All language subtitles for Bon.Appetit.German.2010.DVDRiP.XviD-FmE

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Original subtitles

(Lied: Against the Tide von The Radio Dept.)

(sie sprechen spanisch)

(Mann) Wessen Idee war denn die Vorspeise?

Die harmoniert nicht mit dem Fleischgericht.

(Maître) Ich. Das war meine Idee.

Wir haben heute einen Neuen: Daniel.

Er ist Spanier. Willst du selbst ein paar Worte sagen?

Äh...Na ja, es ist mir eine Ehre, hier zu arbeiten.

Ich hoffe, dass ich das Team nicht enttäuschen werde.

Und falls doch, können wir dich feuern.

(Mann) Darf ich vorstellen? Lukas, unser Maître.

Das ist Nils. Er macht die Kalte Küche.

Und das ist Hanna, unsere Sommelière.

Das sind Rita, Samuel, Paul,

Pei, Jacob und, last but not least, Hugo,

Chef der Warmen Küche und meine rechte Hand.

Er ist Italiener, aber dafür kann er nichts.

Wir haben ein wichtiges Geschäftsessen.

Hugo, ich empfehle den Rehrücken. Enttäusche mich nicht.

Hanna, haben wir noch was vom Chianti Classico Riserva?

Nein, der ist aus, aber ich finde was Passendes.

Perfekt.

(leidenschaftliche Rockmusik)

Täubchen mit Wildpilzen, Seezunge mit Muscheln.

- Zweimal den Rotbarsch. - Ja.

- Hugo, was für dich: Filet Mignon. - Ja.

- Tempo! Sollte schon fertig sein. - Mit Balsamico.

- Wie auf dem Foto? - Ja. Ich mach die Seezunge.

- (Pei) Zwei Salate fehlen. - (Nils) Ich bin dabei.

- (Rita) Wird das noch was? - (Nils) Sind unterwegs.

Den Wein empfehle ich Ihnen zum Hauptgang: Château Margaux.

- Er passt gut zum Rehrücken. - Sehr gern.

(Thomas) Das Filet muss aus dem Ofen.

Wo bleibt das Jakobsmuschel-Tatar?

Hugo, mach das fertig. Ist für Tisch 6.

(Jacob) Ich kümmere mich um den Fumé.

Daniel.

Filet Mignon mit geräuchertem Kürbis.

Ich?

Filet Mignon mit geräuchertem Kürbis.

Jawohl, Chef.

Sekunde. Warte, warte, warte.

Nicht übel, aber die Soße darf nie ans Fleisch.

Die Präsentation darf nie das Gericht in den Schatten stellen.

Das reicht. Hugo hilft dir, wenn du was wissen willst.

Ok, danke.

(Auto hupt) (Daniel flucht auf Spanisch)

- Alles ok? - Hast du das gesehen?

Ja, das war echt knapp. Ist wirklich alles ok?

Ja, nichts passiert. Alles ok.

Willkommen in der Schweiz. Ich bin Hanna.

Daniel.

Ist die Tramhaltestelle in der oder der Richtung?

- Ich hab's vergessen. - Wo wohnst du denn?

Äh, ich... Ich will in die Amburstraße.

- Was? - Amburstraße.

Amburstraße.

- Äh... - Keine Ahnung, wo das ist.

- Wohnst du in einem Hotel? - Nein.

- Ich wohne beim Theatermuseum. - Ah, Habsburgstraße.

Ah ja, die meine ich, die meine ich.

Hey, flirtest du mit meiner Freundin?

- Gehen wir was trinken? - Kommst du, oder hast du andere Pläne?

Ich habe 1000 Pläne hier, aber ich kann sie noch verschieben.

Na dann los.

(Hugo) Ich liebe den Laden. Ich mach auch mal so was auf.

Ohne Stress, Kritik, finanziellen Druck...und an einem ruhigen Ort.

- Am Meer. - Dein Heimatort liegt am Meer.

Nein, aber nicht weit weg.

So ein Pech. Ich liebe den Strand.

Ja, kein Wunder. Deutschland ist für seine Strände berühmt.

Ich war schon ewig nicht mehr richtig am Strand. Es fehlt mir.

Ich sitze unheimlich gern da und gucke einfach nur.

(Daniel) Liebe ist nicht wie Sex.

Was hat Sex mit Liebe zu tun?

Liebe ist was Chemisches, was der Körper ausschüttet.

Sie hält maximal drei Jahre. Das ist Mathematik.

Und auf einmal: zu Ende. Man merkt, dass man mit jemandem lebt,

mit dem einen nichts mehr verbindet.

Man mag ihn zwar noch, aber es ist zu Ende. Es ist vorbei. So ist es.

Moment. Das ist das Romantischste, was ich je hörte.

Zu 99 % ist Liebe scheiße, da macht sie einen kaputt.

- Liebe kann man sich nicht aussuchen. - Es ist immer der Falsche.

- Aber wenn es funktioniert... - Was? Was?

Diese Konversation ist beendet.

Ich gehe zahlen.

- Ich würde gern zahlen. - Sie ist toll.

Wir beide hatten eine super Beziehung. Eine Woche lang.

Wir sind uns zu ähnlich. Sie braucht einen anderen Typ Mann.

Und wieso erzählst du mir das?

- Willst du noch was trinken? - Nein.

- Ich geh nach Hause. - Ich bleibe noch.

Ich gehe auch. Ich bin müde.

- Gute Nacht. - Ciao.

Dann bis morgen.

Ach, übrigens. Entschuldige mein blödes Gequatsche.

Schon gut. Du bist ein Typ, der sich ewig hinter seinem Zynismus versteckt.

Hu! Ich dachte, ich bin der mit den dummen Theorien.

Hat dich deine Freundin betrogen, oder bist du ein Scheidungskind?

- Beides. - (lacht) Oje!

Ich sage nur, das Leben ist nicht so wie im Film, so schön und so perfekt.

So was wie: Zwei unterhalten sich und dann fangen sie an sich zu küssen?

Ja. Das Leben ist viel komplizierter.

Solche Sachen passieren nie.

Äh...

Ich hab dich nur geküsst, weil ich deine These widerlegen wollte.

Oh, dein Argument war ziemlich...überzeugend.

Ich wollte dich nur küssen. Dann geriet alles außer Kontrolle.

Das kann man so sagen.

(Handy klingelt)

(Handy klingelt)

(sie drückt den Anruf weg)

Ja, dann... Da drüben wohne ich.

Ok.

(lacht) Äh, nein.

- Äh, ich meine... - (lacht)

Oh, entschuldige, ein Missverständnis.

Kein Problem. Gute Nacht.

Dann bis morgen.

(melodische Gitarrenmusik)

- (Hanna) Super Timing, super Timing. - Danke.

- Ach. - (sie juchzt)

Hallo.

- Ich ziehe dir deinen Pyjama an. - Nein.

- Doch, den mit den schönen Autos. - Der ist bescheuert.

(Hanna und Thomas lachen)

(Freiton) (er räuspert sich)

(sie sprechen spanisch)

(Hugo, entfernt) Das sind die Wände, die Weinkeller und Gastraum trennen.

Die Idee hatten wir doch verworfen, dachte ich.

Ok, gut. Na dann...

Was? Lerne weiter. Ich frage dich nachher ab, Großer.

- Und? Wie kommst du zurecht? - Gut. Gut.

- Was ist da los? - Gar nichts.

Es geht um das London-Projekt. Wir machen dort ein Lokal auf

und Thomas zerbricht sich deswegen den Kopf.

Seit dieser Sache mit London ist er ziemlich eklig geworden.

(zögerlich) Hey, Hugo.

Äh...Thomas und Hanna... Sind die zusammen?

Ja, sie ist seit einem Jahr seine Geliebte.

- Ah. - Äh...warum?

Stehst du etwa auf Thomas?

Er ist ein bisschen alt für dich, hm? An die Arbeit, Baby.

Ja.

(Lukas) Teller und Tabletts!

- Die Eier. - Rehrücken, Muschel-Tatar.

Wo bleiben die zwei Gemüse-Sautés?

- Ich lasse mich draußen blicken. - Mhm.

- Mach einen Hummer mit Babybohnen. - Ok.

(Lukas) Mir fehlen noch zwei Gerichte für Tisch 7.

- Daniel? - Ja?

Ich hab keine Zeit. Mach du für mich den Hummer, ok?

- Ja. Ja, natürlich. - Gut, dann los.

(temporeiche Musik)

Sieht gut aus. Was?

- Nichts. - Sag schon.

Fenchel und geraspelte Mandeln wären toll.

- Nein. Lass es, wie es ist. - Hugo.

Wenn du dich unterordnest, kommst du bei Thomas eher an.

Mach, wie es dir gefällt, aber übertreibe nicht.

(lacht)

Dein Hummer wurde sehr gelobt. Gut gemacht.

Pst!

(Hanna) Wollen wir noch auf einen Drink irgendwohin?

Nein, ich gehe lieber nach Hause.

Ja, ich komme ein Stück mit.

Nein. Nein, ich...Ehrlich gesagt, würde ich lieber allein gehen.

Dann bis morgen.

(Hanna) Darf ich mal erfahren, was mit dir los ist?

- Es ist wegen Thomas und mir, oder? - Nein.

Das ist schon ok, kein Problem. Ich bin müde.

Nee, bist du nicht. Du bist sauer auf mich.

Ist es wegen gestern? Bist du deshalb so?

Nein. Das gestern Abend war nur ein...

...funcalénton.

Funcalénton, was ist das?

Stell dir vor, zwischen uns würde was laufen, was Ernstes.

Was machen wir dann? Es ist besser, wenn nicht noch mehr passiert.

Wovon sprichst du?

Ich versuche, so wenig freundlich wie möglich zu sein,

damit du mich allein lässt. Ich bin ein bisschen verwirrt, weißt du?

Hör zu...Es tut mir leid.

Das mit dem Kuss tut mir leid. Das war bescheuert.

Aber...ich liebe Thomas nun mal.

Sonst erzähle ich keinem, den ich erst zwei Tage kenne, mit wem ich was habe.

Besonders nicht, wenn es sich um meinen Boss handelt.

- Unseren Boss. - Ah.

Ich hab 'ne Idee, als Wiedergutmachung.

Ich lade dich ein und du kochst.

Was sagst du?

Du hast eine komische Art, was gutzumachen.

Ja.

Und? Freunde?

Wir beide?

Ich fürchte nicht.

- Komm. - (sie lacht dreckig)

(Hanna) Du glaubst bestimmt, ich bin schlampig.

Ich komme in letzter Zeit kaum zum Aufräumen.

Wo ist der nächste Teil der Geschichte?

Was machst du denn da? Liest du das? Das ist furchtbar.

Was passiert mit dem Butterfisch?

Die Geschichte hat kein Ende.

Du darfst den Wein aussuchen.

Überrasche mich.

Ok.

Also.

- Hey, nicht gucken. - Ok.

Warum nimmst du Papierservietten?

Äh, da drüben sind übrigens deine Zutaten.

Also,

da hätten wir

Nudeln,

zwei Eier und eine halbe Orange.

Ich koche nicht so oft für mich.

Fast mein einziger Körperteil, das was taugt.

Der Auftakt ist stark...

...die Traube leicht trocken,

geprägt vom Boden.

Erdig, aber gleichzeitig auch süßlich.

Und...warte...

Jetzt schmeckt man langsam den Körper des Weins.

Mit einem leicht vom Holz geprägten Nachhall.

Magst du ihn?

- Sehr. - Das will ich hoffen.

Das ist nämlich ein sehr guter 86er Ribera del Duero.

Sehr beeindruckend.

Der beste spanische Wein, den ich zurzeit im Haus hab.

War er für einen besonderen Anlass?

Dann muss der Abend was Besonderes werden.

Ja, gute Idee.

Kochst du mir was oder muss ich dich vorher betrunken machen?

- Mit den Zutaten kann ich nicht... - Jeder hat seine Zutaten.

Es hat keinen Sinn zu sagen: "Damit kann ich nichts anfangen."

Na gut, dann lege ich los, hm.

Also, wir haben Nudeln,

zwei Eier, eine halbe Orange

und...

...Minzbonbons.

(verspielte Musik)

Voilà: Nudeln an Orangenfilet und... Warte!

Warte.

- Wow! - Hey.

- Minzbonbons. - Wow!

Bon appétit!

Weitere Personen wurden bei der Karambolage schwer verletzt...

Ein Mann springt von einem vierstöckigen Haus und überlebt.

Er steigt ins Taxi, um zu einem höheren Gebäude zu fahren.

Was ist das für eine Geschichte?

Der Typ ist gesprungen und hat sich zwei Rippen und einen Arm gebrochen.

Er ruft sich ein Taxi und sucht nach einem höheren Gebäude.

Auf der Fahrt baut der Fahrer einen Unfall, und er ist gestorben.

- Wer jetzt, der Selbstmörder? - Nein, der Taxifahrer.

Dem anderen ist nichts passiert. Der Typ war übrigens Küchenchef.

- Wirklich? - Ja, ein Japaner.

Er wollte sich umbringen, weil er einen Stern verlor.

Ironischerweise war es ein Druckfehler.

Nein!

Man muss ein Idiot sein, wenn man sich wegen so was umbringen will.

- Dir ist so was auch wichtig, oder? - Was?

Anerkannt sein, es zu etwas bringen.

Deshalb bist du nach Zürich gekommen, oder?

Er wollte sich nicht nur wegen dem Stern umbringen.

Er hat das gemacht, weil er keinen zum Reden hatte. Das ist das Traurige.

Ganz schön spät geworden.

Ist doch erst fünf Uhr morgens.

Ja, vielleicht sollte ich wirklich gehen.

Vielleicht solltest du das.

Ja.

(Handy klingelt)

- Hallo? - (Hanna) Hi, ich bin's.

Schau mal hoch.

Hey, hi.

Ich dachte, wir könnten weiterreden, bis du zu Hause bist.

- Ok. - Ich warne dich.

Sag erst, wie du die Spaghetti gemacht hast.

Sag mal, meinst du, du bekommst was aus Thunfisch und Keksen hin?

Ich sollte dir Kochen beibringen.

Hugo hat's mal versucht. Ich war eine miese Schülerin.

- Oh, hat er das? - Was?

Äh...Wie, was?

- Was hast du gemeint mit "Hat er das"? - Nichts.

Komm schon.

- Er hat dir von uns erzählt. - Nein.

- Nein. - Komm schon.

Ok, ja.

Weißt du, die Sache zwischen Hugo und mir ist schwierig...

(Verbindung wird gestört)

Hanna? Hanna, ich höre dich nur schlecht.

Ich hab nur gesagt, dass das mit Hugo und mir was Spezielles war,

weil...

...Liebe...Sex...

...Ma...Magie...

(Sie spricht unverständlich)

(er lacht und spricht unverständlich)

Kann...ich...aufhören...jetzt...

(sie spricht unverständlich) (er lacht)

(melodische Gitarrenmusik)

(Musik dauert an)

(Musik klingt langsam aus)

(fröstelt) Oh, ich äh...glaube, ich hab mich verlaufen.

(Hanna) Bist du denn nicht in der Nähe von deiner Wohnung?

- Scheiße! - Was denn?

Der Blick von hier ist...unglaublich.

- Beschreib mal. - Oh.

- Ich kann so was nicht so gut. - Na los.

Also, ich weiß nicht.

Ich stehe hier... keine Ahnung, wo genau.

Und äh...die Stadt scheint noch tief zu schlafen.

Und was noch?

Die Straßen werden langsam warm von der Sonne.

Und äh...

Die Stille... Am schönsten ist die Stille.

Daniel, ich möchte dir gern was sagen.

Aber ich weiß nicht, ob es gut ist.

(flüstert) Ich bin schwanger und weiß nicht, was ich machen soll.

Was hast du gesagt?

- Wir reden besser nachher. - Nein, nein.

Jetzt wo es gerade spannend wird? Nein.

Das klang...Das klang so wahnsinnig sexy. Sprich weiter.

- Trottel! - Trottel?

- Spacken! - (mit schräger Stimme) Spacken?

Wacken? Nein, Spacken.

Das hört sich toll an. (spricht spanisch)

- (lacht) Hirni! - Hirni.

Und noch einmal: Trottel!

Ja, sehr gut. Perfekt.

Und jetzt noch einen Hauch rosa Pfeffer.

Nicht zu viel.

Ok, gleich noch mal. Danke.

Denk dran, ich feiere heute Abend meinen Geburtstag.

Ich erwarte, dass du dich so richtig schön betrinkst. Klar?

- (Thomas) Hugo. - Ja?

Hast du mit Nils gesprochen?

Du weißt doch, dass ich ihn raushaben will.

Er kann nicht mit den Lieferanten umgehen. Die Ware ist furchtbar.

Er hat Probleme in der Familie.

- Seine Schwester ist schwer krank. - (betont) Das ist nicht unser Problem.

- Aber... - Kein Aber! Ich will ihn raushaben!

Sag's ihm. Das ist deine Aufgabe.

Ich mache das nicht. Ich bin nicht so.

Es ist vielleicht meine Aufgabe, aber es ist unfair.

Wie du meinst. Dann sag ich's ihm.

Wenn du deine Aufgabe nicht erfüllst, brauche ich dich nicht.

Du hast heute frei. Denk darüber nach und komm morgen wieder.

Nach dem Lachs kümmerst du dich um die Foie mi-cuit.

Wo ist der Knoblauch?

(Thomas) Spanferkel mit Johannisbeergelée.

Perfekt.

(unverständliche Rufe im Hintergrund)

Sehr schön, perfekt.

- Mach weiter mit der Rotbarbe. - Ja.

Großartig.

Daniel, einmal Hummer mit Babybohnen, ok?

Ich drehe mal kurz 'ne Runde.

(Pei) Hey, hier...zweimal zwei.

Weißt du, was mir an Perfektionisten am meisten Angst macht?

Irgendwann brechen sie zusammen, holen sich eine Waffe und laufen Amok.

- (lacht höhnisch) - Tja, du lachst.

- Schade, dass Hugo dich nicht sieht. - Ja.

Du kommst zu seiner Party, oder?

Nein, ich kann jetzt doch nicht. Ich muss mit Thomas reden.

(sie seufzt)

Alles ok?

Kann ich helfen?

Nein, das ist eine Sache zwischen ihm und mir.

(Thomas) Hanna, bitte.

(leise Pianomusik)

(Gelächter, unverständliche Gesprächsfetzen)

(unverständlich)

(laute Musik) (Hugo) Cheers!

Weißt du was? Er kann dich mal.

Du kriegst überall Arbeit. Zieh alleine was auf.

- Danke. - Bitte. Amüsier dich.

Hey, Großer!

- Wie geht's dir? Alles klar? - Gut.

- Willst du einen Drink? - Nein, ich will drei!

(laute Musik)

(Thomas) Schatz, ich kann nicht reden. Ich muss rein.

Ich ruf dich in ein paar Stunden an. Gib dem Kleinen einen Kuss.

Danke für heute Abend. Es war schön.

Ich liebe dich.

Und das?

Was kann das wohl sein? Tja.

Das sieht aus wie ein Geschenk.

Es gibt einen kleinen Tempel in Khajuraho,

wo man solche Sachen als Opfergabe reicht.

Was meinst du?

Indien?

Nächsten Sommer, einen Monat. Wir beide zusammen.

Das ist doch das, was du wolltest, oder?

Das ist echt toll.

Aber ich will vor allem...dich. Jetzt.

Warum fahren wir nicht nächste Woche zwei Tage nach Bayern?

Ach, Hanna.

Es ist schwer herzukommen. Was ich mir einfallen lassen muss!

Wir haben das doch besprochen. Ich hab gesagt, es geht nicht anders.

Es gibt bestimmte Bedingungen.

Mehr kann ich dir nicht bieten.

Wir haben schon so oft Reisen abgesagt.

Du, diesmal wird es nicht so sein.

Das hast du letztes Mal auch gesagt.

Man lernt jemanden auf einer Party kennen

und erzählt ihm oder ihr seine Lebensgeschichte.

Es ist eine Befreiung, weil du weißt, dass du sie nie wiedersiehst.

Weißt du, ich will dich nicht langweilen mit meiner Exfreundin

oder irgendwelchen Geschichten, weißt du?

Meine Paranoia

um diese Frau, die Sommelière, war auf einmal da. Und äh...

Ach, ich bin verloren, total verloren.

Ja, ja.

Ich will richtig mit dir zusammen sein.

Du sollst merken, dass mir Sachen passieren.

- Ich weiß. - Nee, und das ist auch gut so!

Was machst du denn jetzt?

Du rennst weg und rufst an, wenn ich mit meiner Frau im Bett liege.

- Das machst du dann, oder? - Du bist so ein Arschloch!

(laute elektronische Musik)

Hanna, was willst du mir denn beweisen?

(Türklopfen) Hanna!

(Türklopfen)

Hanna, bitte. Jetzt mach auf.

(Türklopfen dauert an)

Hanna!

(schreit) Hanna!

(Er seufzt) Ok.

Es tut mir leid, hm? Hanna! (lautes Krachen)

Alles ok?

(laute Musik, Handy klingelt)

- Hm? - Hanna. Warte, warte, warte, warte.

(Handy klingelt)

Hanna? Thomas!

Daniel, gut, dass du da bist.

Hugo war nicht da. Hanna rief zuletzt dich an.

- Was ist passiert? - Sie schläft jetzt.

Als ich ins Bad kam, war sie ohnmächtig.

Ich hab sie ins Krankenhaus gebracht.

- Was sagt der Arzt? - Nichts. Die Untersuchungen laufen.

Ich hab denen gesagt, dass du bei ihr warst, als...

Daniel, ich kann...Ich kann nicht...

Ich hab einen Ruf zu verlieren. Man kennt mich. Meine Frau rief an.

Ok, ganz ruhig.

Es erfährt keiner was. Ich bleibe bei ihr.

Nimm dir ein paar Tage frei. Daniel...danke.

Tausend Dank. Das ist sehr, sehr wichtig für mich.

Äh...wenn sie aufwacht, sag ihr...

Nichts.

Wiedersehen.

Wie geht es ihr? Kann ich zu ihr?

Meinetwegen, aber...sie braucht vor allem Ruhe.

Sie hatte einen Blutdruckabfall und wurde ohnmächtig.

In ihrem Zustand nicht ungewöhnlich.

Die Hauptsache ist, dem Baby geht es gut.

Dem...Dem Baby?

Ja.

Sie können jetzt zu ihr.

Hey.

- Hi, Dani. - Hey.

Äh, wie fühlst du dich?

Hab mich selten so gut gefühlt.

Wo ist Thomas?

Thomas...ähm...

Er...

Was für ein Arschloch.

Tja, Frauen verlieben sich doch immer in Arschlöcher, nicht?

Das wollte ich jetzt hören.

Hanna.

Dem Baby geht es gut.

Kannst du mich bitte allein lassen?

Was ist passiert?

Gar nichts.

Ich bin ohnmächtig geworden.

Besser, du gehst.

Ich will dir helfen, aber ich weiß nicht wie.

Das gehört nicht zu deinen Stärken. Du bist 'ne Katastrophe.

Vielleicht willst du... darüber schreiben,

es dir von der Seele schreiben.

(sie lacht)

- Hör auf. - (lacht dreckig)

Hör du auf. Hast du sie nicht alle?

"Vielleicht willst du drüber schreiben."

Fällt dir nichts Besseres ein?

Scheiße, der Laden deprimiert mich.

Lass uns verschwinden.

Äh...aber...geht's dir denn gut?

Ja.

Und äh...du denkst, wir können hier verschwinden? Einfach so?

Du meinst, ohne die Genehmigung vom Krankenhausdirektor?

Ja, keine Ahnung.

Ich auch nicht.

Im Film rennen sie immer.

Ok...hauen wir ab.

- Da lang. - Weiter.

- (Hanna) Wir verreisen. - Super, dass du gekommen bist.

- Komm schon, Hugo. Fahr, fahr, fahr. - Keinen Meter!

Erst erklärt mir jemand, was hier los ist.

Alles in Ordnung.

Sie ist schwanger.

Was?

Das ist ja fantastisch. Lass dich drücken.

Warum hast du mir das nicht erzählt?

Weil ich Angst hatte.

- Aber damit ist Schluss. - Ja.

(Lied: Strange things will happen von The Radio Dept.)

(stumme Szene)

(sie singt mit) Today was a pretty day

No disappointments

No expectations on your whereabouts And oh

Did I let you go?

Did it finally show

That strange things will happen If you let them?

Today I didn't even try to hide

I'll stay here And never push things to the side

You can't reach me 'cause I'm way beyond you today

(Lied dauert an)

Als Teenie hatte ich einen Unfall, schlimmer als der.

- Echt? - Ja, aber es ist nichts passiert.

Ich war 17, fuhr auf meiner Vespa, und ein Auto kam.

Es donnerte von links in mich rein. Ich hab es gerade noch bemerkt.

Und dann blieb die Zeit stehen. Ich hab gedacht: "Ich sterbe gleich.

Das ist nicht fair."

- Du hattest noch Zeit, das zu denken? - Absolut.

Ich weiß noch, wie ich dachte: "Ich bin 17, ich kann nicht sterben."

- Ich bin doch noch Jungfrau. - (Hanna) Was?

Ich bin vom Moped gestürzt und gegen eine Laterne geknallt.

Es waren nur zwei Rippen gebrochen. Am nächsten Tag dachte ich:

"Jetzt muss ich jemanden vögeln."

- Was für 'ne Geschichte. - Ehrlich.

Ich dachte, ich könnte tot sein.

Ich könnte morgen sterben. Das Leben ist so.

- So 'ne traurige Geschichte. - Ja, ist es.

Jetzt wird mir auch einiges klar.

Komm her.

Ach, du Armer. Also, wo sind wir?

Wenn ich nicht irre, 50 Kilometer vor Lyon.

Wir sind schon in Frankreich? Zeig her.

Oh... Und es sind 600 Kilometer bis Bilbao.

Nein, nein. Ich hab keine Lust, da hinzufahren.

Wir könnten nach Marseille. Überall, aber nicht nach Bilbao.

Bin nicht scharf drauf, Leuten von früher über den Weg zu laufen.

- (Hugo) Was soll's? - Cabrones.

(harmonische Gitarrenmusik)

(unverständlich)

(sie sprechen spanisch)

Es...Es...Es ist ein Scherz, Hugo.

Wir zwei fangen an. Dann Mutter, dann ihr.

Eins, zwei, drei.

(singen einen spanischen Kanon)

(Handy klingelt)

(alle singen durcheinander)

(entfernte Unterhaltung)

(Hanna) Ok, mach das.

Ok. Tschüss.

Kommst du runter? Meine Mutter ist ziemlich in Fahrt.

Nein, danke. Ich geh ins Bett. Ich bin müde.

Der Spaß fängt erst an. Wir wollen ausgehen.

Ich weiß nicht. (Mutter jubelt im Hintergrund)

Du hast echt ein Riesenglück.

Warum?

Deine Familie: Man spürt, dass sie dich lieben.

Sie sind wunderbar.

Was ist mit deinem Vater?

Äh...der lebt in Madrid, und wir kriegen nicht viel mit voneinander.

Äh...und das war's? Mehr willst du mir nicht erzählen?

Wenn du mit mir mitkommst, erzähle ich dir alles.

Ok.

Er ist mit einer jüngeren Frau abgehauen, als ich 10 war.

Und äh...ich weiß, dass er sehr erfolgreich ist in seinem Job.

Er hat wieder geheiratet, aber von uns wollte er kaum was wissen.

Das heißt, wenn du mal ein reicher Koch bist,

wedelst du ihm mit den Scheinen vor der Nase rum?

So sprach die Frau mit dem Elektra-Komplex.

Oh, das saß.

(laute elektronische Musik)

(Hanna) Das ist übrigens mein Freund, Hugo. Er ist aus Italien.

(Daniel) Eva!

(laute elektronische Musik)

- Wo warst du? - Ich muss hier raus.

- Was? - Hugo. Leihst du mir dein Auto?

- Was? - Kriege ich dein Auto?

- Ja, klar. Wo willst du hin? - Warte, ich komm mit.

(Daniel) Ich habe alles falsch gemacht.

Liebst du sie?

Nicht mehr.

Und du? Was hast du jetzt vor mit deinem Baby?

Ich will gar nicht drüber nachdenken.

Manchmal hab ich...das Gefühl,

es ist gar nicht da.

Als ob es nicht existiert.

Am liebsten würde ich alles einfach so auf mich zukommen lassen.

Ich weiß es nicht. Wirklich nicht.

- Ab ins Auto, bevor du festfrierst. - Ja.

(beide frösteln)

Danke schön.

(ruhige sphärische Musik)

(Handy vibriert)

(Handy vibriert)

(Handy vibriert)

- Geh ran. - Nee.

Doch. Bitte, geh ran.

(Handy vibriert)

(Handy vibriert)

Ja?

(sanfte, sphärische Klänge)

(Hanna) Er will mich sehen.

Ich hab ihm vom Baby erzählt. Er sagt, das ändert alles.

Und du glaubst ihm?

Ich muss es glauben, erst mal.

Er lügt dich an, aber das spielt keine Rolle,

weil du ihn liebst.

Liebst du ihn?

Ok.

Es tut mir leid,

wirklich leid.

- Hätte ich dich eher kennengelernt... - Du hast mich jetzt kennengelernt.

- Ich bekomme ein Kind von Thomas. - So oder so: Du bist ihm scheißegal.

Wärst du verliebt, würdest du mich verstehen.

- (Rita) Ich fange mit Tisch 4 an. - (Pei) Ok.

- Der bringt seine Frau hierher! - Samuel, beeil dich mit dem Sautieren.

(Frau) Ich hab ihn seit London nicht gesehen.

Er gewöhnt sich wunderbar in den Kindergarten ein.

Hanna, bringen Sie uns den Pouilly Fumé.

Darf ich der gnädigen Frau einen kalifornischen Chardonnay empfehlen?

- Herr Wackerle liebt... - ...etwas weniger Riskantes.

- Wie wäre ein Riesling? - Der ist leider aus.

Wie schade. Was empfehlen Sie uns dann, meine Liebe?

(Hugo) So ein Schwein, ich fasse es nicht!

- Hugo, gibst du den Risotto raus? - Bin dabei.

Hey. Alles ok?

Sorry, mir ist grad nicht nach Reden.

Ok.

(Hugo) Hanna, bitte warte.

Rita, ich brauche die Desserts für Tisch 6!

Thomas, wir sind jetzt in der Küche fertig.

Ein Glas Wein?

Hast du gewusst, dass sie schwanger ist?

Sie hat viel von dir gesprochen.

Ich sagte ihr nur, dass der Zeitpunkt ungünstig ist.

Dass wir irgendwann Kinder haben können, aber jetzt...

Momentan wäre das eine Belastung.

Für die Frühschicht ist noch nichts organisiert. Soll ich das machen?

Ich wollte einfach mit ihr zusammen sein, ohne Pläne.

Nur mit ihr zusammen sein.

Ich hab's satt. Ich hab mein Leben so verdammt satt.

Hanna hat recht. Ich kann nicht Tag und Nacht der Thomas Wackerle sein.

Ich möchte mal wieder der alte Thomas sein.

Ist bestimmt nicht leicht als reicher, berühmter Küchenchef.

Äh...

Ich hab über das Restaurant in London nachgedacht.

Du könntest dich da weiterentwickeln.

Da hast du keinen wie mich, der dich ausbremst.

Falls du daran interessiert bist, dir das Leben zu ruinieren, sag Bescheid.

(ruhige, sphärische Klänge)

(Hanna) Hallo, Daniel.

Du hattest recht.

Thomas wird sich nicht ändern.

Zwischen uns ist es wohl schon lange vorbei.

Ich war so dumm zu glauben, dass es noch mal anders wird.

Seit wir von der Reise zurück sind, hast du kaum mit mir gesprochen.

Ich habe mich sehr einsam gefühlt.

Ich kann so nicht weitermachen.

Es hat keinen Sinn mehr, noch länger hierzubleiben.

Ich will nicht mehr.

Ich gehe wieder zurück nach München.

Ich muss jetzt allein sein,

mich zurechtfinden, noch mal von vorn anfangen.

Tut mir leid, dass ich mich nicht verabschiedet habe.

Aber ich denke, es ist besser so.

Zu spät!

Das nächste Mal mache ich deine Arbeit nicht. Geh und hilf Rita.

Das war toll von dir gestern. Danke, Daniel.

Thomas.

Thomas!

Entschuldige, ich hab dich verwechselt.

Kümmere dich lieber um die Bestellungen, hm?

- Die Hauptgänge für Tisch 10. - Risotto und Eier!

- Beeil dich. - Gleich fertig.

(Thomas) Wenn ich wiederkomme, ist es fertig!

Der Risotto wird zu weich. Komm schon.

(unruhige Gitarrenmusik)

- (Lukas) Die Hauptspeise? - (Jacob) Da steht sie doch.

Ich brauche Soße und Spargel.

(Pei) Kommt. Sekunde.

Mach schon, Hugo.

Dreimal die Leber für Tisch 4...

(Samuel) Wo ist der Trüffelhobel?

- Gib her! - Was soll die Scheiße, Mann?

- Du brauchst zu lange! - Hast du sie noch alle?

Was geht dich das an?

Ich sage dir, was du tun sollst.

Fass noch einmal meinen Teller an und du bist tot!

Wo sind die Eier? Was ist los, Hugo? Wo ist das Gericht?

Hast du dein Hirn zu Hause gelassen, oder was?

Seit Monaten bist du unkonzentriert. Vielleicht wird dir alles zu viel.

Herrgott, Hugo, hörst du mir zu? Ich will, dass du aufhörst!

Du bist der Boss. Du entscheidest.

Aber wenn ich jetzt gehe, bin ich in zwei Wochen nicht wieder da.

Also weiter, alle zurück an die Arbeit.

Daniel, mach die Bestellung fertig. Die müsste längst draußen sein.

(ruft) Hey, Hugo!

Sieh mal einer an: der neue Star.

Hey, lass das!

Was? Dich zu beleidigen?

Ich konnte nicht ahnen, dass es so kommt, ok?

Nein, das ist nicht ok.

Gut...äh...stopp.

- Wir trinken ein Bier und reden. Komm. - Reden? Worüber?

Seit Monaten haben wir nicht geredet. Was willst du bereden?

London?

Ich könnte Thomas davon überzeugen, dich wieder aufzunehmen.

Du willst mit Thomas reden. Unglaublich.

Ich bin der, der abgehauen ist!

- Mit wem willst du reden? - Was willst du?

Was willst du?

Du bist überhaupt nicht der geniale Koch.

Du bist Durchschnitt, schleimst dich ein.

Halt deine Klappe! Du weißt nichts!

Du rührst dich nicht und hörst zu, wenn du ein Mann bist!

- Was? - Der Unterschied zwischen uns ist:

Wenn mir ein Fehler passiert, bereue ich ihn jedes Mal.

Und was machst du? Was machst du? Gar nichts.

Gar nichts.

Was ist mit Hanna?

- Erzählst du Thomas... - Pst!

Erzählst du Thomas, was zwischen euch läuft?

Sagst du ihm, dass er ein Arsch ist?

Oder hältst du dein feiges Maul, weil du nach London willst?

Das willst du doch, nicht wahr?

Ich bin nur eine Stufe auf deiner Leiter,

deiner Erfolgsleiter.

Aber auf die Art Erfolg stehe ich nicht.

Ich haue ab.

Werde glücklich, wenn du kannst.

Hugo.

Hugo!

(ruhige Pianomusik)

Ich hab mit der Architektin geredet.

Nimm die Plakatentwürfe nach London mit.

Ok, mache ich.

(Daniel) Einmal für Tisch 7.

- Pei, behalte das im Auge. - Ok.

Stopp, stopp, stopp, stopp.

- Sieh dir das an. Sieht das so aus? - Nein.

Nein. Ok, dann fange noch mal an.

(Lukas) Der ist sehr teuer.

Die Karte ist in Regionen eingeteilt.

Die französischen, italienischen, kalifornischen.

Der Keller scheint gut bestückt zu sein.

Echt beeindruckend.

(Musik dauert an)

Was machst du denn hier? Du hast doch heute frei.

Äh ja, ich wollte bloß ein paar Sachen abholen.

Äh...

Thomas...

Vergiss nicht, wir haben morgen ein Meeting mit dem Londoner Lieferanten.

Äh...ja, ok.

Also, dann bis morgen.

Ja, dann bis morgen.

(melodische Gitarrenmusik und Gesang)

(Klingel ertönt)

(Lied wird vorgesetzt)

(Lied dauert an)

(Hugo) Es ist kleiner, aber ganz ok.

Weniger Stress, entspannt. Sie lassen mich experimentieren.

Neues testen, auf Risiko gehen.

Hatte ich alles fast vergessen.

Eigentlich suchte ich immer so einen Laden.

- Hackst du das mal, bitte? - Ja.

- Was passiert ist, tut mir leid. - Vergiss es.

Nein, nein, nein. Es tut mir wirklich leid. Es...

Es kotzt mich an, wenn ich so bin.

Es ist so viel passiert. Alles gleichzeitig.

Du hast Angst.

Angst, die richtige Entscheidung zu treffen.

(Lied setzt wieder ein)

(Daniel, am Telefon) Äh...Hanna?

(Hanna) Dani?

(Daniel) Hi. Wie geht es dir?

(Hanna) Gut. Gut.

Ich bin ehrlich gesagt überrascht.

(Daniel) Ich... Ich wollte unbedingt mit dir reden.

(Hanna) Das wollte ich auch. Ich war oft davor, dich anzurufen.

(Daniel) Du wirst es nicht glauben, aber bei mir war es genauso.

(Hanna) Und warum sollte ich das nicht glauben?

(Daniel) Das...lässt sich nicht so einfach erklären.

- (Hanna) Jetzt haben wir es geschafft. - (Daniel) Ja.

Du hast mir gefehlt.

(Daniel) Du mir auch, Hanna.

Ich würde dich gerne sehen.

(Hanna) Ja, ich dich auch.

- Ich...bin in München. - (Hanna) Was?

Du spinnst ja.

- (Daniel) Doch, ich bin da. - Ehrlich?

- Ja. - (sie jubelt)

Hanna.

Hu! Du bist ziemlich...

...schwanger.

Ja.

Und wunderschön.

- Lüg nicht, ich bin ein Kugelfisch. - Nein.

Nein.

(Hanna) Das ist das Allerbeste an der Wohnung.

(sie stöhnt auf)

- Was ist? - Sie hat mich getreten.

Sie muss andauernd im Mittelpunkt stehen, ein echtes Partygirl.

- Eine Sie? - Ja.

Lola.

Kannst du sie spüren?

Nein...noch nicht.

Das ist Daniel. Sag Hallo.

(beide lachen)

- Cooler Trick, oder? - Ja.

Es ist kalt. Lass uns reingehen.

Ja.

Grauenvoll, so einen Hunger zu haben.

Willst du meins noch aufessen?

Ja.

Ich werde zum professionellen Fettsack.

Ich kann mir nicht mal mehr die Schuhe zubinden. Ein Verlust.

Wie läuft's denn so im Restaurant?

Ich werde aufhören.

Was?

Ich...Ich gebe den Job auf.

Ich kann es nicht erklären,

aber ich werde morgen nicht da sein, auch nicht in London.

Ich gebe den Job auf.

Ich weiß noch nicht, was ich mache.

Ja...definitiv.

Ich gebe ihn auf.

Wow!

Und wie fühlst du dich?

Gut. Gut.

Mhm.

Sehr schön.

Ich liebe dich.

Danke.

Ist eine Ewigkeit her, dass das jemand zu mir gesagt hat.

Und es auch gemeint hat.

Dani.

Ich liebe dich nicht.

Was ist los mit dir, Hanna?

Ich frag mich, was du willst.

Bitte lass uns in Ruhe darüber reden.

Worüber sollen wir denn reden?

Hm?

Ich liebe dich und du liebst mich nicht.

Ganz einfach.

Geh nicht. Ich kann dich so nicht gehen lassen.

Ich verstehe dich einfach nicht, Hanna.

Denkst du, dass ich dich nicht auch gern lieben würde?

Es ist... Es geht nicht. Ich kann nicht.

Es klappt einfach nicht.

Ich weiß, dass du mich liebst. Das ist wunderschön.

Ich kann nicht, weil ich weiß, wir werden uns wehtun.

Das spielt keine Rolle.

Ich liebe dich und... ich könnte hier bei dir sein...

...und für dich sorgen.

Dani.

Ich bin allein, weil ich gerade allein sein will.

Ich kann nicht...mit jemandem zusammen sein. Ich bin nicht so weit.

Dani.

Dani?

(sie stöhnt auf)

Sie kommt.

- Ich glaube, es ist so weit. - Was?

(melodische Pianomusik)

Halt, halt, halt. Dani!

- Bitte bleib bei mir. Geh nicht weg. - Ja.

Es wird alles gut.

- Alles. - Ich hab Angst.

Gib mir deine Hand. Hanna, gib mir deine Hand.

Tief durchatmen. Vertrau mir, ja?

Schnell, schnell.

Alles wird gut. Keine Angst.

(Frau) Sehr gut, Hanna. Sehr gut.

Du machst das sehr gut. Pressen.

- Fester. Fester! - (schreit laut)

(bewegende Musik)

Sehr schön, sehr schön.

(Musik dauert an)

(Baby schreit)

Ja.

(Baby grummelt)

(leise Pianoklänge)

(Musik schwillt an)

(Daniel) Hi, Hanna.

Ich habe deine Geschichten sortiert.

Sie werden Lola bestimmt sehr gefallen.

Ich weiß jetzt, dass ich nicht hergehöre.

Du hast deinen Platz...bei Lola.

Und ich muss meinen finden.

Du wirst mir fehlen.

Danke, Hanna.

Danke für alles.

(Möwen kreischen)

(Lied: Stable song von Death Cab for Cutie)

(Hanna) Entschuldigung, suchen Sie noch eine Sommelière?

(Gesang tritt in den Vordergrund)

Das ist der Dani.

Der kennt dich noch, da warst du in meinem Bauch.

- Sag mal Hallo. - (Daniel) Hallo.

Sie ist schüchtern.

Willst du etwas im Sand spielen?

Ja? Na gut, dann komm mal her, Süße.

Guck mal, der Bär kommt mit, hm?

Der Bär bleibt auch da. Die kannst du doch behalten.

(Lied dauert an)

(Hanna) Ja, oder?

(sie lacht)

FÜR MEINEN VATER

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