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(Den Hauptpersonen wurden folgende Farben zugeordnet:)
Christine von Guldenburg Herta von Guldenburg
Thomas von Guldenburg Max von Guldenburg
Achim Lauritzen Evelyn Lauritzen
Margot Balbeck Kitty Balbeck
Was ich dir sage, muss unter uns bleiben. Versprichst du mir das?
Ich bitte dich, Nane noch etwas in Ruhe zu lassen.
Sie ist erst 17 und hat gerade ihren Vater verloren.
Sie sucht in dir etwas von der Liebe, die ihr genommen wurde.
Verstehst du, was ich meine? Nein. Hat Nane etwas erzählt?
Nein, sie weiß auch nicht, dass ich mit dir rede.
Das ist allein eine Sache zwischen dir und mir. Du bist bald erwachsen.
Du gehst bald zum Militär, oder du studierst.
Dann seid ihr nicht mehr zusammen.
Ihr seid zusammen aufgewachsen wie Geschwister.
Aber das heißt nicht, dass ihr füreinander bestimmt seid.
Du verstehst, was ich meine? Ja. Ich habe verstanden.
Ich soll Nane nicht mehr belästigen. Von Ihnen habe ich das nicht erwartet
Du willst mich sprechen? Guten Morgen. Guten Morgen
Setz dich! ... Setz dich doch!
Ich habe es eilig.
Mir gefällt deine Selbstherrlichkeit nicht.
Ich kann nicht immer den Familienrat einberufen.
Das geht alles viel zu schnell.
Die Familie muss endlich begreifen, dass mein Vater...
... nicht so erfolgreich war, wie er immer tat.
Mein Vater hat das Erbe der Guldenburgs fast ruiniert.
Es gibt gute Zeiten und schlechte. In den guten Zeiten spart man.
Heute investiert man in den schlechten Zeiten.
Jetzt muss ich nach Hamburg zu Lauritzen.
Man soll mit seinem Schwager keine Geschäfte machen.
Er hat in den letzten Jahren nur Scheiße abgeliefert.
So ein Ausdruck zum Frühstück!
Graf Guldenburg kommt. Packen Sie das weg!
Entschuldigung, ich bin es nicht gewohnt zu warten.
Guten Tag, Thomas.
Was haben wir denn da? Balbeck-Bier.
Du wirst jetzt schon unserem Bier untreu?
Möchtest du Kaffee oder einen Aperitif?
Ich will ein Guldenburg-Bier.
Bringen Sie uns zwei Bier! Guldenburg? Ja, was denn sonst!?
Komm zur Sache!
Ich bin dabei. Du kochst auf zwei Flammen. Wie lange schon?
Soll ich so einen Auftrag wegen ein paar läppischer Anzeigen...
... für euer Bier aufgeben?
Läppisch. Das ist genau der richtige Ausdruck für das,...
... was du uns seit Jahren ablieferst.
Dein Vater wollte es so.
Lass meinen Vater aus dem Spiel. Jetzt bin ich dran.
Stimmt. Jetzt bist du da.
Und du glaubst, dass alle nach deiner Pfeife tanzen?
Es passt mir nicht, wie du den Balbecks hinten reinkriechst, ...
... und wie du mit Evelyn umgehst.
Ich werde meine Schwester schützen Und noch?
Das war vorerst alles.
Jetzt hör mir zu. Ich bemühe mich um Kontakt zu Jan Balbeck,...
... und du machst alles kaputt.
Ihr Guldenburgs seid mit hohen Nasen geboren.
Aber eines Tages liegt ihr damit im Dreck.
Wenn du etwas tun willst, dann einige dich mit den Balbecks...
... und unterstütze den Industriepark.
Sonst bist du bald erledigt. (Ironisch:) Ich danke dir.
Du musst dich entscheiden, unser Bier oder Balbeck!
Ich brauche dich nicht. Auch die Balbecks brauche ich nicht.
Ich brauche niemanden.
(Musik)
Ich freue mich, Gräfin.
Bitte setzen Sie sich hier hin. Da ist mein Platz, wenn ich hier bin.
Wir haben heute frischen, schottischen Lachs, ...
... gegrillt oder geräuchert als Vorspeise.
Dann kann ich noch empfehlen...
Sparen Sie sich das Gerede. Ich esse hier immer dasselbe.
Für mich noch einen Wein. Ich nehme ein Bier.
Ein Guldenburg, bitte. Nicht zu kalt, bitte.
Was ist der Grund unseres Treffens Martin hat ein uneheliches Kind.
Er hatte eine Geliebte.
Sie schreibt für Zeitungen. Ich habe hier ihre Adresse.
Kümmern Sie sich bitte sofort darum!
Ich muss mich erst an den Gedanken gewöhnen.
Irren Sie sich nicht? Vielleicht war es nur eine flüchtige Affäre.
Nein. Ich habe das Kind gesehen. Es ist ein Guldenburg.
Was soll ich jetzt tun?
Finden Sie sie ab. Ich zahle soviel sie will.
Die Bedingung: Solange ich lebe, möchte ich von ihr...
... und dem Jungen nichts mehr sehen und hören.
Er ist ... Ein Guldenburg, gnädige Frau.
(Sekretärin:) Herr Lauritzen ist gerade angekommen.
Ich habe keine Zeit.
Hör ihn dir an und tue interessiert. Ich muss ihn bei der Stange halten.
Gut, aber nur für fünf Minuten. Ich bin mit Deichmann verabredet.
Du triffst dich häufig mit ihm, allein dreimal in der letzten Woche.
Ich habe einen aktuellen Anlass. Wieso? Kümmere dich um deine Sachen!
Sie sind ein außergewöhnlicher Mann. Danke. Hat alles geklappt?
Für Sie immer, Herr Deichmann.
So oft ich kann, leiste ich mir den Luxus, hier der einzige Gast zu sein.
Ich hatte an ein Arbeitsessen gedacht.
Das bedaure ich. Sie sind unser bester Anzeigenkunde.
Darum geht es nicht. Ich habe eine Bitte. Bitte, bitten Sie.
Ich habe ein Problem. Sie kennen doch Offenbach?
Ja, leider kenne ich ihn zu gut. Wieso?
Er macht Schwierigkeiten. Das haben wiedergewählte Politiker so an sich.
Aber da gibt es sichere Methoden.
Welche Methode ist das? Dreimal dürfen Sie raten.
Ich bin da ganz sicher.
Aber jeder hat seinen Preis. Und was ist Ihrer?
Ich bin unbezahlbar. - Sie erlauben, gnädige Frau.
Sie haben meine Mutter mit diesen Entwürfen sehr beeindruckt.
Was haben Sie bei Guldenburg erreicht? Er war heute morgen bei mir
Da ist etwas faul. Wieso? Die sind irgendwie zu Geld gekommen.
Schultes Bank ist in Schwierigkeiten.
Können Sie mir dann erklären, woher das Geld kommt?
Wieso fragen Sie mich? Das sollen Sie für uns herausfinden.
Keine Sorge, das schaffe ich schon.
Ich weiß auch schon wie. Hoffentlich.
Danke, dass Sie gekommen sind.
Gut, ich bin da. Aber was soll diese Heimlichtuerei?
Ich will Sie nicht bloßstellen.
Sonst kann man denken, dass wir hinter Thomas' Rücken was aushecken.
Die Idee war nicht von mir.
Ja, aber Sie sind gekommen, und ich weiß auch warum.
Weil Sie genau wie ich befürchten, dass hier alles den Bach runtergeht.
Und Sie wissen genau wie ich, dass die Pleite...
... ohne den Industriepark nicht aufzuhalten ist.
Nur, wenn Thomas viel Geld kriegt. Woher kriegt er das?
Ich kann nichts dagegen tun.
Das Geld kommt aus der Schweiz. Von wem? Ich weiß es nicht.
Weiß Schulte davon?
Ja, die Bank weiß Bescheid. Gesswein ruft ständig an.
Gesswein verwaltet unsere Aktien. Das hätte ich mir denken können.
Was? Ich danke Ihnen. Was dachten Sie sich?
Dass Sie ohne Brille hübscher sind.
(Die Schulglocke läutet.) Tobias kommt da hinten.
Hallo Tobias. Hast du schon aus? Wie ging es denn? - Gut.
Wartest du auf mich? - Nein, ich muss arbeiten.
Ist was? Los sag schon, da ist doch etwas!
Frag deine Mutter.
Nane, komm!
(Klaviermusik)
(Lautes Autohupen)
Grüß dich. - Hallo.
So etwa sieht der Parcours aus.
Du musst bei den kurzen Abständen zwischen den Hindernissen aufpassen.
Wenn du Pferdezucht betreiben willst, dann mach dich auf einiges gefasst.
Von wem stammt das Pferd ab? (Nane zählt die Ahnen auf.)
Nicht übel.
Zuerst reitest du auf die Mitte vom Hindernis zu. Gut, gleich noch mal.
Mach es noch mal, aber mit mehr Schwung.
Lass das, es geht schon.
Du musst dem Pferd mehr Zeit lassen. Ich bringe es dir noch bei.
Frau Kröger, wo ist der Tobias? - Der ist nach Elmshorn gefahren.
Zu seinem Onkel? - Ja.
Martin! Martin!
Martin? Martin!
Wo bist du? Martin!
Martin! Wo bist du?
Martin!
Martin!
Martin! Was ist?
Junge, was ist passiert?
Martin, mein Schatz. Liebling, was ist los?
Ich weiß nicht. Mir ist schwarz vor den Augen.
Bleib liegen. Ich hole einen Doktor.
Mir tut nichts weh. Mir ist schon öfters schwarz geworden.
Ich finde das schön. - Es war nicht das erste Mal?
Nein. Das kommt vom Wachsen. - Wer sagt das?
Dieters Mutter. - Egal, bleib liegen.
Du hast alles nass gemacht. - Das macht nichts.
Mich schimpfst du deswegen aus.
Du bist frech. Dann geht es dir schon wieder besser.
Hier ist Carina de Angeli. Ich brauche dringend den Doktor.
Mein Sohn war gerade bewusstlos. Jetzt ist er wieder bei sich.
Können Sie gleich kommen? ... Das geht nicht. Es ist dringend.
Bitte, kommen Sie.
Ja, danke.
Das kommt vom Wachsen. - Mir wurde nie schwarz.
Du bist ja auch ein Mädchen. Ja, das wird es sein.
(Eine Motorsäge macht laute Geräusche.)
Was macht ihr hier?
Wir fällen Holz. Petzold hat das angeordnet, Frau Gräfin.
Nein, Doktor Petzold ist nicht da. Gut, ich werde es ihm ausrichten.
Das sollst du doch nicht.
Ich will es aber. Du musst begreifen, dass der Graf nicht mehr lebt.
Ich hoffe, du wirst jetzt mehr Zeit für mich haben.
Ich arbeitete 14 Jahre für ihn. Die Arbeit war mein Leben.
Und jetzt passiert das, was er nie wollte: der Ausverkauf.
Ich könnte heulen. - Da kommt die Gräfin.
Warum werden Bäume gefällt?
Weil wir es uns anders nicht leisten können.
Die Brauerei und die Bank haben lange die Verluste des Gutes aufgefangen.
Wollen Sie die Bilanzen sehen?
Nein, aber ich will über alles informiert werden.
Das müssen Sie Graf Thomas sagen.
(Das Telefon summt.)
Wer ist dran? Ja, stellen Sie Lauritzen durch. Was gibt es Neues?
Viel. Erkundigen Sie sich mal nach den Börsenumsätzen der Schulte-Bank.
Schulte spekuliert nicht. Vielleicht weiß er gar nichts davon.
Das ist ja ein Ding. Wie heißt der Herr? Aha, Gesswein.
Das war der Kontaktmann für Thomas Guldenburg?
Vielen Dank, Sie haben mir sehr geholfen.
Es ist nur ein Spiel, oder?
Nein, das ist nicht die richtige Lebens-Philosophie.
Ein Spiel hat Spielregeln.
Unser Leben hat keine verbindlichen Regeln.
Wir erfinden Regeln.Du hast deine, ich hab' meine. Jeder hat seine.
Wenn das Spiel stattfindet, heißt das meistens Chaos.
Wir wenden das in der Spielbank an Du meinst beim Roulette?
Ja. Zufall ist Chaos. Das liegt dir. Ich lade dich ein.
Wie hoch lädst du mich ein?
Ich habe in der letzten Woche mehr verdient als Vater im Jahr.
Also was ist?
Sei mir nicht böse. Ich bleibe hier und schaue in den Kamin.
Schade.
Herr Balbeck? Mein Name ist Gesswein. - Kommen Sie herein!
Entschuldigen Sie den späten Termin, aber es ist dringend. Ich brauche Sie
Sie mich? - Ja. Warum gehen Sie nicht zu meinem Chef?
Aus dem gleichen Grund wie Sie.
Weiß Doktor Schulte von Ihren Aktivitäten an der Börse?
Meine Aktivitäten?
Sie haben im Namen der Bank Aktien für 54 Millionen umgesetzt.
(Jan Balbeck:) Sie haben dabei über 500 000 DM Profit gemacht.
Ja, und ? Was geht sie das an?
Ich bitte Sie. Ich bin noch nicht fertig.
Ich habe nichts dagegen, wenn Sie Geschäfte machen.Warum nicht mit mir?
Ich suche schon lange einen Partner.
Ich will im Aktiengeschäft aktiv werden.
Ich soll Ihr Partner sein?
Durch meine Beziehungen bekomme ich laufend gute Informationen.
Aber ich brauche einen Strohmann. - Ich verstehe.
Die Sache ist mir sehr ernst. Deshalb nehmen Sie diesen Vorschuss.
Ich gebe Ihnen jeden morgen Anweisungen.
10 % vom Gewinn gehören Ihnen.
Sie gehen ganz schön ran. Nur wer wagt, gewinnt.
Bitte machen Sie das Spiel.
Soll ich Ihnen Glück bringen? Ich kann es gebrauchen.
Das war es.Rot gewinnt heute nicht Das war, bevor ich kam.
Da! Versuchen Sie es nochmal! Sie kriegen es zurück.
Setzen Sie ruhig alles!
Nichts geht mehr!
(Croupier:) Die 36, rot, gewinnt. 5000 DM liegen auf rot.
Nicht wegnehmen. Lass es stehen! Alles auf rot? Auf rot.
Rot! Zusammen wären wir ein unschlagbares Paar.
Das ist so eine Sache. Hier ist Ihr Einsatz. Danke.
Ja und jetzt? Jetzt gehen wir zu mir.
Das ist für die Angestellten, und den Rest bitte auf schwarz.
Das ist jetzt Ihr Spiel. Wenn schwarz kommt, haben Sie gewonnen.
Und was? Mich.
(Croupier:) 6, schwarz, hat gewonnen.
Ich bin wieder da. Was fällt dir ein, dich nicht zu melden?
(Schreit:) Du benimmst dich so, wie ich es dir sage.
Ich will nicht, dass du im Büro anrufst!
Du verlässt diese Wohnung künftig nicht ohne meine Erlaubnis.
Ist das klar? Ob das klar ist?!
Wenn du dich wie ein Kind benimmst, behandele ich dich auch so.
Hast du verstanden?
Ja. So ist es brav.
Nun erzähl mal schön! Wie war es in Amsterdam?
Hast du was eingekauft? Das ist doch das Einzige, was du kannst.
Zu etwas anderem taugst du nicht.
Du kannst nicht kochen und nicht Staub wischen.
Und Kinder kriegen kannst du auch keine.
Du wolltest immer einen Sohn nicht?
Du hast gesagt, dass ich keine richtige Frau bin.
Du warst kein richtiger Mann.
Keiner, von dem ich ein Kind haben wollte.
Darum bin ich nach Amsterdam gefahren.
Erst jetzt bin ich keine richtige Frau mehr.
Aber wenn du willst, mache ich einen Kochkursus.
Nane, du bist noch wach? Ich kann nicht schlafen.Was tust du?
Nichts besonderes.
Ich gucke Geschäftsbücher an. Mama? Ja.
Was hast du Tobias gesagt? Nichts Geheimnisvolles. Was?
Er soll dir Zeit lassen, wenn er dich gern hat. Dann ist alles klar.
Warum lässt du uns nicht in Ruhe? Als Mutter mache ich mir Sorgen.
Vielleicht war es falsch. Bestimmt. Vielleicht aber auch nicht.
Du bist meine erste siebzehnjährige Tochter. Ich muss erst üben.
Ich muss doch aber sagen, was ich richtig finde.
Wenn ich eine Tochter habe, mache ich es anders.
Und wie? Wenn sie Probleme hat, warte ich, bis sie mich fragt!
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