All language subtitles for Freund oder Feind. Ein Krimi aus Passau

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Original subtitles

*Stille, nur die Bäume knarren leise*

*Er seufzt*

*Ein Pferd wiehert*

als Frederike Bader

als Ferdinand Zankl

als Mia Bader

*Alle Einheimischen reden Passauer Mundart*

(leise, weinend): Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,

der Herr sei mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen,

und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Hl. Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,

jetzt und in der Stunde unseres Todes, Amen.

*Er betet es erneut und sehr schnell*

*Beklemmende nervöse Musik*

Kann ich Ihnen helfen?

Brauchen Sie vielleicht jemand zum Reden?

*Maschinenlärm*

*Ein Handy klingelt*

Hey, Mia, ich bin's. Ich fahre gleich noch einkaufen.

Brauchst du was?

Deine Zigaretten kaufe ich nicht vom Wirtschaftsgeld!

Lern, mit deinem Geld auszukommen.

Im Nu.

*Er spricht Arabisch*

*Sie atmet gestresst*

Hallo? Bist du noch dran?

Mama?

Ist alles in Ordnung. Bis gleich.

Sehr vorbildlich, wie wichtig Hygiene ist für dich,

aber packst du jetzt den Rucksack wieder aus?

Aua!

Ah!

*Zankl stöhnt*

Buh!

Keine Angst, hm? Wie verrückt!

Aber du solltest besser abhauen.

Vielleicht bringe ich dir vorher noch Respekt bei!

He! Lass die Frau in Ruhe!

Hey!

Oh, Scheiße!

(ruft) He! Hallo?

*Bremsen quietschen*

(ruft) Hallo!

(leise) Fuck!

Ja? Ich tät gern 'ne Torte bestellen.

Mhm. Für meinen Sohn. Zum Geburtstag.

Hui!

(Polizist) Tja, Herr Zankl, da muss ich Sie nochmal belehren.

Sie sind Privatdetektiv und kein Polizist!

Straftaten haben Sie zu melden!

Nicht selber eingreifen!

Immer Polizei!

Dann professionelle Hilfe.

Arschloch!

*Unverständliche Durchsage*

(Frau Bielmeier): Unteroffizier Justin Bielmeier. Ja.

Panzerbataillon 9-2-3 in 55025 Rukla, Litauen.

Steht genauso hier.

Schauen Sie mal her...

Das ist er.

Ja, geiler Typ.

Und auf der Torte soll stehen: "Für Justin

Happy Birthday" und drüber halt der Panzer.

Wie wär's, wenn Sie mich Ihrem Justin mal vorstellen?

Ich steh auf Männer in Uniform.

Ich könnte ihn trösten, falls er mal ein Trauma hat.

Wieso sollte denn mein Sohn ein Trauma haben?

Tag, Frau Bielmeier. - Grüß Gott, Franz.

Mia, hast du heute vielleicht Lust zu einem Ausflug?

So richtig Bock habe ich nicht.

Mutter sagt, du könntest früher Schluss machen. Die ist gleich hier.

(Franz): Also früher war das hier alles Römisches Reich,

mit Passau genau an der Grenze.

Und auf der anderen Seite der Donau Alemannen und Thüringer.

Also Germanen... Also praktisch wir.

Und dazwischen der Limes.

Kilometerlange Mauern.

Und ab und zu mal ein Kastell,

damit nicht jeder rein konnte, wie er lustig war. War umsonst.

Irgendwann ist alles den Bach runter.

Keine Verwaltung mehr, keine Polizei,

dafür germanische Räuberbanden.

Unvorstellbar, wenn man sieht, wie schön friedlich hier alles ist, hm?

*Leise Stimmen*

Friedlich, was?

*Martinshorn*

*Ruhige getragene Musik*

(Pfarrer): "Heilige Mutter Maria,

ich habe eine große Sünde begangen.

Und jetzt weiß ich keinen Ausweg mehr.

Ich bitte dich: Wenn es einen Weg gibt,

zeig ihn mir.

Ich bin allein. Ich weiß nicht mehr weiter."

*Eine Tür wird geöffnet*

*Sie atmet tief durch*

(Nachrichtensprecher): Nur selten gelingt ein Schlag

gegen die organisierte Kriminalität,

wie im Fall des Clan-Bosses Kader Bahdari,

der im Zentrum der Berliner Clanszene steht,

und seit 14 Monaten hinter Gittern sitzt.

Er wurde dank Aussagen von Kronzeugen

zu acht Jahren Haft verurteilt.

Unter anderem wegen räuberischer Erpressung

und organisiertem Drogenhandel.

*Jemand kommt. Sie macht die Sendung aus*

Na?

Franz hat die ganze Zeit nur von seinen Römern erzählt.

So nett! Ich glaube, der ist noch Jungfrau.

Wir haben am Fluss 'nen Ertrunkenen gesehen.

Der hat es hier wohl nicht mehr ausgehalten.

Die Leute stellen viel an, um von hier wegzukommen.

Manche gehen sogar nach Litauen. Es ist nicht meine Schuld,

dass wir hier gelandet sind!

*Leise beklemmende Musik*

Wo ist denn die Barbecue-Soße?

Vergessen.

Ich dachte, du warst einkaufen? Ja, ich hatte mein Geld vergessen.

Irgendwas ist doch passiert.

Sonst hättest du nicht so 'ne Stinklaune.

Nein.

Nein, es ist nichts passiert.

*Ein Handy vibriert*

Hallo?

Ja... Okay. Moment.

*Die Musik wird spannend*

Mhm.

Ja, geht.

Frederike Bader.

Ein "a". Mhm.

Promenadenstraße...

siebenundzwanzig.

Morgen. (Frau): Guten Morgen.

*Ein Drucker rattert*

Nein, wir nehmen das Erste. Das schaut gescheiter aus. - Ja.

Auch wenn die Kanone ein bisschen verbogen ist.

Sag mal, Mia, was hast du der Frau Bielmeier

für 'n Schmarren erzählt?

Von wegen, ihr Justin kriegt in Litauen ein Trauma.

Das war total lieb gemeint.

Manchmal kenne ich mich mit dir gar nicht aus!

Bringst du gern Menschen auf mit so idiotischem Geschwätz? Nein.

Du weißt, dass du hier im Geschäft eine Zukunft haben könntest? Ja.

Versau das nicht! Nein, Frau Hertel. Kann ich rauchen gehen?

Meinetwegen. Danke.

Chefin?

Mhm, passt. - Frisch g'richtet.

Diese Saupreußen!

Na ja. - Wenn ich nicht so ein großes Herz hätte...

Na ja, die Frau Hertel mit dem großen Herzen.

Grüß Gott.

Zankl ist mein Name.

Ich wollte mich gern bei Ihrer Mutter bedanken.

Wofür?

Diese hübsche Geschichte erzählt sie Ihnen besser selber.

Dann bedanken Sie sich auch bei ihr selbst.

Ich möchte Ihrer Frau Mutter

wirklich nur ein kleines Dankeschön zukommen lassen.

Ist das Barbecue-Soße? Mhm.

Okay, wissen Sie was? Ich stelle das jetzt einfach daher,

und entweder Sie nehmen das Ganze mit rein oder Sie lassen es stehen.

Dann können sich Bedürftige bedienen. Ist auch gut.

Wiederschaun.

Frau Bader?

Herr Kollege.

Nix "Kollege".

Wie gefällt Ihnen Ihre neue Tätigkeit?

Ich bin Qualitätsprüferin in einer Präzisionsschmiede.

Tut mir leid, wenn das nicht Ihr Traumjob ist.

Die Jobzufriedenheit Ihrer Tochter ist wohl auch nicht besser.

Sie verkauft Ausgezogene und Mohnstrudel.

Herr Mohn, Sie wollten mich sprechen?

Schutzengel überwältigt Ladendieb.

Habe mich bei den hiesigen Kollegen erkundigt.

Die Beschreibungen der Verkäuferin und des Diebes

treffen ziemlich genau auf Sie zu.

Ich dachte immer, Ihre Tochter ist das Problem.

Aber jetzt haben Sie sich nicht unter Kontrolle.

Oder war das Ihre Absicht? Wollten Sie auffliegen?

Ist die Sehnsucht nach der Heimat so groß?

Um das mal klarzustellen:

Sie haben ausgesagt!

Der Clan-Boss Bahdari sitzt hinter Gittern.

Sie verursachen nur noch Kosten. Wir brauchen Sie nicht mehr.

Und wenn das gestern Sie enttarnt,

dann fliegen Sie achtkantig aus dem Zeugenschutzprogramm!

Dann lassen wir Sie fallen! Klar?

Was wollte der von dir wissen?

Nichts.

Und hat er gesagt, wie er dich gefunden hat? Ne.

Nur, dass er sich bei dir bedanken will.

Wofür 'n eigentlich?

Nach der Arbeit! Ist er dir gefolgt?

Weiß er, wo wir wohnen?

Nicht von mir. Bist du sicher?

Mia!

Bist du sicher, dass du dich nicht verplappert hast?

Ich bin 21. Ich bin zu jung zum Sterben.

Aber das sind die Sachen, die du einkaufen wolltest.

Hast du Angst, dass ein Peilsender in der Salami steckt?

Wenn der Typ nochmal in der Bäckerei aufkreuzt,

dann gibst du mir sofort Bescheid, ja?

"Liebe Unbekannte,

vielen Dank!

Ferdinand Zankl, Private Ermittlungen und Sicherheitstechnik"

Vielleicht sagst du mir endlich, was gestern passiert ist, hm?

Mia...

was machst du da?

Ich rufe unseren Aufpasser an, den Mohn.

Das machst du nicht! Wir sollen ihn anrufen, wenn nötig.

Leg auf! Mia, gib das Telefon her! Gib das Telefon her!

(stöhnend) Oh, oh!

Fuck! Sorry. Es tut mir leid.

Fuck, mir fehlt Berlin!

Mir fehlt Oma Gisela.

*Musik wird langsam spannend*

Herr Bahdari.

Bitte.

Meine Herren, Miriam wird Ihnen einen Espresso servieren.

Vor zwei Jahren

als ich mit deinen Cousins in Beirut war,

hatte ich schon mal eine Zahnwurzelentzündung.

Auf dem Rückflug wurde ich fast verrückt.

Dann saß ich hier auf dem Stuhl, nachts um zwei,

und Dr. Seligmann hat alles wieder in Ordnung gebracht.

Die Juden haben die besten Zahnärzte.

Wusstest du, dass in der Mundhöhle des Menschen

Milliarden von Bakterien leben?

Nein, Onkel.

Dr. Seligmann, er kennt sie alle. Mit Name und Adresse.

Du musst sie finden!

Es geht hier nicht um Rache, mein Junge,

es geht um die Ehre.

Ich weiß, Onkel.

Ich habe Pläne mit dir. Große Pläne!

Mach deine Sache gut!

Herr Zankl?

Grüß Gott. Tag.

Ich wollte mich nur für den Präsentkorb bedanken. Ach so.

Ach ja, ich bitte Sie! Ich mein, ich stehe in Ihrer Schuld.

Wollen Sie einen Kaffee?

Mhm, gerne. Bitte!

Treten Sie ein in mein bescheidenes Reich.

Klein aber mein.

Alles Liebesgaben von dankbaren Klienten.

Sie scheinen recht populär zu sein. Ich gebe mir auch recht Mühe.

Und Sie, was hat Sie eigentlich aus Preußen hierher verschlagen?

Zu uns... ins Feindesland quasi.

Sagen wir mal so: Junge Frau, Ende 30,

sucht nach einer Enttäuschung einen Neubeginn.

(lachend) Ja... Aha!

Bitte! Und beruflich, was machen Sie da so?

Ich arbeite als Qualitätsprüferin.

Ah, da schau her! Das habe ich mir gleich gedacht,

wie ich Sie in Action gesehen habe: Die Frau hat 'nen Schreibtischjob.

Und Sie?

Sie sind ja auch nicht von hier.

Bevor ich nach Passau kam, war ich ziemlich unbehaust.

Aber das ist eine lange Geschichte.

Und woher wissen Sie, dass ich eine Tochter habe?

Und dass die in 'ner Bäckerei arbeitet?

Ich bin ein Detektiv!

Detektive finden Sachen raus, und genau wie Zauberer

verraten sie ungern ihre Tricks.

Aber bitte,... äh, greifen Sie doch zu!

Ganz frisch.

Litauen.

Gute Wahl.

Aber Ihr Tagesgeschäft ist vermutlich kein Geheimnis.

Ehebruch, Überwachung von Mitarbeitern,

Sozialbetrug, etc. Das Übliche.

Und? Gibt's irgendwelche spektakulären Fälle?

Bisher nicht.

Oh, ich habe gar nicht gefragt: Wollen Sie Zucker? Milch?

Schwarz. Danke.

Oh, nein!

Ach du Scheiße! Ach Gott! Das tut mir jetzt aber leid!

Kein Problem! Das haben wir gleich. Ist kein Malheur! Ja? Ja.

Ach...

So!

So, es geht schon. Bitte, nehmen Sie's!

Sie halten mich wohl für einen Wald- und Wiesendetektiv.

Aber ich habe meine Ressourcen. Ganz deppert bin ich auch nicht.

Und ich würde mich wirklich gern bei Ihnen revanchieren.

*Ihr Handy klingelt*

Ach, Scheiße!

Mia? Wo bist 'n du?

Wolltest doch schon längst zuhause sein.

Entschuldigung, es geht mir gut.

Was machst du? Ähm...

Bei mir kam was dazwischen. Ich muss für jemanden einspringen.

Ist ja okay, aber wir wollten uns dann Bescheid geben!

Hast du dir Sorgen gemacht?

Klar, habe ich.

Es tut mir leid.

Ja... *Mia legt auf*

*Geschirr geht zu Bruch*

Ach du Scheiße! Ach Gott! Das tut mir jetzt aber leid!

Kein Problem! Das haben wir gleich. Ist kein Malheur! Ja? Ja.

*Leicht spannende Musik*

*Nachrichtenton im Laptop*

"Sehr geehrte Herrschaften,

bezugnehmend auf Ihr Anschreiben vom ersten des Monats,

möchte ich mich meinerseits bedanken für das mir erwiesene Vertrauen.

Es erfüllt mich mit Freude und Stolz,

... ein wertvolles Gemälde aufgespürt und rückerstattet

und auf diese Weise einen Beitrag zur Erhaltung...

... unseres nationalen Kulturguts geleistet zu haben.

Hm...

Beiliegend die Rechnung über die Erfolgsrate

meines Honorares,

in Höhe von...

12.000 Euro.

*Laute Popmusik*

(Alle): Zum Wohl! - Prost!

Kann ich zahlen, bitte?

*Die Geräusche werden dumpf, hoher Dauerton*

*Der Dauerton stoppt*

Stimmt so.

(Allendorf): Ich wollte dir nur sagen,

wie leid uns die Sache mit deinem Freund tut.

Ein junges Leben so sinnlos ausgelöscht!

*Geräusche sind dumpf*

Prost! - Zum Wohl zusammen!

*Beklemmende Musik*

Kripo?

Hat sie denen was erzählt? Mhm.

Verraten Sie mir, was?

Jana Hoffmann hat den Jurastudenten Tobias Knechtel

vor ein paar Wochen kennengelernt, in der Kneipe, wo sie arbeitet.

Sie hatten ein Verhältnis, das sie vor ein paar Tagen gelöst hat.

Und der Knechtel?

Selbstmord aus enttäuschter Liebe?

Der hat sich in die Fluten gestürzt

wie die schwangere Dienstmagd zu Zeiten des Schwanenkönigs.

Wenn die Rechtsmedizin nichts findet, bleibt es dabei.

Was haben Sie sonst über die Hoffmann rausgefunden?

Einfache Verhältnisse. Die Eltern haben in Thüringen ein Gasthaus.

Das steht kurz vor der Pleite. Die Tochter ist unbescholten.

Keine Drogen, kein Alkohol: ganz brav.

Das sind nützliche Informationen, Herr Zankl.

Sie haben wirklich 'nen guten Job gemacht.

Aber jetzt hätte ich noch 'ne kleine Bitte an Sie...

Sorgen Sie dafür, dass die Kleine verschwindet?

*Stimmengewirr*

(Mädchen): Wer? - Der kennt die aus der Phil!

Nein! - Doch!

*Sie lachen*

Ciao. *Sein Handy piept*

Was verkaufst du?

Was brauchst du?

Hast du Gras? Habe ich.

Mama, ich weiß, es sind nur vier Stunden Fahrt.

Ich kann nicht nach Hause kommen!

Nein, auch nicht, wenn ihr mir das Benzin bezahlt!

Ich klinge überhaupt nicht komisch! Ich bin einfach nur müde.

Ja.

Ich muss Schluss machen, okay? Ich bin grad auf der Arbeit.

Nein! Sag Papa bitte, dass ich ihn liebhabe.

Ja. Tschüss.

*Beklemmende Musik*

*Er startet den Motor*

*Beklemmende Musik*

(Franz): Mit deinem Anruf hätte ich nicht gerechnet!

Da siehste mal! Psst!

Wir müssen wirklich leise sein.

Komm! Schnell!

*Mia kichert*

Scht!

*Schritte oben*

*Es gewittert*

(Franz): Also recht ist das nicht, Mia.

Ich mache das zwar gern für dich,

aber ohne Erlaubnis von meiner Mutter...

Ach Franzl, komm runter!

Ich weiß, du bist sauer, weil du dachtest,

du und ich, nachts in der Bäckerei...

(leise) da geht was...

Das habe ich überhaupt nicht.

Ich nackig...

auf der bemehlten Arbeitsplatte?

Und du in einer Hand 'ne...

Dose Sprühsahne,

und mit der anderen lässt du heiße Kuvertüre auf mich drauf tropfen.

Ähm...

Also...

Hör mit dem Scheiß auf, Mia!

Warum bist du eigentlich nicht Bäcker geworden?

Meine Mutter hat sich das natürlich gewünscht.

Ich habe sogar die Lehre angefangen.

Aber ich habe gemerkt, das ist nicht meins.

Das hat meine Mutter dann auch eingesehen.

Und was ist deins?

Diese... Römersache?

Ja, diese Römersache.

Und du? Was ist dein Plan?

Plan?

Was ist mit deinem Vater? Der ist bei meiner Geburt gestorben.

Wat? Na ja...

Meine Mutter war in der Geburtsklinik und...

mein Vater hier in der Bäckerei. So total aufgeregt.

Nach dem Anruf, dass die Wehen losgehen, ist er mit dem Auto los.

Jetzt liegt er auf dem Innenstadtfriedhof

neben zwei berühmten Passauer Konditormeistern.

Na, wenigstens weißt du, wo er ist.

Weißt du das von deinem Vater nicht?

Ist die Torte für ihn?

Nein.

Ist das 'n Joint?

Mia, mach den sofort wieder aus!

Ähm...

*Sie bläst demonstrativ den Rauch aus*

*Ruhige Musik*

Es heißt übrigens Kuvertüre und nicht "Kuvatüre".

Guck mal, das Foto ist fertig.

Ist doch gut geworden.

*Eine Tür wird aufgeschlossen*

Wo warst du? Weißt du doch. Habe mich mit Franz getroffen.

Es ist zwei Uhr! Ich habe versucht, dich zu erreichen! Sorry.

Mein Akku war leer. Hm? Mein Akku war leer.

Was habt ihr gemacht, du und Franz? Nichts. Gequatscht.

Und was geraucht.

Nein...

Kiffen ist schlecht für die Selbstkontrolle.

Alkohol auch.

Hast du schon 'nen Dealer gefunden?

Na ja, Franz ist ständig in seinem buckligen Römermuseum.

Da braucht er ab und zu 'nen Joint. Klar, hat er seine Quellen.

Siehste!

*Sie wirft Münzen auf den Tisch*

Zufrieden?

Falls du dich immer noch fragst, warum ich dir nicht traue:

Das ist ein Grund.

Du hast es immer noch nicht kapiert, ne?

Deine Eskapaden können uns den Kopf kosten!

Wo hast du das her?

(schreit) Wo hast du's her? Von Franz.

Soll ich mal mit seiner Mutter reden?

Mach! Dann schmeißt sie mich raus!

Dann bin ich den Scheißjob endlich los! Woher hast du das?

Ich fühle mich hier wie im Knast. (schreit) Woher?

Der Typ versorgt Studenten auf dem Kuwi-Strich.

Auf 'm was? Auf der Wiese, wo die Kuwi-Studenten abhängen.

Und wo ist der Rest?

Komm her.

Komm her!

*Beklemmende Musik*

*Frederike seufzt*

*Sie weint laut*

*Jemand summt eine ruhige Melodie*

Tag.

(Mann): Sieht irgendwie traurig aus. So leer. - Ja.

Meine Frau und ich überlegen,

ob wir aus der Stadt hier rausziehen.

(mit Berliner Akzent) Ja, 'ne schöne Gegend.

Ganz ruhige Siedlung.

Wald haben Sie vor der Türe.

Ja, und wenn Sie an den See wollen, dann können Sie laufen.

Haben Sie Kinder? - Sind geplant.

Das ist schön.

Mein Mann und ich, wir hatten ja keine Nachkommen.

Er hat Wellensittiche gezüchtet.

Ach, das war immer ein "Hallo!", wenn die Steppkes hier vorbeikamen.

Eine helle Aufregung.

Ja, und dann kam mein Mann ins Krankenhaus.

Ich habe ja versucht, mich um die Pieper zu kümmern,

und die zu versorgen, aber...

alle über den Jordan. Bis auf einen. Den habe ich drinnen in der Stube.

Ja, dann war es plötzlich ganz still in der Voliere.

Und mein Mann ist auch nicht mehr aufgewacht.

Entschuldigen Sie,

ich labere Sie hier so voll! Das gehört sich ja gar nicht!

'Nen Wildfremden... - Fremd stimmt schon.

Aber ich bin nicht wild. *Sie lacht*

Oh, Entschuldigung,

das habe ich nicht so gemeint. Ne! - Mein Name ist Ahmed.

Unbekannt... bin ich jetzt auch nicht mehr.

Ingenieur! - Brücken und Straßen.

*Sie summt wieder leise, der Vogel zwitschert*

*Lauter Schmatzer*

(Frau): Grüß Gott. (Mann): Hallo.

Zwei Auszogene, bitte.

*Frau Hertel räuspert sich* Zwei was?

Äh, zwei Ausgezogene... bitte.

Zwei zwanzig. Bitte, wenn's geht, passend.

Danke.

Wo bist denn du mit deinen Gedanken?

Ich hab's akustisch nicht verstanden.

Was du gestern Nacht gemacht hast, tät ich gern wissen. Besser nicht.

Frau Bader.

Was ist das?

Sie bestätigen, dass Sie nochmal zu Ihren Pflichten belehrt wurden,

die im Rahmen des Zeugenschutzes erwachsen.

Ich habe schon Dutzende davon unterschrieben!

Ja, aber wohl nicht gelesen.

Sonst hätten Sie den Stunt im Supermarkt nicht hingelegt.

Ich muss mich auch absichern. Unterschreiben Sie!

Dieser Typ im Supermarkt, dem Sie geholfen haben

ist übrigens Privatdetektiv.

Ferdinand Zankl.

Ist der nochmal auf Sie zugekommen?

Ne.

*Ruhige Musik*

Bitteschön.

Ich möchte noch was Prinzipielles loswerden.

Jetzt wird's feierlich.

Wenn Menschen bereit sind, gegen Kriminelle auszusagen,

auch wenn sie sich dabei in Gefahr begeben,

verdient es höchsten Respekt. In Ihrem Fall nicht.

(Mohn): Sie haben Dienstgeheimnisse verraten,

Ermittlungen verhindert. Aber vor allem:

Sie haben Kollegen in Gefahr gebracht. Nein!

Ich habe niemals Kollegen in Gefahr gebracht.

Sie haben mit Kriminellen gearbeitet!

Sie haben dem Clan-Boss Bahdari

zum Schutz Ihrer Tochter Polizeiinformationen zugespielt.

Daran ändert auch nichts, dass Sie sich

nach der Haftentlassung Ihrer Tochter selbst anzeigten.

Mia wäre verlegt worden und Sie hätten sich nicht strafbar gemacht.

In Bayern hätte das funktioniert, aber nicht in Berlin.

Na ja, ist ja alles Schnee von gestern.

Was jetzt zählt,

ist Ihr Verhalten in der Gegenwart.

Willkommen in Passau, Frau Polizeihauptkommissarin.

Stellt euch vor: Die Gegend hier im vierten, fünften Jahrhundert.

Der Migrationsdruck im Römischen Reich!

Mit genug Atü auf dem Kessel nützt ein ganzer Limes nichts.

Die waren einfach da: Germanen, Kelten, Goten.

Sprich: die ganze Dritte Welt.

Vielleicht haben sie auch Heime errichtet,

für junge unbegleitete Germanen.

Da ist nichts bekannt, Mama.

Mia, was ich noch sagen wollte:

Mein Sohn kommt am Sonntag auf Sonderurlaub

und Sie haben doch mal gesagt, dass Sie den Justin treffen möchten.

Also, ein Trauma hat der nicht, aber... eine Depression.

Weil, seine Freundin hat ihn abgeschrieben.

Und Sie haben ja gesagt, dass Sie auf Männer in Uniform stehen.

Ich trage eine Uniform.

*Mia kichert* Geh! Das ist doch keine Uniform!

Das ist ein Museumswärter-Kostüm. Also, Sie überlegen sich's, gell?

Selbstverständlich, Frau Bielmeier. Auf Wiederschaun.

Lass dir nichts einreden, Franz.

*Eine Haustürklingel*

Tschüss.

*Ruhige Musik*

Darf ich jetzt nicht mal mehr allein nach Hause gehen?

Komm, steig ein. Bitte.

Ich dachte, wir könnten was essen gehen.

Ist nicht gefährlich?

Mia!

Es kann uns ja jemand erkennen.

Wollen wir uns nicht lieber in unsere Wohnung verziehen? Mia!

Das ist nicht mein Name.

Heute hat Oma Gisela Geburtstag.

Ich hoffe, du hast ihr keine Karte geschickt.

Was hast denn du mit dem Foto gemacht?

*Sie atmet laut aus*

Ich hätte auch sehr gerne was aus unserem alten Leben mitgenommen.

Aber die vom Zeugenschutz haben hoch- und runtergebetet:

Keine Fotos, Erinnerungsstücke, Bücher, Bilder. Nichts!

Und du machst das trotzdem!

Und?

Was hast du jetzt mit dem Bild gemacht? Verbrannt!

Mia! Mia! Fuck you!

Frau Hoffmann?

Ich soll Ihnen was ausrichten.

Von wem?

Ihr Vater hat doch so 'nen hübschen kleinen Dorfgasthof, oder?

Woher wissen Sie das?

Schauen Sie, in dem Umschlag sind 20.000 Euro.

Mein Rat ist: Nehmen Sie das Geld

und fahren Sie damit heim zu Ihrer Familie.

Hat der Allendorf Sie geschickt?

Wiederschaun.

Das ist wohl Ihr Mann da drüben auf dem Foto?

Ja, das ist mein Mann.

Der würde ganz schön dumm kieken,

wenn der uns beide hier so sitzen sehen würde.

Ein schmucker Syrer und eine olle Berlinerin.

Krummschnäbel und Spitzschnäbel vergesellschaftet man nicht.

Wie bitte?

Wellensittiche und Kanarienvögel

gehören nicht in eine Voliere.

Kleines Züchter-Einmaleins.

Aber das nächste Mal, da bringen Sie Ihre Gattin mit!

Natürlich.

Und die junge Frau und ihre Tochter?

Das sind Bekannte.

Erwarten Sie noch jemand?

Wie kommen Sie da drauf? - Diese Torte.

Für uns zwei wäre die doch... ein bisschen viel.

Ja...

Ne, da kommt keiner mehr.

Ich mach uns mal noch 'n bisschen Kaffee.

*Leicht spannende Musik*

Ja, das ist ein sehr schöner Karton, was?

Aber der gehört ja gar nicht hier rein.

Ich bring ihn mal in die Küche, was?

*Eine Tür fällt ins Schloss*

Mia?

*Sie seufzt*

(AB): Mia Bader hier. Ich kann grad nicht.

Ich rufe gern zurück. Tschüss.

Mia...

bitte tu mir den Gefallen und komm nach Hause.

*Leicht spannende Musik*

Mia Bader hier. Ich kann grad nicht. Aber ich rufe gern zurück. Tschüss.

*Leises Stimmengewirr*

(Mann): Da, bitte.

*Ein Hund bellt, leise Stimmen*

*Ruhige Musik*

Was willst du hier?

Das Video.

Was für ein Video?

Du warst doch dabei, oder?

Ich habe dich gesehen.

Hau ab! Ich habe zu tun.

Du hast ganz hinten gestanden mit deinem Handy.

Du hast alles gefilmt, oder?

Ich habe Geld.

Viel Geld.

Ich will dein Geld nicht!

Jetzt gib mir das Scheiß-Handy!

Der Allendorf hat Geld! Geld und Beziehungen!

Gegen den kommst du nicht an! Wenn ich Beweise habe?

Warum hat dir dein Freund nicht geholfen, hm?

Und jetzt... verpiss dich!

Klar, ich kann in 'ner halben Stunde bei dir sein.

Ja. Schon bereit?

Okay. Bis gleich.

Hey du!

... verarschen?

*Musik wird spannend*

*Musik und Stimmengewirr in der Kneipe*

Darf ich davon ausgehen, dass Frau Hoffmann die Stadt verlassen hat

und in ihr räudiges Dorf im Osten zurückgekehrt ist?

Noch 'n Bier, bitte.

Sie hat das Geld genommen. Ich bin sicher, sie wird gehen.

Muss ich nochmal persönlich mit ihr reden?

Lassen Sie ihr etwas Zeit.

Sie muss sich ja überlegen, was sie ihren Eltern erzählt.

Was ich Sie immer schon fragen wollte:

Warum machen Sie bei der Flüchtlingshilfe mit?

Altruistisch sind Sie doch nicht, oder?

Ehrenamtliche juristische Beratung der Flüchtlinge ist gut in der Vita.

Außerdem... linke Aktivistinnen, die sind notorisch promiskuitiv.

Nicht wirklich attraktiv, aber... freizügig.

*Die Stimmen und die Musik werden dumpf und hallend*

*Dumpfer Dauerton*

*Ruhige Musik*

*Musik wird beklemmend*

*Ein Autoalarm ertönt*

Kruzifix nochmal!

*Leiser Autoalarm*

*Unverständliches Schimpfen*

*Leise beklemmende Musik*

*Eine Tür wird geöffnet*

*Er schimpft leise*

*Musik wird spannend*

*Husten*

Geht's?

*Sie hustet und würgt* Hm?

Mia!

Alles raus!

Okay.

Okay.

Kannst du gehen?

Geh mal ein paar Schritte, komm.

Okay...

Gut.

Hat Mama Sie geschickt? Nein.

Okay. Ah ja, dann setzen wir uns hin...

Frau Hertel, Bader hier.

Ich weiß, es ist sehr spät, aber vielleicht erreichen Sie Franz.

Vielleicht weiß der, wo Mia ist.

Sie müsste schon lange hier sein.

Ist sie aber nicht! Und ich weiß auch nicht, wo sie ist.

Mia!

*Frederike seufzt*

Sie schläft seit einer halben Stunde.

Was machen Sie hier?

Sie spionieren uns nach. Nein, ich...

Ich bin da an einem Fall dran, und Mia war quasi ein... Beifang.

Gehen Sie!

Ach so... soll ich die...

Tasse noch abwaschen oder...

in die Spülmaschine?

Seien Sie nicht so streng mit ihr.

Ach, fast vergessen: Ich glaube, das ist Ihrer. Oder?

Ich bin nicht Ihr Feind.

*Ganz ruhige Musik*

*Gejohle*

*Mehrere Männer rufen, jemand schreit erstickt*

(Mann): Na, Tobias, magst du, was ich da tue?

(Frau schreit): Tobi! - Halt die Fresse! Er soll zusehen!

Er soll zusehen! Haltet ihn fest, Jungs!

Tobi, schau her!

*Eine Frau schreit*

*Ein Mann stöhnt*

*Die Frau schreit erstickt weiter*

(Frau schreit): Tobi!

*Ruhige getragene Musik*

Eigentlich fallen die Briefe an die Mutter Gottes

unter das Beichtgeheimnis, aber...

in dem Fall...

Glauben Sie mir...

Wenn man sich in einer Notlage einer anderen Seele öffnen kann...

Es wirkt oft Wunder.

Danke.

Ich kann nicht darüber reden.

Ich will nach Hause zu meinen Eltern.

Nicht mehr an Passau denken...

*Die Musik verstummt*

Bist du da drin?

*Es wird aufgeschlossen*

Na, seltsame Zeiten sind das. Ganz meine Rede, Frau Hertel.

Vor zwei Wochen war ich im Dom.

Der neue Bischof tanzt durch die Reihen wie Dieter-Thomas Heck.

Ich habe ständig gedacht, ich bin in der Hitparade.

Und dann, gestern Nacht...

In unserer Straße ist eigentlich noch nie was passiert.

Hat sich nicht ein Besoffener auf die Motorhaube gesetzt?

Das denke ich auch. Aber Helmut meint...

Der Helmut meint, gestern Nacht war einer hier in der Bäckerei.

Der Lärm war Ablenkungsmanöver.

Ist irgendwas gestohlen worden? (Helmut): Ja.

Und was? Ich habe da ein Blech mit 16 Ausgezogenen hingestellt,

dann der Lärm draußen... ich komme zurück... fehlt einer.

Ich bitte Sie, Frau Hertel!

Drei Bleche à 16 Stück, also 48 Ausgezogene, und einer fehlt!

Das wäre mein erster Fehler dieser Art in 35 Jahren.

Selber verspeist haben Sie ihn nicht?

Süßes sagt mir nichts.

Nehmen wir mal an, Sie hätten recht:

Draußen löst einer den Alarm aus, rennt in die Backstube,

um hier Mundraub zu begehen.

Gut sind sie ja, die Ausgezogenen. Okay. (Hertel): Ja.

Was hätte der hier finden können, außer Kochlöffel und 'nem Teig?

Geld? Eine Kasse? Nein.

Bewahren Sie da die Personalakten auf?

Personalakten? Ja. Ich habe ja nur zwei Angestellte.

Darf ich? Der Graue.

Das bin ich.

Danke.

Wollen wir heute einen Ausflug zusammen machen?

Aber nicht auf dem Rad.

Ist doch eigentlich ganz schön hier.

Woher hast 'n das?

Gefunden.

Zieh dir das mal rein.

"Des Menschen größter Verdienst bleibt wohl,

wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt,

sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen lässt."

Ich habe uns das mal übersetzt.

Es heißt so viel wie: Du und ich,

wir sind absolut am Arsch.

Wir machen doch nur noch, was die uns sagen.

Ich kann das nicht mehr und ich will's auch nicht mehr.

Und was schlägst du vor?

Warum gehen wir nicht ganz weg?

Wohin?

Irgendwohin.

Meinetwegen nach Litauen.

Aber Hauptsache weg hier.

Weißt du, wie viel Geld ich auf dem Konto habe?

Ja, nicht so viel, oder?

Wir müssen es hier 'ne Weile aushalten, Mia.

Auch miteinander. Auch wenn's schwerfällt.

*Leise beklemmende Musik*

*Er atmet schwer*

Ich muss noch was erledigen.

Hat's 'n Zweck, wenn ich frage was?

*Verneinungslaut*

Mia?

Dieser Detektiv...

... der hat mir so schön beim Kotzen geholfen.

Ja, ich bin begeistert.

Ich will nicht, dass du mit dem nochmal ein Wort wechselst.

Wir könnten ihn noch mal brauchen. Der kann uns helfen. Nein.

Der Typ ist skrupellos.

*Beklemmende Musik*

*Musik wird dynamisch*

*Musik wird ruhig*

Sie könnten aus der Sache hier ohne Ärger wieder rauskommen.

Sogar ein Bonus wäre drin.

Machen Sie nur einen Anruf. Es geht doch nicht um Geld!

Mein Onkel hat beste Beziehungen.

Dein Onkel wird mich umbringen lassen!

Oder glaubst du, ich bin deppert?

Polizist sind Sie nicht.

Haben Sie was mit der Mutter?

Oder mit der Tochter?

Du, weiter, komm! Hop!

Wissen Sie...

ich sehe das so:

Die Kleine...

hat sich für das falsche Leben entschieden

und ihre Mutter mit ins Unglück gebracht.

Die war bei der Polizei. Die hat gut Geld verdient.

Die beiden hatten kein schlechtes Leben.

Und was macht die Tochter?

Geht ins Drogenbusiness! Ohne Not!

Und erzählt meinen Cousins dann auch noch,

was ihre Mutter für 'n Job hat.

Und dann kam der kreative Teil.

Meine Cousins haben der Kleinen ein Kilo Koks in die Jacke gesteckt

und sie hochgehen lassen.

Zwei Jahre! Ohne Bewährung!

Und dann kam der Deal.

Schutz im Knast...

gegen Infos von der Polizei.

Und für so eine wollen Sie Ihren Kopf riskieren?

Sie haben noch nie einen umgebracht.

*Leises Motorgeräusch*

*Er atmet laut durch* (leise) Okay!

Leg den Spaten hin!

Sofort!

*Hoher Dauerton*

*Stille*

*Metallisches Geräusch*

Was? Nichts.

*Ein Schuss*

Oh!

Oh, fuck!

*Er stöhnt*

(schreit) Hey!

Hey!

*Er stöhnt*

*Das Handy klingelt*

(gequält) Ja?

Herr Zankl, wie war nochmal Ihre Jobbeschreibung?

Kleiner Wald- und Wiesendetektiv? Frau Bader!

Sie verdienen Ihr Geld mit Arschlöchern!

*Lachen*

Jana Hoffmann wurde unter Drogen gesetzt und vergewaltigt.

Ihr Freund, Tobias Knechtel, konnte ihr nicht helfen

und wurde damit wohl nicht fertig.

*Polizeisirene*

Was?

(Mann): Herr Allendorf,

Sie und Ihre drei Freunde sind vorläufig festgenommen.

Was hast du denen gesagt?

(schreit) Was hast du denen gesagt, hm?

Hm, was habe ich gemacht?

Sie machen die Drecksarbeit für Typen, die glauben,

sie könnten sich alles erlauben. Frau Bader, bitte!

Und Sie sind ein skrupelloses Arschloch!

(stöhnend) Frau Bader...

Bitte! Halten Sie sich von uns fern!

Vergessen Sie meinen Namen!

Ist besser für Sie. Glauben Sie mir.

Sonst mache ich Sie fertig!

*Er atmet stockend*

Bitte zu...

*Das Handy fällt polternd runter*

*Lauter Atmer*

*Stille*

UNTERTITELUNG: Timecode-Filmstudio, Kehl, 2019.

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