gibt's noch Kaffee?
Ja, kannst sie hinten nehmen.
Hast du eigentlich ein Tätowierung?
Was glaubst du?
Wo?
Berg?
Ich hab von dem All nix gewusst.
Das soll man jetzt glauben, dass sie nix von seiner kriminellen Energie mitgekriegt haben?
Das war vor meiner Zeit.
Jetzt haben sie sich getauft, weil er die ganze Nacht nicht heimgekommen ist.
Er war öfters eine Nacht weg.
Auch mehrere.
Unsere Beziehung war ja so on off.
Wissen Sie schon was über den geflüchteten Biker?
Oder Bikerin?
Das Motorrad da draußen.
Gehört das Ihnen?
Ja.
Sie verdächtigen mich?
Wo waren Sie am 4. gegen 16 Uhr und am 5. zum Mittag?
Ich hab an beiden Tagen Kunden da gehabt.
Gibt's da Kontaktdaten?
Ja.
Handynummern hab ich.
Darf ich das abfotografieren?
Danke.
* Musik *
Alex, hör zu.
Ich bin am Meer kurz vorm Schloss.
Ich werd von einem Motorrad verfolgt.
Bring mir das Gewehr raus.
* Musik *
* Musik *
Wollen Sie mich unterschießen, Herr Graf?
Was wollen Sie?
Machen Sie's ruhig. Hat ja keine Konsequenzen für Sie.
Was Sie hier wollen?
Dem Mann in die Augen schauen, der frei herumlaufen darf,
obwohl er meinen Freund erschossen hat.
Bist du verrückt geworden?
Erlauben Sie sich, hier zu erscheinen, mich zu attackieren.
Ihr Freund, Mörder!
Verbrecher!
Und Sie sind sein Richter, oder was?
Machen Sie einfach Lünch-Justiz?
Ihr seid auf mich zugefahren.
Ich wollte es nicht. Sie sind ein Mörder.
Ihr seid Mörder.
Ihr habt meine Frau auf dem Gewissen.
Erschmecken Sie von meinem Grundstück, oder ich hol die Polizei.
Danke für die Kondolenz.
Und passen Sie auf.
Ein weiteres Unglücksschnur passiert.
Sie drohen mir?
Ja.
Was schaust denn du so?
Was sagst du von mir?
Ich werde depressiv, Herr Ring.
Die Tätowierung auf dem Arm vom Kessler,
das ist eine schwarze Sonne.
Schwarze Sonne?
Da kann ich mich nicht konzentrieren.
Grafisch gesehen sind das zwei übereinandergelegte Hakenkreuze.
In einer Raumstation kannst du nicht ungemütlicher sein.
Ich möchte mich sicher nicht für einen Flug zum Mars ...
Wer ist der Fälscher zu alt?
Danke.
Was war auch das Ding?
Entermont vielleicht.
Von mir aus, wenn es dort weniger modern ist.
Ich habe ein freies Zimmer gefunden in der Gegend.
Wird sehr gut.
Kommst du mit?
Aber da ist es sauber.
Und die Betten sind auch okay.
Und der Wasserdruck ist gut.
Was?
Ruhig, oder?
Ich weiss nicht.
Es könnte nur besser sein.
Ich wünsche dir ein paar Bettwanzen zum Kuscheln.
Schönen Abend.
Danke.
Danke.
Schönen Abend.
Schönen Abend.
Jetzt ist es ein bisschen rustikal, aber gemütlicher, oder?
Total gemütlich.
Was isst denn du?
Das ist eine gute Schnitzel.
Danke.
Vergiss mal, dass Sie da überall das Kübelskerlöl drauf haben.
Das ist ja nicht mehr grün in Steiermark, Herr Schäfmeckerer.
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Und ein Erdäpfelsulat.
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Otto hat nachgefragt, wie's um deine Finanzen steht.
Der denkt jetzt, dass du irgendwas damit zu tun haben könntest.
Aha, und wie sicher ist das?
Schon sehr sicher.
Der rechte Rückspiegel hat einen Einschuss.
Also da werden die Teile sicher dazu passen,
die wir am Tatort auf der Landstraße gefunden haben.
Danke, wir kommen hin.
Bist du deppert.
Du, das Fluchtmotorrad ist gefunden worden.
Am Parkplatz vom Asi-Restaurant.
Also doch, ihr Bruder.
Ja, die Spurensicherung ist auf jeden Fall schon dort.
Wie habt ihr es gefunden?
Kein Hinweis.
Grüß euch.
Da siehst du den Unterschied zur 400er.
Ja, die ist schon wirklich größer.
Ich hab auch schon mal so eine gehabt.
Auf jeden Fall in der eingetrockneten Erde,
in einem Kotflügel, stecken Tannennaden.
Zudem der eingeschossene Rückspiegel.
Also man kann nur davon ausgehen,
dass es das Motorrad der Erpresser ist.
Gut.
Können wir rein?
Nur weil Polizisten auf dumme Gedanken kommen,
heißt das noch lange nicht, dass die Täter auch dumm sind.
Nein, nein, nein.
Glauben Sie wirklich, ich wäre so blöd
und würde vor unserem Lokal dieses Motorrad abstellen?
Ich habe dieses Motorrad noch nie gesehen.
Vielleicht sind Sie ja der Auftraggeber
und haben den geflüchteten Täter zu wenig bezahlt.
Der reicht sich jetzt,
wenn man mit dem Fluchtfahrzeug den Verdacht auf sie lenkt.
Wilde Geschichte.
Wir kennen auch viel Wildere, gell?
Man glaubt oft gar nicht, was alles möglich ist.
Können Sie das Messer weglegen?
Ui.
Niemals hätte ich meiner Schwester etwas angetan.
Vielleicht haben Sie Ihre Schwester töten müssen,
weil Sie von ihr erkannt worden sind.
Ich bin böse Unterstellungen gewohnt.
Die Polizei hier war nie sehr freundlich zu mir.
Herr Roh, wir versuchen einfach nur,
den Mörder Ihrer Schwester auswendig zu machen.
Dann machen Sie Ihre Arbeit vernünftig!
Hier sind Sie jedenfalls an der falschen Adresse.
Wollen Sie schon nicht bemerken,
wer das Motorrad draußen abgestellt hat?
Vielleicht haben Sie ja eine Idee,
wer den Verdacht auf sie lenken möchte.
Der, den Sie suchen!
Äh, Anni?
Was ist?
Wir haben jetzt herausgefunden,
woher das Motorradl ist.
Tag.
Tag.
Ist der Chef da?
Im Büro.
So, das haben wir gleich.
Der Mieter ist da.
Der Mieter heißt aber nicht René Kesslers,
sondern ist eine Frau.
Niedermeier.
Was ist da?
Die Birgit, unsere Tätowiererin.
Das haben Sie uns doch absichtlich verschwiegen.
Sie haben mich nicht danach gefragt.
Der René und ich sind bei Schönwetter öfters ins Gebirge,
seit wir in Dienern fahren.
Da habe ich halt öfters ein Motorrad für hingekriegt.
Ich meine, er hat ja keinen Führerschein gehabt.
Und Sie haben keine Ahnung gehabt,
wofür er das Motorrad an dem Tag verwendet hat?
Nein.
Er hat mir nur irgendwann einmal erzählt,
dass wir uns endlich gehört haben werden.
Ich habe ihn sogar noch gefragt,
ob eh kein linker Tour dabei ist.
Aber der Trottler hat mich natürlich angeklungen.
Sehen Sie, da haben wir was gemeinsam.
Wir waren auch dauernd angeklungen.
Was hätte ich für einen Grund zum Lügen?
Zum Beispiel, dass Sie vielleicht
das Geld von der Erpressung behalten wollen.
Sie glauben immer noch,
ich habe da mitgemacht.
Ich habe das Geld nicht.
Schauen wir mal, was der Staatsanwalt sagt.
Der Untersuchungshafter wird es ja vielleicht reichen.
Was ist mit dem Untersuchungshafter,
obwohl ich nichts gemacht habe?
Und der Herr Graf, der rennt frei herum,
obwohl er meinen Freund erschossen hat?
Was schaust denn so?
Ich habe Angst vor der ...
Ich sage Ihnen noch mal was.
Der René, der hat sich das mit der Erpressung
sicher nicht ausgedacht.
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Der war immer nur ein Mitläufer.
Ich zeige Ihnen noch mal ein Foto
von dem Mann, bei dem wir
das Motorrad gefunden haben.
Kennen Sie den Mann?
Oder haben Sie ihn einmal mit Ihrem Freund zusammen gesehen?
Nein, nie gesehen.
Aber da war ein anderer vorher.
Der? - Nein, weiter vor.
Der?
Ja, der. Ich glaube, den habe ich mit dem René
zusammen gesehen. - Wann? Wo?
Anfang Sommer.
Da hat er vor meinem Geschäft mit dem René geredet.
Wissen Sie, worüber sie da geredet haben?
Hat ihr Freund da vielleicht etwas erwähnt?
Nein.
Der René hat nie für das etwas, was er so treibt.
Gut.
Danke für den Hinweis.
Der Julia Graf hat jetzt einiges zu erklären.
Guten Abend, Vater.
Linden ist ermordet worden.
Ermordet?
Ja.
Ich habe gedacht, sie ist verstiegt.
Nein.
Das hat die Obduktion der Gerichtsmedizin ergeben.
Sie ist ermordet worden, Alexander.
Bist du ermordet?
Morgen.
Morgen.
Was ist mit dir? - Nix.
Bist du wieder betäubt?
Macht alles leichter.
Bist du nervös?
Ich habe Angst gehabt, dass ich dein Gesicht sehen könnte.
Cool bleiben.
Wichtig ist, dass du dich weiter erzählst.
Wann warst du mit Heinrich im Antiquariat?
Wie wieder?
Wann du mit Heinrich im Antiquariat warst?
Am Montagnachmittag.
Können wir das später besprechen?
Am Dienstag warst du in der Firma.
Ich muss dringend was machen.
Ich muss telefonieren.
Alexander!
Abend.
Danke.
Abend.
Aha.
Später Abend.
Was führst du zu uns her?
Wir würden gerne Ihren Sohn sprechen.
Jetzt noch? - Ja, ist dringend.
Ich weiß nicht, wo er ist.
Schauen Sie nach, ob er in seinem Zimmer ist.
Nein.
Was wollen Sie von Alexander?
Eine Aussage überprüfen,
nach der ihr Sohn Kontakt mit dem Erpresser gehabt hat.
Das ist eine Impertinenz.
Wer ist die Person, die so etwas behauptet?
Die Freundin von dem Toten.
Alexander?
Und jetzt glauben Sie,
dass er was mit der Erpressung zu tun haben soll?
Dass er den Toten Erpresser kannte?
Was? Das ist ...
Das ist ein schlimmer Gedanke,
dass Sie fast Ihren eigenen Sohn vom Motorrad geschossen hätten.
Ich glaube,
das Ganze ist zu tragisch,
um es mit Ihren Provokationen ...
Frieda?
Frieda!
Was ist los?
Alex!
Er bewegt sich.
Ich rufe die Rettung.
Ja, LKK-Arzt Bergmann.
Ich brauche eine Rettung mit Notarzt Schloss Glansberg.
Ein Verletzter stürzt aus dem zweiten Stock.
Lebensgefahr.
Hier, Inspektor.
Sein Handy.
Wo war das?
Da ist es gelegen.
Danke.
Ich habe Serafina verständigt.
Soll ich auch, Viktoria?
Alleine ist ...
Mach ich schon.
Wunder, dass er noch lebt.
Das ist sein Handy.
Kannst du das aufmachen?
Ja, ich kann.
Wunder, dass er noch lebt.
Das ist sein Handy.
Kannst du das aufmachen?
Sicher.
Er hat noch was geschrieben.
Tut mir alles leid, was passiert ist.
Ich will mit dieser Schande nicht weiterleben.
Ah.
Selbstmord können wir zusammen packen, oder?
Nein, warts noch.
* Spannungsvolle Musik *
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Schätzte Gefühle und Interessenskonflikte, aber...
Papa, bitte!
Das kriegst du schon mit in deinem Archiv.
Du interessierst dich doch sowieso erst für die Toten in der Familie.
Entschuldigung, wir stören da ungern die Familienbesprechung,
aber wir hätten noch ein paar Frauen...
Wenn ich bewahrtsfähig wäre, wäre es angebracht.
Was tun Sie noch hier? Jetzt hat sich alles geklärt.
Für uns noch nicht.
Was wollen Sie denn noch wissen?
Wer war zuletzt mit dem jungen Grafen zusammen?
Das war ich, Miesalow.
Und in welchem Zustand war er?
Ich habe ihm erzählt, dass Lin ermordet worden ist.
Ich war erstaunt, wie sie ihn das aufgewühlt hat.
Ich muss jetzt wirklich dringend was machen. Ich muss zu den Funkenden.
Alexander!
Ich will jetzt mit dir reden, Alexander!
Renn nicht wieder weg!
Alexander!
Er ist hinausgerannt und hinauf.
Alex, ich rede mit dir!
Vielleicht hat er geglaubt, ich verdächtige ihn.
Und haben Sie ihn verdächtigt?
Ich weiß nicht.
Vielleicht.
Wahrscheinlich schon.
Wenn er das gespürt hat, dann wird er die Kurzschlusshandlung aus seinem Schuldgefühl erklären.
Der junge Graf erfährt heute, dass es Mord war.
Und macht daraufhin selbst Mord?
Geht ja sein, dass er von dem Mord nichts bemerkt hat.
Weil er bei der Tat nicht dabei war.
Ah, möglich. Er ist ja mit Motorrad gefahren.
Und hat vielleicht nicht mitbekommen, dass er schon tot war, wie er in den Wald gebracht worden ist.
Dann war vielleicht der Rene Kessler der Mörder.
Oder es gibt einen dritten Täter.
Der dritte Mann.
Danke.
Doch, Bernd!
Servus.
Ah, hallo, guten Morgen. Ich hab einige Infos für euch.
Also, genau, auf dem Handy vom jungen Grafen.
Da sind nur seine Fingerabdrücke und welche von der Haushälterin drauf.
Die Datenauswertung vom E-Mail-Verkehr hab ich euch geschickt.
Die GPS-Daten von seinem Motorrad, die gibt's auch schon.
Und die leite ich euch jetzt sofort weiter.
Danke für die viele Arbeit.
Ja, gern schön.
Servus, danke.
Mal schauen.
Der Alexander von Glanzberg hat in Berlin bei einer Zwangsversteigerung ein Tonstudio erwerben wollen.
Wollen wir nicht nur in Ruhe frühstücken?
Schätzwert war 700.000.
Als Anzahlung hat er 70.000 hinterlegen müssen.
Na super. Dann wär's ein Motiv für die Erpressung.
Die Krankenschwester sagt, er war drei Stunden im OP.
Die Knochenbrüche sind nicht das Problem, aber das Schädel-Hirntrauma.
Genau in Pognus und sagt uns dann der Arzt gleich.
Willst du nicht warten, bis der Arzt kommt?
Du kannst mir dann sagen, was er ... was er denkt.
Es wird noch dauern.
Nix.
Musst du was bei den GPS-Daten?
Auffällig ist, dass mit dem Motorrad mehrmals zu dem Wirtshaus gefahren worden ist.
Da ist ein Foto.
Das hat man im Sommer geöffnet und liegt ziemlich abgelegen.
Dann zeig noch mal die Karte.
Schau, von der Distanz her liegt es genau zwischen Schloss und dem Wald, wo die Geldübergabe war.
Du kannst den Koffler gleich noch mal anrufen.
Das ist ja fast romantisch.
Wie schaut man aus?
Ja, wir haben im Wald schon so eine Öltropfen gefunden.
Die müssen wir noch vergleichen.
Und da vorne haben wir das Reifenprofil vom Wagen der Kidnapper sicherstellen können.
Die Chefin.
Servus, Niki.
Wir haben die Basis von deinen Führern gefunden.
Gemeinsam für die Freiheit.
Aber immer die Frage, für welche?
Gegen den Volksaustausch.
Was haben sich da für Leute getroffen?
Der Rene Kessler war auch im Visier vom Staatsschutz.
Registriert als gewaltbereiter Demonstrant.
Er ist auch im Kreis von rechten Verschwörungstheoretikern aufgetaucht und hatte sogar Verbindungen zu deutschen Reichsbürgern.
Aber der Alexander hat sich eh in grünen Linkenkreisen bewegt.
Deshalb verstehe ich nicht, wer zu dem Typ gekommen ist.
Vielleicht jemand von den Glanzbergs.
Die sind politisch sicher eher rechts von der Mitte.
Der Heinrich ist im tiefsten Grund seiner Seele wahrscheinlich sogar ein Monarchist.
Ist auch im VZB.
VZB?
Verein Christlicher Patrioten.
Anne!
Ja?
Danke, Niki.
Entschuldige, ich habe so eine Gerichtsmediziner-Hufe gerade an.
Okay, halt mich auf den Laufenden.
Ja, das mache ich.
Servus.
Du siehst ein bisschen übernachtig aus.
Warst Nachtschwischen gestern?
Ich lache dann später.
Also, ich war in der Nacht noch im Spital bei dem Verletzten und habe mir die Röntgenbilder angeschaut.
Also die Knochenbrüche und die Kopfverletzungen am Hinterkopf wären eigentlich durch den Aufprall erklärbar.
Aber er hat eine Verletzung seitlich am Schädel.
Aha.
Eine tiefe, gerade Rille.
Als ob er mit dem Kopf auf einer Randsteinkante aufgeprallt wäre.
Ja, Randsteine gibt es dort keiner.
Wartet einmal, ich bin noch nicht fertig.
In dieser Kopfwunde hat der Oberarzt einen flachen Splitter gefunden.
Ich zeige euch das einmal.
Und diesen Splitter habe ich die restliche Nacht im Labor analysiert.
Das Material besteht aus Kreidestaub und Farbenpigmenten.
Also, letztendlich eingetrocknete Farbe.
Eingetrocknete Farbe?
Ja, aber sehr alte Farbe. Das ist schon vor Jahrhunderten eingetrocknet.
Goldgelb, würde ich sagen.
Dann müsste man die Spurensicherung fragen, ob sie noch so etwas im Hof gefunden haben.
So weit ich es richtig verstehe, dann könnte der junge Graf vor dem Sturz mit irgendwas einen Schlag gegen den Kopf gekriegt haben.
Ja, von einem Ding mit einer harten, geraden Kante und von goldgelber Farbe.
Da habt ihr doch ein schönes Rätsel.
Nein, da werden die Fonds aber von den Socken sein.
Vielleicht weiß auch der Graf Otto.
Ja, aber haben wir diesbezüglich irgendwas in der Hand, außer deine Vermutung?
Nein, noch nicht. Aber der Otto hat ja schon bewiesen, dass er manchmal leicht cholerisch reagiert.
In seiner Wut haut er seinem Sohn an über den Schädel und hilft nach, dass er über die Balustrade stürzt.
Er war ja auch der Letzte, der mit ihm geredet hat.
Genau.
Ja, Sascha.
Aber ich kann es mir trotzdem nicht vorstellen.
Lässt vielleicht die Anni mit dem reden?
Weißt du, der Tom macht die Musik.
Schauen wir mal.
Diese Kopfverletzung kann nicht vom Aufprall im Hof stammen, also...
Wir müssen davon ausgehen, dass ihr Sohn nicht freiwillig gesprungen ist.
Wie? Was? Und wer sollte ihn?
Sie waren ja der Letzte, der Kontakt gehabt hat mit ihm.
Ja, ja, ich wollte, wie gesagt, ich wollte mit ihm reden.
Du redest und du hast eine Auseinandersetzung eskaliert.
Sie sind verrückt. Sie unterstellen mir Mord. Mord an meinem Sohn.
Ja, wenn du schon doppelt morden würdest, wäre ja nicht das Erste.
Sind Sie wahnsinnig? Sie sind von selber gestolpert. Das wollten Sie nicht, tut mir leid.
Das muss man als tätlichen Angriff sehen.
Sie sind unglücklich gefallen. Sie wollten mich offensichtlich provozieren.
Ja, so wie ihr Sohn.
Vielleicht hat er Ihnen ja gestanden, dass er in den Mord involviert war.
Sascha!
Jetzt reicht's. Ich hoffe, er wird einmal.
Ja, den wirst du sicherlich eh brauchen.
Herr Glanzberg, bitte.
Wo waren Sie, nachdem Ihr Sohn den Salon verlassen hat?
Ich war einmal im Schlafzimmer, bis Sie gekommen sind.
Und außer Ihnen war nur Ihr Bruder im Schloss?
Ja, wahrscheinlich war er in seinem Archiv.
Hallo? Seid ihr da?
Hallo?
Ich rufe zurück.
Heinrich?
Das ist sein Arbeitsraum.
Hier verbringt er sein halbes Leben.
Ich habe gerade noch mit ihm gesprochen, kurz bevor Sie gekommen sind.
Ja, können Sie ihn anrufen, wir würden Ihnen gern befragen.
Ja.
Schau mal, Sascha.
Der Figur ist bewegt worden.
Ah, ist das das Kreuzchen?
Wie alt ist er denn?
18. Jahrhundert, Familienbesitz.
Der dritte Mann.
Ich hoffe, Sie spüren es sicher.
Wie war denn das Verhältnis von Ihrem Bruder zu Ihrem Sohn?
Ganz gut.
Zum einen fühlt er sich als Ersatzvater.
Wo könnt Ihr Bruder noch sein?
Ich erreiche nicht, aber er muss irgendwo im Schloss sein.
Bernd?
Servus, du, wir brauchen unbedingt die Spurensicherung im Schloss.
Ja, danke.
Ja, Walter hier, wo bist du?
Besuchen dich.
Er ist weggefahren.
Ich habe mich eh noch gewundert.
Er hat gesagt, dass er in seiner Wohnung ist.
Er hat sehr eilig gekommen.
Worüber haben Sie mit Ihrem Bruder geredet, bevor wir gekommen sind?
Er hat sich erkundigt, wie es dem Alexander geht.
Ich habe ihm gesagt, dass er sich seinen Zustand stabilisiert
und dass Viktoria erzählt hat, dass er bereits die Augen geöffnet hat.
Wann ist er weg?
15, 20 Minuten.
Sie glauben doch nicht, dass...
In welchem Zimmer liegt Ihr Sohn?
Zimmer 7, Intensivstation.
Was ist ihm passiert, Greif Otto?
[Musik]
Gut, danke.
Das ist super, die nächste Strecke ist bei einem Unfalleinsatz auf der Autobahn.
Wir sind sowieso schnell weg.
[Telefon klingelt]
[Telefon klingelt]
[Telefon klingelt]
[Telefon klingelt]
[Telefon klingelt]
Vorvorherst!
[Telefon klingelt]
Alex, ich rede mit dir.
Ich komme gleich.
Alex?
Wo warst du Montag in der Nacht?
Na hier, wie immer.
Du lügst.
Ich wollte mit dir reden, aber ich habe dich weder hier noch im Schlafzimmer gefunden.
Montag, Montag.
Ah ja.
Ich habe René in der Raststätzung getroffen
und habe mit ihm noch einmal die Geldübergabe besprochen.
Du warst im Wirtshaus.
Berlin.
Es war René.
René?
Sie hat sein Gesicht gesehen und deshalb hat er sie hier.
Wozu mit dem Motorrad zur Linz, Bruder?
Er hätte das niemals gemacht.
Sie suchen immer noch den zweiten Erpresser.
Warum hast du mir das nicht früher erzählt?
Hauptsache, wir haben mit all dem nichts zu tun.
Wir haben keine Beweise für das, was Sie da behaupten.
Du musst nur die Nerven bewahren.
Ich hätte niemals auf dich hören dürfen.
Diese Erpressung war so eine scheisse Idee.
Warum?
Wir haben das Geld.
Und das müssen wir wegen der Mithilfe deines Vaters jetzt nochmal noch zweiteilen.
Ich kann nicht mehr.
Ich werde mich stellen.
Alex, jetzt dreh nicht durch.
Du bekommst doch den Tonstudio in Berlin.
Wir können wieder die Familie werden, die wir vorher waren.
Diese scheisse Familie.
Du hast mich benutzt.
War das alles dein Plan, hm?
Das war unser Plan, Alex.
Du musst jetzt erst wieder einen klaren Kopf kriegen.
Ich will nicht den Rest meines Lebens mit dieser Mithilfe am Mord verbringen.
Das musst du auch nicht.
* Schuss *
Es wird mal nicht leicht, was passiert ist.
* Spannungsvolle Musik *
* Schuss *
* Spannungsvolle Musik *
Ich wusste, dass du alles überlebt hast.
Deinen Schutzengel möchte ich haben.
Ach komm, komm mal.
Komm.
Komm, Alex.
Heute probieren wir etwas anderes.
* Spannungsvolle Musik *
Stopp!
Nimm die Hände weg!
Gehen Sie doch hin!
Zurücktreten!
Herr Grasberg hat es einfach erhofft.
Eine noch hinten.
Ist alles okay?
* Spannungsvolle Musik *
* Schuss *
Hallo, Lene.
Gute Lene.
Du bist viel zu gut für diese Welt.
Was soll denn das für ein Name sein?
Dann Lene von Glanzberg.
Das klingt nicht gut.
* Lene schreit. *
* Lene schreit. *
Ich habe Sie nicht gehasst.
Sie waren einfach an dem falschen Ort.
Und der Alexander hat gar nicht mitgekriegt,
dass sie schon tot war?
Ja, scheiße, sie ist tot.
Stickt oder ... Keine Ahnung.
Was machen wir jetzt?
Nerven behalten.
Alles bleibt wie geplant.
Und pass auf, dass ihr der Alex nicht zu nah kommt.
Eine Frage zeige ihm, du hast sie betäubt.
Der Alex war das schwächste Glied in unserer Kette.
Das war mein erster Fehler.
Mein zweiter war, ich habe nicht damit gerechnet,
dass mein Bruder Otto eine Pistole mitnimmt.
Eine verliebte Gockel.
Sonst war alles perfekt.
Hm. Und kein Gedanke an das Opfer.
Doch.
Sie hat die Familie gespalten.
Sie hätte meiner Tochter im Agnesitwerk
den besten Job weggeschnappt.
Halten Sie sich in ein Nest setzen,
wenn Sie merken, dass Sie nicht willkommen sind.
Nicht willkommen ist ja eher vornehm ausgedrückt.
Sie hat ja nicht ahnen können,
dass in dem Nest ein Möckchenmörder sitzt.
Abführen!
Abführen!
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
Na, die haben einiges zum Aufarbeiten, die Glansbergs,
während sie auf ihre Prozesse warten.
Der Adel steht alles durch.
Hab ich gelernt.
Und sonst?
Was?
Na, Resümee zum Täter, Herr Chefinspektor.
Es gibt Unadelige, wie uns, Unadelige.
Dabei heißt es Adel verpflichtet.
Aber immerhin, einen gewissen Stil beim Morden
kann man dem Heinrich nicht absprechen.
Die Drecksarbeit lässt er von seinen Gehöfen erledigen.
Und so wie er beim Fünf-Uhr-Them
die Porzellantasse mit zwei Fingern nimmt,
drückt er seinem Opfer sanft die Nase zu.
Der Aff!
Adel vernichtet.
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
* Spannungsvolle Musik *
Copyright WDR 2021
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