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Das Erbe der Guldenburgs Sendetermin: 24.08.96 "Das bittere Ende"
UT
4(Den Hauptpersonen wurden folgende Farben zugeordnet:)
Christine von Guldenburg Herta von Guldenburg
Thomas von Guldenburg Max von Guldenburg
Achim Lauritzen Evelyn Lauritzen
Margot Balbeck Kitty Balbeck
Hast du Mama gesehen?
Drüben, bei Petzold. Guten Morgen!
Wenn ich schon mal hier bin, kannst du ruhig mit mir frühstücken.
Ich bin spät dran. Ich kann dich ja fahren.
Tobias fährt mich. Sei nicht böse. Es ist unser letzter Tag.
Euer letzter Tag?
Ja, eigentlich möchte ich mit nach Berlin, aber ich bleibe hier.
Sehe ich dich noch? Warum?
Ich ziehe übrigens nächste Woche bei Onkel Max ein. - Gut, tschau.
Guten Morgen, Tobias!
Das schaffen wir nie.
Das ist kein Rennwagen. - Ich gehe nicht zur Schule.
(Tobias) Wohin möchtest du? (Nane) Das ist egal.
Wenn du keine Entschuldigung hast, kriege ich wieder die Schuld.
Ist es nicht riskant? Du bist doch weg.
Langsam stinkt es mir, dass ich immer deine Stimmungen erraten muss.
Ist es wegen Berlin? Nane, nun sag es schon.
Nane, sag schon, was los ist! Ich bekomme ein Kind.
Woher weißt du es?
Das solltest du wissen. Du wirst doch Arzt.
Seit wann hast du deine Tage nicht?
Seit über 2 Wochen und mir ist immer schlecht.
Und das erfahre ich erst jetzt?! - Ich wollte es nicht glauben.
(Tobias) Scheiße!
(Nane) Was hast du gesagt?
Du liebst mich doch? Oder?
Das hat damit nichts zu tun.
Wenn es jemand erfährt, gibt es viel Klatsch im Dorf.
(Tobias) Meinen Vater trifft der Schlag.
Na und?! Wir müssen doch nicht hier bleiben.
Sollen wir heiraten?
Ich kann doch nicht. Ich muss doch studieren.
Tobias, es ist unser Kind.
Und wenn.
Es geht nicht, Nane. Es geht nicht.
Okay.
Das wollte ich nur wissen. Reg dich wieder ab.
Fahr schon!
Was wolltest du nur wissen? - Nichts.
Ich bin nicht schwanger.
Du wolltest mich also nur testen?
Glaubst du, ich liebe dich nicht mehr? Wohin willst du?
(Nane) Lass mich an der Bushaltestelle raus.
Sehe ich dich heute noch?
Meinetwegen brauchst du nicht warten.
Was soll das denn?
Halt, das sind meine! Na schön, dann kaufe ich mir eben neue.
Dein Schweigen beeindruckt mich nicht.
Wenn du nicht redest, ist das wie Ferien von der Hölle.
Thomas hat gegen dich gestimmt, nicht ich.
Du Schwein.
Achim! Die hast du noch vergessen!
(Musik)
Da sind Sie ja. Ich habe ständig versucht, Sie zu erreichen.
Ihr Telefon ist kaputt. Soll ich die Post anrufen? Nein, danke.
Herr Balbeck wartet auf Sie. Wir waren nicht verabredet.
Ich konnte ihn nicht schlecht wegschicken.
Stellen Sie keine Gespräche durch.
Hallo! Guten Tag, Herr Balbeck. Na dann nicht.
Ihre Entwürfe sind schlecht.
Aber ich denke, wir bleiben weiter im Geschäft.
Sie sind unverbesserlich.
Sie haben behauptet, dass die Familie hinter Ihnen steht.
Jetzt hat man Sie aber als Geschäftsführer abgewählt.
Die Sache ist eben schiefgegangen.
Ich stehe als Prügelknabe zur Verfügung.
Erzählen Sie das meiner Mutter.
Meine Mutter möchte Sie noch heute sprechen. Aber gern.
Sagen wir gegen 17 Uhr? Vergessen Sie Ihr Scheckheft nicht.
Wir möchten die erste Rate zurück.
Sie haben die Vorschläge nicht gesehen.
Sie können sie ja mitbringen!
Ich möchte Frau Lauritzen sprechen.
Worum geht es? Sie ist meine Schwester. Ist sie da?
Nein. Kann ich mal telefonieren?
Haben Sie Ihre Privatnummer? Da, bitte.
(Aus dem Hörer ertönt das Besetztzeichen.)
Es ist besetzt. - Ich versuche es auch schon länger.
(Es klingelt.)
Wer ist da? Ich bin es, Nane.
Ich kann nicht aufmachen. Der Schlüssel ist in der Mülltonne.
Hol ihn bitte. Ja, ja.
Du bist wirklich ein Engel. Du warst noch nie hier, oder?
Nein.
Was ist passiert?
Achim hat mich heute früh in der Wohnung eingeschlossen.
Magst du etwas trinken? Nein, danke.
Was ist los mit dir? Evelyn, kannst du mir helfen?
Aber du hast deine eigenen Probleme Ja, aber an die bin ich gewöhnt.
Wobei soll ich dir helfen?
Du kannst alles sagen, ich bin einiges gewöhnt.
Hör zu, ich frage dich, und wenn ich Recht habe, dann nickst du.
Bist du verliebt? Liebt er dich auch? Also ja.
Ihr habt Streit gehabt? Du kannst damit nicht zu deiner Mutter gehen?
Im wievielten Monat bist du?
Kenn ich ihn?
Tobias. Kröger?!
Pass auf! Du hilfst mir jetzt packen.
Dann fahren wir und unterwegs besprechen wir alles in Ruhe.
Dann gehen wir essen und du erzählst mir alles.
Das wird schon wieder. Lach mal!
Hast du Lust Geschirr zu zer- teppern? Oder die Wände zu bemalen?
Das packen wir schon.
Komisch, wie wenig von 10 Jahren Ehe übrig bleibt.
Den Ring lassen wir hier.
Das ist die 1.Lektion!
Es gibt übrigens 3 Gründe, warum eine Frau nicht heiraten sollte.
1.Nicht um von Zuhause wegzukommen. 2.Nicht,weil sie einen Mann braucht
Und 3., weil sie sowieso heiratet. Warum hast du geheiratet?
Aus allen 3 Gründen und weil Vater dagegen war.
(Nane) Wie kann man das Kind wegmachen lassen?
Ich verstehe.
Weil ich das mal gemacht habe.
Man macht viele Dinge, von denen man weiß, dass sie falsch sind.
Du musst dich selbst entscheiden. Soll ich mit deiner Mutter reden?
Nein.
Sie wird nur durchdrehen und dann alles auf Tobias schieben.
Das kriegen wir schon hin.
Jetzt gehen wir essen. Ich habe großen Hunger.
Tobias!
Warte bis Vater zurück ist. Was ist los mit dir?
Bestell ihm einen Gruß. Er wird das nicht verstehen.
Ich kann es nicht ändern! Ich bin doch bald wieder da.
Sag ihm, es ging nicht anders.
Es geht so schnell. Wir wollten heute Abend Abschied feiern.
Ich hab nur dich.
Das bleibt auch so. Fahr vorsichtig und ruf an.
Berlin ist keine Weltreise. Ich ruf dich an. - Tschüss.
Was hast du vor? Willst du ihn erpressen?
Nein, ich werde ihn sehr stilvoll reinlegen.
Wozu hörst du ihn ab? Angelst du? Ich auch nicht.
Aber ein Köder besteht aus 3 Dingen.
Einem Blinker, einer Fliege und einem Haken.
Das Tonband ist der Blinker, mir fehlen noch Fliege und Haken.
Gehst du jetzt bitte?!
Gesswein soll uns nicht zusammen sehen. Wir sehen uns dann später.
Guten Morgen!
War das nicht... Nein. Haben Sie schon gefrühstückt?
Was wollen Sie von mir? Wollen Sie sich nicht setzen?
Jan Balbeck hat uns beide hereingelegt. Das wissen Sie.
Aber ich habe 20 Millionen Mark verloren, und die will ich zurück.
Ich will alles wiederhaben, und ich weiß auch schon wie.
Wir?
Sie bekommen einen Anteil. Waren Sie schon einmal angeln?
Angeln Sie? Nein.
(Musik)
Ohne Werbung können wir zumachen.
Was? Wir müssen mehr werben.
Ja, aber richtig. Wie soll das aussehen?
Wir nehmen diese Flasche, aber das alte Etikett. Dann merken die Leute,
...dass unser Bier anders ist.
Es ist besser als Balbecks Bier. Ja, aber etwas teurer.
Ich verstehe, Gräfin.
Was meinen Sie? Schlimmer kann es nicht werden.
Langsam gefällt mir die Sache.
Frau Balbeck, ich werde tun, was ich kann.
Das weiß ich selbst. Ich rufe zurück.
Frau Balbeck wollte mich unter Druck setzen. Es ist ihr gelungen.
Ich verstehe nicht.
Wenn Sie nicht mit den Balbecks ver- handeln, liefert sie mich ans Messer.
Was wollen Sie tun?
Wir haben alle Quellen angezapft und Anleihen aufgenommen.
Ohne meine Beziehungen kann ich mich erschießen.
Aber das tut man ja heute nicht mehr.
Und ich wollte Geld von Ihnen leihen.
Lauritzen ist kein feiner Charakter.
Er hat erkannt, dass man Guldenburg nur mit Balbeck retten kann.
Thomas hatte einfach nicht genug Geduld.
Es war ein schlimmer Tag, als er von mir Geld haben wollte.
20 Millionen Verlust war zu viel. Was kann ich tun?
Verkaufen Sie Ihre Bankanteile an Balbeck.
Sie retten dadurch Guldenburg und die Bank.
Mit den verbleibenden 10 Millionen Mark können Sie Ihre Betriebe retten.
Ich empfehle Ihnen außerdem, sich in den Industriepark einzukaufen. Bitte.
Ihr Mann hätte es genauso gemacht.
Das ist es ja. Ich werde mit Sascha darüber sprechen.
Guten Morgen, Herr Balbeck.
Was machen Sie hier? Ich muss mit Ihnen reden.
Kommen Sie in mein Büro.
Das habe ich versucht. - Ja, ich weiß.
Ich glaube nicht, dass Sie etwas Neues wissen.
Dann gehe ich zu den Guldenburgs.
Also was ist los? - Ich will 10 Prozent vom Gewinn.
Von welchem Gewinn?
Das verrate ich nicht. Es geht um ein Jahrhundert-Geschäft.
Ich will 10 Prozent, oder es läuft gar nichts.
In Ordnung. Fangen Sie an!
Die Engländer kaufen.
Woher wissen Sie das? - Sie haben Ihre Anteile doch noch?
Natürlich nicht.
Sie haben ein paar 100 000 Mark weggeschmissen.
Das ist ein Witz?
Nein, denn die Engländer gehen mit einer anderen Firma zusammen.
Langsam. Woher wissen Sie das? - Ich habe eine sichere Quelle.
Wie sicher?
Ein alter Freund sitzt im Vorstand. Ich soll kaufen, was zu kriegen ist.
Wieso kommen Sie zu mir?
Ich kann schlecht zur alten Gräfin gehen und ihr die Anteile abkaufen.
Hat Sie die Anteile noch? - Alte Leute werfen nichts weg.
Das ist ja ein Ding.
Sie müssen sich beeilen, bevor man von dem Geschäft weiß.
Wenn der Tipp nicht stimmt, dann sind Sie dran.
Was ist mit den 10 Prozent? - Sie hören von mir.
Das ist ein todsicheres Geschäft.
Wir können dabei über 100 Millionen Mark Gewinn machen.
Meinst du, die Gräfin merkt nichts.
Also ich würde sehr misstrauisch werden.
Gut, aber wenn nicht ich, sondern du zu ihr gehst.
(Jan) Du gehst zu Christine. So von Frau zu Frau.
Nach dem Motto 'Lassen Sie uns die Feindschaft begraben'.
'Ich bin bereit zu helfen... und kaufe die Aktien zurück'.
Wie findest du das? Gut, sehr gut, mein Junge.
Diesen Weg gehe ich, aber du hast die Verantwortung.
Guten Tag, Großmutter. Willst du mich nicht mehr kennen?
Immer wenn du kommst, gibt es Probleme.
Ich bin nicht so, wie du mich haben möchtest.
Ist es so schwer zu verstehen? Ja.
Sehe ich aus wie ein Graf? Nein.
Siehst du, aber ich lebe trotzdem gerne.
Ich bin glücklich. Meistens. Trotz aller Widrigkeiten.
Darüber sprechen wir nicht mehr.
Ich bin kein kaputter Mann, und das habe ich nur mir zu verdanken.
Ich habe mir das selbst geschaf- fen, und das ist unbezahlbar.
Euer Unglück ist nicht meine Schuld.
Ich habe keine Kraft für deine Probleme.
Was willst du?
Geld? Ich habe keins. Ich habe ein paar Aktien, aber das sind meine.
Woher hast du das?
Ich habe gearbeitet. Du?
Gibst du mir für die 300 000 Mark deine Aktien? Ja.
Aber so viel sind die nicht wert.
Die steigen vielleicht wieder. Wer weiß!
Bist du wahnsinnig? Guck in die Tasche.
Sind das die Aktien?
Ja. Damit kriege ich ihn, so wie er mich hereingelegt hat.
Das ist also der Köder?
Ja, jetzt muss ich den Fisch nur noch an Land ziehen.
Meinst du, mein Bruder fällt darauf rein?
Als Geschäftsmann nicht, aber als Spieler. Weißt du warum?
Ja, weil er denkt, dass er dich mit demselben Trick...
...noch einmal reinlegen kann.
Das ist gut so, Fräulein Balbeck.
Wie geht es dem Sohn von Frau de Angeli?
Das ist doch sein Rollstuhl? Ja.
Kurz vor dem Unfall hat der Graf noch von seinem Leben gesprochen.
Er wollte es anders machen. Was?
Er hat unter der Misere gelitten. Er liebte die Bauern, das Land...
...Wälder. Aber er wusste, so geht es nicht mehr. Das wissen Sie auch.
Nur er ging in die andere Richtung.
Er wollte mitmachen, aber schlauer sein als die anderen.
Das ist ein gefährliches Spiel, und bezahlen muss immer einer.
Der Gewinn der einen, ist der Verlust der anderen.
Mit dem Glück ist es auch so.
Der Junge zum Beispiel.
Ich kann noch nicht mit Frau de de Angeli reden, aber ich schreibe.
Immerhin ist es Martins Sohn. Ja.
Na los! Geh zu Tobias! Einer muss den Anfang machen.
Meistens machen wir Frauen den Anfang.
Bis später.
Tobias! Tobias!
(Frau Kröger) Der Junge ist weg. Er wollte sich nicht verabschieden.
(Herr Kröger) Er geht seinen Weg.
Jetzt, wo er uns nicht mehr braucht, da haut er einfach ab.
Das macht mich krank.
Wo ist der Tobias?
(Frau Kröger) Der ist nach Berlin. - Aber ich...
Habt ihr euch gestritten? - Ja, aber das ist jetzt egal.
Du kannst nicht alles ändern!
Warum nicht? Weil ich alles ausbaden muss.
Was soll ich denn den Balbecks sagen.
Vielleicht, dass du es dir anders überlegt hast?
Geh doch selber hin!
Warum nicht? Ich muss die Balbecks sowieso sprechen.
Was willst du von der Balbeck?
Nichts. Sie will etwas von mir. Und was?
Das erfährst du früh genug von deiner Frau.
Geh jetzt, ich habe noch zu tun.
Evelyn, was machst du hier? Es ist aus.
Ich habe ihn endgültig verlassen.
Kann ich wenigstens eine Weile bei euch bleiben?
Ihre Ausreden interessieren mich nicht.
Wir haben eine Vereinbarung getroffen.
Wir haben investiert. Wir arbeiten seit Wochen an den Plänen.
Ja, aber nur mit Offenbach. Wir können nicht mehr zurück.
Das weiß ich.
Rede du mit ihm, mir reicht es. Ich will es kurz machen.
Sie sind aus dem Geschäft.
Wir kündigen den Werbeauftrag und verlangen das Geld zurück.
Jede Mark, die uns Ihre Unfähigkeit kostet, ...
...holen wir wieder aus Ihnen heraus. Gehen Sie!
Ich würde mir das überlegen. Ich werde oft unterschätzt.
Das ist so, weil ich immer sage, worum es mir geht.
Um Geld.
Mir können Sie nichts vormachen. Ich weiß, was Sie mit mir vorhaben.
Sie wollten, dass ich Ihnen Guldenburg auf dem Tablett serviere.
Wenn Sie das Land dann gehabt hätten,...
...dann hätten Sie mich nicht mehr gebraucht.
Das stimmt doch, oder? Ja.
Das werden Sie bereuen, Sie auch.
Übrigens bin ich seit gestern für die Wahlwerbung zuständig.
Raten Sie mal, von wem ich den Auftrag habe?!
Vom guten, alten Offenbach.
(Eine Uhr schlägt.)
(Klavier-Musik)
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