All language subtitles for Ein Herz geht auf Reisen, 1969

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Original subtitles

(Musik aus dem Radio)

(Heintje singt) Ganz leis' und sacht

der Regen f�llt.

Und ich steh' am Fenster

und so grau ist die Welt.

Liebe Sonne, lach doch wieder.

Mach doch fr�hlich meinen Sinn.

Schau auf uns're Welt hernieder,

weil ich sonst so traurig bin.

Liebe Sonne, lach doch wieder.

Alle warten ja auf dich,

dann erklingen frohe Lieder.

Liebe Sonne, schein f�r mich.

Und bist du mal ganz b�s' mit mir,

nehm' ich deine H�nde

und sag z�rtlich zu dir:

Liebe Sonne, lach doch wieder.

Mach doch fr�hlich meinen Sinn.

Schau auf uns're Welt hernieder,

weil ich sonst so traurig bin.

Liebe Sonne, lach doch wieder.

Alle warten ja auf dich,

dann erklingen frohe Lieder.

Liebe Sonne, schein f�r mich.

Und bist du einst

nicht mehr bei mir,

sag ich nur ganz leise,

grad als w�rst du noch hier:

Liebe Sonne, lach doch wieder.

Mach doch fr�hlich meinen Sinn.

Schau auf uns're Welt hernieder,

weil ich sonst so traurig bin.

Liebe Sonne, lach doch wieder.

Alle warten ja auf dich,

dann erklingen frohe Lieder.

Liebe Sonne, schein f�r mich.

Liebe Sonne, schein f�r mich.

Ach Heintje, kannst du nicht wenigstens am fr�hen Morgen

deine Stimmb�nder auf Zimmerlautst�rke einstellen? - Tut mir leid, Tante Monika.

Ich hab vergessen, dass du jetzt immer eine Stunde l�nger schl�fst.

Das vergisst du leider jeden Morgen. Seit ich mit Herrn Schelle arbeite,

h�rt der Tag f�r mich ein paar Stunden sp�ter auf.

Ich gehe jetzt. - Vergiss den Schl�ssel nicht und h�ng ihn dir um.

Immer umh�ngen, wie 'ne Hundemarke...

Sind denn keine Mohrr�ben mehr da? - Also,

was du in letzter Zeit an Mohrr�ben verdr�ckst... - Ich mache eine R�benkur.

Hier. Komm, kauf dir welche. - Danke.

Tsch�s, Tante Monika. - Tsch�s.

Schick, unsere neue Kundin. - Von mir aus.

Wollen Sie sie nicht kennen lernen? - Nein, fr�hst�cken.

Ich dachte, f�r Ihre Kragenweite. - �berlassen Sie das mir.

Was? - Das Denken! - Na bitte, wie Sie denken.

Ja, wer ist denn das? - Na, sie. - Wer?

Ihre Kragenweite.

Ach, guten Morgen, Rudi.

Guten Morgen, mein Fr�ulein. Komm!

(Frau Weber) Ui!

Das ist aber ein sch�nes Pferd. - Ja, das ist Hektor, der geh�rt Herrn Teichmann.

Sehr sch�n. - Darf ich mich vorstellen: Alfred Teichmann.

Gut, dass ich Sie kennen lerne. Gerdi Weber. - Freut mich sehr. - Ich freue mich auch.

Was ist eigentlich mit dem Apfelschimmel? Ist er zu mieten?

Leider nicht, Privatpferd. - Ist da gar nichts zu machen?

Vielleicht.

Warum soll es ausgerechnet Hektor sein? Sie k�nnen doch alle anderen Pferde haben.

Er gef�llt mir eben. - Na, das ist ein Grund.

Mir geht's wie Ihnen: Wenn mir etwas gef�llt, will ich es auch unbedingt haben.

Und kriegen Sie es auch? - Ja, meistens.

Gl�ckspilz.

Na, Hektor?

Schau mal, was ich dir mitgebracht habe. Mohrr�ben.

Die magst du doch so gerne.

Du bist ja schon wieder da, du L�mmel!

Du bringst den Futterplan durcheinander mit deinen Mohrr�ben! - Von Mohrr�ben

ist noch kein Pferd krank geworden. - Davon verstehst du nichts. Und jetzt schweb ab!

Wenn du dich noch mal blicken l�sst, dann knallt's! Wieso bist du nicht in der Schule?

Wir haben heute frei. - Ha, und das soll ich dir abnehmen?

Ich glaube, ich muss mal mit deinen Eltern sprechen! - Wollen Sie die Adresse wissen?

Nordfriedhof, 3. Reihe, Grab Nr. 74.

(Heintje lockt die Tauben an) Gurr! Gurr! Gurr!

Wie lange dauert's noch? Wir m�ssen los! - Ich wei� nicht, wo der Junge bleibt.

Sonst ist er immer um eins zu Hause. - Ja, jetzt ist es gleich halb zwei!

(G�nter) Eine halbe Stunde Versp�tung bedeutet ein nicht verkauftes Kleid!

(Tante Moni) Ja, aber... - Der Junge muss in ein Heim, da geht's ihm auch viel besser!

(G�nter) Da hat er Kameraden... - In ein Heim? Wie ein richtiges Waisenkind?

(Tante Moni) So ein Junge braucht jemand, der sich um ihn k�mmert. Und ich habe

meiner Schwester versprochen, f�r ihn zu sorgen. - Sag mal, was willst du eigentlich?

Du k�nntest vielleicht einen Laden aufmachen mit deinen Pariser Modellen.

Quatsch! Das ist doch gerade der Witz, dass wir mit dem Fummel �ber die D�rfer ziehen.

Eine Modenschau auf dem Land, das ist 'ne Sache! Du hast doch gesehen, wie das zieht,

wenn du die Modelle da vorf�hrst. 12 Kleider haben wir gestern verkauft!

Und die meisten davon muss ich jetzt noch �ndern. - Naja, Arbeit ist nat�rlich dabei.

Also ich gehe jetzt. Komm gleich nach! - Ja, ich beeile mich.

(Tauben gurren laut) - Verdammt!

Weg! Weg!

D�mliches Viehzeug! Weg!

Tag, Tante Moni. - Endlich kommst du, Junge!

Du wei�t doch, dass ich es eilig habe! - Entschuldige bitte!

Deine Bratkartoffeln werden jetzt sicher kalt sein. - Macht nichts.

Du Tante Moni? - Ja?

Kannst du nicht wieder im B�ro arbeiten? Das war viel sch�ner.

Ja, mein Junge, f�r dich.

Aber f�r mich nicht. Ich bin froh, dass ich jetzt ein bisschen mehr verdiene.

Naja, aber den neuen Chef von dir, den Herrn Schelle, den mag ich nicht.

Aber Heintje, wie kannst du denn so was sagen? Du kennst ihn doch kaum.

Ich meine ja blo�. - Also dann, mach's gut, mein Schatz.

Tante Moni? Ich wei� schon, was ich werden will. - Was denn?

Jockey! - Ist das ein Beruf? - Ja, da kann man sehr viel Geld verdienen.

Dar�ber reden wir sp�ter. Vergiss nicht abzuschlie�en, wenn du schlafen gehst.

Ekelhaft! Schweinerei!

Was ist denn das? - So was Bl�des!

Na, Taubendreck! Da hat so ein Idiot Futter auf meinen Wagen gestreut.

Das kriegen wir so nicht ab, dazu brauchen wir Wasser.

Verdammter Mist! Immer, wenn man's eilig hat.

Wie bist du hier raufgekommen? - �ber die Treppe.

Komisch, dass ich dich nicht gesehen habe. Hast du dich vor mir versteckt?

Warum soll er sich vor dir verstecken, G�nter? - Wetten, dass er mir

das Futter aufs Dach gestreut hat. Auf so eine Idee kommt doch nur der, stimmt's?

Sie haben gewonnen. - Na, bitte.

Heintje, musst du denn immer solchen Unfug machen? - Da hast du's wieder.

Wenn nicht in 5 Minuten der Wagen sauber ist, dann knallt's, verstanden?

Also los, runter mit dir!

Bitte, G�nter. - Raus!

Ich muss heute noch in die Stadt. - Sie arbeitet als Kosmetikerin

im Sch�nheitssalon Apollo in der Rubenstra�e.

Wer? - Na, Gerdi Weber. Die suchen Sie doch, oder nicht?

So ein Quatsch. - F�r Herren Montag, Mittwoch und Freitag.

Du glaubst doch nicht, dass ich in einen Sch�nheitssalon gehe? Bin doch kein Idiot!

(Gerdi) Ja, sehr sch�n.

Na, nicht kneifen, immer weitermachen. Eins, zwei.

Eins, zwei. - Das hab ich mir anders vorgestellt mit Ihnen.

Ich dachte, wir k�nnen uns ein bisschen nett unterhalten. - Warum nicht? Sp�ter.

Jetzt legen wir uns erst mal hier drauf. - Oh ja, mit Vergn�gen!

So. - Ja, hier vielleicht?

Nein, nein, nicht hier. Dorthin.

So, dorthin. - Hier?

Rumdrehen. Rum, rum... und draufsetzen, so.

(Alfred �chzt) - (Gerdi) Runter! Bauch rein. So.

In einer halben Stunde komme ich wieder. - Was?

Kommt!

Los, wir lassen die Pferde aus den Boxen! - Prima!

(das Pferd wiehert)

(Wiehern)

Los, wir machen ihn mal wild wie ein Mustang auf der Pr�rie. - Ja!

(Hektor wiehert)

(lautes Wiehern)

H�rt auf, ihr Idioten! So eine Gemeinheit!

H�rt auf! Los!

Schnell, weg! Kommt!

Na, Hektor.

Guck mal, was ich dir mitgebracht habe.

Hektor, komm! Brav.

Rudi, sie sind weg!

Rudi! Rudi! Rudi!

Ja!

Was ist denn? - Sieh dir das an! Wer hat die Boxen aufgemacht?

Rudi, wer hat die Boxen aufgemacht?

Ja, was ist denn? Wo warst du, Hektor? - Los, bring Hektor rein.

Nun zu uns. Warum hast du die Tiere rausgelassen? - Das war ich nicht.

Wer denn? - Das sag ich nicht. - Warum nicht? - Weil ich keine Petze bin.

Hab ich dir nicht gesagt, wenn ich dich noch mal hier erwische, dann knallt's? - Ja.

So! Seine Versprechen muss man halten, nicht wahr?

Ich hab noch nie ein Kind geschlagen, aber bei dir geht's nicht anders.

Hoffentlich reicht's. Und jetzt hau ab und lass dich nie wieder hier blicken.

Wie konnte das blo� passieren? Du hast nat�rlich wieder gepennt!

Nein, das habe ich nicht. Ich habe getr�umt.

Es war ein schrecklicher Traum. - So? Was hast du denn getr�umt?

Ich hab getr�umt, du und Brigitte Bardot, ihr beide habt um mich gek�mpft.

Na und, was ist daran so schrecklich?

Du hast gewonnen. - Du...

Da kommt er. - Na, dann kann's losgehen.

Halt! Du hast uns verpfiffen, gib's zu! - Nein.

Du Feigling, jetzt sag die Wahrheit, oder wir nehmen dich auseinander!

Ihr seid Feiglinge, ihr seid abgehauen! - Was, wir Feiglinge?

Los! Dir werden wir's zeigen!

Runter mit ihm, los!

Ihr Gemeinen, das ist doch die H�he! Ihr seid vielleicht Helden!

Warum haben sie dich verhauen? - Weil sie dachten, ich h�tte sie verpfiffen.

Ach, das waren also deine Kumpels? Sch�ne Freunde hast du.

Warum haben Sie mir geholfen? - Weil mich so was st�rt, vier gegen einen. Na also!

Na los, komm mit. Na, komm schon.

Steig ein. - Danke.

Wie hei�t du eigentlich? - Heintje Gruber.

Heintje? Bist du Holl�nder? - Mein Vater hat auf einem Gest�t in Holland gearbeitet.

Ach. Deswegen bist du so pferdeverr�ckt. - Mhm. Ich kann auch reiten.

Holland, ein sch�nes Land. Gutes Essen. - Ich esse nicht viel.

Ich will Jockey werden. - Das wollte ich auch mal.

Aber dann wurde ich immer gr��er und immer dicker, und dann war der Traum aus.

So, ich bin da. Du, geh nach Hause und mach's gut.

Oder willst du ein Eis? - Ja, gerne! - Na, dann komm mit.

Guten Tag, Alfred. Suchst du einen Platz?

Hanna! Wir haben uns eine Ewigkeit nicht gesehen. So eine �berraschung!

Geht man in 'ne Kneipe, denkt nichts B�ses, und wen trifft man? Eine alte Freundin!

Ich will dir den Appetit nicht verderben, ich gehe gleich. Bitte zahlen!

Nicht doch! Bleib doch um Gottes willen noch einen Moment.

Willst du noch etwas trinken mit mir? - Nein, danke. Ich muss ins Amt.

Immer noch bei der F�rsorge? - War ich nie. Jugendamt.

Ist auch nicht lustiger. (beide lachen)

Mensch, Hanna, ich versteh bis heute nicht, warum das mit uns damals

auseinandergegangen ist. - Wirst du denn nie begreifen,

dass eine Frau bei dir nicht blo� die Nummer... 31 sein will?

Du �bertreibst wie immer. - Ach, lassen wir das. War nett, dich wiederzusehen.

(Heintje seufzt erleichtert) - Na Heintje, wo warst du so lange?

Woher kennen Sie die? - Was geht dich das an?

Die ist doch vom Jugendamt, die schn�ffelt �berall herum.

Bitte sch�n, die Herrschaften? - Zwei Eis, mit Sahne.

F�r mich ohne, ich darf nicht dicker werden!

Wenn ich blo� w�sste, wo der Junge immer steckt. In den letzten 14 Tagen

sehe ich ihn �berhaupt nicht mehr. - Da gibt's wenigstens keinen �rger.

Ich muss auf ihn aufpassen, ich bin f�r ihn verantwortlich. - Wo wird er schon sein?

Er wird sich wieder mit anderen Rotzl�ffeln auf der Stra�e rumtreiben.

Der Aufsatz ist fertig! - Moment, ich komme.

Da. - Danke.

Prost! - Prost!

So, gib ihn mir.

"Die letzten 14 Tage waren klasse. Ich durfte jeden Tag bei meinem Onkel reiten."

Ich bin doch nicht dein Onkel! - Ich kann doch nicht "Herr Teichmann" schreiben.

Dann schreib "bei meinem gro�en Bruder", nicht? Oder schreib "bei Alfred",

aber dein Onkel bin ich nicht, das Wort "Onkel" kann ich nicht leiden! - Na gut.

Ich schreibe "bei Alfred". - Meinetwegen. Dann schreibst du es ins Reine.

Alfred, lass das Band noch mal laufen. - Ja, wieso? - Das ist mein Lieblingslied.

Was hei�t dein Lieblingslied? Du sollst den Aufsatz ins Reine schreiben! - Mach schon.

Spul das Ding zur�ck.

(Musik erklingt vom Tonband)

(Alfred pfeift zur Melodie)

(Heintje singt) Ich sing ein Lied f�r dich,

ein kleines Lied f�r dich.

Sing es froh

in den Tag hinein.

Jedes Wort,

es soll dir sagen:

Ich hab dich lieb,

nur dich allein... (Alfred stoppt das Tonband)

Sag mal, deine Stimme ist eine echte Wucht! Wer hat dir das beigebracht?

Niemand. - Du bist ja ein Talent, du!

Naja. - Du, warte mal. Das nehmen wir auf.

Auf Tonband? - Na klar. Aber pass auf, dass du richtig einsetzt. Moment!

(Musik erklingt) So. Achtung!

(Heintje singt) Ich sing ein Lied f�r dich,

ein kleines Lied f�r dich.

Sing es froh

in den Tag hinein.

Jedes Wort,

es soll dir sagen:

Ich hab dich lieb,

nur dich allein.

Was kommen mag,

was auch geschieht,

stets klingt f�r dich

mein kleines Lied.

La la la la la la

La la la la la la

Jeden Tag sing ich es

aufs Neue.

Wenn die Jahre

auch vergehen,

mein kleines Lied,

es bleibt dir treu.

Ich sing ein Lied f�r dich,

ein kleines Lied f�r dich.

Sing es froh

in den Tag hinein.

Jedes Wort,

es soll dir sagen:

Ich hab dich lieb,

nur dich allein.

Jedes Wort,

es soll dir sagen:

Ich hab dich lieb,

nur dich allein.

So was hab ich noch nie erlebt! Du solltest S�nger werden! - Ich werde lieber Jockey.

(Alfred) Sehr sch�n.

Auf die Mittellinie gehen.

Beuge nach links.

Auf die Mittellinie gehen.

So. Halt!

Das war sehr gut, Heintje. Sehr gut! Und du warst auch gut.

So, jetzt auf der Vorhand links um, marsch.

Arbeitstempo Galopp, marsch.

Ja... ja.

(Alfred) Ja! Sehr sch�n, Heintje! Gut.

Ja. Ja, gut.

Gerdi! Du... du kommst doch so fr�h. - Fr�h ist gut.

Wir waren um 5 verabredet, und jetzt ist es 6! - Was? Das kann nicht wahr sein.

Ja, leider. Aber du kannst ja noch weiterspielen, ich warte inzwischen.

Kannst du mir noch einmal verzeihen? Heintje, Schluss f�r heute!

Bring Hektor in den Stall und verkr�mel dich. - Ja.

Tsch�s.

Ich mache mich landfein, dann veranstalten wir noch was Tolles, einverstanden?

Wer ist der Junge? Geh�rt er zu dir? - Du glaubst wohl, das ist ein Ableger von mir?

Nee. - Und warum hockt er bei dir rum? - Ach, er ist ein armes W�rstchen.

Er hat keine Eltern mehr. - Ach, und deshalb musst du mit ihm Zirkus spielen.

Ja, S��e, ich spiele eben gern.

Noch b�se? - Hm, mal �berlegen...

Kann ich was tun, um den letzten Rest von �rger noch zu verscheuchen? - Vielleicht.

N�mlich? - Du k�nntest zum Beispiel versprechen, mehr Zeit f�r mich zu haben.

Wie w�r's, wenn du mit mir spielen w�rdest? - Versprochen.

Meine freie Zeit geh�rt nur noch dir. Und wei�t du was?

Mhm? - Das probieren wir gleich mal richtig aus.

Du wei�t ja, dass ich n�chste Woche Urlaub machen will. - Mhm.

Und da f�hrst du mit! - Fein! Und wohin?

Ja, wohin du willst, die ganze Welt steht uns offen.

Okay, dann fahren wir nach St. Tropez, da wollte ich schon lange hin.

Gut, abgemacht. Auf nach St. Tropez!

Sieh mal da. - Ich werde verr�ckt!

Dein junger Freund h�chstpers�nlich! - Moment, das werden wir gleich haben.

Was machst du hier mitten in der Nacht? - Ich... ich warte.

Ja, das tust du doch immer, aber bisher wenigstens blo� am Tage!

Alfred, ich muss noch mal in die Reithalle.

Ich hab meinen Schl�ssel verloren, wahrscheinlich vorhin beim Reiten.

Wo hast du ihn gehabt? - Hier, in der Hosentasche.

Die hat ein Riesenloch! Warum gehst du nicht nach Hause und klingelst?

Ich war schon zu Hause, aber meine Tante ist nicht da.

Naja, versuchen k�nnen wir es ja, aber ich glaube nicht, dass wir ihn finden.

Nat�rlich nicht, willst du etwa das ganze S�gemehl durch das Sieb schippen?

Wo ist deine Tante? - Bei Herrn Schelle, arbeiten.

Was, mitten in der Nacht? - Sie �ndert die Kleider, die sie heute verkauft haben.

Die sollte dir erst mal deine Hosentasche flicken! - Geh hin und sag deiner Tante,

dass du den Schl�ssel verloren hast. Sie soll dir ihren geben. - Herr Schelle wohnt

zu weit drau�en, da laufe ich bis morgen fr�h.

Also los, dann fahren wir zusammen hin! - Na, das wird ja eine lustige Nacht...

Ich nehme an, dein Versprechen gilt erst ab morgen. - Was soll ich denn machen?

Wo ist die Wohnung? - Da unten. - Nein, du bleibst hier und wartest.

(Alfred klopft)

Was wollen Sie mitten in der Nacht? - Entschuldigung, ich bin Teichmann.

Ist Fr�ulein Klausen bei Ihnen? - Was geht Sie das an? - Es geht um den Jungen.

Um Heintje. - Um Heintje? - Ja.

(Tante Moni) Um Gottes willen! Ist ihm was passiert? - Nein, keine Sorge.

Er hat blo� im Reitstall den Hausschl�ssel verloren, nun kann er nicht in die Wohnung.

Mit dem Bengel hat man nur �rger von morgens bis abends. - Na, wieso?

Er ist den ganzen Tag bei mir, wie wollen Sie dann �rger haben? - Weshalb k�mmern

Sie sich um ein fremdes Kind? - Geben Sie mir Ihren Schl�ssel, ich bringe ihn heim.

Ja, Herr Teichmann, wollen Sie nicht hereinkommen?

Es ist so nett, wie Sie sich um den Jungen k�mmern. - Ist schon gut.

Aber einer muss es ja tun.

Los, komm raus, ein bisschen schnell! Du bleibst heute da, ja?

Wo hast du den Schl�ssel gehabt? - In der Hosentasche. - Ja, und die hat ein Loch.

Halten Sie sich da raus, was geht Sie die ganze Sache an? - Na, h�ren Sie mal!

Komm! Also, wo sollst du den Schl�ssel tragen? - Umgebunden, um den Hals.

Damit du's dir merkst! - F�llt Ihnen nichts Besseres ein, als den Jungen zu schlagen?

Sie sollten endlich die Kurve kratzen, ich h�re mir Ihr Geschw�tz nicht l�nger an!

Lassen Sie den Jungen in Ruhe! - Gehen Sie zu Ihrer Puppe, verschwinden Sie!

Also zum letzen Mal: Der Junge muss in ein Heim. Es geht so nicht weiter.

Er ger�t in immer schlechtere Gesellschaft und verlottert v�llig.

Daf�r haben Sie ja die Aufsichtspflicht, dass Heintje nicht verlottert.

Das ist leicht gesagt. Meine Verlobte und ich, wir arbeiten jetzt ausw�rts,

Konkurrenz und so. Da k�nnen wir uns nicht mehr k�mmern um den Jungen.

Ja, ich will auch nur das Beste f�r ihn. - Jawohl, n�mlich seine Ordnung,

und die hat er nur im Heim. Gestern ist er um Mitternacht nach Hause gekommen,

da trieb er sich die halbe Nacht mit 'nem arbeitsscheuen Pferdevermieter herum,

einem gewissen Teichmann. Na, sagen Sie doch selbst, so geht das nicht weiter!

Ich wei� mir wirklich keinen Rat mehr, ich...

Ja. Wenn Sie keine andere M�glichkeit sehen...

Nein, ausgeschlossen! Wir gehen am Mittwoch auf eine Villeggiatur,

bis dahin muss er untergebracht sein. - Ich werde mich sofort darum k�mmern.

Guten Tag. - Sch�nen Dank.

Mensch, ist das ein toller Dampfer! - Ja, da staunst du, mein Lieber!

Das ist ein Hotel auf R�dern. Darin schl�fst du am Nordpol genauso gut wie am �quator.

Alle Schikanen! - Da drin schlafen, das w�re edel.

Na komm, schau ihn dir an. Wenn du das siehst, dann m�chtest du

nie mehr woanders wohnen. Immer rein in die gute Stube.

Hier, zwei Doppelliegen, da hat eine vierk�pfige Familie Platz.

Hier die K�che. Abwasch, Elektroherd,

Propangas, und hier ist ein K�hlschrank. - Ist da was drin? - Wieso, hast du Hunger?

Immer! - Nee, ist noch leer, aber daf�r kannst du dich waschen. Guck mal hier.

Da, tritt mal da unten drauf. - Funktioniert sogar! - Ja. Prima, was?

Hast du dir die Strecke schon ausgesucht, die du fahren willst? - Na klar.

Sieh mal.

Am ersten Tag geht's zum Bodensee, hier. - Und dann?

Am n�chsten Morgen mit der F�hre �ber den See. Mal sehen, wie weit wir kommen.

Ich denke, so bis zum Lago Maggiore, hier. - Sch�n!

Bei Locarno, da kenne ich einen duften Campingplatz, da bleiben wir eine Weile.

F�hrst du nicht alleine? - Nein, da f�hrt noch jemand mit.

Schade, dass du mich nicht mitnehmen kannst, ich kriege doch jetzt Ferien.

Mensch, du glaubst doch nicht, dass Herr Schelle das erlauben w�rde.

Du, ich hab noch was. Steh mal auf. Hier!

Musik nehmen wir auch mit auf die Reise. - Klasse!

(Musik vom Tonband, Heintjes Gesang ist zu h�ren)

Klingt gut, was? - Mhm.

(vom Band) "Was kommen mag..." - (Heintje singt) Was kommen mag,

"Was auch geschieht..." - Was auch geschieht,

stets klingt f�r dich

mein kleines Lied.

La la la la la la

La la la la la la

Jeden Tag sing ich es

aufs Neue...

(Hanna klopft) Darf man hier st�ren?

Hanna! - Tag, Alfred.

Ich hab in deinem B�ro geh�rt, dass du mit Heintje hier w�rst. Guten Tag.

Guten Tag, Fr�ulein Schwarz. - Richtig. Ihr beide kennt euch ja. Nimm doch Platz.

Danke. Ja, ich habe mit Heintje zu reden.

Nanu, hat er geerbt? - Bist du oft hier bei Herrn Teichmann, Heintje?

Ja, ich darf hier reiten und meine Schulaufgaben mache ich auch hier.

Ja, wir haben viel Spa� miteinander. Du hast ja geh�rt, das Lied.

Das war Heintje! Na, was sagst du dazu? Begabt, was?

Sehr sch�n. - Ja, willst du noch mehr h�ren?

Nein, danke.

Pass mal auf, Heintje, die Sache ist die: Deine Tante kann sich jetzt

nicht mehr so richtig um dich k�mmern, weil sie au�erhalb arbeitet

und da hat sie das Jugendamt gebeten, f�r dich einen Platz in einem Heim zu suchen.

So? - Ja, in einem Landschulheim, es wird dir dort sehr gut gefallen.

Du kannst die Ferien dort verbringen, da lernst du deine Kameraden gleich kennen.

Na, was sagst du dazu? - Und nach den Ferien?

Gehst du dort zur Schule. - Das ist ja blo�, weil Herr Schelle mich nicht haben will.

Ach Unsinn, Heintje, das bildest du dir nur ein.

(Hanna) Die Entscheidung hat das Jugendamt getroffen.

Na, typisch b�rokratisch. - Wann muss ich weg?

�bermorgen. Ich fahr dich selber hin.

Kann ich in den Stall gehen? - Nat�rlich.

Komm, lauf los! - (Hanna) Auf Wiedersehen, Heintje!

Hannchen, gibt's denn wirklich gar keinen anderen Weg? - "Anderen Weg"...

Herr Schelle will den Jungen nicht haben, und die Tante tut, was ihr Verlobter will.

So geht's doch wirklich nicht weiter. Der Junge liegt auf der Stra�e.

Er liegt nicht auf der Stra�e, der ist bei mir! - Das ist doch nur eine Laune von dir.

Erz�hl nicht, dass du pl�tzlich Vatergef�hle f�r ein fremdes Kind entdeckt hast.

Dein Lieschen sagte eben, dass du mit dem Wohnwagen nach St. Tropez f�hrst.

Wolltest du den Jungen etwa mitnehmen? - Hm, nat�rlich nicht. - Eben.

Aber nach den Ferien bin ich ja wieder da. - Aber dann ist doch alles ganz anders.

Deine Gef�hle �ndern sich ziemlich oft. - Was wei�t du von meinen Gef�hlen?

Ach, wir streiten uns schon wieder wie damals.

Entschuldige, ich muss nach dem Jungen sehen. Wiedersehen.

(Heintje singt) Es war einmal ein kleines B�bchen,

das bettelte so wunders��:

Mamatschi, schenk' mir ein Pferdchen!

Ein Pferdchen w�r' mein Paradies.

Darauf bekam der kleine Mann

ein Schimmel-Paar aus Marzipan.

Die sieht er an, er weint und spricht:

Solche Pferde wollt' ich nicht.

Mamatschi, schenk' mir ein Pferdchen!

Ein Pferdchen w�r' mein Paradies.

Mamatschi, solche Pferde wollt' ich nicht.

Und es vergingen viele Jahre,

und aus dem Knaben ward ein Mann.

Dann eines Tages vor dem Tore,

da hielt ein herrliches Gespann.

Vor einer Prunk-Kalesche standen

vier Pferde, reich geschm�ckt und sch�n.

Die holten ihm sein liebes M�tterlein.

Da fiel ihm seine Jugend ein.

Mamatschi, schenk' mir ein Pferdchen!

Ein Pferdchen w�r' mein Paradies.

Mamatschi,

Trauerpferde wollt' ich nicht.

Na, Heintje? - Kann ich nicht bei dir bleiben und bei Hektor?

Ich fahre ja auch weg. Da w�rst du ganz allein da.

Im Heim hast du Kameraden, da kannst du Fu�ball spielen oder was es sonst

noch alles gibt. Wenn ich wiederkomme, dann besuche ich dich.

�berhaupt, du kommst doch in die Lehre in 2 Jahren. Na, was sind schon 2 Jahre?

Du bist wohl auch froh, dass du mich los wirst. - Ach, du oller Knallkopf,

�bermorgen bin ich auch noch da, dann bringe ich dich hin mit Fr�ulein Schwarz

und dann sehen wir uns den Laden mal an. So ein Landschulheim ist kein Gef�ngnis.

Pass mal auf, in 8 Tagen willst du �berhaupt nicht mehr raus, du!

So, dein Koffer ist fertig. Willst du wirklich nichts mehr mitnehmen? - Nein.

Vielleicht deine... deine Mundharmonika noch? - Nein.

Ja, dann wollen wir mal.

Es tut mir leid, dass ich Sie nicht begleiten kann, aber... - Schon recht, Frau Klausen.

Es ist, weil mein Verlobter gleich kommt, wir m�ssen heute noch 300 km schaffen.

Ja, ja. Wahrscheinlich ist es auch besser so. Also Heintje,

verabschiede dich von deiner Tante. - Auf Wiedersehen, Tante Monika.

Auf Wiedersehen, mein Junge und... sei nicht traurig.

Ich besuch dich, so oft ich kann. - Mhm.

Komm.

(Tante Moni seufzt)

Ach, da ist ja unser Auswanderer. Tag, Heintje. - Tag.

Na, steig ein. Na los, gib deinem alten Blechesel die Sporen!

In Sachen Pferdest�rken sind wir n�mlich anspruchsvoll, was?

(Motor stirbt ab, Hanna startet den Wagen wieder)

Ziemlich lange haben wir gebraucht. 2 Stunden! Na los, nun komm mal.

Sieht gar nicht so �bel aus, was? Nanu, guck doch mal, Heintje.

Verabschiede dich von Herrn Teichmann. - Na, was denn, ich komme doch mit rein!

Nein, warte hier, du bist kein Verwandter. - Dann sag eben, ich w�re vom Jugendamt.

Das bist du aber nicht. Komm, Heintje!

Mach's gut, Junge, halt die Ohren steif. Ich schreibe dir jede Woche eine Karte.

Heintje, warte mal!

Hier, f�r Cola oder so. - Alfred, das geht leider nicht, die Kinder bekommen alle

das gleiche Taschengeld, keiner soll mehr haben als der andere.

Das finde ich sehr richtig, soziale Gerechtigkeit muss sein!

(Hanna) Zu Herrn Direktor Neumann, bitte. - (Pf�rtner) Ja, gehen Sie nur hinein.

Ah, Fr�ulein Schwarz! - Guten Tag. - Guten Tag.

Bringt uns unseren neuen Kameraden.

Das ist also der Heinz Gruber. - Heintje, Herr Direktor. Er wird Heintje genannt.

Also gut, Heintje, willkommen in unserer fr�hlichen Gemeinschaft.

Ist das alles? - Ja, das sind alle seine Papiere.

Du wirst dich wohlf�hlen. Wir sind hier wie eine gro�e Familie

und du kannst mit jeder, aber auch mit jeder Sorge zu mir kommen.

Merk dir das. - Ja, Herr Direktor.

Sag nicht Direktor, sag einfach Herr Neumann zu mir, hm?

Frau Becker wird dir jetzt dein Zimmer zeigen, und dort kannst du dich einrichten

wie du willst. Es soll dir doch gefallen bei uns. Und immer sch�n gerade halten!

Na, komm mal mit. - Ich bringe ihn noch rauf.

Ich h�tte nicht gedacht, dass du dir mal um ein fremdes Kind Sorgen machen w�rdest.

H�tte ich es blo� gelassen, dann w�re mir hier nicht so hohl unter den Rippen.

Aber davon verstehst du nichts. Ich wette, du bist mit dir und der Welt zufrieden,

weil du deine Pflicht getan hast. - H�ttest du was Besseres gewusst?

Nein, aber auf jeden Fall was anderes. - Ach, "was anderes, was anderes"...

Das habe ich gerne. Du bist noch der gleiche Angeber. - Ja, aber mit Herz, wo du

ein Gefrierfach hast, und wenn man das aufmacht, ist nur die Dienstvorschrift drin.

Als ob du mich kennst! - Ach, ich hab's doch wieder gemerkt: Du bist keine Frau,

du bist ein wandelnder Aktenschrank.

Hier h�lt der Postomnibus. Wenn du Gl�ck hast, kommt er bald. - Eine sehr gute Idee!

Frohes B�roschaffen!

Und Autofahren kannst du auch nicht!

So, Jungs, wir singen jetzt ein Lied, mit Frau Musica wird jeder Weg k�rzer,

und zwar "Das Wandern ist des M�llers Lust". Drei, vier!

(Alle singen) Das Wandern ist des M�llers Lust,

das Wandern ist des M�llers Lust...

Na, Heintje, du singst ja gar nicht mit. Kennst du das Lied nicht? - Nein.

Na, dann sing doch einfach la la la la...

Man darf sich nicht aus der Gemeinschaft ausschlie�en. - Mir tut der Fu� weh.

Ach! Na, wir machen gleich Rast und dann ziehst du die Schuhe aus, ja?

Vielleicht hast du dir eine Blase gelaufen. Trotzdem, immer sch�n gerade halten.

Na komm!

(die Schulklasse singt das Wanderlied)

... das muss ein schlechter M�ller sein,

dem niemals fiel das Wandern ein.

Das Wandern, das Wandern,

das Wandern...

Hallo. - Hallo!

So p�nktlich!

Fabelhaft siehst du aus. - Gefalle ich dir? - Na, hinrei�end!

Ja? - Ja! So, und nun komm mit, jetzt kommt die gro�e �berraschung!

So, meine Dame, und jetzt... Augen auf!

Das ist der Clou der Reise, sozusagen der Knalleffekt.

Willst du damit sagen, dass wir beide... - Ja, erraten, Schatz.

Na komm, wir werden einen wundersch�nen, langen

und v�llig ungest�rten Urlaub in diesem Wagen verbringen!

Ohne aufdringliche Mitmenschen, ohne unversch�mte Ober, nur wir zwei.

Aha. - Was denn? Ist was? - Unsere Urlaubsvorstellungen

sind ein bisschen verschieden. Ich dachte, wir wohnen in einem Hotel.

Ja, wir k�nnen nat�rlich auch mal im Hotel �bernachten, aber du wirst sehen,

Camper sind lustige Burschen. Die werden dir gefallen.

Na, hoffen wir's... - Na komm, schau ihn dir an.

(Neumann) So, sch�n manierlich essen. Und kein Papier liegen lassen! - Nein, nein.

Bitte sehr. - Danke.

So. Moment mal! Da bleibt ja ein P�ckchen �brig!

Jungs, hat jeder von euch ein P�ckchen? - (Alle) Ja!

Wir werden doch nicht zu viel eingepackt haben? - Zu viel? Das ist undenkbar!

Es fehlt einer! - Ja, der Neue! - Stimmt!

Kann ich sein P�ckchen haben? - (Sch�ler rufen) Ja, ich! Ich!

Wie kann man nur ans Essen denken, wenn einer unserer Kameraden in Not,

ja vielleicht sogar in Gefahr schwebt!

(Fahrer) Na, wo willst du denn hin? - Zum Bodensee.

Ja, dann steig ein.

So.

Danke sch�n.

Wir fahren nicht zum Bodensee, aber bis Memmingen kannst du mitfahren.

Vielen Dank.

Wo kommst du denn her? - Aus... aus D�sseldorf.

Und alles auf diese Tour? - Ja, die Ferien �ber darf ich bei Gro�mutter bleiben.

Aber das Reisegeld fehlt, hm? - Nee.

Daf�r kaufe ich meiner Gro�mutter einen Vogelk�fig, mit einem Wellensittich.

Da hat sie jemanden, mit dem sie reden kann, wenn ich wieder weg bin.

Das finde ich aber nett von dir.

Herr Teichmann ist nicht da. - Ach, wann ist er denn weggefahren?

Gestern in aller Herrgottsfr�he. - Gestern fr�h? - Mhm.

Sagen Sie, Lieschen, war vielleicht der Junge bei ihm, der Heintje?

Heintje? Na, den haben Sie doch selber ins Heim gebracht. - Ja.

Aber da ist er ausgerissen. - Ausgerissen? Ach, der arme Kerl!

Na, das muss ja ein sch�ner Schock f�r ihn gewesen sein, das Heim.

Mein Gott, was sollten wir denn sonst tun? Er konnte doch nicht ewig bei Alfred...

ich meine, bei Herrn Teichmann bleiben. - Warum nicht?

Er ist zwar ein Hallodri, aber ein schlechter Kerl ist er nicht. - Das wei� ich selber.

Aber es gibt keine gesetzliche M�glichkeit! Ach bitte, Lieschen.

Ich mache mir Sorgen um den Jungen. Wenn er hier auftaucht, rufen Sie mich an.

Damit Sie ihn wieder ins Heim bringen k�nnen, was?

Ich wei� nicht. Vielleicht gibt es eine andere L�sung. Versprechen Sie's mir.

Naja, aber ich glaube nicht, dass er hier auftauchen wird.

Wiedersehen.

Wie alt bist du denn? - 15, ich komme jetzt in die Lehre.

In Lindau? - Ja, �h... bei Lindau. Mein Onkel ist dort Konditor.

So jung und musst schon arbeiten. - Naja.

So, jetzt musst du leider aussteigen.

Hoffentlich kommst du gut weiter!

Danke, und auf Wiedersehen. - Wiedersehen!

Wohin willst du denn? - In die Schweiz, zum Lago Maggiore.

Wir fahren nur bis Konstanz. - Aber ein St�ck k�nnen wir ihn doch mitnehmen.

Der arme Junge ist doch auch froh, wenn er weiterkommt.

(zustimmende Rufe) - Ruhe! Los, steig ein, damit wir weiterkommen.

Immer musst du nachgeben, das ist doch keine Erziehung! - Ach, lass doch.

Komm, setz dich, Kleiner. Na, siehst du, geht doch ganz bequem.

Bist du ein Zigeuner? - Ja. Und ich kann auch ein sch�nes Lied singen,

das ich von meiner Zigeunergro�mutter gelernt habe.

(Heintje singt) Oma so lieb, Oma so nett.

Ach wenn ich dich, meine Oma, nicht h�tt',

w�r's auf der Welt

so traurig und leer,

denn eine Oma wie dich gibt's nie mehr.

Ich hab die beste Oma,

die liebste von der Welt

Bei dir, da darf ich alles,

wie mir es grad' gef�llt.

Und schimpft dann meine Mutti:

Ach du verw�hnst ihn noch,

dann l�chelt Oma z�rtlich

und sagt, ich darf das doch.

Oma so lieb, Oma so nett.

Ach, wenn ich dich, meine Oma, nicht h�tt',

w�r's auf der Welt

so traurig und leer,

denn eine Oma wie dich

gibt's nie mehr.

So, leider fahren wir nicht �ber die Grenze, du musst also hier aussteigen. - Danke.

Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen. - Alles Gute! - Mach's gut, mein Junge.

Danke! - Gute Reise. - Auf Wiedersehen.

Von wegen "es wird nicht kontrolliert". - Naja, sie machen Stichproben.

"Stichproben"! - Das machen sie �fters. Aber Leibesvisitationen machen sie nicht.

Haben sie auch nicht n�tig bei deinem Gesicht.

Du vergisst wohl, dass deine Visage in ihrem Verbrecheralbum klebt.

Aber doch nicht hier beim Zoll. Lass sie doch den Wagen durchsuchen!

Wir machen einen ganz harmlosen Wochenendausflug.

Die Frage ist nur, ob sie uns das abkaufen werden. - Jetzt warten wir erst mal ab.

Was ist los? Noch nie ein Auto gesehen, was? - Hau ab!

Da w�r noch ein Platz f�r einen Vierten. - Ja, f�r einen F�nften auch. Verdr�ck dich.

Ich will nach Locarno. K�nnen Sie mich vielleicht mitnehmen?

Ich hab meinen Ausweis verloren und mein Opa wartet dort auf mich.

Ja, wenn du keine Papiere hast... - Sie k�nnten doch meine Tante sein.

Ist sie aber nicht. Nun komm, schwirr ab in die B�sche, aber ein bisschen fix, ja?

Wo hast du das P�ckchen? - Wo hab ich das P�ckchen? Unter meinem Sitz.

Am besten w�rde es gehen mit dem Ding �berm Bach, und dr�ben treffen wir uns.

Zu riskant. - M�chte blo� wissen, warum ihr so ein Theater mit dem Bleiklumpen macht.

Blei k�nnt ihr doch mitnehmen �ber jede Grenze, so viel wie ihr wollt. - Ja, ja...

Kann man mitnehmen, ja... - Ich wei�, was wir machen. Komm mal her, Kleiner!

Ich? - Ja!

Vielleicht k�nnen wir dir doch helfen. - Ja?

Du k�nntest ihm den Weg �ber den Bach zeigen. - Was geht mich der Junge an?

Wieso? Ich kann Else ganz gut verstehen.

Warum sollte man einem netten kleinen Kerlchen nicht aus der Patsche helfen?

Der Onkel hier kennt einen Weg durch den Wald, da kann man ganz leicht r�ber,

und auf der anderen Seite warten wir dann auf dich.

Und dann kann ich mitfahren bis Locarno? - Nat�rlich, wir wollen auch nach Locarno.

Wieso? - Komm, steig ein. - Gib her.

Aber doch nicht da hinten, du darfst vorne sitzen. Komm, hier. - Danke.

Hier. Da hast du viel mehr von der Landschaft.

Sag mal, wie hei�t du denn, mein Kleiner? - Ich? Johannes.

Johannes? Weiter nichts? - �hm... Vogelsang.

Ach, Johannes Vogelsang, wie sch�n. Kannst du auch singen wie ein Vogel?

Soll ich mal? - Auch das noch! - Lass ihn doch.

(Heintje singt) Manchmal schau ich dich an

und dann denke ich daran,

dass ein Tag kommt,

an dem ich von dir geh'.

Und dann wird's mir so schwer,

als wenn's schon heute w�r'.

Denn scheiden,

scheiden tut so weh.

Einmal sag' ich ade,

wenn ich dann von dir geh'.

Aber scheiden,

scheiden tut so weh.

Na? Komm, jetzt steigen wir aus.

Und nun zeigt dir hier der nette Onkel den Weg �ber die Grenze, ja?

Pass auf, die Grenze ist n�mlich so ein Bach und wenn du da r�berspringst,

husch, schon bist du in der Schweiz. - Und wenn dich ein Grenzer dabei erwischt,

sagst du einfach, du h�ttest dich beim Indianerspielen verlaufen. - Na klar.

Und dann versuchst du es noch mal. - Und wo treffen wir uns dr�ben?

Tja... - Hinter dem Bach ist ein Wald und da gibt's auch einen Berg,

oben ist eine kleine Kapelle, da geht auch die Stra�e vorbei. Da wartest du auf uns.

Und Sie holen mich bestimmt ab? - Nat�rlich, darauf kannst du dich verlassen.

Also gut, bis dann. Tsch�s. - Tsch�s.

(Hugo) Geh schon vor, ich komme gleich nach.

Behalt ihn gut im Auge, bis er dr�ben ist, klar? - Okay.

Danach gehst du alleine �ber die Grenze. Wir treffen uns dann in Luzern, wie immer.

Ja, wie immer. - Abfahrt.

Na, komm schon!

Siehst du den Wald da? - Ja. - Gut.

Davor ist ein Bach, da ist die Grenze, da musst du r�ber. Dann den Berg rauf,

da oben ist die Kapelle, da treffen wir uns. Los, zieh lieber die Jacke an.

Das Rot f�llt zu sehr auf. - Prima. Soll ich kriechen?

Ach Quatsch, die Luft ist rein. Nimm schon die Haxen! - Ciao!

(Grenzer) Was machen Sie denn da? - Ich?

Ja, ich beobachte das Wild, wissen Sie, die kleinen Hasen.

Und den Jungen, der da eben die Grenze �berschritten hat. - Wieso Jungen?

Ach so, ja, kann schon sein.

Was die Bengels heutzutage anstellen, da waren wir doch ganz anders.

Haben Sie dem Jungen �ber die Grenze geholfen? - Ich?

Aber Herr Inspektor, sehe ich so aus? Ich kenne doch den Jungen gar nicht.

Darf ich mal Ihre Papiere sehen? - Ja, nat�rlich.

Das hei�t... Ach ja, hier. Bitte.

Wie hei�en Sie? - Breuer, Herr Kommissar.

Hier steht aber Neubert. - So?

Ach ja, richtig, das war nur ein kleiner Scherz, Herr Kommissar.

Ich wollte nur sehen, ob Sie es merken. - Kommen Sie mal mit zum Kommissariat,

da k�nnen Sie uns noch ein paar Scherze erz�hlen. - Aber Herr Oberst!

Bitte, jetzt... jetzt trauen Sie mir schon wieder nicht. - Kommen Sie!

Was f�r ein kindisches Theater.

Stichproben! Sch�ne Stichproben... Wer setzt mir den Wagen wieder zusammen?

Harry, lass die Herren, das hier geh�rt zu ihrem Beruf.

Stichproben... M�chte wissen, warum sie gerade bei mir Stichproben machen.

K�nnten Sie mir vielleicht sagen, wie lange der Zirkus hier noch dauert?

Bis wir fertig sind. - Aha.

Jetzt stehen wir schon 2 Stunden hier. - Hauptsache, Hugo hat gespurt.

Wer nimmt so einem Jungen das Fahrrad weg? So was h�tte es fr�her nicht gegeben.

Schlechte Menschen hat es immer gegeben, aber dass seine Freunde alle weiterradeln

und ihm sagen "sieh zu, dass du zu Fu� hinterherkommst", das ist 'n starkes St�ck.

Das war wohl eine gro�e Entt�uschung, Hugo, dass kein Geld im Safe war.

Na eben, nur dreckiges Blei. Das kann auch nicht strafbar sein.

Du willst uns hier nicht vormachen, dass du nicht wei�t, was in dem Blei drin ist?

Ja, was soll denn da drin sein? - Hugo, in dem Blei steckt eine Ladung Kobalt.

Na und? - Hochgradig radioaktiv.

Ist so was teuer? - Wo ist das Zeug jetzt?

Was wei� ich? Ich habe es nicht, so ein Pech. H�tten Sie es ja gefunden...

Ich will es dir sagen. Der Junge hat das Ding �ber die Grenze gebracht.

Du hast mit ihm zusammengearbeitet. Wie hei�t er?

Jetzt fragen Sie mich wirklich zu viel! Der Junge war uns gerade erst zugelaufen.

(ein Auto n�hert sich)

Au! Verdammter Mist! - Schrei doch nicht so.

Hier schl�ft schon alles. - Wenn ich mir den Hals breche in diesem Zigeunerladen,

dann werde ich wohl den Mund aufmachen d�rfen. - Na, den machst du viel zu oft auf.

Na, reizend... Es geht ja gut los mit uns beiden.

H�tte ich mich blo� nicht darauf eingelassen. - H�r auf, ich bin m�de.

Das hab ich mir so vorgestellt bei deinen lustigen Campern!

Mach mir bitte den Rei�verschluss auf. (Musik vom Tonband, Heintje singt)

Ach, der Junge. Dem muss ich morgen fr�h gleich eine Karte schreiben.

Du denkst doch �berhaupt nur noch an den Jungen. Ach!

Was ist? - Ich muss noch mal zum Wagen, ich hab meine Tasche vergessen.

Die Postkarte kannst du dir sparen. - Wieso denn, welche Postkarte?

Sieh mal, wer hier steht.

Na so was! Heintje!

Das darf wohl nicht wahr sein. Was machst du denn hier? - Ich warte.

Wieso wartest du schon wieder? - Ich bin schon seit einer Stunde hier.

Du bist doch nicht etwa ausgerissen? - Na, was denn sonst?

Himmel, Arsch und Zwirn. Na los, komm schon rein.

(schaltet Tonbandger�t aus) - Ich hab ja nicht gewusst, dass ich dich st�re, Alfred.

Ach was, du kannst im Auto schlafen. - Das kann er wirklich. - Nimm die Decke.

Mensch, wie bist du hergekommen? Das Jugendamt wird die Polizei alarmiert haben.

Bestimmt. Und du machst dich strafbar, wenn du ihn nicht meldest, Liebling.

Ja, nat�rlich melde ich ihn, und zwar sofort.

Das hei�t... morgen fr�h. Reicht ja auch noch. Komm.

Sei mir bitte nicht b�se. - An den Urlaub werde ich denken, bis ich Oma bin.

Hanna? Tag!

Ja! Ich wollte dir nur sagen, dass der Junge bei mir ist.

Meinst du Heintje? - Na, wen denn sonst? Ist noch einer ausgerissen?

Von wo sprichst du? Wo bist du denn? - Am Lago Maggiore.

Das ist ja ungeheuerlich! Du hast dem Jungen zur Flucht verholfen.

Na, Moment mal, wie kommst du darauf? - Das ist doch ganz klar.

Du warst immer dagegen, dass er ins Heim kommt. - Ja, hatte ich etwa nicht Recht?

Alfred, du bringst den Jungen sofort zur�ck! - Ich? Du hast 'ne Meise, ich habe Urlaub!

Geben Sie mal her. Einen Moment mal, Herr, Herr... - Teichmann.

Herr Teichmann, ich h�re gerade eben, dass Sie den Heinz Gruber mitgenommen haben.

Moment mal, wer sind Sie denn? Ich spreche mit dem Jugendamt.

Ja, ich bin der Leiter des Jugendamtes. Ich mache Sie darauf aufmerksam,

dass Sie sich strafbar gemacht haben, und ich fordere Sie auf, den Jungen sofort

zur deutschen Grenze zur�ckzubringen. Ich sorge daf�r, dass er dort abgeholt wird.

Alle weiteren Schritte gegen Sie behalte ich mir vor!

Ich soll meinen Urlaub unterbrechen, weil Sie

nicht aufpassen k�nnen? Tut mir leid, dass ich �berhaupt angerufen habe.

Wenn Sie meiner Aufforderung nicht nachkommen, Herr Teichmann...

Was ist dann? Jetzt wird's spannend!

Dann... - Alfred, du scheinst gar nicht zu wissen, was du angestellt hast!

Das kann man als Kindesentf�hrung auslegen. Ein Fall f�r den Staatsanwalt!

Man wird dich mit der Polizei suchen! - Ich will dir mal was sagen.

Ich habe angerufen, damit ihr wisst, dass dem Jungen nichts passiert ist.

Aber das war bl�d! Mit Beh�rden soll man nicht reden wie mit normalen Menschen.

Herr Teichmann, die Sache wird schlecht f�r Sie ausgehen!

Jetzt nehme ich den Jungen erst mal mit auf den Urlaub, er hat ja sowieso Ferien.

Und wenn Ihnen das nicht passt, dann zeigen Sie mal, was Sie k�nnen.

Vielleicht finden Sie ihn, Sie b�rokratischer Korinthenkacker, Sie!

Herr Teichmann... hallo? Aufgelegt.

Sagen Sie mal, Fr�ulein Schwarz, seit wann duzen Sie die Leute im Parteiverkehr?

Oh, das war ein alter Bekannter. - Merkw�rdigen Umgang haben Sie.

Wirklich merkw�rdig! Korinthenkacker...

Sag mal, liegt dir eigentlich sehr viel an St. Tropez? Ich meine, mit dem Jungen...

Er hat dort eigentlich nichts davon und au�erdem hat er keinen Pass.

Hei�t das, dass er bei uns bleibt? - Ja, wo soll er hin?

Willst du damit sagen, das Jugendamt hat dir erlaubt, ihn mitzunehmen? - Genau.

Man k�nnte doch hier ein bisschen ins Gebirge. Mehr l�ndlich, wei�t du?

Du? Ich rede mit dir.

Ja. Kommt noch mehr? - Nee, im Moment nicht.

Ich mach dir einen Vorschlag: Setz mich bei der n�chsten Taxe ab, ich fahre mit dem Zug

nach St. Tropez. - Gerdi, ich versteh dich nicht, die Schweiz ist doch sehr sch�n.

Gerade die kleinen Orte im Gebirge. - Es handelt sich nicht um die Schweiz.

Es handelt sich um Heintje. - Ach, du bist ein richtiger Spielverderber.

Das kommt aufs Spiel an. Vater und Mutter spielen, dazu habe ich noch keine Lust

und schon gar nicht bei fremden Kindern. Halt mal an, da stehen Taxen.

Schade um dich, du bist eigentlich 'n netter Kerl, aber irgendwie hast du einen Knall.

Vo... Vo... Vogelbauer, Vogelklang, Vogelsang. Hier.

Ist ja eine ganze Latte von Vogels�ngern. Hier.

Wie kommst du darauf, dass der Gro�vater von dem Jungen auch Vogelsang hei�t?

Wieso? - Er kann ja der Vater von der Mutter sein.

Jetzt mach die Sache nicht noch komplizierter, als sie sowieso schon ist.

Wir m�ssen die ganzen kleinen Nester um den See herum absuchen. - Vielen Dank!

Sch�ne Aussichten...

Bleib hier. Komm.

(Ziegen meckern)

Wo bleibt die Milch? - Ja, gleich.

Na, komm schon! - Ja!

Ja, danke! Viel ist es aber nicht, was?

Daf�r haben wir f�r 14 Tage Spaghetti. - So?

Wo kommen die denn alle her?

Kommt ja kein Wasser raus. - Ja, du musst richtig drauftreten.

Funktioniert aber nicht. - Na komm, lass mich mal ran.

Das muss verstopft sein.

Funktioniert wieder. Du, lach nicht so bl�d. Hau dich hin.

(Krachen)

Mensch, was hast du da f�r 'nen Mist gebaut?

Na, komm mal her. Na komm! - Ja, ich habe... - Ja, ja.

Du musst das Brett hier richtig einschieben, dann kann gar nichts passieren.

Na, ob das h�lt? - Na klar. So, und jetzt ab in die Falle!

Gute Nacht, Kumpel.

(Krachen)

Gute Nacht, Kumpel!

Verdammter Mist! - Immer richtig zusammenschieben!

(beide lachen)

Bitte, nehmen Sie Platz. - Danke.

Ich habe Sie hergebeten, Fr�ulein Schwarz, wegen einer Vermisstenanzeige,

die das Jugendamt aufgegeben hat. - Bringen Sie mal den flotten Hugo r�ber.

Haben Sie ein Bild von Ihrem Sch�tzling? - Ja.

Hier, bitte. - Wir haben n�mlich eine Spur.

Ich m�chte fast sagen, leider. - Wieso "leider"?

Sp�ter, Fr�ulein Schwarz. - Was ist denn nun schon wieder?

Ist das der Junge? - Ich m�chte sagen, dem Bengel wie aus dem Gesicht geschnitten.

Wenn Sie mich fragen, das ist er. - Gut, Hugo, du kannst wieder gehen.

Bei diesem Mann eben handelt es sich um einen alten Bekannten von uns.

Gewohnheitsverbrecher. Er hat mit seinen Freunden

radioaktives Kobalt gestohlen, wie man es in Krankenh�usern verwendet.

Und es sieht ganz so aus, als ob sie Heinz Gruber dazu benutzten, dieses Kobalt

�ber die Schweizer Grenze zu schmuggeln. - Kobalt? Das ist doch gef�hrlich!

Lebensgef�hrlich. Vor allem in der Hand eines Kindes.

Und es ist anzunehmen, dass Heinz Gruber den Stoff noch bei sich hat. - Mein Gott...

Kobalt wird in einem Bleimantel aufbewahrt wegen seiner starken Strahlung.

Wenn der Junge den Bleimantel �ffnet und den so harmlos aussehenden Inhalt

in die Hand nehmen w�rde, w�re diese Hand unrettbar verloren.

Wahrscheinlich sogar das Leben des Kindes. - Das ist ja entsetzlich!

Wenn er aber den Kobaltbeh�lter wegwirft, dann w�ren die Finder gef�hrdet.

Kurz, die Folgen sind nicht auszudenken. - Ja, dann tun Sie doch was!

Schalten Sie Radio und Fernsehen ein! Alarmieren Sie die Zeitungen!

Das w�re genau das Falsche. Erstens, wir w�rden die Bev�lkerung in Panik versetzen

und dadurch s�mtliche Spuren verwischen.

Zweitens, wir k�nnten unliebsame Interessenten anlocken.

Das Teufelszeug ist wertvoll, wissen Sie.

Wir k�nnen nur sehr behutsam vorgehen.

Sie m�ssen ja wissen, was Sie tun!

Ich jedenfalls wei�, was ich machen werde!

Ich bin ja auch f�r die Alarmierung der �ffentlichkeit.

Hoffentlich macht der Junge keinen Unsinn mit dem Zeug.

Die Biester bei�en heute nicht an. Was hast du denn da?

Keine Ahnung. Es war in meinem Reisebeutel. - Na und?

Mir geh�rt es nicht und ich kenne es auch nicht.

Wie kann das da reingekommen sein? - Wei� ich nicht, ich hab's nicht eingepackt.

Mensch, das ist ja Blei! - Ist da was drin?

Es ist so und so zu. (Rasseln) Mensch, da ist doch was drin. H�r mal!

Das muss mir jemand reingesteckt haben. - Moment mal, jetzt wird es spannend.

Wo hast du in diesem amerikanischen Wagen gesessen? - Vorne, beim Fahrer.

Und der Sack, wo war der? - Den hat die Dame nach hinten genommen.

Sauber! Die hat dir das reingelegt, damit du es �ber die Grenze schleppst.

Meinst du, das waren Schmuggler? - Sieht ganz so aus. Das bringen wir zur Polizei.

Da kann ich gleich auf die Bank gehen und mir Geld holen.

Hier sind wir doch falsch. - Ja, klar.

Wir h�tten bei der letzten Kreuzung links abbiegen m�ssen. - Wir m�ssen zur�ck.

Halt, da vorne kannst du wenden. - Du meinst da?

Ist ein bisschen eng, was? - Keine Sorge, ich weise dich schon ein.

Es ist frei. Komm, weiter. Komm.

Halt! So, und jetzt zur�ck. Zur�ck!

Weiter. Komm, weiter. Weiter! - Noch weiter?

Ja, noch weiter, noch weiter... Nein, nicht weiter! Nein!

(Bremsen quietschen) Stopp!

(Heintje) Warum hast du nicht gehalten?

Aber du hast doch immer gesagt "weiter". - Nein, ich habe gesagt "nicht weiter"!

Junge, Junge... Deinetwegen werde ich mir noch Schleudersitze einbauen lassen.

Los, steig ein.

Guten Tag. - Tag. - Gr�� Sie.

Mhm, Sie w�nschen? - Ich habe etwas abzugeben.

Ach, eine Fundsache? - Nein, das glaube ich nicht.

Was ist es denn, wenn Sie es nicht gefunden haben? - Das ist eine...

...l�ngere Geschichte. Ich glaube, da m�ssen Sie ein Protokoll aufnehmen.

Hm... ich werde mal sehen, ob ich ein so langes Papier habe. - Bitte.

Sie hei�en? - Teichmann, mit "ei".

Das m�ssen Sie schon mir �berlassen. (Schreibmaschine klappert)

Vorname? - Alfred.

Alf... (Schreibmaschine verstummt)

Alfred? Kommen Sie aus Deutschland? - Ja.

Teichmann, Alfred? - Mhm.

Dann ist das der Heinz Gruber?

Ja. Woher wissen Sie das? - Amtsgeheimnis.

Kommen Sie herein. - Was? - Ja, kommen Sie, kommen Sie nur!

Setzen Sie sich beide auf die Bank hier. - Wieso?

Nehmen Sie Platz. - Danke.

Sie werden n�mlich gesucht. - Wir? Warum denn?

Das wei� ich noch nicht, das wird sich jetzt gleich herausstellen.

Ich werde jetzt meinen Chef verst�ndigen. - Es handelt sich um ein Missverst�ndnis!

Das m�ssen Sie schon mir �berlassen!

Sie bleiben hier sitzen und r�hren sich nicht von der Stelle... (Schl�sselrasseln)

...bis ich wieder zur�ckgekommen bin. Verstanden? - (Alfred) Ich protestiere!

Das wird Ihnen wenig n�tzen.

Meinst du, wir werden jetzt eingesperrt? - Moment mal.

Du, das warten wir lieber nicht ab. Komm!

(Alfred fl�stert) Los, komm.

Suchen die dich meinetwegen? - Na, ist doch klar, dieses Schwein vom Jugendamt

hat die Polizei auf uns gehetzt. Die wollen uns nach Deutschland zur�ckholen.

Wirst du dann bestraft? - Na, wenn schon. Erst mal m�ssen sie uns haben.

Es ist vielleicht doch besser, wenn ich ins Heim zur�ckgehe. - Bist du verr�ckt?

Jetzt genie�en wir erst mal die Freiheit, du und ich. Sollen sie uns suchen.

Die finden uns nicht. Pass mal auf, wie lustig das wird,

wenn wir mit denen R�uber und Gendarm spielen d�rfen. - Du bist ein dufter Kumpel!

Ja, das hat meine Mutter auch immer gesagt.

Ich geb's auf. - Warum? Man darf nie aufgeben.

Was darf's denn sein? - Kennen Sie hier jemanden, der Vogelsang hei�t?

Vogelsang? Nein, ich bin nicht von hier, ich helfe nur aus in der Saison.

Na dann, zwei Bier. - Aber warum fragen Sie denn nicht bei der Polizei?

Sehr gute Idee, fabelhaft. Danke, ich werde es mir merken.

Bringen Sie eine Zeitung von heute. - Sofort.

Naja, aber was machen wir mit dem Wohnwagen und dem Auto?

Die beiden Blechesel stellen wir f�r eine Weile kalt. - Aha.

Und wo wohnen wir? - Ganz erstklassig, in einem Bootshaus am See.

Toll! Wie kommst du denn darauf? - Na, das geh�rt einem Freund von mir,

der sich jetzt in Schweden rumtreibt. Da k�nnen wir bleiben, solange wir wollen.

Warum nimmst du das Blei mit? Schmei� es doch weg. - Nein, nein.

Irgendetwas muss es ja zu bedeuten haben, ich komme schon noch drauf.

Au�erdem brauche ich es als Beweis, dass andere Leute dich �ber die Grenze

geschmuggelt haben und nicht ich. So, pack dein Zeug auch ein.

Hier. - Ja, ja, das machen wir schon, danke. Ist ja gut.

Ich sage dir, Hugo ist mit dem Zeug get�rmt. - Ein Typ wie Hugo t�rmt nicht.

Als Mensch zu d�mlich, als Schwein zu kleine Ohren.

Macht mich ganz nerv�s, dass sie nichts �ber den Einbruch schreiben.

Mensch, das ist er doch! - Wer? Hugo?

Nein, der Bengel! - Tja, das Gesicht ist es. Aber der hei�t doch Heintje Gruber.

"Dringend gesucht werden der zw�lfj�hrige Heintje Gruber

sowie der aus Deutschland stammende Alfred Teichmann, 39.

Es ist zu vermuten, dass sich Teichmann und Heintje Gruber im Gebiet

des �stlichen Lago Maggiore aufhalten.

F�r sachdienliche Hinweise ist eine Belohnung ausgesetzt."

So ein kleines Mistst�ck! - Ach lass mal. Jetzt haben wir wenigstens 'ne hei�e Spur.

(Alfred) Heintje, ich bin's! - Ja!

Du fummelst ja schon wieder an dem Blei herum. - Sieh mal, hier ist ein Schlitz.

Wenn man da mit dem Messer... - Ich hab dir gesagt, du sollst das Ding nicht anfassen!

Na los, gib schon her. - Och... - Na los, gib her!

Hier, nimm.

Wo tust du das denn hin? - Irgendwohin, wo du es nicht findest.

Na, war was los? - Nichts.

Wei�t du, die in dem Heim, die waren gar nicht b�se, aber...

Aber? Mach doch nicht immer solche Pausen.

Ich meine, wenn man einen Freund hat, will man doch bei seinem Freund bleiben.

Mille grazie, amigo. - Was hei�t denn das?

Tausend Dank, mein Freund. - Du Alfred...

Was denn noch? - Solche Ferien habe ich noch nie gehabt. - Stimmt, ich auch nicht.

Meine M�use werden n�mlich langsam knapp. Und zur Bank kann ich nicht gehen,

da w�re unser sch�nes R�uber-und-Gendarm-Spiel gleich aus.

Du hast kein Geld mehr? Das finde ich prima.

Da m�ssen wir uns was einfallen lassen. - Schon geschehen.

Ich gehe zu einem alten Kunden, der hier in der N�he wohnt. Den pumpe ich an

und fertig ist die Laube. - Schade. Ich dachte, wir w�ren R�uber.

(Heintje singt) Der Mond

ist aufgegangen.

Die goldenen

Sternlein prangen

am Himmel,

hell und klar.

Der Wald steht schwarz

und schweiget

und aus den Wiesen

steiget

der wei�e Nebel

wunderbar.

So, da oben wohnt mein Bekannter. Du gehst hier rein und bestellst dir ein Eis.

Ich denke, du hast kein Geld mehr? - Doch, daf�r reicht's noch. Ciao. - Ciao.

Ich hole dich dann ab.

(Gitarrenmusik, Gesang auf Italienisch)

Was darf's sein? - Ein Eis.

(Musik endet, Applaus)

(S�nger bedankt sich) Mille grazie. Grazie.

Thank you very much, please. Merci beaucoup, Madame.

Danke sch�n.

Thank you, Miss.

Grazie tante.

Mille grazie.

Ecco.

(Musik ert�nt)

(Heintje singt) Manchmal schau ich dich an

und dann denke ich daran,

dass ein Tag kommt,

an dem ich von dir geh'.

Und dann wird's mir so schwer,

als wenn's schon heute w�r'.

Denn scheiden,

scheiden tut so weh.

Einmal sag' ich ade,

wenn ich dann von dir geh'.

Aber scheiden,

scheiden tut so weh.

Manchmal sitzt du bei mir

und dann sag' ich zu dir,

dass ich immer im Leben

zu dir steh.

Und dann l�chelst du leis'

und sagst ganz still: Ich wei�.

Denn scheiden,

scheiden tut so weh.

Einmal sag ich ade...

Buon giorno. - Ja, ja. Voll tanken, "Super". - Si, Signore.

(man h�rt Heintje singen) - Die Stimme kenne ich doch.

Ja, ja. - Da oben in dem Lokal.

Heute noch glaub' ich daran...

Du, das ist der Junge, der bei uns im Auto gesungen hat. - Ja, du hast Recht.

Komm mit! - Machen Sie mal sch�n voll, wir kommen gleich wieder.

... in deine Augen seh'.

Doch die Zeit, die vergeht.

So mancher Traum verweht

und scheiden... - Das ist er.

... scheiden tut so weh.

Einmal sag ich ade...

Dem wird das Zwitschern bald vergehen. - ... wenn ich dann von dir geh'.

Aber scheiden,

scheiden tut so weh.

(Applaus)

(Heintje) Danke sch�n. Danke. Merci.

Grazie. Merci. Danke sch�n.

Das ist doch der... - Ja, der Teichmann!

Na, hast du Geld aufgetrieben? - Nee, war keiner zu Hause.

Aber ich hab was. Hier!

Wo hast du das her? - Ich hab hier gesungen.

Bist du verr�ckt, hier mit dem Teller rumzugehen wie 'n Landstreicher! - Wieso?

Das ist ehrlich verdientes Geld. - Quatsch. - Und den Leuten hat mein Lied gefallen.

Heintje, wir d�rfen hier nicht so viel Aufsehen erregen, das wei�t du doch.

Naja... - Also gut, komm, wir gehen. - Aber das Geld nehmen wir doch mit!

Nein. Naja... - Hier!

Und das nicht vergessen!

Komm.

Oh, das war ein sehr sch�nes Lied von dem Jungen. Grandissimo!

Per favore, kommen Sie abends wieder und singen Sie.

Bitte! - Wir wollten doch alles tun, was uns Spa� macht. - Na und?

Hier singen, das macht mir Spa�. - Ja, gro�en Spa�, bitte sch�n.

Nein, h�ren Sie...

Na gut, okay. - Oh, ich koche Ihre Lieblingsspeise, was w�nschen Sie?

Spaghetti! - Nein! Pardon, kochen Sie alles, blo� keine Spaghetti!

(Alfred) Heintje, willst du was trinken? - Ja, gerne. - Hier.

Und was machen wir jetzt? - Jetzt machen wir dolce farniente.

Was hei�t denn das? - Wir sind stinkfaul.

Du Alfred, hast du mich auch so gern wie ich dich?

Na, ich wei� nicht, wie gern du mich hast. Und wenn du jetzt nicht schl�fst, dann...

Ja, dann knallst du mir eine. - Erraten, mein Schatz.

(Musik setzt ein)

(Heintje singt) Aber Heidschi Bumbeidschi.

Es schlafen

am Himmel die Sch�flein,

die braven.

Sie ziehen dahin

an dem himmlischen Zelt,

vergessen den Schmerz

und den Kummer der Welt.

Aber Heidschi Bumbeidschi

bum bum.

Aber Heidschi Bumbeidschi

bum bum.

Aber Heidschi Bumbeidschi,

wirst sehen,

wie schnell alle Sorgen

vergehen.

Und bist du auch einsam

und bist so allein,

bald schau'n ja die Engel

zum Fenster herein.

Singen Heidschi Bumbeidschi

bum bum.

Singen Heidschi Bumbeidschi

bum bum.

Aber Heidschi Bumbeidschi,

schlaf lange.

Und ist auch deine Mutter

gegangen.

Und ist sie gegangen

und kehrt nie mehr heim.

Und l�sst ihr klein's B�bchen

so ganz allein.

Aber Heidschi Bumbeidschi

bum bum.

Aber Heidschi Bumbeidschi

bum bum.

Aber Heidschi Bumbeidschi

bum bum.

Aber Heidschi Bumbeidschi

bum bum.

(Applaus)

Danke. Danke sch�n.

Mille grazie. Danke.

Na, Heintje, hab ich dich endlich erwischt! - Nein! Alfred!

Lass doch, ich tu dir doch nichts. Sei doch vern�nftig! - Lass ihn los! Lauf, Heintje!

Alfred, so warte doch!

Lauf runter, rudere zur�ck zum Bootshaus. Ich werde mir die Tante vorkn�pfen!

Du musst sie ausschalten. - Ja, mach ich. Los!

Ah! - Keine Angst, ich tu dir nichts.

Gott sei Dank. Warum bist du denn weggelaufen? Ihr seid doch in Gefahr!

Nat�rlich, aber der sehe ich gefasst ins Auge. - Wo ist Heintje? Wo ist das Kobalt?

Was f�r ein Kobalt? - Das der Junge im Bleimantel �ber die Grenze geschleppt hat.

Sieh mal an, das hab ich doch fast geahnt. Wieso wisst ihr davon?

Die Polizei ist t�chtiger als du denkst. Hast du es weggeworfen? - Bin doch nicht bl�d.

Kobalt ist ein Wertgegenstand. Gegen den wollte ich bei euch den Jungen eintauschen.

Ach, lass den Unsinn! Hast du den Bleimantel ge�ffnet? - Nein.

Gott sei Dank! - Ich hab das Zeug gut versteckt.

(Hanna schnieft) Sag mal, heulst du?

Du Esel, wenn du w�sstest, was ich mir f�r Sorgen um euch gemacht habe!

Ihr wart in Lebensgefahr! - M�dchen, du hast ja ein Herz!

Nat�rlich hab ich eins! - Wie siehst du �berhaupt aus? Du bist ja ganz ver�ndert.

Du hast ja ganz andere Haare. - Das bemerkst du erst jetzt?

Du hast ja sogar Make-up. Blo� die Wimperntusche ist etwas verschmiert.

Komm, lass mich bitte, ich will zuerst zu dem Jungen.

Moment, auf eine halbe Stunde mehr oder weniger kommt es nun auch nicht mehr an.

Oh, Alfred.

Alfred! Alfred, woher hast du denn eine Taschenlampe?

Alfred, warum sagst du nichts?

(Else) Es ist nicht Alfred, Kleiner. Wir sind's, deine Freunde von der Grenze.

Was... was wollen Sie denn?

Du brauchst keine Angst zu haben, wir wollen blo� das P�ckchen.

Du wei�t schon, welches. - Meinen Sie das Blei?

(Else) Na klar. - Was denn sonst?

Du hast es. Nun r�ck schon raus.

Ich wei� nicht, wo Alfred es gelassen hat, vielleicht hat er es weggeworfen.

Verdammt. - H�r mal zu, Kleiner. Dein Alfred scheint ein ganz heller Kopf zu sein, hm?

Er hat das P�ckchen nicht weggeworfen. - Doch, weil ich daran rumgemurkst habe.

Na, dann wollen wir mal suchen, ob er es nicht irgendwo versteckt hat. Los, Harry!

Also, nun sei mal vern�nftig.

Du brauchst uns ja heute noch gar nicht gefunden zu haben, stimmt's?

Das schon, Alfred, aber... - In ein paar Tagen sind die Ferien zu Ende.

Die sollte man dem Jungen doch noch g�nnen. - Ja, nur...

Wei�t du, wir warten seinen letzten Ferientag ab und dann findest du ihn.

Vorher geben wir nat�rlich das Kobalt ab. Es w�re f�r mich wirkungsvoller gewesen,

wenn ich mich freiwillig mit dem Jungen gestellt h�tte, aber dann schmei�en sie

dich beim Jugendamt vielleicht raus. - Oh.

Naja, gut. Aber nur, wenn ich bei euch bleiben darf.

M�dchen, wo bleibt dein Pflichtgef�hl? Mit dir kann man immer noch Pferde stehlen.

Das tu ich aber nur, damit ihr mir nicht wieder entwischt, hm? - Nat�rlich.

Ich habe dich ganz richtig verstanden.

(Hanna) Ihr wohnt hier, in dem Bootshaus? - Ja, es geh�rt einem Freund von mir.

Du, aber eins sag ich dir: Der Junge bleibt nicht im Heim. Den adoptiere ich.

Du glaubst doch nicht, dass das Jugendamt dir ein Kind �berl�sst.

Du bist doch kein Ehepaar. - Nee.

Aber ein anst�ndiger Mensch, gen�gt das nicht? - Nein, das gen�gt nicht.

(Alfred ruft) Heintje! Heintje!

Heintje, komm raus, hab keine Angst! Sie spielt mit.

Heintje!

Heintje!

Er ist weg. Da hast du's! Deinetwegen ist er ausgerissen. - Aber...

Aber nicht doch, Herr Teichmann. Heintje ist bei uns.

Was hei�t bei Ihnen? Wer sind Sie?

Nur Ruhe, nur Ruhe. Immer sch�n Gentleman bleiben.

Sie k�nnen das Kerlchen ja zur�ckhaben, aber im Tauschverfahren.

Sie geben uns das P�ckchen mit dem Blei und wir bringen Ihnen den Jungen zur�ck.

Mann, wir gehen doch nicht mehr in den Kindergarten!

Zug um Zug, oder gar nicht! Sie bringen den Jungen und wir das Blei.

Aber Hannchen, h�r doch mal... - Misch dich nicht ein! Was wei�t du,

was die mit uns vorhaben? Die ballern uns eins vor den Latz und werfen uns

in den See, sobald die das P�ckchen haben. - Ach, welch unfrommer Gedanke.

Sie sollten uns nicht mit Ihresgleichen verwechseln, wir sind ja keine Kidnapper.

Schluss jetzt! Ich schlage vor, wir erledigen unsere Gesch�fte bei Tageslicht.

Aber Hanna, Heintje kann doch nicht... - Keine Sorge.

Die passen schon gut auf den Jungen auf. Die wissen, warum.

Naja, also dann... - Moment, junger Mann, ich bin noch nicht fertig.

Wenn Sie aus dem Nest hier rausfahren, kommt nach ein paar Kilometern

eine gro�e Kurve auf einer Br�cke. Da machen wir den Austausch.

Und zwar um 5 Uhr, da ist es schon hell, aber wir haben noch keine Zeugen.

Die �bergabe erfolgt auf offener Stra�e. Kapiert?

Nat�rlich. Es war ja �bersichtlich wie ein Sommerfahrplan von der Bundesbahn...

...und fast genauso charmant.

Hanna, was sollte das hei�en? Der Junge k�nnte schon l�ngst wieder bei uns sein,

wenn wir ihm das Kobalt gegeben h�tten. - Alfred, so dumm kannst du doch nicht sein.

Wenn wir das Kobalt aus der Hand geben, sehen wir den Jungen nie wieder.

Die bringen ihn um. - Ja, Hanna. Du hast Recht.

Es ist �berhaupt toll, wie du mit dem Kerl geredet hast.

Woher hast du diese Ausdr�cke? Ich kenne dich doch gar nicht so!

Die R�ben, die ich von Amt aus betreue, bei denen habe ich

Sprachunterricht genommen.

Da sind sie.

Jetzt kommt es darauf an, dass du funktionierst.

Ja, das schaffe ich, aber in die Fresse hauen m�chte ich dem Gentleman doch.

(erstickte Laute von Heintje) Immer sch�n unten bleiben, ganz brav.

Da vorne muss jetzt die Kurve kommen. - Ja.

Die sind hinter uns. - Lass sie vorbei.

Jetzt. �berhole sie.

(Heintje versucht etwas zu sagen) - Ach, da bist du ja, Heintje!

Ja, war das n�tig, dem Jungen das Maul zu verkleben? - Wir sind vorsichtige Leute.

Also, her mit dem Zeug. - Erst kommt der Junge raus.

Zuerst das P�ckchen. Es k�nnte ja was anderes drin sein.

Na gut, das verstehe ich.

So... na dann mal zur�cktreten von der Bahnsteigkante, der Zug f�hrt ab!

Was soll das hei�en? - Der Junge macht mit uns eine kleine Reise bis zur Grenze.

Wenn wir gut r�berkommen, lassen wir ihn frei. Also lassen Sie die Polizei

aus dem Spiel, wenn Sie das Kerlchen je gesund wiedersehen wollen.

So, jetzt kann uns nichts mehr passieren. Na, wie war ich? Fabelhaft, he?

Verflucht, die Polizei! Was wollen die denn hier? - Verdammt!

Halt, H�nde hoch! So, aussteigen, Sie sind verhaftet! Keinen Widerstand!

Vorw�rts, raus!

Heintje, ist alles okay? - Mhm.

Guten Morgen, Fr�ulein Schwarz. Vielen Dank f�r den Anruf.

Die wollten uns reinlegen! - Ja, richtig. Aber wir haben sie reingelegt.

Ja!

Fein, danke.

Au! - Ich wollte dich fragen...

Das hei�t, Heintje l�sst fragen, ob du nicht lieber in unserem Wagen mitfahren willst?

Aber... - Uns fehlt das weibliche Element, au�erdem f�hrst du f�r uns zu schnell.

Und was mache ich mit meinem Wagen? - Ach, den stellen wir irgendwo unter

und den lasse ich dann von Rudi abholen. - Wenn ich Heintje damit 'nen Gefallen tue.

Na komm, komm! - Ja!

Na, Hannchen, wie geht's nun weiter? Denn Heintje muss ja wieder ins Heim.

(Heintje singt) Ich sing ein Lied f�r dich... - Oh Heintje, nun sei doch mal still.

Du, wie lange dauert es, bis wir heiraten k�nnen? - Hm, 2 Wochen. Warum?

Ich hab ihm doch versprochen, ihn zu adoptieren.

Das hei�t, du willst mich nur wegen Heintje heiraten?

Na, ist ein Kind kein Grund zum Heiraten?

Dass du mal um mich anhalten w�rdest... - Na, jetzt hast du die Chance, greif zu!

So Heintje, jetzt kannst du singen. (Heintje singt) Ich sing ein Lied f�r dich,

ein kleines Lied f�r dich.

Sing es froh

in den Tag hinein.

Jedes Wort,

es soll dir sagen:

Ich hab dich lieb,

nur dich allein.

Ich sing ein Lied f�r dich,

wenn hell der Himmel lacht

und wir froh

und so gl�cklich sind.

Denn so schnell

zieh'n dunkle Wolken

und schnell verweht

ein Lied im Wind.

Heintje! - Na bitte. Wir waren extra im Heim, damit sie dir f�r die Hochzeit deiner Tante

frei geben, und du kommst, wenn alles vorbei ist. Ist wieder mal typisch f�r dich.

Wo warst du denn? - Herzlichen Gl�ckwunsch, Tante Moni!

Danke sch�n, Heintje. Danke, mein Junge. Hast du den Bus verpasst?

Nein. Der Herr Direktor hat mich im Auto mitgenommen. - Da siehst du,

wie die spuren, wenn ich telefoniere. Gib Tante Moni deine Blumen und komm.

Danke sch�n, Heintje. - Nun komm schon! - Das kann ich leider nicht, Herr Schelle.

Was? Du kannst nicht? Wieso denn nicht? - Ich hab n�mlich noch eine andere Hochzeit.

Auf Wiedersehen, Tante Moni, ich besuche dich mal!

(Heintje singt) Mutter, unterm Dach

ist ein Nesterl gebaut.

Schau, schau, schau,

ja, schau.

Dort hat der Dompfaff

ein P�rchen getraut.

Trau, trau, trau,

ja, trau.

Da sieh nur, wie gl�cklich

die beiden sind.

Sie fliegen hin und her.

Sie fliegen hin und her.

Ach, Mutter.

Ach, w�r' ich ein Schwalbenkind.

Wie sch�n, wie sch�n das w�r',

das w�r'.

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