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Original subtitles

Unsere Psyche verfügt über eine Funktion, die unangenehme Gefühle unterdrückt.

Sie verbannt sie ins Unterbewusstsein.

Aber diese unangenehmen Gefühle leben dort trotzdem weiter. In uns.

Sie besitzen Energie, sie wollen an die Oberfläche,

und wenn wir uns weigern, sie anzuerkennen,

tauchen sie als Symptome auf.

Je stärker wir sie unterdrücken, desto intensiver manifestieren sie sich.

Wir nennen sie Autoimmunkrankheiten.

Sie treten auf unterschiedliche Weise auf,

abhängig von der Psyche, den Beziehungen, der Umgebung und der Vergangenheit.

8. KAPITEL - AUTOIMMUNKRANKHEITEN

Es war unser letztes Embryo.

Ich habe nicht mit einem Erfolg gerechnet, aber…

Ich werde dieses Baby bekommen.

Egal, ob du es mit mir zusammen aufziehen willst.

Hätte ich schweigen sollen?

Ich will es noch mal versuchen.

Noch ein letztes Mal.

Ich möchte, dass seine Eltern zusammen sind.

Wir haben Dinge getan, auf die wir nicht stolz sind.

-Aber wir können sie… -Liebst du mich noch?

Liebst du mich noch? Oder handelst du aus Not?

Aus Not.

Das fängt ja gut an.

Ich brauche dich.

Und ich will es nicht allein machen.

Ich werde nicht betteln.

Ich werde nicht mit einer 18-Jährigen konkurrieren.

Diese "unsichtbaren Krankheiten" befallen viele von uns,

und wir haben kein Heilmittel.

In Kleinstädten ist es schwieriger, man selbst zu sein,

man hält sich zurück.

Eine kleinere Gemeinschaft bedeutet engere Grenzen, mehr Druck.

Können wir reden?

Ja, ein anderes Mal? Ich muss auch mit dir sprechen.

-Soll ich warten? -Ich rufe dich an.

-Habe ich was falsch gemacht? -Nein. Ich muss wohin. Ich rufe dich an.

Vor fünf Jahren kam ich zum Medizinpraktikum her.

Ich kam für eine kurze Zeit und bin zu lange geblieben. Für dich.

Ich darf nicht gestresst sein. Ich darf nicht traurig werden.

Ich reguliere mein Leben, so sehr ich es ertragen kann.

Es geht nur mit Selbstbeherrschung. Deshalb trennten wir uns.

Ich bin eingeschlafen.

-Wie geht es ihr? -Gut.

Ich gab ihr die Arznei.

Nur bei uns ist sie entspannt. Zumindest hat sie keine Schmerzen.

Ich wollte sie neulich einschläfern, konnte es aber nicht.

Michalis, was sagst du da?

Meine Süße.

Das kann noch Wochen dauern. Siehst du nicht, dass sie leidet?

Sie gerät beim Laufen außer Atem.

Ich wünschte, sie würde im Schlaf sterben.

Ich kann jederzeit vorbeikommen.

Alles, um dein zu Hause zu meiden.

Sofia…

Es tut mir leid, ich habe Stress.

Ich komme morgen wieder. Tschüs, Marika.

Wir alle unterdrücken unsere Gefühle.

Mit der richtigen Medizin kann man sie eine Weile ruhigstellen.

Akzeptieren, dass der Verstand einen Teil von sich nicht erkennt.

"Sie wissen, wie ich meine Nächsten beschütze,

nur, dass meine Nächsten heute zahlreicher sind als je zuvor.

Sie sind meine Nächsten."

Was denkst du?

-Erbärmlich. -Kannst du mir damit helfen?

In ein paar Tagen stehe ich vor all diesen Leuten, und ich…

Warum siehst du mich so an? Sofia, ich bin immer noch derselbe.

Warum wendest du dich ab?

Hilfst du mir?

"Unsere Insel ist wie eine Familie,

die Transparenz und Kultur bietet."

Und Tarnung für Geldwäsche.

"Geben Sie mir die Chance, die Insel bekannt zu machen." Ekelhaft.

Was willst du von mir?

-Ich will nichts damit zu tun haben. -Dann hilf mir, es richtig zu machen.

Steig aus dem Rennen aus.

-Habe ich denn eine Wahl? -Ja, du willst nur nicht.

Nein. Lass uns das nicht wieder durchkauen.

Ich habe nicht allein damit angefangen. Ich brauche dich.

-Nur so kommen wir voran. -Übst du deine Rede?

Nur so seid ihr sicher, du und die Kinder. Reicht dir das?

War das deutlich genug?

Schick mir die Rede.

Manchmal braucht es Kompromisse.

Aber das Risiko bleibt.

Je länger man sein System anlügt, desto verwirrter wird es.

Und es reagiert über.

Das System wird blockiert und erkrankt.

Es juckt die ganze Zeit.

-Hast du es schon lange? -Nein.

-Auch an anderen Stellen? -Hier.

-Was ist das? -Schuppenflechte.

-Hab ich mich angesteckt? -Nein, sie ist nicht übertragbar.

Ich verschreibe eine Salbe und mache ein paar Tests.

Es ist nur Hautausschlag. Ich tue Salbe drauf, das reicht.

-Spyros… -Niemand soll es erfahren.

Es ist die Sonne.

-Vom Motorradfahren. -Hörst du mir zu?

Wenn es nicht weggeht, komme ich wieder.

Danke.

-Was hast du da an deiner Hand? -Nichts. Ein Kratzer vom Motorrad.

Verzeih mir.

-Ich? -Ja.

Nicht alle Menschen… sind gleich stark.

-Wofür entschuldigst du dich? -Für den Rückzieher.

-Wovon redest du? -Das weißt du.

Tu ich nicht. Spinnst du?

Athen war eine schlechte Idee. Ich hatte meinen Spaß, halb so wild.

Ich will eigentlich nicht dort leben oder studieren.

Yianna wird nicht ewig auf mich warten.

Ich gehe zum Militär, dann helfe ich ihm mit dem Geschäft.

Was? Was hast du gesagt?

Mama, seien wir doch ehrlich. Da ist viel Geld zu holen.

-Hallo. -Da ist sie ja.

-Hallo, Yianna. -Frau Maria, hallo.

Wollen wir?

Eine Sekunde. Es ist echt heiß, und ich habe meine Spange vergessen.

Frau Maria…

Nach den Lieferungen gehen wir schwimmen. Ich schlafe bei Yianna.

-Hier, nimm die. -Vielen Dank.

-Komm schon, Yianna. -Ich komme!

-Bis dann, Mama. -Es ist so heiß.

Tschüs.

Bei Autoimmunität erkennt unser System die eigenen Zellen nicht.

Es sieht sie als Fremdkörper und greift sie an.

Es verweigert sich einer Realität, die früher oder später eintreten wird.

In unserer Jugend haben wir keinen Sinn für Gefahr.

Und das kann lindernd wirken.

Wir sagen furchtlos, was wir wollen, was wir fühlen.

Ich höre.

Hallo.

Ich bin nicht dumm.

Du bereust es und meidest mich,

weil du nicht weißt, wie du's mir sagen sollst.

-Okay. -Warum wolltest du mich sehen?

-Soll ich mich noch beschissener fühlen? -Nein.

Ich will dich nicht meiden.

Klelia… Ich wünschte…

Ich wünschte, ich könnte das alles ändern.

Ich wünschte, ich könnte mit dir zusammen sein,

ich wäre jünger…

Du hättest gern Mumm.

Du wünschst dir, zu leben, wie du willst, ohne dich zu belügen.

Gute Nacht.

-Klelia… -Spar es dir.

Kannst du warten?

-Lass mich in Ruhe. -Klelia…

-Du bist genauso wie die anderen! -Beruhige dich.

Ich öffne mich dir, und du beschämst mich!

-Ich wollte nie… -Ich fühle mich billig!

Ich hätte nie etwas gemacht, wenn es für dich nicht okay gewesen wäre.

Und du weißt, dass du mich ermutigt hast. Und du tust es wieder.

Was willst du hier?

Was willst du?

-Mich demütigen? -Nein.

Was dann?

Was habe ich falsch gemacht, verdammt?

-Lass dir Zeit. Ich meine es ernst. -Ich auch.

Nur ist es für mich schwerer.

Klelia…

Klelia! Es brennt an.

So zerstreut?

Es ist ein brennender Schmerz.

Als hätte ich da eine Wunde. Aber im Spiegel sehe ich nichts.

-Macht Sinn. Da ist nichts. -Psychosomatisch?

Wahrscheinlich.

Wir können röntgen, aber wenn du es schon hattest…

-Hattest du schon früher Muskelschmerzen? -Ja, oft.

-Hast du was dagegen genommen? -Tranxene, Zoloft, Ladose.

Ich habe alles ausprobiert.

Ich dachte, hier würde ich die Schmerzen loswerden.

-Die bleiben uns. -Ich weiß.

Und wenn ich dich um ein Medikament bitte, das man nur auf Rezept kriegt?

-Ich bin sehr gestresst… -Ich weiß.

-Was weißt du? -Das Festival.

-Wann beginnt es? -In ein paar Tagen.

-Du planst ein paar coole Sachen. -Ja.

Ich verschreibe dir was, aber es ist rein palliativ.

Ich weiß. Nur, bis ich weg bin.

Willst du das? Weggehen?

Nein. Danke, Michalis.

Ich bin sehr glücklich hier. Die Strände sind fantastisch.

Ich kehre nie wieder nach Athen zurück.

Mir geht es gut hier.

Schatz! Komm her, ich stelle dich unseren Gästen vor.

Das ist Jacqueline. Und das ist Adam.

-Sie ist Französin. -Ja.

Und Adam ist Engländer.

Ich traf sie heute am Strand.

Sie leben das halbe Jahr hier.

Möchtest du etwas Wein?

Ja.

Hi.

Alexandra hat uns von dem Festival erzählt. Wir sind so gespannt.

Danke.

-So weit, so gut? -Ja, so weit, so gut.

Du bist Engländer und du Französin?

-Ja. -Okay.

Er ist den ganzen Tag weg.

Ich spaziere auf der Insel. So habe ich sie kennengelernt.

Wusstest du, dass es hier eine ganze Gemeinde von Ausländern gibt?

Ach ja? Nein, wusste ich nicht.

Ja, wir kommen seit Jahren hierher. Es gibt eine ganze Gruppe.

Es ist einer von diesen Orten,

in die man sich auf den ersten Blick verliebt.

Hier traf ich Jacqueline.

Und Glückwunsch. Alexandra erzählte uns die große Neuigkeit.

Danke.

-Wie fühlst du dich? -Ich fühle mich… verloren.

Es ist ein Abenteuer. Du wirst es lieben.

Okay, prost.

-Prost. -Prost!

-Macht's dir was aus, dass ich sie einlud? -Nein.

-Sie sind sehr nett. -Ja, das stimmt.

Du erzählst anderen von der Schwangerschaft?

Warum nicht? Ich bin im dritten Monat. Bald sieht man den Bauch.

Stimmt.

-Es kam noch nicht bei dir an, oder? -Nein.

Ich verstehe das. Ich gab dir nicht genug Zeit.

-Alexandra… -Ich will sie wieder einladen.

Ich will ihre Freunde treffen, es ist aufregend.

Kommst du her, bitte?

Also…

Ich werde für dich und das Baby da sein.

Aber ich will es nicht noch mal versuchen.

Für mich ist es vorbei. Im Geiste bin ich mit ihr zusammen.

-Es wird vorbeigehen. -Ich will das nicht.

Das wird es.

Denkst du, dass eine 19-Jährige für immer bei einem alten Mann bleibt?

-Wahrscheinlich nicht. -Also

ist es irgendwann vorbei.

Aber ich will nicht mit dir zusammen sein.

Du kannst so lange bleiben, wie du willst. Wir finden einen Weg, zu kommunizieren.

Aber ich will kein Paar mehr sein.

Ich will nicht mehr zweifeln, auf dich wütend sein oder Angst haben.

Ich bat den Elektriker, einen WLAN-Verstärker zu besorgen.

Ich werde hier morgens ein bisschen arbeiten.

Ist das nicht besser, als nach Athen zurückzukehren?

Ja, ist es.

Kann ich sie wieder einladen?

Gern.

Da bist du. Ich wollte zu dir ins Restaurant.

-Hallo, Haris. -Ja. Gehen wir.

-Wohin? -Weißt du es denn nicht?

-Was? -Die Musiker aus Korfu kamen an.

-Wann? -Niemand empfängt sie am Pier.

-Komm, gehen wir. -Aber ich…

Kein Aber. Komm mit!

Du wärst schön dumm, nicht wiederzukommen. Versage es dir nicht.

Er versprach, mich nie wieder anzurühren… wenn ich mich fernhalte.

Es ist besser für alle.

Und wird er sein Versprechen halten?

Nein. Aber es verschafft mir etwas Zeit. Es ist ruhiger zu Hause.

Für Spyros… und für uns alle.

-Hallo. -Hallo.

-Was machst du? -Was du gesagt hast.

Alles, um nicht nach Hause zu müssen. Und niemand hat mich vermisst.

Niemand hat mich gesucht.

Ich habe Spanakopita gemacht.

Und ich brachte eine Flasche Wein mit, die auch niemand vermissen wird.

-Wie geht es ihr? -Unverändert.

Michalis, sag mir die Wahrheit.

Wenn ich alles zurücklassen und nach Athen ziehen würde,

-kämst du mit? -Ja.

Aber das machst du nicht. Du hast größere Probleme.

Ja, die habe ich.

Aber das heißt nicht, dass ich mich nicht lösen will.

Kommt dir das Gespräch bekannt vor, Süße? Immer wieder das gleiche Gespräch…

Ich helfe Fanis zum letzten Mal.

Ich tu es nur, weil ich Angst um die Kinder habe.

Was erzählt Sofia uns, meine Liebe? Sagt sie, wir sollen nach Athen ziehen?

Ich meine es ernst.

Ich will aber nicht ernst sein.

Ich bat dich um Hilfe mit dem Hund, mehr nicht.

Danke für das Essen. Es war nett gemeint.

Aber ich will keine ernsten Gespräche mehr.

Oder willst du, dass ich zusammenbreche?

-Nein. -Gut.

Lass uns lieber essen.

Wie läuft es mit Fanis' Rede? Hast du sie für ihn geschrieben?

Mama.

Mama!

-Was ist? Was stimmt nicht? -Mama, ich bin's. Hast du Zeit?

-Ist was mit den Kindern? -Nein, Mama, ich brauche dich.

Hast du noch was von dem Zeug, das du geraucht hast?

Mir geht's schlecht. Ich will entspannen, aber ohne Pillen.

Ist das meine Schuld?

Ja, aber du kannst mir zumindest was von dem Zeug abgeben.

Gott… Was habe ich nur falsch gemacht?

-Du hast mich aufgeweckt. -Tut mir leid.

Warum ist das meine Schuld?

Reden wir nicht mehr davon.

Sofia, dein Elend geht mir auf die Nerven.

Erst kommst du her und willst reden, und jetzt sagst du nichts.

Dann bist du sauer.

Ich will weg.

Ich lasse mich von Fanis scheiden.

-Wie oft habe ich das schon gehört? -Und du hast mich nie unterstützt.

Hätte ich, wenn ich geglaubt hätte, dass du es kannst.

Nein, Mama.

Du hast nur an dich gedacht, wolltest nicht allein sein.

Es hat dir gepasst, dass ich Fanis hatte. So konntest du uns kontrollieren.

-Wir alle haben profitiert. -Ich nicht.

Du hast mich kaputtgemacht.

Sofia, wir sind erwachsene Frauen. Das ist doch lächerlich.

Du hast Papa nie gewollt.

Und ich erinnerte dich daran, wie unglücklich du warst.

Er raubte dir deine Kraft, und du uns die unsere.

Ich habe deinen Kindern nie im Weg gestanden.

-Im Gegenteil, ich bin diejenige… -Ja, du bist eine fantastische Oma.

Aber eine furchtbare Mutter.

Ich hoffe, deine Tochter sagt so was nie zu dir.

Falls sie es tut, werde ich sie um Verzeihung bitten.

Und? Was hast du davon?

Mein Kind fühlt sich etwas besser.

Sofia, du machst mir nachts Vorwürfe, weil du mit deinem Leben unzufrieden bist?

Spinnst du?

Soll ich die Schuld auf mich nehmen? Dein Leben mit Fanis passt dir.

Ihr seid vom gleichen Schlag, euch sehr ähnlich.

Ich gehe mit den Kindern weg, und es ist mir egal, was du tust.

Meinst du, es kümmert mich?

Glaubst du, ich halte dich hier fest?

Weißt du, wie viel ich im Leben noch vorhabe?

Und tun werde.

Aber ich kann meiner Mutter keine Vorwürfe mehr machen.

Eins noch, bevor ich ins Bett gehe, weil ich morgen Probe habe,

und du mich sauer machst.

Wenn du mit 45 noch Bestätigung von Mama brauchst,

hast du's nicht besser verdient.

Nichts ändert sich, auch wenn ich mich 100-mal entschuldige.

Und ich habe deinen Vater geliebt.

Ich war nicht in ihn verliebt, aber ich liebte ihn.

Und dich habe ich mit Liebe erzogen.

Ich lasse mir weder deine Fehler noch deinen Konservatismus vorwerfen.

Gib mir den Joint. Du hattest genug.

-Du hast mich mit Liebe erzogen? -Ja. Mit viel Liebe.

Glaubst du das auch nicht?

Weißt du überhaupt, was Liebe ist?

-Wie bitte? -Du gabst deine Träume auf.

Du gabst die Liebe deines Lebens auf und alles, was dich glücklich machte.

Woher willst du wissen, was Liebe ist?

Was du für Liebe hältst, ist Angst, Mama.

-Klelia, reich mir die Butter. -Sie kann dich nicht hören.

Wieso hat sie dauernd Kopfhörer auf?

Sie ist so verliebt, dass sie abdriftet.

Steht uns Drama bevor?

Ich sollte mich nicht einmischen.

Lass sie nur.

-Honig? -Nein.

Es tut mir leid.

Wie war das?

Wieso hast du dauernd Kopfhörer auf?

Hey! Du hast mich erschreckt.

Du entschuldigst dich?

Wirklich? Du läufst herum, als wärst du total daneben.

Honig?

Das ist ein Irrenhaus.

Honig!

Du hast dich entschuldigt?

Entspann dich. Niemand sieht uns hier.

Ich bin entspannt.

Du hast mir gefehlt.

Ich weiß, ich sehe dich täglich, aber du fehlst mir trotzdem.

Du mir auch.

Okay. Fang nicht an mit "Ich wünschte…"

Ich will nicht anfangen mit "Ich wünschte…"

Außerdem kannst du hier schreien, so viel du willst.

Hast du mir was Furchtbares zu sagen?

Alexandra und ich sind seit Langem getrennt.

Warum ist sie dann hier?

Wir haben lange versucht, ein Baby zu kriegen.

Es klappte nicht.

Künstliche Befruchtung.

-IVF? -Ja.

Sie hat es neulich allein versucht, ohne mich darüber zu informieren.

Und es hat geklappt. Deshalb ist sie hier.

Sie ist schwanger… und will das Baby behalten.

Sie will das unbedingt.

Willst du es?

Hier macht sich unser Altersunterschied bemerkbar.

-Willst du wieder zu ihr zurück? -Nein.

-Warum nicht? -Ich mag jemand anderen.

Aber du willst ein Baby mit dieser Frau?

Sie will es. Ich kann es ihr nicht verwehren.

-Okay. -Okay, was?

Hast du Hunger? Hier…

Die habe ich von zu Hause stibitzt, und die ist aus dem Keller meines Vaters.

-Hast du mich gehört? -Ja. Und es ist mir egal.

Deine Vergangenheit hat nichts mit dem Leben zu tun,

das ich mit dir will.

Ein Baby mit deiner Ex hat nichts mit mir zu tun.

-Solange sie deine Ex bleibt. -Das ist sie schon sehr lange.

Probier mal. Die sind gefüllt.

-Wieso stehst du auf einen… -Nein. Ich bin verliebt.

-Ist das ein Unterschied? -Ein großer.

Tief im Inneren stört mich, was du gesagt hast.

Ich…

Solche Beziehungen sind mir ein Rätsel.

Aber wenn wir zusammen sind, fühle ich mich so gut,

dass ich alles vergesse.

Weißt du, was? Wir sind gut füreinander.

-Findest du? -Ja.

Du bist 30 Jahre älter? Na und?

-Iss was. -Ich will nicht.

-Du hast eine Wampe. -Ja.

-Und du schämst dich? -Ja.

Das heißt, wenn du 30 bist,

bin ich… 55?

Sechsundfünfzig? 57?

Achtundfünfzig?

Oh mein Gott! Ich fasse es nicht. Das kann nicht sein! Im Ernst?

-Da ist sie ja. -Hi.

Thanos wollte zu dir und blieb zum Kaffee.

Hi.

Entschuldigt mich, ich habe noch was zu tun.

Thanos, man sieht sich.

Tut mir leid.

Dein Handy war aus, ich konnte dich nicht erreichen,

da kam ich her.

Nett von dir.

-Warst du schwimmen? -Ja.

-Mit ihm? -Thanos…

Ich war neulich sehr schroff. Ich hatte unrecht.

-Ich hatte auch unrecht. -Ja, das stimmt.

Mir geht's furchtbar.

Du fehlst mir. Ich muss ständig an dich denken.

Du warst nicht bei ihm, oder?

-Ist es aus zwischen uns? -Thanos, ich will dich nicht anlügen.

Du warst toll zu mir. Und ich mag dich, wirklich.

Da sollte ich wohl froh sein.

Du hast mit allem recht. Aber es war nicht meine Absicht.

-Ich hab's versucht, aber… -Was?

-Ich bin nicht verliebt in dich. -Und in ihn schon.

Ihr habt nichts gemeinsam.

Er ist viel älter als du, er ist verheiratet.

-Willst du zum Gespött werden? -Vielleicht.

-Und wenn ich das nicht zulasse? -Das hast du nicht zu entscheiden.

Das sehen wir noch. Und jetzt? Werdet ihr nach Athen ziehen?

Thanos…

Deine Enkelin legt einen Riesenauftritt hin.

Sie ist nicht aufzuhalten.

Sei still.

Tolle Familie, Oma. Du bist sicher stolz.

Ich weiß, welches Lied ich singen werde.

-Und? -"Glücksstern" von Konstantinos Vita.

Finde ich toll!

-Wie lange läuft es schon? -Bitte beruhige dich. Du hast recht…

Manchmal läuft es nicht so, wie man es gern hätte.

Sie hat recht.

-Was kann ich jetzt dagegen tun? -Bravo.

-Fanis? -Du warst nicht ehrlich zu mir.

Wie bitte? Ich bat dich um eine Sache,

und du machst das Gegenteil. Willst du mich reizen?

-Das ist nicht meine Absicht. -Weißt du, was mich ärgert?

Ich habe dir vertraut, und du hast mich hintergangen, Arschloch.

-Fanis… -Spar es dir.

Du hast keine Kinder, also sei still.

-Beruhige dich. -Beruhigen?

Ihr kriegt ein Baby.

Du treibst es mit meiner Tochter, und ich soll ruhig bleiben?

Sobald das Scheißfestival vorbei ist, bist du weg.

Solltest du dich meiner Tochter noch mal nähern,

bringe ich dich um und versenke dich.

Ist das klar?

-Yianna, mach das leiser! -Baby…

-Gefällt's dir, soll ich es posten? -Drehst du das leiser?

Hör zu,

ich weiß nicht, was dein Problem ist, aber ich habe die Nase voll.

-Wovon? -Von deiner Depression.

Du gehst nicht aus, redest mit niemandem.

Was ist in Athen passiert?

Meinst du, ich merke nicht, wie anders du seitdem bist?

Nichts ist los.

-Warum redet Antonis nicht mit dir? -Was weiß ich?

-Er hat mit dem Festival zu tun. -Ich hasse ihre schwulen Lieder.

-Was? -Nichts.

-Willst du sicher nicht mit? -Ja.

Schatz, hör mal. Können wir da was machen?

Deine Haut schuppt, meine Laken sind voller Schuppen.

-Mach mal halblang! -Was ist jetzt los?

Nichts! Du gehst mir auf den Sack! Geh aus und lass mich in Ruhe.

Ich schuppe nichts mehr voll.

Aus dem Weg!

Wie läuft's in der Schule?

Gut.

-Wirst du singen? -Ja. Und bei dir? Alles in Ordnung?

-Ich konnte es nicht, Antonis. -Das ist mir klar.

Solche Beziehungen sind nicht normal. Ich verstehe das nicht.

Warum bist du dann hier?

Um dich zu sehen.

Ich wollte dir sagen, ich hab's versucht… Ich will den Kontakt nicht abbrechen.

-Wir sollen Freunde sein? -Das sind wir.

Freunde machen so was nicht.

Sie fahren nicht heimlich nach Athen und vögeln in Hotelzimmern.

-Es war eine Erfahrung. -Okay. Ich sag's anders.

-Ich will keinen Lügner als Freund. -Ich lüge nicht.

-Ich will noch was von Frauen. -Hast du deshalb die ganzen Schuppen?

Das würdest du nicht sagen, wenn du wüsstest, wie's mir geht.

Du sagst ja nichts. Ich dachte, wir seien füreinander da.

Sind wir nicht.

Okay.

Wenn wir uns auf der Straße sehen, lauf weiter. Sonst spuke ich dich an.

Du hast mich gebrochen. Man sieht sich.

-Wo warst du? -Aus. Wieso?

-Schläfst du nicht bei Yianna? -Wir hatten Streit.

-Yianna, wie geht's? -Hallo.

Ich gehe heim.

-Ich habe abgeschlossen und gehe heim. -Ich auch.

-Wo ist Spyros? -Ich weiß nicht. Wir hatten Streit.

Paare streiten sich manchmal.

Ihr Sohn ist seltsam.

Seine Mutter ist schuld. Er ist zu verweichlicht.

Er weiß nicht, wie man Frauen behandelt.

Er ist nicht wie ich. Du musst geduldig sein. Er ist ein Mann.

Wir verstehen uns, oder?

Er ist ein netter Junge. Ganz anders als ich.

Eure Generation ist anders.

Früher hätten wir ein Mädchen nicht in dem Aufzug nachts allein rausgelassen.

-Was für ein Aufzug? -Aufreizend.

Mir gefällt es.

Es ist unanständig.

Wenn dich jemand sieht, könnte er denken, du willst…

Wir sind allein… Niemand kann uns sehen.

Lassen Sie mich!

In jeder Gesellschaft gibt es degenerierte Bereiche.

Die sie verbergen will.

Sie lässt diese Bereiche, die sie leugnet, weiterbestehen.

"Liebe Freunde, für manche von Ihnen bin ich ein Außenseiter."

Liebe Freunde, für manche von Ihnen bin ich ein Außenseiter.

"Anderen ist ein Technokrat suspekt."

Anderen ist ein Technokrat suspekt.

Sie wissen alle, wie sehr ich diesen Ort liebe,

und was ich dafür tue.

"Wenn ich gewählt werde, möchte ich…"

…es gemeinsam mit Ihnen anpacken.

Aber wir müssen zugeben, dass die Zeiten sich ändern.

Alles wird schwieriger, gefährlicher und beängstigender.

Sicherheit wird zur Hauptsorge in unserem Leben.

Ich will, dass du verschwindest! Sofort! Hörst du?

Du dreckiges, ekelhaftes Schwein!

Schämst du dich gar nicht? Die Freundin deines Sohnes?

Du Monster!

Ja, ich bin Geschäftsmann.

Ja, ich bin ein Technokrat. Ich mache gern Gewinn.

Aber das heißt nicht, dass ich nicht weiß, wie man liebt, wie man sich sorgt.

Im Gegenteil.

Ich weiß, wie man eine gut geölte Maschine dazu bringt, Ergebnisse zu liefern.

Und Sie werden von diesen Ergebnissen profitieren.

Ich mache meine Arbeit sehr gut.

Es obliegt mir, mich um alle Bewohner dieses gesegneten Orts zu kümmern.

Eines Tages sollen meine Enkel stolz auf meine Errungenschaften sein.

So wie Ihre Kinder stolz auf ihre Ahnen sind.

Begraben wir unsere Differenzen.

Investieren wir in Liebe, Transparenz, Würde, Meritokratie und in Respekt.

Das Monster schlägt mich und mein Kind, und das weißt du!

Wirst du wieder nichts tun?

Wenn du nichts unternimmst, bringe ich ihn eigenhändig um!

Lassen Sie uns mit all unserer Stärke und Zuversicht nach vorne blicken.

Sieh doch, was er mir angetan hat! Sieh hin! Ich halte es nicht aus!

Ich halte es nicht mehr aus! Es reicht! Sperr ihn endlich ein!

So kann es doch nicht weitergehen! Das sind alles Lügen, und das weißt du!

Meine lieben Freunde: Eine Kugel kann einen Mann töten.

Eine Stimme… kann die Zukunft Ihrer Kinder zerstören.

Danke.

RATHAUS VON PAXOS

Ich kümmere mich gern um andere.

Deshalb wurde ich Arzt.

Alle kommen her. Ich weiß alles über sie.

Niemand weiß viel über mich.

Ich bin Einzelgänger. Ich lebe in Frieden. Nur sie gibt mir Trost.

Sie ist meine Freundin, mein Halt im Leben.

MAESTRO IN BLUE

Untertitel von: Tanja Ekkert

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