All language subtitles for Rosamunde Pilcher - Das Vermächtnis unseres Vaters - 2018 - HD 1280x720p - OkRu

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Original subtitles

Iris Harding

Patrick Yate

Maura Winterbottom

"Der Tag erwacht langsam über den Klippen von Cornwall."

"Zeit also, für heute 'Goodbye' zu sagen."

"Wir bedanken uns bei unseren Zuhörern und würden uns freuen,

wenn Sie am Mittwochabend wieder zuschalten."

Wir werden unter anderem über den Ausbau der Schnellstraße berichten

und über die Gerüchte, dass ein Ölkonzern neue Förderplattformen

vor unserer Küste installieren will.

Sie können unserem Experten Fragen stellen.

Aber jetzt geht es erst mal weiter mit Musik, unser Song der Woche.

schwungvolle Musik

Hey. Kaffee?

Unbedingt! Lachen

War was letzte Nacht? Zum Glück nicht.

Dann ist ja gut.

schwungvolle Popmusik

Popmusik aus dem Radio

Oh, wie ich sehe, war meine Hilfe heute gar nicht vonnöten.

Trotzdem danke!

Ich fühle mich besser, George. Viel besser!

Das zu hören, freut mich außerordentlich.

Werfen Sie den ein? - Natürlich!

Ohne dass es jemand zu Hause mitbekommt?

Kein Problem.

Mr Timothy ist schon wieder unterwegs

und Mrs Winterbottom schläft noch.

Mauras heiliger Schönheitsschlaf. Er schmunzelt.

heitere Musik

Musik wird lauter.

Morgen. - Das ist alles für euch. Bis morgen.

Alles klar, danke.

Telefone

Hier, für dich, Iris. Danke.

(Mann) Kleines?

Wir sehen uns in der Mittagspause. Ja.

geheimnisvolle Musik

"Liebe Iris Harding, mein Name ist Greta Winterbottom.

Ich lebe in Mevagissey in Cornwall

und kontaktiere Sie in einer etwas heiklen Angelegenheit.

Es betrifft den letzten Wunsch

meines vor einem Jahr verstorbenen Vaters.

Da ich leider aus gesundheitlichen Gründen

nicht in der Lage bin, nachzuforschen,

habe ich die Journalistenschule kontaktiert, die Sie besucht haben.

Sie wurden mir wärmstens empfohlen.

Daher würde ich mich freuen, wenn sie es schaffen, mich bald zu besuchen.

Selbstverständlich komme ich für die Reisekosten auf.

Ich hoffe, Sie finden meine Anfrage nicht allzu befremdlich,

aber ich glaube, dass es die Geschichte wert ist.

Mit lieben Grüßen, Greta Winterbottom."

Telefon

Milford Computertechnik, Pressestelle.

Was kann ich für Sie tun?

entspannte Musik

Danke.

Cheers. Cheers.

Ich halte das für 'ne Schnapsidee. Wieso denn?

Wir können zusammen hinfahren, uns ein schönes Wochenende machen.

Ich war noch nie so weit im Westen.

Ich muss mal raus hier, was anderes sehen, was erleben.

In Cornwall? Ja, könnte doch sein.

Was, wenn die Verfasserin des Briefes eine Betrügerin ist?

Marc, ich habe bei der Journalistenschule angerufen.

Es stimmt, sie haben mich empfohlen.

Trotzdem. Ich hab keine Lust,

wegen dem Wunsch einer fremden Frau Hunderte Meilen zu fahren,

weil du von deiner Reporterkarriere träumst.

In einer Computerfirma zu arbeiten, ist nicht das,

was ich mir für den Rest meines Lebens vorgestellt habe.

In diesem Büro habe ich das Gefühl, da nicht hinzugehören.

Ach komm.

Das war als Kind schon so, dass ich gedacht habe,

dass ich eigentlich am falschen Platz bin.

Oder sogar jemand anderes.

Du, ich würde dann den Wagen nehmen.

(Marc) Mhm.

Also, nächstes Wochenende.

Ich fahre nämlich. Ich muss wissen, was dahintersteckt.

Das war mir klar.

Vielleicht können wir noch mal über einen Hund reden?

Iris.

Wie soll das gehen?

Wir sind tagsüber nicht zu Hause.

Mama kann ihn ab und zu nehmen.

Deine geliebte Mama.

Ich frag sie mal, wenn sie aus dem Urlaub zurück ist.

(Radio) "Radio Seabreeze."

"Und jetzt kommen wir zu den Lokalnachrichten."

"Auch heute gab es an der Nordküste

Demonstrationen der Organisation Green Cornwall."

"Die Veröffentlichung über die sinkende Qualität des Meerwassers

hat viele auf die Straßen gerufen."

idyllische Musik

Ja, bitte?

Hallo, mein Name ist Iris Harding. Ja?

Ich suche Greta Winterbottom.

Wir erwarten niemanden.

Aber sie hat mir diese Adresse hier gegeben.

Greta empfängt keine Besuche mehr.

Wollen Sie zu mir?

Ich bin mit Greta Winterbottom verabredet.

Was wollen Sie von meiner Schwester?

Ich habe die Dame gebeten, zu gehen. Greta hat mich eingeladen.

Sind Sie eine Freundin? Ich habe Sie nie gesehen.

Wir kennen uns von der Journalistenschule.

Eine Viertelstunde. Länger nicht. George wird sie hochbringen.

George?

Hier, bitte.

Klopfen

Herein.

Miss Greta, hier ist Besuch für Sie.

Miss Iris ... Harding.

Oh, Miss Harding! Wie reizend, dass Sie gekommen sind.

Guten Tag. Wenn Sie etwas brauchen, rufen Sie.

Danke, George.

Hallo.

Das Laufen fällt mir inzwischen sehr schwer.

Ich hab leider nicht mehr lange zu leben.

Das tut mir leid.

Daher freut es mich umso mehr, dass Sie meiner Bitte nachgekommen sind.

Hallo, du.

Verwunderlich, dass Fred das zulässt. Er mag keine Fremden.

Hallo, Fred.

"When Winter Comes" - war mein Lieblingsbuch.

Ich hab's in einem Rutsch durchgelesen.

Mein Exemplar ist im Leseorbit. Wo?

Leseorbit, verliehen und nie wieder zurückbekommen.

Greta lacht.

Nenn mich bitte Greta, ich werde Iris zu dir sagen.

Wir sind fast im selben Alter, nicht? Gern.

Hilfst du mir? Ich würd gern an die frische Luft.

Ja.

Kann ich helfen? Danke schön.

(Greta) Hallo.

Also, wie ich schon schrieb,

geht es um den letzten Wunsch meines Vaters, John Winterbottom.

Er dachte, ich könnte mich darum kümmern,

aber meine Krankheit hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wenn ich helfen kann, mache ich das gerne.

Die ganze Sache ist unglücklicherweise delikat.

Der Ursprung liegt Jahre zurück,

als mein Vater ungefähr so alt war wie wir beide heute.

Er hat sich Hals über Kopf in eine Frau verliebt.

Sie verbrachten ein paar glückliche Monate zusammen.

Dann haben sie sich aus den Augen verloren.

Wieso? Das weiß ich leider nicht.

Doch er konnte diese Frau nie vergessen.

Die große Liebe, von der man selbst immer träumt?

Ich glaube, genau so war es.

Mein Vater hat mir erzählt,

dass er sich mit ihr oft auf seinem Schiff getroffen hat

und sie dort die schönsten Stunden verbracht haben.

Es war sein letzter Wunsch,

die "Sea Breeze" an die Liebe seines Lebens zu vererben.

"Sea Breeze", so hieß die Jacht?

Hast du vielleicht einen Namen von der Frau oder eine Adresse?

Sie hat geheiratet und einen anderen Namen angenommen.

Mein Vater wusste nicht, welchen.

Wirst du mir helfen, die Erbin der "Sea Breeze" zu finden?

Was sagt deine Mutter dazu?

Meine Mutter starb, als ich drei war.

Und die Dame, die mich reingelassen hat?

Maura ist die zweite Frau meines Vaters.

Es wäre besser, wenn sie davon nichts erfährt.

Sie weiß auch nichts von dem Schiff.

Aber du hast noch einen Bruder? Patrick.

Puh, kann sein. Junger Mann, groß, energisch.

Ohne ihn wäre ich nicht zu dir gelassen worden.

Er ist Mauras Sohn, er stammt aus ihrer ersten Ehe.

Besser, auch er erfährt nicht von unserem Vorhaben.

Traust du denn niemandem hier? Hundebellen

Greta? Dr. Johnson ist jetzt da, um nach dir zu sehen.

Besuch strengt Greta sehr an. Ich muss Sie bitten, zu gehen.

Könntest du morgen wiederkommen? Das mach ich.

Ich möchte dir das hier schenken. Dann hast du wieder ein Exemplar.

Danke.

ruhige Klaviermusik

Gut.

(Mann) Es wird zu einer Anklage kommen.

Sie haben doch keine Ahnung, mit wem Sie sich hier anlegen.

Die haben einen viel längeren Atem als Sie.

Ich glaube, Sie unterschätzen mich. Ihre letzte Unternehmung war illegal.

In Ihrem Interesse kann ich Ihnen nur raten,

endlich aufzuhören mit all dem.

Sonst werden Sie aus dieser Sache sicher nicht unbeschadet rauskommen.

Das werden wir ja sehen.

Hund bellt.

Und jetzt verlassen Sie das Grundstück.

Sie werden von uns hören.

bedrohliche Musik

Motor wird gestartet.

heitere Musik

Möchten Sie vielleicht ein Zimmer? Richtig geraten.

Miss Harding.

Tja, da Sie der einzige Gast sind, bekommen Sie das Zimmer unterm Dach.

Es liegt am Ende des Ganges. Die letzte Tür.

Es ist das hübscheste. Danke schön.

fröhliche Musik

Ah, da bist du, Timothy.

Dr. Johnson ist gerade bei Greta.

Was wollte dieser Anwalt wieder hier? Ich weiß nicht.

Er scheint wirklich was gegen Patrick in der Hand zu haben.

Hoffentlich zieht dein Sohn uns nicht alle da mit rein.

Ich werd mit ihm reden. Damit erreichst du doch nichts.

Aber so kann's nicht weitergehen.

Ich weiß, mein Schatz.

(seufzend) Ich weiß.

Aber war 'ne nette Unterhaltung. - Ja, war nett.

Ich wollte sie nicht vertreiben. Keine Sorge.

Nur ein weiteres verhunztes Date. Wir hatten leider nicht viel gemeinsam.

Sie war aber sehr attraktiv. Ihr Name ist Miller, meiner Smith.

Wie klingt das, wenn wir beide heiraten?

Was hätten Sie gern? Was darf ich denn bestellen?

Darf ich Sie überraschen? Okay.

Gab es in John Winterbottoms Leben noch eine andere Frau?

Eine dritte, meinen Sie? Nein, ich denke nicht.

John war hier dafür bekannt, dass er ein überzeugter Witwer war.

Warum hat er dann noch mal geheiratet?

Solang wollte er dann doch nicht alleine sein.

Maura war die hübscheste der Frauen,

die ein Auge auf John geworfen hatten.

Eigentlich ist sie ja ganz nett.

Aber nach 'ner Weile hatte ich das Gefühl,

dass sie nur an seinem Geld interessiert ist.

Kurz nach Johns Tod ist sofort ihr neuer Freund eingezogen.

(verächtlich) Timothy. War früher mal Leistungssportler.

Er hat sie um den Finger gewickelt. Meistens spielt er Golf im Club.

Ich weiß nicht, ob er es wirklich ernst mit ihr meint.

Und Mauras Sohn? Patrick meinen Sie? Was ist mit ihm?

Ich weiß nicht. Ich hatte das Gefühl, er steckt in Schwierigkeiten.

Nein, nicht dass ich wüsste.

Darf ich Ihnen noch was bringen? Gerne.

dynamische Musik

Guten Tag. Ich möchte zu Greta Winterbottom.

Haben Sie es noch nicht gehört? Was gehört?

Greta ist gestorben, gestern Nacht.

traurige Musik (erschüttert) Was?

Aber das kann doch gar nicht sein.

Haben Sie nicht gewusst, dass sie krank gewesen ist?

Es war eine Erlösung für sie, glauben Sie mir.

Und für uns.

Das ist natürlich sehr traurig,

aber Ihr Anliegen wird sich erledigt haben.

Kann ich irgendwas tun?

Bitte lassen Sie die Familie in Ruhe.

Autotür wird geöffnet.

sanfte Musik

Wir müssen uns beeilen. Der Pfarrer hat nicht allzu viel Zeit.

Die Beerdigung findet im engen Familienkreis statt.

Bitte keine Zaungäste.

Am besten Sie reisen wieder ab.

Warum haben die Greta so abgeschirmt?

Sie hätten am liebsten gehabt, dass ich keinen Kontakt zu ihr habe.

Etwas stimmt mit der Familie nicht.

Greta hat ihnen auch nicht vertraut.

Du redest über 'ne Frau, die du kaum gekannt hast.

Vielleicht bekomme ich ja noch etwas heraus.

In zwei Tagen? "Zur Not verlänger ich auch."

Ich hab eh noch ein paar Urlaubstage gut.

"Äh, du, lass uns heute Abend noch mal telefonieren, ja?"

"Ich muss los." Okay. Mach's gut.

entspannte Musik

Ähm, entschuldigen Sie? Gibt es hier noch einen größeren Hafen?

Ja, in der nächsten Bucht. Da drüben.

Sie fahren einfach die Landstraße entlang nach links.

Gar nicht zu verfehlen. Dauert circa zehn Minuten.

Okay. Danke schön. Bitte schön.

spannende Musik

Musik wird bedrohlich.

Musik wird dynamisch.

(liest) "Dear Finnie." Hallo? Ist da jemand?

spannende Musik

Was tun Sie auf dem Schiff? Es gehörte John Winterbottom, oder?

Wenn Sie es wissen, wieso fragen Sie dann?

Ich bin ... also war eine Freundin seiner Tochter.

Ich hab's schon gehört. Traurige Sache. Und so bald nach ihrem Vater.

Wissen Sie, ob Greta manchmal hier war? Also, früher mein ich.

John hat nie jemanden aus der Familie mit zum Schiff gebracht.

Er war gern allein hier. Hat immer an irgendwas rumgewerkelt.

Seit er tot ist, kümmert sich Steven um diese Jacht.

Steven? Arbeitet beim Radiosender.

Ja, klar, der Sender, natürlich.

Und jetzt verlassen Sie den Hafen auf der Stelle.

Sonst rufe ich die Polizei, klar? Bin schon weg.

spannungsgeladene Musik

(John) "Dear Finnie, es ist jetzt schon mehr als ein Jahr her,

dass ich ein Lebenszeichen von dir erhalten habe.

Seitdem sind alle meine Briefe zurückgekommen.

Ich weiß nicht, wie es dir geht."

melancholische Musik

(Radiojingle) "Radio Seabreeze."

"Ihr hört Radio Seabreeze. Wir halten euch ..."

Radio Seabreeze?

Genau wie die Jacht.

idyllische Musik

Möwen

Entschuldigen Sie? Kann ich helfen?

Im Hafen sagte man mir, Sie seien zuständig für die "Sea Breeze".

Also, die Jacht meine ich, nicht den Sender.

Ich passe nur auf, dass der alte Kahn nicht auf den Meeresboden sinkt.

Das bin ich John schuldig.

Hey.

Hallo, Fred. Was machst du denn hier?

Ich bin nur der Babysitter.

Gretas Bruder hat ihn jetzt eigentlich,

weil unsere liebe Maura keine Tiere mag.

Tja, Patrick hat leider wenig Zeit für ihn.

Wie für alles andere auch.

Das wird böse ausgehen.

Glauben Sie? Ja.

Als John noch lebte, waren sie wenigstens zu zweit.

Aber jetzt bräuchten wir dringend mal 'ne ordentliche Finanzspritze. Tja.

Na ja, aber die Winterbottoms sind doch eine wohlhabende Familie?

Aber Maura würde niemals ihr geliebtes Geld

in unseren kleinen Radiosender investieren.

Sie war sehr sauer damals,

als ihr einziger Sohn die Schnapsidee von John weiterführte.

Tja, das mit den Karrieren läuft eben manchmal anders, als man denkt.

Wahre Worte! Sehen Sie mich an.

Ich hab Physik studiert.

Sie müssen wissen, dass Patrick ein Dickkopf ist.

Er würde niemals seine Mutter um Hilfe bitten.

Ich hatte das Gefühl, die beiden haben ein gutes Verhältnis.

Jetzt haben Sie genug Informationen aus mir rausgequetscht, kleine Lady.

Sind Sie etwa von der Polizei?

Oder schlimmer noch, von der Staatsanwaltschaft?

Ich bin in privater Angelegenheit hier.

Wirklich?

Wissen Sie,

dass John Winterbottom seine Jacht einer Frau vermachen wollte? Finnie?

Hat er nie erwähnt.

Irgendjemand könnte sie doch zusammen gesehen haben.

Gab's keine Gerüchte?

In unserer Clique

war für die Gerüchteküche meine Schwester Kate verantwortlich.

Ich könnte Ihnen ihre Adresse geben.

Das wäre nett. Danke.

Na endlich! Was hat der Notar denn gesagt?

Hm!

Spann mich bitte nicht länger auf die Folter.

Greta hat kein eigenes Testament.

Der Notar meinte,

sie wollte die Verfügungen ihres Vaters beibehalten.

Aber das ist eine gute Nachricht, oder?

Ich bin nie wirklich schlau aus ihr geworden.

Das bedeutet, alles bleibt in der Familie?

Alles wie gehabt.

Also bleibt alles in unserem Besitz.

Wir können damit machen, was wir wollen. Alles gehört uns.

Mir gehört es, Timothy, mir allein.

sanfte Musik

Klingel

John hat als Einziger von uns so jung geheiratet.

Das hätte er bleiben lassen sollen.

Warum?

Die Liebe zwischen den beiden ist schnell verflogen.

War kein Geheimnis, das wusste hier jeder.

Aber dann erwartete Alicia plötzlich ein Baby.

Greta.

Wissen Sie von einer Geliebten?

Sie schmunzelt.

Es gab natürlich eine Menge Gerüchte.

John war unglaublich gut aussehend.

Ihr Name könnte Finnie gewesen sein. Finnie?

Ein Kosename oder eine Abkürzung.

Ich kann mich an niemanden mit diesem Namen erinnern.

Schade, dass ich nicht helfen kann.

Trotzdem, vielen Dank.

Kommen Sie gerne wieder vorbei.

Danke. Tschau.

spannungsvolle Musik

Warten Sie.

Vielleicht war es die hier? Die rechte?

Wer ist das? Sie sagten, ihr Spitzname sei Finnie.

Diese Frau hieß Fiona. Mehr kann ich Ihnen leider nicht über sie sagen.

Ich kannte sie kaum.

Aber das ist nicht möglich. Wieso denn?

Es passt in den Zeitabschnitt, über den wir vorhin gesprochen haben.

Diese Fiona ist 1990 nach London gezogen.

Geht es Ihnen nicht gut?

Sie kann es nicht gewesen sein.

Es geht einfach nicht, verstehen Sie?

Soll ich Ihnen ein Glas Wasser holen? Nein, danke. Alles in Ordnung.

(Marc) Beruhige dich erst mal.

Vielleicht sieht diese Frau ihr nur ähnlich.

Das ist kein Irrtum. Ich erkenne meine Mutter.

Verstehst du nicht: Finnie - Fiona.

"Sie hat Mevagissey 1990 verlassen

und im Dezember kam ich in London auf die Welt."

Warum hätte sie dich anlügen sollen?

"Ein uneheliches Kind zu haben, ist kein Verbrechen."

"Das war es damals auch nicht."

Sie hat gesagt, dass mein Vater vor meiner Geburt verstorben ist.

Aber sie hat nie in Cornwall gelebt, richtig?

"Nicht, dass ich wüsste." Na, also!

Sie hat sich immer geweigert, in den Westen zu fahren.

Das ist doch komisch, oder?

Warte doch ab, bis du mit ihr gesprochen hast.

"Ja, ich versuch sie, zu erreichen. Sie geht nicht ans Handy."

Aber, Marc, wenn das stimmt, dann war Greta meine Halbschwester.

"Sie hat's gewusst, als wir uns getroffen haben."

Iris.

Iris?

Ja? Hey.

"Atme einfach mal ganz tief durch, okay?"

ruhige Musik

Guten Morgen. Morgen.

Bisschen jung für senile Bettflucht, oder?

Na, Sie aber auch. Er schnaubt.

Ich hatte gestern schon wieder 'ne verhunzte Verabredung.

Woran lag es? An mir, fürchte ich.

Keine mag mich!

Ist es wieder am Nachnamen gescheitert?

Doch, auch, diesmal Jones.

Sie sollten das klären, bevor sie sich treffen.

Nächstes Mal.

Könnte ich einen Kaffee bekommen? Ja, na klar

(Radio) "Hi, hier ist wieder Patrick."

"Es ist mittlerweile 5.20 Uhr

und Zeit, über unsere Recherchen zu berichten."

"Das Gerücht um neue Ölförderanlagen verdichtet sich."

"Der Sprecher von Scorefield Offshore Limited bestritt ..."

Das machen die doch immer.

Gehen Sie heute zu Gretas Beerdigung? Sie möchten unter sich bleiben.

Na, das wird nicht schwer sein, Maura hat sowieso kaum Freunde.

"Die Fördermengen seien wesentlich geringer

als in anderen Gebieten."

"Zurzeit seien sowieso keine neuen Projekte in Planung."

Liebe Trauergäste. Wir haben uns versammelt,

um unserer Schwester Greta Winterbottom zu gedenken.

Der Herr hat sie leider viel zu früh von uns genommen

und so hat der Himmel nun einen Engel mehr.

Uns Hinterbliebenen soll es ein Trost sein,

dass wir uns alle am Tage des Jüngsten Gerichts

wiedersehen werden vor Gott, unserem Schöpfer.

traurige Musik

(Timothy) Danke.

Die Musik klingt aus.

Wo ist denn Fred?

Als wir gingen, war er noch hier unten.

(ruft) Fred?

Wahrscheinlich ist er auf der Suche nach Miss Greta.

Vielleicht ist er oben in ihrem Zimmer.

Die Tür zum Garten ist offen. Der ist sicher abgehauen.

Ich zieh mich um, dann geh ich ihn suchen.

Herrje, das ist ja ärgerlich.

Mama, warum meldest du dich nicht?

Du müsstest schon längst aus dem Urlaub zurück sein.

Ich muss wissen, ob das wahr ist. Ruf mich an. Egal wann.

Hallo, Fred. Was machst du denn hier?

gefühlvolle Musik

Na komm.

Komm her.

Komm. Hierher!

Na, wo warst du denn, du alter Ausreißer, hm?

Was machen Sie hier? Wie wär's mit:

Guten Tag. Danke, dass Sie meinen Hund gefunden haben.

Guten Tag und danke, dass Sie meinen Hund gefunden haben.

Was machen Sie hier draußen?

Bald kommt die Flut, dann ist es hier sehr gefährlich.

Ich kann auf mich alleine aufpassen.

Soll ich Sie mitnehmen?

An diesem Strand hier gibt's keine Busse.

Und Taxis natürlich auch nicht. Eher selten.

Na gut.

Fred bellt.

sanfte Musik

Warum sind Sie eigentlich immer noch hier?

Ist's verboten, in Mevagissey zu bleiben?

Wenn man Schiffe durchsucht, die einem nicht gehören.

Das waren doch Sie, oder? Greta hat mich gebeten ...

Steve auszufragen? Oder warum sind Sie danach zum Sender gefahren?

Ich suche nach einem Verwandten. Greta hat mir dabei geholfen.

Und Sie kannten sich von der Journalistenschule?

Haben Sie mich nur mitgenommen, um mich zu verhören?

Die Gelegenheit ist günstig, oder?

Handy

Ja?

Also doch. Wo ungefähr?

Ja, ja, ja, ja. Ja, warte auf jeden Fall auf mich.

Ja, ich kann in einer Viertelstunde bei dir sein. Ja.

Was machen Sie da? Planänderung. Tut mir leid.

Lassen Sie mich raus. Sofort.

Keine Sorge, Ihnen passiert schon nichts.

Sind Sie sich da sicher?

abenteuerliche Musik

Musik verstummt.

Ich rate Ihnen mitzukommen,

wenn Sie hier nicht zwei Stunden warten wollen.

Schön, dass Sie mir die Wahl lassen!

Hey, bleib, ja!

Hey, Michael. Hi.

Das ist Iris. Können wir ihr vertrauen?

Sie arbeitet bei Milford Computertechnik in London.

Woher wissen Sie das? Hab Sie gegoogelt.

Wann? Wir dürfen keine Zeit verlieren.

Festschnallen!

abenteuerliche Musik

Nichts! Ich denke, wir müssen weiter nach Westen.

Geht's Ihnen gut?

Ich bin gegen meinen Willen entführt worden, aber sonst alles prima.

Sehen Sie's einfach als kostenlosen Erlebnisflug!

Ich denk nicht dran.

Hier. Wir suchen ein mittelgroßes Schiff,

wahrscheinlich mit technischem Aufbau.

Ich bin nicht sicher, ob sie bei der unruhigen See überhaupt operieren.

Dahinten ist eins!

Ja, das ist es!

Hast du die Koordinaten?

Aber sicher!

Sind verdammt nah an der Küste. Unglaublich!

Wir müssen noch näher ran.

spannende Musik

Musik wird leiser und ruhiger.

Danke. Gerne.

Sie wollen mir nicht sagen,

an welchem Verbrechen ich beteiligt war?

Nach was sah es denn aus? Spionage?

Das war ein Schiff, welches seismische Messungen durchführt.

Erdbeben oder Erdöl?

Letzteres.

Davon gibt's leider genug vor unserer Küste.

Was passiert mit den Fotos? Gehen die an die Presse?

Besser, Sie wissen nicht zu viel.

Ihr Charme ist wirklich atemberaubend.

Iris, ich danke Ihnen dafür,

dass Sie das gerade alles mitgemacht haben.

Und ich weiß, dass ich Menschen übergehe

und vielleicht bin ich auch neurotisch.

Aber ich habe einfach gelernt, niemandem zu vertrauen.

Handy

Ja?

Was? Wann?

Okay. Ja, ich komm sofort.

Es tut mir leid, ich muss leider sofort weg.

Michael fährt Sie mit Sicherheit nach Hause.

(Timothy) Schatz?

Ah!

Ich hab dich schon überall gesucht.

Was ist denn?

Hey, was ist los, hm?

Glaub mir, Greta ist jetzt an einem besseren Ort.

Ich wünschte, wir hätten uns besser verstanden.

Sie ist eben nicht einfach gewesen, Schatz.

Die ganze Situation war nie leicht für dich.

Ich hab dich da immer bewundert.

Du bist eine tapfere Frau.

Und ich mache mir furchtbar Sorgen um Patrick.

Ach, Schatz, er ist längst erwachsen.

Heute ist schon wieder ein Schreiben gekommen.

Scorefield meint es ernst mit der Klage.

Das kommt davon, wenn man sich mit so einem mächtigen Gegner anlegt.

Ach, Patrick könnte immer noch

als Auslandskorrespondent in New York arbeiten.

Stattdessen hat er alles aufgegeben

und sich ins nächste Flugzeug gesetzt,

als es John schlechter ging.

Das entschuldigt nicht im Geringsten,

wieso er den Sender als politisches Sprachrohr missbraucht.

Na ja, er wollte eben was bewegen.

John hätte das gefallen.

Dein Sohn bewegt sich dabei auf gefährlichem Terrain,

verstehst du das.

Diese Ölkonzerne sind einfach eine Nummer zu groß.

Die werden ihre Interessen immer weiterverfolgen.

Wir müssen aufpassen, dass dein Sohn uns da nicht mit reinzieht.

Vor allem finanziell nicht. Der Radiosender ist unabhängig.

Bist du dir da ganz sicher?

Ja, Patrick hat das so gewollt.

Trotzdem würde ich ihn unterstützen, wenn es nötig ist.

Was hast du denn vor?

Willst du seine Anwälte bezahlen, damit er immer so weitermachen kann?

Das kannst du nicht für ihn auf dich nehmen.

Wir können uns auf so ein Politikum nicht einlassen.

Da könnte uns schaden. Ich weiß.

Und so ein winziger Radiosender wirft sowieso nichts ab.

Ich möchte einfach nur in Ruhe leben,

ohne mir ständig Gedanken machen zu müssen.

Ist das zu viel verlangt? Natürlich nicht.

Da muss schnell eine Lösung her.

(Steven) Oh je, was ist denn hier passiert?

Wie haben die das angestellt,

ohne dass es jemand aus unserem Team bemerkt hat?

Nach der Magazinsendung sind doch immer alle beim Mittagessen.

Das werden sie beobachtet haben. Waren sicher Profis.

Scorefield? Ja, wer sonst.

Die Festplatte ist weg.

Da werden sie nicht viel drauf finden.

Jedenfalls nicht das, was sie suchen.

Mag sein, dass sie nicht wissen, wie weit du ihnen auf der Spur bist,

aber unsere ganze Buchhaltung war da drauf.

Dann kennen sie jetzt unsere Bilanzen. Viel Spaß.

Das ist eine ernste Sache.

Wenn die vor so was nicht zurückschrecken.

Der Einbruch bedeutet nur,

dass Scorefield uns als ernsthaften Gegner wahrnimmt.

Du bist verrückt. Ich lass mich nicht kleinkriegen.

n' Abend. Hey.

Danke.

Möchten Sie zu Abend essen? Kein Date heute?

(seufzend) Ich hab keine Lust mehr auf diesen Quatsch.

Ich muss Sie auch versetzen. War ein anstrengender Tag.

Wie schade. Aber eine Weile bleiben Sie noch hier, oder?

Hier ist es gerade ziemlich interessant.

Hm. Gute Nacht. Gute Nacht.

ruhige Musik

Ah! - Hallo. Es freut mich,

dass Ihre Familie endlich vernünftig geworden ist und verhandeln will.

Da muss ich Sie enttäuschen.

Patrick weiß nichts von unserem Treffen, Mr Clark.

Und Ihre Frau?

Meine Verlobte? Sie ist heute in Bristol.

Dann bin ich also umsonst hergekommen?

Ich würde vorschlagen, Sie hören mir erst mal zu. Okay?

Na, kommen Sie!

Bitte, nehmen Sie Platz.

Einen Whisky?

Mir wäre es lieber, wenn Sie mir sagen, worum es hier geht.

Wissen Sie, Sie und ich, wir beide haben die gleichen Interessen.

Bitte verzeihen Sie mir,

aber das kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

Lassen Sie es mich erläutern.

Nur kurz.

Sie vertreten eine der größten Ölfördergesellschaften Europas.

Scorefield International Limited.

Und der Sohn meiner Verlobten nutzt seinen kleinen Radiosender,

um die Bevölkerung hier gegen ihr Bohrvorhaben aufzuwiegeln.

Ich kann diese Situation beenden. - Wieso sollten Sie das tun?

Tja, Patricks Mutter ist interessiert an einer Lösung

ohne irgendwelche rechtlichen Konsequenzen für ihren Sohn.

Sie würden also gerne vermeiden, dass ein Teil des Familienvermögens

für Regresszahlungen verschleudert wird? Oder für Prozesskosten?

Vor allem, weil der Radiosender

finanziell überhaupt nicht gut dasteht.

Geht Radio Seabreeze Konkurs,

hätte Patrick kein Sprachrohr mehr für seine politische Meinung

und Ihr größter Widersacher wäre stumm geschaltet.

Und Sie haben auch schon einen Plan, sehe ich das richtig?

Seit längerer Zeit sind die Werbekunden von Patricks Sender

mit der Meinungsäußerung nicht einverstanden.

Und tatsächlich haben sich einige schon ganz von ihm distanziert.

Und Sie könnten dafür sorgen, dass es noch mehr werden?

Der einfachste Weg aus der Misere.

Und was genau erwarten Sie von mir?

Ganz einfach: Sie müssen die Anklage fallen lassen

und Patrick rechtlich nicht verfolgen.

Es wurde in dieser Sache bereits so viel Geld verschwendet,

und zwar von Ihrer Seite und auch von unserer.

düstere Klänge

Mama?

Ich bin sofort losgefahren, als ich deinen Anruf gehört habe.

Es stimmt also?

Mein Vater ist John Winterbottom?

Wie hast du es rausgefunden?

Über seine Tochter, Greta!

Meiner Schwester, von der ich nichts wusste.

Mann, Mama! Du hast mich all die Jahre lang angelogen.

Hast du,

hast du John gesehen?

Er ist gestorben.

Schon vor über einem Jahr.

John hat immer behauptet, er wäre mit seiner Frau nicht glücklich.

Aber trennen wollte er sich auch nicht.

Er hat sich auf sein Kind gefreut.

Tja,

und dann war ich plötzlich auch schwanger.

Ich wollte dich behalten.

Ich hatte keine Wahl, ich musste von hier weg.

Wieso? Weil die Leute geredet hätten?

Weil wir nie eine normale Familie geworden wären.

Es wäre alles heimlich passiert.

Du wärst das Kind von der Geliebten gewesen.

Vielleicht wäre das besser gewesen, als gar keinen Vater zu haben.

Ich hab alles versucht, damit du ihn nicht vermisst.

Er hat versucht, Kontakt zu uns zu halten. Über Jahre.

Ich hab all seine Briefe gefunden.

Was, er hat die aufgehoben?

Ich hab sie alle zurückgeschickt. Ungeöffnet.

Ich wollte das alles hinter mir lassen.

So was funktioniert doch nicht.

Stimmt.

So richtig loslassen konnte ich erst, als ich Thomas kennengelernt habe.

Ja. Da war ich aber schon 15 oder 16.

Du hast also nie erfahren,

dass Johns Frau ein paar Jahre, nachdem du weg warst, gestorben ist?

Nein.

Mama, wir hätten eine richtige Familie werden können.

Ob John das wirklich gewollt hätte?

Er hat dich nie vergessen.

Bis zum Schluss seines Lebens nicht.

Das wage ich zu bezweifeln.

Du warst aber lange weg.

Ich hab gesagt, dass es spät werden kann. Hier, für dich.

Danke.

Wie schön.

Das Haus war ganz schön leer ohne dich.

Du hattest recht. Der Ausflug hat mir gutgetan.

Hab ich dir gesagt. Eine Shopping-Therapie hilft immer.

Was hast du gemacht? Nichts Besonderes.

Erst Golf gespielt, dann Mittagessen im Club

und bis eben habe ich gekocht.

Damit mein Schatz ein fürstliches Abendessen bekommt.

Stimmt, George hat ja heute frei. Ich geh mich umziehen.

Ich wusste gar nicht, dass du kochen kannst.

Ich stecke voller Überraschungen.

Und beeil dich.

(Fiona) John wollte dieses Schiff unbedingt,

dabei konnte er anfangs überhaupt nicht damit umgehen.

Im ersten Jahr sind wir ein paarmal in Seenot geraten, na ja, fast.

Und zweimal mussten sie uns in den Hafen zurückschleppen.

Eigentlich war ich immer der bessere Navigator.

John hat immer geschrieben,

dass er sich wünscht, dass du die Jacht bekommst.

Mama, was meinst du?

Wir könnten ab und zu herkommen

und du kannst mir zeigen, wie man damit umgeht.

Ich glaube nicht, dass ich das will, Iris.

Es war sein letzter Wunsch.

John und diese Liebe, alles, was damit zusammenhängt,

das ist Vergangenheit.

Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen und ich will das nicht.

Ich bin mit Thomas glücklich.

Warum sollte ich das gefährden durch Erinnerungen?

Ich dachte, dass ich keinen Vater hab. Und keine Geschwister.

Jetzt weiß ich, warum ich oft das Gefühl hab,

dass ich jemand anderes bin.

Warum ich für so viel nicht den Mut habe.

Weil mein Leben nie richtig war, eine einzige Lüge.

Morgen. Hallo, mein Schatz.

Schläft Timothy noch?

Er trainiert für den Marathon.

Dann ist er wenigstens beschäftigt.

Du magst ihn nicht. Zwing mich nicht zu lügen.

Danke, George. Wir kommen allein zurecht.

Sehr wohl. Danke.

Ich verstehe nicht, warum du mit ihm zusammen bist.

Wäre es schlimm, mal allein zu bleiben?

Timothy hat mich aufgefangen nach Johns Tod.

Er ist witzig, kennt interessante Leute

und hat immer Zeit, wenn ich ihn brauche.

Und er braucht dein Geld.

Glaub mir, ich bin mir dessen durchaus bewusst.

Sei einfach vorsichtig.

Bei euch ist eingebrochen worden? Nichts passiert.

Du weißt, dass sie dich in New York jederzeit zurücknehmen.

Mutter, der Zug ist abgefahren.

Solange es den Sender gibt, werde ich weitermachen.

Du hast dich mit John fast besser verstanden als ich.

Das war manchmal komisch, weißt du?

Ich bin irgendwie gar nicht an ihn rangekommen.

John war ein toller Mann.

Und egal, was die Leute sagen, ich hab ihn geliebt.

Ich würde gerne hier bei dir bleiben und mit dir noch ...

Aber ich kann nicht, ich muss nach Hause.

Ich hab nach deinem Anruf alles stehen und liegen lassen.

Ich wär jetzt sowieso lieber allein.

Okay. Wir sehen uns in London, ja?

Nächstes Wochenende bin ich wieder zu Hause.

Handy

Hallo, Marc. Hey, na, wie war's mit deiner Mutter?

Sie hat meine Vermutung bestätigt.

"Was?"

Oh, das ist heftig.

Sie will nichts mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun haben.

"Okay, was willst du jetzt unternehmen?"

Ich bleibe noch ein paar Tage hier, um das alles zu verdauen.

Natürlich bleibst du da. Jetzt hast du deine Bestätigung.

Du bist die Erbin von diesem John Winterbottom.

Ja, und?

Der einzig lebende Nachkomme.

Dazu müsste ich die Vaterschaft aber beweisen können.

"Das ist heute recht easy."

Also, wenn du willst, kümmere ich mich darum.

Ich habe keine Lust, mich Gretas Familie aufzudrängen.

Du wirst auf deine Rechte verzichten?

Weißt du was? Ich versuche für morgen einen Zug zu bekommen.

Dann bin ich bei dir, okay? Ich liebe dich.

Marc?

Hi. Hallo.

Ich muss mich entschuldigen, weil ich so plötzlich weg bin.

Ich hab's allein geschafft. Dachte ich mir.

Was ist dadrin?

Waffen, Drogen, suchen Sie sich was aus.

Fürs Erste zu klein, fürs Zweite zu auffällig,

und ich traue Ihnen das nicht zu.

Stimmt, stimmt und stimmt. Jetzt würde ich es gerne wissen.

romantische Musik

Okay, soll wohl so sein. Kommen Sie mit.

Hey, Tom. Hi, Patrick.

Gibt's was Neues?

Ja, könnte man so sagen.

Jemand von Scorefield war gestern hier.

Wollte eine Spende für die Gemeinschaftskasse hier lassen.

Eine größere Summe? Damit wir nicht so viel nachdenken.

Und?

Keine Chance, abgelehnt. Machst du mit den Nachforschungen weiter?

Auf jeden Fall. Bis gleich.

Bis dann.

Was wird das hier? Piratensender? Freies Radio.

Ich dachte, das gibt's seit dem Internet nicht mehr.

Warum nicht? Im Moment die Lösung meiner Probleme.

Dafür müssen Sie außerhalb der Drei-Meilen-Zone senden.

Ja, das ist der Plan. Ich fahre nachher raus.

Dann kann ich über alles berichten, was einem öffentlichen Sender

rechtliche Konsequenzen einbringen könnte.

Über einen Bestechungsversuch beim Hafenmeister?

Ja. Oder ein Schiff, das seismische Messungen durchführt.

Das ist nicht verboten. Also die Messungen, meine ich?

Ja, aber die Küstenbewohner würden von den Plattformen

erst erfahren, wenn Bohrungen schon begonnen haben.

Der Mann, mit dem Sie Streit hatten,

war das ein Rechtsanwalt der Ölindustrie?

Gut beobachtet.

Was halten Sie davon, wenn Sie heute moderieren?

Wollen Sie Ihre Zuhörer verjagen? Oder neue dazugewinnen.

Ich weiß nicht.

Es ist eine Entwicklung, die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen

und von der Politik gebilligt wird.

Rund 400 Öl- und Gasplattformen gibt es bis jetzt auf der Nordsee

und alle leiten sogenanntes Produktionswasser ins Meer.

"Nächstes Jahr plant Scorefield Offshore Limited

vier neue Plattformen direkt vor Cornwalls Küste zu verankern."

"Die ersten Vorarbeiten haben gestern stattgefunden."

Sie werden die Strände verschmutzen und ich kann den Laden schließen.

Da wirst du nicht der Einzige sein. "Stoppt Scorefield!"

Die Jungs im Hafen haben alle unterzeichnet.

Je mehr Leute, desto größer die Chance,

den Plattformbau zu verhindern.

Gib her!

Wer noch?

Stimmengewirr

Die Erfahrung zeigt, dass die betroffenen Regionen

durch die Ölförderung mehr Schaden als Nutzen haben.

Wenn Sie wissen wollen, was Sie aktiv dagegen unternehmen können,

bleiben Sie dran. Es geht weiter mit Musik: unser Song des Monats.

Romantisches Lied wird abgespielt.

Fürs erste Mal war das doch ganz anständig.

Ich übersetz das mal mit: "Sehr gut gemacht, Iris."

Vielen Dank, Iris.

Könntet ihr eure Radiobeiträge nicht besser absichern lassen?

Oder zusätzliche Redakteure einstellen,

um die Recherchen besser belegen zu können?

Ja, könnte man. Muss nur finanziert werden.

Wir haben ein paar Werbeeinnahmen

und werden noch von Green Cornwall unterstützt.

Aber das reicht nicht.

So mutige Mitarbeiter, die sich mit Großkonzernen anlegen,

muss man auch erst mal finden.

Die so verrückt sind wie du? Ein bisschen Wahnsinn braucht man.

Aber nur ein ganz kleines bisschen.

Beide lachen.

Romantische Radiomusik wird lauter.

Du meinst, der Ölkonzern ist für den Einbruch verantwortlich?

Ganz sicher. Was sagt die Polizei?

Außer 'ner uralten Festplatte ist nichts gestohlen worden.

Es interessiert sie wohl nicht so. Sie brechen ein und umgehen Gesetze.

Und du bist derjenige, der dafür verklagt wird.

Das Ganze ist total verlogen.

Was hältst du von Robin Hood? (irritiert) Was?

Als Name für deinen neuen Piratensender.

"Radio Robin Hood". Nicht schlecht.

Hätte John gefallen.

Vorsicht, heiß.

sanfte Musik

Wie war er eigentlich so? Dein Stiefvater?

Klug. Großzügig, mit tausend Ideen.

Und irgendwann ein bisschen schrullig.

Ohne ihn gäb's Radio Seabreeze nicht.

Guten Morgen. Ich müsste noch etwas Dringendes erledigen.

Könnten Sie meine Tasche reinbringen?

Gerne. - Danke.

Guten Morgen. - Guten Morgen.

Danke, dass Sie schon so früh Zeit haben.

Für Sie doch immer. Was ist los? Probleme?

Probleme? Nein, im Gegenteil.

Ich wollte mich gern mit Ihnen über eine Idee unterhalten.

Idee? - Ja.

Ja. Wie Sie Ihren Werbeetat

effektiver anlegen können. - Ah, klingt spannend.

In letzter Zeit haben viele Leute Schwierigkeiten

mit der Meinungsmache und Einstellung von Radio Seabreeze.

Aber das ist der einzige Sender, den man hier störungsfrei hören kann.

Es gibt viele Möglichkeiten, Kunden zu erreichen.

Die Printmedien oder das Internet. Und auch auf Events.

Wir sollten das in Ruhe besprechen. - Gern.

Ja, okay. Dann bis gleich.

Das war Steven. Ich soll noch beim Sender vorbeischauen.

Schläfst du überhaupt irgendwann mal?

Man kann schlafen, wenn man alt ist.

Dann bin ich wohl schon sehr alt. Oder nicht in Übung.

Meinst du, das kann man lernen? Hm.

In dem Hotel hier wohn ich.

Ich weiß. Konnte man das etwa auch googeln?

Nein, das erfährt man über den analogen Dorfkanal.

Wenn man so neugierig ist wie du. Ja. Oder die richtigen Leute kennt.

Also dann.

gefühlvolle Musik

Das ...

Menschen verhalten sich merkwürdig, wenn sie zu wenig schlafen.

Sehr merkwürdig.

Gefühlvolle Musik hält an.

Gute Nacht.

Gute Nacht.

Iris? Ja?

Falls du mal einen anderen Job suchst,

Radio Seabreeze würde dich jederzeit einstellen.

Ist ein tolles Angebot, aber das geht leider nicht.

Schade.

Finde ich auch.

Guten Morgen.

Oh, ein Marc Willies hat angerufen.

Klang sehr aufgeregt, weil er Sie nicht erreichen kann.

Wie viel Uhr ist es?

Hey. Hey.

Ich dachte schon, du hast meine Nachricht nicht bekommen.

Vor 'ner halben Stunde erst.

Ich habe dir aufs Band gesprochen,

dass wir die ganze Nacht auf der Jacht waren.

Du schlägst dir mit diesem Stiefbruder die Nacht um die Ohren?

Ach, wir haben eine Sendung zusammen moderiert. Sonst nichts.

Weiß er überhaupt, wer du bist?

Noch nicht. Greta wollte es die Familie nicht wissen lassen.

Ja, natürlich nicht.

Sie sind ja alle davon betroffen, wenn du deine Erbansprüche anmeldest.

Was redest du da eigentlich?

Dieser Patrick wird seine Mutter beerben.

Ja, und?

Er wird sicher verhindern wollen, dass du die Wahrheit herausbekommst.

Keiner aus der Familie kennt die Wahrheit. Nur Greta wusste es.

Du hast doch gesagt, ihnen gehört ein riesiges Anwesen?

Weißt du, wie viel das wert ist? Bist du nur deswegen gekommen?

Wir könnten uns eine größere Wohnung leisten. Vielleicht sogar 'n Haus.

Aber ich will niemanden verklagen.

Wir können die Familie doch um ein Gespräch bitten.

Vielleicht machen sie dir ein Angebot.

Das kann ich mir nicht vorstellen.

Willst du nicht etwas schlafen? Und wir reden später?

Ja, schlafen klingt gut.

(Steven) Wir haben Kündigungen für die Werbungen bekommen.

Von Browning, Summerhill und vom Kinobetreiber.

Das heißt wohl leider, dass der Sender pleitegeht.

Unsere Einnahmen sind dadurch über 50 Prozent gesunken.

Da muss Scorefield den Druck aber gewaltig erhöht haben.

Und sie werden nicht aufgeben, bis du mit deinen Nachforschungen aufhörst.

Ach, ich weiß.

Und weißt du, was das Schlimmste ist?

Die Politiker schauen einfach weg.

Es wäre furchtbar, wenn wir jemanden entlassen müssten.

Oder schlimmer noch: zumachen. Dazu lasse ich es nicht kommen.

Willst du nicht vielleicht doch deine Mutter fragen?

Ob sie uns helfen kann?

Sie wird froh sein, wenn's den Bach runtergeht.

Ich schaue mir die Zahlen noch mal an.

Aber das bringt doch nichts.

Da muss schon ein Wunder geschehen, damit das gut ausgeht.

Komm. Patrick pfeift, Fred bellt.

unheilvolle Musik

Bis später, Darling.

Bis dann. Mach's gut.

Hallo. Guten Tag.

Wen suchen Sie denn? Ähm, ich denke Sie.

Sie sind doch Maura Winterbottom? Ja.

Ja. Gestatten, ich bin Marc Willies. Der Freund von Iris Harding.

Sollte ich den Namen kennen?

Na ja, ja.

Sie ist die uneheliche Tochter Ihres verstorbenen Mannes.

Wie bitte?

Ich glaube, wir sollten ein paar Dinge klären.

Ah.

Hi, Andrew. Na, du.

Na, wie geht's? Gut, ja.

Patrick? Hi. Ähm.

Den habe ich eben beim Aufräumen gefunden.

Von Greta?

Wahrscheinlich wollte sie ihn dir noch geben.

Entschuldige mich einen Moment.

(John) "An mein unbekanntes Kind,

das ich niemals kennenlernen durfte.

Als deine Mutter mich damals verlassen hat,

habe ich ihre Entscheidung schweren Herzens akzeptieren müssen.

Und in den ersten Jahren hat es mein Leben,

und vielleicht auch Fionas Leben einfacher gemacht.

Doch jetzt, zum Ende meiner Tage hin, bereue ich es bitter.

Meine Tochter Greta, der ich von ganzem Herzen vertraue,

hat mir versprochen, das fort- zuführen, was mir nie gelungen ist:

Dich zu finden und in unser Leben zu integrieren, falls du es möchtest.

Und so hoffe ich, dass du diese Zeilen eines Tages lesen wirst.

Dein Vater, John Winterbottom."

Ist es etwas Unangenehmes?

tiefe Klänge

Was auch immer das Problem ist, man kann es sicher lösen.

Kann man nicht.

Störe ich?

Was soll denn das hier?

Ähm, Marc, das ist Patrick.

Patrick, das ist mein Freund.

Dann bin wohl ich es, der stört.

Komm! Patrick, warte!

Ich muss dir dringend was erklären. Was gibt es da zu erklären?

Kannst du mir sagen, was das eben sollte?

Haben wir Geheimnisse? Wo kommst du eigentlich her?

Ich habe mich gerade um unsere Zukunft gekümmert.

Was?

Mama?

Alles okay?

Ist irgendwas passiert?

Sie ist es. Wer "sie"?

Iris Harding.

Die junge Frau, die Greta an ihrem letzten Tag besucht hat.

Sie ist Gretas Schwester.

Johns uneheliches Kind.

Was?

Das ist nicht wahr.

Hm.

Hast du von ihr gewusst?

Ich habe gehofft, dass sie hier nie auftauchen wird.

Sie hat gesagt, sie sucht einen Verwandten.

Ihr Freund stand vorhin vor der Tür.

Er war sehr bestimmt und hat mir unmissverständlich gesagt,

dass Iris Harding Erbansprüche prüfen lassen wird.

Du meinst, sie hat es von Anfang an vorgehabt?

Davon gehe ich aus.

Zumindest hat sie sich unter einem falschen Vorwand eingeschlichen.

Eine verdammt gute Lügnerin.

Das glaube ich einfach nicht! Hinter meinem Rücken. Was fällt dir ein?

Du konntest vor Aufregung überhaupt nicht klar denken.

Außerdem was willst du überhaupt?

Maura Winterbottom wusste von einer unehelichen Tochter ihres Mannes.

Hat sie das gesagt? Ja. Er hatte mit ihr darüber geredet.

Weißt du, Marc. Eigentlich ist es doch egal, wer was wann wusste.

Du bist zu weit gegangen!

Wenn ich Erbansprüche stellen möchte, mache ich das selbst.

Ich hatte das Gefühl, du hast Angst vor der Familie.

Du wolltest nicht mit nach Cornwall. In diese Provinz. Zu langweilig.

Aber als du das Geld gewittert hast, da warst du ganz schnell da.

Es geht doch darum, dass du dein Recht einforderst.

Überleg doch mal, was du für Möglichkeiten damit hast.

Du könntest deine Träume verwirklichen.

Könntest kündigen, als freie Journalistin arbeiten.

Wirklich? Darum geht's dir?

Hast du heute Morgen nicht noch etwas von einem Haus gesagt?

Jetzt beruhige dich erst mal.

Das ist eine Seite an dir, die mir Angst macht.

Iris, ja. Es war ein Fehler, dort alleine hinzugehen.

Ich hätte das mit dir absprechen sollen.

Ich möchte jetzt bitte alleine sein.

Iris, so eine Chance bekommst du nie wieder.

Du fährst jetzt besser zurück nach London.

Türklingel

Miss Harding?

Guten Tag. Ähm, ist Patrick da? Oder Mrs Winterbottom?

Tja, ich weiß nicht,

ob Mrs Winterbottom für Sie zu sprechen ist.

Lassen Sie sie rein, George. Oh.

Danke.

Ich möchte mich entschuldigen.

Mein Freund hätte nicht hierherkommen dürfen.

Das war nicht mit mir abgesprochen.

Keine Förmlichkeiten. Wir wissen doch, worum's geht.

Bevor Sie hier Rechtsansprüche stellen wollen,

müssen Sie Johns Vaterschaft beweisen.

Ja, das ist mir durchaus bewusst.

Es lässt sich leicht feststellen,

ob die Briefe, die Sie vorgelegt haben, gefälscht sind.

Okay, um es kurz und schmerzlos zu machen:

Ich werde wegen des Erbes nichts unternehmen.

Es bleibt alles so, wie es war. Wie bitte?

Habe ich richtig verstanden? Sie wollen auf alles verzichten?

Sind Sie sicher?

Wissen Sie, ich hätte gerne einen Vater und eine Schwester gehabt.

Aber so.

Geld verändert die Vergangenheit nicht.

Vergessen Sie einfach, dass es mich gibt.

Hm.

dynamische Musik

Ist Patrick da?

Er ist vor ein paar Minuten zum Flughafen.

Okay, danke.

Patrick?

Was willst du? Dir alles erklären.

Das hättest du an dem Tag, an dem du aufgetaucht bist, machen müssen.

Da wusste ich es noch nicht.

Du bist genauso verlogen wie alle anderen.

Greta hat das alles geplant.

Als ich es erfahren habe, ein paar Tage nach ihrem Tod,

da wusste ich doch gar nicht, was das für mich bedeutet.

Ich musste doch auch nachdenken.

Die ganze Zeit? Da gab's nie 'ne Möglichkeit, mir davon zu erzählen?

Ich wusste nicht, ob ich dir vertrauen kann.

Und ich habe dir hiervon erzählt.

Überhaupt. Ich dachte, wir beide, wir sind auf einer Wellenlänge.

Was hättest du denn gemacht? Dich hingestellt und den Leuten erzählt:

"Ich bin die Tochter von John Winterbottom."?

Ich musste warten, bis ich mir sicher war.

Sicher genug, um dein Erbe einzufordern?

Von einem Freund wusste ich auch nichts.

Hätte das was geändert? Iris, ich habe genug Probleme.

Da kann ich nicht noch jemand Intrigantes wie dich gebrauchen.

Natürlich. Nur dein Leben ist kompliziert.

Und daran sind alle anderen schuld. Vor allem ich.

Und das nur, weil ich rausgefunden hab, wer mein Vater war. Mehr nicht.

Iris. Lass es.

Es macht keinen Sinn.

Die Nacht auf dem Schiff neulich:

Es gab da einen Moment, ich hab mir gewünscht, es sei mein Leben.

Bei Radio Seabreeze zu arbeiten.

Ab und zu 'ne Nachtschicht einzulegen.

Meine Vergangenheit nachzuholen.

Jetzt bin ich dankbar, dass ich so weit weg wohne

und nichts mit dir und deiner Familie zu tun haben muss.

Fred! Bleib. Hey.

(Andrew) Schade, dass Sie uns verlassen.

So nette Gäste habe ich leider nicht oft.

Ich war schon viel zu lange hier.

Und danke fürs Zuhören bei meinen Problemen.

Wenn man so lange Single ist wie ich, wird man etwas eigen.

Vielleicht sollten Sie etwas großzügiger sein,

was die Nachnamen betrifft.

Es mal mit einer Dame versuchen, die Brown heißt.

Sonst wird das nie was. Sie haben recht.

Vielleicht verschlägt es Sie doch noch mal in unser kleines Dörfchen.

Ich würde mich sehr freuen. Ich denke nicht.

Auf Wiedersehen.

Bye.

emotionale Musik

(Radio) "Radio Seabreeze."

"Danke, dass Sie wieder zugeschaltet haben."

"Und danke an alle,

die sich an der Unterschriften- sammlung beteiligt haben."

"Unsere Listen liegen noch ..."

Das darf doch nicht wahr sein.

Möchtest du noch Kaffee? Nein, danke.

ruhige Musik

Hey.

Ich hatte Angst, dass du nicht mehr zurückkommst.

Ich brauchte Zeit zum Nachdenken.

Über uns.

Bitte, Iris, es tut mir leid.

Ich weiß, ich bin durchgedreht.

Aber ich hab das schon vor mir gesehen. Das Erbe.

Eine größere Wohnung, die ganzen Möglichkeiten, eine Reise,

es hätte so einfach sein können.

Das allein ist es nicht? Sondern?

Marc, ich ...

ich hab mich in einen anderen verliebt.

Und das schon, bevor du, wie du es nennst, durchgedreht bist.

Es tut mir leid.

Keine Chance, dass du deine Meinung noch mal änderst? Ich kann warten.

Alles ist irgendwie anders,

seitdem ich weiß, woher ich komme.

Ich bin eine andere.

Es würde nie mehr werden wie zuvor.

Tja.

Was machen wir jetzt?

Keine Ahnung.

Ich kann für ein paar Wochen zu meinen Eltern.

Bis ich was Neues gefunden hab.

Danke.

Es ist dieser Mann aus Mevagissey, nicht wahr?

Ich werde ihn nicht wiedersehen.

melancholische Musik

Sie seufzt.

Guten Morgen.

Sag mal, kann es sein, dass du auch aktiv gegen mich arbeitest?

Was meinst du damit?

Ausgerechnet die Werbekunden, die ich mit Timothy oder dir

in Verbindung bringen konnte,

waren die ersten, die ihre Verträge beim Sender gekündigt haben.

Das sind ja fast alles Namen von Freunden von Timothy, aus dem Club.

Und du hast damit nichts zu tun?

Ich kenne deren Namen, aber die meisten habe ich nie getroffen.

Du weißt doch, dass ich selten ausgehe.

Aber das kann doch kein Zufall sein.

Ich hab mit Timothy drüber gesprochen,

dass es mir lieber wäre, wenn du den Sender aufgibst.

Weil du hoffst, dass ich zurückgehe nach New York, oder was?

Das haben wir längst geklärt. Weil ich Angst um dich habe.

Und Timothy, hat der auch Angst um mich?

Oder Angst um dein Vermögen? Seinen Lebensstandard.

Er hat mir gesagt, dass er sich eine Lösung überlegt.

Und du hast ihn einfach machen lassen.

Ich hab nicht gewusst, was er sich drunter vorstellt.

Du versteckst dich immer hinter deinen Männern.

Bei Vater, John und Timothy.

Ich hab genug im Leben mitgemacht. Ich will meine Ruhe!

Man kann aber nicht nur Luxus genießen und hoffen,

dass sich nichts verändert. Das kann man nicht vermeiden.

Dass eine Erbin auftaucht und du Johns Nachlass teilen musst,

konntest du auch nicht verhindern.

Iris Harding will nichts vom Erbe.

Was?

Ja. Sie hat mir gesagt, dass sie auf alle Rechtsansprüche verzichtet.

Aber das ist verrückt.

Wahnsinnig.

Du magst sie, nicht wahr?

Wie kommst du darauf?

Ich bin deine Mutter.

Du irrst dich aber.

Sie seufzt.

Ich hätte nie gedacht, dass Timothy so weit geht.

Waren wahrscheinlich nur ein paar Gespräche mit Freunden.

Kein großer Aufwand für ihn.

(seufzend) Und jetzt?

Musst du dich entscheiden.

düstere Musik

Patrick, ist deine Mutter noch da?

dramatische Klänge

Hey! Bist du verrückt geworden?

Der spinnt wohl.

Komm, wir müssen reden.

Ich verstehe das nicht.

Wir waren uns einig.

Ich kümmer mich um die Sache. Das wolltest du doch.

Die Sache? Was soll das?

Hättest du eine bessere Idee gehabt? Es anders gemacht, hä?

Warst du so naiv zu denken, dass er seinen Sender einfach aufgibt?

Tja, vermutlich war ich so naiv. Das bist du ja gern.

Stellst dich dumm, spielst die Hilflose, lässt andere machen.

Suchst den einfachsten Weg.

Hast du geglaubt, dass sich der Sturkopf einfach umstimmen lässt?

Ich hab mir wieder für dich die Hände schmutzig gemacht.

Tatsächlich, lieber Timothy, war diese Intrige das Einzige,

was du in unserer Beziehung geleistet hast.

Ich meine natürlich außer Joggen, Golfspielen

und von meinem Geld leben.

Aber damit ist jetzt Schluss!

Was soll das jetzt heißen?

Willst du mich rauswerfen?

Du hast es erfasst.

Ja, aber ...

ich weiß doch gar nicht, wo ich hin soll.

Du wirst doch noch ein paar Pfund haben. Miete dir ein Zimmer.

Und vielleicht versuchst du es in Zukunft mit Arbeit.

melancholische Musik

Ah, Mr Yate. Mr Clark.

Ich wollte Ihnen gratulieren.

Halb Cornwall hat Ihre Petition unterschrieben.

Genug, um den Bau der Ölplattformen zu verhindern.

Sieht ganz so aus.

Aber meine Auftraggeber haben zu viel in die Sache investiert,

um jetzt aufzugeben. Die werden einen Weg finden.

Ich kann nicht nachweisen,

dass Scorefield hinter dem Einbruch stecken.

Auch nicht, dass es zwischen Ihnen und Timothy Absprachen gab. Aber ...

Aber Sie werden sich schon mit dem zuständigen Staatsanwalt

in Verbindung gesetzt haben, huh? Noch nicht.

Aber sollte das nötig sein, werde ich mir das vorbehalten.

Ich hab Sie wirklich gründlich unterschätzt, mein Junge.

Sie sind ein guter Anwalt, Clark.

Aber auf der falschen Seite.

Barmusik

heitere Musik

Hey. Hey. Gratuliere!

Auf der Titelseite!

"Umweltorganisation aus Cornwall hat Erfolg gegen Ölkonzern.

Pläne für einen Plattformbau zur Ölförderung

wurden vorerst verschoben."

Zum Abschluss nicht schlecht.

Das Beste daran ist, dass du endlich wieder Zeit

für unser normales Programm hast. Da gibt's Nachholbedarf.

Ich weiß. Das Wichtigste ist jetzt,

dass der Sender wieder auf die Füße kommt.

Ja. Wo ist eigentlich der Hund? Ist Fred etwa schon wieder abgehauen?

Ob du's glaubst oder nicht, Maura kümmert sich jetzt um ihn.

(spöttisch) Ha!

Hier kommt der Tee.

Danke.

Oder hätten Sie lieber ein Glas Wein?

Ich sehe so aus, als könnte ich eins gebrauchen, was?

Hm. Manchmal hilft es.

Hm. Ich hab mit meinem Freund Schluss gemacht,

mein Sohn redet kaum noch mit mir. Da hilft auch kein Alkohol.

Der Hund winselt.

Um ehrlich zu sein, viele von uns hier denken,

was die erste Sache betrifft, war das nur zu Ihrem Vorteil.

Danke!

Ich weiß nicht, was zwischen Ihnen und Ihrem Sohn gewesen ist,

aber wenn ich da vermitteln kann, mach ich das furchtbar gern.

Das ist sehr lieb, Andrew, aber ich fürchte, das bringt nichts.

Patrick lässt niemanden an sich ran.

Ja, aber wir verdanken ihm viel.

Ohne ihn wäre unser ganzes Dorf von dieser Ölfirma zerstört worden.

John wäre sehr stolz auf ihn.

Sie nicht, Maura? Ich fürchte, das muss ich lernen.

Maura Winterbottom! Bitte?

Maura Winterbottom.

Haben Sie nie bemerkt, was für ein hübscher Name das ist?

Fast schon poetisch. Jetzt übertreiben Sie aber, Andrew.

Mein Name ist Smith.

Mit dem rennen viereinhalb Millionen andere Leute auch rum.

Schrecklich, nicht wahr?

Sagen Sie, hatten Sie letzten Monat nicht

eine junge Frau aus London hier zu Gast?

Iris Harding?

Klingel

Marc, ich bin noch nicht ganz fertig!

Klingel

Klingel

Fred bellt.

Hallo Fred, was machst du denn hier?

Entschuldigen Sie bitte, dass ich hier einfach so reinplatze.

Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Iris, ich würde gern was mit Ihnen besprechen.

Ja. Kommen Sie rein.

Ah, sind Sie gerade eingezogen hier?

Nein. Mein Ex-Freund, er zieht gerade aus.

Aha.

Tja, ich wollte mich bei Ihnen entschuldigen.

Ich hätte Sie in unserer Familie willkommen heißen sollen.

Stattdessen ... Es war keine leichte Situation.

Auch für mich nicht.

Ich habe mich dazu entschlossen,

dass ich Ihr Angebot nicht annehmen kann.

Das hätte John nicht gewollt.

Wie meinen Sie?

Ich lasse gerade von meinen Anwälten prüfen,

ob und wie viel Ihnen von Johns Nachlass zusteht.

Ach, das ist wirklich ...

Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich glaube, ich bin überfordert.

Außerdem möchte ich gerne mit Ihnen über meinen Sohn sprechen.

Hat er Sie geschickt? Er weiß nicht, dass ich da bin.

Wissen Sie, Patrick kann manchmal

genauso arrogant und dickköpfig sein wie seine Mutter.

Und verletzend.

Er spricht kaum noch mit mir.

Ich würd Ihnen gern einen Vorschlag machen.

gefühlvolle Musik

Hi. Bitte lauf nicht gleich weg.

Glückwunsch! Du hast gewonnen. Fürs Erste, ja.

Aber Scorefield wird nicht so schnell aufgeben.

Ich weiß. Hab's gegoogelt.

Setz dich doch. Danke.

Entschuldigung. Könnte ich einen Kaffee bekommen?

Sehr gern. Danke.

Danke schön. Gern.

Aber deswegen bist du nicht hier, oder?

Versprichst du mir, dir mal anzuhören,

was ich zu sagen hab? Nein.

Ich hatte Besuch von deiner Mutter.

Maura? Bei dir in London? Was hat sie jetzt wieder angestellt?

Maura wollte mit mir über Johns Nachlass reden.

Das war nicht meine Mutter! Doch!

Dann will ich's nicht hören. Maura und ich dachten,

dass ein Teil des Erbe Radio Seabreeze retten könnte.

Maura und du?

Du weißt schon. Nachtschichten. Die Recherchen intensivieren.

Rechtsbeistand einstellen. Neue Werbekunden akquirieren.

Meine Mutter soll sich da raushalten.

Patrick. Maura möchte den Schaden, den Timothy angerichtet hat,

wiedergutmachen.

Und warum willst du in diesen Plan einsteigen?

Ich will endlich herausfinden, wer ich bin.

Was ich kann. Was ich mir zutraue.

Du bist dir sicher, dass das, was du vorhast, das Richtige ist?

Nein. Aber wenn ich es nicht versuche, werde ich es nie wissen.

Das ist eine ziemlich blöde Idee.

Ich hoffe, das ist dir klar.

Ich finde, das ist eine ziemlich gute Idee.

gefühlvolle Musik

Das ist die Aufstellung für das neue Equipment.

Und hier, das ist der Kostenvoranschlag

für die Renovierung des vorderen Studios.

Das sieht doch alles ganz gut aus. Das sollte es auch.

Wer macht die Moderation? Patrick und ich

wechseln uns mit Nachtschichten ab.

Ah. Na, hoffentlich habt ihr noch genug Zeit zusammen.

Schlafen können wir, wenn wir alt sind.

Klopfen

Erwartest du jemanden? Ja.

Andrew und ich wollten nach Bristol ins Theater.

Andrew? Ja, Andrew.

Maura. Wie geht es dir, mein Schatz?

Danke, gut. Fertig?

Das ist nicht wahr, oder? Wir sehen uns dann morgen.

Komm.

Also, nichts gegen Andrew, aber meine Mutter und er?

Winterbottom, sie heißt Winterbottom.

Nicht Jones oder Miller. Oder Brown oder Smith.

Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder?

(Radiojingle) "Radio Seabreeze."

"Hier spricht Radio Seabreeze."

"Begleiten Sie uns heute mit unserem neuen Programm."

"Wir spielen die beste Musik des Landes,

informieren Sie über die Pläne unserer Kommune

und berichten über das, was Sie in der Zeitung nicht lesen können."

"Wenn Sie sich für Cornwalls Zukunft interessieren, bleiben Sie dran."

Ob Greta das auch mit uns geplant hat?

Das hätte ihr zumindest gefallen.

Fred bellt.

gefühlvolle Musik

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2018

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