All language subtitles for Bonusfamilie - S01E02 - Folge 2.deu

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Original subtitles

.

Du hast ja niemanden, seit Papa Lisa hat.

Die Scheidung ist nicht durch: Du machst das mit meiner Frau.

Bist du schwanger?

Ich hab geschworen, dass wir kein Kind kriegen.

Lügnerin!

Wie lange müssen wir noch so leben? - Eigentumswohnung?

Wir bräuchten einen Bürgen, der einspringen könnte.

Es wird daneben gehen und dann zahlen wir seine Schulden.

Nein? Ich knie vor Menschen, denen ich egal bin.

Die negative Stimmung färbt auf die Kinder ab.

Eddie, hör auf mich zu schubsen!

Da hat uns die Katastrophe zusammengeschweißt.

Patchwork-Family? - Bonusfamilie

Kannst du uns erzählen, wie das passiert ist?

Ich weiß es auch nicht. Er hatte Williams Turnbeutel.

Er hat ihn da reingeworfen und ...

Martin ...

Wenn William gemobbt wird, ... - Er war gar nicht in der Nähe.

Und wieso sind es ausgerechnet seine Sachen?

Katja, ich glaube nicht, dass es was mit der Wohnsituation zu tun hat.

Warum nicht? Weil Eddie ihm dann auch im gemeinsamen Zimmer

mit dem Holzspielzeug den Kopf einhauen könnte?

Es haut sich niemand bei uns die Köpfe ein.

Es ist nicht immer leicht.

Und wir müssen uns alle noch zurechtfinden als Bonusfamilie.

Idealistisches Wort für Patchwork. - Es ist eine positive Formulierung.

Katja, ich kann dir versichern, dass ich William liebe und

der Sache auf den Grund gehe. - Das klären wir zu Hause.

Hauptsache, den Jungs ist nichts passiert.

Warum steht hier so ein Riesen-Rasen-Gartenhäcksler?

Das ist allerdings eine berechtigte Frage.

Da können die Kids sonst was reintun. Flaschen, Steine, Hände ...

Mit dem Hausmeister hab ich gesprochen.

Und zahlen Sie auch das Sportzeug? - Das machen wir.

Wieso? Er hat den Häcksler stehen lassen.

Wenn wir ehrlich sind, könnte Eddie auch mit einem Bleistift ...

Gehen Sie einfach Ihrer Aufsichtspflicht nach.

Eddie ist wirklich ein schwieriger Kandidat.

Sag mal ... - Wir reden mit ihm.

Nein, ich rede mit ihm. - Wir beide! Drei!

Alle drei. Dreifach hält besser.

Dann ist ja alles gesagt.

Das finde ich allerdings auch.

Wissen Sie, was bei uns hilft? Unsere Familienmeetings.

Wir erzählen uns sonntags, was so los ist.

Wir sehen uns ja die ganze Woche kaum.

Aber das ist ein Pflichttermin. - Klingt gut.

Vielleicht machen wir das auch.

Vielleicht müssen Sie Eddie mehr loben.

Damit er sicherer mit sich wird. Positive Verstärkung.

Das funktioniert sehr gut bei Kindern.

Und was, wenn es nichts zu loben gibt?

Patrick ...

Untertitelung: BR 2019

Es ist nicht zu fassen, das darfst du dir nicht gefallen lassen.

Es war nicht so schlimm.

Ich wäre stocksauer.

Eigentlich ...

Na ja ...

Als Eddie mein Sportzeug genommen hat, hab ich gesagt,

dass der Häcksler das nie schafft. Damit er es macht.

Weil ... am Montag Sportfest ist.

Aber ... du hättest es mir erst am Montag gesagt,

wenn ich zur Arbeit muss.

Erinnere mich in der nächsten Mama-Woche dran,

dass wir mal Sport machen. Ich war spitze im 100-m-Lauf.

Ich trag's mir in den Kalender ein.

Ich kauf das neue Sportzeug von meinem Taschengeld.

Nein, das sollen schön die Vandalen-Eltern bezahlen.

Fahren wir noch zum Sportgeschäft und kaufen neue Sachen für William?

Und Turnschuhe für Eddie. - Findest du das richtig?

Das ist, als würden wir ihn belohnen. - Er braucht neue Schuhe.

Ach komm, er hat das Zeug nur aus Neugierde genommen.

Und gehäckselt. Und dafür bekommt er neue Turnschuhe.

Dann kaufen wir die eben nächste Woche. Nach dem Sportfest.

Das nennt sich Erziehung.

Wer von uns trinkt laktosefrei? - Bianca und ich.

Und warum? - Weniger Luft im Bauch.

Die ist fast doppelt so teuer wie normale. Brauchen wir die?

Ja, Patrick, bitte.

Wenn es nur um die Luft im Bauch geht:

Uns macht das nichts, wenn ihr pupsen müsst, wenn wir dadurch Geld sparen.

So, ... können wir jetzt dann endlich in Ruhe einkaufen?

Entschuldigung.

Ach ... mir tut es leid. Ich kauf nächste Woche wieder alleine ein.

Ach Quatsch ... tut mir leid, dass ich gemeckert hab.

Patrick! Eddie ist allergisch gegen Nüsse!

Tut mir leid, das war reine Gewohnheit!

Ich ... liebe die einfach!

Vergiss dein Tablet nicht. - Ich lass es hier.

Bei Papa benutz ich es eh nicht.

Warum?

Ich hab mein Tablet lieber als mein Sportzeug.

Und Eddie macht alles kaputt.

Aber ... ist es doch so, dass er gezielt deine Sachen zerstört?

Nein ... du verstehst das nicht.

Er will alles haben und anfassen. Er macht einfach alles kaputt.

Haut er dich? - Nein!

Aber er schreit die ganze Zeit rum.

Bianca nervt auch.

Ich versteh das nicht.

Kann Papa denen nicht sagen, dass sie damit aufhören sollen?

Er kriegt das gar nicht mit.

Papa und Lisa sind die ganze Zeit mit sich beschäftigt.

Eigentlich ... macht es für dich doch keinen Unterschied,

in welcher Woche ich bei dir bin.

Ich meine ... ich kann in der anderen Woche zu denen gehen,

wenn die nicht da sind.

Ich fürchte, das wird Papa nicht gefallen.

Wenn du willst und Papa einverstanden ist,

kannst du nächsten Monat eine Papa-Woche aussetzen.

Ich tausche eine Woche mit ihm und wir machen was Schönes. - Wann?

Nächsten Monat, ich muss das auf der Arbeit planen. Aber das schaffen wir.

Besser? - Besser.

* Musik *

* Leises Schluchzen *

Eddie?

Alles okay?

Es wird nie mehr wie früher.

Nein. - Aber warum nicht?

Warum kann nicht alles wieder wie früher sein?

Na ja, weil nicht mehr früher ist. - Blöde Antwort.

Früher warst du ein Baby. Willst du wieder ein Baby sein?

Von mir aus. - Nein, willst du nicht.

Mama ist glücklich mit Patrick.

Warum kann sie nicht weiter mit Papa glücklich sein?

Rutsch mal ein Stück.

Alles wird gut.

O Gott! Scheiße! Eddie!

Wach auf! Wir haben verschlafen!

Hallo!

Besetzt! - Aufmachen bitte!

Hast du's eilig? - Ja!

Wir sind viel zu spät! Warum hast du uns nicht geweckt, Mutti?

Ich dachte, ihr könnt ausschlafen. Bin gleich fertig!

Eddie! Los jetzt!

Wo bleibst du denn?

Mann! Mein Brot! - Das ist egal.

Schnell, schnell, schnell!

Los!

Komm, dann schaffen wir es noch.

Pünktlich! Wer ist der Größte? - Ich!

So sieht's aus. Also mein Lieber, wir sehen uns nächste Woche!

Ich hab dich lieb, wir sehen uns.

Eddie? Moment!

Moment mal! Heute ist doch Sportfest! Alle sind auf dem Sportplatz.

Scheiße. Verdammt.

Ich vermute, Sie haben ihm auch keine Verpflegung eingepackt?

Nein.

Bekommen Sie unseren Eltern-Newsletter nicht?

Doch, den bekomme ich. Ich hab's wohl verwechselt.

Wir holen schnell was zu essen und gehen dann zum Sportplatz.

Gut, dann sehen wir uns heute Abend. - Ja?

Zum Elternabend!

Ach so. Ach zum Elternabend. Der ist um 7? - Um 6.

Genau. Der von Eddies Schwester war um 7.

Genau ... ja ... danke.

Was gibt's zum Abendessen?

Unser Hühnchen mit roter Soße. - Kann ich helfen?

Ja, du kannst den Reis waschen.

Das find ich ja toll, dass du hilfst.

Machst du für mich auch Soße ohne Sahne?

Ich krieg Blähungen.

Ja ... - Noch was?

Ja, du kannst du den Tisch decken.

Was gibt's zum Abendbrot?

Ein superleckeres Hühnchen mit Reis. - Ich hasse Reis!

Gleich Hass?

Ist das nicht ein bisschen übertrieben?

Es geht hier um Lebensmittel und keinen Kriegsverbrecher.

Das letzte Mal musste ich kotzen.

Die ganze Nacht habe ich Reis gekotzt.

Das war voll eklig! - Das war heftig.

Möchtest du was anderes essen? - Kartoffeln.

Hallo! - Hey

Nicht das Messser! Hier! Nimm den Schäler.

Nein, ich will das. - Ich erlaub ihm das.

Er kann damit umgehen. - Ich finde es zu scharf.

Was gibt's zu essen?

Kartoffeln oder Reis und dazu Soße mit oder ohne Sahne und Hühnchen.

Hühnchen? Mama, weißt du, wie die aufgezogen werden?

Au! - Eddie!

Komm mal her! - Bianca, holst du ein Pflaster?

Das ist noch nie passiert.

Mach mal drunter,

Lisa und ich möchten ein Familienmeeting machen,

wenn wir uns wiedertreffen.

Und ... - Kein Hühnchen! Nur Soße!

Jedenfalls dachten wir, wenn jeder von seiner letzten Woche erzählt.

Ja, äh ... genau. Jeder darf erzählen,

was er will, dann wissen wir, wie's uns geht.

Ich will Ketchup.

Okay, Eddie, willst du anfangen? Wie war deine letzte Woche?

Gut.

Erzählst du uns noch ein bisschen mehr?

William, dann erzähl du doch mal.

Also heute in der Schule ... - Es war doch Sportfest.

Ja. - Was habt ihr da gemacht?

Zuerst sollten wir rennen.

Wir mussten eine bestimmte Zeit schaffen.

Das war aber blöd.

Aber dann ist was voll Witziges passiert.

Robin ist in Scheiße ausgerutscht.

Robin aus deiner Klasse? Der Dicke? - Genau.

Da war Hundekacke auf dem Sportplatz.

Robin kommt so angerannt. Alle sind drum rumgelaufen.

Und dann bumm, platsch.

Der Arme. - Oh nein.

Als er dann ins Ziel kam, war seine ganze Hose vollgeschmiert.

Leute, bitte, wir essen gerade. Schluss jetzt.

Jeder darf doch erzählen, ohne dass er unterbrochen wird.

Ja, aber muss das beim Essen sein? - Jeder darf erzählen, was er will.

Ich kann sagen, was ich will.

Ja, aber musst du ausgerechnet über Kacke reden?

Und dann auch noch so ausführlich und bildlich?

Darf er einfach mal erzählen? - Und was hat der Lehrer gemacht?

Er sollte sich ausziehen und musste Mädchenklamotten anziehen.

So viel war das? Von einem Hund? - Das war ein Riesenhund!

Das war krass eklig. Voll weich.

Das war ein Riesenhund mit einem Riesendurchfall.

* Lisa und Bianca lachen. *

Vielleicht halten wir das nächste Meeting nicht beim Essen ab.

Tut mir leid, aber es war doch auch lustig.

Ich hab mich fast übergeben.

Weißt du was? In 20 Minuten fängt der Elternabend an.

Wie wär's, wenn ich zur Strafe hingeh.

Weil ich Eddie auch noch angefeuert hab.

Elternabende sind also eine Strafe?

Spaß macht es nicht gerade. - Geht Martin eigentlich auch?

Der war noch nie bei einem Elternabend.

Wenn du zu Hause bleibst, denkst du dran, was wir besprochen haben?

Wegen Eddie und dem positiven Feedback?

Ich probier das schon die ganze Zeit, aber es gab noch keine Gelegenheit.

Oh, hi!

Hi!

Dann sind wir beide hier. Im Doppelpack.

Ja ...

Hast du hier mal reingeschaut? - Nein.

Schau dir das mal an.

Eine richtige Müllhalde.

Was haben wir denn da erzogen? - Das gefällt mir.

Guck mal. - Sehr expressionistisch.

Ein richtiger Picasso, unser Eddie.

Weißt du, was ich glaube? Das ist unser Urlaub an der Ostsee.

Da war doch ... - Stimmt, das ist Bianca.

Mit dem gelben Bikini. Das ist Eddie, der Künstler.

Sehr cool. - Das bist du.

Das bist du ... und ... das mit dem Eierkopf bin wohl ich.

Und was ist das für ein verunglückter dritter Arm?

Das ist ein Federballschläger.

Ah ja, stimmt.

Wir haben viel Federball gespielt, letzten Sommer.

Vorletzten Sommer. Das war vorletzten Sommer.

Ja genau.

Ich müsste einmal kurz ...

Eddie sitzt hier.

Ich sitz auf Williams Platz. - Du bist doch wegen Eddie hier.

Nein! Also doch, klar. Ich bin für beide Jungs da.

So! Ich begrüße Sie recht herzlich zu unserem zweiten Elternabend.

Guten Abend!

Ich freu mich, dass Sie alle da sind. Wir haben einiges vor uns.

Ich hab das Programm schon aufgeschrieben.

Fangen wir gleich an, dann kommen wir früher nach Hause.

Kommen da irgendwann auch noch mal andere Tier vor? Schlangen?

Irgendwas Cooles? - Wohl nicht.

Es geht um Tiefseefische im Indischen Ozean.

Langweilig!

Jetzt kommt meine Sendung!

Nein, ich guck was! - Montags bin ich dran!

Ich hab zuerst was geguckt. - Halt's Maul.

Scheißfische kannst du dir im Aquarium anschauen.

Montags guck ich meine Show! Mama sagt, du hast dann Sendepause!

Ich will aber jetzt was gucken! - Montags bin ich dran!

Nein, ich war zuerst hier.

Hallo? Alles okay?

Hallo Mama.

Hallo. Geht's dir gut, mein Fröschlein?

Nicht so gut, kann ich zu dir kommen?

Das geht jetzt wirklich nicht. Ich bin noch bei der Arbeit.

Zu jeder anderen Zeit wirklich, aber jetzt?

Pass auf, ich versuche hier schnell fertig zu werden

und dann telefonieren wir noch mal.

Ich rede mit Papa. Okay? - Okay.

Tschüss.

Tschüss.

* Telefon *

Katja?

Hallo Patrick, William hat mich gerade angerufen.

Der war völlig durch den Wind. Ist was passiert?

Nein, es ist alles in Ordnung. - Er klang verzweifelt, Patrick.

Scheint ziemlich brutal bei euch zuzugehen.

Ich klär das. - Da bin ich ja beruhigt.

Vielleicht schaffst du's mal, die Hände von Lisa zu lassen

und dich um deinen Sohn zu kümmern.

Ich drücke dir die Daumen. - Danke.

Wie wär's mit einem bisschen Matratzensport nachher?

Du hast doch eben Arbeit für vier Wochen angeschleppt.

Das Hennesser-Projekt muss bis morgen geklärt sein.

Da hast du deine Antwort. Ich mach Sport mit Hennesser.

Sag doch, dir ist schlecht. - So was mach ich nicht.

Gut, ich hab's mir überlegt. Das hat Zeit bis übermorgen.

Sag mal, bei dir ist gerade gar kein Blut mehr im Kopf, oder?

Dann kommen wir total in Verzug. Wir machen das jetzt fertig.

Wir gucken jetzt den Tierfilm, den er geschaut hat. Er war zuerst hier.

Bitte schön.

Vorbei. Jetzt möchte ich meine Sendung gucken.

Ich will meine Show gucken! - Nein.

Du hast mir nichts zu sagen! - Ich will meine Show gucken!

Montags bin ich dran! - Du bist so ein Honk!

Patrick, sag doch auch mal was! - Ja, äh ...

Jetzt hört doch mal auf!

Gib her!

Meine Güte, wirklich. Wir schauen jetzt Nachrichten.

Was?

Die Schule schickt so viele Infomails und Wochennewsletter.

Mein Spamordner quillt über.

Wenn das so weitergeht, explodiert mein Computer.

Ist doch so. Können die nicht einfach einen Zettel an die Tür machen?

Das hat früher auch funktioniert.

Das machen sie. Zusätzlich.

Ja? Ach so.

Müssten die mal größer machen. Sieht doch keiner.

Wie ist es bei euch zu Hause? - Gut.

Ich hab Eddie ein Hochbett gebaut und eine Kuschelecke darunter.

Mit Fernseher.

Schön.

Nicht so schön wie eine eigene Wohnung, aber wir kommen klar.

Kommst du auch unter Leute? - Morgen hab ich ein heißes Date.

Ja? - Meine Mutter. Supergeil.

Übermorgen hab ich ein Doppeldate mit Püppchen und meiner Mutter.

Buletten bei Kerzenlicht. Ich bin ziemlich ausgebucht.

Du musst dich hinten anstellen.

Du musst auch ein bisschen Spaß haben, dir was Gutes tun.

Wir hatten doch Spaß. Oder?

Gute Nacht.

Und? Was hat Mama gekocht?

Schon wieder Schnitzel.

Fleischbällchen. Seit drei Tagen.

Ich hab die Familienpackung gekauft. Die schmecken nach Sägemehl.

Ist dir klar, wie gut du's hast?

Ach ja ...

Wegen heute Abend gibt es Neuigkeiten.

Wir sind nicht mehr die Einzigen, die weggehen.

Die Mädels aus der Deko-Abteilung gehen heute auch aus.

Alle!

Okay.

Was soll das heißen?

Ich bin nicht so in Stimmung. Außerdem läuft heute ein guter Film.

Welcher denn? - Notting Hill.

Der ist super! - Willst du mich verarschen?

Der lief schon 400 Mal im Fernsehen! Du kannst ihn aufzeichnen.

Aber du kannst ihn auch streamen, wann immer du willst.

Ist ja gut.

Außerdem sollst du in deiner Verfassung

keine Romantikkomödien gucken.

Du solltest ausgehen, saufen und eine aus der Deko-Abteilung klarmachen.

Nein.

Darf ich ein bisschen Schnitzel?

Okay. - Danke.

Nein, ich meine, ich komm mit. - Ja, natürlich kommst du mit.

Ja ... - Ja.

Okay.

Was machst du damit? - Ich mach mir Kartoffeln.

Nein, die gibt's morgen.

Ich will aber heute Kartoffeln! - Ich hab mir was gedacht beim Essen!

Bist du schwer von Begriff? - Nein! Ich mach mir Kartoffeln.

Alles klar. Lisa!

Essen ist fertig

Ich bin doch gar nicht da, heute. Ich geh doch aus.

Das weiß ich doch. Aber solltest du nichts im Magen haben?

Dann musst du dort nicht so viel essen.

Ja, diese schicken Restaurants kosten ein Vermögen.

Wenn du da hungrig hingehst, bist du gleich ruiniert.

Wir gehen in keinen teuren Schuppen.

In einem billigen lernst du nur billige Frauen kennen.

Ich geh nicht aus, um Frauen kennenzulernen. - Männer?

Lasst mich doch in Ruhe. Ich geh einfach nur in eine Bar.

Na dann solltest du vorher was essen. - Nein, ich möchte nicht. Danke.

Du hast dich richtig chic gemacht. Hast du ein Date?

Ich treffe einen Kollegen von der Arbeit.

Für den du dir die Nasenhaare trimmst?

Nein, es können ja auch andere Kolleginnen da sein.

Notting Hill kommt um 22.15 Uhr.

Schauen wir es zusammen? Du bist doch dann wieder da.

Lass mal abwarten. Also ...

Macht's euch hübsch. - Kuss, Kuss.

Viel Erfolg!

* Handy. *

Den würde ich an deiner Stelle nicht essen.

Ist das deiner? - Sonjas.

Na dann ...

Der ist seit vorletztem Dienstag da drin.

Woher weißt du so was?

Ich weiß alles, was in diesem Kühlschrank vorgeht.

Und der Joghurt? - Ist seit 15 Tagen abgelaufen.

Irgendwas Genießbares?

Der Weißwein ist ausgezeichnet.

Ist das deiner? - Nein.

Da ist meine Anstandsgrenze. Ich trinke keinem den Wein weg.

Nach 5 Wochen im Bürokühlschrank wird Wein Allgemeinbesitz.

Willst du ein Glas?

Es ist meiner.

Ich wollte gleich los. - Um zu Hause weiterzuarbeiten?

Es ist Freitag um 9 und wir sind immer noch im Büro.

Und keiner von uns hat etwas Besseres vor als Arbeit.

Das ist nicht so tragisch, wie es bei dir klingt.

Dann auf dich. Auf eine unverbesserliche Arbeitsoptimistin.

Und wo ist mein Glas?

Martin!

Die Mädels sind in Superstimmung.

Tessa hat sich vor Kurzem scheiden lassen.

Wenn du dich nicht blöd anstellst, geht heute noch was.

Genug gekuschelt. Lass mich los.

Hey Mädels, darf ich euch diesen sympathischen Kerl vorstellen?

Ich bin Sebastian. Kleiner Spaß.

Der Typ mit den weltschönsten inneren Werten: Martin.

Hi.

Martin wollte wissen, ob es Rabatt auf Teelichte gibt.

Er ist sehr einsam und badet gern bei Kerzenschein.

Schwachsinn! Das hab ich nie erzählt. - Männer, die baden, sind doch sexy.

Besser als Warmduscher.

Gibt's keine Sour-Cream-Chips? - Nein, heute gibt's nur eine Sorte.

Gesalzen mögen alle, deshalb hab ich die gekauft.

Und was ist mit meinen Nachos?

Ich hab eine Tüte Chips gekauft, von einer Sorte, die alle mögen.

Und den roten Dip. Der wird bisher am meisten gegessen.

Sagt mal, ist das schon wieder ein Grund zum Motzen?

Wenn das keine Luxusprobleme sind. - Was zur Hölle sind Luxusprobleme?

Das sind Probleme, die eigentlich keine sind, Eddie.

Wir haben keine existenziellen Probleme.

Deswegen blasen wir kleine Probleme auf.

Dann ist es ja kein Problem, Chips für alle zu kaufen.

Ich muss jeden Tag 100 verschiedene Sorten von allem kaufen.

Klingt nach einem Luxusproblem. - Schluss!

Salzchips oder nichts. Ihr habt die Wahl.

Und jetzt schauen wir was, was alle mögen, und halten den Mund.

Und wieso darfst du das bestimmen? Ich war zuerst hier!

Du kannst mir nichts vorschreiben!

Ich sag dir gleich, was ich kann, Freundchen.

Patrick, kann ich kurz mit dir reden? - Natürlich.

Tut mir leid, aber wir dürfen auch mal streiten.

Ich hab auch meine Grenzen.

Und das, worüber wir gesprochen haben?

Ich war gerade so knapp davor.

Fast hätte ich gesagt: "Eddie, du bist gut im Widersprechen."

Ich schwöre, ich denk mir was Besseres aus.

Ja, aber wirklich.

Hast du das Foto schon gesehen, was ich dir geschickt hab?

Nein ...

Wow. So groß ist unser Baby jetzt auch?

Ja. - Sind ... sind das Schwimmhäute?

Unser Baby hat so was nicht. - Da!

Gut, jetzt, wo du's gesehen hast: Wir kriegen einen Karpfen.

Einen Karpfen!

Das sind deine Gene! - Bitte? - Natürlich!

Was soll das denn?

Wir kriegen ein Baby.

Ja. Ist das nicht der Wahnsinn?

Mama? - Ja?

Komm mal schnell, Eddie hat irgendwas!

Was? Eddie, was ist los? Was ist passiert? Hat er sich verschluckt?

Hat er Nüsse gegessen? Waren Nüsse im Essen? - Nein!

Eddie, guck mich an.

Ich hab Erdnüsse gegessen, aber nur ich.

Er ist allergisch! - Ich hab sie in der Küche gegessen!

Ihr habt beide die Fernbedienung angefasst!

Egal! Hol seine Spritze! - Okay!

Im Flur, in dem kleinen Medizinschrank. - Jaja, ich weiß.

Alles wird gut.

Hier ist nichts! Vielleicht oben im Schrank?

Hör auf zu suchen und ruf einen Krankenwagen. Schnell!

Da geht keiner ran. Ich fahr euch,

Das dauert zu lange, ich fahre.

Alles gut, mein Schatz.

Wir müssen die Spritze wo hinlegen, wo sie sofort griffbereit ist.

Fahr doch einfach! - Ich sag's ja nur!

Wir sind gleich da!

Da ist er ja.

Wir ziehen noch weiter. Dancing. Kommst du mit?

Nein, ich trink mein Bier aus und mach einen Abflug.

Du machst einen Abflug? - Ja.

Verstehe.

Na ja. Kannst du mir Kohle leihen? - Aber dafür will ich Details.

Jaja, verzieh dich. - Hau rein.

Macht die Trage fertig.

Allergischer Schock, Nüsse, mein Sohn ist 10.

O Gott, Schatz ... Es wird alles gut.

Sie müssen das Auto umparken.

Und du? Gehst du nicht mit den anderen mit?

Nein, die geben sich die Kante.

Danach brauch ich 3 Tage, bis ich wieder geradeaus schauen kann.

Die ersten 8 Bier sind die besten. - Du hattest 8 Bier?

Dann hab ich aufgehört zu zählen. - Beeindruckend.

Na dann auf den letzten Rest! - Prostata.

Ja, Seb hat erzählt, du bist auch geschieden?

Und? Zufrieden damit? Glücklich?

Zufrieden ja, glücklich nicht. - Immerhin bist du zufrieden.

Ist doch schon mal ein Anfang. - Du nicht. Du trägst noch den Ring.

Ach so, ja das ist aber nur Formsache.

Sobald die Scheidung durch ist,

vertick ich das Ding. - Also glücklich.

Meine Ex hat mich nach 17 Jahren sitzen lassen für einen Waschlappen.

Jetzt muss ich bei meiner Mutter wohnen mit meinen Kindern,

die ich nur alle zwei Wochen sehe. Ich könnte glücklicher nicht sein.

Aber bescheuert, dass ich dir das erzähle.

Hast du dir ja nicht ausgesucht.

Jetzt hab ich einen trockenen Mund bekommen. Schaffst du noch eins?

Wir können uns eins teilen. - Warum eigentlich nicht?

Entschuldigung. Können wir noch ein Bier haben?

Hier ist die Mailbox von Lisa Gruber, ich bin gerade nicht erreichbar ...

Ladies first.

Und was denkst du, wie lange du noch bei deiner Mutter wohnst?

Nicht mehr lang, ich suche eine Wohnung für mich und die Kinder.

Aber das ist schwer. Der Wohnungsmarkt ist krass.

Meinst du, es wird schwer, wenn du wieder ausziehst?

Für meine Mutter? Nö. Die hat ja Püppchen.

Einen Hund? - Das ist ihre beste Freundin.

Das ist ja ein süßer Name.

Die hatte in ihrer Kindheit so Porzellanhaut.

Süß.

Ja ...

Sollen wir zu dir gehen und ich zeig dir einen Zaubertrick?

Zaubertrick? - Wir haben Sex und Hokuspokus verschwinde ich.

Das war ein Witz.

Ehrlich, tut mir leid. Den hat Seb mir mal erzählt.

Ich hab ...

* Handy *

Entschuldigung.

Das ist meine Tochter. Da muss ich kurz ran.

Mäuschen, was ist los? - Hast du schon von Mama gehört?

Wieso? Wo ist sie? - Im Krankenhaus!

Im Krankenhaus? Wieso? - Wegen Eddie!

Was ist mit Eddie?

Er hat eine allergische Reaktion auf Nüsse.

Wo verdammt noch mal hat er die Nüsse her?

Patrick hat sich welche gekauft. - Ist der bescheuert?

Weiß der nicht, dass Eddie daran sterben kann?

Ich ruf Mama an ... nein, ich fahr ins Krankenhaus.

Ich ruf dich gleich zurück.

Er normalisiert sich. Er ist übern Berg.

Das hast du so gut gemacht, mein Schatz.

Was machst du denn für Sachen? Ich hatte solche Angst um dich.

Kleine freche Nudel.

Lisa? Wie geht's ihm? Sag mir, dass alles okay ist.

Es ist alles okay. Es geht ihm besser.

Gott sei Dank. Ich dachte schon, er stirbt.

Hast du Bianca Bescheid gegeben? - Gerade eben. - Okay.

Wieso hast du mich nicht sofort angerufen?

Wieso muss ich das über Bianca erfahren?

Ich musste mich um Eddie kümmern. - Wie doof kann man sein?

Wie kann man einen Nussallergiker mit Nüssen füttern?

Das hat er nicht gemacht.

Er wusste nicht, dass selbst winzige Spuren gefährlich sind.

Und so was will Lehrer sein. Einer, der Kinder umbringt.

Hör auf zu schreien. - Ich schreie, so viel ich will.

Es tut mir leid, Martin. Entschuldige.

Es tut mir leid, ich ... wollte dich nicht anschreien.

Okay.

Ähm ... ich bin auf dem Weg zu euch. In welcher Abteilung seid ihr?

Du brauchst nicht kommen, es ist alles in Ordnung.

Ich will meinen Sohn sehen.

Der Arzt kommt gleich, wir werden entlassen und fahren nach Hause.

Es ist alles in Ordnung. - Ja ...

Ist vielleicht auch besser so.

Wenn mir der Scheißtyp übern Weg läuft, kann ich für nix ...

Hallo?

Lisa?

Piroggen. Nach der Perestroika Gorbis größtes Vermächtnis.

Ja ... wahrscheinlich. Und du?

Was hinterlässt du der Welt? - Nichts.

Wenn ich tot bin, existiere ich weiter

als der komische Typ im Hintergrund auf anderer Leute Instagram-Accounts.

Hast du niemanden, der ab und an mit Absicht ein Foto von dir postet?

Instagram ist nur was für Leute mit übertriebenem Geltungsbedürfnis.

Bei Teenagern verstehe ich es, aber bei Erwachsenen?

Lächerlich.

Aber du hast keine eigenen Kinder? - Nein.

Tja ... - Ja ...

Gehen wir nach Hause? - Ja.

Ich muss da lang. - Und ich da lang.

Danke für den ersten schönen Freitagabend seit Langem.

Danke dir!

Katja ... Wenn man mal einen Abend mit dir verbracht hat,

versteht man gar nicht mehr, warum die Leute so Angst vor dir haben.

Da bist du ja!

Und wie war's? Was habt ihr gemacht?

Wir sind ausgegangen und dann ...

Ja, das ... war's.

Hattet ihr Spaß?

Ja. Irgendwie ja.

Ach schön, dass du nach Hause gekommen bist.

Dann siehst du noch, wie sie sich kriegen.

Ich heule.

Du heulst doch immer, wenn sie sich kriegen.

Jetzt ruh dich aus.

Hey.

Komm mal mit. Ich will dir was zeigen.

Vielleicht hat es doch was Gutes.

Es tut mir furchtbar leid. - Ich weiß.

Aber sag's nicht mir, sondern Eddie.

Das werde ich.

Auf jeden Fall.

Sorry.

Hast du mich vergessen?

Ich war drauf und dran zu gehen. - Wieso bist du nicht gegangen?

Weil ich den Abend mit dir verbringen wollte. Wo warst du? - Arbeiten.

Und im Büro war Weinverkostung? Der Termin muss mir entgangen sein.

Wenn du meckern willst, geh doch nach Hause zu deiner Frau.

Komm rein.

Hey, Eddie.

Ich wollte dir sagen ...

Das war total bescheuert von mir mit den Nüssen, richtig dämlich.

Und es tut mir leid.

Ich hasse dich.

Wie bitte?

Ich hasse dich, du Lappen.

Ich finde, ... du bist wirklich gut darin, deine Gefühle auszudrücken.

Klar und unmissverständlich.

Das machst du wirklich gut.

Mutti, ich brauch eine Schmerztablette.

Was hast du denn? - Rücken.

Wusst ich's doch. Das hab ich dir gestern schon angesehen.

In deinem Alter! Du musst dich in der Hüfte bewegen.

Das kommt von der Arbeit. Vom schweren Heben. Stimmt's?

Hoffentlich hast du keinen Hexenschuss.

Nein, ich weiß, wie sich das anfühlt.

Das ist ein Bandscheibenvorfall oder was richtig Schlimmes.

Du brauchst eine neue Matratze. Ich verkaufe Betten!

Du musst auf deinen Körper hören! - Ich habe schon eine Mutter!

Ja super, wunderbar, bis gleich.

Der Arzt sagt, dass er mich direkt drannimmt, wenn ich sofort gehe.

Kannst du die Stellung halten? - Logo. Ist es so schlimm?

Als ob ich ein Rambo-Messer im Rücken hätte.

Fuck. Nicht umdrehen. Tessa auf 12 Uhr.

Nicht umdrehen!

Die kommt jetzt schon zum dritten Mal hier vorbei.

Die steht auf dich. - Quatsch.

Die denkt, ich bin ein Vollidiot. - Wieso?

Ich hab was Blödes gesagt. Egal. - Komm schon, raus damit.

Ich hab den scheiß Hokuspokuswitz erzählt.

Du hast ihn bestimmt nur scheiße erzählt.

Vielleicht hast du Glück. Sie hat einen Fetisch

auf Mitdreißiger ohne Selbstbewusstsein.

Du kannst mich mal. - Du mich auch.

Sie sind ein bisschen steif? - Ich kann mich kaum bewegen.

Sieht aus, als hätten Sie einen Hexenschuss.

Nein, das strahlt bis ins Bein.

Das fühlt sich an wie ein eingeklemmter Nerv.

So fühlt sich ein Hexenschuss an.

Ich weiß, wie sich ein Hexenschuss anfühlt.

Es ist was Schlimmeres. - Haben Sie das schon lange?

Das kam aus dem nichts. Als hätte mir wer eine Axt in den Rücken gehauen.

Ich glaube, das ist ein Bandscheibenvorfall.

Oder die Nieren.

Oder was mit der Prostata?

Haben Sie Probleme beim urinieren? - Nein. Aber das kann noch kommen.

Hab ich gelesen. - Wo?

Im Internet. - Verstehe.

Deshalb dachte ich, dass Sie drauf schauen und wir machen eine MRT.

Wir warten erst mal, ob es nicht von allein verschwindet.

Bei einem Bandscheibenvorfall sollte man nicht warten.

Hab ich gelesen in zwei Foren.

Ich bin orthopädischer Chirurg und habe 7 Jahre studiert.

Wenn Sie mehr Vertrauen in die Expertise des Internets haben,

verschwenden Sie nicht meine Zeit!

Also keine Kernspintomografie? - Nein!

Gut. Dann ... auf Wiedersehen.

Und tun Sie sich einen Gefallen.

Googlen Sie keine Krankheiten. Da kommt eh immer nur Krebs raus.

Krebs? - Gute Besserung.

Weißt du was? Ich hab vergessen, wie man Pasta kocht.

Kompletter Blackout.

Sag mal, ... kommt die ganze Verpackung in den Topf?

Mit der Plastiktüte? - Papa. - Was denn?

Papperlapapp, Papa, ich bin nicht dein Papa.

Ich bin ein Monsterzombie.

Hey, Eddie, willst du mitspielen. - Äh, nein!

Komm schon, ich glaub, William kann Unterstützung gebrauchen.

Ich bin ein Monsterzombie. - Was?

Ich fresse kleine Kinder.

Entweder ist man ein Monster, oder ein Zombie.

Beides geht nicht. - Da irrst du kleines Menschlein.

Ich fress dich nämlich mit Haut und Haaren.

Du kleines Menschlein.

Lass mich! Lass mich in Ruhe!

Hilfe!

Aua! Stopp! Das tut weh! Nicht so doll!

Bist du stark ... ah!

Ich hab gesagt, du sollst aufhören! - Was machst du da?

Ich weiß nicht, wir haben gespielt.

Wenn dir jemand so fest in die Eier tritt, da reagiert man instinktiv.

Normalerweise passiert mir das nicht,

aber mir tritt sonst auch niemand in die Eier.

Ich kann das gerne mal machen.

Ich hab doch schon gesagt, dass es mir leidtut.

Tut mir leid. So was kommt nie wieder vor.

Eddie und ich ... wir ... haben einfach noch nicht unser ...

Wir haben noch nicht unser Ding gefunden.

Aber das werden wir noch.

Ein paar kleine Konflikte sind kein Grund zur Besorgnis.

Das sind ... Startschwierigkeiten.

"Ein paar kleine Konflikte", ihr streitet jeden Tag.

Wir haben auch unsere guten Momente. - Wann denn?

Schatz, bitte ...

Ich weiß, du bist schwanger und all die Hormone ...

Lass uns nicht streiten. - Die Hormone?

Jetzt bin ich an allem schuld? Ja? - Das hab ich nicht ...

Na?

Sehen wir uns heute? - Ich hab William diese Woche.

Tja ... - Guten Morgen zusammen!

Hallo.

Okay, dann haben wir einen Termin nächste Woche!

Ich kann nichts versprechen.

Klar, aber wir versuchen unser Bestes. Wie immer.

Willst du auch? - Ich hatte schon so viele.

Ich hab mir den Kaffee über die Hose gekippt

und wollte nicht, dass der Chef das sieht.

Wie geht's William? - Prima. Ihm geht's prima.

Cool. Das ist ein toller Junge. - Danke.

Und klug. Hat er das von dir? - Woher sonst?

Ich weiß ja nicht. Vielleicht ist sein Vater Hirnchirurg.

Er ist Lehrer.

Du ... da ist diese Sache heute Abend.

Ein Typ, mit dem ich studiert habe,

hält einen Vortrag über nachhaltige Architektur.

Klingt aufregend. - Ich weiß.

Mit der richtigen Gesellschaft kann es durchaus interessant sein.

Ich glaub nicht, dass ich die richtige Gesellschaft bin.

Ich dachte an Robert. Glaubst du, der würde gerne mitkommen?

Garantiert. Frag ihn einfach. Der kommt so selten unter Leute.

Ich soll die Kinder nehmen, weil du Rückenschmerzen hast?

Nur für ein paar Tage. Der Arzt sagt, ich soll mich ausruhen.

Aber ich hol mir eine Zweitmeinung. Ich will eine MRT machen.

Man weiß ja nie. Krebs oder so. - Das klingt heftig.

Aber kann Biggi dir nicht helfen?

Meine Mutter macht eh schon so viel. Wo ist das Problem?

Einfach ein paar Tage länger. - Es ist unsere Woche. Ohne Kinder.

Manchmal braucht man auch Zeit für sich.

Zeit für sich. Und meine Mutter braucht keine Zeit für sich?

Glaubst du nicht, dass die schon genug macht?

Ich dachte, wenn es dir so schlecht geht ...

Glaubst du, dass ich übertreibe?

Wenn ich krank bin, denkst du, dass ich simuliere.

Tu ich nicht! - Doch, tust du! Jedes Mal!

Überleg dir, woran das liegt! - Was soll das heißen?

Du verachtest Schwäche. Du hast ein Anti-Helfer-Syndrom.

Hör mal auf ... - Nein, immer lässt du mich hängen.

Ich wohne bei meiner Mutter,

weil du ein blödes Stück Papier nicht unterschreiben wolltest.

Ach Martin! - Die meisten haben eine Art Herz. Das fehlt dir!

Das würde ich mal checken lassen.

Ihr müsst euch keine Sorgen machen. Es ist nichts Ernstes.

Aber um wirklich sicherzugehen, lass ich eine MRT machen.

Dazu muss ich einen Arzt finden. - Eine MRT wegen Rückenschmerzen?

Ja. Das tut tierisch weh.

Weißt du noch, als du mit dem Rad gefallen bist?

Das mal 1000. So schlimm ist es.

Warum glaubt ihr, dass ich simuliere. - Wäre nicht das erste Mal.

Du fängst an wie deine Mutter. - Ich will nicht zu Mama.

Ich will bei dir bleiben. - Der Arzt hat gesagt,

dass ich Ruhe brauche. Es ist besser, wenn ihr zu Mama geht.

Lass mich helfen. - Nein!

Das ist kein Problem für mich. - Ich mach das schon.

Du hast wirklich genug zu tun. - Das kann ich selbst beurteilen.

Ich kann mich um mich selber kümmern. - Aber Eddie braucht Hilfe.

Hilfe bei den Hausaufgaben. Er muss zum Fußball, das ganze Programm.

Außerdem ist es super, dass ihr bei eurer Mutter eigene Zimmer habt.

Hab ich nicht! Ich muss es mir mit William teilen

und der ist echt bescheuert!

Ich weiß, aber es sind doch nur ein paar Tage.

Aber Patrick ist voll brutal. Der schlägt mich.

Wie der schlägt dich? - Ihr habt zum Spaß gekämpft.

Er hat dir 20 Mal gesagt, dass du nicht so grob sein sollst.

Du hast ihm in die Eier getreten. - Er hat ihn geschlagen?

Nein ... na ja, geschlagen nicht,

aber er war krass wütend und hat mich voll gegen die Wand gedrückt.

Ich will da nicht hin.

Wenn mein Rücken nicht wär, ich würd den ...

Ja genau! - Würde ich machen!

Meinetwegen. Dann gehen wir zu Mama und du legst die Beine hoch.

Wohin willst du? - Zum Tanzen und dann zu Mama.

Tschüss. - Tschüss.

Aber ich bin doch gerade erst angekommen.

Muss ich wirklich jetzt gleich zu Mama?

Ja.

Aber Eddie ... ich hätte eine super Überraschung für dich.

Ich will keinen Hamster. - Du hast dir immer einen gewünscht.

Als ich klein war. Jetzt finde ich die nicht mehr cool.

Der läuft nur in seinem Rad rum. - Das finde ich auch.

Hey ... - Hallo.

Hamster sind echt langweilig. - Hab ich gesagt.

Das ist Tessa von meiner Arbeit und das ist Eddie, mein Sohn.

Hey, o ja, das merkt man.

Vielleicht darfst du was anderes aussuchen.

Darf ich? - Ähm, du kannst ja mal gucken.

Aber nicht gleich durchdrehen!

Ich wollte ihm den Hamster nicht ausreden.

Oder wolltest du ihn für dich? - Genau. Seit 30 Jahren.

Es tut mir leid. - Und das ist für dich?

Vielleicht ...

Nein, das ist für meinen Hund. - Du hast einen Hund?

Papa, komm mal!

Was gibt's?

Weißt du, was ich mir wirklich wünsche? Als Einziges auf der Welt?

Ähm ... Fische? - Eine Schlange!

Eine Schlange? Das ist keine gute Idee.

Wir haben keine Ahnung von Schlangen. Und die sind superteuer.

Du könntest ja Hokuspokus ein Kaninchen aus dem Hut zaubern.

Du hast mit den Zauberwitzen angefangen.

Ich will kein Kaninchen, sondern eine Schlange,

eine kleine, die nicht so viel kostet.

Ich les auch alle Bücher über Schlangenhaltung.

Ich hatte eine Königsnatter. Die sind klein, einfach zu halten

und sehen super aus. - Cool! ... Papa!

Du kannst ja mal gucken, ob sie eine haben.

Lieber Gott, lass sie keine haben.

Keine Sorge, die sind billig. Das gefällt dir doch.

Billige Haustiere, billige Witze ...

Ich weiß, dass der Witz scheiße war. Wie oft soll ich mich entschuldigen?

Eine Königsnatter! Eine Königsnatter! - Jetzt sind wir quitt.

Danke.

Dann zeig mal her.

Tada.

Et voilà. - Wow.

Ich dachte, wir feiern ein bisschen.

Alkoholfrei.

Und was feiern wir? - Dass die Kinder weg sind.

Du willst feiern, dass die Kinder weg sind?

Natürlich ist es toll, wenn sie da sind.

Aber wir dürfen doch feiern, dass wir jetzt eine Woche zu zweit sind.

Danke.

Mama!

Hey! - Hey.

Hey.

Ich hab alles probiert, aber es geht nicht.

Und du hattest nicht mal Zeit, vorher anzurufen?

Ich weiß, dass es mit eurer Woche kollidiert.

Deshalb gibt es Absprachen.

Das geht nicht! - Aber Kinder gegen die Wand drücken geht?

Das reicht jetzt! Wir freuen uns doch immer, wenn du da bist.

Guckt mal! - Ah!

Was ist das denn? - Eine Königsnatter.

Das ist so cool.

Er hat sich so lange ein Haustier gewünscht

und hat es auch nicht einfach in letzter Zeit.

Die bleibt nicht hier. - Doch. Die ist harmlos.

Mach dir nicht in die Hose.

Vielleicht überträgt sie Salmonellen.

Quatsch! Wasch dir die Hände, wenn du sie gestreichelt hast.

Martin, es ist besser, wenn die Schlange bei euch bleibt.

Nein, ich finde, sie sollte dort bleiben, wo Eddie ist.

Wahrscheinlich ist es sogar besser, sie bleibt ganz hier.

Meine Mutter fällt schon in Ohnmacht, wenn sie einen Wurm sieht.

Gut ... okay ... Eddie, Storno, wir müssen die Schlange zurückbringen.

Mami will sie nicht. - Was?

Du hast es gehört. - Halt!

Es ist schon okay. Wir kriegen das hin. Irgendwie.

Ja ... übrigens, draußen ist noch Zubehör für die Schlange.

Was? Ich darf nicht schwer heben.

Das sieht doch toll aus.

Ja ... das sieht so super aus.

Danke, Mama.

Danke, danke, danke.

Kann ich sie jetzt reinsetzen? - Klar.

Und wie soll sie heißen?

Messi. - Was?

Wie der Fußballspieler.

Weil sie so superschnell ist und überall durchkommt.

Willkommen zu Hause, Messi. - Willkommen, kleiner Messi.

Ich kümmere mich um alles. Versprochen.

Ich mach mit Eddie die Reinigung, geh mit dem Tier zum Tierarzt ...

Du musst die Schlange nicht mal sehen.

Wenn du William Gute Nacht sagst, kommt eine Decke drauf.

Mach dich nicht verrückt.

Wieso muss die Schlange zum Tierarzt? Kriegt sie eine Tollwut-Impfung?

Messi kriegt Vorsorge und Gesundheitsuntersuchung.

Der Tierarzt gibt eine Beratung zur Artgerechten Haltung,

und Ernährung und so weiter. - Okay.

Ich könnte Martin echt ...

Ich hätte Lust, Eddie eine fleischfressende Pflanze zu kaufen,

in Martins Größe.

Du weißt aber schon, dass die auch bei uns enden würde.

Wir können Eddie die Schlange nicht mehr wegnehmen.

Das wäre herzlos, gemein, oberfies.

Du wirst gar nicht mitbekommen, dass sie da ist.

Nein!

Was ist das eigentlich?

Nein, ne?

Lisa!

Ist doch schön. Dann haben wir jetzt auch Geheimnisse voreinander.

Bitte nicht ...

Wer war das?

Das war Arbeit.

Mama, warum machen wir nicht mal was Schönes?

Was denn?

Z.B. ins Kino gehen. - Aber nicht unter der Woche.

Bitte, am Donnerstag. - Fröschlein, es ist Schule.

Der Film läuft nur noch bis Donnerstag.

Und er ist echt super. Ape Wars. - "Ape Wars"?

Ja, der ist wie Star Wars, und richtig lustig.

Woher weißt du das? - Hat mir Hendrik erzählt.

Hendrik von meiner Arbeit?

Er will ihn mit mir gucken. - Wir gehen nicht mit ihm ins Kino.

Warum denn nicht? - Er ist mein Kollege. Ich kenn ihn kaum.

Aber ich! - Und ich hab Nein gesagt.

Okay. Wir gehen morgen ins Kino, obwohl Schule ist.

Aber nur wir beide.

Das wird schön. - Ja, das wird es.

Vielleicht wollen Sie uns erzählen,

warum Sie sich für eine Paartherapie entschieden haben.

Und was Sie sich erwarten. - Soll ich anfangen?

Also ... ich sehe es als Prophylaxe, damit wir gut miteinander umgehen.

Als Paar. Wir kriegen ein gemeinsames Baby.

Es gibt die anderen Kinder und die Ex-Partner

und unser Leben ist sehr chaotisch.

Ich erhoffe mir, dass dies ein Ort wird, wo wir zur Ruhe kommen.

Und reflektieren.

Und Sie? Warum sind Sie hier?

Hauptsächlich wegen der Schlange.

Eddie braucht ein Haustier, hatten die keine Piranhas?

Sie finden nicht, dass Eddie ein Haustier braucht?

Doch, gerne. Aber keine Schlange.

Martin hat ihm die geschenkt. Wir können sie ihm nicht wegnehmen.

Fällt es Ihnen schwer, Eddie einen Wunsch abzuschlagen?

Nein, es ist einfach eine schwierige Situation.

Komm!

Denk an gestern. Da hast du ihn angeschrien

und gegen die Wand gedrückt.

Er hat mich getreten. So fest er konnte. In ... meinen Unterleib.

Meine Reaktion war absolut nicht in Ordnung.

Aber sie war ein Reflex. - Es war schrecklich.

Patrick, ... haben Sie das Gefühl, dass Lisa Eddies Partei ergreift?

Ja schon. Sie glaubt eher ihm als mir.

Es verletzt Sie, dass Lisa Ihnen nicht zu vertrauen scheint.

Nein, ich vertraue dir. Du hast nur mit Eddie eine komische Art.

Darf ich was sagen? Ich glaube, diese Situation könnte Ihnen nützen

und zu etwas Positivem führen.

Dieses kleine Wesen, das Sie nicht so in Ihr Herz geschlossen haben.

Eddie.

Nein, die Schlange. - Genau das meine ich!

Ich habe ihn falsch verstanden!

Darf ich fortfahren?

Wenn ich recht verstanden habe, hängt Eddie sehr an der Schlange.

Warum machen Sie das Wesen nicht zu Ihrem gemeinsamen Projekt?

Ja, aber ... - Nein, wenn man sich mit etwas unwohl fühlt,

ist es immer der beste Weg, sich damit zu konfrontieren.

Und während Patrick sich bemüht, die Beziehung zu Eddie zu verbessern,

sollten Sie mit Ihrem Ex sprechen. Sie müssen ihm Grenzen setzen.

Finde ich gut.

Gut, sollen wir sagen, das sind Ihre Hausaufgaben bis zum nächsten Termin?

Okay.

Hallo ihr beiden.

Na? Schläft er?

Nein, er will bloß in Ruhe gelassen werden.

Dann will er keine Gesellschaft? - Nein, will er nicht.

Und ... warum?

Ist er traurig oder so?

Ich weiß wirklich nichts über Schlangen.

Er ist gestresst. Hier ist alles neu für ihn und er kennt dich nicht.

Verstehe.

Du kennst dich ja ganz schön gut aus.

Weißt du, ich hab wirklich furchtbare Angst vor Schlangen.

Ich weiß. Hat Mama mir schon erzählt.

Das ist nicht so cool, hm?

Vor allem jetzt, da eine hier im Haus ist.

Vielleicht kannst du mir helfen, die Angst zu überwinden.

Okay ...

Scheint ganz gut zu funktionieren. - Echt?

Immerhin streiten sie nicht.

Und ... es ist für dich okay, dass du jetzt mehr Zeit bei uns verbringst?

Ist mir egal. - Wirklich?

Ja, aber es ist ätzend, wenn du und Papa euch in den Haaren habt.

Komm schon ... Und er hat dann immer seine Schmerzen.

Weißt du noch seine Gastritis?

Nein, Messi bleibt erst mal drin!

Also der bleibt drin und ich draußen. Was schlägst du vor?

Ruhig bleiben. Du musst ruhig bleiben.

Er kann deine Angst spüren. - Und was passiert dann?

Er wird voll gestresst. - Und? - Beißt dich.

Ah! Mensch Eddie! Warum hast du das nicht gleich gesagt?

Du bist so ein Lappen.

Hey! - Hey.

Alles gut? - Ja, prima!

Prima.

Okay ...

Hi! - Hi.

Und? Wie läuft es mit der Schlange?

Toll, ... super ... danke.

Martin, Bergmann. Bergmann, Martin.

Hat er auch einen Vornamen? - Nein, hat er nicht.

Hast du Lust, mit uns spazieren zu gehen?

Ähm ... ja ... warum nicht? Tut meinem Rücken ganz gut.

Na dann ...

Der ist aber groß. - Ja.

Ich glaube trotzdem, dass es ihm Spaß macht, mit dir Zeit zu verbringen.

Es macht ihm Spaß, mich zu sehen, wie ich mir in die Hosen mache.

Wir sagen ihm, ich hab eine Allergie. - Ich soll ihn anlügen?

Sei doch nicht so dramatisch. Eine harmlose Lüge zu meinen Gunsten.

Wir finden was anderes, was wir zusammen machen können.

Wir können ins Kino gehen. Fußball ...

Fußball? Du? - Ja.

Er kann es mir doch beibringen.

Ich würde lieber einen Fußball ins Gesicht bekommen. Oder in die Eier.

So schlimm? Echt? - Echt.

Du Armer.

Mama! Mama! Messi ist weg!

Er ist ausgebrochen! Komm schnell!

Einmal ermäßigt, einmal normal. - Hey!

Hey!

Moment!

Tja, ich bin's!

Du hättest mir vorher Bescheid sagen können.

Hendrik will den Film auch sehen. Hab ich doch gesagt.

Zum Glück hab wenigstens ich meine Mama gefragt.

Na dann ...

Popcorn? - Ich nehme von William. - Meins ist mit Zucker.

Ich mag lieber salzig. - Ah.

Messi!

Messi!

Vergessen den Deckel draufzumachen ...

Mama! Ich hab ihn gesehen!

Er ist da reingekrochen.

Sicher? - Ja!

Okay ... - Messi!

Und?

Geh mal zurück.

Vorsichtig. Das kann splittern.

Oh Mann!

Mach doch was! - Okay.

Bitte mach was! - Ja.

Messi, komm raus!

Zurück!

Äh, Lisa, bist du sicher? - Was soll ich sonst machen?

Beeil dich! - Zurück!

Vorsichtig! Pass auf! Nicht dass er dich in Panik beißt.

Kannst du ihn sehen?

Nein. Bist du dir ganz sicher, dass der da reingekrochen ist?

Ja! - 100.000 Prozent?

Ach ne ... - Eddie!

Es hat absolut so ausgehen. - Eddie, du Vollhorst!

Bianca! Schluss!

Ich bin ... dann gehen wir schlafen und gucken morgen weiter.

Aber was wird aus Messi?

Du glaubst doch nicht, ich schlaf nur eine Sekunde so!

Hast du sie noch alle? - Bianca!

Messi kommt bestimmt zurück. Sicher. Machen Schlangen immer.

Aber ... - Nein, ab ins Bett! Abmarsch!

Ab! Los jetzt!

Wie lange seid ihr schon getrennt?

Wir haben letztes Jahr Schluss gemacht.

Aber er weigert sich auszuziehen. Er versucht bei mir zu bleiben.

Das ist superkindisch. - Ja.

Habt ihr Kinder? - Zum Glück nicht.

Ist schon schlimm genug, sich um den Hund und die Möbel zu fetzen.

Und auf einmal wird der Ex zum Psycho.

Er versucht sogar Bergmann gegen mich auszuspielen.

Krank. - Völlig krank. Tut mir leid, Großer.

Er will, dass ich ihm Ablöse für die Küche zahle.

Dabei gehört die zur Wohnung und ich hab sie gemietet.

Wie ist deine Ex so?

Na ja, wie soll die sein? Sie nervt halt.

Wieso?

Na ja, wegen der ganzen Organisation, der Kinder.

Ich versuche mein Bestes zu geben

und zu machen, was die feine Dame möchte.

Aber ich kann nicht zaubern.

Da müssen sich beide reinknien, nicht nur einer.

Okay. Also du bist ein Zauberer, der sich reinkniet.

Ja ... ja.

* Handy *

Das ist mein Sohn. Da muss ich kurz rangehen.

Eddie? Was ist denn los? - Messi ist ausgebrochen.

Du musst kommen! Sofort!

Jetzt mal langsam. Gib mir mal deine Mutter.

(Lisa) Martin. - Er ist einfach ausgebrochen?

Ich weiß es nicht.

Wie? Weißt du, was so eine Schlange kostet? - Nein.

Das Terrarium, das Zubehör, das sind locker 300 Euro!

Und wir haben ein riesiges Loch in der Wand wegen der Schlange,

die du uns aufgehalst hast ohne zu fragen.

Was kann ich dafür, dass ihr ein Loch in der Wand habt.

Und du kannst die Kinder nicht ohne Ankündigung hier abladen.

Ich hab die Kinder ... - Das war eine einmalige Ausnahme.

Lisa ... Lisa?

Hat die einen Schatten oder was?

Ich glaub, ich geh mal. - Ich dachte, wir quatschen noch.

Ich muss jetzt Bergmann füttern. Gute Besserung!

Wir sehen uns.

Ja ...

Tschau.

Du kommst aber spät. - Warum bist du denn nicht schlafen?

Es ist seit 20 Jahren nicht mehr nötig,

dass du aufbleibst, bis ich komme. - Ich konnte nicht schlafen.

Du hast doch nicht so lange gearbeitet?

Nein.

Hast du schon einen anderen Arzt gefunden?

Geh doch zu Püppchens Arzt. Der soll super sein.

Alles gut. Ich hab einen Termin bei einer Ärztin

mit einer super Bewertung.

Wir hatten Hähnchenflügel! Ich hab dir was aufgehoben.

Ach lecker.

Ah, ach Gott.

Hör mal, Martin ... wegen der neuen Wohnung ...

Meinetwegen musst du nicht umziehen.

Ich hab die Kinder gerne hier.

Und dich.

Ich bin fast 40. Ich brauch mal was Eigenes.

Aber so viel Geld für eine neue Wohnung ist doch Quatsch!

Und irgendwann, eines Tages wohnst du sowieso wieder hier.

Das will ich nicht hören. Wirklich!

Ich meine ja nur, bleib solange du willst.

Gute Nacht, mein Junge.

Mutti ...

Der war so lustig! - Ja! Absolut.

Der beste Film seit "Breaking the Waves".

Kinder verstehen keine Ironie. - Das war keine.

Ich fand den wirklich toll. - Bombastisch.

Okay, klingt ja nach einer 5-Sterne-Bewertung.

Absolut. Ich hab ein gutes Gefühl dafür, was 5 Sterne verdient hat.

Was machen wir jetzt? - Wir gehen nach Hause.

Und Hendrik auch. - Wir könnten noch Burger essen.

Nein! - Doch bitte! Wir beide könnten doch.

Morgen ist Schule und es ist schon spät.

Wir sagen Hendrik besser gute Nacht.

Wir treffen uns ein andermal wieder. - Okay. Aber versprochen?

Versprochen. Schlaf gut!

Tja dann ... danke für einen wunderschönen Abend.

Danke dir. Das war sehr nett.

Wir müssen jetzt gehen. Bis dann! - Klar.

Du hast das richtig gemacht. Du hast Martin Grenzen gesetzt.

Du warst heute auch richtig toll mit Eddie.

Ich weiß, er ist manchmal nicht ganz einfach.

Aber du hast dich echt bemüht. Danke. - Ich mag ihn auch.

Tief in mir hab ich ihn gern. Das weißt du, oder?

Aber die Schlange, keine Verhaltens- Therapie wird etwas daran ändern.

Ich werde bis zu meinem Lebensende Schlangen hassen. - Warum?

Woher kommt die Angst? - Purer Instinkt.

Schlechte Erfahrungen können so prägend sein,

dass sie sich im Erbgut festsetzen.

Ja ... - Verstehe. Das wusste ich nicht.

Schon toll, mit einem Lehrer zusammen zu sein,

der alles weiß über Biologie und so. Red weiter.

Oder ...

Ich mach ein bisschen Anschauungsunterricht?

Ja, klingt gut. - Ja?

Du musst leise sein. - Ja.

(beide) Ah!

Ist der tot? - Ich weiß es nicht.

Boah ...

Er ist tot, Lisa. Absolut tot.

(Eddie) Mama!

Warum schreit ihr denn so rum?

Die Schlange!

Ich hab sie gesehen! - Wo? - Im Garten!

Echt? Wir müssen sie reinholen!

Wir müssen sie finden, bevor sie sich verirrt.

Die ist so schnell, die ist bestimmt schon wieder woanders.

Er hat es jetzt viel besser. Versprochen.

Untertitelung: BR 2019

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