All language subtitles for Die Rebellen vom Liang Shan Po - EP03 - DVD 1 Track 3

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Original subtitles

Es heißt in den Schriften der Weisen:

Ihr sollt die Schlange nicht gering achten, weil sie keine Hörner hat.

Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein Drachen wird,

wie auch aus einem einzelnen Mann eine ganze Armee werden kann.

Vor 1000 Jahren, zu Zeiten der Sung-Dynastie,

herrschte in China eine grausame und korrupte Regierung.

Diese Bewaffneten hier sind Ausgestoßene,

die den Kampf gegen die Tyrannei aufgenommen haben.

Auf die Köpfe dieser Helden steht ein Preis.

Sie leben in freiwilliger Verbannung und operieren von Liang Shan Po aus,

einem labyrinthisch verzweigten Flussdelta, weit südlich der Hauptstadt.

Die Legende besagt, dass in diesen Rebellen die Seelen

von Freiheitskämpfern aus alter Zeit wiedergeboren wurden.

Kao Chiu, Günstling und Kommandant der kaiserlichen Garden, mächtigster Mann im Reich,

machte China zu einem Land, in dem Gewalt und Hoffnungslosigkeit herrschen.

Zu einer Wüste.

Aus Leidenschaft für Lin Chungs Frau hat er ihm eine Falle gestellt.

Er nahm ihn gefangen und versuchte, ihn ermorden zu lassen.

Nach langem Zögern bricht Lin Chung aus dem Straflager aus.

Er ist überzeugt, dass es in China keine Gerechtigkeit gibt.

Lin Chungs Frau, Hsiao Lan, ist unterwegs, um ihn um Verzeihung zu bitten.

Dies ist Yang Chih. Wie Lin Chung ein redlicher Mann und Schwertmeister.

Als Kommandeur der Polizei musste er Kao Chiu lästig werden.

Er wurde seines Postens enthoben und in die Provinz Shi Shu versetzt.

In die Nähe des Flussdeltas, der Zuflucht der Rebellen.

Das Muttermal wird als göttliches Stigma seiner Rechtschaffenheit gedeutet.

Aus dem Weg! Macht die Straße frei, Platz da!

Nein, lasst mich raus hier! - Lasst meinen Mann frei.

Ich halt's nicht aus. Warum wollt ihr mich einsperren?

Heb dir dein Gejammer für das Gericht auf!

Du hast die Steuern nicht bezahlt und auf Kao beleidigt!

Dein Geheule geht mir auf die Nerven. Das ist nicht auszuhalten.

Ich bin verloren!

Man setzt mir einfach jemanden vor die Nase.

Aber es war ausgemacht, dass du diese Position übernimmst.

Da haben sich die Herrn was Feines ausgedacht.

Erst große Versprechungen und jetzt das.

Es gibt nur einen Ausweg: Wir beseitigen den Neuen.

Der wird nicht alt.

Da habt ihr euren Passierschein. Das ist das Kennwort.

Was macht der Bandit hier? Nehmt ihn fest!

- Der Mann mit dem Muttermal! - Wer?

- Das ist unser neuer Kommandant. - Melde mich zur Stelle!

- Ihr haltet eine Frau gefangen. - Was für eine Frau?

Frag nicht! Eine ehrliche Person, die sich gegen Kao gewehrt hat.

Führt mich zu ihr!

In welchem Ton redet Ihr vom Günstling des Kaisers?

Ich kann nicht behaupten, dass ich ihn mag. Also führt mich zu ihr!

Zu Befehl.

Kao hat sie behandelt, als ob sie ein Häftling wäre, obwohl sie hübsch ist.

Ich hätte ihr eine schönere Zelle zugewiesen.

Zelle bleibt Zelle. Wie konntet Ihr sie fangen?

- Ihr habt sie doch überlistet, nicht wahr? - Anders hätten wir es nie geschafft.

So einen Kampf hab ich noch nie gesehen. Sie gegen uns 14 Männer.

Sie hätte uns bestimmt besiegt, hätten wir sie nicht ausgeräuchert.

Was? Du ekelst mich an.

Sie wurde überall gesucht und ein Preis wurde auf sie ausgesetzt.

Jetzt wird er auf uns aufmerksam, und wir bekommen Geld.

Sie steht unter meinem Schutz. Kao Chiu hat keinerlei Ansprüche.

Es gefällt mir, wie sie ihn in seine Schranken gewiesen hat.

Wenn sie ihm in die Hände fällt, war sie die längste Zeit hübsch.

Dreht Euch, Hu San-Niang. Ich will Euch sehen.

Ich sehe nichts mehr. Ich werde blind, ich hab doch nichts gemacht.

Euch zähme ich noch, kleine Wölfin. Verlasst Euch drauf.

Ihr seid leidenschaftlich und liebt die Freiheit.

Ihr lasst Euch nicht einschüchtern und fürchtet Euch vor nichts! Wie ich.

Ich bedaure, dass ich stören muss, aber Kao schickt eine Botschaft.

Wozu schickt er mir diese Hyäne nach?

Er hat Instruktionen für Euch, betreffend Lin Chungs Verhaftung.

Lin Chung?

Er hat vier Offiziere umgebracht und ist geflohen.

Nehmt ihn fest. Wir denken, dass er in dieser Provinz ist.

Yang Chin, Ihr habt Befehl, den Mann zu stellen.

Und zwar binnen fünf Tagen.

Keine Ausflüchte oder Entschuldigungen!

Ich weise den Auftrag zurück.

Kao Chiu hat mich in diese langweilige Provinz versetzt.

Nun soll ich seine Probleme lösen? Das ist doch nicht sein Ernst.

Li Yeng, verweigert Ihr den Befehl, lasse ich Euch festsetzen.

- Ihr müsst gehorchen! - Versucht doch, mich festzunehmen.

Einen Weg gäbe es allerdings.

Überlasst mir Hu San-Niang, und ich überlege es mir.

Ich lasse mich nicht auf Erpressung ein!

- Sie wird seiner Exzellenz ausgeliefert. - Dann lehne ich den Auftrag ab.

Ihre Exzellenz weiß, dass nur Ihr Lin Chung gewachsen seid.

Wenn Ihr ihn festnehmt, werdet Ihr zurückversetzt.

Weigert Ihr Euch, versauert Ihr hier bis zum Tod.

Darauf antworte ich nur:

Ich kriege die Frau oder Ihr fangt Lin Chung selbst.

- Jetzt belästigt mich nicht weiter. - Wartet, einen Augenblick noch.

Einverstanden. Einigen wir uns auf einen Kompromiss.

- Ihr gebt mir Lin Chung und ich Euch die Frau. - Einverstanden.

Ich fange ihn Euch und zwar binnen drei Tagen.

Lin Chung sitzt in der Falle, er weiß es nur nicht.

Ein weises Sprichwort sagt:

Iss nie ohne Begleitung im Hause einer Witwe.

Der Mann mit dem Muttermal hat stets danach gehandelt.

Siege erringt man durch Vorsicht und Intelligenz, nicht durch Wagemut.

Er ist der beste Schwertkämpfer des ganzen Kaiserreiches,

Lin Chung eingeschlossen. Er hat jeden Auftrag erfüllt.

Soweit Kaos Einfluss reicht, suchen Patrouillen nach Lin Chung.

Es kommen immer mehr Bittgesuche für Lin Chung.

- Was soll ich machen? - Ins Feuer werfen.

- Irgendeine Nachricht? - Nein, Exzellenz.

Lin Chung muss gefangen und geköpft werden.

Er schadet meinem Ansehen jeden Tag.

- Wir dürfen keine Fehler machen. - Wir haben alle Vorkehrungen getroffen.

Er kann nicht zu den Rebellen entkommen. Vorher kriegen wir ihn!

Er hat den Gelben Fluss überschritten und versteckt sich.

Schluss jetzt! Ihr habt keine Ahnung!

Fest steht, wo er hin will.

- Er kann nur nach Liang Shan Po! - Liang Shan Po?

Wohin alle Verfolgten fliehen. Kommt er dort an, kriegen wir ihn nie.

Dort verstecken sich 800 Rebellen.

Viele haben versucht, ihn zu fangen.

Was ist mit dem Kopfgeld für Lin Chung? Das habt Ihr doch.

- Hier, bitte. - Den Rest wollt Ihr unterschlagen?

- Das ist die volle Summe. - Er war bei der Garde, die Summe reicht nicht.

Also, rückt mehr raus.

Noch mehr!

Ich will den vollen Preis!

Du bist ein Betrüger, Li Yeng!

Und so korrupt wie dein Herr!

Abschaum! Lin Chung ist hundertmal mehr wert und ein ehrlicher Kerl.

Aber ich kriege ihn.

Aber nur, weil ich diese Frau besitzen will.

- Hier, ihr beiden. - Danke, Herr!

- Ist das alles für uns? - Ich will das Geld nicht.

Er will es nicht, sehr anständig.

Liang Shan Po, ein Labyrinth von Bergen, Wasserläufen und Sümpfen.

Kaum angreifbar, aber leicht zu verteidigen.

Es steht geschrieben:

Eine Revolution ist ein gewaltiger Umbruch.

Sie darf erst in Angriff genommen werden, wenn sie unvermeidbar ist.

Nur unter vier Voraussetzungen kann sie gelingen.

Der Zeitpunkt muss mit dem Horoskop übereinstimmen,

die Ziele müssen den Bedürfnissen entsprechen, ihre Grundlage muss sein:

Gleiches Recht für alle. Und die alten Übelstände beseitigen.

Das Übel ist die Kehrseite des Guten und trägt Vernichtung in sich.

Und so wächst, aus der Unschuld des Menschen, wieder das Gute.

Das ist Wan Lun, Anführer der Rebellen.

Schlechte Nachrichten aus der Garnison Shi Shi.

Verstärkung ist eingetroffen. Sie suchen Lin Chung.

Er ist ein edler Herr. Ich schlage vor, er soll sich uns anschließen.

Dass er aus dem Straflager fliehen konnte, er muss ein Teufelskerl sein.

Lin Chung hat noch keine Nachricht von Hsiao Lan.

Er kann nicht glauben, dass sie Kaos Geliebte ist.

Er befürchtet, dass seine Frau für seine Flucht büßen muss.

Hey, stehenbleiben!

Sag kein Wort, lass mich reden. Verdeck dein Gesicht!

Ja, ich meine euch. Stehenbleiben.

Wie heißt du?

Der ist stumm. Seit ein Tiger ihn fast erwischt hätte, redet er nicht mehr.

Und er spinnt. Mach, dass du nach Hause kommst.

Er ist nur noch zum Schweinehüten zu gebrauchen.

Darf ich sie wegen dem was fragen? Gibt es wirklich soviel Geld?

- Ja, wer ihn fängt, bekommt es. - Dann rufe ich Euch, wenn ich ihn sehe.

Von dem Geld kaufe ich mir einen Hof und eine Herde.

- Weiter! - Zu Befehl.

Alles Gute, viel Glück.

Herzlich willkommen, Lin Chung.

- Ich bin kein Spitzel, oder sehe ich so aus? - Nein, eher wie ein wandernder Arzt.

Aber du bist keiner.

Sag mir, wer du bist und was du willst.

Endlich. Ich habe eine Nachricht für dich.

Eine Einladung, ich bin Tai Sung.

Der Tai Sung, der schneller läuft als ein Pfeil fliegt?

Schmeichelt mir.

- Der bin ich. - Wirklich wahr?

Ich soll dich einladen zu den Rebellen, in Sicherheit.

Willst du das Schwert wegstecken?

Lass uns los, der Weg ist weit, du hast keine Zauberstiefel.

- Wir dürfen keine Zeit verlieren. - Ich kann nicht mit.

Geht es um Hsiao Lan? Sie ist auf dem Weg zu uns.

Woher weißt du das?

Wir wissen alles.

- Wo ist sie? - Unterwegs und du siehst sie am schnellsten, wenn du mich begleitest.

Komm, du wirst erwartet.

- Ich lasse mich nicht mit euch ein. - Sei nicht dumm.

Du kannst mich nicht überreden, ich hörte nichts Gutes von euch.

Bildest du dir nicht dein eigenes Urteil? Nur einem nutzen diese Märchen.

Kao Chiu natürlich. Wer sonst?

- Lieber sterbe ich, als mich euch anzuschließen. - Warte doch. Dickschädel!

Lauf doch nicht weg. Dann nimm wenigstens das Geschenk.

Die Arzneien sind echt. Keiner vermutet, dass du es bist.

Hilft dir, ein, zwei Tage zu überleben.

So, Wiedersehen.

Hsiao Lan.

Wenn Musik der Liebe Nahrung ist,

so kann sie allein eine Liebende nicht auf den Beinen halten,

die noch einen weiten Weg vor sich hat.

Dazu bedarf es anderer Kost.

So sieht sich Hsiao Lan gezwungen, in Gasthäusern zu spielen, um zu überleben.

- Möge der Wein Euch gut bekommen. - Danke, setzt Euch.

Erst möchte ich Euch einen neuen Banditen empfehlen.

Wie gewählt Ihr Euch ausdrückt.

Ich muss sagen, der Gesuchte sieht gefährlich aus.

Ja, ist er.

- Spiel weiter... was hast du?

- Nehmt die Frau fest! - Zu Befehl.

Ich lass es nicht zu, dass du dich umbringst.

Wo du deinem Ziel so nah bist.

Ich will nicht der Köder für Lin Chungs Falle sein.

Du wirst dich nicht töten.

Auf keinen Fall. Ich bin nicht hinterlistig, ich bin keine Frau.

Lächerlich, ohne Hinterlist kriegt Ihr Lin Chung nie.

Doch, bedaure, wenn ich Euch damit Kummer bereite.

- Sollte mich Lin Chung besiegen... - Wird er Euch den Kopf vor die Füße legen.

- Wollen wir wetten, dass ich ihn besiege? - Gut, wenn er siegt, sind wir frei.

In Ordnung, die Wette gilt. Verliere ich, seid Ihr frei.

- Steht Ihr zu Eurem Wort? - Ja, aber Ihr verliert.

Dieser Aufschneider. Lin Chung wird ihn besiegen und dann sind wir frei.

Warum sind in dieser Welt nicht die Frauen so frei wie die Männer?

Die beiden sehen wir uns näher an.

Erst muss ich diesen Fuchs mal finden.

Der Mann da drüben.

Jetzt wollen wir mal sehen. Keinerlei Ähnlichkeit. Verschwinde!

- Lasst mich los, was wollt ihr? - Sei ruhig!

Los, raus hier.

Ich hab doch nichts getan.

Keine Ähnlichkeit.

- Junge, wo hast du das her? - Gefunden auf der Straße.

- Woher kennst du das Lied? - Das hat die Frau gespielt, die verhaftet wurde.

Das ist Hsiao Lans Lieblingslied. Ob sie diese Frau ist?

Oh, Herr, bitte. Ihr seid Arzt, meine Schwester ist krank.

Setz Wasser auf und mach Sud aus der Wurzel. Das soll sie trinken.

- Die ist zu teuer. - Ich schenke sie euch.

- Du willst sie uns schenken? - Ja.

- Sieh mal, Schwester. - Ein wertvolles Geschenk.

- Ihr könnt es annehmen. - Ja.

- Lebt ihr beide allein hier? - Nein, mit unserem Vater... Mutter ist tot.

Zum Arbeiten bin ich zu krank, aber wir schulden dem Grundherren Geld.

Immer haben wir Schulden bei den Grundherren, sie werden immer mehr.

Aber was kümmert es den Tiger, ob seine Beute verhungert?

Ich habe Angst vor dem Tod, er löscht alles aus und zerstört Hoffnungen.

Aber im ewigen Dunkel werde ich Ruhe finden.

So viele von uns sterben vor Hunger, und der Herr hat genug zu essen.

Was wir selbst ernten, müssen wir abkaufen.

Aber ihn lässt es kalt, dass wir verhungern.

Er hat Reis in Hülle und Fülle, nur keiner kann ihn kaufen.

So ist es in allen Provinzen.

Die Soldaten müssen uns eigentlich helfen, tun sie aber nicht.

Der Grundherr besticht Kao Chiu mit viel Geld, sagen die Leute.

Wir müssen eigentlich nur hungern, weil der Grundherr so viel zahlen muss.

Deshalb würden wir so ausgepresst, aber ich kann es nicht glauben.

Das ist bestimmt eine Lüge.

Der Kaiser kann doch nur das Beste für uns wollen.

Die können doch nicht wollen, dass ihr Volk verhungert.

Wer soll dann für sie den Reis anbauen?

Vater, der Mann hat uns eine Wurzel geschenkt, damit die Schwester wieder gesund wird.

Der überall gesucht wird. Er ist ein Bandit, wer ihn fängt, bekommt viel Geld.

Dann können wir uns wieder richtig satt essen.

Dann können wir das Saatgut bezahlen und uns Medizin leisten.

Dann brauchten wir nicht mehr zu hungern, wenn wir ihn ausliefern.

Nein, das darfst du nicht.

Er hat mir Medizin gegeben, ohne was zu verlangen.

Das Geld würde uns Unglück bringen. Ich flehe dich an, tu es nicht, Vater.

Lass mich los! Die Medizin ist sicher gestohlen.

- Vater. - Du sollst mich loslassen.

Lass mich los.

Bitte, bringt mich nicht um. Bitte, ich will nicht sterben.

Du darfst gehen.

Vater, ich flehe dich an, gehe nicht.

Das kannst du nicht machen. Vater.

Lasst ihn. Vielleicht bekommt er Geld dafür, dass er mich gesehen hat.

- Ich gehe jetzt. - Wo wollt Ihr hin?

- Irgendwo hin. - Nein. Er wird doch gesucht, Vater.

Nein, du darfst ihn nicht anzeigen. Das darf man nicht.

Die anderen nehmen dir das Geld weg, weil alle hungrig sind.

Unrechtes Geld bringt Unglück.

Komm, denk an deine Krankheit. Geh lieber ins Bett.

Kaou, bist du da? Ich bin es, Wu. Hörst du mich?

Wir haben genug, wir wollen kämpfen.

- Endlich wollt ihr euch wehren. - Wir brauchen dich.

Wir machen, was du vorgeschlagen hast.

Wir kämpfen für unser Recht, der Grundherr muss sterben.

Komm mit, es ist soweit.

Du solltest mit ihm gehen.

Besser, sich zu wehren als das Elend zu ertragen.

Halt! Vielleicht erkennt mich einer von euch wieder.

- Der Mann auf dem Steckbrief. - Ich werde gesucht.

Ich bin Lin Chung und ich habe nichts zu verlieren.

Euch würde man wegen Mord anzeigen.

Ich kann euch helfen, deshalb überlasst die Sache mir.

Nur ein Mann muss sterben. Ich töte ihn!

Holt euch aus dem Vorratshaus, was ihr braucht.

- Auf zum Vorratshaus! - Ja!

Du bist der Grundherr, wegen dir hungern die Menschen.

Ihr fresst und prasst, während andere umkommen vor Hunger.

- Jetzt bist du an der Reihe. - Du bist doch...

Wachen, Hilfe!

Hebt die Schlüssel auf! Und jetzt aufschließen!

- Bedient euch! - Worauf wartet ihr?

Es ist genug für alle da, kommt!

- Du, hilf mir mal. - Hierher mit dem Sack. Pack mit an.

Duck dich.

Lin Chung, Soldaten.

Schnell weg, bevor sie uns sehen.

Ich lenke sie ab. Komm für ein paar Tage mit in den Liang Shan Po.

Das wäre ein folgenschwerer Schritt.

Viel Zeit bleibt dir nicht für die Entscheidung.

Heute hat man eine fremde Frau gefangen.

Ich bin überzeugt, das ist Hsiao Lan.

Wir kümmern uns um sie... also, überlege es dir.

Wir trennen uns jetzt, wir sehen uns bei den Rebellen.

Wohin rennt ihr?

Hier bin ich!

Fangt mich, Freunde.

Leider habt ihr den Falschen verfolgt.

Lin Chung läuft in eine ganz andere Richtung.

Eure Mühe war umsonst.

Grüße von Kao Chiu. Ich bin Yang Chih, du bist doch Lin Chung.

- Ja, bin ich. - Mach dich bereit zum Sterben.

Ich brauche keine Hilfe! Ich töte jeden, der sich einmischt.

Eins werde die Seele mit der Schneide der Klinge,

lausche auf das Wachsen der Steine,

die Zeit rinne durch dich zum Mittelpunkt der Erde.

Wasserfall und Gletscher, beide werden eins.

Nur die ganz Großen beherrschen die Kunst, eins zu werden mit dem Gegner.

Eins geworden mit ihm, erkennen sie seine Blöße.

Gleich schlafe ich ein. Worauf warten die?

Lin Chung gewinnt sowieso, warum schlägt er nicht los?

Erzähl, stehen die beiden sich immer noch gegenüber?

Ja, immer noch. Stehen bloß da und starren sich an.

Wie Wildkatzen lauern sie. Die müssen doch Durst kriegen.

Lin Chung muss siegen, er ist ein guter Mann.

Wir Bauern können da nichts tun.

Ja, der müsste siegen, aber der andere ist nicht zu unterschätzen.

Bleib hier! Hiergeblieben.

Komm.

Der Wind weht Lin Chung den Sand in die Augen.

Ihr lasst uns frei? Habt Ihr verloren?

Ich halte mein Wort, Ihr seid frei.

Ich bitte Euch, was ist mit meinem Mann?

Er war der Bessere von uns beiden.

Endlich habt Ihr euren Meister gefunden.

Ich achte Euch als aufrechten Mann.

Kao Chiu hat Eure Treue nicht verdient!

Ein Mann kann sein Gesicht verlieren. Dann zählt für ihn nichts mehr.

Lin Chung versucht, die Rebellen zu erreichen, sucht ihn da.

Ich dachte mir, dass du kommst.

Du glaubst, hier triffst du deinen Mann.

Hu San-Niang.

Yang Chih ist nicht zu einem Verrat fähig.

Du brichst sein Wort.

Er wird dich zur Rechenschaft ziehen.

Was zählt schon ein Ehrenwort gegenüber Frauen.

Wenn ich Lin Chung getötet habe, kriege ich den Posten.

- Ehre, das ist bloß ein Wort. - Für das andere gern sterben.

Ergib dich oder Hsiao Lan stirbt.

Lass die Schwerter fallen.

Fast hätte mein Fell ein Loch gekriegt.

Das war kein verirrter Pfeil.

Eine Botschaft, sie betrifft Hsiao Lan.

Lin Chung, deine Frau ist in meiner Gewalt. Wenn du nicht kommst, stirbt sie.

Wenn Lin Chung tot ist, verschenke ich dich an Kao.

Soldaten, versteckt euch und haltet die Augen auf.

Können wir nicht irgendetwas tun?

Wir müssen ihn warnen, er darf nicht kommen.

Du da! Wo bleibt der Wein?

- Ich will einen See voll Wein. - Wo ist der Kommandant?

Verzeiht mein Eindringen, aber Euer Stellvertreter ist Euch in den Rücken gefallen.

Kang lehnt sich gegen Euch auf, er hat die Frauen als Köder festgenommen.

Er will Lin Chung eine Falle stellen und ihn ermorden.

Wenn ihm das gelingt, köpft man Euch für Euer Versagen!

Er besudelt meine Ehre.

- Ein Boot kommt. - Das ist er.

Hu San-Niang, kein Laut, sonst stirbt sie, bevor sie Witwe ist.

Das Witwendasein ist ein Freudendasein.

Du triumphierst zu früh!

Hsiao Lan!

Kehr um, du sollst dich nicht für mich opfern.

Dies ist eine Falle, sie sind in der Übermacht.

Zu spät!

Oh nein!

Du musst umkehren. Kehr um, mein Geliebter.

Hsiao Lan!

So wird es jedem ergehen, der sich mir widersetzt.

Hsiao Lan, du darfst nicht sterben. Verlass mich nicht.

Begreifst du nicht, Lin Chung, dass sich so mein Schicksal erfüllt hat.

Ich bin schuldig geworden, ohne es zu wollen, und büße es.

Geliebte, du brauchst dir nichts vorzuwerfen.

Du bist frei von jeder Schuld. Du darfst nicht sterben.

Verzeih mir die Schande, die mir angetan worden ist.

Es ist schön, so zu sterben, für dich zu sterben.

Mein Körper gehört mir nicht mehr, seit dem Erlebnis.

Aber nun bin ich wieder ich selbst, wo ich sterben darf und du lebst.

Lebe, Lin Chung.

Hsiao Lan.

Yang Chih, ich habe Eure Soldaten erschlagen und Ihr lasst mich gehen?

Das war Notwehr, ich könnte Euch eh nicht töten.

Ihr wisst, dass ich Euch liebe.

- Und was habt Ihr nun vor? - Das fragt Ihr?

Ich werde in die Wüste gehen und das Nichts suchen.

Auf bald, Hu San-Niang.

Der Weg zum Ruhm führt durch den Palast.

Der Weg zum Reichtum führt über den Markt.

Der Weg zur Tugend führt durch die Wüste.

Der Weg des Gerechten führt durch die Schuld.

So steht es geschrieben.

In schlimmen Zeiten muss Gesetze brechen, wer Gerechtigkeit sucht.

Und so führt Lin Chungs Weg in den Liang Shan Po.

Liang Shan Po, Zuflucht der Rebellen.

Reich der Gesetzlosen, auf das Millionen hoffen.

Denn die Gesetzlosen werden es sein,

die dem Gesetz zu seinem Recht verhelfen.

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