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Name und Dienstgrad zum Protokoll.
Owen Marshall Strand, Captain, Wache 126.
MAI
Denken Sie daran, Captain,
dass Sie das Recht auf einen Gewerkschaftsvertreter haben.
Ich verstecke mich hinter niemandem.
Ich bin enttäuscht, dass Sie überhaupt hier sind.
Was die Ereignisse der letzten Woche, am 24. Mai, betrifft,
bestreiten Sie, einen Vorgesetzten grundlos geschlagen zu haben?
Ich bestreite, dass es grundlos war.
Und ich würde ihn nicht unbedingt "Vorgesetzten" nennen.
Deputy Chief Tyson war noch nicht Deputy Chief, als es passiert ist.
Und was den Grund angeht, er hat seinen Einfluss benutzt,
um meine Wache aus persönlichem Groll dichtzumachen.
Bei allem Respekt, das ist Unsinn. Captain Strand weiß das.
Was ich weiß, Billy, ist, dass du immer Captain der 126 sein wolltest.
Du bist besessen davon.
Als es nicht geklappt hat,
hast du wie ein verschmähter Liebhaber reagiert.
Die Entscheidung, Wache 126 nicht wieder zu öffnen,
war nichts Persönliches.
Es ging ums Budget. Um Zahlen.
Zahlen, die du zusammengestellt hast.
Wenn du jemanden beschuldigen willst, dann dich.
Aber ich beschuldige dich.
Meine Herren, bei dieser Anhörung
geht es um den Erlass von Disziplinarmaßnahmen
gegen Captain Strand
aufgrund seines Angriffs auf Deputy Chief Tyson.
Es geht nicht um das Schicksal von Wache 126.
Sollte es aber.
Suspendieren Sie mich. Feuern Sie mich. Legen Sie mich in Eisen.
Was mit mir passiert, ist unwichtig.
Was zählt ist die 126 und die Menschen, die dazugehören.
Menschen, die ihr Leben in den Dienst der Stadt gestellt haben.
Und zwar auf vorbildliche Art und Weise.
Sie schließen nicht nur eine Wache.
Sie machen eine Familie kaputt.
Ich möchte respektvoll um eine weitere Chance bitten,
die Bücher erneut zu prüfen.
Ich kann einen Weg finden, die Wache offen zu halten.
Was denn?
-Wie schlimm steht es? -Nicht gut.
-Rausgeworfen? -Suspendiert.
-Wie lange? -Unklar.
Was ist mit uns?
Fürs Erste sollt ihr permanent an euren vorläufigen Stellen bleiben.
Permanent? Verstehe ich nicht.
Sie machen die 126 echt nicht wieder auf?
Nicht nur das, sie wollen das Gebäude abreißen.
-Kahlschlag. -Das geht doch nicht.
Die von der Stadt können machen, was sie wollen.
Wow. Also ist es echt vorbei.
Soll das ein Witz sein? Es ist nicht vorbei.
Es ist nicht mal der Anfang vom Ende.
Ist es die Mitte?
Sie werfen uns zu Boden, wir stehen wieder auf.
Genau.
Die 126 ist unser Zuhause.
Wir haben es aufgebaut.
Wir kämpfen dafür wie eine Familie.
-Als Familie. -Genau.
Die haben keine Ahnung, mit wem sie es zu tun haben.
Nein, echt nicht.
Wir kämpfen. Wir kämpfen weiter.
Und wir geben nie auf,
bis die Hölle gefriert.
JANUAR
In Travis County herrscht immer noch ein heftiger Wintersturm.
Anwohner sollen zu Hause bleiben und Straßen meiden,
die vereist und extrem gefährlich sind.
Hast du das gehört, Carol? Wir brechen offiziell das Gesetz.
Hörst du auf? Das tun wir nicht.
Aber die Bevölkerung soll Straßen meiden.
-Die vereisten, gefährlichen Straßen. -Schatz,
ich liebe dich, aber halt jetzt die Klappe.
Ich bin aus Ann Arbor.
Ich weiß, wie man im Schnee fährt.
Oh Gott!
Siehst du? Wie mein Vater immer sagte:
"Lenk in den Schlenker."
Komm schon. Von hier gehen wir zu Fuß.
Ihr Süßen seid brav. Wir sind gleich wieder da.
Siehst du welche?
Nein. Du?
Nichts.
Es ist so kalt!
Joe?
Vielleicht sollten wir einpacken.
Ich habe eine gefunden.
Joe, pass auf!
Wir wissen nicht, wie stabil das Eis ist!
Okay, Kumpel.
Ich hebe dich auf und dann wirst du schön aufgewärmt.
Bitte beiß nicht.
-Oh Gott! -Was ist?
-Unter dem Eis liegt ein Junge! -Ein Junge?
Ich glaube, er ist tot.
Wähl den Notruf!
Eissturm in Austin
Jetzt wird es Zeit, Pflanzen, Haustiere und Ehemann
ins Haus zu bringen,
denn es wird kalt genug, dass sogar Schneeflocken auftauchen.
8 STUNDEN ZUVOR
…Polarfrontjetstream sorgt für Temperaturen unter dem Gefrierpunkt…
TOP-BETREUUNG UND HÖCHSTER KOMFORT
Jacques, Sie wollten mich sprechen?
Captain Vega.
Bitte. Treten Sie ein.
Offenbar erwarten uns heute ein paar Schneeflöckchen.
Lizzy und Emmy freuen sich sicher.
Izzy und Evie. Ja, sie freuen sich.
Wie süß.
Ich wollte ein paar Details vom letzten Einsatz besprechen.
Der Sturz im Seniorenheim Sunny Glades.
Mrs. Jimenez.
Ist etwas passiert, nachdem wir sie ins Krankenhaus brachten?
Haben wir etwas übersehen?
Nein, nein. Sie haben richtig gehandelt.
Es geht ihr gut. Sie hat Zimtplätzchen geschickt.
Wie lieb. Ich bin froh, dass alles gutging.
Ging es das?
Sie haben es irgendwie geschafft, zu vermeiden,
unterwegs ein Medikament zu verabreichen.
Sie wollte nichts.
Ja. Und deshalb ist es Ihre Aufgabe, eine Empfehlung auszusprechen.
Rauschmittel zu verkaufen, meinen Sie.
Captain Vega, unsere Mission ist nicht nur Top-Betreuung, auch höchster Komfort.
Sehen Sie, hier steht es.
Wir sind nicht die Stadt, die von Steuern finanziert wird.
Wir sind ein Privatunternehmen unter finanziellem Druck
und mit entsprechenden Chancen.
Wenn das für Sie nicht passt, verstehe ich das.
Aber Sie müssen verstehen, dass Sie nicht mehr auf Wache 126 sind.
Müssen Sie mir nicht sagen.
Gut. Dann hoffe ich, dieses Gespräch nicht noch mal führen zu müssen.
Also ich mache meine micheladas, Ingwerbier für euch.
Und dann spielen wir Catan.
Eine richtige 126er Party. Wie zu alten Zeiten.
Wen hast du eingeladen?
Die üblichen Verdächtigen.
Wie üblich und wie verdächtig?
Wenn du wissen willst, ob Carlos kommt, frag einfach.
Das ist ja traurig.
Kommt Carlos?
Er wurde eingeladen.
Ich weiß nicht, ob er kommt.
-Soll das ein Witz sein? -Ich will nicht Partei ergreifen.
Wenn du eine 126er Party machen willst,
dann sollte nur die Crew der 126 geladen sein.
Es gibt keine 126er Crew.
Wache 126 gibt es nicht mehr.
Also kann ich die Regeln etwas ändern.
Hey, Cap.
Hey.
Was wollte Graf Dracula?
Uns die Plätzchen von Ms. Jimenez geben.
Und uns daran erinnern, die Patienten bei jedem Einsatz auszunehmen.
Cap, können wir endlich raus aus dieser kapitalistischen Kloake?
Würde ich ja gern, aber wohin?
Sieh es einfach so:
Wenigstens bleiben wir zusammen und leisten einen Beitrag.
Rede dir das nur ein.
Zimtplätzchen lügen nicht. Probier mal.
-Cap. -Echt jetzt?
Siehst du? Gar nicht so schlecht hier.
-Verdammt. -Judson Ryder.
Du warst die ganze Nacht hier.
Keine Zeit zu schlafen, wenn das Kinderzimmer nicht fertig ist.
Du siehst aus, als ginge es gleich los.
Ich weiß nicht, wieso ich so hinten dran bin.
Schatz, das Baby wird die ersten Monate nur 20 cm weit sehen können.
Du hast noch Zeit.
Ja.
Aber das ist nicht das Problem, was?
Nein. Wohl nicht.
Ich weiß, wie schwer es für dich sein muss, was heute Morgen passiert.
Aber du hast eine 24-Stunden-Schicht. Du musst schlafen.
Wie soll ich schlafen, wenn ich weiß, was sie mit der 126 machen?
Wenn du es nicht um deinetwillen tust, dann für die Leute, die von dir abhängen.
Okay? Mach dir um das hier keine Sorgen. Ich mache dein Nilpferd fertig.
Nilpferd?
-Ja. -Das ist ein Elefant.
Schau.
Wirklich, Judd?
-Ja. Wirklich. -Okay.
Das ist ein Hase, oder?
Weißt du, dass du unfair spielst?
Egal. Ich gewinne, stimmt's?
Die meiste Zeit schon.
Nein.
Was war das?
Nichts. Es ist überhaupt nichts.
Hier spricht Judd. Ihr wisst Bescheid.
Sitzenlasser.
Also dann, alle zurück. Wir fangen gleich an.
Okay, Marty, runter damit.
Scheiß drauf.
Hey, was soll das?
Was ist denn?
-Nicht die schon wieder. Ruf die Polizei. -Mach ich.
Warte, Marty. Warte.
Die Polizei ist schon unterwegs.
Klar? Wir wollen keinen Ärger.
Ich bin aber hier, um Ärger zu machen.
Was geht, Leute?
Hier ist euer Mädel, Firefox. Live von Feuerwache 126.
Die meisten von euch wissen,
dass mein Team alles versucht hat, um die Wache zu retten.
Aber heute ist D-Day.
Deshalb blockiere ich nicht nur den Eingang, ich verkette mich damit.
Das ist ja ganz toll.
Das ist echt toll.
-Wir haben eine Spendenseite. -Ja, Boss.
Besucht sie bitte.
4,6 Millionen sind ganz schön viel.
Aber offenbar braucht die Stadt diese Summe,
um die beste Feuerwache in Texas wieder zu öffnen,
wo es gerade zu schneien anfängt.
-Es schneit? -In Austin schneit es nicht.
Fahren wir heim.
Vielleicht ist das ein Zeichen.
Alle einpacken.
Boss sagt, wir hören auf, bis das Wetter besser ist.
Sieht nach einer Gnadenfrist aus.
Ich hoffe, die ist den Knast wert.
Hey, Carlos.
Hey, Marjan.
Hoffentlich kriegst du keine Anzeige, chica.
Wofür? Mein Recht auf eine friedliche Versammlung?
Sollen sie's versuchen.
Das Recht, Zucker in den Tank eines Bulldozers zu schütten
oder Krankabel zu zerschneiden, kenne ich nicht.
Das waren haltlose Vorwürfe, die sie zwei Wochen kosteten.
Jetzt habe ich uns weitere 24 Stunden gewonnen,
genug Zeit, den nächsten Schachzug zu planen.
Marj, es gibt keinen nächsten Schachzug.
Alle sind am Boden zerstört, weil die 126 dichtmacht.
Echt? Sie haben eine seltsame Art, das zu zeigen.
Ich habe dort sonst niemand gesehen. Du?
Alle anderen haben die Realität akzeptiert.
So brutal sie auch ist.
Redest du von der 126?
Oder von dir und einem gewissen Sanitäter?
Es ist wichtig, zu wissen, wann etwas vorbei ist,
wann man weiter muss.
Du meinst aufgeben.
Wir waren mal eine Familie.
Vielleicht eine leicht entfremdete Familie.
Manche mehr entfremdet als andere.
Gute Form.
-Danke. -Für einen feinen Großstadtpinkel.
Austin ist eine ziemlich feine Stadt.
Jetzt bist du aber auf dem Lande.
Hier benutzt man nicht so viele Haarprodukte.
Also fehlt es den Leuten wohl an Volumen.
Das stimmt wohl.
Ich bin Sadie. Ich wohne in jener Hütte dort.
Hast du eben "jener" gesagt?
Ja.
Wie lang schon in jener Hütte?
Ich miete die seit anderthalb Monaten.
Seit meine Scheidung vor drei Tagen urteilskräftig wurde.
Tut mir leid. Hab ich schon hinter mir. Zweimal sogar.
Danke, aber es war gut so.
Ja, ich kenne das Gefühl.
Ich bin übrigens Owen.
Und mein Hund heißt Buttercup.
Du stellst dich geschickt an, Owen. Wo hast du gelernt, die Axt zu schwingen?
Hab eine ab und zu in meinem früheren Leben benutzt.
Und was machst du in deinem jetzigen,
nachdem du dich als Axtmörder zur Ruhe gesetzt hast?
Ich kam hierher, um mir das zu überlegen, aber...
Wo immer du hingehst, dort bist du.
Ich glaube, dass ich mich als Axtmörder nie ganz zur Ruhe setze.
Pass auf dich auf, Owen.
Es heißt, dass es ziemlich kalt werden soll.
Das ist doch gar nichts.
Wer Kälte will, soll im Februar die 32. Straße hinuntergehen.
Ich komme klar. Danke.
Ich sorge mich nicht nur um dich.
Das hier ist Texas.
Wenn es schneit, verlieren alle den Verstand.
Verstehe.
Texas, Baby!
Das ist eine Legende!
Brody, wie fühlst du dich?
Der Erste, der in South Lamar Ski fährt!
Wie fühle ich mich wohl? Ich fetze durch Texas, Baby!
Was macht dieser Clown?
Mann, überhol uns doch.
Mach Platz, bevor jemand verletzt wird!
-Was zum Teufel soll das? -Komm schon!
Überhol uns! Was soll der Mist?
Dev, merk dir sein Kennzeichen!
Wir haben dich aufgenommen, Wichser!
Brody!
Notruf. Ihre Meldung?
Unfall auf dem South Lamar Boulevard.
Wie viele Fahrzeuge?
Keine Fahrzeuge. Ein Skiunfall!
Beeilen Sie sich. Ich glaube, sein Kopf fällt gleich ab.
-Halte schön durch, Kumpel. -Stopp!
-Wir wollen… -Nicht bewegen.
Aber das Ding wiegt eine Tonne.
TK, Luftwege und Atmung prüfen.
Nancy, schließ ihn ans LIFEPAK an.
-Wie heißt er? -Brody. Er ist mein bester Freund.
Brody, das sind TK und Nancy.
Die untersuchen dich, ja?
Hey, Brody. Hast du Schmerzen?
Es ist so kalt.
Er ist hypotensiv und tachykard.
Vermutlich vom Blutverlust. Er muss in den OP.
Wenn wir ihn transportieren, reißt ihm das Eis den Kopf ab.
Mir egal, wenn ihr euch die Eier abfriert.
Das nützt dem Genpool. Bewegung, Landser.
Toll. Der wieder.
Captain. Captain Tommy Vega.
-Ich weiß, wer Sie sind. -Ich wollte Sie um einen Gefallen bitten.
Für die Sanitäter, die mich vor dem Ersticken bewahrt haben?
Ja. Nur zu.
Wir müssen vor dem Transport das Eis durchsägen.
Aber sehr vorsichtig.
Es hat die Schlagader erwischt.
Wenn es nur etwas wackelt…
Ich hole meinen besten Mann.
Chavez!
-Was geht? Ist länger her. -Schön, dich zu sehen, Mateo.
Brody, es wird unbequem, aber du musst so ruhig wie möglich halten.
Du musst einen Bogen schneiden,
sodass 30 cm Eis an jeder Seite verbleiben.
Das Wichtigste ist, ruhig und gleichmäßig vorzugehen.
Kein Problem. Ist genau mein Ding.
Heben wir ihn auf die Trage.
-Gute Arbeit, Mateo. -Unser Neuling ist erwachsen geworden.
Halt die Klappe.
-Schön, euch zu sehen. -Ebenfalls.
Marwani, Sie werden entlassen.
Ein Handy. Ein Himbeer-Lipgloss.
Ein Pfefferspray. Schmuck.
-Hier unterschreiben. -Danke.
Wer hat die Kaution gezahlt?
Feuerwehrmann.
Sie sollten mich zurück in die Zelle stecken.
Marwani, ein Dankeschön wäre angebracht.
Statt die Kaution zu zahlen, hätte ich dich suspendieren
oder feuern können.
Warum tun Sie es nicht?
Wenn Sie mich feuern, gewinnt die Story an Zugkraft.
#Firefox hat wieder 7 Millionen Followers.
Die Feuerwehr von Austin jeden Tag in Social Media zu grillen, hilft keinem.
Ein Befehl, die Klappe zu halten?
-Nein. -Okay.
Ich bitte um Hilfe.
Die Feuerwehr aufzubauen statt niederzureißen.
Wieso soll ich Ihnen helfen?
Es hat nicht gereicht, unsere Wache wegzunehmen, jetzt auch noch Cap?
Was soll das heißen?
Er hat die Auflagen der Suspendierung wegen des Faustschlags erfüllt.
Er hat sich ein Bein ausgerissen. Sozialer Dienst. Aggressionstherapie.
Aber nichts ist genug, um die Chefetage zu befriedigen.
Meinst du, deshalb sei Strand nicht zurück?
Er ist wohl nicht ganz ehrlich zu dir.
Ein Bein muss er sich noch rausreißen.
Ich schicke dir seinen Arbeitsvertrag.
Dann siehst du es selber.
Wie Sie wollen.
Hey, Marwani.
Bittest du Judd, mich anzurufen? Ich muss ihm etwas sagen.
Er ruft nie zurück.
Wink mit dem Zaunpfahl?
Nicht doch.
TK, funk West Park an.
Sag ihnen, wir brauchen einen Gefäßchirurgen,
und fahr unterwegs über keine Schlaglöcher.
Verstanden, Cap.
Das Schlimmste ist vorbei. Jetzt geht es auf die beste Unfallstation.
-Die richten dich wieder her. -Schicken Sie eine SMS an meine Freundin?
Sicher.
Wie lautet ihre Nummer?
Fünf… eins… zwei…
Brody?
Brody, hörst du mich?
Blutdruck 75 zu 45.
Stürzt ab. Ich verabreiche Flüssigkeiten.
Stopp! Seine Schlagader ist beschädigt.
Das Eis fungierte als Schutzschild. Das Blut schmilzt es.
53 zu 36. Er verblutet, wenn wir die Ader nicht abklemmen.
Nein, das geht nicht. Das stoppt den Fluss ins Gehirn.
Was machen wir dann?
Ein Schutzschild schaffen.
Rechts ranfahren!
-Was? -Rechts ranfahren!
Nancy, hol den Kotzeimer.
Okay.
Schaufle so viel rein, wie geht. Damit decken wir die Wunde ab.
Cap, es wird schlimmer!
Los!
Die Hitze dämmen.
Fenster abdunkeln!
So fest wie möglich.
Genau so. Das ist gut. Blutdruck?
Kaum da.
Gut. Bolus verabreichen und hoffen, dass es klappt.
81 zu 50.
90 zu 62. Es klappt.
Hey, Brody. Willkommen zurück.
Okay, hört her.
Dem Wetterdienst zufolge fällt noch ein halber Meter Schnee.
Das Versorgungsnetz bricht zusammen,
also haben viele bald keinen Strom und werden frieren.
Wir haben sechs Wärmezentren und weitere geplant.
Wenn Anrufer Brennholz aus Möbeln machen,
ratet ihnen, erst die Polster abzunehmen.
Genau. Warmes Wasser drauf. Dann wird es sich lösen.
Gern geschehen.
-Notruf. Ihre Meldung? -Bei mir wurde eingebrochen.
Möbelhaus Pike.
Sie sind noch drin.
Sir, halten Sie einen sicheren Abstand zum Laden,
bis die Polizei da ist.
Ich schicke sofort jemanden.
Ich wollte die Wasserhähne abstellen, wegen der Kälte,
und dann sah ich das.
Waren Sie drin?
Nein. Ich wollte rein,
aber ich habe die Plünderer gehört, also ging ich schnell raus.
Plünderer wählen selten Möbelhäuser.
-Wie viele Leute sind drin? -Mindestens zwei.
Kam jemand raus?
Nein. Sie sind noch drin.
Hier Reyes, 10-62.
Verdächtiger noch am Tatort.
-Ich brauche Verstärkung. -Verstanden.
Der nächste Beamte ist frühestens in 12 Minuten da.
10-4.
Polizei Austin.
Zeigen Sie sich.
MÖBELHAUS PIKE
Polizei. Ihre Hände.
-Ihre Hände. -Hinter Ihnen.
-Nicht schießen! -Hände hoch, Sir!
Das sind nur Kissen. Wir haben nichts gestohlen.
-Das war's mit dem Winterschlaf. -Hände hoch.
Wenn ich schießen wollte, hätte ich schon geschossen.
Major Garrett war Bordschützensoldat.
Also runter mit dem Pusterohr.
Wir versuchen nur, warm zu bleiben.
Danke für Ihren Dienst. Stehen Sie auf.
Geht nicht.
Sir, ich weiß, es ist kalt draußen.
Sie müssen uns entweder verhaften oder in Ruhe lassen.
Mann, jetzt rauscht aber jemand rein.
Tut mir leid, dass ich heute Morgen nicht ranging.
Du warst wohl da, als die Abrissbirne ankam.
Es kam keine Abrissbirne.
Na ja, eine kleine vom Deputy Chief, aber das Gebäude steht noch,
zumindest, bis das Wetter besser ist.
Kein Witz.
Ich weiß nicht, wie ich das finde.
Wie Tom Petty sagte: Warten ist das Schwerste.
Wisst ihr noch, wie alle aufgaben, als Captain Strand uns sitzenließ?
Er ließ uns nicht sitzen. Sie setzten ihn nicht wieder ein.
Das stimmt gar nicht.
Er hätte am nächsten Tag wieder anfangen können, wollte aber nicht.
Schaut euch das an.
"Ich, Captain Owen Strand, entschuldige mich bei Deputy Chief William Tyson
für meinen grundlosen, feigen Übergriff."
Wo hast du das her?
Deinem alten Kumpel Billy, der gern mit dir reden würde.
Er soll zur Hölle fahren.
Er ist ein Arsch, aber worum es hier geht,
ist, dass Captain Strand nur unterschreiben muss.
Er muss nur das Knie beugen.
Das Knie beugen? Bist du Jaime Lannister?
Ich würde mich bei dem auch nicht entschuldigen. Denn letztendlich muss man
in den Spiegel schauen können.
Oder in Captain Strands Fall, jede Stunde.
Das ist nicht witzig. Wenn er seinen Stolz schluckt,
könnte er für die 126 kämpfen.
Marjan, der Kampf ist seit Monaten vorbei.
Nur, weil wir den Cap verloren haben. Er ließ uns sitzen.
Wir verloren unseren Anführer und dann einander.
-Wo willst du hin? -Ihn zurückholen.
Du hast doch Schicht.
Sag Captain Andrews, ich habe schneefrei.
-Wir bekommen schneefrei? -Ich weiß nicht, aber ich sag's ihm.
Sehen Sie, Major? Wie versprochen.
Warm, sauber und viel Platz.
-Wie fühlen Sie sich? -Wie eine Ratte im Käfig.
Wenigstens eine Ratte, die ihr Gesicht fühlen kann.
Kommen Sie rein.
Erst sagen wir unseren Gästen, dass Jesus sie liebt.
Schön für ihn.
Das sind Major Garrett und Sergeant Vincent Thompson.
Wir brauchen keine Wohltätigkeit, nur was während des Sturms.
Ihr seid am richtigen Ort.
Das ist Lindsey, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin.
Such unseren neuen Freunden doch was.
-Willkommen bei Providence Pasture. -Was? Lauter, Kind.
Tut mir leid.
Willkommen bei Providence Pasture. Ich zeige Ihnen alles.
-Passt auf euch auf. -Ja, Officer Reyes.
Kein Versprechen.
-Nette Typen. -Denen ging es nicht gut.
-Ihr tut wirklich Gottes Arbeit. -"Gib ihm, der von dir verlangt."
Bergpredigt.
Die haben nicht nach diesem Ort verlangt.
-Kann jemand… -Ich mache das.
-Schaffen wir das aus dem Weg. -Ja.
Über das Glas.
Ich hab's. Geh nur.
Ich habe keine Ketten draufgemacht, weil sie so schnell wegfuhr.
Du hast sie einfach gehen lassen?
Meinst du echt, jemand kann Marjan von etwas abhalten?
Mir gefällt nicht, dass sie in diesem Wetter dort rausfährt, Judd.
So war das Wetter nicht, als sie wegfuhr.
Es wird aber nichts bringen.
Owen unterschreibt keine Entschuldigung an Billy.
Er hat ihn geschlagen, Judd.
Ja, und es tut ihm nicht leid.
Und es war nicht mal so heftig.
Er schlug ihn bewusstlos.
Er lebt aber noch.
Okay. Du bist der Schlimmste, Judd.
Der bin ich.
Jedenfalls…
Wie geht es meinen Mädels? Schön warm?
Du bist draußen im Schneesturm.
Wir genießen eine Tasse Kamillentee.
Kamille? Hast du Halsweh oder was?
Meinem Hals geht es gut, Judd.
Ist dir übel?
Du trinkst das Zeug nur, wenn es dir nicht gut geht.
Oder wenn die Zentrale keinen anderen Tee hat.
Es geht uns gut. Versprochen.
Grace, pass auf dich auf. Ja?
Judd, ich hör dich nicht mehr. Was?
-Schatz? -Sag es noch mal, Judd.
Judd, sag es noch mal.
Grace, wenn du mich hörst, ich liebe dich, okay?
-Genieß deine Schicht. -Judd, bist du noch da?
Grace…
Mist.
Erwartest du jemanden? Moment!
-Hey, Cap. -Marwani?
-Gewiss nicht Miami. -Das nicht.
Hi.
Hi, Buttercup! Komm her!
Meine Güte, ich hab dich vermisst. Und wie.
Du bist so kuschlig und warm.
Wow.
Hier sieht sogar Unordnung wie Kunst aus.
-Ist das Kaffee? -Twigspresso.
Die Zweige dienen als Brennstoff, aber es ist praktisch Kaffee.
Wieso bist du hier? Ist was passiert?
Nein, das nicht.
Nichts ist passiert, und deshalb bin ich hier.
Okay.
Wissen Sie, welcher Tag es ist?
-Montag. -Es ist D-Day. Tag der Demolierung.
Ich habe wohl den Livestream verpasst.
Offenbar schon.
Das Gebäude steht noch, Cap.
Diese Kältewelle gerade,
die hat die Abrissbirne buchstäblich erstarren lassen.
Und?
Was soll das heißen, "und"?
Das Universum hat eingegriffen.
Es hat uns Vollstreckungsschutz gewährt.
-Das Universum? -Ja.
Es spricht mit uns, und wir müssen zuhören.
Das Universum spricht nicht. Es ist gleichgültig.
Sie liegen falsch.
Es ist eine Kältewelle, Marwani.
Der Schnee schmilzt, das Gebäude wird abgerissen.
Du musst akzeptieren, dass wir alles Erdenkliche getan haben.
Wirklich? Alles?
Ja.
Was ist das?
Ihr Entschuldigungsbrief an Billy Tyson.
Wo hast du den her?
Von Billy.
Sie hätten ihn unterschreiben und zurückkommen können. Warum nicht?
Weil es eine Lüge wäre.
-Es tut mir nicht leid. -Darum geht es nicht.
Ihr Stolz steht dem Allerwichtigsten im Weg,
die Wache wieder zu vereinen.
Ohne Sie geht das nicht. Wir brauchen unseren Captain.
Marwani, selbst wenn ich unterschreibe, kommt die 126 nicht zusammen.
Selbst wenn ich mich diesem Rasputin füge, gibt es nichts, wofür ich Captain wäre.
Die 126 ist tot und begraben, egal, was ich tue.
Wir haben Menschen wieder zum Leben erweckt. Wieso aufgeben?
Ich bin es müde.
Müde, den Helden zu spielen.
Denn was hat man letztendlich davon? Abgesehen von Neidern?
Leute wie Billy, die einen nur zu Fall bringen wollen.
Ich habe meine Lektion gelernt, und ich habe nicht aufgegeben.
Ich habe mich der Realität gefügt. Solltest du auch tun.
Wir können die Welt nicht retten, weißt du, warum?
Die Welt will nicht gerettet werden.
Statt dagegen anzukämpfen,
werde ich es zum ersten Mal genießen.
Denn sie dreht sich weiter, egal, was ich tue.
Wow. Also das war's?
Ja.
Ich glaube schon.
Na schön.
Also gut. Ich schenke dir einen Twigspresso ein.
Nein, passt schon. Danke. Ich fahre bei einem Starbucks vorbei.
Willst du nicht bleiben, bis der Sturm vorbei ist?
Ich komme klar.
Sie denken, Sie könnten sich hier verstecken,
hinter Ihrem Bart und Ihrer strategischen Unordnung,
aber das Universum weiß, wo Sie sind,
und es weiß, wer Sie sind,
selbst, wenn Sie es vergessen.
Sei still.
-Danke, Officer Reyes. -Gern geschehen.
Hol mich hier raus. Hol mich hier raus, Sergeant Thompson.
-Das ist ein Befehl! -Nur ruhig.
-Hol mich raus! -Es wird wieder.
Entspannen Sie sich, Major.
-Das ist ein Befehl! -Einfach entspannen.
-Ich will hier weg. -Ich weiß.
-Hey. -Ich will hier raus!
-Geht es ihm gut? -Nein!
Ich mag keine Wände! Ich hasse Wände!
-Er war Kriegsgefangener. -Lasst mich raus!
-Er hasst geschlossene Räume. -Rollstuhl.
Hey, Major. Hey.
Sie können jetzt nicht nach draußen. Es ist nicht sicher.
Sie und Sergeant Thompson sind sicherer mit einem Dach über…
Alle raus aus dem Gebäude!
Alle sofort raus! Sofort! Los!
Alle sofort zum Ausgang!
-Vertrauen Sie mir? -Ja.
Los! Los!
Hey, los!
Irre, was?
Was? Dass er es geschafft hat, sein Blut überall zu verteilen?
Die müssen wir auch alle rauswerfen.
Der Typ war praktisch enthauptet und wird sich wieder voll erholen.
Ist schon irre, was die moderne Medizin leisten kann.
Ja, und ein Kotzeimer voller Schnee.
Witzig, wie das geht, oder?
Im Krankenwagen wie im Leben:
Wenn man weiß, wo das Problem ist, ist es schon halb gelöst.
Ja, aber manchmal ist das Problem nicht so einfach
wie eine gerissene Halsschlagader oder eine Enthauptung.
Klar. Aber deshalb sind wir ein Team, oder?
Wenn wir zusammenhalten, kriegen wir alles wieder hin.
Ich sage nicht, warum bei Carlos und mir Schluss ist.
-Wieso bist du so nervig damit? -Wieso bist du so besessen davon?
Weil ich euch beide so toll fand.
Alle finden euch beide toll.
Außerdem bringt mich die Unwissenheit um.
Du hast… Du hast da was.
Du bist ätzend.
Olsen, Zivilsten nach hinten bringen, den Verletzten erste Hilfe leisten.
Officer Carlos Reyes. Ich war in der Turnhalle.
Der Schnee war wohl zu schwer fürs Dach.
Ja, dazu sind sie in Texas nicht gebaut. Die Gasleitung ist hin,
-nehme ich an. -Wie viele sind noch drin?
Zum Glück niemand. Wir haben alle gezählt.
25 Leute.
Captain, die gefühlte Temperatur liegt bei -20 Grad.
Wenn wir die Leute nicht bald unterbringen,
brauchen wir 25 Krankenhausbetten.
Ich habe mit den Wärmezentren gesprochen. Sie sind voll.
Wir können sie nirgends hinbringen, die Obdachlosenheime
-machen erst in vier Stunden auf. -Vier? Hier sind ältere Menschen.
Ich weiß, wo sie jetzt hinkönnen.
-Jetzt? -Ja. Jetzt sofort.
-Hey, Paul. -Was geht?
Tschüss, Paul.
Ausrüstung anlegen.
Nicht gefrorenen Hydranten suchen.
Hier lang, Leute.
Willkommen, alle zusammen!
Nicht die Füße auf die Couch legen.
Danke. Sehr großzügig, dass Sie Ihr Geschäft öffnen.
Es ist schon richtig so.
Hey, Kumpel.
-Es ist schon richtig so. -Ja.
Wo kann die Triage hin?
Ich habe Schnittwunden und Blutergüsse hergerufen.
Wusste nicht, dass die Zentrale private Einheiten schickt.
-Der Stadt fehlt Personal. -Klar.
Ihr könnt…
Da ist noch Platz im…
-Benutzt das Esszimmer. -Gut.
Danke. Das ist super.
Wie viele Leute sind hier?
25 Anwohner, drei ehrenamtliche Mitarbeiter…
Grüne Markierungen?
Carlos, alles klar?
Jemand fehlt.
-Habt ihr so was je gesehen? -Noch nie.
Nicht in 37 Jahren Dienst.
In Chicago sehen wir das ständig. Das sind Eispaläste.
Ja, macht Sinn.
Hey, sieht aus wie der Palast von Elsa in Frozen.
-Du guckst Frozen? -Ryder…
Weil ich eine Tochter bekomme.
-Jemand ist noch drin! -Was?
Eine Helferin. Lindsey Robertson.
-Die hatten eine Liste. -Sie hat die Liste geführt.
Sie hat sich nicht mitgezählt.
-Wie viel Wasser auf dem Brand? -9.500 Liter, denke ich.
Bei 0,9 Kilo pro Liter sind das…
Zehn Tonnen zusätzliches Wassergewicht über ihrem Kopf.
Wenn wir ein Team reinschicken, könnte es zum zweiten Kollaps kommen.
Angenommen, sie hat den ersten überlebt.
Teenager in eingestürzter Kirche
In der Providence-Kirche herrscht Schock,
nachdem das Dach einer Turnhalle über einer Jugendlichen einbrach.
Feuerwehrleute bereiten die Bergung vor,
doch mit etwa 9.000 kg Eis auf dem bereits instabilen Gebäude
ist das Risiko für die Ersthelfer hoch.
Zweierteams, Wärmekameras rundum.
Strickland, du hast die Doppeltüren auf der Vorderseite geprüft, ja?
Ja. Sie sind nicht beschädigt, das Eis muss nur runter.
Ich benutze die Kreissäge, dann können wir rein.
Gut. Von dort aus suchen wir dann alle Hohlräume sorgfältig ab.
Wir wollen kein Lebenszeichen übersehen.
Und kein Anzeichen, dass das Dach einstürzt.
Wenn sich das Gebäude bewegt, sofort raus.
Genau. Wer nicht rein will,
-soll es einfach sagen. Kein Problem. -Entschuldigung.
Lindseys Eltern möchten Sie sprechen.
-Natürlich. Ja. -Wir wollten uns bedanken, dass…
Bitte retten Sie unsere Tochter.
Sir, wir tun, was wir können.
Ich weiß.
Lassen wir sie arbeiten. Warten Sie in meinem Auto.
Danke.
Gut. Also los, Jungs. Los!
Lindsey!
Lindsey! Feuerwehr! Wir holen dich raus!
Irgendwas im Infrarot?
Noch nicht.
Moment.
Wir müssen uns beeilen!
Irgendeine Idee?
Ja. Wir verteilen uns.
Lindsey!
Lindsey!
Es ist eng, Ryder.
Seid alle still. Ich höre was.
Lindsey, wenn du nicht rufen kannst, schlag auf etwas.
Lindsey, bist du das?
Lindsey!
Paul!
Wie lebt es sich mit 'nem Pelz?
"Das Universum schickt uns eine Botschaft."
Also echt. Ich hab keine Botschaft gehört.
Du?
Es ist perfekt. Genau, wo ich sein will.
Nicht nur das. Genau, wo ich sein soll.
Es ist echt kalt. Komm, gehen wir wieder rein.
Buttercup!
Meine Güte. Was…
Hey!
Hey!
Hören Sie mich?
Hallo?
Was ist passiert? Haben Sie Schmerzen?
Tut mir leid, ich spreche kein Spanisch. Haben Sie Schmerzen?
Echt jetzt, Universum?
Im Ernst, Texas?
Untertitel von: Nanette Gobel
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