All language subtitles for 2003_Ein himmlischer Freund

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Original subtitles

.

Lärm von einstürzenden Mauern.

Stimme von oben: Johannes!

Wie oft habe ich dir gesagt: "Lass ab von deiner Völlerei!

Eines Tages bist du zu schwer für den Himmel."

Jetzt bist du aus dem Fresco gefallen.

Verzeih! Es geschieht nie wieder.

Du hast Recht, Johannes.

Wo sind meine Flügel?

Die musst du verdienen.

Aber wie?

Du musst eine gute Tat vollbringen.

Dann darfst du zurückkehren.

Du hast Zeit bis Heilig Abend um Mitternacht.

Herr, das sind nur noch 4 Tage. 4 Tage können eine Ewigkeit sein.

Besonders ohne Flügel.

Du findest deinen Weg.

Herr, wo bin ich hier?

In Tirol.

Tirol?

Ich bin ein norddeutscher Engel. Mich versteht hier doch niemand.

Die Sprache des Herzens versteht man überall. Hör auf zu jammern!

Dein Wille geschehe!

Noch eine Kleinigkeit ...

Meine Trompete!

Herr!

Sie bedeutet mir viel.

Noch eine Frage ...

Herr?!

Eine gute Tat tun. Wie denn?

Kein Mensch zu sehen ...

Nicht mal ein Mäuschen.

Um Gottes willen!

Nein!

Nicht springen!!!

Hält sie keiner auf?

Halt!!!

Das kannte ich nicht. Was dachten Sie denn?

Wir schauen doch nicht zu, wenn sich jemand umbringt. Nein.

Wichtigtuer! Hätte mir fast die ganze Veranstaltung geschmissen.

Ja so was! Was ist das für ein Vogel?

Ich hab mich geirrt.

Herr, das war nicht fair.

Halt, halt! Bleib stehen!

Nicht auf die Straße fahren!!!

O Herr im Himmel!

Danke für deine Hilfe!

Glockenläuten.

Ein Kinderchor singt das Lied "Schlaf mein Kindlein, schlaf".

Was darf's denn sein, der Herr?

Eine Wurst.

Macht 2,50 mit Senf.

Wird's noch was bis Weihnachten?

Ich bin gleich wieder da.

Wollen Sie eine Bratwurst?

Er spielt "Vom Himmel hoch, da komm ich her".

Was machen wir denn da?

Musik.

Das ist nur ein Vorwand, um Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Sie irren!

Ich irre mich nie.

In unserer Stadt leben nur anständige Leute.

Solche wie Sie sind überflüssig.

Sieh zu, dass du verschwindest.

Sonst vergessen wir unsere vorweihnachtliche Stimmung.

Ich hab nur Musik gemacht. Die pure Anwesenheit genügt.

Geh jetzt!

Die Kinder singen ein alpenländisches Weihnachtslied.

Er vernimmt Zitherklänge.

Verschwind, du Gauner!

Er atmet den Duft ein.

Das schmeckt!

Der Deckel klappert.

Das Gesindel schleicht sich schon hinten rein.

Das hat so gut gerochen. Nichts mehr ist sicher!

Ich hab nichts angefasst.

Wird noch schöner sein. Schau, dass du weiterkommst!

Ich kann Sie nicht verstehen.

Lass dich nicht mehr blicken, Lumpenpack!

Ein Betrunkener grölt "O du fröhliche ..."

Halt dein dummes Maul, du Depp!

Marie, komm raus!

Ich weiss, du bist da drin.

Scheiß Automat!

Kein Geld und keine Zigaretten.

Schau mal, der ist besoffen.

Aufstehen!

Nein, nein ...

Was ist das für ein Scheiß? Der hat nichts.

Beide grölen "O du fröhliche ..."

Meine Trompete ...

Der Hund bellt.

Weißt du nicht, wer ich bin?

Wir kennen uns.

Komm! Siehst du?

Ich weiß, dass du so hungrig bist wie ich.

Das ist meine Trompete.

Du weißt wenigstens, wo du hingehörst.

Pass auf!

Halt!

Warten Sie!

Herr, ich schaffe das nicht.

Ohne Flügel bin ich nur ein halber Engel.

Die Menschen brauchen mich nicht.

Wenn du kannst, nimm mich zurück.

Mit oder ohne Trompete.

Hörst du mich?

So geht das nicht, Johannes.

Reiss dich zusammen!

Du darfst jetzt nicht einschlafen.

Du darfst nicht einschlafen.

Sonst ist alles vorbei.

Ja ... alles vorbei.

Ein starker Wind weht.

Was für ein Wetter!

Autoradio: Wir bringen eine Verkehrsdurchsage.

Im Bereich Fiss-Serfaus starke Verkehrsbehinderungen durch Schnee.

Fahren Sie vorsichtig!

Was machen Sie denn da?

Frieren ...

Sie holen sich den Tod. Damit könnte ich leben.

Stehen Sie auf!

Wo sind Sie zu Hause?

In der Kirche, oben auf dem Berg.

Vorübergehend.

Wie ein Pfarrer sehen Sie nicht aus.

Sie sind obdachlos? Im Moment schon.

Sie können mich irgendwo rauslassen.

Haben Sie Hunger? Bedienen Sie sich.

Danke!

Musiker?

Hin und wieder.

Ich kann Sie nicht bei dem Sauwetter raussetzen.

Nicht mal einen Hund setzt man vor die Tür.

Höchstens eine Ärztin.

Das sind Sie?

Und Sie haben dringend eine nötig.

Hier lebe ich und arbeite ich.

Kommen Sie! Sonst frieren Sie fest.

Machen Sie sich's bequem. Ich komme dann gleich.

Ich bin wieder da.

Au, au!

Wer wird denn so empfindlich sein?

Ich bin Schmerz nicht gewohnt.

So?

Wo ich herkomme, sind alle schmerzfrei.

Das kann ich mir vorstellen.

Haben Sie ein paar Gläser zu viel getrunken?

Und dann sind Sie ausgerutscht?

Es ist glatt draußen.

So!

Sie sind erlöst.

Sie können hier heute übernachten.

Sie dürfen den Raum nur verlassen, wenn Sie wo hinmüssen.

Für Ihre Nase.

Den Gang runter, die zweite Türe rechts.

Morgen früh sind Sie verschwunden, noch bevor der erste Patient kommt.

Geht das in Ordnung? Vollkommen.

Gut. Ich hole Ihnen etwas zur Stärkung.

Von oben ertönt ein Rumpeln.

Damit Sie wieder zu Kräften kommen!

Nicht vergessen, morgen früh ... Bin ich über alle Berge. Richtig.

Gute Nacht! Gute Nacht!

Er stöhnt.

Wie war das jetzt?

Zweite Tür links, nein, rechts.

Weißt du, wo 'ne Toilette ist?

Ach! Oh! Rechts.

Was machst du hier?

Ich such 'ne Toilette.

Hier ist sie nicht.

Das sehe ich. Bist du ein Patient?

Patient? Frau Doktor hat mich aufgenommen.

Ja? Das macht meine Mutter nie.

Dann ist das eine Ausnahme.

Willst du immer noch zur Toilette?

Dringend! Komm!

Da.

Danke! Ich kann nicht schlafen.

Ich auch nicht.

Willst du mein Zimmer sehen?

Ich darf das Zimmer nicht verlassen.

Du hast es nicht befolgt.

Ich erlaub es dir. Ich will keinen Ärger.

Sie muss es nicht wissen.

Kennst du dich mit Sternen aus?

Sterne? Das Firmament ist mein Wohnzimmer.

Was ist?

Ich komme.

Das ist Auriga.

Auch "Fuhrmann" genannt, Millionen von Lichtjahren von uns entfernt.

Und am 9. Dezember strahlt er am stärksten.

Woher weißt du das alles?

Eigentlich weiß ich nichts.

Außer dass es draußen etwas gibt, das größer ist als das Weltall.

Etwas, was uns zusammenhält.

Glaubst du an Sternzeichen?

Ja. Die Menschen machen sehr viel Unsinn damit.

Man soll nicht so viel in die Sterne hineindeuten.

Hast du einen Ausschlag? Wirst du deswegen behandelt?

Da war etwas, was jetzt nicht mehr da ist.

Wenn's heilt, dann juckt's.

Ich geh wieder runter. Sonst erwischt mich Mama.

Besuchst du mich morgen?

Das wird nicht klappen. Ich muss weg sein, bevor Patienten kommen.

Wie heißt du?

Johannes Engel.

Ich bin Julian.

Gute Nacht, Julian!

3 Tage bis Weihnachten und nichts vorbereitet.

Keinen Baum, Geschenke ...

Guten Morgen! Grüß Gott!

Guten Morgen!

Wie denn auch? Wie uns Frau Doktor eindeckt!

Wir wollten uns nichts schenken.

Eine Stunde vor der Bescherung rennst du dann doch wieder los.

Er schnarcht.

Stimmen an der Tür.

O Gott!

Scheiße!

Ich hab ihn getroffen.

Wen?

Unseren Besuch.

Wo?

Er stand im Wohnzimmer und suchte die Toilette.

Im Wohnzimmer?

Ja, und dann hab ich ihm mein Zimmer gezeigt.

Wozu? Er weiß viel über Sterne.

Wir wissen nichts über ihn.

Wer ist der Erste? Die Friedrich.

Ausgerechnet die eingebildete Kuh.

Die hat Schneeketten im Schmuckkästchen.

Warum hast du ihn weggeschickt?

Sollte ich ihn dalassen?

Ich möchte, dass er bleibt. Das geht nicht.

Er ist ein Obdachloser.

Ich hab ihn von der Straße aufgelesen.

Gerade deshalb.

Ich will keinen fremden Mann im Haus.

Er heißt Johannes. Ja? Fremd ist er mir nicht.

Du sollst ihn zurückholen.

Warum?

Vielleicht will er nicht zurück.

Frag ihn einfach. Ich will nicht, dass er bleibt.

Aber ich will es. Ich hab nie Wünsche.

Jetzt hab ich einen. Und was machst du?

Wo ist er bloß?

Verflixt noch mal!

Der Kinderchor singt "O du fröhliche ..."

Da sind Sie endlich! Ich hab Sie gesucht.

Was haben Sie mit meinem Sohn gemacht? Steigen Sie schon ein!

Was wollten Sie im Wohnzimmer? Stehlen? Schmuck, Geld, Wertsachen?

Was soll ich damit? Ihnen wäre schon was eingefallen.

Sie glauben mir nicht? Warum denn?

Ich danke Ihnen für alles!

Wohin wollen Sie denn?

Einen Auftrag erledigen.

Lächerlich! Einen Auftrag ...

Wollen Sie wirklich, dass ich mitkomme?

Nein, Julian will es.

Nach Weihnachten will ich Sie hier nicht mehr sehen.

Ich löse mich in Luft auf.

Füße abkratzen!

Warum wolltest du, dass ich zurückkomme?

Nur so.

"Nur so" ist zu wenig.

Weil du dich gut mit dem Himmel auskennst.

Und weil du nachts nicht schlafen kannst.

Genau wie ich.

Das leuchtet mir ein.

Was machst du hier?

Warum bist du nicht in der Schule?

Ferien.

Und sonst? Privatlehrer.

Die Aufgaben bekomme ich von meiner alten Klasse.

Besuchen dich die alten Schulkameraden?

Ich will sie nicht sehen.

Das ist eine einsame Entscheidung.

Sag mal, Julian ...

Was ist da passiert?

Das geht dich nichts an. Kapiert?

Alles klar.

Ich will jetzt allein sein.

Habt ihr einen Weihnachtsbaum?

Nein.

Dann wird es Zeit ...

So, Frau Meisinger. Wir haben es gleich.

Über Weihnachten nicht so viele Süßigkeiten!

Nicht gut für Ihren Zucker.

Ich esse doch so gerne Lebkuchen.

Man muss auch verzichten können.

Ich komm sofort wieder ...

He, ihr zwei! Wo wollt ihr hin?

Einen Weihnachtsbaum holen. Einen Weihnachtsbaum?

Natürlich. War das Ihre Idee?

Nein, seine.

Hast du das gesehen? Mann im Haus.

Woher sie den wohl hat?

An Weihnachten ist keiner gern allein.

Du meinst, in der Not frisst der Teufel Fliegen?

Männer!

Um allen Spekulationen vorzubeugen: Dieser Mann ist nur ein Besucher.

Er ist ein Freund meines Sohnes.

Alles in Ordnung?

Gut!

Wer es glaubt, wird selig.

Der passt. Dieser ist viel zu groß.

Und was ist mit dem?

Eher nein.

Mach's gut, alte Tanne!

Was ist mit dieser?

Ich weiß nicht ...

Macht einen guten Eindruck. Hier ein bisschen verkrüppelt ...

Oh, Scheiße!

Den nehmen wir. Sicher?

Der gefällt mir. Mir auch!

Moment! 25 Euro.

Hast du Geld? Ich hab kein Geld.

Ich kann meine Mutter fragen.

Halt! Wir machen etwas anderes.

Wie denn?

Eine Trompete ertönt.

Eine kleine Spende? ... Dankeschön!

Er spielt "Vom Himmel hoch, da komm ich her ..."

Vielen Dank! Dankeschön!

Super, Johannes!

Ich glaube, wir haben genug.

Ja. Aber ...

Das nächste Mal würde ich den Ast zersägen.

Und nicht den Arm.

Berufsrisiko! Ich sage immer: "Besser Arm ab als arm dran."

Eine schmerzvolle Einstellung!

Übrigens, Frau Doktor ... Es geht mich nichts an, aber ...

Sie sollten dem Jungen mehr Taschengeld geben.

Wieso?

Er steht am Marktplatz und hilft einem Penner beim Betteln.

Mein Sohn bettelt nicht.

Dann hab ich's an den Augen. Nichts für ungut, Frau Doktor.

Wenn sich doch nur jeder um seinen Mist kümmern würde!

Ist der nicht toll? Selbst verdient ...

Womit denn?

Mit Trompete blasen.

Johannes spielt ganz toll!

Es hält sich in Grenzen.

Immerhin haben Sie sich einen Tannenbaum zusammengeblasen.

Ich bin in meinem Zimmer.

Ja ...

Perfekt!

Und jetzt?

Ja, und jetzt ...

Ich habe keine Vorstellung, was mein Sohn in Ihnen sieht.

Aber eins weiß ich: Wir haben wieder einen Weihnachtsbaum.

Der erste. Julian wollte nie mehr einen haben, seitdem es passierte.

Was ist passiert?

Wir reden nicht darüber. Ich habe es versprochen.

Sie brauchen nicht darüber zu reden.

Aber vielleicht wäre es trotzdem gut, wenn ich es wüsste.

Wegen Julian.

Wieso gerade Sie? Warum nicht?

Ich kam in euer Leben und so gehe ich wieder.

Als wären Sie nie dagewesen?

Als hätte es mich nie gegeben.

Es war während der Weihnachtszeit.

In der Adventszeit.

Ungefähr wie jetzt.

Julian wollte mit seinem Vater beim Förster einen Weihnachtsbaum holen.

Es regnete.

Die Sicht war sehr schlecht.

Mein Sohn wollte ihm etwas zeigen und hat ihn dabei kurz abgelenkt.

Nur eine Sekunde ...

Das war eine Sekunde zu viel.

Ein Wagen raste in das Auto meines Mannes.

Er war auf der Stelle tot.

Und Julian?

Sie haben ihn nach 2 Stunden aus dem Auto geschnitten ...

Er saß 2 volle Stunden ...

... neben seinem toten Vater.

Durch ein Wunder blieb Julian unverletzt.

Unverletzt? Er sitzt im Rollstuhl.

Er ist seitdem nie mehr aufgestanden.

Er gibt sich die Schuld an allem, was passiert ist.

Was muss es für ein Kind bedeuten, schuld am Tode des Vaters zu sein?

Das Gefühl, eine ganze Familie zerstört zu haben.

Kennen Sie den Ausdruck?

"Das Schicksal hat einem die Beine weggeschlagen."

Das ist Julian passiert.

Konnte ihm keiner helfen? Selbst die Ärzte nicht?

Er lässt niemand an sich heran.

Seine Muskeln und Knochen sind mittlerweile schwach.

Er kann nicht mehr gehen und bleibt im Rollstuhl.

Ich hab mich damit abgefunden. und er sich scheinbar auch ...

Wollen Sie etwas essen? Ja?

Nein, ich bin auf Diät.

Das sieht man Ihnen nicht an.

Keinem sieht man das an.

Mama, kommst du mal bitte? Ja.

Ich hab Ihnen das Arbeitszimmer meines Mannes zum Schlafen gemacht.

Das ist nebenan. Vielen Dank!

Bitte!

Und der Herr sprach: "Lasst es euch schmecken."

Gabriel, Kapitel 24.

Vers 1.

Du hast mich hierher geführt.

Das ist meine Aufgabe. Du hast alles geplant.

Gute Nacht, Julian!

Ich wollte nur, dass der Freund meines Sohnes 'ne gute Figur macht.

Eine bessere hab ich nicht.

Es passt.

Ich bemühe mich, ein guter Hirte zu sein.

Ich glaube, mein Sohn möchte was von Ihnen.

Ich dachte, heute keine Sterne gucken?

Ich hab heute genug erlebt.

Immer noch nicht verheilt?

Das dauert noch eine Weile.

Was hattest du da?

Flügel.

Cool! Die hätte ich auch manchmal gern.

Die muss man sich verdienen.

Du siehst ziemlich albern aus.

Das wolltest du mir sagen.

Nein, Johannes. Was machen wir morgen?

Leben, Julian. Leben!

Gute Nacht!

Gute Nacht!

"Jingle bells, jingle bells, jingle all the way ...

Oh, what fun it is to ride in a one-horse open sleigh!"

Das war gut! Ich war im Schulchor.

Volltreffer! Wie blöd der geguckt hat!

Mach dir nichts draus. Es ist doch nur Schnee.

Kennst du die Jungs?

Sie sind aus meiner alten Klasse. Ich habe ihnen doch nichts getan!

Vielleicht wollen sie so mit dir Kontakt aufnehmen.

Scheiß-Kontakt!

Du hast gesagt, dass du sie nie mehr sehen willst.

Die spüren deine Ablehnung. Für sie bist du ein Außenseiter.

Außenseiter zu sein, ist ein schweres Los.

Damit kenne ich mich aus. Du hast keine Ahnung!

Julian!

Warte!

Du kannst dir nicht dein Leben lang die Schuld geben.

Dein Vater ist tot, du lebst. Was geschehen ist, ist geschehen.

Meine Mutter hat es dir erzählt.

Was ist daran schlimm?

Es geht niemand was an, und dich schon gar nicht.

Ich werd nie wieder laufen können!

Nie, nie, nie!

Weil du es nicht versuchst.

Lasst mich alle in Ruhe!

Ich will dir helfen.

Ausgerechnet du. Schau dich an. Du kannst dir selbst nicht helfen.

Du hast dich an mich rangemacht, damit du ein Dach überm Kopf hast.

Fass mich nicht an! Wie du willst.

Lass dir endlich helfen!

Lass mich!

Du bist schon wieder zurück.

Er weiß alles. Du hast es ihm erzählt.

Warum hast du das getan?

Du hast mich verraten.

Julian, ich ...

Er schließt die Türe ab.

Julian, bitte mach auf!

Julian!

Das wollte ich nicht.

Hau ab, du hast hier nichts zu suchen!

Ich habe die Botschaft verstanden.

Ich hab's versaut.

Nein.

Ich hätte es Ihnen nicht erzählen dürfen.

Es war mein Fehler.

Ich hätte ihn nicht konfrontieren dürfen.

Mein Sohn steht mir jetzt am nächsten.

Dann gehe ich jetzt.

Ja. Viel Glück!

Wiedersehen! Auf Wiedersehen!

Was soll ich tun, Herr? In 3 Tagen ist Weihnachten.

Wie soll ich dem Jungen helfen?

Wenn du es weißt, gib mir eine Antwort.

Kann ich etwas für dich tun, mein Sohn?

Reden Sie mit ihm. Auf mich hört er nicht.

Verdammte Kacke!

Hallo, Julian! Hallo, Johannes!

Schwerer Weg, was? Hm.

Willst du's noch mal mit mir versuchen?

Jederzeit.

Schon mal probiert?

Wie denn?

Warte mal!

Lauf nicht weg!

War ein Scherz ... Kein guter.

Schöne Weihnachten! Frohe Weihnachten!

Versuch es, du kannst es!

Ich kann nicht laufen.

Wenigstens ein bisschen gleiten.

Komm!

Keine Angst!

Was will der Spaßtöter auf dem Eis?

Einmal ist nicht schlimm. Ich will nicht mehr.

Zeig ihnen, dass du laufen kannst.

Kann nicht mal gehen und will Schlittschuh laufen.

Fürs erste Mal gut! Und gleich noch mal.

Das war die Todesspirale.

Ihr seid so bescheuert, was gibt's da zu lachen?

Wie bist du denn drauf? Auf eure Scheiße jedenfalls nicht!

He, Julian!

Florian? Ich find es gut von dir!

Wirklich? Versuche es noch mal.

In Ordnung.

Der hintere Autofahrer hupt.

Fahr doch vorbei!

Er hupt ununterbrochen.

Das darf nicht wahr sein!

Hallo, Sie! Sind Sie bescheuert?

Hier bleiben! Das ist Fahrerflucht.

Julian! Hallo, Mama!

Ihr seid ein schönes Paar!

So ein verdammter Mist!

Bodenlose Frechheit!

Das werden Sie mir bezahlen.

Ich hab das Kennzeichen notiert.

Das wird teuer. Hören Sie überhaupt zu?

So billig kommen Sie nicht davon.

Sie sind mir reingefahren.

Sollte das Ihr einziges Problem sein, danken Sie Gott auf Knien.

Typisch Frau am Steuer.

Ihnen müsste man den Führerschein nehmen.

Genau!

Er spielt ein Weihnachtslied.

Erstaunlich, dass man damit Geld verdienen kann.

Schmerzensgeld.

Ich verziehe mich. Was dagegen?

Nein. Wir machen morgen weiter.

Gute Nacht! Gute Nacht!

Noch 52 Stunden, 34 Minuten, 12 Sekunden.

Darf ich Sie was fragen?

Was haben Sie gemacht, bevor Sie ...

... zu Ihnen gekommen bin? Ja.

Ich hatte Zeiten, da ging's mir viel besser.

Da hab ich auf die Menschen oft von oben runtergeschaut.

So ändern sich die Zeiten ...

Das kann man sagen.

"Hochmut kommt vor dem Fall."

Sie wissen garnicht, wie Recht Sie haben.

Ich werde nicht schlau aus Ihnen.

Täuschen Sie mich oder täusche ich mich oder täuschen Sie alle?

Hauptsache: Sie enttäuschen Julian nicht.

Ja.

Ich bin sehr froh, dass Sie hier sind.

Ich möchte, dass Sie hier bleiben.

Ich kann Sie bezahlen.

Das ist nicht bezahlbar.

Wenn Sie sich das leisten können?

Johannes!

Jetzt werde Den Vogel ich eifersüchtig. oben hin.

Den Vogel, ganz oben. Ja, warum denn nicht?

Was gibt's zu sehen?

Was ist, wenn ich es nicht schaffe?

Dann war alles umsonst.

Was siehst du?

Gar nichts.

Schau richtig hin!

Einen kleinen Stern. Er ist hinter den Wolken hervorgekommen.

Siehst du.

Die Dunkelheit draußen kann nicht verhindern,

dass dieser Stern uns ein kleines Lichtlein schenkt.

Und? Und?

Wenn es manchmal dunkel ist in dir, dann leuchtest du für andere.

Für deine Mutter.

Für mich, für Florian oder für deinen Vater, wo immer er ist.

Der hätte sich bestimmt gewünscht,

dass du aufstehst und dein Leben in die Hand nimmst, das vor dir liegt.

Lass deinen Stern leuchten!

Das Licht kommt immer auf dich zu.

Schön, dass Sie wieder da sind, Herr Direktor!

Machen Sie Witze, Müller?

Kaum bin ich ein paar Tage weg, schon stecken Sie in der Scheiße.

Wie konnte das passieren?

Wenn ich das wüsste, wäre es nicht passiert.

Wie stehen wir Ärzte da?

Wie die Deppen, die wir einsperren.

Müller, dieser Kerl bringt die ganze Klinik in Verruf.

Wenn der was anstellt. Er wird nicht.

Wie? Er wird nicht? Leiden Sie unter Amnesie?

Johannes Berger ist das 23. Mal ausgebrochen.

Wenn ich nicht wüsste, dass Sie ein Arzt sind,

hielte ich Sie für einen Fall für die Geschlossene.

Was machen wir jetzt? Soll ich die Polizei informieren?

Die weiß es aus der Presse. Nein, Sie bringen ihn zurück.

Lieber tot als lebendig. Er kommt nie wieder raus.

Dafür sorge ich, so wahr ich Schönborn heiße.

Grüß Gott, Frau Doktor! Grüß Gott!

Wir sind das Dorfgeschwätz Nummer 1.

Haben'S den schon mal gesehen?

Jetzt trennen sich unsere Wege.

Ich hab noch ein paar Geheimnisse vor Weihnachten.

Die Weihnachtsgeschenke. Da wollen wir nicht stören.

Bis später! Wir haben auch was vor.

Sie ist lange allein.

Servus!

Mein Gott! Julian ...

Beide jodeln.

Sie lachen laut.

Da kommt ein Schneepflug. Ja, ein Schneepflug.

Johannes, langsamer!

Nicht!

Nein!

Bist du verrückt?

Der hätte uns beinahe überfahren.

Du warst in keiner Gefahr. Keine Sekunde lang. Warum?

Du hast ab jetzt einen Schutzengel.

Du brauchst keine Angst zu haben.

Nie mehr.

Einen Schutzengel?

Ja, mich. Du willst ein Engel sein?

Ich bin's.

Das beweise ich dir.

Was siehst du?

Es sieht aus wie ein Engel.

Ja.

Flori! Ja, Frau Kaiser?

Hast du Julian gesehen?

Die waren nicht da.

Kannst du mich anrufen, wenn du ihn siehst? Ja.

Danke!

Ich bin von der Decke gefallen und war dann meine Flügel los.

Du erzählst mir keinen Scheiß? Das ist die nackte Wahrheit.

Nur weil du zu viel gegessen hast?

Heißt es deshalb "Fresco"?

Mit essen hat das nichts zu tun.

Und jetzt?

Ich muss bis Heilig Abend eine gute Tat vollbringen.

Dann bekomm ich meine Flügel wieder und darf zurück.

Und die "gute Tat" bin ich?

Ja.

Dann tust du das nicht für mich.

Ich tue das für uns beide.

Wenn ich wieder laufe, bekommst du deine Flügel wieder.

Richtig.

Aber was läuft, ist die Zeit.

Wir haben noch 2 Tage. An Heilig Abend um Mitternacht ist es vorbei.

Was passiert dann?

Keine Ahnung.

Ich glaub nur, die Menschen mögen keine Engel auf Erden.

Warum soll ich laufen, wenn du verschwindest?

Julian, auch wenn ich weg bin, werde ich immer bei dir sein.

Und das soll ich dir glauben.

Das ist ja mein Problem.

Julian!

Julian!

Hast du das gelesen?

Schon 23-mal ausgebrochen. Ein Wiederholungstäter ...

Und dieser Typ war hier im Haus!

Habt ihr Julian gesehen? Nein.

Haben Sie schon ...? Ja, ich weiß.

Wahnsinn! Sie hat es gewusst.

Das ist klasse!

Das wird immer besser. Schritt für Schritt.

War nicht so toll. Gleich noch mal.

Los, los, los!!!

Da ist er! Schneid ihm den Weg ab!

Schnappt ihn euch!

Endstation, Berger!

Julian, komm, wir gehen nach Hause.

Was machen die mit Johannes?

Warum hilfst du nicht? Weil ich nichts tun kann.

Flori, hilfst du mir?

Johannes!

Ich bin traurig, Berger.

Sehr traurig.

Wissen Sie, warum?

Sie haben mein Vertrauen missbraucht.

Vertrauen ...? Herr Professor Doktor Direktor?

Sie wissen gar nicht, was das ist.

Ach, Johannes ...!

Was machen wir mit ihm, Müller?

Er bereitet uns Probleme, seitdem er bei uns ist.

Nicht wahr, Müller? Ja, Chef!

Warum spielen Sie den Engel nicht hier drin, Johannes?

Meinetwegen Napoleon, Caesar, was Sie wollen.

Hier darf jeder seine Rolle selber aussuchen.

Aber Sie verlegen Ihre Bühne nach draußen.

Das geht nicht, Johannes.

Hören Sie mir zu?

Meine Zeit wird knapp.

Verzeihen Sie, dass ich Ihre Zeit in Anspruch nehme.

Sie haben meine Bemühungen missachtet.

Ich bin Ihr Arzt.

Ich will Ihnen helfen.

Aber Sie lassen es nicht zu.

Im Gegenteil.

Dabei würde ich gerne ein paar Veränderungen an Ihnen erkennen.

Können Sie nicht.

Solange ich zwischen Ihnen und Gott stehe.

Ich werde Ihnen was erzählen, Sie Engel!

Hier drin bin ich ganz allein ...

Gott.

Schaff ihn raus!

Alles gelogen, jedes Wort.

Johannes ist nicht wahnsinnig.

Was dann?

Er ist ein Engel.

Nein, er glaubt nur, dass er einer ist.

Johannes ist krank. Dort, wo er ist, werden sie ihm helfen.

Ganz sicher nicht. Ihr seid so blind.

Ich möchte, dass du ihn da rausholst.

Das kann ich nicht.

Wozu bist du Ärztin, wenn du nicht einmal das kannst?

Das überschreitet meine Kompetenz.

Ich bin keine Psychiaterin.

Ich weiß nicht, wie krank Johannes ist.

Und von mir verlangst du, dass ich aufstehe.

Es klopft.

Herr Professor, eine Dame möchte Sie sprechen.

Was kann ich für Sie tun? Mein Name ist Kaiser.

Ich bin Ärztin.

Ich möchte gerne einen Ihrer Patienten sprechen: Johannes Engel.

Den Patienten gibt's nicht.

Sie heißen Kaiser, sind Ärztin ...

Nehmen Sie Platz, Frau Kollegin.

Danke!

Sie meinen sicher Johannes Berger, der sich gerne als Engel ausgibt.

Bei ihm handelt es sich um einen Fall von Persönlichkeitsspaltung.

Sein Zustand hat sich verschlechtert.

Schizophrenie im fortgeschrittenen Stadium.

Was ist daran so schlimm, wenn man sich für einen Engel hält?

Er wäre nicht der erste Engel, in dem sich ein Teufel verbirgt.

Er ist ein Rebell.

Mit seinen ständigen Ausbrüchen macht er meine Patienten verrückt.

Wenn sie es nicht schon sind.

Weil er ihnen Hoffnungen gibt.

Weil er falsche Hoffnungen weckt.

Meine Aufgabe ist, Johannes vor der Welt da draußen zu bewahren.

Und die Welt vor ihm.

Ich weiß nur, dass er meinem Sohn mehr gegeben hat als jeder Arzt.

Das ist das Hinterhältige an ihm.

Er sucht immer Leichtgläubige aus.

Ein typisches Verhalten für den gemeingefährlichen Psychopathen.

Er ist eine ständige Gefahr.

Ich darf nicht zulassen, dass Sie ihn sehen.

Weil Sie Angst haben, dass er mich ansteckt.

Woher soll ich wissen, dass Sie immun sind gegen seinen Wahn?

Vielleicht sind Sie schon infiziert von unserem Engel.

Ja, das ist möglich.

Wenn er verrückt ist und Sie nicht, dann will ich lieber verrückt sein.

Auf Wiedersehen! Und danke!

Hallo, bist du Gabriela?

Ja.

Für dich ... von Johannes.

Danke!

Wollen wir nicht endlich mit der Bescherung beginnen?

Nicht solange Johannes nicht da ist.

Es hat keinen Sinn auf etwas zu warten, was nicht eintreten wird.

Er wird nicht kommen.

Er hat keine Chance.

Schluss!

Hier kommt der Weihnachtsmann.

Machen Sie ihn los!

Wir sind keine Unmenschen.

Sie dürfen bei guter Führung am 2. Weihnachtstag zum Gottesdienst.

Auch als Engel.

Sonst noch ein Wunsch? Ein Glas Wasser.

Wasser. Wasser hol ich.

Wie spät ist es? Was?

Wie spät? 18.35 Uhr. Wieso?

Hier spielt Zeit keine Rolle.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest von uns allen! Nicht wahr, Müller? Ja.

Die Trompete!

Musizieren Sie, Johannes! Hier hört Sie keiner.

Sie sperren die Tür ab.

Wir warten jetzt nicht länger. Wir fangen mit der Bescherung an.

Das darf nicht wahr sein!

Scheiße!

Alarmsirenen heulen.

Da drüben ist er!

Vorwärts mit der Zwangsjacke!

Schneidet ihm den Weg ab! Ihr da rüber und ihr da.

Seid vorsichtig! Ja, Chef!

Vorwärts!

Berger, wir holen Sie.

Da oben, los!

Vorwärts, die Zwangsjacke!

Aus die Maus, Johannes!

Herr, ich flehe dich an! Gib mir meine Flügel wieder!

Johannes ...

Johannes!

Johannes kommt!

Johannes!

Für ein Geschenk hat's nicht mehr gereicht.

Sie sind ein Geschenk.

Eine Sirene heult.

Johannes! Ich wusste, du kommst.

Immerhin einer, der an mich geglaubt hat.

Fröhliche Weihnachten!

Fröhliche Weihnachten, Johannes!

Ich hab noch was für Sie.

Ich hab mein Versprechen gehalten.

Hältst du auch deines und schenkst mir meine Flügel?

Nein! Nichts, Chef!

Er muss irgendwo sein. Ihr sucht oben, ihr unten.

Los!

Julian!

Komm!

Komm!

Ich hab ihm seine Flügel wieder geschenkt. Ja!

Lautes Poltern setzt ein.

Teletext-Untertitel: TV Text International München

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