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Pippi Langstrumpf (1969) dTV - ZDF - 29. März 2013
Hier wohnen Tommy und ich.
In der Nähe liegt die Villa Kunterbunt.
Sie gehört einem Kapitän. Leider wohnt keiner darin.
Hoffentlich zieht hier bald eine Familie mit Kindern ein.
Ja, dann können wir mit ihnen spielen.
Wir rennen morgens immer zur Schule, damit wir nicht zu spät kommen.
An der Schuhmacher-Werkstatt vorbei, an der Bäckerei...
Der Bonbon-Laden! Leider haben wir kein Geld.
Es gibt zwei Polizisten in unserer Kleinstadt.
Der am Steuer heißt Kling, der andere Klang.
Unsere Lehrerin sagt: Sie sorgen für Ordnung und Sicherheit.
Es gibt auch zwei Gauner: Donner-Karlsson und Bloom.
Nette Polizisten hier. Ja, wir brechen einfach aus.
Dann gibt's noch Tante Prusselius. Sie ist sehr neugierig.
0Sie kümmert sich um die Kinder. Das will der Bürgermeister.
(singt) Wir kommen jetzt und tanzen schön... rilli ralli rö.
Schulglocke läutet. Wir kamen noch nie zu spät.
An diesem Vormittag passierte was Tolles!
Pippi Langstrumpf pfeift fröhlich.
Das Mädchen wohnt alleine in der Villa Kunterbunt!
Das ist doch nicht erlaubt! - Ich kümmere mich darum.
Komm, wir besuchen das Mädchen.
Da steht ein Pferd! Was ist das?
Ein kleines Mädchen ist nicht so stark. - Unheimlich!
Lass uns wieder gehen. Nein, Annika. Ich will sie sehen.
Da liegt sie! Tommy räuspert sich.
Er hustet.
Was ist los? Nichts. Wie heißt du?
Pippi Langstrumpf. Und ihr? - Tommy. - Annika.
Wieso schläfst du verkehrt herum? Das tun die Ägypter auch.
Man schläft viel besser mit den Füßen auf dem Kopfkissen.
Du warst in Ägypten? Du lügst. Doch, ich war schon überall.
Wirklich? Du lügst.
Ja, das war gelogen. Ich kann es nicht lassen.
Man darf nicht lügen! Das weiß ich.
Aber ich sage euch was:
In Ägypten lügen die Leute von morgens bis abends.
Das ist bestimmt auch gelogen. Ein niedliches Äffchen!
Wie heißt es? Das ist Herr Nilsson.
Bei Pippi darf man alles tun, was zu Hause verboten ist.
Dieses Spiel heißt: Keiner darf den Fußboden berühren.
Herr Nilsson kann das am besten.
Pippi wohnt gar nicht allein in der Villa Kunterbunt.
Der Affe und das Pferd sind ja bei ihr.
Hast du keine Eltern? Doch, aber sie sind nicht hier.
Aber wer sagt dir, wann du schlafen musst? - Das mache ich selbst.
Ich sage: "Pippi geh schlafen!"
Und wenn ich nicht gehorche, gibt's eine Tracht Prügel.
Es klopft.
Aber... liebe Kinder... Was macht ihr denn hier?
Du wohnst hier in der Villa? Nein, ich wohne im Hinterhaus.
In einem möblierten Zimmer. Hier gibt's gar kein Hinterhaus.
Ach so. Wohin soll ich dann mit meinen Möbeln?
Ohne Hinterhaus fehlt mir der Platz.
Wie heißt du eigentlich? Pippilotta Viktualia...
... Rollgardina Schokominza Efraims Tochter Langstrumpf.
Mein Vater ist Negerkönig im Taka-Tuka-Land.
Davor war er ein berühmter Pirat.
Man nannte ihn "Den Schrecken der Meere". Mich nennen alle Pippi.
Ich bin Tante Prussenius. Ich will dir helfen.
Du hast keine Eltern. Doch.
Meine Mutter ist im Himmel. Mein Vater in der Südsee.
Ich habe einen Platz für dich. Im Kinderheim.
Ich habe schon einen Platz im Kinderheim.
Ich bin ein Kind. Und das ist mein Heim.
(schreit) Pippi, nimm den Affen weg! Herr Nilsson!
Wovon willst du leben? Du hast ja gar kein Geld.
Doch!
Was sagst du dazu?
Du wirst hier nicht alleine wohnen.
Dafür sorge ich.
Schön, dass du wieder gehst.
Kling, Klang! Helfen Sie mir. Das Mädchen ist furchtbar!
Annika und Tommy lachen. Rohe Eier sind gut für die Haare.
Wo hast du vorher gewohnt? Auf dem Schiff meines Vaters.
Dann kam ein Sturm und wehte meinen Vater über Bord.
Ist er ertrunken? Nein, dafür ist er zu dick.
Er wurde zur Taka-Tuka-Insel getrieben. Er ist dort König.
Sind die Goldstücke von ihm? Natürlich.
Hallo, wer kommt denn da?
Polizisten habe ich fast so gern wie saures Obst.
Bist du Pippi Langstrumpf? Natürlich, wer denn sonst?
Wir sollen dich ins Kinderheim bringen.
Ohne mich!
Mach keine Dummheiten! Ich will nicht ins Kinderheim!
Los, wir fangen sie.
Hinterher! So eine freche Ratte!
Wohin wollt ihr?
Dir wird es im Kinderheim gefallen. - Und du kannst zur Schule gehen.
Warum soll ich in die Schule? Du lernst dort lesen und rechnen.
Das brauche ich alles nicht.
Wir müssen sie festnehmen!
Keine Angst! Das ist ungefährlich.
Ich versohle dir den Hintern!
(ängstlich) Langsam! Nimm mich mit!
Ich kann nicht mehr! Hilf mir, Klang!
Hierher! Ach, da bist du.
Schneller, Kling! - Ich kann nicht!
Sie hängt an der Dachrinne! Komm sofort wieder rauf!
Oje, sie ist runtergefallen!
Schrecklich! Das arme Kind! Wo steht die Leiter?
Klang, sie lebt!
Pippi, gib die Leiter her!
Ist das kein schönes Spiel? Warte, wenn wir herunterkommen.
Ich warte. Kommt nur herunter! Lass die Leiter los!
Ich lasse sie erst los, wenn ihr mich bittet.
Also gut. Stell die Leiter zurück. Bitte!
Der andere auch. Ich sage auch "bitte".
Schön, dann kommt herunter.
Jetzt ist Schluss! Jetzt haben wir dich!
Nein, jetzt habe ich EUCH! He, was machst du da?
Tommy, Annika... kommt!
Schnell weg von hier!
Gib Gas! - Mach ich doch!
Kling, warte!
Nein!!
Diese Farbe steht Ihnen bestimmt.
Was wollt ihr? Eine Decke für mein Pferd.
Ich brauche etwas Wärmeres.
Pippi!
Spanische Flamenco-Musik. Ole! Ole!
Komm, Annika!
Guten Tag, schöne Frau. Gehört das Geschäft Ihnen?
Sie sind reich, oder?
Ich habe dich etwas gefragt! Warum antwortest du nicht?
Wer so schön ist, darf hochnäsig sein. Auf Wiedersehen.
Oje, was machen wir jetzt?
Du hast die teure Puppe kaputt gemacht!
Ich bezahle sie dir. Hier sind einige Goldstücke.
Auf Wiedersehen.
Das ist wirklich Gold!
Pippi, lass uns Bonbons kaufen. Ja!!
Was möchtet ihr haben? 18 Pfund gemischte Bonbons.
Ihr meint bestimmt 18 Stück! Nein, 18 Pfund!
Hier ist das Geld. Echtes Gold!
Im Laden sind nicht genug Bonbons. Ich gehe ins Lager.
Dürfen wir solange etwas naschen? Natürlich.
Im Lager waren nur 7 Pfund. Wir nehmen noch was von hier.
Ich will Gummibärchen und Lakritz-Stangen.
Und was noch? 100 Päckchen Kaugummi.
Wer darf zu Hause keine Süßigkeiten essen? Der darf sich was nehmen.
Ich.
Wer will verbotene Bonbons essen? (alle) Ich!
Mir ist schlecht. Lass uns in die Apotheke gehen.
Türklingel Guten Tag. Was darf es sein?
Ich dachte, es ist jemand da. Ich will vier Liter Medizin haben.
Was??
Ich will vier Liter Medizin haben. Vier Liter Medizin!
Was möchtest du? (sehr laut) Vier Liter Medizin!!
Und welche Medizin?
Sie soll helfen, wenn man krank geworden ist.
Und gegen welche Krankheit?
Gegen alles: Keuchhusten, Masern, Mückenstiche...
Magenschmerzen, schmutzige Füße und zum Möbel polieren.
Sie darf nur nicht zu sehr stinken.
Die beiden pfeifen vergnügt.
Warum gab mir der Apotheker so viele Flaschen?
Das passt doch alles in eine. Das ist gefährlich!
Ich gieße es weg. Kommt mit zum Spielwaren-Laden!
Wer Spielsachen will, soll herkommen?
Stimmengewirr
Stimmengewirr
Wieso kann die das alles kaufen? Sie hat einen Koffer voller Gold.
Wirklich? Wo wohnst du?
In der Villa Kunterbunt. Besucht mich doch mal. - Ja!!
Ich habe Durst! Ich auch!
Dann müsst ihr Limonade trinken. Kommt mit.
In meinem Baum wächst Limonade.
Das glaube ich nicht.
Und was ist das?
Limonade. Glaubt ihr mir jetzt?
Wiedersehen.
Wo bist du, Pippi?
In meiner tiefen Räuberhöhle. Der Baum ist hohl!
Kommt doch runter! Das ist mir zu unheimlich.
Wie kommst du da wieder raus? Ich komme nie mehr raus.
Ich muss jetzt hier bleiben, bis ich alt und grau bin.
Und ihr müsst mir jeden Tag was zum Essen bringen.
Tommy! Annika! Kommt zum Essen! Wir müssen nach Hause, Pippi.
Wiedersehen. Lasst mich hier nicht verhungern.
Kannst du wirklich nicht raus? Ätsch! Da bin ich wieder!
Pippi ist prima.
Ich möchte nur wissen, ob sie zu euch passt. - Bestimmt.
Ich habe sie richtig gern. Ihr müsst jetzt zur Schule.
Vergesst die Regenmäntel nicht!
Ich habe heute Nachmittag mein Kaffeekränzchen.
Pippi ist herzlich eingeladen. Sie wird sich sehr freuen.
Regen prasselt.
Hallo! Unsere Mama lädt dich heute zum Kaffeekränzchen ein.
Ich weiß gar nicht, wie man sich da benehmen muss.
Bis später.
Wieder klare Sicht!
Da seid ihr ja! - Tag. - Tag.
Wäschst du dir die Füße? Alles nur für das Kaffeekränzchen.
Warum hast du so große Schuhe? Ich wackele gerne mit den Zehen.
Dazu brauche ich viel Platz. Alle lachen.
Jetzt kannst du den Fußboden putzen. Ja, das mache ich immer so.
Die Kinder lachen.
Eine tolle Idee, Pippi!
Solche lustigen Sachen lernt man nicht in der Schule.
(schreit) Achtung! Abteilung vorwärts. Marsch!
Vorwärts! Streck! Gewehr bei! Rührt euch!
Ich war aufgeregt. Von diesen Kommandos wird man mutiger. - Ach ja!
Das war gar nicht so dumm. Setz dich zu Tommy und Annika.
Komm, Pippi!
Oh... leckere Plätzchen!
Komm, Pippi!
Oh... Sahne!
Sehen Sie sich das an! - Ein unmögliches Kind!
(Gastgeberin) Ich bitte zu Tisch. Ja, los geht's!
Die arme Kleine. Sie hat weder Vater noch Mutter.
Ich habe wohl Eltern. Meine Mama ist im Himmel.
Und mein Papa ist Negerkönig auf einer großen Insel.
Das ist genug. Setz dich zu Tommy und Annika.
Schön bei euch. - Man darf nicht herumlaufen und sich was nehmen.
Habt ihr schon Kuchen? Nein.
Seht ihr! Nur wer sich bedient, bekommt auch genug.
Pippi! Eine junge Dame bohrt nicht in der Nase!
Und wie machen es junge Damen? Ihr Kleid ist wunderschön!
Schade, ich hätte es gerne gewusst.
Kinder schreien draußen. Was ist da los?
Die Jungs ärgern mal wieder den armen Wille.
Schämt euch! Sechs gegen einen. Das tun nur Feiglinge!
Ich werde dich verhauen, dann wirst du sooo klein!
So klein wie du? Seht euch die Latschen an!
Gib mir einen davon. Ich brauche ein Ruderboot.
Jetzt verprügele ich dich. Ich zittere schon vor Angst.
Das war der Anfang, du blöde Gans. Gut, ich mache weiter!
Warte, wenn ich wieder unten bin! Ich reiße dir die roten Haare aus!
Wer will noch auf den Baum? (alle) Nein, bitte nicht!
Sag mir Bescheid, wenn die wieder frech werden.
Komm mich morgen besuchen. Ich habe jetzt keine Zeit.
Du warst prima, Pippi!
Benimm dich jetzt besser. Ja, wie eine feine Dame.
Pippi, das geht zu weit!
Nein!! Lautes Klirren.
Macht nichts. Ich habe genug Geschirr in der Villa Kunterbunt.
Mama, ich werde lieber Seeräuber als eine feine, junge Dame.
(singt) 15 Mann auf der Seemanns- kiste und eine Flasche Rum...
Das Mädchen lügt. Kein Mensch hat einen Koffer voller Gold!
Ich möchte mich trotzdem gerne selbst überzeugen.
75, 76, 79...
Zehnundsiebzig, elfundsiebzig, zwölfundsiebzig.
Siebzehnundsiebzig...
Es klopft. Kommt rein. Oder bleibt draußen.
Guten Tag.
Guten Tag. Ich freue mich über jeden Besuch.
Wollt ihr mir was verkaufen? Wir wollten nach der Uhrzeit fragen.
Bist du allein zu Hause? Nein, Herr Nilsson ist auch da.
Ist der Herr Nilsson sehr stark?
Ja, sehr stark.
Wir wollten nur fragen, wie spät es ist.
Dann fragt doch.
Wie spät ist es? Ich habe gar keine Uhr.
Mir ist es egal, wie spät es ist.
Vielen Dank. Auf Wiedersehen.
Elfundneunzig...
Wenn ein Kerl im Hause ist, ist die Sache zu gefährlich.
Wir warten, bis er schläft. Dann schleichen wir uns ins Haus.
Nur noch eine, dann wird geschlafen.
(singt) Schlaf mein kleines Negerkind, träume von Taka-Tuka.
Gleich kommt der Sandmann, mach schnell die Augen zu.
Morgen kannst du wieder Flöhe fangen.
Wir haben Glück, Bloom.
Ob dieser Herr Nilsson schon schläft?
Bestimmt. Komm!
Die Tür ist auf!
Oh! Das ist nur eine Maske!
Da liegt sie. Mit den Füßen auf dem Kopfkissen!
Schläft sie? Natürlich. Siehst du?
Und wo ist dieser Onkel Nilsson? HERR Nilsson!!
Herr Nilsson liegt im Puppenbett.
Bloom, Herr Nilsson ist ein Affe! Beide lachen schallend.
Wir wollen mit dir reden. Keine Lust. Ich will schlafen.
Steh auf! Was wollt ihr denn?
Sind deine Eltern zu Hause? Nein, ich bin allein.
Wo ist der Koffer? Auf dem Schrank.
Wir nehmen ihn mit. Du hast doch nichts dagegen?
Nein. Aber ich hole ihn mir wieder.
Das darf man mit Erwachsenen nicht machen! - Warum nicht?
Ich lasse mir nichts wegnehmen. Warte, du freches Ding!
Er schreit.
Du kannst auch aufs Dach fliegen. Verzeihung, liebes Fräulein.
Das war nicht böse gemeint.
Aber wir haben kein Zuhause. Und wir sind hungrig.
Ihr habt nichts zu essen? Gar nichts.
Wir wollten nur stehlen, weil wir so hungrig sind.
Wir sind wirklich sehr hungrig. Ja!
Ihr armen Kerle! Wollt ihr ein Stück Sahnetorte?
Sahnetorte? Oh ja! Ja, gerne.
Genau das Richtige!
Ich hole sie.
Nimm den Koffer! Wir verschwinden.
Halt!
Die gute Torte! Ihr wolltet doch etwas essen!
Gehen wir, Bloom. Es hat keinen Zweck.
(denkt) Solche Gauner!
(denkt) Aber vielleicht hatten sie wirklich Hunger.
(denkt) Mama, ich wollte jedem ein Goldstück geben.
Willst du auch frühstücken? Komm herein.
Bediene dich.
Passt auf! Das fand ich gestern im Schrank.
Das Richtige für neugierige Mäuschen.
Nicht erschrecken!
Das ist eine Blume. Aus Japan.
Ich habe ihren Namen vergessen. Ich erfinde einen neuen.
Kokotana-Blume oder Schlang- Schling-Schluppe oder Spunk.
Spunk...
Spunk ist ein sehr schönes Wort.
Spunk...
Mama, Spunk ist ein schönes Wort.
Spunk, Spunk, Spunk... Was redest du denn da?
Ich habe ein Wort erfunden. Sag es uns.
Spunk!
Spunk!
Ein schönes Wort. Das kann kein Professor erfinden.
Vielleicht ist es ja etwas Gefährliches.
Ein Ungeheuer, das Affen und kleine Kinder frisst. - Nein.
Warte, bis du einen siehst. Ich baue eine Spunk-Falle.
Wenn der Spunk hereinkommt, kippt der Eimer um.
Und wie kommen WIR rein und raus? Durchs Fenster.
Jetzt ist Herr Nilsson sicher. Kommt, wir machen eine Floßfahrt.
Spunk...
Spunk...
Spunk...
Die Steine fallen ins Wasser. Das klingt wie ein Spunk.
So klingt kein Spunk.
Spunk? Die Schafe machen "mäh".
Sag doch, was ich sage: Spuuunnnk...
Spuuunnnnk... Das Schaf macht "määääääh".
Vielleicht gibt's in der Stadt einen Spunk. - Ganz bestimmt.
Ist das nicht ein goldiger, kleiner Spunk?
Er ist sehr kräftig. Er wird 10 Meter groß. - Unsinn!
Wenn er Schornsteinfeger wird, braucht er keine Leiter.
Ein Spunk?? Was ist das?
Du bist der Verkäufer. Du musst es wissen.
Du hast recht.
Heißt das wirklich "Spunk"? Ich habe Spunk gesagt.
Also meine ich auch Spunk. Ich schaue noch mal nach.
Salzstreuer, Spritzen, Spülmittel, Stahlnägel...
Nein, steht nicht drin. Wozu brauchst du es denn?
Ich will Löwen damit erschrecken. Dann nimm doch das hier.
Das ist kein Spunk.
Versuche es nebenan im Handarbeitsgeschäft. - Vielen Dank.
Ich nehme zwei Springseile. Moment!
Da oben wohnt die Prusselius. Vielleicht hat die einen Spunk.
Die Welt ist schlecht. - Richtig.
Greifen Sie doch zu.
Guten Tag. Pippi!!!
Habt ihr einen Spunk gesehen? Ist das was Gefährliches?
Ja. Eine Maus?
Vielleicht. Es kann auch ein Staubsauger sein.
Staubsauger?! Blödsinn!
Du weißt also auch nicht, was ein Spunk ist. Wiedersehen!
Um Himmels Willen!! Pippi!!
Pippi geht mir immer mehr auf die Nerven.
Pippi stöhnt furchtbar.
Was hast du, mein Kind? Eine gefährliche Krankheit.
Ich habe einen Spunk. Einen ganz schlimmen.
Wenn ich einschlafe, fallen mir immer die Augen zu.
Das ist wirklich gefährlich. Am Sonntag hatte ich Schluckauf.
Obwohl ich nur einen Teller Suppe mit Schuhcreme gegessen hatte.
Ein schlimmer Fall. Ich muss dich untersuchen.
Strecke mal die Zunge raus.
Sag jetzt "a".
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaa...
Danke, das reicht. Jetzt horche ich dein Herz ab.
Was macht das Herz? Es schlägt ganz normal.
Ist ein Spunk ansteckend? Du hast keinen Spunk.
Und es gibt auch keine Krankheit, die so heißt.
Und wenn es sie geben würde: DU würdest sie nie bekommen.
Prima! Ich bin gesund! Was kostet das? - Nichts.
Ich mache Spunk-Untersuchungen immer umsonst. - Vielen Dank.
Pippi!
Lautes Krachen und Scheppern. Das war ein Spunk!
(jammert) Oh... oh... Pippi!
Das war kein Spunk. Das war Tante Prusselius.
Leierkastenmusik. Bloom singt ein Volkslied laut und falsch.
Hat dir die Sahnetorte geschmeckt? Verschwinde!
Habt ihr mit dem Stehlen nicht genug verdient? - Verschwinde!
Hier sind zwei Goldstücke, weil ihr so schön falsch singt.
Davon hat sie einen Koffer voll!
Wir stehlen das Gold, wenn sie nicht zu Hause ist.
Man müsste fliegen können. Pippi kann fliegen. Schau!
Der Ballon von meinem Vater ist noch auf dem Dachboden.
Kommt, wir machen zusammen eine Ballonfahrt.
Ich glaube, sie ist doch da. Abwarten!
Komischer Pferdestall!
Komm!
Mein Vater wollte mit dem Ballon zum Nordpol fliegen.
Lautes Kreischen.
Das war nur der verflixte Affe! Beide lachen.
Wo ist der Koffer?
Bloom, da ist er! Pssst!!
Ich mache uns etwas zu essen. Ich kümmere mich um den Ballon.
Wir haben das Gold!! Beide jubeln.
Annika, ich möchte zwei Brote mit ganz viel Käse.
Beeilt euch! Ich komme.
Pferdchen, nicht traurig sein. Wir kommen wieder.
Wiedersehen, Villa Kunterbunt.
Hallo, Mama! Wir sind hier oben!
Ja, aber... Wir fliegen zum Nordpol.
Ja, Donner-Karlsson und Bloom sind immer noch auf der Flucht.
Wir werden sie aber bald kriegen. - Mit unserem schnellen Motorrad.
Huhu!
Oje, das hat sie erschreckt!
Was ist denn? - Da!
Das ist doch Pippi Langstrumpf! - Los, hinterher!
Schnell! Sie bringt Tommy und Annika um!
Ballon fahren ist wundervoll!
Schaut, Kling und Klang. Sie sehen ganz klein aus.
Sofort anhalten! Pippi Langstrumpf, komm runter!
Anhalten und herunterkommen!!
Ich verstehe dich nicht!
Wir sollen sofort herunterkommen. Kommt nicht in Frage.
Herunterkommen!! Warte nur, du kommst ins Kinderheim.
Auffangen, Herr Nilsson.
Wir fliegen die Küste entlang. Hier landen wir.
1999, 2000, 2001, 2002,...
Wir sind steinreich!
Woher kommt die denn? Das ist ja Pippi!
Das ist doch nur eine Puppe!
Verschwindet!
Geht weg, Schäfchen. Wir wollen da landen.
Tommy, lass noch etwas Gas raus.
Stell die Flaschen auf den Baumstumpf.
Da hinten. Nach rechts. Schnell!
Die Polizisten!
Halt! Bleibt hier!
Wollt ihr mitfliegen? Halt!
Ihr kriegt uns nicht!
Auf Wiedersehen!
Da unten ist ein Mann. Das muss der Küster sein.
Hallo! Wo sind wir hier?
Pippi, der Ballon treibt ab. Ich komme!
Bist du verrückt? Halt dich gut fest!
Du hast es gleich geschafft.
Herr Pfarrer! - Was ist denn?
Es sitzen drei Kinder auf der Turmspitze.
In einem Ballon.
Sie haben mal wieder getrunken. - Nein! Kommen Sie!
Ich sehe keine Kinder. - Sie waren aber da.
Lassen Sie den Unsinn. Oder wollen Sie in eine Trinker-Heilanstalt?
Das kommt nie wieder vor. - Das ist brav, Persson.
Haben Sie Kinder in einem Ballon gesehen?
Lassen Sie mich in Ruhe! - Er ist betrunken. Fahr weiter!
Ja, ich habe die Kinder gesehen. Halt!
Ich bin nicht betrunken!
Seht, die beiden Gauner. Sie wollten mich bestehlen.
Der Dicke trägt meinen Koffer mit dem Gold!
Ich hole ihn mir zurück.
Jetzt trägst du den Koffer. Ich? Nein, du!
Die Polizei! Los, weg!
Da sind die beiden Ausbrecher!
Stehen bleiben!
Los, gib Gas!
Halt!!
Ich gehe jetzt zu Annika und Tommy. Ihre Eltern sind verreist.
Ich kümmere mich natürlich auch um Pippi. Sie tut mir Leid.
Jetzt wollen wir Pippi zeigen, wie schön ein Zuhause ist.
Das weiß ich doch. Ich habe sogar zwei Zuhause.
In der Villa Kunterbunt und im Taka-Tuka-Land.
Eine warme Suppe wird dir gut tun.
Knirschende Kau-Geräusche.
Die Suppe ist wirklich lecker.
Aber das Gemüse ist noch nicht richtig gar.
Mir macht das nichts aus.
Ich habe nämlich gute Zähne. Wie meine Großmutter.
Sie konnte Nägel durchbeißen, weil sie keine Bonbons aß.
Was hat sie denn sonst gegessen? Nur Nägel.
Ich hoffe, mein Papa bekommt die Flaschenpost.
Ob sie wirklich so weit schwimmt? Bestimmt.
Ich habe jetzt schon Sehnsucht nach Mama und Papa.
Ich habe auch Sehnsucht.
Meiner Mama kann ich leider keine Flaschenpost schicken.
Pippi! Mein Kind! Papa!
Papa Efraim, du bist gewachsen!
Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza...
Efraims Tochter Langstrumpf. Du bist auch gewachsen.
Bist du noch immer so stark? Viel stärker. Ich zeig's dir.
(stöhnt) Du bist wirklich viel stärker geworden.
Unglaublich!
Früher war ich der Stärkere. Wir sind jetzt gleich stark.
Aber nächstes Jahr bin ICH stärker.
Ich habe zwei neue Freunde. Tommy und Annika.
Das ist mein Vater. König Efraim Langstrumpf.
Du bist doch König, oder? Ja, auf der Taka-Tuka-Insel.
Die Wellen warfen mich auf den Strand.
Ich weiß: Du kannst nicht ertrinken.
Ja, Fett schwimmt!
Wenn wir wieder auslaufen, kommst du mit. - Ja.
Annika weint.
Was hast du?
Schluchzen Annika!
Ich bin so traurig, weil Pippi mit dem Schiff wegfahren will.
Vielleicht sehen wir sie dann nie wieder.
Aufstehen, Papa! Das Frühstück ist fertig.
Papa, darf ich als Prinzessin noch lügen?
Ja, abends am Lagerfeuer. Das mache ich auch immer.
Die Einwohner von Taka-Tuka-Land hauen dann immer auf die Trommeln.
Ich erzähle auch immer herrliche Lügen-Geschichten.
Aber hier trommelt niemand. Er lacht.
Pippi! Schnell hinein!
Papa, versteck dich!
Pippi, ich muss ein ernstes Wort mit dir reden.
Du musst in ein Kinderheim. Jemand muss auf dich aufpassen.
Es gibt hier ein gutes Heim für elternlose Kinder.
Ich brauche kein Heim. Ich habe einen tollen Vater.
Du lügst. Wo ist er denn? Hier, in der Holzkiste.
Glaubst du mir nicht? Nein.
Kein Kind hat seinen Papa in der Holzkiste. - Aber ICH!
Hier! Pippi, um Himmelswillen!
Das ist also dein Papa. Dann ist ja alles in Ordnung.
Pippi braucht kein Kinderheim. - Natürlich nicht.
Das freut mich, Herr Kapitän.
Komm, Mäuschen. Hilf mir.
Warum wollen Sie wieder in die Südsee?
Bleiben Sie doch in der Villa Kunterbunt.
Ein alter Seebär braucht das Meer.
Schau mal nach unten. Eine Maus!!
Ich habe noch mehr. Soll ich sie rauslassen? - Nein!! Hilfe!
Pippi! Alle lachen.
Ahoi, Pippi! Ahoi, Käpt'n!
Ahoi!
(Matrosen) Da kommt Pippi! Hallo, Pippi!
Hallo, kleine Pippi! Prinzessin!
Alles gesund? Ja, nur du hast uns gefehlt.
Begrüße das Schiff, Pippilotta. Ahoi, alte Hoppetosse.
Gib sie mir, Käpt'n!
Hallo, Olaf.
Schiffsglocke
Heute Nachmittag feiern wir in der Villa Kunterbunt. Alle jubeln.
(alle) Es lebe Pippi Langstrumpf, es lebe Pippi Langstrumpf...
Tommy, Annika... Wir müssen uns beeilen. Sie kommen gleich.
Gieß noch einen Eimer Limonade ins Fass. - Sofort.
Annika, hole alle Tassen und Gläser aus dem Haus.
Die Kinder aus der ganzen Stadt kommen doch auch.
Ich hole jetzt den großen Kuchen, den ich gebacken habe.
Kinderstimmen Sie kommen!
(Matrose) Wir sind da!
Stimmengewirr und Akkordeon-Musik.
Trompeten-Töne
Willkommen! (alle) Hallo!
Das Wett-Essen kann beginnen.
Achtung! Fertig! Los! Ein Schuss fällt.
He, die habe ich nicht für dich geschält!
Hier, trink! Gut, dann nicht.
Guten Appetit, Papa. Gelächter
Gelächter
Gelächter
Eine gute Idee!
Kapitän Langstrumpf!
Gelächter
Jetzt werden wir sehen, wer der Stärkere ist.
Los, fünf Matrosen stellen sich auf die Tür!
Jubel und Applaus.
Das kann Pippi nicht!
Jetzt bin ich dran. Ich stemme mein Pferd. Mit Tommy und Annika.
Gut festhalten!
(alle) Pippi, zeig's ihm!
Pippilotta, du bist die Stärkste auf der ganzen Welt!
Zischen und Krachen. Jubel und Applaus.
Pippi, fahr nicht fort.
Ich muss mit Papa fahren. Wir sahen uns so lange nicht.
Wann fahrt ihr los? Morgen früh um 10 Uhr.
Ich bin so traurig. Was sollen wir denn ohne dich anfangen?
Beeilt euch! - Jawohl, Käpt'n.
Bis 106 Grad Nord können wir es schaffen.
Wenn der Wind nicht abflaut. - Ich glaub, die Brise hält sich.
In der Nacht machen wir dann zehn bis zwanzig Meilen.
Pippi, wir werden dich alle sehr vermissen.
Ich habe es immer gut mit dir gemeint. - Das vergesse ich nie!
Ich habe ein kleines Abschiedsgeschenk für dich.
Auch in der Südsee gibt es kalte Nächte.
Gut, dann trage ich nachts deine komische Wollhose.
Hallo, hier bin ich!
Vielen Dank.
Akkordeon-Musik
(alle) Holt die Segel! Holt sie! Holt sie!
Sei nicht so traurig. Hier, der Koffer mit dem Gold!
Er ist leer. Aber hier sind noch zwei Goldstücke.
Ich brauche sie nicht mehr. Kommt, ich muss zum Schiff.
Annika seufzt.
Hier hängt der Schlüssel, falls ihr ins Haus wollt.
Wir gehen nie mehr hinein.
Komm mit, Schimmel.
Leb wohl, Villa Kunterbunt.
Ich freue mich auf Taka-Tuka-Land. Aber dieses Haus vergesse ich nie!
Blasmusik
Pippi! Ahoi! Ahoi, Papa!
Was mache ich mit dem Pferd? Das fährt natürlich mit.
Die Kinder singen:
Auf Wiedersehen, kleine Pippi. Der Abschied tut so weh.
Ade, kleine Pippi, ade.
Wir warten auf dich, kleine Pippi. Wir stehen jeden Tag am Kai.
Ich komme bestimmt wieder!
Ich sage Tommy und Annika auf Wiedersehen. - Beeil dich.
Ich habe ein Gedicht geschrieben:
(liest) Wenn du wegfährst, ist es hier nicht mehr schön.
(liest) Wir wollen nie mehr in die Villa Kunterbunt geh'n.
Pippi, komm! Es wird Zeit.
Auf Wiedersehen, Tommy. Auf Wiedersehen, Annika.
Wir sehen uns bestimmt wieder.
Annika weint.
(alle) Pippi Langstrumpf soll leben! Hoch! Hoch! Hoch!
(schluchzt) Hoch! (Käpt'n) Anker lichten!
Papa, die beiden sind so traurig. Ich halte es nicht aus.
Annika! Annika weint. (Käpt'n) Zieht die Gangway ein!
Papa, ich will in der Villa Kunterbunt bleiben.
Was?? Warum denn? Wegen Tommy und Annika.
Wieder raus mit der Gangway.
Tja... hmm...
Du hast immer das getan, was du wolltest.
Also dann auf Wiedersehen. Du kommst doch wieder, oder?
Natürlich, das weißt du doch.
Wiedersehen, Papa.
Pfeif-Konzert
Auf Wiedersehen, Papa! Gute Fahrt.
Ahoi, Pippi! Alles Gute. Pass auf dich auf!
Hier ist noch etwas Gold. Nein, nicht nötig!
Du sollst keine Not leiden. Hier, ein Koffer voller Gold.
Kanonendonner
Ahoi! Ahoi!
Vielleicht sehen wir sie nie wieder.
Kanonendonner Auf Wiedersehen, Pippi!
Bloom! Schau, was sie da hat! Einen Koffer voller Gold!!
Kanonendonner
He! Du??
Oh, Pippi!
Kanonendonner
(denkt) Es ist so schön in der Villa Kunterbunt.
Ganz nah bei Tommy und Annika. Ich bin so froh, Mama.
Ich möchte nie groß werden.
Ich glaube: Du kannst mich hier viel besser sehen.
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