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So ein schöner Tag.
Ich wusste, die Aussicht wird toll, aber… Wow!
Achten Sie nicht auf mich. Ich gehe gleich wieder.
Ich habe die Gedenkstätte gesehen.
-Ist das… -Ich rede nicht darüber.
Ok.
Ich bin Richard.
Und Sie?
Sie machen mich wirklich nervös.
Wenn Sie da nicht weggehen, sagen Sie mir wenigstens Ihren Namen.
Ich weiß, Sie wollen allein sein.
Das wollte ich auch. Wieso bin ich wohl sonst so früh hier?
Hören Sie…
Sie müssen mir nicht Ihre Lebensgeschichte erzählen.
Sie sollen nicht noch mehr leiden als sowieso schon.
Ich möchte bloß Abstand zwischen Ihnen und…
Sie halten mich nicht ab.
Früher stand ich auf Autos, auch wenn ich mir keins leisten konnte.
Während des Studiums hatte ich einen tollen kleinen Integra.
Hab ich das Ding verhätschelt…
"Wo führt das jetzt hin?", denkt sie sich.
Direkt gegen die Wand.
Eine Woche vor dem Abschluss… Totalschaden.
Das Schlimmste daran: Chloe und ich hatten kurz vorher Streit.
Ich verrate nicht, was meine letzten Worte an sie waren.
Das tut mir leid.
Das sagen alle.
Ich trug einen Streckverband.
Ich konnte mich zwei Monate, zwei Wochen und vier Tage nicht bewegen.
Ich war ans Krankenhausbett gefesselt, dabei wollte ich nichts lieber,
als so weit vor mir selbst fliehen wie möglich.
Die ganze Zeit über hat jeder, der mich besucht hat, nur gesagt:
"Tut mir leid."
Tut mir leid.
"Tut mir leid." Kennt man denn keine anderen Wörter?
Ich sage dann lieber nichts.
Genau. "Lasst das Trostessen da und verschwindet aus meinem Haus."
Mein Mann schnitzte unsere Initialen in den Baum.
Mein Sohn suchte Stöcke, um damit Marshmallows zu rösten.
Er sagte, er findet drei in 60 Sekunden. Ich wettete dagegen.
Und ich habe Wildblumen gepflückt.
Wir hörten ihn nicht mal, als er…
Die Welt nimmt sich, was sie will.
Hätte sie doch lieber mich genommen.
Oh Gott. Und am schlimmsten daran ist…
…dass ich seitdem nicht weinen kann.
Ich möchte weinen, aber ich…
Ich bin kaputt.
Kaputt bedeutet nicht unbedingt…
…ohne Hoffnung.
Nun…
Es war nicht gerade eine Freude, aber es war nett, Sie kennenzulernen.
Iris.
Ich übe auf Ihre nächste Tat keinen Einfluss, Iris.
Aber wie gesagt…
Wirklich ein schöner Tag.
Ich bin kein Autofan mehr.
Nun, Richard…
An der Stelle verabschieden wir uns.
Sie werden doch später nicht wieder da raufgehen?
Heute nicht.
Das genügt mir schon.
Ich hab Sie wohl eingeparkt.
Sieht so aus.
Sorry.
Wird es heute regnen?
Man kann nie genug vorbereitet sein.
Schon ok. Ich kann herumgehen.
Natürlich.
-Richard. -Warum nennst du mich immer so?
Bitte, gehe gern alle Schritte durch. Das tun alle.
Aber es gibt keinen Empfang. Und das heißt, weder Handy noch Notruf.
KEIN EMPFANG
Schade, dein Handy ist nicht in der Nähe.
Gäbe es doch nur eine bekannte W-LAN-Verbindung.
Mein Mann wird nach mir suchen.
Das hoffe ich doch.
Tun Sie das nicht.
"Tun Sie das nicht. Tun Sie mir nicht weh. Ich habe Kinder."
Was soll ich sagen, Iris? Falscher Ort, richtige Zeit.
Da fällt mir ein: Ich hab was für dich.
Erzählen Sie mir von Chloe.
Erzähl mir von deinem Sohn. Wie hieß er?
Mateo.
-Wieso nicht Matthew? -Wieso nicht Charlie? So hieß er eben.
Guter Punkt.
Und Chloe? War sie hübsch?
Sehr.
Du erinnerst mich an sie.
Woher kannten Sie sich?
Ich weiß, was du vorhast.
Du willst mich weichklopfen.
Du bist nicht die Erste.
Ich will, dass wir auf Augenhöhe sind. Ok?
So wie Sie mit mir vorhin?
Ich habe dich zwar getäuscht, aber ich bleibe bei der Wahrheit.
Ok, Richard.
Bleiben Sie bei der Wahrheit.
Ich habe eine Hütte im Wald.
Was haben Sie dort mit mir vor?
Dir die Haare flechten.
Von wegen.
Hör auf!
-Hilfe! -Perfekter hätte es nicht sein können.
Die Kulisse, die Abgeschiedenheit, das Timing.
Halten Sie sich fern.
Und ich verkacke die Taschenkontrolle…
Halten Sie sich fern.
-Hilfe! -Irgendetwas hast du an dir.
Aber ich habe wohl auch etwas an mir.
Eben noch wolltest du dein Leben beenden.
-Und jetzt sieh dich an. -Arschloch!
Spürst du es schon?
Was?
Vielleicht merkst du's wegen der Aufregung nicht.
-Wovon reden Sie da? -Systemredundanz.
Wie im Flugzeug. Da hat sogar die Klospülung ein Backup.
In 12 km Höhe kann man nie genug vorbereitet sein.
Was ist das?
Wir fliegen in 12 km Höhe, Iris.
Was haben Sie mir angetan?
Dein Körper wird bald herunterfahren.
-Sie haben mich vergiftet? -Nicht vergiftet.
Das ist ein Relaxans. Das erleichtert uns die Sache.
-Sie sind verrückt. -Verrückt wär's, es nicht zu tun.
-Hilfe! -Du wiederholst dich.
Tritt die Wirkung ein, hast du 20 Minuten bis zur Lähmung.
Bei Minute eins wird deine Feinmotorik nachlassen.
Wahltasten drücken, ein Messer halten, solche Dinge.
Bei Minute 10 fangen die Beine an zu kribbeln.
Damit folgt die Grobmotorik.
Um Minute 15 herum versagen deine Beine. Ab Minute 18 fällt dir das Atmen schwer.
Und kurz bevor dein Körper herunterfährt,
ist deine Stimme dran.
Wollen wir?
Wenn du rennst, tritt die Wirkung schneller ein.
Scheiße.
Spürst du die Finger nicht mehr?
Scheiße.
Eins, zwei, drei, vier.
Eins, zwei…
-Eins, zwei… -Eins, zwei…
-…drei, vier. -…drei, vier.
Sehr gut.
Eins…
-…zwei. -Zwei.
Es hält eine Stunde an.
Dann verbringen wir das Wochenende miteinander.
Eins, zwei, drei…
Scheiße.
Ok, 20 Minuten.
Ok.
Oh nein. Komm schon.
Komm schon.
Drei Minuten.
Ich hoffe, du hast ein gutes Versteck gefunden!
Du wirst nicht schwimmen können.
DIE ZEIT IST UM!
Alles ok?
Miss.
Hören Sie mich?
Wie sind Sie…
Wie sind Sie bis hierher gekommen?
Sind Sie aus einem Kajak gefallen?
Können Sie reden?
Verdammt…
Ich werde Sie jetzt umdrehen. Ok?
Warten Sie.
Sie können mich also erkennen.
Moment. Machen Sie das noch mal.
Hören können Sie mich auch.
Ok.
Können Sie sich überhaupt bewegen?
Nein.
Sie können sehen. Sie können hören.
Sie können sich nicht bewegen. Sie können nicht reden. Richtig?
Sind Sie verletzt?
Das ist gut.
Ich bringe Sie ins Haus und wähle den Notruf, ja?
Warten Sie hier. Meine Knie sind nicht mehr taufrisch.
Also so was habe ich heute nicht erwartet.
Gott sei Dank.
Ich hatte einen Unfall. Meine Frau ist weg.
Machen Sie mal langsam.
Holen Sie Luft.
Es ging so schnell. Sie verhielt sich normal und plötzlich…
Haben Sie sie gesehen? 1,68 groß und hübsch.
Ich blute.
Warten Sie hier.
Ich hole Hilfe.
Hey.
Sie sollten warten.
Tut mir leid. Ich fühle mich nicht gut.
Entschuldigen Sie mal?
Ich bin durcheinander, ok?
Keine Ahnung, wie ich hergekommen bin.
Hören Sie, ich helfe Ihnen.
Aber nur zu meinen Bedingungen.
Und die lauten: Wir reden draußen.
Darf ich Ihr Telefon benutzen? Meins ist seit dem Unfall weg.
Hier, ich helfe Ihnen auf.
Ich…
Ich muss mich kurz ausruhen.
Ich sage dem Notruf entweder, man soll Ihre Frau suchen.
Oder ich sage denen, dass in meinem Haus ein Eindringling ist.
Ach, das ist doch unnötig.
Tut mir leid, das alles macht mich einfach so fertig.
Wenn Sie sie anrufen wollen, nur zu.
Man wird sie mir wegnehmen. Aber das ist jetzt wohl so, was?
Legen Sie auf und versuchen Sie es später erneut.
Wie heißen Sie?
Andrew.
Ok, Andrew.
-Reden Sie. -Danke.
Sie hatte schon immer psychische Probleme, aber jetzt ist es schlimmer geworden.
Sie… beschuldigt mich, schlimme Dinge getan zu haben.
Unwahre Dinge.
Involvieren wir die Polizei, bekommt ihre Familie davon Wind.
Die wird sie wieder einweisen.
Sie ist meine Frau. Ich darf sie nicht verlieren.
Nun hab ich sie buchstäblich verloren.
Wie heißt sie?
Chloe.
Ich hätte sie nicht fahren lassen sollen, aber sie besteht so auf Unabhängigkeit.
Es gab Streit.
Die Straßen hier sind ja schon gefährlich, wenn man nicht abgelenkt ist.
Sie hasst es, wenn ich schreie.
Aber sie sagte, sie verlässt mich, und ich hatte…
…Angst.
Und ich schrie sie an, und sie trat aufs Gas und…
Mehr weiß ich nicht mehr.
Als ich zu mir kam, war sie weg.
Keine Ahnung, ob sie desorientiert ist oder kurz vor einem weiteren Schub steht.
Sind die Schübe schlimm, wird sie katatonisch.
Katatonisch?
Sie macht dicht.
Weigert sich, sich zu bewegen und zu reden.
Das klingt kompliziert.
Haben Sie denn jemanden?
Darüber rede ich nicht.
Ich auch nicht. Ich glaube, das war immer mein Problem.
Sie hatte einen Herzinfarkt.
All die Jahre hat sie kritisiert, was ich gegessen habe,
dass ich viel herumsaß,
dass ich mich von meiner Wut leiten ließ und Probleme mit den Fäusten kläre.
Und die ganze Zeit war sie…
Waren wir so auf mich fixiert, dass wir nicht auf sie geachtet haben.
Die Welt nimmt sich, was sie will.
Sie lieben Ihre Frau.
Mehr, als Sie denken.
Wollen Sie das so hinnehmen?
Lassen Sie zu, dass man sie Ihnen wegnimmt?
-Nein. -Gut.
Ich war nicht ehrlich zu Ihnen.
Nicht?
Inwiefern?
Was wollten Sie sagen?
Sie haben gesagt, Ihr Handy sei weg.
Habe ich das?
Beim Unfall.
Ich stehe noch immer neben mir.
Na ja…
Der Wald ist groß.
-Machen Sie sich auf die Suche. -Nein. Was wollten Sie mir sagen?
Nichts.
-Sagen Sie, William… -Woher kennen Sie meinen Namen?
Der stand auf Ihrer Post.
Machen Sie oft Gartenarbeit in der Küche?
Wo ist sie?
Tut mir leid, ich…
…hätte es Ihnen ja früher gesagt. Ich war einfach ratlos.
Wo?
Ich möchte, dass Sie zwei jetzt gehen.
Dann vergesse ich, dass das passiert ist.
Sagen Sie's mir.
Im Schuppen.
Draußen.
Ich holte die Karre raus, um Platz zu schaffen, sah Sie kommen, und…
…dann nahm ich das Mistding einfach rein.
Schwachsinn.
Es stimmt.
Lässt sich ja leicht rausfinden, was?
Sehen Sie nach.
Geben Sie mir erst das Telefon.
Aber gern.
-Die kommen nie rechtzeitig. -Glauben Sie, ich hab Angst vor Ihnen?
Sie nehmen einen bereits sehr vollen Tag in Beschlag, wissen Sie das?
In meinem Haus ist ein Mann. Ich bin mir sicher, er will mir wehtun.
Ich tue dir nicht weh.
Ich bringe dich um.
Unten bleiben!
Unten bleiben!
Ich bin unberechenbar.
Was würde sie von dir halten?
Deine Frau.
Sie gab sich so viel Mühe, dich zu zähmen.
Sie brachte dir bei, deine Wut zu kontrollieren.
Sie hätte wohl noch einen Herzinfarkt.
Halt dein Maul!
Sir, hören Sie mich? Wir schicken jemanden.
Es sind einige Streifen unterwegs. Bitte warten Sie.
Sir, falls Sie da sind, sagen Sie was.
Wenn Sie da sind, sagen Sie was.
Siehst du, wozu du mich zwingst?
Ich habe noch nie einen Mann getötet.
Es gibt für alles ein erstes Mal, was?
Hallo?
Dad, ich konnte dich nicht erreichen.
Hey, Liebes. Wie geht es dir?
Heute gab es Zeugnisse.
Ach? Und?
Alles Einsen und eine Zwei.
Wow. Das ist…
Das ist zwei-felsohne ein-zigartig.
Mom sagt, wir feiern morgen beim Frühstück.
Nicht morgen, Liebling. Ich…
Ich bin erst am Sonntagabend zurück.
Kein Problem. Mom sagt, wir kommen zur Hütte.
Dad?
Das sind tolle Neuigkeiten.
Kannst du Mom ans Telefon holen?
Ok. Bis dann!
-Sorry wegen Ms. Plappermäulchen. -Ihr kommt doch nicht her?
Diese Wochenenden sind dir zwar wichtig, aber…
Kein Aber, Lizzie. Wenn du willst, dass ich mich von der besten Seite zeige,
brauche ich die Auszeit.
Diese Auszeiten gibt es in letzter Zeit immer häufiger.
Olivia braucht Tapetenwechsel und ich einen Co-Elternteil.
Sorry, wenn wir das Junggesellenwochenende in den Bergen stören, aber wir kommen.
Hast recht. Tut mir leid. Ich bin egoistisch.
Kommt her!
Und ja, nehmt die Campingausrüstung mit. Wir machen das volle Programm.
Ok? Das Zeugnis muss gefeiert werden.
Super! Wir sollten so gegen 22 Uhr da sein.
-Ich liebe dich. -Ich dich auch.
Bis… 22 Uhr.
KARTENLESEGERÄT KAPUTT BITTE DRINNEN ZAHLEN
Was tust du da?
Geh nicht einfach weg. Verstanden?
Ich wollte nur Hallo sagen.
Ok, gut. Aber mach das nie wieder, ja?
Guter alter Bill.
Oh!
Wie schön, Sie zu sehen!
Morgen.
Es gab einen Anruf wegen des Trucks. Jemand brauchte Hilfe.
Muss ein Fehler sein.
Man gab das Nummernschild an.
Darf ich mit der Beifahrerin reden?
Sir, ich muss sicherstellen, dass sie ansprechbar ist.
Nicht nur Sie.
Ach? Wieso das?
-Meine Frau ist betrunken. -So früh am Morgen?
Momentan trinkt sie ständig.
-Und Sie? -Ich rühre das Zeug nicht an.
Man wird nachlässig.
Wie heißen Sie?
Andrew. Aber nennen Sie mich Andy.
Andrew. Können Sie sich ausweisen?
Ja, natürlich.
Wir haben da ein Problem.
Bitte?
Ihr Führerschein ist abgelaufen.
Ach ja.
Darum wollte ich mich kümmern.
Und wem gehört der Truck?
Meinem Kumpel Bill.
Hätten Sie was dagegen, wenn ich ihn nach diesem Gespräch anrufe?
Natürlich nicht.
Können Sie mir sagen, was genau passiert ist?
Ich hoffe, Sie haben Zeit.
Meine Schicht fing eben an.
Also, Officer: Meine Frau hat sich heute früh aufgerafft
und eine Spritztour gemacht,
und es scheint, als wäre sie in einen ziemlich großen Baum gekachelt.
Mehr als das weiß ich auch nicht.
Und sie war allein?
Soweit ich weiß.
Sie rief an, und jetzt bin ich dabei, hinter ihr aufzuräumen.
Am Telefon wurde gesagt, Sie waren beide an der Tankstelle.
Ich wollte sichergehen, dass sie nicht an ihrer Kotze erstickt,
ehe ich volltankte.
Kein Grund, jetzt frech zu werden.
Tut mir leid.
Dieser Morgen hatte es echt in sich.
Warum riefen Sie weder Polizei noch Abschleppdienst?
Um solche Gespräche zu vermeiden.
Sie waren nicht im Auto?
-Nein, Sir. -Und Ihr Gesicht?
Ich…
Haben Sie keine Antwort?
Vielleicht kann sie uns helfen.
Eher nicht.
Ma'am.
Miss.
-Wie lange ist sie schon betrunken? -Zehn Monate.
Sir, erklären Sie mir genau, was hier passiert ist.
-Sir. -Sie hat mich verlassen.
Bitte?
Es lief sehr schlecht.
Seit wir unseren Sohn verloren haben.
Unseren wunderbaren kleinen Mateo.
Er stürzte sehr tief und…
Sie hat ihre Aufsichtspflicht verletzt.
Anstatt sich ihrer Schuld zu stellen, begann sie zu trinken.
Keine Ahnung, ob sie's da je wieder rausschafft.
Also…
Sie wollen wissen, wieso ich niemanden rief?
Weil niemand sie retten kann.
Helf…
Ma'am?
Helfen…
…Sie mir.
-Officer, sie… -Treten Sie zurück.
Ich hielt an, um dir zu helfen.
Und du hast das Auto genommen.
Du musst…
-Es… -Du musst den Bullen getötet haben.
…läuft nicht ganz nach Ihrem Plan.
Du solltest nicht reden.
Morgen ist ein wichtiger Tag. Familienzeit.
Du bist dehydriert. Dein Körper leistet gerade viel Arbeit.
Haben Sie es selbst ausprobiert?
Nein.
Natürlich nicht.
Zu feige, um sich selbst der Kontrolle zu entziehen.
Ich kenne das Gefühl.
Ja? Von damals, als wie hieß sie noch gleich starb?
Chloe.
Sie waren zwei Monate ans Bett gefesselt.
Haben Sie da den Verstand verloren?
Ich habe den Verstand nicht verloren.
Vielmehr habe ich Klarheit gefunden.
Mein Leben lang fühlte ich mich abgeschnitten.
Bis zu dem Moment nach dem Unfall.
Ich sehe noch das umgeknickte Genick vor mir.
Wie das Licht in den Scherben auf ihrem Schoß reflektierte.
Und als ich sah, wie sie ihren letzten Atemzug machte,
fühlte ich endlich eine Verbindung.
Ich erlebte diesen Moment immer wieder und lag in dem Krankenbett und grübelte,
ob ich Gott gespürt hatte.
Und irgendwann hatte ich erkannt… dass dem so war.
Und Gott war ich.
Was haben Sie zu ihr gesagt?
Sie haben erwähnt, etwas zu ihr gesagt zu haben.
Ich dachte, das war vor dem Unfall, aber…
Es war danach.
Während sie im Sterben lag, oder?
Was haben Sie gesagt?
"Danke."
Also zwei-felsohne ein-zigartig.
Was?
Sie lieben Ihre Familie sicher sehr.
Ihre Frau.
-Ihre Tochter. -Rede nicht über meine Tochter.
Tief im Inneren wissen Sie, so kann es nicht weitergehen.
Sie werden erwischt und werden sie nie wiedersehen.
Schweig.
Ich weiß, wie es ist, ein Kind zu verlieren.
Sie müssen das nicht.
Ich kenne weder Ihren Namen noch Ihren Wohnort.
Ich sagte, hör auf.
Setzen Sie mich einfach am Straßenrand aus.
Schwachsinn.
Das geht nicht.
Das geht.
Kaputt zu sein, bedeutet nicht unbedingt… ohne Hoffnung.
Wissen Sie noch?
Ich bin nicht kaputt, Mann.
Planänderung, Iris.
Endstation.
Schade, dass wir direkt zum Ende kommen.
Wir hätten so ein schönes Wochenende gehabt.
Immerhin hast du da unten viel Gesellschaft.
Du wirst deine Muskeln später nicht steuern können.
Es wird kleine Energiespitzen geben, aber dein Körper hält sie nicht aufrecht.
Warum haben Sie es mich nicht einfach tun lassen?
Was denn?
Dich umbringen?
Wenn das alles sowieso enden sollte… Wieso haben Sie mich dann aufgehalten?
Habe ich nicht.
Das warst du selbst.
All das hier wäre vorbei gewesen.
Alles.
Es war Schicksal.
-Du warst für mich bestimmt. -Schwachsinn.
Es gibt kein Schicksal.
Es gibt keinen Gott.
Es gibt nur uns.
Und das heißt, es gibt nur Sie.
Einen erbärmlichen kleinen Mann ohne Namen.
Du bist wütend.
-Natürlich bin ich wütend. -Und warum?
Weil ich sterben wollte.
Ich wollte sterben.
Du "wolltest".
Was für eine Entwicklung.
Tun Sie mir einen Gefallen?
Können Sie mir Mateos Boot geben?
Es ist in meiner Tasche.
Andere Seite.
Es tut mir nicht leid.
Danke.
Untertitel von: Karoline Doil
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