All language subtitles for Die.Prinzessin.und.der.blinde.Schmied.2018.720p.HDTV.x264_ger

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Original subtitles

(Figuren und ihre Farben: Prinzessin, Schmied, König Svarog )

Im Zeitalter der Magie und Hexerei gab es ein Königreich.

Es war anders als alle anderen Reiche.

Heute ist dieses Königreich nur noch eine Legende.

Aber in der Vergangenheit kannte es ein jeder.

Es wurde regiert vom weisesten und mächtigsten König aller Zeiten.

König Svarog.

Es heißt, er besaß eine wundertätige Krone.

Damit konnte er alle Wünsche erfüllen und jede Krankheit heilen.

(Sie weint.)

(spannende Musik)

Alles Böse findet immer ein Ende.

Aber es endet auch alles Gute.

König Svarog wurde hintergangen.

Von seinem engsten Ratgeber, einem starken Hexen-Meister.

(bedrohliche Musik)

Wachen!

(spannende Musik)

(Es rauscht.)

(spannende Musik)

Es gibt sehr alte Legenden.

So herrscht ein Hexen-Meister nur, wenn jemand ihm die Herrschaft gibt.

Svarog aber wollte ihm die Macht nicht übergeben.

So verfluchte der Ratgeber ihn und das ganze König-Reich.

Ich habe keine Zeit für Märchen.

Das ist kein Märchen, Hoheit.

Das ist ein Märchen-Buch.

Die Bücher enthalten Aussagen über Svarogs König-Reich.

Unabhängig voneinander, über Jahrhunderte.

Das Reich hat es gegeben.

Hier ist die Antwort zur Lösung unserer Schwierigkeiten.

Ein Kuchen-Rezept.

Oh, äh ... Die ist es, Prinzessin.

Hier sind die Wurzeln eurer Familie.

In diesem König-Reich. Euer Vater könnte wissen, wo es lag.

Vielleicht gibt es die wundertätige Krone noch.

(Boden knarrt.)

Verzeiht die Störung, Prinzessin.

Euer Vater.

Was ist mit ihm?

Unser König ist zu alt.

Nicht älter als meine Mutter. Und krank.

Warum will er dann Krieg führen? Leg sie wieder da hin.

Wir schmieden nur Waffen fürs königliche Heer.

Aber wir haben nicht genug Soldaten.

Wo ist sie hin?

Beim Blase-Balg. Geh zur Seite.

Woher wusstest du das? Du ...

Ich sehe nichts, aber höre gut.

Frau Agatha, will der König Krieg führen?

Das will er nicht. Seine Tage sind leider gezählt.

Es ist sein Ratgeber Vulkan. Der macht seine eigenen Pläne.

Die Leute meinen, er wird unser neuer König.

Nicht Prinzessin Michaela?

Reden wir über etwas Schönes, Weihnachten.

Ich wünsche mir einen Sohn. Aber der Wunsch erfüllt sich nicht.

Was möchtest du, Martinchen? Mama!

Ich glaube nicht an Weihnachts-Wünsche.

Auch gut. Arbeite nicht wieder so lange.

(Er schmatzt.)

Hast du etwas gesagt?

(undeutlich) Wer, ich? Nur, dass ich nach Hause muss.

Kommst du ohne mich klar?

Na klar. Dann bis morgen, Martin.

Bis morgen, Nachbar.

(fröhliche Geigen-Musik)

(fröhliche Geigen-Musik)

(Musik klingt aus.)

(traurige Musik)

Oh, Tochter, wie schön.

Wie geht es dir, Vater?

Vom Pferd zu fallen, ist besser, als alt und krank zu werden.

Wenn ich dir nur helfen könnte. Halte meine Hand.

Damit hilfst du mir schon.

Weißt du etwas über das Reich von König Svarog?

Seine Krone heilte jede Krankheit.

Meine Liebe ...

Svarogs Königreich ist eine Legende, ein Märchen für Dumme.

Gedanken darüber lohnen sich nicht. Es könnte alles wahr sein.

Vulkan. - Ja, mein König?

Ihr wisst am besten Bescheid. Was wisst Ihr über König Svarog?

Es ist, wie euer Vater sagt.

Das Reich von König Svarog entspringt der Fantasie.

Nichts anderes.

(König) Hörst du, Tochter.

Beschäftige dich nicht damit. Suche dir lieber einen Bräutigam.

Sonst hat unser Reich keinen König.

(König hustet.)

Ich warte auf den Richtigen.

(König hustet.)

Baldrian-Tee, mein König.

Danke.

(traurige Musik)

(Musik schwillt an.)

(Musik klingt aus.)

Ich will Euren Vater nicht aufregen. Ich will Euch auch nicht belügen.

Svarogs Königreich hat es wirklich gegeben.

Euer Vater weiß das sehr wohl.

Er wollte Euch die Wahrheit nicht sagen.

Er weiß auch, dass ein Fluch auf dem Reich lastet.

Viele Eurer Vorfahren wollten es finden.

Am Ende kostete der Versuch sie alle das Leben.

Aber es weiß doch niemand, wo das Reich lag.

Euer Vater besitzt eine Karte, die den Weg zu Svarogs Reich zeigt.

Er hat sie stets bei sich. Er lässt sie nie aus den Augen.

Mit einem Sohn würde er das Geheimnis vielleicht teilen.

Aber er hat nur mich.

Verzeihung, das meinte ich nicht. Ihr seid 100 Söhne wert!

Er besitzt eine Karte, die er stets bei sich hat.

Er besitzt eine Karte, die er stets bei sich hat.

Er besitzt eine Karte, die er stets ...

Die er stets bei sich hat.

(verträumte Musik)

Zu meinem Vater.

Wir dürfen keinen reinlassen.

Wer sagt das?

Herr Vulkan. Euer Vater braucht Ruhe.

(bedrohliche Musik)

(Prasseln der Perlen)

(Es scheppert.)

(beide) Ah!

(fröhliche Musik)

(sanfte Musik)

(sanfte Musik)

(Er schnarcht.)

(sanfte Musik)

(Musik wird leise und spannend.)

(fröhliche Musik)

(Musik stoppt.)

Das Siegel Svarogs.

(liest) Das Reich Svarogs ist für immer eingeschlossen.

In einem Berg mit krummer Spitze.

(spannende Musik)

Mit krummer Spitze ...

(spannende Musik)

(spannende Musik)

(Es klappert.)

(Soldat) Wo gibt es Bier zu kaufen?

(Sie lachen.)

(spannende Musik)

(Soldaten) Ist das heute kalt. - Trödelt nicht so.

(Spannende Musik klingt aus.)

(Soldat) Ein Dieb!

(Mann) Los, versperrt ihm den Weg! Los doch!

Halte das Pferd an!

Ah!

(Mann) Einer brennt!

(Mann) Wir brauchen Hilfe!

Der Reiter war die Prinzessin. Sie ist fort!

(Soldat) Majestät, wir ... - (Vulkan) Spar dir deine Ausreden!

Ihr solltet die Prinzessin nicht aus dem Schloss lassen!

Geh mir aus den Augen. Wir sprechen uns später.

Und du ... hast der Prinzessin den Unsinn eingeredet.

Für deine Schuld wirst du bestraft.

Wachen, bringt ihn in den Kerker. Da kann er über seine Tat nachdenken.

(Diener) Das war keine Absicht!

Vulkan, Ihr müsst sie suchen und mir zurückbringen.

Mein König ...

(Vulkan) Ich brauche Macht.

Dann kann ich die Suche stark beschleunigen.

Na gut, na gut. Bis die Prinzessin zurück ist.

So lange übertrage ich Euch die volle königliche Gewalt.

Bringt mir nur meine Tochter zurück.

Findet sie schnell!

(bedrohliche Musik)

Der alte Narr hat mir seine Macht übertragen.

Mein Heer zieht in den Krieg.

Die Nachbar-Reiche werden fallen und ich der Mächtigste sein.

(bedrohliche Musik)

Nur die Prinzessin kann mich noch hindern.

Sie kommt zu dir.

Sorge dafür, dass sie nicht lebend gesehen wird.

(bedrohlicher Klang)

(fröhliche Geigen-Musik)

(Er pfeift ein Lied.)

(fröhliche Geigen-Musik)

(Eine Flöte spielt.)

Ich bringe Futter! Der Winter wird lang.

(fröhliche Musik)

(Die Musik wird lauter.)

(fröhliche Musik)

(Musik stoppt.)

Martin!

Warum machst du das?

Warum gehst du allein in den Wald?

Ich bin blind, aber nicht dumm.

Warum bittest du dann nicht den Nachbarn um sein Pferd?

Ich kann das alleine.

Und es hat mir gutgetan.

Wozu hast du den mitgebracht? Der ist zu schade fürs Feuer.

Seit du in der Stadt warst, sprichst du von Weihnachts-Bäumen.

Ich wollte dich überraschen.

Martin! Hör auf zu nörgeln.

Denk darüber nach, wie wir ihn schmücken.

(fröhliche Musik)

Martin, ihr habt einen Weihnachts-Baum?

Wir helfen dir.

Wart ihr denn brav? Ja, waren wir.

Immer.

Mal sehen. Vielleicht kriegt ihr nur Zwiebeln.

Ich möchte eine Mütze, die ich nicht verliere.

Das wäre gut.

Ich wünsche mir einen Zopf-Halter, der leuchtet.

Ich will eine Prinzessin zur Frau.

Mama, hast du die Pilz-Suppe gekocht?

Du riechst wirklich alles.

(Mann) Dort findet ihr den Schmied, Fräulein.

Danke.

(fröhliche Musik)

(Ein Pferd trampelt.)

(Es wiehert.)

Bist du Martin, der Schmied?

Ja, du willst ein Pferd beschlagen lassen?

Das weißt du?

Das höre ich am Klang der Eisen.

Kannst du bezahlen?

Kannst du auch Säbel schleifen?

Welcher Schmied kann das nicht? Also?

Kannst du nun bezahlen? Ich habe doch genickt.

Bist du ... etwa ...?

Ich kann zwar nicht sehen.

Aber ich kann gut hören, riechen und tasten.

So kann ein Schmied ohne Augen Hufe beschlagen und Säbel schleifen.

(verträumte Musik)

Es wird etwas dauern. Meine Mutter kümmert sich um dich.

Sie hat Buchteln gebacken. Vielleicht bekommst du eine.

Danke erst mal.

Einen guten Abend!

Guten Abend, hereinspaziert!

Eure königliche Hoheit!

Vergebt mir, ich wusste nicht ... Schon vergeben.

Bitte setzt Euch.

(fröhliche Musik)

Ich wusste nicht, dass Ihr kommt.

Was kann ich Euch anbieten? Buchteln?

Da sind sie!

Ich muss sie vor meinem Sohn verstecken.

Sonst isst er sie sofort auf.

Hier habe ich noch mehr davon.

Die sind mit Mohn gefüllt.

Ihr habt sicher Hunger.

Die hätte ich jetzt fast vergessen.

Greift gut zu, Hoheit!

(fröhliche Musik)

Ihr kennt Euch mit Kräutern aus? Jeder hat Talente.

Das muss ein besonderer Gast sein, wenn du deine Schätze rausholst.

Finger weg, die sind für unseren Gast.

Es ist unsere Prinzessin Michaela!

Entschuldigt, Prinzessin. Er hat immer Hunger.

Ich arbeite auch den ganzen Tag.

Euer Pferd ist fertig.

Der Säbel ist so scharf wie nie, Prinzessin.

Was führt Euch so allein in unsere Gegend?

Ich suche einen Berg mit krummer Spitze.

Ich habe hier eine alte Karte. Es hat sich alles verändert.

Wenn die Sonne aufgeht, seht Ihr einen Berg vom Garten aus.

Ihr kennt ihn?

Ich muss los.

Das ist keine Gegend, in die man allein gehen sollte.

Was ist da?

König Svarogs Krone könnte meinen Vater heilen.

Der Berg ist ein gefährlicher Ort. Keiner kam lebend wieder.

Die Menschen und Tiere gehen nicht mal in die Nähe.

Ich muss es wagen.

Dann lasst wenigstens noch die Nacht vergehen.

Gut, aber im Morgen-Grauen breche ich auf.

Nun dann.

Ich wünsche eine gute Nacht, Prinzessin.

(sanfte Musik)

Oh je, oh je.

Mama, ich begleite sie.

Den Teufel tust du!

Sie kann das nicht alleine. Und ich verliere meinen Sohn?

Mir wird nichts passieren.

Hm. Wir reden morgen früh darüber, ja?

Hm.

(geheimnisvolle Musik)

(Es rauscht.)

Ich bringe dir einen heißen Tee.

Du arbeitest viel draußen. Den hast du noch nie gemacht.

Es ist eine neue Mischung zur Ehren der Prinzessin.

Sehr gut. Gute Nacht, Martinchen.

Gute Nacht, Mama. Schlaf schön.

(sanfte Musik)

(Ein Hahn kräht.)

(sanfte Musik)

Mama?

Hier, meine Schönen. Esst euch satt.

Ja? Wo ist die Prinzessin?

Fortgeritten, im Morgen-Grauen.

Ohne mich?

Sie wollte weg.

Ich habe nach einem Tee noch nie so fest geschlafen.

Wenn du auch ganze Bäume aus dem Wald holst.

Du warst sehr müde.

Mama!

(Musik setzt wieder ein.)

(verträumte Musik)

Mama?

Wie hat die Prinzessin ausgesehen?

Wie soll sie schon ausgesehen haben?

Sie hatte eine krumme Nase und einen Bart.

Und sie war sehr dürr.

Und sie hat gehinkt.

Aber sie hat ein gutes Herz, wenn sie sich um ihren Vater sorgt.

Wieso fragst du? Warum sitzt du in der Kälte?

Los, beweg dich. An die Arbeit!

Ist es wahr, was die Leute sagen? Nicht alles.

Ich meine die Prinzessin.

Das ist wahr.

Und sie ist zum verfluchten Berg geritten?

Ja. Dann kommt sie nicht wieder.

Es gibt Krieg.

(Ein Pferd wiehert.)

(Huf-Getrappel)

(verträumte Musik)

(Das Pferd schnaubt.)

Martin!

Martinchen, ich bitte dich!

Ich hätte sie nie allein reiten lassen dürfen.

Martin! Mama.

Ich gehe mit oder ohne deinen Segen.

Was mache ich, wenn du nicht wiederkommst?

Zu Weihnachten bin ich zurück. Warte!

Bring mich dahin, wo du zuletzt warst.

Hier, mein Sohn, nimm das mit.

Damit du nicht verhungerst.

Danke, Weihnachten sind wir zurück, die Prinzessin und ich.

(verträumte Musik)

(verträumte Musik)

Also, wenn du weiter so trödelst, kommen wir nicht weit.

Lauf!

Kannst du nicht schneller laufen?

(Pferd wiehert.)

(fröhliche Musik)

(Er lacht.)

(fröhliche Musik)

(Musik stoppt.)

Danke, mein Pferd.

(Es wiehert.)

(Pferd schnaubt.)

Du scheinst nicht weiter zu wollen.

Von hier an musste die Prinzessin zu Fuß gehen?

Mama hat also recht.

Sogar die Tiere haben vor dem Berg Angst.

Ich gehe alleine weiter.

Danke.

(Pferd wiehert.)

(verträumte Musik)

(verträumte Musik)

(verträumte Musik)

(geheimnisvolle Klänge)

(Musik wird bedrohlich.)

(geheimnisvolle Musik)

(geheimnisvolle Klänge)

(Vögel zwitschern.)

(Stimme) Willkommen, willkommen.

Stell keine Fragen.

Wie kannst du es wagen, an diesen magischen Ort zu kommen?

Wer bist du?

(Stimme) Ich bin Wächter der Gefilde. Ich bin äußerst gewitzt und stark.

Sag, was du willst. Sonst ist das dein Ende.

Ich suche Prinzessin Michaela! (Stimme) Oho, ein mutiger Prinz!

Er sucht seine Braut.

Wenn du passieren willst, musst du bezahlen.

Kein Prinz.

Ich bin Schmied.

Womit soll ich zahlen? Ich habe nichts ... außer Buchteln.

(Kobold) Buchteln?

Was für Buchteln?

Mohn und Marmelade.

Oh ... oh!

(mit der Stimme des Wächters) Marmeladen-Buchteln!

Ich liebe Marmeladen-Buchteln!

Lecker!

(fröhliche Musik)

Dann lass sie dir schmecken.

Ich danke dir, Menschen-Kind. Dir zu Ehren ...

... werde ich schwelgen.

(Es knallt.)

(Er atmet heftig ein.)

(Er niest.)

Was ich heute für ein Glück habe! Sie sind mit Pflaumen-Mus!

(Kobold) Au, au!

Hör auf, mich einzuklemmen!

Ja!

Du hast mir die Buchteln abgeluchst.

Ich ... bin nur ein kleiner Kobold.

Der auf der Suche nach Buchteln ein wenig den Wald durchstreift.

Du hast gestohlen.

Wenn ich sage, es war ein Handel? Ich biete dir meine Hilfe an.

Von einem Kobold?

Er wäre zugleich, ich schwöre dir bei meinem Bart ...

Bei deinem Bart schwöre ich, dir einen guten Rat zu geben.

Ein guter Rat ist Gold wert. Du hilfst der Prinzessin.

Nicht ohne die wundertätige Krone.

Da ist eine uralte Frau, verschlagen und schlau.

Sie lebt in einem Häuschen am Fluss.

Sei klug und greif dir die Katze. Hüte dich vor ihrer Tatze.

Die Krone wird ihre Kraft einsetzen.

Damit deine Kräfte sie nicht verletzen.

Ich bin auf der Hut.

Danke für deinen Rat. Ich muss mich auf den Weg machen.

Ja!

(Er niest.)

(Er niest.)

(Es platscht.)

(sanftes Platschen)

(schweres Platschen)

(Stein auf Stein)

Ich muss mich nass machen.

(Es knallt.)

(fröhliche Musik)

(fröhliche Musik)

Menschen-Kind? Ich sehe, du hast Heimlichkeiten.

Angst vor Brücken.

Brücken?

Du hast so viel Angst, dass du durchs Wasser gehst.

Jeder andere geht über die Brücke.

Was, da ist eine Brücke? Das hättest du eher sagen können.

Ich habe gedacht, wenn ich sie sehe, siehst du sie auch.

Nein.

Das heißt ja, du bist ...

Haha! Ich freue mich, dass du Spaß hast.

Gibt es noch andere Brücken?

Nein.

Äh, oder ...?

Ich mag keine Brücken.

Ich lasse lieber Zauber-Kräfte wirken.

(Es knallt.)

(Es knallt.)

(Er lacht.)

Hätte er das gesehen, wäre er begeistert.

Äußerst unbefriedigend.

(Es knallt.)

(leises Summen)

(spannende Musik)

Oh, wohin des Weges, junger Herr?

Guten Tag, Großmütterchen. Ich weiß nicht, wohin ich gehe.

Kannst du mir helfen?

Ich suche jemanden.

Oh, lange hat zu mir keiner mehr "meine Dame" gesagt.

Ich suche jemanden. Aha, du suchst also jemanden.

Er wird doch nicht gar die ... mutige Prinzessin sein?

War sie hier?

Hast du sie beraten?

7 Ratten? Ich habe keine 7 Ratten.

Ich sagte: Hast du sie beraten?

Ah!

Vielleicht, kann sein.

Leider hat mein Gedächtnis nachgelassen.

Ich müsste ins Tagebuch sehen.

Dort habe ich alle Ereignisse aufgezeichnet.

Prima, und wo ist es?

Bei mir zu Hause, hinter dem Berg. Ich begleite dich.

Nein, warte, ich gehe lieber vor.

Wie nennt man dich?

Ich heiße Martin. Aha, der heiße Martin.

Oh, hahaha!

Ein seltsamer Name. Aber ich habe seltsamere gehört.

Ich nenne dich nur "Martin". Hahaha, komm, weiter!

Wir sind so gut wie da.

Großmütterchen? Ja?

Ich rieche Pfeffer-Kuchen. Gut gerochen!

Wie du siehst, habe ich ein Pfefferkuchen-Haus.

Das fällt nicht ein? Nein, und bei Hunger beiße ich ab.

Hält es Wolken-Bruch aus?

Es ist kein Abbruch-Haus.

Dein Gehör lässt dich raten.

Wo sind sie? Wer?

Die Ratten!

Haha. Oh!

(Hexe) Komm rein.

Vorsicht, der Kopf. Ja, so ist es gut.

Warte, warte.

Setz dich hierhin.

Ja, gut.

(Sie riecht an ihm.)

Etwas zu trinken, Martinchen?

Nein, ich brauche nichts.

Sag mir nur, wo ich die Prinzessin finde.

Ach, nein.

Ich schlage vor, du trinkst ...

... einen Becher Fliegen-Milch.

Und ich suche unterdessen nach ...

... meiner kleinen Gedächtnis-Stütze.

(spannende Musik)

(leises Rauschen)

Hier ist die Milch, greif zu.

Ja, trink schön aus. Sie macht dich stark.

Da scheint mir ... jemand an deine Tür zu pochen.

Ich hatte nicht vor, dich zu kochen.

Wie kannst du das denken?

Das tue ich nicht. Da scheint jemand zu pochen.

(Sie schreit.)

(Sie schnüffelt.)

Du hast dich verhört. Da ist niemand.

Jetzt trink doch endlich!

Wenn du nicht alles austrinkst, werde ich sehr beleidigt sein.

Wenn das so ist ...

Mmh, ist das wirklich Fliegen-Milch?

Hm. Woher hast du die?

Oh!

Sieh mal!

Das sind ...

Ich halte mir eigene Fliegen.

Und wenn ich Milch will, kann ich sie melken.

(Sie lacht leise.)

Die Prinzessin war argwöhnisch und hat meine Milch verschmäht.

(Sie spuckt.)

Du, blinder Narr, hattest dagegen keinen Verdacht.

Und hast schön ausgetrunken.

Für dich habe ich keinen meiner Zauber-Sprüche nötig.

Du wirst jetzt lange tief und fest schlafen.

Sodass dich nicht mal das Wasser ...

(Sie gähnt.)

... im Kessel da aufwecken kann.

(Es rumpelt.)

(Schnarchen)

Was ist das? Wir müssen uns unterhalten.

Was, wie? Du lässt mich jetzt sofort runter!

Entweder, wir unterhalten uns oder wir kochen Suppe.

Ah! Worüber unterhalten?

Was hast du gemacht?

Gar nichts! Sie hatte diesen verfluchten Säbel.

Von einem ehrlichen Mann geschliffen.

Und?

Mit so einer Klinge kann man jeden Zauber durchschneiden.

Kein Zauber hat gehalten. Wo ist die Prinzessin?

Im Schloss von König Svarog.

Wer da ist, kommt nicht lebend raus.

Wo ist das Schloss?

Sage ich dir nicht. Nein, warte!

Ich sage es dir!

Svarog ist ewig verflucht.

Jeder, der ihn ansieht, wird in Stein verwandelt.

Sag mir, wie ich zum Schloss komme.

Du musst über den Berg gehen, der am Ende des Tals liegt.

Was machst du da? Nein, komm zurück!

Und deine Katze nehme ich mit.

Weil du versucht hast, mich einzuschläfern und zu kochen.

Nein, nein! Du kannst nicht gehen!

(Hexe) Lass mich runter. Lass mich runter!

(Es knallt.)

(Kobold) Gib acht, lass sie nicht gehen.

Du brauchst sie noch, wirst sehen.

Ah, ich muss unbedingt ... meinen guten Vetter warnen!

(Sie stöhnt.)

Ah!

Ah!

(Sie stöhnt.)

(Es rumpelt.)

(Sie keucht.)

Vetterchen, Vetterchen, hörst du mich?

Was gibt es?

Es ist so, dass es sein kann, dass jemand den Fluch bricht.

Was redest du da? Die Prinzessin ist zu Stein geworden.

Nein, es ist jemand anderes.

Er ist schon auf dem Weg zum Schloss.

Wer ist es? Ein mächtiger Zauberer?

Er hat mir gesagt, sein Name ist "der heiße Martin".

Er ist kein Zauberer. Er ist ganz und gar blind.

Du hast dich von ihm übertölpeln lassen?

Er ist blind.

Das bedeutet, der Fluch wirkt bei Blinden nicht.

Verbringt er einen Tag mit Svarog, wird der Fluch aufgehoben sein.

Was machen wir?

Du machst nichts. Darum kümmere ich mich.

Einen Blinden kann ich vielleicht gut gebrauchen.

Bäh!

(Sie schreit.)

(Es rauscht.)

(Kobold) Juhu!

(Es knallt.)

Noch ein Rat.

Geh jetzt. Auf Wiedersehen!

Kehr um. Nicht ohne die Prinzessin.

Du weißt nicht, wie sie aussieht.

Sie ist groß wie ein Bär.

Ohne Faxen, Arme wie Würste und krumme Haxen.

Ihr Mond-Gesicht ist voll von Warzen!

Ihre Nase tropft fürchterlich!

(Es knallt.)

(verträumte Musik)

(verträumte Musik)

Hältst du es für klug, höher zu klettern?

Wie schnell kann ein Feind dich zerschmettern.

Ich habe keine Angst.

Ich halte mich an die Grund-Regel fürs Klettern.

Die da heißt? Niemals runtersehen.

Haha.

(spannende Musik)

Gleich stürzt er ab.

(Er stöhnt.)

Dann ist keiner gerettet.

Und der Sturz hat ihn ... ... in Teile zerlegt.

Da kann ich nie einen Reim daraus machen, oh!

(Es rauscht.)

(bedrohliche Musik)

Vorsicht!

(Er räuspert sich.)

(mit Stimme des Kobolds) Vorsicht!

(bedrohliche Musik)

(Er stöhnt.)

(mit Stimme des Kobolds) Fast.

Nur ein kurzes Stück.

(Es donnert.)

Ah!

(Katze miaut.)

(bedrohliche Musik)

(mit Stimme des Kobolds) Beinahe zu Tode gestürzt!

Hast du mich gerettet?

Wer sonst? Ich verdanke dir mein Leben.

Ich dachte, dass der Fels nicht bröckelt.

Er bröckelt aber.

Willst du weiter dein Leben riskieren?

Ich habe meine Meinung nicht geändert.

Beeindruckend. Ich gebe dir einen Rat.

Er muss wichtig sein, wenn du nicht reimst.

Ein wichtiger Rat, wenn du mich fragst.

Er bringt dich in die Lage ...

In welche?

Es war ein Reim.

Willst du wissen, wie du die Prinzessin rettest?

Ich würde alles dafür tun. Wirklich?

Solange Svarog lebt, ist das Königreich verflucht.

Und mit ihm deine Prinzessin. Es gibt also nur eine Lösung.

Das Schicksal der Prinzessin und des Reichs liegen bei dir.

(Es rauscht.)

(geheimnisvolle Musik)

(geheimnisvolle Musik)

(Musik klingt aus.)

(bedrohliche Klänge)

(traurige Musik mit Gesang)

(Es klirrt.)

(traurige Musik)

(traurige Musik)

Svarog!

Svarog!

Wo bist du?

Svarog!

Was willst du?

(bedrohliche Klänge)

Hier findest du nichts als den Tod.

(bedrohliche Klänge)

Wie kann es sein, dass ...

Jeder, der mich ansieht, wird auf der Stelle zu Stein.

Und dir geschieht das nicht? Warum ist das so?

Ich bin blind.

Wer bist du? Ich heiße Martin.

Ich will Prinzessin Michaela retten.

Ach.

Ich befürchte, dass es keine Rettung gibt.

Sie wurde vom Fluch getroffen. Dem Fluch der Einsamkeit.

Ich unterliege ihm seit fast 1.000 Jahren.

Wie kam es dazu?

Mein Ratgeber hat mich verflucht.

Er hatte versucht, sich die Macht zu erschleichen.

Doch ich erkannte die Finsternis seiner Seele.

Wachen!

Ich wollte ihn verbannen, aber er wehrte sich.

Ich weigerte mich, ihm meine Krone zu übergeben.

(Es rauscht.)

Er gebrauchte seine ganze schwarze Kunst.

Ich hielt ihm nicht Stand.

Aber sein Zauber hatte nicht die Kraft zum Töten.

Er konnte mich ebenso wenig zwingen, ihm meine Krone zu überlassen.

In seiner Wut verfluchte er mich zu ewiger Einsamkeit.

Ich würde nichts lieber tun, als dir zu helfen, alle zu erlösen.

Doch ich weiß nicht, wie.

Es gibt nur eine Möglichkeit.

Sag schon.

Der Fluch wird andauern, solange Ihr am Leben seid.

Ah.

Gibt es diese Möglichkeit, mein Reich zu erlösen?

Dann tu, was du tun musst.

Muss ich sterben, damit andere leben können?

Dann werde ich gern sterben.

(traurige Musik)

(Musik wird leiser.)

Ich kann keinen Menschen töten.

Es muss anders möglich sein, diesen Fluch zu brechen.

(Stimme) Du Narr!

(Es rauscht.)

(Es rauscht.)

Ein Axt-Hieb, und mein Fluch hätte voll gewirkt.

Vulkan. Der Ratgeber des Königs?

(Er redet mit der Stimme des Kobolds.)

So ist das also. Ich wusste, dass etwas faul ist.

Was hast du mit ihm gemacht?

Du willst mich herausfordern? Ah!

Den stärksten Hexen-Meister, den die Welt je gesehen hat?

(Es rauscht.)

Die Welt vielleicht.

Ich nicht.

Du hältst mich nicht auf.

(spannende Musik)

Svarog war schon als Zauberer unterlegen.

Was willst du tun?

(spannende Musik)

Es wird dir leid tun.

(Es rauscht.)

(Er stöhnt.)

Deine Schmerzen sollen größer sein als vorstellbar.

(Er stöhnt.)

Du hättest zu Hause bleiben sollen.

Aber du windest dich lieber am Boden.

(spannende Musik)

Hast du nicht genug?

Du Narr! Für wen hältst du dich?

Für Martin, den Schmied. Wie?

Und ich gebe nicht auf.

Zeit, das Spiel zu beenden.

Martin, greif zu.

(spannende Musik)

(Er stöhnt.)

(spannende Musik)

(bedrohliche Musik)

(heiser) Du hast mich ... verwundet.

Eine ehrlich geschliffene Schneide durchtrennt jeden Fluch.

Sogar den stärksten.

(bedrohliche Musik)

Das ist noch nicht das Ende. Hast du gehört?

(Vulkan schreit.)

(Maus piept.)

(Die Maus piept.)

(Die Katze miaut.)

(spannende Musik)

(Die Katze knurrt.)

(sanfte Musik)

(Vögel zwitschern.)

(Er quietscht.)

Martin! Prinzessin?

Du hast den Fluch gebrochen. Durch Mut und Tapferkeit.

Vulkans Zauber-Kräfte sind erloschen.

Du hast die Prinzessin erlöst, mein Reich und mich.

Vulkan? Ja, er war mein Ratgeber.

Er konnte sich mein Reich nicht aneignen.

Er suchte weiter, bis er ein Reich fand.

Dessen König eine Tochter hatte.

Die bereit war, für den Vater ihr Leben zu wagen.

Da ist ja die wundertätige Krone. Nun kann er gesund werden.

Meine Krone wird ihm kaum helfen können.

Sie erfüllt jeden Wunsch.

Sie war nie wundertätig.

Sie war nur ein Symbol für die Macht im Reich.

Aber meine frühere Kraft kehrt zurück.

Und es ist mir eine Freude, eure Wünsche zu erfüllen.

Das heißt, mein Vater wird wieder gesund?

Hm. Ich habe keinen Wunsch.

Doch, einen hast du. Den du nicht auszusprechen wagst.

(sanfte Musik)

(Glöckchen-Klang)

(sanfte Musik)

(verträumte Musik)

(verträumte Musik)

Naja, ähm, ich hatte es nicht für möglich gehalten.

Ich habe auch einen Wunsch.

Es ist Zeit, meine Regentschaft zu beenden.

Knie nieder, Martin.

Du hast bewiesen, dass du weise, ehrlich und tapfer bist.

Alles Tugenden eines guten Herrschers.

Ein Königreich kann nie ohne König sein.

Oder ohne Königin.

Ich kröne dich zu meinem Nachfolger.

Erhebt euch, König Martin.

(Jubel und Beifall)

Ich muss nach Hause.

Ich habe Mama etwas versprochen. Ein König hält Versprechen.

Dein Königreich wartet auf dich.

Wenn es Euch recht ist, werde ich Eure Heim-Reise verkürzen.

(fröhliche Musik)

Was ist das?

Das ist die Sonne. Habe ich mir anders vorgestellt.

Haha, sieh an! Und wie hast du dir mich vorgestellt?

Kleiner.

Hey! Danke für deinen Rat.

Auch wegen der Katze. Ich dachte, ich brauche sie nicht.

Äh, wozu solltest du sie brauchen? Die Katze sollte nur von da fort.

Es war kein guter Ort.

Weil sie mich jagte, wenn die Alte nicht da war.

Und ich am Häuschen nagte.

Ich sage dir:

Dein tropfender Zahn hat meiner Suche gut getan.

Mach es gut!

Iss nicht so viel Süßes.

Ah!

(fröhliche Musik)

(Musik: Melodie "Stille Nacht")

(Musik: Melodie "Stille Nacht")

(Glöckchen-Klang)

(Musik schwillt an.)

Martinchen.

Martin! Mama!

Du bist wieder da!

Es war versprochen. Willst du sie nicht begrüßen?

Oh, ich bitte um Verzeihung. Ich bin so froh, dich wiederzusehen.

Mein Martinchen! Ich freue mich auch, dich zu sehen.

Martin?

Was hast du gesagt?

Dass ich mich freue, dich zu sehen.

Du kannst sehen?

Martin!

Mein Leben lang ...

Mein ganzes Leben lang habe ich mir bis heute ...

... nichts sehnlichster gewünscht.

Du kannst sehen.

(Pferd wiehert.)

(verträumte Musik)

Vater! Haha, Tochter!

Tochter!

Du bist gesund!

Ja, wie von Zauber-Hand geheilt. Ich habe dich gesucht.

Ach, Michaela. - (Mann) Es ist ein Wunder geschehen!

Wovon redest du?

Martin, ich habe einen Sohn!

(Frau) Was soll der Lärm?

Auf einmal.

(König) Ein Grund zur Freude.

Ist dieser Zopf-Halter der, den du dir gewünscht hast?

Mein Wunsch hat sich auch erfüllt.

(Flug-Geräusch)

Die verlierst du nicht.

Und du, Lukas?

Hattest du dir nicht eine Prinzessin gewünscht?

Mein König, wenn Ihr Euch etwas wünschen würdet.

Was wäre es?

Dass meine Tochter einen Mann findet, der ein weiser König ist.

(König) Ich weiß, wie schwer das ist.

Ohne meinen Ratgeber Vulkan. Er ist weg.

Ich habe einen Mann gefunden.

Michaela, Tochter! Er sollte edel und reich sein.

Und wer könnte edler sein ...

... als ein König?

(Volk) Oh!

Aber das ist ja die ... die Krone König Svarogs.

Ihr habt sie.

Wir haben auch König Svarog gefunden.

Er hat Martin sein Reich anvertraut.

Denn Martin hat den tausendjährigen Fluch gebrochen.

Wegen ihm bist du gesund.

(verträumte Musik)

Nun ja, wenn das so ist ...

Michaela!

Willst du mich wirklich heiraten?

Ja. Willst du mich heiraten?

(verträumte Musik)

(Einige Frauen lachen.)

Und hast du auch einen Weihnachts-Wunsch?

Dass die Wünsche der guten Menschen in Erfüllung gehen.

Buchteln!

(verträumte Musik)

UT: MDR 2019 für KiKA

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