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(Stromberg) Heinz. Heinz. Heinz, zwei, drei, Heinz.
Ja? Alles klar? Ihr h�rt mich alle. Und Bild?
Kein Bild. Kinder, das ist wichtig hier. Jetzt versaut das nicht. Hm?
(Gemurmel, gesch�ftiges Treiben)
(Stromberg pustet durch)
Ja, Kinder, was soll ich sagen? Ne, alles Bestens! Ne?
Mir grinst die Sonne aus jeder Ritze, sag ich mal. (heiseres Lachen)
Ja, Herr Stromberg! Guten Tag. - Guten Tag.
Ist ja so: Wenn du als Rembrandt jahrelang im Orchester sitzt und denkst
"Oh, spiel ich schei�e!",
und dann sagt einer: "Versuch's doch mal mit Malen. "
Bums! Das ist ja dann 'ne ganz andere Geschichte. (heiseres Lachen)
Und das ist jetzt hier praktisch mein Atelier.
(heiseres Lachen)
Gott oh Gott, wenn ich das alles fr�her gewusst h�tte
Aber h�tte, wenn und aber, ne? W�re meine Oma 'n Bus, k�nnte sie hupen.
Ich wusste es einfach nicht besser.
(quietschende Autoreifen)
(Schief spielendes Amateur-Orchester)
Was f�r Deutschland die Regierung ist hier die Schadensregulierung.
Jeder arbeitet hier gern und die Kunden f�hlen sich wohl.
Meine Damen, meine Herren, willkommen in der CAPITOL.
1,2,3...
Das B�ro ist unser Tempel. - Unsere Worte stehen in Word.
Unser Herz ist nur ein Stempel. - Der der Capitol geh�rt.
Wir sind keine Superm�nner! - Wir sind keine Megafrauen!
Wir machen einfach unsere Arbeit - Ihr k�nnt immer auf uns bauen-.
Doch wir sind mehr als nur ein Schreibtisch.
Wir sind immer f�r euch da.
Egal, wo's hakt, klemmt oder hapert. - Wir haben steht's ein Formular.
(alle) Denn wir sind die Capitol.
Seit 50 Jahren Sicherheit und Schutz.
Schutz. - Schutz.
Denn wir sind die Capitol - Die CAPITOL wird 50.
Da machen die 'ne Riesenfeier, wo alle kommen, bundesweit, aus allen Filialen.
Und der Bundesvorstand.
Macht mal gleichzeitig synchron!
Man kann noch Vorschl�ge machen f�r den Bundesabend, bunten Abends.
Hier, hier stehts: "Vorschl�ge zur Gestaltung des bunten Abends".
Synchron!
Ich mach was mit Musik, aber
(Ernie) Da kann man mit dem ganzen K�rper mitgehen.
Komm mal hoch in mein B�ro. - Geh mal r�ber in mein B�ro.
(Musik bricht ab)
�h, ich hab gesagt, wir machen kein Heckmeck, wir fahren nicht zu der Feier!
Ja, aber ich dann eben aber doch!
(H�steln im Hintergrund)
(Feuerzeug klickt)
Das ist so albern. Und gef�hrlich.
Wenn ich hier gleich brenne, bin ich Sachbesch�digung. Dann tut's Ihnen leid.
Ach so. - Ja, ach so.
{Frau} Was soll das denn? - (Ernie} Ist jetzt alles hier verbrannt!
(Missbilligendes Schnauben)
(Stromberg) Ich bin Chef der Abteilung, du bist nur Stellvertreter Gottes auf Erden!
Du bist blo� das Kloschild, ich bin das richtige Schei�haus, verstehst du das?
Aber Sie k�nnen nicht entscheiden, dass wir alle nicht zur Feier fahren.
Ja, �hm, �hm, doch. - Ja, �h, �h, nee.
Doch - Nee.
Doch. Noch!
Hm?
Ich hab mich bei der Zentrale beworben.
(Kotzger�usch)
Ja, nix w�rg.
(Stromberg lacht)
Da k�nnen Sie ruhig lachen, werden Sie sehen, wer am Ende zuletzt lacht.
(lacht gek�nstelt)
(Lachduell beginnt)
(Telefon klingelt)
Heister... Ah!
Heisterkamp. - Ach komm, du bist so stulle...
Ah, ja, ich hatte angerufen, ich wollte fragen, ob Sie die SMS gekriegt haben.
Die SMS, ob die E-Mail angekommen ist.
Ich hab mich ordentlich aufgeschlaut, karrieretechnisch. Karrierecoaching.
Da lernt man so Tricks. Meine Uhr, zum Beispiel, geht jetzt immer 20 Minuten vor.
So dass ich praktisch in der Zukunft lebe, so tricks ich mir mein eigenes Gehirn aus.
Weil das denkt" Ah, schon sp�t, muss er Dampf machen. " Also ich.
Na? Hier!
Ich hab lange genug kleine Br�tchen gebacken.
Und jetzt wird's bald ein kleines Brot, so ein Brot.
Und von dem Brot lass ich mir auch die Butter nicht mehr nehmen, oder die Wurst.
Oh, ich muss los.
(B�rot�r schl�gt zu)
Muss ich gar nicht, ist ja eigentlich erst halb. Genau. (Uhr piepst)
(seufzt)
Hat ja noch Zeit.
(Stromberg) So, Achtung jetzt.
Ach, hallo. Mein Name ist Bernd Stromberg.
Hier - (Frau) Guten Morgen, Herr Stromberg!
Guten Margen.
In meiner Schadensregulierung sorge ich daf�r,
dass der Spa� bei der Arbeit nicht zu kurz kommt.
Das Menschliche ist mir pers�nlich immer schon sehr wichtig gewesen.
Mein Ziel ist es, dass in meiner Abteilung Arbeit und Mensch Hand in Hand mit
Sagt mal Was hab ich denn gesagt?
Du bist Arbeit, er ist Mensch.
Ja, ist doch egal. - Nein, das ist es eben nicht!
Wenn er Arbeit ist, hei�t es hinterher wieder "ausl�nderfeindlich", blabla...
Ich m�sste jetzt mal - Jetzt nerv nicht rum, Gandhi.
Au�erdem sollt ihr nicht so lauwarm durchs Bild schwuchteln, sondern mit Spa�.
Jeder hier in dem Bums hat Spa�. Darum geht's doch!
Das gilt auch f�r dich! - Ich hab Konfetti im Auge!
Oh Gott. Da prallen ja wieder zwei Welten aufeinander.
Spa� und Lehn... - Hoff! (heiseres Lachen)
Ich verstehe nicht, warum wir nicht zur Feier fahren.
Weil du so helle bist wie 'n Tunnel. So, jetzt machen wir den Quatsch noch mal.
�h, �h Das gilt auch f�r dich, oder willst du mehr Inder-Lohn?
(heiseres Lachen)
So!
Firmenfeiern sind wie das letzte Abendmahl,
immer zu wenig Weiber, Schei�-Essen und am Ende gibt's Arger.
Ja, br�ll, br�ll. Ja, da lacht er.
"Bunter Abend", komm, von wegen!
Wenn du so lange...
Bleib stehen da.
...bei 'ner Firma bist wie ich...
Du bist bist Mensch, jetzt mal.
...da hast du mehr Leichen im Keller als ein Krematorium.
Und je h�her du auf der Karriereleiter stehst,
�ber umso mehr Leichen bist du ja gekraxelt.
Und jetzt mit Spa�!
Und bei so 'ner Feier stehen die auf einmal alle wieder vor dir,
deine ganzen Karrierezombies.
(macht Zombieger�usche, lacht)
Nee, komm, meine Abteilung schickt denen dieses Filmchen und finite la musica.
(zieht durch die Nase hoch)
(Frau) Warum eigentlich nicht? Versteh ich �berhaupt nicht!
Wei� ich auch nicht. W�re bestimmt sch�n, mal so mit allen zusammen
Schon wieder 'ne Frau f�r mich. Guck mal, es rei�t nicht ab.
Im Internet bin ich f�r Frauen wie n St�ck P?aumenkuchen f�r Wespen.
Die kommen von allen Seiten. (lacht heiser)
Okay, ich muss dann mal los. - Ja. Gerne.
Wobei von allen Seiten kann man auch nicht sagen,
schon �berwiegend aus'm Osten, hier.
Svetlana hei�t die, die Gute. (lacht)
Boah, die geht ja noch weiter.
(dreckiges Lachen)
Wobei, 'ne Wespentaille hat sie nicht gerade.
Ok, Bernd, du bist wahnsinnig beliebt bei Frauen, wir haben's verstanden.
Ja, wenn du nicht so sperrig w�rst, w�rde ich die Svetlanas ja sofort fallenlassen.
Zack. Oh!
(lacht heiser)
Schei�e. - Ja, so schlimm ist es jetzt auch nicht.
(Frau) Echt toll.
(Jennifer) Ja, er bem�ht sich noch immer.
(beide lachen)
Aber ich bin mit M�nnern jetzt erst mal durch.
Ich meine, M�nner sind auch nur so was wie Facebook, wei�te?
Wo alle sagen, musst du machen, musst du haben, musst du dabei sein
Aber was hast'n am Ende davon?
Am Ende sitzt du da alleine.
(Ernie kichert vor sich hin)
(Stromberg) Den haben sie doch durch 'n dicken Pulli gestillt!
(Sabine) Die Zentrale hat schon seine Unterlagen angefordert.
Es sieht nicht schlecht aus f�r ihn.
Deswegen will er zur Feier, da kann er direkt beim Vorstand Eindruck machen.
Wie, er f�hrt und wir nicht, oder was? - Keiner f�hrt zur Feier!
(Ernie) Das k�nnen wir dann pers�nlich besprechen.
Ich find's schei�e, wenn er f�hrt und wir nicht. - Was hab ich gerade gesagt?
(alle) Keiner f�hrt zur Feier. - Ich sag, ich komm ja zur Feier!
(Jennifer) Mann, an dem Wochenende heiratet mein Ex.
Dem schei� ich so derma�en derbe vor'n Koffer (lacht)
Nee, lass mal, beim Andreas ziehst du den K�rzeren. - Wer? Was?
Hm? - Hm?
Ach, entschuldige, ich hab ganz kurz an mich gedacht.
Wollte nur sagen, dass ich mich an dem Wochenende eh besaufe. - Ja, ist doch gut!
F�nd ich auch mal wieder ganz geil.
Tja, als Papa ist Essig mit Spa�, was? - Nee, ist halt 'n anderer Spa�.
Kinderlos und nicht jugendfrei, das ist die Devise.
Bist du nicht 'n bisschen alt f�r Pubert�t?
Besser als wenn man mit Mitte 30 schon seit 20 Jahren 50 ist.
Ja, aber, es macht echt Laune mit Kind also, das h�tte ich auch nicht gedacht.
Wenn die Piraten spielen
Wir haben den Marvin jetzt seit vier Monaten. - Ach Gott, wie niedlich.
Im Prinzip ist es auch erst mal 'ne Probezeit, um zu gucken, ob's klappt
Aber in den meisten F�llen klappt's, und wir sind praktisch 'ne richtige Familie.
Kann aber sein, dass wir ihn doch wieder abgeben m�ssen.
Hier, der Marvin ist 'n ganz besonderes Kind.
Der kommt aus 'ner sozial, wie sagt man, prek�ren Familie.
Asis. (leises Lachen)
Ja, hallo, der Alte sitzt im Knast - In U-Haft.
(leises Lachen)
Marvin hat mit seinen zehn Jahren schon viel Mist erlebt,
und wir Pflegeeltern k�nnen ihm einfach nur versuchen zu zeigen,
dass es auch noch was Sch�nes gibt im Leben.
Jau. Wobei, klappt noch nicht so wirklich, weil der Marvin ist schon eigen.
(Tanjas Handy vibriert)
(Tanja) Mama? Was ist denn?
Ja, beim Piratenspielen hat er mir sein Plastikschwert durchs Gesicht gezogen.
Der Marvin, was f�r ein
Ja, aber sie wollte auch partout nicht mehr warten auf ein Kind,
und jetzt hat sie halt 'nen Marvin. (lacht leise)
(Laute Tackerger�usche)
H�r mal, �h
Gegen den Bums hier ist ja die Akropolis 'n Neubau.
Warum macht ihr das denn nicht komplett neu?
(Hausmeister) Lohnt sich nicht mehr. - Wieso das denn?
Hier kommt doch 'ne Lohnsch hin. - Eine was?
Ne Lohnsch. - Aha.
Und was soll das sein, 'ne Lohnsch? - Dasselbe wie jetzt, nur mit Sofas.
Ach 'ne Lounge. - Ja, ne Lohnsch.
Was wollen wir denn hier mit 'ner Lohnsch?
Die ist f�r die neuen Mieter. (Tackerger�usche)
Moment, jetzt versteh ich nur Bahnhof. Was f�r neue Mieter?
Die hier reinkommen. - Die hier...? Und was ist mit der CAPITOL?
Macht dicht. - Das ist ja jetzt Quatsch.
Nee. - Doch.
Das w�rde ich ja wohl wissen. (lacht leise)
Hm? H�?
Lohnsch, zum n�chsten Ersten. R�umung der R�umlichkeiten zum 31.
Pille-palle!
(sehr leise) Tsch�.
(Stromberg) Ja, CAPITOL macht dicht! Erf�hrst du vom Hausmeister!
Aber so ist das, 'ne Firma ist wie 'ne Ehefrau.
Die fickt dich, wenn du gar nicht mehr damit rechnest. (heiseres Lachen)
Wobei, komm, wer wei� schon, was der wei�, der Hausmeister.
Vielleicht gar nix, oder?
(lacht gek�nstelt, seufzt)
(B�roger�usche)
Boah, der P�tsch. - Morgen, Herr Stromberg.
Ja, ich bin 'n bisschen sp�t dran. - Ja. Nicht zu Hause gewesen, hm?
Alter Schl�pferst�rmer. (beide lachen)
Ja, ja, also
Sagen Sie mal, haben Sie eigentlich irgendwas geh�rt? - Geh�rt?
Ja, Flurfunk!
Die Frau Dings treibts mit dem Burns, der Hofmann ist krank,
die machen den Laden hier dicht, so was?
Wo haben Sie das geh�rt? - Dann haben Sie's auch geh�rt?
Ich hab gar nichts geh�rt - Ja, ich auch nicht.
Paketdienst? (lacht heiser)
Ich mach da die Fr�hschicht, praktisch statt Fr�hsport, und zahlen tun die auch.
Ja? - (beide) Morgen.
Oh! Schei�e! - Kommen Sie mal her.
Schei�e!
Guck dir das an, ey.
Fast 50, und da steh hierauf der Stra�e und versuch die schei� Hose...
von 'ner schei� Firma auszuziehen,
und die schei� Hose von 'ner anderen schei� Firma anzuziehen,
nur weil ich Schiss hab, dass die eine schei� Firma dicht macht
und ich dann hier auf der Stra�e stehe. - Wo haben Sie das geh�rt?
Ich h�r so einiges. - Ja, das hab ich auch geh�rt. Vom Hausmeister?
Hat der auch was geh�rt? Ich w�rde jedenfalls an Ihrer Stelle zusehen,
dass ich mich mal schleunigst in die Zentrale absetze.
Weil, ich w�rd's machen, aber der Klinkhammer, der hat mich auf dem Kieker.
Der Klink? - Hammer.
Der neue Personalchef, kennen Sie den nicht? - Nee.
Haben Sie aber Gl�ck, w�rde ich an Ihrer Stelle nutzen.
Nach allem was ich so h�re, geht das hier nicht mehr lange.
(leise) Ja, hab' ich auch geh�rt
Na dann. - Ja, tsch�ss.
Ah, Schuhe, wo hab ich die Schei�-Schuhe? Find ich nicht. Geh ich ohne Schuhe.
(Stromberg) Ja, die Arbeit ist mehr meine Heimat als meine Heimat.
Hier verbringst du ja die meiste Zeit deines Lebens, doch nicht zu Hause,
doch nicht bei deiner Frau oder nicht bei Freunden. Nee, hier.
"25 Jahre CAPITOL".
H�? Haben sie alle unterschrieben, alle beide.
Hier, von ganz oben. Strohmberg hatten sie geschrieben.
Das "h" hab ich selber weggemacht, aber
Ja, wenn das alles wegfiele, mein lieber Scholli...
Ich meine, egal was sonst ist, aber die tragenden W�nde im Leben eines Mannes,
die stehen doch im B�ro.
(Wand klingt hohl)
Ah
(Kaffeemaschine blubbert)
�h, Kinder, ganz kurz mal eben!
�h, ja, es f�hrt kein Weg dran vorbei.
(getragen) Ich muss euch eine Botschaft, ja, machen.
Wir werden jetzt doch alle zur gro�en CAPITOL-Feier fahren.
(Heiseres Lachen)
Ja! Und ihr kommt alle mit!
(lacht)
Na, ist das nix?
(Lehnhoff) Ja, aber ich dachte
F�rs Denken ist Ihr K�rbis auch nicht ausgelegt.
(Jonas) Aber es hie� doch, keiner f�hrt. - Ja, beim Ernie.
Nee, bei Ihnen.
Sag mal, ist das deine Art dich zu freuen? - Nee.
Ja, sondern?
(singt) Come on, crazy party people, make some noise! Woop. Woop.
(Stromberg) Wo nichts mehr geht, fangt alles an.
Ja, warum nicht?
Und jetzt alle.
Das ist immer schon mein Motto gewesen. - Woop. Woop.
Woop. Woop. Woap. Woop - Ja. Ist gut.
Und im B�ro musst du eh entscheiden, was f�r 'n Typ du bist. Bist du eher...
Hier, der Hammer oder der Nagel, also haut man dir auf den Kopf oder haust du selbst.
Und ich, ich bin ganz klar: Hammer. - (Kameramann lacht)
Doch!
Ist doch gut, oder? - Ja, klar.
Freut ihr euch?
(Lachen und Gemurmel)
Meldet euch einfach bei der Zentrale an, ich k�mmere mich dann um den Bus.
Wir k�nnen den Marvin nicht das ganze Wochenende alleine lassen.
Dann bringt ihr den Erwin einfach mit. - Marvin!
Kl�re ich mit der Zentrale. - K�nnen unsere T�chter auch mitkommen?
Nee! - Come on, party people, make some noise!
(alle) Woop. woopi
(Ernie r�uspert sich) Was ist denn hier los?
Wir fahren doch alle mit zur Feier! - Wie?
�h�h�h�.
Heisterkamp. - Ah, Stromberg.
Ja. Ja, hab ich. - Also... Woop. Woop.
(alle) Woop. Woop. -
So, wo bleibt jetzt dieser schei� Bus?
Wei� denn der Fahrer, dass wir hier stehen? - Bin ich Ulf, Jesus?
Was hastn ausgemacht?
Ulf, ich hab so was schon organisiert, da warst du noch ein Kind.
Haben Sie keine Nummer, wo Sie fragen k�nnen, wo der Bus bleibt? - Nee.
Wie hei�t denn die Busfirma? - Arschloch-Reisen!
Wir gehen noch mal rein, der Marvin muss mal! - Nicht jetzt!
Der Bus ist jeden Moment hier. - Komm, geh da hinten irgendwo.
Wie richtige M�nner, im Stehen! - Hey Leute, kann los gehen!
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss!
Boah, ich dachte echt, ihr seid schon weg.
Schei�e, ich hab was vergessen. Halt mir 'nen guten Platz frei!
So hatte ich mir wegfahren vorgestellt. - Warte doch erst mal.
Da w�r's ja auf der Hochzeit von meinem Ex lustiger.
Jetzt lass doch mal deinen Ex, guck mal hier, Urlaub im Glas.
(heiseres Lachen)
Liebe, �h, Schirmchen,
Liebe, das wei� ich doch selber, das ist keine Schl�gerei,
wo einer austeilt und der andere schl�gt gleich zur�ck. - Was ist los?
Ja. Ich sag nur, dass wir beide die Fahrt auch nutzen, um so 'n bisschen
Du willst jetzt nicht hier wirklich auf'm Parkplatz- Nein, nat�rlich nicht.
W�r doch Quatsch. - Dann ist ja gut.
(Stromberg lacht verlegen)
Ganz kurz mal eben. Hallo.
Ich war ja in den letzten Monaten in einer ganz neuen Position,
ganz neuen Position gewesen - Sehr gut, Ernie!
Was dem an Grips fehlt, das gleicht er durch Bl�dheit wieder aus.
Ich wollte mich bei euch bedanken, dass ihr mir geholfen habt, die ganze Zeit.
Also meistens. Und destewegen hab ich hier f�r jeden 'ne Kleinigkeit mitgebracht.
Das sind die Anispl�tzchen vom B�cker Hessbacher, und Mettw�rstchen, sch�n.
Ja, und auch noch anderes. - Marvin! Was machst du denn da?
Ulf, ich hab dir doch gesagt, du sollst mitgehen! - Ey, Alter, komm mal.
Ich hab immer gedacht, dass die anderen gegen mich sind,
und das stimmt auch, aber das soll ich positiv sehen.
Haben die gesagt, beim Karrierecoaching.
(Motor brummt)
Das ist das Wichtigste, positives Denken, egal wie doof alles ist. immer positiv.
Das kommt aus Amerika, die machen das auch so.
Werden die erschossen, denken die: "Bl�d, aber vielleicht wird's morgen besser. "
Und so bin ich jetzt auch.
(sein Magen gurgelt)
Hallo, ich bin Heisterkamp, hei� ich.
�h, ich hab uns schon mal eine Strecke rausgesucht, nach Botzenburg.
Das ist vielleicht nicht die k�rzeste, aber die sch�nste Strecke.
Da gibt's ganz viele Sehensw�rdigkeiten, da k�nnen wir rechts ran fahren.
Ich hatte grad 'ne Rutsche Rentner. Prag-Moldau-Schwarzbier.
Ich fahr seit elf Stunden. Das darf ich nicht, das mach ich aber.
Ey, dass man nicht mitten auf 'nen Platz pinkelt, das wei� ja selbst ein Hund.
Mit unserer �Itesten haften wir auch Probleme. - Halt die Fresse.
Ulf!
Hier k�nnen wir Autobahn fahren. - Ich hab auch mal in 'nem B�ro gearbeitet.
Und jetzt bin ich Fahrer. Warum?
Weil mir dann keiner reinquatscht.
(Ulf, genervt) H�r mal, als Mann, ja,
da pinkelt man in der �ffentlichkeit immer irgendwo gegen, ok?
Mein Platz.
Dann lassen wir das malerische Dings weg.
Aber hier gibt's einen so 'nen Aussichtspunkt, also hier,
wenn wir da wenigstens W�r das machbar? (Fahrer schnarcht)
K�nnen wir ja dann noch sehen.
(T�r schlie�t sich zischend, alle jubeln)
(alle) Jetzt geht's los! Jetzt geht's los! Jetzt geht's los!
Jetzt geht's los! Jetzt geht's los! Jetzt geht's los!
(Jonas ruft unverst�ndlich von drau�en, sein Kollege lacht)
(lachend) Jetzt geht's los!
(Jubel aus dem Bus, R�ckkopplung)
Ganz kurz mal eben. Ich wollte gerne ein paar Worte sagen.
Ja, setz dich wieder hin, ich brauch keine Vorgruppe.
Ich hab was vorbereitet! - Ja, ich auch!
(Mikro rauscht)
Ich hab das alles aufgeschrieben. - Sag mal, h�r doch mal auf, spinnst du?
(laut) Hey! - Was ist denn das f�r'n Ton?
Ich zahl den Bums hier! Und ich fahr den Bums.
Und das seit �ber zw�lf Stunden. So. Er war zuerst da! Ende der Durchsage.
(Mikro rauscht)
(R�ckkopplung, Fahrer hupt)
Ja, oh
(Ernie) Selber ausgemacht. So, links k�nnt ihr jetzt gleich T�ngerstedt sehen.
Da sind im 1. Weltkrieg ganz viele Leute umgekommen. - Kann jemand Radio anmachen?
Au�erdem gibts da auch den drittgr��ten Schweineschlachthof Deutschlands. - Ernie!
Wobei das eine nichts mit dem anderen zu tun hat, glaube ich.
(Kollege) Ernie, halt's Maul und mach Musik!
(Ernie singt) Oh, du sch�ner Westerwald, Eukalyptusbonbon,
�ber deine H�hen pfeift der Wind so kalt.
Man kann das auch mit "Marmeladeneimer", oder mit "rosa Damenschl�pfer" singen.
(Stromberg, heiter) Guckt mal, was der Papa hier hat!
(alle jubeln)
(Ernie) Wollen wir noch mal alle auf "rosa Damenschl�pfer"?
Geht alles auf meinen Deckel solang der Vorrat reicht! - Zusammen?
(Stromberg) Ja. Ich geh gleich noch mal rum.
Unter Druck bin ich praktisch unschlagbar.
Wie dieser Lassie, ne, Lassie?
Ist eigentlich auch ganz normaler Fifi, und wenn's eng wird: B�m! Kampfhund!
Und dann Wachs ich �ber mich hinaus und bei� alle- In den Arsch.
(heiseres Lachen)
(lautes R�lpsen, Lachen und Protest)
(Stromberg) Mach mal Fenster auf, du.
Mit meinem Bier hat er nicht gerechnet. - Hm? Wer?
Der Ernie, kommt mit seiner bl�den Mettwurst angekackt und glaubt,
er hat alle im Sack, aber hat er verkackt. Der Ernie ist 'n typischer Verkacker.
Auch eins?
Der kommt aus 'ner uralten Familie von Verkackern. - Lass ihn doch mal in Ruhe
Hier geht's um die Wurst, aber eben nicht um seine, seine Wurst verkackt! - Mann.
Ja, entschuldige mal, was glaubst du denn, f�r wen ich das hier alles mache?
(Jennifer prustet)
Wenn dein Russinnenroulette nicht funktioniert? - Ach, du liebe
Die Russinnen, das war doch nur Es geht mir doch um dich. - Mhm.
Wer f�ngt den Kurzen und dich denn auf, wenn du aus der Capitol raus?iegst?
Wieso soll ich denn raus?iegen? H�?
Ja, h�rt man doch st�ndig, guck dir Griechenland an.
Gestern noch 'n Land wie ein Baum, heute Drifte Welt.
Ich glaub nicht, dass ich so schnell raus?iege.
Aber keine Ahnung, wei�t du irgendwas, was ich nicht wei�? - Hm?
(Lachen und Gemurmel der anderen)
Was ich nur sagen will, ist ich bin f�r dich da. - Ok.
Ne? Tarzan, Jane. (beide lachen)
Alles klar.
(Stromberg imitiert Tarzanschrei)
(Lachen und Gemurmel, Stift quietscht auf Scheibe)
Tanja, das geht nicht wieder raus! Marvin, das ist 'ne teure Jacke!
Kein Grund ihn anzuschreien. - Ich schrei ihn gar nicht an.
Was'n los? Wow, was hast'n da wieder gemacht?
Marvin hat mit den Stiften gespielt! - (laut) Was soll die Schei�e?
Ulf! - Das geht doch nie mehr raus! Was denn?
(Ulf) Ich kann doch sagen, dass es nicht in Ordnung ist, alles voll zu malen!
Erst solltest du ihm sagen, dass du ihn liebst.
Er ist in seinem Leben schon genug angebr�llt worden. - Was lieben?
Ich kenne den doch erst seit 'n paar Wochen.
Bei uns hat das auch �ber zwei Jahre gedauert.
Ach, Ulf!
Ich finde, es bringt halt nix, wenn wir ihm hier alles durchgehen lassen.
So werden wir nie 'ne richtige Familie.
Kannst du's nicht auf meine Weise probieren? Mir zuliebe? - ist das ihrer?
Das ist unser Sohn, ja. - Der schmiert mir die Scheiben voll!
Ja, sorry, ist grad 'n bisschen schwierig f�r ihn. Was machstn, Alter?
Ich fahr seit 13 Stunden. Ich brauch nicht noch Arger, wenn ich den Bus abgebe, klar?
Wir k�mmern uns drum. - Seine Eltern, die sind 'n bisschen asi.
Also, seine richtigen Eltern. - Meine ganzen Unterlagen sind bemalt!
Da hat er �berall Raketen drauf gemacht!
(aufgeregt) Das sind Unterlagen f�r die Zentrale. Meine Bewerbung und alles!
Und er malt da �berall Raketen drauf! - Ernie, das sind doch keine Raketen!
So, Kollege, wir m�ssen uns echt mal unterhalten, ja. - Das sind Penisse!
Stimmt doch! Sind Penisse! Oder? - Das darf er nicht malen! Nicht da drauf!
Darf? Wenn man das damals zu Picasso gesagt h�tte
Picasso hat 'ne Taube gekritzelt und alle haben gesagt "Ah Frieden".
Er ist aber nicht Picasso!
Vielleicht sagt man �ber unseren Fahrer sp�ter mal: "Ah, schwul!" - Was war das?
(alle kichern] K�nnt ihr euch mal zusammenrei�en?
Komm. - Herr Busfahrer? Entschuldigung?
Das Klo im Bus geht, glaube ich, nicht! K�nnen Sie mal nachschauen?
Es w�re sehr dringend. - Schwul.
(beide kichern)
(Ger�usche aus dem Klo)
Die ist kaputt. - Ja, das riecht man.
Und jetzt? - Passiert st�ndig, das waren die Rentner, da kann man nix machen.
Kann man nichts machen. - Wie jetzt?
Hm? - Ja, jetzt kannste mal f�r mich da sein. Tarzan, hm?
Hallo, Herr Fahrer! Das ist Ihre Aufgabe! Hier, mit dem Klo! - Das ist schlimm.
Erst bin ich schwul, und dann bin ich Klempner, oder was?
�h, aber das sind doch zwei sehr ehrbare Berufe.
Udo J�rgens zum Beispiel, jahrelang Gas, Wasser, Schei�e. Goethe
Danke f�r deine Unterst�tzung!
�h, Schirm Jetzt l�uft die wieder weg �h, ich k�mmere mich doch!
So, jetzt schimmelt mir langsam meine Geduld weg. Was machen wir denn jetzt?
Ich mach Pause, das mach ich.
(angeekelte Laute)
(Sp�lung)
Geh weg, ich kann nicht, wenn einer guckt.
Och, selbst geguckt.
(Sp�lung)
(genervte Laute)
(Kolleginnen) Ich muss so dringend aufs Klo. - Ja, aber wo? Hier ist doch nix.
Musste ins n�chste Dorf, aber wei�te, wie weit das ist? - Bestimmt f�nf Kilometer
Und, was ist jetzt? - Nix zu machen!
Oh Mann, ey. - Ich kack dem gleich in den Tank, ey.
Zum Gl�ck muss ich nicht pinkeln - So, Meister, was passiert denn jetzt?
Meine Leute strullern hier kreuz und quer rum, und Sie machen Winterschlaf?
Ich fahre hier seit 14 Stunden. - Ja, ich wei�, Sie sind die Krone der Ersch�pfung.
Ich muss um 17:00 Uhr in Botzenburg sein. Wenn der Klinkhammer schl�ft,
brauch ich da nicht mehr aufzuschlagen - Wir sollten zu einem Rastplatz fahren.
Der Fahrer hei�t Fahrer, weil erf�hrt, also weil erf�hrt.
Die anderen sitzen und halten den Rand. - Ja.
Und der Chef hei�t Chef, weil er
�h, so gehts jedenfalls nicht! Sie fahren uns jetzt zackig weiter, sonst
Sonst, was? - Sonst sehe ich schwarz.
(Ratloser Laut)
(Wind pfeift, Motor springt an)
Aber Sie k�nnen doch nicht einfach 'nen Bus fahren?
Das geht auch aus versicherungstechnischen Gr�nden nicht! - Ja, komm!
Versicherung bin ich! Lasst das hier mal den Papa machen,
sonst sitzen wir �bermorgen noch hier. Ah, hier.
Der Angestellte an sich ist ja ein Fluchttier. Wie so 'n Reh.
Wenns Probleme gibt, haut er ab, versteckt sich und, macht gro�e Auge.
Ich nicht! (atmet tief ein)
Probleme sind f�r mich wie, �h Ja, wie Br�ste.
Wenn du die anfasst, macht's am meisten Spa�.
Das ist doch Wahnsinn! Kompletter Wahnsinn, ihr werdet alle sterben!
Zeigt das ruhig, die fahren alle in den Tod, aber ohne mich.
Ich geh mal davon aus, dass die aus der Zentrale Verst�ndnis haben werden,
wenn ich nicht komme heute Abend, zur Feier. - Hm?
Die k�nnen ja nicht von mir verlangen, dass ich mein Leben aufs Spiel setze,
f�r, �h, die Firma. Das ist doch Wahnsinn, ist das!
(Gemurmel und Lachen)
(Munteres Zuprosten)
(Ernie) Ist doch Wahnsinn, ist das.
T�r!
Ihr werdet alle sterben. (T�r schlie�t sich zischend)
(alle) Lurchi, Lurchi, Lurchi, Lurchi...
(immer schneller) Lurchi, Lurchi, Lurchi, Lurchi
(Jubel)
(Stromberg schaltet Radio an, alle jubeln)
(Deutscher Hip Hop, alle klatschen mit und johlen)
Woop. Woop.
(Hupen)
Woop. Woop.
Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren
auf ihrer rechten Seite sehen Sie ein Schild: "Botzenburg, 10 km".
(alle jubeln)
(alle) Botzenburg! Botzenburg! Botzenburg!
(Johlen)
(Hupen, Musik aus Radio)
(Jubel)
(Wind pfeift)
(Foyerger�usche)
Komm mit.
Komm her. Komm mal. (verlegenes Lachen)
Aha. Guck, das hab ich alles f�r dich vorbereitet. Ja, alles hierhin gebaut.
Guten Tag. - Hallo.
Entschuldigung, w�rden Sie mal eben ein Foto von uns Zweien machen? - Nee.
Doch, eins. - Nein.
(lachend) Hier, vordem Herz, komm mal her, eins, tut nicht weh. Komm.
Nicht zu sehr runter. - (DJ) Das ist live, das ist kein DJ.
3, 2, 1 - (DJ) Check, check.
Ruhig noch eins!
(Musik erklingt) (DJ) One, two, one two, Handtuch, Handtuch.
Ja, danke!
(DJ) Hey, Leute, das ist die Liebe, das sch�nste Gef�hl auf der Welt,
der Grund, warum wir morgens aufzustehen, denn wenn wir aufm Totenbett liegen,
dann sagen wir ja nicht: "Mensch, w�rste mal �fters ins B�ro gegangen. "
Ah, guck mal, dein Ex, der hei�t doch auch Andreas.
(DJ) Hier ist er wieder, euer G�nni! Ihr w�nscht euch was, ich spiel euch das.
(DJ) Und ab geht er, der Peter. - Ich guck mal, wie weit die vorne sind.
(DJ hustet lautstark)
(Jennifer) F�r mich war Liebe immer so was wie Windpocken.
Was man halt nur einmal im Leben kriegen kann.
Das ist ganz komisch, dass mein Ex einfach noch mal heiratet.
(betr�bt) Dadurch komm ich mir irgendwie vor wie 'n Fehler.
Wie so 'n olles Faxger�t, was irgendwann keiner mehr braucht.
Wei�te, hat immer super funktioniert, aber jetzt gibt's halt E-Mail. (seufzt)
Oh, da ist ja schon jemand, wir haben dich gar nicht bemerkt.
Hallo, ich bin die Mina, Lauras Trauzeugin, geh�rst du zum Andreas?
Hier, nimm erst mal einen Prosecco.
Andreas ist Latein f�r Arschloch. - Ah, ok.
Und Liebe ist auch 'n Arschloch. (schnieft)
Tsch�ss!
Tut mir leid, aber im System hab ich nur ein Doppelzimmer f�r Sie.
Aber wir haben jetzt unseren Sohn dabei. Unser Sohn ist kein Mensch zweiter Klasse!
Hier, ich dachte, du wolltest das kl�ren mit der Zentrale,
weil irgendwie ist der Marvin jetzt nicht angemeldet.
Ah? Och, aber da wird man ja wohl jetzt noch 'ne L�sung finden, nein?
Er ist leider nicht im System. - Ja, dann kommt er eben jetzt ins System.
Das ist leider nicht mehr m�glich. - Sie sind ja flexibel wie ein Taliban.
Wir sind komplett ausgebucht. - Das war so klar, ey!
Wieso glaub ich dir �berhaupt noch irgendwie was?
(R�uspern) So, ich m�chte sofort Ihren Chef sprechen, und zwar pronto Toronto!
Wir k�nnten vielleicht ein zus�tzliches Bett in Ihr Zimmer stellen. - So!
Ich sag meinem Kollegen Bescheid. - Ja, mach das mal.
Probleme anfassen.
Danke. - Bitte.
Und nachdem wir uns jetzt schon angefreundet haben
Stromberg, Bernd Stromberg, ich m�chte auch gerne so eine Suite. (lacht heiser)
(Ulf) Ich hab schon die Schnauze voll, echt.
Na, schnell ist jetzt auch nicht gerade ihre Geschwindigkeit, ne? (lacht heiser)
Tut mir leid, aber Sie sind leider auch nicht im System.
(schnalzt mit der Zunge)
Haben Sie das geh�rt? Das war mein Geduldsfaden, der ist gerade gerissen!
Ich kann nur sagen, was ich sehe. Ich schlage vor
Ich schlage vor, Sie schwingen jetzt ihre Hufe, holen Ihren Chef, und das z�gig.
Appi galoppi.
(zufriedenes Lachen)
Na, siehste?
(Ulf) Das ist ja als Doppelzimmer schon eng, aber so.
Das hat nichts mit dir zu tun, Marvin!
(Spielzeug macht Kampfger�usche)
Marvin, willst du vielleicht ein St�ck Apfel oder einen Keks? (Klirren)
Das ist nicht schlimm, das k�nnen die Leute vom Hotel sicher reparieren.
(Klirren)
Das auch. - So, ich geh mal 'ne T�te Luft schnappen.
So, und Ihr auch, geht mal raus!
(Sabine) Hey! Seid ihr auch endlich da? - Ja, gerade angekommen.
Ich wollt grad zum Wellness. - Ok.
Ich k�nnt noch jemanden f�r 'nen Aufguss gebrauchen. - Im Augenblick ist schwierig.
Mann, du bist ja mittlerweile spie�iger als 'n Gartenzwerg. Halt mal.
Hey! - Hey, mach dich mal locker.
Das ist 'n Ausflug! Kannste ja noch �berlegen!
Die haben 'ne gemischte Sauna! Gemischt, f�r Frauen und Spie�er! Warte mal eben.
(Sabine macht Hupger�usch)
Liebe? Keine Ahnung. Liebe?
Liebe ist wie diese Rubbellose,
da wei�t du ja auch erst hinterher, ob du gewonnen hast.
Eigentlich ist es schlimmer, du gehst ja von 'nem Hauptpreis aus.
Und nach 'ner gewissen Zeit merkst du, ui, da hab ich mir 'ne Niete andrehen lassen.
Wobei, Niete ist ja jetzt auch Quatsch. Trostpreis, hm, nee, auch nicht.
Ich, ach, hab doch keine Ahnung, wei� auch nicht,
vielleicht gibt's ja auf Dauer gar keine Gewinne. (Ring f�llt klirrend runter)
(Telefon klingelt)
Oh, hm.
Guten Tag, ich h�re, es gibt ein Problem?
(Schnarchen)
Entschuldigung? - Oh, bin ich wohl kurz eingenickt.
Ja, guter Mann, es gibt ein Problem.
Als ich kam, hatte ich noch volles Haar, damit f�ngt's schon mal an.
Au�erdem komme ich mir vor wie Maria und Josef.
Ich finde n�mlich keine Herberge in Ihrem, �h, Stall.
Oh, das tut mir leid, das lasse ich gleich mal checken. - Ja, Bernd Stromberg.
Ich bin hier ja nicht so 'n kleines Licht in der CAPITOL, ne?
Klinkhammer, Leiter Personalmanagement in der CAPITOL-Zentrale.
Ich lass das mal checken, Herr Stromberg,
aber Sie kennen das Sprichwort vom Ton, der die Musik macht?
Ja, bin ich ja ein riesen Fan von. Sag ich zu meinen Leuten auch immer:
"So wie ihr irgendwo rein ruft, so kommts auch wieder hoch, �h...?
Das schien mir nicht so. - Doch.
Vom ganzen Umgangston bin ich ja wie so ein Lamm im Lammpelz, sag ich mal.
K�nnen Sie mal nachsehen? - Was macht der denn hier?
Kennen Sie sich? - Naja, kennen.
Wir waren mal in derselben Abteilung, und da war er mein Kollege, praktisch.
Ja, damals war ich ja eher der "D�ner-D�del" oder der "Knoblauch-Locher".
(lachend) Oder Roland - Nee, Roberto Blanco.
Ja, Roberto Blanco, ach, nur Spa�. Wobei man sagen muss,
der T�rke an sich ist 'ne Risikogruppe, versicherungstechnisch jetzt.
Weil f�r einen T�rken kannst du drei Vietnamesen versichern, das ist Fakt!
Herr Turculu ist f�r die Organisation dieer Veranstaltung verantwortlich.
Herr Stolberg hat Schwierigkeiten beim Einchecken. - Stromberg.
Stromberg hei�t der. - Ach, Stromberg.
(Turculu geht murmelnd die Anmeldungen durch)
(mit zu hoher Stimme) Und Sie sind jetzt in der Zentrale, oder was?
Ja, ist doch gut! (heiseres Lachen)
Nee, ich find Sie nicht. Sie haben sich nicht angemeldet. - Doch.
Nein. - Doch.
Herr Turculu ist sehr gewissenhaft. - Das ist er wirklich.
Vielleicht hat sich ja irgendwo ein Fehler eingeschlichen. - Leider nicht.
Nee, leider nicht
Tja. - Ja, ist ja kein Problem.
Probleme sind f�r mich ja eh nur 'ne Herausforderung, wie Br�ste.
Man muss sie einfach anfassen. Beziehungsweise
(sein Lachen stirbt ab)
Ja, ich bin ja ein sehr beliebter Chef.
Ich kann bei 'ner Kollegin oder'nem Kollegen unterkommen, kein Problem.
Da m�ssen Sie sich keine Gedanken machen, ich komm zurecht.
H�r mal, �h, hast du hier eigentlich 'n Doppelzimmer?
�h, keine Ahnung, du, ich war noch gar nicht oben.
Ich bin bei dieser Hochzeit h�ngengeblieben.
Die haben meine Buchung verbaselt und jetzt steh ich da wie das M�nnlein.
Ich bin mit M�nnern echt durch, das ist mir grade noch mal klar geworden. - Hm.
Ich hab mich n�mlich gefragt, ob du Lust h�ttest, dass wir zwei beide
H�? - Es geht mir nur ums Bett.
Du bist echt 'n Knaller.
Aber Bett doch jetzt nicht im Sinne von... (pfeift anz�glich, lacht)
Schirmchen, jetzt warte doch mal.
Ach Gott, ich wei�, ich bin nervig, manchmal, aber das sind alle Menschen,
selbst die besten. Was glaubst du, wie nervig Ying f�r Yang war? - H�?
Der Yang hat doch schon gekotzt, wenn Ying zur T�r rein gekommen ist, jede Wette.
(genervt) ich kapier kein Wort. Was willst du denn eigentlich? - Bei dir pennen!
Nee, vergiss es!
Bitte?
(Foyerger�usche)
Lehnhoff! Mensch, na, wie isses?
Ich hab grad zu Hause anrufen, unsere J�ngste hat Fieber. - Super.
Hast du eigentlich 'n Doppelzimmer? - Mhm.
Ja, ich brauch n�mlich 'ne Bleibe f�r heute Abend, zum pennen. -Ah, wieso?
(macht ihn nach) Ah, wieso?
Wieso, wieso? Wieso kann dich 'n Einbeiniger nicht in den Arsch treten?
Ich muss doch irgendwo pennen, Junge!
Herr Stolberg. - Ah, Herr Klink... St�rt der sie?
Ich spritz den kalt ab, dann geht's wieder. - Im Gegenteil.
Wir haben uns wunderbar unterhalten. - Ja, muss ich auch sagen, Klaus.
Und Sie? Haben Sie inzwischen 'ne Bleibe gefunden? - Ja, nee, das l�uft aber.
Er sagte, dass Sie kein Zimmer haben.
Ja, Ernie, ich organisier mir da was. H�r mal auf, hier rumzugr��en.
Du kennst doch keinen! - Sie k�nnen bei mir unterkommen.
Ich hab 'n ganz gro�es Zimmer. - (belustigt) Ja.
Gro�artig. Wir sprachen ja grade �ber die Wichtigkeit von Teamf�higkeit. - Ja.
Toll, das ist eine tolle Geste, und Ihnen ist auch geholfen. Nicht?
Also, Win-win-win-Situation f�r alle Beteiligten. (alle lachen)
Super, super, super. Ja, dann sehen wir uns sp�ter bei der Veranstaltung, ne.
Ja. - Bis sp�ter, Klaus.
Heisterkamp.
Mit Freundlichkeit t�ten, das ist so ein Karrieretrick von den Asiaten.
Das hab ich gelernt. Die Asiaten m�ssen das machen,
weil die sonst ihr Gesicht verlieren.
Gesicht ist bei uns ja nicht so wichtig. aber es ist trotzdem gut.
Hm. - Ja.
Was machen Sie denn?
Meinst du, ich will nachher mit dir L�ffelchen und Messerchen spielen?
Also echt. (lacht verlegen)
(Ernie kichert)
Ah ja.
(Ernie) Besetzt!
Ach, Ihr seid noch da, ich dachte ihr w�rt schon weg
(Schiebet�r quietscht, Verkehrsl�rm von drau�en)
Was du f�r den Job alles in Kauf nimmst, das w�rdest du privat nie machen.
Deswegen sind Firmen st�rker als Ehen.
Von 'ner Frau w�rdest du dich so nie behandeln lassen.
(Ernie saugt und spr�ht)
Aber in so 'nem Laden schei�en sie dir auf den Kopf, und du bedankst dich noch.
(Ernie spr�ht noch immer)
(Gemurmel, Smalltalk)
Sag mal, hast du den Ulf gesehen? - Nee, die ganze Zeit schon nicht.
Schei�e - Oh, Entschuldigung.
Oh Gott, ist was passiert? - Halb so schlimm, Bier macht keine Rotweinflecken.
Und Sie sind sicher gut versichert. - (Mann lacht)
Tanja Steinke, Schadensregulierung. - Hartmut M�nchow, Au�endienst.
Das ist der Kollege Kolbe. - Sie sind nat�rlich entlassen, junger Mann!
Sag mal Entschuldigung, Marvin - Ach, das ist wirklich Ihrer?
Mhm. - Und wieso haben Sie den mitgebracht?
Das ist 'ne l�ngere Geschichte. - Bei uns hie� es: Kein Anhang!
Ich wei�, Marvin ist mein Pflegesohn. - Och ja, dann ist es was anderes.
Sie sind mir ja 'n Goldst�ck. - Das ist mit meinen Chef abgesprochen.
Ja, kann ich mir schon denken wie so 'ne "Absprache" aussieht, was, Ingo?
(Ingo prustet und macht Blowjob-Ger�usche)
Was soll das denn jetzt? Ich dachte, wir
Ich h�tte meine auch gerne mitgebracht. Ich hab n�mlich sogar richtige Kinder,
Aber f�r 'ne Sondergenehmigung fehlen mir offensichtlich die Hupen.
Nee, ihr Extrawurstweiber geht mir frontal auf den Senkel.
Zu Ihrer Info, ja, die Genehmigung hat mein Mann eingeholt,
der ist �brigens auch hier, dem k�nnen Sie Ihre Beschwerde gerne vortragen,
so von Mann zu Mann. Komm Marvin.
(lachend) Von Mann zu Mann.
(belustigte Schreie, Lachen)
Ich glaub, ich muss aber mal wieder hoch.
(M�dels singen) Sauna-Samba, klingelingeling!
Warte mal eben, Tante Sabine macht noch ihren Liebes-Aufguss.
Ah!
Herr Stromberg, haben Sie den Ulf gesehen? - Nee.
K�nnen Sie mal auf den Marvin aufpassen? - Nee.
(Gemurmel, Smalltalk)
Na, wie isses?
Ja, ist 'ne Firmenfeier, hier hat keiner Spa�.
F�r dich ist nat�rlich doppelt schei�e, du darfst ja nicht mal saufen. (lacht heiser)
Boah, du quasselst ja wie 'n Wasserfall, du.
In deinem Alter war ich auch so, immer so 'n bisschen alleine.
Aber richtige Helden sind immer alleine, h�?
Tarzan macht ja auch nicht erst 'n Arbeitskreis und greift dann die Liane.
Naja. Auf jeden Fall hab ich mir immer gedacht,
boah, die k�nnen mich alle links und rechts am Arsch lecken, die Leute.
Ja, und ehrlich gesagt
(�berrascht) ... ist das auch bis heute so geblieben.
(Aufzug piepst)
Hi, ich wollte grad hoch, mich umziehen. - Ich such dich �berall wie bescheuert.
Ja, ich war unten im Wellness.
Du hast gesagt, du gehst nur kurz auf den Flur.
�h, bring uns nicht durcheinander.
Der, der fragen muss, wo er hingehen darf, hei�t Marvin.
Ich bin schon so gro� und darf selbst�ndig rumlaufen.
Ich w�r vielleicht auch gern zum Wellness gegangen?
Kannste dir sparen, ist nicht so doll.
(M�dels lachen)
N�chster Halt: Spa�bremsweg Zimmer 115. Hi, Tanja.
Ups. Zimmer im dritten Stock, aber Stimmung im Keller. (lacht dreckig)
Hier, vergiss deinen Hut nicht!
Kommt, wir gehen aufs Zimmer.
(beschwingte Musik)
Geh mal zu der netten Tante, hol dir 'ne Cola. Geh mal hin da, komm.
Ach nee, wen haben wir denn da? Den stolzen Vater.
Achso, nee, das ist nicht meiner. - Ja, das haben wir auch geh�rt.
Ich bin der, dem du jetzt mal so richtig Bescheid geben sollst,
so "von Mann zu Mann" - .�hm
(Stromberg lacht verlegen)
Ja, dann mal los, ich warte! - Ach so.
�hm - H�r mal, mein Freund
Ich war mal Vorgruppe von Bernhard Brink, und jetzt: Hochzeiten in Botzenburg.
Hochzeiten sind sowieso nur Sterbehilfe an der Liebe.
Ist heute der sch�nste Tag im Leben, aber im Nachhinein ist es der Anfang vom Ende.
"K�nnen Sie mal Hip Hop spielen?" "Haben Sie was von Justin Bieber?"
Ey, wenn Justin Bieber hier vorbeilaufen w�rde,
w�rd ich dem seinen Kopf abrei�en und auf seinem Sch�del Bernhard Brink spielen.
H (belustigt) War auf jeden Fall 'ne Verbesserung.
Schei�e. - Kannst du laut sagen!
Heisterkamp.
Herr Klinkhammer, guten Abend. - Freut mich sehr.
Heisterkamp, Schadensregulierung.
(DJ) Das Wichtigste ist, man darf nie aufgeben. Echte Qualit�t setzt sich durch.
Au�er manchmal, da setzt sich der Ernie durch.
Och Mann, der Ernie ist doch jetzt schei�egal. - Nee, ist er eben nicht!
Man darf trotzdem nicht aufgeben.
Es gibt doch noch andere Dinge im Leben, au�er dieses bl�de B�ro!
Mann, da drau�en, ey, da ist die Welt da ist alles voller Welt.
Du sagst das, als w�r das was Gutes. - Ja.
Ich hab 'ne Lebenserwartung, verstehst du?
Eine Erwartung an das Leben, und es soll nicht so sein, wie jetzt.
Es soll sch�ner sein, ach Schei�e, warum kann es nicht sch�ner sein?
(DJ singt) Gib nicht auf, ist der Weg auch noch so schwer,
gib nicht auf, das Leben ist doch noch viel mehr.
Hab ich mal f�r den Bernhard geschrieben,
aber die Arschl�cher von der Plattenfirma die wollten das nicht. - Bernhard Brink?
Ja.
Ich wollte mal den Roberto, na, den Roland Kaiser f�r 'ne Vorstandssitzung haben.
Ja doch! Das war lange vor deiner Zeit.
War nat�rlich zu teuer, der Kaiser, und wer hat's am Ende gemacht?
Der Papa! War 'n riesen Erfolg, du. - Der Papa.
(Kichern)
(singt) Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut.
Gut. - Bernhard Brink?
Nee, nur so. - Das stimmt auch, weil der Papa, ja, der Papa ist nicht irgendwer.
Ja, das Eisen schmieden, auch wenn es schon arschkalt ist,
das war immer meine St�rke.
(Jennifer} Du bist der Bruce Willis der Quartalsberichte. - So sieht's aus.
Ey, das war ironisch. - Nee.
(Gespr�chsfetzen)
Herr Klinkhammer, ich wollt nur sagen
Sie haben vorhin einen falschen Eindruck von mir bekommen.
Und den wollen Sie jetzt korrigieren? - Ja. (lacht heiser)
Ich glaub n�mlich, ich w�r die perfekte Erg�nzung f�r die Zentrale. - Warum?
Weil, ich bin frischer Wind aber kein Durchzug.
Ich bin ehrgeizig, aber nicht zu sehr.
Ich bin ein Mann des flachen Zenits, aber ich kann mit Leuten. - Was?
�h, hm? - Was k�nnen Sie mit Leuten?
Was Sie wollen.
Ich glaube, dass in den meisten F�hrungsetagen...
wirkliche Menschenf�hrung noch seltener anzutreffen ist als Frauen. (lacht)
Fangen wir dann gleich an? - Frau Berkel, was macht die denn hier?
Herr Stromberg? - Frau Berkel moderiert doch den Abend.
Das reinste Ehemaligentreffen. - Sie kennen sich
Ja,kennen. � Sie war mal mein "Chef"
Wieso...? - Ja, Sie sind ja 'ne "Frau".
Also das... jetzt nicht im Sinne von Frau, weil Sie hat ja schon
Bitte! Sexismus dulden wir hier nicht in der CAPITOL. - Vollkommen zurecht.
Sie haben sich nicht ver�ndert.
F�r Sexismus ist sie nicht mein Typ, aber
(Ernie) Frau Berkel pr�sentiert gleich den neuen CAPITOL-Werbespot, stimmt's?
Du hast Schei�e am Schuh.
Auf jeden Fall - Dann warte ich noch 5 Minuten.
5 Minuten werden reichen. (Stromberg redet einfach weiter)
Ok. - Sagen Sie mir einfach Bescheid.
Mach ich. - Machen wir.
(Ernie) Stimmt �berhaupt nicht!
Ich kann gleich auch was auf der B�hne machen mit meiner Abteilung, oder, Klaus?
Mhm.
Ich dachte am Anfang, ich finde nichts, was sich reimt auf Schadensregulierung.
Zeig mal her. Regierung. - Ja. (beide lachen)
(Getr�nk blubbert)
Das ist kein Problem, ich kann's eh auswendig
Hallo.
Ich glaub, da hinten ist der Typ. - Ja, zeig doch noch deutlicher hin!
Soll ich ihn hauen, oder wie h�ttest du's gerne?
Lass mal, du bist bestimmt noch geschw�cht von der Sauna.
Was soll das denn jetzt? - Gar nichts. Marvin?
Ey, bei jedem Action-Streifen, den ich gucke, sagst du:
"Was guckst du das Geballere?" Und jetzt bin ich pl�tzlich das Weichei?
Marvin! Bin ich nicht, �berhaupt nicht.
Ich hab sogar mal Taekwondo gemacht. Ja, hab ich auch.
Ich k�nnts hier mit jedem aufnehmen.
Wei�te, das Wichtigste ist, dass du das Ausweichen lernst,
damit du gar nicht schlagen musst.
Klar lernst du so Schlagtechniken bei Taekwondo, oder auch so Fu�techniken
(Marvin schreit auf) - Oh!
Marvin?
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich darf euch im Namen der Gesch�ftsf�hrung...
zu diesem bestimmt tollen Abend hier in Botzenburg begr��en.
Hier, wo vor 50 Jahren der Grundstein f�r die erste CAPITOL-Versicherung...
in Deutschland gelegt wurde.
Wir wollen aber diesen Abend nicht nostalgisch beginnen,
wir wollen am Anfang nicht zur�ckblicken
denn die wenigsten von uns waren ja vor f�nfzig Jahren live dabei.
Hm.
(macht Ploppger�usch)
Wir alle haben durch die Finanzkrise gemerkt
dass wir nicht so weitermachen k�nnen.
Wir m�ssen transparenter werden, und vor allem ehrlicher.
Das Vertrauen ist der Weg.
Um das zu kommunizieren, werden wir eine breite Werbekampagne starten,
und ich freue mich sehr, euch heute den neuen CAPITOL-Werbespot zeigen zu k�nnen.
Bittesch�n!
(verhaltener Applaus)
(Zu Klaviermusik) Versicherungen, ich hab keine Ahnung, wer ihr eigentlich seid,
angeblich seid ihr f�r mich da
aber eigentlich kenne ich euch nur von Formularen.
Findet ihr nicht auch, dass das echt keine gute Basis f�r eine Beziehung ist?
Wir von der CAPITOL haben verstanden Wir sind mehr als Formulare-.
Wir sind Menschen. Menschen, denen Sie voll und ganz vertrauen k�nnen.
Menschen die wissen, dass das Leben viele Gesichter haben kann.
Wir reden Klartext statt Fachchinesisch.
Nehmen Sie uns beim Wort, denn nichts �berzeugt mehr als die Wahrheit.
Das Vertrauen ist der Weg. (Musik klingt aus)
(verhaltener Applaus)
Ja, wir haben uns bewusst daf�r entschieden,
auf der CAPITOL-Seite keine Schauspieler zu verwenden, sondern mich.
(betretenes Schweigen)
�h, wir wollten es m�glichst authentisch machen, und
Abend, Meister, hier, guck mal jetzt kommt der.
�h - Ja, jetzt kommt der, mach mal.
(Berkel) Wir haben noch einen zweiten Clip gedreht,
den m�chte ich euch nat�rlich nicht vorenthalten.
Ah! Mein Name ist Bernd Stromberg.
Hier...
Morgen. - Guten Morgen
...in meiner Schadensregulierung, sorge ich daf�r, dass Spa� nicht zu kurz kommt.
(Lachen im Saal)
Machen wir uns nichts vor, die Arbeit in der CAPITOL ist oft kein Zuckerschlecken.
Von der technischen Ausstattung her sind wir bei der CAPITOL auf dem neusten Stand.
(Gel�chter im Saal)
Auch wenn es der neuste Stand von 1991 in Mecklenburg-Vorpommern ist,
Aber immerhin, an guten Tagen haben wir manchmal sogar Strom.
(Gel�chter im Saal)
Daf�r gibt es nat�rlich eine Menge anderer Anreize,
jeden Tag aufs Neue zur Arbeit zu gehen,
(Gel�chter wird immer lauter)
Nicht zuletzt sind es nat�rlich die lieben Kollegen,
die das Arbeiten bei der CAPITOL so angenehm machen.
(Ernie) Die Sachen von meiner Mama!
Denn die Kollegen sind Menschen wie du und ich.
(Br�llendes Gel�chter im Saal)
Na ja, gut, schon haupts�chlich wie du. (heiseres Lachen)
(Jubel und Gejohle)
Ja, das war nicht authentisch, aber ehrlich.
Spa� muss nat�rlich auch sein, das ist keine Frage,
und daf�r hat der Kollege Stromberg ja jetzt gesorgt.
Ich w�rde jetzt gerne mit dem geplanten Programm fortfahren.
Ich wollte nur sagen, dass das ganz bl�d zusammengeschnitten war.
Ja, weil so bin ich nicht, und das ist ja wohl hoffentlich jedem hier klar!
Das ist jedem klar, das ist unser Ernie!
(Applaus)
Ja, und jeder der dar�ber lacht, dem sag ich, pfui, ja, doppel-pfui.
(eine Runde Mitleid)
Muss sich keiner wundern, wenn es dann hei�t, die Deutschen h�tten keinen Humor.
(Stromberg) Tja, B�ro ist Krieg. Hab ich immer schon gesagt.
Krieg gewinnst du nicht mit der Heilsarmee, sondern mit der Fremdenlegion.
Und die macht nun mal keine Gefangenen. Business ist Business und kein Benefiz.
Und worum geht's beim Business? Nur um mich.
�h, um dich, wenn du nicht f�r dich selber k�mpfst, macht's keiner.
So sieht's aus.
(Ernie) Mein Ofen ist f�r Sie endg�ltig aus! Das sag ich hier ganz offiziell.
(Berkel) Was haben Sie sich nur gedacht? - So war er fr�her schon.
Ohne Spa� bleibt Feier blass, altes russisches Sprichwort.
Von mir aus k�nnen Sie sofort abreisen! - Noch soforter, wenn's nach mir geht!
Aber die Leute mochten es.
Der Applaus f�r Ihren Werbespot war nicht gerade �berschw�nglich, ne.
Eher unterschw�nglich. -Aber bei ihm haben sie gejohlt und gelacht, und wie-.
Ja, aber das kann man doch nicht vergleichen!
Der Spot war zweimal in der Marktforschung. - Und hat gut getestet.
Die Atombombe wurde auch zweimal sehr gut getestet. (Klinkhammer lacht)
Wenn wir unsere eigenen Leute nicht �berzeugen k�nnen,
wie sollen die dann andere Leute �berzeugen? - Ja.
War nat�rlich trotzdem Schei�e, was Sie gemacht haben. - Ja, ja, das ist klar.
Noch zehn Tote! - Was?
Das ist der Film �ber die verstorbenen Mitarbeitern vom letzten Jahr.
Also, ich geh da nicht mehr raus. - Was soll das denn jetzt, Frau Berkel?
Das muss man verstehen, wenn man so abschmiert vor den eigenen Leuten
Ich h�tte mich auf diesen Werbebl�dsinn nie einlassen d�rfen! - Das ist Quatsch.
Nee, da hat sie schon Recht, finde ich. - Noch sieben Tote!
Ja, einer muss jetzt da wieder raus zu den Leuten!
Bislang sind Sie doch prima angekommen, Frau Berkel. - Wenn prima schei�e hei�t.
Jetzt rei�en Sie sich zusammen!
Sie wissen, wie viel davon abh�ngt, dass dieser Abend ein Erfolg wird! - Noch vier.
Ja, Kinder, dann mach ich das. - Das halte ich f�r keine gute Idee.
Ja. - (Ernie) Ich kann das machen!
Da kannst du mir vertrauen, Klaus.
Ja, erst das normale Programm, und dann hab ich mit meinen Leuten was einstudiert.
(Applaus aus dem Saal)
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, ich bin der Berthold.
Ihr habt mich ja vorhin schon kurz in dem kleinen Filmchen gesehen.
Das war nat�rlich Spa�, das Ganze.
Ja, auch wie ich mich dann dar�ber aufgeregt hab, das auch.
Genau. Stattdessen machen wir einen Ausflug in die Geschichte von Botzenburg.
Denn hier ist nicht nur die CAPITOL gegr�ndet worden,
sondern hier hat auch der ber�hmte Komponist Robert Schumann...
1844 versucht sich umzubringen, was nat�rlich nicht funktioniert hat.
Ja, stattdessen hat er dann das Streichquartett in A-Dur komponiert.
(Musiker fangen an zu spielen, Ernie h�stelt)
Der Kollege Turculu, der den Abend hier organisiert hat,
hat das Botzenburger Streichorchester, �h, Ensemble, gewinnen k�nnen,
uns eine Kostprobe von diesem Streich, �h - quartett zum Besten zu, machen.
Schitteb�n. Bittesch�n!
(DJ singt "Das Gl�ck in Osnabr�ck")
(Jubel)
(DJ) Ja, das war "Das Gl�ck in Osnabr�ck".
Die Fabiana hat sich von Justin Bieber "Baby" gew�nscht,
das spiele ich auch gleich, aber vorher erst mal was Selbstgemachtes,
f�r die Jennifer, die steht da vorne.
Und f�r sie kommt jetzt, und auch f�r Euch: "Gib nicht auf!"
(DJ singt) Hohe Erwartung, tiefe Entt�uschung, das war dein Leben bisher
deswegen dachtest du auch so oft, ich kann nicht mehr.
Lass jeden reden, auch wenn sie sagen, das mit uns hat keinen Sinn,
oh, h�r auf dein Herz, dein pochendes Herz
Bock zu tanzen? - Mit dir, oder was?
Hab auch 'n Zimmer hier. 209.
(DJ singt weiter)
Da gibt's so 'n Dings im Bad. Wie hei�t das?
So 'ne Arschdusche. - Oh Gott.
(Orchester spielt klassische Musik)
Aber das Wasser war total kalt. Schei�e, da schrumpelt einem sogar die Kopfhaut.
Was is'n jetzt mit tanzen? (Musik bricht ab)
(DJ) Sorry, Leute, kleiner Notfall, der G�nni wird gebraucht.
Aber keine Sorge, ich bin gleich wieder da.
(Popmusik von CD)
(Jubel)
(klassische Musik)
(Rattern)
(Ernie) Pst! Pst!
Pst! - Pst!
Ja, mit solcher Musik vertreibt man normalerweise die Junkies am Hauptbahnhof.
(verhaltener Applaus)
Ja, immer wenn ich Geigen h�re, denk ich ist irgendwas mit Oma? (Lachen)
{ironisch} Ja, vielen Dank war wundersch�n.
(heiseres Lachen) Ja, wer von euch hat danach jetzt Lust auf Stimmung?
(Gejohle und Applaus)
Hab ich mir gedacht. Deswegen haben wir auch keine Kosten und M�hen gescheut,
und die Granate unter den Stimmungskanonen engagiert, n�mlich: moi?
(Stromberg) So, und ab geht er, der Peter.
Mal 'n bisschen Stimmung hier in den Bums bringen, oder?
(singt) Ist der Kunde in deinem Arsch das Loch,
kaut er dir ein Ohr ab wie van Gogh,
und redet er nur blanken Stuss, ja, dann wei�te ja, wen du fragen musst.
Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut.
(sehr schnell) Komm her, lass das mal den Papa machen, der Papa, der macht das gut.
Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut,
lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut.
L�uft beim Verkehr ganz viel verkehrt,
weil deine Frau sich nur beschwert,
du w�rst der allerschlappste Schwanz,
ruf Papa, der kann's!
(Berkel macht kokette Ger�usche)
Arschloch.
(singt weiter) Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut.
Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut. Und Solo!
Entschuldigung, entschuldigung..., entschuldigung...
Aber wei�t du, es w�re auch echt hilfreich,
wenn du nicht alles mit deinen Pimmeln zuschmierst.
Ja, was? Boah, ey, ich verteidige schon noch deine Familienehre. Kein Thema.
(singt weiter) Rutscht dir dein Leben aus der Hand...
(Publikum klatscht mit)
...und f�hrt mit Volldampf vor die Wand.
Dir fehlt im wahrsten Sinn der Sinn,
ja, dann ruf den Papa, weil der kriegts hin! Und alle:
(alle) Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut.
Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut.
Noch besser! - Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut.
Und noch einmal! - Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut.
Lass das mal den Papa machen, der Papa macht das gut.
Danke, Botzenburg! Vielen Dank
(gro�er Jubel und Applaus)
(alle) Zugabe! Zugabe! Zugabe!
H�rt ihr mich, Leute?
(singt) Wir sind alle, alle, alle, alle, wir sind alle, alle, alle, alle
(betretenes Schweigen, Discokugel quietscht)
Das war gro�artig, Stromberg. Haben Sie da noch mehr von auf Lager?
Ja sicher! - Ja? Sehr gut.
Ich dachte, ich krieg 'nen H�rsturz, als die mit dem Gegeige anfingen.
(Stromberg lacht) - Was hat sich Turculu nur gedacht? Kommt der mit Kultur!
Ja, da merkt man den kulturellen Unterschied zu uns.
Das muss man einfach mal sagen. - Und da schmiert mir die Berkel auch noch ab.
Ja, 'ne Frau ist ja nicht automatisch clever, nur weil sie schei�e aussieht.
(beide lachen)
(singt) Wir sind alle �ber 40!
Frauen wollen Gleichberechtigung, aber wenn das Schiff sinkt:
Frauen und Kinder zuerst!"
(singt) Alle, alle, alle, alle. Wir sind alle �ber 40. Wir sind alle!
Dankesch�n, ihr seid super! - Hallo? Was ist jetzt?
Die Ehrung der langj�hrigen Mitglieder. - Da mach ich vorher noch 'n Gedicht.
Ja? Nee! Ich glaube, das �berlassen wir lieber Herrn Stromberg.
Ja, Ernie, du holst mir mal sch�n so 'n Bier. Und tsch�ss!
Zugabe, Zugabe! - Botzenburg, da bin ich wieder!
(Jubel, Applaus)
Gratuliere ganz herzlich, unfassbare Zeit, Vierteljahrhundert.
Dazu gibt's 'nen Schirm, nicht weil du bald am Stock gehst,
sondern damit du nicht im Regen stehen wirst. Stell dich dahin! Lutz Kollinger!
Jetzt mochte ich gerne, ja, das muss ich einfach jetzt noch machen.
Ich m�chte am Ende noch jemanden hier hoch holen,
der, ja, der ist noch gar nicht so lange bei der CAPITOL,
aber der hat da schon mehr gemacht, als so manch anderer in viel l�ngerer Zeit.
Also, mit mir zumindest.
Ach, ich kann so was einfach nicht so gut.
Der soll jetzt einfach mal hier hoch kommen. Ah, Jennifer!
Jennifer, Jennifer Schirmann! Schirmchen, jetzt komm mal hoch hier!
Vielleicht 'nen kleinen Aufmunterungsapplaus?
In mein B�ro kommt so wenig Sonne,
dass nicht mal mein Solartaschenrechner funktioniert,
aber die Jennifer gleicht das nur mit 'nem L�cheln wieder aus.
Schirmchen, du bist wirklich das Beste, was mir in meiner Arbeit passieren konnte.
Aber das wei�te selber. Da greif ich hier mal kurz ins Gem�se, die ist f�r dich!
(alle) Oh!
(Jennifer) Romantisch. Oh Gott!
Danke.
Ich glaub, M�nner wissen gar nicht, was das �berhaupt ist, romantisch.
Au�erhalb von 'nem Kamin ist ein Feuer ja auch nicht unbedingt romantisch,
sondern manchmal einfach nur 'n Schadensfall. (lacht)
Und so ist der Bernd auch, eigentlich alle M�nner.
Ich wei� auch nicht, ob ein Mann �berhaupt schon mal...
was richtig Romantisches f�r mich gemacht hat.
(Schl�rfen)
Na, P�ppi, Bock auf 'nen kleinen Fleischtanz? Hm?
Oh!
(Marco) War eh nicht so geil. - (prustet fassungslos)
Der steht hinter seinem Desk, guckt mich an, frech wie Schmitz' Katze,
und da sag ich zu dem, pass mal auf, Kollege,
ich hab gestern Nacht in euren Wellnessbereich gepinkelt,
und ich hab die K�gelchen aus der Hydrokultur ins M�sli gestreut,
aber ich hatte keine Filme! (alle am Tisch lachen)
Hallo, da gab's wohl offensichtlich ein bisschen Arger vorhin.
Und ich muss sagen, ich find's schei�e, wenn - Hm?
Mit dem Marvin dahinten. - Ah, ja. Der Sandkastenrocker?
Hat mir die halbe Getr�nkekarte �ber 'n Latz gekippt! - Echt, hat er?
Jetzt muss ich warten, bis die Weiber auf solche Flecken nicht mehr achten. (lacht)
Aber schei� drauf, ich schmei� noch 'ne Runde, geht ja heute aufs Haus.
Was war denn jetzt eigentlich? - Ach, egal. Ja, wobei ich
Oh, schon so sp�t. Ich muss mal kurz meine Kr�ten anrufen.
Gute Nacht sagen, sonst pl�rren die mir das ganze Haus zusammen. - Sch�nen Gru�!
Mach ich! Bin gleich wieder da.
Kennst du die Rothaarige von der Schadensregulierung? Du?
Hm?
Na, lassen Sie es mich mal so sagen:
Sie haben heute der CAPITOL den Arsch gerettet. Daf�r danke ich ihnen!
Kein Problem, Arsche sind mein Spezialgebiet.
Ich bin praktisch Arschologe. (alle lachen)
So einen wie ihn k�nnten wir in der Zentrale gebrauchen, ne?
Einen, den unsere Leute akzeptieren, weil er einer von ihnen ist.
Ich bin Leute, das ist keine Frage. Da k�nnen Sie jeden fragen: Ich bin Leute!
(Klinkhammer lacht, Frau Berkel st�hnt)
Frau Berkel, alles im gr�nen Bereich? - Das Vertrauen ist der Weg.
Meine Herren, k�nnen Sie sich bitte um die Dame k�mmern? (Frau Berkel w�rgt)
Frauen in der F�hrungsetage, das ist auch so 'n moderner Quatsch!
Schnapsidee. Die Kirche wei�, warum sie da nicht mitmacht,
und die gibt's schon seit 2.000 Jahren.
Bei der CAPITOL kommt nach 50 Jahren so 'ne Berkel und bumsdi.
Bumsdi. - Bumsdi. Sie sind der Richtige.
Schlichte Wahrheiten, schlicht verpackt. Nee, ist ja so, Herr Stromberg,
bei der Capitol wird sich demn�chst einiges ver�ndern.
Es warten schlechte Nachrichten auf die Leute, und wir suchen jemanden,
der ihnen das irgendwie gut vermittelt. - Das ist doch genau mein Ding!
Ja? - Ich verkauf den Eskimos noch 'n Schnee-Abo. - Das glaub ich!
Ja, das k�nne sie glauben, das ist meine St�rke, sag ich jetzt einfach mal so.
Was w�r das denn da genau?
Ja, wir suchen zum Beispiel 'n sch�nes deutsches Wort f�r Rationalisierung.
Oder 'n paar sch�ne Worte. (Stromberg lacht gek�nstelt)
Was h�tte ich machen sollen? Zu mir war der Typ nett.
Zu mir aber nicht. - Ja, weil er angefangen hat.
Das ist jetzt nicht dein Ernst! - Ich w�re auch sauer,
wenn mir einer dauernd Getr�nke �bers Jackett kippt. - Du bist nicht zu fassen.
Wieso denn jetzt? - Das ist unser Kind, das
Ich hab viel vorbereitet zu 50 Jahre CAPITOL, und Klaus hat gesagt,
dass ich das machen darf. Kann ich das euch mal vertragen? - Nee!
Bitte nicht! - (Jennifer) Wow!
Kann es sein, dass wir beim Feiern noch schlechter drauf sind als beim Arbeiten?
Oh, Ulf, hast du noch eine? - Nee, war die letzte.
Haben Sie noch 'ne Zigarette? - Ja, aber das sind keine klassischen Zigaretten
Wie, was denn dann? (Hupen)
(Jennifer) Was ist das denn?
(Motor heult leicht auf, Musik aus Stereoanlage)
Na, ihr Graupen? Frag mich doch mal, was das f�r ein Auto ist!
Was'n das f�r 'n Auto? - Sehr gute Frage!
Damit f�hrt der Papa jetzt zur Vorstandsfeier. - Nee?
(Stromberg gluckst vor Freude)
(Ernie} Wo ist das denn? Ist das mit dem Klaus? - Ja, so siehst du aus! Schirmchen.
(lacht) Wie, im Ernst? Du darfst damit rumfahren? - Ja, zur Vorstandsfeier!
Haben die da auch Zigaretten? Ups, 'tschuldigung! - Raus!
Aus purem Gold, nach allem was ich geh�rt hab, ne. Ulf! - (lacht) Ja, geil.
Uh! - Vorsicht.
Und ihr, wollt auch mit? Na, dann komm!
Oh, der Junge ist talentiert! Das muss man sagen. - Marvin, was machst du denn da?
(Ulf) Komm, wir hauen ab, ey. - Das ist das neue Papa-Mobil. Zack!
Oh, das ist aber nicht besonders �kologisch. - Aber geil.
(beide lachen)
(Jazzmusik im Radio)
(Stromberg mach anz�gliche Ger�usche)
Gibst du mal, ich muss auch noch mal. - Oh! Nee.
Was? - Nee, w�rd ich jetzt
(beide lachen)
Gib mal her.
Musst du immer noch? Dann schnell.
(Knacken) Au!
Ich finde, wir haben getan, was wir konnten.
Aber manchmal kann man eben einfach nichts machen. - Ja.
Ich hab einmal 'nen Deutschkurs f�r Ausl�nder gemacht,
einfach, weil ich auch mal irgendwo der Beste sein wollte,
aber selbst da gab's so 'ne doofe Rum�nin, die war besser mit Grammatik gewesen.
Na. - Ja.
(hustet und prustet)
(Lachen) Sag mal, bist du sicher, dass wir hier richtig sind?
Ja sicher, musst du dir keine Sorgen machen.
Guck mal, was mir der Klinkhammer gegeben hat
damit komm ich �berall rein. - Ja wie, und ich?
Du bist ja bei mir.
(Jennifer) Boah, ist das ein Teil! (lacht)
Oh nee, f�r so was bin ich doch �berhaupt nicht angezogen.
Musst du doch auch nicht. Mir ist eh komplett wurscht, was du anhast.
(Jennifer) Alter Schwede. (lacht)
Vorsicht, alles voller Stufen
Boah, du, ich pass jetzt hier aber wirklich �berhaupt nicht rein.
Ich hab bestimmt 'ne Frisur, als h�tte ich mit 'nem F�n gebadet.
Warte mal, du, ich bin gleich wieder da, ja? - Ja. Ich warte hierauf dich.
(heiter) Ich k�nnt Konfetti kotzen, jetzt guckt euch das doch mal an hier!
Das ist wirklich doll! - Oh, was ist denn hier los?
Oh! Stromberg, Bernd Stromberg. Der Herr Klinkhammer hat mich eingeladen.
Und jetzt wollt ihr hier 'n Filmchen drehen, oder wie?
Ach so, nee, das ist nur, das ist - Mir ist das im Prinzip wurscht.
Nee, die m�ssen nicht zwingend drehen, oder?
Ich bin �brigens Helena. Komm doch mit rein. Was willste denn trinken?
Ich sag mal, herzlich willkommen! (Lachen)
�berall Stuck, du, ja, sozialer Wohnungsbau sieht anders aus, ne?
Ach so, ich dachte, wir warten auf die Jennifer- - Hm, wer ist denn Jennifer?
Die Rothaarige? - Nee, die Jennifer, mit der bin ich grad gekommen.
(lacht) Da m�cht ich drauf wetten. - Sag mal, wo genau ist jetzt diese Feier?
Genau da, wo du sie haben willst. - Och.
(beide lachen)
(T�r knallt, Jennifer erschrickt)
(Lachen) Wo ist er? Ist er da drinne?
Ok. Boah, ey, was ist das f�r 'n Laden?
Mir wollte grade so 'n alter Sack an die Brust fassen.
�h - Ganz kurz mal eben
(lacht verlegen) Auf einmal sa� die halbnackt auf mir drauf!
Ja, das hab ich gesehen. - Ja, aber ich wollte das gar nicht.
Doch, komm, frag sie selbst. Helene! Helene?
Sag mal, hast du irgendwo noch von diesen Datteln im Speckmantel gesehen? - Nee.
Ja, will sie nicht, die Helene, also rauskommen, mein ich.
Ist der das, was du meintest? - Sie, es geht um die Datteln.
Was gehen Sie denn die Datteln meiner Frau an? Hm?
(Scheppern) Nein, der war das nicht!
Was ist hier denn los? - Der geht an ihre Datteln!
Und? - (alter Mann) Fr�her war hier geiler!
(Klinkhammer) Sie k�nnen doch hier nicht mit 'ner Frau auftauchen!
Bringen Sie auch Bier mit in die Kneipe?
Ich wusste nicht, dass das so 'ne Feier wird.
Ich war so froh, die Berkel losgeworden zu sein, da kommen Sie mit IhrerTippse.
Die Jennifer. Frau Schirrmann ist keine Tippse. Das ist eine Frau, eine Pracht.
Ja, verheiratet bin ich auch! Was soll das? Das hat doch mit dem hier nix zu tun!
Mensch, ich dachte, Sie w�ren einer von uns, Stromberg.
Das haben Sie doch vorhin so sch�n mit dem Spa�, wie war das?
Kein Spa�...?
Ohne Spa� - Ohne Spa� bleibt Feier blass! Ja!
So ist es mit dem V�geln auch.
Zuhause immer sch�n Robert Schumann und hier ist "Lass das mal den Papa machen.
Ja gut, aber ich dachte. - So, werden Sie die Alte los.
Schei�e Mensch, ich hatte doch
Machen Sie den guten Eindruck von vorhin nicht gleich wieder kaputt! - Ja, nee.
Schei� E-Zigarette. Schei�e.
(Salonmusik, Lachen)
(Stromberg) Ja, f�r mich war Liebe immer wie 'n Engel mit Durchfall.
Also theoretisch ganz sch�n, aber praktisch eben schei�e.
Au�er beim Schirmchen.
Bei der Jennifer, da ist, ja, da ist das alles was ganz anderes.
Klar, von Luft und Liebe kann man nicht leben, aber ohne ist ja nun alles Essig.
Hier, die Inder, die habens gut die glauben an Wiedergeburt.
Da kannst du 'n Leben verschwenden, machste beim n�chsten Mal einfach besser.
Aber wir hier, wir haben ja nur einen Versuch, wir haben ja nur ein Leben,
und das ist oft k�rzer als ein Zwerg. (lacht)
Das war ja wohl 'n Satz mit X, ne?
Das hab ich mir wirklich anders vorgestellt. - Ich fand's sch�n.
Hm? H�?
(lachend) Ich hab 'n bisschen was getrunken, aber ich fand,
das war ein sehr romantisches Opfer. - Ja, das muss ich allerdings auch sagen,
weil diese Helene, die hatte schon zwei m�rder Hupen, ne.
Also, da w�r ich schon gern mal
(Gespr�chsfetzen vom Balkon)
(singen) Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
Hast du nicht vielleicht doch 'n Pl�tzchen in deinem Bettchen?
Mach nicht gleich wieder alles kaputt, ok? Schlaf gut. - Schlaf gut.
(Lachen)
Oh, der Ernie. Na du altes Sitzgem�se, wie isses?
Von den ganzen Sternen war noch nicht einer einmal im B�ro.
Aber die kommen trotzdem klar sternenklar. - Was?
Ja, wir strampeln uns ab
damit wir uns auch einmal ein 4- Sterne-Hotel uns leisten k�nnen,
und da sind hunderttausend Millionen Sterne ganz umsonst. Das ist verr�ckt.
Wobei, der gro�e Wagen kackt gegen den hier ab, soviel steht schon mal fest.
Ich hab mein Gesicht verloren, ich kann mein Gesicht �berhaupt nicht mehr sp�ren
Ansonsten hast du vollkommen Recht.
Abend. - Abend, wir br�uchten den Schl�ssel zur�ck.
Was? - Den Autoschl�ssel.
Ach, hier den, aber wieso? Den hat mir doch der Klaus Klinkhammer selber gegeben.
Uns hat er gesagt, Sie sollen ihn zur�ckgeben, sobald sie wieder hier sind.
Hat er gesagt. - Hat er gesagt. Wieso? Ach so.
Weil ich, hier, weil ich nicht bei dem Rudelbums dabei war, oder was?
Herr Stromberg. - Ja. Jetzt Moment mal!
Ja, ich hab der CAPITOL eben den Arsch gerettet und jetzt bin ich der Arsch?
Wir wollen das doch hier im Guten l�sen. - Nee.
Doch.
Wir k�nnen auch anders. - Aha. Ja dann
(Stromberg) Das ist gehobenes Management.
Ja, such!
Oben sch�tteln sie dir die Hand, unten treten sie dir vors Bein,
und dann kommts auf die Schienbeinschoner an. Und ich hab solche Dinger.
N�? (Ernie und Stromberg kichern)
Ich fahr uns jetzt sch�n mit dem Bettchen nach Hause. Wie der kleine H�velmann.
H�velmann.
Darf ich nicht, mach ich aber.
Sch�n mit dem Bettchen, sch�n. - Ich mach dich mal sch�n leiser, sch�n.
(TV-Werbung l�uft im Hintergrund)
(Stromberg kichert)
(Frau im TV) Mhm, ist das gut. (Lachen)
Mhm, dieser Milchreis von M�ller! Und die Zimtso�e!
Ja. - Mhm, schmeckt besser als mein Chef!
Immer wenn der kleine Hunger kemmt Sehr lecker, wie man hier sehen kann.
Kleiner, bleib hier, dich vernasch ich auch noch! -Ah, nimm doch besser das!
M�ller Milchreis! Alles M�ller? - Oder was?
(Stromberg brummt)
(TV-Werbung l�uft weiter)
(TV-Werbung l�uft immer noch)
Hm? Milchreis? - Ach, hau ab mit dem Zeugs!
Berkel, sind Sie das? (heiseres Lachen)
Den K�se kann ich nicht empfehlen.
Der schlie�t nicht nur den Magen, der legt das ganze Verdauungssystem lahm.
Ich wei� nicht, wie Sie sich so lange in der CAPITOL halten konnten,
aber mit der Aktion gestern haben Sie sich definitiv selbst ins Aus geschossen!
Jetzt aber mal langsam, hm?
Hab ich vielleicht etwas �bers Ziel hinaus geschossen,
aber ist ja kein bleibender Schaden entstanden.
Nee, kommen Sie, wir zwei essen mal so 'ne sch�ne Friedens-Zungen-Wurst zusammen.
Ah, nehmen Sie das weg!
Na, das geht ja gleich wieder gut los!
Jetzt hab ich schon vorm Fr�hst�ck den Kaffee auf.
Ja, �h, sie hat mit Wurst geworfen!
Ey, jetzt spiel dich mal hier nicht so auf, ja! - Wer bist'n du?
Das ist der Herr Steinke, ein sehr guter Mitarbeiter von mir.
(z�gerlich) Ich? Ich bin der, der dir hier Bescheid gibt.
�h, Ulf? - Bist du Gefahrensucher, oder was?
Gefahren...
Sag mal �h
(Scheppern) Ulf!
(stolz) Boah, Aller, ich hab voll den Abdruck vom Ehering hier! Siehste? (lacht)
Kinder!
Ah!
Ulf, pass auf! - Stimmt doch gar nicht.
(Kampfger�usche, Scheppern)
(stolz) Stimmt schon, manchmal muss man �ber seinen Schatten springen,
weil, wenn deine Frau und dein Sohn dich angucken, als w�rst du kein Mann,
sondern irgendwie so 'n Lulli, ist echt das Schlimmste!
(Kampfger�usche, Scheppern)
Normalerweise pr�gelst du dich ja nicht, sondern dr�ckst 'nen Spruch auf Facebook,
aber wenn du halt auch Familie hast, dann kannste dir keine Feigheit mehr leisten.
(Ulf schreit vor Schmerz)
Ulf!
Ernie, h�r auf jetzt!
(alle schreien angeekelt auf)
Weg, Weg, Weg, schnell weg!
(aufgeregtes Gemurmel)
(Tanja) Du bist doch echt nicht mehr zu retten.
Ich wusste gar nicht, worum's ging, aber ich wollte dabei sein.
(Stromberg) Der Ernie haut dem mit diesem Lachs auf den Kopf.
Tut mir leid, Herr Stromberg, wir wurden angewiesen, daf�r zu sorgen,
dass Sie das Hotel verlassen. - Bitte?
Ja, es tut mir sehr leid, das hier hat uns Herr Klinkhammer geschickt.
(Lachen, Gespr�chsfetzen im Hintergrund)
Danke.
(Jennifer) Was'n das?
Oh Mann. - Zeig mal.
Das kann echt nicht - Nicht mit deinen Fingern.
Was is'n das?
K�ndigung. - Fristlos?
Wer einen Mann feuert, ja, der erzeugt einen Arbeitslosen,
wer eine Frau feuert, erzeugt eine Hausfrau,
aber wer einen Bernd Stromberg feuert, der erzeugt, �h, Arger. (heiseres Lachen)
Aber nicht zu knapp!
Berthold? Den Hocker bitte mal hier r�ber?
So, die meisten von euch haben es ja sicherlich schon erfahren,
die CAPITOL hat mich vor die T�r gesetzt.
Und der Grund ist ein ganz einfacher.
Ich war gestern Abend eingeladen, mit den Vorst�nden zusammen, an einem,
ja, ich sag's ganz offen, an einem Gelage teilzunehmen.
(emp�rtes Gemurmel)
Es gab teuren Wein und billige Weiber, aber ich habe gesagt, nee!
Nee, hab ich gesagt, nicht mit mir!
Ich bin ein ganz normaler Angestellter,
und entweder es kriegen alle Wein und Weiber, oder ich mach da nicht mit.
(Applaus)
Aber das Ergebnis ist, man wirft mich einfach raus. Das Schlimme aber ist:
Fr�her oder, �h, sp�ter wirft man auch euch raus. - (alle) Was?
Denn die Versicherung, der wir alle so voll und ganz vertrauen, unsere CAPITOL,
wird radikalst rationalisieren, und was das auf Deutsch hei�t, wisst Ihr ja alle.
(emp�rtes Gemurmel)
Die meisten von euch werden demn�chst rausgeworfen.
Doch, du, du, und du und du und du und du und du und du.
Die Pl�ne sind alle fertig, und als ich das erfahren hab, hab ich gesagt: Ah, nee!
(emp�rtes Gemurmel)
Ja, hab ich gesagt, nee, da mach ich nicht mit.
An einem Abend verteile ich Urkunden f�r langj�hrige Mitarbeiter,
und am n�chsten verteile ich K�ndigungen, oder was?
So was macht der Papa nicht!
(Bravo-Rufe, Applaus)
Ja, das war's eigentlich schon.
Also, ich werde jetzt diesen feinen Herrschaften meine Meinung vergeigen,
und wenn ihr dieselbe Meinung habt, kommt ihr einfach mit- (allgemeine Zustimmung)
(besch�ftigtes Treiben, Piraten-Musik)
(alle skandieren) Das Vertrauen ist weg! Das Vertrauen ist weg!
Das Vertrauen ist weg! Das Vertrauen ist weg!
Das Vertrauen ist weg! - (Stromberg) Nieder mit dem Vorstand!
(alle) Nieder mit dem Vorstand! Nieder mit dem Vorstand!
Nieder mit dem Vorstand! Nieder mit dem Vorstand!
(Buhrufe, Pfeifen)
Ohne uns w�rt ihr gar nicht hier! Ohne uns w�rt ihr gar nicht hier!
Ohne uns w�rt ihr gar nicht hier! (Klopfen)
(Klinkhammer) Unterlassen sie das bitte! Sind Sie v�llig durchgeknallt?
Die Kollegen wollen ihnen gerne sagen, was sie von Rationalisierung halten.
(Zustimmung)
Glauben Sie, mit so was retten Sie Ihren Job? - Nur weil der Bock geschossen wird
hei�t das ja noch lange nicht, dass die Schafe aufh�ren zu bl�ken. -Was?
Mann, gehen Sie nach Hause!
Sie und ihr trauriger Haufen werden hier �berhaupt nichts ausrichten!
Das hat man zu Jesus und seinen J�ngern auch gesagt. - Da kommen die anderen!
(Piratenmusik setzt wieder ein, Stromberg bl�kt)
(alle) Jetzt geht's los! Jetzt geht's los!
Jetzt geht's los!
Der Fisch stinkt vom Kopf! Der Fisch stinkt vom Kopf!
(Stromberg) Die CAPITOL wird vielleicht 50,
aber Zusammenhalten wird 500, oder noch �lter.
Zusammenhalten ist so alt wie die Menschheit selber.
Ja, wir wollen den feinen Herrschaften da drinnen einfach mal zeigen,
dass man auch in den Zeiten der Krise mit Menschen so nicht umspringen kann.
Und - Deswegen auch das Symbol?
Ach so, nee. Ja, genau.
Das hei�t praktisch "Fick die CAPITOL!" (heiseres Lachen)
(TV) Eine Betriebsfeier der CAPITOL-Versicherung in Botzenburg...
ger�t offenbar zunehmend au�er Kontrolle,
nachdem Pl�ne des Vorstands bekannt wurden,
wegen der anhalten Krise weite Teile der Belegschaft zu entlassen.
Und wenn wir schon auf der Stra�e stehen, dann doch bitte auf der Stra�e,
wo die Leute wohnen, die uns auf die Stra�e setzen.
Das sind ja, wie man sehen kann, nicht die schlechtesten Stra�en. (Applaus)
(TV) Der Anf�hrer des Protestes ist ein ehemaliger Angestellter der Versicherung,
Bernd Stromberg. W�hrend die F�hrungsetage der CAPITOL schweigt,
zeigt sich Stromberg umso engagierter.
Wir alle sind die CAPITOL!
Auch der, der nicht bei der CAPITOL ist, und von seiner Firma weggeworfen wird,
auch der ist die CAPITOL! Jeder, der wegrationalisiert wird, ist die CAPITOL!
(TV) Dass CAPITOL so klingt wie Kapital mag Zufall sein,
hier in Botzenburg wirkt es aber nicht so.
Bernd Stromberg, der Mann, der die Protestbewegung anf�hrt,
sieht sich deswegen auch klar als das Opfer eines entfesselten Kapitalismus.
Er ist der Mann, der dem Protest gegen die Konzerne ein Gesicht geben k�nnte.
(alle) Wir bleiben hier! Wir bleiben hier!
(Stromberg verabschiedet sich)
(H�steln)
(Amateur-Orchester ist leise zu h�ren)
(Musik wird lauter)
(alle singen) Unser Bernd tr�gt stets Krawatte, eine Glatze, einen Bart,
man erkennt erst, was man hatte, wenn man's pl�tzlich nicht mehr hat!
Denn du, du warst die Capitol!
Mehr als 20 Jahre immer im B�ro.
Du, du warst die Capitol!
Und jetzt, jetzt gehst du einfach so.
(Musik aus)
(Ernies Uhr piepst)
(Stromberg) Der Grund, warum der Neandertaler weitergemacht hat,
war ja nicht Geld oder Karriere, ne, sondern andere Neandertaler.
Und das steckt letztlich auch heute noch in uns allen.
Und da m�ssen wir auch wieder hin.
Wir d�rfen uns nicht l�nger fertig machen lassen von unseren Jobs,
nur um sie zu behalten.
Wir rennen immer schneller in so 'nem Hamsterrad,
das uns L�den wie die CAPITOL hinstellen, und wir glauben, es ist ein Fortschritt,
wenn unser Hamsterrad nicht aus Holz ist, sondern aus Chrom.
Ich aber sage euch: Nein!
H�rt auf zu rennen! H�rt auf zu, ja, hamstern!
(laut) Fick die CAPITOL! (lacht verlegen)
(TV) Die Protestbewegung um den entlassenen CAPITOL-Angestellten...
Bernd Stromberg weitet sich aus.
Bernd Stromberg hat sich binnen kurzer Zeit als der neue Wutb�rger etabliert,
als Sprachrohr der Benachteiligten, als Galionsfigur der Krisenverlierer.
(alle) Ihr glaubt, ihr k�nnt alles mit uns machen
aber da habt ihr euch geschnitten!
Ich finde, der Stromberg ist ein guter Typ.
Es ist einfach h�chste Zeit, dass bei uns in Deutschland mal wieder einer sagt:
"Fick das Kapital", ne, "Fick das Kapital"!
Das bringts auf den Punkt.
(D�nischer TV-Beitrag)
(T�rkischer TV-Beitrag)
(Reporter) Herr Stromberg, haben Sie nicht gesagt, B�ro ist Krieg?
B�ro ist Krieg? Ja, das sind meine Worte. Aber ab jetzt bin ich f�r den Frieden.
(alle) Weg mit dem schei� System! Weg mit dem schei� System!
Weg mit dem schei� System! Weg mit dem schei� System!
Ja, wer gackert muss auch 'n Ei legen! Kannst nicht immer nur n�len. Nee.
Und da kam das Angebot aus der Partei nat�rlich genau richtig.
Wir freuen uns, dass sie uns unterst�tzen wollen. - Ganz meinerseits.
Och Mensch, Stromberg, du hier, wie l�uft's? - Gut, gut. Ja.
Nerven behalten! - (lachend) Ja!
Der ist aber auch grau geworden, der Steinr�ck. - Steinmeter!
Hier geht's nur um Mensch. Nicht um Quartalszahlen, nicht um Formulare.
Und das ist ja genau mein Ding.
Leute wie ich sind hier so wichtig wie Tote beim Bestatter.
Die nehmen mich doch hier mit Kusshand! Sonst w�ren die doch sch�n bl�de!
(heiseres Lachen)
Oder?
Hm?
(atmet durch)
Boah, da geht's noch h�her hinauf, also, bis sp�ter!
Ich bin oben!
(Piratenmusik)
Juhu! Geschafft! Nur noch Gott �ber mir!
Wie, was hei�t das, Frieden, das (Uhr piepst)
Oh, ich hab eigentlich gar keine Zeit f�r so was. Ich muss hier richtig reinhauen.
(Telefon klingelt) Heisterkamp.
Hallo?
Pfff...
Haben wir in Polen viele schlimme Erfahrung gemacht mit Deutsche.
Stromberg, der war noch schlimmer der war wie Russe.
"Was ist Kreuzung aus Spinne und Polin?"
"Achtarmige Putzfrau!" So ging die ganze Zeit.
(Telefon klingelt)
Heisterkamp.
Ja, ich hab sch�ne Beine. Och! Ulf!
(seufzt genervt)
Naja, ich hab mal voll verpennt, mich auf so 'ne Zwischenpr�fung vorzubereiten,
und da hat er mir 'n Spickzettel geschrieben, mit allen L�sungen drauf
das war schon ziemlich in Ordnung.
Die L�sungen waren zwar alle falsch, und die Pr�fung musste ich noch mal machen,
aber eigentlich ist Stromberg schon ein richtig geiler Typ.
Woop. Woop.
Ach Heisterkamp.
Boah! Ulf!
Fr�her haben wir in den B�ros ja noch geraucht.
Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.
Und so ist Stromberg auch, man kann sich bald gar nicht mehr vorstellen,
dass so was in 'nem deutschen B�ro mal m�glich war.
Und es wird bestimmt Leute geben, die das bedauern.
Nee, also jetzt zu meinem Ex-Mann m�chte ich mich echt nicht �u�ern!
Au�er er k�me angekrochen und w�rde sagen:
"Biggi, ich hab soviel falsch gemacht, damals, ja, also das tut mir so leid,
k�nntest du mir helfen?" Das w�r sch�n!
Dann k�nnte ich ihm n�mlich sagen
Und ob das jetzt im Fernsehen oder im Kino kommt, ist mir schei�egal!
Jemand wie Stromberg? Der ist f�r mich, ja, der ist f�r mich typisch deutsch.
Das w�re doch woanders �berhaupt nicht vorstellbar. In England, zum Beispiel.
H�tte ich fr�her nie gemacht, so was, das kommt alles nur durch ihn.
Aber, ist vielleicht auch ganz gut so, h�?
Leute wie Stromberg sind f�r mich wie moderne Kunst.
Da kann ich nichts mit anfangen. Die geh�ren f�r mich �berhaupt nicht ins B�ro.
Es gibt sie halt in jedem gr��eren Konzern.
Ja, und das ist auch alles, was ich zu diesem Thema zu sagen hab.
Ich mach ja eigentlich eher Tierfilme und so was.
Ich hab einmal was gemacht �ber Pinguine, wo man denkt, die sehen so harmlos aus,
aber Pinguine sind echte Arschl�cher Schei�en dir die ganze Antarktis voll.
Ja, wirklich. Und so ist Stromberg auch, so von der Mentalit�t her.
Stromberg ist eigentlich ein B�ropinguin. Aber er wird mir auch fehlen.
Teilweise war er sogar ein Vorbild f�r mich. Vom Bart her und so.
Der Bernd.
Hier, guck mal, Ernie, die alte Bumsbirne.
(heiseres Lachen)
(Pups)
Der Stromberg hatte Mundgeruch, frag nicht, wie.
Wenn der den Mund aufgemacht hat, war das,
als wenn jemand den Deckel von 'ner Biom�lltonne aufgeklappt hat.
Dass der jetzt einen auf Che Guevara macht, vergiss es!
Der Typ ist und bleibt ein Abzocker.
W�rd mich nicht wundern, wenn der mit der Nummer auch wieder 'ne Menge Geld abzockt.
(Spr�hger�usche)
Tag, Chef. - Guck mal. Was ist das denn?
�h, Milchreis. - Milchdings?
Ja, genau Bernd, Milchreis. - Mhm.
Das ist aber ganz was Feines, muss ich sagen, dieses M�llerdings...
Ah, Milch - Milchreis! Milchreis!
Ah, ich verstehe nicht, wieso der so beliebt ist- Hm? Der ist total lecker!
Und genau das Richtige f�rs B�ro.
Hm, ein Wunder, dass der jemals soweit kommen konnte.
Jetzt probieren, M�ller Milchreis mit Zimt! Alles M�ller, oder...?
�h, Dings? Nee. (heiseres Lachen)
Ja, ich bin ja wie so 'ne Null.
Mit mir musste immer rechnen, da f�hrt kein Weg dran vorbei.
Je nachdem, wo die steht, die Null, kann die ja sogar sehr entscheidend sein.
Na, wenn die vorne steht, da ist sie praktisch wertlos,
aber wenn die hinten steht mein lieber Scholli!
Und darum geht's doch letztlich, ne, wer steht hinten?
Beziehungsweise, wer lacht zuletzt?
(Kinder lachen)
(Stromberg lacht aufgesetzt)
(heiseres Lachen)
Manchmal hat der auch ganz s��e Sachen gemacht,
Zum Beispiel bei unserem ersten Treffen hat der sich so betrunken,
dass er sich auf meinen Hund �bergeben hat.
Also, er wollte sich grad die Hose ausziehen und ich hatte 'nen alten Mops,
der nicht mehr so schnell laufen konnte.
Na ja, das war jetzt nicht wirklich s�� aber das fiel mir grad so ein.
(Stromberg klopft die T�r ab)
Hallo?
Bernd sein Zimmer.
(Stromberg) Komm, jetzt mach!
One, two, three, four (Bigband-Musik setzt ein)
So, jetzt pass mal auf, ich hier
(Stromberg singt) Wenn du wieder mal in der Schei�e steckst,
und du denkst dir, boah, alles ist verhext, hex hex,
und die Kollegen gehen die auf den Sack,
ruf Papa, aber zack!
Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
Auch Supermann ist im Vergleich...
Supermann, kennen Sie, die Schwuchtel mit dem Umhang?
...zu Papa einfach viel zu weich.
Egal, wie hart's im Leben kommt,
ruf Papa, der kommt prompt!
Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
L�uft beim Verkehr ganz viel verkehrt,
weil deine Alte sich nur beschwert,
du w�rst der allerschlappste Schwanz,
ruf Papa, Papa kann's!
Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
Lass das mal den Papa machen, Papa macht das gut!
Papa macht das gut.
Der Papa macht das nicht nur gut, sondern viel besser als so manch anderer denkt.
Boah, die flippen jetzt total aus hier, war ganz sch�n laut am Ende,
aber gut, jetzt hab ich 'nen Tinnitus.
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