All language subtitles for Peter.Alexander.1961.Die.Abenteuer.des.Grafen.Bobby

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Original subtitles

(romantische Walzermusik)

(Instrumentalversion "Pigalle, Pigalle")

(romantische Walzermusik)

(fröhliche Musik)

(Hupe)

Ja, ja! Schon wieder so ein Bus von diesem Cosmos-Reisebüro.

Diesen Herrn Eisenbauer würde ich am liebsten auf den Mond schießen.

Der kommt bestimmt wieder lebendig zurück!

Nein, ich würde ihn nämlich in eine amerikanische Rakete stecken.

Sei froh, dass wir diesen Mann haben.

Ohne seine Touristen wären wir längst verhungert.

(Hupe) Ja, ja, ich komm ja schon!

Bitte geh jetzt hinunter und zeig den Leuten die historischen Räume.

Ja, Tante.

Aber sprich nicht dauernd vom Hochadel. Es könnten auch Sozialisten dabei sein.

Jetzt kommt wieder diese schreckliche Führung und ich muss den Trottel spielen.

Das erwartet man von einem Grafen, Bobby.

Ich weiß, Adel verpflichtet. Ich geh jetzt und schmeiß mich ins Kostüm.

Und wenn du zurückkommst...

Hast du was gesagt, Tante?

Ich glaub, ich bekomme wieder meine Influenza.

Ich bitte dich, sag Schnupfen, das klingt billiger.

(höfische Musik)

Graf Bobby Pinelski!

(amerik. Akzent) Der Graf Bobby soll noch viel origineller sein als der ganze Schloss.

Aber hoffentlich jünger!

Grüß Gott, küss die Hände, besonders den allerwertesten

Damen! Darf ich bitten...

(höfische Musik)

Hier in diesem Zimmer, meine sehr verehrten Damen und... ja,

erblickte ich als ganz kleines Kind das Licht der Welt.

(Frauen murmeln) Übrigens mutterseelenallein, denn meine Frau Mama war zur Kur.

Hier ist die historische Wanne, in der ich als Kind immer zu heiß gebadet wurde.

In Eselsmilch, na ja, das merken Sie ja an mir...

Dieser schwarze Fleck ist die historische Stelle,

an der mich meine Amme mit dem Kopf aufs Steinpflaster fallen ließ.

Es wird heute deswegen noch "Kopfsteinpflaster" genannt.

Inzwischen haben wir einen Parkettboden.

Wegen der historischen Ereignisse heißt dieses Zimmer auch...

- Graf-Bobby-Zimmer? - Nein, Maria-Stuart-Zimmer.

Denn hier wurde die berühmte schottische Königin ermordet.

- Hier? - Nein... Ja. Beinahe ermordet.

Die Verschwörer lauerten schon auf sie,

aber sie konnte sich im letzten Moment retten, weil sie in Schottland blieb.

Wahrscheinlich war ihr als Schottin die Reise zu teuer.

Was haben wir noch? Ja, das ist noch interessant.

Das ist der Helm von Kunibert, dem Kühnen.

Er pflegte ihn öfters so zu halten.

Und wenn er an diesem Hahn drehte, floss eine rote Flüssigkeit heraus.

- O, Blut? - Nein, Burgunder.

Dieser Trakt des Schlosses war früher eine Mühle,

die einem Müller namens Klaps gehörte.

Der Volksmund nennt sie heute noch "Klapsmühle".

Das ist der Zahnstocher von Jaromir, dem Jähzornigen.

Bitte, meine Herrschaften, folgen Sie mir jetzt in den Ahnensaal.

Meine Herrschaften, was Sie hier sehen, ist nichts weiter

als ein Familienalbum in Großformat.

Darf ich bekannt machen: Graf Robby, der Bekloppte.

Graf Dobby, der Beklopptere.

Und hier Graf Mobby, der Schreckliche.

- Wieso schrecklich? - Der war schrecklich bekloppt.

Und da bei Graf Kuno das Nämliche.

Und da Graf Bruno, der Dämliche.

Bitte, kommen Sie weiter, haben Sie keine Angst.

Das ist Graf Snobby, der Knieweiche.

Das ist nix.

Und da Graf Bobby, der Witzreiche.

Der Erfinder der weltberühmten Graf-Bobby-Witze.

Mein Name ist Eisenbauer. Ich bin Direktor der Cosmos-Reisen AG.

Mrs. Piper, ich heiße Sie in Wien herzlichst willkommen!

(amerik. Akzent) Danke, Mr. Eisenbauer, ich bin glücklich, wieder in Wien zu sein.

Ich auch. Ich bin glücklich, dass ich Ihnen dienlich sein darf.

Ich habe selbst Ihre Reiseroute zusammengestellt.

Alles ausgearbeitet, bis in die kleinste Kleinigkeit.

Ihre Europareise wird einer Millionärin würdig sein.

- Milliardärin. - Verzeihen Sie die kleine Untertreibung.

Das sind nämlich wir:

Meine Mutter war eine geborene Blackwell.

Ich hoffe, Sie rauchen auch nur Blackwell-Zigarren.

Natürlich. Ab jetzt ganz bestimmt.

(Telefon klingelt)

- Telefon. - Soll ich? - Natürlich. - Bitteschön.

Hallo? Bitte Apartment 310-312.

Mrs. Piper wird aus Chicago verlangt.

Hallo Chicago? One moment, please.

(amerik. Akzent) Können Sie mir sagen, wann Mrs. Piper aus Chicago angekommen ist?

- Vor etwa 10 Minuten, mein Herr. - Aha. Mit Ihrer Tochter? - Ja.

Und Herr Eisenbauer vom Reisebüro Cosmos.

So? Das ist schön. Dankeschön.

- Chicago kommt gleich. Bitteschön! - Danke!

O, pardon!

- Hello? - Das ist wahrscheinlich Daddy, er will wissen, wie der Flug war.

Wenn er so liebevoll wäre, hätte ich mich nicht von ihm scheiden lassen.

Außerdem weiß er nicht, wo wir sind. Das habe ich ihm verschwiegen.

(pfiffige Musik)

- (österr. Dialekt) Ich bin der Josef Powidel. - O...

- How do you do? - Ich dachte, Sie heißen Schlippery.

Ja, Slippery, so heiß ich auch.

- Weil, Sie haben gesagt "how..."? - How do you do.

- So sagt man bei uns "Wie geht es Ihnen?" - Ja, danke, mir geht's gut. - Fein.

- Der Harry, der was mein Bruder ist, hat mir dieses Telegramm aus Chica... - Psst.

- Müssen Sie so laut sein? - Nein, muss ich nicht.

- Dann setzen Sie sich hin. - Bin so frei.

- Wir sollen zusammen ein Ding drehen. - Also bitte, was für Wörter!

Ich habe mir gleich, wie das Telegramm von Harry, der was mein Bruder ist, kam,

einen Sauerstoff-Schweißapparat gekauft.

Ja, den können Sie zu Hause lassen, Ihren Schwitzapparat.

Sie sind mir als nur Einheimischer für gewisse Hilfeleistungen zugeteilt worden.

Wir sollen hier eine Dame und ihre Tochter beobachten.

- Sonst nichts? - Tut mir leid, mit mehr kann ich Ihnen nicht dienen.

- Ist sie wenigstens hübsch? - Das weiß ich nicht.

Das interessiert mich auch nicht, ich tue nur meine Pflicht.

Man rief mich in Nizza im Urlaub an und beorderte mich hierher.

Ich weiß nur, dass die Dame Mrs. Piper heißt,

dass sie seit einer Viertelstunde in diesem Hotel wohnt

und dass ein Mr. Eisenbauer sie betreut.

Eisenbauer? Vom Reisebüro Cosmos? Der Josef kennt ihn.

- Sagen Sie, wer ist dieser Josef? - Ich.

Alle Leute sagen Josef zu mir. Warum soll ich nicht auch Josef sagen?

So eine Infamie! Das sieht deinem Vater ähnlich.

- Was ist los? - Er hat eine einstweilige Verfügung gegen das Testament erwirkt.

Du brauchst gar nicht erst auspacken! Wir fliegen sofort zurück.

Zurück? Das ist unmöglich.

Warum ist das unmöglich? Fliegt kein Flugzeug mehr nach Amerika?

Doch, aber ich habe doch in mindestens 27 Städten Hotels für Sie reserviert,

Anzahlungen geleistet. Wie soll ich denn das alles absagen?

Keine Angst, Herr Eisenbauer, die Zimmer werden nicht abgesagt.

- Was soll das heißen? - Ich werde nicht zurückfliegen.

Du hast mir Europa versprochen, eine 3-monatige Reise.

Konnte ich wissen, dass dein Vater uns in den Rücken fällt?

In ein paar Tagen ist die Verhandlung. Ich muss zurück.

Ja, ich aber nicht.

Glaubst du, ich lasse dich allein auf diesem unmoralischen Kontinent?

Warum allein? Vielleicht mit einem unserer renommierten Reisebegleiter?

Nein, dann nimmt er dieses unwissende Kind

und schleppt es nach Gretna Green, um zu heiraten. Nein!

Das ist schon zu vielen amerikanischen Milliardärstöchtern passiert.

Gnädige Frau, wie wäre es mit einer Dame?

Eine original österreichische Aristokratin.

Mit einem garantiert echten, uralten Baum.

- Eine Aristokratin? Mit Baum? - Ja, mit einem Stammbaum.

Ich kenne eine sehr vornehme Dame, die schon öfter für uns tätig war.

Eine gewisse Gräfin Henriette von Ratzeberg.

(Niesen)

So ein Dreck! Mistschnupfen.

Bobby, wo bleiben die Papiertaschentücher?

(pfiffige Musik)

(Niesen)

Bitte, Tante, ich flehe dich an: nies in eine andere Richtung.

Du weißt, wie leicht ich mich anstecke. Bazillen fliegen auf mich. - Aber nur die!

(Klingel) Entschuldige, Tante.

Bob...!

(spannende Musik)

(Wiener Dialekt) Hallo Bobby, schau, wer da ist: Der Mucki!

- Servus, Mucki! - Servus!

Ich bin nur hier, um dir zu sagen, dass ich eigentlich gar keine Zeit hab.

Ich muss dringend verreisen, weißt', und zwar nach Genf.

- Was machst du da? - Ich muss für meine Zeitung mal was Anständiges schreiben.

Nicht immer nur, wer mit wem und wann und wo.

Ich weiß von meiner Cousine, dass der Präsident des afrikanischen Staates,

Masawiki Kasamututu, inkognito...

Das ist aber ein langer Name.

Nein, inkognito gehört nicht mehr zum Namen.

- Wo bin ich stehen geblieben? - Da. - Ja, stimmt.

Also, der ist in Genf und ich möchte ihn interviewen.

- Warum ausgerechnet den? - Bevor er Präsident wurde,

war er Chefkoch auf einem Schiff. Sein Vater war noch Menschenfresser.

Und da möchte ich gern ein paar Kochrezepte haben.

Ich weiß nämlich nicht, wie man einen Chefredakteur in Essig und Öl zubereitet.

- Hast du noch immer so eine Wut auf ihn? - Es lässt schon nach.

(pfiffige Musik)

Was schaust' denn so?

- Deine Schuhe! - Elegant, was?

Zu Hause habe ich noch so ein Paar.

(fröhliche Musik)

(singen) Wir sind zwei Witzfiguren, sind überall bekannt,

Der Bobby und der Mucki, so werden wir genannt.

Man sagt, dass wir zwei blöd sind, doch scheren wir uns nicht drum.

Von blöd ist keine Rede, wir sind nur a bisserl dumm.

Wenn alle Menschen gescheit wären, das wär ja gar kein Leben.

Da würde es auf Erden nur Professoren geben.

Man ist schließlich und endlich ja doch kein Lexikon.

Na bitte sehr, man sagt ja nix, man red't ja nur davon.

Ich hab einen Rheumatismus, ich weiß nicht, was das ist.

Denk nach, ob du nicht kürzlich in Zugluft 'kommen bist.

Du, Mucki, das wär möglich, ich fuhr per Bahn einmal.

Ich hatt' ein Fensterplatzerl, dort zog es kolossal.

Da hätt' ich doch ganz einfach ersucht ein' Passagier,

dass er, wenn's ihm nix ausmacht, das Platzerl tauscht mit dir.

Das ging nicht, ich war nämlich alleine im Waggon.

Na bitte sehr, man sagt ja nix, man red't ja nur davon.

Ich hab gehört im Jockey Klub den Grafen Rudi sag'n,

du hättest einen Unfall gehabt mit deinem Wag'n.

Es war ein Missverständnis, wir fuhren quer durch Wien

mit hundert Kilometern, ich und Comtesse Pauline.

Da stoppt ein Polizist mich und sagt zu mir: "Mein Herr,

man fährt durch eine Stadt doch mit fünfzig und nicht mehr."

Das war ein Missverständnis, ich dachte pro Person.

Na bitte sehr, man sagt nix, man red't ja nur davon.

Heute hab ich einen Spaß gemacht, doch bitte Diskretion.

Ich sagte, vor der Oper sitzt ein Chamäleon.

Drum ist's so schwarz vor Menschen, jetzt kann ich es versteh'n,

und alle haben bemüht sich, das Chamäleon zu seh'n.

Die Leute sind so dumm heute, wie sie noch niemals waren.

Doch jetzt musst du verzeih'n, ich muss zur Oper fahr'n.

Vielleicht sitzt nämlich wirklich dort ein Chamäleon.

Na bitte sehr, man sagt ja nix, man red't ja nur davon.

Na bitte sehr, man sagt ja nix, man red't ja nur davon.

Ich weiß ja noch immer nicht, worum es sich bei dieser Mrs. Piper dreht.

- Um ihre Tochter, Josef. - Um meine Tochter?

- Ich hab gar keine Tochter. - Nein, nicht um Ihre, um ihre Tochter.

Und außerdem um 3 Millionen, geerbt von ihrer Großmutti.

Nicht von Ihrer Großmutti, von ihrer Großmutti.

Der besorgte Vater will genau wissen, wo sich Mutter und Tochter aufhalten

und was sie treiben, was sie tun.

Da kann er sich doch genauso gut zwei Privatschnüffler nehmen.

Vielleicht müssen wir eines Tages doch einmal... zugreifen.

Ah, die Sache fängt an mir zu gefallen.

Wissen Sie, der Josef hat was gegen Millionäre.

Bobby!

(dramatische Musik)

Es stimmt schon, was die Leute sagen. Ein bissel blöd bist du.

Ich bin nur vorsichtig, Tante. (Klingeln)

Das ist bestimmt Mucki, der hat wieder seinen Kopf vergessen.

Bleiben Sie doch da, Herr Eisenbauer, bleiben Sie doch da!

Ich dachte, Sie sind ein Marsmensch. Man liest heutzutage so viel drüber.

- Ist Ihre Tante zu Hause? - Ja, sie hat wieder einen furchtbaren Schnupfen.

Was? Das wird sie mir doch nicht antun!

Moment, Sie können nicht hinein.

Sie liegt im Bett und kann Sie unter keinen Umständen empfangen.

- So? Und wenn es um viel Geld geht? - Dann kann sie natürlich.

Mrs. Piper, Sie werden wieder aus Chicago verlangt.

Schon zum zweiten Mal ein Gespräch aus Chicago.

Das gefällt mir nicht. Ob ihr jemand einen Wink gegeben hat von drüben?

- Was für einen Wink? - Von wegen Slippery.

Ach! Jetzt sprech ich von mir auch schon in der dritten Person!

Das ist ja schrecklich, das ist eine Katastrophe, ein nationales Unglück!

Mrs. Piper hat extra vorher angefragt, ob bei uns auch keine Grippewelle herrscht.

(Niesen)

Bringen Sie mir eine Flasche Kognak und ich bin sofort gesund.

Und betrunken sind Sie dann auch. Ach!

Was machen wir nur? Das wird eine Katastrophe!

- O, Frau Gräfin haben eine Tochter? - Ich war doch nie verheiratet.

Das wäre ja kein Hinderungsgrund.

Und wer ist das schöne Mädchen, das dem Herrn Grafen so ähnlich sieht?

- Das schöne Mädchen bin ich. - Sie?

Bei der Abschlussfeier meiner Schule bin ich als lustige Witwe aufgetreten.

(singt) Weh, o Weh...

Ich weiß.

Er hatte einen Riesenerfolg.

Ja, besonders bei einem Oberschulrat aus einer anderen Stadt.

Der wollte mich vom Fleck weg heiraten, so echt war ich.

- Natürlich, das ist die Rettung! - Wie?

Sie müssen Ihre Rolle noch einmal spielen!

- Machen Sie ein Wohltätigkeitsfest? - Bin ich bei der Heilsarmee?

Bei der Amerikanerin sollen Sie noch einmal Ihre Frauenrolle spielen.

Und zwar die Rolle der Gräfin Henriette von Ratzeberg.

Was? Ich als Tante Henriette? Niemals!

- Denken Sie doch an das Geld! - Geld spielt bei uns keine Rolle.

Das war schon immer so. Nicht wahr? Mit Geld können Sie mich nicht reizen.

Wofür halten Sie mich?

- Wie viel? - Sämtliche Spesen extra und 25 Dollar pro Tag.

- Was, 25 Dollar? - Ja. - Nein, ich machs nicht.

Aber denken Sie doch an die herrliche Reise durch alle Hauptstädte Europas.

In den besten Hotels habe ich die schönsten Zimmer reserviert.

Und da soll ich überall mit einer alten Amerikanerin wohnen?

Wer redet denn von der Alten? Mit der Tochter sollen Sie reisen!

- Was, mit der Tochter? - Ja, ein bildschönes Mädchen!

- Die Tochter? - Ja, eine entzückende Person! Frau Gräfin, reden Sie ihm zu!

Du wärst zwar ein schwacher Ersatz für mich, aber besser als nichts.

Du weißt, wie dringend wir das Geld brauchen.

Graf Bobby, schlagen Sie ein! Seien Sie ein Mann!

Ich meine: Seien Sie eine Frau!

Also nein, ich bin aus der Übung, das können Sie nicht von mir verlangen.

- Graf Bobby! - Herr Eisenbauer?

- Ich verdopple mein Angebot! - 50 Dollar täglich!

Da bleibt doch nur eins übrig: Sofort hinein in den Unterrock!

Und ich sage trotzdem nein. Und wenn ich nein sage, heißt das nein!

Darf ich vorstellen: Gräfin Henriette von Ratzeberg!

(hohe Stimme) Hello everybody! How do you do?

Ich danke Ihnen, dass Sie gekommen sind, Gräfin.

O nein, ich danke Ihnen, dass ich kommen durfte!

(tiefe Stimme) O, Pard...

- Sie haben aber einen kräftigen Händedruck! - Ja.

- Sie haben viel Sport getrieben? - O ja, o ja. Ziemlich.

Murmeln, kegeln und auch etwas Jiu Jitsu.

Jiu Jitsu? Sie sind genau die Richtige für meine Tochter!

O ja, das glaube ich auch.

- Hallo, mein Kind! - Bitte, legen Sie ab. - Danke.

- Herr Eisenbauer! Na! - Ja.

- Bitte nehmen Sie Platz, Gräfin. - Thank you, danke!

- Meine Tochter kann sicher viel von Ihnen lernen. - O ja, das glaube ich.

- Ich kann ihr noch eine Menge beibringen. - In jeder Beziehung.

Wir müssen sehr gut auf Mary aufpassen.

Es gibt da gewisse familiäre Hintergründe, die erkläre ich Ihnen später.

Soll das heißen, dass Sie mit meiner Wahl einverstanden sind?

Ja, ich bin einverstanden. Mary, du auch?

- Bevor ich nach Chicago zurückfliege... - Mary!

Sie müssen verzeihen, aber sie ist so von ihrem Vater verzogen worden...

O nein, ich finde Ihre Tochter reizend.

- Sie haben ein Herz für junge Mädchen. - (tiefe Stimme) Das kann man wohl...

(hohe Stimme) Das kann man wohl sagen, ja.

Also, Mrs. Piper, dann werde ich das Ticket auf die Gräfin umschreiben lassen

und für Sie den Flug nach Chicago buchen.

O ja, bitte tun Sie das. Aber nicht hier.

Ich muss mit der Gräfin noch unter vier Augen sprechen.

Bitte sehr!

- Sagen Sie, Mr. Slippery... - Das Mr. können Sie sich sparen.

- Da hast du Recht, lieber Freund. - Das Du können Sie sich auch sparen.

Wieso kennen Sie eigentlich meinen Bruder so gut?

Wir waren zwei Jahre lang unzertrennlich Tag und Nacht zusammen.

- Aha. - In derselben Zelle.

Sie, da ist der Eisenbauer. Der Dicke mit dem Bart.

(spannende, schnelle Musik)

(langsame, spannende Musik)

Hallo? Ja bitte, hier Eisenbauer. Guten Tag!

Die Flugkarte von Mrs. Piper muss umgebucht werden.

Auf Gräfin Henriette von Ratzeberg.

Ratzeberg bitte, nein, nicht Zwerg.

Berg, Berg wie der Himalaja. Ratzeberg.

Ich hatte Recht. Schmatzen Sie doch nicht so!

Mrs. Piper hat einen Wink von drüben bekommen.

Sie reist jetzt unter falschem Namen. Als Gräfin Henriette Ratzeberg.

Wir werden sehr viel Schönes zusammen erleben, mein Kind.

Sie werden sehr viel Freude an mir haben, besonders, wenn Sie mich näher kennen.

Also Mary, du hast mir versprochen, schön folgsam zu sein.

- Und alles zu tun, was die Gräfin von dir verlangt. - Ja, Mami.

Brav, brav. Das habe ich mir ja schon immer gewünscht!

Mrs. Piper, Ihre Maschine geht in zwei Stunden.

- Sie müssen sich fertig machen. - Ich bin fertig.

Und Sie, Frau Gräfin, fliegen morgen früh um 9.30 Uhr nach Paris.

(fröhliche Musik)

- Danke! - Bitte! - Dankeschön!

- O, bitte nach Ihnen! - Sehr liebenswürdig, mein Herr!

- Wer war die Dame? - Gräfin Henriette von Ratzeberg.

Eine echte Gräfin? Das ist ja eine imposante Erscheinung!

- Guten Tag! - Bitte! - Danke!

Pardon! Gestatten Sie?

- Bitte! - Danke sehr.

Danke!

- Ihr Täschchen! - O, vielen Dank!

- Darf ich Ihnen behilflich sein? - Ich bin wahnsinnig kitzelig!

- Eine entzückende Eigenschaft! Bin ich auch. - Ja?

Sie sind ja ein starker Mann! Und eine glanzvolle Erscheinung...

- Und was sind Sie noch? - Amerikaner.

Gestatten Sie, Cower. Kaugummifabrikant aus Philadelphia.

Kennen sie meinen berühmten Werbespruch: Kaue nur Cower?

Nein, ich bin ja kein Cowgirl.

Trotzdem müssen Sie es probieren!

Ich geb Ihnen hier eine Kostprobe, bitteschön.

Danke, wir sind Selbstversorger.

- Wer ist denn der Kerl? - Ein Passagier.

- Haben Sie nicht gesehen, wie er sich vorgestellt hat? - Ja.

- Aber es könnte ja eine Falle sein. - Ach was, dieser Mann ist ungefährlich.

- Schmeckt gut, ich kaue immer Cower. - Wie nett von Ihnen.

Ich werde Ihnen eine ganze Tonne schicken lassen!

- Ein reizendes Kind, Ihr Töchterchen. - Mary ist nicht meine Tochter.

Natürlich. Ist ja auch gar nicht möglich in Ihrem Alter, Gräfin.

- Woher wissen Sie, dass ich eine Gräfin bin? - Das sieht man doch gleich.

Diese edle Haltung, diese pompöse Figur,

dieses historisch geschnittene Rassegesicht. Ja, das ist Aristokratie!

- Entschuldigen Sie! - Lassen Sie mich in Ruhe!

- Ich bring Ihnen gleich warmes Wasser! - Mein Freund dankt Ihnen, Fräulein.

- I am so sorry! - Das macht gar nichts. Ich habe Obstsalat sehr gern.

Was glauben Sie wohl, weshalb ich nach Europa gekommen bin?

- Vermutlich, um Kaugummi zu verkaufen. - O nein!

Um eine Europäerin zu heiraten.

- Sicher suchen Sie eine Frau, die selbst abwäscht. - Ich bitte Sie!

Die zukünftige Mrs. Cower kann in jedem Zimmer eine Spülmaschine haben.

Nein. Ich suche das europäische Gemüt.

- Mir wird ganz heiß. - Ja, es ist schrecklich heiß hier...

Ich suche den Adel. Ich meine, den Adel der Gesinnung.

Glauben Sie mir, Gräfin. Auch Kaugummifabrikanten haben eine Seele.

Ob Sie ausgerechnet in Paris die Richtige finden werden?

Ich glaube, ich habe sie bereits gefunden.

- Wo werden Gräfin in Paris wohnen? - Natürlich im Hotel Versailles.

Aber da wohne ich ja auch! Das ist eine Fügung des Schicksals.

(französische Musik)

- Mary! - Ja?

- Haben Sie schon ausgepackt? - Noch nicht ganz.

- Was fangen wir jetzt an? - Wir gehen ins Bett. Jede für sich natürlich.

Ich bin doch nicht nach Paris gekommen, um am Nachmittag zu schlafen.

Ich will mir jetzt ein Kleid anziehen und irgendwohin zum Fünf-Uhr-Tee gehen.

- Aber Kind! - Bitte Gräfin, sagen Sie nicht Kind zu mir.

- Bitte, wie Sie wünschen, Kind. Mary. - Kind oder Mary: Ich geh jetzt tanzen.

- Also, das geht zu weit! - Was geht zu weit?

Ihr Benehmen! Ihre definitive Erklärung "ich geh jetzt tanzen".

Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihrer Mama versprochen haben,

all meinen Anordnungen gehorsam Folge zu leisten.

Also ich leiste gehorsam Folge.

So ist es recht, mein Kind. Ich zieh mich zurück und leg mich für eine Stunde hin.

Ja, ich auch. Ich bin schrecklich müde.

Also dann, bis später!

Ich hole Sie um acht Uhr ab, dann gehen wir zusammen soupieren.

(langsame, erotische Musik)

(schnelle, aufgeregte Musik)

Ihre reizenden Finger waren in Gefahr, verbrannt zu werden.

Na? Warum schauen Sie mich denn so an?

Entschuldigen Sie, aber Sie sehen irgendjemandem kolossal ähnlich.

Ich bin eingebildet genug, mir ein- zubilden, dass ich nur mir selbst ähnele.

Ist es möglich, dass ich Sie schon kenne? Oder haben Sie einen Bruder?

Nein, ich bin der letzte männliche Spross meiner Familie.

- Die Herrschaften wünschen? - Einen doppelten Whiskey! - Mir auch.

- Jawohl. - Sagen Sie mal, einen doppelten Whiskey?

- Ist das denn das Richtige für Sie? - Ich trinke immer, was ich will, Herr...?

Gestatten: Robert mit Vornamen, Graf Pinelski mit Nachnamen.

- Aber meine Freunde nennen mich Bobby. - Ach, der Graf Bobby.

Es scheint eine gräfliche Eigenschaft zu sein, anderen Vorschriften zu machen.

- Ich reise nämlich mit einer Gräfin. - So, ja?

"Jetzt gehen Sie ins Bett, Kind. Tun Sie das. Tun Sie das nicht." Entsetzlich!

- Zwei Whiskey, bitte. - Ja, danke, habs nötig.

Ich habe zwar nicht bestellt, aber vielleicht ist doch ein Zimmer frei.

- Ich verstehe Sie nicht. - Ich fragte, ob vielleicht doch ein Zimmer frei ist.

- Jetzt verstehe ich. Aber natürlich, Monsieur. - Danke.

Hände hoch!

- Was soll das? - Ich wollte nur wissen, wohin die Tür führt.

Ins Nebenzimmer natürlich, wohin sonst? Ich mag diese Einzelaktionen nicht.

- Haben Sie was herausgekriegt? - Natürlich.

Mrs. Piper, alias Gräfin Ratzeberg, wohnt über uns in Zimmer 439.

Das ist ganz gut, da kann man vielleicht die Decke durchstemmen.

Hier wird nichts durchgestemmt.

Ich habe noch etwas Interessantes herausgekriegt:

Mutter und Tochter wohnen nicht im gleichen Zimmer.

Vielleicht schnarcht die Alte. Sie sieht sehr danach aus.

Hoffentlich schnarcht der Josef nicht. Er sieht auch sehr danach aus.

- Noch einen Whiskey, bitte! - Aber Mary!

Woher wissen Sie, wie ich heiße? Ich habe es Ihnen nicht gesagt.

- Ich habe mich erkundigt. - Nach mir? Wann und wo?

Am Flughafen, als Sie ankamen, hab ich Sie gesehen und dann hier in der Halle.

- So? - Ja. Und ich bin sofort zum Portier gegangen und habe ihn gefragt,

wer ist denn diese reizende, charmante, hübsche junge Dame.

Und da habe ich erfahren, dass Sie Miss Mary Piper sind. Stimmt doch?

Aber jetzt muss Miss Piper gehen. Sonst merkt die Gräfin, dass ich aus war.

- Diese Gräfin scheint ja ein Drache zu sein. - Das kann man wohl sagen.

- Bitte gehen Sie nicht fort, nur einen Tanz. - Ich muss.

(flüstert) Los!

(romantische Musik)

(singt) Geh nicht fort von mir, denn ich brauche dich.

Jedes Wort von dir ist Musik für mich.

Und der Schwur von dir, "Ich verlasse dich nie",

macht das Leben mir zur Liebesmelodie.

Alle Wunder dieser Erde, die verblassen und vergehen

vor dem Wunder der Liebe, das zwei Herzen sich schenken.

Und die Tage eines Lebens werden sommerhell und schön,

wenn das Wunder der Liebe in die Herzen sich senkt.

Geh nicht fort von mir, denn ich brauche dich.

Jedes Wort von dir ist Musik für mich.

Und der Schwur von dir, "Ich verlasse dich nie",

macht das Leben mir zur Liebesmelodie.

- Josef ist müde. - Ja.

Josef ist eine Schlafmütze.

- Also, was ist passiert? - Ich hab geträumt von Knödeln.

Zur Sache: Ich werde jetzt diesen Kellner hinein schicken,

und er soll feststellen, ob sie überhaupt in ihrem Zimmer ist.

- Hallo, Herr Ober! - Bitte. Slippery!

Bill! Ist es denn die possibility? Was machst du hier?

(amerik. Akzent) Du darfst es nicht weitersagen: Ich arbeite.

- Du arbeitest? - Ja.

Ich sags nicht weiter, das glaubt mir sowieso niemand.

- Dieses hier ist Josef Powidel aus Wien. - Sehr erfreut, Herr Kollege.

Es ist gut so. Also sag mal wirklich: "Was machst du hier?"

Nächste Woche ist hier Schluss. Ich eröffne nämlich ein Nachtlokal.

Ein Nachtlokal? Wo?

(singt) Pigalle, Pigalle, das ist die große Mausefalle mitten in Paris.

Pigalle, Pigalle, der Speck in dieser Mausefalle schmeckt so zuckersüß.

Da sieht man Türken, Perser, Inder und Chinesen.

Wer auf der Welt was auf sich hält, ist da gewesen.

Pigalle, Pigalle, so heißt die große Mausefalle mitten in Paris.

O lala, ich bin da.

In der herrlichen Stadt an der Seine.

O, ich finde Paris ja so schön.

Doch heute Nacht hab ich was Tolles gesehen:

Pigalle, Pigalle, das ist die große Mausefalle mitten in Paris.

Pigalle, Pigalle, der Speck in dieser Mausefalle schmeckt so zuckersüß.

Da sieht man Dänen, Deutsche Schweizer und auch Schweden,

die dann ein Leben lang von dieser Reise reden.

Pigalle, Pigalle, so heißt die große Mausefalle mitten in Paris.

(Varieté Musik)

Sie kommen alle, alle, alle zum Pigalle

und sind gefangen in der großen Mausefalle!

Pigalle, Pigalle, das ist die große Mausefalle mitten in Paris.

Pigalle, Pigalle, der Speck in dieser Mausefalle schmeckt so zuckersüß.

Da sieht man Menschen aller Nationalitäten,

es rollen Franken, Dollars, D-Mark und Peseten!

Pigalle, Pigalle, so heißt die große Mausefalle mitten in Paris.

(entspannte Musik)

Da kommt sie.

(spannende Musik)

(entspannte Musik)

Entschuldigen Sie tausend Mal, gnädige Frau. Sie kommen mir so bekannt vor.

Bitte helfen Sie mir, retten Sie mein Gedächtnis. Wer sind Sie?

Muckilein, Muckilein, dass du mich so schnell vergessen hast!

Dabei haben wir uns doch einst geliebt.

Wie Tarzan und Isolde, ja, ja.

Das ist mir jetzt aber peinlich. Ich kann mich nicht erinnern.

- Evelyn? - Nein. - Pardon.

Komm doch rein in mein Zimmer, du Schlimmer.

Wenn du mich küsst, wirst du schon drauf kommen, wer ich bin.

Jetzt bin ich aber wirklich gespannt.

- Hast du das gesehen? - Natürlich, bin doch nicht blind.

- Er hat sie angequatscht. - Das wird Mr. Piper bestimmt sehr interessieren.

- Cäcilie! - Nein.

- Melanie! - Nein.

- Jetzt weiß ich's: Sophie. - Nein.

O Mucki!

Erkennst du mich wirklich nicht wieder?

Es war im Prater, im Mai, und du sagtest, du würdest meine Küsse nie vergessen.

Bitte, das ist kein Anhaltspunkt, das sag ich immer.

O Mucki.

- Küss mich! - Ja, Moment.

Du Depp! Jetzt sieht man, mit was für alten Schachteln du zu tun hattest!

Bobby, wie schaust denn du aus?

- Hast du eine Hormonkur gemacht? - Nein.

Das erklär ich dir später. Aber sag mal, wie kommst du eigentlich nach Paris?

Dieser Masawiki Kasabututu ist hier.

- Der Staatspräsident. - Jetzt nicht mehr, er ist wieder Koch.

- So, stellen Sie einen Stuhl auf den Tisch! - Warum denn?

Fragen Sie nicht so viel, tun Sie, was ich Ihnen sage.

Wie beim Onkel Doktor.

Ja, ich trage zufällig mein Herz links.

Ich hab nur hören wollen, wie viel es in Ihrer Brieftasche schlägt.

Hier sollen Sie nicht hören, da oben sollen Sie hören.

- Zu hoch! - Steigen Sie auf den Stuhl.

Nein, das kann der Josef nicht, da wird ihm schwindelig.

Der Josef wird sich daran gewöhnen müssen, los.

Ich finde das sehr komisch: Bobby als Bobby und als seine Cousine.

Du hast keine Ahnung, wie anstrengend es ist, eine Dame zu sein.

Das Jackett ist so zerknittert, das kann man nicht anziehen. Was machen wir da?

Häng den Smoking ins Badezimmer und dreh das heiße Wasser auf.

Der Dampf wird die Falten schon wegbringen. Ich mach das immer so.

- Ich hör zwei Männerstimmen. - Zwei Männer? Ungefährlicher als einer.

Jetzt hör ich nix mehr, das Wasser rauscht in die Badewanne.

Vielleicht gibt die Dame Schwimmunterricht.

Bobby, es kommt jemand!

Bist du ganz wahnsinnig geworden?

Musst du mich so erschrecken?

Ich muss nicht, aber ich bin selber erschrocken.

Gräfin?

Der Kaugummi-König! Der ist wahnsinnig verknallt in mich, der Trottel!

Sei froh, als Mann hattest du nicht so viele Chancen.

Das ist ja entzückend!

(romantische Musik)

Was ist denn?

- Was tun Sie hier? - Ich?

- Was tun Sie hier? - Ich bin der Bademeister.

O, Mr. Cower! Ist das in Amerika so Sitte?

In das Schlafzimmer einer Dame einzudringen!

Nein, gnädigste Gräfin, aber anscheinend ist es in Europa Sitte.

- Pardon! - Ach Mucki! Der ist ja nur mein Cousin.

Wir haben schon als Kinderchen zusammen im Staub gespielt.

Und im Kohlenkeller!

Verzeihung, gnädigste Gräfin, ich wollte Ihnen nur diese Blumen überreichen.

- Danke! - Bin ganz durcheinander.

Ich wollte Sie fragen, ob Sie heute Abend mit mir soupieren würden.

Die Blumen nehme ich dankend an, aber das Souper muss ich leider absagen,

denn ich muss den heutigen Abend mit Mary verbringen.

- Jawohl, mit Mary. - Mit Mary?

- Sie ist doch in Chantilly! - (tiefe Stimme) Wo? (hohe Stimme) Wo?

In Chantilly, im Mädchenpensionat von Madame Lussac.

Ich habe sie selber in eine Taxe gesetzt. Sie wollte ihre Freundinnen besuchen.

Es tut uns sehr Leid, dass die kleine Mary nach Amerika zurückmusste.

Mrs. Piper hat nämlich sehr viel für die Schule getan.

(Donnergrollen) Ja, ja, Sie haben ganz Recht.

Achtung, Madame kommt!

(Regen plätschert)

- N' Abend, Kinderchen! - Guten Abend, Madame!

- Guten Abend! - Mary, mein liebes Kind!

Du wirst abgeholt. Die Gräfin will dich nach Paris zurückbringen.

- Bei diesem Wetter? - Was für einen Vetter?

- Hat sie einen Vetter? - Sie meint das Wetter!

- Das Wetter? - Draußen stürmt es, Madame.

Ein Sturm? Entsetzlich!

Bei diesem Wetter können Sie nicht nach Paris zurückfahren, Gräfin.

Am besten, Sie schlafen auch hier.

- Wo? - Hier!

- Hier? - Das große Bett in der Mitte ist frei.

(atemloses Krächzen und Stammeln)

- Es ist frei? - Ja. - Madame, ich kann doch nicht hier mit den Mädchen...

Ausnahmsweise. Warum denn nicht?

Ja, warum denn? Ich habe nichts mit, ich habe kein Nachthemd!

- Hier, nehmen Sie meins! - Nein!

Nein, nein, Sie bekommen ein Nachthemd von mir.

Und ein Häubchen auch, wenn Sie es gewöhnt sind.

Ja, das Häubchen. Aber Madame, ich kann doch nicht hier, bei den Mädchen...

Bitte, wenn Sie nicht wollen, können Sie auch bei mir schlafen.

Ich habe zwar nur ein Bett, aber es ist ziemlich breit.

Das... Madame, das kann ich nicht annehmen.

Bitte, wenn Sie nicht wollen. Aber ich rate Ihnen, überlegen Sie sich's noch mal.

(erotische Musik)

Madame! Sie haben mich überredet. Ich bleibe.

Hallo Kinderchen!

Der Josef hat gleich gesagt das ist kein Geschäft für ihn.

Da knack ich lieber in einer Nacht drei Panzerschränke.

Da kriegt man wenigstens keine kalten Füße.

Aber ein paar Jahre, wenn's schief geht.

Nicht schauen! Bitte nicht schauen!

Aber es schaut doch niemand.

Aber bitte, jetzt wird das Licht ausgemacht und alle gehen ins Bett.

Husch, husch!

Aber liebste Henriette, seien Sie keine Spielverderberin.

- Wir haben uns schon so gefreut. - Ich auch.

Aber ich bestehe darauf, dass jetzt das Licht gelöscht wird.

Mademoiselle Bertauld, die früher hier schlief, hatte mehr Humor als Sie.

Sie hat immer selber mitgemacht, hat sich sogar kostümiert.

Da! Das sind die Locken von Marlene Dietrich.

Und das gehört zum Josephine-Baker-Kostüm.

Interessant. Lass mal sehen, was sie da noch alles hat. Schön!

Und der Hut! Nein, goldig.

- Das ist aber eine komische Person. - Aber nett.

Und nun, Kinderchen, bitte ich um Aufmerksamkeit.

(tiefere Stimme) Meine Damen, ich frage Sie, wer bin ich?

Die Zarah Leander!

(Musik)

(singt) Jeder kleine Spießer macht das Leben mir zur Qual,

denn er spricht nur immer von Moral.

Und, was er auch denkt und sagt, man merkt ihm leider an,

dass er niemand glücklich sehen kann.

Sagt er dann: "Zu meiner Zeit gab es so was nicht",

frag ich voll Bescheidenheit mit lächelndem Gesicht:

Kann denn Liebe Sünde sein?

Darf es niemand wissen, wenn man sich küsst?

Wenn man einmal alles vergisst vor Glück.

Kann das wirklich Sünde sein,

wenn man immerzu an einen nur denkt,

wenn man einmal alles ihm schenkt vor Glück?

Niemals werd ich es bereuen,

was ich tat und was aus Liebe geschah.

Das müsst ihr mir schon verzeihen.

Dazu ist sie ja da! Liebe kann nicht Sünde sein,

doch, wenn sie es wäre, dann wärs mir egal.

Lieber will ich sündigen mal, als ohne Liebe sein.

Lieber Baron, reichen Sie mir bitte den Zucker?

Was ist? Bist du bös mit mir?

- Warum? - Weil du jetzt plötzlich "Sie" sagst.

Mucki, ich bin jetzt meine Cousine, und wir sind nicht per du.

- Natürlich sind wir per du! - Mit meiner Cousine bist du es nicht.

- Das ist aber merkwürdig. - Du hast also verstanden?

Du hast gestern zufällig in Paris meinen Cousin getroffen.

Ja, den Grafen Bobby, und der hat mir sofort

von einer bezaubernden Amerikanerin namens Mary vorgeschwärmt.

Das hast du mir jetzt schon dreimal gesagt, glaubst du ich bin deppert?

- Allerdings glaube ich das. - Hhm.

Donnerwetter!

Das wär was für den Stiefsohn meines Stiefvaters.

Irrtum vom Stiefsohn, das ist nämlich Mary.

- Die raubt mir den Verstand. - Da hat sie nicht viel zu rauben.

- Guten Morgen! - Guten Morgen!

Darf ich bekannt machen: Das ist Mucki von Kalk, ein entfernter Verwandter.

Ein sehr entfernter. Küss die Hand.

- Freut mich. - Kommen Sie, mein Kind, setzen Sie sich zu mir.

- Wie geht es, Gräfin? - Aber Kind, seit gestern nennen Sie mich doch Henriette.

- Wie geht es, Henriette? - Danke.

Stellen Sie sich vor, Mary, wen Mucki gestern in Paris getroffen hat.

- Wen? - Ich hab jemanden getroffen?

Nein, ich habe keinen Menschen getroffen. Au!

Außerdem ist das ja ganz unwichtig, Hauptsache, ich habe Sie getroffen, Mary.

Dagegen verblasst ja alles und zerrinnt im Nichts.

Sind Sie so nett und erzählen, wen Sie gestern trafen?

Natürlich, gern. Wen hab ich denn alles getroffen?

- Den Postbichel aus Linz. - Den meine ich nicht!

Meinen Cousin haben Sie getroffen.

Ja, meinen lieben, einmaligen, reizenden, charmanten Cousin.

Den Grafen Bobby. Er ist zufällig auch in Paris.

- Der Graf Bobby ist Ihr Cousin? - Ja, kennen Sie ihn?

Nein, kennen nicht, ich habe nur irgendwo den Namen gehört.

Er soll sehr nett sein.

- Ehrlich gesagt, ich mag ihn gar nicht. - Das ist eine Unverschämtheit!

Bobby ist ein höflicher und wohlerzogener junger Mann.

Er kennt Paris wie seine Westentasche und hat uns für heute Abend eingeladen.

- Er will uns alles zeigen. - Das ist aber nett von ihm.

Sehr nett, ich bedanke mich vielmals.

- Sie sind nicht eingeladen. - Warum nicht?

Sicher hat Bobby erfahren, dass er Ihnen nicht gefällt.

Das werde ich ihm wieder ausreden, der ist sowieso ein bissel blöd.

Also so ein Schnupfen ist schlimmer als eine gebrochene Hand.

Aber der Josef macht da nicht mehr mit. Der Josef kündigt!

Hallo, Halt! Mein kleiner Neffe sammelt Briefmarken.

So! Hier, für den Neffen!

- Was steht in dem Brief drin? - Ja, vor allem das hier.

Was? 300 Dollar? Der Josef zieht die Kündigung zurück.

So schnell haben Sie noch nie Geld verdient, was?

Wir müssen nur beweisen, dass Ms. Piper einen unmoralischen Lebenswandel führt.

Aber wir brauchen einen stichhaltigen Beweis, für die Gerichte.

Gericht? Mit dieser Institution will der Josef nix zu tun haben.

Damit haben Sie ja auch nichts zu tun.

Wenn Mr. Piper diesen stichhaltigen Beweis hat,

gibt ihm das Gericht das Sorgerecht für das millionenschwere Goldkind.

Und das ist ihm 2000 Dollar wert.

Was, 2000 Dollar?

Also diese Mary: bezaubernd, reizend!

Wem sagst du das? Eine Hitze ist das hier, nicht auszuhalten.

Diese Weiberkleider, wie ich das hasse!

Und das hier, diese Klunker, diese Ketten. Ist das ein Leben? Ein Leben in Ketten!

Und diese Perücke, diese Perücke...

(Musik, als Perücke fällt)

Gehen kann man nicht,

sitzen kann man auch nicht. Und das hier ist das Schlimmste:

Das sind keine Schuhe, das sind Folterinstrumente!

Ich habs satt.

Ich werde noch heute vor Mary treten und ihr offen die Wahrheit sagen.

Offen und ehrlich ist nie gut. Außerdem halte ich das für verfrüht.

Oder glaubst du, dass sie dir spontan um den Hals fallen wird?

Nein, das glaube ich eigentlich nicht. Aber ich warne dich, du Schuft!

Du hast ja vorhin den letzten Rest Verstand verloren.

Verstand? Ich hab ganz etwas anderes verloren.

- Mein Herz! - Ach du...

Ich kann nix mehr hören, die haben das Fenster aufgemacht.

So, nun ziehen Sie sich endlich mal an.

Ich werde inzwischen die Schecks einlösen.

Slippery, soll der Josef nicht mitkommen?

Warum?

Na ja, vielleicht können Sie das viele Geld nicht allein tragen.

Ich weiß schon, was Sie meinen. Darauf gibt es in Chicago nur eine Antwort.

Diese.

Aber wir sind doch in Paris.

Powidel.

Sei mir nicht böse, Bobby, aber meine Gefühle für Mary sind echt.

Ich habe mich in das Mädel schlagartig verliebt in dem Augenblick...

Als ich dir erzählt habe, dass sie einige Millionen besitzt. Stimmt's?

- Pardon, wofür hältst du mich? - Für einen Mitgiftjäger, mein Lieber.

Ich jage nicht einmal mit Pfeil und Bogen, geschweige denn mit Gift!

Mucki, ich warne dich: Hände weg von Mary!

Ich verstehe dich nicht, Bobby. Du würdest ja nicht leer ausgehen.

Ich verpflichte mich für den Fall, dass ich Mary heirate,

dich für unsere Kinder als Gouvernante zu engagieren.

- Raus. - Was hast du gesagt? - RAUS!

Hab ich doch richtig verstanden.

- Mucki! - Was? - Wo ist denn meine Perücke?

Was weiß denn ich? Die hast du dort wohin geschmissen.

Wie? Geschmissen?

(spannende Musik)

Komm! Komm!

(dramatische Musik)

Hallo! Vermittlung! Fräulein! Ich hänge!

Moment, mein Herr, bleiben Sie am Apparat!

Ja, ich will's versuchen, aber...

Hallo! Vermittlung! Fräulein! Feuerwehr! Hilfe!

- Eine Sekunde, ich komme gleich wieder. - Bitte! Ich hänge an der Strippe.

Fräulein, bitte, Feuerwehr! Hilfe!

Bitte, lasst mich doch nicht hier hängen!

Vermittlung! Zentrale!

Zentrale! Fräulein, bitte eine Leiter schicken!

Hausdiener! Pfleger! Pfleger!

- Hilfe! Hilfe! - Hallo, was treiben Sie denn da?

- Ich kann nicht mehr. - Hallo Sie, was machen Sie denn da?

Hallo Fräulein, Sie können die Feuerwehr zurückschicken.

(romantische Musik)

(Telefon klingelt)

Ja bitte? Ach, Henriette! Was gibt es?

(hohe Stimme) Mir geht es gar nicht gut, mein Kind. Ich fühle mich sehr elend.

Ich fürchte, ich werde heute nicht ausgehen können.

Ach, das ist schade. Ich hatte mich so auf den Abend gefreut.

Aber wenn Sie krank sind, kann man natürlich nichts machen.

Was soll denn das heißen? Natürlich werden Sie ausgehen!

Auf meinen lieben Cousin kann man sich ja verlassen.

Sie auch, Mary. Sie werden sehen, was für ein entzückender Mensch er ist.

Das glaube ich Ihnen.

Aber ich habe ein schlechtes Gewissen, ohne Sie auszugehen.

Ich möchte wenigstens wissen, wie es Ihnen geht. Ich komme schnell mal rüber.

Ja gut!

Nein! Nein! Hallo?

(spannende Musik)

Herein!

- Die Tür ist abgesperrt. - Moment!

Noch nicht!

Jetzt!

Meine arme Henriette! Kann ich etwas für Sie tun?

- Soll ich einen Arzt holen? - Nein, keinen Arzt.

Die verschlimmern immer alles. Ich kenne diesen Zustand.

(hechelt) Das geht von selbst vorbei.

- Aber ich kann Sie doch nicht allein lassen. - Doch, mein Kind, können Sie.

- Ich weiß Sie doch gut aufgehoben. - Sie sind sehr lieb zu mir.

Ich hab Sie ja auch lieb, Mary-Kind.

Seien Sie nett zu meinem Cousin, er ist so ein reizender Mensch.

Aber jetzt gehen Sie, es ist allerhöchste Zeit!

Gute Besserung!

(romantische Musik)

Nein, Mr. Piper, ein Irrtum ist ganz ausgeschlossen.

Der Mann flüchtete ganz eindeutig aus dem Zimmer Ihrer Frau.

Ja, er hat ja meinem österreichischen Mitarbeiter

mit einem Telefon auf den Kopf gehauen.

Der Mann hat jetzt einen Dachschaden. Er ist in ärztlicher Behandlung.

Schmerzensgeld? Ja, ich verstehe, Mr. Piper.

Selbstverständlich, Mr. Piper. Auf Wiedersehen, Mr. Piper!

Er kommt mit dem nächsten Flugzeug.

- Und wir bekommen Schmerzensgeld. - Was heißt "wir"?

Ist der Ihnen auf den Kopf gefallen oder mir?

- Ob Freud oder Leid, wir tragen alles gemeinsam. - Na ja...

Werden Sie den Mann wiedererkennen? Wir müssen ihn nämlich Mr. Piper zeigen.

Und ob ich den wieder erkenne.

Aber Mr. Piper muss schnell hinschauen, wenn er den noch lebendig sehen will.

(spannende Musik)

- Küss die Hand, Mary. - Guten Abend!

Sie sehen bezaubernd aus. Ganz Paris wird Ihnen zu Füßen liegen!

- Ganz Paris wäre mir zu viel. - Wenn Sie sich mit mir begnügen wollen.

- Das wäre mir wieder zu wenig. - Ja. Danke.

- Wo ist denn die reizende Gräfin? - Ach, die Arme liegt im Bett.

- Sie ist krank. - Das tut mir aber sehr Leid.

Jetzt muss nur noch Bobby krank werden und...

Dann gehört uns ganz Paris.

- Guten Abend! Bobby ist aber nicht krank. - Leider.

- Muss ich mich noch einmal vorstellen? - Eigentlich hätte ich schon gestern

wissen müssen, wer Sie sind. Sie sehen aus wie Ihre Cousine.

Eine unergründliche Laune der Natur.

Übrigens, die Gräfin ist krank. Sie erwartet dich.

Irrtum! Sie erwartet dich. Ich telefonierte vor ein paar Minuten mit ihr.

Das muss eine Telefonstörung gewesen sein.

Aber Muckilein! Du weißt doch, dass nur du sie beruhigen kannst.

Wenn sie dich sieht, geht es ihr gleich viel besser.

- Du musst dich für heute opfern. - Ich bin als Opfer heute gar geeignet.

Sie müssen es tun, Baron. Die Gräfin Henriette ist so nett.

Und ich hätte ein ganz schlechtes Gewissen, wenn sie allein bliebe.

Ja, dann werd ich ihr vielleicht den Portier hinauf schicken.

Der soll mit ihr "Blinde Kuh" spielen.

- Wollen Sie mir wirklich diese Bitte abschlagen? - Ja.

- Mucki! - Jein. - Bitte?

- Nein, ich tu's. - Sie haben einen guten Charakter, ich danke Ihnen.

Und nun gehen Sie schnell hinauf und trösten Sie die arme Gräfin. Bitte, bitte.

Ihr Wunsch ist mir Befehl. Küss die Hand.

Den wären wir los. Und jetzt gehört uns ganz Paris!

(französische Musik)

(singt) Paris ist eine Reise wert, Paris ist wunderschön.

Wenn dort am Quai, am Boulevard, verliebte Pärchen gehen.

Paris, das ist ein Frühlingstraum, voll Charme und Eleganz.

Paris, das ist ein Tanz im märchengleichen Lichterglanz.

Paris ist eine Wunderwelt, voll fremder Zauberei.

Paris ist immer gut gelaunt und jede Stunde neu.

Paris ist voller Melodien, die zärtlich uns umwehen.

Paris ist eine Reise wert. Paris, das muss man sehen.

(romantische Walzermusik)

Voilà!

Paris, das ist froufrou, joujou, Lulu und Madeleine.

Paris, das ist o la l'amour, Montmartre und La Seine.

Paris, das ist der Eifelturm und auch La Belle Madame.

Paris, das ist la femme, toujours, toujours, toujours la femme.

Paris, das ist der süße Duft, der eine Frau umschwebt.

Paris, das ist die Stadt, in der das Glück die Märchen webt.

Paris heißt "Oui, je t'aime, cherie", merci, ich danke schön.

Paris ist eine Reise wert, Paris, das muss man sehen.

(Harfenmusik)

- Gute Nacht! - Gute Nacht! - Und danke für alles.

- Aber jetzt musst du gehen! - Aber warum denn? Ich wohne ja auch...

... auch nicht weit von hier. Darf ich dich noch ein Stück begleiten?

Bis zum Fahrstuhl?

- Ich möchte meinen Schlüssel, bitte! - Welche Nummer, bitte?

(gleichzeitig) - 436. - 436.

- Wieso weißt du meine Zimmernummer? - Ich... ich habe mich erkundigt.

Ich wollte dir Blumen schicken, aber es war schon alles zu.

Du erlaubst, dass ich das morgen nachhole?

- Das da gab man für Sie ab. - Danke.

"Der Gräfin geht es gut. Sie hätte Ihnen nur gerne gute Nacht gewünscht.

Vielleicht schauen Sie noch zu ihr herein. Ihr mehr als sehr ergebener Mucki."

- Dieser Schuft! - Schuft? Wieso Schuft?

- Ich finde, er war sehr nett. - Ja, sehr nett.

Ich werde jedenfalls nachsehen, wie es Henriette geht.

- Vielleicht ist sie noch wach. - Nein, das darfst du nicht!

Sie schläft meist um diese Zeit. Du darfst sie auf keinen Fall wecken.

Natürlich nicht. Aber vielleicht ist sie doch noch wach!

- Gute Nacht! - (stottert) Gute Nacht!

Na gute Nacht!

(schnelle Musik)

(langsame Musik)

(schnelle Musik)

(langsame Musik)

(schnelle Musik)

(langsame Musik)

(schnelle Musik)

(Schlaflied Melodie)

(romantische Musik)

(ratterndes Geräusch und romantische Musik)

(Schnarchen)

(spannende Musik)

(romantische Musik)

(entspannte Musik)

(gurgelt Melodie)

(Gurgeln im Hintergrund)

O Entschuldigung! Ist Madame nicht da?

- Nein, wie Sie sehen, nicht. - Ist sie im Bad?

Sagen Sie mal, was geht Sie das eigentlich an?

- Wer hat denn das Frühstück bestellt? - Niemand. Das heißt, ich dachte...

Sie dachten... Ah, die Blumen, das ist nett. Die gehören mir, nicht?

Nein! Die sind nicht für Sie, sondern für die Gräfin Henriette.

Ah, für die Gräfin Henriette, nett. Gefällt Ihnen die Gräfin?

Und wie! Sie hat solche Beine! Und so einen Charme!

(singt) Immer zieht es mich zu ihr. Let's go, let's go, let's go.

Doch ihr Herz gehört nur mir. Let's go, let's go, let's go.

Meine ist ein feiner Fang.

Und meine hat den schönsten Gang.

Die Figur macht jedem Kenner Spaß.

Yes, sie hat sogar das Lulu-Maß.

Ja ich bin von ihr hin und sie geht mir nicht mehr aus dem Sinn.

Alle Männer sind verrückt nach ihr.

Und meine ist verrückt nach mir.

Keine Frau hat so viel Charme wie sie.

- O, sie war schon mal Miss Miami. - Ja?

Ja ich bin von ihr hin und sie geht mir nicht mehr aus dem Sinn.

Immer zieht es mich zu ihr. Let's go, let's go, let's go.

Und ihr Herz gehört nur mir. Let's go, let's go, let's go.

Go! Go! Go!

(Rock'n'Roll Musik)

(singt theatralisch) Ja, ich schenk ihr mein ganzes Herz.

Und ich schenk ihr sogar 'nen Nerz.

Ich kauf ihr, was sie will, und mehr.

Ich kauf für sie die Läden leer.

Ja, ich weiß auch wofür, wenn ich mich für dieses Mädchen ruinier.

Meine wird nur Henriett' genannt.

Meine auch, das ist ja allerhand!

Meine ist 'ne Gräfin und wohnt hier.

Meine auch! O, wie gemein von ihr.

Das ist 'ne Frau mit Trick und List.

Glauben Sie noch, dass sie die Richtige ist?

Immer zieht es mich zu ihr. Let's go, let's go, let's go.

- Und nun raus, da ist die Tür. - Let's go, let's go, let's go.

Let's go!

- Eigentlich ist es Betrug. - Ja, so kann man es auch nennen.

Andererseits finde ich die Sache sehr lustig.

Was? Nur lustig? Sie sind gar nicht empört?

- Nein. Sind Sie enttäuscht darüber? - Ehrlich gesagt, ja.

Ich habe gehofft, dass Sie Bobby nie mehr anschauen werden.

Und Sie behaupten, sein Freund zu sein.

Ich war es. Bis ich Sie kennen gelernt habe.

Dann seien Sie jetzt mein Freund und helfen Sie mir.

Sicherlich muss Bobby seine Strafe kriegen.

Was hast du gesagt? Ein wildfremder Mann?

Das ist der Kerl, der was mich k.o. geschlagen hat. Den bring' ich um!

Hier bleiben!

- Was hat er gemacht in ihrem Bad? - Gegurgelt, so:

- Und Sie? - Ich habe nicht gegurgelt.

- Ich trug bloß das Tablett rein. - Nein, ich meine doch die Gräfin!

- Wo war die? - Das weiß ich nicht. Vielleicht im Bad.

Jedenfalls lagen ihre Kleider im Zimmer herum.

Bravo. Das ist genau das, was ich für Mr. Piper brauche.

Wenn er kommt, müssen Sie mich verliebt anschauen.

Was? Merkt man nicht, dass ich das schon die ganze Zeit tu?

- Noch verliebter. - Er kommt schon.

- In welcher Gestalt? - In Gestalt der reizenden Gräfin Henriette.

Beugen Sie sich ganz nah zu mir und flüstern Sie mir etwas ins Ohr.

Ja, ich liebe Sie, ich liebe Sie.

Verzeihung! Störe ich?

Guten Morgen, Henriette! Schon gesund?

Was heißt "schon"? Anscheinend freuen Sie sich gar nicht darüber.

O doch, liebe Henriette, wir sind ehrlich erfreut.

Sie waren nicht gefragt.

Hat denn der liebe Onkel Doktor erlaubt, dass Sie aufstehen dürfen?

Was für ein lieber Onkel Doktor?

Mucki erzählte mir, dass Sie gestern Nacht einen Arzt kommen ließen.

- Stimmt das etwa nicht? - Ach, da... da...

Ja, der Arzt war ein Trottel und ich habe jetzt genug von meiner Krankheit.

Ich fühle mich wieder ausgezeichnet.

- Wie war's denn gestern? - Na ja, wie immer.

- Was heißt "wie immer"? - Na, wie eben solche Abende sind.

Also mein Cousin hat Ihnen nicht gefallen?

Gefallen? O ja, er ist eigentlich ganz nett.

- Aber ein bisschen temperamentlos. - Temperamentlos?

Ja, das liegt in der Familie.

Ich warne Sie, Mucki. Sie lernen mein Temperament gleich kennen!

Sie haben bestimmt viel Temperament, Henriette, aber Ihr Cousin?

Was ich am meisten übel nehme ist, dass er sein Wort nicht hält.

- Wieso? - Er versprach mir, mich heute Vormittag abzuholen,

um mit mir ins Museum zu gehen. In den Louvre.

Er wollte mir die Mona Lisa zeigen und nun hat er abgesagt.

- Das ist nicht wahr! - Fragen Sie Mucki, er war am Apparat.

- Sososososo... - Ja. Ich war am Draht.

Ich versprach Bobby, dass ich Mary in den Louvre mitnehme.

Die Liesl, ich meine, die Mona Lisa, kann ich ihr ja auch zeigen.

Sie werden ihr gar nichts zeigen, Bobby kommt nämlich.

- So? - Ja, bevor ich mein Zimmer verließ, hat er mit mir telefoniert.

Er hat doch Zeit und in fünfzehn Minuten ist er da.

Sie sollen unbedingt auf ihn warten.

Guten Morgen! O gnädigste Gräfin, ich hörte mit Bedauern,

dass Sie krank waren. Ich bin glücklich, Sie wieder gesund zu sehen.

Nun, so ganz gesund bin ich leider noch nicht.

Im Augenblick fröstelt es mich wieder ein wenig.

Ich denke, es ist doch besser, ich ziehe mich in mein Bett zurück.

- O! - Ja, das ist besser.

Mr. Piper, das muss jedem Gericht genügen, sogar in Chicago.

Wenn Sie erlauben, fasse ich den Tatbestand kurz zusammen.

- Bitte! - Danke.

- Das meinte ich nicht. - O. - Jetzt bleiben Sie schon sitzen.

Aha, jetzt kommt er von der Straße herein. Mit Hut und Mantel. Sehr raffiniert.

Bitte. Mucki, lassen Sie mich ein paar Minuten mit ihm allein.

Ungern. Und nur ein paar Minuten!

(langsame Klaviermusik)

- Guten Morgen! - Guten Morgen!

- Schon gefrühstückt? - Ja.

- Gut geschlafen? - Glänzend, und du?

- Ich habe kein Auge zugemacht. - Bedrückt dich etwas?

Ja. Wenn ich nur wüsste, wie ich dir das erklären soll!

- Es geht bestimmt um deine Cousine. - Ja.

Ja! Wieso hast du das erraten?

- Weil sie heute so komisch war. - Komisch?

Ja, stell dir vor, sie verbot mir strikt, dass ich mit dir in den Louvre gehe.

- Das ist nicht wahr! - Aber Bobby, ich lüge doch nicht.

Nein, das hab ich auch nicht gesagt, aber ich kenne doch meine Cousine.

- Das würde sie nie verbieten. - Sie erlaubte es dann nachher auch.

- Na also. - Allerdings unter der Bedingung,

- dass sie als Anstandsdame mit uns geht. - Das hat sie nicht gesagt!

Doch, wir sollen sie zusammen von ihrem Zimmer abholen.

- Komm, gehen wir jetzt hinauf! - Nein, das geht nicht!

- Warum denn nicht? - Weil... ich erst unter vier Augen mit ihr reden will.

Ich muss mich darüber empören, dass sie mir plötzlich nicht mehr vertraut.

- Wir brauchen doch schließlich keinen Anstands-Wauwau. - Wau wau!

- Na du hast mir grade noch gefehlt! - Mir auch.

Ja, also dann... Du entschuldigst mich jetzt bitte, ja?

Jetzt bin ich neugierig, wie er sich aus der Affäre zieht.

- Von mir aus kann er drin bleiben. - Wo? - Na in der Affäre.

Mucki! Kommen Sie mit!

Verzeihung!

(stottert) Was machst du denn da?

Ich möchte doch lieber dabei sein, wenn du mit deiner Cousine sprichst.

Ja, ich finde, sie hat ein Recht dazu. Das kannst du ihr nicht verbieten.

(genuschelt) Du schweigst! (normal) Warum bestehst du denn darauf?

Ich will wissen, warum deine Cousine einmal so und einmal so spricht.

Und warum sie dauernd ihre Meinung ändert.

Und das geht am besten, wenn ich euch einmal Aug in Aug gegenüberstehe.

- Aug in Aug. - Ja, beiden. Zugleich.

Au! Auf einmal.

- Ich glaub wir sind noch gar nicht da. - Doch, doch, das ist die 4. Etage.

- Sage mal, musst du unbedingt dabei sein? - Ja, bitte, ich möcht dabei sein.

- Wir können die Tante jetzt unmöglich stören. - Doch, das können wir.

- Können wir? - Ja. - Tante? Hallo! Tante?

- Ist nicht da! - Doch, sie ist bestimmt da.

Da bist du ja, Freundchen!

(langsame Musik)

So! Das war der erste Streich und jetzt kommen noch zwei.

Das nehmen Sie sofort zurück oder Sie geben meinem Freund Genugtuung.

- Mein Name ist von Kalk! - Ich höre das, ich höre das, mein Freund.

Es rieselt!

Denke, das genügt. Wenn das keine unmoralische Lebensweise ist...

Diese Frau ist sicher nicht geeignet, ein Kind zu erziehen, das...

das drei Millionen Dollar geerbt hat.

Wir müssen auf jeden Fall rauskriegen, wer dieser sagenhafte junge Mann ist,

der im Zimmer meiner Ex-Frau gurgelt und durch das Fenster klettert.

- Ich habe ihn gesehen! - Wen?

Den Kerl, der was mir das Telefon an den Schädel geschmissen hat.

- Er ist wieder in ihr Zimmer gegangen. - Mr. Piper?

- Wir ertappen ihn in flagranti. - In wo?

- In ihrem Zimmer. - Schnell, ihr beide kommt mit als Zeugen.

Moment Mr. Piper, ich glaube, wir sollten uns etwas Zeit lassen.

Das heißt, besser gesagt, wir sollten denen etwas Zeit lassen,

bis sich die Situation eindeutig entwickelt hat.

Ja, das glaub ich auch. Ich denke nämlich, der Kerl ist momentan

ein bisschen schwach auf den Beinen. Ich habe nämlich...

Dieser brutale Kerl! Wer kann das gewesen sein?

Ein Gentleman war es jedenfalls nicht.

Also bitte, worauf warten wir noch?

- Wir lassen ihm Zeit, sich noch einmal umzuziehen. - Sehr gut!

- Evelyn! - Ich fürchte, mein Herr, Sie irren sich in der Zimmertür.

Ich heiße nicht Evelyn, sondern Gräfin Henriette von Ratzeberg.

Ich bitte tausend Mal um Entschuldigung, aber...

- Was bedeutet das, meine Herren? - Wieso "was bedeutet das"? Mr. Piper...

O, Sie sind Mr. Piper, der Vater von Mary?

- Ich freue mich sehr, Sie kennen zu lernen. - Ganz meinerseits, Gräfin.

- Sie kennen meine Tochter? - Das kann man wohl sagen.

Ihre Tochter und ich, wir lieben uns. Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, nein?

- Aber im Gegenteil! - Stellen Sie mir diese netten Herren vor?

- Powidel! - Slippery! - Hören Sie, nicht so wichtig.

Könnten Sie mir vielleicht verraten, wo meine geschiedene Frau ist.

- Soviel ich weiß, in Chicago. - Chicago? Meine Herren! Chicago!

Sie flog gleich von Wien aus dorthin

- und vertraute mir deshalb auch Ihre Tochter an. - Hä?

Paps! Seit wann bist du in Paris?

Seit einer Stunde. Ich suchte dich schon auf deinem Zimmer.

- Na? Krieg ich keinen Kuss? - Wenn du drauf bestehst.

- Von mir auch! Von Kalk! - Bitte?

Das ist Mucki, ein sehr, sehr lieber Freund von mir.

- Wie ich sehe, hast du Henriette schon kennen gelernt. - Ja, habe ich.

- Wo ist Bobby? - Bobby? Bob...

Bobby ging gerade hinunter in die Halle.

- Ist er Ihnen nicht begegnet, Mary-Kind? - Merkwürdigerweise nein.

Das konnte er auch nicht. Weil, Sie fuhren sicher mit dem Fahrstuhl.

- Und Bobby lief zu Fuß hinunter. - Ja, so wird es gewesen sein. - Bestimmt.

Wir wollen jetzt nicht länger stören. Ich würde mich sehr freuen,

wenn wir uns in einer halben Stunde in der Bar träfen, zum Cocktail.

(alle drei) Sehr gern!

Sie nicht, meine Herren! Gnädigste Frau Gräfin und ich.

(spannende Musik) Mr. Piper...!

- Also bis gleich! - Aber bringen Sie Bobby mit!

Aber natürlich! Ohne Bobby mache ich ja keinen Schritt.

- Mucki, Sie sind in einer halben Stunde auch in der Bar. - Rasend gern.

- Sie gehen auf Ihr Zimmer und warten dort auf mich! - Yes, Mr. Piper.

Komm, Mary.

- Was sagen Sie zu dieser Pleite? - Na ja, aber zahlen muss er.

Schließlich ist das doch seine Schuld. Warum hat er kein Foto geschickt?

- Wenn der nicht zahlt... - Der zahlt, verlassen Sie sich auf Slippery.

- Ich bleib da. - Warum? - Ich habe dem Fensterspringer noch was versprochen.

Und was der Josef verspricht, das hält er.

Er ist ja noch drinnen, tut sich nur verstecken!

Ich warte, bis er rauskommt, und dann...

Sehr hübsch, Paps. Ich danke dir! Du triffst immer meinen Geschmack.

Na hoffentlich, mein Kind. Du hast also für die Gräfin eine gewisse Sympathie?

Sympathie? Ich glaube, das ist schon Liebe.

So, sehr interessant. Und wer ist dieser junge Mann?

Der bei der Gräfin angeblich ein- und ausgeht.

Das ist Graf Bobby, ihr Cousin.

(Klopfen) Ja, herein!

- Donald! Ich hörte eben, dass du da bist. - Ja, ich hörte auch, dass du da bist.

- Und noch einiges mehr. - Hallo Mary! - Hallo!

Ich habe deine Tochter im Flugzeug kennen gelernt.

Durch die bezaubernde Gräfin Henriette.

- Mr. Cower ist bis über beide Ohren in die Henriette verliebt. - So?

- Ja, was sagt denn Rosemarie dazu? - Ach, bitte, nicht doch.

- Wer ist Rosemarie? - Mr. Cowers ebenso dickliche, wie liebliche Gattin.

(entspannte Musik)

(Tanzmusik)

Wenn die Gräfin wirklich einen so großen Einfluss auf Mary hat...

- Ja, das hat sie. - Dann sehe ich schwarz für dich.

- Wie meinst du das? - Weil ich die Gräfin heirate.

Haha! Dass ich nicht lache! Glaubst du etwa, sie nimmt dich?

- Sie hat ja sogar mich abgelehnt. - Ich hab dir einiges voraus:

1. bin ich nicht verheiratet, 2. bin ich der Vater von Mary.

Die Gräfin liebt Mary über alles und Mary wiederum die Gräfin.

Das stimmt! Sag mal, warum willst du sie eigentlich heiraten?

Bist du aber schwer von Begriff! Sie hat einen großen Einfluss auf Mary.

Auf diese Weise werde ich endlich frei über Marys Geld verfügen können.

- Handelt so ein Vater? - Nur ein Vater handelt so!

Ein Vater, der um das Vermögen seines Kindes besorgt ist.

(hüstelt)

Ach Henriette, Sie sind immer noch erkältet?

- Ja, ein bisschen. - Wo haben Sie Bobby gelassen?

Bo, Bo, der arme Bobby. Ja, ich... Der musste plötzlich fort, stellen Sie sich vor.

Ich fürchte, er wird heute überhaupt noch Paris verlassen müssen.

- Na, das tut mir aber sehr Leid. - Tun Sie nicht so, Sie sind froh darüber.

Gräfin! (beide zusammen) Darf ich bitten?

Aber meine Herren! Wem soll ich jetzt einen Korb geben?

Cower hat sowieso keine Zeit. Wolltest du nicht an Rosemarie telegrafieren?

Ich? Wieso? Ach so, ja ich danke dir, dass du mich daran erinnert hast!

Verzeihen Sie, Gräfin!

(Charleston Musik)

Ein reizendes Paar! Wie füreinander geschaffen!

Wenn ich Sie so in meinen Armen halte, fühle ich, Sie sind die Frau fürs Leben.

- Das hat mir Mr. Cower auch schon gesagt. - Ach der!

Sagen Sie, liebe Gräfin, waren Sie schon einmal verheiratet?

Ja, ganz kurz.

- Was geschah mit Ihrem Gatten? - Bitte erinnern Sie mich nicht daran, Mr. Piper.

- Bitte, sagen Sie Donald zu mir. - O, mein lieber Donald Duck!

Nein, ich möchte an diese traurigen Geschehnisse nicht erinnert werden.

- Aber... - Nein! Sie wühlen in alten Wunden.

Aber bitte. Ich möchte doch alles über Sie wissen.

Nun denn! Es sei!

Ich erzähle Ihnen alles. Ich erschoss ihn in der Hochzeitsnacht.

- Nein! - Ja. - Herrlich!

Ich wünschte mir immer eine Frau, die bereit wäre, mich zu erschießen.

Haben Sie nicht Lust, Mutter zu werden?

Donald! Lust hätte ich schon, aber ich glaube, das wird kaum möglich sein.

- Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. - Diesmal bestimmt nicht.

Sie müssen mich richtig verstehen! Ich suche eine Mutter für Mary.

Stellen Sie sich vor, wie glücklich Sie sein könnten, Sie und Mary.

- O, das kann ich mir sehr gut vorstellen. - Gräfin! Ich habe Ihr Wort!

Schauen Sie sich das an! Ihr Herr Papa küsst Bobbys Hand.

Ich habe nie gewusst, dass Bobby so viel Sexappeal hat.

(langsame Tanzmusik)

- Gräfin! - O, Mrs. Piper!

- Sie kommen grade im richtigen Augen- blick. - Den Eindruck hab ich aber auch.

Ich bin empört über Sie, Gräfin!

- Sie tanzen da eng umschlungen mit diesem, diesem... - Mami!

Mein armes Kind, wem hab ich dich anvertraut!

- Wissen Sie, was Sie sind? - Sei vorsichtig mit deinen Ausdrücken!

Meine zukünftige Frau steht vor dir.

Das haben Sie großartig eingefädelt, Sie Riesenschlange, Sie.

Also bitte, das ist ein Irrtum! Was die Schlange betrifft.

Einen Moment, ich muss mit dir reden. In aller Ruhe.

- Wir gehen hinauf in mein Zimmer und Sie kommen mit, Henriette. - Ja, bitte.

(langsame, spannende Musik)

(schnelle, spannende Musik)

Ach so, Sie sind es nur.

Sie haben mein Vertrauen missbraucht, ganz niederträchtig missbraucht.

Ja, Mrs. Piper, das hab ich. Aber nicht so, wie Sie denken.

- Wieso? Wie denn sonst? - Viel schlimmer.

Ich verstehe Sie nicht, sprechen Sie endlich. Was haben Sie getan?

Ich habe... Ich... Ich...

- Ich kann's nicht sagen. - Dann sage ich es.

- Die Gräfin hat sich in mich verliebt. - Ja. Das...

Wie bitte? Was heißt das: verliebt?

Wir werden heiraten, Mami. (Mami schluckt hörbar)

Du willst die Gräfin heiraten? Ich werde wahnsinnig.

Mary!

(romantische Musik)

Ist es dir lieber, wenn Paps die Gräfin heiratet?

- Bin ich denn im Irrenhaus? - (hohe Stimme) Küss die Hand!

(tiefe Stimme) Küss die Hand!

- Wer ist denn das? - Das ist Bobby.

Der Mann, den ich liebe! Und der Mann, mit dem sich Paps verlobt hat.

Was, die Gräfin ist ein Mann?

- Und das weiß Donald nicht? - Vorläufig nicht.

Sonst,... sonst hätte er ja nicht um meine Hand angehalten.

Nein, das ist herrlich. Zu schade, dass es keine offizielle Verlobung gab.

Wenn Sie Wert darauf legen, Mrs. Piper, könnte man es dazu kommen lassen.

Ja, kommen Sie, kommen Sie, lieber Freund! Wir verdursten.

- Ich verstehe nicht, wo Henriette bleibt. - Sie wollte nur noch zum Frisör.

Du brauchst keine Angst zu haben, Paps. Sie ist in guten Händen.

- Bobby passt auf sie auf. - Aber ja, das ist alles gut und schön.

Aber in 5 Minuten kommen die Gäste. Wie soll ich sie ohne Verlobte empfangen?

- So, da sind wir! - Ich wusste ja, dass sie pünktlich ist.

- Na also! - Da bin ich!

- Darling! - Wer ist denn das?

- Henriette! - Das ist nicht meine Henriette! - Doch.

Aber Donald, du kennst die Gräfin nicht?

- Das ist nicht die Gräfin! - Aber Mr. Piper!

- Meine Cousine verändert sich doch nicht! - Doch, sie hat sich verändert!

Aber Paps, was ist denn los mit dir?

Ich hab dir schon einmal gesagt, du musst zu einem Psychiater gehen.

Ja, ich kann dir einen großartigen empfehlen.

Lieber Baron, wir sind doch alte Freunde. Wer ist diese Dame?

Gräfin Henriette von Ratzeberg.

Donald! Liebling!

Komme gleich.

Also den hätten wir geschafft.

(fröhliche Musik)

(singt) Paris war eine Reise wert, das ist so klar wie nie.

Denn mein geheimes Reiseziel warst du für mich, Cherie.

Was brauch ich noch froufrou, joujou, Lulu und Madeleine,

Seit unserem ersten Rendezvous am Abend an der Seine.

Und was woanders schwierig scheint, ist in Paris bequem.

Man hört ja gar nichts anderes als je t'aime, je t'aime, je t'aime.

Bei jedem Kuss, den du mir gibst, sag' ich beglückt zu mir

Paris war diese Reise wert ins Happy End mit dir!

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