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Zulu
UT
(Hinweise und Erklärungen.)
(Den Hauptpersonen wurden folgende Farben zugeteilt)
Christine von Guldenburg Hertha von Guldenburg
Thomas von Guldenburg Max von Guldenburg
Achim Lauritzen Seine Frau Evelyn
Margot Balbek Ihre Tochter Kitty
Ihre Post, Gräfin. Danke.
Von Sascha? Ja.
Wann kommt er wieder?
Beeil dich, wir haben zu tun!
(Englisch) Nicht mehr in der Mannschaft? - Es scheint so.
Sie sind Deutscher? - Hört man das?
Ja. Ich bin Amerikanerin. - Das hört man.
Warum nicht im Boot? - Ich war nicht gut, sagt der Trainer
Das kann ich nicht glauben. - Ich habe zu wenig trainiert.
Woher können Sie deutsch? - Meine Mutter war Deutsche.
Was studieren Sie? - Musik und Wirtschaft.
Passt das zusammen? - Musik machen ist leicht.
Musik verkaufen ist schwerer.
Papa produziert Schallplatten. - Und Fernsehen, nicht wahr Peggy?
(Sie sprechen englisch.) Ihre Sendung gefällt mir gut.
Und Sie sind Graf Guldenburg! - Sie kennen mich?
Fast alle Mädchen mögen Sie. - Und die anderen?
- Die lieben Sie. Sind alle Amerikaner so schnell?
Ich muss gehen. Um 4 Uhr ist meine Sendung im Radio.
Halt! Und heute Abend? - Finden Sie es heraus!
Um 5 Uhr bin ich frei. - Vielleicht.
Thomas, lass das! Ich will dir aufräumen helfen.
Du führst die Geschäfte, gut! Aber das ist zuviel!
Ich brauche den Platz zum Arbeiten. Das behalte ich!
Ich weiß, wo Mutters Foto stand. Dann kam es in die Schublade
Eine Frage, Christine.
Kanntest du Vater,bevor sie starb? Das ist 20 Jahre her.
Ja oder nein? Nein.
Ich glaube dir nicht. Dann lass es!
Guten Morgen. Nehmen Sie Platz, Herr Petzold!
Was gibt es? Es sieht schlecht aus.
Das Gut hatte im letzten Jahr Ver- luste. In diesem Jahr ist es auch so.
Wir brauchen zwei neue Speicher. Die Brauerei läuft gerade so,...
...aber die neue Abfüllanlage kostet viel Geld.
Dann bleibt nur die Bank! Dafür ist Herr Schulte zuständig.
Ist das die Zwischenbilanz, Dr.Petzold?
Das verstehe ich nicht.
Es ist nichts da. Das ist alles.
Sie lieben Pünktlichkeit. Ich brauche noch etwas von Petzold.
Ich bin warten gewohnt, Chef.
Aber für mich ist pünktlich: 5 Minuten vor der Zeit!
Interessant! Rechnen Sie mal alle die 5 Minuten zusammen!
Das ist ein halbes Leben!
Ich nutze die Zeit zum Denken, auch bevor Sie kamen. Woran ich dachte?
Ihr Vater hat unsere Möglichkeiten weit überschätzt.
Sie haben eben eine Minute verschenkt!
Der Industriepark ist gestorben, Herr Schulte!
Die Familie, Großmutter will keine Industrie auf Guldenburg.
Also, keine Sorge!
Ihre Großmutter pflegt die Tradition.
Verzeihung, wir müssen etwas gegen die Verluste tun.
Das ist das Problem. Die Brauerei braucht schnell eine neue Anlage.
Das kostet, also brauchen wir Geld.
Eine Privatbank ist kein Geldschrank, aus der man einfach Geld nimmt.
Sie wissen auch, eine Bank gibt Geld nur gegen Sicherheiten.
(Es klopft.) Ihr Vater wusste das!
Was ist? - Ihr Wagen parkt falsch, Graf!
Die Polizei ist da sehr genau. Herr Gesswein, Wertpapier-Stelle!
Wir haben alles besprochen, oder? Es gibt kein schnelles Geld!
Wir machen Geld auf alte Art, wir verdienen es!
Ich weiß, guten Tag.
Die alte Art bringt wenig Geld, Graf. Schneller geht's auf neue Art!
Wie? Spekulationen.
Man muss nur das Risiko beachten. Ich habe einen Tipp bekommen.
Gehen wir essen? 12 Uhr - im Lübecker Ratskeller!
Hör mal zu! Deine Mutter? - Na und!
Hallo Mama!
Tobias, kannst du die Bahn nehmen? Ich will mit Susanne in die Stadt.
Kein Problem! Tschüs!
Was ist? Ich will mir helle Kleider kaufen.
Papa würde das verstehen.
Ich denke oft, Papa ist noch da.
Und er schaut uns zu.
Oft wache ich nachts auf, weil er nicht neben mir liegt.
Wenn die Tür aufgeht, erwarte ich ihn.
Wenn das Telefon... Mama!
Wir haben noch uns!
Da ist noch was! Was ist mit Tobias?
Geht ihr zusammen? Sicher. Aber das ist meine Sache!
Er ist nett und sehr... Hör auf, Mama!
Mit meiner Mutter war es ähnlich. Aber sie hatte oft recht.
Keine Angst, wir waren noch nicht im Bett!
Das meine ich nicht. Ich will darüber jetzt nicht reden.
Hör mal! Als ich so alt war wie du, war da ein Junge.
Es war der Sohn eines Stallburschen, ein schöner, schwarzhaariger Ungar.
Er gab mir Gitarren-Unterricht. Und ich liebte ihn.
Plötzlich war er weg. Mein Vater hat ihn nicht entlassen.
Sie gingen.
Weil sein Vater diese Liebe nicht für richtig hielt, damals.
Heute ist es anders, aber die Leute halten dich für etwas besonderes.
Ich bin nichts besonderes!
Doch. Du sitzt wie eine, die immer zwischen Luxussesseln gesessen hat.
Du gehst wie durch ein Schloss. Und in deinen Augen sieht man die Weite.
Das Land, wo du aufgewachsen bist. Man spürt Sicherheit in deinem Wort.
Nur Besitz und Namen geben diese Sicherheit.
Noch etwas Kaffee? Danke, Herr Albert. Bitte zahlen.
Sie waren unser Gast, Gräfin.
Siehst du, was ich meine?
Schön, Herr Krause. Die weißen Rosen bitte vor die roten!
Und Sie?
Ich mache Nachforschungen. Mein Name ist Altdorf.
Ich habe Fotos von Ihrem Sohn. Von Martin? Kommen Sie!
Wer ist das? Die letzten Fotos vom Grafen.
Wer ist die Frau?
Das will ich Ihnen sagen, aber... Reden Sie!
In der Unfallnacht war der Graf in Hamburg, nicht zum ersten Mal.
Und da ist auch ein Kind.
Unmöglich.
Das passiert in den besten Familien.
Wie heißt diese Frau?
Ich wusste, das interessiert Sie. Aber meine Kosten?
Ich denke, wir werden uns einigen. Wie viel?
War hier der Unfall? Etwas weiter vorn.
Wo waren Sie vorher? Was meinen Sie?
Sie haben meinen Sohn abgeholt. Aus dem Club. Warum?
Ich dachte nur... Unsinn!
Wohin, Frau Gräfin? Zu Max.
Auf die Insel? Elbchaussee!
Das soll einer verstehen! Erst studierst du Philosophie,...
...dann Naturwissenschaft, jetzt Chaos-Forschung.
Was ist das? Tu Milch in den Kaffee!
Siehst du!
Zwei Systeme wirken aufeinander ein. Es entsteht Chaos.
Das ist kein Chaos!
Für mich ist es die Vereinigung von Kaffee und Milch: Milchkaffee!
Um Chaos zu machen, brauchst du diese Versuche nicht!
Sieh mal in die Küche!
Du brauchst eine Frau!
Eine Frau ist ein natürliches Chaos.
Konzentriere deine Forschung auf mich!
Das ist mir zu endgültig.
Mich reizt mehr der Weg als das Ziel.
(Es läutet.) Erwartest du Besuch?
Aber diese Nacht bleibst du noch hier, sonst komme ich nie wieder.
Dann muss ich dich holen.
Mama?
Darf ich reinkommen? Immer willkommen!
Das ist Ruth Gregory, meine Mutter!
Guten Tag.
Die Frau des Konsuls? Ja, die geschiedene Frau.
Ich muss leider weg. Bis heute Abend!
Auf Wiedersehen!
Du irrst, Mama. Ich weiß, du heiratest nie.
Es ist auch besser. Noch mehr Enkel bringen noch mehr Sorgen.
Es ist alles schwer genug.
Kaffee? Nein.
Warum kommst du her?
Du bist nervös! Nein.
Du warst zwei Jahre nicht hier.
Was ist passiert? Glaubst du,...
..dein Bruder hatte eine Geliebte? Martin? Ja, möglich.
Jahrelang? Unmöglich!
Er hatte ein uneheliches Kind.
Wer sagt das? Altdorf, er hat Beweise! Fotos!
Das ist... Ein Skandal!
Und die Mutter?
Carina de Angeli. Carina?
Kennst du sie etwa?
Natürlich, leider nicht persönlich Ich verstehe Martin langsam.
Als Mann verstehe ich ihn.
Es ist kein Bauernmädchen, wie bei unseren Vorfahren!
Eine vornehme Frau! Die will sicher keinen Skandal.
Das weiß man nie. Kein Wort zu Christine! Niemals!
Das ist schwer geheim zu halten. Ich sorge dafür.
Hält das Wetter? Bestimmt, Frau Gräfin.
Wohin geht es? Zu Frau de Angeli.
Sie kennen die Adresse? Ja.
(Klassische Musik.)
14 Jungen mit roten Schuhen. Die Frage ist nur: Wie viele Schuhe?
Ich habe heute keine Schulaufgaben!
(Es läutet.) Du bleibst hier!
Rechnen lernst du nur durch Üben.
Carina de Angeli? Ja.
Guldenburg. Sie wissen, wer ich bin?
Ja.
Darf ich kurz eintreten? Bitte.
Setzen Sie sich! Etwas zu trinken? Nein, danke.
Ich will Ihnen keine Vorwürfe machen.
Mit Moral hat mein Besuch nichts zu tun.
Das ist Ihre Sache. Ich will verhindern, dass es bekannt wird.
Deshalb Ihr Besuch? Ich will auch keine Öffentlichkeit!
Wie kamen Sie her? Der Chauffeur?
Ein Herr Altdorf verkaufte mir die Adresse.
Ich denke, er schweigt jetzt. Der Privatdetektiv?
Ich weiß nicht, was Martin Ihnen versprochen hat. Es war Unrecht.
Sie und das Kind haben keine Ansprüche!
Ich sehe, Martin hat sie gut versorgt.
Ich zahle Ihnen eine Abfindung, aber nur einmal.
Gehen Sie bitte! Habe ich Sie verletzt?
Jetzt ist alles vorbei, und Sie sind moralisch entrüstet?
Ich will die Ordnung wieder, die Sie und Martin zerstört haben.
Das ist alles!
I h r e Ordnung kann man mit Geld regeln, meine aber nicht.
Ich will Ihr Geld nicht! Es soll kein Geschenk sein.
Ich will einen Vertrag, wo Sie auf alle Rechte verzichten.
Ein Vertrag? Wozu soll ich mit Ihnen einen Vertrag machen?
Es war nett, Sie zu sehen. Wirklich?
Martin hat viel von Ihnen erzählt.
Jetzt verstehe ich ihn. - Mami!
Mein Anwalt meldet sich.
Wer war die Dame? - Sage ich dir später.
Ich habe ein wichtiges Gespräch mit Balbeck! Was ist?
Ich brauche Geld.
Wofür? Für Amsterdam.
Gut, hier!
20 Mark für ein Taxi nach Haus!
Noch hier? Wenn du uns blamieren willst,...
...Balbecks haben uns eingeladen! Morgen Abend!
Gib mir Geld! Es gehört mir. Wie viel?
10 000! 10 000?
Stimmt, zu wenig! Gib mir 15 000! Deine Boutique kostet ein Vermögen!
Verschenke die Kleider doch! Dann sparst du die Ladenmiete.
Und das Personal!
Wann bist du zurück?
Wenn es rote Rosen schneit und kühlen Wein regnet.
(Musik.)
(Eine Frau spricht niederländisch.)
Mein Name ist Lauritzen. Sie waren schon mal hier?
Ja. In welchem Monat sind Sie?
Im zweiten Monat.
Der Arzt kommt gleich. Setzen Sie sich!
Tschüs. - Sie gehen schon? Guten Flug!
Kröger. Frau de Angeli? - Ja.
Sie kennen mich nicht. Ich war sein Chauffeur.
Und? - Ich habe etwas für den Jungen.
Er hatte Geburtstag, aber ich war verhindert. Ich war in der Klinik!
Der Graf hat es für den Jungen bestellt. Er muss es bekommen.
Jetzt erst recht! - Kommen Sie bitte!
Wer ist das? - Kurt!
Und du bist Martin? - Ja.
Kommen Sie!
Ist was? - Schon gut.
Warum kommen Sie? Es gibt die Post.
Wollten Sie die Geliebte Ihres Chefs sehen?
Vergessen Sie Ihr schlechtes Gewissen!
Ich habe auch keines. - Ich war nur sein Chauffeur.
Aber er hat mich geachtet, und ich ihn.
Er hat mich bezahlt, sonst wären wir vielleicht Freunde gewesen.
Deshalb komme ich. Und ich kann mit niemandem darüber reden.
Worüber? - Was wirklich passierte.
Es war ein Unfall.
Vergessen Sie es! - Das kann ich nicht.
Wenn Sie erlauben, besuche ich Sie manchmal. Ich bin es so gewöhnt.
Das hatte er in der Hand, als er...
Ich habe es aufbewahrt.
Mama, sind die Würstchen fertig? - Langsam musst du kochen lernen.
Mach schon mal Wasser heiß!
(Party-Unterhaltung und Geschirr-Klappern.)
(Party- Musik.)
Der junge Guldenburg! Was tun Sie hier?
Das gleiche wie Sie. Und was?
Geschäfte.
Und Sie wegen des Biers? Ganz wie Ihr Vater!
Hallo Graf! Ich bin Kitty Balbek. Ich weiß.
Einen Cocktail?
Oder lieber ein Pfund Kaviar? Trinken gern, Fisch mag ich nicht.
Wie kommst du her? Beziehungen.
Schöne Farbe, das Getränk! Was will mein Bruder von Ihnen?
Vermutlich Geschäfte machen wie mit meinem Vater.
Vorsicht! Warum?
Komm bitte mal, Thomas!
Sehen Sie! Verzeihung.
Wir tanzen später?
Versprochen!
Geh Isabel, ich muss arbeiten!
Das Schicksal führt uns immer wieder zusammen.
Sie kennen Isabel? Kennen? Kaum.
Sie geht immer barfuss. Was trinken Sie?
Alles, nur keinen bunten Sekt. Nett gesagt!
Wie ist die Party?
Ich mache das einmal im Jahr, ist gut für das Geschäft.
Ich mixe Ihnen etwas, aber nur nach meinem Rezept. Für Sie auch?
Danke, ich mixe lieber selbst.
Ich dachte, ich treffe Ihre Mutter.
Die kommt später. Sie ist noch bei Deichmann, dem Verleger.
Raten Sie mal, wie viel Geld hier auf der Party tanzt! Nur zum Spaß!
Ein paar Millionen?
Deichmanns Tochter allein ist gut für eine halbe Milliarde!
Kennen Sie die? Nein.
Macht nichts. Sie ist zu mager!
Wie ein Dünndruck in Leder mit Goldrand.
Mit dem Guldenburg-Industriepark stecken wir die alle in die Tasche!
Auf unsere gemeinsamen Geschäfte! Geschäfte ja.
Auf gemeinsame müssen wir vorerst verzichten.
Wie? Guldenburgs steigen aus.
Ich finde das Projekt gut, aber die Familie!
Die Familie will nicht. Evelyn will bestimmt!
Das reicht nicht.
Es tut mir Leid, aber trinken können wir trotzdem.
Oh! Schmeckt nicht übel,das Rezept merke ich mir. Etwas Zucker fehlt.
Er macht ein Millionengeschäft kaputt und klaut mein Rezept!
Guldenburg, so werden Sie hier nicht groß!
Oder gerade deshalb!
Darf ich?
Den kriege ich noch so klein!
Sein Vater hatte hier eine Geliebte. Da staunen Sie!
Da ist der schwache Punkt! Das glaube ich nicht.
Ich kenne die Fotos. Jetzt geht es los!
Ohne die Bank wären die pleite? Stimmt.
Dann packen wir uns den Schulte!
Besorgen Sie mir die Bilanzen vom Gut und der Brauerei!
Sie wollen meinen Bruder ärgern. Stört es Sie?
Nein.
Sie sind der erste Mann, an dem mich nichts stört.
Guldenburg und Balbeck, das geht nicht gut!
Denk an Romeo und Julia!
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