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(Spinett-Musik)
Ich erlaube mir, Sie persönlich auf dem Schloss meiner Ahnen zu begrüßen
und Sie zunächst mit der Raritätensammlung bekannt zu machen.
Moment! Lassen Sie mich bitte durch.
Wenn die Herrschaften mir folgen...
Hier eine Hellebarde.
Eine Erfindung meines Ahnherrn Gedankobert, genannt Schlaucherl.
Es gab damals nur Dunkelbarden und die waren nachts schlecht zu sehen.
Deshalb erfand mein Vorfahre die Hellebarde.
Na, ist das gut?
- Noch einen Schüttelreim, Gräfin. - Ja bitte.
Napoleon der saß in Elba, fing einen Fisch und aß ihn selber.
Woher nehmen Sie das alles, Mucki?
Aus dem Jockeyclub, wie allen meinen Spaß.
Sie trinken eine Schale Kaffee mit mir?
Küss die Hand, aber das ist die Post.
Johann, schon wieder ein Brief vom Rechtsanwalt.
Ich soll mich nicht aufregen, servieren Sie lieber Kaffee.
Wir kommen nun zur größten Rarität.
Die so genannte "Eiserne Jungfrau".
So schaut sie von innen aus.
Hier ein blutgetränktes Hemd eines Unglücklichen.
Sie ist übrigens die einzige Jungfrau unserer Familie.
Wenn sie nicht so eisern gewesen wäre, ich weiß nicht, ich weiß nicht...
Ich hab das Gefühl, Sie halten uns für Idioten.
Wenn Sie mich so direkt fragen, ja.
- Ich liefere Ihnen Kohl. - Und ich den Wein.
- Ich die Havanna-Zigarren. - Ich Gemüse und Obst.
Ich bin der Fleischhauer.
Charmant, charmant,
dass Sie die Endstation ihrer Bemühungen sehen wollen.
Sie haben nicht zugehört. Wir wollen unser Geld.
Hier sehen Sie den Harnisch, in den jeder Pichulsky gerät,
wenn vom Zahlen die Rede ist.
Aber meine Herrn! Wir sind nicht im Parlament.
Wenden Sie sich bitte an unseren Dr. Hofenbögner.
Und jetzt sehen Sie den Trick, bei dem schon die Gläubiger meiner Vorväter
blöd dreingeschaut haben. Habe die Ehre.
Erzählen Sie was Lustiges. Wer ist gestorben, hat sich scheiden lassen?
- Etwas, das Sie aufheitert? - Ja.
Also die Melanie kommt am Mittwoch auf ihr Schloss...
Küss die Hand, Tante. Servus, Mucki.
- Ist die Führung schon beendet? - Das war eine Gläubigerversammlung.
- Was wollten sie denn? - Geld.
Auf was für Ideen die Leute kommen.
Ich bin ratlos, die Führungen ziehen nicht mehr.
Eigentlich schade.
Ich hab mich schon fast dran gewöhnt, den Graf Bobby so zu spielen,
wie ihn sich der kleine Moritz vorstellt.
Bobby? Was ist das für eine komische Marke?
Das kann ich ganz genau sagen, eine Nachricht vom Vater Staat.
Hol's der Kuckuck!
Über kurz oder lang tut er es.
- Wer? - Der Kuckuck.
- Was? - Er holt es. Alles, alles!
Ich hab das Gefühl, es muss etwas geschehn.
Aber was?
Burgfestspiele! Das ist der letzte Schrei.
Vielleicht Die Ahnfrau, mit Tante Sophie in der Hauptrolle.
Oder Götz von Berlichingen.
Das ist ein zu unanständiges Stück.
Pardon, das ist das einzige Stück, bei dem das Publikum den Text auswendig kann.
Moment.
Wie wär's damit?
Das war doch unser Faschingsfest unter der Devise "Im Wilden Westen".
Bobby als Schrecken der Prärie.
Das ist die Lösung!
Wir machen keine Festspiele, sondern Wildwestspiele.
- Und zwar im Mai. - Viel zu spät.
- Im Mai. - So lange können wir nicht warten.
Lass mich ausreden. Im May. Im Stile von Karl May.
- Auf dem Dachboden sind Kostüme. - Nix wie rauf.
Folge mir, ölöndiges Bleichgesicht! Ich folge, hinkender Kojote.
(Musik)
Hast das Steuernzahlen in Europa satt, dann reagiert der Staat auf einmal ruck zuck.
Und schickt dir einen Mann, der einen Vogel hat.
- Einen Vogel? - Ja, einen Kuckuck.
Im Westen ruf ich meinen Bruder Winnetou,
der lässt den Mann am Marterpfahle rösten.
Ja so ein Cowboy müsst man sein, Cowboy müsst man sein...
Cowboy im Wilden Westen.
- Als Autofahrer frag ich mich... - Was fragst dich da?
Ich frag mich, woher ich einen Parkplatz nehme.
Doch für ein wieherndes PS in USA gibt es keine Parkprobleme.
Man parkt den Hafermotor Marke Supergaul
an jedem Zaun, an jedem halbwegs festen.
Ja so ein Cowboy müsst man sein, Cowboy müsst man sein...
Cowboy im Wilden Westen.
Ein Mädchen zu erobern, das ist diffizil.
Man denke nur an Werther und an Tasso.
Doch drüben ist das alles nur ein Kinderspiel,
so was fangt man dort mit dem Lasso.
Und wenn's dir fad wird, schwingst du dich auf deinen Gaul
und singst: My Dear, lass dich vom Sheriff trösten.
Ja so ein Cowboy müsst man sein, Cowboy müsst man sein...
Cowboy im Wilden Westen.
Schau mal! Mein Colt mit Spezial-Handschuh.
Kannst Dich noch erinnern? Das Whiskyglas mit Notausgang.
Das ist gut.
- Ist denn so was möglich? - Sagt die Frau Gräfin etwas?
- Noch nicht. - Verzeihung.
Aber jetzt.
Holen Sie sofort den Herrn Grafen her!
Oder nein, kommen sie.
Sagen Sie nur..., aber nein. Das muss ich ihm selber sagen.
- Probier einmal den Messertrick. - Jaha.
Also, geht ja großartig.
Lass uns das mit den Flaschen versuchen. Von links nach rechts.
Los!
- Mucki! - Was ist?
Links ist im Wilden Westen, wo der Daumen rechts ist.
Pardon.
Na geh, mein schöner Falschspielerhut.
Bobby, wo steckst Du denn?
Mitten im Wilden Westen, liebe Tante.
Lies mal, was der Hofenbögner schickt.
- Eine Honorarmahnung. - Das auch.
Ein Ausschnitt aus einer amerikanischen Zeitung.
Hiermit wird Robert, Graf von Pichulsky, aufgefordert, sich spätestens
bis zum 12. August dieses Jahres in Devilstown/Arizona
bei Rechtsanwalt Ted Harper zu melden.
- Was sagst du jetzt? - Gar nichts, ich lese erst zu Ende.
Um sein Erbe nach Joe Pichulsky wahrscheinlich Joe Pitschalski,
genannt der Blaue Joe, anzutreten. Sonst verfällt sein Erbanspruch.
Bobby, jetzt musst du was sagen.
Eine feine Art und Weise, vom Ableben eines lieben Verwandten zu erfahren.
- Ein lieber Verwandter? Seit wann denn? - Seitdem er mir was vermacht hat.
- Vielleicht eine Goldmine? - Eher eine Schnapsbrennerei.
- Wie kommst du darauf? - Erstens kenn ich meinen Onkel
und zweitens hat es einen Grund, warum sie ihn der Blauen Joe nannten.
Wegen seinem blauen Blut...
Du schmeißt eine Goldmine weg wie eine alte Zeitung.
Wer wird die Reise nach Amerika finanzieren?
Der liebe Dr. Hofenbögner.
Seine einzige Chance, doch noch zu seinem Honorar zu kommen.
- Wie heißt die Stadt? - Devilstown.
(Western-Musik)
Devilstown!
Also ich weiß nicht. In der Puszta hat's mir besser gefallen.
- Bisschen viel Steine. - Und kein Steinhäger.
Sam! Die Zigarren für den Doc!
- Abfahrt! - Moment, unser Gepäck bitte!
Kommt schon!
Was meinst du, gibt man im Wilden Westen Trinkgeld?
Ich hab keine Ahnung.
Entschuldigung, können Sie mir auf 1 Dollar 50 Cent herausgeben?
Behalten Sie ihre Kröten, Sie werden sie noch brauchen.
Das ist echte Zivilisation. Ein Land ohne Trinkgeld.
Kunststück, es gibt ja auch nichts zu trinken.
Alkoholverbot, Prostitution.
- Du meinst Prohibition. - Ja, geht auch.
Was ist los? Weltuntergang? Oder gibt's irgendwo Freibier?
Wenn Ben so ein Signal gibt, ist jemand mit mindestens einer Goldmine dabei.
Ach ihr seid ja wahnsinnig!
Gold für Devilstown.
Wegen der Straßen hätten wir nicht so weit zu fahren brauchen.
Das haben wir auch in Europa.
Die Straße erinnert mich an die Schweiz. Ans Emmental.
- Landschaftlich? - Nein. Nur ein Loch neben dem anderen.
Romantisch ist es schon.
So stell ich mir die Gegenden vor, in denen Postkutschen überfallen werden.
Du reitest zum Stonehell rüber und gibst Signal.
- Adlerschrei dreimal. - Dann greifen wir an.
Kiddy von rechts und wir von links.
- Goldtransport zu Ende. - Genau.
Los Jungs!
(spannende Musik)
- So was Blödes! - Was suchst du da ununterbrochen?
- Ich brauch dringend was zum Rauchen. - Ich hab auch keine Zigaretten.
Da schau her, Doc Harper.
Glaubst du, der hat was dagegen, wenn wir uns zwei Glimmstängel ausborgen?
Bestimmt nicht. Doc bedeutet Doktor. Und mit Akademikern kann man sich einigen.
- Doc heißt aber auch Hund. - Mucki!
Wir können es ja wieder ersetzen.
(lustige Musik)
(ahmt Adlerschreie nach)
Das klingt aber lieb. Was war denn das?
Klingt wie ein amerikanischer Kuckuck.
Wenn ich ehrlich bin,
die berühmten amerikanischen Zigarren hab ich mir ganz anders vorgestellt.
A bissel stark sind's schon.
(spannende Musik)
Also nein, mir ist das ein zu starker Tobak.
Im Wilden Westen muss man nicht an einer Nikotinvergiftung sterben.
Dynamit!
Feiner Akademiker, dieser Doc!
Doc ist doch ein Hund!
Warum hast Du mich rufen lassen, Doc?
Sheriff, ich muss mit dir reden.
- Aber alleine, ohne Zeugen. - Ist doch nur Milli.
Weiber haben bei Männersachen nichts verloren.
- Lächerlich, ich bin kein Weib. - Was bist du dann?
Körperliche Unterschiede sagen mir, dass du kein Junge bist.
Eine Lady redet man nicht an mit einer Zigarre im Mund.
Feine Lady.
In einem geschlossenen Raum schießt man nicht.
- Der Gestank ist nicht zum aushalten. - Seine Zigarren sind auch nicht besser.
Geschmäcker sind verschieden und jetzt lass uns allein.
Dein Vater und ich haben eine wichtige Angelegenheit zu besprechen.
Und zwar unter vier Augen.
- Das sind bestimmt nur drei Augen. - Wieso?
Weil Papa dabei ein Auge wird zudrücken müssen.
In Wien auf der Kärntner Straße is mehr los.
- Dann wärst in Wien geblieben. - Dann säß ich jetzt beim Sacher.
Hier wird's doch wenigstens ein Caféhaus geben.
Hoffentlich!
Ich hab einen entsetzlichen Gusto auf Kapuziner mit Schlag.
Du, da ist ein Lokal.
- Das wird ein Frisiersalon sein. - Das werden wir gleich sehen.
Ein Frisiersalon ist es keiner.
In der Kapuzinergruft is mehr los.
- Vielleicht ist heute Ruhetag. - Is mir wurscht, ich brauch was zu trinken.
Do it yourself.
Ist denn hier niemand? Hallo! Wirtshaus!
Hallo Boys! Da seid ihr ja endlich.
Na? Hoffentlich könnt ihr mehr, als eure Vorgänger.
Wie meinen, gnädige Frau?
Meinen letzten Klavierfritzen haben sie gelyncht und
meinen letzten Barkeeper haben sie abgeknallt,
weil er behauptet hat, in einen Cherry Kobler gehört eine Kirsche.
Verzeihung, ich fürchte, hier waltet ein Missverständniss ob.
Wir sind weder dieser noch jener.
Na na na, ihr wollt doch nicht kneifen, bloß weil der Job ein bisschen hart ist?
- Aber Gnädigste... - Ich heiße Jezabel.
- Sehr angenehm, mein Name ist... - Jack.
Bei mir heißen alle Klavierfritzen Jack. Und alle Barkeeper heißen Jim.
Girls! Jim und Jack sind wieder da.
Boys, das sind Li Lo und Lu.
Lilli, Lollo, Lullu.
Holt das Gepäck und zeigt den Boys ihre Zimmer.
Aber was soll jetzt geschehen?
Ich melde mich bei Anwalt Harper und alles klärt sich von selber auf.
Ich soll allein hier bleiben?
Solang du einem Cherry Kobler keine Kirsche gibst, kann dir nichts passieren.
So long, Partner!
Das gefallt mer aber gar net.
(Musik)
Darf ich behilflich sein, meine Damen? Also hau-ruck!
Na also, geht auch so.
Da hinein, gleich hinauf auf mein Zimmer.
Hallo Kleiner! Wie finde ich Ted Harper?
Am besten, in dem Sie ihn suchen.
Du bist aber ein ungezogener Bub!
Dann fragen Sie doch einen wohlerzogenen.
Dich sollte Dein Vater mal kräftig übers Knie legen.
Machen Sie ihm doch den Vorschlag.
Mach ich auch, wenn du mir nicht sofort sagst, wo Ted Harper wohnt!
Sie suchen Doc Harper?
- Moment mal, ist er der einzige Doc hier? - Ja.
Na schön, dann führ mich zu ihm.
Ich wüsste nicht warum.
Ich schenk dir was.
Bitte.
Ich denk nicht dran, von einem Freund von Harper was zu nehmen. Da wohnt er.
Glaube mir, du bist dein eigener Feind, wenn du deinen Namen nicht hinschreibst.
Das ist gegen das Gesetz.
Ich bin Rechtsanwalt und verstehe mehr vom Gesetz als du.
Wenn du studiert hast, musst du wissen, dass ich das nicht unterschreiben kann,
wenn der blaue Joe schon begraben ist.
Es waren die letzten Worte vor seinem Hinscheiden.
Sein letzter Wunsch, bevor er ging.
Ich hab zu meinem Testament einen Zusatz.
Der Sheriff soll ihn unterschreiben. Hier bitte.
Wenn mein Neffe aus Wien nicht in der Lage sein sollte,
das Erbe anzutreten, vermache ich hiermit die Mine Eldorado
meinem Freund, dem Rechtsanwalt T.W. Harper.
Du verstehst, warum ich das nicht unterschreiben kann.
- Unterschreib schon! - Ich weiß nicht.
Wir sollten warten, ob der Neffe nicht doch noch auftaucht.
Dieser Robert von Pichulsky taucht bestimmt nicht auf.
Wer liest in Vienna schon amerikanische Zeitungen?
Das schon, es gibt aber Ausnahmen. Eine Goldmine erbt man nicht jeden Tag.
Abwarten.
Keine Sorge. Er wird die Mine nicht erben.
- Und wenn er doch kommt? - Das würde er nicht überleben.
Darauf kannst du dich verlassen.
Wir haben hier schon ganz andere Burschen begraben,
als diese Wiener Witzfigur. Oder nicht?
Dieser Robert Pichulsky ist niemand anderes als Count Bobby.
Du meinst dieser degenerierte, österreichische Graf?
Dieser geistig Halbstarke?
Kiddy, bist du es?
Nein, mein Geist.
Es war nicht bös gemeint, entschuldige.
Ja, entschuldige.
- Hat der Überfall geklappt? - Eine Pleite sag ich dir.
In der Kutsche saßen die gerissensten Kerle, die je nach Devilstown kamen.
Sie haben Dynamit auf uns geworfen.
Von so was lasst ihr euch imponieren?
Ich möchte wissen, was du an meiner Stelle gemacht hättest.
Und dazu habe ich meine besten Leute eingesetzt.
Das sind die zwei ausgekochtesten Halunken zwischen Piratenfluß und
dem River of no return.
Wenn Pedro nicht da ist, geht alles schief.
Ahhh!
Miller, du spinnst.
Wenn ihr hier nicht ruhig sitzen könnt, dann kommt rüber.
Vor allem müssen wir sehen, wie wir die zwei Fremden loswerden.
Heute Abend treffen wir uns im Saloon und machen einen Plan.
- Ist das deine Pistole? - Jawohl, die auch.
Die geht nur dann los,...
Kannst du nicht aufpassen, du Idiot?
Spätestens heute Abend sind die zwei aus Devilstown draußen
und wenn es nur das Stück bis zum Friedhof ist.
- Unterschreib jetzt! - Ich hab ein ganz schlechtes Gefühl.
Der Neffe vom Blauen Joe erbt niemals.
Die Mine kriegt er nie. Nie, Miller.
Wer dem Staat etwas schenkt, muss krank sein.
Oder so verrückt, dass er aufgehängt gehört und zwar schnell.
Trotzdem ist es gegen das Gesetz.
Na bitte.
Warten wir, bis Pedro Gonzales zurück ist.
Er wird dir das mit dem Gesetz beibringen.
Der verfluchte Pedro Gonzales!
Lass mich deinen Koffer auspacken, Süßer.
Nein, das tu ich. Für dich tu ich alles.
- Nein, ich. - Aber meine Damen!
So gut wie ich kanns keine.
Sie werden doch meinetwegen nicht zu streiten anfangen.
Hallo!
Madame kommt.
Eine Wirkung habe ich auf die hiesige Damenwelt, das glaubt mir niemand.
Ich auch nicht.
Jede will mir helfen, den Koffer auszupacken.
Nicht deinetwegen, sondern deshalb.
Mir scheint, du traust mir schon gar keine Wirkung auf Frauen zu.
Moment, natürlich!
Deshalb auch der Überfall auf die Kutsche. Die wollten unser Gold!
Hast du einen Sonnenstich?
Ausgerechnet wir und Gold.
Was ist denn? Jetzt hast' aber Schwein gehabt.
Dort ist die Tür.
- Scheint ein Neubau zu sein. - Also Spaß machst du in letzter Zeit.
- Direkt lebensgefährlich. - Daran musst du dich gewöhnen.
- Weißt du schon, was du geerbt hast? - Eine Goldmine.
Na was ich gesagt habe, gratuliere!
Leider noch kein Grund dazu, ich hab das Erbe noch nicht angetreten.
Hast du dich noch nicht gemeldet?
Gott sei dank nicht, sonst hätten die mich schon umgelegt.
Sie kommen schon.
Weißt was? Ich sag einfach, du bist nicht da.
Ein Glück, dass wir noch nicht ausgepackt haben.
Wohin?
Ein Kursbuch holen. Ich möchte wissen, wann die nächste Kutsche nach Wien geht.
Irrtum vom Amt, wir bleiben.
Du hast ja doch einen Sonnenstich.
Na so was kann einem glatt die Hose zerreißen.
Mucki, ich habe mich entschlossen, nicht aufzugeben.
Schau, niemand weiß, wer wir sind und bis zum 12. ist es nicht mehr lang.
Man kann auch in Kürze das Zeitliche segnen.
Kommt Zeit, kommt Rat.
Mit deutschen Sprichwörtern wirst du im Wilden Westen keinen Stich machen.
Ich kann eine Goldmine nicht ohne weiteres aufgeben.
Willst du andeuten, dass wir Pianist und Barmixer spielen?
Genau das, mein Lieber Jim.
So, jetzt wollen wir auspacken.
- Auch das noch. - Na Servus, lieber Jack.
Nicht zu fassen, jetzt haben wir den falschen Koffer mit den Fasch... Ah!
- Hey Jez! - Na, wie siehst du denn aus?
Für dich gut genug.
Hast du die beiden Greenhörner gesehen, die in der Postkutsche gereist sind?
Du meinst sicher meinen neuen Barkeeper und meinen Pianisten.
Dein Pianist sagst Du?
- Zu schade. - Wieso?
Doc Harper gefallen sie nicht. Kannst gleich zwei Neue bestellen.
- Ist noch was drin? - Ich werd gleich schaun.
Ah ja doch. Ein Hemd.
Was sagst du?
Der Koffer hat eine geheime Tapetentür.
Das ist genau das Richtige, was wir für unsere Goldsucher brauchen.
- Wieso? - Frag nicht so dumm.
Hilf mir lieber, den Koffer tragen.
- Na ist das gut? - Aber wozu denn?
Mucki, die kommen herein, reißen die Tür auf und stürzen hinunter.
- Das werden die nie machen. - Wieso?
Da steht Nicht stürzen.
- Was wollte Doc von dir? - Ne Unterschrift.
Wenn du dich bequatschen lässt, wenn du was Unehrliches tust,
ist es mit uns aus.
Du kennst doch deinen Vater lang genug.
- Pa hör doch, Doc ist ein Gauner. - Das weiß ich, ich brauche ihn leider.
Ich bin nicht umsonst Sheriff und muss alles tun, was er will.
Aber ich nicht.
Dreck!
Schade, dass du keine Lokomotive bist, weil es statt Schnitzel Kohle gibt.
So, das Klappbild. Klappt sonst alles, Mucki?
- Der Trick mit den Flaschen. - Von links nach rechts.
Wenn die merken, dass ich nicht schießen kann, die zerlegen uns in unsere Bestandsteile.
Ich wollt sowieso schon ein paar austauschen.
Da fängst du am besten mit dem Hirn an.
- Guten Abend, Frau Chefin. - Küss die Hand.
- Hört mal zu, es wird Stunk geben. - Ausgeschlossen.
Wir führen nämlich die Wiener Gemütlichkeit ein.
Das wird wohl nichts. Ich hätte euch gern noch behalten.
Was sagst du, wie ich auf Frauen wirk.
Das ewige Neuengagieren geht mir auf die Nerven.
(Schuss) Was ist los?
Die ersten Gäste kommen.
(Schuss)
(Gejohle)
Haben die Herren einen Wunsch?
Whisky.
Ich auch, aber mit Soda.
Zwei Whisky pur, einmal gespritzt.
- Der braucht ja ewig. - Der Barmann scheint zu schlafen.
Man müsste ihn wecken.
Wir werden ihn wecken.
Meine Herrn, meinen Barkeeper weck ich mir schon selber auf.
Wir machen alles nur zum Schein.
Aufwachen Jimmy! Die Gäste haben Durst.
Oh!
Ich hab doch gesagt, das sind Teufelskerle.
Hat prima gewirkt.
Goldsucher Nummer 1 ist unterwegs.
(Musik)
Diesen Ton hör ich nicht gern.
Servus die Herrn, so sagt man in Wien.
Und von den Wiener könnt's was lernen,
statt zu schießen, wenn sie grüßen.
sagen Wiener, mach 'nen Diener.
Und bei Damen heißt's galant: Küss die Hand.
Hand, Hand.
Hat man ein Rendezvous
schaut mer net aus wie du.
Man wascht sich jedenfalls erst seinen Hals.
Reit'st du zu deinem Schatz über den Stephansplatz,
strieglt mer, wie sich's g'hört nicht nur sein Pferd.
Aber gehen's meine Herrn, bitte nicht so barsch.
Beim Radetzky-Marsch ist der alte Brauch
sagt man drauf Freindl, du mich auch.
Friedlich und freundlich so sann die Wiener Leut
Down by the Riverside, Go to the Riverside
Friedlich und freundlich und darum leben's noch heut,
Down by the Riverside.
Hello old boy, trink ohne Scheu.
Bist a dulli fellow, old boy.
Aber Wein müsst es halt sein.
Ein Wiener Wein.
Was euch hier fehlt, das is a fesche Heurigen-Partie.
A Schale und vier and're, drauß'n in der Prärie.
Und kommt dann hinterm Riesenrad der bleiche Mond locken,
da singen wir mit Herz den alten Wiener Song.
Das Pferd hoat an Mexikaner.
Des fangt glei an zum weinen.
selbst der ärgste Cowboy bleibt seiner eignen Frau treu.
Das machen nur Melodien aus Wien,
denn da liegt was drin.
Du Lausbub, was machst du denn da? Du gehörst ins Bett.
- Das geht Sie nichts an. - Werd ja nicht frech!
- Lassen Sie mich los. - Kannst dich bei deinem Vater beschweren.
- Oder beim Sheriff. - Mein Vater ist der Sheriff.
Na also, umso besser.
Na warte.
Gehn's weg.
So eine Frechheit.
Einen Tag ist er da und schon vergreift er sich an unserem Nachwuchs.
Moment, bitte drei Schritte zurück.
So haben Sie eine bessere Schussdistanz.
Augenblick bitte.
Bitte die Messer.
Bitte recht freundlich.
Haben Sie noch Lust, sich mit Jack zu messen?
- Ich habe nichts gesagt. - Das dachte ich mir.
Sonst noch jemand?
Goldsucher Nummer zwei unterwegs.
Das sind ganz gemeine Hunde.
Eine Falle haben sie uns gestellt.
So was! Mit dem Leben bezahlt ihr mir diesen Schweinestall.
Lasst euch das nicht gefallen, zeigen wir denen, was hier Sitte ist.
Moment, Moment, meine Herrn!
Erst will ich euch einmal zeigen, was bei uns Sitte ist.
Von links nach rechts.
- Gratuliere. - Aber wofür denn? Danke vielmals.
- Bitte, war es in Ordnung? - Ausnahmsweise ja.
Goldjäger Nummer drei unterwegs.
Er kann mit der Knarre genau so umgehen wie mit dem Messer.
Er macht uns alle fertig.
- Aber Doc Harper schert sich nicht drum. - Soll er ihn doch liquidieren.
Wenn Doc es gesagt hat, müssen sie verschwinden.
Sie beratschlagen bereits, gleich wird der Krach losgehen.
Wir gehen jetzt hin und werden ihm mal einheizen.
Geh auf die andere Seite.
Bitte was wünschen die Herrn?
Cherry Kobler, Cherry Kobler, Cherry Kobler.
Mit oder ohne Kirsche?
Ein Barkeeper sollte das wissen.
Oder er ist kein Barkeeper.
- Und so einen brauchen wir nicht. - So jemand ist schnell 'nen Kopf kürzer.
(Musik) Das ist die Geschichte vom Johnny 1, 2, 3
One, two, three, das genügt in der Prärie,
mehr Worte brauchen nicht zu fallen.
One, two, three, weiter kommt ein Cowboy nie,
weil schon bei 3 die Schüsse knallen.
Lange Reden
musst du wissen
sind gefährlich,
denn da kommt man leider nicht zum schießen.
One, two, three, das genügt in der Prärie,
so war es auch bei Johnny 1, 2, 3.
Oh Boys, da war die Rosmarie. Kennt ihr die Rosmarie?
Die war alles, nur nicht zahm.
Der Jimmy war so stolz auf sie, stolz auf die Rosmarie.
Bis der stille Johnny kam.
Er sah sie an,
scharf wie ein Whisky pur na und dann...
sagte er ihr nur
one, two, three, das genügt in der Prärie,
mehr Worte brauchen nicht zu fallen.
One, two, three, weiter kommt ein Cowboy nie,
weil schon bei 3 die Schüsse knallen.
Lange Reden
musst du wissen
sind gefährlich,
denn da kommt man leider nicht zum küssen.
One, two, three, das genügt in der Prärie,
so war es auch bei Johnnys Rosemarie.
Oh Boys, wie hat der Jim gebrüllt!
Bös und wild hat er rumgebrüllt, weil man ihm die Braut geklaut.
Johnny aber lachte nur, als er das dann erfuhr.
Und er lachte lang und laut.
Er traf den Jim
bei dem (unverständlich)
und zu ihm sagt er wieder mal...
One, two, three, das genügt in der Prärie,
mehr Worte brauchen nicht zu fallen.
One, two, three, weiter kommt ein Cowboy nie,
weil schon bei 3 die Schüsse knallen.
Lange Reden
musst du wissen
sind gefährlich,
denn dann kommt man leider nicht zum schießen.
One, two, three!
Und der Johnny ging ins Knie
und hat nur noch geflüstert:
One
Two
One, two, three, das genügt in der Prärie,
mehr Worte brauchen nicht zu fallen.
One, two, three, weiter kommt ein Cowboy nie,
so war es auch bei Johnny One, Two Three.
(ruhige Musik - Reprise des Johnny-Liedes)
Morgen!
(Reprise-Ende)
Guten Morgen, Doc.
Schön habt ihr euch benommen.
Das ist mir ein Schütze, so einen hat hier noch niemand gesehen.
Ein Klavierfritze.
Der wirft mit dem Messer so schnell, dass man es gar nicht sieht.
- Das ist nicht sehr gemütlich. - Ihr macht ganz schön Reklame für ihn.
Ich werd nicht deinetwegen meine Haut riskieren.
Ich meine auch nicht.
Na gut. Dann warten wir eben, bis Pedro Gonzales zurück ist.
Ein fabelhafter Bursche.
Der könnte in Devilstown wieder alles einführen: Recht und Gesetz.
Mir ist er widerlich.
Wie er dir 'n paar hinten drauf geknallt hat.
Das wird ihm schon noch Leid tun, diesem grässlichen, arroganten Kerl.
Die Pfannkuchen schmecken wohl nicht?
Das sind Pfannkuchen?
Wenn du das nicht merkst, wozu koch ich dir dann?
Wie kann ich zwischen den Kohleschichten merken, dass das Pfannkuchen sind?
Hallo Jack! Das ist aber nett von dir.
So bin ich eben, Sheriff.
- Setz dich und esse was. - Danke.
Ich komme aus einem anderen Grund.
Nun ja, es handelt sich um deinen Jungen.
- Wie? - Um deinen Jungen.
Findest du es richtig, dass der Kleine nächtelang in Kneipen herumsitzt?
Soll er auch so ein Revolverheld werden, wie die andern?
- Nein, nein. - Na eben.
Dabei hab ich das Gefühl, er ist ein sehr lieber, sehr netter Kerl.
Man muss sich um ihn kümmern.
Nur fehlt mir die Zeit dazu.
Lass mich nur machen, Sheriff. Ich werd ihn schon an die Hand nehmen.
An die Hand nehmen? Das ist gut.
Das war fällig, gerade weil ich ihn mag.
So so.
Es klingt komisch, aber ich hab gespürt: Dieses freche Stück Mensch hab ich gern.
Aber ein bisschen Erziehung könnte dem Buben auf keinen Fall schaden.
Von mir aus kannst du erziehen, so viel du willst, ich hab nichts dagegen.
Mach ich, mach ich.
Ich wollte mir sowieso ein bisschen die Gegend ansehen.
Vielleicht kann er mir zeigen, was es alles zu sehen gibt.
Das macht mein Sohn sicher sehr gern.
Das ist eine ganz ausgezeichnete Idee.
Nur nicht so zaghaft mit der Butter. In einer Stadt, in der jeder
so viel Butter auf dem Kopf hat, darf sie auch auf'm Toast nicht fehlen.
Ja, Süßer.
Wollt ich grad vom Kaffee sagen:
Viel süßer, das Leben ist ja so bitter. Soll wenigstens der Kaffe süß sein.
- Na pfui Deivel! - Warum?
Die Brombeermarmelade schmeckt abscheulich nach Fisch!
Das ist keine Marmelade, das ist Kaviar.
Aber für Kaviar ist das ja viel zu dünn aufgetragen.
Zufrieden?
Ein Wiener Frühstück ist es keins, aber ein Saloon im Wilden Westen
is halt leider kein Wiener Caféhaus.
Hey Satan, heute bekommst du einen Reiter, bei dem kannst du dich austoben.
Reitet ja nicht zu den Hügeln hinauf, da ist es nicht ganz geheuer.
Wieso reiten? Kein Mensch hat was von reiten gesagt.
Zu Fuß bist du aufgeschmissen.
Du wirst doch nicht den Satan reiten?
Aber nein. Ich hab ihn für unseren Gast geholt.
Äh ich?
Auf einem schwarzen Pferd reite ich ja prinzipiell nicht.
- Warum denn nicht? - Ich bin abergläubisch.
- Sie haben doch nicht Angst vor Satan? - Nein, ich bin nur mehr für weißes Rössl.
Außerdem sieht man die Gegend von hier oben ausgezeichnet.
(dramatische Musik)
Anhalten!
Halt!
Wo warst du denn so lange, mein Lieber?
Alle Achtung! Ich habe nicht geglaubt, dass Sie so gut reiten können, Mister.
Man kann entweder reiten oder nicht.
Wo sind wir hier eigentlich?
- In der Eldorado-Mine vom blauen Joe. - Großartig, da wollt ich gerade hin.
Warum? Hier gibt es nichts zu sehen.
Ich denke Gold.
- Gold gibt's hier keins. - Was?
Was haben Sie denn plötzlich?
Nichts, nur mein Reiter-Ischias-Nerv. Ein altes Familienleiden.
- Wir sollten schnell wegreiten. - Warum?
Hier spukt es, der blaue Joe geht um.
Aber, aber.
So ein großer Junge wird doch nicht wegen einem Gespenst in die Hosen machen.
Das wollen wir uns näher ansehen.
Was ist das?
Der blaue Joe hat Zeitungen gedruckt.
- Das ist er. - Wer?
Der blaue Joe!
Aber Buberl!
Am hellichten Tag gibt's doch keine Gespenster.
Die warten doch bis Mitternacht.
(unheimliche Stimme)
Onkel Joe?
Ich muss dich bitten, diese Sch-, Scherze zu unterlassen.
Das ist gar nicht der gute alte Onkel Johann.
Da ist es schon wieder.
Was liegt denn unter der Hütte?
Ich kenn mich hier nicht aus. Die Goldmine könnte dort sein.
Da müssen wir unbedingt hinunter.
Also was du für weiche Hände hast.
Ob aus dir mal ein richtiger Mann wird, ich weiß nicht.
(unheimliche Musik)
Vorwärts. Komm Junge, was ist denn?
(Quietschgeräusch)
- Was ist das? - Nichts, nur Mäuse.
Aber, aber. So ein großer Junge wird sich doch nicht vor Mäusen fürchten.
Also komm.
Du bist ja ganz außer dir.
Junge komm bald wieder... Zu dir, zu dir mein ich.
Gib mir die Hand, es könnten wieder Mäuse kommen.
Dort.
Der Geist des blauen Joe.
Der hat nie Geist besessen, höchstens Weingeist.
Pedro Gonzales.
Wer ist dort?
Johnny? Doc Harper? Miller?
Er erwartet meinen Vater.
Hallo! Wer ist dort oben?
Wir müssen weg.
Da stimmt was nicht.
(dramatische Musik)
Unsere Pferde sind weg.
In die Hütte!
Junge Junge.
Servus Lausbub.
- Seit wann wissen Sie es? - Von Anfang an.
- Auch schon, wie du... - Na, da ganz besonders.
- Schrecklich. - Im Gegenteil, bezaubernd.
Ich hasse dich, ich hasse dich.
Nicht weinen.
Ich kann keine Frau weinen sehen, die ich liebe.
Du darfst mich nicht lieben, mein Vater gehört zur Bande des blauen Joe.
Und ich bin sein Neffe.
Wieso?
Robert Graf von Pichulsky, der Neffe des blauen Joe.
Hoheit.
Wenn du noch einmal Hoheit zu mir sagst, leg ich dich wieder übers Knie.
So, Normalzustand wiederhergestellt.
Lass uns mal überlegen.
Ich muss mich morgen offiziell bei Doc Harper melden.
Trotzdem wird die Schweinerei hier weitergehen.
Wenn ich sag, wer ich bin, legen die mich um.
Das möchte ich nicht.
Ich eigentlich auch nicht.
Moment!
Ich hab's!
Jetzt machen wir erst einmal einen wunderschönen Steckbrief.
- Warum denn? - Damit ganz Devilstown sich fürchtet.
Vor Count Bobby, dem Killer von Vienna.
(Musik)
Auf einmal ist alles so einfach.
Ganz einfach, einfach und wunderschön.
Ich muss nicht fragen und du brauchst mir nichts zu sagen,
weil wir uns ohne Worte wunderbar verstehn.
Auf einmal ist alles so einfach.
Ganz einfach, einfach für dich und mich.
Ich brauch dir gar nichts zu erklären und zu schwören
Dass ich dich liebe, weißt du grad so gut wie ich.
Kommt auf heimlich leisen Wegen wieder mal das Glück entgegen
ist man plötzlich ganz verlegen und verwirrt.
Jedes Wort wird problematisch
plötzlich ist man wild fanatisch
und dann wieder ganz apathisch, bis man spürt...
Auf einmal ist alles so einfach.
Ganz einfach, einfach und wunderschön.
Ich muss nicht fragen und du brauchst mir nichts zu sagen,
weil wir uns ohne Worte wunderbar verstehn.
Auf einmal ist alles so einfach.
Ganz einfach, einfach für dich und mich.
Ich brauch dir gar nichts zu erklären und zu schwören.
Dass ich dich liebe, weißt du grad so gut wie ich.
Auf einmal ist alles so einfach.
Ganz einfach, einfach für dich und mich.
Ich brauch dir gar nichts zu erklären und zu schwören.
Dass ich dich liebe, weißt du grad so gut wie ich.
So gut wie ich.
Keine Neffe ist aufgetaucht und bis morgen wird auch keiner auftauchen.
- Hast Du Millers Unterschrift? - Nein, nein.
Aber ich kriege sie, sicher.
- Und sonst? - Kriegt er das.
Ich meine, was du auf dem Herzen hast.
Jezabel hat neue Leute, die können wir nicht brauchen.
Warum leben sie dann noch?
- Kiddy und Buggy zittern. - Jetzt bin ich ja wieder da.
Es wurde auch Zeit. Die Neuen verderben unsere Männer.
Das hört sofort auf, wenn ich mich mit ihnen unterhalte.
Wer ist denn das?
Den kennen Sie nicht? Der gefährlichste Mann am Kontinent.
Count Bobby? Nein!
- Ist das Graf Bobby? - Stimmt auffallend.
Was gibt es denn zu lachen?
Graf Bobby? Der ist doch tütü.
Der tut nur so. Damit wiegt er alle in Sicherheit.
In Wirklichkeit isser ein eiskalter Gunman.
Er hat bis jetzt noch jedes Duell gewonnen.
Was du nicht sagst.
Und wo ist der Beweis?
Graf Bobby lebt, aber wo sind die anderen?
- Du kennst ihn? - Wie mich selbst.
Dann wirst du jetzt einen mit mir trinken und alles über ihn erzählen. Whisky!
Das Glas mit Notausgang.
In 5 Minuten liegt er unter der Theke.
Whisky bitte sehr.
Also dann. Willkommen in Devilstown.
Hinter die Krawatte.
Wie du meinst.
- Noch einen. - Noch einen.
Ex.
Sieh mal einer an.
Hat den Anschein, dass Count Bobby doch noch rechtzeitig käme.
Ja, könnte sein.
Eins sag ich dir...
Wenn du vorher nicht unterschreibst, bist du in Devilstown Sheriff gewesen.
Stranger, du verträgst nichts. Du zitterst ja.
Na dann noch mal dasselbe.
Was ist denn hier los?
Ihr trinkt wohl Alkohol, was? Ist in den Vereinigten Staaten verboten.
Nur die Herstellung. Das trinken nicht, Sir.
Dummes Zeug, ich bin kein Sir.
Ich komme aus einer Stadt, in der man zu den größten Idioten Herr Doktor sagt.
- Mein Name ist Doc Haper. - Freut mich, Herr Doktor.
Schluss mit den Späßen. Hast du den Mut für 'ne Partie Poker?
Poker? Ja, bitte gern.
Vorsicht, er ist der König der Spieler.
Und ich bin der Kaiser. Das wird eine reizende K&K Pokerpartie.
Gehma, gehma, Herr Doktor.
Du darfst keinesfalls unterschreiben. Versprich mir das.
Was bleibt mir übrig? Sie haben mich in der Hand.
- Aber nicht wegen der Schnapsbrennerei. - Das hast du gewusst?
Das und noch mehr. Aber das macht nichts.
Wenn Graf Bobby seine Mine hat, kommt alles in Ordnung.
- Wer? - Na der da.
- Der da? - Jawohl, der da.
Komm schon, frag nicht so viel.
Männer in deinem Alter gehören längst schon ins Bett.
Zwei bitte.
Fünfzig.
Die Fünfzig und Hundert.
Die Hundert und Zweihundert.
Die Zweihundert und Tausend.
Die Tausend und Zweitausend.
Und für das Geld möchte ich ihre Karten sehen.
Eins, zwei, drei... Bübchen.
Verloren, ich hab vier Könige.
- Gewonnen, Sie haben nur zwei. - Woher weißt du das?
Im Jockey Club wird so was oft probiert.
Ok. Revanche!
Bitte, bitte. Jederzeit.
- Aber Devilstown-Poker. - Was ist denn das bitte?
Ortssitte. Wer gewinnt, streicht das ganze Geld vom Tisch weg.
Das ist schön. Und wer verliert?
Der bekommt eine Kugel.
Aber aus dem Colt.
(fröhliche Musik)
(spannende Musik)
- Ich höre nichts. - Und ich sehe nichts.
Ich sehe nicht ein, warum wir das nicht auf morgen verschieben können.
Bei meinem Blatt bist du morgen schon tot.
Was ist mit deinem Hut?
Wie ihr spielt, da muss einem ja der Hut hochgehen.
(Schüsse)
(Musik)
Entschärft.
Moment, da ist ein Zettel.
Mal schaun.
Ankomme morgen, 12 Uhr mittags.
Stop, Servus, Count Bobby.
Na servus. Da sehe ich einige, die ich morgen nicht mehr sehen werde. Buh!
Ich mache euch ein Angebot, wo ihr so geschickte, harte Burschen seid.
Was verlangt ihr, wenn ihr ihn umlegt?
- Ich soll Graf Bobby killen? - Stimmt genau.
Das ist nicht ungesetzlich, er wird steckbrieflich gesucht.
Wie sollten wir ihn zu fassen kriegen, diesen weltberühmten Killer.
- Ok, ich nehme diesen Auftrag an. - Bravo, bravo.
Meine Herrschaften! Bis morgen, 12 Uhr Mittag. High Noon.
Hi!
(Musik)
- Hast du die Pistole? - Ich hab nichts.
Wenn der Graf 'nen Revolverlauf sieht, wird er rasend.
Devilstown!
Warum machen wir das überhaupt, in der Mine is ja gar kein Gold.
Wir können nicht mehr zurück.
Erstens haben wir kein Geld für die Überfahrt...
und zweitens erwartet uns der Gerichtsvollzieher.
Der schießt wenigstens nicht auf uns.
Ja, drittens bist du verliebt. Du hast's gut.
Du weißt wenigstens, warum du erschossen wirst. Aber ich?
Leute bleibt in euern Häusern.
Niemand soll sich blicken lassen, wenn der Graf ankommt. Geht!
Geht hinein!
He Du! Geh doch schon!
Geht in eure Häuser, wie Jack es angeordnet hat.
Das muss doch zu bewerkstelligen sein.
Was geschieht, wenn der uns im Stich lässt?
Dort oben ist Jack und liegt auf der Lauer.
Weg! Weg von der Straße! Alles weg, sie kommen!
(Musik)
(wienerisch)
- Ziemlich schwach bevölkerte City. - Sehr wohl, Herr Graf.
- Piff Paff. - Pardon?
Die Colts hab ich da. Kleingeld!
Bitte sehr.
Herr Graf belieben, genau in der Mitte zu treffen.
Das ist schon direkt fad.
- Wie spät, Johann? - Augenblick, Herr Graf.
20 Minuten nach High Noon.
Sozusagen High Afternoon, da haben wir noch Zeit.
Herr Graf können in aller Gemütlichkeit noch ein bisschen killen.
Wir müssen uns nur bis Mitternacht bei diesem Dingsda, Notar, melden.
- Der Count ist gefährlicher als ich dachte. - Abwarten.
Vielleicht hast du die 5000 umsonst bezahlt.
Jack ist mit dem Count so beschäftigt, dass er nicht merkt, wenn du es wiederholst.
- Ich? - Sicher du. Such seine Bude ab.
Und du Sheriff? Willst du endlich unterschreiben?
Ich hab es mir sehr genau überlegt. Ich unterschreibe nicht.
(spannende Musik)
- Johann? Ist Post für mich gekommen? - Nur der übliche Steckbrief, Herr Graf.
Reiß ihn runter und leg ihn zu den übrigen.
Madame?
- Herr Graf. - Reizend, reizend.
Alles ihre Kinder?
- Ich bin nicht verehelicht. - Drum schaun's alle verschieden aus.
Sind's mer net bös, aber das ist ein müder Betrieb.
Hier müsst man mal ein Wiener Caféhaus aufziehen.
- Wo ist der Ober? - Bitte sehr, bitte gleich.
Eine miese Figur. Madam!
Ich bin gekommen, um einen Mann zu töten.
- Sein Name ist Jack Navratil. - Kenn ich nicht.
Der Jack ist doch oben. Oh pardon. Das hätt ich jetzt nicht sagen sollen.
Unser Jack? Verräter!
- Wo isser? - Wo kann ein Navratil schon sein?
Im Spielsalon.
Jack Navratil, mach dein Testament!
- Ich komm jetzt rauf. - Der arme Jack.
Weinen Sie nicht. Sie können ihn jeden Tag besuchen.
Am Friedhof!
Jack Navratil! Weißt du, wer vor dir steht?
Count Bobby, der Schrecken des Wilden Westens.
Gnade, Gnade!
Gnade? Für jeden anderen, aber nie für einen Navratil.
Ich bin der letzte meines Namens.
So lange ein Navratil atmet, ist meine Lebensaufgabe noch nicht erfüllt.
- Also unterzeichne! - Nein.
Fesselt ihn!
Du wirst mich gleich anflehen, dass du unterschreiben darfst.
- Hol die kleine Wildkatze. - Milli rührt ihr nicht an.
Halt die Schnauze, Sheriff.
Wenn du vor mir auch in den Westen geflohen bist, wo er am wildesten ist,
so wird dich dennoch die Kugel meiner Rache erreichen.
Aber was kann ich denn dafür, dass mein Großvater...
Dein Großvater hat es gewagt, mir ins Gesicht zu sagen,
ich sei ein miserabler Kartenspieler.
Wohin hätte er Ihnen es denn sonst sagen sollen?
An dieser frechen Frage erkenne ich die Navratils.
Herr Graf, bitte. Rotten Sie mich nicht auch noch aus.
Auf dieser Erde ist kein Platz für einen Navratil.
- Johann? Piff Paff. - Sehr wohl Herr Graf, piff paff.
Man räume die Straße zum Western-Duell.
- Aber du schießt in die Luft. - Natürlich.
Ich trete mit rauchenden Pistolen bei Doc Harper ein und sage...
- Da bin ich, Count Bobby. - Das ist gut.
- Ich bin doch dann einen Kopf kleiner. - Dann gehst du auf Zehenspitzen.
(dramatische Musik)
Mein Ehrenwort, das Geld ist nicht da.
Der Count ist ein Bluff von Jack. Und wir Idioten sind drauf reingefallen.
- Was soll das heißen? - Jack spielt den Count und Jim den Dieb.
Du bringst diese Kerle zur Mine, du nimmst die Wildkatze und kommst mit.
Ich bringe euch alle um, wenn ihr Milli was antut.
Wir halten sie so lange fest, bis du unterschreibst.
Pedro, die Kerle will ich lebendig haben. Verstanden? Lebendig!
(dramatische Musik)
Bist du deppert? Das ist ja Leichenschändung.
Bleib liegen, du bist tot.
- Sie haben Milli gekidnappt. - Mucki, komm!
Halt! Kein Schuss darf fallen. Wir wollen sie lebend.
(Musik)
Wiener Blut...
Ihr Feiglinge! Einschließen, wo gibt es denn das?
Los, wir springen runter.
Sie sind entkommen. Los, hinterher!
Mucki, du reitest ja verkehrt!
Was schreist denn mit mir? Red't mit dem Pferd!
- Die häng ich auf, diese Gauner. - Dazu wirst du gleich Gelegenheit haben.
Was machst du denn für einen Krach? Idiot, die hören uns doch.
Komm her! Man schießt doch nicht gleich.
Komm her mein Kind.
Warum willst du weg, Millichen? Sag mir's doch.
Es wär doch schade, denn sehr bald wird dein lieber, lieber Jack hierher kommen.
Viel Freude wirst du allerdings nicht an ihm haben, denn ich werde ihm
Zentimeter für Zentimeter sein Lebenslicht ausblasen.
Einen Doc Harper legt nämlich kein Mensch hinein.
Einen Count Bobby gibt es überhaupt nicht.
Die Frist ist abgelaufen und da dein Vater unterschreiben wird,
werde ich Besitzer der Goldmine, ich allein.
(Musik)
Ins Haus!
Verbarrikadieren, schnell!
Wenigstens hab ich die Zigarren gerettet.
- Von wem hast du sie geklaut? - Von dem lieben Jack.
Er hatte sie in seiner Bude.
Und sie gehörten dir, was sagst du dazu?
Auf der Kiste stand: Doc Harper - Spezialsendung
Mein Gott!
Du verträgst keine Zigarren, was?
Wenn ich nur wüsste, wo Milli ist.
- In der Mine. - In deiner Mine.
Erst muss ich mich offiziell bei Doc Harper melden.
- Sie sind es doch. - Ich bin's, aber jetzt haben wir keine Zeit,
ich muss Milli befreien.
Milli!
Was soll das heißen?
Das heißt, dass sich der Erbe rechtzeitig bei ihnen meldet.
- Sie sind doch nicht... - Doch, er ist's.
Womit ich, Pardon Mademoiselle, mein Erbe antrete.
Mit unserem Schnapsbrennen kannst du mich jetzt nicht mehr erpressen.
Was wollen Sie mit dieser wertlosen Mine anfangen?
Hier gibt es kein Stäubchen Gold.
Gold nicht, aber...
Erdöl.
(Musik)
(Walzer-Musik)
Tag Allerseits!
Tisch 23, vier Kaffee.
- Apfelstrudel. - Schnell, schnell Kinder.
- Und immer freundlich zu den Gästen. - Sachertorte.
Gugelhupf.
Auf einmal ist alles so einfach.
Ganz einfach, einfach und wunderschön.
Ich wünsch mir nur eines, nur mit dir durchs Leben zu gehen.
Auf einmal ist alles so einfach.
Ganz einfach, einfach voll Harmonie.
Und das Ende heißt einfach
Happy End, für uns und für Sie.
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