All language subtitles for Der Wunschzettel 2018

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Barrierefreie Fassung TV Text International

Da ist es wieder, Weihnachten.

Das Fest der Liebe.

Und mittendrin ich.

364 Tage im Jahr glücklicher Single.

Nur Heiligabend nicht.

Da bin ich die übrig gebliebene Tochter,

die bemitleidenswerte Schwester, der unveräußerliche Restposten.

Nach Ansicht meiner Familie jedenfalls.

Trotzdem liebe ich Weihnachten,

mit all den Wünschen und all seiner Magie.

*Die Ampel piept regelmäßig.*

*Sie piept schneller und im Takt von "Jingle Bells".*

"Lieber Weihnachtsmann, bitte schicke uns jemanden,

der einsam ist und ein bisschen Geld übrig hat.

Wir feiern mit ihm Weihnachten. Wie eine richtige Familie.

Meine Schwester und ich bekommen dafür Geschenke von ihm/ihr.

Danke! Dein Leo Golombeck."

Du traust dich was, Leo!

Das wird klappen, Lotte. Wirst schon sehen.

Der Weihnachtsmann liest vielleicht gar keine Zettel an Ampelmasten.

Sei nicht traurig, wenn er es dieses Jahr nicht schafft, okay?

Mist! Klappt nicht.

Doch. Das wird klappen!

Nee, die Lichterkette. Immer noch kein Strom.

Golombeck.

Kommt, Kinder! Mittagessen.

Bestimmt wieder Stullen. Kalt.

Golombeck.

Wir gehen aber schon noch auf den Weihnachtsmarkt, oder?

Nee, das schaffen wir heute nicht.

Ich weiß, Mama hätte das alles viel besser hingekriegt.

Aber Geschenke sind nicht alles, nicht wahr?

Wir kriegen Geschenke.

Sei dir da mal nicht so sicher.

Natürlich kriegt ihr Geschenke.

Ich bastel euch was Schönes, okay?

Danger-Bobo kann man aber nicht schnitzen.

Der ist aus Plastik. Na, und ...?

*Es klingelt.* Ich geh schon.

Kann ich helfen?

Äh, nein. Ich bin vom Ordnungsamt.

Ist es wegen meinem Hänger vorne?

Nee, hier. Wildes plakatieren, das kann teuer werden.

150 Tacken, also Euro. Mindestens.

Leo! Du hast keine Schuhe an!

Mein Wunschzettel! Komm rein!

Lotte, es hat geklappt. So schnell.

Komm rein! Leo!

Siehst du? Los, komm rein!

Leo!

Papa ist auch dafür (bestimmt). Dein Leo Golombeck.

Papa ist Handwerker und pleite.

Hey, Leo!

Nur weil der letzte Auftraggeber nicht bezahlt hat.

Und der vorletzte auch nicht. Leo, jetzt ist's gut.

Papa kann deshalb seine Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Weihnachtsgeschenke auch nicht. Es gibt ein Geschenk.

Aber eben keinen sauteuren Danger-Bobo!

Als Mama da war, hat sie alles mit dem Weihnachtsmann klar gemacht.

Wo ist denn die Mama?

Im Himmel.

Rufen Sie jetzt das Jugendamt?

Wir sind zumindest nicht obdachlos, wie Sie sehen.

Die Decken können Sie wieder mitnehmen.

Was? Ach, so, die sind für meine Familie.

Frau Holle? Du kennst dich aus.

Das sind keine Federbetten.

Egal, was Frau Holle schüttelt, kommt immer Schnee raus.

Und nun?

Wir haben ganz viel Spielzeug von meinem kleinen Bruder im Keller.

Modelleisenbahnen, Autorennbahn, ein Parkhaus mit Spielzeugautos.

Sie helfen gerne, was?

Was?

Also aktuell werde ich gar nicht gefragt, eher beauftragt.

Vom Weihnachtsmann?

Das ist nett, aber wir brauchen keine Almosen vom Ordnungsamt.

Ich schlage vor, wir beenden das jetzt erstmal.

Ja, klar. Natürlich.

Tut mir leid!

Darf ich den behalten?

Ja. Nein.

Danke!

Geht's?

Ja.

Okay, Leo. Das war ein netter Versuch.

Mach das bitte nicht noch mal. Wir kriegen das auch so hin.

Aber sie war doch da. Es war kein Versuch. Es hat funktioniert!

Sie hat uns nicht eingeladen.

Sie wollte uns ein paar Olle Spielsachen schenken.

Nennst du das funktionieren?

Aber ich will Weihnachten! Mit einem Baum und Geschenken!

Mit Essen und Plätzchen und du hast sie verscheucht!

Wir kriegen das nicht hin! Du kriegst das nicht hin!

Er meint das nicht so.

Leo, deine Schuhe!

Sie war so nett.

*Die Ampel piept wieder eine Melodie.* Stopp!

Du hast doch gesehen, wo das hinführt.

Lotte, sie redet mit dem Weihnachtsmann!

Sie redet mit der Ampel. Nein, schau doch!

Sie guckt in den Himmel.

Sie sagt dem Weihnachtsmann, dass wir wirklich Hilfe brauchen.

Das war so peinlich.

Die arme Familie!

Sie ist nett. Aber auch ein bisschen schräg.

*Die Ampel piept regelmäßig.* Danke!

Ich rede mit einer Ampel.

Oh nein! Sie geht weiter.

Sie muss doch zurückkommen.

Vielleicht kommt sie später zurück.

Vielleicht war einfach gerade die Verbindung schlecht.

Scheißteil!

Er kriegt das nicht hin.

Er ist ein Stubenhocker, schon immer gewesen.

Er ist Anwalt.

Ich helfe ihm gleich.

Nein, lass das. Er will dir beweisen, dass er das auch kann.

Na, Benni? Hast du Papas heilige Rentiere kaputt gemacht?

Große Schwester! Da bist du endlich. Du wirst schon erwartet.

Wohl eher die Decken.

*Er schnieft.* Bist du schon wieder krank?

Hat Bettina dir frische Luft verordnet?

Die Details erspar ich dir.

Du hast gesagt, es soll aussehen wie immer.

Das tut es auch, Birger. Das tut es.

Steht dem alten Kasten richtig gut, der Lichterglanz.

Sieht man den Verfall nicht so.

Vielleicht sollte ich mir auch eine Lichterkette auf den Kopf setzen,

damit man den Verfall nicht so sieht.

Dieses Scheißteil!

Warum tu ich mir das eigentlich jedes Jahr an?

Lass dich mal von Papa nicht erwischen.

Das ist ein offizieller Auftrag. Ich soll das aufstellen.

Na dann ist Papa krank.

Nee, aber der wird halt auch nicht jünger.

Ich geh schon.

Mama, was habt ihr ausgemistet? Das sieht viel leerer aus als sonst.

Man muss sich auch ab und zu von irgendwas trennen.

Wir nehmen übrigens diesmal die beiden Zimmer im ersten Stock.

Nein, Caro. Das ist Bennies altes Zimmer.

Das war Bennies Zimmer.

Ich will nicht die Treppen laufen, weil Willi aufs Klo muss.

Und Matilde will ein eigenes Zimmer.

Da bist du ja endlich.

Pauline, oh Gott, so bepackt! Warum hast du nichts gesagt?

Weil du dann gesagt hättest, warum gehst du nicht zweimal.

Das gibt doch wieder nur Ärger mit den Zimmern.

Es geht nur um die Zimmerverteilung, meine Güte!

Warum konnte der nicht so stehen bleiben? Birger war zufrieden.

Birger macht es nicht selbst = Birger ist nicht zufrieden.

Der nadelt schon.

Mama!

Stopp, Willi! Was willst du mit meinem Akkuschrauber?

Braucht Onkel Benni. Wozu, wenn die Lichter nicht gehen?

Wahrscheinlich ein Kabelbruch.

Schnitt, abisolieren, Lüsterklemme drauf, fertig ist die Laube.

Wenn Benni dir früher helfen wollte, hast du ihn nicht gelassen.

Woher soll er das wissen? Sag ihm das!

Jedes Jahr derselbe. Stau, Nerverei, überdrehte Kinder.

Die Schwägerin hat wieder super Laune dieses Jahr. Gut so, Bettina?

Ja. Im Ernst Jon: Wer tut sich das freiwillig an?

Vielleicht Pauline. Die ist auf der Bedürfnispyramide ganz weit unten.

Keinen Mann, keine Kinder, Scheißjob, schlecht bezahlt.

Da ist Heiligabend bei der Familie eine willkommene Ablenkung.

Hey Pauline! Schön, dass du da bist.

Komm, lass dir helfen!

Hast du kalte Hände! Ja, ich komme auch von draußen.

Die Uniform macht es nicht besser.

Bettina!

Bei uns sagt man: Hast du warme Hände, wohnt bei dir Liebe.

Wer sagt denn, dass in meinem Haus der Liebe keiner wohnt?

Ja? Wo denn, im Keller?

Wir haben Handschuhe im Keller. Was willst du, Leder oder Wolle?

Ich bau Deko mit 'nem Vierjährigen und im Geschäft warten die Leute.

Weihnachten ist die umsatzstärkste Zeit im Jahr. Ich weiß.

Erst die Kunden, dann die Familie.

Die haben das hier immerhin alles bezahlt. Ja.

Auch deine Ausbildung, die du leider abgebrochen hast. Amen.

Ja, Amen.

Haus der Liebe ...

Bei dir klingt es bisschen schlüpfrig.

Warum bist du so gemein zu Pauline?

Ich bin doch nicht gemein, ich bin nur ehrlich.

Wenn sie so weitermacht, ist ihr Weg vorprogrammiert.

Minimaler Rentenerwerb und dann die Eltern pflegen.

Du bist eine fürsorgliche Zynikerin!

Ja, mein Gott!

Ich bin auf der Bedürfnispyramide nicht ganz unten.

Nein, natürlich nicht. Das kannst du nicht erst nehmen.

Bitte, guck dir das mal an:

Ich weiß nicht, was los ist, das muss ich alles noch einkaufen.

Ich mach das.

Nein! Das kann ich doch selbst.

Was ist eigentlich mit dieser Pyramide?

Ich meine, wohnt wirklich jemand im Haus deiner Liebe?

Ja, klar, mietfrei!

Das heißt, du hast einen Freund?

Birger! Mama!

Birger! Ja, was ist denn?

Pauline hat einen Freund.

Ich hab keinen... Echt? Wie heißt er?

Makronen? Ja.

Von Mama gebacken. Und abgezählt. Wie immer.

Also, willst du eine?

Nein! Eins nach dem anderen.

Mach nicht so ein Geschiss! Du siehst, wie wichtig ihr das ist.

Sogar wichtiger als mir.

Du hast gerade erzählt, dass du einen Freund hast.

Ich hab... Wo ist das Problem?

Dass ihr euch nicht vorstellen könnt,

dass man auch alleine ein glückliches Leben führen kann.

Du musst nicht gleich eine Doktorarbeit drüberschreiben.

Also, mein letzter Versuch.

Eine.

Also gut, Leo heißt er.

Leo. Meine Mittagspause ist vorbei.

Leo.

Ich hab das Geld überwiesen. Schauen Sie halt nach.

Ach, so, dann ist das ein Leitungsproblem?

Nein, wir fahren an Weihnachten nicht zur Familie.

Lieber Weihnachtsmann!

Die Frau, die du uns geschickt hast, war sehr nett.

Ja, das können sie sich dann auch schenken.

Bin in der Werkstatt.

Lotte meint, die Verbindung war schlecht

und deshalb konnte sie nicht gleich wieder kommen.

Bitte schicke sie zu uns zurück!

Es war schön mit ihr. Und Papa kriegt es alleine nicht hin.

Vielen Dank für deine Bemühungen und schöne Grüße an Frau Holle!

Dein Leo Gelumbeckt.

Leo? Und wie alt ist er?

Sechs.

Sechs? Hör auf, dich einen Tag vor Heiligabend kindisch aufzuführen!

Ich bin kindisch? Ja.

Daniel. Er heißt Daniel. Leo ist sein Sohn.

Daniel. Und was macht Daniel zu Weihnachten?

Weiß nicht. So weit waren wir noch nicht. Bring ihn mit!

Bring ihn mit und seinen Sohn auch.

An Heiligabend? Ja, warum nicht?

Ja, reden tun wir sowieso über ihn.

Genau.

Wie komme ich denn auf sowas?

Scheiß!

Pauline! Ja.

Benni hat den Schlitten wieder hingekriegt?

Du solltest deinen Kindern mehr zutrauen.

Das sagt die Richtige! Ich finde, sie hat Recht.

Dann können wir die hier Benni auch gleich geben.

Sag mal, ihr kommt morgen jetzt?

Ja.

Ist er denn Vegetarier?

Nein.

Hast du dir das auch gut überlegt mit morgen?

Nein. Natürlich nicht.

Ist 'ne Ausfahrt. Ist doch alles frei.

Nee, ist 'ne Ausfahrt. Ach, komm!

Ihnen auch schöne Weihnachten!

Dinger- Bob. Er ist cool.

Cool.

Okay. Keine Almosen. Ein Handel.

Ein Handel?

Was für ein Handel?

So wie es auf Leos Wunschzettel steht:

Sie feiern mit mir und meiner Familie Weihnachten

und dafür bekommen Ihre Kinder Geschenke.

Was hätten Sie davon?

Ich habe mich in eine Lage manövriert.

Eine Lage? Ja, eine Lage.

Ich hab meine Eltern angelogen.

Ich hab erzählt, dass ich einen Freund hab.

Jetzt muss ich ziemlich schnell liefern. Einen Freund?

Ja, einen Freund. Mich.

Sie haben erzählt, ich sei Ihr Freund.

Warum haben Sie das erzählt?

Weil ...

Weil es auf dem Wunschzettel meiner Eltern ganz oben steht.

Und auf Ihrem nicht? Nein.

So selbstlos? Im Gegenteil.

Coming out ist doch heute gar kein Problem mehr.

Ich bin nicht schwul, einfach nur gern allein. Okay?

Okay.

Wie soll das funktionieren? Wir wissen nichts voneinander.

Okay.

Mein Name ist Pauline Schwebe, bin 38, habe Soziologie studiert.

Cum laude abgeschlossen, arbeite seit fünf Jahren beim Ordnungsamt.

Ich esse alles. Meine Hobbies sind Lesen, Kino. Ich hab eine Katze.

Das ist sehr romantisch.

Okay, ich mache mich hier zum kompletten Affen. Ich geh besser.

Ihr Kühlschrank taut gerade ab. Was?

Ihr Kühlschrank taut gerade ab.

Ja, das ist das Stromnetz. Leitungsproblem.

Okay. Dann tschüs!

Was? Nein, nein. Warten Sie!

Warten Sie!

Leo glaubt fest daran, dass der Weihnachtsmann Sie geschickt hat.

Er glaubt daran. Nächstes Jahr vielleicht schon nicht mehr.

Mein Name ist Daniel Golombek,

ich bin 37 Jahre alt und habe zwei Kinder, Lotte und Leo.

Meine Frau ist vor zwei Jahren gestorben.

Ich hab Angst, dass das Jugendamt mir die Kinder wegnimmt.

Und ich weiß nicht, wie es nächstes Jahr weitergehen soll.

Vielleicht ...

Wir verbringen gerne Weihnachten mit Ihnen und Ihrer Familie.

Ja? Ja.

Besser als das hier wird's auf jeden Fall sein.

Ich sprech mit Ihnen auch viel lieber als mit 'ner Ampel.

Wir sind wirklich ein sehr ungewöhnliches Paar.

Papa! Wer ist da? Ich wusste es! Du bist wieder da.

Ihr seid ein Paar?

Nur morgen, Lotte.

Warum? Der Weihnachtsmann hatte 'ne gute Idee.

Eine ziemlich gute.

Schneidest du einfach alles klein und dann in den Topf.

Und der Fenchelhonig für Benni. So lieb!

Hast du an die Kartoffeln gedacht, Pauline?

Die Kartoffeln sind im Keller.

Ich hab übrigens mit Daniel gesprochen und wir sind uns einig.

Wir feiern gern mit euch Weihnachten. Mit den Kindern.

Kinder? Wie viele hat er?

Zwei.

Dann sind sie zu dritt. Dann haben wir gar nicht genug Stühle.

Stühle? Dann bringt Daniel welche mit.

Ja.

Leo ist sechs. Und ...

Lotte.

Lotte ist ...? So circa 12.

Circa?

Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Ordnungswidrigkeit. Durch eine Ordnungswidrigkeit.

Was macht er dein Daniel?

Er ist nicht mein ... Tischler.

Einen Koch haben wir schon in der Familie, eine Richterin

und jetzt jemanden, der das Haus wieder in Ordnung bringen kann.

Papa! Birger!

Was denn?

Ein Tischler also. In Lohn und Brot?

Selbstständig.

Wo ist denn die Mutter?

Er hat in letzter Zeit ein bisschen Pech gehabt.

Pech? Was heißt das? Heißt das, er ist pleite?

Ich muss mal aufs Klo.

Oh Gott, jetzt geht das alles wieder von vorne los.

Pech kann alles bedeuten. Mach dir nicht gleich Sorgen.

Caro! Mein Ladegerät!

Ja, gleich.

Brauchst du Hilfe?

Nee, danke. Es geht schon.

Wollen Caro und du heiraten?

Wie kommst du darauf?

Weil du das zweite Mal da bist. Da muss es Caro ernst sein.

Ich würde sie heiraten.

Ja? Und noch ein paar Kinder?

Weil Caro will nämlich immer Kinder von ihren Männern.

Ein großes Thema bei euch. Kinder kriegen. Enkel.

Kinder nicht kriegen ist zumindest kein Thema.

Was? Vermutest du hier ein Verbrechen?

Ich bin privat hier.

Gibt’s da bei dir einen Unterschied?

Caro ist drin. Außerdem ist Jon für schlechte Richterwitze zuständig.

Ich geh unten. Unten ist kaputt.

Seit wann? Laut Wanda schon seit längerem. Kommt alles hoch.

Komisch. Papa lässt so was doch sonst sofort reparieren.

Ich krieg dich gleich!

Hey! Matilde, gib sofort das Tuch her!

Tildi! Das gehört deiner Tante Bettina.

Menno!

Du brauchst für die Schrauben da einen Inbus, keinen Kreuzschlitz.

Ich könnte einen Assistenten ganz gut gebrauchen.

Das glaub ich auch.

Das hat Willi von Opa. Eindeutig.

Ja weißt du, manchmal überspringt das Talent eine Generation.

Und du hilfst mir jetzt mit Kartoffeln.

Wann reden wir mit den Kindern?

So schnell kriegen wir sie nicht an einen Tisch. Sie fahren nicht.

Du hast gesagt, Weihnachten soll noch mal so sein wie immer.

Das wird es auch. Und wie sagst du so schön:

Seit unsere Tochter Caro geschlechtsreif ist,

sitzt jedes Jahr ein anderer junger Mann unter unserem Weihnachtsbaum.

Echt?

Echt. Ist dir aufgefallen, dass du ständig 'echt' sagst?

Die Kinder haben sich das auch schon angewöhnt. Echt?

Birger! Merkst du, dass deine Rufe nur aus Vornamen bestehen?

Streiten wir, weil Pauline einen Freund hat?

Nein, wir streiten nicht.

Wir streiten nicht.

Ich werde mir Daniel trotzdem genau anschauen, ganz genau.

Pauline muss er gefallen. Nicht dir.

Doch. Mir muss er auch gefallen.

Ist doch unwichtig.

Caro besetzt schon wieder das Bad.

Echt? Birger!

Falls ihr euch Sorgen macht: Ich hab aus meinen Fehlern gelernt.

Sicher. Du bist ja schon groß.

Das ist alleine deine Entscheidung.

Ich liebe euch trotzdem. Das wissen wir.

Wir dich auch!

Und? Hält bombenfest?

Klar! War alles Willi. Der hat auch das Rentier an den Start gebracht.

Abisolieren, zwei Kronleuchter- klemmen, fertig ist die Laube.

Lüsterklemmen.

Morgen reparieren wir die Toilette unten.

Dein Ernst?

Nee, Spaß! Das macht Willi alleine.

Pauline hat übrigens deinen Fenchelhonig mitgebracht.

Auf Pauline ist Verlass.

Was ist das mit Pauline und Männern?

Hat Caro dir was erzählt?

Nein.

Ist ein ausgeprägtes Helfersyndrom, würde ich meinen.

Bettina sagt, sie landet in der Altersarmut.

Meine Familie glaubt, sie wird 'ne alte Jungfer.

Na, alles im Griff?

Paulina! Gehst du schon?

Könntest du mir morgen was von der Apotheke mitbringen?

Nö, keine Zeit. Bis morgen!

Ausgeprägtes Helfersyndrom? Sie ist auf dem Weg der Besserung.

Hoffen wir es!

Frohes Fest, sagte der Weihnachts- mann und öffnete seinen Mantel,

der nun so weiß, der nun so weiß war wie sein Bart.

Der kleine Hase sprang dem Weihnachtsmann in die Arme.

Er kuschelte sich ein und ... und es war ihm ...

Papa, gib mal her! Gib mal her.

Der kleine Hase sprang dem Weihnachtsmann in die Arme

und kuschelte sich ein und es war ihm im Nu nicht mehr kalt.

Der Weihnachtsmann wendete seinen Schlitten

und nahm den kleinen Hasen mit zu sich nach Hause.

So. Ende, Schlafenszeit.

War der Hase tot?

Er lebt jetzt beim Weihnachtsmann. Als Schneehase.

Das kann gut sein. Schlaft gut!

Was ist, wenn wir uns morgen Abend verplappern?

Wie meinst du das?

Wenn wir zugeben, dass der Weih- nachtsmann Pauline geschickt hat?

Dann lachen die Erwachsenen und finden uns niedlich.

Warum? Weil sie nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben.

Papa, es gibt aber den Weihnachtsmann, oder?

Ja, klar. Für die, die an ihn glauben, gibt es ihn.

Das hast du ja heute selber bewiesen.

Mama wäre sicher einverstanden. Ja, das wäre sie bestimmt.

Schlaft gut, ihr Zwei!

Gute Nacht, Papa!

Der Weihnachtsmann ist ein cooler Typ.

War ja klar.

Was soll schon schief gehen?

Hey!

Noch nicht müde?

Nein. Aber Leo schläft tief und fest.

Gut.

Der Strom geht wieder? Ja, ein Wunder!

Ist was, Papa?

Ich weiß nicht, ob da ein Segen draufliegt.

Auf was?

Auf unserem Weihnachtsschwindel morgen.

Für Leo ist es kein Schwindel. Sondern?

Ein Weihnachtszauber.

Warum hast du Pauline denn zugesagt?

Ich weiß es nicht.

Weil in dem Moment der Kühlschrank in der Werkstatt ausgelaufen ist,

Leo so unglücklich war.

Jetzt ist Leo glücklich.

Wir brauchen noch ein Geschenk für Pauline.

Stimmt.

Weißt du denn, was sie mag?

Keine Ahnung, was sie mag. Ich könnte ihr was basteln.

Ich weiß nicht, was er mag. Welcher Typ ist er denn?

Nett. Er ist nett.

Ich meine, dunkel, hell,

die Rothaarigen zum Beispiel neigen dazu, etwas säuerlich zu riechen.

Und manche blonde Männer haben gar keinen Eigengeruch.

Aha. Ist er denn blond?

Blond, ja.

Gut. Dann nehmen Sie doch das hier!

Dann nehm ich das.

Und was schenk ich 'ner Zwölfjährigen?

Moment!

Das Schminkset ist gerade total der Renner.

Oh. Ich dachte eher an ein Buch.

Ein Buch? Heutzutage muss es bunt sein oder mit Strom betrieben.

Oder eben glitzern. Ist meine Erfahrung.

Dann nehm ich das. Okay.

Und wo bekomm ich Danger-Bubu? Bobo.

Was? Bobo, nicht Bubu.

Da brauchen Sie Glück, dass wir noch einen haben.

Finden Sie unten bei den Spielwaren.

Okay.

Auf der Bedürfnispyramide ganz oben.

Was? Nichts.

Das ist der Letzte. Die limitierte Version. Ist ein bisschen teurer.

Macht nichts. Nehm ich.

Räuberleiter? Was?

*Es klingelt.*

Hey!

Ich hab Sie bis jetzt immer nur bepackt gesehen.

Ist ja auch erst das dritte Mal.

Ja, dann muss es ein Zufall sein. Geben Sie her!

Kinder! Wie besprochen, ab jetzt ist die Küche tabu!

Ja. Hallo Pauline!

Frohe Weihnachten!

Dir auch! Dir auch!

Wow, Sie haben Dinger Bobo! Das ist ja toll!

Ja.

Ach, ja ...

Das hier schenken Sie mir.

Nein, ich bastel Ihnen was.

Basteln? Jetzt schauen Sie genauso erschrocken wie meine Kinder.

Wollen Sie was trinken? Ja.

Auf dem Golfplatz bieten sich die Golfer immer ein Tages-Du an.

Ein Tages-Du? Und wie lange geht das?

Naja, so ... Von jetzt bis morgen Mitternacht.

Okay, und dann?

Verwandelt sich meine gläserne Kutsche wieder in einen Kürbis.

Warum glauben Erwachsene nicht mehr an den Weihnachtsmann?

Vielleicht weil zu viele Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind?

Dann glauben sie auch nicht mehr an die Wünsche?

Die Traurigen nicht, nein.

Schießen Sie ... schieß los!

Was muss ich über deine Familie wissen?

Ich sag mal so ...

Also ...

Wir spielen jedes Weihnachten "Wer bin ich".

Also die anderen denken sich eine Persönlichkeit für dich aus,

schreiben es aus 'nen Zettel, kleben es dir an die Stirn

und du musst raten, wer du bist.

Okay. Und?

Meine Schwägerin Bettina war was zwischen Schirinowski oder Putin.

Weil sie Russin ist? Nein, Richterin.

Meine Schwester Caro war Baghwan, mein Bruder Micky Maus,

meine Mutter Columbo und mein Vater Bob der Baumeister.

Baghwan? Sie ist ein bisschen öko.

Okay. Was hat das alles miteinander zu tun?

Piesacken ist 'ne Art Aggregatzustand meiner Familie.

Wie 37 Grad Körpertemperatur. Wenn du verstehst, was ich meine.

Was warst du? Die drei kleinen Schweinchen.

Multiple Persönlichkeit?

Nee, die sind einfach alle drei ein bisschen dämlich.

Nein, nein, nein. Ich find die ganz ok.

Am Ende kochen sie den Wolf. Die Schweinchen.

Du lachst, aber ich kenn mich ziemlich gut aus,

weil wir lesen uns ziemlich viel vor, seit dem Tod von meiner Frau.

Wo sind eigentlich die Großeltern? Meine Eltern leben in Thailand.

Und meine Schwiegereltern geben mir die Schuld an Katjas Tod.

Die sind seitdem nicht mehr aufgetaucht.

Woran ist sie denn gestorben?

Sie hatte Krebs.

Sie hatte ihn eigentlich besiegt.

Und dann ist sie mit Leolino schwanger geworden.

Sie wollte ihn unbedingt.

Und dann hat sie ihn gegen den Rat der Ärzte bekommen.

Nach der Geburt ist der Krebs wieder gekommen.

Ja, ihre Eltern geben mit die Schuld.

Schau mal!

Ich dachte das hier wäre was für deinen Neffen. Wie heißt er noch?

Willi. Ja, Willi. Richtig.

Das ist schön.

Ich dachte, das wäre was für Weihnachtsmärkte,

aber gibt’s im Internet billiger. Aber nicht so schön.

Danke!

Was steht auf deinem Wunschzettel?

Was wünschst du dir von Weihnachten?

Von Weihnachten, nicht zu.

Mich zu erinnern.

Woran?

Die Magie.

Wenn ich an einer Mandarine rieche, ist es wieder da.

Das Gefühl. Wie schön es war als Kind.

Pauline, was sollte ich über dich wissen?

Nichts Besonderes.

Bereite dich darauf vor, dass sie alles über dich wissen wollen.

Okay.

Vielleicht machen wir uns einfach nur einen guten Abend.

Gute Idee.

Danger-Bobo.

Wow. Leo wird ausflippen.

Oh Gott, der ist so hässlich.

Papa lacht. Vielleicht hat Pauline einen Witz gemacht.

Und Leo, das mit dem Wunschzettel war voll die coole Idee.

Caro!

Pauline.

Pauline? Ach, was!

Hey Daniel!

Mama, Daniel. Das ist mein Freund, das sind die Kinder.

Kuss.

*Jemand klopft.* Ja.

So, ich glaub hier ist es.

Was ist, wenn es schief geht?

Wenn die uns doof finden? Wenn wir stören?

Leo, du bekommst jetzt deinen Weihnachtswunsch erfüllt.

Es wird nichts schiefgehen.

Genau. Los, kommt! Los geht’s.

Für die Kinder ist nicht klar,

in was für einem Verhältnis wir zueinander stehen,

also bitte löchert sie nicht zu sehr!

Okay.

Du siehst bezaubernd aus, Kind!

Oh, du bist ja ein Mädchen.

Benehmt euch!

Hey!

Hallo! Hübsch sehen Sie aus! Du. Du siehst hübsch aus.

Kommt Kinder, lauft durch!

Oh, hallo!

Guten Tag! Hallo, Daniel. Vielen Dank für die Einladung!

Gerne. Hallo Kinder!

Das sind Leo und Lotte. Hi! Blumen, toll!

Die sind für deine Mutter.

Mama. Das ist aber lieb.

Vielen Dank! Wunderschön!

Zieht doch eure Jacken aus, Kinder.

Die Schuhe könnt ihr anlassen.

Ah, da sind ja die Stühle. Geben Sie her!

Dankeschön!

Frohe Weihnachten!

Kommt mal mit! Ich geh schon mal vor.

Frohe Weihnachten! Bitte, kommt doch.

Wow!

Wow, schön!

Benjamin, hallo!

Daniel. Ich bin der Sohn des Hauses.

Bettina. Hallo Bettina!

Na, wollt ihr euch den Baum ein bisschen näher angucken? Gerne!

Der Empfang hier im Haus ist eine Katastrophe.

Zum Telefonieren gehst du am besten raus auf die Terrasse.

Wen willst du erreichen? Das Gericht hat heute zu.

Hi, ich bin Caro.

Hi, Daniel.

Jon.

Ich hab auch private Kontakte zu Menschen außerhalb dieser Familie.

Aber am Netz liegt es nicht, dass du die nicht erreichst.

Küsschen.

Mach dir nichts draus.

Ich bring euch mal hoch zu Willi und Matilde.

Die sind genau in eurem Alter.

Danke!

Ist dann auch gleich Essen fertig, ja?

Das Essen ist gleich fertig. Wo ist denn Birger?

Der ...

Wow. Beeindruckend!

Nachspeise gibt's auch. Später.

Daniel. Weiß ich.

Ja.

Danke!

Wo sind denn die anderen? Wanda!

Dito.

Kinder, hier an den Kindertisch.

Und die Klappstühle bitte an den großen Tisch.

Ihr sitzt hier.

Das ist aber schön.

Seit wann habt ihr zu wenig Stühle? Gespendet.

Wie die Decken? Und wir frieren nachts und essen auf dem Boden?

Ich wusste nicht, dass Jon den Bus verkauft hat

und ihr keine Decken mitbringt.

Lernt man im Flugzeug, erst die Sauerstoffmaske zu sich ziehen,

dann den anderen helfen.

Allerdings wärst du nicht über die Selbsthilfe hinaus gekommen.

Daniel und Pauline bitte hier her.

Caro und Bettina möglichst weit auseinander.

Birger! Was denn?

Gut, legen wir los!

Heute gibt es ein klassisches isländisches Weihnachtsessen.

Das ist geräuchertes Lamm, Blattbrot und Malzbier mit Saft.

Gibt es dazu auch einen guten isländischen Weihnachtsspruch?

Guten Appetit!

Ich mag das nicht.

Willi, erst wird probiert. Komm!

Benni, Wein?

Ich bleib bei heißer Zitrone.

Stimmt, du bist jedes Jahr krank. Papa!

Dafür leuchtet diese Jahr das Rentier.

Ihr Lieben, frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Bitte, fangt schon mal an!

Sie sind also Tischler, Daniel?

Papa ist pleite.

Wir hatten nicht mal mehr Strom! Danke Leo!

Papa ist nicht pleite. Er hat nur Außenstände.

Danke Lotte!

Ja.

Leo. Niemand ist zu Weihnachten pleite.

Außenstände kennen wir.

Wir hatten mal einen Feinkostladen mit Catering.

Aber vor zwei Jahren war endgültig Schluss.

Wir wissen jedenfalls wie schwer das ist, Daniel.

Ja. Danke für die Einladung. Wir sind ja quasi wie Fremde.

Seit Caro geschlechtsreif ist,

sitzt hier jedes Jahr ein anderer junger Mann unter unserem Baum.

Birger! Was denn?

Paulines Freund ist für uns kein Fremder.

Ja, genau.

Willst du gar keine Sauce, Schatz?

Ich hol noch welche.

Nein, bleib sitzen! Du hast den ganzen Tag in der Küche gestanden.

Birger, kommst du mit? Aber, ja, ich helfe dir.

Die Kartoffeln sind auch alle. Nimmst du die Schüssel mit!

Klar.

Jetzt besprechen sie in der Küche ihren ersten Eindruck.

Und ob sie dir noch weiter auf den Zahn fühlen müssen.

Er ist pleite. Das hat Pauline mit Pech gemeint.

Er kann nichts dafür. Das hast du doch gehört.

Er hat eine Familie gegründet, eine Firma,

aber wenn die Anderen falsch spielen ...

Aber kein Geld für Strom. Wanda!

Er ist in Ordnung.

Okay, ich fühl ihm auf den Zahn.

Ich hab mir was ausgedacht. Nein, das mach ich allein.

Die fragen nach Decken, Möbeln, warum da ob alles so leer ist.

Meinst du, die haben was gemerkt?

Wir wollen sowieso morgen mit ihnen reden.

Komm mal her!

Alles wird gut.

Pauline hat erzählt, sie hat dir erst einen Strafzettel verpasst?

Fast.

Ja, Gott sei Dank nur fast.

Aha. Ich hab da einen gewissen Handlungsspielraum, Bettina.

Bettina wittert Amtsanmaßung.

Es fängt im Kleinen an, Caro.

Ja. Die kleinen Lügen und Geheimnisse ...

Da gebe ich dir ausnahmsweise mal recht.

Also, ich kenn das. Ich sehe auch immer jede schlechte Nut im Holz.

Deformation professionnelle. Dein Magister in Soziologie.

Cum laude.

Sie meint ihre eingeschränkte Sichtweise durch ihren Beruf.

Also meine Sichtweise ist offen.

Du hast ja auch keinen Beruf.

Ich guck mal, ob Wanda und Birger in der Küche Hilfe brauchen.

Mama arbeitet als Mama. Das ist voll anstrengend!

Danke, mein Schatz!

Recht hast du, Willi!

Könnt ihr euch eigentlich gar nicht leiden?

Doch, schon.

Wir sind sehr unterschiedlich.

Ich mag Bettina.

Wir sind Familie. Da stellt sich die Frage nicht.

So, jetzt gibt’s Nachschub! Möchtet ihr beide noch?

Willi auch? Und Leo?

Danke! Ist sehr lecker. Ihr seid meine beiden Männer.

Die Sauce. Danke!

In Island ist das eine Vorspeise. Guck mal die schlappen Gesellen an!

Da gibt's noch Kartoffeln, weiße Sauce ...

Wie habt ihr beiden euch denn kennen gelernt?

Wegen meinem Wunschzettel!

Deshalb hat der Weihnachtsmann Pauline geschickt.

Leo! Sie können über ganz normale Ampeln miteinander reden.

Das ist Magie.

Du bist ja süß, Leo!

Du glaubst noch an den Weihnachtsmann? Wie alt bist du?

Ich bin sieben. Sieben.

Geworden, gerade.

Was hat Sie an unserer Pauline so interessiert?

Unsere? Oh je!

Sie ist witzig und spontan.

Und hübsch ist sie auch!

Das bist du auch. Alles.

Auf jeden Fall ein Riesenglück,

dass Leo sie auf seinen Wunschzettel gesetzt hat.

Und sie ist auch sehr hilfsbereit.

Charmante Verhörtaktik!

Habt ihr schon miteinander geschlafen?

Entschuldigt, aber das Lamm braucht dringend Bewegung.

Wohl eher die Ziege.

Lass es endlich mal sein!

Ich glaube, wir sollten langsam bescheren, oder?

Ja!

Vorher müssen wir noch arbeiten. Willi, Tilli, Lotte und Leo!

Kommt hoch in den ersten Stock!

Alles gut, Bettina?

Ja.

Alles gut.

Und bei dir?

Ja.

Alles gut.

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Pauline, kann ich dich was fragen?

Klar.

Lotte und Leo sind nicht deine Kinder. Wie ist das für dich?

Okay. Wieso? Hast du Probleme mit Willi und Matilde?

Nein.

Alles gut, ich wollt nur mal ...

Ich möchte mir nichts einreden.

Also dir geht es auch so? Dass du die beiden magst?

Vielleicht fast wie die eigenen?

Jon,

ich kenn die beiden ja erst ganz kurz.

Und du bist schon so lange für Caros Kinder da.

Und du machst es großartig!

Die beiden lieben dich.

Daniel macht übrigens einen richtig guten Eindruck.

Das ist ein guter Typ.

Er ist ehrlich.

Und Lotte und Leo sind auch super! Die Kleinen.

Das sind sie. Das freut mich zu hören.

Die beiden haben auch einen Riesenspaß.

Ja.

Das ist nicht das, was du dir vorgestellt hast.

Doch, schon. Aber es fühlt sich ein bisschen komisch an.

Daniel, ich weiß nicht wie ich das sagen soll.

Schlägt euch das auch so auf den Magen?

Ich hab das Gefühl, Jon will uns vergiften.

Wo sind eigentlich Wanda und Birger?

Die stehen draußen vor der Tür mit ihren Verdampfern. Warum?

Die Kinder wollen mit der Bescherung anfangen.

Dann hol ich sie mal rein.

Wir lassen sie in Ruhe. Sie muss ihren Weg finden.

Wir können ihr nicht alles auf den letzten Meter lösen.

Auf den letzten Metern? Wie das klingt!

Ich mein das doch nicht so.

Ich weiß nicht, was du hast. Die beiden passen gut zusammen.

Und ich glaube, dass er sie mag.

Ja, das sieht man.

Kommt ihr mal wieder rein, ihr schlechten Vorbilder?

Die Kinder wollen anfangen.

Wir kommen gleich.

Weihnachten, da denkt man, dass alles gut wird.

Das schenken wir uns. Dass alles gut wird.

Hast du das aus meinen Frauenzeitschriften?

Okay, alles wird gut.

Ich liebe dich!

Ich dich auch!

Komm, lass uns reingehen!

Es schneit. Wann hat es das letzte Mal zu Weihnachten geschneit?

Nach einjähriger Pause sind sie wieder vereint,

und präsentieren ihre Hitsingle "Die Trolle".

Tack, tacktack, tack, tacktack.

*Sie singen isländisch.*

*Sie brüllen.*

Bravo!

*Die Glocke klingelt.*

Bescherung!

Die hab ich dir gestrickt.

Danger-Bobo! Ich hab's gewusst!

Das ist der Linierte! Der kann im Dunkeln leuchten.

"Limitiert" heißt das.

Boah, cool! Los, das probieren wir gleich aus!

Es hat geschneit! Es hat ja geschneit! Ganz viel!

Wir bauen einen Schneemann!

Jacken nicht vergessen!

Das ist für dich.

Das ist noch für dich.

Den hab ich über Nacht gestrickt, wenn du geschlafen hast.

Du hast gebastelt?

Gebastelt.

Komm, mach auf!

Hoffentlich ist das kein Verlobungsring!

Gefällt's dir?

Was ist das?

Ein Speicher.

Ein wundervoller kleiner Speicher.

Das ist wunderschön.

Caro. Ist das von dir?

Das gleiche wie jedes Jahr.

Also Socken. Danke!

Es ist Zeit für einen kleines Verdauungsspiel. Gib mal den Ball!

Schneemann geht ins Tor!

Der Tischler hat dann auch 'ne Chance. Du kommst mit!

Ja.

Macht ihn nicht gleich wieder kaputt!

Ich finde, Benni sollte auch bald Vater werden.

Mama! Wie sagt Papa?

Wer im Lotto gewinnen will, muss 'nen Schein ausfüllen.

Kaum steigt das Blut vom Magen in den Kopf, streiten sie wieder.

Wir streiten nicht.

Was macht ihr denn hier?

Der Leo müsste mal aufs Klo.

Ich zeig's euch. Kommt!

Hat irgendjemand von euch meinen Schal gesehen?

Treppe hoch!

Du kümmerst dich sehr um Leo.

Klar, ist ja mein Bruder.

Ging mir früher genauso.

Ich hab mich auch immer um meine kleinen Geschwister gekümmert.

Wie fandest du das?

Ich hab gar nicht drüber nachgedacht.

Meine Eltern haben immer gearbeitet.

Es hieß immer: der Laden, der Laden, der Laden!

Denkst du drüber nach?

Ich mach's gern.

Bin fertig. Hey, Hände waschen!

Mit Seife. Ja.

Du betrügst meinen Bruder.

Keine Sorge, wir leben monogam.

Das meine ich nicht. Oder wollt ihr beide keine Kinder?

Kinder. Das ist dein einziges Thema, oder?

Gibt's sonst was?

Ach so, ja, stricken.

Wie lange nimmst du denn schon die Pille, Bettina?

Papa!

Pauline!

Ich brauchte 'ne Pause außerhalb der Kampfzone.

Ich weiß nicht, was deine Mutter hat. Die sind ganz warm.

Ist wirklich alles in Ordnung? Ja.

Pauline, ich möchte ...

Vielleicht sollte wir mal ehrlich miteinander reden.

Das mit Daniel und mir, das ist ...

Stopp! Die sind abgezählt.

Matilde! Ja.

Du hast einen neuen Freund.

Das find ich gut. Wirklich, ich find das richtig gut.

Papa, ich ...

Oh nein! Sie haben dem kleinen Schneemann den Kopf abgeschossen!

So, Aufstellung! Nebeneinander. Mund auf, Zunge raus!

Der Leib Christi ...

Meine Reli-Lehrerin würde sagen, das ist Gotteslästerung.

Meine Oma würde sagen, die sind abgezählt. Auch eine?

Ja, na gut.

Dafür kommst du in die Hölle.

Das weiß ich, Willi.

Wetten, du kriegst mich nicht!

Pauline! Können wir den Schal...

Ihr habt dem Schneemann den Kopf abgeschossen.

Aber ist schon wieder repariert.

Können wir den Schal aufhängen zum Trocknen,

vielleicht so, dass Bettina das nicht mitkriegt?

Gib's Benni, den beißt sie nicht. Außer bei "Wer bin ich?".

Das Spiel! Pauline, hast du doch erzählt.

Wollen wir das nicht mit den Kindern spielen?

Ja! Die müssen aber bald ins Bett.

Ich hol sie. Ihr könnt auch hier übernachten.

Übernachten? Übernachten?

Zusammen? Hier?

Ja. Du hast doch genug Decken mitgebracht.

Ich bring Ben erstmal den Schal.

Ben!

Alles gut bei dir?

Ja, geht schon.

Hast du Lust, mit rein zu kommen?

Wir wollten "Was bin ich?" mit den Kindern spielen.

Ja, ich komm gleich. Okay.

Der ist von Bettina. Danke!

Hey Daniel! Ja.

Du bist ein feiner Kerl.

Enttäusch Pauline nicht, okay? Ja. Nein. Warum?

Den Spruch wollte ich einfach immer schon mal bringen.

Der Rest deiner Familie ist deutlich misstrauischer. Warum?

Hat Pauline dir nichts erzählt?

Doch. Doch, doch, aber jetzt nicht so genau.

Mama, Papa, ich muss euch was sagen.

Du hast Daniel Geld geliehen?

Nein.

Mama! Nein.

Hat ein Händchen für die falschen Kerle.

Nette Jungs, denen man den Alltag organisiert, die Wäsche macht.

Alle ein bisschen lebensunfähig.

Das ist vor ein paar Jahren richtig teuer geworden.

'Ne falsche Unterschrift und sie hing in 'ner Privatinsolvenz.

Dann kam der Job beim Ordnungsamt gerade recht.

Jetzt ist sie gerade aus dem Gröbsten raus.

Sie wollte von Männern eigentlich nichts mehr wissen.

Meine Eltern sind fast wahnsinnig geworden.

Besonders Wanda. Kannst du dir ja vorstellen.

Jetzt schleppt sie ausgerechnet einen Pleitegeier wie mich an.

Ja, ausgerechnet. Verstehe.

Ich leg mich mal hin. Mir geht's nicht gut.

Okay. Gute Besserung!

Leo! Was ist passiert!

Papa! Papa!

Leo!

Papa!

Er ist immer noch am Leben.

Ist alles okay?

Alles wird gut.

Was ist denn passiert?

Wir müssen ins Krankenhaus. Er hat eine Nuss-Allergie!

Leo, alles gut!

Was hat er gegessen?

Omas Mandelmakronen.

Sind da Nüsse drin?

Mandeln! Hörst du nicht zu?

Eine Mandel ist botanisch keine Nuss.

Ich hab wirklich an alles gedacht! Laktose, vegan, vegetarisch.

Aber eine Nuss-Allergie? Die hatten wir noch nicht in der Familie.

Warum hat mir das keiner gesagt?

Noch mal: eine Mandel ist botanisch keine Nuss.

Bettina, der hat Angst! Er hat schon seine Frau verloren.

Birger, wir fahren jetzt ins Krankenhaus!

Dann kann ich den Ärzten genau erzählen, was in den Makronen war.

Ich hol den Schlüssel.

Ihr bleibt bitte hier!

Muss Leo jetzt sterben?

Nein.

Es kann immer was passieren.

Das war die Strafe Gottes! Wegen meiner Gotteslästerung.

Quatsch! Es gibt keinen...

... keinen Grund zur Sorge.

Aber wenn er stirbt, dann wegen mir.

Nein! Schatz, das wird nicht passieren.

Das war einfach ein blöder Zufall.

Danger-Bobo soll auch mit ins Krankenhaus.

Dann können sie ihn auch gleich mit in den Sarg legen.

Im SUV sind sieben Plätze. Ich fahre.

Caro, du sitzt neben mir und sagst mir, wo wir lang fahren müssen.

Nee, ich fahre.

Ich fahre. Du bleibst mal besser hier.

Los! Kommt, wir fahren!

Da sind sie.

Und? Wo ist er?

Ist noch drin beim Arzt.

Schlimm? Wissen wir noch nicht.

Ist er tot?

Nein!

Nein, oder?

Fahr deinen Hysterie-Modus runter! Du machst den Kindern Angst.

Willi macht mir Angst.

Caroline!

Entschuldigung!

*Sie spricht mit tiefer Stimme:*

Hey, Willi. Wusstest du, dass ich auch Arzt bin?

Nein.

Ich kann das nicht gut ab.

Ich habe einen Röntgenblick und ich kann Spritzen setzen.

Setz dich doch mal hin!

Ja.

Ich schaue mit meinem Röntgenblick hier rum.

Ich kann dir sagen die Kollegen da drin machen einen super Job.

Leo wird überleben!

Aber Danger-Bobo hat eine ganz andere Stimme.

Was? Nein, ich bin ja auch der limitierte Bobo.

Limitiert würde ich unterschreiben.

Die Kraft kehrt zurück.

Sie sind bestimmt die Mutter von Leo?

Genau.

Wir haben Leo geröntgt, ob er was in die Lunge eingeatmet hat.

Er hat sich anscheinend einfach verschluckt.

Es ist alles okay.

Was ist mit der Nuss-Allergie? Er hat meine Makronen gegessen.

Sind da Nüsse drin?

Mandeln.

Mandeln sind botanisch keine Nüsse.

Gehen Sie nach Hause und ruhen Sie sich einfach aus!

Kein Grund mehr zur Aufregung.

Okay.

Frohe Weihnachten! Alles Gute!

Leo!

Herr Schwebe? Herr Schwebe, wie geht es Ihnen? Alles gut?

Ich komme gleich wieder.

Alles wieder gut? Ihr wartet hier, okay? Leo?

Ja.

Gab's Blut?

Können wir kurz reden? Gleich.

Warum sind Sie hier? Mein Enkel hat eine Mandel verschluckt.

Ach, so. Dann frohes Fest!

Ihnen auch!

Endlich einer der versprochenen gebildeten Syrer.

Iran.

Der Syrer ist schon im OP. Aber das mit der Bildung stimmt.

Birger! Ich geh jetzt mal aufs Klo.

Ich wollt nur sagen, dass wir jetzt besser nach Hause fahren.

Ja, klar.

Tut mir leid!

Im Grunde hat ja jeder das bekommen, was er wollte.

Ja.

Vielen Dank für den schönen Abend!

Ja.

Die Geschenke für die Kinder bring ich dann morgen vorbei.

Gut, dann tschüs, Tages-Du!

Bis morgen, Herr Golombeck!

Danke, Fräulein Schwebe!

Bis morgen!

Danke noch mal!

Was ist los?

Mama, warum kennt Papa hier alle Ärzte?

Dein Vater ist nicht krank.

Der wurde hier durchgecheckt von diesem netten Arzt.

Routinemäßig. Ganz harmlos. Lügst du mich an?

Nee. Und du?

Lass uns morgen drüber reden, okay?

Bis morgen!

Schade, dass der Abend so enden musste!

Pauline und Daniel haben sich beim Abschied die Hand gegeben.

Ja, und?

Sie haben "Sie" zueinander gesagt.

Vielleicht hast du dich verhört. Oder sie haben nur Spaß gemacht.

Nein, das war nicht der Moment für Spaß.

Da stimmt was nicht.

Vielleicht wäre es besser, Pauline bliebe alleine.

Ehe sie sich wieder an einen Falschen hängt.

Das wäre furchtbar. Ja.

Furchtbar.

Bettina nimmt heimlich die Pille.

Ist nicht unsere Sache, Caro.

Naja, es ist mein Bruder.

Ich bin froh, dass wir beide uns beim Thema Kinder so einig sind.

Oder?

Ich nehm zumindest nicht die Pille.

Sehr witzig.

Bisschen?

Jetzt mal ernsthaft. Jon!

*Er spricht isländisch.*

Es war ein langer Tag. Gute Nacht!

Gute Nacht!

Du hättest mal Caros Gesicht sehen sollen!

Der Arzt meinte das ernst, dass ich die Mutter bin.

Kannst du dir das vorstellen?

Ja, klar.

Echt?

Ja, glaub schon.

Caro wäre fast durchgedreht. Ich fand's halb so wild.

Du bist ja zum Glück auch nicht Caro.

Caro kann nicht mal Krimis gucken, wo es irgendwie um Kinder geht.

Ist das immer so, wenn man Kinder hat?

Wahrscheinlich.

Und du? Hier?

Mir war ehrlich gesagt kotzübel.

Aber ich hab trotzdem unten die Toilette repariert.

Da hatte sich was im Spülkasten verhakt.

Mein kleiner Klempner!

Da entwickeln wir ja beide ganz ungeahnte Talente.

Ungeahnt stimmt nicht.

Dir hab ich schon immer alles zugetraut.

Schön, dass wir zusammen sind! Dann können wir beginnen.

Wo sind eigentlich die Kinder?

Die spielen oben.

Caro! Caro, bleib bitte sitzen! Setz dich bitte wieder hin.

Ja, ist ja gut.

Wanda und ich haben euch etwas Wichtiges zu sagen.

Kann du mir mal die Butter geben!

Hier!

Jetzt aber. Darf ich um eure Aufmerksamkeit bitten?

Warte, Papa!

Ich will vorher noch etwas sagen.

Daniel ist nicht mein Freund.

Ich kenne den eigentlich erst seit zwei Tagen.

Ich habe euch angelogen.

Du hast uns angelogen?

Wieso das denn?

Es wird mir einfach ein bisschen viel.

Ich brauche mal Ruhe.

Jedes Weihnachten hängt ihr mir in den Ohren,

Pauline, such dir mal 'nen Freund.

Pauline, schau dich doch nochmal um.

Pauline, man kann nicht ewig alleine sein.

Ich kann das nicht wie ihr, einfach abschneiden,

abisolieren, Lüsterklemme dran und fertig ist die Laube.

Das war vor fünf Jahren. Nicht jeder Kerl ist ein Idiot.

Also ich fand Daniel sehr nett.

Und er sieht gut aus. Er ist trotzdem nicht mein Freund.

Wo hast du ihn denn überhaupt her?

Begleitservice?

Aber doch nicht mit zwei Kindern.

Hattest du ihn aus dem Internet?

Reichst du mir mal die Butter?

Also damit hab ich jetzt überhaupt nicht gerechnet.

Wie süß!

Leo hat einen Wunschzettel geschrieben.

Dazu haben wir dich gebracht? Das du uns anlügst?

Warum erzählst du uns das bloß? Wäre doch keiner Sau aufgefallen.

Caros Freunde waren auch einen Abend da und dann wieder weg.

Waren die eigentlich echt, Caro?

Ach, Bettina!

Ich hätte es nie gemacht, wenn ich gewusst hätte wie krank Papa ist.

Ich bin nicht krank.

Wie?

Ich bin nicht krank.

Papa! Jetzt gib's zu!

Gestern im Krankenhaus kennen dich die Ärzte,

du bist plötzlich ganz lieb mit Mama

und du sitzt heulend in der Küche und willst mit mir reden.

Es geht um unser Haus.

Was? Wir werden uns verkleinern.

Wir müssen das Haus verkaufen, wenn es keiner von euch will.

Aber das wollen wir nicht. Wir wollen eine Lösung mit euch.

Was soll das für eine Lösung sein?

Darüber wollen wir mit euch reden.

Wer das Haus bekommt,

wird es erhalten müssen und nicht verkaufen dürfen.

Aber warum denn? Ihr hängt doch so an dem alten Kasten?

Ja. Das Haus ist zu groß für uns beide.

Es ist ein Haus für eine Familie, für Kinder, für viele Menschen.

Was weiß ich! Was ist denn los mit euch?

Will denn keiner das Haus?

Man bräuchte sehr viel Geld. Sehr viel handwerkliches Geschick.

Wie ihr wisst, fliegen wir heute Abend nach Island.

Die Kinder wissen es noch nicht,

aber wir wollen uns da nach einem Haus umgucken.

Was?

Wir wollen da bleiben. Auf kurz oder lang.

Ja.

Ja. Und du?

Ich hab die Kanzlei und die Klienten.

Bettina hat die Arbeit beim Gericht.

Und die Renovierung und die Gegend hier ...

So ist das.

Und du, Pauline?

Papa hat's doch gerade gesagt.

Das ist ein Haus für eine Familie, was soll ich denn damit?

Diese blöde Geheimniskrämerei!

Ich hab die ganze Zeit gedacht, du bist krank.

Ja, ich weiß.

Wenn du willst, kannst du eine Familie haben.

Oder du bist eben alleine.

Du kannst alles machen, was du willst.

Du entscheidest, mit wem du zusammen leben willst.

Du alleine.

Aber für dich. Nicht wegen uns.

Papa!

Mir geht es gut, Pauline.

Ist Mama krank?

Was hat sie?

Du würdest uns eine große Freude machen,

wenn du den alten Kasten nehmen würdest.

Wir gehen in ein Krankenhaus. In ein Gutes.

An die Ostsee.

Mama!

Wir hätten es dir früher gesagt,

aber wir wollten warten bis Weihnachten.

Bis wir alle zusammen sind.

Also jetzt.

Ist das kalt!

Tschüs, meine Liebe!

Tschüs!

Mama, noch mal wegen gestern ...

Geh jetzt und bring Daniel und den Kindern ihre Geschenke!

Das ist noch nicht vorbei.

Mama!

Warum wollt ihr denn so weit weg?

Wir haben alles gut überlegt und wir haben gut für uns gesorgt.

Ich bin noch da, wenn du zurückkommst. Versprochen!

Hi!

Pauline!

Danke! Danke!

Meine Familie weiß alles.

Gut.

Nicht?

Ich hab Angst um meine Mutter.

Ich weiß.

Na, ja, und ich hab mich da auch in eine Lage manövriert.

Eine Lage?

Schon wieder?

Ja.

Papa! Lotte hat meinen Danger-Bobo kaputt gemacht!

Nein, das stimmt nicht.

Doch, das stimmt. Nein!

Willst du das wirklich?

Wirklich.

Wo sind die Kinder?

Die schauen nach den Fliegern, die starten dürfen.

Und unserer? Wie lange kann so eine Verspätung dauern?

Weiß nicht. Die dürfen eh nur bis Mitternacht starten.

Mitternacht?

*Es klingelt.*

Papa!

Kommt rein!

Hey, Papa!

Mama! Hallo!

So ein Vulkan bricht doch nicht nur ein bisschen aus.

Manchmal ist es nur Rauch und dann hören die wieder auf.

Skál!

Ich nehme die Pille.

Ich weiß.

Die Anti-Baby-Pille.

Das weiß ich.

Du weißt?

Schon lange.

Alle meiner Männer wollten immer Kinder mit mir. Aber du?

Ist das so wichtig?

Ich will dir ein Kind schenken.

Aber du schenkst mir doch deine Liebe,

Ja.

Ja.

Ich kann keine Kinder zeugen.

Ich hab dich angelogen!

Wir haben gesagt, dass wir eine Familie wollen.

Wir müssen keine Kinder haben.

Es ist alles gut so wie es ist, wirklich.

*Eine Durchsage:*

Aufgrund eines Vulkanausbruchs

sind Ihre Flüge nach Reykjavik ersatzlos gestrichen.

Bitte kommen Sie für weitere Informationen zum Schalter 9!

Jetzt kannst du noch einen Rückzieher machen.

Keiner merkt es.

Aber hättest du nicht vielleicht doch gerne dieses alte Haus.

Mit ganz vielen Kindern drin?

Ich wäre irgendwie gerne noch ein paar Tage bei Mama geblieben.

Pauline! Hast du mein Ladegerät gesehen?

Nee.

Dann hab ich es oben. Schönes Bad! Danke!

Können wir uns Daniel mal ausleihen?

Nein, du kannst Birger fragen, der hat jetzt genug Freizeit.

Ich hol jetzt unsere Isländer am Flughafen ab.

Und geh dann einkaufen. Danke! Bis später! Tschüs!

In welches Zimmer sollen wir jetzt? In das alte von Benni.

Hab ich schon hergerichtet.

Ich geh schon mal hoch, ja?

Und, wie gefällt's euch bei uns?

Es ist schön!

Ich meine, weil es nicht mehr so ist wie immer.

Es ist wirklich schön bei euch!

Danke! Ich muss los.

Schön, dass du noch da bist!

Danke, lieber Weihnachtsmann, dieses Jahr keine Wünsche.

Dein Leo.

Untertitel: TV Text International, 2018

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