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[sinnliche, ruhige Musik]
[Ruby] 1882 erfanden Meteorologen eine neue Art, Windstärken zu messen.
Die Beaufort-Skala.
Sie hat 12 Stufen und reicht von totaler Windstille bis hin zum Orkan.
Einem Sturm, der einem die Sicht nimmt und den Rest der Welt verschwinden lässt.
[Musik setzt sich fort]
[Ruby] Hätte ich gewusst, dass ein Sturm sich so anfühlen kann,
hätte ich schon früher danach Ausschau gehalten.
[lautes Räuspern]
So sieht das also aus, wenn du weißt, was von dir erwartet wird.
[bedrohliche Musik]
[Mortimer] Ich an Direktor Lexingtons Stelle wäre nicht begeistert darüber,
dass die Veranstalterin meiner Feier sich derart ablenken lässt,
während in der Halle alles aus dem Ruder läuft.
[Ruby atmet laut ein]
Geh besser nachschauen.
Okay.
[Musik schwillt an]
Komm.
[Musik wird sentimentaler]
[rhythmisches Herzklopfen]
[Musik verklingt]
Zum Auto. Sofort.
[spannungsgeladene, ruhige Musik]
-[Schülerin] Oh ja, unmöglich. -Hey, grüße Sie.
[Mortimer] Lydia.
[Musik setzt sich fort] [rhythmisches Herzklopfen]
[Autotür wird zugeschlagen]
[rhythmisches Herzklopfen wird langsamer]
[fröhliche Popmusik]
[Musik setzt sich fort]
Sicherung rausgeflogen?
Kann man so sagen.
Ähm, Ruby, Lexington auf 10 Uhr.
[Musik wird bedrohlicher]
Sir, es gab einen kleinen Wackler an einem der Stromkabel.
Die Stromnetze sind ja nicht die modernsten.
Ich dachte, Sie hätten sich noch einen Patzer geleistet.
Aber die Gala ist ein voller Erfolg.
Die Kassen klingeln und alle Partygäste tragen noch ihre Kleidung.
[Lexington] Das Original habe ich bereits nach Oxford weitergeleitet.
Es wird Ihrer Bewerbung beigelegt.
Danke, Sir.
Miss Bell.
[hoffnungsvolle Klaviermusik]
"Ruby Bell, die seit nunmehr zwei Jahren unsere Institution besucht,
ist nicht nur eine hervorragende Kandidatin für die Oxford University,
sie wäre eine Bereicherung."
[Kieran] Okay, ein Komiteegruppenfoto für die Hall of Fame.
-[Lin] Okay. -Okay.
[Mortimer] Das heute ist der größte Affront,
den ich je von euch ertragen musste.
Ihr wartet auf den wichtigsten Moment für Beaufort in diesem Jahrzehnt,
um dann einen auf Zwillingstausch zu machen
wie in einem gottverdammten Vorabendfilm!
[leise, bedrohliche Musik]
Nach allem, was wir wegen dir durchgemacht haben,
besitzt du ernsthaft die Dreistigkeit,
heute Abend da aufzuschlagen, um unsere Firma zu repräsentieren?
Du weißt, dass ich die Linie bis ins kleinste Detail kenne.
Ich hätte die Rede perfekt...
Das ändert nichts daran, dass alles, was du anfasst,
in einer Katastrophe endet.
[Mortimer] Das war schon so, als du klein warst.
Du wolltest immer an erster Stelle stehen.
Aber dass das Disziplin verlangt, hast du noch nie kapiert.
Ohne mich hätte es nicht mal eine Pressekonferenz gegeben.
[Mortimer] Und es ist dein Glück, dass ich dich vor dem Presseraum abgefangen habe,
bevor du das einzig Gute zerstören konntest,
das du je für diese Familie getan hast.
[Mortimer] Womit wir bei dir wären,
unserem Casanova,
unserem selbsternannten Romeo,
der auf Familienbelange scheißt,
wenn es ihm gerade nicht in den Kalender passt,
der einen Kniefall vor mir macht,
wenn es um das verdammte Lacrosse-Training geht,
aber es nicht fertigbringt, an dem einen Abend,
an dem wir alle auf ihn zählen, zu tun, was ihm gesagt wird.
Was ist?
Hast du mir was zu sagen?
[Musik setzt sich fort]
-[Lin lachend] Cheers! -[Kieran] Cheers!
-Auf Ruby und auf Oxford. -[Kieran, schrill] Oxford!
[er räuspert sich]
[hoffnungsvolle Musik]
[Lin] Kaum zu glauben,
dass du dein Empfehlungsschreiben von Lexington bekommst.
[Kieran] Ja, ich hab meinen von Ms. Hugh. Ich musste mich so einschleimen...
-Ich komm gleich wieder. -[Kieran] Oh. Ja, klar, Ruby. Okay.
[Kieran] Bis später, Ruby.
[Musik setzt sich fort]
[Ruby] Mr. Sutton, darf ich?
[Mr. Sutton] Ja, natürlich.
[Musik wird sanfter]
Ich glaub, ich hab mich nie bei Ihnen bedankt.
Bedankt?
Bei mir?
Ich hätte die erste Woche nicht durchgehalten,
wenn Sie nicht da gewesen wären.
Sie waren immer ein Vorbild für mich.
Ein Oxford-Stipendiat aus einem noch kleineren Kaff als meinem.
Ich werde auch nicht aufgeben, bis ich da bin, wo ich hin will.
Das verspreche ich Ihnen.
[hoffungsvolle Klaviermusik verklingt]
[er seufzt]
Na, James?
Wie ist es?
[leise, bedrohliche Musik]
[Mortimer] Öffnest du jetzt nur noch den Mund,
um deiner neuen kleinen Freundin die Zunge in den Hals zu stecken?
[Tür fällt zu]
[Mortimer] Darf ich fragen, wie deine Zukunft
mit dieser Person aussieht?
Wirst du nach Gormsey in diese Bruchbude ziehen
und jeden Tag den Rollstuhl von deinem Schwiegervater schieben?
Lässt du sie beschatten?
Dieses Mädchen wird nie mehr sein als eine kleine Goldgräberin,
die sich lieber hochschläft, als selber etwas zu leisten.
-Und ich werde nicht zulassen... -Halt den Mund!
[Musik wird düsterer]
Wie bitte?
[Musik verklingt]
Wenn du noch einmal über Ruby sprichst...
[angespannte Musik]
Dürfte ich vielleicht mit meinem Sohn reden?
[Musik verklingt leise]
[James keucht]
Ich hab mich genauestens über Ruby Bell informiert.
Ich weiß, dass ihr Vater wegen seiner Behinderung
auf die Einnahmen seiner Frau angewiesen ist.
Ich weiß, dass ihr Konto jeden Monat überzogen ist,
weil ihre schäbige Bäckerei kaum etwas abwirft.
Ich weiß, dass ihre kleine Schwester mit manchen ihrer Bilder
auf ihrem Blog Copyrights verletzt
und dass das Haus, in dem sie wohnen,
nach 18 Jahren immer noch nicht abbezahlt ist.
Du wirst nie wieder ein Wort mit diesem Mädchen wechseln.
Es kostet mich einen Anruf und sie verliert ihr Stipendium.
Ich sorge dafür,
dass ihre Familie sich nach einer hübschen Sozialwohnung umschauen kann
und dass Oxford ihr die Tür vor der Nase zuschlägt.
[er flüstert] Ich nehme ihr Leben auseinander.
[traurige, düstere Musik]
[Musik verklingt leise]
[Vogelgezwitscher]
[verspielte, verträumte Musik]
[brummender Staubsauger] [quietschende Stühle]
[Handyton]
[Klopfen]
-Hey. Kann ich noch schnell durchsaugen? -Klar.
[funkige Gitarrenmusik]
[Wren] Und da sind sie, die unvergleichlichen, unvergesslichen
Beaufort-Zwillinge.
Lydia Beaufort sieht mal wieder unverschämt gut aus
und… [er quietscht]
...für diesen Blick braucht sie einen Waffenschein.
Bis später, ihr Idioten.
Ja. [er zieht die Luft ein]
Oh, Captain, mein Captain.
Ist Elaine bissig geworden oder hat Alistair dich fertiggemacht?
-Bin gegen 'ne Tür gelaufen. -Ah, ja. Cool, 'ne Tür...
Hey, du warst gestern auch auf der Gala? Warum bist du nicht vorbeigekommen?
Wir haben uns so krass die Kante gegeben.
Das holen wir nach. Heute Abend? Cyril könnte ein Konterbier vertragen.
-Nicht nur eins. -Ja.
Wir hauen nach der vierten ab und dann planen.
Solang die Planung nicht so...
Hey, können wir reden?
Hier? In der Schule? Vor allen?
Ich… Ich mein später, bei dir.
Kein Interesse.
Komm schon. Bitte.
[Wren] Hey Jungs.
Seid ihr heute Abend dabei oder was?
-Ihr wollt schon wieder feiern? -[Wren] Ja.
Ich bin noch ziemlich fertig.
Ah, dein Date war also erfolgreich.
Das ist das letzte Jahr, in dem wir zusammen sind.
-Was war der Plan, Cyril? -Äh, feiern bis der Arzt kommt.
-Ich hab dich nicht verstanden. -[er schreit] Feiern bis der Arzt kommt!
Genau. Also, was geht?
Genießen wir das letzte Schuljahr und hauen einen raus?
Ah, da ist er ja. Der James Beaufort, den ich kenne.
Wo hast du ihn bloß versteckt, die letzten Wochen?
-Hat wieder Eier bekommen. -[Wren] Ja.
-Alles okay bei dir? -Ja, alles richtig beschissen. Bei dir?
Ich strafe meinen Secret Boyfriend mit Missachtung,
damit er mir die Beachtung schenkt, die ich verdiene.
-Und? Funktioniert's? -Klar. Morgen wird geheiratet.
[Vogellaute]
[Sutton] Lydia?
[unverständliches Stimmengewirr]
[Sutton] Ist alles in Ordnung?
[Glocken läuten]
-Ja. -Was ist passiert?
[Glocken läuten wiederholt]
Ich muss zum Unterricht.
[sanfte, melancholische Musik]
-Lass uns abhauen. -Was?
Du hast gesagt, du würdest mit mir weggehen.
Du machst deinen Abschluss woanders.
-Ich such mir 'nen neuen Job. -Du wolltest nicht.
-Du hast gesagt... -Vergiss, was ich gesagt hab.
Ich halt das nicht aus.
Das sagst du jetzt. Später redest du von Verantwortung...
Ich liebe dich, Lydia.
[traurige Klaviermusik]
-Das ändert nichts daran, dass... -Ich liebe dich, Lydia.
-Du liebst diesen Job. -Ich liebe dich, Lydia.
[Musik wird hoffnungsvoller]
Hauen wir ab von hier.
Wohin?
[er lacht glücklich]
Such's dir aus.
[fröhlich] Du bist verrückt geworden.
Komm am Donnerstag um fünf ins Café und wir besprechen alles.
[hoffnungsvolle Klaviermusik]
[Musik wird schneller]
-Ruby? Hallo? -Hm?
Ich sagte, dass Oxford dabei ist,
ihre Einladungen zu den Interviews zu verschicken.
Und Jessa hat sie heute schon bekommen.
-Wirklich? -Ja. Jessalyn.
[Musik wird rhythmischer]
[Musik spitzt sich zu]
[Musik fällt stotternd ab] [schriller Piepton]
[Schülerin] Lächerlich.
[Schülerin] Das ist so peinlich.
[unverständliches Stimmengewirr]
[schnelle, chaotische Musik]
[Musik endet abrupt]
-[James] Maxton! -[Lacrosse-Team] Hall!
Hey, Geht's dir gut?
[Lacrosse-Team grölt]
-[James] Let's go, boys! -[Spieler] Let's go!
Mr. Hughes, kann ich auf die Toilette?
[rhythmische, antreibende Musik]
[Coach] Immer in Bewegung bleiben!
[Musik wird zaghafter]
-[Coach] Auge für den freien Mann haben! -[Wren] Uhh.
[trällernd] Hey James, deine Freundin ist da!
[Coach] Ja, sehr gut!
[Wren] Ruby!
[Coach] Sehr gut Jungs, weiter so.
[Wren] Go get 'em, tiger. Go get 'em, tiger.
-[Cyril faucht] -[Wren lacht]
[Coach] Weiter, weiter, weiter, weiter! Immer in Bewegung bleiben. Bewegung!
Na?
[rhythmische Musik wird langsamer]
Kannst du das Ding vielleicht abnehmen?
[Coach] Sauberes Spiel, Jungs.
-Was ist los mit dir? -Was soll los sein?
Du benimmst dich wie ein Arschloch. Das ist los.
Tu ich das?
Hör auf, dich blödzustellen und sag mir, warum du mich ignorierst.
[Coach] Weiter so.
War das der Plan?
Ich mach mich an Ruby ran,
damit sie ein gutes Wort bei Lexington für mich einlegt?
[Coach] Weiter, weiter, weiter.
Was war an dem Abend?
-Gar nichts. -Ist dein Vater ausgerastet?
[zaghafte Klaviermusik]
War er das?
Bild dir mal nicht ein, irgendwas über meine Familie zu wissen.
Was?
Hast du gedacht, dass wir jetzt händchenhaltend
über Blumenwiesen laufen oder was?
Es war nur 'n Kuss.
Es war mehr als 'n Kuss.
Du hast nicht ernsthaft geglaubt,
dass jemand wie ich an jemanden wie dir interessiert sein könnte, oder?
[Musik spitzt sich düster zu]
Warum bist du so?
Es tut mir leid, wenn du nicht kapiert hast, was das hier war.
[Klaviermusik verklingt]
Aber es ist Zeit, dass wir zum Vorher zurückkehren, Robin.
[rhythmisch dröhnende, düstere Musik]
[James] Let's go, boys! Zwei Reihen.
[düstere Musik klingt langsam aus]
[traurige, zaghafte Klaviermusik]
[Eine Katze maunzt in der Entfernung]
[Musik verklingt] [sie atmet tief durch]
[Helen] Ruby?
Kommst du mal bitte?
Was ist los?
[Angus amtet tief ein]
[Angus] Was ist das?
Schatz.
-Ich kann nicht... -[Angus] Du bleibst hier.
Ich will, dass du damit aufhörst.
Ist für einen Treppenlift.
-Es fehlt nicht mehr viel und wenn ich... -Ich will dein Geld nicht.
[Helen] Schatz.
[Helen] Du musst schon so viel bewältigen.
Das hier, das ist nicht deine Verantwortung, das ist unsere.
Dann ist das alles nur Quatsch?
Dass wir Dinge zusammen machen, einander helfen, füreinander da sind?
Natürlich nicht.
Du wirst nicht für mich Überstunden machen,
neben Schule und Bewerbungen.
Ich kann also zu nichts beitragen, rein gar nichts. Egal, ob ich es möchte,
egal, ob es das Einzige ist, was ich tun kann, um es wiedergutzumachen.
[er atmet erstaunt aus]
Ja, was denn gut machen?
Tut nicht so, als wüssten wir nicht alle,
dass ich daran schuld bin, dass du diesen Scheißlift überhaupt brauchst.
[Helen] Ruby?
[traurige, ruhige Musik]
[sie schluchzt]
Alles okay?
[Ruby schluchzt weiter]
[Ruby schnieft]
[Ember] Hey.
[traurige Musik klingt aus] [dumpfe, rhythmische Elektromusik]
[Schüler schreit dumpf] Yeah! Uh! Ah!
[Elektromusik endet abrupt] -[schmerzerfüllt] Oh.
[Schritte nähern sich]
Hi. Hey, Mum.
-James, hey. -Hey.
-[Cordelia] Komm, steh auf. -[James stöhnt]
Komm.
Komm her.
[James stöhnt]
Was ist passiert, hm?
[James] Wren, das war Wren beim Lacrosse spielen.
Schläger, 'nen Schläger abbekommen.
[Cordelia] Oh Gott.
-[Cordelia] Komm, ich bring dich ins Bett. -[James stöhnt]
Mum?
Ja?
Hast du dir jemals gewünscht, jemand anderes zu sein?
[Cordelia] Ich denke, das tut jeder ab und zu.
Warst du unglücklich?
Ich...
Ich war unglücklich verliebt.
Ich glaube, im Leben kommt jeder irgendwann mal an den Punkt, an dem er...
...mehr oder weniger begriffen hat, wer er ist...
...und aufhört, nach Dingen zu greifen, die nicht dazu passen.
Ich hab mich in die Arbeit gestürzt.
Bin Mutter geworden.
Und er?
Er ist einen anderen Weg gegangen.
[melancholische Klaviermusik]
Manchmal machen Menschen einander unglücklich,
egal wie sehr sie sich lieben. Und...
Es ist besser...
Dann ist es besser, loszulassen.
[er stöhnt angestrengt]
[Musik setzt sich fort]
[weinerlich] Was, wenn das Loslassen zu sehr wehtut?
Man erträgt mehr, als man denkt,
wenn man davon überzeugt ist, das Richtige zu tun.
Schlaf jetzt 'n bisschen, ja?
[flüsternd] Gute Nacht.
[Tür fällt zu]
[Musik verklingt]
Yeah! Oxford, Bitches!
[laut lachend] Jawoll!
[schnelle, taktgetriebene Musik]
Bin eingeladen. [er lacht]
Alles in Ordnung?
Ja, natürlich.
Noch keine Post?
Hey.
Ich kenne niemanden, der so hart für seine Bewerbung gearbeitet hat wie Sie.
Sie werden eingeladen. Sie brauchen nur noch 'n bisschen Geduld.
Luftholen hilft auch.
Danke.
[Musik setzt sich fort]
Hey.
Da ist sie ja, unsere kleine Meerjungfrau.
Du steckst das mit deiner Abfuhr echt tapfer weg, weißt du das?
So schade, dass ich nicht dabei war. Soll ja hochdramatisch gewesen sein.
[alle kichern]
[Elaine, nachäffend] James! James!
Warum? Warum wird das nichts mit uns? James!
Weißt du, wem nicht von Anfang an klar war, dass das nichts wird,
der ist nicht nur blind, der ist auch dumm.
[ruhige Gitarrenmusik]
Whatever, Elaine.
Du kannst ihn haben.
Er gehört dir.
[leises Getuschel]
[Musik wird taktgetriebener]
[Musik verklingt]
[sie atmet laut aus]
Bist du okay?
Mir würd's besser gehen, wenn wir uns konzentrieren würden.
Nicht jeder von uns hat Freunde im Lehrerzimmer.
Die Sache mit Graham war nicht so, wie du denkst, weißt du?
Ich denk gar nichts.
Du denkst, ich hätte mich an meinen Lehrer rangeschmissen.
Oder er sich an mich.
Dafür, dass ich als Erstes zu dir bin, nachdem Ruby uns erwischt hat,
ist's schon komisch, dass du nicht einmal gefragt hast,
wie die Sache zwischen Graham und mir wirklich war.
Ja, ist ja nicht so, als ob wir uns alles erzählen würden.
Wir haben einander E-Mails geschrieben. Über Monate.
Er war der erste Mensch, der ohne meinen Namen
oder meine Familie zu kennen, sich für mich interessiert hat.
Ich wusste nur, dass er Lehramtsstudent ist. Sonst nichts.
Er war der erste Mensch, mit dem ich geredet hab, wenn ich aufgewacht bin.
Und der letzte, dem ich gute Nacht gewünscht hab.
[melancholische Klaviermusik]
Ich weiß nicht, womit ich gerechnet hatte, als wir uns das erste Mal getroffen haben,
Aber da stand plötzlich dieser Mann vor mir.
Ich wusste, dass Dad mir das Leben zur Hölle machen würde, wenn das rauskommt.
Aber ein Teil von mir wusste, dass es egal ist.
Ich habe ihn geliebt, bevor er mir je unter die Augen gekommen ist.
Als rauskam, dass er den Job in Maxton Hall bekommt,
war klar, dass es nicht so weitergehen kann.
Der Moment, in den Ruby reingeplatzt ist,
war so eine Art Rückfall.
Du hast dir erlaubt, Gefühle zu haben. Anfängerfehler.
-Wir sind ganz schön armselig, was? -Emotional verkrüppelt. Unbrauchbar.
-Eine Schande für den Namen Beaufort. -Ja, dann sind wir nicht alleine.
Nein. Sind wir nicht.
Das verspreche ich dir.
[taktgetriebene Klaviermusik]
[dialoglose Szene]
[♪ Tom Rosenthal: "Go Solo"]
[Mortimer] James.
Machst du mit?
[Lied setzt sich fort]
[Handy piept leise]
[Lied klingt langsam aus]
Mr. Sutton.
Ms. Beaufort.
[Musik setzt wieder ein] [ ♪ Tom Rosenthal: "Go Solo"]
[Lied verklingt]
[Angus] Hattest du einen schönen Tag?
Meine Shortbread-Pyramide war heute 20 Etagen hoch.
Ich hab meinen eigenen Rekord gebrochen.
-Es tut mir leid, dass ich so... -Mir auch.
Ich hab...
Ich hab viel über das nachgedacht, was du gesagt hast und...
Unsere Familie ist in vielem wirklich Weltklasse.
Aber darin, über das zu reden, was weh tut, da leider nicht.
Darum wollte ich mich bei dir bedanken, dass du's getan hast.
Nach dem Unfall, da haben wir uns so ins Weitermachen gestürzt, dass...
Wir haben nie wirklich über das geredet, was passiert ist.
Aber der Unfall betrifft ja nicht nur mich, der betrifft ja auch euch.
Und das hat ja auch Konsequenzen für euch.
Hm?
[angespannte Musik]
Wenn's mich nicht gäbe, wäre das alles nicht passiert.
Das weißt du doch überhaupt nicht.
Und dann wärst du doch überhaupt nicht auf der Welt, mein Schatz.
Was nützen mir dann meine blöden Füße, wenn du nicht da bist?
Das ist mein Schicksal. Das ist... mein eigener Weg.
Und...
Mein Leben… Mein Leben ist erfüllt.
[sentimentale Musik]
Und ich bin dankbar für jede Sekunde.
Stehend. Oder... Oder sitzend.
Okay?
Ich will trotzdem was zum Lift beitragen.
Gib dein Geld für Teenie-Sachen aus.
Für Kino, für Tanzpartys und sowas.
Ich würd dich lieber wie so 'n Teenager wieder mal aus meinem Zimmer werfen.
Okay. Abgemacht.
[seichte Popmusik]
Ruby?
-Was ist denn mit euch los? -Der kam für dich an.
[Musik wird taktgetriebener]
-[Ember] Na los, mach schon! -Lies vor!
[verspielte Klaviermusik]
"Sehr geehrte Ruby Bell, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie…"
[alle kreischen glücklich]
[Musik klingt aus]
[Tür öffnet sich]
Na dann zeig mal, was du hast.
-Du liegst drauf. -Oh.
Und?
Zehn von zehn Oxford-Punkten.
[Ruby lacht]
Ich hab Falten reingemacht. Lass mich die rausbügeln.
Das wäre der perfekte Moment, um mich zu rächen.
Aber zu deinem Glück lieb ich dich mehr, als gut für mich ist.
[Ember lacht]
[ruhige Gitarrenmusik]
Hier. Das will jemand zahlen, für das Wir-Wollen-Nie-Wieder-Drüber-Reden-Kleid.
-Du hast es repariert? -Ich hoffe, dass es noch 500 werden.
Dann können wir Dad den Lift kaufen.
[beide quietschen und lachen]
[Ember lachend] Nein. Nein!
[Gitarrenmusik setzt sich fort]
[Klopfen]
[Musik klingt aus]
Ich hab dir was zum Einpacken mitgebracht.
Bin mir sicher, dass sie dir genauso viel Glück bringen wird wie mir.
Dein Großvater wäre stolz auf dich und wir sind es auch.
Wäre ein Danke zu viel verlangt oder die Bitte, sie mit ein bisschen Respekt...
Danke für noch mehr sentimentales Gewicht und Erwartungen auf meinen Schultern.
Aufregung gehört zu jedem großen Schritt dazu.
Wenn du über den Campus spazierst,
wirst du darüber lachen, wie viele Sorgen du dir gemacht hast.
-Oxford wird dir gefallen. Versprochen. -Was, wenn nicht?
Würd das irgendwas ändern?
-Was meinst du damit? -Wenn ich die Uni hasse.
Wenn ich sage, dass ich aufhören will
und nicht das Aushängeschild für Young Beaufort sein möchte.
Dass ich überhaupt mit der Firma nichts zu tun haben will.
Was dann?
Du hast Zugang zu einer der besten Universitäten der Welt.
Zur Führungsriege von einem der traditionsreichsten Unternehmen Englands.
Ein Sicherheitsnetz, das dich immer auffangen wird.
Du hast die Chance, es in der Welt bis ganz nach oben zu schaffen.
Ich kann nicht glauben, dass du nicht verstehst, wie viel Glück du hast.
Glück bedeutet nicht für jeden dasselbe, das hast du selbst gesagt.
Gut.
Wenn es nicht das ist, was du willst, was willst du dann?
Die Chance, genau das rauszufinden.
James, du bist noch so jung.
Ich will nicht, dass du irgendwann bereust,
die Chancen, die wir dir gegeben haben, weggeworfen zu haben.
Früher habe ich meine Eltern auch nicht verstanden.
Und heute bin ich ihnen unendlich dankbar dafür.
Weil Beaufort mein Zuhause ist, meine Geschichte und...
Und deswegen wird's natürlich auch automatisch meine sein.
Deine Eltern waren in Oxford, ihr wart in Oxford,
natürlich gehe ich auch nach Oxford.
Du hast die Firma übernommen, natürlich übernehme ich die Firma.
Kannst jetzt beruhigt wieder abziehen.
Ich werd schon nicht aus der Reihe tanzen.
Liegt nicht in meinen Genen.
[ruhige, traurige Musik]
[sie spuckt]
Ist alles in Ordnung, mein Schatz?
[Lydia schluchzt]
[Musik setzt sich fort]
[Musik wird lauter]
[Motor zündet]
[James] Es wurden ganze Bücher über die Ruhe vor dem Sturm geschrieben.
Aber kaum eins über die danach.
Den Moment, wenn der Lärm um uns herum abschwillt
und wir allein zurückbleiben mit dem, was wir angerichtet haben.
Eine Stille, die ohrenbetäubend ist.
[James] Es gibt Menschen, die tragen eine Art Kompass mit sich herum.
Menschen, die im richtigen Moment das Richtige sagen,
das Richtige tun
[Buspassagiere lachen]
und empfinden.
[Musik setzt sich fort]
[James] Diese Menschen finden ihr Glück.
Ganz egal, was das Leben ihnen in den Weg legt.
[Bus hält an]
[unverständliche Gespräche]
[Musik verklingt]
[Mann] Also zur Anmeldung geht ihr einfach da hinten einmal durch.
Und dann orientiert ihr euch links.
Und dann seid ihr da.
Okay, cool. Danke.
[sie stöhnt angestrengt]
Entschuldige.
Brauchst du Hilfe?
Äh, nein, danke. Ich krieg das hin.
-[Ruby seufzt angestrengt] -Komm.
Dankeschön.
Kein Ding. Bist du für die Interviews hier?
-Also die Unterkünfte, die sind... -Über den Rasen und zweimal rechts.
-Dankeschön. -Stimmt.
Schön, dich kennenzulernen.
[Musik setzt sanft wieder ein]
[James] Und dann gibt es noch die andere Art von Menschen.
Die, deren Kompass gestört ist.
[dumpfer Schlag]
Die sich in den richtigen Momenten für das Falsche entscheiden.
Und der einzige Weg zu verhindern, dass man den Verstand verliert,
ist nach vorne zu schauen. Nie zurück.
[sie atmet laut ein]
[Tür schlägt laut zu]
[James] Eine todsichere Methode.
Wenn man es schafft, sich dran zu halten.
[Musik klingt aus]
[melancholische Popmusik]
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