All language subtitles for Ein Zug voller Hoffnung (2024) (Netflix)

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Original subtitles

NACH DEM ROMAN "EIN ZUG VOLLER HOFFNUNG" VON VIOLA ARDONE

GEIGENSOLIST - AMERIGO BENVENUTI 18. MÄRZ 1994 - 20.30 UHR

-Guten Abend, Maestro. -Abend.

Hallo?

Hallo, Mama. Ja, ich komme gerade an. Ich muss mich noch vorbereiten.

Was ist los?

Wann?

Verstehe.

Ja, natürlich. Mache ich.

Ich muss mich beeilen. Ich rufe dich nach dem Konzert an, Mama.

Ciao.

Ja?

Guten Abend, Maestro.

Bereit? Ein wundervoller Saal erwartet Sie.

Haben Sie ausgewählt?

Was ist los?

Meine Mutter ist tot.

Sagen wir das Konzert ab?

Nein.

-Das geht, wenn's Ihnen zu viel ist. -Aber nein. Keine Sorge.

Alles in Ordnung.

Maestro.

Bitte.

Deine Augen, so schön

Leuchten heller als die Sterne

Sie sind dunkler als die Finsternis

Sie sind wie zwei Seufzer

Jeder Seufzer brennt

Aber ihr Feuer ist süß

Wenn es ins Herz vordringt

Bleibt es für immer dort

Wer kann euch vergessen…

Kommt schnell! Kommt doch!

…Augen, die reden

-Lauf! -Schneller!

Amerigo!

Amerigo!

-Lauft weg! -Amerigo! Wo ist Amerigo?

-Ich hab ihn nicht gesehen. -Unmöglich.

-Amerigo! Nein! -Lauf weg! Nun lauf schon!

Amerigo!

Hast du Amerigo gesehen? Ist doch völlig unmöglich! Amerigo!

Amerigo!

Mama?

-Ameri… -Mama?

Amerigo, wo bist du?

-Mama? -Wo bist du?

-Mama? -Wo steckst du, Amerigo?

-Mama. -Amerigo.

Alles gut?

Um Himmels willen!

EIN ZUG VOLLER HOFFNUNG

NEAPEL 1946

Ein Punkt. Zwei Punkte.

Kein Punkt.

Ein Punkt.

Null Punkte.

Keine Punkte.

-Seit wann haben sie die Lizenz? -Seit zwei Monaten.

Sonderpreis!

Schluss mit der Zählerei, Amerigo. Komm!

Wenn ich zehn hab, passiert etwas Schönes.

Wo bringst du mich hin?

-Diese da? -Diese.

Nur die eine.

Hier, eine schöne Pizza für dich.

Amerigo, komm schon.

-Morgen. -Morgen, Signora.

-Sind hier die Kommunisten? -Erster Stock.

-Null. -Russo.

-Null. -Es ist noch früh.

-Null. -Schon gut.

Null.

-Null… -Du bist ja besessen.

Desiano.

-Wo bringen sie uns hin? -Speranza?

Das bin ich!

Geh.

Sie machen Ihrem Sohn ein großes Geschenk. Sie haben Mut.

Die Leute misstrauen uns.

Die Genossinnen gingen von Haus zu Haus. Sie haben sofort verstanden.

Hör auf damit! Entschuldigung.

Lassen Sie ihn ruhig.

Schau mal her.

-Weißt du, was das ist? -Nein.

Nein? Das ist eine Ehrenmedaille.

Die Deutschen wollten die Sanità-Brücke sprengen,

aber wir haben sie gerettet.

Dafür bekam ich das.

Gute Schuhe wären besser gewesen. Ihre haben Löcher.

Komm. Sehen Sie, wie er ist? Eine Strafe Gottes.

Sicher, dass Sie ihn wollen?

Ich habe nur noch ihn.

-Ich überleg's mir. -Natürlich.

Wohin gehst du?

-Speckschwarte und Ricotta. Nur eine. -Ja, Signora.

Deine Pizza, junger Mann.

Danke schön.

Danke.

Du hast sie ja gehört.

Du bist jetzt groß. Du bist acht.

Die Lage hier…

Wir müssen verstehen…

-Du kennst mich ja. Worte… -Sind nicht deine Stärke.

Ja. Wie siehst du denn aus?

Sie nehmen alle Kinder und stecken sie in einen Zug.

Ja, 200 Kinder.

Zweihundert? Es sind viel mehr. Eure armen Kinder.

Sie arbeiten dann in Amerika.

Du irrst dich. Das sind doch Russen, keine Amerikaner.

Sie hacken ihre Hände und Füße ab und backen sie. Die Armen.

Die Russen, die fressen Kinder.

Mit dem König gäbe es das nicht.

Was redest du da mit? Du hast keine Kinder.

Söhne verkauft man nicht. Dabei geht es um Würde.

Die Kommunisten wollen helfen. Sie wollen uns Hoffnung geben.

Gottlose Leute. Sie wollen die Welt umkrempeln.

Übertreibe nicht so.

Antonietta, verkaufst du deinen Sohn? Das hätte ich von dir nicht erwartet.

Hey. Du kennst meine Geschichte.

Mein Mann musste nach Amerika, um sein Glück zu suchen.

Antonietta, also wirklich, ich bitte dich. Amerika?

Gehen wir.

Die Nonnen.

Du bist doch eine gute Christin, Antonietta.

Du weißt, Gott im Himmel sieht alles.

Kinder gehören nicht ihren Müttern oder Vätern.

Sie sind Kinder Gottes.

Was wollen Sie von mir? Ich habe nichts entschieden.

Verzeihung.

Die Nonnen können sich ihre Predigt sparen.

Wo waren sie, als mein Luigi krank war?

-Schickst du mich wirklich nach Russland? -Russland?

-Erzähl keinen Unsinn. -Ich will nach Amerika, zu meinem Vater.

-Ein toller Mann, dein Vater. -Wann kommt er?

Er wird kommen.

Irgendwann.

Also, hört mir jetzt gut zu, Kinder.

Die Frauen und der Wein, das ist im Grunde dasselbe.

Man dominiert, oder man wird dominiert.

Macht's so wie Capa 'E Fierro, ja? Ihr müsst immer freie Männer bleiben.

-Verstanden? -Ja, Capa 'E Fierro.

Hier.

Da.

-Und die hier? -Geben Sie sie mir!

-Und die? Wer sie fängt, kriegt sie. -Geben Sie sie mir!

-Ich habe sie! -Ich habe sie!

-Guten Abend, Capa 'E Fierro. -Hallo, Don Michele.

-Gesundheit und ein langes Leben. -Ihnen auch, Signora.

Hey, Kleiner, wo ist deine Mama?

-Morgen, Capa 'E Fierro. -Morgen.

Brauchen Sie etwas?

Zwei Säcke.

Hier, bitte.

KAFFEE AUS KOLUMBIEN

Und das hier ist für Ihre Unannehmlichkeiten.

Keine Sorge. Unter dem Bett ist genug Platz.

Und auf dem Bett? Haben Sie da keinen Platz?

-Bekomme ich keinen Kaffee? -Doch, natürlich.

Was ist mit dir? Wann gehst du zu den Sowjets?

-Was geht Sie das an? -Benimm dich.

Ist schon gut.

Sie werden ihm in Sibirien schon Manieren beibringen.

-Geh. Lass uns allein. -Ich habe zu tun.

Dickkopf! Geh, und besorge Lumpen!

Geh schon.

Komm mit vollem Korb zurück.

Her mit Ihnen.

-Wolltest du nicht Kaffee? -Ich will dich, keinen Kaffee.

Du bist ein ganz schlimmer!

Wir sammeln Hemden und Socken, Unterhemden, Küchentücher.

-Alte Laken! Wir nehmen alles. -Wir nehmen alles.

Hätten sie Geld, müsstest du nicht zu den Kommunisten.

Hey, Jungs. Augenblick.

Dieses Jahr nimmt mich mein Vater mit nach Ischia.

Du hast es gut.

-Hi, Solachianiello. -Hi, Amerigo.

Ich erschieße dich!

Wirf es hierher. Hierher.

Ich erschieße dich!

Probiert ruhig, wenn ihr wollt. Zwiebeln. Knoblauch.

Hey, weg das! Fass das nicht an. Verschwinde!

Wie viel kostet das?

Nur das Beste für meine Kunden.

Haut ab! Verzieht euch! Na los! Lasst uns arbeiten! Verschwindet!

Heute nicht. Los.

Hey! Hier gibt's das beste Brot Neapels! Kaufen Sie! Kaufen Sie!

Ackerbohnen, Kichererbsen. Kommt und holt sie euch!

Ein Dieb!

-Wo? -Ein Dieb! Fangt ihn!

Nehmt eure Finger weg! Verschwindet!

Fassen Sie es ruhig an. Weich wie Samt.

Als wäre es Hermelin. Damit werden Sie zur Filmdiva. Alida Valli.

Wunderschön.

Für drei Tiere 250 Lire.

Sie haben mich überzeugt. Eins, bitte.

So. Hier, für Sie.

-Weißt du, was? Ich nehme auch eins. -Sofort. Bitte sehr.

Danke schön.

Vielen Dank, Signora.

Aber das Feuer ist süß

Wenn es ins Herz vordringt Sind sie dunkler…

Amerigo, du musst besser auswählen.

Das hier ist nichts wert.

Wer kann euch vergessen? Augen, die reden

Ohne zu sprechen Ohne zu sprechen

Weg mit den kalten Flossen. Bin ich etwa dein Ofen?

-Ich habe kalte Füße. -Das merke ich.

Hör auf damit.

Ich bringe dich um!

Du, mich? Ich bin viel stärker als du.

Ach, du spinnst doch. Du wirst hier verrecken.

Das schaffst du nie.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Geliebter Schöpfer, das ist alles, was ich dir opfern kann.

Ich bin eine Witwe mit fünf Kindern. Und nur du kannst mir helfen.

Hey, Jungs! Hier wird nicht gespielt.

Habt Respekt vor den Toten.

Los, verschwindet.

Meine geliebten Seelen, bringt mir meinen Sohn zurück.

Er ist Gefangener in Griechenland.

Ich liebe ihn so sehr.

Meine geliebten Seelen…

Was machst du da? Tote zu beklauen, ist eine Sünde.

Tote können sowieso nichts kaufen. Ich behalte es lieber.

Guck mal da. Ein Auge wurde ihm ausgestochen.

Ich glaube, eine Bombe hat ihn getroffen. Der war ein Soldat.

Heilige Scheiße! Verdammt!

Tommasino, wie findest du die Ratte?

Es ist eine Ratte, mehr nicht. Und ganz schön eklig.

Nein. Das ist reines Geld.

Was machst du da?

Eklig.

Hier. Mein Vater bringt mich um, wenn er's sieht.

Danke, Mariuccia. Perfekt.

Was hast du?

Mein Vater steckt mich in den Kommunistenzug.

Und wieso?

Meine Brüder arbeiten im Lager, aber ich bin nutzlos.

Ich kann nicht mal Nudeln aufwärmen.

Geborene Experten gibt es nicht.

-Sie hacken mir die Hände ab. -Die Kommunisten stecken dich in den Ofen.

Keine Sorge, Mariuccia. Wir verdienen Geld mit den gefärbten Ratten,

dann müssen wir nicht in den Zug.

Welche Ratten?

-Diese Ratten. -Ekelhaft.

Hier bekommen Sie Ihre Pelze. Frische, lebende, neue Pelze.

Sie sind am Leben. Mit dem um den Hals sehen Sie nicht so ärmlich aus.

Na los, kaufen Sie. Frische Pelze!

Zwei Tiere für 200 Lire.

-Nein, das ist zu viel. Ich will einen. -Ok.

-Ich gebe euch 100. -Einverstanden.

Für Sie.

Kaufen Sie!

Und machen Sie Ihrer Frau ein Geschenk! Zwei Tiere für 200 Lire.

Mein Gott, es regnet! Lauf!

Pasqualino, starre nicht so in den Regen.

Hilf mir mal. Warum habe ich dich denn mitgenommen?

Aber das ist ja eine Ratte! Ihr dreckigen, kleinen Betrüger! Polizei!

Holt die Polizei.

Holt die Polizei!

Vergesst die Polizei! Wir wollen keine Polizei hier.

Du da, mach den Dreck weg.

Du kommst später dran.

Schatz, gehen wir nach Hause. Die Kinder sind vollkommen durchnässt.

-Komm, gehen wir. -Los.

Ich kenne eure Situation.

-Mama! -Ich weiß nicht, ob's richtig ist.

Wird's ihm gut gehen?

Ja. Sie haben sich richtig entschieden.

Sie sind allein, Antonietta. Sie kommen nicht durch.

Sehen Sie… Da ist er ja. Hallo, Amerigo.

Amerigo.

Was ist los? Amerigo.

Du wirst sehen, der Zug gefällt dir.

Im Norden behandeln sie dich wie einen Sohn, ok?

Sie geben euch immer Essen, Kleidung, neue Schuhe. Ich warte auf dich.

Was meinst du dazu?

Für neue Schuhe gehe ich zu Fuß zu den Kommunisten.

Trockne dich ab. Es ist fertig.

Hier. Ich habe keinen Hunger mehr.

Danke.

Komm, iss.

Setzen Sie sich, Signora.

-Hey. -Entschuldigung.

Schön gerade halten. Ja, so.

Fusco? An den Schreibtisch…

-Ich will nicht weg. -…Nummer vier.

-Wir sind da. -Nächster.

-Hör auf, zu kratzen. -Es juckt, Mama.

Ein bisschen näher zusammen. Ja, so.

-Speranza. Schreibtisch Nummer fünf. -Ja. Gehen wir.

Der Nächste.

Keine Angst. Wir sind hier, um zu helfen.

-Ich will nicht in den Ofen. -Halt die Klappe.

-Schläft er gut durch? -Ja.

Ja? Sind Sie sicher?

Ich habe Körnerkrankheit.

Nehmen Sie ihn bitte. Sehen Sie seine roten Augen?

-Geht sie zur Schule? -Früher. Jetzt arbeitet sie.

Sie kann nicht gut gehen. Sie hat sich beim Laufen verletzt…

Geburtsdatum?

Am 12. Mai 1936, kurz vor Kriegsbeginn. Eine Kugel hat ihren Kopf gestreift.

-Nehmen Sie bitte beide. -Das Mädchen ist zu klein, Signora.

Haben Sie Arbeit?

Die machen seit Kriegsende wieder Männer.

-Der Nachname des Kindes? -Speranza.

-Vorname? -Amerigo.

Alter?

Acht Jahre alt. Acht.

Wohnsitz?

-Wo wohnen Sie? -In Neapel.

-Wo? -Im Spanischen Viertel.

Wann geht er schlafen?

Wenn er müde ist. Lass das.

-Welche Klasse? -Er ist zu dumm für die Schule.

Nein, ich bin nicht dumm.

Ich sollte in die dritte Klasse. Ich kann zehn mal bis zehn zählen.

-Brüder? Schwestern? -Luigi. Er ist tot.

Er war drei. Er hatte Asthma, war in einem Monat tot… Wie nennt man das?

-Bronchialasthma? -Ja. Das darf ihm nicht auch passieren.

Finger weg.

Weint nicht. Macht euch keine Sorgen.

Ihr werdet fett und rund, dass euch eure Mütter nicht wiedererkennen.

-Ok? Keine Angst. -Martina, Antonio, kommt her.

Martina, komm her.

Tommasino, worauf wartest du? Auf die Fähre nach Ischia?

Bereit?

Na los, der Zug wartet auf uns.

Zieh deine Schuhe an.

Ich hab keine Schuhe.

-Keine Schuhe? -Nein.

Los, bringt ihm ein paar Schuhe.

Amerigo, passen sie auch wirklich?

Ja, sie sind perfekt. Sie passen.

-Sind sie nicht zu klein? -Nein. Sie passen genau.

Na gut.

Nicht drängeln. Langsam.

Beeilung. Der Zug fährt ab.

Verkauft eure Kinder nicht. Sie haben euch was vorgelogen.

Sie bringen sie nach Sibirien. Wisst ihr, was sie machen?

Sie kommen in einen großen Topf und machen Seife aus ihnen!

Ja, hört auf sie. Sie sagt die Wahrheit.

-Genau so ist es! -Sie lügt nicht.

Es ist alles wahr!

Stimmen soll das? Nein, tut es nicht. Glaubt ihr nicht.

Es stimmt doch. Es gab Überlebende, die es uns erzählt haben.

Was redest du da? Alles gelogen! Halt die Klappe.

Das sind keine Kinder Gottes, sondern Bestien!

-Bestien. -Hört nicht auf sie. Das stimmt nicht.

Und dickere Kinder

werden sogar aufgefressen!

-Was macht ihr… Nein! Stopp! -Halt die Klappe. Stopp!

-Mama! -Nein.

-Wartet! Macht langsam! -Halt!

Mama!

-Halt! -Amerigo!

Mama.

-Verschwinden Sie. -Ich will Mami!

-Immer dieses Geschwätz. -Ich will Mami!

-Los, verabschiedet euch. Wir müssen los. -Mami!

-Wir müssen los. -Wie elegant du bist.

Die neuen Schuhe sind mir egal. Ich will nicht weg.

Hört nicht auf sie.

Sie werden nicht frieren.

Sie bekommen Essen und Kleidung.

Wie viele wurden uns wegen Körnerkrankheit genommen?

Oder wegen Rheuma oder Cholera?

Bitte denkt doch an sie. Denkt an ihre Zukunft.

Nehmt euren Kindern diese einmalige Chance nicht weg.

Um die Deutschen zu verjagen, holte ich mir ein Gewehr und schoss!

Und ich habe meinen 11-jährigen Neffen Gennarino tot auf dem Boden gefunden,

nachdem er eine Handgranate auf einen deutschen Panzer geworfen hatte.

So etwas will ich nie wieder sehen.

Ich will nie wieder ein sterbendes Kind sehen. Niemals.

Hier geht's um eine andere Schlacht: gegen den Hunger.

Wenn wir Frauen nicht an unsere Kinder denken, tut es keiner.

Ich habe sie genauso lieb wie ihr.

Und ich bringe sie euch zurück. Ich gebe euch mein Ehrenwort!

Los, Schatz. Geh.

Immer schön langsam.

Mama.

Warte.

Hier, für die Reise.

Amerigo, geh. Los, geh schon!

Benimm dich, ok?

Komm bald zurück.

Tommasino! Mariuccia! Wir gehen zusammen auf die Reise.

Ja, zusammen.

Tschüss, Schatz!

Was ist denn jetzt los?

Unsere Geschwister kriegen unsere Jacken.

Und wir?

Die Kommunisten geben uns neue. Sie sind total reich.

Mama!

Ich liebe dich.

TSCHÜSS, MAMA WIR KOMMEN STARK UND GLÜCKLICH ZURÜCK

DIE KINDER VON NEAPEL SAGEN DANKE AN DIE MÜTTER VON MODENA

Amerigo!

Giuseppe!

Amerigo!

Mama!

Ame… Amerigo.

Amerigo…

AUF DIE VÖLKERSOLIDARITÄT

Ich behalte meine Jacke, weil meine Brüder sie nicht brauchen.

Meine Mama hat meine wohl verkauft.

-Die Nummern auf den Jacken! -Wie erkennen sie uns?

Das war Absicht, damit uns keiner findet.

-Was meinst du? -Russen hacken Kindern die Hände ab.

Quatsch. Mama sagte, wir fahren eine Weile in den Norden.

Sie wollten uns überzeugen.

Ich habe Angst vorm Händeabhacken!

-Wir wollen hier raus! -Lasst uns raus!

Was ist denn los? Ruhe.

Was ist los? Hey! Das reicht jetzt. Hört auf, zu schreien.

Die Fahrt ist lang. Benehmt euch.

Ihr macht uns ja verrückt. Setzt euch, und beruhigt euch.

Du, setz dich.

-Gebt mir eure Hände. -Nein!

-Nein! -Habt ihr Angst?

Du. Na komm. Name?

Saporito, Tommaso.

Gib mir die Hand.

-Und du, wie heißt du? -Esposito, Vincenzo.

-Und wie heißt du? -Speranza, Amerigo.

Was machst du mit der Mütze? Lass sie doch endlich mal auf.

Setz dich. Geh an deinen Platz.

Komm weg da von der Tür.

Hey! Es wird eine lange Reise. Macht es euch bequem und seid still.

Kommt, schlaft ein bisschen.

Zum Glück schläft der wenigstens.

Amerigo, du auch.

Zieh die Schuhe aus, und mach's dir bequem. Die Fahrt ist lang.

Nein, danke. Ich fürchte, dass sie jemand stiehlt.

Wer soll sie stehlen?

Kommt her. Schlaft ein bisschen, ja?

-Kommen wir überhaupt mal an? -Ganz bestimmt.

Seht euch die Milch an.

Das ist keine Milch. Das ist Zucker.

Was redet ihr für einen Unsinn?

Das ist gefrorenes Wasser. Wie das von Don Mimi.

Ja, aber ohne die Kirsche obendrauf.

Das ist Schnee.

WILLKOMMEN, KINDER DES SÜDENS MIT DEM VOLK, FÜR DAS VOLK

Willkommen!

NORDEN UND SÜDEN VEREINTES ITALIEN, DANKE, KINDER

TSCHÜSS, MAMA WIR KOMMEN STARK UND GLÜCKLICH ZURÜCK

KEIN NORDEN, KEIN SÜDEN NUR ITALIEN

NORDEN UND SÜDEN ALLE SIND BRÜDER UND SCHWESTERN

Nun kommt schon, Kinderchen.

Esst schon! Ihr werdet hier sicher nicht verhungern.

Hey!

Sie sagt, dass das Essen für euch ist.

Solange ihr hier seid, werdet ihr nie Hunger haben. Esst.

Na, nun kommt schon, es ist für euch, ja

Iss.

Aber was ist denn nur los?

Ihr redet nicht? Hat's euch die Sprache verschlagen?

Aber Signora, da ist aber…

Was?

Was denn?

Schimmel.

Schimmel?

Die wollen uns vergiften.

Die wollen uns vergiften.

Die wollen uns vergiften.

Ruhe!

-Gibt es ein Problem? -Nein, kein Problem.

Schaut mal her. Das hier, das ist kein Schimmel.

Das ist ganz besonders lecker. Das ist nämlich Mortadella.

-Lecker. -Sehr lecker.

Esst nur.

-Ich habe schon was. -Lecker.

-Wer will noch? Nein? -Ich habe schon.

Wirklich? Möchte jemand Milch?

-Es gibt noch mehr. -Lecker.

Los. Stellt ihn dorthin.

Vorsicht, schwer.

Sie warten auf dich.

So ist gut.

-Gib mir deine Hand. -Oh ja, das stimmt.

-Hallo. -Hallo.

-Ich bin Patrizia Ventura. -Die Kleine da.

-Moment. Wir finden sie. Da drüben. -Ok. Danke.

Warte hier.

Bist du Maria?

Nein, habe keine Angst.

Ein schöner Name. Du bist ein hübsches kleines Mädchen.

Gib mir deine Hand.

Du musst keine Angst haben. Schau.

Schau, das ist für dich. Nimm einen.

Gut gemacht. Komm. Gehen wir nach Hause.

Da gibt's alle Süßigkeiten, die du willst. Los.

Komm.

Tommasino, sagen wir, dass wir Brüder sind, dann tun sie uns zusammen.

Amerigo, diese Leute sind aus dem Norden, aber doof sind sie nicht.

Amerigo oder Tommaso?

-Tommaso. -Er ist Tommaso.

-Bist du Tommaso? -Ja.

Ich heiße Libero.

Ich spiele aber kein Fußball.

Komm, gehen wir. Wir müssen noch eine halbe Stunde Auto fahren.

Die Gina hat schon den Tisch gedeckt.

Komm, gehen wir.

Hoffentlich hast du nach so viel Mortadella Hunger.

Komm.

-Nein. Na los. -Hör zu.

-Du musst dich opfern. -Die Rocchis sollten doch kommen.

Ja, aber Agostina bekommt grade ihr Baby.

Wir haben kein Zimmer.

Was tun wir? Ihn dalassen?

Natürlich nicht. Der Arme.

Sonst kann ihn niemand von der Partei aufnehmen. Los.

Bitte.

Hallo.

Ich heiße Derna.

Speranza, Amerigo.

Los, Sohn. Es wird spät.

Bewege dich. Es wird dunkel.

Guter Gott. Es ist kalt hier oben, und du hast keine Jacke.

Zum Glück ist im Wagen eine Decke.

-Tschüss, Amerigo. -Tschüss.

Ja, tschüss.

Ich lebe ganz allein.

Du wolltest wohl eine Familie.

Verstehst du mich?

Ich lebe allein. Du wolltest wohl eine richtige Familie.

Keine Ahnung. Ich wäre lieber zu Hause bei meiner Mama.

Mama!

Das Monster!

Was ist denn los?

Das Monster!

-Beruhige dich. Schon gut. -Wo bin ich denn? Wo…

Ganz ruhig. Wir sind zu Hause. Hast du Durst?

-Ja. -Bitte bleiben Sie, Signora.

-Gehen Sie nicht, Signora! -Ich komme ja. Ich bin hier.

Ich bin ja da.

Ich bin hier.

Hier.

Trink langsam.

War's ein Albtraum?

Können Sie singen?

Nein. Vergiss es. Schlaflieder kenne ich nicht.

Können Sie lesen?

Ja, das kann ich.

Das ist nichts für Kinder. Das ist kein Kinderbuch.

Egal. Lesen Sie, los.

Du wirst schon sehen.

Also…

…"Kurze Geschichte italienischer Gewerkschaften. 1906 wurde

der Allgemeine Arbeitsbund, genannt AAV, gegründet,

der alle Arbeiter in Italien zusammenbrachte.

Seine Struktur war ein Dualsystem.

Vertikal gab es eine Föderation der Gruppen,

und horizontal die Arbeitskammern.

Ziel des Verbandes ist es, die Interessen des Sektors zu vertreten,

während die einzelnen Kammern…"

Was ist passiert? War das eine Bombe?

Das war keine Bombe. Das ist Nebel.

Wir müssen frische Milch holen gehen. Und nenn mich Derna.

Keine Angst. Das ist eine Kuh.

Ich habe keine Angst.

Habt ihr zu Hause keine Tiere?

Nur Ratten. Alle anderen haben wir gegessen. Katzen auch.

So.

Oh. Das ist doch… Sieh dir das an.

Luzios Sachen stehen dir wirklich gut. Stimmt's?

Sieh dich an.

Das ist Amerigo.

Ciao, Amerigo.

Das ist mein Bruder Alcide. Und meine Neffen.

Kommt schon. Sagt, wie ihr heißt.

Ab jetzt sprecht ihr deutlich, damit wir uns verstehen.

Habt ihr gehört? Los.

Ich heiße Rivo.

Und du? Bist du schüchtern? Komm, los.

Das ist Luzio.

Und der kleine Kerl hier ist Nario. Rivo, Luzio und Nario.

Mein Einfall, verstehst du?

Das ist meiner, nicht deiner!

Wie oft noch? "Mein" und "dein" gibt's in diesem Haus nicht.

Wir sagen: "Es gehört denen, die…

Die es?"

"Brauchen!"

Rosa, du erziehst einen Faschisten.

-Ach, Unsinn. -Kleinlich ist er auch.

Los, bewegt euch. Jeder an seine Arbeit.

Du musst wissen, dass sonntags gearbeitet wird.

Sogar am Sonntag arbeiten alle.

Rivo wird es dir zeigen, ok?

Du. Willkommen, Sohn. Na los.

Komm mit.

Geh mit Rivo. Ich gehe zur Partei und komme wieder.

Vor dem Krieg hatten wir drei. Die Deutschen nahmen die anderen.

Sie heißt Marta. Gefällt dir der Name? Ich habe ihn ausgesucht.

Wir kennen uns schon.

Was?

Wir kennen uns schon.

Ah. Sie ist schwanger. Siehst du?

Du kannst näher rangehen. Sie ist lieb. Der Stier ist aber böse.

Du, Nario.

Hallo, Kleiner. Alles ok?

Kleiner Junge.

Dieb! Ich habe dich gesehen!

Sei still. Weine nicht. Sei bitte still.

Sei ruhig. Nicht weinen. Sei still.

Hör mal zu.

Ich sagte Maddalena: "Nein, ich nehme kein Kind auf."

Von Politik und Gewerkschaften verstehe ich etwas, von Kindern nicht.

Nicht deine Stärke.

Was meinst du?

Du kannst nicht mit ihnen. Das sagte ich zu meiner Mutter.

Warum? Wie ist deine Mutter?

Sie ist wunderschön, die schönste Frau von Neapel.

Männer schauen ihr nach, aber sie achtet nicht darauf.

Sie schläft nur mit mir.

Ein Mann wie du, die Glückliche.

Sie sagt aber, ich bin eine Strafe Gottes.

Komm, setz dich.

Schau mal. Groß, was?

-Geht ihr Holz holen? -Ja.

Sehr gut.

Warum trägt Derna Schwarz wie alte Frauen?

-Weil sie noch an Lupo denkt. -Wer ist das?

Lupo war ein Partisanen-Held.

Er jagte die Kolonne der Deutschen in Cavazzona in die Luft.

Er hielt sich im Wald versteckt, aber als er mal aus den Bergen kam,

um seine Oma zu besuchen, schnappten ihn die Faschisten.

Sie fesselten ihn an einem Wagen.

Sie schleiften ihn durch das Dorf.

Er gebrüllt wie ein Tier.

Tante Derna denkt noch an ihn.

Hey, wo willst du hin?

Amerigo, komm her. Ich zeige dir, wie man Brot backt. Komm.

-Hallo, Amerigo! -Komm!

-Los, komm. -Schau dir den Ofen an.

-Komm schon. -Komm, Amerigo.

-Was hat er denn? -Amerigo!

-Amerigo! -Gefällt er dir nicht?

-Amerigo. -Er hat Angst.

Ich will nicht in den Ofen. Sie haben doch recht gehabt.

Amerigo!

Amerigo!

Was machst du hier?

Ich will nicht in den Ofen.

In den Ofen?

Was hat man euch erzählt?

Na los, komm mit, Sohn. Gehen wir nach Hause.

Beruhige dich.

Neapel ist Zuhause.

Komm mit.

Wenn der Weizen gewachsen ist und das Feld ganz gelb wird,

dann fährst du wieder nach Hause nach Neapel. Ok?

Wie lange dauert das?

Nicht lange. Du wirst sehen, die Zeit verfliegt.

Vorsicht, es geht kaputt. Wie ein Bajonett.

Ich trage keine Mädchensachen.

Alle tragen Kittel. In der Schule gibt's kein Arm und Reich.

-Ich will nicht zur Schule. -Warte. Luzio ist da.

-Freust du dich nicht? Hi, Luzio. -Hi.

Luzio ist mir ganz egal.

Schluss. Ab in die Schule.

Ich will aber nicht.

Weißt du etwa schon alles?

Ja.

Benvenuti und Speranza, was soll das?

-Signo… -Ruhe, sonst gehst du raus.

Deine Schuld, Benvenuti. Speranza ist neu.

Also, Kinder, der Krieg ist vorüber.

Wir sind in der Schule. Konzentriert euch. Gerade sitzen.

Hier wird kein Brot gegessen. Leg es weg. Nicht auf dem Tisch schlafen.

-Hör auf! -Sitz gerade. Wach auf.

Hier wird nicht in der Nase gebohrt, um Freunden damit Streiche zu spielen.

Also, wer kann mir sagen, was zwei mal sieben macht?

Speranza.

Zwei mal sieben macht 14.

Gut, Speranza. Hast du das Einmaleins zu Hause durchgenommen?

Nein. Ich habe in Neapel Schuhe in Paaren gezählt.

Gehen wir. Langsam.

Wir sehen uns nach der Pause. Langsam.

Riecht ihr auch den Fischgeruch?

Bäh. Es stinkt nach Fisch.

Neapel, bist du derjenige, der nach Fisch stinkt?

Er stinkt nach Fisch.

Halt die Klappe. Du heißt Benito, du Faschist!

Egal. Schwamm drüber. Gehen wir in den Park.

Danke.

Du stinkst aber wirklich nach Fisch.

Hier. Linierte und karierte Hefte und Buntstifte.

Danke.

So etwas hatte ich noch nie. Da ist ja sogar ein gelber dabei.

Du brauchst aber noch einen Anspitzer.

Das geht auch mit dem Messer.

Mit dem Obstmesser.

Brauchst du noch etwas?

Ja.

In der Schule sagen sie, dass ich stinke.

In deiner Klasse sind alle dumm. Höre nicht auf sie.

"Jede Eichel denkt, sie wird eine Eiche,

aber die meisten werden Schweinefutter", sagt Gramsci.

-Mehr heißes Wasser? -Nein. Ich bin fertig.

-Hier. -Mir ist kalt.

Ich friere trotzdem.

-Besser so? -Ja.

Die Mortadella klaute ich. Schickt mich nicht weg.

Bei uns gibt's keine Diebe.

Hast du gehört?

Hörst du die verstimmte A-Saite?

-Ciao, Luzio. -Ciao.

Siehst du hier? Das sind "Feinstimmer".

Die Saiten strafft man, indem man den kleinen Stift im Uhrzeigersinn dreht.

Ruhe, Luzio. Wir hören nichts.

Los.

Da. Hörst du den Unterschied?

Musik ist schön. Sie hat die Macht von tausend Gedanken.

Meinst du? Mein Vater war Schreiner.

Aber Musik war seine Leidenschaft. Die hat er mir vermacht.

Aber diesen Dickköpfen ist das egal.

Ich mag keine Musik.

Komm, versuche es mal.

Halte sie so. Gut. Kinn auf die Kinnstütze.

Nimm den Bogen, wie ich's dir gezeigt habe. So.

-Guten Morgen, Alcide. Ciao, Luzio. -Ciao.

Ich hole meinen Stuhl ab.

Hallo, Signora Daniela. Da haben Sie ihn, so gut wie neu.

Ach, die armen Kinder.

Sie mussten den langen Weg hierher machen,

und nach den Ferien kehren sie in ihr Elend zurück.

-Ja, stimmt. -Was schulde ich dir?

Kein Problem. Zahle ein andermal.

Es ist nicht leicht. Ihr seid großzügig. Ihr habt ja schon drei Kinder.

Nein!

Tja, wenigstens kannst du ja einen Beruf erlernen.

Willst du auch Instrumente reparieren, wenn du groß bist?

Nein. Ich will Instrumente spielen.

-Spielen will er. -Spielen.

Gut, Benvenuti. Schreibe an die Tafel, was man beim Metzger einkauft.

METZGER?

Benvenuti, was sind "sussese"?

Kinder, bitte! In der Schule reden wir richtig.

Würstchen sind "salsicce".

Schreibt: "salsic…"

Da das so lustig ist, was kaufst du beim "macellaio"?

Beim "macellaio"?

Kinder, Ruhe, bitte.

"Macellaio" ist ein Metzger, wo man Fleisch kauft, Speranza.

Ah, ein Chianchiere.

Was ist ein Chianchiere?

Ein Chianchiere?

Beim Metzger kann man 'o pere e 'o musso kaufen.

Operemus? Hast du Latein etwa gelernt, Speranza?

Das könnte Latein sein, denn 'o pere e 'o musso ist eine alte Delikatesse.

Und auf Italienisch?

'O pere ist der Fuß, 'o musso ist die Schnauze.

Eklig.

-Eklig. -Kinder, bitte. Seid leise.

Morgen, Hr. Rektor.

Das ist Rossana Palma. Sie ist aus Neapel. Seid bitte nett zu ihr.

Natürlich, Hr. Rektor. Danke. Auf Wiedersehen.

-Auf Wiedersehen. -Cantarelli, setz dich neben Speranza.

Rossana, setze dich bitte auf Cantarellis alten Platz.

Benvenuti, du sitzt neben Rossana, damit du und Speranza Ruhe gebt.

Würstchen, also. Was kauft man beim macellaio? Salsicce".

Auf Italienisch sagen wir:

Salsicce.

Sehr gut.

Im Namen der Partei freuen wir uns, dass Sie bereit sind, Rossana aufzunehmen.

Ich hoffe nur, ihr Kommunisten

wollt diesen normalen christlichen Akt nicht missbrauchen.

Unser Papst mag diese Kinderverschickungen ganz und gar nicht.

Kommt. Essen ist fertig.

-Los. Amerigo, du sitzt heute hier. -Wir essen.

Ich wusste nicht, dass du so gut kochst.

Rosa machte die Tortelloni, ich die Brühe.

Derna ist eine gute Gewerkschafterin, die kocht.

Wirklich?

Setz dich, Rossana.

Ich brauche keine Wohltätigkeit. Ich will sie nicht.

Das ist keine Wohltätigkeit. Wir mögen dich.

Meinen Eltern sollen mich mögen, nicht ihr.

Lasst sie in Ruhe. Ich rede später mit ihr. Kommt.

"Die Hitze wurde inzwischen so stark, dass…"

Macht ihr das aus Wohltätigkeit?

Nein, Amerigo. Nein.

Los. Schlafenszeit.

Der Weizen ist noch grün, oder?

Ja. Wir haben noch ein bisschen Zeit. Er muss noch wachsen.

-Gute Nacht. -Gute Nacht.

Luzio, lass die Henne in Ruhe.

-Es gibt jetzt Kuchen. -Kuchen!

-Komm her. Sieh dir den Kuchen an. -Oh! Braver Junge.

Zum Geburtstag viel Glück

Zum Geburtstag, Amerigo

Zum Geburtstag viel Glück

Hoch soll er leben! Ein Hoch auf dich!

Das hier ist für dich.

Los. Pack aus, bevor's dunkel wird.

Vorsicht, Luzio!

Komm und setz dich.

Dein Geburtstag war schon. Heute ist Amerigo dran.

-Gefällt sie dir? Alcide hat sie gemacht. -Genau, mit diesen Händchen.

Ist die für mich? Nur für mich?

Natürlich für dich, Sohn.

Hat er wirklich eine Geige bekommen?

Also, Derna, du?

Weißt du, was? Ich gebe dir Unterricht. Reiche mir die Geige.

Hier.

Aber passe gut darauf auf, und habe sie immer bei dir,

denn das ist eine besondere Geige. Das ist nämlich deine Geige. Sieh mal.

-"Amerigo Speranza". -Genau.

-Los. Essen wir jetzt den Kuchen? -Ja!

Nein. Wartet. Es gibt noch eine Überraschung für Amerigo.

Der kam aus Neapel.

Amerigo. Mach schon.

Lies vor, was deine Mutter sagt. Wir sind neugierig.

-Er will ihn allein lesen. -Kein Problem.

Wer will Kuchen?

-Ich! -Dann gebt mir mal eure Teller.

Ich!

"Lieber Amerigo, ich konnte dir nicht früher schreiben,

weil ich viel zu tun hatte und mich geschämt habe,

Maddalena um Hilfe zu bitten.

Alle Frauen in unserer Straße

sind dankbar, dass sie jetzt Kommunistinnen sind.

Es freut mich, dass du gut isst. Capa 'E Fierro wurde eingesperrt."

Capa 'E Fierro ist im Knast. Das freut mich. Er ist weg.

Sie erwähnt dich auch.

Sie sagte, du musst wohl Pech haben, denn von allen Kindern, die fort sind,

hast du ausgerechnet mich abgekriegt. Ich bin ja eine Strafe Gottes.

Du bist echt gut.

Wirklich gut. Du spielst wohl nicht zum ersten Mal?

Doch, ich spiele zum ersten Mal Geige.

Dein Papa oder deine Mama haben dir sicher was über Musik beigebracht.

Papa ist in Amerika. Zumindest sagt das Mama.

Und deine Mama?

Meine Mama singt wunderbar.

Dann hast du das von ihr, dein gutes Gehör.

Das merkt man. Deine Mutter hat's dir beigebracht.

Klar. Mama brachte mir bei, Kippen zu drehen.

Wie bitte?

Wie man Zigaretten macht.

Los. Spiel weiter.

Aber denk dran, Amerigo, du musst jeden Tag üben.

Jeden Tag, ok?

Das Problem ist, dass sie denken, wir hocken stillschweigend zu Hause.

-Und nur die Männer arbeiten. -Genau.

Wir haben im Krieg sogar in der Fabrik gearbeitet.

Immer dasselbe. Wenn die Männer zurückkommen, zählt unsere Arbeit nicht.

Aber die Gewerkschaft muss Frauen auch ohne Krieg vertreten.

Genau.

-Gerade jetzt. -Moment.

-Aber wir können nicht… -Wir müssen…

Amerigo!

Und was nun?

Wir haben Mitgliedschaften gesammelt, Petitionen rumgeschickt...

Ich glaube, du hast für heute genug geübt.

Alcide sagte, ich muss immer üben, jeden Tag.

Du wirst ja besser, aber ich habe eine Besprechung.

-Einheit ist Stärke. -Ja, Einheit ist zwar Stärke, aber…

Ja, ich habe schon Mitgliedsanträge.

-Ciao, Amerigo. -Ciao.

Aber wir können nicht…

Nein. Wichtig ist, dass sie kommen und von ihrer Arbeit sprechen.

-Ja. -Sie sollen auf der Bühne sprechen.

Ja, genau. Auf der Bühne.

-Schreib. -Also, wer?

-Los. -Gut. Albertina Manotti.

-Albertina… -Dann…

Cesarina Sartor.

Anna Maria Girone.

Federica Schiatti.

Girone und Fausto hatten eine Affäre.

Natürlich.

-Das war sie. -Ja, stimmt.

Und Edda auch.

-Edda auch? Kann nicht sein. -Doch.

-Geht Fausto mit allen? -Schreib.

-Edda kommt dann auch. -Los.

TAG DER ARBEIT

KOMMUNISTISCHE PARTEI ITALIENS

Bravo!

Nimm das, und sieh dich um.

Los. Geht spielen. Rivo, pass auf deinen Bruder auf.

-Luzio, sei brav, ok? -Ja.

EIN HOCH AUF DEN 1. MAI TAG DER ARBEIT

-Komm, tanze mit uns. -Nein.

Komm schon.

EINHEIT

-Das steht hier. -Ich hab's gesehen. Am 10. Mai…

Amerigo Speranza!

Tommasino! Schon lange nicht gesehen.

-Du bist es wirklich. -Ja.

Wow, du siehst toll aus. Du siehst aus wie ein Filmschauspieler.

Du siehst aber auch gut aus.

Bist du jetzt Kommunist?

Ja.

-Hast du Mariuccia gesehen? -Wo ist sie denn?

Komm mit.

Du kriegst meinen Stock nicht!

Dann hole ich ihn mir, du Esel! Du kriegst es doppelt und dreifach.

Mariuccia, bist du's wirklich?

Amerigo. Tommasino.

Wie geht's?

Schon lange her. Wie geht's?

Mama, Papa, meine Freunde aus dem Süden.

-Hallo. -Hallo.

Ein sehr hübsches Trio.

Haben sie deine Zunge rausgeschnitten und dir eine aus dem Norden verpasst?

Kommt mit.

Geh mit, Mariuccia.

Du bist dran, los.

Ja, noch einen.

-Ja. -Beeile dich. Gilda kommt.

Luzio, Rossana, das sind meine Freunde aus dem Süden.

-Ich bin Tommasino. -Ich bin Maria.

Kinder, hier stehen Leute in der Schlange. Spielt woanders.

-Danke. -Gern geschehen.

Rossana ist auch aus Neapel. Sie kam im Zug nach uns.

Sie geht in meine Klasse.

Ja, aber sie ist anders. Du bist nicht wie sie.

Ich will weg. Sie können mich nicht hierbehalten.

Da. Sie ist anders.

Sie können dich ja nicht zwingen. Meinetwegen kannst du aber bleiben.

Wieso kannst du nicht zurück zu deiner Mutter?

Sie will dich wahrscheinlich auch nicht. Deswegen bist du hier.

-Das stimmt nicht. -Niemand will dich!

Klappe!

Hör auf, Benvenuti!

Lass ihn los!

-Es reicht! -Hört auf.

Schluss damit! Auseinander!

-Hört auf! Schluss. Das macht man nicht. -Hört damit auf.

Was macht ihr denn?

-Benehmt euch. -Was soll das?

Die Arbeiterinnen gehen auf die Bühne, aber reden darf nur, wer Ahnung hat.

Die Redner stehen ja schon fest…

Frauen verstehen von Politik genauso viel.

Wir haben auch mehr gegen Faschisten angekämpft.

Wir ernährten Soldaten, nähten Zivilkleidung, haben geschossen.

Manche von uns haben Ehrenmedaillen.

Was willst du? Eine Medaille für Spruchbänder?

Wer die Partei mit dir teilt, verdient eins.

Hau ab.

Verziehe dich.

Meine Mama hätte den Drecksack gleich zweimal zurückgeschlagen.

Ich habe vor nichts Angst. Im Krieg habe ich alles getan.

-Ja, ja. -Echt!

Keine Ahnung, warum ich bei ihm nicht…

-Nächstes Mal schlägst du zu. -Ja.

Wie ich bei Luzio. Ich habe ihm eine Lektion erteilt.

-Warum? Was hast du gemacht? -Nichts.

Meine Geduld hat Grenzen.

Hieß dein Freund wirklich Lupo?

Er wurde Lupo genannt.

Aber er hieß Giacomo.

Tut mir leid…

Genug.

Iss jetzt.

Sie wollte auf die Toilette und kam nicht zurück. Es tut mir leid.

Macht euch keine Sorgen. Gehen wir zurück in die Klasse. Los.

Los.

Luzio, wo ist Rossana? Was ist los?

Rossana!

Rivo, wir müssen überall suchen!

Bis wir sie finden!

Rossana!

Komm zurück nach Hause!

Rossana!

Rossana!

Luzio, was ist denn?

Komm runter.

-Was gibt's? -Rossana ist tot. Ich bin schuld.

Ich sagte ihr, wo sie hinsoll. Ich bin schuld.

Wovon redest du?

Sie wollte weg,

da erzählte ich ihr von den Bahngleisen hinter dem Hof,

dass sie da nach Modena gehen kann.

Spinnst du?

Sobald der Zug pfeift, springen wir in den Graben.

Wenn wir's noch schaffen.

Rossana!

Rossana!

Rossana? Bist du das?

Alles ok?

Ja.

Komm. Komm mit nach Hause.

Alle suchen nach dir. Komm schon.

Nein, ich bleibe hier. Da liegt ein Toter.

Was sagst du da? Wo denn?

Keine Angst. Ihr bleibt hier. Ich sehe mal nach.

Was hast du gefunden? Was ist da?

Das ist nur ein totes Tier.

Folgt mir. Wir gehen um das tote Tier herum.

Schaut nicht hin, ok? Nicht hinschauen.

Was hast du getan?

Ich steckte ihm eine Münze ins Auge.

Das machen die Frauen auf dem Totenkopf-Friedhof.

So gedenken sie ihrer Toten.

Das stärkt sie, um weiterzuleben.

Luzio!

Luzio! Wo bist du? Luzio!

Luzio!

Amerigo!

Wo steckst du?

Amerigo!

Amerigo!

Hole mich doch.

-Amerigo. Luzio, kommt her. -Los.

Warte.

Das sind die Tortellini von Rosa für dich.

Und Brote mit Mortadella für unterwegs.

Die Salami kannst du dann mit deiner Mutter essen.

Deine Bücher, deine Geige, deine Kleidung, alles ist da.

Ich schreibe dir.

Schreib zurück, wenn du willst, ok?

Ok.

Komm, Sohn. Du fährst wieder nach Hause zu deiner Mama, in deine Stadt.

-Freust du dich nicht? -Doch.

Los. Sie warten auf dich.

Freust du dich auf deine Mama?

Sehr. Und du? Freust du dich, mich loszuwerden?

Klar doch. Aber du kommst wieder, oder?

-Natürlich kommt er zurück. -Ja.

Fang mich.

Nein, Luzio. Los, es reicht. Nein. Stopp.

-Hab dich! Jetzt fängst du mich. -Schluss.

Amerigo!

Zum Glück. Ich dachte schon, du bleibst.

Tommasino!

Vergiss nicht, Sohn: Spiel weiter, denn du hast Talent.

Und besuche uns mal, ok?

Ja.

-Ciao, Schatz. -Ciao.

Ok, also…

Ciao, Schatz.

Ciao.

Ciao.

Benimm dich.

Hey. Du wusstest doch, dass er irgendwann wieder zurückfahren würde.

Ja, das wusste ich schon, aber…

So ist das. Wir haben es gewusst.

Gut so. Esst nur. Wollt ihr noch etwas anderes?

Das ist von meiner Mama vom Norden.

Das ist Fahrgeld, damit ich kommen kann, wann ich will.

Warum bist du traurig? Sei nicht so…

Bin gleich zurück.

Neapel Mergellina. Neapel, Piazza Garibaldi.

Vorsicht an der Bahnsteigkante.

ELEKTRO- UND GASSCHMELZSCHWEISSEN PREISWERT

Mama.

Bist du müde, Amerigo? War die Reise lang?

Sehr lang. Ich dachte, wir kommen nie an.

Sie haben mir viele Sachen mitgegeben, sogar eine Salami.

Sie nannten ein neues Kalb nach mir.

Ja, weil ein Viech wohl nicht genug war.

Jetzt gibt's zwei, die so heißen.

Capa 'E Fierro und Familie zogen nach Afragola.

Jetzt sind wir allein.

Hast du Hunger?

Derna gab mir ein Brot mit Rosa Salami.

Hier, sehr lecker. Sie heißt: "Mortadella".

Was ist das?

Mama, das ist eine Geige.

Oh. Haben sie dich im Norden zum Maestro gemacht?

-Da steht mein Name. -Ich kann nicht lesen.

Ich spiele dir etwas vor.

Hör mal zu. Wir haben hier keine Zeit für so ein Zeug.

Ich sprach mit dem Schuster. Du wirst in seinem Laden arbeiten.

Du erlernst einen Beruf. Wenn du gut bist, wirst du bezahlt.

Das will ich nicht.

-Nein! -Amerigo, du brauchst sie nicht mehr.

Wo sind deine Manieren? Du begrüßt mich ja gar nicht.

Antonietta, willst du ihn ganz für sich behalten?

Darf er mitkommen?

Mal sehen, ob er noch Zwiebelomelette machen kann.

Er hat's vergessen. Glauben Sie mir.

Er hat alles vergessen, auch seine Mama.

Ach was, Antonietta. Er ist ein Kind. Das vergeht.

Mütter vergisst man nie.

Erst schickt sie mich dorthin, dann wird sie sauer.

Ich will dahin, wo sie mich lieb haben und sich um mich kümmern.

Meine Mama liebt mich nicht mehr.

Junge, deine Mutter wurde nie geliebt. Darum weiß sie nicht, wie's geht.

Sie hat dich lange umsorgt.

Jetzt bist du groß. Du musst ihr helfen.

Verstanden?

Komm. Wir schneiden jetzt Zwiebeln klein. Wir müssen die Puffer machen.

Komm her.

Meine Mama holt alle zwei Wochen ein Päckchen bei Maddalena ab.

Sie schicken uns nämlich Käse, Gemüse, viele Sachen.

Meine Mutter vom Norden hat Kartoffelkuchen geschickt.

Da war Rosa Salami drin. Meine Mutter vom Süden liebt sie.

Die Marmeladengläser sind leider kaputtgegangen.

Und du kriegst nichts?

Mach dich nicht verrückt. Das kommt bestimmt bald alles an.

Drei Monate schon. Sie haben mich vergessen.

Danke.

Iss. Du hast den ganzen Tag gearbeitet.

Ohne zu sprechen…

Was hat der Schuster gesagt? Ist er zufrieden?

Bringt er dir was bei?

Ja. Hast du bei Maddalena gefragt, ob sie mir geschrieben haben?

Ich hab's dir schon gesagt, Amerigo. Da ist nichts.

Ab wann wird er dich bezahlen?

Amerigo, wann bezahlt er dich?

Wann warst du da?

Schluss! Wie gesagt, da ist nichts.

Geh nach Hause, Ameri. Ist schon spät.

Wie ist der Norden, Amerigo?

Die machen kein Theater und hören zu, wenn man redet.

Mariuccia wollte gar nicht zurückkommen.

Da hatte sie recht.

Wo ist sie?

Sie muss hier irgendwo sein.

Am Tag der Arbeit im Mai erschossen vier sizilianische Banditen

elf Bauern in Portella della Ginestra.

Die Linken wurden aus der Regierung verjagt.

Das war der Beginn eines neuen Krieges.

Wir hatten also nur zwei Jahre Frieden in Italien…

KOMMUNISTISCHE PARTEI ITALIENS

Amerigo.

Entschuldigt mich.

Amerigo, ich erwarte dich schon.

Ich dachte, dir wäre was passiert. Das passte nicht zu dir.

Die Leute haben dich versorgt, haben sich um dich gekümmert.

Wie einen Sohn nahmen sie dich auf. Da muss man doch antworten.

Deine Mutter sagte, du würdest alles abholen kommen.

Ich wartete, aber… Wo ist sie denn?

Ach, hier.

Hier.

Es kamen auch Pakete voller Essen,

aber ich gab sie an Leute, die sie nötig brauchten,

damit sie nicht verschimmeln.

Was ist los?

Hey.

Hat deine Mutter nichts gesagt?

Schon gut. Das ist doch nicht schlimm.

Setz dich da drüben hin, ok?

Warte auf mich. Nach der Besprechung schreiben wir einen schönen Brief.

Wir können sagen, es gab Probleme bei der Post,

aber dass alles angekommen ist, ok?

Amerigo.

Amerigo.

Was machst du da?

Bist du krank?

Wo ist meine Geige?

Ich will wissen, wo sie ist.

Geigen sind für Reiche.

Das war meine! Wo ist sie?

Sie ist im Pfandhaus.

Mit dem Geld kaufte ich Essen und neue Schuhe für dich.

Der Rest wird für alle Fälle gespart.

Wer weiß, was uns zustößt?

Du musst aufhören, zu träumen. Dein Leben ist hier.

Du bist geistig abwesend. Willst du auch krank werden?

Ich mache das für dich.

Du bist eine Lügnerin!

Wo willst du hin?

Fährt der Zug jetzt ab?

Natürlich. Wo ist deine Mutter?

Da hinten.

Danke.

Hier, Schatz. Setz dich.

Du sitzt da. Sei brav, ok?

Versuche, dich zu erholen.

-Gleich geht's los. Freust du dich? -Ja.

Bist du allein? Wo fährst du hin?

Zu meiner Tante nach Modena.

Ich kann nicht lesen.

Da steht, dass ich bei ihr wohnen soll.

Wo ist deine Mama?

Sie ist tot.

Der Zug fährt gleich ab.

Hast du die Pfeife gehört?

Wir fahren los, Schatz.

PFANDHAUS NEAPEL ANTONIETTA SPERANZA

GEIGE - 30 LIRE - EINGELÖST

Als du weggelaufen bist, hat mich diese Frau kontaktiert.

Ich sagte ihr, sie könne dich behalten, wenn sie wollte.

Sonst sollte sie dich zurückschicken.

Ich habe auf dich gewartet. Ich hatte nur dich.

Ist dir kalt?

Amerigo, als du weggelaufen bist, hätte ich…

Wo kommst du her?

…dich holen können.

Ich hatte deine Adresse.

Habe ich aber nicht.

Wer loslässt, liebt manchmal mehr…

Komm her.

…als die, die festhalten.

Deine Augen, so schön

Leuchten heller als die Sterne

Sie sind dunkler als die Finsternis

Sie sind wie zwei Seufzer

Jeder Seufzer brennt

Aber ihr Feuer ist süß

Sobald es das Herz erreicht

Bleibt es für immer dort

EIN ZUG VOLLER HOFFNUNG

NACH DEM ROMAN "EIN ZUG VOLLER HOFFNUNG" VON VIOLA ARDONE

WIR SIND DIE KINDER DES SÜDENS DIE SOLIDARITÄT UND LIEBE DER EMILIANER

ZEIGEN UNS, DASS ES KEINEN NORDEN UND SÜDEN GIBT. ES GIBT NUR ITALIEN

Untertitel von: Magnus Stanke

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