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Yoruba
Zulu
Ich bin der Tote.
Schwer, gewalttätig, ungehobelt.
Ich atme nicht, ich gehe unter.
Mein Vater nahm mich überallhin mit.
Wir standen uns nahe.
Wir haben nie viel geredet. Aber ich mochte seine Gesellschaft.
Er hat mich geformt.
7. KAPITEL - EIN HARTER KERL GEHT UNTER
-Ich bin weg. -Wann musst du zum Militär?
Ich hatte noch keinen Bescheid.
Deine Mutter meint, du solltest lieber Elektriker werden. Willst du das?
-Ich weiß nicht. -Ist das nötig?
Sie findet es toll, dass du Glühbirnen auswechseln kannst.
-Ich gehe. -Warte.
Fahr übers Wochenende mit Yianna weg.
Lade sie ein. Mach sie glücklich.
Ein Ding zeichnet uns Männer aus: unser Schwanz.
Damit zeigen wir unsere Macht und Fähigkeit.
Frauen wollen nur das Eine.
Wenn du es nicht gut kannst, wirst du zum Gespött.
Wo liegt unsere Macht? In unserer Faust und in unserem Schwanz.
So läuft es in der Welt, und nur so wird man ein Sieger.
-Guten Morgen. -Guten Morgen.
Dein Kühlschrank ist leer.
Ich habe Brot besorgt und mache Kaffee.
Können wir zum Supermarkt?
Nur wenn du verschwindest.
Du wirst nicht mal merken, dass ich da bin.
-Warum? -Weil ich es brauche.
Ich habe fünf Lieferungen verpasst
und beantworte nicht mal meine E-Mails.
Außerdem hat unsere Beziehung es verdient.
Wir sollten die Dinge zumindest in Würde klären.
-Und nicht grausam sein. -Unser Leben war grausam.
-Das stimmt. -Warum bleibst du dann?
Wozu?
-Rege ich dich so auf? -Ja.
-Aber du siehst viel besser aus. -Es geht mir besser.
Kann ich es auch versuchen?
Verrätst du mir dein Geheimnis, oder liegt es nur an dem Mädchen?
Ich habe Besseres zu tun, als mit dir zu reden.
Was denn?
Wir sprachen über klassische Komponisten wie Chopin, Bach, Mozart und Vivaldi.
Jetzt ist griechische Musik dran.
Nennt mir ein paar griechische Komponisten.
-Yiota. -Maria Callas?
Callas war keine Komponistin, Kind. Sie war eine Sängerin. Sopran.
Nennt mir ein paar griechische Komponisten,
deren Musik allen etwas sagt.
Antonis?
Theodorakis, Xarchakos, Mikroutsikos, Loizos.
Das brachte ich ihnen bei.
-Manos Hadjidakis. -Manos Hadjidakis. Okay.
Wer von euch kennt die Lieder von Manos Hadjidakis?
Du verschwendest deine Zeit.
Der Schaden ist seit Langem angerichtet. Es ist zu spät.
Oder auch nicht. Eure Generation weiß so viel mehr.
Meine Generation ist verantwortlich dafür. Hadjidakis' Musik kann man nicht lehren.
Man lernt sie nicht. Man entdeckt sie.
Gut. Dann möchte ich, dass ihr zu Hause
den Namen Manos Hadjidakis googelt und seine Musik hört.
Ok?
Ist er der Bedeutendste?
Ja, ich glaube, er gehört zu den bedeutendsten Komponisten.
Seine Musik beinhaltet viele Konzepte.
Empfindsamkeit, Edelmut, Gefühl.
Geschichte.
-Warum hören wir ihn uns nicht jetzt an? -Weil das die Ära der Lobotomie ist.
-Frau Haris… -Was? Liege ich falsch?
Kann man progressive Musik hören, wenn alles einen wieder zurückdrängt?
Ich war auch mal jung, und ich wuchs hier auf. Der Kunst beraubt.
Nur ein paar haben sich hervorgetan. Wie immer.
Aber damals hörten wir, sahen wir, fühlten wir.
Und was wir hörten, beeinflusste uns.
Wir hatten Antrieb. Wir haben nicht nur Tasten gedrückt.
Wir saßen nicht ständig vor einem Bildschirm.
Das bewirkt seine Musik.
Sie streichelt die Seele und weckt den Geist.
Wo ist unser Geist heute? Wo ist der Geist, Maestro?
Wenn jemand euch fragt, was der Geist ist, habt ihr keine Ahnung.
Ihr googelt es und vergesst es gleich wieder.
Seine Musik war voller Liebe. Wisst ihr, warum?
Weil sie voller Leben war.
Sie war kreativ, inspirierend und hatte Charakter.
Sie genoss Respekt. Auch der größte Idiot respektierte seine Musik.
Das war's.
Jetzt bin ich sauer.
Warum soll es heute keine talentierten Menschen mehr geben?
Doch, schon, aber selbst wenn, werden sie verdrängt.
Ihr googelt sie, postet darüber online und vergesst sie wieder.
Simplifizieren wir es nicht so.
Ihr habt hier in den 70ern und 80ern nicht nur Hadjidakis und Xarchakos gehört.
Natürlich nicht. Aber wir kannten sie alle.
Es gab Wissen und Erinnerung.
Machen wir Schluss für heute.
Hören wir uns Hadjidakis' Musik an und schauen, welche Gefühle sie erweckt.
Fangen wir an.
Du kannst nur heim, wenn du dich entschuldigst!
-Lass mich los! -Werde ja nicht frech.
Du wirst schon sehen, du Rotzbengel! Beweg dich!
Du wagst es, mir zu widersprechen?
Du Stück Scheiße!
Zeig mir deine Hände. Sofort!
Du kleiner Wichser.
Ich lass dich für immer hier! Du wagst es, mir zu widersprechen?
Ich mag keine Musik. Sie verwirrt mich.
Musik macht Leute schwach.
-Hallo, Klelia. -Hallo.
Klelia, du bist eine sehr gute Pianistin. Hallo, ich bin Alexandra.
Ich habe dich in der Schule gesehen.
-Du bist toll. -Danke.
-Tschüs. -Tschüs.
Die gleiche Geschichte. Als wäre kein Tag vergangen.
Verheiratet… Er auch.
DIONYSSIS FAFALIOS
Wie könnt ihr Männer nach all den Jahrhunderten noch solche Ärsche sein?
Mir fehlt unsere Jugend.
Damals war alles viel romantischer. Habe ich recht?
Heute sind alle viel aggressiver.
Gewalttätiger. Und alle starren auf ihre Bildschirme.
Sie tun mir leid.
Alle werden immer konservativer, wie kann das sein?
Nichts entwickelt sich weiter, nur zurück.
Ich wünschte, ich könnte ihnen erklären, dass sie unnötig leiden.
Hätte mir das jemand gesagt, als ich jung war,
hätte ich auf ihn gehört?
Klelia… Meine liebe Klelia leidet.
Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann.
Er leidet auch. Er will sie, kann sie aber nicht haben.
Wolltest du mich?
Wir haben unser Leben vergeudet.
So erzog man uns, so wollte man uns haben.
Schade. Ihnen wird es auch passieren.
Ich kann nichts tun. Ich weiß es, und ich kann nichts tun.
Bist du schon verwest da unten, oder bist du noch derselbe?
Wie in meiner Erinnerung?
Egal.
Ich will nach Athen und mir ein paar Unis ansehen.
Gott sei Dank. Ja. Das solltest du tun.
Er gab mir 300 Euro für eine Reise mit Yianna.
Gut. Wann fahrt ihr los?
Nicht mit Yianna.
Fährst du allein?
Spyros, du kannst nicht mit deiner Freundin nach Athen.
-Weil ich nämlich mitkommen werde. -Was?
-Dein Vater wird weg sein. -Und das Restaurant?
Es sind nur drei Tage. Du kannst deine Sachen erledigen.
Ich bleibe bei Kikis Freundin.
Sie bat mich, ihr mit ihrer Schwiegermutter zu helfen.
Ich freue mich auf Athen. Ich war seit 2004 nicht mehr dort.
Ich schau mir ein paar Grills an.
-Ich werde was zu tun haben. -Mama…
Du suchst dir was für ein paar Tage, danach kommen wir zusammen zurück.
Dein Vater wird denken, wir seien zusammen hin.
Genauso wie Yianna.
Das würdest du tun?
Ist doch nichts dabei.
-Ich fahre nach Athen mit meinem Sohn. -Er wird mich umbringen.
Nur über meine Leiche.
Er und seine Mutter stehen sich nah. Wie ich und meine Mutter.
Sie war die beste Mutter der Welt.
Sie half mir und war immer für mich da.
Ließ mich nie im Stich.
Sie brachte mir bei, Frauen zu lieben. Sie zu achten und zu umsorgen.
Ich eröffne einen Buchladen auf der Insel. Ich sprach mit Ihrer Frau.
Ich bestellte einige Bücher, habe aber noch nichts bekommen.
Auf Paxos. Ionische Inseln.
Ich warte schon seit 15 Tagen.
Schicken Sie sie per Kurier. Was sage ich die ganze Zeit?
Rufen Sie mich bitte zurück. Danke.
-Hast du mit Athen telefoniert? -Ja.
-Werden sie liefern? -Weiß nicht. Worauf willst du hinaus?
-Auf einen Gefallen. -Ich höre.
-Ich hab dich noch nie um was gebeten. -Ja.
Schick mich nach Athen, und ich hole dir deine Bücher.
Und ich regele die Lieferungen.
Was habe ich davon?
Du kriegst deine Bücher und eröffnest den Laden wie geplant.
Mit wem fährst du?
Mein Enkel, du spielst ein gefährliches Spiel.
-Du kriegst, was du haben willst. -Kauft dein Vater dir das ab?
Er soll sich von Charalambos' Sohn fernhalten!
Was verstehst du nicht? Es ist gefährlich für uns und ihn!
Wir können ihm nichts mehr vorschreiben.
Wenn Charalambos das erfährt, rastet er aus.
Es ist riskant fürs Geschäft.
Ich versuche, dich zu beschützen, und du, statt sie zu kontrollieren…
Ich soll für dein Geschäft ihr Leben zerstören?
Antonis leidet. Er ist von uns beiden enttäuscht.
Kriegst du das in deinen Dickschädel?
Er ist verliebt, er leidet, schämt sich und hat Angst,
und wir tun, als wäre nichts.
Das Gleiche mit Klelia.
Um Klelia sorge ich mich nicht.
Das ist geregelt.
Ich sagte ihm, er solle sich fernhalten und gleich nach dem Festival verschwinden.
Gut. Gib nur dem Maestro die Schuld.
Deine Erziehungsmethoden waren schon immer sehr effektiv.
Ich hatte guten Rat.
Einer von uns hat sich verändert.
Oder es war immer so, und ich halte es einfach nur nicht mehr aus.
Jedenfalls widerst du mich an.
Du hattest recht. Ich bringe die Kinder so bald wie möglich nach Athen.
Und dein Freund Michalis? Lässt du ihn hier allein zurück?
Wenn ich so von dir wegkomme, dann ja.
Wenn ich nach Athen fahre, soll ich nie mehr zurückkommen.
Ich sagte, ich ginge trotzdem, er flippte aus.
Ich verstehe.
Ich wünschte, alles wäre einfacher.
Tun wir das nicht alle?
-Sie wissen, wir reden davon, dass ich… -Was?
Ich stehe auf… Sie wissen schon.
Antonis, lebe dein Leben und hör auf, dich zu unterdrücken.
Es ist ein Teil von dir, nicht dein ganzes Leben.
Klingt vernünftig, auch wenn ich es nicht ganz kapiere.
Was wir mögen, bestimmt nicht, wer wir sind. Klar?
-Ja. -Cool.
Ich will ihn so sehr.
Alle sind dagegen, sogar ich.
Ich würde diese Gefühle lieber nicht haben.
Wenn du so verliebt bist, wage es.
Wenn es das wert ist.
-Das versuche ich. -Dann bist du auf dem richtigen Weg.
Jetzt höre ich mir Linas Theorien an.
Damit sie mich wieder verwirrt.
Danke für das Bier.
Ich werde meiner Schwester nicht sagen, dass ich hier war.
Es ist besser so.
Falls ich es nach Athen schaffe, wäre es schlimm, wenn ich die Proben verpasse?
Nein. Melde dich, falls du was brauchst.
-Tschüs. -Tschüs.
-Was wollte er? Einen Rat? -So was in der Art.
Der offene Maestro.
Wer Probleme hat, kommt zu ihm.
-Bist du neidisch? -Nein. Es gefällt mir.
-Du hast deine Nische gefunden. -Danke.
-Aber das bringt dir noch Ärger ein. -Warum?
Du lässt dich in was hineinziehen und bist am Ende schuld.
Nicht alle sind wie du.
Nein, sie sind viel schlimmer. Ich gab dir nie an irgendwas die Schuld.
Probier mal.
Schmeckt es?
Nein. Ich habe keinen Hunger. Gute Nacht.
Charalambos, wie geht's? Willst du ein Buch kaufen?
-Wird das wirklich ein Buchladen? -Ja, warum?
Hast du in deinem Alter nichts Besseres zu tun?
Hast du es in deinem Alter nicht satt, so widerlich zu sein?
-Nein. -Wie ist das möglich?
Kann sich ein Mensch ändern?
Vielleicht. Wenn er ein paar Bücher liest.
Schade. Du wirst es nie erfahren. Ich frage mich, wie du das aushältst.
Wozu ist Bildung überhaupt gut?
Hätte ich studiert, wäre nichts aus mir geworden.
Lesen ist nur was für eingebildete Leute.
Im Leben geht es nicht ums Studieren. Ich habe nicht viele Gedanken.
Ich habe Erinnerungen. An alles, was mich zu mir machte.
-Wirfst du mich raus? -Nein, aber ich möchte, dass du gehst.
Bringst du mich heim?
Mach es nicht peinlich.
-Thanos? -Er will noch was trinken.
Kein guter Anfang für die erste Beziehung.
Du hast jemanden. Du…
-Du auch. -Nein, ich bin geschieden.
Und ich dränge mich nicht auf.
Lass das Lied zu Ende spielen.
Ich sollte dich nicht heimbringen.
Ich betrüge Thanos nicht.
Wir hatten das besprochen.
So fühle ich nun mal.
Ich auch.
Du gibst es zum ersten Mal zu.
Wirst du mich weiter ignorieren?
Und ich werde weiter sauer auf dich sein.
Wir wollen einander, tun aber nichts.
Nichts?
Du sagst nichts und willst, dass ich aussteige.
Genau.
Warum verlässt du die Insel nicht, wenn es dir schlecht geht?
Gute Nacht und danke fürs Mitnehmen.
Das ist für die letzte Lieferung. Sie sind sehr zufrieden.
Wir verstehen uns gut.
Ich melde mich, bevor ich den Rest bringe.
Von mir aus.
Ich will dir noch was sagen.
Es geht um Sicherheit, aber es soll sich nicht aufs Geschäft auswirken.
Was ist es diesmal?
Ich möchte zum Odeon des Herodes Atticus.
Kannst du mir dafür Eintrittskarten besorgen?
Natürlich.
Komm her.
-Was ist los? -Ich kann sie nicht allein lassen.
Niki hat entbunden, sie warten alle auf mich.
-Ist kein Problem. -Nur bei dir ist sie ruhig.
Was hat sie denn?
-Warst du… -Ich war mit ihr überall.
-Kümmerst du dich eine Weile um sie? -Natürlich.
In zwei Stunden muss sie die zwei Pillen nehmen, okay?
Okay, keine Sorge.
Sie soll sich nicht zu viel bewegen, sie hat Schmerzen.
Sie warten auf mich.
Mädchen, was hast du denn? Was ist los?
Meine liebe Kleine…
-Wie geht es ihr? -Ich finde, sie sieht gut aus.
Wir aßen, tranken viel Wasser.
Wir haben Klein und Groß gemacht, wir schlafen.
-Was sagt der Tierarzt? -Herzversagen.
Sie braucht Behandlung und viel Ruhe.
Es wird eh nichts mehr helfen.
-Warum wirkt sie so hyperaktiv? -Weil sie Schmerzen hat.
Okay.
Vielen Dank.
Und ich wollte keinen Kontakt.
Es tut mir leid.
Ich bin nicht froh um den Grund, aber darum, dass du angerufen hast.
Wen hätte ich anrufen können?
Ich gehe dann mal.
Tschüs, meine Kleine. Mach's gut, mein liebes Mädchen.
Wir haben uns schon immer gemocht, oder?
Du wirst schon wieder, hör nicht auf ihn.
Was ist das?
Ich habe dir was gekocht.
Ich kann vorbeikommen, wenn du sie allein lassen musst.
Und rede keinen Unsinn. Sie wird schon wieder.
Was?
Gute Nacht.
Was ist denn, Kleine? Hast du Schmerzen?
Es wird schon.
Alles klingt anders.
Fehlt dir die Insel?
Ich weiß nicht. Glaub nicht.
Morgen sehen wir uns ein paar Unis an.
-Du bist besessen von Elek… -Ich wäre gern Architekt.
-Seit wann? -Schon immer.
-Wieso weiß ich das nicht? -Ich hab's noch nie jemandem erzählt.
-Warum nicht? -Weil es unmöglich ist.
Vielleicht doch, wenn du nach Athen ziehst und lernst.
Ich wäre in der Nähe.
Wir könnten zusammenleben.
Das hier reicht mir.
Weiter kann ich nicht gehen.
Sei nicht so pessimistisch.
Es ist einfach… surreal, hier mit dir zu sein.
Gefällt es dir nicht?
Es ist seltsam.
Es ist unsere erste gemeinsame Nacht.
-Was ist jetzt? -Nichts.
Wollen wir was trinken?
-Was hast du? -Nichts.
Glaubst du, nur du bist am Ausflippen?
-Weißt du, was ich riskiere? -Spinnst du?
Was ist mit meiner Mutter?
-Du hast mich eingeladen. -Es ist trotzdem schwer.
Ich brüskierte sie.
Sie sollen nicht über uns Bescheid wissen.
Wer sagt, dass ich das will? Hast nur du hier Probleme?
-Ich bin liiert. -Arschloch!
Jetzt fällt dir auf einmal deine Beziehung ein?
Ich sagte, wir würden zusammen aufwachen, und du bist ausgeflippt. Tschüs!
Gehen wir jetzt was trinken?
Was gibt's?
Guten Morgen.
Wie geht es uns?
-Gut. -Sind wir am Ausflippen?
Nicht wirklich.
Ich hole uns Kaffee und was zu essen.
Danach sehen wir uns Unis an.
-Und ich kümmere mich um Omas Bücher. -Ich rufe Mama an.
Sie ließ mich wirklich in Ruhe.
Frau Maria ist sehr tolerant.
Ich bin beeindruckt. Du bist sicher stolz auf sie.
Ich wünschte, meine wäre so.
Was willst du hier?
Ich werde keine Szene machen, versprochen.
Geh hoch, hol dein Zeug, dann fahren wir nach Hause. Auf die Insel.
-Ich nehme mit dem Jungen den Bus. -Ich weiß genau, wo Spyros ist.
-Spyros sieht sich Unis an. -Maria…
Ich weiß, wo und bei wem er ist.
Ruf ihn an, und wir fahren zusammen zurück auf die Insel. Sofort.
Charalambos…
Lass uns noch einen Tag bleiben. Ich flehe dich an. Nicht schon wieder.
Ich werde nichts tun. Ich verspreche es.
Ich werde niemandem wehtun.
Aber lass uns bitte gehen, und zwar jetzt.
Es gibt viele Perverse auf der Welt. Dagegen kann ich nichts machen.
Ich habe immer geglaubt, dass mein Sohn keiner von denen ist.
Wenn er ab und zu herumprobiert, ist das keine große Sache.
Es sind nur Spielchen. Niemand muss davon erfahren.
Er geht zum Militär. Ich verkürzte seinen Aufschub.
Er wird die Insel verlassen. Er geht zur Infanterie.
Willst du eins?
Für wie blöd hältst du mich?
Glaubst du, ich weiß nicht, was du treibst? Sei nicht so verdorben.
Wenn du gehst, ist es aus.
Ich bin deshalb noch nicht weg, weil ich dich sehen will.
-Was soll ich dazu sagen? -Nichts.
Thanos nannte mich verdorben.
Vielleicht hat er recht.
Wir machen das toll.
Darf ich dich küssen?
Guten Morgen.
Er kommt heute nicht. Es geht ihm nicht gut. Hat er mir gesagt.
Kein Unterricht heute. Wir können gehen.
Hi, Charalambos. Was gibt's?
Ich war in der Schule, du warst nicht da.
Ja, mir geht es nicht gut.
-Ich wollte dich sprechen. -Mich?
Meine Frau und mein Sohn kommen nicht mehr zum Unterricht. Verstanden?
Ich lasse dich in Ruhe, und du mischst dich nicht ein.
-Einmischen? Ich verstehe nicht. -Sie kommen nicht mehr.
Finde jemand anderen fürs Festival und deine Musik. Lass sie in Ruhe.
Sie sind erwachsen. Sie können tun, was sie wollen.
Soll jeder von dir und Fanis' Tochter erfahren?
Dass du sie nachts herumkutschierst?
Spiel hier nicht den Dummen.
Seit du hier angekommen bist, haben wir Probleme.
Mach dein Ding und verschwinde.
-Tschüs, Frau Haris. -Alles Gute.
Stellen wir sie dorthin.
Es ist so schön.
Guten Tag.
Es ist noch viel zu tun. Es ist unser erster Tag.
-Sie sind Alexandra? -Ja.
Wir kennen uns noch nicht. Sofia, meine Mutter Haris.
-Freut mich. -Hallo, Alexandra.
Legst du sie dahin?
-Wie gefällt Ihnen die Insel? -Wunderschön. Ruhig. Das brauche ich.
-Kann ich ein bisschen herumstöbern? -Natürlich.
Griechische Literatur, ausländische Autoren, allgemeine Themen.
Dort drüben haben wir Wissenschaft, Medizin…
-Wir füllen die Regale auf. -Ist noch nicht organisiert.
Das sind die Letzten.
Oh Gott, du treibst mich in den Wahnsinn, wo sollen die alle hin?
-Meine Tochter Klelia. -Wir kennen uns.
Ja. Hi.
Sie sind sicher stolz. Orestis schwärmt von ihrem Talent.
Sie möchte für das Konservatorium vorspielen. Hoffentlich klappt es.
-Kommen Sie rein. Möchten Sie Kaffee? -Nein, danke.
Brauchst du mich? Kann ich gehen?
-Geh zu Kouloulos und hol die Glühbirnen. -Okay.
-Tschüs. -Tschüs.
BABY - EIN JAHR
DIE BABY-BIBEL
ALLES ÜBER DIE SCHWANGERSCHAFT
Ich nehme das da.
Die Infos gibt es auch online, aber mir sind Bücher lieber. Ich hab Zeit…
Ja, natürlich.
-Unser Geschenk für Sie. -Nein.
Wir bestehen drauf.
Es ist unser Eröffnungstag und Ihr erstes Mal auf der Insel.
Danke.
Für dich.
Wer weiß, vielleicht gefallen sie dir. Hier.
Nimm schon.
Menschen können sich ändern.
Kehren wir zurück, Charalambos.
Na los. Mir ist nicht gut.
Charalambos, hilf mir.
Komm schon.
Hilf mir, Charalambos.
Hilf mir.
Es ist mein letzter Tag. Bald gehe ich unter.
So wie er damals.
Ob er wohl wusste, dass es sein letzter Tag war?
Er war nie gut zu mir. Warum? War ich je gut zu meinem Sohn?
Er wollte mich abhärten, und das hat er erreicht.
Ich habe auch Dinge getan, die ich bereue.
Was denn?
Mein Vater war ein schwieriger Mann. Er ist jung gestorben.
Aber er brachte mir bei, ein Mann zu sein.
Auf eigenen Beinen zu stehen. Ich verdanke ihm alles.
Was bereust du?
Dass ich dich nicht besser erzogen habe.
Hör zu.
Solange du noch hier bist, gehst du nicht zur Schule.
Du siehst ihn nicht wieder.
Sonst bringe ich ihn um.
Ich meine es ernst.
Du wirst mir noch danken, dass du kein Homo geworden bist.
MAESTRO IN BLUE
Untertitel von: Tanja Ekkert
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