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Fis! Fis, nicht G.
Und halte die Mandoline richtig. Hoch damit!
Hast du das Geld für diese Woche mitgebracht?
Ja, Professor.
Ihr Vater hat es heute früh an sich genommen.
Habe ich einen Fehler gemacht?
Spiel weiter...
Ich habe nie verstanden, warum wir einen Stern über die Krippe hängen sollten,
aber es heißt, das macht man so.
Also bitte sehr. Da...
Wie auch immer, mir gefällt es nicht.
Schon als kleines Kind habe ich die Krippe nie gemocht.
- Papa... - Ich hab das nie gemocht.
- Was? - Papa.
Papa, wolltest du mir nicht was sagen?
Stimmt...
Wann bist du gestern Abend nach Hause gekommen?
Ich habe bis zum Morgen auf dich gewartet! Wo warst du denn?
- Wo ich war? - Ja.
Ich musste mich um den Ärger kümmern, den du verursacht hast!
Sei still! Sprich nicht so laut!
Und noch vor diesem Fremden!
- Hast du verstanden? Ein wenig Respekt! - Welchen Respekt?
- Respekt? - Vor mir.
Vor jemand, der mein Geld in einem üblen Haus verspielt?
Für einen Fälscher!
Du hast sogar einen falschen Scheck unterschrieben!
Stimmt! Was soll man sonst machen, wenn man so einen Sohn hat.
Einen so dummen Sohn, der sich nicht mal um seine Familie kümmern kann?
Wir brauchen viel Geld! Eine ganze Menge!
Eine ganze Menge, das ist mal sicher!
Du spielst einfach immer weiter:
Bei der Lotterie, der Tombola, beim Wetten und allen anderen Spiele!
Bei jedem Spiel, dass man überhaupt spielen kann.
Na und?
Willst du jetzt einem alten Mann sein letztes bisschen Unterhaltung,
ein paar kleine harmlose Glücksspiele wegnehmen?
Mein Gott! Was bist du nur für ein verkommener Sohn!
Papa, hör mir zu.
Ich gehe jetzt raus auf die Straße und heirate die erste Frau, die ich treffe.
Und du wanderst in ein Altersheim.
- Du wirst schon sehen. - Na klar.
Und du denkst, dass die erste Frau. die du triffst, dich gleich heiraten wird!
Sobald sie deine mageren Beine sieht, läuft sie doch weg!
Papa, pass auf! Ich habe schlechte Laune! Lass mich einfach in Ruhe!
Geh nur, geh nur! Was glaubt er, wer er ist?
Ich sollte ihm diese Statue direkt ins Gesicht werfen.
Diesen Balthasar.
Stimmt es etwa nicht, was ich sage? Hm, stimmt es nicht?
Wenn du versuchst, mit einem Mädchen zu flirten,
dreht sie sich einfach um und geht.
Das verstehe ich auch! Ist doch klar!
Denn du sagst ihnen immer, ich hätte ansteckende Kinderlähmung!
Oh nein! Das habe ich nie gesagt! Das ist eine Lüge!
Ich habe manchmal über fortschreitende Lähmung geredet,
die von deinen unteren Gliedmaßen ausgeht und wer-weiß-wo endet.
So.
Wenn das Giardino ist, bin ich nicht da. Er ist so eine Nervensäge!
Er versucht ständig, sich von jedem Geld zu leihen.
- Hallo! - Ich bin's, Giardino.
Hallo!
Giardino, wegen Ihnen bin ich in Schwierigkeiten!
Was ist denn passiert?
Sie fragen auch noch, was passiert ist? Die Polizei ist hinter mir her!
Man hat auf mich geschossen! Ein Mann fiel aus dem Fenster...
- Sie müssen dichthalten, kapiert? - Ich habe nichts gesagt.
Aber ich will das zurück, was mir gehört. Und eine gute Erklärung.
Sonst sage ich alles.
- Kennen Sie die Adresse? - Ja, kenne ich. Gehen Sie nicht weg.
Gehen Sie nicht weg, denn ich bin in Gefahr.
Gehen Sie nicht weg.
Es... es war Giardino...
Giardino, der Pokerspieler hat mich gezwungen zu spielen.
Kennen Sie ihn?
Hast du das gehört, Albi?
Der Kerl will wissen, ob ich Giardino kenne!
Albi, erinnerst du dich?
Giardino, der so runtergefallen ist...
Platsch!
Aber Raffaele...
wer hat Giardino angeheuert, um dich zum spielen zu bringen?
- Ich weiß es nicht, das schwöre ich! - Ah, du weißt es nicht, hm?
Mach schon, Albi! Los!
Ich habe aber kein Lust, dabei zuzusehen.
Nein! Nicht! Signor Sella, nicht! Nein! Ich bin unschuldig!
- Nein! Mitleid! Haben Sie Mitleid! - Albi, warte!
Verschonen Sie mich!
Ich vermute, du weißt nichts über einen Mann namens Navarro?
Navarro. Er ist Meister-Dirigent.
Das weiß jeder! Aber was hat er damit zu tun?
Tja, weißt du, eine bestimmte Person wird erpresst, die viel zu verlieren hat.
Wir wollen, dass du uns hilfst, die Katze von der Taube fern zuhalten.
Es geht also um eine Menge Geld in einer guten Währung.
Und wenn du uns nicht hilfst, bekommst du doch noch eine Flugstunde.
Hast du kapiert?
Ja, aber was soll ich tun?
Drei kleine Dinge, um dir viel Ärger zu ersparen.
Finde heraus, wer dir eigentlich diese Serenade geschickt hat.
Finde heraus, wie diese Musik funktioniert.
Und finde heraus, wo die sie her haben.
- Habe ich mich klar ausgedrückt? - Glasklar.
- Don Raffaele, jemand möchte Sie sprechen. - Wo?
Sie warten draußen auf Sie.
Signorina!
Signorina!
Erwarten Sie jemanden?
Guten Morgen, Herr Kommissar was führt Sie hierher?
Ich habe gehört, wie Sie gerufen haben.
Ja, ich habe nur nach der Katze des Besitzers gerufen. Sie ist verschwunden.
- Eine Katze, die Fräulein heißt? - So haben sie sie nun mal genannt.
Warum kommen Sie nicht rein? Drinnen ist es netter.
Nein, nein, ich bleibe lieber an der frischen Luft.
- Drinnen riecht es nach frittiertem Essen. - Oh, ja.
Immer wenn ich Fisch esse, kriege ich Bauchschmerzen.
Und schreckliche Blähungen.
Das ist mir auch schon passiert, aber das geht vorbei.
Man gewöhnt sich daran.
Lassen uns das Thema wechseln: Spielen Sie hier Mandoline?
Ja, hier im Restaurant.
Und von wo springen die Leute runter?
Von hier, von dort, von der Brücke, vom Schloss?
Wovon reden Sie?
Nun, jedesmal wenn Sie Mandoline spielen, springt jemand aus einem Fenster.
Also bitte, Herr Kommissar, das ist doch alles nur Zufall.
Und das ist wohl auch ein Zufall?
Das sieht für mich aus wie ein Scheck. Ja, es ist auf alle Fälle ein Scheck.
Und rein zufällig trägt er Ihre Unterschrift.
Und rein zufällig wurde er in Giardinos Wohnung gefunden,
der rein zufällig aus dem Fenster sprang, gerade als Sie da rumliefen.
Also bitte! Ich dachte, Sie wären ein freundlicher Mensch, wie ich.
Solche Unterstellungen habe ich nicht von Ihnen erwartet.
Raffaele Capece, denken Sie daran,
dass sich unter diesem gutmütigen Äußeren ein zäher Polizist versteckt,
der dazu fähig ist, seine eigene Großmutter zu verhaften, wenn es sein muss.
- Waren Sie jemals im Gefängnis? - Nein.
Nicht vorbestraft. Keinerlei Vorstrafen.
Wenn Sie wollen, dass es so bleibt,
sollten Sie besser anfangen, die Wahrheit zu sagen.
Also gut, das ist mein Scheck. Er ist für eine Spielschuld gedacht.
Jetzt wird mir alles klar.
Sie sind zu Giardino gegangen, um den den Scheck zurückzukriegen.
Er wollte ihn nicht herausgeben, also warfen Sie ihn aus dem Fenster.
Vorsätzlicher Mord. Mildernder Umstand: Provokation.
Wenn Sie ihren Anwalt überzeugen, dass Sie verrückt sind,
sitzen Sie nicht mal 25 Jahre ab.
Ja, aber Sehen Sie...
Ich war unten im Hof, als er aus dem Fenster fiel.
Das hatte ich ganz vergessen.
Wo bleiben Sie denn? Warum spielen Sie nicht?
Da drin warten Kunden!
- Ich muss jetzt gehen. - Soll ich Sie durch eine Jukebox ersetzen?
In welchen Schwierigkeiten stecken Sie jetzt schon wieder?
Wer ist dieser Typ?
- Ein zukünftiger Kunde. - Ein zukünftiger Kunde?
- Hey, was ist denn heute mit Raffaele los? - Keine Ahnung.
Ich steige ein.
BEGEGNUNG VON BÜRGERN UND KRANKEN IM NAMEN DER STÄDTISCHEN SOLIDARITÄT
Achtung! Mikrofonprobe!
Eins, zwei, drei, vier.
Eins, zwei, drei, vier.
Hallo, Lucia.
Hallo.
Ich bin froh, dass du da bist, aber ich dachte, du würdest früher kommen.
Du weißt doch, wie schlimm der Verkehr rund um Weihnachten ist.
Lass dich anschauen.
Ah, du siehst großartig aus.
Raffaele, so wie ich mich fühle, kann das nicht wahr sein.
Komm, komm, es ist fast Neujahr. Zeit, um selbst neu anzufangen.
Lucia, das ist für dich.
Bitte.
Mit meinen besten Wünschen, wenn auch etwas spät.
Warum hast du mir etwas gekauft? Das war wirklich nicht nötig.
Weil ich es wollte.
Es tut mir nur leid, dass es nicht viel ist.
Weißt du, was ich heute noch bekommen habe?
Siehst du diese Blume?
Heute früh bekam ich einen riesigen Blumenstrauß.
Mit Glückwünschen von Maestro Navarro.
Von niemandem habe ich je so etwas bekommen.
Ah, das war sehr nett von ihm.
- Also habt ihr über mich gesprochen? - Natürlich. Ich habe ihn im Theater besucht.
Er hat sich gefreut.
- Was hat er über mich und seinen Sohn gesagt? - Wir haben nicht wirklich darüber gesprochen.
Auf jeden Fall kannst du ihn bald selbst fragen.
Vielleicht ist das nicht der beste Ort. um meinen Schwiegervater zu treffen.
Ach, komm schon: Maestro Navarro ist der Vater des Mannes, den du heiraten willst.
Des Mannes, den du liebst...
Also... du liebst doch Walter, oder?
Aber natürlich.
Na siehst du.
Ich bin schon ganz gespannt, was das ist.
Ach, es ist nichts, nur eine dumme Kleinigkeit.
- Wie schön! - Gefällt es dir? Es ist reine Schurwolle.
- Danke, aber das hättest du nicht tun sollen. - Ich wollte es aber.
- Da ist auch eine Karte. - Oh, ja.
"Wenn du das um den Hals hast, spürst du die Kälte nicht mehr. - Raffaele Capece."
Du bist so nett.
Verzeihung, ich muss der Mutter Oberin helfen.
Achtung!
Einen großen Applaus für Maestro Navarro und Signora Hovert.
Applaus! Beginnt mit der Musik!
Was für eine Schande!
Mich zum Polizeirevier rufen zu lassen, weil man glaubt, mein Sohn wäre ein Mörder!
Wieso Mörder! Wieso Mörder? Der Kommissar konnte mich nicht festsetzen.
Es gab immerhin 200 Zeugen, die mich auf der Bühne spielen sahen!
Spiel jetzt nicht verrückt, klar? Was willst du denn damit sagen?
Merkst du nicht, dass du manchmal denkst, du siehst etwas,
und dabei ist es eigentlich etwas ganz anderes, nämlich Visionen, Vorahnungen...
Ja, ja, Visionen.
Sag mal, was hat dir dieser Zwerg angetan?
Nein, sag nichts, ich verstehe. Ich verstehe es vollkommen.
Ich habe dich auf diese Welt gebracht.
Ich weiß schon: Er sah dich die Straße hinunter humpeln,
er hat dich "Magerbein" genannt,
und in einem Moment der Verwirrung hast du ihn erwürgt.
Sag mir die Wahrheit! Ich verstehe dich! Ich verstehe dich!
- Vater! - Moment! Ich bin dein Vater!
- Ich bin dein Vater! - Meine Güte!
- Aber ich kannte ihn doch gar nicht. - Na gut.
- Er hat mir auch nichts getan! - Also gut.
- Er hat dir also nichts getan? - Nein, hat er nicht.
- Und warum haben sie dann nach dir gesucht? - Ja, das würde ich auch gerne wissen!
Na gut, na gut. Weißt du, was ich jetzt mache?
- Na, sag's schon. - Ich gehe und spiele Lotto.
Ich werde mein Glück beim Lotto versuchen, weil wir viel Geld brauchen.
Sehr viel Geld. Eine ganze Menge!
Hey...
Weißt du, welche Lottozahl für einen erwürgten Zwerg steht?
Nein, weiß ich nicht.
Ich gehe jetzt Lotto spielen, verstehst du? Wo ist das Wett-Buch?
- Weiß ich nicht. - Ach, das war klar. Du weißt gar nichts!
Hallo, ist da das Krankenhaus "Santa Rita"?
Tommasina, was machst du da?
- Haben Sie etwa Angst vor Tommasina? - Ja, ich habe Angst vor ihr!
Sie können ganz beruhigt sein. Tommasina ist ein guter Hund.
Sie bellt nur, weil sie Angst vor Ihnen hat.
Sei ruhig, meine Gute. Der Signore tut dir nichts.
- Also, kann ich jetzt runterkommen? - Ja, kommen Sie, kommen Sie.
Normalerweise kommt sie hier rein, weil sich niemand darum kümmert, das Tor abzuschließen.
- So, das wär's. - Sagen Sie...
- Sind Sie der Hausmeister? - Nein, ich bin Zimmermann.
Mein Laden ist gleich hier drüben.
Ich schaue nur nach dem Haus,
weil ich hier vor dem Krieg alle Zimmermannsarbeiten gemacht habe.
Das war das Haus der Familie Coen.
Eine jüdische Familie mit viel Geld, aber nette Leute.
- Und wer wohnt jetzt hier? - Wer kann hier schon noch wohnen?
Als die Deutschen kamen, lebte der junge Herr Marco hier.
Ein netter junger Mann.
Er spielte Violine und war immer sauer auf mich,
weil er sagte, ich würde mit meiner Säge zuviel Lärm machen.
Bitte, bitte. Hier entlang.
Entschuldigung, halten Sie das bitte kurz, während ich das Tor verschließe.
Und was ist aus diesem Signor Marco Coen geworden?
Er nahm ein schlimmes Ende, der arme Junge.
- Ein schlimmes Ende. - Ach so?
Die Deutschen haben ihn nach Buchenwald oder Dachau abtransportiert.
Ich kenne keine Einzelheiten, weil ich nicht da war, als es passierte.
Aber es tat mir sehr leid, als man es mir erzählte.
Und Sie sind sicher, dass niemand mehr hierher kommt?
Kann ich Ihnen ein Geheimnis anvertrauen?
Im Haus der Coens hört man manchmal Geräusche.
Man hört Geräusche?
Ich glaube, das Haus ist verflucht. Es spuken Geister darin.
Man kann in der Nacht Geräusche hören.
Und man sieht Schatten und Lichter, die sich hinter den Fenstern bewegen.
Vielleicht ist es sein Geist, der dort umgeht.
"Sein Geist"?
Sie wissen doch, wie Geister so sind.
Vielleicht kommt Herr Marco in dieses Haus zurück,
weil er etwas vergessen hat und keinen Trost findet.
Ja, vermutlich.
Entschuldigung, aber was haben Sie dort im Garten gemacht?
Also...
- Ach, hier ist Ihr Hund zurück. - Ja, danke.
Also, ich suche auch etwas und finde keinen Trost.
Sie auch?
Wie ärgerlich.
Eigentlich könnte er doch herkommen, aber nein, ich muss in die Schweiz!
Ich muss mich wohl einfach daran gewöhnen.
Ich will das Leben jetzt möglichst genießen.
Wolltest du das nicht schon immer?
- Warum bist du überhaupt hergekommen? - Ach, das lag an einer inneren Stimme.
Heute Morgen, als ich auf dem Weg zur Arbeit war,
sagte plötzlich eine innere Stimme:
"Raffaele, wo willst du hin? "Du musst zum Flughafen."
"Lucia ist dabei zu gehen und hat dich wie einen kompletten Idioten aussehen lassen."
Was ist los mit dir? Du machst so ein seltsames Gesicht.
Was soll ich machen? Ein anderes Gesicht habe ich nicht!
- Es wird Zeit, sich zu verabschieden. - Ich wollte dir noch etwas sagen.
Bitte.
Die gleiche Stimme, die ich heute Morgen hörte, hat mir auch gesagt,
dass du mich während dieser ganzen Affäre an der Nase herumgeführt hast.
Wenn ich das mal so sagen darf, ohne die große Dame zu beleidigen.
Denn jetzt bist du wirklich eine Dame, mit der ganzen Erbschaft,
die viel mehr ausmacht, als was du durch die Erpressung des Maestros bekommen hättest.
Übersetzung: arcchancellor
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