All language subtitles for Die.Toten.von.Marnow.S02E02.1080p

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Original subtitles

*schwere Titelmusik*

*Lied: "Redemption" von von Martin Tingvall*

*ruhige spannungsvolle Musik*

*entfernte Stimmen*

(Mann) Ja? - Ihre Pizza.

*Ruhige Musik läuft weiter.*

*entferntes Babygeschrei*

*entferntes Hundegebell*

So, das ist mein neuer Kollege, Herr Dudek.

Das ist meine private IT-Spezialistin, Annalena Jensen.

Tag. - Freut mich sehr.

Also, die haben ein echt krasses Löschprogramm benutzt.

Alles wurde siebenfach überschrieben.

Heißt, nicht wiederherstellbar. - Kommt drauf an.

Auf jedem Bit existiert ein kleiner Rest von magnetischen Spuren.

Also, meist ist nicht alles wiederherstellbar,

aber wenn wir Glück haben, vielleicht ein paar Fragmente.

Solch ich loslegen? - Unbedingt.

Gut. Ich habe mein Equipment zwei Türen weiter aufgebaut.

Perfekt. 'tschuldigung?

Über welchen Zeitraum sprechen wir?

Das kann schon was dauern.

*verspielte Musik*

*entfernte aufgebrachte Stimmen*

*Stimmen werden lauter.*

*undeutliches Gezanke*

(Ritter) Was wissen Sie über den Aufenthaltsort des Mädchens?

Noch nichts. Sarah Minkova.

Und das ist aus dem Notizbuch von Herrn Elling? Ja.

Und Dudek hat das mit keinem Wort erwähnt?

Nein.

Sie hatten offensichtlich recht mit Ihrem Verdacht.

Mhm.

*Er seufzt.*

*spannungsvoll pulsierende Klänge*

Martin Gruber, LKA.

Ist das ein Kollege von Dudek?

Das ist sein Chef. Okay.

Leiter des LKA Mecklenburg-Vorpommern.

Bereich OK.

Ich habe berechtigten Grund zu der Annahme,

dass Herr Gruber die Seiten gewechselt hat.

Er wird an Profiten aus kriminellen Geschäften beteiligt

im Gegenzug für den Erhalt von Informationen.

Und ich gehe davon aus, dass seine Geschäftspartner

die Aussage von Sarah Minkova verhindern wollen.

Also ist Herr Gruber der Tippgeber

für den Überfall auf das Zeugenhaus?

Ja. Vermutlich.

Und Sie gehen davon aus,

dass mein Kollege Dudek Grubers Maulwurf ist?

(Ritter) Genau.

(Dudek) Herr Gruber.

Ich habe jetzt den ganzen Namen.

Sarah Minkova.

Und? Weiß das Ihre neue Kollegin Kaminski?

Nein.

Und irgendwelche Spuren, was ihren Aufenthaltsort betrifft?

Nee, noch nicht, aber ...

eine Freundin von Frau Kaminski ist IT-Spezialistin.

Die ist dran, die gelöschten Daten zu rekonstruieren.

Kann die das?

Sicher, dass die das alles wiederherstellt?

Sie versucht es halt, ne? - Ja.

Und Kaminski hat sie beauftragt? - Mhm.

Ach, Sie meinen ...

warum Ritter das nicht schon längst gemacht hat?

Ja. - Ah.

Es ist frei von allem Verdacht. Er wird seine Gründe haben.

Nehme ich an.

Das Haus, das Zeugenhaus.

Mhm? - Wer wusste davon?

Frau Mendt, Herr Elling, Herr Baack und Staatsanwalt Ritter.

Mhm.

Warum sollte er das tun?

Ich weiß nicht.

Aber irgendjemand muss den Ort ja preisgegeben haben.

(Ritter) Seine Finanzen habe ich durchleuchtet.

Alles solide, keine Schulden.

Entweder Sie finden heraus, warum Gruber ihn in der Hand hat ...

oder Sie ertappen Dudek in flagranti,

wenn er wieder die Ermittlungen behindert.

Dann haben Sie aber nicht Gruber.

Sie wollen Dudek umdrehen?

Ja.

Wenn er gegen Gruber aussagt, biete ich ihm einen Deal an.

(Gruber) Also, wenn Ritter hier

ansatzweise persönliche Motive verfolgt,

dann ist Frau Kaminski bewusst oder unbewusst sein U-Boot,

um ihn auf dem Stand der Ermittlungen zu halten.

Und was ist, wenn die Kollegin das Mädchen vor mir findet?

Sie müssen das Kind zuerst finden.

*düstere Musik*

(Ritter) Finden Sie Dudeks Schwachstelle, seine Achillesferse.

Aber was noch viel wichtiger ist:

Sie müssen dieses Mädchen um Gottes willen vor ihm finden.

*beklemmende Musik*

*Geräte piepen regelmäßig.*

*sanfte Klaviermusik*

Ich habe aufgeschrieben, was meine Mutter

auf keinen Fall ausstehen kann.

*Sie liest leise.*

Äh ... kein Reis?

Ja, Reis ... Ich sage immer, das sind kleine Nudeln.

Manchmal klappt's.

Aber sie ist kein schwerer Fall, also ...

Neulich dreht sie den Herd auf ist ins Bett gegangen.

Oder sie stellt den Zahnputzbecher im Kühlschrank ab, so was.

Dann ist sie ein bisschen vergesslich, aber nicht aggressiv.

Und Körperpflege, anziehen und ausziehen,

das kann sie noch ganz gut selber.

Ja, machen Sie sich keine Sorgen. Ich bin da.

Darf ich mich umschauen?

Äh, klar.

Also ... Whoa.

Eigentlich bräuchte ich nur jemanden,

der dafür sorgt, dass meine Mutter nicht allzu großen Mist baut.

Ja, und dann wollte ich Sie noch was fragen.

Das hört sich jetzt ein bisschen komisch an, aber ...

könnten Sie sich vorstellen,

dass wir vor Mutter behaupten, dass Sie meine Freundin sind?

Ihre Freundin? Ja.

Oder eine Freundin, geht auch.

(Helga) Gibt es in diesem Hause nichts zu essen?

Hallo, Frau Elling.

Ich bin Tatjana.

Tanja?

Helga.

Wir kennen uns, aus dem Synchronschwimmen.

Na, die Geschichte mit dem Schiffchen?

Was untergangen ist? Wir sind ertrunken?

Und dann sind wir wieder hochgekommen als Elfen.

Ich bin die Freundin Ihres Sohnes. - Auch gut.

Die Tatjana wohnt jetzt bei uns.

Verstehe. Sportwagen, hm? Ja.

Und wo schlafen Sie? - Im Gästezimmer.

Aber unten. Gott sei Dank. Die Post.

Ah.

Wieso ist das offen? Ich habe sie aufgemacht.

Der Brief ist an Mareike. Ja.

Du kannst doch nicht die Briefe für Mareike aufmachen. Ja.

Was, "ja"? Wir sind doch Familie.

Ja, aber das macht man nicht. Ich möchte das nicht. Ja.

Außerdem will sie ausreisen. Ich habe Hunger.

Äh ... Ich helfe Ihnen.

*melancholische Klaviermusik*

(Fahrer) Ach, Mann. *Er hupt penetrant.*

*Mehrere Autos hupen.*

*lautes Hupen* *Frau pöbelt.*

(Frau) Was ist los mit dir, Mann? Du Porscheprolet.

Oh, 'tschuldigung.

*melancholische Klaviermusik*

Danke, Heiko.

Die daktyloskopische Untersuchung der Verstorbenen hat keinen ...

... Treffer ergeben, und zwar weder hier noch bei Europol.

Also, Leiche Nummer eins, der Mann.

(Pramann) Ich nenne ihn den Ukrainer, weil er

mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aus der Ukraine stammt.

Er hat sich zuletzt sehr viel von Fisch ernährt.

Darauf weisen die Rückstände von Quecksilber in seinem Körper hin.

Er starb durch massive Gewalteinwirkung gegen den Schädel.

(Dudek, off) Dann die zwei, die Frau.

Abschürfungen an den Unterarmen,

Handflächen und den Knien.

Sie ist nach vorne gestürzt.

Sie ist vor dem Täter abgehauen,

dann hat er sie gestoppt mit einem Schuss in den Rücken.

Radius um die Einschusswunde ... 20 Zentimeter.

Dann stand er vielleicht 10, 15 Meter entfernt.

Aber das hat sie nicht umgebracht. Hm.

Zu dem Ergebnis ist der obduzierende Arzt auch gekommen.

Todesursache war dann danach der Schuss ins Genick.

Mhm.

Och.

Das Mädchen ... Mhm.

Ich dachte, man schneidet sie sich quer auf?

Ja, aber verblutet ist sie trotzdem.

Sexueller Missbrauch?

Sexueller Missbrauch ist medizinisch nicht nachweisbar.

Mhm. Mhm.

(Dudek) Sie hat keine spezifische Herkunft.

Dr. Pramann denkt an Südosteuropa.

Balkan, Rumänien, Bulgarien.

Genau wie Nummer vier, der Junge.

(Pramann) Herzstillstand infolge von Atemlähmung.

Einen Herzfehler schließe ich aus.

Herzstillstand mit zwölf Jahren?

Vielleicht ...

hilft Ihnen das hier weiter.

Was ist das? Den hatte der Junge im Magen.

Warum verschluckt ein Kind einen Ring?

Vor allem einen, der gar keinen Wert hat.

Derjenige, der die vier verscharrt hat, ist ein und dieselbe Person.

Ja, das haben sie gemeinsam, aber sonst?

Alter, Herkunft, Geschlecht. Nichts.

Zu unterschiedlichen Zeiten vergraben.

Unterschiedlicher Todeszeitpunkt.

Die Todeszeitpunkte sind über fünf Monate verteilt. - Ja.

Sie kamen sukzessive einer nach dem anderen um.

Ja.

Wahrscheinlich waren die illegal hier.

Ja, aber wer vermisst denn keine Kinder?

'tschuldigung.

(Dudek) Hatten die Kollegen eine Vermutung zu Täter oder Motiv?

Bestimmt. Aber nicht in meiner Gegenwart.

Schönen Tag noch.

Ja, Ihnen auch, danke.

Sie haben die Berichte gelöscht.

Nicht nur die beiden, auch ihr Vorgesetzter, Herr ...

Baack. Äh ... Herr Baack, genau.

Und warum?

Ich weiß das nicht. Wirklich?

Wie meinen Sie das?

Weil das offensichtlich ist.

Angst. Das meine ich.

Die hatten Angst.

Pff ... Vor was?

Oder vor wem.

Da ist ein zwölfjähriges Mädchen.

Sarah. Das sollte aussagen.

Kommt ein Rollkommando, tötet einen Zeugen, einen Polizisten.

Sechs von denen sterben auch. Wofür?

Ich nehme an, das Mädchen kann den Hinweis dafür liefern,

was hinter den vier Mordopfern aus dem Wald steckt.

Die Kollegen Mendt und Elling wussten das vielleicht.

Na ja, gut, aber genau die können wir im Moment nicht befragen.

Ich nehme auch einen. Müsste noch was da sein.

Aha.

Was ist mit den vier Toten?

Noch niemand hat sie als vermisst gemeldet.

Geht heute über die Nachrichten raus.

Social Media und so läuft schon. Danke, Frau Mendt.

Ja ... Jemand muss die ja kennen.

Mann, Frau, zwei Kinder. Und keiner vermisst die?

Wahrscheinlich leben die Familien gar nicht hier.

Und?

Wir nehmen an, dass sie illegal dagewesen sind.

Ich habe die rekonstruierten Bilder der Kinder bekommen

und den Suchlauf gestartet.

Ach ja, das Schnapsglas der Wilhelm-Busch-Brüder.

Fingerabdrücke sind nicht gelistet und an den Toten auch nicht.

Warum rufen die nicht hier an?

Weil ... Jaja. Kann es mir schon denken.

Haben Sie richtig gedacht.

*spannungsvolle Musik*

*Mareike lacht.* (Benji) Einfach ein Meme.

*Handy klingelt.*

Mareike Elling? - "Ritter, Staatsanwaltschaft.

Frau Elling ...

Es tut mir sehr leid, Ihnen mitteilen zu müssen,

dass Ihr Vater vor einer Stunde verstorben ist ..."

*Bedrückende Musik überlagert Szene.*

Haben Sie vorher irgendwas anderes gemacht?

Ich habe zwei Semester Jura studiert.

Ach, krass.

Nee, das ist nichts für mich.

Okay. Wieso?

Mir hat der Geruch der Straße gefehlt.

Alles klar.

Glauben Sie ...

dass man am Morgen aufwacht und sich plötzlich sagt ...

"Heute begehe ich mal einen Mord?"

Es gibt immer eine Vorgeschichte.

Druck, Beziehungsstress, finanzielle Sorgen.

Und plötzlich tut man Dinge, die man normalerweise nie tun würde.

Aber der Mensch, der ...

der ist nicht von Grund auf schlecht.

Letztendlich ist er nur in ... nur in Not.

Mhm.

Aber ...

*unbehagliche Musik*

Na, die Herangehensweise. Nehmen wir die Portugiesen, ja?

Herr Ritter.

'n Abend. - Entschuldigen Sie bitte die Störung.

Darf ich? Bitte.

Frau Mendt und Herr Elling sind tot.

Herr Elling vor drei Stunden, und Frau Mendt vor 30 Minuten.

Das tut mir leid.

Gibt es denn schon was Neues über die toten Angreifer?

Laut Rechtsmedizin waren das wahrscheinlich

Rumänen oder Bulgaren.

Aber deren Identitäten sind völlig unklar.

Ich habe Europol und die Kollegen

aus Bukarest und Sofia hinzugezogen.

Und es gibt einen Ermittlungsansatz.

Mendt und Elling haben einen öffentlichen Aufruf

wegen der Toten im Wald veranlasst.

Eine Frau hat den Mann erkannt,

der in den Aufzeichnungen als "der Ukrainer" geführt wird.

Eine Frau Kleiber aus Rostock.

Ich habe den sofort wiedererkannt.

So ein Gesicht vergisst man nicht.

Da drüben aus der Fischfabrik ist er immer rausgekommen.

Hat geraucht und die Kippen zu uns rübergeschnipst.

"Zu uns"? Na ja, zu mir.

Tja, ich spreche immer noch im Plural.

Na ja, jedenfalls hat er die immer rübergeschnipst.

Weil er in seiner Pause mit den anderen an der Hecke geraucht hat.

Eines Tages hat es mir gereicht.

Da habe ich gesagt, er soll die bitte woanders entsorgen.

Verstehe. Er dauert ja, bis die von der Natur abgebaut wird.

Nein, ich wollte einfach keine Kippen in meinem Garten.

Aber der hat bloß gegrinst.

Die Zigarette ausgedrückt und wieder rübergeschnipst. Ja, genau.

Dann hat er noch gesagt:

"Ich mir nicht lasse machen Vorschrift."

In so gebrochenem Deutsch. Die können es ja nicht richtig.

Seine Kollegen konnten nicht mal Alexander sagen.

Die sagten immer "Oleksandr". *Sie lacht.*

Und das hat irgendwann aufgehört? Ja.

Und wann?

Das kann ich sogar ganz genau sagen.

Ich bewahre alles auf wegen der Garantien. Sehr gut.

Ich hatte so eine Kamera gekauft. Ich kann nicht mehr.

Die idiotensicher ist. Ich habe es nicht so mit Technik.

Die wollte ich im Garten aufstellen ... Ja, hier ist sie.

Am 3. September habe ich sie gekauft. Da ist die Quittung.

Ich wollte das aufnehmen und zur Polizei gehen.

Also, der 3. September war ein Samstag.

Und am Montag, das war dann der 5.,

habe ich die Kamera aufgestellt, ganz morgens in der Frühe.

Ja.

Und ab dann ist er nicht mehr aufgetaucht.

Ab dem 5. September? Ja, genau.

Habe ich die Kamera völlig umsonst gekauft. Na ja.

Ah, sagen Sie, warum suchen Sie den überhaupt?

Wir suchen nur Leute, die ihn gesehen haben. Ah ja.

Der ist nämlich tot. Ah.

Mein Mann, der ist ja auch schon lange tot.

Aber wir haben so viele schöne Reisen gemacht.

Flussfahrtschiff ... 'tschuldigung, ein Anruf.

Ah, das Präsidium. Da müssen wir los leider. Okay.

Vielen Dank. Sie haben uns sehr geholfen. Gerne.

Wenn Sie noch was wissen ... Nö, das war ganz toll. Danke.

Ja, Wiedersehen. Wiedersehen.

*Stimmengewirr*

Frau Behrens. - Vielen Dank.

Frau Behrens?

Dudek. Wir haben telefoniert.

Wir suchen ... Kennen Sie diesen Mann?

... diesen Mann.

Er stammt aus der Ukraine. Zumindest wahrscheinlich.

Und sein Vorname dürfte ... Oleksandr sein.

Kommen Sie jetzt alle paar Wochen, um das zu überprüfen, oder was?

Ich kenne den Mann nicht.

Also, hier hat er jedenfalls nicht gearbeitet.

Wer stellt Ihre Leute hier ein? - Ich.

Täusche ich mich oder arbeiten hier nur Ausländer?

Tss, ja, klar.

Dafür sind sich ja die Deutschen zu schade.

Ist wie bei der Müllabfuhr.

Lieber Hartz IV kassieren und mit Bier vor der Glotze hängen.

Jetzt gibt es Bürgergeld. - Von mir aus.

Hier landet man nur, wenn man nichts gelernt hat.

Man muss nur Fische ausnehmen und schneiden können.

Den meisten muss ich das gar nicht erklären hier.

Ich mache es vor, die machen es nach, so läuft das.

Und was bezahlen Sie so?

Die bekommen nur, was sie müssen, sonst kann ich gleich dichtmachen.

Es gibt eine Person, die behauptet, der Mann hat hier gearbeitet.

Ist das eine Frau, die behauptet,

dass wir im Winter die Bürgersteige nicht freischippen?

Frau Kleiber.

Der hat hier nicht gearbeitet, hundertpro.

Vier Tote. Keiner kennt sie, niemand vermisst sie, verdammt.

Sie riechen es auch? Ja.

Hier stinkt es nicht nur nach Fisch. Mhm.

Menschenhandel. Ja.

Hier hat doch keiner legale Papiere.

Dieser Oleksandr hat hier Fische ausgenommen.

Jetzt kennt sie ihn nicht,

weil sie schwarz bezahlt hat oder unter Mindestlohn.

Oder beides. Ja.

Oleksandr. Der macht einen fiesen Job in der Fabrik.

Und die Kinder?

Missbrauch?

*Er seufzt.*

Jedenfalls nicht nachweisbar, sagt Dr. Pramann.

Was dann?

Könnten Drogenkuriere gewesen sein.

Aber warum sind die dann tot?

Das Mädchen hat sich umgebracht. Ja.

Dann hatte sie doch Leidensdruck. Wieso?

Dieser Oleksandr hat doch sicher eine Wohnung hier in der Nähe.

Vielleicht Mitbewohner.

Dann morgens zu Fuß zur Arbeit.

Kommt nach Hause, macht sich was zu essen, was Billiges.

Hat wenig Geld. Ich komme nicht mit.

Hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit. Aufpassen, Elling.

Der Täter schlägt Oleksandr hier

den Schädel mit der Spitzhacke ein.

Dann fährt er ihn nach Lickow und verbuddelt ihn im Wald.

Da geht er doch ein Risiko ein.

Der muss die Leiche überführen.

Dann kommt die Polizei, Verkehrskontrolle,

zack, schon fliegt er auf.

Lickow ist über eine Stunde von hier entfernt. Mhm.

Kommt da noch was? Also ...

Er ist nicht hier getötet worden, sondern in Lickow.

Bei Ihnen hört sich das viel kürzer an.

Ach nee.

Ja, wäre eine Möglichkeit. Mhm.

Also doch die Brüder.

Jagdpächter, Flinte, Schrotschuss.

Aber was sollen die für ein Motiv haben?

Hm.

*Handy klingelt.*

Baack?

Wie geht's deiner Mutter? Erkältung vorbei?

Hat sich erholt. Gut.

Heute fragte sie mich nach dem Sinn des Lebens.

Jetzt kommen Sie zum Punkt. Und? Was hast du gesagt?

Ich habe gesagt, wir sprechen heute Abend darüber.

Und? Was sagst du ihr?

Wir haben einen Treffer.

Ich hoffe, sie hat es bis dahin vergessen.

Der Junge mit dem Ring im Magen ist auch wiedererkannt worden.

Boris Lazarov.

(Frau) Ja, ich erinnere mich an Frau Mendt und Herrn Elling.

Die haben sich nach dem Jungen erkundigt. Bitte.

Boris Lazarov ...

Hier.

(Dudek) Also.

*Er liest summend.*

Meldeadresse nicht gemeldet. Familie nicht bekannt.

Frau Wiegbold, kommunizieren Sie nicht mit den Kindern?

Warum ist der hier abgängig?

Es muss doch einer von Ihren Kollegen oder von den Kindern ...

irgendetwas bemerkt haben, jetzt kommen Sie mal.

Ich bin nicht leicht zu erschüttern,

aber ich verstehe das nicht, Sie sind jetzt die dritten.

Erst die Polizei, dann Ihre Kollegen, jetzt Sie.

Warum hilft mir denn keiner? Was läuft denn hier?

*Dudek räuspert sich.*

Boris Lazarov haben Sie wiedererkannt.

Dann haben Sie sich bei uns gemeldet, oder? Genau.

Der war auch hier?

Der ist uns am ...

24.9. vom Zoll übergeben worden.

Bei unbegleiteten Minderjährigen stehen wir in der Pflicht.

Die kommen hier vorläufig unter und werden versorgt.

Und am 26.9. ist er bereits verschwunden gewesen.

Wie?

Na, der war weg.

Das habe ich verstanden, dass er weg war, wenn er nicht da ist.

Aber wann haben Sie das denn bemerkt?

Ich zähle abends die Zimmer auf Vollständigkeit.

Da war er noch da.

Dasselbe morgens beim Wecken um 7.30 Uhr.

Da war er weg.

Ich habe die anderen Kinder befragt, keiner hat ihn gesehen.

Kann ich mich hier mal umgucken? Ja, bitte.

Und sonst kommt niemand hier rein?

Nein. Also, nachts?

Nur ich und meine Mitarbeiter.

Ja. Muss ich davon ausgehen, dass er von sich aus gegangen ist.

Ja.

*Klappern*

*Kinder reden leise, lachen.*

(Junge) Hey.

Hast du 'ne Knarre?

Kann ich die mal anfassen?

Vielleicht.

Wie heißt du denn? Ben.

Wer führt denn? (Mädchen) Ich.

Habt ihr den schon mal gesehen hier?

Wieso?

Ja oder nein?

Nee.

Hm. Wie lange seid ihr schon ... Spiel weiter.

Hey.

Wie heißt du denn?

Tanja. Tanja.

Das ist ein schöner Name.

Und du? Lona.

Das ist ja ein blöder Name.

Mhm.

Habe ich früher auch so gefunden.

Hm.

*sanfte Klaviermusik*

Hast du die gemalt? Mhm.

Soll ich dir helfen?

Da.

Die sind schön.

Geht's? Mhm.

Okay.

Guter Platz.

Hier verschwinden Kinder.

Was?

Woher weißt du denn das?

Ich hab's gesehen.

Und wer verschwindet?

Manchmal die, die neu sind.

Und die sind dann gleich wieder weg?

Ja.

Und ...

Weißt du, wohin die verschwinden? Hast du das gesehen?

Da.

In den Wald? Ja.

Kannst du dich vielleicht an jemanden erinnern?

Boris. Boris? Wie hieß denn der weiter?

Boris Blödbommel.

Blödbommel?

Ja, weil der so gestottert hat.

War der das?

Ja. Der sieht aber komisch aus.

Ja, das stimmt.

Der ist in den Wald gegangen.

Ah, Hallo. - Hallo, Sabine.

Hallo. Moin.

(bulgarisch) Guten Tag.

Hm?

What's your name?

*melancholische Musik*

*Stimmengewirr*

*Es läuft poppige Soulmusik.*

*Musik und Hintergrundgeräusche werden dumpfer.*

*unbehagliche Klänge*

*triste Musik*

*Sie sprechen bulgarisch.*

(Sarah)

Boris Lazarov ist am 24.9. von Zollbeamten hier abgegeben worden

und zwei Tage später verschwunden, das haben Sie gemeldet.

Ja.

Kann es sein, dass er entführt wurde?

Nein. Das Haus ist alarmgesichert, hier kommt keiner rein.

Die Kinder gehen von sich aus.

Von sich aus? - Ja.

Die verlassen das Gebäude und sind verschwunden.

*Er schnaubt.* Okay.

Vielen Dank, Frau Wiegbold. Gerne.

Alles Gute.

Wo ist denn hier die Toilette? Gleich gegenüber.

*Kinder reden angeregt.*

*spannungsvolle Musik*

Entschuldigung, eine Sache.

Sarah Minkova. Die war doch auch bei Ihnen, ne?

Ja. Die kam an dem Tag an, als Ihre Kollegen hier waren.

Frau Mendt und Herr Elling. - Mhm.

Aber die ist auch nicht mehr hier.

Ja. Hier.

Super. Darf ich mal? - Ja.

Und, ähm ...

es gibt so ...

gar keinen Anhaltspunkt, wo sie sein könnte?

Nein, sie ...

sie war einfach plötzlich weg.

Gut. Vielen Dank. Tschau.

*Spannungsvolle Musik läuft weiter.*

Entschuldigung.

Eine Frage hätte ich noch. Wir suchen ein Mädchen, Sarah Mink...

Nach der hat Ihr Kollege auch gefragt.

Ah. Tja, doppelt hält besser.

Und was haben Sie ihm gesagt?

Dass sie hier angekommen ist, etwa Anfang November,

und dann plötzlich verschwunden ist.

Vielen Dank.

Es kommt niemand und holt sie, aber die Kinder verschwinden.

Und sie gehen von allein.

*Handy klingelt.* Was?

Wir sollten mit den Zollbeamten sprechen. Ja, richtig.

Dudek?

Ja.

Ja.

Verstehe. Ich ...

Ich kümmere mich drum. Ja.

Ich, ähm, muss mal ...

dringend was Privates klären.

Ich hoffe, nichts Ernstes?

Zoll machen wir morgen, ja?

Klar. Ich hole Sie ab. Jo.

*düstere dramatische Musik*

*Musik wird spannungsvoller.*

*Spannungsvolle Musik wird intensiver.*

Untertitel: No Limits Media, 2024

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