All language subtitles for 3. Die schwarze Rose

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Original subtitles

(Den Hauptpersonen wurden folgende Farben zugeordnet)

Christine von Guldenburg Herta von Guldenburg

Thomas von Guldenburg Max von Guldenburg

Achim Lauritzen Evelyn Lauritzen

Margot Balbeck Kitty Balbeck

Ist der denn Wahnsinnig? - Was macht der denn?!

(Hupen, Scheibenklirren, dumpfe Aufprallgeräusche.)

(Schrille Musik.)

(Sanfte Klaviermusik.)

Na komm her, komm!

Frau Kröger, das Fohlen ist da.

Nane. - Mutter, was ist denn?

Nane. - Ja?

(Liebliche Streichermusik.)

(Ein Telefon klingelt.)

Ja?

Nane, was hast du denn? Warum weinst du? Sag doch was!

Mama!? (Schluchzen.) Mama!? (Schluchzen.)

Was soll ich denn jetzt machen, Mama?

Mama, hilf mir doch bitte, Mama!

Wann kommst du denn nach Hause? Mama!

(Musik.)

(Das Telefon klingelt.)

Wer spricht?

Was ist?...

Wer?

Mein Sohn?...

Wo?

Nein. Das ist nicht nötig. Danke.

Martin...

Nein.

Frau Kröger, machen Sie sich um Ihren Mann keine Sorgen.

Den kriegen wir schon wieder hin.

(Das Telefon läutet.)

Das Telefon! Es soll ruhig läuten.

Ich muss jetzt sowieso gehen. (Das Telefon läutet weiter.)

Ich danke Ihnen für den unvergleichlichen Abend.

Guten Morgen. Guten Tag.

(Englisch) Moment. Da war gerade ein Anruf. Melde dich im Büro.

Es ist etwas mit deinem Vater. - Mein Vater?

Ich habe schlechte Nachrichten. Dein Vater ist tot.

Er kam bei einem Autounfall um.

Ich konnte ihn nicht leiden, aber das wünschte ich ihm nicht.

Jetzt wird sich einiges ändern.

Jetzt werden sie den Schwiegersohn brauchen,...

...den sie vorher nicht ernst nahmen. Jetzt bin ich dran.

Evelyn! Hörst du mir überhaupt zu?

Komm Liebling, nimm die Tablette!

Sie haben wieder verloren. Das reicht für heute.

Das macht insgesamt 172 000, die Sie verloren haben.

Thomas!

Du musst nach Hause! Dein Vater...

Ach, mein Vater. Es ist etwas passiert.

Zu deinem Geburtstag bin ich da.

Aber ich will mit nach Paris. - Du musst doch in die Schule.

Kommt mein Papi zum Geburtstag? - Ja natürlich kommt er.

Fahren Sie ihn bitte zur Schule.

Sei schön brav und mach deine Hausaufgaben. Gib mir einen Kuss.

(Autoradio.)

Graf Guldenburg kam heute nacht bei einem Autounfall ums Leben.

Der Wagen des Grafen kam von der Fahrbahn ab und brannte aus.

Das waren die Nachrichten.

(Tennisgeräusche.) Mutter!... Mutter!

Der Guldenburg hatte einen Unfall.

Ist er tot? Ja. Es passierte gestern nacht.

(Musik.)

Guten Morgen Frau Balbeck. Ist mein Sohn schon da?

Er soll sofort zu mir kommen.

Ich denke, der Fall ist erledigt. Der Fall wird gerade interessant.

Die Fotos sind noch feucht. Guldenburg hatte keine weiße Weste.

Wer ist die Frau? Carina de Angeli.

(Detektiv) Das ist eine berühmte Journalistin

Der Graf war den ganzen Abend bei ihr.

Oh! Der Graf und Carina de Angeli. Du kennst die Frau?

So entblößt leider nicht. - Meine Arbeit hat sich gelohnt.

(Detektiv) Die Fotos sind 5000 wert. Sie sind nichts wert.

Soll ich für das Liebesleben eines Toten zahlen?

Der Graf ist tödlich verunglückt. Wie bitte?

Das war es dann wohl.

Ihre Unkosten bekommen Sie natürlich erstattet.

Gehst du zur Beerdigung? Nein.

Guldenburg war auch nicht auf der Beerdigung deines Vaters.

Willst du das Geschäft machen?

Ja, denn die Idee des Grafen lebt noch, auch wenn er jetzt tot ist.

Jetzt interessiert es mich richtig. Wieso?

100 Prozent sind besser als 50. Natürlich. Was heißt das?

Der Industrie-Park wird teurer, als der Graf es wollte.

Die Guldenburgs sind sowieso auf unser Geld angewiesen.

Wenn wir dann 51 Prozent haben, ist der Rest ein Kinderspiel.

Mit wem verhandeln wir jetzt?

Das wird dir der Lauritzen schon erzählen.

Willst du nicht wenigstens einen Kranz zur Beerdigung schicken?

Nein, nicht einmal das.

(Getragene Musik.)

(Musik.)

(Nane schluchzt laut.)

Hör auf mit dem Getue. Du hast ihn doch gehasst.

Ich kann nicht mehr. Bring mich nach Hause!

Reiß dich zusammen! Ich lasse die Verwandtschaft nicht unter sich.

Jetzt geht es um alles oder nichts. Häng dich an deine Großmutter.

Von der hängt jetzt einiges ab.

Du bist ein Schwein. So ist es brav.

Nun putz dir die Nase. Dann bist du wieder ganz die Alte.

Du musst etwas essen. Martin wollte immer nicht... Entschuldige.

Du hast recht. Es muss weitergehen. Ich weiß nur noch nicht wie.

Andere scheinen das zu wissen.

Weißt du, was Vater mit den Balbecks vorhatte?

Ich wusste nie von seinen Plänen. Weißt du etwas über das Testament?

Nein. Hast du Angst, du kriegst nichts?

Nein. Ich brauch Geld.

Ich brauche jetzt einen doppelten Whisky.

Thomas kann den Laden nicht leiten. Halten Sie sich lieber an mich.

Sie sind kein Guldenburg.

Ich nicht, aber meine Frau.

Spiel nicht verrückt, Gisela! - Nein, ich passe schon auf.

Wenn alles rauskommt?

Der Chef hat doppelte Buchführung angeordnet. Du bist schuldlos.

Wie geht es Großvater? Nicht sehr gut.

Es war etwas viel für ihn.

Warum bleibt er nicht in Wien? Alte Leute tun, was sie wollen.

Setzen Sie die Sache durch! Wir stehen kurz vor der Wahl.

Und hören Sie nicht auf Ihre Großmutter.

Ich sagte es Ihrem Vater und jetzt auch Ihnen.

Von mir kriegen Sie das Geld für das Geschäft nicht.

Denken Sie an Ihre Tradition, Graf Guldenburg.

Verkaufen Sie das Land Ihrer Väter nicht.

Ja. Entschuldigen Sie mich.

Kann ich dich allein sprechen?

Ich habe vor meinen Kindern keine Geheimnisse.

Aber vor mir. Davon weiß ich nichts.

Dann musst du mir helfen.

Der Bürgermeister, unser Bankier, alle reden auf mich ein.

Ich weiß nur nicht, worum es geht.

Schulte behauptet, dass ich unser Land verkaufen will.

Wer will unser Land verkaufen? Ich höre zum ersten Mal davon.

Ich weiß, dass hinter meinem Rücken etwas vorgeht.

Ich warne euch.

Solange ich lebe, passiert hier nichts ohne meine Einwilligung.

Wenn hier jemand mit unserem Land Geschäfte machen will,...

...der soll gehen. Der ist kein Guldenburg.

Familienfeiern sind so gemütlich.

Weißt du, wo Nane ist? Nein, ich habe keine Ahnung.

Kurt!

Ich habe dir vom Büffet Roastbeef und Mettwurst mitgebracht.

Kurt, sag doch etwas!

Die Ärzte haben mich nicht zur Beerdigung gehen lassen.

(Frau Kröger) Das war auch besser so.

Jetzt musst du erst einmal gesund werden.

Wozu? - Ach Kurt!

Du kannst doch nichts dafür.

(Musik.)

Möchten Sie sonst noch etwas?

Nein, danke. - Das macht 6 Mark.

Na du, wie gefällt es dir hier bei uns?

Nane! - Was willst du?

Gehst du mir aus dem Weg? - Und?

Stimmt es? - Wahrscheinlich.

Glaubst du etwa, dass mein Vater schuld an dem Unfall ist?!

Mein Vater liegt in der Klinik und heult.

Ich habe ihn noch nie so gesehen. Er glaubt, er sei schuld.

Aber es war doch ein Unfall.

Ja, aber dein Vater lebt und meiner ist tot.

Jetzt mach dir keine Sorgen. Großmama.

Kannst du wirklich noch fahren, Onkel Max?

Ich fahre über die Felder.

Vielleicht erwische ich einen Hasen.

Warum gehen alle schon?

(Ironisch) Wir sind eine große, glückliche Familie.

Mama!

(Lauter) Mama!

Mama, wie stellst du dir das vor? Was kann ich schon tun?

Ich brauche jemanden, und zwar dich. Du bist alt genug.

Dein Vater hat alles von mir fern- gehalten. Ich brauche dich als Halt.

Wovor hast du Angst? (Sascha) Großmutter macht das schon.

Für Großmutter gibt es nur Thomas und den Namen Guldenburg.

Für den Namen tut sie alles.

Die Menschen, die ihn tragen, sind ihr gleichgültig.

Ich will wie ein Mensch behandelt werden.

(Nane) Ach da seid ihr!

Wir drei machen jetzt einen Spaziergang.

Mein Vater wollte Land verkaufen!

Er wollte es nicht verkaufen, sondern verpachten.

Wenn da Fabriken stehen, ist das Land futsch.

Meine Großmutter stirbt, wenn sie es erfährt.

Ihr Vater sah es als Ausweg. Wieso Ausweg?

Das hat er so gesagt.

Gut, machen Sie mir bitte eine Übersicht, aber ganz einfach.

Sie bekommen eine Zwischenbilanz.

In Zukunft wird hier einiges anders.

(Die Tür geht zu.)

Der König ist tot, es lebe der König.

So ein Stück Torte macht dick. Du bist nur neidisch.

Ich habe schon wieder zu viel Kilo, dabei esse ich kaum etwas.

Mutter, ich habe dich etwas gefragt. Meine Antwort ist nein.

Mit Gefühlen macht man kein Geschäft.

Hier geht es nur um den Zweck die Guldenburgs zu ruinieren.

Dabei verdienen wir auch noch. So ein Quatsch.

Lass doch Mama ihren Spaß! Gern, ich will mitlachen können.

50 Millionen für nichts finde ich nicht komisch.

Ich erzähle euch etwas. Vielleicht versteht ihr mich dann.

Es war einmal ein armes Mädchen. Sie hatte keinen Vater.

Und ihre Mutter verdiente Geld in den Häusern der reichen Leute.

Sie wurde älter, schöner und stolz.

Sie wusste, ein schöner Prinz befreit sie aus ihrem Elend.

Mach weiter, wir wollen aufs Boot.

Es kam tatsächlich ein Prinz und verliebte sich in das Mädchen.

Sie konnte ihr Glück nicht fassen. Wenn sie nicht gestorben sind...

...dann leben sie noch heute. Das Mädchen sah sich schon im...

...Hochzeitskleid durch einen Park tanzen. Das war dumm.

Als sie erwachte, war sie allein in ihrer Kammer.

Der Prinz hatte eine Prinzessin geheiratet.

Wie sich das gehört. Und das Mädchen war vergessen.

Du und der Graf.

Ja. Ist das nicht lustig?

Ich bin nur wegen eurem Vater nicht verzweifelt.

Er ruhte nicht,...

...bis er mehr Macht und Geld hatte als mein Prinz, viel mehr sogar.

Bei einem fairen Kampf hätte euer Vater gewonnen.

Aber so siegten die Guldenburgs.

Ich verspreche dir: Sie haben zum letzten Mal gewonnen.

Komm Jan! Wir sind verabredet.

Bist du dagegen, wenn wir gehen? Nein, geht nur.

Viel Spaß.

(Die Haustürglocke geht. Martin läutet Sturm.)

Mami, ich darf in der Schule Theater spielen.

Mama, was hast du?

Er bringt sich noch um.

Das tut Ihr Mann nicht. - Er steht noch unter Schock.

Er liegt nur da und redet nicht. Dabei kann er doch gar nichts dafür.

Thomas bleibt zum Essen. Wir sind also 5 Personen.

Sie macht sich um ihren Mann Sorgen.

Frau Kröger!

Ich sage Ihrem Mann, dass er sich keine Vorwürfe zu machen braucht.

Er hört gar nicht zu. Mir wird er zuhören.

Morgen?

Ja, gleich morgen.

Und wir können auch essen.

(Die Wohnungstür wird geöffnet und geschlossen.)

Ich werde mich scheiden lassen.

Du kannst ohne mich nicht leben. Was soll das? Du liebst mich doch?!

Sag, dass du mich liebst. Sag schon: Ich liebe dich.

Na wer sagt es denn!

Komm!

(Es klopft.) Ja.

Großvater, komm doch runter.

Ich will nichts essen. Morgen geht es mir wieder besser.

Großvater kommt nicht. Er will auch nichts essen.

Ich will euch sagen,...

...dass Ihr euch den linken Flügel des Schlosses herrichten könnt.

Es eilt nicht, aber ich brauche bald Vaters Arbeitszimmer.

Ja, ich muss wieder zu Petzold.

Müssen wir hier weg? Nein.

Mein Zimmer kriegt er nicht.

Das geht nicht. Dem Chef steht immer der Mittelflügel zur Verfügung.

Und das ist Thomas. Ich gehe noch mal auf den Friedhof.

Ist mein Papi jetzt für immer tot?

(Vogelgezwitscher und Musik.)

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