All language subtitles for 1955_Die sch+¦ne M++llersfrau.deu

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Original subtitles

Ende des 17. Jahrhunderts,

als das Königreich Neapel unter spanischer Herrschaft war.

Friedlich strahlt die Sonne, die Zikaden singen,

die Hühner legen jeden Tag ein Ei und die Felder geben genügend Weizen.

Ein ideales Land also. Alles in allem ein Traum.

Wenn nicht...

- Lasst ihn! - Na los.

Lasst ihn mir!

Nicht weinen, Rosi.

San Gennaro hat es so gewollt, damit sie ihre Sippen vermehren.

- Er hat nichts getan. - Komm schon.

- Lasst ihn mir! - Komm schon!

- Was hat er denn gemacht? - Die Regensteuer nicht bezahlt.

Aber dieses Jahr hat's doch gar nicht geregnet.

- Die muss man trotzdem zahlen. - Jesus!

Buongiorno.

"Im Namen des Vize-Königs von Spanien:

Das 'Jus Prima Noctis' wird aufgehoben

und durch eine Steuer von zwei Carlini im Monat ersetzt.

Für das Recht, mit der eigenen Frau zu schlafen.

Diese Steuer ist fällig, auch wenn man nicht mit der eigenen schläft.

Neapel, 1682. Der Gouverneur.?

- Was wird das? - Anordnung des Gouverneurs.

- Heute Morgen war das nicht. - Jetzt ist es so. Zahl!

- Wie viel? - Ein Carlino.

Damit er sich kaufen kann, was sie sagte, der Herr Gouverneur.

- Und das wäre? - Rosenblumen, Eccellenza.

- Rosenblumen. - Einen Carlino Brückengeld,

einen für den Transport, zwei für die Frau, zwei für den Regen.

Statt Weizen lassen wir die Steuern wachsen.

Was sagst du mir das?

Hey! Anhalten!

Anhalten!

- Hey, du. - Ja, was ist?

- Kannst du nicht lesen? - Ein bisschen.

- Aber das verstehe ich. - Nicht so viel quatschen.

- Stell dich in die Reihe. - Einen Augenblick. Einen Augenblick.

So, da sehen wir doch mal.

Grün: Wegegeld.

Da, bitte.

Können Sie lesen?

"Durch unsere Verfügung gewähren wir dem Müller Luca...?

- Ah, der Müller Luca sind Sie! - Ah, ja, scheint doch so.

- Entschuldigen Sie vielmals. - Bitte!

- Hey, hey! - Alles Gute!

Auch für Sie! Hey, hey! Hey...

Hey...

Zutritt verboten.

Tränken verboten.

- Ciao, Luca. - Giova', wie geht's?

Wie soll es gehen? Glücklich, diese Muli.

Die trinken, wo sie wollen.

Mein Lieber, man muss sich arrangieren.

- Nicht so einfach. - Ich rate Ihnen, dass Sie bezahlen.

Der Baron muss bezahlt werden.

- Aber wie? - Warten Sie.

- Wie sollen wir das machen? - Wer ist das?

Wer ist das?

Eccellenza!

Wer ist das? Wer ist das? Oh, Luca, wie geht's?

Eccellenza, entschuldigen Sie, wenn ich Sie gestört habe,

- aber die Muli waren so durstig. - Aber, ich bitte Sie.

- Und Ihre Frau? Wie geht's ihr? - Gut, gut.

- Carmela, wach auf. - Da ist sie ja.

Da ist der Anwalt.

- Ich hab Sie nicht gesehen. - Buongiorno, Eccellenza, wie geht's?

- Danke, gut. - Das freut mich.

- Kommen Sie heute zur Mühle? - Oh, mein Gott.

Wenn Sie mich wirklich wollen...

Der Gouverneur hat uns ein Zicklein geschickt.

So groß wie ein Kalb und zart wie eine Lerche.

Mir genügt das Gemüse. Aus eurem Garten.

Auch davon gibt es. Zichorien und Tomaten!

So süß wie Zucker, genau das Richtige für Ihren Wein.

- Was hab ich gesagt? - Ja, und? Wieso?

Weil von dem Wein vom Anwalt nichts mehr da ist.

- Was denn, der ist alle? - Ja, was macht ihr?

- Gießt ihr damit das Weinfeld? - Wieso? Ein Fass, das so groß ist?

Ach, das macht nichts. Sie trinken von unserem Wein.

Was? Unser schlechter Wein für Seine Eccellenza?

- Nein, das erlauben wir nicht. - Aber wirklich...

Nein, Eccellenza, das erlauben wir nicht.

- Nicht wahr? - Oh, nein.

Außerdem sind Sie schon mal so freundlich gewesen. Aber jetzt...

Und was wäre das für eine Einladung, wenn Sie so viel mitbringen?

- Tja, dann also... - Nein, nein, nein.

Wenn Sie "also? sagen... Seine Eccellenza ist ungehalten.

- Carmela, wir müssen annehmen. - Wir nehmen an.

Ja, ja, Herr Anwalt.

Einmal kann man ablehnen, doch dann wird es unhöflich.

- Danke, seine Eccellenza. - Danke, Eccellenza. Danke vielmals.

- Bitte, bitte. - Ah, Eccellenza!

Ein anderes Mal vielleicht. Um den Transport zu sparen:

Statt so eines Fasses schicken Sie uns lieber so eines.

- Mach ich. - Arrivederci!

In der Mühle! Hey!

Herr Anwalt, was ist denn nun?

Einen Augenblick, ich komme sofort.

Hey.

Carmé.

Der Anwalt ist verliebt in dich.

Aber hör mal, alle sind verliebt in mich.

- Hey, bumm! - Ja, bumm!

- Alle. Bis auf einen. - Wer ist der Idiot?

- Du! - Ich? Ja, du hast es erraten, Carmé.

- Oh, und wieso? - Weil du hässlich bist. Hässlich!

Ho, ho!

Ho!

Salvatore! Da kommt Luca mit dieser schamlosen Person, seiner Frau.

Ho!

Du wirst sehen, heute zähle ich ihm die Säcke.

- Ho. - Im Namen des Königs, halt an!

Hey, willst du dich überfahren lassen?

Wenn ich sage, "Im Namen des Königs?, musst du anhalten, verstanden?

- Halt, hab ich gesagt! - Gut, ich halte ja an.

Was soll das? Ich fahr hier doch immer durch.

Heut nicht. Heut zähle ich die Säcke. Was dagegen?

Aber warum willst du Zeit verlieren?

Ich sage dir, es sind 20, und für 20 bin ich von der Steuer befreit. Da.

Wenn es 20 sind, hast du nichts zu fürchten, mein Lieber, nicht?

Sehen wir mal.

- Eins, zwei... - Was soll schon passieren?

Keine Sorge.

Ah, ja, die Signora macht sich keine Sorgen.

Sie bringt das wieder in Ordnung. Ein Wörtchen zum Gouverneur.

- Was soll das heißen? - Halt den Mund.

Diese Angelegenheit regle ich.

Salvató, ist nicht nötig, dass du zählst.

Es sind ein paar Säcke mehr. Drück ein Auge zu, nicht?

- Wenn wir einander nicht helfen... - Ich hab nichts zu schaffen mit dir.

Runter mit den Säcken. Ich konfisziere sie.

Ich zeig dich auch an. Du hast gesagt, es sind 20.

Das ist ja zum Lachen!

- Pah, 20... - Blöder Kerl.

Außerdem, wer sagt, dass das alles Mehl ist?

- Ich prüfe es nach. - Was prüfst du? Es ist Mehl.

Salvató, bist du Italiener oder Spanier?

Ich bin Deutscher, Franzose, Spanier.

Ich bin von dem Land, das mich kommandiert.

Du leidest an der Sucht der Unterwerfung.

Ich leide an der Sucht, dich bald im Gefängnis zu sehen!

Hoffen wir, dass der Himmel uns diese Gnade erweist.

Und dein Cousin - das wollt ihr - soll den Posten des Zöllners kriegen.

- Deshalb also. - Jawohl, deshalb.

Sie wollen uns den Posten nehmen und dem Verwandten Ihrer Frau geben.

- Mein Cousin ist ein Ehrenmann. - Carmé, sei ruhig.

- Lass mich erklären. - Was willst du erklären?

Du solltest dich schämen für das, was du machst.

- Was? - Diesmal gelingt es nicht,

auch nicht mit deinen koketten Grimassen!

- Besser kokett als so ein Uhu wie du - Schluss!

Du bist nur wütend, weil du hässlich bist!

Besser hässlich für einen als schön sein für 50!

- Hexe! - Du Hure, du!

- Seid ihr verrückt geworden? - Wollen Sie mich loslassen?

- Carmé! - Verfluchtes Weib!

Komm zu mir! Jetzt werde ich's dir zeigen!

Carmé, was machst du? Salvató, verdammt, hilf mir!

- Siehst du nicht, was die da machen? - Ich? Dir helfen?

Du schamloses Weib!

Ich helf dir, da!

- Siehst du? - Was machst du?

Das mach ich!

Beleidigung einer Amtsperson mit Tätlichkeit!

Carmela. Carmé, hör auf!

Wollt ihr aufhören?

Schluss jetzt. Ich werde Maßnahmen ergreifen.

- Beleidigung einer Amtsperson... - Das schöne Mehl!

- Alte Hexe! - Du sollst still sein, sag ich dir!

Was soll ich still sein? Ich bin ja still!

- Also. Wo willst du hin? - Lass mich!

- Ja, eine Hure bist du! - Hör doch auf!

Salvatore, ich werde dich...!

- Wirst du jetzt wohl aufhören! - Du Hure!

Wie nennst du meine Carmela? Na warte!

Das wirst du mir büßen!

- Was ist los? - Man kommt nicht durch.

Der Herr Bischof! Der Bischof ist da!

Der Bischof ist da!

Das nächste Mal stopf ich dir das Maul. Verstanden?

- Alte Hexe, du! - Lass sie, komm her!

Der Bischof ist da. Du weißt nichts, verstanden?

Ich rede. Sei still! Mach dich sauber.

Pax veniat internus.

Luca... Was, du?

Und auch du, Carmela. Aber was ist mit euch passiert?

- Eminenz, ich bin beleidigt worden. - Ja.

Wer hat dich beleidigt? Unverfrorenheit.

Ihr sollt auch die anderen sprechen lassen.

Jeder hat das Recht, sich zu verteidigen.

- Sprich du, Luca. - Diese Frau hier,

sie hat gemeine Vorwürfe erhoben gegen die Ehre meiner Frau.

Und gegen den, der uns regiert, in der Gnade unseres Herrn.

- Aber, aber wir... - Schluss jetzt!

Aestemat este caprae vitium.

Quod sit caprae in sei.

Eccellenza meint, es handle sich um das Laster der Ziege, der Capra.

Aber es geht hier doch nicht um die Ziegen.

Ich habe den lateinischen Text übersetzt.

Die "Capra?, die Ziege, steht hier für den Schuldigen. Verstanden?

Vergebt ihm, Eccellenza. Er ist ein armer Mann.

Im Grunde ist er nicht schlecht.

Gerade das ist unser Auftrag.

Geht nur. Geht nur, meine Kinder.

Geht und kehrt an eure Arbeit zurück.

- Danke, Eccellenza. - Warum sagst du nichts?

Danke.

Und ihr sollt jetzt bereuen, das was ihr getan habt.

Pulchritudo per se ipsa, non est peccatum.

"Die Schönheit an und für sich ist keine Sünde.?

Der Neid dagegen ist Sünde.

Denke an das, was ich dir sage, meine Tochter. In deinen Gebeten.

Aber die da, wollen meinen Mann um seinen Posten bringen.

Aber ja, Eminenz.

Und so sei es.

- So sei es? - Was heißt das, so sei es?

Das Ganze ist passiert, weil du dir in den Kopf gesetzt hast,

diesen Schwachkopf von Cousin Zöllner werden zu lassen.

- Es wird mir auch gelingen. - Aber pass auf. Zu viel ist zu viel.

Hey!

Das war schön!

- Was für eine schöne Stimme! - Danke. Danke.

Sie zu hören, ist ein Labsal der Seele.

Tamquam sirena. Wie eine Sirene.

Als ich meinem Neffen gesagt habe:

"Du wirst eine himmlische Stimme hören?, wollte er mir nicht glauben.

- Na, was? - Sie haben recht gehabt.

Sie haben gewonnen.

Zu freundlich, zu höflich. Ich danke allen.

Kämen Sie nach Neapel, Sie könnten am Hofe singen.

- Mit Ihrer Stimme. - Nein, Carmela gehört hierher.

Und sie hat Singen gelernt zu den Schreien der Esel.

- Wenn man sie vom Lande wegholt... - Nein, nein!

Ihre Frau hat besser gesungen als Circe.

Zu viel Güte, Eccellenza.

Ja, Carmela hat hervorragende Eigenschaften,

- aber es scheint, sie schaden mehr als sie ihr nützen. - Wieso schaden?

Sie rufen Neid hervor und Verleumdung.

- Doch, ja. - Soll mir das Vergnügen machen,

was heute Morgen an der Zollstelle passiert ist?

Ich mache mir weniger Sorgen meinetwegen als wegen der Signori.

Der Signori, die mich oft beirren,

und die eine solche Verleumdung noch mehr trifft als mich.

- Nicht wahr, Carmé? - Ja, aber ja!

- Oh, eine gemeine Verleumdung! - Ja, gemein, wirklich!

Wir werden weiter hierherkommen. Regelmäßig, wie bisher.

Ich meine, nach dem ganzen törichten Geschwätz

werden wir noch häufiger hierherkommen.

- Noch häufiger. - Noch häufiger.

Ich und Luca haben uns so gewöhnt an unsere Besuche.

- Es ist immer eine Ehre für uns. - Es ist Zeit für mein Gebet.

- Sie wollen gehen, Don Gennaro? - Ja, meine Tochter. Es ist Zeit.

Ich würde ja so gerne hier bei Ihnen bleiben.

Man müsste es machen wie Josua: Die Sonne anhalten.

Ah, Don Gennaro, ich hab etwas für Sie. Entschuldigen Sie.

Und jetzt ein Glas zum Abschied, ja? Pasqualino, hol zu trinken.

Dieser Wein ist vom Weinfeld des Herrn Anwalt.

Gianni, Wein. Und du, Nico, bring Gläser.

Und warum isst der da ein Huhn?

Lamm mag er nicht, und man hat ihm ein Huhn gemacht.

Ah, ja.

Hör mal, zu Hause kannst du essen, was du willst, aber nicht hier.

- Es soll dir alles zu Gift werden. - Was?

- Dir und deinen Leuten. - Meine sind ehrenhafte Leute.

Es sind weder Spione, noch Kriecher.

Was sagst du? Sag's noch mal.

Dass sie weder Spione sind, noch Kriecher.

Du verwindest nicht, dass Concettina mich geheiratet hat.

Sie hat nicht aus Liebe geheiratet. Nur wegen dem, was du hast.

Sie hat einen schönen Mann einem erfolglosen vorgezogen.

Ein schönes Haus einem Strohsack in der Mühle.

Den Sekretär des Gouverneurs einem Knecht.

Gib her. Gib her!

Und auch Concettina soll dir zu Gift werden. Auch Concettina!

- Hier, Don Gennaro, das ist für Sie. - Danke, meine Tochter!

Sie haben die reine weiße Seele einer Taube.

Sie vergessen niemals meine armseligen, lässlichen Sünden.

Der Schlund.

Alle haben irgendwelche kleinen Sünden, Don Gennaro.

- Da wäre der Wein. - So, Herr Anwalt.

Heute Abend ist es an Ihnen, der Mundschenk zu sein.

- Mit Vergnügen, Donna Carmela. - Danke.

Auf Ihr Wohl, Donna Carmela.

- Ein köstlicher Wein. - Gardunia!

- Noch besser als der letztes Jahr. - Eccellenza.

Das Pferd.

Das Pferd, schnell!

- Ich schwöre Ihnen, Donna Carmela. - Ist es dasselbe, was ich denke?

- Ich wünsche es mir, Donna Carmela. - Also ist es abgemacht?

Aber ja, ist abgemacht.

- Luca, es ist abgemacht, sagt der Anwalt. - Was?

Wir werden das Getreide mahlen von seinen Gütern.

- Danke, Herr Anwalt, danke. - Danke, Sie sind ein Engel.

- Und die Engel küssen Sie. - Ein grandioses Geschäft.

- Ich gratuliere Ihnen. - Aber was ist mit Eccellenza?

- Grandios! - Eccellenza...

- Haben Sie sich nicht amüsiert? - Die Besucher werden zu zahlreich.

- Das tut mir leid. - Auch mir tut es leid.

- Ich habe Ihnen so viel zu sagen. - Auch ich.

Sagen Sie. Sagen Sie alles.

Wegen dieser Angelegenheit mit dem Zöllner.

Ist schon alles geregelt.

Ihr habt meinen Cousin zum Zöllner gemacht?

Das ist nicht der geeignete Augenblick.

Außerdem hängt das nicht nur von mir ab...

- Sondern? - Von Ihnen.

- Von mir? - Ja, ja. Denken Sie dran.

Ich denk doch immer dran, Eccellenza.

Was für ein Wind. Ich muss die Wäsche abnehmen.

Entschuldigen Sie, Eccellenza. Buona sera.

Buona sera, Ihnen allen. Buona sera.

Zu viel Ehre, meiner Frau die Hand zu küssen.

Haben Sie gesehen? Sie ist das nicht gewohnt.

Außerdem hantiert sie immer mit Knoblauch und Zwiebeln.

Kehren wir alle zusammen in die Stadt zurück?

- Die Wäsche. - Nein. Nein, nein.

Ich habe dringende Geschäfte zu erledigen.

- Buona sera, Signore. - Buona sera, Eccellenza.

Ehrwürdige Padres. Buona sera.

- Buona sera, Eccellenza. - Buona sera, Eccellenza.

Eccellenza!

Eccellenza! Was machen Sie hier?

Donna Carmela.

Donna Carmela!

Entschuldigen Sie, aber ich halte das nicht mehr aus.

Ich bin schlimmer dran als Tantalus.

- Wer ist das? - Das war ein Unglückseliger wie ich.

Er hatte Hunger und sah schöne Früchte,

alle Gaben Gottes, und konnte nicht essen.

Er war durstig und sah das Wasser zu seinen Füßen.

Wasser, so kristallen und klar wie Ihre Augen, und konnte nicht trinken.

Donna Carmé, ich bin Tantalus! Ich bin durstig!

- Dann trinken Sie, Eccellenza. - Lachen Sie nicht!

Wenn Sie lachen, fühle ich, wie es in mir brennt.

Lassen Sie mich, Eccellenza.

Wie soll ich das? Schon lange träume ich von diesem Augenblick.

Wie schön Sie sind.

Wie vielen Frauen haben Sie dasselbe gesagt?

Ja, vielen schönen Frauen, aber nicht wie Sie.

Was ist in Sie gefahren heute Abend?

Schon Tausende Abende sehe ich Sie an und kehre mit leeren Händen zurück.

Donna Carmé, ich mache Ihren Cousin zum Zöllner.

Ihren Mann zum Vorsteher der Steuer, zum König von Spanien, wenn ich darf!

- Ja, ist gut. - Was hab ich gesagt?

Aber Sie müssen doch fühlen, wie stark meine Leidenschaft ist.

- Das fühle ich. - Ich liebe Sie.

Ich werde noch wahnsinnig, Donna Carmé.

Lassen Sie mich. Mein Mann! Lassen Sie mich!

Entschuldigung, Eccellenza.

- Eccellenza! - Du!

- Was machen Sie da? - Ich lasse dich aufhängen!

- Was habe ich gemacht? - Sieh zu, dass ich hier rauskomme.

Blödkopf!

- Ich lasse dich aufhängen. - Warum, was hab ich gemacht?

Ich sah Donna Carmela, wie sie floh.

Sie hat dich gesehen und geglaubt, es wäre ihr Mann.

Also ist sie deshalb geflohen?

Eine Frau, die ihren Mann fürchtet, hat den Liebhaber im Herzen.

- Ja, meinst du? - Ja, Eccellenza, sie liebt Sie!

Sie liebt mich.

Nur Mut, Eccellenza.

Bei den Frauen braucht man etwas Geduld.

- Ja, die hab ich, die hab ich. - Man braucht etwas Schläue.

Ja, die hab ich, die hab ich.

Und vielleicht, Eccellenza, auch etwas Gewalt.

Wie kannst du dir erlauben, mir diese Ratschläge zu geben?

Los, hilf mir aufsteigen.

Nein, was die Schönheit betrifft, sie ist schön.

- Ganz besonders die Beine. - Die Beine!

- Aber Nicoletto! - Ich wollte das nur feststellen.

Eine Meinung ausdrücken. Nur so ohne irgendeinen Wohlgefallen.

Oh, sehen Sie. Da ist der Herr Gouverneur.

Buonasera, Eccellenza.

Aber wo hat er sich aufgehalten?

- Don Gennaro, das wissen Sie doch. Was denn?

- Wollen Sie sagen, Donna Carmela... - Nein, Donna Carmela nicht.

Aber der Gouverneur, ist nicht zufrieden mit dem Lammbraten.

- Der war großartig, exquisit. - Das ist die Strafe Gottes.

Er hat allen Frauen des Landes nachgestellt.

Und endlich hat er eine gefunden, die ihm widersteht

- und die ihn leiden lässt. - Buonasera, ehrenwerte Padres.

Ich gehe hier entlang. So bin ich schneller zu Hause.

- Buonasera. - Buonasera.

Na ja, ich möchte nicht boshaft sein, aber auch der Baron...

Verliebt in Donna Carmela?

- Ach, eine alte Sache. - Lieber Nicoletto, du bist jung.

Der Teufel bedient sich vieler Kleider, um sich zu verstecken,

und besonders der Frauenkleider.

Nicht der von Donna Carmela, versteht sich.

Ja, natürlich, versteht sich.

Sie sprechen zu viel, Don Luca.

Tomaten, Tomaten!

Kauft die Tomaten!

Kupfer! Reines Kupfer!

Das Vergnügen ist eine Lust, auch für euch.

Stürzen wir uns hinein. Los!

Mama, ich will die Hexe sehen!

- Mama, geh runter mit uns! - Hast ihn Feuer speien sehen?

Na ja, gut. Gehen wir.

- Sie wollen immer irgendwen haben. - Heute haben die Kinder zu sagen.

- Amme, lassen Sie sie fertigmachen. - Ja, Eccellenza.

- Mama, ich will die Hexe auch sehen! - Ja, Engel.

- Wohin fahrt ihr? - Ich fahre mit den Kindern aus.

- Ich will ihnen den Jahrmarkt zeigen - Was? Runter zu diesen Leuten?

Unters Volk mischen bei einem Volksfest?

Wie eine gewöhnliche Frau?

Ich wollte Sie gerade bitten, uns zu begleiten.

Es würde nicht schaden, Ihre Untertanen besser kennenzulernen.

Signora, die kenne ich gut genug.

Das Volk ist wie der Bodensatz des Brunnens,

und wir sind die Obrigkeit. Der Himmel!

Aber was wissen Sie von den armen Menschen?

Signora!

Mein Name hat sechs Beinamen.

Villa Medina, der das spanische Volk anführt auf den Kreuzzügen.

Sandez, der sein Leben ließ für die Freiheit in Spanien.

Suárez de Figueroa, der gehängt worden ist in Mexiko für das Volk.

Von dem Volk, wollen Sie sagen.

Das ist dasselbe. Immer war's das Volk.

Wenn's Ihnen Vergnügen macht, gehen Sie nur.

Danke, Teofilo.

- Buongiorno, Herr Vater. - Buongiorno.

Hey, du.

Sybilla, befindet Ihr Euch in prophetischem Schlaf?

Ich befinde mich in prophetischem Schlaf.

Also antwortet diesem jungen Mann, der Liebeskummer hat.

Hier hab ich den höllischen Teufel!

- Was ist? - Drei Carlini.

- Wofür? - Die Steuer für das Fest.

- Ich zahle nicht! - Ruhe!

Was? Heute ist das Fest des Heiligen.

Ruhe, sonst lasse ich dich abführen.

Eine Schande!

- Drei Carlini hab ich gezahlt! - Ist für das ganze Leben, ihr Frauen

Die Männer werden euch küssen.

Duften werdet ihr, wie ein ganzes Rosenbeet.

Wie ein Mimosenbaum.

- Kommen Sie! - Ist das gut! Riech mal, wie gut.

- Ja, stimmt. - Hey, was kostet das?

- Fünf Carlini. - Fünf Carlini?

- Ist zu viel. - Nimm es, Concettina.

- Ich bezahle es. - Pasquale!

- Früher nanntest du mich Pasqualino. - Ach ja, Pasqualino.

Was wolltest du sagen?

Du hast mich verlassen wegen dieses Schergen.

Aber ich denke immer an dich. Tag und Nacht.

- Und du? - Ja, ich auch. Ja, immer.

- Auch in der Nacht, Concettina? - Auch in der Nacht.

Ach, Concettina, meine Schöne...

- Gardunia! - Oh, Gardunia!

An wen auch in der Nacht, hm? An wen auch in der Nacht?

Ich hab dir gesagt, nicht auszugehen!

- Komm sofort nach Hause! Los! - Das gehört mir!

- Nach Hause! Sofort! - Kommt, und kauft!

- Ciao, Pasquale. - Wein! Ciao.

- Was hast du? - Nichts, was soll ich haben?

Und diese schönen Türkensäbel, wie der Halbmond,

das Wahrzeichen des Islams!

Die Gattin, die so schön war, noch schöner als ein Stern gar.

Sie trieb es, das ist wahr, mit des Doktors jüngstem Sohn.

Ihr Mann ist es gewesen, von dem ihr hier das Bild seht.

Der plötzlich in der Tür steht und alles selber sieht.

Der Mann kann sich nicht halten, und stürzt gleich wie ein Tier

auf dieses schöne Bett hier.

Den Kopf haut er ihr ab.

- Hast du gesehen? - Den Kopf hat er verborgen,

im eignen Haus, ich wette.

Gleich unter seinem Bette, und dann, dann schlief er ein.

Man stellt ihn vor Gericht bald, und hier wird nun entschieden.

Wird Gut und Schlecht geschieden, verurteilt ist er schnell.

Und hört er erst die Glocken,

empfiehlt er seine Seele, den Strick schon um die Kehle,

dem lieben Gott nochmal.

Los, Ticci, geh sammeln. Die hauen uns sonst ab.

Die schaurige Geschichte

ist damit jetzt vorbei.

Und wenn ich das machen würde, wie die?

- Du? Aber nein. - Bist du dir da so sicher?

Carmé, was soll dieser Unsinn denn?

Du bist doch verliebt in mich.

- Bildest du dir ein. - Ja, bilde ich mir ein.

- Bist du nicht eifersüchtig? - Nein, bin nicht eifersüchtig.

Nimm dich in Acht, du. Ah!

"Ah?!

Na los, keine Geschichten.

Ich hab noch nichts verkauft. Ich kann nicht bezahlen.

- Na ja, also dann zahl in Naturalien - Na, bitte.

Da, Eccellenza.

Aber die...

Die sind ja faul!

Sie treiben gemeine Scherze mit uns!

Wirst du still sein!

Kein langes Reden. Weg mit der Bude.

- Mach, dass du hier wegkommst. - Verschwinde, hast du verstanden?

Gehen wir was trinken, ja?

Die verfluchten Schweine.

Hey.

Hey, hey!

- Was hast du, Carmé? - Ich? Nichts. Ah!

Signori, kommen Sie! Kommen Sie auf die Schaukel! Na los!

- Wer schaukelt? - Fisch!

Ein köstlicher Fisch!

Aromatisch! Aromatisch!

Ein köstliches Aroma!

- Was ist? - Ich will auf die Schaukel.

Auf die Schaukel? Bist du verrückt? Du bist verheiratet.

- Na und? - Na und? Da sieht man deine Beine!

- Sind sie etwa hässlich? - Lass das, vergiss es.

- Bist du eifersüchtig geworden? - Ich, eifersüchtig?

- Kommen Sie, kommen Sie! - Hey, hör mal, Carmé.

- Kommen Sie auf die Schaukel. - Sieh dir das an!

Kommen Sie auf die Schaukel!

Carmé, komm runter!

Donna Carmela!

Eccellenza! Eccellenza, kommen Sie.

Was ist?

Das ist doch Donna Carmela auf der Schaukel.

- Donna Carmela auf der Schaukel? - Ja.

Schnell, hol mir das Fernrohr.

Wie schön, diese Beine.

Eine Schande! Wegen ihr schlafe und esse ich nicht mehr

- Wenn ich krank werde? - Hoffen wir nicht.

Wenn ich sie nicht kriege, lass ich dich aufhängen.

Nein, Eccellenza, wir werden alles tun.

- Sie werden sehen. - Ich lasse dich aufhängen!

Ach, nein...

- Eine schamlose Person! - Wie schön, was?

Ach, schön, was? Dummkopf, ab nach Hause!

Runter da, Carmé!

Nein!

- Carmela, du sollst aufhören! - Nein!

Warum wollen Sie das schöne Schauspiel unterbrechen?

- Auf das Wohl dieser schönen Beine! - Was? Das ist meine Frau.

Oh, das ist Ihre Frau? Entschuldigung, und Glückwunsch!

Was machst du? Nur weiter, nur weiter.

Ich zahle für alle! Na, mal los!

- Aber los! - Freifahrt! Freifahrt!

Dieses Paradies wollen wir bis heute Abend genießen!

Richtig kräftig! Immer in den Himmel hinein!

Und Musik.

Ich bezahle sie, die Musik. Ich bezahle sie.

Schön! Immer höher, die Beine!

- Immer noch höher! - Carmela!

- Ich befehle, dir runter zu kommen! - Immer höher die Beine!

- Süße! - Dreckiges Schwanzgesicht!

Ja, nur Mut! Tod den Steuereintreibern!

Halt ihn! Halt ihn!

- Ich geb euch's mit meinem Säbel! - Keinen Widerstand!

Was geht da vor? Gardu?

- Stehenbleiben! - Carmé!

- Stehenbleiben! - Luca! Lasst ihn!

- Schießen! - Schweine!

Runter! Runter, Cicci!

Fahren Sie zurück in den Palast!

- Es ist besser, Sie gehen rein. - Rein?

Ein Gouverneur in einem solchen Augenblick ist auf seinem Platz!

- Pasquale, die Revolution! - Die Revolution?

- Ich bin's, Cicci! - Oh, mein Cicci, entschuldige.

Nieder mit den Steuereintreibern!

Luca!

- Luca! - Ins Gefängnis, da musst du hin!

Siehst du? Sie bringen ihn ins Gefängnis.

Vorsicht, pass auf!

Luca!

Stehenbleiben!

- Lass mich los. - Carmé! Bring sie nach Hause!

- Ich komme auch gleich. - Dann mal los! Vorwärts!

Luca! Halt die Muli!

Luca! Luca, Amore! Wer weiß, was sie mit dir machen?

Was sollen sie machen? In einer halben Stunde bin ich raus!

- Aber mach schnell! - Mach dir keine Sorgen.

Ich sprech mit dem Gouverneur! Bring die Muli nach Hause

- und schließ die ein! - Vorwärts!

Wir haben nichts getan!

Wir haben nichts getan! Was wollt ihr von uns?

Nein, nein, Teofilo, übertreiben Sie nicht.

Sie sind immer bereit, Barmherzigkeit zu üben, Mitleid zu haben.

Ich habe sie gesehen, diese armen, misshandelten Leute.

Mit dem Gewehrkolben geschlagen und ins Gefängnis geschleift.

Und was rebellieren die? Glauben Sie mir, Signora.

Sie können nicht urteilen über Politik.

Was haben Frauen mit den Staatsproblemen zu tun?

Sie nennen das Staatsprobleme? Hier geht es um Menschlichkeit.

Die Menschen leiden, verfolgt und unterdrückt durch Steuern.

Moment, Moment. Die Steuern. Die Steuern helfen.

Sie helfen, die Soldaten bezahlen.

Und die helfen, die Empörung des Volkes zu unterdrücken.

Hervorgerufen durch die neuen Steuern.

- Nicht wahr? - Sicher.

- Sie sind wirklich ohne Mitleid. - Das Mitleid!

Die wollen immer bemitleidet werden.

Nichts anderes machen sie als jammern und weinen,

um Mitleid zu erregen bei uns Mächtigen.

Aber ich falle darauf nicht rein! Nein, ich nicht!

Teofilo...

Was Sie heute getan haben, das ist sehr schlecht.

Ich weiß nicht, wer Ihnen das geraten hat.

Ich brauche mich von keinem beraten zu lassen.

Dass Sie's wissen.

Sie haben wieder eine neue Steuer eingeführt,

und das am Tag des Schutzpatrons.

Ich bin sicher, seine Majestät, der König von Spanien,

würde Ihnen das nicht genehmigen.

Was denn? Was wollen Sie damit sagen?

Dass Seine Majestät die Macht, die er Ihnen gegeben hat,

Ihnen auch wieder nehmen kann.

Baron!

Ein schöner Ratschlag, den Sie mir da gegeben haben!

Ich werde Seine katholische Majestät unterrichten.

Ich werde Ihnen das Lehren nehmen. Dolores.

Ihrer Meinung nach, was soll ich tun?

Lassen Sie sie frei.

Lassen Sie sie nach Hause gehen. Zurück zu ihren Familien.

Stille, Eccellenza. Alles still.

Meine Frau... Die mit ihren Ideen.

Alle freilassen! Alle freilassen, nachdem sie rebelliert haben!

Gewalt ist nötig! Gewalt, ja!

Hören Sie das? Ich lasse alle aufhängen!

Herr Gouverneur! Was ist? Herr Gouverneur.

- Er ist verletzt. - Herr Gouverneur!

- Seine Eccellenza ist verletzt. - Der Gouverneur wird umgebracht.

- Der Gouverneur wir umgebracht! - Ruhig, ruhig. Das ist kein Blut,

das ist Tinte aus dem Tintenfass. Eccellenza, Eccellenza.

Ich glaube, man muss die Verhafteten entlassen.

Das ist das Klügste, was man tun kann, Eccellenza.

- Auch du... - Aber ja.

Wenn das Meer aufgewühlt ist, gießt der Kapitän Öl aus

und dann hat er sein Schiff wieder in der Gewalt.

Ja, nicht wahr, Baron? Was meinen Sie, Eccellenza?

- Was machen wir, Eccellenza? - Augenblick! Ich entscheide!

Haben Sie entschieden, Eccellenza?

- Lassen wir alle laufen. - Ja, alle!

Bis auf einen.

- Den Müller Luca. - Warum?

Warum?

In Ordnung?

Ich überbringe den Befehl der Freilassung, Eccellenza.

Hört auf. Macht euch keine Gedanken.

Wenn ich mit dem Gouverneur spreche, kriege ich euch auch alle frei.

Spar dir deinen Atem, Luca.

Der Gouverneur hilft nur dem, der ihm gewisse Gefallen tut.

Ja, na gut. Ich sage ihm, dass ihr in Zukunft ruhiger sein werdet.

Das ist ein Gefallen, nicht?

Außerdem ist der Gouverneur ein Mensch wie alle anderen.

- Man muss ihn zu nehmen wissen. - Ich wüsste schon, ihn zu nehmen.

Nicht so, wie du meinst.

Was glaubt ihr denn, was ihr erreicht mit Gewalt?

Aufruhr ist nicht das Mittel, um etwas zu erreichen.

Da braucht man Schlauheit.

- Heißt das Schlauheit? - Wieso, wie nennst du das?

- Carmela. So nenne ich das. - Das ist seine Frau.

Meine Frau hilft mir. Was ist da Schlechtes dran?

Sie macht nichts Unehrenhaftes.

Wenn du wüsstest, wie schön das ist, erhobenen Kopfes zu passieren,

- ohne Steuern zu zahlen. - Lass nur, Luca.

Auch du wirst die Steuer zahlen.

- Pass auf, was du redest. Ich bin... - Ist richtig, was er sagt.

Es ist mir auch lieber, wenn der Gouverneur in seinem Palast ist,

und nicht in meinem Hause.

Der Gouverneur betritt mein Haus mit dem allergrößten Respekt.

Weil ich und der Gouverneur, wir sind so.

Und wer bist du? Der oben oder der unten?

Ich bin nicht oben und nicht unten. Ihr seid es, die unten sind.

Da werdet ihr auch bleiben.

Im Leben muss man verstehen, sich zu arrangieren.

Um nicht im Gefängnis zu krepieren, muss man ein Typ sein wie ich.

Auf Befehl seiner Majestät, unseres Herrn, Gott schütze ihn.

Alle, die heute verhaftet worden sind,

bei dem Aufruhr auf der Piazza Grande,

als ein Akt der Gnade seiner Eccellenza, des Gouverneurs,

werden amnestiert und somit in Freiheit gesetzt.

- Ich hab es gewusst. - Entschuldige, Luca.

Das verdanken wir dir. Dir mehr als dem König von Spanien.

- Beiden, allen beiden. - Ciao, Luca. Vielen Dank!

- Danke, Eccellenza. Danke. - Arrivederci und danke.

Augenblick, Luca.

Ich biete Ihnen ein Glas Wein an, damit Sie die Aufregung vergessen.

- Zu viel Ehre. - Eine Ehre für mich. Bitte.

- Und dieser Aufruhr? - Vorbei. Alles vorbei.

- Gut, ich bin sehr zufrieden. - Bitte, bitte.

- Nein, nach Ihnen. - Aber nein, Sie sind mein Gast.

- Ich möchte nicht stören. - Ach was, das bin ich schuldig.

- Ach, schuldig... - Ja, bin ich Ihnen schuldig.

Etwas, das ich sehr gerne tue, aber eine Schuldigkeit.

- Danke. - Bitte.

- Auf die Gesundheit des Gouverneurs. - Auf die Gesundheit.

- Vorzüglich. - Noch eins, noch eins.

Danke.

- Auf die Gesundheit des Gouverneurs. - Auf die Gesundheit.

- Wirklich gut, nicht? - Capitan, ich muss jetzt gehen.

- Nein, bitte. Setzen Sie sich. - Wirklich, ich muss gehen.

Jetzt müssen Sie einen herrlichen Kuchen probieren.

- Capitan, keinen Kuchen. - Wirklich, ich muss gehen.

Ich hab zu tun. Vielleicht ein anderes Mal, ja?

- Was machen Sie? - Tut mir leid, guter Luca.

Aber Sie dürfen hier nicht raus.

- Was haben Sie gesagt? - Befehl des Gouverneurs.

Des Gouverneurs? Capitan, sind Sie verrückt geworden?

Nein, Luca, nein. Ein klarer Befehl.

Ich hab Sie zu behandeln als Ehrengast,

- bis morgen der Tag anbricht. - Bis morgen der Tag anbricht? Warum?

Ich stelle niemals Fragen, ich führe Befehle aus.

- Ich bin Soldat! - Und ich Zivilist.

Ich will Bescheid wissen! Warum muss ich heute Nacht bleiben?

Doch nur für eine Nacht, wenige Stunden.

Sie schlafen da in dem Bett. In meinem Zimmer.

Nein, ich kann heute Nacht nicht bleiben.

Carmela erwartet mich. Ich kann sie nicht allein lassen in der Mühle.

- Tja... - Was soll das heißen, "Tja...??

Ich sage "Tja? um zu sagen, trinken wir noch was.

Nein, Sie haben nicht gesagt "Tja?, Sie haben gesagt "Tja...?.

- Das ist was anderes. - Kann man nicht mehr "Tja? sagen?

Nein. Wenn ich von meiner Frau spreche, können Sie das nicht sagen.

- Und auch nicht "Ah?! - Luca. Sind Sie verrückt geworden?

Man darf nicht mehr "Tja? und "Ah? sagen?

Sie müssen sagen, was Sie denken, wenn Sie sagen "Tja? und "Ah?.

- Nichts. Was soll ich schon denken? - Das ist nicht wahr.

- Sie denken doch dabei an etwas. - Wenn Sie's unbedingt wissen wollen.

Ich denke an das, woran Sie auch denken.

Nun, verzagen Sie nicht.

- Carmela... - Ich bin da auch durchgegangen.

Was denken Sie, wie ich Capitano geworden bin?

Das Unglück ist, dass sie mir mit einem anderen durchgebrannt ist.

Wer weiß, was ich sonst für die Karriere gemacht hätte.

Schön war sie.

Beinahe so wie Ihre Frau.

Aber wissen Sie, was ich gemacht hab? Ich habe mich betrunken!

Und am Morgen danach, alles vorbei.

Los, trinken Sie!

Trinken Sie! Trinken wir zusammen.

Ja, Sie haben recht. Betrinken wir uns beide.

- Ja, so gefällst du mir. - Auf Ihre Gesundheit.

Du wirst sehen, wie ich dir gefalle, wenn ich betrunken bin.

Und auf die Gesundheit deiner Frau.

Weiter, Capitan!

Luca!

Bleib hier, pass auf die Pferde auf. Gib bitte gut acht.

- Ja, ja, ja, ja, ja. - Augen auf.

- Ja, ja, ja, ja, ja. - Aber warum über dieses Brückchen?

Da man von hinten an die Mühle rankommt.

- Ja, und? - So können Sie das Haus betreten,

ohne von jemandem gesehen zu werden.

Ah, ja.

- Also gehe ich? - Ja, ja, Eccellenza. Gehen Sie.

- Bist du sicher, dass... - Was denn?

- Dass der Müller? - Wenn er doch im Gefängnis sitzt.

Gehen Sie, haben Sie keine Angst.

Angst, ich? Was erlaubst du dir?

Entschuldigen Sie, Eccellenza.

Oh, nein! Der Müller!

Hilfe, Gardunia, Hilfe!

- Hilfe, Gardunia... - Eccellenza!

Ich ertrinke, Gardunia.

- Eccellenza... - Ich ertrinke! Gardunia, Hilfe!

Es lebe Spanien!

Eccellenza, sehen Sie, ich komme schon! Eccellenza!

Donna Carmela, kommen Sie! Seine Eccellenza ertrinkt!

Pasquale, draußen sind Menschen. Wach auf, ich hab Angst.

- Meine Concettina... - Auch noch betrunken.

Meine Concettina...

Donna Carmela, Hilfe! Seine Eccellenza ertrinkt!

- Eccellenza! - Ich atme nicht mehr.

- Ich gebe auf. - Geben Sie nicht auf. Sehen Sie!

So tun Sie doch was, seine Eccellenza ertrinkt!

Haben Sie keine Angst, Eccellenza. Nur keine Angst.

- Ich bin ja da. - Ich lebe nicht mehr.

- Sie leben, Sie leben! - Nehmen Sie dieses Ruder.

- Da, da. - Ja, nehmen Sie, was man Ihnen gibt.

- Hoch, Eccellenza. - Weiter, weiter.

Was machen Sie denn, Eccellenza?

Keine Angst. Keine Angst.

Halten Sie sich fest an mir, Eccellenza.

Stützen Sie sich auf mich, Eccellenza.

Nur Mut. Nur Mut, Eccellenza.

Es ist nichts. Es ist nichts! Nur Mut.

Setzen Sie sich da hin, Eccellenza.

So.

Tun Sie doch was! Seine Eccellenza muss abgetrocknet werden!

Gut so. Jetzt, Eccellenza.

Eccellenza, aber ich...

Ich versteh nicht, was ist passiert?

Ein furchtbarer Hinterhalt. Teuflisch.

Es müssen viele gewesen sein.

Ich habe mich verteidigt, aber ich bin ausgerutscht.

Ich bin ins Wasser gefallen.

- Ich habe keinen gesehen. - Du siehst nie etwas.

Aber du wirst schon sehen, wenn ich dich aufhängen lasse.

Etwas Wein, Eccellenza?

Ich kann nicht. Ich habe schon getrunken.

Wie viel ich getrunken habe...

Wie Sie durchnässt sind, arme Eccellenza.

Carmela...

Aber was hatten Sie hier vor? Und Luca, wo ist er?

Ah, der Kopf. Beruhigen Sie sich, Donna Carmela.

Wie soll ich mich beruhigen?

Wo ist Luca? Was haben Sie mit ihm gemacht?

Nein, seien Sie nicht wütend. Ich bin hier. Eben deswegen.

- Ist er noch im Gefängnis? - Ja, zu meinem Bedauern.

Zu Ihrem Bedauern? Ich hörte, Sie haben alle anderen freigelassen!

- Nur ihn nicht. Nicht, Gardunia? - Er wird streng bewacht.

- Er kann nicht raus. - Er kann nicht raus.

Er kann nicht raus!

- Aber Luca hat nichts getan! - Nichts getan. Ich weiß.

- Ich weiß, dass er nichts getan hat. - Also dann, Eccellenza.

Nichts... Er hat was getan. Und ob er was getan hat.

- Sag du, Gardunia, was hat er getan? - Der Bericht ist deutlich.

Ist deutlich.

- Viele Anklagepunkte. - Viele, viele, viele!

Erstens: Provokation.

- Zweitens: - Aggression.

- Drittens: - Anstiftung zum Aufruhr.

- Viertens: - Unbotmäßigkeit.

- Fünftens? - Ah ja!

Widerstand gegen die Wachen seiner Majestät.

- Sechstens. - Sechstens wäre...

- Eccellenza, das wäre alles. - Was, das wäre alles?

- Er wird den Gerichten überstellt. - Den Gerichten, den Gerichten.

Nein, Eccellenza, nicht dem Gericht! Eccellenza, ich bitte Sie, nicht!

- Ja, er wird gehängt. - Nicht gehängt, Eccellenza!

Oh, Gott!

Eine Lektion muss er schon erhalten, der arme Kerl.

Hilfe!

Der Teufel! Der Teufel!

- Eccellenza, tun Sie's für mich. - Für Sie... Ich...

Sie wissen, ich habe Sie gern. Das hab ich Ihnen tausend Mal gesagt.

Alles! Wenn Sie es wollen, alles!

Deshalb bin ich da. Ich will versuchen, Ihnen zu helfen.

Oh, danke, Eccellenza.

Gardunia, die Erlässe.

So, hier der Erlass.

Der zum Zöllner ernennt Ihren Verwandten, im Namen...

Das ist nicht wichtig. Luca! Was ist mit Luca?

Luca... Auch an ihn habe ich gedacht.

Das ist der Befehl, Ihren Mann aus der Haft zu entlassen.

- Danke, Eccellenza, danke! - Carmé...

Carmé...

Nein...

Aber nein. Zunächst einmal bleibt das hier.

Eccellenza, Eccellenza. Sie zittern ja.

Sie müssen sofort ins Bett.

- Entschuldigen Sie. Warum? - Ins Bett?

Warum, warum... Sie müssen sofort was Warmes haben auf der Brust.

- Was sehr Warmes. Um zu schwitzen. - Ja! Ja!

Ich friere, Donna Carmé, ich friere.

Ja, bitte, Eccellenza.

Wenn Sie wollen, können Sie in mein Schlafzimmer gehen.

Hier lang, bitte.

Kommen Sie nur.

Na, sehen Sie, Eccellenza? Ich hab es Ihnen gesagt.

Ich kenne sie gut, die Frauen. Sie haben einen Vorwand nötig.

Eine Entschuldigung, um ihr Gewissen zu beruhigen.

Und jetzt gehen Sie. Gehen Sie! Und wenn ich bitten darf.

Was erlaubst du dir?

- Eccellenza! - Was ist?

- Sie haben das hier vergessen. - Ah, gut. Gut!

- Ist da nichts kaputtgegangen? - Nichts.

Und du liegst auf der Lauer, und bewachst das Haus.

- Wie ein Wachhund! - Seien Sie unbesorgt.

Carmela, wir sind allein.

Eccellenza, das Bett ist fertig.

- Und hier das Nachthemd. - Das Hemd, ja?

Sie werden sich doch nicht in diesen nassen Kleidern hinlegen wollen.

Und da sind die Strümpfe. Sie werden kalte Füße haben.

Schönheit... Das legen wir da drunter.

- Ist die von Ihrem Mann? - Ja.

Und jetzt bin ich Luca.

Aber ich bin auch der Gouverneur!

- Eccellenza... - Nein, nicht "Eccellenza?.

- Nennen Sie mich Teofilo. - Ja, natürlich.

Dein Teofilo.

- Aber Sie haben kalte Hände. - Ja, ich habe kalte Hände.

Vor lauter Erregung. Das ist das erste Mal,

dass ich so aufgeregt bin bei einer so schönen Frau. Ich fühle mich...

Sie zittern. Sie brauchen eine Stärkung.

Machen Sie sich keine Sorgen.

Wie soll ich mir keine Sorgen machen?

- Teofilo. - Ja, jetzt legen Sie sich hin.

Gehen Sie ins Bett. Ich mache Ihnen einen schönen warmen Wein,

- das gibt Ihnen wieder Kraft. - Sicher?

Ja.

- Aber machen Sie schnell. - Sofort.

Oh, endlich.

Wie warm es einem hier drin ist, Donna Carmela.

Ja. Und Sie werden sehen, damit vergehen alle Leiden.

Mein Leiden ist nur eines. Nur eines, das sind Sie.

Sagen Sie mir, es wird vergehen. Es vergeht?

Wie kann ich das sagen? Ich weiß es nicht.

Sie wissen das. Sie wollen es mir nur nicht sagen, weil Sie schlecht sind.

- Werde ich gesund? - Nun, ich denke ja, Eccellenza.

- "Eccellenza?... - Entschuldigung.

- Te... - Teo.

Teo... Es gelingt mir nicht, ich schäme mich.

Bezaubernd.

- Gut. - Also, noch etwas.

Und wenn sich mir der Kopf dann dreht...

- Ist es vielleicht nicht gut? - Gut? Gut? Wunderbar!

- Trinken Sie auch was. - Nein, nicht nötig,

- mein Kopf dreht sich schon allein. - Ihnen dreht sich der Kopf?

Das wird das Parfüm sein, das Sie an sich haben.

Ah, das Parfüm. Gefällt es Ihnen? Da, riechen Sie.

Es sind balsamische Düfte gegen die Schmerzen der Liebe.

Oh, aber nein, Eccellenza! Was machen Sie denn?

- Geben Sie mir einen Kuss. - Nein!

Warum nicht?

Entschuldigen Sie bitte. Sie müssen mich schon verstehen.

- Aber Sie sind zu aggressiv. - Ich bin ein Soldat.

- Ich gehe die Tür zumachen. - Ja!

Carmela, Sie glauben nicht, dass ich Sie gern habe,

und ich will es Ihnen beweisen. Es ist von meiner Oma,

- Anna de Catalunya. - Was?

Schauen Sie.

- Das ist für mich? - Ja, ist für Sie. Nehmen Sie es.

Oh, entschuldigen Sie.

Aber was machen Sie denn?

Perlen, Rubine, Brillanten...

- Aber das verdiene ich doch nicht. - Was verdienen Sie nicht?

Sie verdienen den Schatz der Krone von Spanien.

Würde er mein, er wäre Ihrer.

Sie vergessen, ich bin eine arme Müllerin.

Sie sind eine Königin! Sie sind die Frau, die...

Sie sind die schönste Frau der Welt. Was machen Sie?

Ich habe mir immer goldenen Schmuck gewünscht.

Aber ein so schönes Stück habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.

Ich werde Ihnen viele schenken, Carmé.

Den ganzen Schmuck meiner Vorfahren.

Der Ramirez, der Fernandez, der Mendoza, der Ferreira.

Jeden Tag werde ich dir eine schenken, Carmé.

Sag mir, Carmé, sag mir was.

- So schön. - Lass doch jetzt diese Nadel, Carmé.

Denk etwas an mich.

Ja, Sie haben ganz recht.

Was machst du? Du gehst?

Sie wollen doch nicht, dass ich so bleibe.

Ah, ja.

Entschuldigen Sie mich.

Schönheit...

- Los, Connie, wach auf! - Wer ist das?

- Gardunia. - Gardunia?

- Hilf mir, ihn zu fesseln. - Aber was haben Sie vor?

Ich weiß schon, was ich vorhabe. Hut und Mantel brauche ich.

Ich fessle ihn.

Carmela.

Carmé.

Oje...

Den anderen.

Den anderen, Carmé.

Carmela.

Carmela, den anderen.

Da ist er.

Und jetzt drehen Sie sich auf die andere Seite.

Und warten Sie.

Ja, schon verstanden. Du willst dich eben noch schöner machen.

Gardunia...

Carmela...

Ich bring dich um.

"Erlass des Gouverneurs.

Es wird verfügt die Ernennung zum Zöllner...?

Hunde, ihr...

Mörder!

Und hör er erst die Glocken, entfährt er seiner Seele!

Den Strick schon um die Kehle, dem Lieben Gott nochmal.

Da! Für den Fußtritt, den du mir heute gegeben hast. Da!

Dafür, dass du mir meine Concettina weggenommen hast. Da!

Für all das Gift, das ich in meinem Körper habe.

Pasquale.

- Der Herr Gouverneur! - Ach was, Gouverneur. Ich bin Luca!

Zieh Gardunias Sachen an. Hier, sein Mantel und sein Hut.

- Aber was ist passiert? - Los, beeil dich!

Aber...

"Auch die Frau Gouverneur ist schön.?

- Da bin ich. Fertig. - Schnell!

- Aber was machen wir? - Na, lauf schon!

- Das ist ein Befehl des Gouverneurs. - Warten Sie einen Augenblick.

- Sergente? - Was ist?

- Ich muss den Capitano sprechen. - Zu dieser Stunde?

- Befehl des Gouverneurs. - Kommen Sie.

Langsam.

Dahin.

Warten Sie.

Signore Capitano! Signore Capitano!

- Wachen Sie auf! - Wer da? Wie viel Uhr ist es?

- Ach, geh doch zum Teufel! - Ich hab den Befehl des Gouverneurs.

Oh, Gott.

Des Gouverneurs...

Und das zu dieser Stunde.

- Was gibt's? - Capitano, Ihr Befehl.

Donna Carmela, Sie. Schließ die Tür auf.

Ja, der Befehl des Gouverneurs. Lassen Sie meinen Mann frei.

Glauben Sie mir, das hab ich zur nächtlichen Stunde nicht erwartet.

- Und so schnell schon. - Lassen Sie die Scherze!

- Lassen Sie Luca frei! - Sofort, Donna Carmela.

- Bei einem Befehl des Gouverneurs... Er ist da drin. - Da drin! Luca!

- Luca! - Er ist hier eingeschlossen.

Es wird schwer, ihn zu wecken.

Wir haben uns einen Rausch angetrunken und über Sie gesprochen.

- Ist gut, aber schließen Sie auf! - So, da.

- Ich lasse Sie allein. - Luca!

Luca?

Luca!

Oh, Gott, er ist geflohen! Capitano!

- Capitan! Capitano! - Was ist?

- Luca ist geflohen! - Wo? Geflohen? Wo?

- Was denn, wo? Aus dem Fenster! - Oh, Gott.

Wir müssen ihn aufhalten, bevor er bei der Mühle ist.

- Findet er ihn, bringt er ihn um! - Wen?

- Na, den Gouverneur! - Den Gouverneur?

- Ja! - Wache! Geben Sie Alarm.

- Machen wir schnell, Capitan! - Sattelt die Pferde.

Zum Pferd. Zum Pferd! Zum Pferd!

Carmé? Was machst du?

Ich warte hier auf dich.

Seine Eccellenza, der Gouverneur!

Tor schließen.

Buonasera, Eccellenza.

Aber Sie sind nicht der Don!

Carmela?

Oh, Gott.

Carmela?

Keine Scherze.

Das ist nicht der Augenblick, Verstecken zu spielen.

Der Kopf...

Pasqualino!

Carmé?

Eccellenza!

Sie haben mich schon so lange nicht mehr besucht.

Ich dachte schon, Sie hätten mich vergessen.

Eccellenza!

Gardunia...

Concettina.

Pasqualino.

Wie bist du hereingekommen?

Concettina.

Ich hab dich so lieb, und alles gewagt.

Und Gardunia?

Den hab ich bei den Hühnern schlafen lassen heute Nacht.

Alles für dich, meine Concettina.

Oh, ich liebe dich so sehr, Concettina.

- Concettina... - Pasqualino...

Oh, mein Gott!

Gardunia!

Halt! Halt! Donna Carmela!

Kommen Sie her!

Gardunia, Hilfe! Wo bist du? Ich lasse dich aufhängen!

Seine Eccellenza... Hier bin ich!

- Er hat ihn umgebracht! - Halt, Donna Carmela! Gehen wir!

Ich hab ihn umgebracht. Gardunia, ich hab ihn umgebracht!

- Ja, Eccellenza, ich bin tot! - Du?

Gardunia! Gardunia! Bist du tot?

Eccellenza, ich bin tot.

- Ecce... - Was erlaubst du dir?

Eccellenza! Eccellenza, die Wachen!

Oh, Gott, jetzt verhaften sie uns!

Aber wieso verhaften? Sie sind doch der Gouverneur.

Ah, ja. Ich bin der Gouverneur.

Zünd die Kerze an. Halt, Donna Carmela!

Wer ist da?

Der Müller und sein Geselle! Die Mörder! Verhaftet sie!

- Nein, Luca! - Zurück, Donna Carmela!

- Verhaftet sie! - Verfluchte...

Lasst ihn los!

Lasst ihn los! Luca!

Luca, was hast du gemacht?

- Seine Eccellenza! - Zurück!

Ich bin der Gouverneur!

Seine Eccellenza.

- Seine Eccellenza! - Der Gouverneur bin ich.

Also war er es. Er hat meinen Mann umgebracht!

- Mörder, Sie! - Ich! Gardunia!

- Kommen Sie. Haltet die Witwe. - Sie Mörder!

- Sie Mörder, Sie! - Donna Carmela. Ich bitte Sie.

- Seien Sie ruhig. - Lasst sie los. Lass sie los.

- Lasst mich los! - Aber Donna Carmela, was ist denn?

Eccellenza, wo ist die Leiche? Wir lassen sie verschwinden.

- Welche Leiche? - Die des Müllers.

Aber ich hab den Müller nicht gesehen!

Schneiden Sie mir ein Stück Zitronenschale ab.

- Und warum, Eccellenza? - Weil mir das Auge weh tut,

- da ist Zitronenschale gut. - Bitte sehr.

Gleich gut. Gleich gut, gleich gut.

Ich will nach Hause. Gib mir meine Kleider.

Eccellenza, die Sachen sind nicht mehr da, verschwunden.

Meine Sachen? Wer hat meine Kleider genommen?

Sucht die Kleider des Eccellenza, des Herrn Gouverneurs!

- Meine Kleider her! - Hier ist was geschrieben.

Was geschrieben? Was steht da?

"Auch die Frau Gouverneur ist schön.?

- Ja, ist schön, die Frau Gouverneur. - Ja, schön. Sehr schön.

Einverstanden. Aber was soll jetzt meine Frau?

Wer wagt es, ein solches Urteil abzugeben?

Aber das... Das hat Luca geschrieben!

- Luca? Warum? - Ja, um sich zu rächen.

- An wem? - Oh, Luca, was hast du getan?

Was hast du getan?

Was hat Luca getan?

Was ist denn?

Warum?

Was erlaubst du dir?

Nicht ich bin's, der sich das erlaubt. Es ist Luca.

Folgt mir, Wachen! Beeilen wir uns!

- Zum Palast! Zum Palast! - Zum Palast!

Zum Palast, schnell!

- Zum Palast! - Zum Palast!

Zum Palast!

Zu Pferde! Los, los, schnell! Zu Pferde!

Zu Pferde! Zu Pferde!

Einen schönen Abend, Eccellenza.

Teofilo!

Aber...

Aber warum bleiben Sie da stehen?

Antworten Sie mir.

Teofilo.

Aber... Wo sind Sie gewesen?

Teofilo!

Was haben Sie?

Ich bitte Sie...

Teofilo...

Wie viele Jahre sind Sie nicht mehr so gewesen?

Lieber...

Teofilo...

Teofilo? Und Ihr Schnurrbart?

Ich bin nicht Teofilo, Signora.

- Wer sind Sie? - Ich bin Luca, der Müller.

Der, der die schöne Frau hat, der!

Und Ihr Mann ist jetzt in der Mühle und vergnügt sich mit meiner Frau!

- Das ist nicht wahr! - Ich habe sie mit eigenen Augen gesehen!

Ich habe sie überrascht. Ich hab sie nicht umgebracht, weil...

Weil ich mich besser rächen wollte.

Und es ist mir nicht gelungen. Ich konnte es nicht!

Amme, Amme!

Doch ich erwarte ihn hier, Signora. Besser, wir erwarten ihn zusammen.

Ich will mich rächen, das ist mein Recht!

Wer ist dieser Mann da?

Weckt alle auf und lasst sie hereinkommen.

Ja, ja, den ganzen Palast hier rein!

Da, nimm die Zügel. Ist denn keine Wache hier?

- Es ist keiner da, Eccellenza. - Aber ich bin der Gouverneur!

- Lasst öffnen, klopft an! - Sofort, sofort, Eccellenza.

- Öffnen! Öffnen! - Öffnen!

Ich bin der Capitano!

- Öffnen! Öffnen! - Öffnen!

Öffnen!

Öffnen, ich bin der Gouverneur!

- Aufmachen! Aufmachen! - Dolores! Dolores!

Lassen Sie öffnen, oder ich lasse Sie aufhängen!

- Ich tue, was ich kann, Eccellenza. - Lasst sie öffnen!

Sehen Sie nicht? Das ist der Gouverneur.

Lassen Sie sie sofort öffnen! Ich lasse sie aufhängen!

Wer ist das?

Ah, die Amme. Die Amme!

Amme, Sie! Öffnen Sie!

- Das Tor aufmachen! - Ich bin es!

- "Ich?? Wer? - Was, "wer?? Ich bin der Gouverneur.

- Ich bin der Herr. - Was denn, der Gouverneur?

Don Teofilo liegt seit einer Stunde im Bett.

Luca, ich bin hier. Ich bin's, Carmela!

Aber Amme! Aber Amme, erkennst du mich nicht?

- Du hast mich doch gestillt! - Ich habe Ihnen doch gesagt,

der Gouverneur ist schon zurückgekehrt.

Ich habe ihn gesehen, mit meinen Augen,

wie er schlafen gegangen ist, mit seiner Frau.

- Verräter! Ja, Verräter! - Ja! Treubrüchige!

- Treubrüchige! - Schluss jetzt mit dem Geschrei!

Was für ein Skandal ist das?

Ein Skandal ist das, was die Frau Gouverneur macht, heute Nacht!

Ja, Eccellenza. Capitano!

Verhaften Sie diese Frau, und bringen Sie sie nach oben.

Befehl von der Frau Gouverneur.

Aber ja, bringt mich nach oben. Ich will ihm ins Gesicht sehen.

Bringen Sie mich, wohin Sie wollen. Ins Gesicht will ich ihnen sehen!

Auch ich will sie sehen.

Der Gouverneur bin ich!

Gardunia, mach was!

Morde! Besteche! Brich ein! Aber dieses Tor muss sich öffnen!

Es ist auch noch kalt in diesem verdammten Land.

- Lassen Sie mich los! - Halt! Halt!

So!

Endlich einmal habe ich das Vergnügen,

so einer ins Gesicht zu sehen. Einer von diesen schamlosen Personen.

- Donna Carmela, was haben Sie getan? - Gefällt Ihnen mein Mann, was?

Sie mich?

Sind Sie verrückt geworden?

Es ist Ihre eigene Schuld, die Sie an so etwas denken lässt.

Ah, ja, meine Schuld? Lassen Sie mich, Capitan!

Sie...

Sie sind es nicht wert, so einen Mann zu haben wie den Ihren.

- Amme, lassen Sie ihn herein. - Ja, sofort, Eccellenza.

Ich hab ihn einsperren lassen, weil er sich wie ein Verrückter aufführte.

- Er wollte sich rächen. - Was wollt ihr von mir?

- Vorwärts. - Ihr sollt mich loslassen!

Luca!

- Halt den Mund, schamloses Stück! - So, da ist er, Ihr Mann.

Er ist in mein Zimmer gekommen.

Vielleicht hätte er seine Rache sogar ausführen können.

Aber er hat nicht gewollt! Ihretwegen.

Weil er Sie liebt!

Auch wenn Sie es nicht wert sind!

Aber dann, Luca... Es ist nicht wahr, Luca.

- Ich schwöre dir... - Schwör mir nichts.

Besser, du rettest das bisschen reine Seele, das dir geblieben ist.

- Aber ich habe nichts getan. - Halt den Mund, schamloses Stück.

Du hast gut gelernt, dich zu verstellen, was?

Wenn Sie gestatten, Frau Gouverneur.

Ich möchte ein Missverständnis aufklären.

Diese Frau ist eine Blume der Reinheit und der Tugend.

Sie, ausgerechnet Sie. Was verstehen Sie davon?

Sie haben sich betrunken, als es Sie getroffen hat. Sie...

Nein, Luca. Donna Carmela kam zu mir, um Sie zu befreien.

- Sie hatte den Befehl für Ihre Entlassung. - Ja, eben.

Das Hochzeitsgeschenk! Da bliebe ich lieber im Gefängnis.

- Luca, ich bitte dich, vertraue mir. - Dir? Und wie?

Ich hab's gesehen, mit eigenen Augen. Sie war mit dem Gouverneur zusammen.

Ich habe es durchs Schlüsselloch gesehen.

- Durch das Schlüsselloch? - Ja!

- Was, das war nicht Gardunia? - Was soll das, "Gardunia??

Also du warst das? In seinen Kleidern?

- Ja, na und? - Ich stand hinter dir!

Hinter der Tür.

Ich wollte gerade rausgehen, da kamst du rein.

- Auf Zehenspitzen bist du gegangen? - Ja.

- Du hast ein Glas umgestoßen. - Ja!

Und als du dann durchs Schlüsselloch geschaut hast, bin ich weggelaufen,

mit dem Befehl für deine Freilassung.

- Aber dann... - Ich war verzweifelt.

Ich wollte dich befreien und dann weggehen, nur wir beide.

Weit weg von hier.

- Carmela, meine Schöne! - Luca!

Wenn du wüsstest, wie viele hässliche Gedanken ich...

Was ich heute Nacht gedacht habe. Carmela, meine schöne Carmela.

- Gott sei Dank. - Befreit ihn.

- Sofort, Eccellenza. - Luca...

- Carmela, meine Schöne. - Luca, mein...

Du...

- Gehen wir. - Luca...

Verzeihen Sie, Eccellenza.

Wir sind arme Leute, nur das ist schuld daran.

Manchmal täuschen wir uns.

Aber ich hätte nie gedacht, dass es so enden könnte.

- Und mit so viel Schande. - Verzeihen Sie uns.

Verzeihen Sie uns, Eccellenza.

- Es sei euch verziehen. - Danke, Eccellenza!

Einen Augenblick, Luca.

Sie waren geschickt genug, in den Palast zu gelangen.

So geschickt, dass Sie auch mich getäuscht haben.

- Jetzt müssen Sie mir helfen. - Ja, Eccellenza.

Sie müssen alles tun, was ich Ihnen sage.

- Ich tue alles, was Sie wollen. - Amme.

Hören Sie gut zu.

- Was machen wir? - Ich weiß nicht, Eccellenza.

Was macht ihr hier?

- Feldwebel, was macht ihr hier? - Wir schauen nach.

Wonach schaut ihr? Kommen Sie und schauen Sie!

- So, wer ist das? - Tja...

- Was denn? - Das ist der Gouverneur!

Ist ihm ähnlich. Nicht wahr? Ist ihm ähnlich.

- Ist ihm ähnlich. - Ja, ist ihm ähnlich.

Und dann sage ich ihnen, dass ich sie aufhängen lasse.

- Wie viele Leute sind da drin? - Wo?

Diener, Köche, Soldaten, Kammerdiener.

Im Palast? Das sind...

47.

Bereite 47 Galgen vor, ich hänge sie alle auf!

- Sogar 48. Auch die Amme! - Auch die Amme.

- Sie können reinkommen. - Wurde auch Zeit.

Wir können reinkommen, hm? Du...!

Aufstehen! Was treibt ihr hier?

Sind Sie blind? Sehen Sie nicht?

- Ich bin der Gouverneur! - Er ist der Gouverneur!

Ich bin der Gouverneur!

Seine Eccellenza, der Herr Gouverneur.

Was ist jetzt los?

- Was wollen sie, diese Landsleute? - Was sie wollen?

Sofort von dieser Treppe runter, oder ich lasse dich aufhängen!

Ich erlaube nicht, dass Sie meinen Mann derart beschimpfen.

Noch ein weiteres Wort, und ich befehle, Sie zu verhaften.

Aber ich bin Teofilo, Dolores. Ich bin dein Fifi.

- Erkennst du mich nicht? - Eccellenza...

Ah ja, jetzt erkenne ich Sie. Sie sind dieser Luca.

- Luca, der Müller. - Aber... Doch kein Müller!

Mäßigen Sie Ihre Stimme! Was haben Sie vorzubringen?

- Was hat man Ihnen getan? - Was man mir getan hat?

Das frage ich Sie! Was haben Sie gemacht,

mit meiner Ehre heute Nacht, Signora?

- Verhaftet den Betrüger! - Was sagen Sie, Luca?

Der Gouverneur dieser Stadt, der Repräsentant der Justiz,

der Gesandte des Königs treibt sich nicht herum zu der Zeit!

In dem Aufzug.

Aber ich...

- Ich... - Aber Sie... sind ein Verrückter.

Sie sagen, Sie sind der Gouverneur, Sie nennen meine Frau Dolores.

Was wollen Sie im Palast zu nächtlicher Stunde?

- Aber das ist mein Haus. - Sein Haus.

Ja, auch Ihr Haus.

- Mein Haus. - Sicher.

Weil Sie einer der Bürger sind,

und der Palast des Gouverneurs ist der Palast von allen Bürgern.

- Na, mal los, sprechen Sie! - "Sprechen Sie?? Das muss ich sagen!

Ich verstehe.

Sie sind gekommen um zu protestieren, und das gegen mich, hm?

- Ja. - Richtig. Richtig!

Heute Nacht fand ich keinen, weil ich an den Aufruhr heute dachte.

Zu viele Auflagen, zu viel Missbrauch.

Zu viele ungerechte Steuern, und das Volk lehnt sich auf.

Ich habe begriffen, dass ich Fehler gemacht habe.

Wie kann man nur Steuern erheben auf Regen und Eheschließung?

Der Regen dient dazu, das Korn wachsen zu lassen,

das auch dazu dient, die Steuern zu zahlen.

Und wenn man keine Kinder macht, wer zahlt dann die Steuern?

Ja, keiner. Nicht wahr, Gardunia?

Sie sehen, wie einfach alles ist, lieber Luca.

Ich möchte Ihnen etwas beichten.

Man kann ein Volk nicht regieren, ohne es zu kennen.

Und den Verstand muss man sich aufheben für das Regieren,

- nicht für die Frauen der anderen. - Es reicht!

Und ich bitte in aller Öffentlichkeit meine Frau um Vergebung,

- die so viel hat erleiden müssen. - Es reicht!

Ich gestatte das hier nicht mehr. Schluss jetzt!

Ja, Schluss jetzt.

- Auch Sie haben recht, Eccellenza. - Aber was machen Sie denn?

Verzeihen Sie mir, Signora.

Aber die Schuld liegt nicht nur bei dem, der uns regiert.

Auch bei dem, der denkt, nehmen zu können, ohne zu geben.

Es gibt viele Leute, die besser sind als ich.

Leute, die leiden,

und die nicht die Schlauen spielen.

Gehen wir, Carmé?

Geht jetzt alle.

Signora. Was haben Sie gemacht mit meiner Ehre heute Nacht?

Sagen Sie es mir!

Da! Nehmen Sie wieder Ihre Kleider,

und versuchen Sie, ihrer würdig zu sein.

Dolores.

Dolores!

Dolores...

Ein Jahr ist vergangen,

und man feiert wie immer den Schutzpatron der Stadt.

Das Vergnügen ist eine Lust, auch für euch!

Stürzen wir uns hinein! Los!

Verzeihen Sie mir, Dolores.

Haben Sie gehört, wie das Volk mir zujubelt?

- Und Sie müssen sehr glücklich darüber sein, Teofilo. - Natürlich.

- Dolores. - Was denn, Teofilo?

Ich habe alles getan, was Sie wollten.

Jeden Tag habe ich Ihre Ratschläge befolgt.

Ich habe die ungerechten Steuern aufgehoben.

Schluss mit aller Protektion,

Schluss mit aller Anmaßung, jeder Ungerechtigkeit.

- Das haben Sie gut gemacht. - Ich habe Gardunia aufhängen lassen.

- Das haben Sie schlecht gemacht. - Oh, nein, er musste es erwarten.

Jeden Tag sagte ich zu ihm: "Ich lasse dich aufhängen!?

Ein Mal musste ich es tun, das war schon eine Frage der Ehre.

Dolores... Vor einem Jahr, erinnern Sie sich?

Sie haben versprochen, bei der Jungfrau von Pilar!

Heute würden Sie mir die Wahrheit sagen.

Ich erinnere mich, Teofilo.

Dolores, sagen Sie es mir.

In jener Nacht, hier im Palast, was geschah da?

Wollen Sie es wirklich wissen?

Ja.

Was auch immer ich Ihnen sagen könnte?

- Ja, Dolores. - Werden Sie stark sein?

Ja.

Also gut.

Die Jungfrau von Pilar hat heute Nacht,

während meines Gebetes, mir aufgetragen,

Ihnen die ganze Wahrheit zu sagen. Doch im nächsten Jahr,

beim Fest unseres Schutzpatrons.

Hoch, hoch, Teofilo!

Los, los.

Mal ran, Jungs.

Hey.

Und was machst du?

Sehen Sie, wie glücklich meine Concettina ist.

Gestern Abend habe ich ihr ein schönes Geschenk gemacht.

Mir kommt es so vor, als ob du ein wenig entkräftet wärst.

Don Luca, die Liebe ist wie der Frühling. Macht schlaff.

- Concettí! So hilfst du mir? - Was für ein Parfüm, Donna Carmé.

Pasqualino hat es mir gestern gekauft auf dem Jahrmarkt.

Ja, ist gut, aber jetzt hilf mir.

Luca! Sieh mal, wer da ist.

Buongiorno, Luca.

- Buongiorno. - Buongiorno.

Da wären wir. Na, wie viel ist es diesmal?

Fünf Carlini.

Eins, zwei, drei, vier und fünf.

Und fünf für das Mehl.

- Auch noch? - Ja.

Adio, Luca.

Hey, hey, hey, lach, lach!

Was ist?

Ja, Steuern bezahlen ist eine lästige Angelegenheit, hm?

Ah, ja?

Wenn du willst, bauen wir die Pergola wieder auf.

Wir laden alle unsere Freunde ein:

Den Anwalt, den Baron, den Gouverneur.

Nein, nein, nein, nein.

Besser die Steuern zahlen.

Dann liebst du mich also wirklich?

Nicht? Und warum nicht?

Weil du hässlich bist, Carmé! Du bist hässlich!

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