All language subtitles for Helgoland.513.S01E07.Episodio.7.2024.DLMux.1080p.HEVC.E-AC3-AC3.ITA.GER.SUBS

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Original subtitles

(Mann) Wir waren mal richtig gross.

90er Jahre.

Polizei-Liga.

Viertelfinale gegen Kiel.

Sie meinen, die Insel ist zu klein fuer uns?

Sie meinen, die Insel ist zu klein fuer uns?

Nee.

Das meine ich nicht.

Ich liebe diese Insel.

Ich auch.

Wissen Sie, ich hab eine Miliz aufgestellt.

Sie haben was?

Ich hoffe mal schwer, dass Sie nicht mit echten Waffen rumhantieren.

Ich hoffe mal schwer, dass Sie nicht mit echten Waffen rumhantieren.

Sie sind doch der Inselpolizist, oder?

Seit Sie hier sind, hat keiner Ihrer Leute jemals eine Waffe abgefeuert.

Seit Sie hier sind, hat keiner Ihrer Leute jemals eine Waffe abgefeuert.

Wahrscheinlich nicht mal wen verhaftet.

- Da ist nicht Frankfurt Hauptbahnhof - Nee, das ist das Ende der Welt.

- Da ist nicht Frankfurt Hauptbahnhof - Nee, das ist das Ende der Welt.

Und die, die heute Ordnung schaffen, sind die Helden von morgen.

Das werden keine Sozialarbeiter sein. Und auch keine Fussballspieler.

Das werden keine Sozialarbeiter sein. Und auch keine Fussballspieler.

Sondern das werden die sein, die fuer unser Ueberleben sorgen.

Meine Leute sind vielleicht keine...

Meine Leute sind vielleicht keine...

Ich weiss auch nicht, sie sind nicht die Hellsten, aber...

Die haben Herz.

Was sie brauchen, ist jemand, der ihnen zeigt,

Was sie brauchen, ist jemand, der ihnen zeigt,

wo es lang geht, verstehen Sie?

Also wollen Sie fuer den Rest Ihres Lebens Fussballtrainer bleiben?

Also wollen Sie fuer den Rest Ihres Lebens Fussballtrainer bleiben?

Oder wollen Sie fuer die Sicherheit dieser Insel sorgen?

Ich glaub, Fussball reicht mir.

Ah.

Kommen Sie mal mit.

Ach du Scheisse.

Genau.

Das passiert, wenn das Chaos regiert.

Ich will hier raus!

Ich will hier raus!

(er schreit unverstaendlich)

(Klopfen und gedaempfte Schreie)

Also wie sieht's jetzt aus mit uns beiden?

Also wie sieht's jetzt aus mit uns beiden?

Jetzt geht's ans Eingemachte und ich hab keine Zeit fuer halbe Sachen.

(dumpfes Klopfen und Schreien)

(dumpfes Klopfen und Schreien)

(friedliche Instrumentalmusik)

(Marek) Der Apotheker hat mir erzaehlt,

dass Sie jetzt die Medikamente verwalten.

- Mhm. - Aber das geht doch nicht.

- Mhm. - Aber das geht doch nicht.

Ich meine, Sie koennen die doch nicht einfach so verteilen.

Oder notwendige Medikamente rationieren.

Sie sind doch keine ausgebildete Apothekerin.

Sie sind doch keine ausgebildete Apothekerin.

Hat Ihnen der Apotheker auch von den versuchten Raubueberfaellen erzaehlt?

Drei in einer Woche.

Hier liegen die Medikamente sicher.

Und wenn ich was kann, dann ist es Ware verteilen.

Und wenn ich was kann, dann ist es Ware verteilen.

Das mach ich schon mein Leben lang. Und zwar jeden Tag.

Aber wie waer's, wenn Sie an Bord

Aber wie waer's, wenn Sie an Bord

kommen und die Apotheke hier uebernehmen?

Sie sind zwar etwas ueberqualifiziert.

Ich mein, Sie sind Arzt. Aber hey, zurzeit koennen wir jeden gebrauchen.

Ich mein, Sie sind Arzt. Aber hey, zurzeit koennen wir jeden gebrauchen.

Was meinen Sie?

Und Cut.

Boah, das war jetzt echt super, Marek.

Also das war, Sie waren richtig ueberwaeltigt.

Also das war, Sie waren richtig ueberwaeltigt.

Das sah total echt aus.

- Wer sind Sie? - Lola, Freundin von Bea.

Und Chefredakteurin vom Inselblatt. Ich schreib 'ne woechentliche Spalte.

Und Chefredakteurin vom Inselblatt. Ich schreib 'ne woechentliche Spalte.

Und der YouTube- Clip ueber die zehn schoensten Orte der Insel ist von mir

Hat 'ne Menge Reichweite aufm Festland.

Jetzt featuren wir so ein paar Geschichten

Jetzt featuren wir so ein paar Geschichten

ueber die Menschen hier auf dem Inselkanal.

So positive Sachen, so Motivierendes.

Was die Leute aufbaut, ihnen Hoffnung gibt.

Was die Leute aufbaut, ihnen Hoffnung gibt.

Dieser Laden hier wird die wertvolle Ressource

fuer unsere Gemeinde sein.

Und das Wichtigste ist jetzt, die Gemeinschaft zu stabilisieren,

Und das Wichtigste ist jetzt, die Gemeinschaft zu stabilisieren,

und das geht nur, wenn jeder Buerger bekommt, was er braucht.

Und ich muss gewaehrleisten,

dass jeder seine Medikamente bekommt. Macht das Sinn?

Absolut. Doch ohne mich.

Absolut. Doch ohne mich.

Wenn die Polizei oder irgendwer davon erfaehrt, dann sind Sie dran.

Marek, ich bin die Polizei.

Das sind unsere Medikamente. Nehmen Sie sich, was Sie brauchen.

Und keine Angst, Ihnen passiert schon nichts.

(schnelle Streichermusik)

(schnelle Streichermusik)

(rhythmische elektronische Musik mit duesterem Bass)

(dissonante, unheilvolle, taktgetriebene Streichermusik)

(dissonante, unheilvolle, taktgetriebene Streichermusik)

(Musik endet mit heller Dissonanz)

(Marek) Also diese Frau.

Ich dachte, der geht's nur ums Allgemeinwohl.

Mit Anpacken und so, aber...

Mit Anpacken und so, aber...

Sie uebertreibt ganz schoen.

Ich glaube, die ist groessenwahnsinnig.

Das fuerchte ich auch.

Das fuerchte ich auch.

Wir muessen sie neutralisieren.

Ja, mach.

(Stimmengewirr)

(Stimmengewirr)

Liebe Mitbuergerinnen und Mitbuerger,

Ich bitte um eure geschaetzte Aufmerksamkeit.

Die Welt steht auf dem Kopf

Die Welt steht auf dem Kopf

und wir stehen vor einer grossen Herausforderung.

Aber wenn wir jetzt alle zusammenhalten

und Ruhe bewahren, dann schaffen wir das.

und Ruhe bewahren, dann schaffen wir das.

Wir schaffen das! Wir schaffen das!

Beatrice, schoen, dass Sie hier sind.

Beatrice, schoen, dass Sie hier sind.

Ich will Sie gar nicht oeffentlich angreifen.

Schliesslich wissen wir alle nur zu gut,

was Sie fuer unsere Insel leisten, wie sehr Sie sich ins Zeug legen.

was Sie fuer unsere Insel leisten, wie sehr Sie sich ins Zeug legen.

Aber Sie sind uns keine Hilfe mehr, nun, wie soll ich sagen,

sondern eine Gefahr f uer das Gemeinwohl,

sondern eine Gefahr f uer das Gemeinwohl,

wenn Sie sich als selbsternannte Ordnungshueterin gebaerden.

- Das ist Selbstjustiz! - (Applaus)

- Das ist Selbstjustiz! - (Applaus)

Mein Name ist Beatrice.

Ich leite den Subermarkt, seit Herr Suber ermordet wurde,

Ich leite den Subermarkt, seit Herr Suber ermordet wurde,

und die Buergerwehr, die den Subermarkt schuetzt,

der uns alle ernaehrt.

Und eins muss ich jetzt mal sagen, ihr Muetter und Vaeter hier,

eure Kids, die jetzt in meiner Miliz sind,

die sind einfach fantastisch.

Die leisten Unglaubliches.

Die leisten Unglaubliches.

Die wussten nichts mit ihrem Leben anzufangen, die hatten kein Ziel.

Und jetzt sind Sie der Kitt, der unsere Gemeinschaft zusammenhaelt.

Und jetzt sind Sie der Kitt, der unsere Gemeinschaft zusammenhaelt.

Und Sie koennen alle sehr, sehr stolz auf Sie sein.

Liebe Leute...

Die Situation ist fuer uns alle ja beaengstigend, fuer mich auch.

Die Situation ist fuer uns alle ja beaengstigend, fuer mich auch.

Aber was hier gerade passiert und was hier auch gesagt wird, also,

wir sind ja freie Menschen, wir haben die freie Entscheidung.

- Und wir, wir... - So'n Mistkerl kam zum Subermarkt...

- Und wir, wir... - So'n Mistkerl kam zum Subermarkt...

- ...miteinander. - ...um euch euer Essen zu stehlen.

Er hat unseren Herrn Suber umgebracht, wegen Lebensmitteln,

Er hat unseren Herrn Suber umgebracht, wegen Lebensmitteln,

die uns allen gehoeren, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Ja, ja, es gibt jetzt einen Schwarzmarkt auf der Insel.

So schnell geht das.

So schnell geht das.

Was tun Sie dagegen, Herr Buergermeister Silbermann?

Wir schaffen das. Keine Panik, bitte.

(Beatrice) Wir schaffen das...

(Beatrice) Wir schaffen das...

Mareks Frau Tessa, ihr kennt sie alle,

arbeitet an einem Gegenmittel. In diesem Moment.

Es handelt sich hier um eine Gesundheitskrise,

nicht um eine Invasion.

nicht um eine Invasion.

Es geht hier um einen verdammten Genfer Hautausschlag. Nichts weiter.

Bald geht alles seinen gewohnten Gang.

Keine Panik, wir schaffen das. Wir schaffen das!

Keine Panik, wir schaffen das. Wir schaffen das!

Herr Buergermeister?

Bei allem Respekt, aber Sie haben

nicht mal ansatzweise begriffen, worum's hier geht.

nicht mal ansatzweise begriffen, worum's hier geht.

Freunde, die Welt, wie wir sie kannten, die gibt es nicht mehr.

- Beatrice, ich kapiere nicht, wie... - Genau, Sie kapieren es nicht!

- Beatrice, ich kapiere nicht, wie... - Genau, Sie kapieren es nicht!

Sie kapieren absolut nichts.

(aufgebrachtes Stimmengewirr)

Hiermit...

uebergebe ich euch diesen Hehler und Moerder.

Meine Miliz hat ihn gefasst.

Ich weiss, das ist alles nicht schoen, aber wir muessen uns wehren.

Ich weiss, das ist alles nicht schoen, aber wir muessen uns wehren.

Weil sonst werden uns Typen wie dieser hier

das Essen vom Teller wegstehlen.

Und da geht es nicht um das letzte Stueck Kuchen,

sondern es geht darum,

sondern es geht darum,

ob unsere Kinder hungern muessen oder nicht.

(zustimmende Stimmen)

Natuerlich koennen Sie mich und diese mutigen kleinen Scheisser hier

Natuerlich koennen Sie mich und diese mutigen kleinen Scheisser hier

ins Gefaengnis werfen, aber was dann?

Hae? Was dann? Dann herrscht hier Chaos.

Wie im Rest der Welt.

(treibende Musik)

Oder aber Sie erlauben mir, diese Insel fuer Sie zu verwalten,

damit wir unser Leben so weiterleben koennen wie bisher.

Wenn ein Haufen bewaffneter Halbstarker das Sagen hat,

dann koennen wir einpacken.

- Hey. - Freunde.

- Hey. - Freunde.

Wir sind hier versammelt, um Matthias' Verbrechen zu bestrafen.

Ein Schwarzhaendler.

Ein Moerder, der versucht hat,

Ein Moerder, der versucht hat,

sich zu bereichern an dem, was allen gehoert.

Dieser Mann ist kein Teil unserer Gemeinschaft.

- Er gehoert nicht auf unsere Insel. - Leute, Leute, stopp, stopp.

- Er gehoert nicht auf unsere Insel. - Leute, Leute, stopp, stopp.

- Sie kann hier nicht einfach... - Wer stimmt mir zu?

(Marek) Wir haben eine Polizei.

- (Frau) Ja! (Mann) Genau!

- (Frau) Ja! (Mann) Genau!

Okay, okay. Ihr habt euren Spass gehabt.

Ich hab's verstanden. Es tut mir leid, was ich getan habe.

Ich hab's verstanden. Es tut mir leid, was ich getan habe.

Du hast meinen Mann umgebracht.

Einen Mann, der nie was Boeses wollte.

Der alle mit Essen versorgt hat.

Der alle mit Essen versorgt hat.

Das war doch ein Unfall. Das hat doch keiner gewollt!

Du Stueck Scheisse.

Man sollte dir die Eingeweide durchs Maul rausreissen.

(Frau) Ja!

(Frau) Ja!

Ich leite hier die Polizeidienststelle.

Ich bin qualifiziert und ordnungsgemaess befugt.

Ihr kennt mich ja alle.

Und ich sage euch, entweder schliessen wir uns Beatrice an

Und ich sage euch, entweder schliessen wir uns Beatrice an

oder wir sind am Arsch. Entschuldigt die Ausdrucksweise.

Seid ihr wahnsinnig geworden?

Seid ihr wahnsinnig geworden?

Seid ihr alle voellig bescheuert geword...

- (Matthias stoehnt) - (Mann) Ja!

Aus!

(Marek) Seid ihr wahnsinnig?

Hoert auf!

Hoert auf! Seid ihr... Seid ihr wahnsinnig?

Hoert auf! Seid ihr... Seid ihr wahnsinnig?

Sagt mal, seid ihr wahnsinnig?

(laute, dumpfe Schlaege)

(aggressives Stoehnen)

(Matthias schnieft und gurgelt)

Der Mann braucht 'nen Arzt. Wir muessen zum Krankenhaus.

Der Mann braucht 'nen Arzt. Wir muessen zum Krankenhaus.

(leise) Bringt das zu Ende.

Der Mann braucht 'nen Krankenwagen.

- (Marek) Lass mich. - (Mann) Raus, raus, raus.

(beklemmende, leise droehnende Musik)

(Mann) Das war ja 'n Ding.

(gedaempfte, unheilvolle Schlaege)

(gedaempfte, unheilvolle Schlaege)

(dunkler Gongschlag)

(dunkler Gongschlag)

(Musik wird duesterer)

(Musik wird duesterer)

(Matthias stoehnt)

(Musik schwillt dissonant an)

(Musik spitzt sich traurig zu)

(er atmet gurgelnd)

(Glocken laeuten)

(sie seufzt)

Das, was gerade passiert ist, entsetzt uns.

Das, was gerade passiert ist, entsetzt uns.

Aber wir sind keine boesen Menschen.

Wir durchleben dunkle Zeiten.

Wir haben unsere Welt verloren.

Wir haben unsere Welt verloren.

Wir haben den Boden unter den Fuessen verloren.

Wir muessen jetzt eine neue Welt bauen.

Wir muessen jetzt eine neue Welt bauen.

(er stoehnt)

(Beatrice) Denn wir werden dem Schrecklichen, was bevorsteht,

widerstehen muessen.

widerstehen muessen.

Und dafuer muessen wir hart sein. Auch gegen uns selbst.

Die Zeit wird kommen, wo wir wieder in Frieden leben werden.

Die Zeit wird kommen, wo wir wieder in Frieden leben werden.

Wo wir zusammensitzen und froh sind.

Wir werden uns in die Augen schauen und wieder normale Menschen sein.

- (Matthias atmet panisch) - (sie seufzt genervt)

(Glocken laeuten)

(Musik schwillt duester an)

Lasst uns jetzt nach Hause gehen.

Der Tag hat uns genug abverlangt.

- (Glocken laeuten) - (Musik droehnt unheilvoll)

(Musik setzt sich beklemmend und schrill fort)

(Musik droehnt duester)

(Musik verklingt)

Wir haben das komplette Genom. Eve ist tatsaechlich Patient Null.

Wir haben das komplette Genom. Eve ist tatsaechlich Patient Null.

Hier, sieh dir mal die Genomsequenzen an.

Du musst sofort hierher kommen.

Ich mein's ernst.

Du hast doch dann, was du wolltest. Aber jetzt braucht dein Sohn dich.

Und ich brauch dich auch.

Ich brauch dich auch, Tessa.

(Menge bruellt) Aufmachen!

(Menge bruellt) Aufmachen!

(er stoehnt angestrengt)

(er stoehnt)

(er stoehnt)

(Mann) Ey!

(lautes Zischen)

(Mann) Er ist die Treppe hoch!

(Schlaeger) Wichser!

(Schlaeger) Wichser!

(duestere, unheilvolle Musik)

Wir haben heute...

(er seufzt)

Wir haben heute einen Menschen umgebracht.

Du meinst, du?

Alle zusammen. Fast die ganze Insel.

- Das war der totale Wahnsinn. - (Knall)

- Das war der totale Wahnsinn. - (Knall)

Die sind voellig durchgedreht.

- Ich hab noch versucht... - Baby, warte mal.

- (Schuesse fallen) - Schatz, im Ernst. Warte mal kurz.

(der Sicherheitsmann stoehnt)

Hier lang.

Komm, die Tuer.

Komm, die Tuer.

(schrilles Alarmsignal)

(Frau schreit panisch)

(er stoehnt wutentbrannt)

(er stoehnt wutentbrannt)

- (Schreie) - Was ist denn?

Tessa?

Tess?

Schatz, im Ernst, warte.

Schatz, im Ernst, warte.

Tess?

- (schreiende Meute) - (Marek) Tess?

- (bedrohliches Tacken) - Du bleibst schoen hier!

Nein... Tess!

(Tess atmet panisch)

(Tess atmet panisch)

- (Mann) Was ist das in deiner Hand? - Das Virus.

Scheiss Fotze! Ihr zuechtet das wirklich im Labor.

Haut ab.

Haut ab.

Da... Das ist Hyperkonzentrat.

Wenn ich das fallen lasse, sind wir alle in 30 Minuten tot.

Tess!

Wer bezahlt euch dafuer, dass ihr die Welt vergiftet?

(Tess schreit)

(aggressive Schreie und Schlaege)

Tess?

Tessa! Nein!

Tessa! Nein!

(wildes Gegroele)

(bedrohliche, pendelnde Musik)

(bedrohliche, pendelnde Musik)

Nein... Tessa!

(Musik setzt sich trostlos fort)

(Musik setzt sich trostlos fort)

Komm mal her.

(draengende dissonante Musik)

(draengende dissonante Musik)

(Marek atmet panisch)

Okay, warte kurz.

Okay, warte kurz.

(Musik wird dunkler und taktgetriebener)

- (Motor startet) - (Musik droehnt erdrueckend)

(er atmet schwer)

- (Motor rattert) - (Musik verklingt)

Bea.

Na komm rein.

(traurige, chorale Musik)

(Beatrice summt)

Willst du darueber reden, was heute passiert ist?

Nein.

Ich will ueber morgen reden.

(Tee plaetschert)

Also, Lore.

(Musik setzt sich ungewiss fort)

Unsere Insel ist vielleicht der einzige Ort,

vielleicht auf der ganzen Welt,

vielleicht auf der ganzen Welt,

der sauber ist.

Virenfrei.

Wenn das rauskommt,

wird jeder, der noch halbwegs am Leben ist,

wird jeder, der noch halbwegs am Leben ist,

nur eins wollen: hierherkommen zu uns.

Ich hab nachgedacht.

Wir sind 900 Leute auf diesem Felsen, vielleicht 1000.

Wir sind 900 Leute auf diesem Felsen, vielleicht 1000.

Also was die Ressourcen angeht...

Was, wenn wir den Leuten sagen muessen,

"Hey, Milch gibt's nur noch jeden zweiten Donnerstag"?

"Hey, Milch gibt's nur noch jeden zweiten Donnerstag"?

Wir sind zu viele.

Wir muessen abspecken.

(duesterer Schlag)

(Musik setzt sich unheilvoll fort)

513. Mehr koennen wir langfristig nicht durchbringen.

513. Mehr koennen wir langfristig nicht durchbringen.

513. So viel koennen wir problemlos versorgen.

- Bis in alle Ewigkeit. - 513?

Das sind noch genug, dass keiner mit seiner Schwester

Das sind noch genug, dass keiner mit seiner Schwester

oder seinem Bruder schlafen muss und so weiter.

Weisst du, das ist eine Gen- Sache.

- Das kommt von einem Wissenschaftler - Welchem Wissenschaftler?

- Das kommt von einem Wissenschaftler - Welchem Wissenschaftler?

(sie seufzt) Keller.

Im Ernst jetzt?

- Der Bio-Lehrer? - Ich hab im Laden Inventur gemacht.

Selbst wenn man alles, was hier produziert wird, dazurechnet,

reicht es nie und nimmer.

reicht es nie und nimmer.

513 koennen wir retten oder wir verlieren alle 1000.

Du willst die Haelfte der Insel...

...loswerden?

Bist wohl heute auf den Geschmack gekommen?

Nicht ablenken jetzt, Lore.

Hier muss Ordnung rein.

Wir muessen den Laden am Laufen halten.

Wir muessen den Laden am Laufen halten.

Wir koennen nicht mehr inklusiv sein. Wir muessen exklusiv werden.

- Ich fuehle mich nicht qualifiziert. - Aber ich.

Rate mal, wer zu demselben Schluss gekommen ist.

Silbermann und sein Expertenrat.

Weisst du was? Die haben keinen blassen Schimmer.

Weisst du was? Die haben keinen blassen Schimmer.

Die haben keine Loesung.

Wir muessen uns selber schuetzen. Und die unseren.

Ich weiss, das macht dir zu schaffen,

aber das ist der Stand und ich brauche deine Hilfe.

aber das ist der Stand und ich brauche deine Hilfe.

- (Musik wabert bedrohlich) - (Uhr tickt)

Oder du gehst mit den anderen aufs Festland.

Aber das schaffst du nicht.

Aber das schaffst du nicht.

Oder ich haenge deinen kleinen Plan an die grosse Glocke und schau zu,

wie sie dich ins Watt schleppen.

Das aendert nichts an den Tatsachen.

Das aendert nichts an den Tatsachen.

Und hat irgendjemand auf dieser Insel jemals was fuer dich getan?

Lore, hilf mir.

Lore, hilf mir.

(spannungsgeladene Musik)

Und ich werde immer hinter dir stehen. Du wirst alles haben.

Insulin, so viel du brauchst. Alles, was du brauchst.

Insulin, so viel du brauchst. Alles, was du brauchst.

Ich kuemmere mich um dich.

Fuer immer.

(Musik setzt sich fort)

(Musik schwillt schrill an)

(Musik verblasst)

(duestere Klaenge)

(duestere Klaenge)

Jetzt geht's los.

(Musik droehnt unheilvoll)

(elektronische, abstrakte Musik)

(Musik schwillt duester an)

(Lore) Wo kommen die denn her?

(Beatrice) Angeschwemmt. Hat jemand ueber Bord geworfen.

Die Flut nimmt die wieder mit.

Die Flut nimmt die wieder mit.

(Beatrice angewidert) Oh.

Ihh.

Ihh.

(Musik setzt sich unheilvoll fort)

(Lore seufzt)

Bringen wir es hinter uns.

Hinter uns?

Hast du noch nie einen Film ueber Massenmoerder gesehen?

Hast du noch nie einen Film ueber Massenmoerder gesehen?

Von dem Typen, der in den Glockenturm hinaufklettert

mit dem Gewehr und alle Leute wahllos abknallt?

Weisst du, was die alle sagen,

Weisst du, was die alle sagen,

wenn sie von der Polizei erwischt werden?

Was?

Der Erste ist immer der Schwerste.

(Musik verklingt)

(leise drohende Musik)

(leise drohende Musik)

(bedrohliche Musik schwillt an)

(Lore) Wir geben dir ein paar Vitamine.

Das schuetzt dich vor dem Virus.

Aha, Virus, ne?

(Musik droehnt unheilvoll)

Was denn fuer ein Virus?

(Beatrice) Wissen Sie, wie die Grippe Deshalb tragen wir diese Anzuege.

(Beatrice) Wissen Sie, wie die Grippe Deshalb tragen wir diese Anzuege.

Diese Anzuege, wegen 'ner Grippe, ne?

(unheilvolle Klaenge)

Oh, keine Spritze!

Nee, keine... keine Spritzen.

Ich habe Angst vor Spritzen.

Ach. Das tut ueberhaupt nicht weh.

Ach. Das tut ueberhaupt nicht weh.

Lore ist ein Profi.

Das ist nur ein kleiner Piks.

Profi, ne?

Profi, ne?

Und vorsichtig.

(er schreit gepresst)

Ah, das sieht aus wie Blut!

(Beatrice) Ach, das sind Nahrungsergaenzungsmittel.

Die paeppeln Sie auf.

Da fuehlen Sie sich in Nullkommanichts wie neugeboren.

Da fuehlen Sie sich in Nullkommanichts wie neugeboren.

Macht hellwach.

Im Kopf. Verstehen Sie?

Das wuensche ich mir ja schon lange, ne?

Das wuensche ich mir ja schon lange, ne?

(Beatrice) Bitte bleiben Sie vorerst noch im Haus.

Es koennte sein, dass Ihnen anfangs etwas schwindlig wird.

Ich schicke Ihnen Freunde vorbei.

Ich schicke Ihnen Freunde vorbei.

Die bleiben bei Ihnen. Die kuemmern sich um Sie.

Die bringen Ihnen Essen und so weiter.

Hm?

Alles Gute.

Was Gutes, ne?

- (Tuer faellt laut zu) - Gut fuer... fuer die Birne, ne?

- (Tuer faellt laut zu) - Gut fuer... fuer die Birne, ne?

(er stoehnt angespannt)

(kriechende, unheilvolle Musik)

(kriechende, unheilvolle Musik)

(er stoehnt)

(schrille, dissonante Klaenge)

- (er hustet) - Du sollst drinnen bleiben!

- Beatrice hat gesagt... - Mir geht's nicht... gut.

- Beatrice hat gesagt... - Mir geht's nicht... gut.

(dramatische, duestere Musik)

Mir geht's nicht gut!

Die Frau da, die...

...die hat mir 'ne Spritze gegeben.

Ich wollt das gar... (er schluckt und wuergt)

Meine... meine Mami.

Meine... meine Mami.

Kann mir mal bitte jemand helfen?

Und meine Mama holen?

(Musik klingt ab)

Beatrice hat gesagt, dass er infiziert ist.

Sie hat's gewusst.

Sie hat's gewusst.

Sie hat's vorher gewusst.

Holt sie her!

Und keiner fasst was an.

(pfeifende, unheilvolle Klaenge)

(Lore) Marek.

Wir wollten nach dir sehen. Wir haben das mit Tessa gehoert.

Wir wollten nach dir sehen. Wir haben das mit Tessa gehoert.

(Marek) Jetzt nicht.

Das ist eine schreckliche Welt.

Als waeren wir wieder im dunkelsten Mittelalter.

Es tut mir wirklich so leid.

Tessa war besonders, schon als kleines Maedchen.

Aber es sind hier eine Menge Menschen in Not.

Aber es sind hier eine Menge Menschen in Not.

Und du bist Arzt. Du hast einen Eid geschworen.

Lass mich in Ruhe.

Das Virus ist auf der Insel. Wir muessen jetzt jeden testen.

Wir brauchen sie. Die Leute hoeren auf Sie.

Und viele davon sind ausserordentlich misstrauisch.

Eine Vertrauensperson waere gut, damit sie sich sicher fuehlen.

Eine Vertrauensperson waere gut, damit sie sich sicher fuehlen.

Bitte.

Es reicht.

(fluestert) Komm.

Wir wollen Sie an diesem traurigen Tag nicht laenger belaestigen.

Wir wollen Sie an diesem traurigen Tag nicht laenger belaestigen.

Aehm...

Bleiben Sie stark, Marek.

Bleiben Sie stark, Marek.

Sie werden gebraucht.

(dissonante, bedrueckende Musik)

(dissonante, bedrueckende Musik)

Unser Kamerad Bierhals...

Sagen wir, "lieber Freund"...

...noch mal von vorn.

Unser lieber Freund Bierhals ist tragischerweise von uns gegangen.

Unser lieber Freund Bierhals ist tragischerweise von uns gegangen.

Wir sind in tiefer Trauer und wuenschen ihm

von ganzem Herzen alles Gute auf seiner Reise zu einem besseren Ort.

von ganzem Herzen alles Gute auf seiner Reise zu einem besseren Ort.

Aber wir wollen keine Panik ausloesen.

Also, bitte, bleibt ruhig.

Also, bitte, bleibt ruhig.

Das Virus ist auf der Insel. Es ist wirklich hier.

Bleibt zu Hause, okay?

Was auch immer ihr tut, geht nicht nach draussen.

Was auch immer ihr tut, geht nicht nach draussen.

(leise bedrohlich wabernde Musik)

(Marek) Ich nehme fuer den Test nur ein bisschen Blut ab, ja?

(Lore) Gut, dass du dabei bist, Marek.

(Lola) Welch ein Glueck, dass wir Beatrice haben.

Inmitten einer planetaren Krise

Inmitten einer planetaren Krise

hat sie es sich zur obersten Prioritaet gemacht,

jedem von uns eine erstklassige Gesundheitsversorgung

zukommen zu lassen.

Frau Suber hier

wird gerade von unseren brillanten medizinischen Fachkraeften versorgt.

Dr. Marek ist in Sachen Epidemiologie

tatsaechlich auf dem allerneuesten Stand.

tatsaechlich auf dem allerneuesten Stand.

(Marek) Das pikt jetzt kurz.

Aber, was ist, wenn ich das... Sie wissen schon, wenn ich das...

Unsinn, Unsinn.

- Sie sehen doch gesund und stark aus. - Bitte?

(kurzes Klicken)

(Musik setzt sich unheilvoll fort)

(Musik setzt sich unheilvoll fort)

(Lola) Wie ihr alle sehen koennt, das ist alles zu 100 Prozent sicher.

Und es ist absolut kostenlos.

Und es ist absolut kostenlos.

Jemand von uns kommt heute noch zu euch nach Hause

und bevor ihr wisst, was passiert,

ist es schon vorbei.

Wunderbar.

Wunderbar.

- Lola, ganz grossartig. - (Lola lacht geschmeichelt)

Also, wir brauchen einen groesseren Bildschirm da drin,

und auch im Laden.

und auch im Laden.

Viel groesser.

Und wir sollten taeglich was bringen, finde ich.

Wir sollten ganz alltaegliche Geschichten erzaehlen

Wir sollten ganz alltaegliche Geschichten erzaehlen

ueber die kleinen Leute...

Wie sie kaempfen, wie sie ihr Leben meistern.

Mann, du bist perfekt fuer diesen Job, Lola.

Mann, du bist perfekt fuer diesen Job, Lola.

- Du hast so ein schoenes Gesicht. - (sie seufzt geschmeichelt)

Und deine Haare...

Wie Gina Lollobrigida. (Beatrice lacht freundlich)

Wie Gina Lollobrigida. (Beatrice lacht freundlich)

Weisst du, Bea, ie Leute haben Panik.

Mein Mann sagt, wir muessen weg.

Er sagt, das Virus ist hier.

Und seine Familie ist auf dem Festland.

In zwei Stunden geht die letzte Faehre.

In zwei Stunden geht die letzte Faehre.

Wenn ich dann nicht dort bin, dann geht er ohne mich.

Ich glaube, ich muss mit ihm gehen. Mein Mann sagt...

...es ist eh ueberall dasselbe.

...es ist eh ueberall dasselbe.

Haetten Maenner eine Ahnung von irgendwas,

waeren wir nicht da, wo wir jetzt sind.

Die hatten ihre Chance.

Jetzt uebernehme ich die Insel.

Und ich bin zuversichtlich, dass das ganz wunderbar wird.

(sie seufzt) Lola...

Wir erschaffen eine neue Welt. Und du kannst sie mitgestalten.

Diese Arbeit hier ist deine Bestimmung.

Ich...

Ich habe auch so ein Gefuehl.

Das ist schon fast unheimlich.

Das ist schon fast unheimlich.

Als waere ich meinem...

ja, Schicksal begegnet.

(sie stoehnt) Oh!

(panisch) Bea.

Meine... meine Fruchtblase ist geplatzt.

Meine... meine Fruchtblase ist geplatzt.

- (sie stoehnt ueberwaeltigt) - Vorsicht. Vorsicht.

Mein Baby kommt.

Mein Baby kommt.

Das stimmt, ja.

(Lola wimmert leise)

Keine Angst. Keine Angst.

Ich kuemmere mich um dich.

Ich kuemmere mich um dich.

Fuer immer.

(bedrohliches, schnelles Tacken)

Und schieb. Genau so.

Und schieben, schieben.

Und schieben, schieben.

Sehr gut. Sehr gut.

(Lola schreit schmerzerfuellt)

(sie seufzt erleichtert)

- (Marek) Wow. - (Baby schreit sanft)

Na schau mal.

Schau mal, ihr Gesicht ist wunderschoen.

Schau mal, ihr Gesicht ist wunderschoen.

(Marek) Ja.

Ich nenne sie Fiona.

(Lola) Sie ist perfekt.

(melancholische Musik)

(Fiona schreit)

(Fiona schreit)

(melancholische Musik verklingt)

(Lore) Sauber.

Das war die letzte Probe.

Niemand ist wirklich infiziert.

(Beatrice seufzt erleichtert)

(Beatrice seufzt erleichtert)

Und das war Silbermann.

(Lore) Ich habe diesen grosskotzigen Pinsel noch nie gemacht.

Das ist Teufelswerk, Lore,

es gibt es keinen Grund, das zu geniessen.

es gibt es keinen Grund, das zu geniessen.

(leise, bedrohliche Musik)

(bedrohliche Musik setzt sich fort)

(bedrohliche Musik setzt sich fort)

(Marek) Was ist das?

Die Liste der Infizierten.

(Lore) Wir trennen die Kranken von den Gesunden.

(Marek) Und die Kranken denkt ihr euch einfach aus, oder wie?

So kann man das nicht sagen.

Das sind alle, die bei Ihnen nicht mitmachen wollten.

Das sind alle, die bei Ihnen nicht mitmachen wollten.

Und die sind zufaellig alle infiziert?

Marek,

500 und noch was Menschen koennen auf dieser Insel ueberleben. Mehr nicht.

500 und noch was Menschen koennen auf dieser Insel ueberleben. Mehr nicht.

Also, entweder das s ind unsere Freunde,

die uns helfen werden, eine neue Welt aufzubauen,

Oder es sind unsere Feinde. Zahlenmaessig ist es dasselbe.

Oder es sind unsere Feinde. Zahlenmaessig ist es dasselbe.

Und deshalb setzt ihr gesunde Menschen auf dem Festland aus?

Das ist... Mord.

Mord? Mord?

Mord? Mord?

Was in Tessas Klinik passiert ist, das ist Mord!

Das Chaos dort, der Hass.

Wenn wir jetzt nicht handeln, dann passiert hier dasselbe.

Wenn wir jetzt nicht handeln, dann passiert hier dasselbe.

Spaetestens, wenn es nichts mehr zu essen oder gar nichts mehr gibt.

So koennen wir das Ueberleben unserer Kinder garantieren.

So koennen wir das Ueberleben unserer Kinder garantieren.

Quatsch! Keiner weiss irgendwas, Beatrice.

Da koennen wir den ganzen Tag Versprechungen machen.

Sie koennen nichts garantieren. Keiner weiss, was morgen ist.

Sie koennen nichts garantieren. Keiner weiss, was morgen ist.

Stimmt, da haben Sie recht.

Genau deshalb muessen wir heute alles versuchen.

Ein Gegenmittel finden, einen Impfstoff.

Irgendeinen Weg aus dieser Sackgasse.

Irgendeinen Weg aus dieser Sackgasse.

Und du, Lore, du machst da ernsthaft mit?

(sie seufzt)

Marek.

Marek.

Schauen Sie sich um. Der Rest der Welt ist so gut wie tot.

Was mit Tessa passiert ist, tut mir leid. Aber...

Wir... Wir muessen jetzt alles geben.

Wir... Wir muessen jetzt alles geben.

Und Sie muessen Ihre Arbeit machen.

Die Insel braucht Sie, Doktor.

Wir brauchen Sie.

Und ihr Sohn braucht Sie.

Hier.

Das sind die Infizierten.

Jemand muss es Ihnen sagen.

Jemand muss es Ihnen sagen.

(unheilvolles Droehnen)

(Uhr tickt)

(Uhr tickt)

- (bedrohliche Schlaege) - Es koennte doch sein, dass der Test...

- (bedrohliche Schlaege) - Es koennte doch sein, dass der Test...

...falsch ist, oder?

(duesteres Droehnen)

(Marek) Es tut mir leid.

(Uhr tickt beklemmend weiter)

(Frau ruft) Alle weitergehen! Immer weitergehen!

(Frau ruft) Alle weitergehen! Immer weitergehen!

(Mann) Nicht stehenbleiben!

(Mann) Zurueck auf die Strasse!

(Frau) Immer weitergehen!

(Frau) Immer weitergehen!

(Mann) Weiter zur Faehre!

(bedrueckende Musik schwillt an)

(Frau) Immer weiter!

(Mann) Weiter, weiter, weiter!

(Mann) Weiter, weiter, weiter!

(Kind schreit)

(Musik wird duesterer)

(Musik wird duesterer)

(Mann) Ihr habt's gleich geschafft. Kommt. Weiter zur Faehre!

Wann koennen wir wiederkommen?

Halt die Schnauze und lauf weiter!

(Viserys) Lass los!

(Viserys) Lass los!

(sie stoehnen angestrengt)

(Leute schreien entsetzt auf)

Auf der Strasse bleiben und weitergehen.

Auf der Strasse bleiben und weitergehen.

(beunruhigte Stimmen)

(Frau schreit)

(Musik droehnt duester und beklemmend)

(Musik droehnt duester und beklemmend)

Dieser Junge bekommt ein Heldenbegraebnis.

(Faehre quietscht)

(langgezogenes Piepen)

(metallenes Rumsen)

(metallenes Rumsen)

(unheilvolle Klaenge)

(Schiffshorn blaest)

(duestere, wabernde Musik)

(duestere, wabernde Musik)

(Beatrice) Was getan ist, ist getan.

(Beatrice) So, jetzt hoert mal zu. Ich will, dass ihr eins wisst.

(Beatrice) So, jetzt hoert mal zu. Ich will, dass ihr eins wisst.

Wenn ihr spaeter an diesen Tag zurueckdenkt,

will ich, dass euch klar ist, ihr habt das getan,

weil es die einzige Moeglichkeit war, Leben zu retten.

weil es die einzige Moeglichkeit war, Leben zu retten.

Wir haben es getan, um uns selbst zu retten.

Ich werde einen Impfstoff finden.

(Marek) Tessa war nah dran.

Sicher, das war sie ganz bestimmt.

Und wenn ich den hab, dann...

Und wenn ich den hab, dann...

dann werde ich Ihn in jeden einzelnen Arm auf dieser Insel spritzen.

Und dann werden alle in die Welt zurueckkehren.

Und dann werden alle in die Welt zurueckkehren.

Und man wird Sie zur Rechenschaft ziehen.

Na, wenn Sie das motiviert, nur zu.

Aber quaelen Sie sich nicht. Sie muessen kein Heiliger sein.

Aber quaelen Sie sich nicht. Sie muessen kein Heiliger sein.

Vergessen Sie nie: Sie hatten keine Wahl.

Hatte ich.

(duestere, unheilvolle Schlaege)

(duestere, unheilvolle Schlaege)

Doch.

Wie auch immer.

Wir sitzen jetzt im selben Boot.

Weil, wenn das rauskommt,

Weil, wenn das rauskommt,

werden sich unsere eigenen Leute gegen uns wenden.

Und dann wird keiner mehr danach fragen,

ob Ihre Gruende edler waren als meine.

Sie haben ganz einfach einen Mord begangen.

Sie haben ganz einfach einen Mord begangen.

Und Ihr "heile, heile Segen, wird schon wieder gut"

wird Ihnen nichts mehr nuetzen, weil auch Sie,

ganz einfach ein Massenmoerder sind.

ganz einfach ein Massenmoerder sind.

(schrille, melancholische Musik)

(schrille, melancholische Musik)

Du haeltst mich jetzt wahrscheinlich fuer das Allerletzte, hm?

Du haeltst mich jetzt wahrscheinlich fuer das Allerletzte, hm?

Linus, ich hab das alles...

...fuer mich behalten.

...fuer mich behalten.

Fuer dich.

(er stoehnt widersprechend)

Quatsch nicht, Papa.

Quatsch nicht, Papa.

Das hast du fuer dich selber getan.

Ich liebe dich, Papa.

Ich liebe dich auch, mein Junge.

- Mehr als alles andere. - Papa.

Ich hab so Schiss.

Ich hab so Schiss.

(er stoehnt delirioes)

(er stoehnt delirioes)

(melancholische Streichermusik)

(melancholische Streichermusik)

(Musik setzt sich traurig fort)

(wehmuetige Streichermusik)

(Marek) Wir haben in dieser Nacht ueber 500 Menschen... verladen.

(Marek) Wir haben in dieser Nacht ueber 500 Menschen... verladen.

Ich weiss nicht mal, ob die jemals irgendwo angekommen sind.

Die waren weg. Und unsere Leben...

Die waren weg. Und unsere Leben...

...gingen einfach weiter.

(Marek seufzt auf der Aufnahme)

Nur Beatrice, Lore und ich wissen das.

Was wir damals getan haben.

Niemand sonst.

Du haeltst mich jetzt wahrscheinlich fuer das Allerletzte.

Du haeltst mich jetzt wahrscheinlich fuer das Allerletzte.

(Geraet klickt)

Und jetzt muessen es alle hoeren.

Marek, bitte.

Marek, bitte.

Ueberleg dir das noch mal.

Beatrice ist unberechenbar.

Das hier, das koennte das letzte bisschen Ordnung komplett zerstoeren.

Das hier, das koennte das letzte bisschen Ordnung komplett zerstoeren.

Da... Damit fackelst du die ganze Insel ab.

Klingt lustig. Ich setz es auf Dauerschleife.

Klingt lustig. Ich setz es auf Dauerschleife.

(Musik wird duesterer)

Freunde.

Freunde.

Ich wusste, dass da was faul ist,

als die sich auf den Weg zu dir gemacht hat.

Gibst du mir bitte das Tape?

Jetzt hoert mal zu. Das ist ein heikler Moment.

Wir koennen uns jetzt nicht verlieren.

Ihr seid nicht mehr die Einzigen, die entscheiden, was hier passiert.

Ihr seid nicht mehr die Einzigen, die entscheiden, was hier passiert.

Es ist Zeit fuer echte Veraenderung.

Dazu brauchen wir diese Insel funktionsfaehig

und nicht komplett niedergebrannt.

und nicht komplett niedergebrannt.

Gibst du mir jetzt bitte das Tape?

Nur ueber meine Leiche.

Unorthodox, aber machbar.

Daniela, das ist jetzt kein Grund,

Daniela, das ist jetzt kein Grund,

so melodramatisch zu werden.

Ich gehoere zum Graf und er ist auf dem Weg hierher.

Also Fiona, das Tape.

Also Fiona, das Tape.

(Lore schreit erschrocken)

Marek?

Der Graf baut auf dich.

Er will, dass du ein Gegenmittel findest und wird dich unterstuetzen,

besser als Beatrice es je konnte.

Du willst alles abfackeln, ja?

Du willst alles abfackeln, ja?

Das wuerde ich auch wollen an deiner Stelle.

Aber ich habe auf dem Festland gelebt und du nicht.

Aber ich habe auf dem Festland gelebt und du nicht.

Ich habe Dinge gesehen, die...

Jetzt warte doch mal.

Jetzt warte doch mal.

Jetzt hoer mir doch mal zu.

Marek, ich habe es noch keinem gesagt.

Marek, ich habe es noch keinem gesagt.

Niemand weiss es, aber ich bin schwanger

und ich werde alles fuer dieses Kind tun.

Wir kehren nicht dorthin zurueck, wo Menschen Leichen auffressen,

Wir kehren nicht dorthin zurueck, wo Menschen Leichen auffressen,

und sich die Kehle durchschneiden, nur um zu ueberleben.

Und genau das wird hier passieren.

Wenn du jetzt gehst, wird dieser Ort zerbrechen

und es wird wie auf dem Festland sein.

und es wird wie auf dem Festland sein.

Du hast 15 Jahre nichts gesagt!

(sie seufzt)

(gemuetliche Funk-Rock-Musik)

(Lied: Jeanette "Porque Te Vas?")

(Lied setzt sich fort)

(Graf) Generator an!

(Generator surrt)

(Lichter surren)

Dann auf zur Insel.

Machen wir dem Doc ein kleines Geschenk.

Und uns selbst ein grosses.

Und uns selbst ein grosses.

("Porque Te Vas" setzt sich fort)

("Porque Te Vas" setzt sich fort)

(Lied klingt gemaechlich aus)

(Lied klingt gemaechlich aus)

Halleluja.

Amen, Herr.

Ich glaube, ich hatte da einen kleinen Unfall.

Ich glaube, ich hatte da einen kleinen Unfall.

- (hustend) Ich brauche Hilfe. - Vater...

Ich fuerchte, wir sind die Hilfe.

Ich fuerchte, wir sind die Hilfe.

- (Priester schreit schmerzerfuellt) - Und die Gefahr.

(sie lacht) Voll das Paradoxon. Geil.

Also, das tut jetzt ein bisschen weh,

Also, das tut jetzt ein bisschen weh,

aber hey, Gott sei Dank hast du deinen Glauben, Vater.

Heissen Draht zur Chefetage.

- (er schreit auf) - Und jetzt, mach hinne.

- (er schreit auf) - Und jetzt, mach hinne.

Denn hier geht's gleich ab.

(er schreit schmerzerfuellt und lacht dabei)

(er lacht schurkenhaft)

(er lacht schurkenhaft)

(Gelaechter verklingt)

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