All language subtitles for Helgoland.513.S01E01.Episodio.1.2024.DLMux.1080p.HEVC.E-AC3-AC3.ITA.GER.SUBS

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Original subtitles

(angespannte Musik)

(Frau stosssst rhythmisch Luft aus)

Okay, komm. Und...

-Und schieb, schieb, schieb! -(lautes, gepresstes Schreien)

Schieb!

-(sie atmet angestrengt) -Noch mal.

Atmen.

Komm atmen.

Einatmen und ausatmen.

-(sie schreit und stohnt laut) -Genau, genau. Komm, schieb, schieb.

Atmen, atmen.

Und schieb!

(sie schreit schmerzerfullt)

-(sie schreit) -Amelie, schau mich an.

Du schaffst das, wir kriegen das hin, ja?

Schau mich an. Sehr, sehr gut. Sehr, sehr gut, sehr, sehr gut. Sehr gut.

Wir schaffen das, ja? Du kriegst das hin.

-(Amelie rauspert sich) -Genau. Schau mich an, schau mich an.

Genau.

Und noch mal.

Ja, genau.

-(sie stohnt) -Und komm.

Sehr gut machst du das. Ja.

Ja, komm, noch mal. Noch mal kraftig. Kraftig, noch mal.

Sehr gut.

-Gut, gut. Schau, schau. -(sie stohnt erleichtert)

Ja, schau her, dein Kind. Hier ist dein Kind. Schau.

-Schau es dir an. -(das Baby schreit)

-(Amelie seufzt erleichtert) -(das Baby schreit)

Sehr gut.

(Metall klappert)

-(schneidendes Gerausch) -(das Baby schreit weiter)

(mystische, ruhige Klange)

(getragene Streicher setzen ein)

(dissonante, schwere Musik)

(Musik wird dusterer)

(dustere Klange und Schlage)

(mystisches Glockenlauten)

(unheilvolle Musik)

Die Sonne lacht, der Himmel strahlt. Wow.

Ein besonderer Tag fur einen besonderen Anlass.

Denn egal wie hart die Zeiten auf unserer Insel sind.

Egal welche Herausforderungen wir bewaltigen mussen.

Der Kreislauf des Lebens endet nie.

Ein neues Leben betritt die Buhne. Und ein altes geht ab. Hakuna Matata.

Raik Kohler, einer von uns, geht freiwillig uber die Klippe.

Damit seine Enkeltochter, damit wir alle leben konnen.

Da ist er. Zu meiner Rechten.

Der Held des Tages, der sich anschickt,

fur seine neugeborene Enkeltochter einzustehen.

Raik Kohler. Was fur ein erhabenes, edles Antlitz.

Raik hat den Ruf eines Gentlemans.

Und wow. Diese Wurde und Grazie im Angesicht des Todes,

die er da an den Tag legt, wird seinem Ruf mehr als gerecht.

Ich bin sicher, diese Einstandszeremonie

wird in die Annalen unserer kleinen Inselgemeinschaft eingehen

und uns uber Jahre hinaus als Inspiration und Vorbild dienen.

(drohende Klange)

-(starkes Wellenrauschen) -(pfeifender Wind)

(Frau ruft) Marek.

Marek!

(schmerzerfulltes Stohnen)

Es ist noch nicht vorbei.

(sie stohnt gepresst) Was?

Stopp, stopp, stopp, Amelie! Aufhoren zu schieben, Amelie.

Du bekommst noch ein zweites. Du bekommst ein zweites Kind.

Das Kind liegt falschrum. Ich muss reingehen.

Das heisst, ich geh jetzt mit der Hand rein, ja? Ich helf dir.

-Au! -Alles gut.

Jetzt sollte ich wahrscheinlich was ganz Besonderes von mir geben.

Und schieb, und schieb mit mir mit. Und schieb mit mir mit. Und mehr!

(absteigende elektrische Klange)

Also, was soll ich sagen?

Seid nett miteinander.

(antreibende Musik)

(dustere, dissonante Klange)

(das Baby schreit)

(dissonante Klange)

(das Baby schreit)

Hi.

(dissonante Klange setzen sich fort)

-(lautes Wellenrauschen) -(dumpfer Aufprall)

-(dumpfer Aufprall) -(dustere Klange)

-(verzerrte Klange) -(leises Ticken)

(Welle prallt laut gegen Felsen)

(Ticken wird lauter)

(Baby quengelt leise)

-(Ticken wird lauter) -(lautes werdendes spitzes Drohnen)

(Drohnen endet abrupt)

(rhythmische elektronische Musik mit dusterem Bass)

(schnelle Streichermusik)

(dissonante, unheilvolle, taktgetriebene Streichermusik)

(Musik endet mit heller Dissonanz)

Wir sind fureinander da.

Das ist der Schlussel fur unser Uberleben.

Damals, als das alles anfing, sagte ich zu euch:

"Jetzt beginnt eine neue Zeit. Wir mussen umdenken.

Aber jetzt heisst es nicht 'ich', nicht 'du', sondern 'wir'."

Und ich habe versprochen, dafur zu sorgen,

dass die Welt wieder so wird, wie sie war.

Dass wir eines Tages aufwachen aus diesem Albtraum

und unser ganz normales Leben wieder haben.

Das war unser Deal damals,

als alles zusammenbrach.

Und ich finde, wir sind weit gekommen.

Es geht uns besser und besser.

Wir haben gelernt, Verantwortung zu ubernehmen.

Wir haben gelernt, Opfer zu bringen...

Tschuldige, aber bevor wir uns restlos in Floskeln verlieren:

Anstatt sofort wieder zur grausamsten Losung zu greifen,

was ware, wenn dieses zweite,

unerwartete Kind bleiben darf?

Ohne, dass wir dafur einen von uns opfern?

-Und wir feststellen... -Wir konnen nicht mehr als 513 Menschen...

Und wir dabei feststellen, dass ein zusatzlicher Mensch kein Problem ist?

Dass wir auch mit 514 hier gut uberleben konnen.

Er hat recht. Es macht keinen Unterschied zahlenmassig.

Gut. Angenommen, wir machen das...

Wir machen eine Ausnahme, eine einzige.

Dann wird jeder sagen: "Warum er und nicht ich?".

Ab dem Moment will jeder die Ausnahme sein.

Und uber kurz oder lang wird sich keiner mehr an Regeln halten

und wir haben das absolute Chaos.

Marek, wieso wussten wir eigentlich nichts von dem zweiten Baby?

Wir haben keinen Ultraschall, wie du weisst.

Marek, wir durfen uns nicht von Mitgefuhl verleiten lassen.

Gut, lasst uns abstimmen.

Abgesehen davon, die Zahl 513 beruht auf wissenschaftlichen Berechnungen.

Dein Wissenschaftler war pensionierter Biolehrer und ist tot.

Ich bin dafur, dass wir uns mehr Zeit nehmen, um zu uberlegen, wie wir...

Stimmen wir ab?

Das Baby oder einer von uns?

Wir haben alle Mitgefuhl, Marek,

aber wir mussen unseren Verstand benutzen.

Wer sagt, dass es unsere Entscheidungen sind?

Hier alles zu bestimmen und Gott zu spielen?

Hier spielt niemand Gott,

auch wenn du dir das immer wieder gerne vorwirfst.

Verstand, Pflichtgefuhl, Opferbereitschaft,

darauf basiert unsere Gemeinschaft.

Komm, wir wissen doch beide, worauf unsere Gemeinschaft wirklich basiert.

(unheilvolle Klange)

Mit der Vergangenheit zu hadern, nutzt niemandem was.

Marek,

wir verstehen dich.

Du meinst es nur gut.

Schliesslich ist es ja dein Beruf, Leben zu retten.

Eins ist klar: Wenn das aus dem Ruder lauft, dann war's das mit uns.

Stimmen wir ab.

(vertraumte Harfenklange)

Raik liebte seinen Schnauzer.

(hechelnder, knurrender Hund)

Und Zwiebelkuchen, das war sein Leibgericht.

Meine Mutter sagte immer, als sie ihn zum ersten Mal gesehen hat,

da sah er aus wie Roger Moore.

Wie ich sehe, habt ihr nicht nur ein susses, kleines Baby,

sondern gleich zwei, zwei neue Freunde.

Und das bringt eine schwierige Entscheidung mit sich.

Beatrice.

Ach.

(ruhige Musik)

Hallo.

Kannst du was zu den neuen Ereignissen sagen?

Ja.

Wie Sie alle wahrscheinlich schon wissen,

aufgrund einer unvorhergesehenen Zwillingsgeburt

sind wir derzeit 514 Menschen auf der Insel.

Um dies zu korrigieren, hat der Inselrat eine Abstimmung anberaumt.

(Beatrice schnieft)

Ja, und Beatrice, um gleich zur Sache zu kommen,

wen konnte es morgen erwischen?

Wir wollen Namen.

Na ja, wie immer liegt die Entscheidung

in der Hand aller Burger unserer Insel.

Aber wenn ich ganz unten im Ranking ware,

sagen wir auf einem der letzten drei Platze,

ich wurde meine Angelegenheiten in Ordnung bringen.

-Gut. -Ich muss weiter.

Was Beatrice sagen will,

das Ranking, die Nummern sind immer in Bewegung.

Und die unendliche Saga der Zahlen setzt sich fort.

Aber hier sind sie, die heutigen Kandidaten.

(ruhige Musik)

(Frau) Unser Mann auf Rang 511.

Siehst du das? Ich bin auf 511.

Wie bin ich auf 500-bekackte-11 gekommen?

Ich bin am Arsch.

Was willst du? Du hast den LKW geschrottet.

Was ich will? Ich will nicht verrecken.

-Ich weiger mich einfach zu springen. -Mhm.

Hat bei Simon super funktioniert.

Komm zuruck, ihr verfluchten Wichser, ihr!

Den haben sie ins Watt geschickt, weil er nicht springen wollte.

(Frau) Denn wir 513 sind die Hoffnung der Menschheit.

Ich muss irgendjemanden ein paar Nummern runterkicken.

Jetzt entspann dich mal.

Steigst schon wieder auf.

Also wie nette Leute eben aufsteigen.

(Frau) Kommen wir zu einer Dauerfavoritin der unteren Platze.

Elise Bartels, aktuell auf Platz 512.

Wir tragen die Schwachsten in unserer Gesellschaft,

doch wie lange konnen wir das durchhalten?

Oma, Oma, du bist im Fernsehen, du bist im Fernsehen!

(Frau) Wie lange konnen wir Menschen unterstutzen,

die nicht viel beizutragen haben.

Und last but not least:

Platz 513.

Etienne Bender, ein Krimineller, der unser aller Vertrauen missbraucht hat

Oh, verdammte Scheisse, ich krieg keine Luft mehr.

-(Frau) Hat er genug gebusst? -Wieso ich?

Ich reiss mir hier jeden Tag den Arsch auf.

(Frau) Der morgige Tag wird uns allen Klarheit bringen.

Ich sag dir, was 'ne viel bessere Story fur Lola ware.

Das Opfer einer Mutter.

Sie darf nur eines der beiden Babys behalten.

Das andere muss gehen.

Ich sag nur: "Sophies Entscheidung". Der Film hat Oscars gewonnen.

Jetzt red doch keinen Stuss.

Wir mussen jetzt praktisch denken.

(dustere Klange)

Moin.

Morgen, Marek. Morgen, Linus.

(Linus) Hi.

(Maschine knarzt)

Deine Mutter hat das geliebt.

(Linus) Was?

Die ganze Routinearbeit.

Objekttrager pipettieren, Proben untersuchen,

sogar Zellen auszahlen. Fur sie war das Entspannung.

(Marek lacht)

(Linus) Hast du dir die Grippeimpfstoffe

aus der letzten Lieferung angeschaut?

(Marek) Ah, noch nicht.

Sind alle dermassen abgelaufen. Die verarschen uns doch.

(Marek) Hm.

Okay. Nobody's perfect, aber das hier ist fur uns nicht mehr zu gebrauchen.

Fruher oder spater geht uns ohnehin alles aus.

Vielleicht gibt's keine Losung, aber wir finden sie nicht,

wenn wir so tun, als konnte man sich das Zeug nach Hause liefern lassen.

Worauf willst du hinaus?

Wenn es uns wirklich ernst ist mit dem, was wir hier machen,

wenn wir das Virus wirklich klein kriegen wollen,

dann reicht es nicht, hier im Labor ein paar Seren anzuruhren

und alle zwei Wochen 'nem Kaninchen 'nen moglichen Impfstoff zu spritzen.

Papa.

Wir brauchen mehr Ressourcen. Und die gibt's nur am Festland.

Auf dem Festland gibt's nichts ausser Krankheit und Tod. Das weisst du doch

(Linus) Weiss ich das?

Weisst du das?

Hast du mal gesehen, wie es da draussen wirklich aussieht? Nein.

Weil es zu gefahrlich ist. Deswegen haben wir doch Leute dort.

(Linus) Wir bezahlen die ja, damit die uns besorgen, was wir brauchen.

Aber das ist doch alles nicht neu.

Ich weiss jetzt nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.

Du vertraust immer den Festlandern. Das verstehe ich nicht.

(Linus) Ich meine, haben die wirklich alle Krankenhauser gecheckt

oder erzahlen die uns, dass das hier...

(Marek) Du glaubst, dass da am Ende des Regenbogens

ein Topf voll Gold auf dich wartet. Aber das ist Quatsch.

(Marek) Unser Platz ist nun mal hier.

Wir mussen Geduld haben und weitermachen.

Ich weiss, das fallt dir schwer, aber es ist so.

Alles andere...

(elektronisches Brummen und Piepen)

(Marek seufzt)

Morgen, Judith.

(Judith) Ja, wir mussen uns ein bisschen ranhalten.

Es ist eine ziemlich lange Liste heute.

Wir mussen bis zur Abstimmung durch sein.

Komm doch heute mal wieder mit?

(Marek) War schon.

(Linus) Ich muss zum Dienst.

Komm schon, Papa. Zwei Jahre Milizdienst

haben noch niemandem geschadet.

(Linus) Wir sehen uns ohnehin dann bei der Abstimmung.

Das ist kein Grund zur Freude.

Na ja.

Ist meine erste Abstimmung.

Ist schon was.

Meine Stimme zahlt dann so viel wie die von Beatrice.

(Judith) Wie sieht's mit meiner Sicherheitsfreigabe aus furs Labor?

Im Gegensatz zu deinem Sohn hab ich Medizin studiert.

Mhm, Grundstudium.

(Madchen) Wir hatten Sonne und Sterne

Und die Dune nur und das weite Meer

Und mir war, als ob die Zeit

Ganz fest in meinen Handen war

Es gab nur uns beide fur mich

Ich wusste, ich hatte dich

Wie einfach und klar doch alles war

(Madchen singt weiter) 'Deine Spuren im Sand

'Die ich gestern noch fand

'Hat die Flut mitgenommen

'Was gehort nun noch mir?

'Deine Liebe, sie schwand

'Wie die Spuren im Sand

'Was ist mir noch geblieben?

'Nur die Sehnsucht nach dir

'Ich weiss nicht, wann du anfingst

'Ohne mich den Strand entlangzugehen

'Und wenn ich dich danach fragte

'Stumm an mir vorbeizusehen

'Bis man die ganze Wahrheit versteht

'Ist es nicht selten zu spat

'Da bin ich nun

'Was kann ich tun?

'Whoa, oh Deine Spuren im Sand'

(langsame Schritte)

-Hey. Komm rein. -(Marek) Hallo.

-(Marek) Hallo Etienne. -(Etienne) Hallo.

Na, wie geht's dir?

(Etienne) Na ja.

Ahm, hier sind ein paar Vitamine. Wegen des Essensentzugs.

Die braucht er nicht, ihm geht's blendend.

Schreib das mal in dein Protokoll.

Warum guckst du mich so an?

Es ist deine Schuld, dass Etienne auf dem letzten Platz ist.

Meine Schuld?

Etienne hat die Schmerzmittel aus meiner Apotheke gestohlen.

Ja, weil du sie ihm nicht geben wolltest.

Marek, Etienne hat sich ein paar Ibus genommen, weil ich Schmerzen hatte.

Er wollte helfen.

Und dafur kriegt er vier Wochen Essensentzug?

-Und jetzt soll er auch noch einstehen? -Lisa, ich weiss.

(es klopft an der Tur)

-Hi. -(Etienne) Hi.

-Hallo. -Hi.

-Hallo. -Hi.

Ich bin hier, um die, ah, um das...

...Ding abzuholen.

Aber wenn's gerade nicht passt...

(leises Ticken)

Was denn abholen?

Die Standuhr.

Kauft ihr Stimmen?

-Das ist illegal. -(Marek) Lisa.

Marek, bitte. Marek, du musst uns helfen. Sprich mit Beatrice, bitte.

-Ich werde es versuchen. -Du musst ein gutes Wort fur uns einlegen.

-Versprochen. -(Marek) Ich sag doch...

Ich tu, was ich kann.

(unheilvolle Klange)

Es ist nicht meine Schuld, dass Etienne das Schlusslicht ist.

Bist du dir da so sicher?

Ja, da bin ich mir sicher.

Mit den Ibus mussen wir haushalten

und Diebstahl verstosst gegen die Regel.

Ausserdem, wenn es nicht Etienne ware,

dann war's halt ein anderer Verlierer, der nicht einstehen will.

Warum nimmst du nicht die Sudseite, hm?

Hm? Ich kummer mich um Lore.

(schnelles, metallisches Ticken)

-(entferntes Knarzen) -(Wind pfeift unheilvoll)

-(Ticken setzt sich fort) -(Baby brabbelt)

Elise? Was machst du hier?

Amelie...

Die Tur war offen. Ich wollte dich nicht aufwecken.

Warum hast du mein Baby auf dem Arm?

Du hast geschlafen.

Und es ist zur Treppe gekrochen. Ich dachte, es fallt gleich runter.

Ich wollte nicht, dass es sich verletzt. Ich hab's aufgehoben.

-(Elise) Und dann bist du aufgewacht. -Gib mir mein Kind.

-Du denkst doch nicht, dass ich... -Was ist dein Rang?

-Was? -Dein Rang.

-Was ist dein Rang? -Ich...

Gib mir das Baby!

Schau mich nicht so an.

Ich wurde niemals einem Kind wehtun.

(unheilvolle Klange)

(Marek) Lichtblitze, Schwindel, irgendwas?

-Wie immer. -Hm.

Beatrice war heute hier.

Sie wollte, dass ich dir sage:

Es nutzt niemandem,

alte Geschichten wieder heraufzubeschworen.

Am wenigsten dir, Marek.

Warum sagt sie mir das nicht selbst?

(Lore) Sie weiss, auf mich horst du eher.

Hast sie vor allen herausgefordert.

Bereust du, was wir damals getan haben?

Machst du Witze?

Ich habe jede Nacht Albtraume.

(dustere Musik)

Weiss eigentlich...

...Linus davon?

(rhythmisches Pochen)

(Klingel ertont)

(unverstandlicher Dialog)

(langsame Instrumentalversion von "Freude, schoner Gotterfunken")

(Frau) Moin.

-(Mann) Ich hol dir schon mal Brot, ja? -(Frau) Ja, ist gut.

Vielleicht sollte ich fur sie einstehen.

Jetzt hor auf damit.

Wir haben nichts gemacht.

Soll doch Elise gehen, bei dem, was sie gebracht hat.

Marek behandelt Lore illegal mit Insulin,

und Dieb stahl verstosst gegen die Regel.

Du bespitzelst sie.

Naturlich, ich trau ihm nicht uber den Weg.

Aha. Eigeninitiative, bravo. Das gibt es kaum noch bei uns.

Aber in dem Fall lass gut sein. Das mit dem Insulin meine ich.

Und behalte Lores Zustand fur dich.

Das verstehe ich nicht.

Das macht nichts, mach einfach, was ich sage.

Du wirst Marek moglicherweise

eines Tages ersetzen mussen, fruher oder spater.

Ja, besser fruher.

Und bis dahin, lern von ihm, so viel du kannst, hm?

Immer schon an seiner Seite bleiben.

-Hannes. Hallo. Wie geht es? -Beatrice, schon dich zu sehen.

(unverstandliche Gesprache)

Oh.

Gott. Mensch, pass auf.

(Frau) Ach, Ruben, was ist denn jetzt passiert?

-(Marek) Pass doch auf. -Entschuldige, Marek.

Kannst du nicht einmal aufpassen? Ich habe dir das doch oft gesagt.

-(Junge) Tschuldige, Mama. -Los, gib dem Kleinen dein Zeug.

Jetzt haben wir alle weniger zu essen.

Spinnst du?

Selber schuld, wenn er so ein Grobmotoriker ist.

Halt die Klappe, geh da hin und sei richtig nett.

Das gibt Punkte, Mann, ganz easy.

Sag, es war nicht seine Schuld.

(flusternd) Sprich laut, damit alle dich horen.

Hier.

(betont laut) War nicht deine Schuld.

Krote.

-(Mutter) Das ist ja lieb von Ihnen. -Hier, fur dich.

-(Mann) Vielen Dank. -(Frau) Das ist sehr nett, danke.

(Beatrice klatscht) Fabelhaft, fabelhaft.

Jeder, der dem kleinen Jungen was von seinem Essen gegeben hat,

bekommt einen Punkt.

(Beatrice) Das waren Doris und wie heisst er?

-(Pastor) Christian. -Christian. Beide einen Punkt.

Schreib die Namen auf.

Wir kriegen das schon hin.

Na, wie lange dauert dein Essensentzug noch?

-20 Tage. -Ach, scheisse.

Aber mit der Abstimmung ist ja dann vielleicht schon fruher Schluss.

Was ich noch sagen wollte, ich schieb heute Dienst im Vorratslager.

Wenn du willst, kann Lisa da fur dich was abholen kommen.

Also unter der Hand, damit ihr auch mal wieder satt werdet.

-Du bist ekelhaft. -Hey, kein Zwang, wie ihr wollt.

Versuch das nicht noch mal.

Nachstes Mal bin ich nicht mehr so nett.

Ist was? Hier gibt's nichts zu sehen!

(bedrohliche Musik)

(Hendrik) Etienne, hm? Mein Angebot steht.

Sag deiner Frau, sie kann jederzeit vorbeikommen.

(dumpfer Schlag)

(unheilvolle Trommelmusik)

Das glaub ich jetzt nicht.

(bedrohliche Klange)

Hey!

(Beatrice) Halt mal den Ball flach.

Wie gehst du mit den Leuten um?

Unter deinem Niveau, oder was?

Ubertreib es nicht, Hendrik. Das geht nach hinten los.

Bisschen Fingerspitzengefuhl, hm?

Ich kann dich nicht ewig beschutzen.

(bedrohliches, rhythmisches Trommeln)

Ich dachte, wir arbeiten zusammen?

Ich bin nicht einer von deinen Untergebenen,

wenn du das meinst.

Ein Anfuhrer der Miliz benimmt sich nicht so.

Na ja, ganz so weit sind wir ja noch nicht, oder?

Mama.

Mach so weiter und es wird auch nie dazu kommen.

(sie seufzt uberlegen)

(bedrohliche Musik)

(der Wind pfeift)

(Mann) Na, wieder auf Bazillenjagd?

(Marek) Neuer Tag, neues Gluck.

(Tur fallt quietschend zu)

(unheilvolle Musik)

(Musik wird dusterer)

(klappernde Schlussel)

(Tur offnet sich)

(Tur fallt zu)

(elektronisches Surren)

(rhythmisches, bedrohliches Pochen)

(dustere, schwere Streichermusik)

(schnelles, elektronisches Piepen)

(Piepen bricht ab)

(hydraulische Turoffnung)

(elektronisches Piepen)

(unheilvolle Musik) (rhythmisches Pochen)

(Tur quietscht)

(langsame, tragische Musik)

(Marek) Wie fuhlst du dich?

Ich hab... gut geschlafen.

-Ich fuhl mich richtig... fit. -Mhm. Kleiner Piks.

Ich hab immer noch keine Symptome.

Ja, haltst dich wirklich gut.

Das sind zwei Wochen schon. Ich glaube, der Impfstoff wirkt.

(er atmet angestrengt)

Hey, was ich dich noch mal fragen wollte.

Ja?

Also, wenn ich weiterhin sauber bin

und mein Blut 100% virenfrei.

Das kann schon 'ne Weile dauern.

Ja, aber... wenn bin ich wirklich ubern Berg bin,

du testest den Impfstoff an mir und der funktioniert,

dann darf ich auf der Insel bleiben, richtig?

Das ist die Abmachung. Ja.

-Soll traumhaft sein hier. -Na ja.

Vor allem gibt es hassliche Tapeten und schlechten Kaffee.

Ist nicht alles wahr, was man hort.

Aber jetzt sag du mir mal was.

Wie sieht's denn eigentlich im Moment auf dem Festland aus?

Na ja,

ist nicht das, was man Leben nennt.

So viele Kranke. Uberall Tod.

Und diese standige Angst.

Du weisst nie, ob einer infiziert ist.

Und dich infiziert.

Wir horen immer wieder Geruchte,

dass manche inzwischen wissen, woher die Seuche kommt.

Ja, klar. Der Zorn Gottes, was sonst?

Aber ich setze auf dich, Doktor. Und weisst du, warum?

Weil du dir um die Menschen wirklich Sorgen machst.

Du bist 'n Guter.

(elektronisches Knacken)

(bedrohliche Klange)

(bedrohliche Musik verklingt)

Hat dich jemand gesehen?

Etienne weiss Bescheid?

Gut.

Wollen ja nicht, dass er dich als vermisst meldet.

(Hendrik) Was ist denn das fur ein Auftritt?

Ich habe nie kapiert, warum Madchen wie du so rumlaufen.

Ich meine, du hast 'nen geilen Body,

fette Titten.

(Hendrik) Hey, jetzt tu mal nicht so.

Wenn du's nicht auch wolltest, warst du ja wohl nicht hier, oder?

Hm. Hab mir die Letzten von den Dingern an Land gezogen.

Oder will Etienne Vater werden?

-(er stohnt) -(Reissverschluss ratscht)

-(sie keucht angstlich) -(er stohnt abgehakt)

(er stohnt weiter)

Du bist total verschwendet an den Lappen.

Du kriegst 'ne ganze Wochenration von mir.

(Frau uber Funkgerat) Festlander in Sicherheitszone gesichtet.

(er schnaubt) Scheisse!

-Mann. -(Reissverschluss ratscht)

-Ich dachte, ich kriege mehr. -Ich auch.

(unheilvolle Streichermusik)

Ein Floss halt direkt auf uns zu.

Die sehen richtig fertig aus.

-Glaubst du, die sind infiziert? -Hm, macht keinen Unterschied.

(dustere, dissonante Klange)

Sofort abdrehen!

Ich wiederhole: Abdrehen oder wir eroffnen das Feuer!

-(rhythmisches, bedrohliches Pochen) -(dissonante Klange)

(Schuss fallt)

(Mann) Scheisse! Weiter, weiter!

(Mann) Die drehen nicht ab.

(spitzes Schussgerausch)

(bedrohliches Ticken)

(lauter Schuss)

Jeder Schuss ein Treffer.

Die sind so scheissedumm. Wie oft wollen die's versuchen?

Fuck, was soll denn das, Mann?

Nachstes Mal wartest du auf meinen Befehl.

und Diebstahl verstosst gegen die Regel.

(bedrohliche, dissonante Klange)

-(knackende Stuhle) -(Stimmengewirr)

(dissonante Klange setzen sich fort)

(Beatrice) Freunde!

(betontes Rauspern)

Es ist Freitag. Zeit fur unsere wochentliche Justierung.

Aber zuerst Gratulation an alle,

die die Idee hatten, dem Kind Essen zu geben.

Christian wandert einen Punkt nach oben.

Das war eine schone Geste von dir, Christian.

(Beatrice) Damit ist Lena auf Platz 511

und eine Kandidatin fur die Abstimmung.

(Frau) Woa, woa, woa, warte, was? Wieso bin ich auf der 511?

Wenn wir selbstzufrieden sind und ohne Initiative,

holen uns die Zahlen ein.

Was?

-(Beatrice) Es ist immer hart. -Bullshit.

Mir geht es da genauso wie euch.

Aber wir haben unsere Regeln.

Und unsere Regeln sind unser Halt!

Und wir wissen,

wenn wir uns an unsere Regeln halten, dann werden wir uberleben!

Erster Punkt der Tagesordnung:

Akzeptieren wir das Zwillingsbaby, die neugeborene Sidonie?

Wer ist dafur?

Dagegen?

Okay. Damit heisse ich Sidonie Petersen herzlich bei uns willkommen.

Wir kommen nun zum schwierigen Teil.

Wir mussen entscheiden, wer fur Sidonie einsteht.

Lena, Elise, Etienne stehen am Ende unserer Liste.

(leise bedruckende Musik)

Stimmen wir ab.

Wer ist fur Lena?

(Etienne schluchzt)

(unheilvolle Musik)

Elise.

Etienne.

Gut. Etienne wird fur das Baby einstehen.

Die Abstimmung ist eindeutig.

Ich danke euch.

(Etienne schluchzt)

Niemand hier, und ich denke, ich spreche fur uns alle, ist dir bose.

Kein bisschen. Du wolltest nur deiner Frau helfen.

Aber Regeln sind Regeln.

So, mir reicht's jetzt. Ich werd das jetzt sagen.

-Nein. -Doch.

-Nein. Lass das. -(Beatrice) Wir durfen in dieser...

Nein, nein. Nein!

-Lass mich. -Nein!

-Sag's nicht! -Freunde...

Wir durfen in diesen schwierigen Momenten nicht...

Ruhe. Ruhe!

-(Etienne) Sag's nicht! Nein! -Ruhe.

(Beatrice) Was soll sie nicht sagen?

(beklemmende, sich steigernde Musik)

Ich stimme dafur, dass Hendrik Westphal ins Watt geht.

Hendrik Westphal?

(Gemurmel und Gelachter)

Was?

(Hendrik lacht)

-Hendrik stiehlt Rationen. -(Menge seufzt emport auf)

Er hat mir welche gegeben, damit ich mich von ihm ficken lasse.

Was?

(Lisa) Er klaut Essen, und er ist ein Vergewaltiger.

Damit muss er ganz nach unten auf die Liste.

(Hendrik) Die Frau ist hysterisch!

War schon immer psychisch labil.

-Ressourcenmangel. -Das ist nicht wahr.

Musste ihre Psychopharmaka absetzen.

Schluss jetzt!

Schluss jetzt.

Etienne wird fur das Baby einstehen. Die Abstimmung ist beendet.

-Aber ich will doch nur noch... -Schluss jetzt.

Ich wurde gern noch...

-Lass Lisa doch aussprechen. -(Frau) Ich will sie jetzt horen!

-Lasst Lisa bitte... -(Stimmengewirr)

Lasst Lisa bitte aussprechen.

Ruhe, bitte. Ruhe!

-Bitte, lasst Lisa aussprechen. -(Menge beruhigt sich)

(Marek) Lisa.

Wir waren verzweifelt.

Und Hendrik hat unsere Situation schamlos ausgenutzt.

-Lisa sagt die Wahrheit. -(Leute murmeln)

Und sie war auch nicht die Einzige.

Essen fur Sex, das ist dem Hendrik seine Masche.

-Bullshit. -(Frau) Widerlich!

(Hendrik) Das ist totaler Bullshit.

Da ist nichts passiert, was sie nicht auch wollten.

(Mann) Lugner!

Sehe ich etwa aus wie ein Typ, der sowas notig hat?

Ich habe keine von denen zu irgendwas gezwungen.

-Die haben's genossen! -Hor auf.

Wer Essen klaut,

wer vergewaltigt, gehort ans Ende der Liste!

(Mann) Ja!

(Frau) Rein ins Wasser mit ihm!

(Mann) Genau!

Leute, wir haben unsere Regeln!

Es ist richtig, ist ja richtig, wir haben unsere Regeln.

Und diese Regeln sind grosser als wir alle.

Woran uns Beatrice richtigerweise immer wieder erinnert.

Keiner steht uber dem Gesetz. So.

Notigung, Vergewaltigung. Diebstahl, Handel mit Lebensmitteln.

Das sind Kapitalverbrechen.

Als Mitglied dieser Gemeinschaft

und als Mutter bin ich zutiefst erschuttert.

Wir wollen noch mal abstimmen! Jetzt!

(Frau) Genau, noch mal abstimmen!

-Ja, genau! Noch mal abstimmen! -(Menge applaudiert)

(Mann) Noch mal abstimmen!

(Applaus setzt sich fort)

(Mann) Noch mal abstimmen!

Also gut.

Wer hier ist dafur, dass mein Sohn Hendrik West...

Wollt ihr mich verarschen?

-Ich bin hier also der Vergewaltiger, ja? -Ja!

Wie wars, wenn ich euch zehn Festlander herbringe?

Dann seht ihr mal Vergewaltiger!

(Beatrice) So, jetzt hort mir mal zu.

Hendrik hat die Abstimmung verloren,

aber ich werde mein Kind nicht im Watt ertranken.

Egal, was hier irgendjemand uber Sonderbehandlung sagt,

das mache ich nicht und dazu kann mich niemand zwingen, niemand!

Moment!

Was soll denn das heissen? Er muss nicht ins Watt?

Hendrik, mein Sohn,

wird fur immer von dieser Insel verbannt. Aufs Festland.

-Aber Etienne hatte doch sterben mussen! -(Unruhe in der Menge)

Das kann doch nicht sein, dass der jetzt verschont wird!

Wollt ihr eine Mutter dazu zwingen, ihr eigenes Kind zu ertranken?

Wer das von mir verlangt, der soll es mir jetzt ins Gesicht sagen.

Schlag ihn tot!

Schlag dein Kind tot!

Hier und jetzt schlage ich ihm den Schadel ein!

Wollt ihr das?

Wollt ihr das?

Komm.

Nicht dein Ernst.

Lass mich mal in Ruhe jetzt.

Lass mich doch mal los!

Hey! Lass mich mal los jetzt!

Lass mich los!

Fick dich!

Lass mich los! Lass mich los!

Nimm deine Finger weg, du Wichser!

(dustere, kriechende Musik)

(Hendrik) Fickt euch!

(Lisa) Wir wollen noch mal abstimmen.

Wenn Lisa das Wort ergreift, hat's so was Heroisches.

So was Jungfrau-von-Orleans-massiges, findest du nicht auch?

Ist doch kaum zu glauben, dass Beatrice das zulasst.

Ihr eigener Sohn.

Hey Liebes, tust Mama mal 'nen Gefallen,

flitzt du mal zum Kuhlschrank, holst du mir mal 'nen Tee?

Flitzen ist nicht. Kuhlschrank oder sonst wo.

Nun komm schon.

-(Video spielt weiter) -(Applaus)

(mechanisches Quietschen)

(Lola) Demokratie ist ein Recht und ein Privileg.

Aber niemand hat gesagt, dass sie mit einfachen Entscheidungen einhergeht.

Es sah schon so aus, als hatte Etiennes letztes Stundlein geschlagen

Doch da kam Lisas tapfere und schockierende Enthullung.

Wer vergewaltigt muss ans Ende der Liste!

(die Menge tost)

Hendrik zu verbannen, eine Ausnahme zu machen,

ist ein Beweis fur die Starke unserer Inselgemeinschaft.

Nur wer Schwache zeigen kann, ist wirklich stark.

Du hast es nachgedreht?

Ernsthaft?

Alle von der Insel waren da, die wissen, dass es nicht so war.

Die Leute wollen die Welt nicht so sehen, wie sie ist.

Die Leute wollen Hoffnung, brauchen Hoffnung und ich geb sie ihnen.

Du weisst, dass wir uns uber deine Videos kaputtlachen, Mama?

Ja, wie ein Scherz.

Wenn's alle anderen glucklicher macht.

(Schlussel klappern)

(beklemmende Musik)

Hast du alles, was du brauchst?

Ich hoffe, du bist hier, um mich rauszuholen.

Hendrik, was soll ich machen? Du bist zu weit gegangen.

Du hast hier das Sagen. Was du sagst, geht. Du musst mir helfen.

Ich hab dir geholfen.

Du warst im Watt ertrunken, so hast du eine Chance.

Du wirst Leute finden auf dem Festland.

Ich werd verhungern! Oder am helllichten Tag totgeschlagen,

wenn mich die Pocken nicht erwischen.

Du hast mich schon aus gutem Grund von allen

Landgangen der Miliz befreit.

Du schickst mich in den Tod,

Mama.

Das...

...hat mir immer Gluck gebracht.

Willst du mich verarschen?

-(Tur quietscht laut) -Warte! Warte! Eine Minute, bitte!

(Schlussel klappern)

Ich kann nicht.

(Eisentur geht quietschend auf)

(er keucht)

(er keucht wehleidig)

-(dramatischer Schlag) -Doktor, spritz mir was anderes!

-Beruhig dich. Kein Grund zur Panik. -Kein Grund zur Panik? Es geht los!

Zuerst kommt das Keuchen, dann die Atemnot, die Leute halluzinieren.

Ich bin hier am krepieren und du guckst nur zu?

-Was ist denn das? -Ein Antiserum.

Ein Gegenmittel. Das ist unsere einzige Chance. Hm?

(er keucht aufgebracht)

(unheilvolles, rhythmisches Trommeln)

Genau.

Leg dich hin.

Tiefe Atmung. Versuch, dich zu beruhigen.

Unsere Tests haben gezeigt:

die Antikorper wirken am besten wenn der Korper entspannt ist.

-Echt? -Mhm.

Leg dich jetzt mal hin.

(Trommeln drohnt bedrohlich weiter)

(er atmet unruhig)

Ich schau spater wieder nach dir.

(Trommeln verklingt)

(Tur schliesst sich laut quietschend)

(heitere Gitarrenmusik)

(Lied: Howard Carpendale "Deine Spuren im Sand")

'Wir hatten Sonne und Sterne

'Und die Dunen nur Und das weite Meer

'Und mir war als ob die Zeit

'Ganz fest in meinen Handen war

'Es gab nur uns beide fur mich

'Ich wusste, ich hatte dich

'Wie einfach und klar

'Doch alles war

'Deine Spuren im Sand

'Die ich gestern noch fand

'Hat die Flut mitgenommen

'Was gehort nun noch mir?

'Deine Liebe, sie schwand

'Wie die Spuren im Sand

'Was ist mir nun geblieben?

'Nur die Sehnsucht nach dir'

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