All language subtitles for Das.suesse.Leben.des.Grafen.Bobby.1962.DE.PAL

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Original subtitles

(Lied) Das Leben ist doll, doll, doll. Dolce Vita!

(fröhliche Musik)

(romantische Musik)

(schnelle Musik)

(singen) Wir sind zwei Witzfiguren, sind überall bekannt.

Der Bobby und der Mucki, so werden wir genannt.

Von unseren Abenteuern erzählten sich die Leut,

und was uns noch passiert ist, erzählen wir Ihnen heut.

Jetzt haben als Detektive wir zwei uns etabliert.

Doch unter anderem Namen, wenn es Sie interessiert.

Wir übernehmen alles mit größter Diskretion.

Ich bitte sehr, man sagt ja nix, man red't ja nur davon!

Na bitte sehr, man sagt ja nix, man red't ja nur davon!

(Telefon klingelt)

- Bobby! - Was ist los? - Bobby, das Telefon klingelt.

Na und? Ein Telefon muss klingeln, das ist sein Beruf.

(Telefon klingelt, lauter Knall)

- Das Telefon hat geklingelt? - Naja, du hörst es ja.

Aber das ist praktisch unmöglich. Unsere Leitung ist seit 14 Tagen gesperrt.

So lang nicht! Zwei Wochen.

- Heben wir ab? - Wir heben ab.

Hallo? Bitte, hier Pfiff und Greif.

Jawohl, die Nummer stimmt. Eine Dame, zieh dich an!

(lässige Musik im Hintergrund) Eine Dame, o!

Ich folge. Freigegeben?

Ja, aber hören Sie! Bitte...! Warum...?

- Jawohl! Das war das Fräulein vom Amt. - Was hat sie denn gesagt?

(brabbelt schnell vor sich hin)

- Was heißt das? - Die Rechnung ist bezahlt und die Leitung freigegeben.

Na so was! Hast du vielleicht hinter meinem Rücken die Rechnung bezahlt?

- Ich? Du vielleicht! - Ich? Ich bin doch nicht schizophren.

- Das ist ein Wunder! - Das Wunder des Grafen Bobby.

(Türklingel)

Na so was! Man braucht nur pleite zu gehen und schon geht der Betrieb los.

- Das ist bestimmt der Gerichtsvollzieher. - Nein, der gab bei uns längst auf.

(Türklingel)

- Öffnen wir? - Wir öffnen.

(lautes Lachen)

Keine Angst, meine Herren, ich bin nicht der Teufel!

Im Gegenteil: Ich bin eine kindliche Natur.

- Ich liebe solche Scherze. - Ja. - Ja.

Sie nehmen es mir doch nicht übel, nicht wahr?

- Bitte, fast gar nicht, Herr...? - Staats- sekretär Benvenuto Sokrates Sacre.

Hier meine Karte! (spannende Musik)

- Mucki, nimm lieber du sie. - Nein, danke, danke!

Keine Angst, sie explodiert nicht. Bitte!

Meine Herren, ich bin kein Freund von langen Reden und vielen Worten:

Ich bringe Ihnen das Geschäft Ihres Lebens!

Ich habe mir erlaubt, Ihre Telefonrechnung zu bezahlen.

Leute, mit denen ich zusammenarbeite, müssen telefonisch erreichbar sein.

Und mit Ihnen, meine Herren, will ich zusammenarbeiten!

Sehr schmeichelhaft!

Sie fragen mich ja gar nicht, warum ich mit Ihnen zusammenarbeiten will.

Wir fragen prinzipiell nie etwas. Warum?

Ich will es Ihnen sagen: Weil Sie pleite sind.

Weil Sie Geld brauchen. Und Leute, die Geld brauchen, tun dafür alles.

- Nicht alles! - Nur fast alles.

Nehmen Sie Platz!

Um es klar auszudrücken: Es handelt sich um Mädchenhandel.

Wir haben keine Mädchen zu verkaufen!

Das brauchen Sie auch nicht, im Gegenteil.

Sie müssen verhüten, dass welche verkauft werden.

Der Auftrag, den ich für Sie habe, ist moralischer Natur.

O je! Moralisten zahlen meistens schlecht.

Kleiner Vorschuss: Hundert Stück 100-Schilling-Scheine.

Mein Land, meine Herren, ist mit Naturschönheiten gesegnet.

Dort zu leben, heißt süß zu leben.

Über der Hauptstadt Maritima lacht ein ewig blauer Himmel.

Und über die reichen Ausländer, die dort herein strömen

und das Geld mit beiden Händen ausgeben, lachen meine Landsleute.

(Mucki lacht) Aber leider strömen auch unerwünschte Elemente

weiblichen Geschlechts in mein Vaterland. Abenteurerinnen, Callgirls, usw.

Meine Regierung will diese lästige Einwanderung unterbinden.

Und hat mit der Ausführung Benvenuto Sokrates Sacre beauftragt.

Und Sokrates hat sich vorgenommen, gründliche und ehrliche Arbeit zu leisten.

- 97. - Wie meinen Sie? - Es sind nur 97 Scheine. Drei fehlen.

(spannende Musik)

- Danke! - Ich werde das Übel samt der Wurzel ausrotten!

Ich werde die Brutstätte ausräuchern. Apropos räuchern:

- Rauchen Sie? - Danke, nein.

Danke, ja.

- Der Herr? - Danke, danke, besorg ich selber.

(spannende Musik)

(Lachen)

Lustig, was? Ich habe noch viele solcher Scherze auf Lager.

- Dankeschön. - Also zur Sache, meine Herren.

In allen Großstädten Europas sind meine Agenten dabei festzustellen,

woher diese Abenteurerinnen der Liebe in unser Land geschleust werden.

In Ihrer sonst so geschätzten Hauptstadt sind es die Inhaber einiger Nachtlokale,

die sehr verdächtig sind, mit den Mädchenhändlern zusammenzuarbeiten.

Hier die Liste der Lokale. Natürlich streng geheim!

- Nein, lesen können Sie sie schon. - Natürlich, ja.

"Playgirl", "Canari", "Silhouette"... (rätselhafte Musik)

- Moulin Rouge! Steht das auf unserer Liste? - Moment...

Nein, das scheint ein anständiges Lokal zu sein.

- Lass los! Au! - Lass dich hier nicht mehr blicken, Freundchen!

Das lass ich mir nicht gefallen! Sagen Sie das Ihrem Chef, dem Mädchenhändler.

- Moment mal! Haben Sie Mädchenhändler gesagt? - Ja.

Das müssen Sie uns etwas genauer erzählen.

- Wieso? Sind Sie von der Polizei? - Na ja, ungefähr.

Augenblick! Hier ist unsere Karte.

Privatdetektive? Aber ich habe kein Geld.

- So was gibt's. - Kommen Sie, wir trinken da drüben einen Kognak.

Also mein lieber Freund, wo drückt der Schuh?

- Meine Braut ist verschwunden. - Das kann manches Mal ein Glück sein.

- Da hab ich einen Fall gekannt... - Ruhig!

Mich interessiert der Fall von unserem jungen Freund. Wie heißen Sie überhaupt?

- Leiter, Heribert Leiter. - Aufschreiben, Spesenkonto. - Bitte sehr! - Danke!

Die Sache war die: Lore meldete sich vor ein paar Tagen auf ein Inserat.

Sie ist nämlich Tänzerin. Und sie wurde auch engagiert.

Von dem Besitzer des "Moulin Rouge". Pullizer heißt er, ein schmieriger Kerl.

Tagtäglich musste sie zur Probe und seit drei Tagen ist sie verschwunden.

- Spurlos? - Nein, sie hat einen Brief hinterlassen.

Bitte.

"Sehr geehrter Herr Leiter, wenn Sie nicht binnen acht Mona..."

- Das ist ein Binnenbrief. - O, entschuldigen Sie. Hier ist der richtige.

"Heribert, ich liebe dich."

- "Aber ich muss hinaus..." - Und dazu schreibt sie einen Brief?

"Hinaus in die große Welt."

"Sei bitte nicht böse und warte auf mich. Deine Lore"

- Das ist alles? - Ja, das ist alles.

- Und Sie wissen überhaupt nicht, wo sie ist? - Nein!

Dieser Pullizer, der Gauner, sagt es mir nicht.

Tagtäglich war ich bei ihm, er ließ mich tagtäglich hinaus schmeißen.

- Heute sogar drei Mal. - Das ist ja direkt ein Rekord!

Den Brief behalt ich. Wie sieht das Inserat aus, auf das sie sich meldete?

Das kann ich Ihnen auch zeigen. Hier!

- Lesen! - Bitte sehr!

Aha. "Junge Tänzerinnen für Auslandstournee gesucht."

"Vorzustellen jeden Montag und Donnerstag zwischen 11 und 13 Uhr

in der Moulin-Rouge-Bar." Aha.

Morgen ist Donnerstag. Junger Freund, Sie gehen jetzt nach Hause.

- Und wir gehen sofort an die Arbeit. - Bitte. Danke.

- Meine Herren, es ist sehr nett von Ihnen, dass Sie mir helfen.

- Ja, ja, wir finden Ihre Lore schon. - Sie hören von uns!

- Du, Mucki, das ist ja eine tolle Geschichte, was? - Ich weiß.

Und was das Interessanteste ist: Das "Moulin Rouge" ist nicht auf unserer Liste.

- Schau dir was an! - Da können wir Sokrates eine extra Sensation bieten.

- Wie wollen wir nur vorgehen? - Na ganz einfach:

Morgen, Donnerstag, meldet sich in unserem Auftrag zwischen 11 und 13 Uhr

eine charmante junge Tänzerin beim Direktor des "Moulin Rouge"

und lässt sich zusammen mit den anderen ins Ausland verschicken.

So was! Wo willst du jetzt plötzlich eine Tänzerin hernehmen?

- Ich hab sie schon. - Wo? - Hier sitzt sie.

- Wo? Wo sitzt sie? - Auf deinem Stuhl.

Was ich? Du meinst, dass ich...?

Na genau das meine ich. Du hattest doch schon einmal als Frau Erfolg.

Bobby, bitte bleib sitzen, oder war dein Gastspiel als Gräfin Henriette kein Erfolg?

Na ja, schon, aber... Bitte, das schlage dir aus dem Kopf!

Ich zieh mich nie mehr als Frau an, hörst du! Nie! Nie! Nie!

(romantische Musik) Madame!

Chauffeur, bitte warten Sie auf mich!

- Jawohl, meine Dame! - Sicher ist sicher. - Ja.

Eins und eins und eins...

(Mädchen lachen)

Tut mir Leid. Guten Morgen!

- (alle) Guten Morgen! - Morgen! Morgen!

Bitte, wo kann man sich hier auf das Inserat melden?

Nirgends, die Putzfrau bin ich und 'ne Klofrau haben wir auch schon.

Morgen!

Guten Morgen, meine Damen, ich möchte Herrn Direktor Pullizer sprechen.

- Er kommt gleich. - Oder auch nicht. - Guten Morgen, meine Damen!

- (alle) Guten Morgen! - Na, wieder hübsch faul? Ich höre keine Musik!

- Die Patzinger ist nicht gekommen. - Was heißt "Die Patzinger ist nicht gekommen"?

Das heißt "Die Frau Patzinger". Oder besser "Madame Patzinger".

Immer international! Immer vornehm!

- Wo ist denn die alte Schraube? - Im Unfallkrankenhaus.

- Überfahren worden? - Ausgerutscht. Gleichgewichtsstörungen.

Wieder einmal viel Schlagseite gehabt.

- Eins zu viel hinter die Bluse gegossen. - Babsi, marinieren Sie sich!

- Ich bin doch kein Hering! - Los, ziehen Sie sich an. Los! Los! Los!

- Sagen Sie, ist viel passiert? - Gehirnerschütterung.

Da kann nicht viel erschüttert sein. Aber das ist unangenehm,

sie sollte doch heute Abend mit den Mädchen auf die Reise gehen.

- Na könnte das vielleicht ich machen? - Spielen Sie Klavier?

- Nein, aber ich kann ein bisschen Mundharmonika. - Hören Sie auf.

- Was mach ich denn? - Keine Ahnung.

(laute Klaviermusik)

- Wer ist denn das? - Ich weiß nicht. - Mal sehen.

Sie spielen ausgezeichnet Klavier, Fräulein. Gestatten Sie: Direktor Pullizer.

O, Herr Pullizer, ich komme auf Ihr Inserat. Sie suchen doch Tänzerinnen.

Ja, aber junge Tänzerinnen.

Sie sollten mich mal sehen, wenn ich für die Bühne zurecht gemacht bin.

Ich brauche etwas ganz Besonderes. Eine Dame, die Klavier spielen kann

und bereit ist, als Begleiterin mit einer Ballettgruppe ins Ausland zu gehen.

Aber diese Dame muss ganz besondere Fähigkeiten und Qualitäten haben:

Sie muss in erster Linie verschwiegen sein.

Zweitens sehr energisch und drittens kräftig.

Das bin ich. Verschwiegen, energisch und kräftig.

- Wieso sind Sie kräftig? - Ich war mal Catcher. - Was?

Catcherin! Ich habe teilgenommen an Damenringkämpfen. Im Schlamm.

Aber nein! Das müssen Sie mir vormachen.

- Ohne Schlamm? - Ohne Schlamm!

(Zirkusmusik)

(Mädchen lachen)

Das ist allerhand!

- Soll ich die Dame an die frische Luft setzen? - Was?

Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten!

Sie gefallen mir ausgezeichnet. Kommen Sie in mein Büro.

- Junger Mann! Meine Handtasche! - Handtasche. Kommen Sie!

- Und ihr verschwindet jetzt endlich! - Wiedersehen!

- Taxi gefällig? - Nein, Dankeschön. - Taxi? Ein Taxi, die Dame?

O, hallo Fräulein, Sie haben was verloren!

- "Die falsche Leiche?" Wie viele Tote? - Leider nur sieben.

So grausam sind die Mädchen. Und sehen aus, als könnten sie nicht bis drei zählen.

- Leichen schon! - Ja. Schau dir was an!

Nun, erzählen Sie mir ein bisschen etwas über sich, meine Dame.

- Wie heißen Sie denn eigentlich? - Bobby.

- Wie bitte? - ...inski. Ja, Bobinski.

Babette Bobinski. Kurz BB.

Haben Sie schon immer so geheißen?

Ehrlich gesagt, nein. Ich bin eine geborene Gräfin Ratzeberg.

Eine wirkliche Gräfin?

Ausgezeichnet, aber sprechen wir von der Zukunft.

- Sie sind mein Mann! - Ich bitte Sie, ich bin eine zarte Dame!

Das weiß ich doch. Das ist nur so eine Redensart.

Aber ich glaube, Sie sind die, die ich brauche.

Ja, das glaube ich auch.

Könnten Sie sich entschließen, noch heute eine längere Reise anzutreten?

Natürlich gegen gute Bezahlung. Nach Maritima.

- Nach Maritima! O! - Wieso sind Sie so erstaunt?

- Bedeutet Ihnen Maritima so viel? - O, unendlich viel.

Maritima ist der Inhalt meiner Träume. Maritima sehen...

und sterben!

Sie werden mit meiner Hilfe Maritima bald sehen,

aber Sie brauchen natürlich nicht zu sterben.

Vorausgesetzt, wir einigen uns über die finanziellen Bedingungen.

Aber mein lieber Pullizer!

Für Sie natürlich Pulli.

Pulli! Für Maritima tue ich ja fast alles.

Hallo Träger, was ist denn mit Ihnen los?

Sie stehen hier herum und machen nichts. Machen Sie doch schon!

Die ganzen weißen Sachen mit den schwarzen Streifen in mein Abteil, ja?

Und das weiße Handköfferchen auch.

(Durchsage) Achtung, Bahnsteig 4! Schnellzug nach Salzburg - Milano - Maritima

Bitte zurücktreten und Türen schließen!

- Fräulein Bobinski? - Ja bitte, mein Kind?

Wo liegen Sie lieber: Oben oder unten?

O o... unten, bitte!

Wir fahren schon!

Also ich muss zuerst mal was Anständiges essen.

- Weiß jemand, wie lange wir unten bleiben? - Keine Ahnung.

- Ich bleibe sowieso nicht länger als 6 Monate. - Ich bleibe viel länger.

Ich will mir einen reichen Scheich angeln und heiraten.

Dann bleiben Sie aber höchstens zwei Wochen.

Denn Scheichs stoßen ihre euro- päischen Gattinnen schnell wieder ab.

- Babsi, was ist in diesem Sack? - Schuhe!

- Na dann guten Appetit! Wo ist Helenchen? - Sie liest, wie immer.

(tiefes Geräusch)

- Mein Gott, haben Sie mich erschreckt! - Sie haben aber schlechte Nerven.

- Babette! - Ja, was seh ich? Baron Mucki!

- Küss die Hand. - Fahren Sie auch mit dem Zug?

Es sieht so aus. Ich bin ganz glücklich, Sie nach so langer Zeit wieder zu treffen.

- Haben Sie schon gespeist? - Ja, mittags.

Nein, ich meine, ob Sie soupiert haben. Ich würde mich glücklich schätzen,

wenn Sie eine Einladung zum Souper annehmen würden.

Im Speisewagen isst man nämlich ganz akzeptabel.

Bitte, bitte gehen Sie doch vor. Ich verlasse mich auf Ihren Geschmack.

- Bitte sehr. - Guten Appetit! Schönen Abend!

Was? Die charmanten jungen Damen gehören zu Ihnen?

Vorübergehend. Sie bleiben da und futtern aus dem Schuhsack.

Schuhsack? Die Damen speisen Schuhe zum Abendbrot?

Und bitte, meine Damen, gehen Sie recht bald zu Bett.

Damit kann man gar nicht früh genug beginnen.

- Baron! - Pardon. Küss die Hand.

Halt! Bleib hier stehen, Vorsicht. Der Schaffner darf dich nicht sehen.

Ist gut.

Verzeihung, ich habe nur das Fenster zu gemacht. Wünschen Sie noch etwas?

Nein. Das heißt, lassen Sie mich nachdenken...

- Besetzt! - Besetzt.

- Jetzt weiß ich's: Ich brauch nichts. - Bitte sehr.

Jetzt kannst du raus kommen!

Hörst du nicht? Du kannst jetzt heraus kommen!

Was soll das? Ich kann noch nicht heraus kommen!

Also wo steckst du denn? Komm schon!

Komm herein und mach die Tür zu.

Mucki, wie ich diese Reise mit der Babsi,

dieser kleinen frechen Kröte, in dem engen Abteil überstehen werde,

- weiß ich nicht. - Also ich wäre gern an deiner Stelle.

Ja, als Mann, aber nicht als Frau. Am liebsten würde ich bei dir übernachten.

Warum nicht? Wir können ja das zweite Bett hinaufklappen.

Ja, das machen wir. Wo hast du denn meine Sachen, meinen Pyjama und so?

Alles da oben.

(Schrei)

- Meine Dame, das ist aber eine reizende Überraschung! - Ja, reizend.

Bitte helfen Sie mir doch, mein Herr! Ich bitte tausend Mal um Entschuldigung.

Bitte, das Leiterchen, die Tür zu.

- Danke, danke. - Den kenn ich: Der sitzt hinter jeder Tür.

Wahrscheinlich ist er vom Türschutzverein. Du schläfst hier?

Was werden die Mädchen sagen, wenn ich die ganze Nacht nicht zurückkomme?

- Ich muss doch mit gutem Beispiel voran gehen. - Deine Moral in Ehren,

aber ich möchte endlich wissen, wie die Geschichte weiter geht.

In Maritima sind im Grandhotel für meine Damen und mich Zimmer bestellt worden.

Ich soll mich dort vorstellen bei einem gewissen Marchese Peperoni.

- Käse mit Peperoni? - Marchese Peperoni!

(romantische Musik)

Ist das nicht ein herrliches Fleckchen Erde, Madame?

Ich würde eher sagen ein herrliches Fleckchen Wasser.

Ach nein, das geht nicht, das klingt ja nach Fleckenwasser.

- Ich liebe Frauen mit Humor, Madame. - Ja?

Und ich Männer mit Schnurrbart.

(russ. Akzent) Das höre ich gerne. Dann habe ich ja Chancen.

Das ist Pietro Krokowitsch.

- Wollen wir uns nicht setzen, Madame? - Gern, danke.

Ich lernte Ihre Schützlinge soeben auf der Terrasse kennen.

Lauter reizende Mädchen!

Und Madame sind es nicht minder.

- Ihr Schnurrbart kitzelt sehr angenehm, Monsieur. - Bitte, Madame. - Bitte.

Nein, Sie sind mein Schirmherr!

- Haben Sie die Reisepässe eingesammelt? - Selbstverständlich.

- Genau, wie Sie wünschten. Bitte! - Danke!

Ich behalte sie vorerst. Wir müssen noch verschiedene Formalitäten erledigen.

- Sind ja nur fünf! - Ich habe auch nur fünf Damen herbegleitet.

Die sechste Dame, meinte Herr Pullizer, würde sich hier bei mir melden.

Aha. Ging beim Zoll alles glatt?

Aalglatt! Wie geschmiert! Flupp, waren wir durch.

Die Zollbeamten haben sich nur mit meinen Damen beschäftigt.

Sie wissen ja, wie das gemeint ist. Wir brauchten die Koffer nicht öffnen.

Die zwei Riesenkoffer mit den Kostümen auch nicht?

Da sind die Zollbeamten wieder durch die reizenden, sexy Fotos

an der Innenseite der Kofferdeckel abgelenkt worden.

Eine großartige Idee von Herrn Pullizer.

- Die Idee ist von mir. - Auch gut.

- Haben Sie den Gepäckschein? - Ja, natürlich. Sofort, bitte!

Danke! Und die Kofferschlüssel?

Die Kofferschlüssel! Die kleinen Schlüsselchen. O, die falschen...

- Gleich haben wir sie, die niedlichen Dingerchen. Hier! - Dankeschön.

- Pietro, Sie lassen die Koffer abholen. - Mach ich.

Sind wir sonst komplett, Pietro?

Ja, es fehlt uns nur noch ein Steward.

Ein Steward? Ich dachte, wir arbeiten in einem Nachtklub?

Das tun wir auch, Madame.

- Nur, dass der Klub ein wenig schaukelt. - Pietro, Sie reden wieder zu viel.

- Wir wollen Madame nicht mit unseren Sorgen langweilen. - Ich bitte Sie!

Ich bin dafür, dass Sie jetzt einen netten Bummel durch Maritima machen.

- Unter der fachkundigen Leitung von Señor Krokowitsch. - Ja, gerne.

Ich kenne hier jeden Stein. Vom Spielcasino bis zum Gefängnis.

- Pietro! - Letzteres natürlich nur von außen.

- Darf ich bitten, Madame? - Danke!

- Bitte! - Danke, danke!

Madame, ich mach Ihnen einen Vorschlag, ja?

Wir lassen die Mädchen allein und machen uns selbstständig.

Ich mache mir nicht viel aus Teenagern. Ich schätze mehr die Reife einer Frau.

- Ich muss schon sehr bitten, Herr Kackowitsch! - Kroko bitte, Kroko.

Das ist gut: Genau wie eine Krokohandtasche.

Ja, Krokohandtasche.

Übrigens, wir können uns gern über eine Krokohandtasche unterhalten, Madame.

Ja, vielleicht etwas später. Ich hätte eine Bitte.

- Ist schon erfüllt. - Ich wäre Ihnen wahnsinnig dankbar,

wenn Sie den Stadtbummel mit meinen Damen allein unternähmen.

Ich habe eine entsetzliche Migräne.

- Ich muss mich ein Stündchen aufs Öhrchen legen. - Öhrchen, o.

- Madame, werden Sie sich alleine nicht langweilen? - Pfui!

- Sie Krokodil! - Sagen Sie Pietro zu mir!

Ich bin da, liebster Pietro.

Liebster Pietro! Wie das aus Ihrem Mündchen klingt!

- Sagten Sie nicht, Sie brauchen einen Steward? - Doch.

- Ich hätte einen. - Das höre ich aber gar nicht gerne.

Nicht das, was Sie denken. Ein Cousin von mir, ein verarmter Aristokrat.

- Er ist zufällig da. - So? Das wird sehr schwer sein.

Bei uns müssen die Stewards nämlich auch als Croupiers arbeiten.

Das trifft sich ja ausgezeichnet!

Er hat nämlich den Rest seines Vermögens hier im Casino verspielt.

Entzückend! Aber bitte! Er soll sich morgen um zehn bei mir melden.

Sie sind ja lieb. Sie sind allerliebst. Sie sind ja ein Schnucki!

Schnucki! Der Schirm, bitteschön!

Der Schirm! Dankeschön.

(ruhige Gitarrenmusik)

- Na endlich! - Sag mal, wie kommst du zu der Gitarre?

Von einem Kellner ausgeliehen. Ich hab mich ja zu Tode fadisiert.

Immer noch besser, als sich als Frau zu Tode zu strapazieren.

- Weißt du, wie zudringlich die Männer sind? - Zu mir nicht.

- In mich hat sich heute ein Krokodil verliebt. - Wann warst du im Zoo?

- Das Krokodil war hier. - Bitte, mach kein Quiz mit mir.

Was ist wirklich passiert?

Das erzähl ich dir alles später. Erst muss ich diese Klamotten loswerden.

- Mach mir mal den Reißverschluss hinten auf. - Ja, bitte.

- Bist du wahnsinnig? - Sei nicht so zimperlich.

BB geht jetzt baden.

- Baron, Sie dürfen mir den Rücken schrubben! - Ich schrubbe.

- Übrigens, ich hab was für dich. - Ja? Was?

- Arbeit! - Bravo! Was, arbeiten?

- Ja, als Steward. - Aber das habe ich doch nicht gelernt.

- Hab ich vielleicht Frau gelernt? - Mir scheint schon...

- Also gut, Steward. - Und am Abend musst du als Croupier arbeiten.

- Na, das kann ich überhaupt nicht. - Geld kassieren kann jeder Trottel.

Hast' auch wieder Recht.

(Tango Musik)

(singen) - Ahoi, ahoi, ahoi! - Ich sing den Badewannen-Tango!

- Hallo? Niemand da. - Badewannen-Tango!

Bei mir zu Hause. Unter der Brause.

- Mit Schaum im Ohr. - Ahoi, ahoi, ahoi!

Ich sing den Badewannen-Tango, Badewannen-Tango!

Schön wie Caruso. Ja, ja, ich tu so

wie ein Tenor!

Ich sing den Badewannen-Tango, Badewannen-Tango!

Ja, ja, ich greife nach meiner Seife.

- Und seif mich ein. - Ahoi, ahoi, ahoi!

Ja so ein Badewannen-Tango, Badewannen-Tango

weckt in der Wanne das Kind im Manne.

- Und stimmt es froh! - Ahoi, ahoi, ahoi!

Ja, diesen Badewannen-Tango, Badewannen-Tango.

- Ja, den erfand ich. - Drei-vier-zick!

- Denn er entspannt mich. - Elf-zwölf-zack!

Und freut mich soooo le mio!

O, meine Sonne, o meine Wanne, Wonne,

die bist nur du. Du liegst mir im Herzen,

weißt nicht, wie gut ich dir bin.

Ich sing den Badewannen-Tango, Badewannen-Tango,

bei mir zu Hause, unter der Brause.

Mit Schaum im Ohr!

- Bobby, wo bist du? - Badewannen-Tango!

Badewannen-Tango! Schön wie Caruso.

Ja, ja, ich tu so wie ein Tenor.

(3x wiederholt) - Schau'n wir mal. - Wie ein Tenor!

- Mit Schaum im Ohr! - Ahoi, ahoi, ahoi!

- So, jetzt kann ich mich trockenlegen. - Nein, jetzt gehst du Steward üben.

Aye aye, Sir!

- Was gibt es hier zu sehen? - Servanti kontrolliert.

Der widerlichste Zollbeamte von ganz Maritima.

Morgen sind wieder meine Freunde im Dienst. Das Übrige tun unsere Mädels.

- Was halten Sie von dieser Madame Bobinski? - Die gefällt mir.

- Sie hat einen so herben Charme. - Das meine ich nicht.

Ich meine, ob sie für unsere Zwecke zu gebrauchen ist.

- Man müsste einmal auf den Busch klopfen. - Aber nur auf den Busch!

Augenblick, gnä' Frau, stehe schon zur Verfügung.

Hoppla! Das ist aber ein starker Seegang.

- Bravo! - Schau, so haben's den Twist erfunden.

(Twist Musik) - Schau her. - Ja. - Wie mach ich es? - Gut.

Mucki! Meine Schuhe! Das war mein einziges Paar.

- Bist du wahnsinnig? Die sind voller Wasser. - Immer alles auf einmal!

Servieren, Schuhe putzen, alles in einem Abwasch!

- Und wie zieh ich die jetzt an? - Nass, ist sowieso angenehm bei der Hitze.

(spöttische Melodie)

Also so kann ich nicht mehr weiter gehen. Ich muss die Schuhe ausziehen!

Na, vielleicht setzen wir uns da rüber. Cameriere!

Der Herr schwitzen aber stark! Dabei war es doch gar nicht so heiß.

- Ich bin in eine Lache getreten. - Ja.

- Dass ich nicht lache... - Die Herren befehlen?

- Ja, zwei Campari Soda. - Zu Befehl.

Sie können gleich den Sonnenuntergang bewundern. Ganz prachtvoll!

Ja, Sonnenuntergang. Würde gern auch schauen.

20 Uhr 29, das ist in zehn Minuten.

- Also, wenn du mich fragst, dann geht die Sonne jetzt auf. - Was?

(zauberhafte Musik)

Davon steht nichts im Kalender.

- Du bleibst da! - Warum?

Vorsicht, Sie könnten sonst den Absatz abbrechen!

So was muss man ganz zart und behutsam machen.

Verzeihung, darf ich? So, jetzt muss man vorsichtig drehen...

Noch ein bisschen drehen und dann...

Ich bitte tausend Mal um Entschuldigung. Ich bin untröstlich.

Bitte, bitte Sie haben's gut gemeint.

Man hat immer Schwierigkeiten mit diesen Absätzen.

Ja, Absatzschwierigkeiten.

Ich hab auch immer Ärger mit den Schuhen.

- Danke, mein Herr. - Bitte sehr.

- Na geh! Warum bist du ihr nicht nachgegangen? - Barfuss?

Du bist Schuld, dass ich mich lächerlich gemacht habe. Blöder Balanceakt!

Vera Burger haben Sie gesagt?

Es tut mir sehr Leid, aber für Sie ist nichts bestellt worden.

- Wir haben sowieso nichts mehr frei. - Das verstehe ich nicht.

- Aber die anderen Mädchen wohnen doch auch hier. - Welche anderen?

- Die Tänzerinnen von den "Smiling Girls". - Ja, die wohnen hier. Aber wie!

Wir mussten sie alle fünf in einem Zimmer unterbringen.

- Sie bleiben ja nur eine Nacht. - Dann ist da auch Platz für mich.

Ausgeschlossen! In dem Zimmer ist jeder Stuhl besetzt.

Moment, jetzt fällt mir etwas ein:

Fräulein Babette Bobinski hat ein Zweibettzimmer und sie ist allein.

- Wer ist Fräulein Bobinski? - Die Leiterin der Truppe.

Sie hat bestimmt nichts dagegen, wenn ich Sie dort einquartiere.

- Wenn Sie meinen. - Der Schlüssel steckt oben.

- Vielleicht ist sie zu Hause. Kommen Sie, ich gehe mit Ihnen hinauf. - Danke.

(Mucki pfeift Badewannen-Tango)

Psst! Es ist besser, wenn mich der Portier nicht sieht. Er kennt mich noch nicht.

Mich kennt er auch nicht, ich hab mich ihm nicht vorgestellt.

Sei doch nicht so dumm! Ich wohne ja offiziell nicht hier.

Nur Babette Bobinski wohnt hier und die liegt schon im Bett und schläft.

- Ach so! - Du gehst vor und lenkst den Portier ab.

- Ich lenk ihn ab. - Ab!

- Aber mein Herr! - Ich bitte Sie!

- Das ist meine Abendgymnastik. - Ach so. Sie wünschen?

Ich wünsche Sie abzulenken. Ich meine, ich wünsche meinen Schlüssel.

- Welches Zimmer, bitte? - 112.

(spaßige Musik) - Der Schlüssel ist nicht da, mein Herr. - Na wo ist er denn?

- Vielleicht steckt er oben. - Das ist ja eine Frechheit.

- Mein Herr... - Es ist eine Frechheit von dem Schlüssel,

dass er oben steckt, wenn er weiß, dass ich ihn hier suche.

Hab ihn schon, da ist er. Du Schlüssel, du Böser!

- Gute Nacht! - Gute Nacht, mein Herr!

(Mucki pfeift)

Psst! Ruhe, bist du wahnsinnig geworden?

Du weckst das ganze Hotel auf. Bin froh, dass mich keiner bemerkt hat.

Hab ich den Portier nicht großartig abgelenkt?

Abgelenkt? Du hast ihn aufmerksam gemacht, du Depp!

- Hast du Depp gesagt? - Natürlich. - Sonst sagst du immer Trottel.

- Also komm, sei lieb und geh schlafen, du Trottel. - Na also!

- Gute Nacht! - Gute Nacht!

(heller Klang)

Wer ist da?

- Sie sind das? - Ich glaube schon, dass ich das bin.

(romantische Musik) Suchen Sie hier etwa Ihre Schuhe?

Nein, die hab ich schon an. Sie müssen tausend Mal entschuldigen,

aber als wir uns das erste Mal trafen, habe ich mich nicht vorgestellt.

- Und das wollen Sie jetzt in der Nacht nachholen? - Ja, bitte.

Gestatten, mein Name ist Graf Robert Pinelski, kurz Bobby.

Und ich bin die Reinkarnation von Nofretete, kurz Tete.

- So, und jetzt gehen Sie! - Sie sind ja entzückend in Ihrem Zorn.

Aber ich glaube, Sie verwechselten Ihren Sarkophag mit meinem Bett.

Ich glaube eher, Sie verwechseln das Schloss Ihrer Ahnen mit diesem Zimmer.

Nein, das glaube ich nicht. Ich wohne nämlich hier.

Wenn jemand von Ihrer Sippe hier wohnt, dann jemand Weibliches.

Schauen Sie sich hier um!

O je, o je.

Dieses Zimmer gehört Babette Bobinski und Sie haben hier nichts zu suchen.

Das sagen Sie so in Ihrem jugendlichen Unverstand.

Wenn ich nun Babette Bobinski sehr gut kenne?

- Ach so. Daran hab ich gar nicht gedacht. - Na bitte.

Sie müssen trotzdem gehen. Was soll Frl. Bobinski denken, wenn sie herkommt?

Ach die! Die kommt nicht, weder plötzlich, noch sonst irgendw...

Aber darf ich Sie fragen, was Sie in diesem fremden Zimmer machen?

Der Portier hat mich einquartiert. Ich gehöre zur Tanzgruppe von Frl. Bobinski.

Was schreist du denn so, Bobby? O, pardon!

- Sag mal, was willst denn du hier? - Ich, ich, ich wollte...

Ich wollte nur fragen, wie diese Melodie geht.

Jetzt hör auf damit und verschwinde. Schau dass du...

Bitte sehr! Na!

- Wer war das? - Der Mucki.

Mit vollem Namen Baron Mucki von Kalk, mein bester Freund.

Und wie kommt Ihr Freund dazu, mitten in der Nacht im Pyjama

über den Balkon in das Zimmer einer Dame einzudringen?

Er konnte ja nicht ahnen, dass Sie da sind. Er wollte mich besuchen.

- Aber er hätte auch Frl. Bobinski hier antreffen können! - Das macht nichts.

Sie ist auch mit ihm gut befreundet.

Dieses Frl. Bobinski scheint ja eine verworfene Person zu sein.

Nein, im Gegenteil. Sie verwechseln die Situation.

Das ist mir momentan egal. Ich muss Sie wirklich bitten zu gehen.

- Wohin? - Ach, wohin! - Ich geh ja schon, ich weiche.

- Also gute Nacht! - Gute Nacht!

Und richten Sie bitte einen schönen Gruß an Babette aus.

Sagen Sie ihr, ich durfte nicht länger warten.

- Und werde mich morgen früh bei ihr melden. - Gut, richte ich aus.

Also dann, gute Nacht, Tete!

- Schäm dich! - Entschuldige, das ist keine Neugierde,

sondern eine Vorsichtsmaßnahme. Ich muss auf dich aufpassen.

- Schließlich geht es um Gangster. - Sieht sie wie ein Gangster aus?

Aber im Gegenteil, die sieht ja süß aus.

Sag mal, wie machst du das? Wir waren den ganzen Abend zusammen,

du kommst nach Hause, bums, liegt das Mädchen in deinem Bett.

Die liegt nicht in meinem Bett, sondern im Bett von Babette.

- Wenn ich nur wüsste, was ich machen soll. - Verwandele dich in Babette.

Moment, du bist gar nicht so blöd, wie du ausschaust.

Na siehst du! Was hast du gesagt?

- Ich bin nicht so blöd, wie ich aussehe? - Nein. Noch blöder.

Nein, nicht Sie, Herr Portier. Bitte geben Sie mir Zimmer 111.

(Telefon klingelt)

Hallo? Wer ist dort?

(mit hoher Stimme) Hallo, hallo! Hier spricht Babette Bobinski.

Hallo, mein liebes Kind. Der Portier sagte, er hat Sie bei mir einquartiert.

Fühlen Sie sich wie zu Hause und warten Sie nicht auf mich.

Ich komme erst morgen, wahrscheinlich.

Ich bin hier eingeladen auf einer Yacht bei einem englischen Lord.

Mein liebes Kind, wir liegen mitten auf dem Meer, mitten auf dem Meer.

Hören Sie die Wellen? Hören Sie die Wellen?

Ja! Hören Sie, wie die Wellen unsere Körper umgaukeln?

- Ich meine, unseren Bootskörper durch... - (Mucki imitiert Nebelhorn)

Das war ein Nebelhorn. Hier herrscht nämlich ein entsetzlicher Nebel.

Und ein Sturm. Hätten Sie nicht Lust, ein bisschen her zu kommen?

Vielen Dank, aber ich mag keinen Nebel.

Außerdem bin ich sehr müde von der Reise.

Übrigens, ein Herr hat Sie vor kurzem gesucht, hier in Ihrem Zimmer.

Ein Herr? Ah, ein Herr! Das war bestimmt mein guter Freund Bobby.

Ein entzückender Junge! Prima Stall! Allerbeste Manieren.

- (murmelt) Frechheit... - (flüstert) Bist du wahnsinnig?

Hoffentlich waren Sie recht nett zu ihm.

Ich habe ihn höflich, aber bestimmt aus dem Zimmer gewiesen.

Was? Aus dem Zimmer gewiesen? Das war aber ein grober Fehler!

Ich hoffe, Sie haben Gelegenheit, diesen Fehler wieder gutzumachen.

Ja, natürlich, mein Kind. Gute Nacht, schlafen Sie gut, Süße.

Gute Nacht!

- Bumm! - Was ist das?

Jetzt ist ein Kriegsschiff vorbei gefahren.

(spannende Musik)

Wozu brauchst du überhaupt die Gitarre?

- Wenn sie mich erwischt, spiel ich eine Serenade. - Sehr romantisch.

- Wenn ich nur ihren Namen wüsste! - Vera Burger.

- Was, du weißt das? - Mucki weiß alles!

- Ich hab den Portier gefragt. - Gut!

(spannende Musik)

- Das ist aber ein starkes Stück! - Meinen Sie das oder das?

(singt) Ei, Vera. Ei, Vera. Ei, Vera.

Wenn man dir tief in deine Augen sieht, dann singt man gleich ein Lied!

Ei, Vera. Ei, Vera. Ei, Vera.

Sobald du da bist, dann schlägt mein Herz Alarm.

Ei, Vera. Ei, Vera. Ei, Vera.

Wenn du mir nah bist, erlieg ich deinem Charme.

Ich stell mir eine Nacht im Sommer vor,

mit Mandolinen und weißen Dünen.

Und dann sag ich was Schönes dir ins Ohr.

Und aus der Ferne erklingt ein Chor.

Ei Vera. Ei Vera. Ei, Vera.

Ich will mich stündlich und gründlich um dich müh'n.

Ei, Vera. Ei, Vera. Ei, Vera.

Schenk keinem anderen das Glück, das ich verdien.

Ei, Vera. Ei, Vera. Vera, Vera, Vera.

Es müsste wahr sein, dass wir uns gut verstehn.

Ei, Vera. Ei, Vera. Ei, Vera.

Man muss ein Paar sein, dann ist die Welt erst schön.

(Klopfen)

- Ah! - B! Sie suchen vermutlich Frl. Bobinski.

Ja vermutlich. Das heißt, sogar ganz sicher.

Ich dachte nämlich, wir können zusammen ein Fläschchen...

Sie können nicht. Frl. Bobinski ist nicht da.

Wirklich nicht? Vielleicht lieben Sie Champagner?

- Ich krieg leider Sodbrennen davon. - Aber Sie lieben Blumen!

O sehr! Wenn sie von vornherein für mich gedacht sind.

Ach so, ja. Nun ja...

- Na ja, dann gute Nacht! - Gute Nacht!

- Ach so, ja. Gute Nacht! - Gute Nacht!

Das kann ja eine unruhige Nacht werden!

Du kannst uns endlich verraten, ob die Babette schnarcht.

Keine Ahnung. Sie ist heute Nacht gar nicht nach Hause gekommen.

Nicht weniger als drei Herren wollten sie in der Nacht besuchen.

Der Graf Bobby, der Baron Mucki und ein Herr mit einem Bart.

(Türgeräusch)

Engagiert! Der Krokowitsch lässt dir sagen,

- er tat das ausschließlich dir zuliebe. - Ja? Ach, wie lieb von ihm.

Dabei war schon jemand anderer so halb und halb engagiert.

Ein Mann mit dem klangvollen Namen Nunzio Garibaldi.

- Klingt jedenfalls besser als Herr Kalk. - Also bitte, ja.

- Hat dich das Krokodil sehr ausgefragt? - Natürlich.

Hauptsächlich über dich. Ich glaube, der ist ein bissel eifersüchtig.

- Auf dich? - Ja. Ich hab ihm erklärt, das ist rein platonisch.

- Dein Glück! - Du musst dich beeilen.

Wir müssen in einer halben Stunde im Hafen sein.

Das Krokodil hat schon die Mädchen hinbeordert.

- Haben Sie nur so was drin, Signorina? - Nein, wir haben auch noch was anderes.

- Babsi! - In Ordnung.

Kommt!

Na bitte! Es klappt alles.

Das Auge des Gesetzes beschäftigt sich nur noch mit den Mädchen.

Gut gemacht, Pietro. In einer halben Stunde dampfen wir ab.

(fröhliche Musik)

Babettchen, den jungen Mann, den Sie uns geschickt haben,

den haben wir nur Ihnen zuliebe engagiert. Hoffe, er ist schweigsam und zuverlässig.

- Mit dem können Sie Pferde stehlen. - Die sind das einzige, was wir nicht stehlen.

Nach diesem Geständnis können Sie mir endlich verraten, wo wir hinfahren.

Da hinüber, zu unserem schwimmenden Nachtlokal.

- Zu diesem weißen Schiff? - Ja, können Sie die Schrift lesen?

Schlecht. Geben Sie doch her!

- Dolce Vita? - Das süße Leben.

(Charleston Musik)

Ich sollte Sie jedes Mal wecken, wenn Sie schnarchen, Monsieur.

Danke, mein hübsches Kind.

Diese Übung können wir auch für die Nacht beibehalten.

- Wie denken Sie darüber? - Aber Monsieur!

- Guten Morgen, Boss. - Nun, alles in Ordnung?

Wie immer, Boss. Die Koffer sind bereits an Bord.

So Kinderchen, das ist euer neues Heim.

Da könnt ihr es euch bequem machen und euch häuslich niederlassen.

- O je, hart wie ein Kasernenbett. - Wann hast du in einer Kaserne geschlafen?

Auf Oberdeck ist ein schönes Schwimmbassin.

Natürlich nur für die Passagiere, nicht für das Personal, aber...

Ich bin bereit, eine Ausnahme zu machen. Unter einer Bedingung:

Die Bikinis, die Sie tragen, müssen sehr knapp sein.

Das versteht sich natürlich ganz von selbst. Los Kinder, ausziehen!

Sagen Sie, liebster Pietro, wo schlafe ich?

- In dem Solobett. - Was, hier in diesem Raum? - Ja.

Da hast du ja die schönste Aussicht.

- Baron! - Pardon!

- Kinder, die Sache lässt sich gut an. - Ich hab immer gesagt, Pietro ist nett.

- Nicht wahr, Babette? - Ja, ich...

Ich weiß es nicht. Ich kenn mich bei den Männern noch nicht so richtig aus.

Bei dem Durcheinander, was bei Ihnen herrscht, würde ich es auch nicht können.

(Instrumentalversion "Hoch soll er leben")

(amerik. Akzent) Champagner für alle!

- Wer ist denn dieses Elefantenbaby? - Johnny H. Clayton, ein großartiger Gast.

Seitdem er auf dem Schiff ist, feiert er jeden Tag Geburtstag.

(singt) Das Leben ist doll, doll, doll. Dolce Vita.

Wenn Anita mit dem Abendkleid ins Wasser springt.

Das Leben ist doll, doll, doll. Mamma mia!

Wenn Sofia in der Badewanne singt.

Ja, das wird fotografiert, in der Zeitung platziert.

Und dem staunenden Publikum serviert.

Das Leben ist doll, doll, doll. Dolce Vita!

Das Leben ist doll, doll, doll. Jawohl!

Doll, doll, sagt ein jeder,

wenn der Reeder Aristoteles 'nen Tank getauft.

Das Leben ist doll, doll, doll. O, Bambina!

Wenn die Gina sich drei Skipullover kauft.

Ja, das wird fotografiert, in der Zeitung platziert.

Und dem staunenden Publikum serviert.

Das Leben ist doll, doll, doll. Dolce Vita!

Das Leben ist doll, doll, doll. Jawohl!

Das Leben ist wow, doll, doll. Yes, okay boys.

Für die Playboys und 'nen exklusiven Spielverein.

Das Leben ist wow, doll, doll. Doch, my honey,

ohne Money kommst du in den Klub nicht rein.

Du wirst nicht fotografiert und rein gar nichts passiert,

denn an dir ist doch keiner interessiert.

Das Leben ist doll, doll, doll. Dolce Vita!

Das Leben ist doll!

Jawohl! Doll.

- War die Reise erfolgreich, Boss? - Das will ich meinen.

In einigen Wochen wissen wir über alle Pläne der Konkurrenz Bescheid.

Ich habe Ihnen die fähigsten Privatdetektive auf die Fährte gehetzt.

Suchen Sie mich?

Ich suche einen Liegestuhl.

Da ist noch einer frei. Aber wir brauchen ja zwei.

Wollen Sie mir nicht erst verraten, wie Sie hierher gekommen sind?

Entschuldigen Sie, aber zum Schwimmen brauch ich immer viel Platz.

Sehen Sie, so gefallen Sie mir. Wenn Sie lachen...

Jetzt kommt das mit den Liegestühlen. Bitte laufen Sie nicht weg.

- Sorry. It's a nice day today, isn't it? - Yes, very nice.

Very nice, yes. Wonderful!

Voilà, zwei Liegestühle sind frei. Bitte Platz zu nehmen.

- Ihre Methoden sind nicht sehr vornehm. - Aber sehr wirkungsvoll.

Und jetzt erzählen Sie mir wirklich, was Sie hier treiben.

Ich treibe gar nichts, ich werde getrieben. Von der Liebe. Zu Ihnen.

- Unsinn. - Nein, Vera, ich...

Ich möchte Ihnen schon so lange etwas sagen. Eigentlich nur ein Wort.

- Sokrates! - Wie bitte?

Benvenuto Sokrates Sacre.

- Wie kommen Sie denn hierher? - Er ist geschwommen.

Ja! Bitte, darf ich bekannt machen:

- Herr Staatssekretär Benvenuto Sokrates... - Lassen Sie das bitte!

Kommen Sie mit. Ich muss mit Ihnen reden.

Laut meinem Auftrag haben Sie hier nichts zu suchen!

Aber Herr Staatssekretär! Ich bin einer tollen Sache auf der Spur.

- Einer Sache, von der Sie nichts wissen. - So etwas gibt es nicht.

- Kennen Sie Herrn Pullizer? - Pullizer? - Ja, den Direktor vom "Moulin Rouge".

- Nie gehört! - Na bitte! Dieser Pullizer ist ein Mädchenhändler.

Und ich bin seiner Mädchentruppe bis auf dieses Schiff gefolgt.

- Was sagen Sie dazu? Großartig, was? - Großartig.

Das haben Sie fantastisch gemacht. Das war die beste Tat Ihres Lebens.

Wahrscheinlich auch die letzte. Kommen Sie mit!

- Jetzt machen Sie ein Häufchen! - Pardon?

Ein Häu... Ein Häufchen sollen Sie machen. So!

Und jetzt schieben Sie es dem Gewinner zu.

- Pietro, sind Sie da? - Jawohl Boss!

Üben Sie weiter!

Pietro, draußen steht ein Mann.

- Den schick ich jetzt gleich herein zu Ihnen. - Ein Mann. Koks.

Nein. Einer, der uns gefährlich werden kann.

Ein Privatdetektiv, den ich auf die Konkurrenz gehetzt habe.

Dieser Detektiv hat irgendwie Pullizers Spur aufgenommen

- und die Mädchen bis hierher verfolgt. - Das ist aber sehr unangenehm.

Der Kerl muss von Bord. Tot oder lebendig.

- Dann lieber tot. - Das überlasse ich Ihrem Feingefühl.

Dankeschön Chef!

(spannende, ernste Musik)

Señor Krokowitsch, ich habe eine Bitte.

- Würden Sie mir den Mann überlassen? - Aber warum?

Ich möchte gern meine Zuverlässigkeit beweisen.

- Ja bitte. Wie Sie wollen. - Nein, danke. Nicht so!

Ich hab da meine eigene Methode: Erst betäuben, dann fest verschnüren,

und nachts, wenn niemand an Deck ist, sanft in die Wellen gleiten lassen.

Geht auch! (Klopfen)

Herein!

Es freut mich, Sie kennen zu lernen. Ich bin Pietro Krokowitsch.

- Und wie, glauben Sie, ist mein Name? - Das weiß ich nicht.

Und ich werde es nie erfahren.

(träumerische Musik)

Du hättest nicht so hart zuschlagen sollen.

Ja ja, dann wärst du nicht in Ohnmacht gefallen

und hättest ausgerufen "Mucki was tust du"

- und damit hättest du alles verraten. - Ich begreife einfach nicht,

dass dieser brave, sympathische Sokrates...

Also, wenn ich es dir sage: Er ist der Boss.

Und dein liebster Pietro ist sein Killer.

Wenn ich bedenke, dass ich in dauernder Lebensgefahr schwebe...

Aber doch nicht als Frau! Er ist doch kein Ladykiller.

Außerdem hab ich ihm erklärt, dass dich schon die Haie gefressen haben.

Aber ich bin in Gefahr. Hoffentlich erkennt er mich nicht ohne Schnurrbart.

- Ich muss mich verstecken. - Moment!

(Klopfen) Aber ja!

Pardon! Oder sind Sie's doch?

Natürlich bin ich's. Ich bin dabei, meinen Schnurrbart abzurasieren.

- Leider komme ich nicht dazu! - Bitte die andere Hälfte auch!

Ihr Schnurrbart war mir sowieso ein Dorn im Auge.

- Ein Steward trägt weder Schnurrbart noch Monokel. - Aye, aye, Sir.

- Wissen Sie, wo Frl. Bobinski ist? - Keine Ahnung. Warum?

Pietro hat erzählt, sie hätte eine wunderschöne Stimme.

Ich möchte unserem Boss heute Abend eine Freude machen.

- Babette soll singen? - Ja. - Na, das macht sie bestimmt gern.

Der Boss liebt "Blaue Nacht, o blaue Nacht am Hafen".

- Sie kennen doch sicher die Platte von Lale Andersen. - Und ob!

Also sie singt heute Abend. Ich mache Sie dafür verantwortlich!

Sie können mich... dafür verantwortlich machen.

Mucki! Sag mal, bist du wahnsinnig geworden?

Ich kann doch nicht mit einer Frauenstimme singen.

Aber Moment, mit meiner Hilfe schon. Pass auf!

Ich habe hier nämlich die Originalplatte. Augenblick, da ist sie schon.

Ich lasse hinter der Bühne das Grammophon laufen

und du musst nur ganz einfach den Mund bewegen.

Das machen sie oft so bei Schlagersängern.

Schlag, Schlag, ah. Mensch, was ich alles machen muss!

(Twist Musik)

Die Tiller-Girls sind das nicht, aber die Beine sind ganz hübsch.

Die Gesichter sind auch nicht schlecht.

- Schauen Sie sich den Lümmel an. - Der Gast ist bei mir König.

Solange er beim Roulette verliert.

Meine sehr geschätzten Damen und Herren!

Und jetzt kommt die große Überraschung:

Unsere BB!

Ich mache darauf aufmerksam: Die Betonung liegt auf "unsere".

Ich bitte um Applaus. (Applaus)

(Harfenspiel)

(Akkordeonspiel)

(Lale Andersen singt) Blaue Nacht, o blaue Nacht am Hafen.

In der Ferne rauschen Meer und Wind.

Und die Schiffe

(Platte leiert) liegen still und schlafen,

die von weit, weit her gekommen sind.

(Platte wird schneller) Doch im Zwielicht einer Bootslaterne

(Tempo wieder normal) stehen zwei und finden nicht nach Haus.

Und sie flüstert,

flüstert, flüstert,

flüstert, flüstert, flüstert...

"Liebster, ach, wie gerne

führ ich morgen mit aufs Meer hinaus." (Platte kratzt)

(Platte springt)

(Applaus und Gelächter)

Hallo Orchester!

(singt mit hoher Stimme) Blaue Nacht, o blaue Nacht am Hafen.

(Brummen durch Stromschlag) In der Ferne rauschen Meer und Wind.

Und die Schiffe liegen still und schlafen.

Die von weit, weit her gekommen sind.

Doch im Zwielicht einer Bootslaterne

stehen zwei und finden nicht nach Haus.

Und sie flüstert "Liebster, ach wie gerne

führ ich morgen mit aufs Meer hinaus."

(Applaus und Gelächter)

(tiefe Stimme) Sag mal... (hohe Stimme) O!

Sag mal, bist du wahnsinnig? Was hast du die ganze Zeit hier gemacht?

Ich weiß nicht, was du willst. Das Volk rast.

Ja, liebes Babettchen!

Wir beide werden jetzt auf Oberdeck gehen

und unter den glitzernden Sternen ein Fläschchen Champagner trinken.

Das wird nicht möglich sein. Der Boss hat ähnliche Absichten.

- Was, der Boss? - Auch er liebt das Kolossale.

Stört er schon wieder meine Kreise? Jetzt werde ich langsam sauer!

- Sie möchte er auch kennen lernen. - Dankeschön.

Was, mich auch? Ich hab doch nicht gesungen.

Aber Sie haben uns heute einen großen Dienst erwiesen. Darf ich bitten?

Jetzt platzt die Bombe.

(Barmusik)

- Chef, Sie wollten unsere BB kennen lernen? - Ja.

- Hallo! - Ich habe sehr viel gelacht, Madame.

Und Leute, die mich lachen machen, machen mich glücklich. Nehmen Sie Platz.

- Danke. - Sie auch, mein Herr. - Dankeschön.

- Hab ich Sie nicht schon mal gesehen? - Das ist natürlich möglich.

- Ich komm ja auch viel herum. - Nein, ich meine eine bestimmte Begegnung.

- Es war... - Es war in Schöneberg.

- Ich weiß schon, wo es war. - Wo bitte?

- Wo bitte? - Wo? - Ich weiß schon: Auf einer Hauswand.

Ein Plakat! Ein Riesenkopf von ihm.

Er macht nämlich Reklame für eine Nudelfabrik.

Nudeln! Eine meiner Lieblingsspeisen.

Apropos: Haben Sie Hunger oder Durst?

Ich kann Ihnen etwas offerieren, was Ihnen sicher schmecken wird.

Bier. Echtes, deutsches Bier.

Ich muss zwar sehr auf meine Linie achten,

aber momentan würde ich ganz gern eins hinter die Mandeln zischen.

Fräulein! Zwei Spezialbiere!

Jawohl, zwei Spezial.

Die Passagiere kriegen so was nicht. Die müssen Champagner saufen.

- Das ist gut. Bravo! - Ah, das Bier.

- Zwei Spezial. - Spezial! - Wohl bekomm's.

Prost!

Bitte nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich liebe so kindliche Scherze.

- Also wir nicht! - Chef?

- Ich glaube, jetzt geht's los. - Ja, jetzt beginnt der Ernst des Lebens für mich.

Für Sie auch.

- Spielen Sie gern? - Ja, Fußball.

Fußball! Sie und Fußball!

Ich meine, ob Sie Glücksspiele mögen. Roulette und so...

- Leidenschaftlich. - Bei uns haben Sie Gelegenheit dazu.

Hier: Ein paar Jetons als Betriebskapital.

Na! Sie Schlimmer! Aber so kann ich unmöglich in den Spielsalon.

Ich muss mich erst umkleiden.

Ich bin so wahnsinnig aufgeregt!

Bitte das kleine Häufelchen noch auf Acht, ja? Danke!

Rien ne va plus.

- Geht das nicht etwas schneller? - Oui.

- Noir pair et manque.

Geben Sie her, geben Sie her. So!

Ja, so geht das alles viel leichter. Dankeschön.

Na sehen Sie. Was habe ich Ihnen gesagt?

Meine Jetons haben Ihnen Glück gebracht.

- Ich werde mich auch revanchieren. - Darauf kommen wir noch zurück.

- Ich muss jetzt an die Arbeit, machen Sie weiter so. - Gern.

Mesdames, messieurs, faites vos jeux!

Na! Benimm dich! Pfui.

Bitte noch ein kleines Häufchen auf Acht.

- Ich lege mich neben Sie. - Bitte?

Ach so, bitte legen Sie.

(romantische Musik)

Ach, wie romantisch! "Um zwei Uhr am Oberdeck beim zweiten Rettungsboot".

- Gehst du hin? - Das geht dich überhaupt nichts an.

Na! Na!

- Huit, noir pair et manque. - Acht! Acht ist meine Glückszahl.

Acht! Ich habe nämlich am Achten Geburtstag.

- Halt! Halt, das ist ja mein Einsatz! - Aber, aber!

Meine Dame, wer wird denn so kleinlich sein? Da haben Sie noch so einen Keks.

Die großen kommen alle in meine Sparbüchse. So, hinein, hinein.

- Darf ich mich daran beteiligen? - Bitte, wenn Sie darauf bestehen.

Dankeschön! So, worauf setzen wir jetzt?

Natürlich nehmen wir wieder die Acht hier.

- Können Sie denn nicht aufpassen! Mein gutes Geld! - Na, na, na!

Seien Sie doch froh. Geld verdirbt den Charakter.

Mesdames, messieurs, faites vos jeux!

Karte!

- Neun. - Das ist bereits der siebte Neuner heute.

- Sieben ist eben meine Glückszahl. - Der Neuner scheint es auch zu sein.

Darf ich ihn wenigstens anfassen? Vielleicht bringt er mir auch Glück.

Ich habe gar kein Interesse daran, dass Sie Glück haben, lieber Johnny.

Ich bin mir immer noch der Nächste.

Dix-sept, noir impair et manque.

Siebzehn? Pech gehabt.

Aber wieso denn? Die Dame hat doch Acht gesetzt.

Wegen der neun Nummern Unterschied müssen Sie sich nicht aufregen.

Na, na, na! Die Glückssträhne ist gebrochen.

Ich habe genug vom Spiel. Kommen Sie, halten Sie da auf!

So! Machen Sie sich nützlich! Und die da rein...

- Das genügt. Sie werden abgelöst. - Jetzt, wo's interessant wird?

(sanfte Musik)

Esel streck dich, Tischlein deck dich.

Ja, das ist gut.

Da fehlen aber noch ein paar Tausender.

- Die Jetons müssen wir noch einlösen. - Ja. Das mache ich, nicht du.

(Ratschgeräusch)

Das Kleid, auch das noch. Entsetzlich!

- Wo ist denn meine Hose? - Direkt hinter deinem Rücken.

Du kannst dich jetzt doch nicht als Mann anziehen. Das wär zu leichtsinnig.

Wo du doch offiziell von den Haien gefressen worden bist.

Außer Sokrates kennt mich keiner, und dem geh ich einfach aus dem Weg.

Du vergisst das Krokodil. Der hat dich doch auch als Mann gesehen.

Der? Der kennt mich noch viel weniger. Der schaut doch nur nach Frauen.

(ernste Musik)

Wer kann das sein? (Klopfen) Du musst aufmachen!

- Ja. - Noch nicht!

- Noch nicht! - Mein Gott, du bist... Moment.

Moment!

Was mach... weg... alles...

Bobby! Die Perück...!

(dramatische Musik)

Ah, Mister Clayton!

Sicher ist sicher. Niemand darf wissen, dass wir uns kennen.

Genau genommen kennen wir uns auch gar nicht.

Wo kann ich mich verstecken, wenn uns jemand überraschen sollte?

- Ah, hinter dem Vorhang. - Nein.

Ich fürchte das wird Ihnen zu eng werden.

Ich freue mich, Sie endlich allein sprechen zu können.

Und vor allem ohne, dass ich den Betrunkenen mimen muss.

Ich bin Rocko Ricardi.

Wieso, ich dachte, Sie sind Johnny H. Clayton?

Ich verstehe. Sie haben kein Vertrauen zu mir, Nunzio.

- Nunzio? - Sie sind doch Nunzio Garibaldi?

Aber im Gegentum! Ich bin Mucki von Kalk.

Wer?

Das war so: Dieser Garibaldi war schon halb engagiert.

Aber dann hat der Krokowitsch doch mich ihm vorgezogen.

Und das weiß ich nicht? (Klopfen)

Das ist heute eine Verkehrsdichte!

- Ich bin's, Krokowitsch! - Das Krokodil!

(schnelle Musik)

Ja, Sie brauchen aber lange.

Ja, pardon, ich habe etwas geschlummert.

Ich suche die süße kleine Babette. Wo ist sie?

Die ist nicht da, sie geht im Mondschein spazieren.

Wenn Sie sie im Mondschein treffen wollen, müssen Sie sie an Deck suchen.

An Deck suchen? Werd ich tun. Dankeschön!

Bitteschön.

Hallo! Das Krokodil ist fort.

- Wer sind Sie überhaupt? - (hohe Stimme) Erlauben Sie mal!

Zuerst müssen Sie verraten, wer Sie sind. Sie überfallen uns hier.

- Hören Sie auf mit dem Affentheater. - Affentheater? Ich muss sehr bitten.

- Du meinst, der hat 'nen Knacks? - Aber nein, du hast keine Perücke auf.

- (tiefe Stimme) Das hab ich ganz vergessen. Wo ist sie? - Da ist sie.

- Mucki... - Genug gescherzt! Wer sind Sie und wer sind Sie?

- Also erst einmal sagen Sie, wer Sie sind. - Ja, sehr richtig.

- Legitimieren Sie sich! - Jawohl. - Legitimieren?

Bitte! Und jetzt heraus mit der Sprache.

Was ist denn? Sie wissen, ich werde nicht gern beim Spiel gestört.

Entschuldigung Chef, aber die alte italienische Gräfin spielt verrückt.

Die randaliert in der Kabine herum.

- Die braucht Stoff. - Ich hab doch keinen mehr. - Und die neue Ladung?

Ich will sie nicht anrühren, bis die Zollkontrolle vorbei ist.

Ich weiß, Chef. Aber die Alte macht das Schiff verrückt.

Sie hat schon zwei Matrosen auf Koks angequatscht.

- Ich will nicht, dass die Mannschaft Verdacht schöpft. - Ich auch nicht.

- Wo stehen denn die Kisten? - Dort, wo sie am unauffälligsten sind.

- In der Kabine der Tänzerinnen. - Kommen Sie an den Stoff heran?

Ich hoffe. Die Mädchen haben sicherlich einen guten Schlaf.

Okay, holen Sie ein Päckchen raus. Aber nicht mehr! - Gut Chef!

- Tja, und so sind wir jetzt hier. - Klingt alles ganz glaubhaft.

Sokrates hat Sie auf die Fährte seiner Konkurrenz angesetzt,

und Sie sind ihm zufällig selber auf die Spur gekommen.

Ja, durch die Hilfe eines jungen Mannes namens Heribert.

- Haben Sie Lore gefunden? - Nein, in meiner Gruppe gibt es keine Lore.

Monsieur Sacre wird noch andere Gruppen haben.

- Aha, er ist Mädchenhändler, nicht wahr? - Ach wo!

Das ist kein Geschäft mehr. Wer zahlt heute noch etwas für Mädchen?

- Sie müssen's ja wissen, Sie sind ja von der Konkurrenz. - Nein.

Ich bin von der Polizei. Diesmal legitimiere ich mich wirklich.

Polizei? Sergeant Rocko Ricardi.

Da sind wir ja sozusagen Kollegen. Servus Rockerl!

Servus. Wollen wir sagen halbe Kollegen?

- Ja. - Jedenfalls können wir zusammenarbeiten. - Fein.

Und jetzt setze ich mich mit meinem Chef in Verbindung.

- Der ist auch da? - Nein, ich versteckte einen Sender in einem Rettungsboot.

Das ist gut. Rettungsboot! Ich muss zum Rettungsboot.

Höchste Eile! Bin gleich wieder da.

(spannende Musik)

(romantische Musik)

(singt) Das Glücksrad, das dreht sich, es bleibt niemals stehen.

Und ich weiß seit heute: Das Leben ist schön.

Ein Mensch, so wie du bist, war niemals mir nah.

Doch heute ist das anders, denn heute bist du da.

Das Glücksrad wird weiter und weiter sich drehen.

Solang du bei mir bist, kann gar nichts geschehen.

Die Welt schenkt uns Mondschein und Lieder dafür.

Und ich schenk dir Liebe und bleibe bei dir.

Ein Stern fällt vom Himmel und das sagt uns zweien

an uns ging soeben das Schicksal vorbei.

Das Glücksrad, das dreht sich und nie bleibt es stehen.

So kann für uns beide viel Schönes geschehen.

Du warst in Gedanken schon immer bei mir.

Und schenkst du mir Liebe, dann bleib ich bei dir.

Achtung, Achtung, hier Nummer 38. Hören Sie mich? Hören Sie mich?

(leise Musik)

- Na, wie war's? - Sei doch nicht so neugierig.

- Warum schläfst du noch nicht? - Mein Krimi ist so interessant.

Ich kann nicht schlafen, bevor ich nicht weiß, wer der Mörder ist.

- Schau doch auf der letzten Seite nach. - Was, Babette ist noch nicht im Bett?

- Wo steckt die denn schon wieder? - Keine Ahnung.

Wir sind mitten in einer der tollsten Kriminalaffären der Gegenwart.

Wenn wir die aufklären, sind wir weltberühmt.

Sag mal, hörst du mir eigentlich zu oder nicht?

Natürlich höre ich dir zu, ich hole doch nur meine Stola raus.

Also pass auf: Sokrates hat dieses Schiff gemietet

und einen Vergnügungsdampfer draus gemacht. Mit allen Schikanen!

- Das ist mir auch schon aufgefallen. - Rocko rechnet sehr mit unserer Hilfe.

Insbesondere mit der meinen, denn er schätzt meine Intelligenz sehr.

Er sagt, du kannst nützlich sein, denn dich halten ja die Gangster für eine Frau.

- Ferner sagt er... - Kannst du nicht zusammenhängend erzählen, was los ist?

- Na bitte! - Oder soll ich Fragen stellen? - Na, dann frag lieber.

Aber fasse dich kurz. Was ist mit Sokrates?

- Also, der liebe, gute, alte Sokrates... - Kurz!

- Rauschgifthandel. - Und die Mädchen? - Tarnung.

(spannende Musik)

(entspannte Musik)

(spannende Musik)

Ha! Was...?

(laute, dramatische Musik)

- Geh weg! - Was ist da? - Sofort Licht machen!

(schnelle, spannende Musik)

(dramatische Musik)

- Was ist denn los? - Ein Mann war in eurer Kabine.

- Was für ein Mann? - Ich weiß es nicht, ich hab ihn nicht erkannt.

- Er hatte eine schwarze Maske. - Ich habe ihn erkannt: Es war der Marchese.

- Der Mar...? - Ja, und die Maske war ein Büstenhalter.

Er hat irgendwas im Kostümkoffer gesucht.

Das ist aber interessant. Kinder, das muss unter uns bleiben.

- Das dürft ihr niemandem erzählen. Versprecht ihr das? - Ja.

So ist es brav. Und jetzt, husch, husch, ins Bettchen.

- Und wir zwei auch. - Das möchte Ihnen so passen.

(gedämpfte Stimmen) - ...schläft sie garantiert 24 Stunden. - Na, so ist doch gut.

Es blieb mir nichts übrig, als einen Büstenhalter vor Gesicht zu halten.

Sind Sie absolut sicher, dass man sie nicht erkannt hat?

- Absolut, Boss. - Jedenfalls müssen die Koffer sofort aus der Kabine heraus.

Krokowitsch macht grad rein Schiff.

Rasch, rasch, meine Damen. Bevor die Passagiere das Oberdeck bevölkern,

müssen Sie Ihre Runden geschwommen haben. Das macht frisch und schlank.

- Das macht Appetit. - Ja, danach fress ich immer wie ein Scheunendrescher.

- Babette! - Ich komme gleich nach.

Meine Locken sind heute so widerspenstig.

Lassen Sie sich nicht zu lange Zeit. Der Boss will Sie persönlich begrüßen.

Passt mir gar nicht.

- Bobby? - (tiefe Stimme) Ja, was ist?

- (hohe Stimme) Was haben Sie gesagt? - Ich habe Bobby gesagt.

- Aber mein Kind! - Ihre Perücke ist verrutscht.

Was ist mit meiner... Aber meine Perücke ist ja gar nicht ver...

(tiefe Stimme) Na schön, bin ein Mann.

Das will ich hoffen! Aber was soll diese Komödie?

Ist meine Berufskleidung. Bin Privatdetektiv.

Ja, ich bin einer gefährlichen Bande von Rauschgifthändlern auf der Spur.

Wie haben Sie gestern Nacht die italienische Gräfin beruhigt?

- Mit einem Sandsack. - Was?

- Haben Sie sie etwa erschlagen? - Nur beruhigt.

Krokowitsch erst so und dann mit einer Morphiumspritze so.

- Jetzt schläft sie garantiert 24 Stunden. - Na, das ist menschlich.

- Bist du mir sehr böse? - Aber nein.

Du hast zwar einen etwas ausgefallenen Beruf, aber...

Auf jeden Fall möchte ich, dass diese Komödie bald vorbei ist.

- Denn als Mann gefällst du mir viel besser. - Ja?

Ich geh jetzt an die Arbeit.

- Morning, Johnny! - Morgen, Mr. Sacre.

- Sie sind recht schön im Appetit. - Das bin ich immer.

Ich hab hier was sehr Feines: Echte ungarische Salami.

- Wollen Sie kosten? - Darauf fall ich nicht so schnell herein, Mr. Sacre.

Leute, die auf mich nicht hereinfallen, mag ich nicht.

Solche muss es auch geben.

Mucki, ist die Luft rein? Die...

(dramatische Musik)

(traurige Musik) Mucki. Muckilein.

Bist du tot?

Ja. Gut, was?

Mit Saugnapf, schau her.

- Blöder Witz. Wo ist das Zeug her? - Aus dem Kabinett des Sokrates.

- Du warst bei ihm? - Ja, natürlich in seiner Abwesenheit.

Rocko hat mir empfohlen zu schnüffeln und nach den Spielkarten zu suchen.

- Und hast du sie gefunden? - Ja. - Wo?

In der Wärmeflasche, zwei Pakete, im Wasser.

- Rocko sagt, sie sind gezinkt. - Das ist gut. (Klopfen)

- Ich glaub, ich muss wieder unter die Dusche. - Wer ist da?

- Rocko. - Herein!

Rocko! Gut, dass Sie da sind. Ich habe etwas für Sie.

- Ich glaube, ich weiß, wo das Rauschgift ist. - Was?

- Wo? - In einem unserer großen Kostümkoffer.

- Warum hast du das mir nicht erzählt? - Du warst ja tot. - Ja, stimmt.

Der Koffer muss einen doppelten Boden haben oder so was.

- Wo steht dieser Koffer? - In unserer Kabine.

- Ist jetzt jemand da? - Aber nein.

Pietro hat die Mädchen doch selbst ans Oberdeck geholt.

Kommt schnell mit!

(spannende Musik) - Welche Kabine ist es? - 59.

Wenn mich mein Instinkt nicht täuscht, sind die Koffer fort.

- Jedenfalls wissen wir jetzt, dass ich Recht hatte. - So ist es.

Und sie werden die Koffer nicht über Bord geschmissen haben.

Das glaube ich auch nicht. Sie wissen ja nicht, dass wir ihnen auf der Spur sind.

Heute Nacht schlagen wir zu.

- Können wir Ihren Mädchen vertrauen? - Unbedingt.

Ja gut. Wenn wir sie einweihen, können sie uns sehr viel nützen.

- Die Mädchen? - Ja, sie müssen uns helfen, die Gangster abzulenken.

- Ja, aber wie? - Mit Trinken, Flirten, was weiß ich...

- Von mir aus mit Striptease. - Striptease! Eine famose Idee.

(Striptease Musik)

Ausziehen! Ausziehen!

- Flittchen! - Ich liebe dich!

Komme gleich wieder, ja?

- Was ist? - Ich habe die Koffer gefunden.

- Mit Inhalt? - Sehr viel Inhalt.

Bravo.

(Striptease Musik)

(Gelächter)

- Diese Babette ist unbezahlbar. - Ja.

Aber ich habe nicht gern, wenn das Licht ausgeht.

(spannende, leise Musik)

(Musik wird laut) Hast mich jetzt aber erschreckt, hörst'.

Du mich vielleicht erst. So was Dummes!

Ich hätte nichts dagegen, wenn die ganze Geschichte schon vorüber wäre.

Ich weiß nicht, ich habe so ein unangenehmes Vorgefühl.

- Schrei doch nicht so! - Solche Scherze habe ich nicht gern.

So was Blödes. Na, kommen's raus.

Endlich hat das Funken geklappt. Jetzt laufen zwei Polizeischnellboote aus.

- A gescheiter Bursch, der Rocko. - Ja.

Sie gehen runter und sperren die Mannschaft in den Maschinenraum.

- Und Sie kommen mit. - Ja.

Kinder, ist das heiß. Wir gehen an Deck.

- Bravo! - Pietro, schalten Sie die Festbeleuchtung ein.

- Jawohl, mach ich, Chef. - Au ja. Wunderbar.

(lallt) O Kamerad, Sie müssen mit mir anstoßen.

- Denn ich hab heute Geburtstag. - Ich weiß, wie jeden Tag. Bin im Dienst.

- Schade. - Wieso schade?

- Ich meine die Flasche. Sie war noch fast voll. - Der ist auch voll.

So, jetzt übernehme ich das Steuer in Richtung Küste.

(Gelächter, Gesang "Dolce Vita")

Nanu, schau mal nach, was da los ist.

Aye, aye, Sir.

...doll, doll, doll. Dolce Vita!

Wenn Anita mit dem Abendkleid ins Wasser springt.

(lautes Gelächter & Geschrei)

Halt, halt! Was ist denn hier los?

Meine Güte!

(dramatische Musik)

Das ist doch der Kerl! Der lebt noch? Wieso lebt der noch?

- Babette! Ich Ochse. - Mir war sie schon immer verdächtig.

Weg mit ihm, auf der Stelle!

(Geschrei & dramatische Musik)

Hey, da hat uns jemand eingesperrt.

(ferne Schüsse)

(spannende Musik)

(dramatische Musik)

(Musik kurz lauter)

(Musik kurz lauter)

Hände hoch!

Jetzt werd ich dir zeigen, was es heißt, Benvenuto Sacre in die Quere zu kommen.

(frecher Pfiff, dann schnelle Musik)

Hilfe! Ich kann nicht schwimmen, bitte.

Das ist sehr bedauerlich. Ich möchte, dass dich die Polizei lebendig fängt.

- Du musst ein paar Mal tief Luft holen. - Bobby!

Bobby.

(Instrumentalversion "Dolce Vita")

Was ist los?

Auch erledigt.

Eins!

Eins.

Zwei.

O je, o je.

- Da muss wohl ein Nest sein. - Der Nächste, bitte.

Bitte! Bitte helfen Sie mir heraus.

(hohe Stimme) Noch nicht, liebster Pietro. (tiefe Stimme) Erst wenn die Polizei da ist.

(Polizeisirene)

Maschinen! Stopp!

Kommt mal helfen.

(spannende Musik)

(offizielle, militärische Musik)

Ja, wie sehen denn Sie aus?

(hohe Stimme) Am Sonntag wollt mein Süßer mit mir segeln gehen.

(fröhliche Militärmusik)

- Aua! - Los! - Kommt!

Danke, ich danke Ihnen.

Sie haben mir das Leben gerettet, ich danke Ihnen, meine Herr..

Hau-Ruck! Hau-Ruck!

- So! - Shit.

(fröhliche Melodie)

(singen) Das war das Dolce Vita vom Bobby und von mir.

Mal lustig und mal bitter, wie alles auf Erden hier.

Wir als Verbrecherjäger, das war uns bald zu dumm.

Drum schauen wir uns auch demnächst nach etwas anderem um.

Ja, auf Detektive lauern nur überall Gefahren.

Doch wenn's Ihnen gefallen hat und Sie zufrieden waren,

Dann gibt's ein Wiedersehen, vielleicht in Bälde schon.

Na bitte sehr, man sagt ja nichts, man red't ja nur davon.

Na bitte sehr, man sagt ja nichts, man red't ja nur davon.

(orchestrale Schlussmusik)

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