All language subtitles for Maxton.Hall.-.Die.Welt.zwischen.uns.S01E03.Bloßgestellt.WEBRip

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Original subtitles

[ruhige Gitarrenmusik]

[Ember ruft] Weiß jemand, warum da 'ne Staatskarosse in unserer Auffahrt parkt?

[Ruby] Ich war schon immer fasziniert vom Prinzip der Gestaltauflösung

in der Biologie.

Eine Tarnung, die so gut ist, dass Jäger ihre Beutetiere übersehen,

weil sie komplett mit ihrer Umgebung verschmelzen.

Aber eine Tarnung funktioniert nur so lange, wie der andere nicht weiß,

wonach er suchen muss.

Und solange man selber nicht gefunden werden will.

[Musik verklingt]

Wir sind spätestens um 08:00 Uhr zurück, Miss Bell.

-[leise] Ja. -Hey.

Hey, Schatz. Du hast gar nichts von deinem Ausflug nach London erzählt.

Äh, das ist fürs Veranstaltungskomitee. Das Plakat für die Gala muss in den Druck.

Ah. Na dann, viel Erfolg.

Danke.

Äh, Ruby?

-[flüstert] Wenn was ist, rufst du an. -[flüstert] Mom...

-Bis später. -Viel Spaß.

-Ja. Ja. -[Tür öffnet sich]

Kleider aus dem viktorianischen Zeitalter.

Ja. Genau.

Es geht um das Motto der Gala.

Der Flagship-Store ist perfekt. Genau.

Ma'am.

Wir werden auch nicht lange brauchen.

Genau. Alles klar. Danke dir. Tschüs.

Hi.

Danke fürs Abholen.

-Warum hast du es dir anders überlegt? -Ist ja keine große Sache.

Wir fahren dahin, machen 'n paar Fotos vom Kleid und sind wieder weg.

[verhaltenes Gitarrenspiel]

Ist es wahr, dass King Charles sich bei euch seine Anzüge machen lässt?

Ja.

Vielleicht treffen wir ihn heute, dann musst du knicksen. Das weißt du, oder?

Äh...

Du solltest nicht alles glauben, was man dir erzählt.

Dann stimmt es also nicht, dass du morgens Kaviar isst,

in Champagner badest und Wasserbetten beim Sex zerstörst?

Oh, tu nicht so, als wüsstest du nicht, was alle über dich in deiner Clique sagen.

Ich hab mal 'ne Flasche Schampus im Pool verloren.

Bin dann schwimmen gegangen. Aber das war 'n Unfall.

Kaviar find ich absolut widerlich.

Was den dritten Punkt angeht...

...war kein Wasserbett.

Wie langweilig.

[Gitarrenspiel setzt sich fort]

[Glocken läuten]

Willst du mal was wirklich Langweiliges hören?

-Über dich gibt's kein einziges Gerücht. -Oh, das ist kein Zufall.

Ich bin gern unsichtbar.

Erzähl mir was über dich.

Irgendwas, was keiner unserer Mitschüler weiß.

In meiner Familie hat noch nie jemand studiert.

Konnten es gar nicht fassen, als ich das Stipendium für Maxton Hall bekommen hab.

Oxford war nicht mehr unerreichbar für mich.

Ich kann's kaum erwarten, da zu sein, Kurse von Nobelpreisträgern zu besuchen,

mich durch die Bodleian Bibliothek zu lesen,

mit Leuten über Hobbes und Nietzsche zu diskutieren.

-[lautes Hupen] -[Reifen quietschen]

[mehrere Autos hupen]

Verzeihen Sie, bitte.

[dynamische Popmusik]

Bereit?

[Musik verklingt]

...fertig machen und abschicken.

Sir.

-Ah, Sie müssen Miss Bell sein, richtig? -Hi.

Herzlich willkommen. Ich bin Tristan, der Schneidermeister hier.

Wenn Sie mir folgen würden?

[sanfte Klaviermusik]

Zwei.

Dies hier ist der Showroom der Beaufort-Sammlung,

die bis ins Jahr 1848 zurückreicht.

Wir haben schon ein paar Kleider für Sie vorbereitet.

Ich kenn das.

Das wurde doch letztes Jahr

im Victoria & Albert Museum ausgestellt, oder?

Sehr richtig.

Im Zuge der Retrospektive zu Queen Victoria.

Meine Schwester hat mich zweimal mitgeschleppt. Sie ist 'n Modefreak.

[Tristan] Das hier sind natürlich alles nur Reproduktionen.

Die Originale sind zu empfindlich,

als dass man sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen könnte.

Und? Kannst du damit was anfangen?

Es ist perfekt.

Äh, darf ich... 'n Foto?

Bitte.

[Kamera löst mehrfach aus] [Klaviermusik setzt sich fort]

[Musik verklingt]

[Kamera klickt]

Hey.

-Willst du's anprobieren? -Ja, klar.

Warum nicht?

Das Kleid kostet mehr, als meine Eltern im Jahr verdienen.

Ich bleib lieber auf Sicherheitsabstand.

Äh, das ist doch bestimmt total kompliziert mit den ganzen Knöpfen und...

Es gefällt dir, oder? Warum probierst du es nicht an?

Ich mein, wann bekommst du das nächste Mal die Chance dazu?

Wenn du's auch tust.

[melancholische Gitarrenmusik]

[Musik setzt sich fort]

[Musik verklingt]

Tristan, machst du bitte 'n Foto? Ihre Familie wird das sehen wollen.

Oh nein, das ist... Nein, nein, nein, das ist...

[Kamera löst aus]

[leise hoffnungsvolle Musik]

[Musik setzt sich fort]

[Musik schwillt an]

[Mortimer] Ah, hier bist du also.

[Musik verklingt]

Dürfte ich erfahren, wer das ist?

Ich bin Ruby Bell, Sir.

Ich... arbeite mit Ihrem Sohn im Veranstaltungskomitee.

Freut uns sehr, Miss Bell.

Sie sehen bezaubernd aus.

Er spielt Verkleiden, während wir mit den Ellingtons beim Lunch auf ihn warten.

Ich habe verstanden, dass du gerade deine Rebellenphase durchlebst.

Aber da das arme Mädchen hier mit reinzuziehen, ist wirklich unpassend.

Bitte entschuldigen Sie den Überfall.

Aber ich befürchte, James hat sich ein paar Freiheiten

mit seinem Terminplan erlaubt.

Das Kleid sieht, wenn ich mir den Kommentar erlauben darf,

im Brustbereich ein bisschen knapp aus.

-Tristan müsste nur die vordere... -Tristan hat Besseres zu tun.

James könnte die Bilder auf Social Media stellen.

Eine Art Retrospektive vor dem Launch der neuen Kollektion.

Ich bin nicht sicher, ob das hier das Image ist,

das Beaufort nach außen hin repräsentieren soll.

Nichts für ungut.

Aber... das ist das Kleid einer Königin.

Ich geh mich umziehen.

[leise eindringliche Musik]

[Musik setzt sich fort]

[Flüstern]

[Mortimer, leise] ...weil seine Tochter auf dich warten wollte.

[Musik verklingt]

Percy wartet unten auf dich.

Vielen Dank für die unvergessliche Erfahrung.

Schöne Grüße an King Charles.

Ich fahr mit dem Zug.

[leise traurige Klaviermusik]

[Handy piept]

[Musik wird dynamischer]

[Musik verklingt]

-[Helen] Oh nein. -[Ember] Du hast ja nicht mal probiert.

-[Angus] Du musst anständig werfen. -[Ember] Ich werfe anständig, hallo?

[Helen] Macht sie doch.

-Prima. -Super.

[Mutter] Also Garten?

-Keine Zeit, ich muss Hausaufgaben machen. -[Vater lacht]

[Mutter räuspert sich]

[verhaltenes Gitarrenspiel]

[stumme Szene]

[er atmet tief ein]

Du bist gestern gar nicht aus deinem Zimmer runtergekommen, mein Kleines.

Wie war denn London?

Ist alles in Ordnung?

Klar.

Ich muss los. Bis später.

-Tschüs. -Bis nachher.

Tschüs.

[Musik verklingt]

[Gelächter] [Stimmengewirr]

[Schülerin 1] Hast du das gesehen?

-[Schülerin 2] Die hat dieses Buch. -[Schüler] Ruby Bell.

[Gelächter]

[unverständliche Gespräche]

[dramatischer Trommelschlag]

[leise Klaviermusik]

[Wasserrauschen] [gedämpfte Stimmen]

[Mädchen lacht]

[Mädchen 1] Das ist so peinlich.

[Mädchen 2] Ist die mit James zusammen?

[durchdringender Piepton]

[Piepton endet abrupt]

[dumpf] Interessantes Motiv, Miss Bell.

Ich hätte nicht erwartet, dass Sie und Mr. Beaufort

diese Gestaltung selbst übernehmen.

Man kann Ihnen zumindest nicht vorwerfen, dass Sie keinen Einsatz zeigen.

[schnelles Herzklopfen]

Was meinen Sie, Mister Sutton?

[dumpf] Ja, ja. Gute Arbeit. Wirklich.

Danke.

Guckt mal, da ist sie.

Noch nie gesehen. Ist die neu hier?

Ich hab gehört, dass Ihre Mutter bei der Bäckerei arbeitet.

[Gelächter]

Hey, Ruby.

Ähm, ich wollte nur sagen, die Poster sind echt cool.

Wäre nett gewesen, wenn du gesagt hättest, dass du dich drum kümmerst.

Ich hab das Wochenende damit verbracht...

-Tut mir leid, Kieran. -…die Bilder zu photoshoppen.

Ich wusste nichts davon.

[Musik wird dramatischer]

[Musik schwillt an und endet abrupt]

Hast du 'ne Sekunde?

Bist du komplett übergeschnappt?

Was?

Glaubst du, London war nicht schon demütigend genug für mich?

Du siehst toll auf dem Foto aus.

Ich tue alles dafür, hier nicht aufzufallen.

Und du plakatierst Maxton Hall mit meinem Gesicht?

Du hast Poster gebraucht. Ich hab...

[sie atmet schnell]

Ich glaub, es wäre besser, wenn wir zum Vorher zurückkehren.

Zum Vorher?

Zur Zeit, als du noch nicht wusstest, dass es mich gibt.

Da ging's mir definitiv besser.

[traurige Musik]

[durchdringender Piepton]

Alles okay?

Er hat mich aus der Beaufort-Sammlung geschmissen. In Anwesenheit seiner Eltern.

Was? Warum?

Er hat sich für mich geschämt.

Du hättest sehen sollen, wie sein Vater mich angeguckt hat,

als wär ich Dreck unter seinem Schuh.

Deren Ernst?

Du siehst aus wie 'ne fucking Königin auf diesem Foto.

So musst du dich nicht behandeln lassen.

Nicht von denen.

Er war nur ehrlich.

Du hättest ja auch nie mit mir geredet,

wenn dein Vater nicht alles verloren hätte.

Schön, dass du so wenig von mir hältst.

[traurige Musik setzt sich fort]

[Pippa] Guten Morgen.

Heute simulieren wir eine typische Interview-Situation,

wie sie Ihnen in Oxford begegnen wird.

Noch 'nen Quickie mit James eingelegt?

Bitte schlagen Sie alle noch mal die Fragebögen von gestern auf.

Fangen wir doch gleich mit Ihnen an, Miss Bell.

Auf dem Präsentierteller zu sein, liegt nicht jedem.

Aber unter Druck cool zu bleiben, kann man trainieren.

Also, Miss Bell.

Warum meinen Sie, dass Sie die perfekte Kandidatin

für das St. Hilda's College in Oxford wären?

Ähm...

St. Hilda's wurde...

Ähm, St. Hilda's war das letzte...

[dumpfes Gelächter]

...Frauencollege, das in Oxford etabliert wurde.

Ähm, und die Ideale von Inklusivität und, ähm, Gleichwertigkeit...

[Cyril] Langweilig!

Erzähl lieber, was gestern mit James passiert ist.

Hey, wenn Sie sich nicht im Griff haben, dann verlassen Sie mein Klassenzimmer.

-Ist das klar? -Ja, ist klar.

Miss Bell, ich hab Sie danach gefragt, warum sie Sie auswählen sollen.

[dumpf] Nicht nach den Vorzügen vom St. Hilda's.

Ähm, St. Hilda's ist...

...anders als die, ähm...

…ähm, ist...

...anders als die alteingesessenen Elite-Colleges.

Deswegen glaub ich, dass ich da gut reinpassen würde.

[verzerrt] Habt ihr gehört? Sie ist anders.

[James, verzerrt] Du bist ein Niemand...

-...aus einem namenlosen Kaff. -Ich heiße Ruby, verdammt.

[Mortimer] Das ist das Kleid einer Königin.

[Ruby] Bist du komplett übergeschnappt?

[Ruby] Und deswegen wird sich nie jemand für dich interessieren, nur für dein Geld.

[Lexington] Ihr Empfehlungsschreiben ist da.

[James] Ich bin Lydias Bruder.

[Ruby] Du plakatierst Maxton Hall mit meinem Gesicht.

[Ruby] Es wäre besser, wenn wir zum Vorher zurückkehren.

[dumpf] Cyril, wie wär's? Funktioniert Ihre große Klappe auch hier vorne?

Die funktioniert unter allen möglichen Bedingungen.

[durchdringender Piepton]

[Piepton wird schriller und endet abrupt]

-[Mann schreit auf] -[es scheppert]

Ach, ist gut, dass du da bist. Ich bin so ein Trampel.

Mir ist die ganze Servierplatte runtergefallen.

Jetzt muss ich die Profiteroles wegschmeißen.

Ach, Quatsch.

-Das fällt unter die Fünf-Sekunden-Regel. -[er gluckst]

Das waren Minimum zehn.

Ich komm da nicht ran. Das ist unter die Arbeitsplatte gefallen.

Unser kleines Geheimnis, okay?

Wofür ist denn das eigentlich alles?

Heute ist unser 20. Hochzeitstag. Ich...

Ich wollte deine Mama überraschen.

Ich hätte dir doch helfen können. Warum hast du nichts gesagt?

Es gibt Dinge auf der Welt, die muss man alleine schaffen.

Und seine Frau zu verzaubern, gehört dazu.

Alles in Ordnung?

[sanfte Klaviermusik]

[es klingelt an der Tür]

Habt ihr eure Schlüss...

Hey.

Ich hab mich wie 'n Arsch verhalten am Samstag. Das...

Das weiß ich.

Das hatte nichts mit dir zu tun.

-Mein Dad und ich, wir... -Ich war dir peinlich.

Ich war mir peinlich.

Ich hab die Plakate drucken lassen, um dir zu zeigen, dass ich nicht so bin.

Wie?

Jemand...

...der Menschen, die er mag, wie Dreck behandelt.

-Jetzt lacht die ganze Schule über mich. -Die lachen nicht.

Die wollen wissen, wer dieses Mädchen ist.

Und ich finde, sie sollten das wissen.

Du bist viel zu besonders, um dich vor irgendwem zu verstecken.

Es sollte trotzdem meine Entscheidung sein, oder nicht?

Was du heute in der Schule gesagt hast...

Was, wenn ich nicht zum Vorher zurück will?

[leise Klaviermusik]

-Cyril schmeißt 'ne Party fürs Team… -James.

Ich weiß, wie die Jungs wirken, aber wenn du sie kennenlernst...

Die sind megakorrekt und Alistair ist sowieso hin und weg...

London, Maxton Hall, Cyrils Partys, das ist deine Welt.

Ich pass da nicht rein und ich will's auch nicht.

Ich hab meine eigene und die bleibt nur heil,

wenn ich mich voll konzentriere und mich von Leuten wie dir und Cyril fernhalte.

Wenn ich unsichtbar bin.

Ruby.

Du bist nicht mehr unsichtbar.

Nicht für mich.

[Musik setzt sich fort]

[Tür öffnet sich]

[Musik verklingt]

-Hey, Schatz. -Hallo.

Hier. Hing draußen am Tor.

Alles Gute zum Hochzeitstag, mein Engel.

-Oh, wow! Ist das Puderzucker? -Mhm.

Die sehen ja besonders schön aus. Was hast du anders gemacht?

[sanfte Klaviermusik]

[James] "Dieses Kleid wurde für dich gemacht.

Nur 200 Jahre zu früh. Trag's bei der Spendengala.

Du siehst zu schön darin aus, um's nicht zu tun.

J.M.B."

[Ruby] Zum Teufel mit dir, James Beaufort.

[Musik verklingt]

[Mann lacht]

Harold, ich sende dir die Einladung zum Release-Event von Young Beaufort,

zusammen mit der Kopie der Verträge.

Wunderbar.

Danke, dass du gekommen bist. Es ist schön, dich an Bord zu wissen.

Es ist mir eine Ehre.

-Auf Wiedersehen. -Auf Wiedersehen.

-Auf Wiedersehen. -Auf Wiedersehen.

[flüstert] Gut gemacht.

[Tür fällt zu]

Und? Bist du stolz?

Young Beaufort ist voll finanziert.

Und du hast dieses Investment mit erarbeitet.

Ich dachte, ich hätte alles versaut, weil ich Verkleiden gespielt hab,

anstatt mit den Ellingtons Austern zu essen.

Ich weiß. Du denkst, du bist wütend auf mich,

weil ich eure kleine Kostümparty unterbrochen habe.

Aber wenn du ehrlich bist,

weißt du, damit habe ich dir eigentlich einen Gefallen getan.

Menschen, wie dieses Mädchen, schaffen es nicht auf Dauer,

sich als etwas zu verkaufen, was sie nicht sind.

Wie hast du's dann so lang geschafft?

Dieses Unternehmen ist durch schwierige Zeiten gegangen.

[lauter] Es ist allein meiner harten Arbeit zu verdanken,

dass deine Mutter und ich es wieder auf Kurs gebracht haben.

Ich habe alles gegeben für den Ruf dieser Familie.

Und solange du nicht dasselbe über dich sagen kannst,

hältst du deinen verdammten Mund.

Warum lässt du nicht Lydia ans Steuer, wenn du so unzufrieden mit mir bist?

Young Beaufort war ihre Idee. Sie ist 20-mal investierter, kompetenter...

Ich weiß, dass sie das gerne glauben möchte.

Tatsache ist, Lydias Schwäche für Fehltritte bedeutet,

dass sie nie eine ernsthafte Kandidatin sein wird.

Erinnere dich daran, was du deiner Mutter und dieser Firma schuldest. Ja?

Und reiß dich ein bisschen zusammen.

[leise Klaviermusik]

[Stimmengewirr]

[Musik verklingt]

Viel los bei Ihnen im Moment, hm?

Es tut mir leid, wie es im letzten Kurs gelaufen ist.

Ich hatte 'nen schlechten Tag...

Ich weiß, dass Sie große Ziele haben für Ihre Zukunft.

Sie müssen sich entscheiden, wenn Sie sie erreichen wollen.

Man kann nicht hoch hinaus wollen und unter dem Radar fliegen gleichzeitig.

Nur wer mit Aufmerksamkeit und Beurteilung von außen klarkommt,

der hat auch eine Chance, es bis nach ganz oben zu schaffen.

[stottert] Von Graham... Von Mister Sutton,

da kamen viele Vorschusslorbeeren für Sie.

Also, geben Sie jetzt noch mal richtig Gas.

Okay?

Zeigen Sie mir, dass wir's durch eine Kursstunde schaffen können,

ohne dass gleich ein Tumult um Sie losbricht.

[spannungsvolle Musik]

[Gelächter]

[sie kichern]

[leise] Sie klebt ihr Foto an alle Wände. Wie 'ne Stalkerin.

Und denkt jetzt, sie ist was Besonderes?

Der arme James.

-[lauter Knall] -Whoa!

[sie lachen]

-Redet ihr über Ruby? -Was geht dich das an?

Ich weiß, ihr denkt, das hier ist die wirkliche Welt.

Aber Geld und Ansehen kann man verlieren, und zwar so schnell.

Und danach bleibt man nur noch selber übrig.

Also investiert 'n bisschen mehr in 'nen guten Charakter,

als in eure nächste Handtasche.

[leise Gespräche]

Laborpartner?

Es tut mir leid, was ich gesagt hab.

Ich hatte 'nen Scheißtag.

Ist okay... Ich hätte wahrscheinlich wirklich nicht mit dir geredet,

wenn mein Vater nicht bankrottgegangen wär.

Aber ich war ja auch kein besonders netter Mensch.

Insofern... kann ich ihm fast dankbar sein.

James hat mich zu 'ner Party eingeladen.

Ist der Typ verwirrt, oder was?

Er ist zu mir nach Hause gekommen, um sich zu entschuldigen, und hat gesagt,

er will nicht zurück zum Vorher.

[laut] James!

[leiser] James Beaufort hat das gesagt?

Heilige Scheiße.

Und? Gehst du hin?

[stöhnt] Zurück unter deinen Stein kannst du eh nicht.

Der heißeste Typ der Schule will dich.

Also, zeig den Idioten da, wer Ruby Bell ist.

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich danach ungeniert.

Glaub mir, ich weiß es.

Ich bin aber nicht ungeniert.

Ich bin maximal geniert.

Dann geh halt verstockt und verknallt dahin, so wie du bist.

Scheint ja James eh nicht zu stören.

[dröhnende Popmusik]

-Maxton... -[alle] ...Hall!

[sie wiederholen den Schlachtruf einige Male]

[James] Vielleicht ist es wahr.

Vielleicht gibt es zwischen der Welt, in der ich lebe, und ihrer einen Graben.

Eine Art Niemandsland.

Und wer die Grenze überschreitet, egal in welche Richtung,

der kommt nicht ohne Verletzung davon.

Man braucht Mut, um sich dahin vorzuwagen. Sich zudem zu bekennen, was man will.

Aber nichts kostet mehr Kraft als die Frage,

ob's ein Fehler war, es überhaupt zu versuchen.

[taktgetriebene Popmusik]

Hat mir dieser neue, angesagte Chiropraktiker aus London gezeigt.

Ist der beste Trick gegen Spannungskopfschmerzen.

Der Kopf von Young Beaufort.

Ich kann mir vorstellen, unter welchem Druck du stehst.

Meine Eltern planen jetzt schon meine Sommerpraktika.

Aber weißt du, wenn mir das alles zu viel wird, dann,

dann versuche ich mir vorzustellen, dass das alles mal uns gehören wird.

Du wirst der Chef von allen sein.

[elektronische Popmusik]

[Ruby] Wenn eine Tarnung auffliegt,

hat die Beute im Angesicht der Jäger zwei Optionen.

Flucht oder Konfrontation.

Aber die Sache ist die, wenn man einmal gesehen wurde, wirklich gesehen,

merkt man vielleicht selbst, dass man nicht so harmlos

und hilflos ist, wie man dachte.

Dass man unter all den Tarnfarben einen Stachel trägt

und nicht mehr im Schatten kauern muss.

[elektronische Popmusik setzt sich fort]

[Jubelrufe]

Ruby.

[lallt] Sag nicht, Cyril hat dich eingeladen.

Eigentlich war's dein Bruder.

Oh. So ist das?

Musst dich ja ziemlich mächtig fühlen.

Du hast James um den Fingern gewickelt.

Und du weißt von meinem kleinen Dilemma.

Aber weißt du was?

Du kannst ab jetzt erzählen, was du willst.

Es gibt nämlich nichts mehr zu erzählen.

Es ist aus. Endgültig.

Dank dir.

Das tut mir leid, Lydia.

Brauch dein Mitleid nicht.

Aber ich will, dass du eine Sache kapierst.

James und ich, wir passen aufeinander auf.

Wenn du mit ihm zusammen bist, kannst du dich nirgendwo verstecken.

Wenn du ihm das Herz brichst, dann erst recht nicht.

Du bist gekommen.

Ich hab nachgedacht.

Ich glaube, das Vorher ist...

...überbewertet.

[elektronische Popmusik setzt sich fort]

[sanfte, melancholische Musik]

Danke für das Kleid.

Gern geschehen.

[Musik schwillt an]

[sie schnappt nach Luft]

Entschuldigung.

Ziemlich eng hier drin.

Kam genau richtig. War eh heiß hier.

[frecher Hip-Hop-Musik]

Komm. Lass uns abhauen.

[flotte Popmusik]

Ich hol kurz meine Jacke.

Ich warte hier.

[Cyril] Seit wann verlässt James Beaufort 'ne Party vor 04:00 Uhr?

-Seit wann geht dich das was an? -Keine Ahnung.

Lass es.

Hey, Ruby.

Jetzt lass uns doch mal unseren Freund. Sind doch alle Freunde hier, oder?

-Nein, nein, nein, nein, nein. -Ey, Cyril!

[schreit] Nein, nein!

[er lacht frenetisch]

[Kameras lösen aus]

[durchdringender Piepton]

[Piepton wird schriller und endet abrupt]

James, James, James, James!

[alle grölen]

[sie schnappt nach Luft]

-[sie keucht] -Hey, alles gut. Alles gut.

-[sie atmet aufgeregt] -Hey, ganz ruhig. Ganz ruhig.

[sie wimmert]

Ich bring dich nach Hause.

[Flüstern]

Okay.

Hör auf damit.

-[sie weint] -Alles gut.

Alles gut.

[traurige Klaviermusik]

Percy.

Haben wir was Warmes zum Anziehen?

Hier.

[Musik verklingt]

[sie atmet zittrig]

[leise] Ich war noch klein.

Mein Dad und ich wollten mit dem Boot raus.

Mein Teddy ist mir ins Wasser gefallen.

Ich wollte ihn rausholen und hab das Gleichgewicht verloren.

[Ruby] Dad ist mir hinterhergesprungen. Ich konnte noch nicht richtig schwimmen.

Dann kam plötzlich das andere Boot.

[dramatische Klaviermusik]

[sie atmet tief ein]

Es ist meine Schuld, dass er im Rollstuhl sitzt.

[traurige, melancholische Musik]

[melancholische Musik setzt sich fort]

Soll ich noch eine Runde um den Block drehen, Sir?

[leise] Ich...

Ich weiß nicht... was ich hier gerade mache, Percy.

[Musik verklingt]

[melancholische Popmusik]

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