All language subtitles for Um Himmels Willen - S18E02 - Ausgeb+-xt.deu

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Original subtitles

*Titelmusik*

Schwester Hanna

Wolfgang Wöller

*Frauen singen "Meerstern, ich dich grüße".*

# Maria, hilf uns allen

aus unsrer tiefen Not. #

*Lied endet.*

Agnes war wieder nicht bei der Morgenandacht.

Also, seit dem Sturm benimmt sich Agnes seltsam.

Selbst mit mir spricht sie nicht mehr.

Das Unwetter hat ihr zugesetzt. - (Claudia) Mir auch.

Wenn ich unseren Turm anschaue, wird mir ganz anders.

Kommt her! Schnell!

Huch! Wo kommt ihr denn her? Sind das Lamas?

Alpakas. - Die müssen ausgebrochen sein.

Und kommen ausgerechnet zu uns?

Das Kloster ist ein Zufluchtsort für alle Geschöpfe.

Und wir haben die ganze Arbeit.

Herr Meier! Schwester Hanna!

Sie sollten alle von den Tieren zurücktreten.

Herr Fischer, der Besitzer, ist schon auf dem Weg.

Und jetzt?

Hiergeblieben...

Die Flucht nutzt ihm gar nichts.

Am Ende kriege ich sie alle.

Hiergeblieben!

Grüß Gott. Fanny, kümmerst du dich um Stella?

Seit dem Sturm sind unsere Tiere durch den Wind.

Martin Fischer. Das ist meine Tochter Fanny.

Schwester Hanna. Felicitas, Lela, Claudia.

Stella, jetzt komm schon.

Ich hoffe, Stella hat Ihnen keine Unannehmlichkeiten bereitet?

Aber nein.

Da war noch ein Tier. Das ist in den Wald gelaufen.

Dann war das Willy. - Wachtmeister Meier verfolgt ihn.

Wir müssen ihn suchen, Papa.

Wir bringen erst Stella ins Gehege.

Das macht am meisten Sinn. - Und wenn ihm was passiert?

Er kennt sich doch nicht aus!

Sollen wir bei der Suche helfen? Ich habe zu tun.

Aber Agnes kann doch so gut mit Tieren.

Hätten Sie Wasser für Stella? Natürlich, kommen Sie.

(Felicitas) Agnes!

Pilze, eins, zwei, drei...

Stell dir vor, Agnes:

Ein Alpaka ist entlaufen,

und du musst helfen, ihn einzufangen.

Ich kann hier jetzt nicht weg.

Die Regale sind voll.

Dann hör auf, noch mehr einzukochen.

Lass uns lieber etwas davon essen.

Wir könnten... - Das sind Vorräte!

Vorräte sind zum Essen da. - Die nicht.

Willst du damit sagen,

dass du nicht vorhast,

den anderen bei der Suche nach dem Tier zu helfen?

Nein. - Na, schönen Dank auch.

Bitte. Jetzt hast du mich durcheinandergebracht.

Seit wann betreiben Sie Ihre Zucht? Seit knapp zwei Jahren.

Meine Frau hat immer davon geträumt.

Geht so eine Schüssel?

Ja.

Als sie plötzlich verstarb, habe ich meinen EDV-Job gekündigt,

bin mit Fanny hierhergezogen, und wir haben losgelegt.

Das mit Ihrer Frau tut mir sehr leid.

Danke.

Das war wohl eine große Umstellung. Ja, war es.

Und aus heutiger Sicht nicht schlau.

Aber Fanny liebt die Tiere über alles.

Na ja, für uns beide...

Für uns beide sind sie wichtig. Und wo ist das Problem?

Sie treiben uns so langsam aber sicher in den Ruin.

Die Kosten sind zu hoch, die Umsätze noch zu gering.

Die Wolle wird beliebter,

aber es dauert, bis ich einen Kundenstamm habe.

Können Sie so lange durchhalten?

*Er seufzt.*

Es wird eng, aber...

Ja, ich bin bereit, es zu riskieren.

Aber die Gemeinde wirft uns Knüppel zwischen die Beine.

Die Zuchtgenehmigung wird nicht verlängert.

Und mit welcher Begründung? Der Bescheid steht noch aus.

Und dann noch die Versicherung. Ja, und was wollen die?

Meine Herde ist während des Sturms letzte Woche

aus dem Gehege ausgebrochen

und hat große Schäden angerichtet.

Und es gab einen Verkehrsunfall, da kommt noch was auf mich zu.

Und die Versicherung will nicht zahlen?

Ja. Und ich bin selber schuld.

Ich habe ihnen ein Foto geschickt, auf dem zu sehen ist,

dass das Gatter nicht gesichert wurde.

Was unmöglich ist,

die Riegel schnappen automatisch ein.

Sie glauben, dass jemand das Gatter geöffnet hat?

Das ist die einzige Möglichkeit. Aber wer sollte so etwas tun?

Ich weiß nicht.

Stopp!

Hier.

Unter uns muss sich der Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg befinden.

Lass uns weitergehen.

Laut dem Plan von Treptow muss es hier sein.

Es können noch Bäume umstürzen. Setz einen Helm auf.

Da hilft kein Helm!

Dann hilf mir, den Eingang zu finden.

Wenn wir den finden, bist du schnell in Sicherheit.

Wolfi, weißt du, was? Hm?

Ich habe über die Endlichkeit nachgedacht.

Wie schnell es gehen kann.

Wie mein Leben verlaufen ist und wie es verlaufen wird.

Aha. Waren meine Entscheidungen immer richtig?

Ich glaube, wir müssen da lang.

Was bleibt von meinem Leben übrig?

Außer den Tiefgaragen?

Hermännchen...

Für wen tue ich das alles?

Für dich!

Du kannst dir mit einem Bunker ein Denkmal setzen.

Ich weiß nicht, ob ich das will. Genau das.

Vertrau einem alten guten Freund.

Vertrau mir einfach.

Da lang. Okay.

(feierlich) So muss Kolumbus sich gefühlt haben,

als er Amerika entdeckt hat.

Komm mal zurück, das ist doch alles ungesichert.

Das hier, Hermann, ist der Eingang

zur Erfüllung all unserer Träume.

Mein Lebensende in einem Bunker zu verbringen?

Du denkst mal wieder viel zu klein.

Der Bunker für die Kaltenthaler ist nur der Anfang!

Die Reichen und Schönen aus aller Welt

werden nach Kaltenthal pilgern!

Einst machten mich deine Visionen nervös.

Heute kriege ich die nackte Angst.

Vertrau mir. Jetzt kommt Panik hinzu.

Hermann, schau mal,

dieser ganze Hügel hier

wird eine einzige große Luxus-Bunkeranlage!

Luxus... Unter der Erde? Ohne Fenster?

Wer braucht Fenster, wenn man Flachbildschirme hat?

Was wir brauchen, sind Pool, Schulräume,

unterirdische Farmen für Gemüse, Fischzucht...

Ich glaub, dich knutscht ein Lama. Nein. Das nennt man Visionen.

Was ist denn? Das glaube ich nicht.

Oh!

*Es quietscht.*

*Beschwingte Musik*

(belustigt) Oh... Alpakas.

Willy! Willy!

Vorsicht, Nebelkrähen... Wo?

Da! Ah.

Jetzt kein falsches Wort.

(alle) Willy!

Herr Wöller und Herr Huber! Was machen Sie im Klosterwald?

Wir prüfen den Wald auf Sturmschäden.

Höchstpersönlich? Ja.

Willy! Willy... Damit es richtig gemacht wird.

Vor allem, wenn es darum geht, Leuten das Leben schwer zu machen.

Was hab ich in Ihren Augen wieder Böses gemacht?

Sie sorgen dafür,

dass das Amt Herrn Fischer die Zuchtgenehmigung verweigert.

Ja, die Beschwerden über die Alpakas,

die stapeln sich bei mir!

Ich denke an das Gemeinwohl. Die tun keinem was.

Und was ist mit Frau Komorowski vom Ordnungsamt?

Was ist mit ihr? Die wollte ins Rathaus.

Da tauchen die Alpakas auf,

sie fährt in den Graben.

Und jetzt? Schleudertrauma.

Warum züchten Sie nicht Kühe?

Oder Bienen? Oder Speiseameisen?

Genau! Speiseameisen?

Das ist eine Delikatesse.

Die fressen nicht alles kahl wie die Alpakas.

Was, wenn die noch mal ausbrechen

und es gibt diese "wilde Population"?

"Wilde Population". Also wirklich.

Ein Weibchen und ein Männchen,

und im Handumdrehen gibt es Hunderte.

Herr Wöller... Das tut mir alles leid.

Für die Schäden komme ich auf.

Gut, dann schickt Ihnen das Rathaus die Rechnung.

Das können wir alles in Ruhe klären.

Ich bin die Ruhe selbst!

Die Sache war seine Idee. Darf ich?

Glaubst du wirklich, es geht um Sturmschäden?

Nie und nimmer. Der führt was im Schilde.

Mal angenommen... - Herr Stolpe!

Sina wird von fremden Mächten eingeschleust.

Und was haben diese fremden Mächte davon?

Sie sind doch die Krimi-Autorin. - Ich sag Ihnen, das ist Unsinn.

Irgendetwas stimmt mit ihr nicht. - Oder mit Ihnen.

So bringen Sie mich nicht dazu, einen neuen Krimi zu schreiben.

Ja, aber wenn sie undercover in den Orden eingeschleust wurde?

Weil Schwester Agnes Marihuana anbaut?

Was? Ernsthaft? - Herr Stolpe.

Pst. Pst, pst!

Sonst läuft's bei Ihnen? - Ja, ja.

Herr Stolpe, es reicht. Haben Sie was erfahren, Sina?

Na ja, also, eigentlich hat der Orden keine Quellen mehr,

die er anzapfen könnte, um an Kohle zu kommen.

Also, um die Löcher zu stopfen, wie Oldenburg und Nigeria und so...

Anzapfen? Stopfen? - Geld clearen. Whatever.

Das habe ich befürchtet. Danke.

Kann ich sonst noch was machen? - Sich in Exerzitien üben.

Oh nein. Ich hasse das.

Gehen Sie spazieren. Das tut Ihnen gut.

Warum nicht...

Was machen Sie denn da?

Theodora fragen, ob sie auch Bock hat.

Die Mutter Oberin und spazieren gehen?

Das hat sie noch nie getan. - Hm...

Löcher stopfen? Geld... - Fangen Sie schon wieder an?

Ich bin kein Detektiv mehr... - Gott sei Dank.

Aber die Instinkte sind noch hellwach.

Ich bin die nächste Stunde nicht da.

Nur eine Stunde? Dann können wir gar nichts machen.

Gut... Ich bin für den Rest des Tages nicht erreichbar.

Darf ich fragen, wo Sie hingehen? - (Mutter Oberin) Spazieren!

Brauchen Sie noch mehr Beweise? - Also...

Jetzt glaub ich auch, dass irgendwas nicht stimmt.

Alpakas sind so klug und lustig.

Aber Willy ist der Liebste und Lustigste von allen.

*Mädchen kichern.*

Das sind wohl keine Freundinnen? Die gehen in meine Klasse.

Lea und Grit. Und wieso machen die Fotos von dir?

Interessiert mich nicht.

*Bedrückende Musik*

Ich bringe Willy ins Gehege.

Alles in Ordnung, Herr Fischer?

Herr Klocke macht mir ein Angebot. Ist es gut?

Es liegt unter dem, was ich gezahlt habe.

Können Sie denn unter Wert verkaufen?

Nein. Eigentlich nicht.

Ich werde Schulden abstottern müssen.

Ich rede noch mal mit Herrn Wöller. Das ist lieb.

Aber die Zeit bleibt mir nicht mehr.

Ein Züchter hat mir ein gutes Angebot gemacht.

Ob das in ein paar Wochen noch steht...

Das Angebot von Herrn Klocke gilt bis Freitag.

Die setzen Sie aber ganz schön unter Druck.

Was will Herr Klocke mit dem Land? Hat er mir nicht gesagt.

Aber jetzt kann ich das Schlimmste noch verhindern.

Am Ende werde ich es gar nicht los. Und Fanny?

Für Fanny bricht eine Welt zusammen.

(leise) Was ist das denn?

*Heitere Musik*

Entschuldigung! Wieso ist Treptow noch nicht da?

Darf ich fragen, ob das Ihre Hinterlassenschaften sind?

Äh...

Waren Sie wandern?

Ja. Das Wandern ist des Wöllers Lust.

Ganz im Ernst, ich war für die Gemeinde unterwegs.

Schaffen Sie den Treptow ran.

Treptow, da sind Sie ja. Kommen Sie!

Machen Sie die Tür zu. Jawohl.

Schicken Sie Wienand zum Kloster.

Was soll das Bauamt da?

Er soll sich den Turm ansehen.

Das Kloster gehört ja nicht uns. Zum Schutz der Bürger.

Im Kloster verkehren ja Besucher und Seminargäste.

Da kann die Gemeinde

nicht die Augen verschließen vor Gefahren.

Ich verstehe nicht ganz...

Was, wenn da Lebensgefahr besteht? Einsturzgefahr?

Dann muss evakuiert werden. Evakuiert?

Vielleicht ist eine Sanierung notwendig!

Man muss sich da jeden Stein ganz genau ansehen.

Und Geld spielt keine Rolle.

Der Nonnen Kloster, der Nonnen Rechnung.

Und wenn sich der Orden das nicht leisten kann?

Da wäre die Gemeinde eventuell bereit auszuhelfen

und das Kloster zurückzukaufen.

Das Kloster zurückkaufen?

Warum wollen Sie das?

Weil es Zeit ist,

Kaltenthal und mir ein Denkmal zu setzen.

*Es klopft.*

Hallo. Schwester Hanna.

Herr Treptow ist gerade bei ihm. Ja?

Was baldowern die beiden denn aus?

Das weiß ich noch nicht. Kann ich etwas für Sie tun?

Für Herrn Fischer, Herrn Klockes Nachbarn.

Sagt Ihnen der Name etwas? Klocke?

Der Betreiber der Biogasanlage? Genau.

Ach, und jetzt wollen Sie wissen,

ob er ein Spezl von Herrn Wöller ist?

Ist er?

Mitbekommen habe ich noch nichts.

Mit der Betonung auf "noch".

Herr Treptow. Schwester Hanna.

Warum so nervös? - Ich?

Herr Treptow, sagen Sie mir,

was Herr Wöller mit dem Kloster vorhat?

Oder soll ich ihn selber fragen? Ja, fragen Sie ihn selber.

Nur zu, die Höhle des Löwen steht offen.

Schwester Hanna. Zwei Mal am Tag muss wirklich nicht sein.

Tja, mir bleibt keine andere Wahl.

Ich bin wegen Herrn Fischer hier.

Ich dachte, das wäre geklärt?

Es ist nur so ein Gefühl, aber kann es sein,

dass Sie die Alpakazucht verbieten,

damit Herr Klocke an das Grundstück kommt?

Nein. Das ist alles?

Ich sage nur "Wolf im Alpaka-Pelz".

Dass der Entzug der Genehmigung und das offene Gatter

kurz aufeinander folgten, ist...

Zufall?

Jemand hat das Gatter geöffnet. Sagt wer?

Herr Fischer. Er will uns ablenken.

Er hat das Gatter nicht richtig zugemacht.

Oder jemand öffnet das Gatter mutwillig.

Laut Ihnen käme dafür ja nur einer infrage.

Herr Klocke.

Sina, ich weiß, Sie könnten ewig weiterlaufen,

aber ich bräuchte eine Pause.

Wollen wir da vorne eine Runde chillen?

Gute Idee.

*Getragene Blasmusik*

*Sina kichert.* *Die Mutter Oberin räuspert sich.*

Da vorne ist viel besser, da gehen wir hin.

Komm!

*Spannende Musik*

Was darf's denn sein? - Ich lad Sie ein.

Zwoa Maß und zwoa Brezn, bitte. - Gern.

Ich habe Bairisch geübt.

Ich entscheide gerne selber, was ich trinke.

Oh, ey...

Alter, deine Hose ist megageil. Ein richtiger Killer.

Sina, ist Ihnen klar, dass Sie einen Habit tragen?

Eine Novizin flirtet nicht mit jedem Mann.

Ich habe einfach nur gequatscht.

Dann möchte ich nicht wissen, was bei Ihnen Flirten ist.

*Bedrohliche Musik*

*Er ächzt.*

Ja, ist ja gut!

Ja... - (Mann) Hände auf den Rücken.

*Er stöhnt.*

(Mann) Auf! - Ja!

So, mitkommen.

Herr Hommert?

Ist was passiert? - Nein.

Aber Sie müssen den Biergarten verlassen.

Wir haben gerade bestellt. - Darum kümmern wir uns.

*Musik klingt aus.*

(Agnes) "Der erste Engel blies seine Posaune.

Es kam Hagel und Feuer, mit Blut vermengt,

und wurde auf die Erde geschleudert,

und der dritte Teil der Erde verbrannte,

und der dritte Teil der Bäume verbrannte,

und alles grüne Gras verbrannte."

(Mann) Entschuldigung?

Wienand, Axel Wienand. Vom Bauamt Kaltenthal.

Hä?

(laut) Herr Klocke?

Schwester Hanna, was wollen Sie denn hier?

Hallo, Herr Klocke.

Ich wollte nach Ihren Plänen für Fischers Grundstück fragen,

aber der Bebauungsplan

hat mir das schon beantwortet.

Ich würde gern Aquakulturen anlegen. Das ist kein Geheimnis.

Mit der Wärme aus der Biogasanlage könnten die betrieben werden.

Das wäre ökologisch und ökonomisch ein gutes Konzept.

Und was ist mit Herrn Fischer? Wieso?

Der bleibt dabei auf der Strecke.

Tja, das tut mir leid für ihn.

Herr Fischer hat seine Frau verloren

und zieht seine Tochter alleine groß.

Er ist in einer schwierigen finanziellen Lage.

Das hat er mir erzählt.

Deswegen habe ich ihm das Angebot gemacht.

In seiner Situation bringt so ein Angebot noch mehr Druck.

Er kann Nein sagen. Das kann er nicht.

Das Gatter wurde mehrfach geöffnet,

und das hat ihn nur noch mehr in Bedrängnis gebracht.

Was hat das mit mir zu tun? Sie profitieren davon.

Und deswegen denken Sie jetzt, dass ich das war?

Da denken Sie falsch.

*Telefon klingelt.*

Magdalenenorden, Schwester Hildegard.

Ich habe Sie nicht verstanden.

Könnten Sie das wiederholen?

(Lela) Agnes.

Agnes!

Was wollt ihr denn von mir?

Meinst du nicht, dass es langsam reicht?

Der Vorratskeller ist voll bis zur Decke.

Das reicht nur für zwei Monate, wenn wir nur für uns rechnen.

Und wenn auch andere Leute bei uns Zuflucht suchen...

Zuflucht? Wovor?

Ihr habt die Vorboten doch erlebt.

Die Vorboten? Wovon?

Agnes, das war ein Unwetter und kein Vorbote.

"Und der Engel nahm das Räuchergefäß

und füllte es mit dem Feuer vom Altar

und schüttete es auf die Erde,

und da geschahen Donner und Stimmen und Blitze..."

Die Offenbarung des Johannes.

Ja. - Aber... Das ist...

Ihr zweifelt. Aber am Ende werdet ihr mir dankbar sein,

wenn draußen die Welt tobt

und wir hier drin sicher sind.

Was ist denn los?

Agnes bereitet sich gerade auf den Weltuntergang vor.

Sonst ist alles ganz in Ordnung.

Wiedersehen. - Wiedersehen.

Schwester? Sie hätten nicht kommen müssen.

Doch, weil ich mich für Sie verbürgen musste.

Und jetzt lassen Sie uns gehen.

Als wär ich ein Schwerverbrecher.

Einem Gesuchten soll ich ähnlich sehen.

So ein Unsinn!

Damit ist bewiesen, dass mit Sina was nicht stimmt.

Wieso?

Weil ich das Gespräch auf sie und die Mutter Oberin lenken wollte.

Und die Polizei hat nicht reagiert. - Das erklärt natürlich alles.

Agnes?

Wenn du dich über mich lustig machen willst,

dann lass mich lieber allein.

Wenn die Welt untergeht, nützt uns auch nichts Eingelegtes.

Es ist nur vernünftig,

sich auf alle eventuellen Eventualitäten vorzubereiten.

Das sagt auch der nette Herr vom Bauamt.

Wer?

Der heute Nachmittag hier war, um sich die Sturmschäden anzusehen.

Und was genau hat er gemacht?

Er hat sich alles angesehen: den Turm natürlich,

und alles andere auch.

Das war ein sehr netter, umsichtiger und sensibler Herr.

Und er hat gemeint, dass das gar nicht so abwegig ist,

dass hier bald alles zusammenbricht.

Dass hier bald alles zusammenbricht, das sagte er?

Ja, so ungefähr, glaube ich.

Agnes, du erzählst mir jetzt mal ganz genau und von Anfang an,

was der Herr gesagt und was er sich angesehen hat. Alles?

Oben ein Kloster fürs Seelenleben

und darunter die modernste Bunkeranlage der Welt.

Was das an Arbeitsplätzen und Steuern bringt!

Das Kloster gehört dir nicht mehr.

An der Änderung dieses Ist-Zustandes arbeite ich.

Damit willst du uns ins Unglück stürzen?

Sag mal, kannst du auch mal positiv sein?

Ich denke über das Leben nach. Das solltest du auch.

Ich baue eine Bunkeranlage. Mehr kann man nicht nachdenken.

Ich rede über bedeutende Dinge. Deswegen gibt's die Bunkeranlage.

Hör mit der verdammten Bunkeranlage auf!

Schwester Hanna.

Herr Huber. Herr Wöller.

Bei uns war heute das Bauamt. Warum?

Woher soll ich das wissen?

Meine Mitarbeiter

müssen mir keine Rechenschaft ablegen.

Nein? Bei allem, was mir heilig ist.

Ihnen ist doch nichts heilig. Doch.

Der "Ochse" hier.

Das hier ist meine Kathedrale.

Sie haben Herrn Treptow geschickt. Was ist Ihr Problem?

Gab es denn gravierende Baumängel oder Sturmschäden?

Ich warte noch auf den Bescheid. Dann warten wir zusammen.

Sie im Kloster und ich hier.

Kloster, Kathedrale, Kneipe.

Gott ist überall zu Hause.

Sie wollen mit uns im "Ochsen" warten?

Warum nicht? Vielleicht auch noch ein Bierchen?

Nein, danke. Ich bleibe lieber nüchtern.

Bis Herr Wöller mir endlich sagt,

was er mit dem Kloster vorhat.

Okay.

Sehen Sie mich mal an.

Können diese Augen lügen?

Ohne mit der Wimper zu zucken.

Wolfi! Wir kratzen die Kurve.

Herr Huber, Sie sehen übrigens nicht gut aus.

Ja, mir geht's auch gar nicht gut. Ah ja?

In meinem Leben ist momentan... Hermann!

Ist nicht so wichtig. Nach dir. Wiedersehen!

*Sie seufzt.*

*Es quietscht.*

*Handy piepst.*

(Fischer) Mäuschen!

Fanny!

Ja?

Zeit fürs Bett, morgen ist Schule.

Ich weiß. Bin gleich fertig.

Fanny?

Ja?

Ich wollte noch was mit dir besprechen.

Was denn?

Du hast ja von den Problemen mitbekommen...

Fanny, es tut mir leid... Ich werde keinen anderen Weg sehen.

Ich... werde die Zucht verkaufen müssen.

Das kannst du nicht machen! - Fanny...

Ich will nichts hören. - Hätte ich die Wahl...

Man hat immer eine Wahl! Sagte Mama immer, weißt du noch?

Klar weiß ich das noch, aber...

Aber was? Mama hätte nicht gewollt, dass du einfach aufgibst.

Ich gebe nicht einfach auf!

Mir bleibt keine andere Wahl! Entweder jetzt oder nie!

Fanny Schatz, ich habe alles versucht, ich...

Manchmal bekommt man nicht das, was man sich wünscht.

Fanny...

Fanny, bleib hier, bitte...

*Er seufzt.*

*Sina singt laut und schief.*

# Der Wald steht schwarz und schweiget,

und aus den Wiesen steiget... #

*Sie summt die Melodie laut weiter.*

*Es klopft.* Ja?

Darf ich reinkommen? - Können Sie auch nicht schlafen?

Na ja, ich konnte schon schlafen, bis...

Bis ich angefangen habe, zu singen. Fuck. Sorry.

Gloria...

Ähm, Sina...

Ach... Stimmt. Sina.

Wir müssen an Ihrer Ausdrucksweise arbeiten.

Und es wäre auch gut...

wenn man das Tattoo nicht sieht.

Ja. Klar, sorry.

"Tut mir leid." - Ihnen?

Das muss Ihnen doch nicht leidtun.

Ich meine, "tut mir leid" anstatt "sorry".

Ja.

Es tut mir leid, dass ich Sie aufgeweckt habe.

Das Singen lenkt mich ab von dieser ganzen... Also, von allem.

Sie meinen die Polizeiaktion heute? - Ja.

Da kam wieder diese Scheißangst und all die Erinnerungen...

An Ihren Bruder? - Die haben ihn einfach umgebracht.

Der war 22 Jahre alt!

*Sina schluchzt.* Sorry.

Schon gut, Sina.

Unsere Eltern sind einfach so früh gestorben.

Richy und ich, wir haben alles miteinander gemacht,

wir haben die Bar zusammen aufgemacht in Berlin und...

Wir haben Musik gemacht...

Ich hätte das verhindern können! Ich bin daran schuld!

Sina...

Das ist ganz bestimmt nicht Ihre Schuld.

Jetzt versuchen Sie mal, ein bisschen zu schlafen.

*Sina seufzt.* Ist gut...

Agnes!

*Sie seufzt.*

Agnes! Was ist denn?

Da bist du! Warum warst du nicht beim Frühstück?

Ich habe keinen Hunger und ich habe zu tun.

Agnes, gestern war es die Morgenandacht,

heute das Frühstück.

Das geht so nicht. Aber...

Du willst dich auf den Weltuntergang vorbereiten,

und das kannst du machen, aber im richtigen Maß.

Hanna, ich... Du sollst nicht zusammenklappen.

Du kommst jetzt mit und isst was. (Claudia) Hanna?

Ja! Wir kommen!

Hanna, ich habe wirklich zu tun. Nein, komm.

Schwester Hanna, ich weiß nicht, an wen ich mich wenden soll.

Was ist denn passiert?

Das Gatter stand wieder offen. Jemand muss es geöffnet haben!

Wie viele Tiere sind entwischt? Alle. Wie nach dem Sturm.

Weiß Wachtmeister Meier Bescheid? - Ich habe ihn angerufen.

Aber ich brauche Ihre Hilfe.

Wenn die wieder Getreidefelder plündern...

Wir finden sie rechtzeitig.

Auch, bevor Herr Wöller Wind davon bekommt.

Ja.

*Quietschiges Summen*

Was ist denn das schon wieder?

*Alpakas summen wiederholt.*

*Kämpferische Musik*

*Scherben klirren.*

*Alpakas summen weiter.* *Scherben klirren.*

Wir müssen die Tiere einfangen.

Ich hole Jungs und Mädels vom Jugendzentrum.

Ich frage im Genossenschaftsprojekt.

Ich nicht. Ich habe zu tun.

Mich hat die Schule angerufen. Fanny ist nicht erschienen.

Heute Morgen, als ich vom Gehege zurückkam...

Ich dachte, sie wäre schon los.

Sie könnte schon länger weg sein?

Was? Keine Ahnung. Vielleicht schon die ganze Nacht.

Ich habe ihr gestern Abend die Situation erklärt.

Könnte sie das Gatter geöffnet haben?

Fanny? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Wobei, sie war völlig durch den Wind und schrecklich traurig.

Vielleicht schon, also...

Ja, so eine Übersprungshandlung... Damit ich die Tiere nicht verkaufe.

Hat Fanny ein Handy? Ja, aber das war zu Hause.

Haben Sie es mit? Ja, hier.

Vielleicht finden wir einen Hinweis.

Bitte sehr.

Was ist das denn? Das...

Eine Fotomontage.

Was denn für eine... Was ist das?

Das ist Mobbing.

Haben Sie eine Ahnung, wo sie sein könnte?

(leise) Nein. Ich weiß es nicht...

Ich versuche rauszufinden, wo Fanny ist,

und ihr kümmert euch darum, dass die Tiere eingefangen werden.

Gute Besserung, Frau Komorowski. Ja, bis bald.

Guten Morgen, Frau Laban. Guten Morgen.

Zum Diktat.

So, haben Sie's?

An die Staatsanwaltschaft. Betreff. Heute keine Krawatte?

Ich stand Aug in Aug einer Horde wild gewordener Alpakas gegenüber!

Haben sie Sie angefallen? Die sind doch harmlos.

Die Viecher haben mein Haus und meinen Vorgarten zerstört,

mich ins Exil getrieben, angespuckt...

Dann haben sie meine Krawatten angefressen.

Die Nachbarn haben mich gerettet.

Wachtmeister Meier

muss den Zustand meines Hauses spusi-mäßig erfassen.

Spusi? Spurensicherungstechnisch.

Gut. Und der Staatsanwaltschaft?

Zuerst Kaffee, dann Wachtmeister Meier

und dann die ganze Härte des Gesetzes!

Ja, Wöller. Schwester Hildegard, ich brauche einen Termin.

Herr Wöller, die Mutter Oberin ist im Moment beschäftigt.

Dann sagen Sie mir doch, wann es möglich wäre.

Am 26. um 16 Uhr?

In zwei Wochen?

Herr Wöller, soll ich Sie für den 26. eintragen oder nicht?

Ja. Unter Protest!

Gut, dann sehen wir uns am 26. Gelobt sei Jesus Christus.

(stöhnt) Ich bin so nervös.

Das ist nicht zu übersehen. - Kann ich? Soll ich? Muss ich?

Sie können, sollen und müssen. *Er seufzt.*

Mutter Oberin? Herr Stolpe ist da. - "Er soll hereinkommen."

Setzen Sie sich. - Wenn ich mich erklären dürfte...

Das mit der Polizei war eine Verwechslung.

Die hielten mich für einen Verbrecher.

Warum waren Sie im Biergarten, als ich mit Sina dort war?

Das war auch eine Verwechslung. Äh... ein Zufall.

Eine Nonne lügt nicht, aber ich erkenne dennoch Lügen.

Vor allem bei Ihnen, der das so gar nicht kann.

Ja, Moment... - Lügen meine ich.

Also frage ich Sie noch mal. Warum waren Sie im Biergarten?

Diese Schwester Sina,

die Tochter von Ihren Freunden...

Was haben Sie mit Sina zu tun? - Nichts. Absolut null!

Lassen Sie es sich nicht aus der Nase ziehen!

Ich habe gesehen, dass diese Schwester Sina

von Hauptkommissar Hommert ins Mutterhaus gebracht wurde.

Und? - Das ist ungewöhnlich.

Hauptkommissar Hommert und ich...

Wir kennen uns seit vielen Jahren.

Ist Ihnen nicht in den Sinn gekommen,

dass wir uns gegenseitig einen Gefallen getan haben?

Und was ist mit den Polizisten, die ihn begleiteten?

Kollegen?

Vielleicht mussten sie hinterher zu einem Einsatz.

Ja...

Ich gebe zu, Sina ist eine ungewöhnliche Novizin,

aber sie sollte ihr Leben neu ordnen dürfen,

ohne mit absurden Verdächtigungen traktiert zu werden.

Ich... Ich muss gestehen...

Der Gedanke, dass Schwester Hildegard

durch die Situation einen neuen Krimi kreiert,

hat mich in Euphorie versetzt...

Dann halten Sie in Zukunft Ihre Euphorie im Zaum.

Schönes Wochenende. Vergesst nicht die Hausaufgaben.

Tschüss!

Einen Moment, bitte.

Darf ich kurz? Danke.

Bitte setzt euch doch noch mal hin.

Die meisten kennen mich vom Religionsunterricht.

Ich bin Schwester Hanna vom Kloster Kaltenthal.

Es geht um eure Mitschülerin, Fanny.

Sie ist heute nicht gekommen

und ist seitdem verschwunden.

Hat jemand Fanny heute gesehen?

Weiß jemand, wo sie sein könnte?

Niemand?

Wer von euch ist mit Fanny befreundet?

Keiner?

Dieses Foto hier...

Das habt ihr doch sicher schon gesehen.

Wer immer das Foto gemacht

und ins Netz gestellt hat...

Das ist gemein und hat Fanny sicher sehr verletzt.

Also, wenn einer doch weiß, wo Fanny stecken könnte,

der meldet sich bitte bei mir,

bei Fannys Vater oder bei den Lehrern hier.

Danke euch. Danke. Ihr könnt jetzt gehen.

Schwester Hanna! Bin ich erschrocken.

Welch freudige Überraschung, Sie zu sehen.

Wohin des Weges?

Sie müssen nicht freundlich sein. Ich will nichts von Ihnen.

Ja, aber ich wollte mit Ihnen plaudern.

Plaudern? So, so. Und Sie um einen Gefallen bitten.

Ach! Und der wäre?

Ich bräuchte einen Termin bei der Mutter Oberin.

Ich wäre mit spätestens morgen zufrieden.

Sie schaden einem Vater, der seiner Tochter einen Gefallen tun möchte,

und erwarten, dass ich Ihnen zum Dank auch noch helfe?

Nein, zum Dank dafür, was ich für die Gemeinde leiste.

Wie wäre es damit?

Lassen Sie Herrn Fischer weiterzüchten.

Auf keinen Fall! Wir können gern verhandeln.

Aber Alpakas sind tabu. Seien Sie nicht so stur!

Zwei Alpakas haben heute Morgen mein Haus verwüstet!

Das kommt nicht mehr vor. Weil Sie beten?

Stoppt das diese Anden-Kamele?

Dann beten Sie doch für einen Termin.

Wer ist stur? Sie oder ich?

Muss ich auch noch die Sache mit dem Bauamt erwähnen?

Irgendwann ist das Maß voll.

Noch gilt die Unschuldsvermutung in diesem Land, Schwester Hanna!

Sie haben ihn gerade verpasst. Leider nein.

Aber so konnte ich wenigstens Dampf ablassen.

Hat er Ihnen gesagt, dass er Herrn Fischer anzeigt?

Nein.

Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Drohungen.

Wobei er vor allem das Tier verklagt und nicht so sehr Herrn Fischer.

Ich hoffe, das landet direkt im Papierkorb.

Haben Sie etwas, das Herrn Fischer hilft? Habe ich.

Herr Klockes Lebensgefährtin heißt Frau Grün.

Sie hat einen Mietautoservice, der Gebrauchtwagen vermittelt.

"Die grünen Autos", haben Sie schon davon gehört?

Ein Angebot über zehn Gebrauchtwagen

vom Autohaus Wöller an die Frau Grün?

Hallo, Lea.

Wie soll ich anfangen...

Das mit dem Foto, diese Fotomontage, das warst du?

Und du hast es ins Netz gestellt?

Ich weiß, das war blöd.

Das ist ja schon mal ein Anfang.

Es tut mir wirklich leid. Auch das mit dem Gatter.

Das warst auch du?

Du hast es aufgemacht? Jedes Mal?

Was hast du dir denn dabei gedacht?

Grit ließ mich nur dann weiter ihre Freundin sein,

wenn ich was gegen Fanny mache.

Was habt ihr denn gegen Fanny? Nichts.

Ihr mobbt sie wegen nichts?

Sie verstehen nicht, wie das ist.

Ich war lange die Außenseiterin, bis Fanny gekommen ist.

Ich wollte sie auch nicht mobben...

Ich wollte nur lustig sein. *Hanna seufzt.*

Du weißt, dass "lustig sein" nicht gleich "sich lustig machen" ist?

Geh jetzt bitte zu deinen Eltern

und erzähl, was du mir jetzt erzählt hast.

Das geht nicht. Doch, das geht.

Sonst verliert Fannys Vater seine ganze berufliche Existenz.

Das willst du doch nicht? Nein.

Kann ich mich auf dich verlassen?

(zögerlich) Ja. Okay.

Schwester Hanna? Noch was?

Ich glaube, ich weiß, wo Fanny ist.

*Er seufzt.* Na, du?

Ich weiß, du bist sauer.

Was heißt sauer? Ich habe mir Sorgen gemacht.

Ich hab das offene Gatter gesehen und dann war ich Willy suchen.

Dann bin ich hiergeblieben. Du hast genug Sorgen.

Komm mal her.

Hm? Ich hätte viel mehr da sein sollen für dich.

Und ich hätte nicht zulassen sollen, dass du mir bei der Zucht hilfst,

anstatt Freunde zu finden. - Ich brauche keine Freunde.

Jeder Mensch braucht Freunde.

Echte, wahre Freunde, die dich verstehen.

Klocke, Sie sind doch eine coole Socke.

Bleiben Sie cool.

Fischer wird verkaufen, der hat doch gar keine andere Wahl!

Er hat sich nicht gemeldet.

Weil Schwester Hanna mal wieder Don Quijote spielt.

Wenn man vom Teufel spricht... ...ist die Nonne nicht weit.

Schwester Hanna.

Herr Klocke und Herr Wöller, sieh mal an.

Fehlt nur noch die Frau Grün. Wie kommen Sie denn auf Jette?

Sie kauft doch von Herrn Wöller zehn Wagen.

Woher wissen Sie das?

Schwester Hanna wirft Nebelkerzen. Hören Sie gar nicht hin.

Dann stört es Sie nicht,

wenn ich meine Nebelkerzen mit Beweisen

in Richtung Presse werfe?

Ich habe EU-Gelder beantragt.

Jetzt auch noch Erpressung? Wegen ein paar Alpakas!

Wie tief wollen Sie noch sinken?

Herr Wöller, egal, wie tief ich sinke, Sie waren schon da.

Sie wollten Herrn Fischer die Zuchtgenehmigung nur entziehen,

damit Ihr Autohaus Umsatz macht.

Das ist nur die halbe Wahrheit, wenn überhaupt.

An erster Stelle steht die Sicherheit der Gemeinde.

Und ihres Bürgermeisters.

Frau Komorowskis Unfall hat sich ganz anders zugetragen.

Wie denn?

Sie wollte von dem Tier ein Handyfoto machen.

So kam sie von der Straße ab. Hat sie der Frau Laban erzählt.

Und das Rätsel um das offene Gatter ist auch gelöst.

Das heißt?

Da gibt es einen Schuldigen.

Herr Klocke, es tut mir leid,

dass ich Ihnen was unterstellt habe.

Aber das Gatter bleibt ab jetzt geschlossen. Keine Gefahr mehr.

Hallo, Fanny. - Was willst du denn?

Ich wollte sagen... Also... Es tut mir leid.

Soll das jetzt eine Entschuldigung sein?

Angenommen. Sonst noch was?

Darf ich den mal anfassen? - Okay.

Der ist ja total weich.

Ich gehe auf keinen Fall da rein, die Viecher sind lebensgefährlich.

Mich hat einer angespuckt! Dann gehe ich alleine.

Hallo, Fanny, wo ist denn dein Vater?

Der ist bei meinen Eltern drüben. Aha.

Schwester Hanna, ich habe meinen guten Willen gezeigt.

Kommen Sie.

Fanny?

Ach, Herr Wöller?

Grüß Gott. Grüß Gott.

Herr Dreiseitl wird für die Schäden, die Lea verursacht hat,

persönlich aufkommen.

Wenn das keine gute Nachricht ist! Vielleicht ist meine besser.

Erstens ziehe ich meine Anzeige zurück,

zweitens tut das auch die Frau Komorowski,

und drittens ist es mir gelungen,

dass der zuständige Sachbearbeiter die Genehmigung für die Zucht...

die Tiere sind ja ganz niedlich... weiterhin erteilt.

Echt? Echt.

Ich weiß nicht, wie ich Ihnen danken soll. Danke.

Gerne.

Schwester Hanna,

vielleicht könnten Sie bei der Mutter Oberin anrufen,

zwecks eines zeitnahen Termins?

Dann wäre das Happy End endgültig perfekt.

Ein Happy End? Ja.

Zwischen uns beiden? Das sehe ich noch lange nicht.

Untertitel im Auftrag der ARD, 2019

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