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.
(Leises, zittriges Atmen)
(Leises Stöhnen)
(Rhythmisches, glitschiges Flappen)
(Verwundertes Stöhnen)
(Leise, geheimnisvolle Klänge)
(Geräuschvolles Aufatmen, Motorengeräusche von draußen)
(Tür wird geöffnet.)
Sorry, ich bin superspät dran.
Rufst du mich gleich an? Ich will alles wissen.
Theater ist um sechs.
(Tür draußen fällt zu.)
(Leises Seufzen)
(Getragene Musik)
(Hupen)
(Charu:) "Wie, ihr wollt jeden Tag mit jemand anderem vögeln, oder was?"
"30 Tage lang?"
Weiß ich nicht, Charu, keine Ahnung. Mal gucken.
Ich fühl mich einfach richtig schäbig.
Ist schon hart da draußen.
"Da draußen? What the fuck."
Ich glaub, ich brech Zeno grad krass das Herz.
"Ach, das weißt du doch nicht."
"Vielleicht hatte er gestern einfach so einen supersexy Abend."
Nee, hatte der nicht.
Er saß alleine in der Badewanne, ich hab's gesehen.
(Getragene Musik)
Kann ich den Monat bei dir bleiben?
(Musik spielt weiter.)
(Musik verklingt, Tür knallt zu.)
(Gustaf:) Zeno.
Hey.
Versteckst du dich vor mir?
Nee, Quatsch. Ich dachte nur, ich hätt was vergessen.
Aber hab ich dann ... doch nicht.
Willst du mit reinkommen auf einen Saft?
Nee, geht grad nicht. Also, ist ganz schlecht.
Ich wollt los.
Schämst du dich?
Nee. Ich schäm mich nicht.
Schön.
Okay, dann ... Dann bis die Tage.
Ich ... würde gern noch etwas mit dir besprechen die Tage.
Wenn du Zeit hast. - Mhm ...
Klar. - Okay.
Also, jetzt grade ist halt blöd ... - Ja, ja ... Ja.
Dann ...
Ja, komm mal her.
(Geräuschvolle Atmung)
(Beide seufzen leise.)
(Kinderstimmen im Hintergrund, Vogelzwitschern)
Papa.
Alles gut?
Mhm.
Äh, Zeno kommt heut nicht. Der ... fühlt sich nicht so gut.
Scherzkeks.
(Jubel und Fußballkommentator aus dem Fernseher)
"Mit seinem unglaublichen Tempo ..."
Wie hast du denn das jetzt gelöst? - Keine Ahnung ...
Ein bisschen an den Kabeln rum- ...
Na?
(Gespräch im Hintergrund)
Hi.
Hey.
Ich hab gestern Martha in ihrem Garten getroffen, und ...
ich soll dich schön grüßen.
Danke.
Dich auch, Zeno. - Danke schön.
Ja. Hm ...
Die Nadja, äh, ist ja schwanger.
Die wollen jetzt auch noch heiraten.
Papa würde sich mittlerweile auch über einen kleinen Bastard freuen.
Äh, ist wirklich superlecker, Borys.
(Geräusche aus dem Fernseher, Handyvibration)
(Klappern und Gesprächsfetzen aus dem Nebenzimmer)
Na?
Warum hast du das mit dem komischen Oberlippenbart genommen?
Willst du mir vielleicht mein Handy wiedergeben?
Meinen Matches gefällt das.
Gib mir wenigstens die Foto-Credits.
Die hab ich schließlich alle gemacht.
(Applaus und Gespräche aus dem Fernseher)
(Zeno seufzt.)
Wie war denn deine letzte Nacht?
Strange.
Meine war auch megastrange.
Wirklich?
Glaubst du mir nicht?
Doch, klar. - Mhm, klar.
Nein, okay, ja.
Du glaubst doch, ich wäre den ganzen Abend
alleine zu Hause gewesen, oder nicht?
Nein.
Ich hatte echt eine wilde Nacht.
Und was war so wild?
Also ... das war so: Also, erst war ich in so einer Bar.
Und der Moe hat mich mit so einer Frau verkuppelt,
über DateVegan, und ähm ...
DateVegan? Okay.
Ja, also, die war jetzt auch nicht vegan oder so,
aber die war halt irgendwie ganz süß, und ...
Ja, also, die hat, die hat dann ...
Die ist dann mit zwei Amis los, aber das Eigentliche ...
Warum war die süß? Standest du auf die?
Also, was heißt denn "auf die stehen"?
Also, die hatte ganz schöne Haut irgendwie.
Schöne Haut ...
Du, Freddy? - Ich hatte auch eine wilde Nacht.
Richtig, richtig wilde Nacht.
Okay. - Das war ...
krass.
Also, bei mir war's ja komisch mit dieser, äh, Julika.
Deswegen bin ich dann nach Hause ...
Lass uns mal noch eine Regel aufstellen.
Ich glaub, es ist besser, wenn wir nicht drüber sprechen,
sondern einfach ...
Es geht doch nicht darum, dass wir uns irgendwas beweisen, oder?
Nee, natürlich nicht.
30 Tage, niemanden zweimal, und nix sagen, okay?
Okay.
Versteh ich auch.
Also, ich will ja auch nicht wissen, was bei dir passiert.
(Getragene, nachdenkliche Musik)
(Handysignal, Musik spielt weiter.)
(Musik wird chaotischer.)
Moe?
"Ey, hast du unser Profil gelöscht, oder was?"
"Ich hab grad eine Mail bekommen."
"Ich find diese ganzen Apps irgendwie komisch."
Ey, du hast doch noch gar nichts probiert.
Mach noch ein bisschen weiter. - "Nee, muss ich jetzt auch nicht."
Was bist du überhaupt so hinterher? - "Was musst du nicht?"
Ich muss nicht
mit fremden Frauen aus dem Internet rumvögeln, Mann.
Kannst du auf Insta checken, was mit Miriam so abgeht?
"Doch wieder Miriam? Ich dachte, du hättest das beendet."
Mach mal, bitte.
"Ey, ich will doch wissen, ob die klarkommt."
"Die war richtig down."
Hmm ...
Die hat nur so ein Essen gepostet.
"Was für ein Essen?"
Pasta. - "Im Restaurant?"
Ein Teller? Zwei Teller? Ist das feierlich?
"Gib mal mehr Infos."
Das ist Carbonara, glaub ich.
"Carbonara?"
"Alter, die isst keine Eier. Seit wann isst die Eier?"
"Ist das ein Teller?"
Äh, keine Ahnung. Ich glaube, ja.
Zeno?
"Guck mal noch mal, bitte." - Hm?
Zeno?
Zeno?
Du bist doch Zeno, oder nicht? - Ja?
Das ist ja lustig.
Ich hab die ganze Zeit schon gedacht,
der kommt mir irgendwie so krass bekannt vor.
Witzig, wir haben uns ewig nicht gesehen.
Ich hab auch mit Melly letztens überlegt,
wir müssten mal wieder so ein Stufentreffen machen.
Aber ... weiß auch nicht, wir sind dann irgendwie
alle auch immer so busy, ne?
Ja ...
Ach, Samy!
Ja. - Yo. Krass.
Ich find's irgendwie lustig, dass ich dich jetzt so treff.
Warst ja voll mein Schwarm früher. Also, unser Schwarm.
Ah ja?
Ja, ich hab mir das immer so vorgestellt, dass wir heiraten.
Ich hab das mit Melly manchmal auch einfach so nachgespielt.
So voll albern.
Was machst du denn jetzt?
Weiß nicht.
Also, was haben wir jetzt? 17 Uhr, ähm ...
Ich dachte, ich fahr in die Stadt, vielleicht.
Vielleicht einen Kaffee trinken?
Du bist ja lustig. Ich meine eigentlich mehr so im Leben und so.
Ach so.
(Durchsage:) "Nächster Halt ..."
Ja, also, ich arbeite im Moment, äh ...
Ach Mist, ich muss hier schon raus. - Ach so.
Schade.
Ähm, machst du eine Party?
Ja, war grad einkaufen. Auto ist mal wieder in der Werkstatt.
Auto? Cool.
Soll ich dir vielleicht ... - Das geht schon, danke.
Es ist auch da vorne gleich. - Kein Ding.
(Frau:) Hallo. - Hi.
Tag.
Großeinkauf? - Kindergeburtstag.
Äh, ist das dein eigenes Kind? - Ja.
(Stimmengewirr)
Fuck, ey.
Zenos Profil war gar nicht so schlecht.
Was denn? - Nix.
Lass dir doch auch so einen Schnurrbart stehen.
Sorry, kleiner Notfall. Hi.
Ich hab hinten keine Drinks mehr. Machst du mir bitte einen Negroni?
Danke. - Äh ...
Hi.
Was trinken? Ich lad euch ein.
(Barkeeperin:) Negroni.
Wir zahlen selbst, danke. - Okay.
Viel Spaß.
Entschuldigung? Zwei Aperol Spritz.
Charu, das war der Hauptdarsteller.
Ja. - Haha.
(Applaus, Jubel)
(Stimmengewirr)
Ich glaub, da drüben ist der Backstage.
Interessant.
Lass mal reinschleichen. Kleines Abenteuer.
Nee. - Wie, "nee"?
Ich schleich mich nirgendswo rein. Ich bin 40.
Trampel nicht so rum, wenn du nach Hause kommst.
WENN du nach Hause kommst.
(Locker-lebhafte Musik)
Schnitzel für Tisch drei.
Wird kalt.
Hi. Hey.
Hi.
Du schuldest mir einen Drink.
Kenne ich dich? - Äh, von der Bar oben.
Du hast mich gefragt, ob ich was trinken will.
Cool. Komm.
(Stimmengewirr)
Hi.
Willst du jetzt durch? - Ähm, ja.
Ja, dann geh doch durch.
(Stimmengewirr, Gesprächsfetzen)
Ich bin Freddy.
Also, ich wollte auch mal Schauspielerin werden.
Hast du eine Frau? - Nee.
Also, ja, äh ... Also, Freundin. Im Prinzip.
Okay.
Ist kompliziert?
Ja, also, wir sind halt ... momentan offen.
Offen?
Ja, also, wir schlafen halt mit anderen Menschen momentan.
Ah, krass.
Ja, geht.
Aber auch, äh, dieses ...
Also, dieses ganze Monogamie-Ding
ist ja irgendwie auch so ein bisschen veraltet, ne?
Spannend.
Und brauchst du noch mit irgendwas Hilfe?
Ähm ...
Paul Watzlawick hat gesagt: "Man kann nicht nicht kommunizieren."
Das heißt, egal, was ich tue, ich gebe immer was nach außen mit.
Es muss so rüberkommen, als kommt das alles aus meinem Bauch raus,
nicht aus meinem Kopf.
Als würde ich nicht drüber nachdenken, was ich sage.
Du musst mit deinem Bauchgefühl einfach ...
Wir probieren was aus.
Schau mir ... Schau mir direkt in die Augen.
Mhm.
Okay. Ich möchte, dass du dich jetzt entspannst und bei dir bist.
Mhm.
Wir beide beobachten uns jetzt gegenseitig. Ja?
Mhm.
Ich sage dir, was mir an dir auffällt,
und du sagst mir, was dir an mir auffällt.
Mhm.
Hm? Ready?
Du hast braune Haare.
Ich hab braune Harre.
Du hast die Arme verschränkt.
Ich hab verschränkte Arme.
Mhm.
Du ... hast ... ähm ... Dein Hemd ist nicht ganz auf.
Mein Hemd ist zu.
Dein Hemd ist nicht ganz zu.
Mein Hemd ist nicht ganz zu. - Ja.
(flüsternd:) Ist ein Morgenmantel.
Dein Morgenmantel ist nicht ganz zu.
Mein Morgenmantel ist nicht ganz zu. - Nee.
Du riechst gut.
Ich riech gut. - Mhm.
Du riechst auch gut. - Ich riech auch gut.
(Flüstern, Stimmengewirr)
Du findest mich attraktiv.
(Jemand lacht verstohlen.)
(Sie räuspert sich.)
Ich finde dich ... - Du wirkst verloren.
Yoav ... Meinst du, Frauen stehen da drauf,
wenn man sagt, die sind verloren?
Ist die Verlorene von gestern eigentlich mit dir mitgegangen?
(Yoav:) Ihr könnt mir alle mal einen lutschen, ganz ehrlich.
(Frau:) Wie all die andern davor, oder?
Hi.
(Sie seufzt.)
Willst du mal ziehen?
Ja, warum nicht.
Danke.
(Tür wird geöffnet.)
(Mann:) Sag mal, Jan, kommst du gleich noch mal, bitte,
wir müssen die Kabine noch checken.
Alles klar, ich komm gleich. - Okay.
Äh, das ist Freddy.
(anderer Mann:) Hi.
Hi.
(Tür fällt zu.)
Hast dich drinnen vorgestellt.
Freut mich, dich kennenzulernen, Jan.
Willst du mitkommen?
Wohin?
(Ruhige, getragene Musik)
So. Wir testen das jetzt mal.
Vorsicht.
Komm.
(Ruhige, getragene Musik)
Ja, mach bitte ... Mach bitte die Tür zu.
Hm.
Ich muss jetzt mal checken, wie lange es braucht,
bis das hier voll ist.
(Musik von draußen dringt herein.)
Ich kann nicht so viel kiffen.
Die Kabine muss voll werden.
(Freddy lacht.)
Rauchen die Schauspieler auch in dem Stück?
Ja, ja, das muss so dicht sein, dass man sie nicht mehr sieht.
Mhm.
Siehst du mich noch?
Ein bisschen.
Siehst du das?
Ja.
Und was machen die Schauspieler in dem Stück?
Die schlafen miteinander.
Ah ja.
Und die sehen das alle?
Nee, nee, das wird über den Sound gelöst, äh ...
Deswegen der ganze Rauch.
Soll man sich vorstellen.
Ich glaub, das ist so das Konzept von dem Stück.
Und? - Und?
Schlafen wir jetzt miteinander? - Weiß nicht.
Hast du dir das nicht vorgestellt? - Nee, du?
Ja, ich schon.
(Leise, erwartungsvolle Musik)
Was hast du dir genau vorgestellt?
Weiß nicht, vielleicht ...
Vielleicht bin ich hier?
Okay.
Ja, was du machst, weiß ich gar nicht so genau.
Ja.
(Getragene, erwartungsvolle Musik)
(Stöhnen)
Und da sind Leute, die zugucken.
Dein Chef ist auch da.
Welcher Chef? - Na, der vorhin rauskam.
(Leises Stöhnen)
Und die Schauspieler aus der Kantine.
(Stöhnen)
(Getragene Musik)
Wer noch?
Ja, was? - An deinem Ohr.
Niemand sonst.
(Getragene, dunkle Musik)
(Heitere Musik im Hintergrund)
Hast du vielleicht so Spülmittel oder so was?
Äh, guck mal da, in der Kiste müsste irgendwie so Zeug drin sein.
(Türklingel)
Kannst du grad? Ich, äh ...
Äh, ja, klar. - Danke.
Herr Davini? - Ähm ... ja?
Haben Sie Pfand?
Äh, haben wir Pfand?
Hey, wie viele Kinder kommen denn da eigentlich?
(Musik im Hintergrund)
(Schwelgerische Countrymusik im Hintergrund)
(Piepsignal)
(Schritte)
(Musik stoppt.)
(Lebhafte Hip-Hip-Musik)
Funktioniert das? - Ja, ich glaub schon.
(Rattern, Spieluhrmelodie)
Geht doch.
(Hip-Hop-Musik im Hintergrund: "50%" von Bøngbøng E.V.)
♪ Ich hab einen Plan zu 50 Prozent.
♪ Halbe Fahrt voraus, vernünftig gebremst.
♪ Ich feier dein Gesicht und mach 50 Prozent.
♪ Ich esse vegan zu 50 Prozent.
♪ Ich geb immer halben Einsatz. Geb immerzu 50 Prozent.
♪ Das ist gar nicht so einfach. Hab manchmal fast dafür gekämpft.
♪ Hey, Dieter, mach mal halblang. Das war grade viel zu schnell.
♪ Spiel den Beat noch mal von Anfang. Digga, tu was für dein Geld. Bra!
♪ Ich geb immer volle 50 Prozent. Ich mach keine krassen Sachen.
♪ Ich geb immer volle 50 Prozent. Das kann man machen.
♪ Warum soll ich alles geben, wenn doch auch die Hälfte reicht?
♪ Ich hab keinen Stress im Leben, ich mach alles nur so halb.
♪ Immer halb dein Leben, doch bisher hat es gereicht.
(Unverständliches Gespräch)
Ich hatte grad Sex.
(Unverständliches Flüstern)
(leise:) War richtig gut.
(Samy:) Fingernägel, klar.
Lippen sind Filler drin.
Filler? - Ja, also Hyaluron.
Müsste ich auch mal wieder machen lassen.
Ähm ... Augenbrauen.
Orgasmen.
Hm?
Es war total gut.
Ich ... Ich komm nur einfach fast nie beim Sex.
Also, beim Oralsex manchmal schon.
Aber das dauert einfach ewig, und dann ...
kann ich mich da auch irgendwie nicht so richtig entspannen,
wenn ich so das Gefühl hab, da müht sich so jemand gerade ab.
Mh ... darf ich noch mal probieren?
Aber du darfst nicht faken.
Kannst du mich nicht so anstarren?
(lachend:) Okay. Äh, ja.
So? - Ja.
Findest du das eigentlich spießig?
Hm?
Also ...
So ... mich und mein Leben und so?
Nö.
Wirklich? - M-m.
Also, ich find das schön.
Oh, entschuldige, nicht anstarren.
(Getragene, nachdenkliche Musik)
(Handysignal)
(Musik verklingt.)
(Leiser Straßenlärm, Krähenschreie)
(Handyvibration)
(Sanfte Musik)
(Sie summt leise vor sich hin.)
(Türglocke)
Guten Tag. - Hallo.
Hallo.
Oh, Sie haben sich die Haare geschnitten.
Ja. - Sieht gut aus.
Danke.
Hattest du ein gutes Wochenende? - Joa. Schon.
Ich geh zum Supermarkt. Willst du auch was?
Nee, danke.
(Sie summt vor sich hin, Türglocke.)
(Getragene, nachdenkliche Musik)
(Musik stoppt.)
(Gesprächsfetzen im Hintergrund.)
(Musik wird chaotischer.)
SWR 2024
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