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Das Erbe der Guldenburgs "Das letzte Vermächtnis" Sendung am 29.01.04, ZDF
UT
(Hinweise und Erklärungen.)
(Den Hauptpersonen wurden folgende Farben zugeordnet)
Christine von Guldenburg Herta von Guldenburg
Thomas von Guldenburg Max von Guldenburg
Achim Lauritzen Evelyn Lauritzen
Margot Balbeck Kitty Balbeck
(Musik.)
Was willst du Mutter? In 2 Stunden gehört das alles mir.
Nichts gehört dir! Du verwaltest es nur.
Du musst es erhalten und vermehren Genau das will ich tun.
Das Land ist alles, was wir haben.
Das Land macht uns zu dem, was wir sind.
Es hat Generationen ernährt. Sie haben es gemehrt und verteidigt.
Versprich, keinen Meter Land wegzugeben!
Wie spät? 10 Uhr.
Fahren wir.
Schaffst du es, Mama? Ja, Susanne.
Soll ich mitgehen? Nein, Sascha!
Ich kann ihn nicht ansehen. - Kröger ist nicht schuld.
Und wenn! Vater bleibt tot.
(Es klopft.) Bleiben Sie sitzen, Kröger.
Wie geht es dem Bein? Irgendwie verdreht.
Ich soll es bewegen.
Der neue Wagen ist da. Ich fahre nicht mehr.
Sie fahren! Es bleibt wie früher.
Ich will Ihnen sagen, wie es passierte. Dann ist mir leichter.
Es stand in der Zeitung. D a s nicht.
Was denn? Ist schon gut.
I c h muss damit fertig werden.
Es tut mir weh, Sie so zu sehen. Warum bin ich nicht tot?
Warum er? Er saß hinten.
Hinten ist man doch sicher.
Ich wollte dem Auto ausweichen und fuhr auf die Böschung.
Ich dachte, lieber das Auto kaputt als...
Dann überschlugen wir uns. Mehr weiß ich nicht.
Es ist vorbei. Ja.
Ja, vorbei. Gute Besserung!
Hat sich meine Frau gemeldet? Nein.
In 1 Stunde ist Testamentseröffnung und meine Frau ist weg.
Vielleicht einkaufen? Seit gestern Abend?
Sehen Sie mal bitte! Später, ich habe andere Sorgen.
Hier können Sie nicht rein, da ist Testamentseröffnung.
(Leise Musik.)
Fangen wir an oder denken Sie, Frau Lauritzen kommt noch?
Nein.
Mein letzter Wille!
Ich, Graf Martin von Guldenburg habe bei klarem Verstand...
...bei klarem Verstand und nach dem Gesetz der Familie bestimme ich...
...meinen 2. Sohn Alexander zum Alleinerben.
Thomas!
Weiter erhalten: Meine Frau Christine bekommt 30 Prozent der Firma...
...das Haus auf Sylt und lebens- langes Wohnrecht auf dem Schloss.
Meine Tochter Susanne erhält 17 Prozent der Firma.
Meine Tochter Evelyn 10 Prozent.
Evelyn hat schon vorher einen Teil des Erbes erhalten.
Mein Sohn Thomas bekommt 17 Prozent der Firma.
Meine Mutter und meine Frau Christine...
...sollen meinen letzen Willen ausführen.
Ist Alexander bei meinem Tod unter 25 Jahre alt, will ich:
Die Testamentsvollstrecker verwalten sein Vermögen, bis er 25 Jahre ist.
Thomas! Thomas!
Sie wussten alles! Ja und ich musste schweigen.
Er hat das Testament mit mir zusammen gemacht.
Es war sein Wille und er hat mich verpflichtet.
Sie sind seit 40 Jahren Anwalt des Hauses, nicht einer Person.
Wenn mein Sohn das Familiengesetz missachtet, geht das alle an!
Bitte, Frau Gräfin! Jeder kann das Testament anfechten!
Das wird Thomas auch tun!
(Reifen quietschen.)
Also ich freue mich. Wir können zuhause wohnen bleiben, oder?
Wir werden Probleme bekommen. Warum? Vater wollte es so!
Oma kann nichts tun. - Dann freu dich!
Evelyn kam zu spät, weil sie die Nacht unterwegs war.
Du weißt wieder alles.
Sie hat einen Liebhaber.
Evelyn ist verheiratet. - Na und? Bei dem Kerl!
Evelyn!
(Das Telefon läutet.)
Ja?
Wer ist da? Antworten Sie doch!
Wo warst du? Bei der Testamentseröffnung.
Ich meine letzte Nacht.
Und wo warst du? In einer Besprechung.
So ein Zufall! Ich auch.
Willst du wissen, wer geerbt hat? Thomas natürlich!
Nein, Sascha.
Was? (Er lacht laut.)
(Klassische Musik.)
(Autohupe.)
Du? Was ist los?
Na los! Sag schon!
Vater hat mich enterbt. Sein Liebling Sascha erbt alles!
Ich ahnte es. Vater hat mich nie richtig geliebt
Aber das! Du hast ihn immer geärgert.
Komm!
Dein Taschengeld reichte schon in der Schule nicht.
Gewinnen oder verlieren!
Schere, Stein, Papier!
Glück ist kein Zufall, Onkel Max. Was ist Glück, was Zufall?
Die Zukunft Guldenburgs darf nicht vom Zufall oder Glück abhängen.
Richtig, Sascha ist zu jung! Wer soll die Geschäfte führen?
Erst wollte ich weg hier. Dann sagte ich mir warum eigentlich?
Mit guten Karten gewinnt jeder, mit schlechten nur der Beste!
Gut, so gefällst du mir besser.
Deine Karten sind nicht schlecht mit 2 Damen.
Großmutter und deine Schwester! Wo stehst du?
Ist das wichtig?
Ich habe nichts zu sagen.
Doch, wirst du mir helfen? Wenn ich kann, immer.
Ich glaube, du schaffst es allein.
Das glaubst du?
Ja. In dir steckt mehr, als du weißt.
Beweise es uns beiden!
Hilfst du mir auch, wenn ich ungewöhnliche Wege gehe?
Gewöhnliche Leute mag ich nicht.
Wichtig ist nur Kopf und Herz. Egal wer und wo du bist.
Schenk mir bitte nach!
Versteh mich bitte, Christine! Sascha ist nicht der Erstgeborene.
Doch, meiner!
Dein Mann durfte Sascha nicht bevorzugen.
Recht muss Recht bleiben. Wessen Recht?
Das Familienrecht der Guldenburgs.
Wir haben alle geschworen am 25. Geburtstag von Thomas.
Keiner darf ihm sein Recht bestreiten.
Du überraschst mich nicht! Du hast mich immer abgelehnt.
Das ist doch...
Ich war dir nicht willkommen. Deine ersten Worten waren:
"In diesem Kleid kann ich Sie meinen Gästen nicht vorstellen."
Ich trug ein Trachtenkleid. Wir kamen aus Salzburg.
Immer warst du unzufrieden mit mir.
Martin hast du die Scheidung nie verziehen.
Jetzt nach Martins Tod tust du so, als wären wir nie da gewesen.
Ich bedaure deine Unvernunft. Du bist wie Martin.
Es geht nicht um meine Liebe zu dir.
Sondern um Guldenburg und das Recht.
Wo wollen Sie hin? - Zu Herrn Deichmann.
Mein Name ist Altdorf. - Ich melde Sie an.
Ihr Ausweis, bitte!
(Sekretärin über Lautsprecher.) Herr Deichmann!
Ja? - Da ist Herr Altdorf für Sie.
Er soll kommen.
Ja, Herr... - Altdorf.
Sie sind sehr hartnäckig.
Carina de Angeli? - Ja. Und den Herrn kennen Sie auch.
Der Junge? - Das Kind von den beiden.
Das wissen Sie?
Er heißt auch Martin wie sein Vater. - Und?
Ich denke, das ist Ihnen etwas wert. - Wie viel?
Es ist immerhin ein Graf!
Graf Martin und Carina de Angeli. Das verkauft sich gut.
Hören Sie gut zu! Ich sage es nur einmal.
Nichts davon erscheint in der Öffentlichkeit!
Oder Sie werden in diesem Land nicht mehr froh! Klar?
Sie holen jetzt die Negative! Und keine Tricks!
Und dann verschwinden Sie für immer! - Das machen Sie mit mir nicht!
Frau Fuchs, geben Sie mir die Polizei.
Schon gut! Sie haben gewonnen, aber nur diese Runde.
Ist Frau de Angeli im Haus? - Ich rufe sie an.
Frau de Angeli, bitte zum Chef!
Da sind Sie ja! Was macht Paris? - Es geht so.
Delonge war schwierig, aber die Fotos sind gut.
Diese Fotos sind auch gut. Leider sind Sie das Objekt.
Wie?
Ein Privatdetektiv! Er hat sie und den Grafen beobachtet.
Er will uns die Fotos verkaufen. - Ich habe keine Geheimnisse.
Er ist tot...
Ich habe den Kerl rausgeworfen und ich schweige.
Aber Sie müssen aufpassen!
Jemand hat den Kerl beauftragt.
Wie alt ist der Junge?
Er wird 8 Jahre und sein Vater ist tot.
Das geschieht, wenn man die Regeln missachtet!
Es tut mir Leid, verzeihen Sie! - Sicher.
Vergessen Sie das schnell! - Nein, das ist mein Leben.
Ich will nicht vergessen, auch wenn es weh tut.
(Klassische Musik.)
(Verkehrslärm.)
Graf Thomas ist nicht hier. Er soll mich anrufen.
Egal wann und wo.
Warum warst du nicht in der Schule? - Darum!
Ich hatte Abiturprüfung, 6 Stunden! - Na und? Ich habe an dich gedacht.
An mich gedacht! - Okay, du hast mich geküsst...
Nein, du mich! Egal, es hat dir doch gefallen! Oder?
Dann eben nicht!
Musik gut, aber in Sport eine Sechs.
Du??
Was ist mit Tobias? - Nichts.
Sascha, ich bin verwirrt. Ich kann nicht mehr denken.
Und du, ist dir alles egal? - Ja.
Du gehst wieder nach England! Guldenburg ist dir egal.
Was soll ich tun? - Papa wollte, du solltest sein...
Lebenswerk fortsetzen. Blödsinn!
Thomas interessiert nur Geld, aber geht dich das alles nichts an?
Nein... Wusstest du nicht, was Vater mit Guldenburg plante?
Was? - Alles verkaufen!
Hier sollte Industrie her! - Papa?
Frag nicht warum! Ich weiß nichts. Sascha bleib bei uns.
Reg dich nicht auf! Ich will weg hier.
Geh zu deinem Vater oder nach Paris!
Unmöglich, dann bricht hier alles zusammen.
Was, das Schloss? Das ist alt und steht noch 100 Jahre.
Ich meine es ernst. Christine!
Ich will dir helfen. Wie früher, in der Schule?
Oft glaube ich, ich bin mit Martin gestorben.
Das Leben geht weiter.
Denk an die Kinder!
Ja. Wenn ich nicht aufpasse, verlieren sie auch ihr Zuhause.
Ich habe nichts richtiges gelernt! Was ist richtig?
Landwirtschaft oder so was.
Womit ich was tun kann. Du meinst die Geschäfte führen.
Nein, aber ich fühle mich nutzlos. So kann ich Sascha nicht helfen.
Dein Sohn hat kein Interesse und Susanne wird mal heiraten.
Du musst für dich was tun! Wie geht das?
Wir fahren nach Paris zum Einkaufen. Du sollst eine schöne Witwe sein!
Wann geht dein Flugzeug, Sascha? - 18 Uhr.
Thomas wird sich hier breit machen. Was soll ich tun?
Gegen ihn kämpfen oder zu Oma nett sein? Papa wollte, dass ich studiere.
Sicher, aber ich bin den Gemein- heiten hier allein ausgesetzt.
Ich komme, so oft ich kann. Gut, Mama? Ja.
Ich fahre zum Flughafen, Frau Wondratschek.
- Gut, Herr Balbeck.
Hier Lauritzen!
Was Neues für Sie, Balbeck! Der Graf hat Thomas enterbt.
Sascha ist Haupterbe. Mit dem werden wir leicht fertig.
Die Alte will Thomas helfen, und die setzt sich durch.
Hat die was zu sagen?
Kommen Sie am Sonntag zu meinem Fest. Und bringen Sie Thomas mit!
Gut, wir kommen! Darf ich mitgehen?
Du bist verrückt!
Du bist zu früh! Warum?
Ich wollte den Pokal gewinnen. Falsch gedacht.
(Der Croupier sagt den Gewinn an.)
(Croupier) Machen Sie Ihr Spiel!
Ich serviere jetzt. Es wird alles kalt.
Ich warte noch. Wo ist Susanne?
Soll ich sie suchen? Ja.
Thomas ist verschwunden! Ich vermisse ihn nicht.
Es fällt mir nicht leicht, Christine.
Ich muss tun, was ich für Recht halte.
Ich muss, ich bin so erzogen.
Du glaubst es nicht, aber ich habe auch Gefühle.
Du warst ärgerlich.
Aber für mich bist du eine gute Schwiegertochter.
Ihr habt euer Glück auf dem Unglück von Bettina aufgebaut!
Es ist nicht eure Schuld, aber es war so. Euch war es egal.
Ich kann es nicht vergessen, Thomas und Evelyn auch nicht.
Thomas hat ein Recht auf das Erbe. Martin sah es anders.
Es ist trotzdem falsch.
Als mein Mann tot war, leitete ich Guldenburg.
Es gab nur die Landwirtschaft, die Pferde.
Die Brauerei war klein.
Aber es war nicht einfach. Als Martin älter war, half er mir.
Und das hat Thomas gefehlt! Eine Aufgabe, ein Zuhause!
Hier ist seine Aufgabe, sein Heim! Das kannst du nicht entscheiden.
Soll das Gericht entscheiden? Du willst das Testament anfechten.
Wenn du in Berlin studierst, komme ich mit.
Und die Pferde, Susanne?
Ich bin leider kein Pferd und kann nicht wiehern.
Versuch es mal, Tobias!
Lieber nicht.
Ich werde dich vermissen, Tobias. - Berlin ist nur 2 Stunden weg.
Ich werde ein Motorrad haben, oder ein Auto. Ich besuche dich oft.
Ich kann ohne dich nicht sein. - Susanne? Nane!
Nane? Tobias!?
War das Nane? - Ja.
Etwas dagegen? - Das geht nicht gut, Kind.
Der Sohn des Fahrers und die Tochter des Grafen, ist es das?
Ja. - Mama, das Mittelalter ist vorbei.
Das war damals schlecht, heute auch. Die Menschen sind dieselben.
Das glaubst du. - Ich will dein Glück.
(Die Uhr schlägt Mitternacht.)
Woran denkst du? Kommt Thomas zurück?
Ich hoffe nicht. Was will er noch hier?
Vater wollte ihn nicht und wir auch nicht.
(Die Tür geht auf, Thomas lacht.)
Da bin ich wieder! Der verlorene Sohn kehrt nach Haus zurück!
Ja!
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