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Reden wir auch mal, wenn wir zusammen sind?
DIE GROSSE CHIMÄRE
-Worüber denn? -Haben wir keine Themen?
-Ist das Buch gut? -Sehr gut.
-Und deine Musik? -Sehr gut.
-"Die große Chimäre." -Ein Klassiker.
Meine Musik nicht.
Tauschen wir?
4. KAPITEL - DIE GROSSE CHIMÄRE
Einigen Glücklichen verlieh Gott die Gabe, etwas aus ihren Gedanken zu machen.
Denen mit Gedanken.
Ich koche.
Manche Gerichte sind wie Beziehungen. Sie sind kompliziert.
Sie haben viele Schichten, verschiedene Aromen,
und die Temperatur muss stimmen, damit sie nicht anbrennen.
Das Leben an einem kleinen Ort ist nicht einfach, aber ich komme zurecht,
mit Humor, Selbstironie, der Bereitschaft, in allem das Gute zu sehen,
und mit dem Vertrauen, dass eines Tages alles besser wird.
Haben Glaube und Humor je zu etwas Gutem geführt?
Nein. Leben braucht Taten, um voranzuschreiten.
Mut und Taten. Ich ließ immer die anderen handeln.
Es war einfacher. Und was hat es mir gebracht?
Angst. Um mich und um mein Kind.
Weil ich mich vor den Leuten schäme.
Die Leute waren schon immer mein Problem.
Irgendwo habe ich gelesen, dass es häusliche Gewalt genannt wird.
Es verstößt gegen das Gesetz und gegen unsere Grundrechte.
Geschlagen zu werden.
Angst zu haben.
Wie wollen Sie Ihr Kind allein großziehen?
Warum wollen Sie Ihrem Kind das antun?
Reizen Sie ihn nicht, dann dreht er nicht durch.
Überlegen Sie, was das Beste für Ihr Kind wäre.
Immer, wenn er die Hand gegen mich hebt, höre ich in meinem Kopf Musik.
Ich möchte glauben, dass in seinem Inneren Gutes steckt.
Er ist verletzt.
Unzivilisiert. Er trinkt und wird gewalttätig.
So wurde er erzogen. Er darf so sein.
Er sagt, er wolle niemandem wehtun. Aber das tut er.
Ich will auch keinem wehtun.
Aber das tue ich, indem ich es geschehen lasse.
Wie viel zählt die Absicht im Vergleich zum Ergebnis?
-Spyros! Nicht! -Lass sie in Ruhe.
Spyros, was machst du?
-Nimm das Gewehr runter, bitte. -Lass sie in Ruhe!
-Leg die Waffe weg. -Weg da!
Wir zeigen es bei der Polizei an.
Nimm die Waffe runter.
Du erzählst ihnen alles über deine dreckigen Geschäfte.
Du weißt, dass du Ärger bekommen würdest.
Deine Mutter wäre gedemütigt. Ist das klar?
Wie kämt ihr ohne mich zurecht?
Spyros, du machst alles nur noch schlimmer.
Nimm die Waffe runter. Für mich.
Spyros, die Polizei weiß Bescheid.
Du kriegst nur Ärger. Das führt zu nichts, Junge.
Du kommst weg.
Leg das Gewehr weg.
Du…
Du weißt, was er treibt?
Ja.
Und es ist dir egal?
Du verdienst es.
Die Sache ist kompliziert. Ich will nicht darüber reden.
Und ich werde mich nicht vor euch rechtfertigen.
-Ist das dein Ernst? -Ja.
Es geht euch nichts an.
Das Geld kommt aus meinen privaten Aktivitäten.
Das ist Geldwäsche.
Das Abendessen ist wohl beendet.
Hast du nichts zu sagen?
Ich habe das nie gewollt.
Wir wollten euch ganz sicher nicht beschämen.
-Egal, was ihr sagt, ihr habt recht. -Ich hole die Melone.
Klelia, das Gespräch ist vorbei.
Du machst Witze!
Tue ich nicht.
Also haben wir recht.
Womit?
Unsere Eltern waschen Geld aus illegalen Geschäften
wie Schmuggel mit seinen Booten.
Für wie dumm haltet ihr uns?
Euer Vater will schon länger damit aufhören.
Er hat es fast geschafft.
"Fast"?
Ihr lagert das Geld hier…
Das Geld ist weg.
Wo ist es hin?
Investiert. In Aktien und andere Werte.
Mama, ich bin überrascht und beeindruckt.
Papa, ich gehe nicht, bis ich Antworten habe.
-Was willst du hören? -Die will ich auch.
Es ist bald vorbei, versprochen.
Mehr kann ich nicht sagen, also bedrängt mich nicht.
Was wäre das schlimmste Ende?
-Gefängnis. -Das wäre das beste Ende.
Ihr dürft es keinem erzählen, versteht ihr?
Oder habt ihr das?
-Nein. -Nein.
Okay.
Ihr werdet euch nicht für mich schämen müssen, das verspreche ich.
Du bist also ein Verbrecher, der mit dem Verbrechen aufhören will?
Deswegen schäme ich mich.
Ja.
Gut, und jetzt machen wir weiter, als wäre nichts passiert.
Hast du davon gewusst?
Den Blick habe ich verdient. Das kann man ruhig so sagen.
Dass ich mich vor meinen Eltern outete, ist auf einmal bedeutungslos.
Es war nie eine große Sache.
Quäl dich nicht unnötig.
Oma, du bist echt cool.
Ich weiß.
Nimm dir ein Stück Melone.
Verdammt!
Spyros weiß es.
Sein Vater bat ihn um Hilfe und erzählte es ihm.
Aber er sagte Nein.
Er hält dicht. Ich rede mit ihm.
Machst du das?
Das Blatt hat sich gewendet.
Sie brauchen dich, und du hast die Oberhand.
Gut gemacht, lieber Fanis.
Ich war nie in Charalambos verliebt.
Ich weiß nicht, wie sich Verliebtsein anfühlt.
Ich weiß nicht mal, was es bedeutet. Zum Glück fasst er mich kaum noch an.
Und wenn, dann, um mich daran zu erinnern, dass mein Körper keine Freude kennt.
Ich beneide Frauen, die Liebe kennen.
Du solltest den, der dich berührt, nicht hassen.
Um deines Körpers willen.
Um deiner Seele willen.
Ich schlief mit ihm, aber ich wusste, er war nicht der Richtige.
Mein Körper schrie: "Lauf weg." Ich habe gelitten. Es tat weh.
Ich konnte nicht atmen.
ANTONIS
-Spinnst du? Yianna ist da. -Ist mir scheißegal.
Hast du's erzählt?
Meine Mutter weiß es.
-Sonst muss es niemand wissen. -Okay.
Du kannst alles haben, und ich nicht?
Es ist nicht dasselbe.
Ich outete mich.
Was? Du hast doch hoffentlich nichts von mir erzählt.
Nein, keine Sorge. Es ging nur um mich.
-Und was willst du jetzt von mir? -Nichts.
Ich hab's nur erwähnt.
Erzähl nur niemandem davon, was unsere Väter treiben.
Sonst gibt's Ärger.
-Geh. Yianna wartet. -Warte.
Tief im Inneren weiß ich alles über mein Kind.
Er leidet. Er spielt allen etwas vor.
Und ich habe weder die Kraft noch das Wissen, um ihn davon zu befreien.
Und alle halten mich für eine gute Mutter? Mich?
Auch da versage ich.
-Guten Morgen. -Guten Morgen, Frau Maria.
Pastitsio!
Eine Stunde in den Ofen. Noch heiß schmeckt es am besten.
Sie wollten mir doch nur ein Stück bringen.
Keine Sorge. Sie werden alles aufessen.
So. In einer Stunde ist es fertig.
Sie mögen doch Muskatnuss?
Ja.
Gut.
-Ich gehe dann mal. -Okay.
-Möchten Sie vielleicht einen… -Ja!
-Kaffee? -Ja.
Ich mache griechischen Kaffee.
Also gut. Ich gehe nur kurz duschen.
Nur zu. Ich mache Kaffee, und wir können ihn im Garten trinken.
Dann gehen wir zur Schule. Wir haben noch zwei Stunden.
Bis dahin ist das Pastitsio fertig. Ich habe einige Ideen zum Festival.
Also gut. Geben Sie mir ein paar Minuten.
Danke.
Sie haben doch das Pastitsio gebracht.
Sie verstehen schon, warum.
Danke.
Auf Korfu gibt es ein hervorragendes Symphonieorchester.
Das Mikis-Theodorakis-Orchester. Junge Leute.
Die Nichte einer Freundin spielt mit. Sie schuldet mir was.
Sie ist nett, aber dumm. Sie schläft mit einem verheirateten Mann.
Sie kann uns helfen.
Hier auf der Insel haben wir keine… Was sind Geigen?
-Streichinstrumente. -Genau.
Wir haben Chöre, eine Philharmonie, aber keine Streichinstrumente.
Die Insel ist klein. Wie viele Geiger kann es hier geben?
Auf Korfu dagegen gibt es alles.
Also dachte ich, wir könnten sie bitten, beim Festival mit uns zusammen zu spielen.
Ich habe auch daran gedacht und wollte Fanis um Hilfe bitten.
Ich mache das. Wir brauchen mehr Musiker.
-Da stimme ich zu. -Sehen Sie, es wird langsam.
Es reicht noch nicht. Aber von uns gibt es nicht viele.
Stimmt.
-Frau Maria, wie kann ich helfen? -Womit?
Sie wollten doch nicht nur Pastitsio bringen.
Na ja…
Es ist mein Sohn.
Ich kann sonst mit niemandem reden.
Sie sind viel…
Ich kann mich Ihnen öffnen.
Sie sind anders. Sie verstehen Dinge.
Aber was können Sie tun?
Was Sie in Athen haben, haben wir hier nicht.
Psychiater und so was.
Und bei Ihnen fühle ich mich…
Ich meine…
…Musik machte mich…
Das reicht.
-Duzen wir uns. -Warum sorgst du dich um Spyros?
Bei dem Vater? Ich bin nicht dumm. Ich tue nur so.
Daheim gibt's viele Probleme.
Motiviere ihn für die Schule.
Es war gut, dass du ihn um Hilfe gebeten hast.
-Ja, aber er kam nicht. -Versuchen wir es noch mal.
Ich behalte ihn im Auge.
-Also gut. -Danke.
Es ist nicht gut für ihn, dass sein Vater bei uns lebt.
Ich versuche, die Kraft zu finden, das zu ändern.
-Es ist nicht einfach. -Nein, ist es nicht.
Du bemitleidest mich.
Nein. Ich verspreche, ich tue, was ich kann, um zu helfen.
Aber Maria, du hättest zur Polizei gehen und ihn anzeigen sollen,
und die Scheidung beantragen sollen.
Damit würdest du deinem Sohn wirklich helfen.
Musik wird keines deiner Probleme lösen.
Woher weißt du das?
Vielleicht gibt sie mir die Kraft, all das zu erwägen.
Vielleicht.
Oje! Das Pastitsio!
Guten Morgen.
Guten Morgen.
Wie fühlst du dich?
Seltsam.
Nein, das ist es nicht.
Gut.
Oder beides.
Schon gut. Das erste Mal fühlt sich immer seltsam an.
Wahrscheinlich.
Du hast nichts falsch gemacht.
Klelia…
Ich weiß, es war wichtig für dich.
Dein Leben soll so werden, wie du es dir erträumst.
Ich mag dich sehr.
-Wo warst du die ganze Nacht? -Bei Thanos.
Guten Morgen.
Oma, geh bitte.
Ich habe beschlossen, beim Musikfestival zu singen.
Oder es zu versuchen.
Ich will das nicht. Das Festival ist mir egal.
Können wir offen reden?
Nein, geh jetzt.
Frage dich nicht, wer die meisten Fehler gemacht hat.
Ich war es.
Dann war es deine Mutter. Und jetzt du.
Deine Mutter hat versagt, und es ist meine Schuld.
Wenn du jemanden hassen willst, dann mich.
Okay. Kannst du jetzt gehen?
Ich lasse nicht zu, dass du deine Zukunft wegen unserer Fehler riskierst.
Du ziehst nach Athen, studierst und lebst dein Leben, wie du es willst.
Weit weg von hier. Verstehst du?
-Ihr seid alle erbärmlich. -Und sehr unglücklich.
Je mehr du sie hasst, desto mehr Fehler machst du. Es ist immer so.
Lass mich in Ruhe. Belehre jemand anderen.
Unsere Welt ist schrecklich, Liebes.
Sie ist ungerecht und grausam.
Man überlebt nur mit Fantasie.
Und davon hast du Unmengen.
Danke. Ich fühle mich viel besser.
Du bist verliebt. Du bist talentiert, hübsch. Du hast dein Leben vor dir.
Warum bist du traurig?
Lebe, verschwende deine Zeit nicht mit uns!
Wir sind verloren.
Vertrau mir. Es wird dir guttun.
-Wo hast du geschlafen? -Bei Thanos.
Ach was! Und ich versuche hier, streng zu sein.
Du bist verrückt.
Ist es passiert?
Bist du in Thanos verliebt?
Nein. Du weißt, in wen ich verliebt bin.
Was ich hier mache, gefällt mir nicht.
-Ich hab's mir anders überlegt. -Eine andere Melodie?
Als würde die mich kümmern!
Ich sang zuletzt vor 50 Jahren.
Ich kann's nicht.
Wir probieren herum.
Wir können es jederzeit ändern.
Kommen Sie.
Das ist nicht meine Stimme.
Frau Haris, doch, sie ist nur anders.
Ich habe nur einmal geliebt und diese Liebe nie gelebt.
Und jetzt hat sie mich wohl verlassen.
Deshalb habe ich Angst.
Zu sehen, wie falsch ich lag.
Es wird gut werden.
Kommen Sie.
Bravo.
-Du hast mir gefehlt. -Du mir auch.
Ich kann nicht mehr.
Ich auch nicht.
Wo sind wir hineingeraten?
Wir kommen da schon wieder raus. Gib mir nur etwas Zeit.
Du bist das Schönste, was mir je passiert ist.
-Sie kommen wieder nicht? -Nein.
Sie sind sauer auf uns.
Gib ihnen Zeit.
Sofia, was soll ich tun?
-Wir verlieren unsere Kinder. -Kommt diese Einsicht nicht etwas spät?
Kannst du mir helfen?
Steigst du aus?
Ich versuch's.
Aber dieser Arsch Charalambos macht es mir schwer.
Der Mann sollte tot sein.
Wir haben als Eltern versagt.
Zwei Familien, die ihre Kinder unwiederbringlich vertrieben haben
und es nicht mal zugeben können.
Ich würde das Gleiche tun.
Ich würde wütend werden und weggehen. Ich würde uns unbedingt verletzen wollen.
Hallo.
Hat Maestro die Schule erwähnt?
-Ja, kein Interesse. -Warum nicht?
Einfach so.
Es ist so nett dort.
Außerdem brauchen sie deine Hilfe. Spyros, es wäre gut für dich.
-Warum? Stimmt was nicht? -Du bist einsam.
Mach mal halblang.
-Wollen wir weiterreden? -Worüber?
Über deine Sorgen.
Du kennst alle meine Sorgen. Was ist mit deinen?
Deine Sorgen wurden zu meinen.
Auch wenn ich nie darum gebeten habe.
Du hast recht, Spyros. Tut mir leid.
Ich verspreche, ich finde einen Weg, dich von ihnen zu erlösen.
Das hoffe ich.
Aber… Ich spreche von deinem Leben.
Oder Liebesleben.
Was ist damit? Magst du Yianna nicht?
Magst du sie?
Sehr. Warum?
Ist gut, Spyros.
Wenn du deine Meinung änderst und etwas anderes willst,
sollst du wissen, dass ich zu dir stehe.
Wieso sagst du das?
-Sollte ich nicht? -Nein.
Ich bin mit Yianna zusammen, und es geht mir gut.
Ist gut, Spyros, tut mir leid. Aber wenn du es willst,
bin ich für dich da.
Ich bin mit Yianna zusammen, und es geht mir gut. Verstanden?
Tut es nicht.
DU HAST EINE EINLADUNG ZU EINEM EVENT
ELECTRO-PARTY
ICH NEHME TEIL
Danke.
-Wie hat es dir gefallen? -Es machte mich traurig.
Ich habe dich gewarnt.
Ich packe gerade. Komm hoch, wenn du willst.
Nach Korfu?
Ja, ich treffe mich mit dem Orchester.
-Morgen legt ein Boot ab. -Ich weiß.
Warum hat dir Die große Chimäre nicht gefallen?
Das habe ich nicht gesagt. Es machte mich traurig.
Warum machte es dich traurig?
Liebe und Tod scheinen das Gleiche zu sein.
Es liegt in ihrer Natur.
Sollte Liebe nicht auch Freude bringen?
Nicht immer.
Warum sollte jeder gefangen sein?
Es passiert.
Ja, denen, die sich selbst belügen.
-Warum tun sie das wohl? -Aus Angst.
-Warum denkst du darüber nach? -Ich widerspreche nur und bin verwirrt.
Wie lange bleibst du auf Korfu?
Ich kann dir die anderen Bücher der Trilogie besorgen.
Junkermann und Oberst Ljapkin.
Ja, das wäre schön.
-Du fährst morgen früh? -Ja.
Okay. Gute Nacht.
Gute Nacht.
Warte.
Behalte es. Als Geschenk.
Danke.
-Tschüs. -Tschüs.
-Wie geht's? -Bin total deprimiert.
Was kann ich tun?
-Du tust lieb, weil du was willst. -Ich bin lieb und will was.
Frag doch deinen Freund dort.
Lügst du für mich?
Sie sollen denken, ich sei bei Thanos.
-Warum sollte ich? -Sag Thanos, ich sei zu Hause.
-Wo wirst du sein? -Korfu.
Damit alle außer uns in den Knast wandern.
-Er weiß es nicht. -Wird Papa gefallen.
Lügst du für mich?
Meld dich alle fünf Stunden, sag, wo du bist.
-Okay. -Wenn sie fragen, sage ich's.
Hab dich lieb.
-Du bist gnadenlos. -Ja.
Und deine Eltern?
Sie denken, ich sei bei Thanos.
Zu Hause gibt's Probleme, es würde also eh niemanden kümmern.
-Hast du Angst? -Ja.
-Wo übernachtest du? -Bei Freunden. Ich gehe auf eine Party.
-Was für eine Party? -EDM.
Sie wurde online organisiert.
Was ist EDM?
-Das weißt du nicht? -Nein.
Elektronische Tanzmusik.
Es werden viele Geheimpartys veranstaltet. Ich war schon mal hier.
-So was machst du? -Wie haben wir uns kennengelernt?
Stimmt.
Ich fahre morgen zurück.
Du hast hier keine Freunde.
Ich habe viele Online-Freunde.
Ich suche keinen Papa. Ich habe eine Beziehung mit Thanos.
-Wo ist er? -Ich wollte bei dir sein.
In allen drei Geschichten sind die Hauptfiguren Fremde.
Sie verlassen ihr Land und versuchen es in Griechenland.
-Und sie verlieben sich. -Glücklich?
OBERST LJAPKIN JUNKERMANN
Nein.
Wo wirst du übernachten?
Aus welcher Zeit kommst du, und wie konservativ bist du?
Sehr.
Wollen wir?
Ja.
SCHWESTER ALLES IN ORDNUNG.
Ich schlafe.
-Gehst du nicht aus? -Ich sagte, ich schlafe.
Was liest du da?
Glaubst du, wir könnten wieder alle als Familie an einem Tisch sitzen?
Das würden wir uns wünschen.
Das sagst du mir jetzt? Nach allem, was du über deinen Sohn weißt?
Wo ist Klelia?
Sie ist bei Thanos.
Wahrscheinlich schläft sie heute dort.
-Das ist nicht fair. -Was?
Dass Leute einander nach Aussehen, Stimme, Stil und Wohnort beurteilen.
Stimmt.
Du zum Beispiel denkst, dass ich ein dummes kleines Mädchen bin,
das zufällig hübsch ist und deshalb dumm sein muss.
Warum ist das schlimm?
Ich bin mehr als ein Kind, das sich an dich ranschmeißt.
Gestehst du mir das zu?
Weißt du, wie anstrengend ich deine sorgenfreie Attitüde finde?
Wie mich das quält?
Hast du Angst davor?
Vielleicht.
Du bist in einem Alter, das ich längst vergessen habe.
-Bist du schwul? -Wäre einfacher für dich, was?
-Wäre mir egal. -Das glaube ich nicht.
Du gehörst zu den Frauen, die alles tun, um zu kriegen, was sie wollen,
auch nach einer Abfuhr.
Weißt du, wie uncool das für einen Mann ist?
Zum Hotel geht es geradeaus.
-Gehst du echt zu der Party? -Komm mit, wenn du willst.
-Was verstehst du nicht? -Dich. Was ist dein Problem?
Ich will Musik hören und was trinken. Komm mit.
Was gibt's?
Ich habe einen Freund dabei.
Kommt rein.
Können wir gehen?
Noch nicht. Entspann dich. Amüsier dich mal wieder.
Klelia!
Komm schon!
-Tut mir leid. -Nicht so schlimm.
Du hast gewartet?
Es geht mir gut.
Es tut mir leid. Ich gehe schlafen.
-Hallo, Herr Fanis. -Guten Morgen, Thanos.
Klelia? Ich versuche, sie zu erreichen. Sie geht nicht ran.
Ja, sie macht ein paar Besorgungen und hat ihr Handy vergessen.
Okay. Ich war in der Nähe und dachte…
-Danke. -Keine Ursache.
-Sagen Sie ihr Bescheid? -Klar.
Du weißt ja, wie zerstreut sie ist.
Ja.
Hallo.
Ich bin Yianna, Herr Charalambos.
Spyros war nicht da, Frau Maria ließ mich rein.
Ich kenne dich.
-Wo ist meine Frau? -Sie holt was für mich.
Du bist eine schöne Frau geworden. Mein Sohn hat Glück.
-Wie lange seid ihr zusammen? -Ein Jahr.
Ist er gut zu dir?
Ja, natürlich.
Yianna, es war in der Speisekammer. Sag deiner Mutter…
Ich hatte es vergessen. Ist Spyros noch nicht da?
Was hast du da?
Das Öl, das ich Tassia versprochen habe. Wo ist Spyros?
Wir warten auf ihn.
Yianna, du gehst besser. Er ruft dich dann an.
Ja, vielen Dank. Tschüs.
Yianna ist nett.
Du hast sie schon gesehen.
Ich wollte sehen, ob sie ein Paar sind.
Das weißt du.
Und du weißt, was ich meine.
-Das hast du also gemacht? -Was sonst?
Charalambos,
wenn du das Mädchen je anfasst oder meinen Sohn beschämst,
bringe ich dich um.
Hast du mich gehört?
Ich bringe dich um.
Wenn Charalambos tot wäre, ginge es meinem Sohn vielleicht besser.
Ich würde mich frei fühlen.
Befreit von einer Last.
Ich war diese Last gewohnt. Ich habe sie ermutigt.
Wenn ich um Hilfe bat, bekam ich keine.
Bin ich so schwach, wie alle sagen?
Alle, die mich verurteilen?
Nein.
MAESTRO IN BLUE
Kochen braucht Geschick und Zeit.
Alles braucht Zeit.
Untertitel von: Tanja Ekkert
Can't find what you're looking for?
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