All language subtitles for Der Musterknabe 1963 German AC3 720p TVRip x264

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Original subtitles

Dr. Erwin Berthold

Herr Doktor?

Herr Doktor!

Was ist denn? Ich bin besch�ftigt.

Aber die Post muss doch erledigt werden.

Dieser Verwaltungskram ist mir einfach zu viel.

Wie soll ich denn da jemals meine Erfindung zu Ende f�hren?

Dabei bin ich ganz knapp davor.

Wunderbar!

Schau auf die Redaktion! - Herrlich.

Ich wei�, Herr Doktor, Sie tun mir wirklich leid.

Ihre Mutter.

Es ist nicht zu �berh�ren.

Jetzt wirst du deinem Bruder Rede und Antwort stehen.

Morgen, Mama, was ist denn los?

Fr�ulein Pumpernickel, lassen Sie uns bitte allein.

Selbstverst�ndlich, gn�dige Frau.

Wann entpuppen Sie sich endlich als Schmetterling?

Wenn Sie ein duftender Holunderbusch geworden sind.

Boing!

Unser P�ppchen ist nicht auf den Mund gefallen.

Daf�r wird dein Bruder beim Examen zum Dritten Mal durchfallen.

Das kam heute vom Gymnasium.

Du hast deinem armen Vater versprochen,

dich um Benno zu k�mmern.

Das habe ich doch auch.

Ich habe die letzten Monate jeden Tag mit ihm geb�ffelt.

Ich verstehe dich nicht, Benno. Du hast alles so gut gekonnt!

Wenn es darauf ankommt, vergesse ich alles.

Ich habe eben eine Abiturpsychose.

Psychose!

Bl�dsinn! Rede dir so was nicht ein!

Aber sobald die Pr�fungen beginnen,

bekommt er solche Angst, dass er alles vergisst.

So schimpf doch endlich mit ihm!

Menschenskind!

Junge, rei� ich doch ein bisschen zusammen.

Das gibt es doch nicht!

Du sollst den Krempel hier �bernehmen

und unseren Angestellten ein Vorbild sein.

Sehr richtig! Und alle kennen das Testament eures armen Vaters,

der es vom einfachen Mechaniker bis...

.. zum Besitzer der Fabrik gebracht hat.

Ihr wisst doch, ich gebe mir M�he.

Das Studium w�rde schon gehen, aber das Abitur?

Fr�her war das ein Kinderspiel, aber heute?

Du w�rdest es auch nicht schaffen.

Ich k�nnte das Gegenteil beweisen.

H�r auf mit den Erdn�ssen, wir sind nicht im Zoo!

Nervennahrung. - Fritz!

Du hast es dem Papa versprochen.

Ich habe doch alles getan!

Entschuldige, Mama, aber kann ich etwas daf�r

dass mein Herr Bruder diese Psychose hat?

Soll ich mich auf die Schulbank setzen?

Warum nicht? Das w�re ja eine Bombe.

In einem Gymnasium, wo uns keiner kennt.

Vielleicht w�re das wirklich ein Ausweg.

Seid ihr verr�ckt?

Das ist unm�glich!

Nichts ist unm�glich.

Ich wei�, was ich von euch zu halten hab.

Zum Gl�ck geh�rt die halbe Fabrik mir.

Wenn das mit dem Abitur nicht klappt,

verkaufe ich meine Aktien an die Konkurrenz.

Ja, wegen grober Undankbarkeit.

Gib mir eine Nuss.

Der Einfall war gar nicht schlecht.

Der Einfall? - Na mit dem Abitur!

Das w�re Schwindel!

Eben nicht, ich beherrsche doch den Lehrstoff,

nur bei der Pr�fung versage ich.

Wenn du mir jetzt hilfst,

brauchst du dich um nichts mehr zu k�mmern,

als um die Erfindungen.

Sch�n w�r's. Ich hab den Papierkram bis daher.

Dann mach es doch f�r mich!

Raus, aber schnell!

Den Gefallen tu ich dir nicht!

Jetzt verschwinde, bev...

Unser armseliger Papa.

Benno, ich...

Denk an dein Versprechen.

Denk an dein Versprechen.

Ich bin verr�ckt. Ich bin...

Ich bin schon total verr�ckt.

Du hast es versprochen, lass mich nicht im Stich.

Nein, ich tu's nicht! Ich mache es nicht!

Kommt �berhaupt nicht infrage.

Entschuldigung, lieber Student,

Wo geht's hier zum Boss von diesem La...

Zum Direktorat, da!

Danke.

Ja, meine Herren,

das �bertrittzeugnis von Benno Geyer.

Traurig, traurig, traurig.

Was sagen Sie dazu, Herr Kollege?

Tja, Herr Geyer,

ich m�chte eine Frage in Mathematik stellen.

Bitte, Herr Professor.

Wie finden Sie Hochpunkt und Tiefpunkt einer Kurve?

Ja...

Sch�n.

Wie bitte?

Ich meine, die Kurven findet man, indem man danach sucht.

Ja, traurig, traurig, traurig.

Also denken Sie doch einmal ruhig nach,

wie bestimmt man Maximum und Minimum einer Kurve?

Minimax und... Maximum und...

Maximum und Minimum?

Ja, findet man, indem man...dem man...

Beeilen Sie sich doch.

Jawohl, Herr Lehrk�rper.

Also, findet man, indem man...

.. die erste Ableitung der Funktion bildet

und gleich null setzt.

Junger Freund. - Nicht?

lieber junger Freund,

das war ja richtig!

Ja, richtig.

Traurig, traurig, traurig.

Wo bleibt denn der Kollege Berthold,

er ist der Klassenleiter der Oberprima.

Guten Morgen, Herr Direktor Liebreich,

liebe Kollegen...

Bin ich zu sp�t? Nein.

Herr Kollege Berthold, der Neuzugang f�r Ihre Oberprima,

Herr Benno...

Vogel? - Geyer.

Geyer, ah, Benno Geyer.

Sind Sie etwa der Bruder von Fritz Geyer?

Er war in der Schule mein bester Freund.

Jawohl, bitte. Ja.

Also, diese �hnlichkeit ist frappant.

Wir sind beinahe Zwillinge.

Ihr Bruder ist doch �lter als Sie.

Deswegen hat es nicht geklappt.

Dadurch sind Sie der J�ngere. Ach, was hei�t Sie,

ich darf doch "du" sagen?

Ja, Sprossi.

Verzeihung, Herr Doktor.

Wie kommen Sie auf Sprossi?

Mein Bruder erz�hlte mir...

Ja, ich hatte schon in der Schule viele Sommersprossen.

Traurig, traurig, traurig.

Ja, also wirklich der kleine Benno? Komm mal her.

Als Knabe hast du ganz anders ausgesehen.

Sie auch, Herr Doktor.

Das ist das �bertrittzeugnis.

Nicht schlecht, nicht?

Entsetzlich, ich muss sagen,

dein Bruder Fritz war immer ein Vorbild unserer Klasse.

Du scheinst mir mehr beklopft zu sein.

Aber �u�erlich ist die �hnlichkeit beklemmend.

Schweifen wir nicht ab,

wir pr�fen gerade den Ungl�ckseligen.

Darf ich meine Klasse verst�ndigen? - Bitte.

Hallo, Oberprima, Reny, Reny!

Ja, Herr Doktor?

Sie sorgen f�r Ruhe und Ordnung, ich komme gleich.

Ja, Herr Doktor.

Meine Damen und Herren, ich bitte um Ruhe.

Kinder, die Stunde ist geschenkt. - Wieso denn?

Sie pr�fen einen Neuen, ganz schwerer Fall.

Ein gewisser Benno Geyer.

Wieso wechselt er vor dem Abitur noch das Gymnasium?

Wahrscheinlich geflogen.

Au�erdem soll er x-mal sitzen geblieben sein.

Der Arme - Von wegen.

Er soll ein Angeber sein.

Unsere Pauker werden sich freuen.

Einer der eigenartigsten F�lle, die mir vorgekommen sind.

Ja, also zum Teil sind seine Kenntnisse doch direkt verbl�ffend.

Trotzdem, trotzdem.

Unter uns, keinerlei Aussicht, dass er das Abitur besteht.

Ich w�re da nicht so pessimistisch, Herr Direktor.

Ich bin es meinem Schulfreund Fritz schuldig,

dass ich mich mit dem Knaben ein wenig befasse.

Mein Bruder Fritz wird Ihnen das nie vergessen, Herr Doktor.

Es wird schon gehen, Zack, zack!

Das dauert.

Ich glaube, die nehmen den ganz sch�n in die Zange.

Recht haben sie, man sollte ihn raus ekeln.

Na ja, wenn er wirklich aufgenommen wird.

Kinder, ich hab`s!

Es ist nur noch ein Platz frei hier.

Wir m�ssen was organisieren.

Komm schnell.

Ich schau, ob wer kommt.

Hier, der Kleister ist genau das Richtige.

Ein Heidenspa�.

Der Arme, dann klebt er doch fest.

Das soll er ja auch.

Kinder, Zack-Zack kommt!

Morgen, meine Damen und Herren.

Morgen.

Setzen. Ich stelle euch euren neuen Mitsch�ler vor.

Benno Geyer.

Guten Morgen, Kommilitonen und -innen.

Sie setzen sich dann nach hinten auf den freien Platz.

Benno, du kommst hierher! Zack, zack!

Wenn er vor mir sitzt, sehe ich nichts, er ist zu gro�.

Er kann hinter mir sitzen.

Zerbrechen Sie sich nicht meinen Kopf

und sparen Sie Ihre Ratschl�ge f�r einen D�mmeren.

Den werden Sie nicht so schnell finden.

Nein, halt. Ich finde diesen Platz nicht g�nstig.

Ich muss ihn st�ndig im Auge behalten.

Also, dieser Platz ist eigentlich gar nicht so schlecht,

wie ich dachte.

Also gut,

ich werde heute ausnahmsweise von hieraus unterrichten.

Man soll nicht so an Traditionen kleben.

Ich werde in eurer Mitte wirken. Wer war das?

Bitte was, Herr Doktor?

Ich appelliere an das Ehrgef�hl der Oberprima.

Ein alberner Schabernack.

Ihr Blick ist so auffallend unauff�llig.

Entschuldigung, das war nicht f�r Sie.

F�r wen denn?

F�r den Neuen, weil er so oft kleben geblieben ist.

Sehr liebensw�rdig.

Das w�re zu komisch gewesen, wenn sich Benno hergesetzt h�tte.

Wieso lache ich?

Sie haben Humor, kann ich helfen?

Nein, danke.

Ich werde mich aus meiner Zwangslage befreien.

Das gibt der Sache eine Wendung.

Verlassen Sie das Klassenzimmer, aber rasch, Zack, zack!

Eine bodenlose Gemeinheit.

Schade, dass es nicht geklappt hat.

So leicht gehe ich kleinen M�dchen nicht auf den Leim.

Keine Beleidigungen, Reny ist unsere Klassensprecherin.

Achso, das hei�t, dass die anderen nichts zu sagen haben?

Ich wei� nicht, was es hier zu lachen gibt.

Guten Tag. - Sie sind es, Fr�ulein Uschi?

Ich bin mit Benno verabredet.

Ist er noch in der Schule? Dann warte ich in seinem Zimmer.

Augenblick. - Frechheit!

Anna, wer ist das?

Fr�ulein Uschi, die neue Flamme von Herrn Benno.

Warum lassen Sie sie nicht rein?

Weil am Ende alles herauskommt.

Wenn sie das mit dem Abitur rauskriegt,

wei� es morgen die ganze Stadt.

Und es soll doch unser Geheimnis bleiben.

Nat�rlich Anna, Sie Perle.

Ich spreche mit meinem Bruder.

Was mache ich mit der Uschi?

Ja, was? Das bringe ich in Ordnung.

Allerhand, mich hier drau�en wa...

Wer sind Sie denn?

Ich bin Bennos Bruder.

Wollen Sie nicht herein kommen?

Sie sind der Fritz?

Sie habe ich mir ja ganz anders vorgestellt.

Darf ich fragen, wie?

So wie ein Gelehrter.

Benno hat erz�hlt, Sie seien Erfinder.

So sehen Sie nicht aus.

Das tut mir leid.

Ich glaube, den Erfinder, den Sie sich vorstellen,

muss erst erfunden werden.

Anna, Sie stellen sofort meine Musik wieder an!

Das nennen Sie Musik?

Ja, mir gef�llt's.

Ich wollte sagen, dass Besuch f�r Sie da ist.

Wer denn?

Fr�ulein Uschi.

Uschi.

Darum m�chte ich, dass Sie Benno in Ruhe lassen

bis er das Abitur hinter sich hat und ihn auf Eis legen.

Benno auf Eis?

Das w�rde mir weh tun.

Das verstehe ich,

aber wollen Sie seine Zukunft zerst�ren?

Wie soll ein Oberprima an Mathematik, Physik

und solche Sachen denken, wenn er Sie im Kopf hat?

Nehmen Sie doch Platz.

Auf Ihre sch�nen Augen!

Also, Komplimente machen k�nnen Sie.

Nennen Sie mich doch Uschi.

Ob das Benno recht sein wird?

Da frag ich doch nicht.

Und was f�ngt man schon mit einem Schulbuben an?

Servus Uschi. - Gr�� dich, Benno.

Was sagst du zu meiner H�bschen?

Gro�artig, du Schulbube!

Ich h�re nur leider,

Fr�ulein Uschi f�hrt f�r einige Zeit an die Riviera.

Die Uschi? - An die Riviera!

Hast du einen Scheich aufgegabelt?

Erstens gable ich nicht

und zweitens muss es nicht ein Scheich sein.

Prost, Fritz!

Prost, auf ihrem Scheich!

Hallo! Mein Revier.

Na, ich bin ja kein Wilderer.

Obwohl ich zugeben muss, dass Uschi ein munteres Rehlein ist.

Danke.

Streng dich nicht an, du Rehlein!

Mein Bruder wird kein flotter Hirsch.

Das kannst du nicht beurteilen.

Ich verreise und schreibe Ihnen mal eine Karte.

Da h�rt sich alles auf.

Wir unterhalten uns, wenn du dein Abitur bestanden hast.

Ich finde es sehr r�cksichtsvoll von Uschi,

dich in demn�chst zu st�ren.

Servus, Benno. Auf Wiedersehen, Herr Doktor.

Ich bringe Sie zur T�r.

Es hat mich sehr gefreut.

Ganz meinerseits.

Auf Wiedersehen, Uschi.

Auf Wiedersehen, Scheich.

Ich hoffe nur, Benno,

du wirst in Bezug auf deine Freundinnen jetzt vern�nftig sein.

Das bin ich.

Bei Mitzi bin ich verreist,

bei Eva habe ich dauernd Zahnschmerzen,

mit Liane habe ich mich verkracht.

Es ist nur noch die Uschi da.

Damit ist jetzt Schluss.

Es ist nicht zu fassen.

Bei der Pr�fung versagt, bei den M�dchen gro�artig.

Das ist nur, weil ich die Komplexe habe.

Was du nicht alles hast.

Wir k�nnen jetzt keine Komplikationen gebrauchen.

Die Schule geht vor.

Und ich, der Uschi nach.

Man hat die Beobachtung gemacht, dass Farbbegriffe

sich auch in der Alltagssprache

etabliert haben.

Nehmen wir zum Beispiel den Begriff Rot.

Adler, was f�llt Ihnen zur Farbe Rot ein?

Rot, r�tlich, das Rot, die R�tung, Morgenrot, Abendrot.

Rotlauf, Rotschw�nzchen, ich sehe rot.

Ich sehe schwarz, wenn Sie so weitermachen, Adler,

werden Sie fliegen.

Wechseln wir die Fliege, �h... die Farbe.

Benno, eine andere Farbassoziation.

Man sagt zwar: "Ich err�te", aber nicht: "Ich erblaue."

Man �u�ert schlicht und einfach: "Bin blau."

Oh Gott, er und blau, ist er nicht r�hrend?

Dem wird von einem Glas Milch schon schlecht.

Angesichts dieser geistigen Regsamkeit

kann ich ja auch ohne Weiteres eine kniffligere Frage stellen:

Wie entsteht ein Spektrum?

Ah, Schweigen im Walde.

Ja. Benno, bitte.

Zack, zack!

L�sst man die Strahlen der Lichtquelle

durch gl�hende Gase gehen,

erscheinen an entsprechenden Stellen des Spektrums schwarze Linien.

Sehr gut!

Ein erstaunliches physikalisches Wissen.

Schneiden Sie sich davon eine Scheibe ab, Herr Adler.

Und wie hei�en diese schwarze Linien?

Absorptionslinien. - Richtig.

Wer ist der Entdecker? - Fraunhofer.

Ja, Fraunhofersche Linien.

Und wozu dienen sie?

Ich? - Nein, die Linien.

Unter anderem zur Erforschung der Gestirne.

Genau, was wissen Sie �ber das Sirius-Spektrum?

�h, das Sirius-Spektrum...

Ungen�gend, setzen.

Na, was riecht denn hier so seltsam?

Wer war das?

Der Urheber soll sich sofort melden.

Aha, also, das ist euer brennendes Interesse.

Das stinkt ja zum Himmel.

Eine echte Havanna.

W�hrend ich mich bem�he,

euch die Bedeutung des Spektrums beizubringen, wird hier geraucht?

Aber hier steht doch nirgends "Rauchen verboten".

Ja, nat�rlich, da habt ihr recht.

Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Habt ihr mehr davon?

Ja, Sterzenbach hat eine ganze Schachtel.

Das trifft sich gut. Wo ist die Schachtel? Ah!

Wollen wir doch Gebrauch machen,

von unseren Pers�nlichkeitsrechten.

Greifen Sie ruhig zu. Und auch Sie!

Bitte sehr. Nat�rlich!

Es steht ja nirgends, Rauchen verboten.

Bitte, bitte, hier.

Jawohl! Wunderbar.

Eine Zigarre. Echte Havanna.

Herr Kollege Berthold, sind Sie wahnsinnig?

Ich dachte, es brennt hier.

Nein, wir wollten...

Herr Dr. Berthold wollte uns lediglich die Sch�dlichkeit

des Nikotins vor Augen halten.

Es ist traurig, traurig und traurig.

Na, Anton, alles fertig?

Der Benzintank ist voll.

Voll Wasser? - Ja.

Hier, Herr Doktor. - Danke.

Wir h�tten die Wochenschau bestellen sollen.

Gehen Sie bitte in Deckung.

Ich m�chte doch bei dem gro�artigen Augenblick dabei sein.

P�ppchen!

Anton.

Eins, zwei,

drei, vier.

Ein gro�er Moment.

Dann wollen wir mal!

Es w�re wunderbar, Herr Doktor, wenn Sie es fertigbringen w�rden,

mit diesen Pillen aus Wasser Benzin zu erzeugen.

Da wurden schon andere Sachen erfunden.

Er ist ein Genie.

Ja, aber jetzt, volle Deckung!

Herr Doktor, ist was passiert?

Nein, nicht der Rede wert.

Ich glaube, die Mischung war etwas zu stark.

Nach welchen Berufen unterscheidet Schiller...

Morgen, Studienrat. Bitte um Verzeihung wegen der Versp�tung.

Aber ich hatte eine kleine Fehlz�ndung.

Scheint mir eher eine Pr�gelei gewesen zu sein.

Mit Nichten.

Also setzen Sie sich.

Ich m�chte fortfahren.

Wo waren wir?

Bei Schiller, Herr Studienrat. - Richtig.

Welche Berufe unterscheidet Schiller

in seiner Antrittsrede von 1789 zu Jena?

Und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?

Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Was haben Sie zu sagen?

Schiller stellte dem Rotgelehrten,

den philosophischen Kopf gegen�ber. - Richtig.

Sie haben gelernt.

Setzen.

Streber.

Der Herr Doktor ist vormittags bestimmt nicht zu erreichen.

Nein, auch nicht zu Hause.

Was soll ich ihm sagen?

Wie bitte?

Kennwort, Scheich.

Was sind das f�r komische Telefonate?

Fr�ulein Uschi behauptet, Sie beide h�tten einen Scheich.

Sie will Sie unbedingt sprechen.

Sind Sie wahnsinnig? Ich bin nicht da.

Ich werde es dem Herrn Doktor ausrichten.

Wenn Sie mir nur sagen w�rden,

wo Sie sich neuerdings Vormittags immer herumtreiben.

Lassen Sie mir doch auch ein Geheimnis.

Jedermann hat ein s��es Geheimnis.

Ich wusste fr�her doch auch alles.

Ich habe nicht verdient, dass Sie mir nicht vertrauen.

Auch wenn Sie verliebt waren, war ich immer im Bild.

P�ppchen, ich bin ja nicht verliebt.

Aua...

Vorsicht, der Finger.

Ich... ich ringe um etwas.

Sie sollten heiraten, dann w�rden Sie nicht mehr ringen.

Meist ist die Ehe auch ein Ringkampf.

K�nnte man sich seine Ehefrau zusammenbasteln...

Apropos, ich bin im Labor.

Was ist mit der Post?

Mir bleibt nichts erspart.

Schicken Sie mir Anton mit den neuen Pillen.

Ich m�chte nicht gest�rt werden.

Nicht gest�rt!

Wenn Ihre Mutter anruft?

Sie ruft nicht an, Sie ist auf Erholung.

Schauen Sie mich nicht so dramatisch an!

Die Post werde ich noch erledigen.

Besch�mend, dass man so etwas in der Oberprima wiederholen muss.

Die Konjugationen sind von eminenter Bedeutung.

Insbesondere die dritte muss man intus haben

und zwar von vorn nach hinten und von hinten nach vorn.

Kann ich doch.

Bitte, von vorne nach hinten.

Lego, legis, legit, legimus, legitis, legunt.

Und jetzt von hinten nach vorne.

"Tnugel"? Aha. - Tnugel.

Dann, bitte. Netzes.

Was hei�t das, Herr Doktor?

In deiner Sprache: "setzen".

Ettib, �h, bitte.

Angeber.

Von Anfang an hab ich nicht leiden k�nnen.

Mir gef�llt er.

Er hat so was Brutales. - Ach ja?

Was hast du denn vor?

Das wirst du gleich sehen.

Hier ist das Schild. - Prima!

Jetzt zum Generalangriff.

Lenkt ihn ab, w�hrend ich ihm das Ding verpasse.

Ach, der Arme.

Sag mal Benno, was lernst du denn da?

Zahlen.

Kannst du nicht mal in der Pause, Pause machen?

Ich habe mir etwas in den Kopf ge...

Was ist das?

Was du im Kopf hast,

Seifenblasen.

Besser Seifenblasen als Bohnen, Stroh und Bosheit.

Ich finde das gemein.

Das hat dir wieder Reny eingebrockt.

Warum, wenn ich fragen darf?

Weil ich dich nicht ausstehen kann, du Musterknabe.

Beruht auf Gegenseitigkeit, meine Dame.

Eine so boshafte Person ist mir noch nicht begegnet.

Du spielst dich auf und alle tanzen nach deiner Pfeife.

Du willst eine tolle Biene sein?

Wenn alle M�dels so wie du w�ren,

dann w�re die Erde ausgestorben.

Anna, ich suche meine lateinischen �bersetzungen.

Ihr Bruder hat sie mitgenommen.

Unter uns, Herr Doktor,

er st�bert oft in Ihren Schularbeiten.

Das ist doch die H�he.

Du hast in Latein eine Vier geschrieben.

Was f�llt dir ein?

Ich schinde mich, b�ffle und strample mich f�r dich ab

Du erlaubst dir Kritik?

Ich war in Latein der Beste

und mache mir Sorgen,

dass du mein Abitur bestehst.

Sch�mst du dich gar nicht?

Du armes W�rstchen, du Totalversager!

Vater h�tte dir eine Tracht Pr�gel versetzt.

Du bist �bergeschnappt!

H�tte ich mich nur nicht darauf eingelassen.

Du hast keinen blassen Schimmer.

Und anstatt, dass du dankbar bist, bist du noch frech.

Ich verbiete dir in meinen Sachen herumzukramen!

Ich geh dir auf die Nerven.

Wo willst du hin?

Ein bisschen bummeln.

Ich komme mir hier vor wie im Gef�ngnis.

Solange ich dein Abitur nicht hinter mir hab,

ist es besser, dich sieht niemand.

Das ist eben deine Pr�fung!

Und wenn du es nicht aush�ltst, fahr zu Mama und am�siere dich.

So einfach ist das nicht f�r mich.

Habe ich dir ja gesagt, noch dazu wenn man eine Psychose hat.

Bitte, das ist doch nur eine faule Ausrede.

Ich habe mich auf diese Sache eingelassen.

Ich werde bis zum Ende durchhalten.

Aber verschone mich mit deinem Anblick.

Ich habe nicht einen Funken Respekt vor dir.

Du Niete!

Die Masche mit dem Anschleichen,

wird unserem Zack-Zack ein f�r alle Mal vergehen.

Was ist denn hier los?

Wir h�ngen die T�r aus.

Reny hat wieder eine Idee gehabt, um die Pauker reinzulegen.

Ja, darin ist sie gro�.

Das geht dich gar nichts an.

Achtung, Zack-Zack kommt!

Alles auf die Pl�tze!

Wer war das? Benno etwa du?

Das sieht nach schlechtem Gewissen aus.

Bestimmt wird er uns verpetzen.

Ich ersuche dich in aller Ruhe,

mir eine Antwort zu geben!

Oder war es jemand anderer, der auf diese Idee gekommen ist?

Bitte? Zack, zack!

Ich lasse mich von euch nicht zum Narren halten!

Zur Strafe wirst du heute zwei Stunden Nachsitzen.

Wo? Unsere Schulzimmer sind �berbelegt.

Ihre F�rsorge ehrt Sie,

aber es wird sich schon ein Pl�tzchen f�r Benno finden.

Gaudiamus igitur,

doch von Gaudi keine Spur.

Was f�r eine Schnapsidee,

dass ich in die Schule geh.

Warum b�ffeln wie besessen,

wenn wir's sp�ter doch vergessen?

Mathematik, Deutsch, Chemie, Latein -

muss denn jeder ein Professor sein?

Memorieren, subtrahieren, deprimieren, transpirieren -

Bier her, Bier her oder ich fall um!

Ich bin der Dr. Eisenbart, widewidewit, bumbum.

Wer klug ist, macht's nach meiner Art.

Widewidewit, bumbum.

Schl�gt einfach nach im Lexikon: Wo ist denn der Napoleon?

So macht es Dr. Eisenbart, widewidewit, bumbum.

Reparieren, definieren, kontrahieren, maltr�tieren!

Bier her, Bier her oder ich fall um.

Oh, alte Burschenherrlichkeit,

du bist schon lang vor�ber.

Denn jetzt, my boy, ist Madison Time!

Das ist dem Burschen lieber.

Twist, Twist und Bossa Nova.

Romantik, die ist over.

Ojerum, jerum, jerum.

Wo gibt's ein �bungsserum?

Nachaddieren, demonstrieren, absorbieren, reparieren.

Bier her, Bier her oder ich fall um.

Horch, was kommt von drau�en rein? Hollari, hollaro!

Sch�n ist's, jung und dumm zu sein, hollariaho.

Hallo, Reny. Ich komme gerne runter.

Im tiefen Kerker

sitz ich hier...

.. und singe, singe:

Gaudiamus igitur,

doch von Gaudi keine Spur.

Na, Benno, hast du's gut �berstanden?

Was verschafft mir die Ehre?

Hier, die Flugbl�tter. - Danke.

Ich wollte dir sagen,

ich fand es prima, dass du nicht gepetzt hast.

Lohnt sich nicht.

Ich war oft ziemlich scheu�lich zu dir.

Daf�r hast du's mir neulich ganz sch�n gegeben.

Wenn ich dich gekr�nkt habe, tut es mir leid.

Benno, wollen wir Freunde sein?

Okay.

Und jetzt gebe ich dir mal einen Tipp.

Unsere Klasse w�re ganz anders zu dir,

wenn du dich wie ein normaler Junge benehmen w�rdest.

Wie benimmt sich ein normaler Junge?

Er lernt nicht nur, sondern spielt Paukern Streiche,

dass ihnen die Spucke wegbleibt.

So, tsch�ss Benno.

Tsch�ss.

Tolle Biene.

So, du nimmst auch noch eine.

Igitt, ich f�rchte mich.

Die armen Viecher.

Ja, passiert ja nichts.

Wenn ihr jetzt nicht mitmacht, ist der Witz im Eimer.

Hier, so.

Achtung, Zack-Zack kommt!

Morgen, Oberprima.

Morgen.

Setz...

Was hat das zu bedeuten?

Was denn, Herr Doktor?

Ja, wo kommen denn die M�use her?

Was denn f�r M�use?

Ich sehe lauter wei�e M�use.

Ich leide nicht an Halluzinationen.

Da ist alles voller M�use.

Es tut uns sehr leid, Herr Doktor, aber hier ist nirgends eine Maus.

Gussy, Irene,

ihr f�rchtet euch doch normalerweise vor M�usen, nicht?

Ja, alle M�dchen f�rchten sich davor.

Benno, du bist der Bruder meines Freundes,

siehst du die M�use?

Ich w�rde Ihnen gern den Gefallen tun,

hier gibt es wirklich keine.

Wir hatten in unserer Familie einen Fall,

ein entfernter Onkel, der sah erst wei�e M�use,

dann wei�e Elefanten

und dann... - Und dann?

Dann besuchten wir ihn ab und zu.

Das war die gr��te Bombe, die je dem Lehrer gelegt worden ist.

Fabelhaft. - Gut, nicht?

Wir m�ssen uns beeilen,

er kommt bestimmt mit dem Direktor wieder.

Ich komme rein und alles voller wei�er M�use.

Und sie streiten es mir ab.

Trinken Sie manchmal?

Hin und wieder Cognac.

Wir werden dem sofort auf den Grund gehen.

Beeilt euch!

Reny, Adler schnell rein damit!

Achtung! Sie kommen!

Ich habe eine Maus.

Das macht nichts, schnell!

Wo ist sie denn?

Herr Kollege, was haben Sie mir da erz�hlt?

Ja, vorhin waren Sie alle noch da.

Hat vielleicht jemand von Ihnen

irgendwelches Ungeziefer hier gesehen?

Nein!

Sie sehen also bereits wei�e M�use.

Nun, sie sind ja �berall herum gekrabbelt.

Traurig. Traurig, traurig.

Kommen Sie mit mir sofort ins Direktorat.

Tag, Herr Direktor.

Reny, hol die Maus!

Wo denn, ich fange sie!

Das h�tte ich nicht mehr lange ausgehalten.

Benno, das war fantastisch. - Ja?

Und ihr, seid ihr auch zufrieden?

F�r den Anfang war es ganz gut.

Adler, servier die M�use ab.

Ich kann es mir beim besten Willen nicht erkl�ren.

Nehmen Sie vor allen Dingen diese Sache nicht so ernst.

Sie sind vielleicht ein bisschen �berarbeitet.

Ich rate Ihnen, zu einem Arzt zu gehen.

Haben Sie �fter Erscheinungen? - Nein.

Trinken Sie das Glas Wasser.

Vor allen Dingen niederschlagen, niederschlagen.

Du bist mir so sympathisch,

so unerh�rt sympathisch.

Ich seh den Mond quadratisch.

Ich glaub, ich bin verliebt.

Da helfen keine Klagen,

da n�tzen keine Fragen.

Man muss mit Fassung tragen,

dass es die Liebe gibt.

Und das ist sch�n,

unsagbar sch�n.

Und das d�rfte nie vor�bergehen.

Man sieht die Welt

im rosa Licht

und glaubt es nicht,

dass auch Gl�ck zerbricht.

Du bist mir so sympathisch.

Das ist zwar problematisch,

weil es nach allem Sch�nen

auch einmal Tr�nen gibt.

Doch dann kommt das Vers�hnen

und unter Freudentr�nen

muss ich mir eingestehen:

Ich bin ja so verliebt.

Du, du, dub, dub, du, du.

Du, du, du, dub, dub, du, du.

Man muss mit Fassung tragen,

dass es die Liebe gibt.

Sag mal, Reny, wer kommt heute alles?

Nur ein paar aus meiner Klasse,

Gussy, Adler und der Benno...

Der Benno Geyer kommt auch?

Ja, warum nicht?

Du hast mir doch immer erz�hlt, er sei so unausstehlich.

Da habe ich ihn noch nicht so gut gekannt.

Bitte sorge daf�r, dass Papa nicht wieder so grantig ist

und mir alles verdirbt.

Adler, du bist es.

Ich bin der Erste, wie immer. - Komm rein.

Danke.

Ah!

K�nnen Sie nicht aufpassen, Sie Krawallheini!

Haben Sie keine Augen im Kopf?

Was hei�t hier Augen im Kopf?

Hoffentlich ist nichts passiert.

Meine Blumen sind kaputt.

Da, schauen Sie sich das an!

Ach, diese ganze Mopeds, die m�sste man verbieten.

Reden Sie doch nicht so.

Man merkt, Sie sind von gestern.

Ja, Gott sei Dank.

Und darauf bin ich stolz.

Das auch noch, Champagner.

Das Getr�nk des Lasters.

Ah!

Oh, Verzeihung!

Das kommt davon, wenn man gegen das Laster l�stert.

Sie Mopedl�mmel!

Schon wieder Sie? - Boing.

Sind Sie etwa Renys Vater?

Benno, ich dachte schon, du kommst nicht.

Hallo, ich hatte gerade einen kleinen Zusammen...

Ist das Benno Geyer? - Ja.

Meine Mutter nannte mich immer so. - Keinen Schritt weiter.

Du wei�t nicht, was er mir angetan hat.

Er hat mich beinahe �berfahren und mit Champagner bespritzt

und ist noch frech geworden.

H�tte ich gewusst, dass Sie Renys Vater sind,

h�tte ich besseren Champagner genommen.

Obwohl Sie im Unrecht waren. - Dass Sie das einem Beamten sagen!

Er will Benno nicht hereinlassen.

Ich habe mich so darauf gefreut.

Erich, es ist ihr Geburtstag.

Das ist mir wurscht.

Ich verbiete dir den Umgang mit diesem Mann.

Na, dann muss ich eben wieder gehen.

Darf ich noch diese kleine Aufmerksamkeit �berreichen?

Meine herzlichsten Gl�ckw�nsche zu deinem Geburtstag.

Danke.

Und hier noch...

Weg, mit diesem Zeug!

Das kannst du doch nicht machen!

Benno!

Es tut mir schrecklich leid, ich kann wirklich nichts daf�r.

Ich wei�, Papa ist manchmal gr�sslich.

Ich wollte mich nur bedanken f�r die Blumen und...

Hey! - Ja?

Renate!

Wenn Sie nicht so unreif w�ren, Herr Geyer,

w�rde ich verlangen, dass Sie die Konsequenzen ziehen.

Ich werde mich bei Direktor Liebreich �ber Sie beschweren.

Renate, bitte komm sofort herauf!

Sofort, komm!

Ja, ich komme ja.

Prost, Reny!

Oh.

Brav sein!

Prost, alter Junge!

Wenn erst der Abend kommt

Und wenn es dunkel wird

Dann bist du immer so allein

Dann wird das Herz dir eng

Und du hast Angst davor

Es k�nnt' ein Leben lang so sein

Ich habe es nie dir gesagt

Doch mir geht's grade so wie ihr

Und wenn eine T�r geht

Dann bild ich mir ein

Du k�nntest es sein

Wenn erst der Abend kommt

Und wenn es dunkel wird

Dann tritt dein Schatten zu mir ein

Das Leben rings um mich her

Das ist so fremd mir und so feind

Und wenn eine T�r geht

Dann bild ich mir ein

Du k�nntest es sein

Wenn erst der Abend kommt

Und wenn es dunkel wird

Dann bin ich immer so

Allein

Ich habe ja noch gar nicht meine Schulaufgaben gemacht.

Morgen.

Morgen, Reny. - Morgen.

Du kommst ja so sp�t. - Ja.

Hattest du gestern Kummer meinetwegen?

Ich bin noch am Leben.

Mein Vater wollte zum Direktor gehen.

Ich habe ihm die Brille weggenommen,

ohne der kann er nichts sehen.

Es kann also nichts passieren.

Ist schon passiert. - Was?

Da kommt er.

Er geht wirklich zum Direktor.

Zum Direktor, ich habe eine fantastische Idee.

Ist dein Vater kurz- oder weitsichtig?

Kurzsichtig. - Gut.

Halt ihn noch kurz auf

und bring ihn ins Sprechzimmer.

Sorge daf�r, dass niemand hereinkommt.

Tu es!

Papa! - Ach, du bist es.

Willst du dich wirklich beschweren?

Ja, nur zu dumm,

ich konnte meine Brille nicht finden.

Papa, muss das denn sein?

Als Vater habe ich die Pflicht, dich zu sch�tzen.

Jetzt komm. Ich habe keine Zeit mehr.

Setzen! Da fehlt ja jemand.

Reny Bacher und Benno Geyer.

Alle beide unentschuldigt? - Ja.

Husten Sie zu Hause.

Kollege Berthold?

Ja, Herr Direktor.

Kommen Sie ins Direktorat und warten Sie dann dort auf mich.

Ja, ich komme sofort.

Es ist doch nichts Ernstes?

Nun ja, wie soll ich sagen? Traurig, traurig, traurig.

Ich bin in f�nf Minuten da.

Herr Direktor!

Was machen Sie denn hier?

Man sagte mir, Sie w�ren beim Zahnarzt.

Sie wissen, wie das ist mit Zahnschmerzen.

Man f�hlt, dass es pocht, dass es h�mmert,

ist man dann beim Zahnarzt, sind die Schmerzen auf einmal weg.

Und was haben Sie auf dem Herzen?

Ja, es handelt sich um Dr. Berthold.

Dr. Berthold ist ein alter Freund von meinem gro�en Bruder

und er hat in letzter Zeit wieder so St�rungen.

Ich w�re verbunden,

wenn Herr Direktor nichts sagen w�rde.

In Ordnung, junger Freund, danke.

Geyer, die Mappe! Hefte! Ab!

Herein.

Sie haben mich rufen lassen.

Wieso, wann?

Vor einer Minute, Sie haben mit mir gesprochen.

Ich habe ganz deutlich Ihre Stimme geh�rt.

Sie m�ssen sich irren.

Nein, ich irre mich nicht.

Bestimmt nicht. - Doch!

Regen Sie sich nicht auf, Herr Kollege.

Ich meine, wenn Sie sich aufregen,

dann d�rfen gerade Sie sich nicht aufregen.

Bitte nehmen Sie Platz.

Ganz locker und gel�st.

Anlehnen. Gestatten.

Hmm. Es nimmt bei Ihnen be�ngstigende Formen an.

Ist es etwas Ernstes?

Geben Sie mir mal die Hand. Nein, den Puls.

Traurig, traurig, traurig.

Unversch�mt, mich warten zu lassen.

Du warst nicht angemeldet.

Ich habe das Gef�hl, du sabotierst meine Beschwerde.

Ich gehe jetzt zum Direktor. Ah!

Ohne Brille bin ich ein halber Mensch.

Ja, mein lieber, lieber Herr Bacher.

Nehmen Sie Platz. Ich musste Sie leider warten lassen.

Das ist traurig, traurig, traurig.

Sie warten bitte drau�en vor der T�re.

Ich m�chte bei dieser Unterredung

unter keinen Umst�nden gest�rt werden.

Jawohl, Herr Direktor.

Lieber Herr Direktor, ich freue mich sehr, Sie wieder zu sehen.

Das hei�t, Sehen ist zu viel gesagt,

ich habe keine Brille bei mir.

W�rden Sie nicht etwas n�herkommen?

Denn aus dieser Distanz kann ich Sie sehr schwer erkennen.

So, so.

Schon als Kind habe ich schlecht gesehen

und ohne Brille sehe ich gar nichts, nur Schimmer.

Das ist gut, also nat�rlich traurig, traurig, traurig.

Was f�hrt Sie zu mir, mein Bester?

Es handelt sich um den Flegel Benno Geyer.

Ah, um diesen Benno Geyer...

Ist er bei Ihnen ins Fettn�pfchen getreten?

Fettn�pfchen ist nicht das richtige Wort.

Er hat es gewagt, meine Tochter zu k�ssen.

Ach so, ja, was Sie nicht sagen.

Das ist ja traurig, traurig, traurig.

Also, dieser Geyer wird Ihre Tochter nicht mehr k�ssen.

Jetzt bin ich da!

Sie haben mich also nicht rufen lassen?

Nein, mein lieber, armer Freund.

Ich habe deutlich Ihre Stimme geh�rt.

Ja, Sie h�ren und sehen mancherlei.

Sie k�nnen die Klasse fragen,

die m�ssen Sie ja auch geh�rt haben.

Diese Peinlichkeit wollen wir uns ersparen.

Ich erinnere Sie nur an die wei�en M�use.

Herr Direktor, ich glaube, mit mir stimmt etwas nicht.

Ja, traurig, traurig, traurig.

Wenn wir nicht vor dem Abitur st�nden,

w�rde ich sie am liebsten f�r l�ngere Zeit auf Urlaub schicken.

Lieber Herr Obersekret�r Bacher, leben Sie wohl!

Sie k�nnen sich darauf verlassen, dass dieser Geyer

nicht mehr zu Ihrer Tochter flattern wird.

Ich bin sehr verbunden, Herr Professor.

Du kannst Herrn Direktor l�nger aufhalten.

Nein! Die Pflicht ruft.

Lassen Sie sie rufen.

Ich hoffe, Sie sind beruhigt,

sonst w�re ich sehr traurig, traurig, traurig.

Ich bin sehr verbunden, auf Wiedersehen.

Und du geh ins Klassenzimmer.

Aber Papa... - Ich finde meinen Weg allein.

Was ist denn?

Ich habe hier zuf�llig unter meinen Schulsachen deine Brille gefunden.

Ciao, Paps.

Sch�me dich.

Hast du geglaubt, dass ich ohne Brille nicht in die Schule komme.

Dr. Berthold!

Guten Tag, Herr Bacher.

Sagen Sie,

mit wem haben Sie eben hier gesprochen?

Mit Direktor Liebreich.

Er wird Sie von meiner Beschwerde unterrichten.

Wo haben Sie mit ihm gesprochen?

Hier im Konferenzzimmer. - Sicher?

Ich bin ja nicht verr�ckt.

Auf Wiedersehen.

Herr Direktor Liebreich?

Hallo? Ist hier jemand?

Ah!

Wen suchen Sie denn hier?

Ich suche Sie.

Sie waren gerade mit mir im Direktorat.

Das dachte ich auch, aber man kann sich auch...

Wiedersehen, Herr Direktor.

Traurig, traurig, traurig.

Sch�n, dass du heute f�r mich Zeit hast.

So, und jetzt alles einsteigen.

Aber ich dachte, wir fahren mit dem Roller?

Mein gro�er Bruder hat mir seinen Wagen geliehen.

Ist das ein fantastischer Schlitten! - Ja, es geht.

Wollen wir eine kleine Rast einlegen,

oder hast du es schon eilig? - Nein.

Ich m�chte nur nicht,

dass du Meinetwegen zu Hause �rger bekommst.

Seitdem mein Vater sich mit dem Herrn Direktor unterhielt,

ist er wieder ganz umg�nglich.

Traurig. Traurig. Traurig.

Sag mal, hast du schon Pl�ne nach dem Abitur?

Ja, ich m�chte einen Job annehmen, als Dolmetscherin oder so.

Soll ich mit meinem gro�en Bruder reden,

er engagiert dich sofort.

�bertreibst du nicht?

H�rt er denn auf dich?

Ja, manchmal schon.

Wie ist eigentlich dein Bruder?

Unausstehlich, ein richtiges Ekel.

Ist er verheiratet? - Nein, noch nicht,

nach dem Abitur will er sich verloben.

Die Arme! - Warum?

Wenn er doch ein Ekel ist.

Wie ist sie denn?

Sie ist das netteste, entz�ckendste

und charmanteste M�del das ich je kennengelernt habe.

Ich finde das etwas stark.

Ich m�chte nach Hause.

Was hast du denn? - Nichts.

W�rde dein Bruder das h�ren,

w�rde er bestimmt eifers�chtig sein.

Und du bist nicht eifers�chtig? - Keine Spur.

Mir egal, ob dir diese tolle Biene gef�llt.

Reny, f�r mich gibt es nur eine tolle Biene

und das bist du.

Reny, wir kennen uns noch nicht sehr lange,

aber ich habe mich in dich...

Also mein gro�er Bruder hat sich in diese tolle Biene verliebt

und will sich mit ihr verloben.

Und er war immer ein Vorbild f�r mich.

Und da dachte ich, dass... - Hm?

Vielleicht...

Verliebt, verlobt, verheiratet,

da sag ich dir nicht Nein.

Weil dein Charm mich so entz�ckt,

w�r ich froh, wenn mir das gl�ckt.

Doch ein Schritt von diesem Weg, der f�hrt zu weit.

Du bist reizend, doch ich find,

du bist streng mit mir, mein Kind.

Ja, es f�hrt bei mir kein and'rer Weg zur Seligkeit.

Verliebt, verlobt, verheiratet,

so hei�t das Spiel zu zwein.

Verliebt, verlobt, verheiratet,

da sag ich dir nicht Nein.

Wie du lachst und wie du gehst,

mir den Kopf dabei verdrehst.

Vielen Dank, dein Kompliment, das freut mich sehr.

Jeder sieht, woran das liegt.

Ich geb's auf, ich bin besiegt.

F�llt der sch�nste Weg auf Erden dir denn gar so schwer?

Verliebt, verlobt, verheiratet,

so hei�t das Spiel zu zwein.

Verliebt, verlobt, verheiratet,

da sag ich dir nicht Nein.

Verliebt, verlobt, verheiratet,

so hei�t das Spiel zu zwein.

Verliebt, verlobt, verheiratet,

da sag ich dir nicht Nein.

Ja? - Morgen, sch�ne Frau!

Dr. Sprossi... also Dr. Berthold schickt uns,

wir sollten einen Film �ber �gypten abholen.

Das m�sst ihr machen, ich kenne mich nicht aus.

Da dr�ben im Regal sind die Sachen, die der Herr Doktor gefilmt hat.

Danke.

Sch�ne Filmsammlung.

Hier ist der Ton f�r �gypten. - Griechenland...

�gypten.

Mensch Adler, aber da ist doch der Film �ber �gypten.

Was?

Achso, ja.

So, den Film �ber �gypten h�tten wir.

Danke, auf Wiedersehen, Frau Raumpflegerin.

Auf Wiedersehen.

Herr Doktor, hier ist der Film �ber �gypten.

Ah, vielen Dank.

Bitte verdunkeln.

Sofort verdunkeln!

Ich bringe dich nach der Schule nach Hause, ja?

Warte ein paar H�user weiter, damit keiner was merkt.

So, ihr werdet sehen, was ich in �gypten gefilmt habe,

sind ein paar sehr aufschlussreiche und interessante Aufnahmen dabei.

Jetzt geht es los.

Ich lasse ein Tonband laufen, das ich eigenh�ndig besprochen habe.

Herr Kollege, einen Augenblick.

Jawohl, ich komme.

Adler, Sie kennen sich aus.

Wenn Sie fertig sind, fahren Sie ab.

Ja, Herr Doktor.

Es handelt sich n�mlich um Folgendes, Herr Kollege...

Licht aus!

W�hrend meiner Ferien in �gypten

habe ich diesen Film gedreht,

der den Stand der alten �gyptischen Kultur

am besten veranschaulicht.

Ein flei�iges Volk tummelte sich am Ufer des Nils.

Geniale Baumeister schufen Denkm�ler von einmaliger Sch�nheit und Gr��e.

Man bediente sich hochentwickelter Arbeitsmethoden,

um diese Werke zu schaffen.

Leider fielen manche von ihnen

einer Zerst�rungswut zum Opfer.

Und hier filmte ich ein weltbekanntes Kunstwerk,

das Haupt der K�nigin Nofretete.

Man sieht ihr die Jahrtausende nicht an.

Gedenkst�tten,

f�r ihre Nachkommen gedacht, ums�umen das Stadtbild.

Ein steinerner Affe bewacht eifers�chtig

das Grabmal der K�nigin.

Intensive Ausgrabungen haben aufschlussreiche Kenntnisse

�ber das Familienleben der K�nigin erbracht.

Hier die Darstellung eines Totengerichts

aus dem 18. Jahrhundert vor Christus.

Man versammelte sich um den stiernackigen Gott,

um ihn anzubeten.

Dieses junge Kalb,

wurde dem Gott seiner Gunst wegen geopfert.

Handelt es sich da um einen komischen Vortrag?

Nein, ich spreche �ber �gypten.

H�ren Sie.

...war das Hauptproblem der �gypter.

Ramses III. sorgte f�r die Bew�sserung des Tales.

Weite Gebiete wurden durch ihn fruchtbar gemacht.

Verstehe nicht, was es da zu lachen gibt.

.. durch erfolgreiche Kriege vergr��erte er das Reich.

Die Beute der Kriegsz�ge verteilte er an seine Untergebenen,

deren Liebe ihm entgegenschlug, wo immer er sich zeigte.

Herr Kollege!

Schluss, sofort ausschalten!

Licht machen!

Buh!

Was ihr mir da angetan habt,

das werde ich noch bereuen.

�h, nein Ihr!

Der Unterricht ist beendet!

An der Telefonzelle. - Ja.

Zack-Zack ist v�llig mir den Nerven herunter.

Was meinst du, Reny?

Entschuldigung, ist Benno Geyer noch drinnen?

Da vorne ist er!

Bei der Telefonzelle!

Der auf dem Roller? - Ja.

Benno, huhu!

Benno!

Der Benno hat einen flotten K�fer.

Ich dachte, er w�re in dich verknallt.

Allerhand, der Benno. Tsch�ss, ihr zwei!

Du Arme. War er nicht mit dir verabredet?

Ich bin weder arm noch verabredet.

Sie als Abiturient?

Was f�r eine Geschichte!

Deshalb waren Sie nie erreichbar!

Uschi, kann ich mich verlassen,

dass dieses Geheimnis unter uns bleibt?

Ich schweige wie ein Grab.

Unter einer Bedingung,

dass Sie wenigstens manchmal Zeit f�r mich haben.

Aber, wo ich ohnedies schon ein Doppelleben f�hre.

Ein paar Minuten werden Sie schon er�brigen k�nnen.

Ich f�rchte, Sie werden Ihr Plapperm�ulchen nicht halten.

Wenn ich will, schon. Aber ob, das h�ngt ganz vom Fritzi ab.

Bitte, sagen Sie doch Benno zu mir.

Mit Benno bin ich aber auf Du und Du.

Wissen Sie was? Wir trinken Bruderschaft.

Dann kann nichts mehr passieren.

Und jetzt ein K�sschen.

Herr Doktor, Kaffee, Cognac, wie immer?

Ja, das hei�t nein, kein Cognac.

Das erste Mal war's mit dem kleinen Bruder

und jetzt trinke ich Bruderschaft mit dem gro�en.

Muss das noch einmal sein?

Muss.

Auseinander, Auseinander!

Benno, dass du dich nicht sch�mst.

Warum denn?

Benno ist ein unm�ndiger Oberprimaner.

Und ein Oberprimaner darf sich nicht am�sieren?

Nicht in der �ffentlichkeit!

Benno, du gehst sofort nach Hause.

Du wirst mich wohl heimbringen

und bezahlt hast du nicht.

Entschuldigung, Herr Doktor.

Komm, Uschi! Auf Wiedersehen, Herr Doktor.

Aber nicht bei seinem gro�en Bruder verpetzen.

Ja, Herr Ober!

Zahlen! - Stimmt, danke.

Was hei�t stimmt? Rechnen Sie genau ab.

19,60. - Na, also, 19,70.

Bitte.

Teurer Laden.

Danke, Herr Doktor.

Ich bin ein alter Freund von ihm

und Klassenvorstand seines Bruders.

Professor Erwin Berthold.

Ich darf nicht einmal Telefonate durchstellen.

Die Sache ist von �u�erster Dringlichkeit.

Ich versuche es.

Sehr liebensw�rdig.

Ein Moment. - Danke.

Entsetzlich, was machen wir denn?

Ich k�nnte sagen...

Nein, ich mache das schon.

Aber ich bitte Sie, P�ppchen!

Doktor Berthold ist ein alter Schulfreund,

sein Besuch ist ein Vergn�gen!

Oh!

Hallo Erwin, altes Haus!

Nett, dich zu sehen.

Was f�hrt dich zu mir?

Wei�e M�use, brennendes Wasser.

Bist du ein bisschen nerv�s? - Nein.

Ich habe eine Zigarette hineingeworfen,

pl�tzlich brannte es, wupp!

Ja, also, komm herein. Komm zu mir.

Der sch�ne Wodka.

Zigarette? - Nein, danke, heute nicht mehr.

Alter Freund, ich bin dir sehr dankbar,

dass du mich �ber Benno aufgekl�rt hast.

Aber was soll ich machen?

Ihn fest an die Kandare nehmen.

Dazu hab ich keine Zeit, aber werde ihm den Umgang

mit diesem M�dchen verbieten.

Was ist? - Das ist biologisch interessant.

Was denn?

Diese kolossale �hnlichkeit, die ihr habt.

Ach, das ist mehr innerlich, wei�t du.

Du, Fritz. - Ja?

Ich habe eine Idee.

Aber du darfst ihm nichts verraten.

Ich werde ihn,

so wie er das Schulgeb�ude verl�sst, konsequent nachspionieren.

Haha, das ist gar nicht gut.

Ich meine, das ist gar nicht schlecht.

Aber das kann ich dir nicht zumuten.

Nein, ich bin Junggeselle,

ich kann tun und lassen, was ich will.

Ich werde ihm folgen, auf Schritt und Tritt.

Das ist r�hrend.

Hier ist das �bersch�ssige Geld vom Champagner.

Also, servus, ich lass mich recht bald wieder anschauen.

Du hast keine Ahnung, wie ich mich gefreut habe.

Du mich auch, ich meine, ich mich auch.

Wupp!

Wenn mir jetzt nichts einf�llt, ist das Abitur im Eimer.

Sag mal, m�chtest du so ein Fahrrad haben?

So ein Fahrrad? - Komm mit.

Ich m�chte Ihnen sagen, dass wir mit dem Ergebnis

dieses Schuljahrs zufrieden sein k�nnen.

Klopfen wir auf Holz,

noch steht der Oberprima das Abitur bevor.

Ich mache mir keine Sorgen.

Nachdem sich sogar dieser Neuzugang sehr gut gemacht hat.

Herein!

Guten Tag!

Was wollen Sie denn hier?

Entschuldigen Sie, aber ich soll hier etwas abgeben.

Was wollen Sie denn hier abgeben?

Befindet sich hier ein gewisser Dr. Erwin Berthold?

Ja, das bin ich.

Da war am Bahnhof eine junge Dame.

Ganz verweint hat sie ausgeschaut,

das arme Hascherl.

Die kommt auf mich zu und sagt:

"Herr Dienstmann, nehmen'S den und f�hren'S den zu dem Kerl.

Ich fahr n�mlich nach Amerika", hat sie gesagt,

"und kann ihn nicht mehr brauchen."

"Au�erdem", hat sie gesagt, "ist er ja von ihm."

Sag ich: "Aber gn�' Frau, wie stellen Sie sich das vor?

Wir sind eine Gro�stadt, wo soll ich da den Kerl finden?"

"Oh", sagt sie, "nichts leichter als das.

Der ist hier am Gymnasium und hei�t, schreiben Sie sich das auf,

Dr. Erwin Berthold.

Das Gymnasium ist gleich hier um die Ecke."

Und da habe ich ihn halt hergebracht.

Ja, wen denn?

Na, ihn. Ihn!

Komm herein, Bubi!

Armes Bubi. Da, schau, da ist er, der Kerl!

Papa, Papa!

Was? - Moment.

Also ich habe meinen Auftrag ausgerichtet.

Ich empfehle mich!

Danke, dass Sie mich zu meinem Papa gebracht haben.

Papa! - Das ist ein Missverst�ndnis.

Na, na, na.

Wo kommst du denn her?

Mama sagt, vom Storch.

Na ja, lassen wir sie bei dem Glauben.

Aber jetzt bleibe ich immer bei dir.

Um Himmels willen!

In Anbetracht dieses peinlichen Vorfalls

werden wir die Sitzung vertagen.

Herr Kollege Berthold,

wir werden uns noch unterhalten.

Ich habe keine Ahnung, wer der Knabe ist.

Geh Papa, dein Peppi bin ich!

Traurig, traurig, traurig.

Sie gehen mit dem Kind nach Hause,

von den Sch�lern darf keiner etwas merken.

Gestatte, mein Sohn.

Er hat leicht reden.

Ich stehe vor einem biologischen R�tsel.

Das ist nicht mein Kind!

Woher wollen Sie das wissen?

Denken Sie an �gypten.

Mehr sage ich nicht.

Armes Kind.

Das Leben ist voller R�tsel.

Und Sommersprossen hast du auch.

Papa, bist du b�se auf mich?

Papa!

Mein Papa l�uft weg!

Ihr Kind ruft!

Wo wollen Sie hin?

Gerade aus.

Ist das Ihr Kind? - �h...

Ihren Ausweis, bitte.

Ich habe doch mit meinem Papa nur Fangen gespielt, nicht wahr?

Ja, spa�eshalber.

Komm, ich bringe dich nach Hause.

Wiedersehen.

Alles okay? - Nat�rlich.

Wie lange soll ich schikanieren?

Bis er verr�ckt wird.

Also, nimma lang.

Und dass du mir dicht h�ltst, denke ans Fahrrad.

Ist doch klar, bis dann.

Reny, ich muss mit dir sprechen, bitte!

Ich w�sste nicht, wor�ber.

Aber...

Hallo, Papa!

Papa!

Also bitte, lass das jetzt sein mit dem bl�den Papa.

Der arme Kollege Berthold!

Aber Herr Kollege, bitte keinen Skandal!

Also sch�n, dann komm.

Wiedersehen.

Ja, Papa.

Lass mich, �ber dich lachen die H�hner.

Der Musterknabe als Mustercasanova.

Aber, Uschi ist die Braut meines Bruders.

Die kommt nie wieder.

Benno, huhu!

Ist die wahnsinnig? - Tu nicht so.

Wenn ich dir nur erkl�ren k�nnte... - H�r auf.

Benno, huhu!

Geh doch hin�ber zu deiner Huhu!

Aber Huhu... ich meine, Reny!

Professor Berthold bittet um eine Unterredung.

Nat�rlich, lassen Sie ihn herein.

Hallo Erwin!

Was hast du auf dem Herzen?

Ich bin dem Wahnsinn nahe,

ich konnte nicht auf Benno achten.

Schade.

Da war so ein kleiner Junge

und jetzt hab ich f�rchterlichste Gewissensstiche.

Wegen Benno?

Nein, wegen des Jungen,

der behauptet chronisch, ich w�re sein Papa!

Das ist ja fantastisch! Gratuliere!

Darauf trinken wir einen.

Aber, ich bin kein Papa.

Ich habe meine Tageb�cher und Kalender kontrolliert

und gerechnet. - Das war nie deine St�rke.

Du warst immer schon besser in Biologie.

Sieht der Junge dir �hnlich?

Das ist es ja eben, teilweise ja.

Dann ist alles klar. Du bist Papa!

Nenn mich nicht Papa.

Ich bin es nicht.

Oder doch?

In der letzten Zeit passieren f�rchterliche Dinge.

Ich sehe wei�e M�use, brennendes Wasser,

ich h�re Stimmen.

Du bist ja total mit den Nerven runter.

Wo ist der Junge jetzt? - Weg.

Nachdem er mich stundenlang verfolgte,

sagte er pl�tzlich, ich bring dich nach Hause,

und war verschwunden.

Aber vielleicht ist er gar nicht verschwunden.

Vielleicht ist er hier, neben mir oder hier

und ich sehe ihn blo� nicht!

Bitte bleib doch ruhig.

Vielleicht bist du nur Opfer eines Komplotts.

Oh, du hast es eilig.

Entschuldige, dass ich dich so lange aufgehalten habe.

Es hat mir wohlgetan, mich auszusprechen.

Es ist ja alles in Ordnung, nach meinem Abi...

.. nach dem Abitur sehen wir uns ausgiebiger.

Das wird bald sein, die Pr�fungen beginnen morgen.

Benno wird es schon schaffen. - Ja?

Also, servus.

Das ist ja Wodka.

Hallo Reny, hier ist Benno. Hallo!

Oh, sei doch vern�nftig.

Mach mich nicht nerv�s einen Tag vor dem Abitur.

Ich habe eine Heidenangst.

K�nnen wir uns heute Nachmittag noch sehen?

Dann morgen in der Schule, wiedersehen.

Haha!

Sind Sie verr�ckt?

Im Gegenteil, ich bin normal. Prost!

So. Hier, bitte sch�n.

Gie�en Sie einen auf mein Wohl.

Auf Wiedersehen. Na, warte!

Die Hyperbolischen Funktionen mit X werden mit Sinus X, Cosinus X...

Herr Doktor! - Ach, Anna.

Wo wollen Sie denn hin?

Ich muss zum Abitur.

Sie haben doch noch nicht gefr�hst�ckt?

Nein. Sinus X ist gleich...

Ich habe keinen richtigen Appetit.

Was haben Sie? - Mir ist schlecht.

Vom Magen? - Nein, vor Angst.

Wovor haben Sie Angst? - Wei� ich auch nicht.

Haben Sie auch eine Abitur...pischgodi,

oder wie das hei�t?

L�cherlich, ich bin die Ruhe in Person.

W�r ja auch Unsinn, als Doktor.

Sie haben das Abitur schon einmal bestanden.

Ja. - Und sogar gl�nzend.

Ihnen kann doch nichts passieren.

Nichts, nichts!

Bitte bringen Sie mir einen doppelten Baldrian.

Hyperbel-Funktionen...

Geyer, geben Sie mir einen Aufriss der Spektralanalyse.

Jawohl, Herr Professor.

Spektralanalyse!

Ja, �ber die Spektralanalise... -analyse.

Da lyse sich Folgendes sagen...

Wenn man in Prismastrahlen hineinbestrahlt,

strahlen sie auf der anderen Seite gebrochen.

Geyer.

Was k�nnen Sie mir �ber die Hyperbel-Funktion sagen?

Die...

Die Hyperbel... die...

Hyperbel-Funktion.

Dar�ber kann ich nur sagen, dass...

.. dass sie nicht funktioniert, wenn die Hyperbel-Funktion...

Geyer.

Stellen Sie die wichtigsten Punkte der Wellen-Theorie auf.

Ach, die Wellen-Theorie!

Ja, die Wellen-Theorie. Die, die hat...

Bitte?

Die Wellen-Theorie.

Na?

Denken Sie doch nach.

Die Wellen-Theorie.

Benno, nimm dich doch zusammen.

F�r deinen Bruder Fritz w�re so ein Examen ein Kinderspiel.

Ich verstehe es auch nicht.

Gestern Abend hab ich doch alles gewusst, aber jetzt...

Er hat versagt, er hat versagt, versagt.

Oberprimaner Geyer.

Ich kann nur sagen, traurig, traurig, traurig.

Traurig, traurig, traurig.

Das h�tten wir geschafft.

Benno ist durchgefallen.

Bei dreimal Sitzenbleiben,

ist das vierte Mal auch egal.

Red nicht so dumm.

Was glaubst du, wie dem Benno zumute ist?

Er hat sich M�he gegeben.

Hast du dein Herz f�r ihn entdeckt?

Sie hat recht, wo steckt er denn?

Vielleicht ist er schon zu Hause.

Tsch�ss.

Kommst du zur Abschlussfeier? - Vielleicht.

Ach, du bist es, Peppi.

Bist du am Ende durchgefallen? - Ja.

Schade.

Mach dir nichts draus,

ich hatte auch schon einmal drei F�nfer gehabt.

Wenn du Angst hast, allein nach Hause zu gehen,

begleite ich dich.

Peppi, du bist ein guter Freund.

Danke f�r alles.

Jetzt kannst du mir das Fahrrad wohl nicht mehr schenken.

Doch, doch, komm!

Otto, der Junge bekommt ein Fahrrad.

In Ordnung.

Such dir das Sch�nste aus, ja?

Hast deine Sache gut gemacht.

Im Gegensatz zu mir.

In der Halle wartet ein Fr�ulein auf Sie.

Anna, warum halten Sie mir nicht diese Uschi vom...

Reny!

Ich wollte fragen, ob du mit ins Theater gehen willst.

Ich habe zwei Karten.

Das ist nett von dir.

Du brauchst kein Mitleid zu haben,

weil ich durchgefallen bin.

Ich mache mir Vorw�rfe.

Vielleicht war es meine Schuld.

Es war ja wirklich dumm von mir,

auf diese Huhu eifers�chtig zu sein.

Im Gegenteil, ich fand es sehr nett von dir,

dass du auf sie eifers�chtig warst.

Du hast dir Gedanken gemacht.

Ja, habe ich auch.

Sag mal, Reny,

hat ein Durchgefallener

noch ein klein bisschen Aussicht bei dir?

Aber, Benno,

wenn man jemanden lieb hat,

ist es doch ganz egal, was er ist.

Fritz!

Fritz, Bruderherz!

Mensch, Fritz,

ich bin ja so froh. Tag!

Bitte Benno, freu dich nicht zu fr�h.

Ich bin so gl�cklich.

Hast aber gar keinen Grund.

Tut mir leid, ich habe dir Unrecht getan.

Ist doch alles egal.

Nein, es ist aus.

Ja, es ist...

Au...

Hei�t das, du bist durchgefallen? - Ja.

Mein Bruder, der gr��te Erfinder seit Edison,

der Dr. Fritz Geyer, ist beim zweiten Abi durchgerasselt.

Ist das gut!

Ich bin nicht in einem Irrenhaus,

was bedeutet das?

Ich erkl�re alles.

Benno, h�r auf zu lachen,

du hast keinen Grund dazu.

Ach, lieber Fritz,

dein Bruder, diese j�mmerliche Niete,

hat in der Zwischenzeit das Abitur endlich bestanden.

Nein. - Ja.

Wieso?

Als ich wusste, dass du f�r mich in die Schule gehst,

war meine Psychose wie weggeblasen.

Benno, dann hat ja alles doch einen Sinn gehabt!

Und bei der Gelegenheit habe ich

meinen Stammzahn... - Na?

.. meine zuk�nftige Frau kennengelernt.

Das hei�t, wenn du mit Bennos gro�em Bruder einverstanden bist.

Du bist also Fritz? - Ja.

Er soll so ein unausstehliches Ekel sein.

Ja... Nein, nein!

Wer hat Ihnen diesen B�ren aufgebunden?

Fritz ist ein patenter Kerl. Er ist mein Bruder.

Na ja, dann kann ich es mir noch mal �berlegen.

Ach ja, bitte.

Zack, zack! Gratuliere herzlichst.

Danke, wozu? - Dass du durchgesaust bist.

H�ttest du bestanden, w�re der Schwindel aufgeflogen.

Moment mal!

Du hast das die ganze Zeit gewusst?

Selbstverst�ndlich.

Oder hast du gedacht, mich kann man hineinlegen?

Halt! Unser sch�ner Teppich!

Soll ich Papa zu ihm sagen?

Nicht n�tig, Peppi.

Diesen Onkel kann man nicht hereinlegen.

Dann haue ich ab.

Ich wollte mich f�r das Fahrrad bedanken.

Mach's gut!

Du warst uns ein guter Sohn.

Also, Benno, du bist aber wirklich...

Jetzt hei�t es aber Fritz in Zukunft.

Ja, Fritz!

Mir wird ganz schwach.

Gib dem Herrn Doktor was zu trinken

und dreht euch alle um. Du nicht.

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