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Original subtitles

Unsere Geschichte beginnt in Cannes an der französischen Riviera.

Vielleicht kennen Sie die Croisette mit ihren Hotelpalästen.

Wer da einzieht, fürchtet, dass er es sich nicht leisten kann.

Wenn er die Rechnung sieht, weiß er es. Aber schön ist es doch.

Am Strand verkleiden sich arme Verkäuferinnen wie Millionärstöchter.

Und umgekehrt. Oder sehen Sie einen Unterschied?

Im Hafen von Cannes möchte jeder gern landen.

Die Yacht des Tankerkönigs liegt gleich neben der des Ölscheichs.

Viel ruhiger und friedlicher als ihre Besitzer.

Die Damen schlürfen Cocktails.

Die Herren versuchen, sich die Millionen gegenseitig abzujagen.

In diesem Gebäude finden jährlich die Filmfestspiele statt.

Um Geld geht es auch im Spielcasino.

Und nun für die Autofahrer: Die gut gebaute, kurvenreiche Corniche.

Pardon, das ist die Grande Corniche. Sie verbindet Cannes mit Monte Carlo.

Mit Sonnencreme schützt sich die Creme der Gesellschaft vor der Sonne.

Geht ja alles wie geölt.

Übervorsichtige sind besonders auf der Hut, wie dieses Hundefräulein.

Ganz groß in Fahrt, wenn man das nötige Kleingeld hat.

Cannes bietet jedem etwas. Hier ist immer etwas los.

A propos: Jetzt geht's los mit unserer Geschichte.

Das ist die Traumvilla von Edward Collin, dem Sohn des Schrottkönigs.

Er ist sympathisch, wenn auch etwas eigenwillig. Dazu enorm reich.

Daher kostet ihn alles ein Vielfaches dessen, was andere ausgeben können.

Das ist noch nicht Eddie Collin. Gleich werden Sie alles erfahren.

Denn die Geschichte geht schon los.

Sie!

Wer ist der Mann? Alfons vertritt den kranken Maurice.

Beim Verschlingen des Büffets? Das schaffen die Gäste auch allein.

Er soll die Gäste nur empfangen. Mit dem letzten Gast geht der auch.

Sehr wohl, Madame. - Ich bin Alfons Rappert. Mit zwei P.

Zwei P sind mir zu viel. - Hier ist die Luft wohl dicker.

Was ist los? - Ich denke, ich fliege.

Wenn die Alte mich sieht... - Sie heißt Madame Sorel.

Sie ist Herrn Collins zukünftige Schwiegermutter.

Wieso wohnt sie dann schon hier? - Sie wohnt hier nicht.

Sie tut so, als ob ihr alles gehört. Der erste Wagen! Gehen Sie hin.

Dein Bräutigam ist wieder nicht da. Stört dich seine Abwesenheit?

Im Gegenteil, Darling. Armand! Verschwinden Sie jetzt.

Warum? Eddie hat nichts dagegen. Er weiß auch noch nichts über euch.

Die ersten Gäste müssen Armand nicht unbedingt hier antreffen.

Noch dazu Händchen in Händchen. Sie hat Recht. Ich ziehe mich um.

Ich bin bald zurück. Ciao! Du hast Eddie noch nicht geheiratet.

Nachher kannst du mit ihm von mir aus machen, was du willst.

Hallo! Bin ich die Erste? Meine Liebe!

Ja, so können wir ungestört plaudern. Wo ist denn der Hausherr?

Er kommt später. Plötzlich kam ein schwedischer Bankier an.

Es geht um eine größere Transaktion.

Ich muss um Zahlungsaufschub bitten. - Wieso?

Deine Forderung überschreitet meine derzeitigen finanziellen Mittel.

Du schwindelst, Eddie! - Ehrenwort, ich habe kein Geld.

Mein Vater sagt, du bist einer dieser dreckigen Millionäre.

Das stimmt. Ich bin einer von denen.

Wer sein Modell nicht bezahlt, ist kein Maler, sondern ein Gauner.

Ich zahle ja. Ich bin nur im Augenblick völlig blank.

Gibst du mir keinen Kredit? - Die Kinokasse gibt mir auch keinen.

Kommt einfach alle zu mir nach Hause. Ich habe sowieso Gäste.

Danke schön.

Wer ist das? - Der Herzog von Baskerville.

Und welcher ist der Herzog?

(Musik:)

Venga, venga musica. Die Welt, die macht Musik.

Venga, venga musica. Sie spielt ihr schönstes Stück.

Wenn sich zwei begegnen, sagen sie sich froh und heiter:

Venga, venga musica. Die Reise geht ins Glück.

Das hat die Sonne gemacht. Das Leben lacht euch an.

Drum geht nur froh durch die Welt. Was euch gefällt, sollt ihr kriegen.

So hat nun jeder bald was, und jeder hat Spaß daran.

Aus Freude, dass es geschieht, singen wir heut das Lied:

Venga, venga musica. - Die Welt, die macht Musik.

Venga, venga musica. - Sie spielt ihr schönstes Stück.

Wenn sich zwei begegnen, sagen sie sich froh und heiter:

Venga, venga musica. Die Reise geht ins Glück.

Venga, venga musica. Die Welt, die macht Musik.

Venga, venga musica. Sie spielt ihr schönstes Stück.

Wenn sich zwei begegnen, sagen sie sich froh und heiter:

Venga, venga musica. Die Reise geht ins Glück.

Los.

Halt! Halt!

Sie können nicht einfach hier reinfahren.

Klar kann ich. Wollen Sie's sehen? - Bitte nicht. Dann fliege ich raus.

Ich bin doch erst 1 Stunde hier. - Das dachte ich mir. Wie heißen Sie?

Alfons Rappert mit zwei P. Und Sie? - Edward. Ich muss da drin Geld holen.

Nehmen Sie den Lieferanteneingang. Die Kinder dürfen nicht mit.

Warum? Herr Collin liebt Kinder.

Seine Braut und seine künftige Schwiegermutter aber nicht.

Sie nannten die Kinder der Gäste schrecklich und ekelhaft.

Sagte die Junge das auch? - Ja. Machen Sie mir keinen Ärger.

Ich bleibe hier sicher nicht lange. - Doch, Sie bleiben.

Sie sind ein verrückter Hund, aber sympathisch.

Neue Gäste! Ich muss mal. - Verrückter Hund. Aber sympathisch.

Kommt, Jungs.

Guten Tag. Wie geht es Ihnen?

Bitte, meine Herren. - Eine Eisenbahn!

Madame. Durchlaucht sehen prachtvoll aus.

Mein rechtes Bein schmerzt manchmal. Wir werden alle nicht jünger.

Der Arzt hält es für altersbedingt. Aber er hat keine Ahnung.

Das linke tut nicht weh und ist genauso alt.

(Eine Kapelle beginnt zu spielen.) Entschuldigen Sie mich.

Wen habt ihr da engagiert? Ich niemanden.

Alice, einen Moment bitte. Ein bisschen sehr modern.

Es klingt, als ob Picasso dirigiert.

5 Minuten Pause.

Hübsch wie immer. - Und Sie bekleckst wie immer.

Zieh dich bitte um. - Wieso? Das passt zu meinen Gästen.

Der Herzog von Baskerville ist da. - Mit Hund?

Ja. Ihre Erhebung in den Adelsstand ist beschlossene Sache.

Ich will nicht erhoben werden. - Es würde Alice glücklich machen.

Wenn Sie wenigstens Baron wären. - Danke für das "wenigstens".

Meine Großmutter war von... - Von?

Von unbekannter Abstammung. - Ich finde keine Worte.

Das passiert Ihnen selten. Jetzt geht sie Worte suchen.

Sei bitte netter zu Mutti. - Sie weiß, ich hasse diese Hohlköpfe.

Warum muss ich die einladen? - Unter anderem mir zuliebe.

Ich habe lieber wichtige Leute um mich als schmutzige Gassenjungen.

Manchmal glaube ich, du magst keine Kinder.

Ich mag dich.

Schick die Jungen weg und zieh dich um.

Mache ich, Liebling.

Wir müssen uns trennen, Kinder. - Und wo bleibt unser Kuchen?

Du hast ihn uns versprochen. - Das wird gleich geritzt.

Und vergiss mein Geld nicht!

Sie!

So einer sind Sie! Sie schleichen herum und klauen.

Das ist für die armen Jungs. Haben Sie etwas dagegen?

Als Diener ja, als Mensch nein. Und ich bin mehr Mensch.

Das freut mich. - Halt! Nehmen Sie die größere.

Lassen Sie sich nicht erwischen. - Kann ich Ihnen helfen, Herr Collin?

Danke, Jean. Was ist mit Ihnen? - Collin? Ich nehme an, ich fliege.

Sie bleiben. Ich kann einen ehrlichen Menschen gebrauchen.

Ein anständiger Mensch. Wie kommt der zu so viel Geld?

Geerbt. Sein Vater war wohl weniger anständig.

Kein schlechtes Wort über die Vorfahren meines Herrn. Verstanden?

Was ist das? Soll ich dran drehen? Du traust dich doch nicht.

So, Kinder! Das schmeckt.

Ein Herr möchte Sie sprechen. Er sagt, er sei Ihr Freund.

Mein Freund?

Marcel! Endlich ein Mensch! Fast 1 Jahr haben wir uns nicht gesehen.

Wir haben uns in Paris und London verpasst.

Aber jetzt sind wir beide hier. Du wohnst natürlich bei mir.

Kommt nicht in Frage. Hier sind mir zu viele Leute.

Das kann ich verstehen. - Ich wohne in St.Paul-de-Vence.

Kommst du auf einen Whisky zu mir? Ich zeige dir meine neuen Bilder.

Das interessiert mich viel mehr als diese Typen da unten.

Schenk mir deine Torte. Dann drehe ich daran.

Kinder, was habt ihr gemacht?

Nichts wie weg! Was ist hier los?

Eddie! Eddie! - Jetzt brauche ich deinen Whisky.

Ja, Whisky! - Sie bleiben und berichten mir.

Macht, dass ihr wegkommt! - Du auch.

Jetzt aber weg!

Venga, venga musica. Die Welt, die macht Musik.

Venga, venga musica. Sie spielt ihr schönstes Stück.

Sei willkommen. Malst du eigentlich noch?

Oder hast du alles vergessen, was ich dir beigebracht habe?

Sagt das nicht genug? Das ist mein einziges Vergnügen.

Hübsch hast du's hier. Der Kleine könnte auch mal baden!

Das ist mein Lieblingsmodell, wenn ich mich von meiner Arbeit erhole.

Ständig male ich superverrückte Weiber. Das steht mir bis hier.

Du tust mir schrecklich leid. - Wenn das Geld nicht wäre!

Die Honorare steigen mit dem Alter der Frauen.

Was hast du auf der Staffelei? - Ein Hochzeitsgeschenk.

Die Dame hat mich überredet. Ich wollte hier nicht arbeiten.

Du hast dich aber doch... - Alice Sorel. Gefällt sie dir?

Sogar sehr gut. - Ich warne dich.

Sie ist erstens vergeben und will zweitens nur Geld.

Woher weißt du das? - Das weiß die ganze Riviera.

Und für ihre Mutter zählt nur das Geld des zukünftigen Schwiegersohns.

Der arme Trottel tut mir leid. - Wer ist denn der Glückliche?

Der Unglückliche. Keine Ahnung.

Irgendein steinreicher Idiot. Der kann sich einen Strick nehmen.

Denn einen Liebhaber hat sie auch. Er war 2 Mal mit ihr hier.

Er heißt Armand. - Das dachte ich mir.

Was? - Die meisten Liebhaber heißen Armand.

Bei Balzac oder Dumas! Ich habe ein schlechtes Gewissen bei dem Bild.

Ich müsste den armen Trottel warnen. Aber dann verliere ich mein Honorar.

Denn sie zahlt bestimmt nichts. - Du bekommst dein Honorar.

Der arme Teufel ist gewarnt. - Von wem? Von mir?

Von dir! Gerade jetzt. - Wieso? Du...?

Ich. - Whisky bitte.

Die junge Dame war ganz nass.

Und wie der Hund und der Herzog sich gebissen haben!

Ruhe! Verlassen Sie mein Haus. - Gern. Wo wohnen Sie?

Das Haus hier gehört Herrn Collin. - Muss ich mir das bieten lassen?

Hat Ihnen Herr Collin gesagt, wohin er gegangen ist?

Nein. Er ernannte mich zum Berichterstatter und enteilte.

Zu was hat er Sie ernannt? - Ich soll ihm Bericht erstatten.

Also spionieren! Ich bin sprachlos. - Möge der Zustand lange anhalten.

Schäft mein Gast noch, Marie?

Gast? Was Sie da wieder für ein Individuum ins Haus gebracht haben!

Kein Gepäck, keine Zahnbürste. Und er liegt ganz nackt im Bett.

Mein Pyjama missfiel ihm. Haben Sie noch nie einen nackten Mann gesehen?

Schon lange nicht mehr. - Guten Morgen!

So gut habe ich lange nicht mehr geschlafen. Guten Morgen, Madame.

Morgen.

Sie hält nichts von Leuten, die ohne Gepäck reisen.

Zu Recht. Ich muss Alfons anrufen. Er soll mir einen Koffer bringen.

Beeil dich. Ich muss zur Kirche. - Hast du ein Rendezvous?

Mit der Sonne. Sie steht jetzt im richtigen Winkel.

Ruf du an und verlange Alfons.

In meinem Haus weiß man nie, wer an den Apparat kommt.

Bitte? Ich bin persönlich am Draht.

Herr Collin! Ja, leise. Nein, nicht nötig. Es ist keiner da.

Was war gestern noch los? - Viel. Der Herzog hat sich aufgeregt.

Frau Sorel wurde gebissen. - Vom Herzog?

Von seinem Hund, als sie den alten Herrn abtrocknen wollte.

Dann zogen alle beleidigt ab. - Packen Sie mir sofort einen Koffer.

Mit den nötigsten Sachen und meinem Scheckbuch aus dem Schreibtisch.

Niemand darf etwas merken. Sie wissen nicht, wo ich bin.

Jawohl. Ich weiß es wirklich nicht. - In St.Paul bei Marcel Magnol.

Nehmen Sie den weißen Jaguar. - Wo steckt der denn?

Wieso ist der weiß? Der im Zoo ist gelb mit braunen Tupfen.

Vorne einige, hinten mehr... - Alfons!

Ach, es ist eine Automarke. Ich hole den Sportwagen aus der Garage.

Jawohl. Ich bin erledigt. Wird erledigt.

Der blonde Panther naht!

Auf Wiedersehen. Lebe wohl, solange du kannst.

Sie haben telefoniert? - So nennt man diese neue Einrichtung.

Herr Collin mag das sicher nicht. - Sicher.

Womit haben sich die Leute nur früher die Nerven getötet?

Drücken Sie sich gewählter aus. Mit wem haben Sie telefoniert?

Mit meiner Schwester mütterlicherseits.

Sie hat einen Nagel eingeschlagen und nun ein passendes Bild gekauft.

So ein Ehegemöl... Ölgemälde. Die Leda mit dem Schwamm.

Also Schwamm drüber. Sagen Sie Herrn Collin, dass ich da bin.

Geht nicht. Er ist unanwesend. - Ist er schon fort?

Seit gestern. Er hat nicht zu Hause geruht.

Das verstehe ich nicht. - Aber ich.

Ist das nicht ein herrliches Motiv? - Sehr schön, die weichen Schatten.

Ich hab's ganz gut getroffen. Wo steckt bloß mein Modell?

Um diese Zeit sitzt er immer hier. Gaston!

Wo ist der alte Bettler? Ersoffen. Im Alkohol.

Er hat Ihre 500 Francs vertrunken und noch Gitarre und Hut verpfändet.

Jetzt schläft er sicher 3 Tage. So was Blödes!

Ich setze mich hin. Du brauchst doch nur meinen Schatten.

Großartig. Holen Sie Hut und Gitarre. Und meine 1.000 Francs?

Die kriegen Sie. Los! Die Requisiten kommen.

Sehe ich aus wie ein Bettler? - Noch nicht ganz.

Das ist mein einziges Hemd! - Alfons wird schon unterwegs sein.

Halt!

Wie willst du jetzt fahren? - Gar nicht. Ich kann nicht fahren.

Wir schieben. - St.Paul liegt oben auf dem Berg!

Dumm, nicht? Moment, Onkel Alfons hat eine Idee.

Kann ich dabei singen? - Natürlich. Wenn du kannst.

Hallo, wir leben. Hallo, wir lieben.

Wenn uns so hell die Sonne scheint, dann sind wir froh vereint.

Seht nur, im Städtchen steht ein Haus, das liegt im Sonnenschein.

Schaut das Glück aus dem Fenster raus, dann wisst ihr, was ich meine.

Hallo, wir leben. Hallo, wir lieben.

Sagt sie mir heute statt nein vielleicht, habe ich viel erreicht.

Er war ein Musikant, zog singend durch das Land.

Bonjour. - Bonjour, Ninette.

Bonjour, Ninette. Ninette, Ninette.

Und weil der Musikant die richtigen Töne fand

Schenkt ihm Ninette gerne ihre Hand.

Bonjour, Ninette.

Und weil der Musikant die richtigen Töne fand

Schenkt ihm Ninette gerne ihre Hand.

Ich glaube, ich tausche mit dem, den dieses Lied besingt.

Weil er mit Tönen ganz bequem der Kleinen Herz bezwingt.

Hallo, wir leben. Hallo, wir lieben.

Komm nur, mein Mädchen, zum Rendezvous. Und hör mir einmal zu.

Er war ein Musikant, zog singend durch das Land.

Er singt ganz nett. - Bonjour, Ninette. Nett, nett.

Und weil der Musikant die richtigen Töne fand

Schenkt ihm Ninette gerne ihre Hand.

Bonjour, Ninette. Ninette, Ninette.

Und weil der Musikant die richtigen Töne fand

Schenkt ihm Ninette gerne ihre Hand.

Jung, kräftig. Trotzdem ein Bettler. - Er hat im Leben noch nie gearbeitet.

Das ist traurig. - Es ist eine wahre Tragödie!

Wieso? - Er war früher mein Schüler.

Seine Eltern waren sehr reich. - Und?

Eine Frau hat ihn auf dem Gewissen. - Deshalb hat er so traurige Augen!

Das haben Sie wohl gleich gemerkt. - Traurig aber frech. Schade um ihn.

Was ist schade? - Wiedersehen.

Wiedersehen, Ninette. Wer ist das Mädchen?

Sie besucht in Paris eine Hotelfachschule.

Im Sommer arbeitet sie im "Drap d'Or" als Kellnerin.

Sie ist bezaubernd. Was hast du ihr über mich gesagt?

Dass du noch nie gearbeitet hast. Das fand sie empörend.

Mit Recht. - Deine traurigen Augen gefielen ihr.

Wirklich? Sonst imponiert den Frauen eher mein Geld.

Die 2 Francs aus deinem Hut dürften Ninette kaum interessieren.

Du meinst, ich gefalle ihr auch so? - Möglich ist alles.

Ich bleibe eine Weile so.

Eddie kam die Nacht nicht nach Hause. Ihr seid noch nicht verheiratet.

Wenn ich seine Frau bin, braucht er keine Nacht mehr heimzukommen.

Wäre es nur schon so weit! Die 1 Woche hältst du noch aus.

Warum verlobt ihr euch ausgerechnet an einem Freitag dem 13.?

Das ist Eddies Glückstag. Für mich ist es ein Pechtag.

Hoffentlich geht nichts schief. Wäre das so schlimm für dich?

Wovon sollen wir leben? Ich habe mehr Schulden als Haare auf dem Kopf.

Dabei hast du so viele Haare!

Das war die beste Bouillabaisse! - Danke.

Eine prachtvolle Frau. - Das ist sie. Ich gehe Farbe kaufen.

Ich lege mich auf die Terrasse. Das Modellsitzen hat angestrengt.

Das war ja meine allererste Arbeit. - Hoffentlich nicht die letzte.

Ziehen Sie jetzt Ihr Hemd aus. - Warum?

Damit ich's waschen und flicken kann.

Das ist lieb, aber mein Gepäck wird gleich eintreffen.

Das glauben Sie doch selbst nicht. Ziehen Sie das Hemd aus.

Herr Magnol!

Herr Magnol! - Der ist nicht da.

Ach, Sie sind da. - Wie Sie sehen.

Sind Sie allein im Haus? - Ja. Marcel vertraut mir.

Bei guten Freunden klaue ich nicht. Entschuldigen Sie die Aufmachung.

Mein Hemd wird gerade gewaschen. - Ziehen Sie das an.

Bitte... Danke.

Passt es? - Wie angegossen.

Es scheint sogar neu zu sein. Wer sollte es ursprünglich kriegen?

Sie. Sie taten mir leid, obwohl Sie es vermutlich nicht verdienen.

Ich bin überwältigt. Zum ersten Mal schenkt man mir etwas. Bis jetzt...

Was war bis jetzt? - Ich musste alles selbst beschaffen.

Und die Uhr da? - Auch. Da geht gerade das Licht aus.

Schämen Sie sich. - Ich habe viel gefehlt.

Erst in der Schule... Auch jetzt bin ich auf der Flucht.

Vor wem? - Vor mir.

Ich wollte mich nie mehr verlieben.

Jetzt habe ich den Schwur gebrochen. - Ich glaube Ihnen kein Wort.

Ich muss gehen. - Soll ich Marcel etwas ausrichten?

Eigentlich nicht. Ich wollte ihn nur fragen....

Was denn? - Ob Sie Hilfe verdienen.

Ob Sie eine Arbeit annehmen würden. - Arbeit?

Ich sehe, das schmeckt Ihnen nicht. - Bis jetzt nicht.

Aber seit ich Sie kenne, will ich unbedingt arbeiten.

Ich bringe Sie bei Napoleon unter. - Ist der nicht längst tot?

Der Besitzer vom "Drap d'Or." - Das beste Restaurant der Gegend!

Ich bin schon oft... dort vorübergegangen.

Zum Lokal gehört ein Parkplatz. Der Parkwächter Pierre ist krank.

Sie können einspringen. Bezahlung gibt's nicht, aber hohe Trinkgelder.

Phantastisch. Meine Spezialität! - Es gibt einen Haken.

Ich muss dem Wirt garantieren, dass nichts aus den Autos gestohlen wird.

Der alte Pierre war ehrlich. - Der junge Pierre ist es auch.

Das heißt, er soll es werden. - Sie heißen auch Pierre?

Zufall, nicht? Sie können diese Garantie übernehmen.

Dann melden Sie sich um 19 Uhr. Auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen. - Das geht zu weit.

Ninette, bringen Sie das dem neuen Parkwächter.

Das ist lieb von Ihnen, Patron. - Napoleon hat Herz.

Er soll sich nicht gleich besaufen!

Madame. Danke, mein Herr. Gute Unterhaltung.

Bravo, Pierre. Klappt alles? - Und wie! Das Geschäft geht prima.

Das habe ich in einer Viertelstunde verdient. Wollen Sie was abhaben?

Sie brauchen es nötiger. Das schickt Ihnen Napoleon.

Was ist das für ein Idiot? - Das ist kein Idiot.

Es ging wie geschmiert. In 3 Tagen kann ich Auto fahren.

Wer ist das? - Das ist Alfons.

Alfons Rappert mit zwei P. - Mein Onkel mütterlicherseits.

Jawohl. Seine Mutter und ich waren Vettern. Aber ich bin fetter als er.

Gehört der schicke Wagen Ihnen? - Seinem Chef.

Er gehört einem jungen Millionär. - Millionäre mag ich nicht.

Ninette mag keine Millionäre. - Ninette heißt die Dame! Wie nett.

Bleiben Sie so, wenn Sie wollen. - Auf Wiedersehen, Onkel Alfons.

Ich muss wieder an die Arbeit. - Sehen wir uns heute noch?

Wenn wir schließen. Sie müssen bleiben, bis der letzte Gast fährt.

Ich bleibe gern!

Fabelhaft! Die Liebe schafft doch alles, was sie will.

Erst bist du entzückt, dann bist du beglückt.

Dann teilst du beim Stelldichein das Leben nach Küssen ein.

Das ist das Prinzip, wenn du einmal gesagt hast: "Ich habe dich lieb".

Ich finde dich fabelhaft. So fabelhaft, so wunderbar wie nie.

Du bist für mich mehr als andere bisher.

Drum lass ich dich nie mehr aus und bau dir ein Märchenhaus.

Dort träumen wir zwei dann den Traum unserer Liebe.

Das ist zwar nicht neu, doch ich finde es fabelhaft.

Weil ich es noch nie erlebte.

Drum bitte ich dich heiß, gib mir zum Beweis

Die Hand, die mich lenken will und die mich beschenken will.

Dann kommt auch der Tag, da aus uns dann ein Paar wird.

Dann schaut man uns nach und sagt, die sind fabelhaft.

Ganz fabelhaft, die zwei.

Dann kommt auch der Tag, da aus uns dann ein Paar wird.

Dann schaut man uns nach und sagt, die sind fabelhaft.

Ganz fabelhaft, die zwei.

Ganz fabelhaft, die zwei.

Ganz fabelhaft, die zwei.

Armand! Das ist doch Eddie!

Sie! - Lassen Sie sich nicht stören.

Pardon. Jetzt habe ich aber genug!

Sie wollen ihn als vermisst melden? Nein, Alice hat ihn gestern gesehen.

Armand auch. Hier sind die Spuren der Begegnung.

Also eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Nein, Sie sollen ihn nur finden. Das geht nicht ohne Anzeige.

Entweder Körperverletzung oder Vermisstenanzeige.

Dann bin ich für Körperverletzung. Also Anzeige. Wie heißt der Täter?

Edward Collin. Der Sohn des Schrottkönigs?

Welches Verhältnis haben Sie zu ihm? Meine Tochter ist seine Braut.

Worüber lachen Sie? - Über Onkel Alfons.

Da ist also Sauerstoff drin. Wie lange reicht der unter Wasser?

Eine halbe Stunde. - Das ist zu kurz.

Bleiben Sie länger unter Wasser? - Ich muss. Ich kann nicht schwimmen.

Wie funktioniert das? - Einfach abdrücken.

Ich habe damit schon einen Hai geschossen.

Hier gibt's Haifische? - Es wimmelt. Ich gehe schwimmen.

Ich gehe nicht.

Das wär's für heute. - Das war aber nicht sehr viel.

Ab morgen gibt's für mich nur noch Arbeit, Arbeit, Arbeit.

So wahr ich Pierre Rappert heiße. - Hoffentlich. Ich hasse Nichtstuer.

Reden wir einmal über Sie. - Bitte.

Sind Sie verlobt? - Nein.

Es gibt sicher jemanden, den Sie sehr mögen.

Ja. - Schon lange?

Liebt er Sie auch?

Hat er es Ihnen noch nie gesagt?

Weiß er, dass Sie ihn lieben?

Das muss ja ein Trottel sein!

Das muss man auf Anhieb spüren.

Schade. Hoffentlich klingeln dem Burschen gehörig die Ohren.

Das hoffe ich auch. - (Ihr Armband klingelt.)

Ninette! Ich?

Wohl bekomm's! Haben Sie Robert gesehen?

Er bleibt so lange unter Wasser. Ich mache mir Sorgen um ihn.

Da, ein Haifisch! - Nein!

Getroffen! Ich schoss ihn über seinen eigenen Haufen.

Sind Sie wahnsinnig geworden? - Der erste sprechende Haifisch!

Ich löse mich langsam in Luft auf. - Robert!

Sind Sie schwer verletzt?

Sind edle Körperteile verletzt?

So ein Blödsinn! - Armer Robert.

Zeigen Sie mal. Ganz schön! Können Sie gehen?

Gehen ja, aber nicht sitzen. Wie soll ich im Stehen Schlagzeug spielen?

Was machen Sie da? - Ich schlage Zeug.

Ich schlagzeuge, oder wie heißt es? - Werden Sie nicht albern.

Ninette, wo ist Robert? - Er liegt zu Hause auf dem Bauch.

Dafür habe ich ihn nicht engagiert. - Er wurde harpuniert wie ein Fisch.

Pierre vertritt ihn. - Dieser Pierre gefällt mir nicht.

Aber mir. - Deswegen habe ich ihn eingestellt.

Als Parkwächter! Er hat ein Auto demoliert und einen Gast geschlagen.

Jetzt sitzt er im Orchester! - Er spielt doch alle Instrumente.

Das Genie kann alles. Aber wenn noch etwas vorkommt, kann er auch fliegen!

Dann fliege ich mit. - So ist das!

Was sagen Sie zu Ihrem Tintenfisch? Köstlich.

Speziell für Sie in eigener Tinte zubereitet.

Der Rest ist für Sie. Haben Sie es sich überlegt?

Das Hotel "La Reserve" bietet Ihrer Schönheit einen besseren Rahmen.

Und bei mir können Sie mehr lernen. Denken Sie an unsere Verbindungen.

Das "Reserve" gehört zum Collin- Konzern mit Hotels überall in Europa.

Überlegen Sie es sich gut. - Brauchen Sie auch einen Kellner?

Meinetwegen. - Wie gefällt Ihnen unsere Kapelle?

Nicht schlecht. Sehr dezent.

Haben Sie nicht ein schönes großes Fass da?

Oder sind die Gläser nur zum Spaß da?

Hoch das Glas, hoch den Krug. Leert das Fass Zug um Zug.

Lasst das Nass oft genug in unseren Kreisen kreisen.

Haben Sie nicht einen schönen großen Schrank da?

Oder haben Sie das Geld schon auf der Bank da?

Holen Sie's weg, geben Sie's mir. Wurst ist Wurst, Bier ist Bier.

Dann kriegen Sie ein schönes Fass von mir.

Worauf wir stehen, das kocht so leicht uns keiner ab.

Wir haben immer wieder so viel Spaß.

Wenn wir was drehen, dann drehen wir euch den Hahn mal ab.

Drüben von dem schönen großen Fass.

Haben Sie nicht ein schönes großes Fass da?

Oder sind die Gläser nur zum Spaß da?

Hoch das Glas, hoch den Krug. Leert das Fass Zug um Zug.

Lasst das Nass oft genug in unseren Kreisen kreisen.

Haben Sie nicht einen schönen großen Schrank da?

Oder haben Sie das Geld schon auf der Bank da?

Holen Sie's weg, geben Sie's mir. Wurst ist Wurst, Bier ist Bier.

Dann kriegen Sie ein schönes Fass von mir.

Die Gendarmerie persönlich! Privat oder dienstlich?

Guten Abend. Wie geht das Geschäft?

Wenn es noch besser ginge, wäre es nicht auszuhalten.

Sie kennen doch fast alle Leute, die hier vorbeikommen.

Kennen Sie diesen Mann? - Nein, den habe ich nie gesehen.

Er soll sich hier herumtreiben. - Herumtreiber sehen anders aus.

Er ist auch keiner. Er soll sogar sehr reich sein.

Aber plötzlich wurde er verrückt und verschwand von daheim.

Die Familie macht sich Sorgen. - Die Familie?

Die Familie seiner Braut. Ich sehe mich mal im Lokal um.

Gute Idee. Ich komme mit.

Hallo!

Feine Leute. - Aber nicht die Trinkgelder.

Sehen Sie ihn irgendwo? - Nein, keine Spur.

Dann gehen wir weiter rein.

Marcel, komm!

Was ist denn los? - Der Polizist sucht mich.

Du hast doch nichts verbrochen. - Nein, aber denk an Ninette.

Sie darf noch nicht erfahren, wer ich bin.

Sonst hält sie es für einen Scherz. - Ganz Unrecht hätte sie nicht.

Du irrst. Das ist für mich kein Scherz. Da!

Kennen Sie diesen Mann? Natürlich.

So etwas habe ich erwartet. Da ist er!

Aufmachen! Aufmachen!

Was fällt Ihnen ein? Unverschämter Kerl!

Pardon, Madame. Aufmachen!

Einen Augenblick!

Aufmachen! Haben Sie es so eilig?

Was haben Sie gegessen?

(Er niest.)

Wiedersehen. Wiedersehen...

Alle gehen. Die Polizei in meinem Lokal, so eine Schande!

Das kann ein Irrtum sein. - Ich will ihn nicht mehr sehen!

Seine Verwandtschaft auch nicht! - Wie ordinär. Er hat ihn verpasst.

Warum wollen Sie ihn verhaften? - Ich will nur seine Personalien.

Was hat er verbrochen? - Nichts. Nur etwas vergessen.

Dass er verlobt ist. Seine Braut hat ihn als vermisst gemeldet.

Seine Braut?

Was machen Sie da? - Ich lege mich trocken.

Und ich warte auf Sie. - Warum sind Sie weggelaufen?

Was wir besprechen müssen, soll niemand hören.

Wo bleibt Ninette? Haben Sie gestern noch mit ihr gesprochen?

Ich nicht, nur der Polizist. - Der Polizist?

Da kommt sie ja.

Ninette!

Hallo, Ninette! Guten Morgen.

Was hast du? Ist es wegen des Polizisten?

Ich habe mal einem Polizisten das Leben gerettet.

Dafür wollte er mir eine Medaille verleihen. Aber ich lehne Orden ab.

Warum hast du mir nichts von deiner Verlobung gesagt?

Weil es nicht wahr ist. Ich bin nicht verlobt.

Ich habe meine Verlobung gelöst. Sie wollte nur mein Geld.

Dein Geld? - Umgekehrt.

Sie ist furchtbar reich. Und ich will keine reiche Frau.

Meine Frau muss so arm sein wie ich. Oder noch etwas ärmer.

Ich liebe dich. Glaube mir. - Ist das wirklich alles wahr?

Frag Marcel. Ihm glaubst du doch. - Gut, ich frage ihn.

Guten Morgen, Marcel. - Ich verpacke das Hochzeitsgeschenk.

Hochzeitsgeschenk? - Für meine ehemalige Verlobte.

Sie heiratet einen anderen, und ich schenke ihr ein Bild von Marcel.

Er muss es nicht bezahlen.

Ist das auch wahr? - Großes Ehrenwort.

Es stimmt wirklich. - Ihnen glaube ich.

Gut. Dann kannst du als Kellner im Hotel "La Reserve" anfangen.

Im "La Reserve"? - Warum lachen Sie?

Ich lache nicht. Es gehört meinem Freund Edward Collin.

Das finden Sie komisch? - Ja. Ich gratuliere dir.

Ich auch. Melde dich morgen um 8 Uhr beim Personalchef.

Du wirst Etagenkellner im 6.Stock. - Dann sehen wir uns ja nicht mehr!

Doch, jeden Tag. Ab morgen arbeite ich auch dort. Auf Wiedersehen!

Wiedersehen.

Ist sie nicht süß? - Doch. Mach Schluss mit der Komödie.

Nein, es ist noch zu früh.

Erst muss ich Ninette beweisen, dass ich kein Nichtstuer bin.

Ich muss ihr beweisen, dass ich auch arbeiten kann.

Viel Vergnügen im "La Reserve".

Ich soll das für Madame Sorel abgeben.

Alfons Collin hat Zimmer bestellt? Er kriegt die Fürstenzimmer.

Er will unbedingt in die 6.Etage. Das muss ein Hörfehler sein.

Wer ist überhaupt Sir Alfons? Der Onkel von Herrn Edward Collin.

Verbinden Sie mich mit der Villa Collin.

Eure Lordschaft... Ich finde es großartig.

Das Schönste ist, dass wir Madame Sorel los sind.

Prost. - Ich hätte sie nicht ausgehalten.

(Telefon) - Jean, gehen Sie ran.

Sehr wohl, Sir Alfons. Hier Villa Collin.

Direktor Blanc! Der Rezeptionist hat richtig gehört.

Sir Alfons ist eigenbrötlerisch. Er lebte 30 Jahre im Himalaya.

Er ist an Höhen gewöhnt und will in der 6.Etage wohnen. Basta!

Sie! Was machen Sie da? - Ich entflecke die Dame.

Daisy!

Eine Frechheit! Mutti! Was ist los, mein Kind?

Schau dir das an. So eine Unverschämtheit!

Aber ich habe dich gewarnt. Dieser Brief war noch dabei.

"Das ist mein Hochzeitsgeschenk. Ihr werdet hoffentlich glücklich. Eddie"

Herein!

Madame... Einen Doppelten, mein Herr?

Ja!

Sie! Können Sie nicht aufpassen? - Es tut mir furchtbar leid.

Unmöglich! Hörst du jetzt auf zu lesen?

Hallo, Sie. Kommen Sie mal her.

Sie sind neu hier? - Funkelnagelneu.

Stellen Sie sich mal zu den anderen. Zu den Kollegen!

Gehen Sie etwas nach rechts!

Ich habe Ihnen eine sehr wichtige Mitteilung zu machen.

In wenigen Minuten trifft Sir Alfons Collin ein. Er bezieht Zimmer 601.

Unser Hotel gehört seinem Neffen Edward Collin. Das sollten Sie wissen.

Mr. Collin hielt es noch nicht für nötig, unser Hotel zu besuchen.

Er scheint ein etwas merkwürdiger junger Mann zu sein.

Bei ihm scheint's da oben nicht... (Er hustet.)

Halten Sie die Hand vor den Mund! - Sehr wohl.

Und den Mund halten Sie auch!

Auch Sir Alfons Collin scheint ein sonderbarer Zeitgenosse zu sein.

Sonst hätte er sich nicht mit Zimmer 601 begnügt.

Er hätte ein Appartement im 1.Stock beziehen können.

Das hätte seinem Geld und seiner Stellung entsprochen.

Trotzdem oder gerade deshalb ist er mit größter Höflichkeit zu behandeln.

Verstanden? - Jawohl!

Übrigens: Das hier scheint in der Familie erblich zu sein.

Darf ich bitten, Sir Alfons? - Jawohl, Sie dürfen.

Jean, ich brauche Sie nicht mehr. - Sehr wohl, Sir Alfons.

So ist er richtig. Der Löffel muss drin stehen bleiben.

Sehr wohl, Madame. Darf ich?

Danke schön. Junger Mann, wie heißen Sie?

Eddie. Äh... Pierre!

Ist Ihr Dienst hier anstrengend? - Das kann ich noch nicht sagen.

Ich bin erst seit heute hier. - Deshalb sah ich Sie hier noch nie.

Gut beobachtet, Madame. Kann ich noch was für Sie tun?

Im Moment nicht. Aber vielleicht später, junger Mann.

Ich hoffe, Sir Alfons werden zufrieden sein.

Das hoffe ich auch.

Das Fürstenappartement steht Ihnen natürlich jeder Zeit zur Verfügung.

Das Fürstenappartement darf nie zur Verfügung stehen, mein Herr.

Ich werde meinem Neffen raten, hier mal nach dem Rechten zu sehen.

Sir Alfons... - Und nach dem Linken auch, Herr...

Wie heißen Sie? - Hercule Blanc.

Jawohl, Herr Kühl. Äh, Herr Blanc. Schicken Sie mir den Etagenkellner.

Jawohl. - Hängen Sie mich auf.

Gern.

Sir Alfons.

Ausgerechnet Sie! Gehen Sie trotzdem rein!

Aber Vorsicht! Der Mann ist gefährlich.

Wenn was schiefgeht, fliegen Sie. - Mit welcher Fluggesellschaft?

Rein! - Sehr wohl.

Sir Alfons.

Zwei Whisky, bitte. - Die habe ich dringend nötig.

Moment. Er ist weg. - Ein widerlicher Mensch.

Kann man wohl sagen. Das ist ein Beruf!

Unglaublich, was ein Gast alles verlangen kann.

Am schlimmsten ist diese Witwe. - Witwen sind immer schlimm.

Die hat einen Kaffee-Verschleiß! Schon 7 Mokka musste ich servieren.

Die bekommt noch einen Herzschlag.

Die arme Ninette. Was die arbeiten muss!

Ich habe sie noch nicht begrüßt. - Wo ist sie denn?

Auf der Terrasse am Meer. - Benutzen Sie die Hintertreppe!

Bitte, Madame.

Ich möchte ein Eis. Vanille und Zitrone.

Vanille und... - Ninette!

Zitrone.

Und Sie bitte? - Einen Whisky Soda.

Ein Zitroneneis mit Whisky...

Warum versteckst du dich? - Ninette!

Direktor Blanc darf mich nicht sehen.

Da hast du Recht.

Oh, Ninette! Gefällt es Ihnen bei uns?

Danke. Bis jetzt sehr gut. - 620 möchte Sie sprechen.

Ich komme.

Machen Sie's gut, Ninette.

Was fällt Ihnen ein?

(Lauter Signalton.)

Herrgott noch mal!

(Der Ton verstummt.) - Jemand hat nach mir geklingelt!

Das ganze Hotel hat geklingelt. Aber ich weiß ja, was man da macht.

Ich war lange genug Hotelkellner. - Was macht man denn?

Gar nichts macht man. Man stellt sich taub und dann ganz ruhig hin.

Schon wieder die schwarze Witwe. Ich frage gar nicht, was sie will.

Hallo, Küche! Einen Mokka mit etwas Zyankali.

(Klopfen an der Tür.) Herein.

Madame wünschen mich zu sprechen? Nett, dass Sie kommen.

Bitte nehmen Sie Platz. Ich weiß nicht, ob Sie das wissen:

Ich besitze in Südamerika mehrere Hotels.

Das ist mir bekannt. Ich möchte mich auch hier einkaufen.

Ist dieses Hotel zu verkaufen? Möglich, Madame.

Das Hotel hat der junge Edward Collin geerbt.

Er zeigt wenig Interesse an der Hotelbranche.

Herein! - Ich bringe Ihren Mokka, Madame.

Sie sind ein Hellseher, junger Mann. Das muss jeder gute Kellner sein.

Die Bedienung hier ist bestens. Wenigstens auf dieser Etage.

Danke, Madame. - Kennen Sie Edward Collin persönlich?

Passen Sie doch auf. Pardon, Madame. Ob ich ihn kenne? Wir sind Freunde.

Danke, junger Mann. - Madame.

Dann können Sie ihn doch fragen, ob er dieses Hotel verkauft.

Das kommt darauf an, was für mich dabei herausspringt.

Sie verstehen: Jeder ist sich selbst der Nächste.

Ihren Posten behalten Sie natürlich. Den habe ich sowieso, Madame.

Verschwinden Sie endlich! - Verzeihung.

Ein Benehmen ist das! Hören Sie mich an, Madame.

Ich habe einen Plan. Das kostet natürlich etwas.

5 Prozent der Kaufsumme. 5 Prozent?

Sie werden viel Geld sparen.

Der junge Mr. Collin ist als Geschäftsmann eine Niete.

Ich stelle mir die Sache so vor: Ich suche Mr. Collin einfach auf.

Ich werde ihm sagen: "Eddie, höchste Zeit, dass du das Hotel abstößt!"

Ich werde einige Papiere vorbereiten.

Daraus wird hervorgehen, dass das Hotel ein Verlustgeschäft ist.

Dabei ist es eine Goldgrube. Wie finden Sie den Plan?

Ausgezeichnet! - Sie haben gehorcht?

Ich hab's mir erlaubt. Ich wusste sofort, dass Sie ein Gauner sind.

Was erlauben Sie sich? - Immer mit der Ruhe!

Keine künstliche Aufregung und keine Angst. Ich schweige.

Das kostet natürlich etwas. Sie werden das verstehen:

Jeder ist sich selbst der Nächste.

Ich verstehe vollkommen. Das ist Erpressung!

Wozu die großen Worte. Junger Mann, Herr Blanc wird Sie nicht vergessen.

Dafür werde ich auch sorgen. - Ich bin empört!

Noch einige Mokkas, Madame? - Vielleicht später.

Und das in meinem Hotel! Wer hat den Kerl nur engagiert?

Beruhigen Sie sich. Ich kann nicht.

Es gibt überall anständige und unanständige Menschen.

Vom Kellner bis zum Direktor.

Tun mir die Füße weh! Aber ich bin froh, dass ich hier bin.

Dieser Blanc kommt auf die Abschussliste.

Der war mir sofort unsympathisch. Sie werden schon wieder verlangt!

Wieder 605. Mokka für Madame Pillard.

Nein. Diesmal war es 604. - Auch eine Witwe. Texas.

Sie hat 2 ganz ungezogene Bengel. Die spielen immer Indianer.

Wenn ich dir nur die Witwenarbeit abnehmen könnte!

Nein, Alfons. Wer A sagt, muss auch B sagen.

Und C und D und E und F und G.

Er kommt!

(Mit verstellter Stimme): Herein! Stehen bleiben! Hände hoch!

Der weiße Jäger ist nicht auf dem Kriegspfad.

Aber die Komantschen haben das Kriegsbeil ausgegraben!

Das geht zu weit! Begrabt das Kriegsbeil, oder es gibt Prügel.

Wo ist denn eure Witwe? Ich meine, eure Mutti.

Nicht hier. - Wer hat geklingelt?

Wir natürlich. Um den Feind in eine Falle zu locken.

Noch einmal und ihr wandert in die ewigen Jagdgründe.

How, ich habe gesprochen!

Oh, meine Damen! Sie habe ich ja lange nicht gesehen.

Ich dachte schon, Sie wohnen nicht mehr bei uns.

Doch, doch. So eine Hochzeit bringt viel Sorgen.

Das kann man wohl sagen. Ich möchte mich bedanken.

Mr. Collin betraute mich mit dem Arrangement des Verlobungsbüffets.

Ich nehme an, das habe ich Ihrer Fürsprache zu verdanken.

Ja, ich habe das befürwortet. Vielen Dank.

Sie warten sicher auf Sir Alfons. Auf wen?

Sir Alfons Collin. Er ist bereits eingetroffen.

Wer ist eingetroffen? Sir Collin? Ja, der Onkel Ihres Verlobten.

Der Bruder seines verstorbenen Vaters.

Er ist wohl nur zur Hochzeit aus dem Himalaya angereist.

Aus dem Himalaya? Verstehst du das, Mutti?

Sagten Sie Alfons? Ja, Sir Alfons Collin.

Wie sieht er aus? Das ist nicht leicht zu sagen.

Rundes Gesicht, kein sehr geistvoller Ausdruck. Nicht?

Nein, eher das Gegenteil ist der Fall. Unglaublich!

Das ist ein entlassener Diener! Ein Hochstapler!

Er kam mir gleich verdächtig vor. Er ist auf dem Zimmer 601.

Wir statten "Sir Alfons" einen Besuch ab, Alice.

Der Beruf ist lebensgefährlich. - Wem sagen Sie das!

Oh, verzeihen Sie! - Alfons!

Wie lange haben Sie als Kellner gearbeitet?

Solange Sie wollen. Ich war nie in einem vornehmen Haus engagiert.

Da wird man immer schikaniert. Da tutet schon wieder einer!

Ich konnte den Kerl nie leiden.

Er hatte kein Benehmen, konnte nicht servieren.

Dazu ein Sprachschatz wie ein Kneipenwirt.

Die Stimme der Madame Sorel! - Sperren Sie die Tür zu!

Von innen, nicht von außen! - Man müsste die Polizei rufen.

Irren Sie sich auch nicht? Da ist er! Ich irre mich nicht.

Ich bin entlarvt! - Ich hoffentlich noch nicht.

Was tun wir jetzt? - Aufmachen!

Wir machen nicht auf. Los! - Wir machen nicht auf!

Wir? Sind da mehrere?

Kommen Sie schon! Los!

Sind Sie schwindelfrei? - Ja, ich bin so frei.

Alfons! Machen Sie die Tür auf! Sonst holt Herr Blanc die Polizei.

Alfons, was soll das?

Alfons!

Hier ist es. Alfons!

Dornröschen hält seinen Mittagsschlaf.

Pst! Kommen Sie. Leise.

Ist das die schwarze Witwe? - Ja, ja. Kommen Sie!

Mister!

Mein Collier! Hilfe! Hilfe!

Hilfe! Ich wurde bestohlen.

Mein Collier! Haben Sie den Dieb gesehen?

Ja, Pierre war's. Und noch ein anderer Mann. So ein Dicker.

Wo sind sie hingelaufen? Das weiß ich nicht.

Er war mir so sympathisch. Da sind sie! Da! Da! Da!

Weg sind sie! Die kriegen wir noch.

Auch das noch!

Sir Alfons, wir sitzen in der Falle.

Jawohl, in jedem Falle.

Verzeihen Sie bitte, meine Herren.

Darf ich die Herren bitten einzutreten?

Bitte nach Ihnen. - Leider geht das nicht.

Die Herren müssen vorangehen. Das ist Vorschrift. - Bitte.

Es ist nicht sehr komfortabel. Es wird selten benutzt.

Ich bin jetzt 3 Jahre hier.

Und erstmals darf ich richtige Verbrecher betreuen.

Hoffentlich enttäuschen wir Sie nicht.

Wie ist denn die Verpflegung? - Die ist miserabel.

Kann man sich von draußen etwas kommen lassen?

Wenn die Herren Geld flüssig haben. - Wir haben Geld flüssig.

Alfons!

Bringen Sie uns was Flüssiges: Wein und Langusten für 3 Personen.

Erwarten die Herren noch einen Gast? - Ich hoffe, Sie geben uns die Ehre.

Es ist mir ein Vergnügen.

Mit Rauchwaren sind die Herren versorgt?

Wir rauchen beide nicht. - Na ja, aber ich...

Bitte. - Danke.

Ich muss leider absperren. Es ist Vorschrift.

Ein sympathischer Mensch. Alfons, das gefällt mir.

Das Gefängnis? - Ja, alles.

Seit ich Ninette kenne, durchwandere ich alle Höhen und Tiefen des Lebens

Er hat das Collier nicht gestohlen. - Das glaube ich auch nicht.

Er hat es mir geschworen. - Was?

Dass er nie mehr was Unrechtes tut, dass er hart und ehrlich arbeitet.

Und nach der Probezeit heiraten wir. - Da sehe ich schwarz.

Mit dem Heiraten? - Nein, mit dem Arbeiten.

Herr Magnol, Sie müssen mir helfen. - Wie denn?

Helfen Sie mir, Pierre zu helfen. Kennen Sie den Gefängnisdirektor?

Einen Direktor gibt's nicht. Mit dem Wärter, Raymond, bin ich befreundet.

Wir spielen sonntags Boule zusammen.

Der arme Pierre schmachtet im Gefängnis bei Wasser und Brot.

Tun Sie's nicht, tun Sie's nicht. Lassen Sie's lieber sein.

Tun Sie's nicht, tun Sie's nicht. Fallen Sie nicht drauf rein.

Lassen Sie so heiße Sachen lieber, lieber andere machen.

Wenn sich das so gibt, warum soll man nicht?

Warten Sie mit kluger Nase, bis Sie seh'n, so läuft der Hase.

Dann sind Sie der Mann, von dem man spricht. Oder nicht.

Alfons, Sie müssen stützen. - Bitte sehr.

Nicht hier. Hier! - Das ist so glitschig.

Schön singen! - Oder nicht.

Jetzt mal Sie! - Oh, oh...

Eher nicht. - Seh'n Sie mal, die Flasche steht hier prächtig.

Schau'n Sie ruhig mal her, so geht ein Serviteur.

Nein! Ihre ganze Haltung ist verdächtig.

Diener mit Komfort, das ist hier mein Ressort.

Tun Sie's nicht, tun Sie's nicht. Lassen Sie's lieber sein.

Tun Sie's nicht, tun Sie's nicht. Fallen Sie nicht drauf rein.

Lassen Sie so heiße Sachen lieber, lieber andere machen.

Wenn sich einer drängt, warum soll er nicht?

Warten Sie mit kluger Nase, bis Sie seh'n, so läuft der Hase.

Dann sind Sie der Mann, von dem man spricht.

Warten Sie mit kluger Nase, bis Sie seh'n, so läuft der Hase.

Dann sind Sie der Mann, von dem man spricht.

Oder nicht.

Oder nicht. - Ein bisschen hoch.

Oder nicht!

Oder nicht! - Oder nicht.

Tun Sie's nicht, tun Sie's nicht. Lassen Sie's lieber sein.

Kommen Sie, Alfons. Wir gehen rein.

Ja, komm Alfons! Ach, das bin ich ja selber.

(Klingel.)

Es will jemand herein.

Wollen ist gut. Der wird müssen. - Ich möchte nicht gestört werden.

Aber ich habe nur die eine Zelle. Was soll ich tun? - Bitte.

Danke.

Kameraden, ihr verzeiht, wenn ich zusperre.

Aber es ist... - Vorschrift!

Das ist es. Ich muss.

Achtung! Kommen Sie!

Ewig diese Langusten!

Was ist denn das? - Unerhört!

Nicht mal hier hat man seine Ruhe. - Ein Brief von Ninette!

"Lieber Pierre, ich kann nicht glauben, dass du ein Dieb bist."

"Ich will dir helfen." Das ist aber nett.

"Ich werde dich heute Nacht mit Herrn Magnols Hilfe entführen."

Ich wurde noch nie entführt. - Ich auch nicht.

"Es küsst dich..." Das geht Sie nichts an.

Ich dachte mir gleich, dass die beiden was Besseres sind.

Besonders der mit dem runden Gesicht.

Alfons sieht man den Herrn von Welt auf den ersten Blick an.

Ich bin Menschenkenner. Das kann man wohl sagen, Raymond.

Machen Sie mit? Ach...

Warum beweisen sie nicht einfach ihre Identität?

Durch Pässe oder Sie als Zeugen. Das würde den Spaß verderben.

Verstehen Sie das nicht? Hallo, ja? Bitte, wer?

Oh, Herr Kommissar.

Bitte? - Das ist ja herrlich.

Ich bin froh, dass ich diese beiden Burschen loswerde.

Danke, Herr Kommissar. Gute Nacht.

Das Collier war nur in den Sessel gerutscht. Ihre Freunde sind frei.

Wo wollen Sie hin? Ich muss die Gefangenen freilassen.

So einfach geht das nicht. Sie verderben uns den Spaß.

Ninette will ihm doch ihre Liebe durch eine Entführung beweisen.

Alles ist heute automatisiert, motorisiert, atomisiert.

Ist doch schön, dass es noch Romantik gibt.

Sie entführt ihren Geliebten mit Herzklopfen aus dem Kerker.

Und sie fliehen einer ungewissen Zukunft entgegen.

Sie besitzt nur ihr kleines großes, goldiges Herz für den Geliebten.

Ist das nicht schön? Das ist sehr schön.

Aber was habe ich dabei zu tun? Sie überreichen ihnen den Fresskorb.

Die können nichts mehr essen. Die sind voll.

Wer spricht hier vom Essen?

Wie im "Grafen von Monte Christo". So ist es.

Sie übergeben den Fresskorb und dann schnarchen Sie hier im Stuhl.

(Er schnarcht.)

Das ist ja ein lieber Blumengruß. - Wieso Blumengruß?

Ein "Feilchen". - Ja, feile mit Weile.

Hier zieht's.

Es zieht verdammt hier. - Was ist denn, Alfons?

Die Tür ist auf. Die Tür ist auf, Herr Collin!

Schade. Ich fand das so herrlich romantisch: feilen und entführen.

Na ja, gehen wir halt durch die Tür. - Ja, bitte.

(Er schnarcht weiter.)

Pierre!

Hast du sehr viel leiden müssen? - Furchtbar. Mäuse und Ratten.

Feuchtes Wasser, verschimmeltes Brot. - Du Armer.

Bitte den Fahrer nicht irritieren. - Ab jetzt fängt ein neues Leben an.

Ein anständiges. - Aber wo? Wo bringt ihr mich hin?

Zu einem Freund von Herrn Magnol. - Und was sagt der dazu?

Der ist in Afrika auf Großwildjagd. Seine Villa ist verlassen.

Nur der Diener Jean ist im Haus. Sonst kein Mensch.

(Tanzmusik)

Sie wissen wirklich nicht, wo Mr. Collin ist?

Keine Ahnung. Und die Verlobung wurde gelöst?

Soviel ich weiß, ja. Warum wurde ich nicht verständigt?

Warum hat man den Gästen nicht abgesagt?

Keine Ahnung. Rätsel über Rätsel.

Ganz so verlassen scheint es hier nicht zu sein.

Aber hübsch sieht es aus.

Der Wievielte ist denn heute? - Freitag, der 13.

Mein Verlobungsfest. Ich vergaß, den Gästen abzusagen.

Wir gehen durch den Hintereingang!

Wo bleibt der Hausherr? Ich habe ihn seit Tagen nicht gesehen

Seltsam. Und die Sorels sind auch nicht da.

Ich glaube, wir erleben eine Überraschung.

Guten Abend, die Damen. Marcel! Da ist die Überraschung.

Eddie lässt um Entschuldigung bitten. Wir hatten eine Panne:

Einen Liebesunfall.

Pierre!

Ja, Liebling? - Leg das sofort zurück!

Ich denke nicht dran. Ich bin froh, dass ich's habe.

Das sind hübsche kleine Sachen. - Du wolltest nie wieder stehlen.

Schon gar nicht bei Freunden. - Dieser Collin ist Marcels Freund.

Sie! - Hallo!

Jetzt ist alles aus. - Nur die Komödie, Ninette. Halt mal!

Darf ich? - Das ist doch der Kerl, den ich...

Herr Blanc, zeigen Sie nicht mit dem nackten Finger auf Herrn Collin.

Und hüten Sie sich, ihn als "Kerl" zu titulieren.

Das ist Mister...? Das ist er.

Dann bin ich erledigt. - Das waren Sie schon gestern.

Bitte sehr.

Was belieben Herr Collin anzuziehen? Frack oder Smoking?

Herr Collin belieben zu bleiben, wie er ist.

Die Gäste können ohne uns unsere Verlobung feiern.

Ist das auch wahr? - Leider, Ninette.

Ich bin kein Strolch, nur ein armer Millionär. Stört dich das sehr?

Ich hoffe, du gewöhnst dich daran.

Darf ich der erste Gratulant sein? - Danke, Onkel Alfons.

Ich muss Sie leider enttäuschen. Ich bin auch nicht der, der ich scheine.

Ich bin der Diener meines Herrn. Und meiner Herrin.

Gewesen. Sie sind fristlos entlassen. - Aber Herr Collin...

Als Diener. Sie bleiben als Onkel Alfons in der Familie.

Die wird hoffentlich recht zahlreich.

Venga, venga musica! Die Welt, die macht Musik.

Venga, venga musica! Sie spielt ihr schönstes Stück.

Wenn sich zwei begegnen, sagen sie sich froh und heiter:

Venga, venga musica! Die Reise geht ins Glück.

Mit "Venga, venga, venga musica!"

UNTERTITEL: Peter Endres / Raimund Mehrwald

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