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Original subtitles

Der Kaiser wünscht, dass ich meine Reise abbreche,

damit ich meinen Verpflichtungen nachkommen kann.

(Pferd wiehert)

Was ist passiert? - Du bist gestürzt.

Max, was ist? - Ah!

(Ludovika) Max!

Dein Vater hatte einen Herzinfarkt.

Er ist vor wenigen Tagen verstorben.

(Louis) Vater hat Schloss Possenhofen bei einem Pferderennen

als Preis eingesetzt.

(Sisi) Wer seid Ihr? - Der neue Eigentümer dieses Schlosses.

Das ist nicht der Moment, mich deiner Mutter vorzustellen.

(Louis) Mama wird es kaum ertragen, dass ich nicht standesgemäß heirate.

Wenn sie noch Possenhofen verliert,

das wird ihr das Herz brechen.

(Mann) Der König! * wildes Geflüster *

(Sophie Charlotte) Du hattest recht, ich musste den Richtigen treffen.

Ich hab mich entschieden. - Und?

(Sophie Charlotte) König Ludwig.

Bist du von allen guten Geistern verlassen? - Er ist der König.

Ludwig ist ein Satyr.

(Sisi) Warum ist Vater angetreten?

Er war besessen, Avalon zum besten Rennpferd Europas zu machen.

(Sisi) Glaubt Ihr, er hat das Zeug dazu? - Mit dem richtigen Reiter.

(Sisi) Ich bitte Euch um eine Revanche.

Für das Rennen, das Vater verloren hat.

(Georg) Unter einer Bedingung: Ihr sitzt im Sattel.

Großer Gott.

(Georg) Ihr reitet gegen mich. Avalon gegen Pastorius.

2 Runden à 1.000 m, auszutragen auf der Theresienwiese zu München.

Das ist mein Angebot.

Hoheit.

* Musik *

Ich bin einverstanden.

* Musik *

Ich verlange Stillschweigen bis zum Rennen.

Kann ich mich auf Eure Diskretion verlassen?

Ihr habt mein Ehrenwort, Hoheit.

Ich weiß nicht, von welcher Ehre Ihr sprecht, aber gut.

Hoheit, wollt Ihr nicht überlegen...

Nein, will ich nicht. - Jawohl, Hoheit.

Habe die Ehre.

* Musik *

Was für eine Aristokraten-Schnepfe.

(Stallbursche) Aber eine attraktive.

Sie ist jetzt da.

Ihr habt nach mir rufen lassen, Durchlaucht?

Was habt Ihr mit meiner Tochter besprochen?

Sie war bei Euch im Gestüt.

Nicht das, wovor Ihr Angst habt.

Ich erwarte Eure Kündigung.

Ich werde meinen Mund halten.

Mein Mann ist tot.

Unsere Vereinbarung gilt nicht mehr.

Das sollte reichen für den Start in ein neues Leben.

Ihr habt hier nichts mehr zu suchen.

* Musik *

* Tür wird geschlossen *

Ich verstehe deine Ängste, Schwester.

Aber wir sollten die Dinge

nicht weiter aus dem Gleichgewicht bringen.

Sie hat hier nichts weiter verloren.

Halte deine Freunde nah.

Aber deine Feinde noch näher.

Was soll sie schon machen?

Der Tod von Max ist nicht nur für uns ein großer Verlust.

Aus Schmerz kann sehr schnell Verzweiflung werden.

Das ist nicht mehr unser Problem.

Sei bitte wachsam.

Wenn herauskommen sollte, was wirklich passiert ist...

Und deshalb ist es gut,

wenn diese Person keinen Kontakt mehr zu uns hat.

Du warst unterwegs?

Ich war auf dem Friedhof.

Hast du gar nicht geschlafen?

Es gibt viel zu tun.

Wie gehts dir?

Wenn ich etwas tun kann...

Franz, ich möchte länger hierbleiben.

Ich brauche noch etwas Zeit für mich,

um mich von meinem Vater zu verabschieden.

* Musik *

Wenn es das ist, was du brauchst...

Danke Franz.

Satyr:

lüsterner Waldgeist.

Unersättliche Begierde.

Grenzenlose Potenz.

* Klopfen *

(Ehsophie) Sophie Charlotte? - Nein!

Störe ich? - Kommt drauf an.

Ich mache mir Sorgen um dich.

Auf deine Ratschläge kann ich verzichten.

Sophie Charlotte, König Ludwig ist...

Deinem Cousin fehlen einige Tassen in seiner Porzellansammlung.

Nun, liebe Tante, ich weiß jetzt, was ein Satyr ist.

Und es hat mir sehr gefallen, was ich darüber gelesen habe.

Deine Mutter mag sich von deinem Temperament provozieren lassen,

aber mich kannst du damit nicht beeindrucken, Sophie Charlotte.

Und nun sollten wir meinen Sohn verabschieden.

Komm jetzt.

* Musik *

Bis bald, meine 2.

Tschüs Mama. - Tschüs Mutter.

Wenn du zurückkommst, erwartet dich ein neues Badezimmer.

Sogar mit Badeofen.

Du hast ein neues Bad für mich einbauen lassen?

Freust du dich? - Aber ja.

Eine Bitte hätte ich noch.

Nicht reiten.

Zumindest, bis du vollständig genesen bist.

* Musik *

Ich komme nach, sobald es meiner Schwester besser geht.

Spätestens zum Hofball werde ich wieder in Wien sein.

Ich denke auch, dass es besser wäre, wenn du ein paar Tage hierbleibst.

Gute Reise.

Ihr sorgt dafür, dass sich die Kaiserin erholt.

Ich kenne meine Frau.

Selbstverständlich, Majestät.

Ich wünsche Euch eine gute Reise.

* Musik *

In 5 min in Papas Büro.

(Kutscher) Hüa, Hüa.

* Musik *

Ein Pferderennen? Du?

Bist du von allen guten Geistern verlassen?

Du kannst froh sein, dass du überlebt hast

und ohne Schäden davongekommen bist.

Ich habe mir seinen Stammbaum angeschaut.

Avalon hat das Zeug, zum... - Schluss damit.

Aber das... - Du bist die Kaiserin von Österreich.

Was ist, wenn Franz davon erfährt? - Er wird es nicht erfahren.

Georg Basselet hat mir Stillschweigen zugesichert.

Die Kaiserin im Sattel eines Rennpferds.

Ganz Bayern wird Wetten gegen dich abschließen.

Und wenn du ausgerechnet gegen jemanden verlierst,

der dem Adel abgeschoren hat, dann wird das uns allen schaden.

Ich bin eine gute Reiterin. - Sisi, du bist eine Frau.

Das ist jetzt nicht dein Ernst?

Louis, du hast selbst gesagt, dass wir alles dafür tun müssen,

dass Possenhofen in unserem Besitz bleibt.

Wenn ich das Rennen gewinne, wird Mama vielleicht nie erfahren,

was Papa angerichtet hat.

Und du kannst ihr deine Verlobung mit Henriette Mendel beibringen.

Du willst doch nicht,

dass dieser respektlose Freiherr unser Familiendomizil übernimmt?

Der Ort, der dein Zuhause ist.

Das hätte Vater sich überlegen sollen,

bevor er unser Zuhause in den Sand gesetzt hat. - Hat er aber nicht.

Du glaubst also, dass Basselet bis zum Rennen dichthält, ja?

Der Mann ist anmaßend, aber nicht dumm.

Sein Preisgeld kriegt er, wenn er schweigt.

(Sophie Charlotte) Hört, hört.

Interessante Neuigkeiten.

Wie lange stehst du schon da?

Wann gedachtet ihr, mich einzuweihen?

Es ist auch mein Zuhause.

Was kriege ich dafür, wenn ich die Klappe halte?

Klaps auf den Hintern, wenn du es nicht tust. - Ganz falsche Antwort.

Wie wärs mit König Ludwig?

König Ludwig?

Der ist standesgemäßer als deine Tusnelda.

Ich brauche doch bald ein neues Zuhause.

Ludwig hat einige Schlösschen zu bieten.

Meinst du das ernst oder tust du das, um Mama zu ärgern?

Spielt keine Rolle.

Und was willst du von uns? - Ich will, dass du Ludwig etwas gibst.

Einen Brief.

Es ist schwer, eine Audienz bei ihm zu bekommen.

Nicht für dich. Du bist doch jetzt der Patriarch des Hauses, oder?

Und außerdem sein Cousin.

Und du, Schwesterchen, bist eine Strafe Gottes.

Ich habe Anordnung gegeben, dass Euer Pferd gesattelt wird, Hoheit.

(Sisi) Wunderbar.

Reicht mir bitte die helle Reithose. - Jawohl.

Ich wünsche eine proteinreiche Ernährung.

Besorgt mir eine Sprossenwand und Medizinbälle. 3 und 5 kg.

Und recherchiert einige Übungen zur Stärkung der Lendenwirbelmuskulatur.

Hoheit, die Sattler sind da.

Erhebt Euch doch.

Reicht dem Herrn bitte das Korsett.

Ich bräuchte ein Korsett aus festem Leder, um meinen Rücken zu stützen,

v.a. im Lendenwirbelbereich.

Ich brauche es so schnell wie möglich.

Natürlich, Eure Hoheit.

Seid Ihr sicher, dass... * Klopfen *

Eure Hoheit, ein Stallbursche steht unten und verlangt nach Euch.

Er sagt, es sei dringend.

Sagt ihm, ich komme gleich.

(Avalon wiehert unruhig)

Das macht er schon die ganze Zeit.

Er lässt niemanden an sich ran.

Gefressen hat er auch nichts.

Ist irgendetwas passiert?

(Stallbursche) Keine Ahnung, was er hat.

Die Stallmeisterin hat ihn betreut.

Und wo ist sie?

Sie ist verschwunden.

(Avalon schnaubt und wiehert unruhig)

(Avalon prustet und wiehert unruhig)

Öffnet das Tor. - Hoheit, das würde ich nicht empfehlen.

Wenn er so weitermacht, verletzt er sich noch selbst.

(Avalon wiehert unruhig)

(Avalon wird ruhiger)

Ruhig, Avalon. Sch, Sch, Sch...

(Avalon wiehert laut)

(Stallknecht) Haltet es!

Hinterher!

Komm, hinterher!

Keine Sorge, der kommt nicht weit. Alle Außengatter sind geschlossen.

Aber ohne die Stallmeisterin wird er Euch nie an sich ranlassen.

(Frau leise) Aber Eingang ist hier.

Und dann haben wir hier die 2. Position.

♪ Wer kam ins Haus? ♪

(sprechen leise und unverständlich)

Louis, was machst du denn hier?

Wie geht es dir? - Hast du einen Moment?

Natürlich.

Ist das das fertige Bühnenbild?

Das ist streng geheim. Komm.

Und dein Kostüm? - (lacht) Nein.

Ich bin froh, dass es dir gut geht. Zumindest einigermaßen.

(Louis) Ja.

Aber die Situation in meiner Familie ist...

...ist gerade sehr schwierig.

Jetzt, wo mein Vater tot ist und ich den Segen meiner Mutter haben möchte

für unsere Verbindung...

Ich kann nicht länger... - Wenn du das überdenken möchtest...

Was? Nein.

Nein, ganz im Gegenteil.

Ich habe mich mein Leben lang fehl am Platz gefühlt.

Bis ich dich getroffen habe.

Ich möchte dich so schnell wie möglich meiner Mutter vorstellen.

Am besten hier, auf deiner Premiere.

Was? - Ja.

Wenn sie dich sieht, kann sie nicht anders, als verzaubert sein.

Ich weiß nicht, ob ich das...

Das ist so schon der aufregendste Tag meines Lebens.

Ja, Entschuldigung.

Das war dumm von mir. Ich wollte dich nicht... - Nein, nein, nein.

Die Idee ist...

...gut.

Ja, lass es uns machen.

Bist du sicher?

Ja.

Gott, bist du schön.

Danke schön.

Wisst ihr, wo die Stallmeisterin verblieben ist?

Ist sie schon wieder verschwunden?

Ja.

Es gab immer nur Ärger mit ihr. Und in die Kasse gegriffen hat sie auch.

Tatsächlich?

Vielleicht sollten wir die Pferde verkaufen,

jetzt, wo euer Vater tot ist.

Ich kann mich um sie kümmern.

Sisi, du hast weiß Gott andere Pflichten.

Ich war früher immer mit Papa im Stall.

Das hilft mir, mich von ihm zu verabschieden.

Von Pferden solltest du dich tunlichst fernhalten.

Halt. - Sophie Charlotte.

Wollen wir nicht auf das neue Familienoberhaupt warten?

(Louis) Wenn man vom Teufel spricht.

Für wen sind die Blumen?

Natürlich für dich, Mama.

Oh, vielen Dank, Louis.

Außerdem würde ich dich gerne in die Oper einladen.

Ich denke, du solltest auf andere Gedanken kommen.

(Ludovika) In die Oper?

(Erzherzogin Sophie) Das ist aber eine nette Idee.

Ein wenig Unterhaltung wird dir guttun.

(Sophie Charlotte) Was haben wir denn da?

"Richard Wagner ― Die Walküre".

Wer spielt die Hauptrolle? Henriette Mendel?

Kennt man die?

* Glockenläuten *

Wir haben auch etwas für dich, mein Sohn.

Dein Cousin, König Ludwig, hat einen Boten geschickt.

Er lädt dich zu einer Audienz.

Tatsächlich? Hat er denn gesagt, was er von mir will?

Es ist eine delikate Angelegenheit,

die er direkt nur mit dir besprechen möchte.

Offensichtlich hat ihn deine Trauerrede nachhaltig beeindruckt.

Hoffentlich bittet er dich nicht um Geld, er soll knapp bei Kasse sein.

Lieber Gott,

beschütze unsere Familie und unseren geliebten Max im Himmel, Amen.

(alle) Amen.

Schlutzkrapfen. - Mh. Mit Käse.

Hausgemacht.

Sophie Charlottes Leibspeise. - Sisis.

Bon appétit. - Ja.

(Louis) Hunger, Gräfin?

* Musik *

Wie hast du das hingekriegt?

Ich habe noch nicht um Audienz gebeten.

Vielleicht geht es um mich.

Ich bitte dich.

Wann ist die Audienz? - Ich weiß genauso viel wie du.

Du weißt, was du versprochen hast? Du übergibst ihm einen Brief.

Wie könnte ich das vergessen?

Danke Brüderchen.

Ich fange sofort an, zu schreiben.

Darf ich fragen, was du machst?

Papa hatte eine Wohnung in München, wusstest du das? - Nein.

Suchst du was Bestimmtes? - Ich muss die Stallmeisterin finden.

Ohne sie krieg ich Avalon nicht unter Kontrolle.

Du glaubst, dass du hier was findest? - Sie war hier angestellt.

Mutter verheimlicht irgendwas.

Hast du da drüben schon gesucht? - Nein.

* laute Musik *

Sophie Charlotte.

Jetzt hört sie Wagner.

Weil sie gehört hat, dass König Ludwig vernarrt in ihn ist.

Sie ist eben richtig verknallt. Da kenne ich noch jemanden.

Hast ja recht.

Weißt du noch, wie Papa mich an diesem Stuhl festgebunden hat,

weil ich nicht lernen wollte?

Dich musste er nie festbinden.

Ja, weil ich ein Streber war.

Und ein Dieb.

Die Karamellbonbons hast du mir aus der Tasche geklaut.

Jetzt bist du Familienoberhaupt.

Tja.

Manchmal glaube ich, ich habe es so lange in Wien ausgehalten,

weil ich wusste, hier in Possenhofen ist mein richtiges Zuhause.

Hier ist ein Arbeitsvertrag.

Hier steht ihre Anschrift.

Linda Schwarz, Karlstraße 7, München.

Die Adresse ist doch...

Das ist die gleiche Adresse wie Papas Wohnung.

Meinst du, sie war seine Geliebte?

Unser Vater und die Stallmeisterin? Nein.

Warum hätte er eine Frau für diese Position anstellen sollen?

Er war schon immer sehr progressiv.

Mama hat so seltsam reagiert.

Meinst du, sie hat irgendwas mit ihrem Verschwinden zu tun?

Sisi, das ist Quatsch.

Bitte such jemand anderen, der dein Pferd auf Spur bringt.

Und lass unseren Vater in Frieden ruhen, ja?

Bitte.

* Glockenläuten *

(Zeitungsjunge) Münchner Nachrichten.

Alles über das große Oktoberfestrennen.

* Musik *

(Zeitungsjunge) Münchner Nachrichten.

Alles über das Oktoberfestrennen.

Münchner Nachrichten.

Alles über das große Oktoberfestrennen.

Münchner Nachrichten.

Gnädige Frau, Münchner Nachrichten. Gnädige Frau.

Hier, gnädigste Frau, alle Neuigkeiten zum Oktoberfest.

Münchner Nachrichten. Alles über das große Oktoberfestrennen.

Münchner Nachrichten.

Münchner Nachrichten.

Münchner Nachrichten.

(Frau) Ich habe gesagt, Sie werden Ihr Geld bekommen.

(Mann) Sie sind nicht der rechtmäßige Mieter.

(Frau) Es ist meine Wohnung.

Ist sie nicht, und auch nicht die des Herzogs in Bayern.

Zum Ende des Monats müsst ihr raus, der Eigentümer will es so.

Das könnt Ihr nicht machen. - Hey, was soll das? Finger weg.

Wir haben schon ganz andere Sachen gemacht.

(Adele) Bitte habt Erbarmen mit uns.

Ihr Schweine!

Mutter, komm rein, du bist zu laut. Wir werden schon eine Lösung finden.

Welche? Glaubst du, es interessiert sich irgendwer für dich?

Was hat er dir versprochen?

Zu einer Dame der Gesellschaft wollte er dich machen.

Stattdessen hat er dich die Scheiße seiner Viecher schippen lassen.

Das haben wir davon!

(Linda) Es war mein Wunsch, mit den Pferden zu arbeiten. - Mir egal.

Sollen es ruhig alle erfahren. - Das darfst du nicht.

So? Drohst du mir etwa?

Geh mir aus dem Weg.

(Sie schreit weiter im Hintergrund)

* Musik *

* klassische Musik *

"Mein lieber Ludwig, nun endlich finde ich die Worte, dir zu sagen,

dass es nur noch dich für mich gibt.

Seitdem wir uns begegnet sind, ist der Funke in meinem Herzen

zu einem lodernden Feuer herangewachsen.

Und die Sehnsucht nach einem Wiedersehen ist unerträglich."

(Diener) Der Herzog des Hauses Wittelsbach zu Bayern.

(König Ludwig) Herzog.

Tretet doch bitte näher.

Der Justizminister hat das Wort.

(räuspert sich) Mein König.

Wie Ihr wisst, neigt sich meine Amtszeit dem Ende entgegen.

Und ich möchte Euch einen geeigneten Nachfolger vorstellen:

Das Oberhaupt des Hauses Wittelsbach in Bayern.

* Stimmengewirr *

(Louis) Ludwig, ich meine es ernst. Ich soll Justizminister werden?

Bist du sauer? - Du hättest mich vorwarnen können.

Du hättest dein Gesicht sehen sollen.

Ich brauche jemanden im Ministerrat, dem ich vertrauen kann.

Auster? - Danke.

Sonst hab ich hier bald nichts mehr zu sagen.

Danke schön.

Unser lieber Herr Justizminister geht nach Berlin,

um persönlicher Speichellecker von Bismarck zu werden.

Aber er schuldet mir einen Gefallen.

D.h. du hast nur noch eine Hürde zu überwinden:

den werten Herrn neben ihm zu überzeugen.

(Louis) Minister Maillinger?

Hast du seine Stimme, hast du den Posten.

Wie soll ich das anstellen?

Na ja, er hat ein ziemlich fesches Madel auf der Koppel stehen:

seine Tochter.

Was? Ist doch eine gute Partie.

Du bist sowieso schon lange überfällig.

Apropos, deine kleine Schwester, die hat sich ganz schön gemausert.

Was hast du denn? Stimmt doch.

Ich kann dir nur raten,

wenn du es nicht ernst meinst, lass die Finger von ihr, verstanden?

Ich habe noch keine Antwort gehört, Cousin.

Hört, hört. Hast dich auch ganz schön gemausert.

* Wiehern *

"Münchner Rennverein lädt zur Pressekonferenz.

Wichtige Ankündigung zum Oktoberfestrennen

am heutigen Tag erwartet."

* Klopfen * Kutscher!

* Musik *

Hier, eine Frage! - Eine Frage, bitte!

Was erwartet uns denn? - Wie hoch ist das Preisgeld genau?

1/2 Mio. Gulden. * lautes Raunen *

(Mann) Und wer wird bei dieser Summe gegen Pastorius antreten?

(Frau) Wer ist denn der Gegner? - Es wird nur einen Gegner geben.

Und wer soll das sein?

* Musik *

Ich verspreche, dass dieses Rennen alles in den Schatten stellen wird,

was wir bisher in Bayern gesehen haben.

Das ist alles, was ich sagen kann.

(beschweren sich lautstark)

* Musik *

(Avalon brummt)

(Avalon schnaubt)

(flüsternd) Was mache ich bloß mit dir?

(Avalon schnaubt)

(Avalon schnaubt)

Ruhig, Avalon, ganz ruhig.

(sanft) Ganz ruhig.

Ich bin es nur.

(Avalon schnaubt)

(Avalon wiehert laut)

* Musik *

(Sophie Charlotte) Louis, wo willst du hin? Warte doch mal.

Louis.

Wie wars gestern bei Ludwig?

Hast du ihm meinen Brief gegeben?

Ich habe sogar einen für dich.

Ludwig lädt zu einer Soirée heute Abend in Nymphenburg,

während Mama und ich in der Oper sind.

Ich werde Sisi bitten, dich zu begleiten.

So, jetzt ab mit dir.

* Musik *

Ich hoffe, es ist übertrieben, was man sich über Ludwigs Feste erzählt.

Es ist nur eine Soirée. Mach dir um mich keine Sorgen, Schwesterchen.

Ich mach mir aber Sorgen um dich.

Ausgerechnet du?

Woher wusstest du, dass Franz der Richtige ist?

Als ich ihn in Bad Ischl gesehen hab, da...

...wusste ich es einfach.

Und du hast nie gezweifelt?

Ein bisschen.

Und wie hast du Franz damals für dich gewinnen können?

Das weiß ich nicht mehr so genau.

Jetzt komm. Erzähl.

Ich bin einfach ich geblieben.

Und habe dabei jede Regel gebrochen,

die die Etikette von mir verlangt hat.

Und das hat ihm gefallen?

(Sisi) Pass gut auf dich auf, Schwesterchen!

Kommst du nicht mit?

Willst du mich wirklich dabeihaben?

Lieber nicht. Da hast schon Néné den Kaiser ausgespannt.

Eine Frage noch.

Kann es sein, dass Papa eine Geliebte hatte?

Er wäre nicht der 1. Herzog, der von fremden Kirschen nascht.

Hast du deshalb nach der Stallmeisterin gefragt?

Danke Sisi.

Fahrt mich bitte zur Adresse vom letzten Mal, in der Au.

* Musik *

Da schau her, Georg Basselet in der Oper.

Seine Mutter war ja nicht die Attraktivste.

Will man kaum glauben, wenn man ihn jetzt sieht.

Ihr Tod war so grauenhaft.

Ich habe Possenhofen x-mal ausräuchern lassen,

nachdem wir es ihnen abgekauft haben.

* Raunen und Stimmengewirr *

Mama, ich würde gerne...

(Minister Maillinger) Schau her.

Der Herzog von Wittelsbach mit seiner bezaubernden Begleitung.

Du kennst ihn persönlich?

(Louis) Ich habe ihn erst einmal gesehen.

Herr Minister. - Darf ich Ihnen meine Tochter vorstellen?

Katharina von Maillinger.

Welch eine Überraschung.

Hochwohlgeborener Ritter von Maillinger,

darf ich Ihnen meine Mutter vorstellen:

Herzogin Ludovika in Bayern.

Mein herzliches Beileid zum Tod Ihres Mannes.

Ein herber Verlust für Bayern.

Mama, ich würde... - Das hat doch noch Zeit, mein Sohn.

* Musik *

Reihe F?

Reihe F ist hier vorne. - Danke sehr.

Guten Abend. - Guten Abend.

Ja? - Ihre Plätze sind da vorne.

Danke. - Gerne.

Kommst du, Mama?

Ist alles in Ordnung, mein Schatz? - Ja, natürlich.

* dramatische Musik *

♪ Ein fremder Mann?

Ihn muss ich fragen.

Wer kam ins Haus und liegt dort am Herd?

Müd liegt er von Weges Müh'n.

Schwanden die Sinne ihm?

Wäre er siech? ♪

* Musik *

♪ Noch schwillt ihm der Atem.

Das Auge nur schloss er.

Mutig dünkt mich der Mann.

Sank er müd' auch hin. ♪

(Mann aus der Menge) Da, der König.

* wirres Geflüster *

* Musik *

* Raunen *

* Stimmengewirr *

Mama? Mama.

Mama.

Wie kann ich Euch helfen?

Ich habe Georg Basselet von La Rosée zu einer Revanche herausgefordert.

Ihr steckt hinter dem ominösen Rennen, von dem die Stadt spricht?

Wenn Avalon gewinnt, fällt Possenhofen an meine Familie zurück.

Wusstet Ihr vom Wetteinsatz meines Vaters?

Nein.

Er hat das Schloss auf Avalons Sieg gesetzt.

Ohne Euch werde ich es nicht schaffen, Avalon zum Sieg zu führen.

Eure Mutter hat mir klargemacht,

dass ich in Possenhofen nicht erwünscht bin.

Ihr wart die Geliebte meines Vaters.

Nein.

Ist es nicht so?

Ich bin seine Tochter.

* Musik *

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