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Original subtitles

Meine Damen und Herren, das lang erwartete Festival beginnt.

In den nächsten Tagen wird unsere Insel mit Musik überflutet.

Jedes Genre, jede Epoche, jedes Ensemble

werden täglich überall gespielt, und wir haben die Chance,

das Talent dieser großartigen Künstler aus nächster Nähe auf einer

musikalischen Reise zu erleben.

Ich möchte noch vor allen Gästen der Person danken,

die dieses wichtige Projekt auf die Beine gestellt hat:

Orestis Emmanouel.

Orestis, wir danken dir aus tiefstem Herzen.

Aber genug geredet. Läuten wir das Festival ein.

Ich wünsche Ihnen in den kommenden Tagen viel Freude.

Viel Spaß.

9. KAPITEL - LOVE ME DO

-Du fängst mit Vivaldi an. -Ja. "Der Sommer" aus Vier Jahreszeiten.

Gefolgt von klassischen Komponisten, dann modernen,

dann Adaptionen und Liedern.

Wann kommt "Clair de lune"?

Am besten an einem stimmungsvollen Vollmondabend.

Ich werde jeden Tag nervöser.

Ich auch.

Weißt du, wie du all das schaukeln willst?

"All das"?

Deine Ex-Frau, das Baby…

…dich, mich…

-"Dich, mich"? -Ja. Was machen wir hier?

Weißt du, wie du mit jemandem klarkommst, der das schaukeln muss?

Nein. Ich weiß nur, dass ich verliebt bin.

Liebe vergeht.

Darum sorge ich mich dann.

Verlange nicht von mir, jetzt anders zu denken.

Weißt du, was?

Warum machen wir so ein Drama daraus?

Warum sind wir angespannt? Ich will glücklich sein.

-Glücklich? -Ja.

Hast du vergessen, wie das ist? Hör mir zu.

Ich will eines Tages neben dir aufwachen.

Zusammen frühstücken.

Spazieren gehen.

Musik hören, Liebe machen…

Du hilfst mir mit meinen Sachen, ich dir mit deinen.

An deiner Seite leben.

Klingt das so absonderlich?

Klingt romantisch.

Ist das so schlecht?

Ich verließ Athen, um Ruhe zu finden.

-Und dann kam ich. Keine Chance. -Ja.

Komm, reiß dich zusammen. Besprechen wir das Festival.

Also…

Warum ist die Schrift so groß?

Hilfst du mir bitte?

-Du siehst nicht gut, oder? -Nein.

-Weitsichtig? -Klelia…

Eine Wampe, Weitsichtigkeit. Es läuft nicht gut für dich.

Hör bitte auf.

-Lass mal dein Haar sehen. -Nein, nicht das Haar.

Es geht mir gut. Ich bin nicht verletzt.

Hättest du aber sein können.

-Wo ist Papa? -Vergiss ihn, er ist nicht gut drauf.

-Wissen alle Bescheid? -Die Küstenwache hat euch gesucht.

Ich bin schuld, nicht Orestis.

Wie kannst du so naiv sein?

Die Strömung dort ist so stark.

Es war nicht das erste Mal, und es wird nicht das letzte sein.

Hast du das vergessen?

1992 warst du es, 1972 ich. Diese Höhlen sind seit Ewigkeiten da.

-Übertreib nicht. -Mama, nicht jetzt.

Ich sag ja nur.

Was ist 1972 und 1992 passiert?

Mama, nicht!

Von mir aus.

Warum hilfst du mir nicht? Mach es mir nicht so schwer.

Du bringst uns in Verlegenheit.

-Ich habe mich entschuldigt. Was noch? -Sei vorsichtig.

Und denk nicht nur an dich.

Also gut. Können wir jetzt über 1992 und 1972 sprechen?

-Ja. -Nein!

Machen wir uns hübsch?

-Was ist das? -Du musst was essen.

Und du bringst mir Tee und Kekse? Spinnst du? Bin ich ein Greis?

Nein. Du bist dehydriert und ein Arschloch. Das hat der Arzt gesagt.

-Der Arzt sagte, ich sei ein Arschloch? -Nein, ich sage das.

Und alle anderen auch, wenn sie von euch beiden erfahren.

Hast du sie noch alle? Sollen uns alle auslachen?

Wenn das Festival vorbei ist, sind wir weg.

Weißt du, was? Sie schmeißen dich schon vorher raus.

-Sag mir die Wahrheit. -Was soll ich denn sagen?

Lass das. Du lügst. Du sollst mir die Wahrheit sagen.

-Was hat Charalambos dir angetan? -Nichts!

Wenn du jetzt nichts sagst, wirst du es bereuen.

Im Gegensatz zu Ihnen, die zur Polizei gegangen ist?

Hat's was gebracht?

Nein.

Vielleicht ist es meine Schuld.

Aber du musst es dir nicht gefallen lassen.

-Hast du es deiner Mutter erzählt? -Nein, Frau Maria. Sagen Sie ihr nichts.

Mein Vater darf es nicht erfahren. Sonst sterbe ich.

-Und Spyros, Frau Maria… -Ich werde niemandem was sagen.

Versprochen. Du erzählst es, wenn du so weit bist.

Aber, Yianna,

ich liebe meinen Sohn.

Du wirst mit ihm nicht glücklich, und er nicht mit dir.

Verschwendet nicht eure Leben.

Ich verstehe nicht.

Du bist ein gutes Mädchen.

Nicht sehr klug, aber gut.

Halse dir nicht fremde Probleme auf.

Geh weg von hier.

Frau Maria,

ich bin klüger, als Sie denken.

Ich komme klar.

Ich liebe Spyros.

Ich will bei ihm sein.

Wenn Sie ein Problem damit haben, Ihr Pech.

Hast du überhaupt eine Vorstellung, was dir zugestoßen ist?

Frau Maria, machen wir ein Selfie.

Wir haben noch kein Foto von uns.

Ich werde es posten und das Restaurant erwähnen.

Wissen Sie, wie viele Follower ich habe? Das wird riesig.

-Hi, Spyros. -Hi.

-Wo ist Michalis? -Ich warte auf ihn. Er kommt gleich.

Okay.

Was ist mit dir?

Nichts. Es ist nur Ausschlag, eine Allergie.

Schuppenflechte?

Und Sie? Was machen Sie her?

-Muskelschmerzen im Rücken. -Arthritis?

Nein. Es ist psychosomatisch.

-Wie bei dir. -Es ist eine Allergie.

-Worauf? -Auf die Sonne.

Eine furchtbare Allergie.

Sehr leidvoll. Es sei denn, man geht nicht in die Sonne.

Wie wirst du klarkommen?

-Kommst du zum Festival? -Geht es dann weg?

Entschuldigt die Verspätung.

-Wer kommt zuerst? -Ich.

Komm rein.

Diese Insel braucht einen Psychiater, keinen Allgemeinarzt.

-Komm rein. -Tschüs, Maestro.

Spyros…

Lass dich nicht kaputtmachen. Das ist es nicht wert.

-Guten Morgen. -Morgen.

Bist du allein?

Ja, Alexandra ist bei den Franzosen.

Franzosen? Von wegen.

Jacqueline kommt aus Ioannina, meinem Nachbardorf.

Sie heißt Zacharoula. Sie änderte ihn, als sie nach Paris zog.

Baklava.

-Frisch gebacken. Hast du Kaffee? -Ja.

-Gehst du nach dem Festival? -Vermutlich.

Ich will nicht, dass du gehst. Du wirst mir fehlen.

-Und deine Musik. -Maria…

Ich hab's versucht. Ich ging zur Polizei.

Ich wurde hysterisch, bat, ihn anzuklagen.

Nichts. Ich habe nichts anderes erwartet.

Fanis muss gewählt werden. Und Charalambos steht unter seinem Schutz.

Das ist die Welt, in der wir leben. Im Jahr 2022.

Nichts ändert sich.

Nichts. Hat sich was verändert?

Weil ich mich beschissen fühle?

Weil ich mich schäme? Weil ich Angst habe?

Weil ich weine und mich beherrsche?

Weil ich mir jedes Mal sage, es war das letzte Mal?

Weil ich nicht weiß, wohin ich gehen kann?

Deshalb wird mir die Musik fehlen.

Sie entführt mich in eine andere Welt.

Sie gibt mir Kraft.

-Dinge ändern sich. -Nichts ändert sich.

Wenn es gewissen Leuten passt, tun sie was Scheinheiliges,

um uns zu helfen.

Aber wen kümmert eine Frau wie ich?

Ich will nicht viel.

Ich will Respekt und nicht geschlagen werden.

Weißt du, wie viele von uns es gibt?

Viele. Seit vielen Jahren und für viele weitere Jahre.

Wer weiß? Vielleicht ist es unsere Schuld.

Wird jemand als ein Dreckskerl geboren? Nein.

Er wird zu einem.

Hinter jedem Dreckskerl, der seine Frau schlägt, ist eine Mutter.

Wir ziehen Söhne groß, die ihre Frauen misshandeln,

und Töchter, die sich misshandeln lassen werden.

Mein Sohn soll nicht so werden. Ich würde verrückt werden.

Wie kann ich ihn schützen?

Meine Fehler akzeptieren? Es ist doch meine Schuld.

Spyros wird nicht so werden.

Ich hoffe es.

Komm, erzähl, was bei dir los ist.

-Bei mir… -Wie geht es dir?

Es ist seltsam. Ich habe viel mit dem Festival zu tun.

-Ja, aber es läuft gut, oder? -Ja, sehr gut.

So sieht es aus. Menschen kommen, amüsieren sich und…

Orestis?

Ich möchte dir einen Rat geben.

Sei vorsichtig.

Menschen, die heute noch deine Freunde sind,

werden sich von dir abwenden.

Es ist ein kleiner Ort. Leute reden.

-Ich habe nichts falsch gemacht. -Ich weiß.

Aber Menschen werden nur allzu schnell zu beißwütigen Hunden.

-Neuigkeiten machen schnell die Runde. -Ja.

Fanis ist kein guter Mensch.

Hi, Irini.

Guten Morgen, Nikos. Das Übliche bitte?

Nikos? Stimmt was nicht?

-Hi. -Hi, Sofia.

-Störe ich? Hast du kurz Zeit? -Ja, natürlich.

Komm rein.

-Das Festival läuft sehr gut. -Sehr gut.

Die Künstler sind toll, und ich freue mich, dass es gut läuft.

-Wie lange geht es noch? -Nicht lange.

Sofia, soll ich es dir einfacher machen? Ich weiß, warum du hier bist.

Ich mische mich ein, und ich hasse das.

Pass auf…

Ich lasse meine Kinder ihre Entscheidungen treffen, egal, ob sie mir gefallen.

Mir wäre es lieber, meine Tochter wäre mit jemandem in ihrem Alter zusammen.

Mit jemandem, der sie versteht.

Es war nicht geplant.

So bin ich nicht, ich hatte das nicht beabsichtigt.

Es ist einfach passiert, und ich versuche, damit umzugehen.

Ich weiß.

Ich bin nicht Fanis.

Ich will dir nicht drohen.

Und ich glaube auch nicht, dass Klelia unschuldig ist.

Aber der Altersunterschied zwischen euch ist ein Problem.

Es mag dumm klingen,

aber ich will deine Absichten verstehen.

-Ganz ehrlich? -Ja.

Manche Dinge lassen sich nicht kontrollieren.

Das stimmt.

Aber sie ist mein Kind.

Niemand soll verletzt werden, besonders nicht meine Tochter.

-Da stimme ich zu. -Gut.

Dass ich einmal dieses Gespräch führen würde.

Wir sind eine konservative Generation.

-Wir sind eine dumme Generation. -Wir tun unser Bestes.

Ich gehe mal. Entschuldige all das.

Bist du wirklich so verliebt?

-Ja. -Sie auch.

Sei bitte vorsichtig.

CAFE BOURNAOS

Spyros…

Ja.

Alles in Ordnung?

-Ja, wieso? -Ich weiß es.

-Was weißt du? -Du weißt schon.

-Nein, tu ich nicht. -Sei nicht sauer.

Es ist nur eine Phase.

-Was redest du da für einen Schwachsinn? -Du weißt schon.

-Wenn du zu einem Arzt willst… -Einem Arzt?

Deine Gefühle sind nicht normal.

Woher weißt du, was ich fühle?

Dein Vater hatte recht.

Du bist schwach.

Mein lieber Junge.

Ich halte es nicht mehr aus.

Ist schon gut, mein Schatz.

-Ich kann nicht mehr. -Ich weiß.

-Ich kann nicht mehr. -Ist schon gut.

Ist schon gut.

SPYROS

Du hast mir gefehlt.

Ich will mich bei dir nicht so fühlen.

Aber nur bei dir fühle ich mich so.

-Wie? -Normal.

-Wie fühlst du dich? -Seltsam.

Ich auch. Gehst du?

Warum? Kann ich bleiben?

Du kannst mit runter kommen. Mir ist das scheißegal.

Du bist verrückt. Red keinen Scheiß.

Du kannst es mir nicht immer wieder antun.

Sei, wozu du bestimmt wurdest, oder verschwende nicht meine Zeit.

-Warum redest du so? -Warum gibst du mir dieses Gefühl?

Du Arsch weißt gar nichts zu schätzen.

Willst du Mitleid?

Raus mit dir!

Raus! Durch das Fenster. Geh.

Was?

Spinnst du? Was machst du da?

Spyros! Um Gottes willen!

Ich hab's nicht so gemeint.

Ich sage solche Sachen, wenn ich sauer bin.

Ich habe auch Komplexe. Ich wollte dir Schuldgefühle einjagen.

Ich hab Mist gebaut. Sorry. Vergessen wir es?

Nein. Spyros, warte!

-Guten Morgen, Spyros. -Guten Morgen.

Setz dich.

Möchtest du einen Kaffee?

Nein.

-Möchtest du was zu essen? -Nein.

-Wo ist Oma? -Weiß nicht. Vielleicht schläft sie noch.

Ihr entgeht was.

Es musste so kommen.

Schmeiß die beiden raus, oder ich kann für nichts garantieren.

-Was? -Fang nicht an.

Sie sollen verschwinden!

Nein. Wenn hier jemand geht, dann du.

Sofia, du…

Du wirst still sein und die Situation akzeptieren. Verstanden?

-Ich werfe mein Kind nicht raus. -Was? Hörst du dir selbst zu?

Was redest du da? Spinnst du?

Pass ja auf.

Du glaubst, alle müssten wie du sein.

Endlich will jemand sich selbst treu sein, und du erträgst es nicht.

Die beiden sind größere Männer als du.

Du zeigst nie solchen Mut.

Für wen hältst du dich?

Spyros ist weg.

-Tut mir leid. -Nicht nötig.

-Nein, wirklich… -Entschuldige dich nicht!

Ich fasse mich kurz:

Solltest du je wieder darüber mit Charalambos reden

oder es wagen, daraus ein Problem zu machen, fahre ich nach Athen zur Polizei

und zeige all deine Geschäfte an, auch wenn ich mit untergehe.

Ich half dir beim Aufbau, und ich werde es zerstören.

Ich bitte dich seit Jahren, damit aufzuhören, und es ist dir egal.

Wir sind dir egal. Schäm dich!

Du bist ein Heuchler. Du willst Bürgermeister sein?

Das war's! Es ist vorbei! Es reicht!

Verschwinde.

Fanis!

Unser bester Freund bringt Geschenke.

Danke.

Hallo, Giovanni.

Mein Vater konnte heute nicht dabei sein. Er lässt grüßen.

Ich übernehme für ihn.

Geht es ihm gut?

Alles gut, keine Sorge. Er muss sich nur erholen. Zu viel Arbeit.

Bitte, setz dich.

Fantastisch!

Giovanni, ich brauche die Hilfe deines Vaters.

Du bist sein und damit auch mein Freund.

Darf ich probieren?

Mein Vater hat immer gesagt, er wäre gern Imker geworden.

Er war wirklich fasziniert von diesem Handwerk.

In Apulien hatten wir immer ein Glas Honig auf dem Tisch.

Ich höre.

Glaubst du, ich könnte in Zukunft etwas zurücktreten?

-Wie weit zurück? -So weit es deine Kunden erlauben.

Pass auf,

falls ich gewählt werde, wird es nicht mehr sicher sein.

Meine Kinder werden älter.

-Sofia… -Sofia!

-Sofia ist deine Frau, stimmt's? -Ja.

Mein Vater spricht oft von deiner Familie.

Zwei Kinder?

Ja.

Ich habe auch zwei, aber sie sind noch klein.

Giovanni, falls ich Bürgermeister werde,

muss ich uns alle beschützen,

-verstehst du? -Absolut.

Ich habe Leute, die für mich übernehmen würden.

Für dich ändert sich nichts.

Glaubst du, es wäre möglich, mich zurückzuziehen?

Wie alt sind deine Kinder jetzt? 18, 19?

Ja.

Sie ziehen bald zum Studieren weg?

-Ja. -Und du hast kein Problem damit?

Viele Eltern weigern sich, zu akzeptieren, dass ihre Kinder das Nest verlassen.

Bei meinem Vater war es so.

Auch als ich wegzog, wusste er immer, wo ich war.

Und die ganze Familie.

Okay, ich rede mit meinem Vater. Wir finden sicher einen Weg.

Keine Sorge, mein Freund.

Wenn du jemand Vertrauenswürdigen hast,

vertrauen wir ihm auch.

Sorge nur dafür, dass sich für uns nichts ändert, okay?

-Doktor, ich wollte zu dir. -Zu mir?

-Mein Sohn war bei dir. -Ja. Und?

-Was hat er? Ist es seine Haut? -Er hat Psoriasis, Charalambos.

-Was ist das? Die Krätze? -Psychosomatisch.

Heutzutage nennt ihr alles psychosomatisch.

Sonst noch was? Ich hab zu tun.

-Wie geht es weg? -Mit dir als Vater gar nicht.

Du hast Glück, dass Leute da sind.

Ja, echt viel Glück.

Wie geht's deinem Hund? Ist er endlich tot?

Noch nicht.

Ist Sofia bei ihm, wenn du arbeitest?

Verpiss dich, Charalambos. Du bist ein Witz.

Ich hab's vermasselt. Ich habe ihn provoziert.

-Stimmt. -Was?

Dass du Spyros provoziert hast.

Stehst du nicht zu mir?

Ja, aber trotzdem bist du dumm.

So was kann man nicht forcieren.

Und nicht jeder ist bereit, auf dieselbe Art mit Dingen umzugehen.

-Das gilt für euch beide. -Was habe ich gemacht?

Bist du etwa besser?

Ihr beide habt beschlossen, diesen Sommer zu rebellieren,

und ihr geht uns gehörig…

Ich werde es nicht sagen.

Nur weil ich cool bin und auf eurer Seite stehe,

heißt das nicht, dass ich euch nicht ins Gewissen rede.

Weg mit euch, ihr macht mich sauer.

Konzentriert euch aufs Festival.

Vergesst diese Belanglosigkeiten.

In ein paar Tagen ist es vorbei.

Wir müssen noch zusammen singen.

Wann wollen wir proben? Wann wollen wir arbeiten?

Ich brauche Zeit und Ruhe. Ich bin nicht so zerstreut.

-Ist gut. -Ist gut.

Von wegen… Die Jahre vergehen.

Glaubt ihr, ich werde für immer da sein? Geht!

Dumme Kinder.

-Sofia? -Störe ich dich?

-Ich war nicht da, weil ich mich schäme. -Für mich?

Nein. Für mich.

Komm rein.

Nein, ich komme nicht rein. Ich wollte nach dir sehen und dir das geben.

Was ist das? Geld? Sofia, bitte, ich brauche keines, was machst du?

Beruhige dich. Es ist kein Geld.

Was dann?

Falls du Charalambos je verlassen willst, hast du eine Bleibe in Athen.

Die Wohnung meiner Mutter. Sie steht leer.

Du kannst hin, wann immer du willst. Mit Spyros.

Ein Freund von mir in Athen ist Anwalt. Er vertritt dich gratis.

Falls du je… Bitte sag nichts.

Es ist das Mindeste.

Ich weiß, dass ich auch meinen Teil zu alldem beigetragen habe.

Ich habe Angst, dass unseren Kindern was zustoßen könnte, wenn wir nichts tun.

Ich versuche es.

Kommt dein Sohn nach dir?

Tief im Inneren, ja. Aber er hat Angst, es zu zeigen.

Mein Sohn… liebt ihn sehr.

Wenn er nach dir kommt, bin ich beruhigt.

Mein Sohn ist nicht so stark, wie er tut.

-Schämst du dich nicht… -Nein.

Wie schaffst du das?

Niemand hat's mir gezeigt.

Es ist nur… Ich liebe ihn wirklich.

Glaubst du, wir schaffen es?

Ja, ich glaube schon.

-Ist es zu früh, es zu sagen? -Ja.

-Sag's nicht. -Ich liebe dich.

-Du hast es gesagt. -Habe ich.

HERRENFRISEUR

Irini, hast du kurz Zeit?

-Ich hab zu tun. -Also kannst du nicht mit mir reden?

-Ich habe nichts zu sagen. -Wieso?

Sonst redest du immer mit mir, wenn ich vorbeikomme.

Warum wendest du dich von mir ab?

Willst du was kaufen?

Ich will wissen, was dein Problem ist. Und das der anderen.

Mir gefällt nicht, was du machst.

Betrifft es dich irgendwie?

Vielleicht nicht, aber es gefällt mir nicht.

Was du gehört hast, was man sich erzählt oder was du dir vorstellst?

Was ist so schlimm, dass du nicht reden willst?

-Beschäme ich dich? -Ja.

Beschämst du mich nicht?

Okay, Irini,

ich kam aus einem Grund auf die Insel.

Komm zum Festival und hör dir die Musik an.

Richte dich nicht nach den anderen.

Sonst wirst du wie sie. Gemein.

Willst du das?

Du kannst mich auch ausfragen, aber es betrifft dich nicht.

Ich urteile nicht darüber, in wen du dich verliebst,

tu's also auch nicht.

Einverstanden?

Überleg's dir. Komm zum Festival.

Mach's gut.

-Hallo. -Gott, wie viele wollen noch kommen?

Orestis! Hier ist jemand für dich.

-Der Kollateralschaden. -Wieso?

In ein paar Jahren verstehst du es. Tschüs, Thanos.

Wovon redest du?

Er soll nicht seine Zeit verschwenden.

-Beachte sie nicht. Hi, Thanos. -Passt es nicht?

-Doch. Willst du dich setzen? -Ich vergeude nicht meine Zeit.

Im Gegenteil.

Ich bin nicht das Opfer hier. Ich bin nur geduldig.

Du bist hier Gast.

Irgendwann wird es dir zu viel, und du gehst wieder.

Ich werde da sein.

Du wirst es weit bringen.

Das habe ich schon. Du hinkst hinterher.

Bist du es nicht leid, sarkastisch und beleidigend zu sein?

Doch, sehr.

Und was bleibt mir?

Es ist nicht fair.

Ich habe keine Chance.

Ich versuche es, aber ich kann es nicht.

Und es ist furchtbar.

Ich will das Kind nicht allein großziehen.

Ich will nicht allein sein.

Wie haben wir einander verloren?

Hatten wir uns denn je gefunden?

Ich will nicht nach Hause.

-Kann ich hierbleiben? -Deine Kinder brauchen dich.

Sie leben ihr eigenes Leben.

Kann ich endlich meines leben?

-Du Hurensohn! Du Perverser! -Lass mich in Ruhe.

-Wie kannst du deinem Vater das antun? -Lass ihn!

-Wir müssen sofort die Polizei rufen. -Nein.

Soll die Leiche etwa hierbleiben?

-Ruf deinen Vater an. -Was?

Ruf deinen Vater an, er soll herkommen.

Hast du sie begraben?

Ich wollte dich nicht allein lassen.

Ich muss…

…in die Klinik. Alle warten.

-Hat euch jemand gesehen? -Nein.

Du warst den ganzen Tag bei mir, und du…

Er war bei mir. Er half mir mit der Beleuchtung in der Schule.

-Geh heim. -So sollte man ihn nicht sehen.

Du musst duschen. Hier lang.

-Was hast du vor? -Ich überlege mir was.

Sein Boot liegt hinter der Schule vor Anker. Niemand geht dahin.

Kannst du es steuern?

Sobald es dunkel wird, bringen wir ihn zu seinem Boot.

Ich werfe ihn ins Meer.

Bleibt er etwa hier, bis es dunkel wird?

Toll.

Fanis, möchtest du was trinken?

Gästen muss man was anbieten.

Rosé oder Rotwein?

Notfalldienst. Stelle 21. Was ist der Notfall?

Ja? Hallo? Hören Sie mich?

-Da ist er ja. -Hallo.

Hast du Hunger?

Ist alles in Ordnung? Was ist denn?

Ich bin müde. Ich leg mich hin.

-War es das? -Ja.

Hilf mir wenigstens mit dem Boot.

Spyros reicht nicht.

Ich würde die Schuld auf mich nehmen.

Ich beschütze mein Kind.

Ich brauche dich. Bitte.

Du kamst mit deiner Frau zu Besuch. Wir haben zu Abend gegessen.

Abendessen mit der Familie. Ihr seid spät gegangen.

Orestis,

das war das Richtige.

Niemand hat uns gesehen… Niemand wird es herausfinden.

Mein Junge!

Komm, er ist nicht da.

Wo ist er?

Ich weiß nicht. Sein Auto ist auch nicht da.

-Gehst du wieder aus? -Nein.

Soll ich dir was zu essen machen? Setz dich.

-Willst du Honig? -Ja.

Warte. Ich brate dir ein paar Eier.

Kiki brachte sie vorbei. Ganz frisch.

Also, was ist los?

Ist wieder Schluss?

Kann ich mich zu dir legen?

Du bist krank. Was hast du?

Hast du Lampenfieber?

-Antonis, was ist passiert? -Nichts.

Kannst du einfach bei mir bleiben, ohne Fragen?

Natürlich.

-Ich liebe dich so sehr. -Ich liebe dich auch.

Komm her.

Willst du immer noch hierbleiben?

Heute ist der letzte Tag des Festivals.

Ich werde singen.

Ich frage mich, wie viel Zeit mir bleibt.

Was noch vor mir liegt.

Sehr viel.

Diese Geschichte hat eine Zukunft.

Die haben wir alle.

WASSERTAXI

Antonis, mein Sohn…

Mein Antonis.

MAESTRO IN BLUE

Untertitel von: Tanja Ekkert

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