All language subtitles for Intoleranz (1916)

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Original subtitles

Der ewige Kampf der Liebe

in einem Prolog und zwei Akten

Unser Werk besteht aus vier Geschichten

unterschiedlicher Epochen,

jede mit ihren eigenen Personen.

Jede dieser Geschichten zeigt,

wie Hass und Intoleranz in all den Jahren

gegen Liebe und Barmherzigkeit gekämpft haben.

Unser Werk wird von einer Geschichte zur anderen wechseln,

während sich das gemeinsame Thema in jeder einzelnen entfaltet.

„Aus der ewig schaukelnden Wiege.“

Heute wie gestern, ewig schaukelnd,

immer die selben Leidenschaften, Freuden und Sorgen bringend.

Unsere erste Geschichte entstammt der Wiege der Gegenwart.

In einer Stadt im Westen tun sich einige ehrgeizige Damen zusammen,

der Menschlichkeit mehr „Aufschwung“ zu verleihen.

Auch Reformbewegungen müssen finanziert werden.

„Wenn wir nur Miss Jenkins begeistern könnten ...

– mit ihrem Geld.“

Mary T. Jenkins, die unverheiratete Schwester eines Großindustriellen,

lädt zu einem kleinen Empfang.

Während die Jugend unter sich bleibt,

begreift Miss Jenkins die bittere Tatsache,

dass sie nicht länger zur Jugend gehört.

Unser Mädchen kümmert sich um das Haus ihres Vaters,

der in der Jenkins-Mühle arbeitet.

Mit 2,75$ am Tag, einem kleinen Garten,

vier Hühnern und Gänsen

und einer gesunden Portion Glück und Zufriedenheit.

„Der kleine Liebling“.

„Der Junge“ kennt den kleinen Liebling nicht.

Er arbeitet mit seinem Vater in der selben Mühle.

Das Alter ist intolerant gegenüber der Jugend und dem Lachen.

Die „Vestalinnen des moralischen Aufschwungs“ haben bei Miss Jenkins

und bei ihrer Suche nach Kapital Erfolg.

„Wir brauchen Gesetze, um die Menschen gut zu machen.“

„In den Cafés wird getanzt.“

Aus der Wiege der Vergangenheit

zieht die Geschichte eines alten Volkes herauf,

dessen Leben, obwohl von unserem weit entfernt,

die selben Hoffnungen und Verwirrungen birgt.

Das alte Jerusalem,

die goldene Stadt, die uns viele unserer höchsten Werte gab,

und uns aus einer Zimmerei in Bethlehem

den Mann der Menschheit schickte,

den größten Feind der Intoleranz.

In der Nähe des Tores von Jaffa.

Das Haus in Kana in Galiläa

Gewisse Heuchler unter den Pharisäern.

Pharisäer: Eine gelehrte jüdische Partei.

Der Name wurde vielleicht später

von den Heuchlern in Misskredit gebracht.

Wenn die Pharisäer beten, fordern sie, dass alle Arbeit ruht.

„Gott,

ich danke dir, dass ich besser bin als die anderen.“

Eine andere Epoche der Vergangenheit.

Das Jahr 1 572. Paris, eine Brutstätte der Intoleranz.

Wir befinden uns in der Zeit von Katharina von Medici

und ihrem Sohn Karl IX., König von Frankreich.

Karl IX. empfängt seinen Bruder, den Herzog von Anjou.

Der Thronerbe, der weibische Herzog.

Tiere und Spielzeug sind sein Zeitvertreib.

Katharina von Medici, Königinmutter,

die ihre politische Intoleranz gegenüber den Hugenotten

unter dem Deckmantel der katholischen Religion verbirgt.

Hugenotten: Die Protestanten dieser Zeit.

Der große Führer der Protestanten,

Admiral Coligny, der Kopf der Hugenotten.

„Welch' wunderbarer Mann, dieser Coligny,

dächte er nur wie wir!“

„Welch' wunderbarer König,

dächte er nur wie wir!“

Coligny steht in der Gunst des Königs. Das steigert den Hass der Gegner.

Die Verlobung von Margarete von Valois, Schwester des Königs,

mit Heinrich von Navarra, dem Hugenottenkönig,

um den Frieden am Ort der Intoleranz zu sichern.

Margarete von Valois.

Heinrich von Navarra.

„Braun Äuglein“ und ihre Familie, die Hugenotten,

und ihr Liebster, Prosper Latour.

Braun Äuglein erregt die Aufmerksamkeit eines Söldners.

Zurück zu unserer Geschichte von heute und zur verbitterten Miss Jenkins,

die den modernen Pharisäern nacheifert.

Und den Vestalinnen des moralischen Aufschwungs hilft.

Eine Unterhaltung der Mühlenarbeiter.

„Ein jegliches hat seine Zeit ...

eine Zeit zu klagen und eine zu tanzen ...

Er aber tut alles fein zu seiner Zeit.“

Prediger 3

Der kleine Liebling hat die Zeit seines Lebens.

Möchtest du meinen Strohhalm?

Miss Jenkins empfängt einen Scheck ihres Bruders

für den moralischen Aufschwung der Menschlichkeit.

Jenkins studiert die Gewohnheiten seiner Arbeiter.

„Zehn Uhr abends! Sie sollten im Bett sein,

um morgen arbeiten zu können.“

Und nun die vierte Geschichte des Kampfes der Liebe gegen die Intoleranz.

In ferner Zeit,

als alle Nationen der Erde am Fuße von Babylon saßen.

Vor Imgur Baal, dem großen Tor zu Babylon,

zur Zeit Belsazars, 539 v. Chr.

Händler, Bauern, Hindus mit Elefanten,

Ägypter, Numider und ehrgeizige Perser belauern die Stadt.

Das „Mädchen aus den Bergen“ von Suisana.

Der Rhapsode, ein Kriegssänger-Dichter,

Bevollmächtigter des Hohenpriesters von Baal.

Der Priester von Bel-Marduk, der oberste Gott von Babylon,

beobachtet eifersüchtig, wie die rivalisierende Göttin Ischtar

in die Stadt einzieht, getragen in einer heiligen Lade.

„Geliebte, im Aschenhaufen meines Hofes werden kleine Blumen sein ...

sieben Lilien, wenn du mich nur ein wenig liebst.“

„Ischtar, Göttin der Liebe,

siebenmal sieben Male verbeuge ich mich vor dir.

Lass sie diesen Kuss genießen.“

Auf der großen Mauer.

Der Prinz, Belsazar, Sohn von Nabonidus,

der Apostel von Toleranz und religiöser Freiheit.

Nachbau der Stadtmauer von Babylon,

90 Meter hoch und breit genug,

dass Wagen darauf fahren können.

Der Mann mit den zwei Schwertern,

Belsazars treuer Wächter, ein mächtiger Mann des Mutes.

Der eifersüchtige Baalpriester sieht in der Thronsetzung von Ischtar

den Verlust seines religiösen Einflusses.

Zornig beschließt er, seinen eigenen Gott wieder einzusetzen ...

und zufällig er selbst.

Das Tor von Imgur Bel, das noch kein Feind bezwingen konnte.

Die Dienerinnen aus Ischtars Tempel der Liebe und des Lachens.

„Die geliebte Prinzessin“,

der Liebling Belsazars,

in einem vergoldeten Saal voll Zedernduft,

im Harem des Prinzen.

Eine Blüte der Liebe von Belsazar.

Getroffen von ihrer blassen Schönheit, wie von einem gleißenden Blitz.

Der Bruder des Mädchens aus den Bergen,

der einige Probleme mit seiner überaus schwungvollen Schwester hat,

ruft das Gericht an.

Das erste bekannte Gericht der Welt.

Die Justiz der Babylonier basiert auf dem Kodex von Hammurabi,

der die Schwachen vor den Starken schützt.

Der Bruder erklärt dem Richter, seine Schwester sei unverbesserlich.

Der Richterspruch lautet,

sie auf den Heiratsmarkt zu schicken,

um einen guten Ehemann zu bekommen.

Ewig schaukelt die Wiege, das Hier und Hernach vereinend,

im Wechsel von Sorge und Freude.

Setzen wir die Geschichte von heute fort.

Die Gewinne der Mühle von Jenkins genügen den Bedürfnissen

von Miss Jenkins Wohltaten nicht mehr.

Sie beschwert sich bei ihrem Bruder. Er beschließt zu handeln.

„Die Gehälter werden um 1 0 Prozent gekürzt.“

Ein Generalstreik folgt.

„Sie pressen das Geld aus uns heraus,

um sich brüsten zu können, uns zu bessern.“

Die Hungrigen, die an ihre Arbeitsplätze wollen.

„Räumt das Gelände.“

Der Webstuhl des Schicksals webt den Tod des Vaters.

Die Abwanderung nach einer Zeit des Wartens.

Gezwungen, sich anderswo Arbeit zu suchen,

ziehen viele von Jenkins Opfern in die nahe Großstadt.

Der Junge ist unter ihnen.

Eine ohne Freunde – allein – das Ergebnis des Streiks.

Gleiches gilt für den kleinen Liebling – und ihren Vater.

Das Schicksal führt sie alle in die selbe Gegend.

Der Junge findet keine Arbeit – bis schließlich ...

Das Elend veranlasst „die ohne Freund“,

einen Musketier des Armenviertels zu erhören.

Zurück nach Babylon.

Der Heiratsmarkt.

Geld, für die schönen Frauen wird es bezahlt,

an die Reizlosen wird es gegeben, als Mitgift,

auf dass alle einen Ehemann bekommen und glücklich werden.

Lippen, glänzend von Henna, Augen, schwarz von Kajal.

Nach Herodot entsprechen die Frauen unseren heutigen Asozialen,

um die sich Kirche und Staat kümmern.

Der Auktionator.

„Dies ist nicht der Ort, um Zwiebeln zu essen.“

Das Mädchen ist an der Reihe –

kaum anders als in der heutigen Zeit.

Im entfernten Ninive –

Einer, der sein Leben dafür geben würde,

wenn er die Ware kaufen könnte,

die auf dem Liebesmarkt angepriesen wird.

„Alle Männer werden

mit dieser süßen Wildrose, dieser sanften Taube, glücklich sein.“

„Fass' meinen Rock an und ich kratz dir die Augen aus!“

Die zornige und raue Sprache der 'Wildrose' zeigt,

dass sie nicht ohne Dornen ist.

„Mit ihr bekommt man eine Drittel Unze Silber obendrauf.“

„Ihr Läuse! Ihr Ratten! Ihr schlagt mich aus?

Es gibt keine sanftere Taube in Babylon als mich.“

Belsazar regiert nun an der Stelle seines Vaters.

„Großer Herr! König der Könige!

Sengende Sonne des Mittags,

dieses Getier wird mich nicht als Ehefrau kaufen!

Ich lebe im Unglück.“

„Dieses Siegel gibt dir die Freiheit, zu heiraten oder auch nicht,

der Göttin der Liebe geweiht zu sein oder auch nicht,

ganz wie du willst.

Der Rhapsode arbeitet in den einfachen Wohnvierteln,

um Abtrünnige zur wahren Anbetung von Baal zu bekehren.

„Fort mit deinen Ölen, fort mit den Gewändern Assinnus,

dem weiblichen Mann.

Ich kann nur einen Soldaten lieben.“

Das verliebte Mädchen aus den Bergen

gelobt Belsazar ewige Treue.

Im Liebestempel. Jungfrauen der heiligen Feuer des Lebens.

Im Liebestempel. Jungfrauen der heiligen Feuer des Lebens.

Er verspricht, ihr eine Stadt zu bauen,

so schön wie die Erinnerung an ihre eigene in einem fernen Land.

„Das duftende Geheimnis deines Körpers

ist größer als das Geheimnis des Lebens.“

Belsazar, der König, der sehr junge König von Babylon –

und seine geliebte Prinzessin,

die reinste und seltenste all seiner Perlen,

die geliebteste all seiner Tänzerinnen.

Belsazar, Hirte der mächtigen Nation,

besucht den Tempel des Mondgottes,

gereinigt von den heiligen Bädern und einem Sabbat der Ruhe.

Meine Heldenliebe!

Ein anderer Handlanger des hohen Priesters von Baal

agitiert gegen Belsazar.

„Lügen, Lügen, Lügen!“

Wegen der Beleidigung seines Amtes befiehlt der Hohepriester,

sie mit einer Eisenstange tot zu schlagen.

„Ich schwöre, dieser Priester hat schlecht von dir gesprochen.“

„Seit wann hat der Hohepriester von Baal die Macht,

meine Untertanen zu töten?“

Belsazar schenkt dem Mädchen zum zweiten Mal ihre Freiheit.

Der kleine Liebling in der neuen Umgebung,

Der kleine Liebling in der neuen Umgebung,

die ihr durch den Streik aufgezwungen wurde.

Die selbe alte Liebe und die selben Träume.

Die hoffnungsvolle Geranie.

„Ich werde mich bewegen wie sie, und vielleicht mag mich dann auch jeder.“

Im gleichen Viertel, wieder die Einsame ohne Freund.

Auf der anderen Seite, der Musketier der Slums.

Der Junge, jetzt ein Rüpel der Straße,

ein Mitglied der Bande des Musketiers.

Sie imitiert den Gang des Mädchens von der Straße.

Der neue Stand des Jungen, eine Tarnung seiner wahren Geschäfte.

Ihr erstes Treffen.

Der neue Gang scheint zu funktionieren.

„Sag, Kleine, willst du mein Häschen sein?“

„Bete um Vergebung!“

Die Unfähigkeit, sich den neuen Bedingungen anzupassen,

hat den vorzeitigen Tod des Vaters der Kleinen zur Folge.

Aus der ewig schaukelnden Wiege –

Aus der ewig schaukelnden Wiege –

Der Tröster, außerhalb Nazareths.

Es ward eine Hochzeit zu Kana in Galiläa. Johannes 2, 1

Bemerkung: Die Zeremonie nach Sayce, Hastings, Brown und Tissot.

Der erste Bissen für die Braut.

Seid so harmlos wie die Tauben.

Von den Männern verhöhnt und zurückgewiesen.

Maria, die Mutter.

Neunmalkluge damals wie heute.

„Es gibt zu viel Prasserei und Vergnügungssucht unter den Leuten.“

Das arme Brautpaar schämt sich sehr.

Der Wein ist ausgegangen.

Das erste Wunder.

Die Wandlung von Wasser in Wein-

Wein war eine Opfergabe an Gott;

und das Weintrinken ein Teil der jüdischen Religion.

In diesem Moment wirkt Amor in seiner kleinen aber mächtigen Weise,

In diesem Moment wirkt Amor in seiner kleinen aber mächtigen Weise,

damals so wie heute.

Braun Äuglein und ihre Familie sind glücklich unwissend

ob des Netzes der Intoleranz, das sich um sie webt.

Das leise Wunder der Liebe.

Die Leidenschaft macht den Söldner frech.

In der guten alten Sommer-Zeit.

In der guten alten Sommer-Zeit.

Zeit und Jugend haben die Wunden des kleinen Lieblings geheilt.

Das Ende eines „Coney lsland“-Tages.

„Vom Gute-Nacht-Sagen halte ich nichts,

ich komme immer mit rein, um bei meinen Mädels zu bleiben.“

„Hilf mir, nicht schwach zu werden.“

„Ich habe es dir bereits gesagt: Ich habe der heiligen Jungfrau

und meinem Vater versprochen, dass kein Mann dieses Zimmer betritt.“

„Schon deshalb werde ich dich nie wieder sehen!“

„Ich dachte mir – wenn wir heiraten würden,

dann könnte ich reinkommen.“

„Einen Gute-Nacht-Kuss und die Sache ist besiegelt.“

Die enormen Gelder von Jenkins,

die für die „wohltätigen Reformen“ verteilt werden sollen,

machen die Wohltäter zur einflussreichsten Kraft der Gemeinde.

Generalbüro

Die gleichen intoleranten Heuchler in einer anderen Zeit.

Und der Pharisäer sagte:

„Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und ein Weinsäufer,

der Zöllner und der Sünder Geselle!“ Matthäus 11, 19

Die Frau ist des Ehebruchs angeklagt.

„Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche zu steinigen.

Was sagst du?“

Johannes 8

„Wer unter euch ohne Sünde ist,

der werfe den ersten Stein auf sie.“

„So verdamme ich dich auch nicht. Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr!“

Wo fände man dieses christliche Beispiel in unserer Geschichte von heute?

Wo fände man dieses christliche Beispiel in unserer Geschichte von heute?

Das Komitee der Siebzehn berichtet, sie hätten die Stadt gesäubert.

„Es ist friedlich im ...“

„Kein Tanzen mehr im ...“

„Sie waren selbst bei den Razzien dabei –“

Wenn Frauen aufhören, ihren Männern zu gefallen,

sehen sie in der Reform oft ihre zweite Chance.

Aber von diesen Folgen sprechen sie nicht:

Jeder ist sein eigener Schnapsbrenner.

Statt mildem Wein und Bier ...

Der Junge, gedrängt vom Glauben seiner Geliebten an das Gute,

schlägt mit ihr den rechten Pfad ein.

Der Junge erklärt dem Boss, dass er die 'Kanone' nicht mehr braucht.

Er hat mit seinem alten Leben abgeschlossen.

Um für die anderen ein Exempel zu statuieren,

arrangiert der Musketier mit ein paar höheren Tieren

das gute alte Spiel.

Manchmal das Haus der Intoleranz.

Durch die gestohlenen Dinge, die dem Jungen untergeschoben wurden,

und durch seinen schlechten Ruf wird er für eine Zeit untolerierbar.

Das zerstörte Liebesnest ... die Geliebte – alleine –

Unterdessen feiern die Moralwächterinnen bei Jenkins

ihren Erfolg, diese so schlechte Welt besser gemacht zu haben.

In Babylon.

In Babylon.

Der Hohenpriester von Baal buhlt um öffentliche Huldigung.

Der Baalpriester, entsetzt über die Anbetung Ischtars,

prophezeit den Verlust ihrer Seelen und den Untergang Babylons.

Belsazars Vater erlebt einen denkwürdigen Tag.

Er gräbt einen Grundstein des Tempels von Naram-Sin aus,

der 3200 Jahre zuvor gebaut worden war.

Zufällig bemerkt er, dass sich Kyros, der Perser,

Babylons größter Feind, der Stadt nähert.

„Wir werden deine Stadt erbauen, Taube von Ischtar,

wenn Kyros besiegt ist.“

Das Lager der Perser.

Kyros, der Eroberer der Welt,

bereitet sich auf den gigantischen Schlag gegen Babylon vor,

im heimlichen Bündnis mit dem Baalpriester.

Gelegen zwischen dem Euphrat und Ägypten.

Der heimtückische Baalpriester erhält Zusicherungen von Kyros.

Kyros in seinem Zelt, vor dem heiligen Abbild der Sonne.

Die militärische Organisation von Kyros.

Die Meder und die Perser beim Exerzieren.

Jeder Mann sollte jeden Tag schwitzen.

Äthiopier.

Barbaren.

Aus der ewig schaukelnden Wiege.

Verheißungsvoll ausgestreckte Kinderhändchen.

Die kleine Ehefrau, jetzt Mutter, macht Pläne

für den Tag der Rückkehr des Vaters.

Die Moralwächterinnen beklagen die Unfähigkeit der Jugendämter

und wenden sich jetzt direkt den Müttern zu, die ihre Kinder 'vernachlässigen'.

Durch eine Erkältung kommt unsere kleine Mutter an ein altes Hausmittel

öffentlich verurteilt, aber von vielen Ärzten und Krankenhäusern

privat benutzt.

Die Moralwächterinnen forschen nach:

„Kind ... schlechte Umgebung ... krimineller Vater.“

„Wir fürchten, Sie sind keine gute Mutter.“

Der Fall wird berichtet.

Trotz der Einwände einiger Mitglieder

beschließen sie, ihr das Baby wegzunehmen.

Der freundliche Nachbar, mit einem Glas Bier.

„Haben Sie das gesehen? Herrenbesuch!“

„Wir haben die Befugnis, Ihr Baby mitzunehmen.“

„Lasset die Kindlein zu mir kommen ...“

Sie hofft, ihr Baby zu sehen.

„Vielleicht haben sie Recht und dem Kind geht es doch gut.“

Pflegemütter sind natürlich nie nachlässig.

Eine neue Zerstreuung: Das Glück der Anderen zu beobachten.

An einem anderen bitteren Tag, den die Intoleranz unvergesslich macht.

Die bedrohliche Haltung der Hugenotten in ganz Frankreich

wird Katharina berichtet.

Die 'alte Schlange' nutzt den Vorfall,

um die Katholiken gegen die Protestanten aufzuhetzen.

„Meine Herren, erinnern Sie sich an die Michelade in Nimes.

Hunderte unseres Glaubens wurden von den Hugenotten ermordet!“

„Und so hängt unser Leben von ihrer Vernichtung ab.“

„Auge um Auge, Zahn um Zahn.“

Kyros marschiert gegen Babylon, das Kriegsschwert in der Hand,

die stärkste Waffe, die in der Glut der Intoleranz geschmiedet wurde.

Belsazar bricht auf, um die Verteidigung der Stadt zu übernehmen.

„Wie weiße Perlen werde ich meine Tränen

in einer silbernen Lade für deine Rückkehr aufbewahren.

Ich beiße in meinen Daumen! Ich schlage meinen Gürtel!

Wenn du nicht zurückkehrst, betrete ich die Todeshallen von Allat.“

Während die geliebte Prinzessin betet,

zieht das Mädchen aus den Bergen für ihren Belsazar in den Kampf.

Babylons Tore schließen vor dem Feind.

Kriegstrommeln und Trompeten!

„Auf den Mauern meiner Stadt fordere ich, Belsazar,

die Feinde von Babylon heraus!“

Große bewegliche Belagerungstürme, mit Ochsenleder bezogen.

Innerhalb der Stadtmauern.

Antike Kriegsinstrumente.

Felsschleudern, Katapulte, Rammböcke,

riesige Armbrüste, brennendes Öl.

Gebete in den Tempeln und das Verbrennen von Weihrauch.

Branntopfer.

„Geliebte Ischtar, vergib uns, mögen auch unsere Sünden zahlreich sein.

Für uns ergreife Du jetzt das glühende Schwert.“

Die Stadt wird von allen Seiten angegriffen.

Kyros, der Herr der Kriegsmaschine.

Kyros wiederholt das uralte Gebet: Töten, töten, töten –

zum Ruhme Gottes, in alle Ewigkeit, Amen!

„Hilf uns, Ischtar!“

„Ischtar, ich bringe dir drei Rüben und eine Karotte dar!“

„Babylon fällt! Die mächtige Stadt fällt, sie fällt!“

„Gott! Kämpfe für uns! Rette uns!“

Außer sich über die Schrecken des Krieges, beobachtet die Geliebte Prinzessin

die Schlacht von Weitem.

Große Balken gegen die Türme.

Bis in die Nacht hinein.

Kämpfe für ihn, Ischtar, kämpfe für ihn!

Die Hilfe der Frauen.

Der Morgen bringt neue Angriffswellen und Türme.

Der Heldenmutige und seine Legion trotzen der bedrohlichen Flut.

Eine neue und flammende Zerstörungsmaschine

versucht, Kyros' Türme in Brand zu setzen.

Die Armee des Kyros, von Belsazar zurückgeschlagen.

Babylons Siegesfeier.

„Mein ruhmreicher Belsazar!“

Ende des Aktes

Kurze Pause vor dem letzten Akt

Ein Sonnenspiel der Zeiten

Ein Drama der Vergleiche, Akt II

In diesem letzten Akt werden die Ereignisse in Babylon gezeigt,

gemäß der jüngst ausgegrabenen Schriftzylinder von Nabonidus und Kyros.

Sie berichten vom Betrug der Baalpriester an Babylon.

Diese Schriftzylinder beschreiben den größten Verrat in der Geschichte,

durch den eine uralte Zivilisation ausgelöscht wurde.

Eine universelle Schriftsprache (die Keilschrift) wurde

zu einer unbekannten Chiffre auf der Erdoberfläche.

In unserer Geschichte von heute.

Der Musketier, der Feuer gefangen hat für ein neues Gesicht,

gewinnt das arglose Vertrauen der kleinen Mutter mit dem Versprechen,

ihr Baby zurückzuholen.

Eifersucht.

Die Rückkehr des Jungen zu seiner Geliebten.

Belsazars Fest.

Belsazars Fest.

Im großen Hof des Palastes, voller Freude über Babylons Sieg.

Vor den Adligen Babylons entfaltet Belsazar die

überwältigende Gastlichkeit der Antike.

Diese Halle ist über eine Meile lang,

ein Bild antiker Pracht.

Ein goldener Augenblick für Belsazar und die geliebte Prinzessin.

„Dir, Ischtar, gebührt der Preis des Sieges.“

Ein Tor des Festsaals.

Am Rande nimmt das Mädchen aus den Bergen glücklich Anteil am Ruhm ihres Helden.

Der Hohepriester blickt herab auf die Stadt,

die er an Kyros zu verraten trachtet.

„Jetzt danken sie Ischtar, aber, heiliger Baal ...

morgen wird Kyros, dein Diener,

dich rächen!“

Der Rhapsode, der von dem heimtückischen Ziel nichts weiß,

erhält vom Hohepriester den Befehl, für eine Fahrt zu Kyros

Wagen am großen Tor bereitzustellen.

In den einfachen Wohnvierteln, ein schlichteres Mahl –

ihr letztes in Babylon.

Am Tisch von Egibi, Babyloniens höchster Adliger.

Nach babylonischem Brauch dauerte das Fest viele Tage.

Gewürzter Wein, gekühlt mit Schnee aus den Bergen.

Soldaten, Barbaren und ihre Gefolgschaft.

Nachdem er die Fahrtvorbereitungen getroffen hat,

schwelgt der Rhapsode in seinen Liebesträumen.

Das Mädchen aus den Bergen, das nur an Belsazar – ihren Helden – denkt

macht sich an den Liebeskranken heran, bis ...

... er ihr alles erzählt, was er weiß

prahlerisch wie eh und je seit Anbeginn der Zeit

zwischen Mann und Frau.

„Ich weiß nicht, warum wir fahren,

aber wenn ich nicht bald zurückkehre,

kannst du diese Parole benutzen, um mich zu besuchen.“

Die verräterischen Priester verlassen den Festsaal.

Katharinas Audienz beim König

um seine Unterschrift für das Massaker am St.-Bartholomäus-Tag zu erwirken.

Anwesende Ratsmitglieder: Nevers, Tavennes, Retz und Birague.

„Ich werde diesem Schritt der Intoleranz nicht zustimmen,

der einen Teil meines Volkes vernichtet.“

Nach einer langen Sitzung macht die Intoleranz den König schwankend.

„Wir müssen vernichten oder wir werden vernichtet.“

„Beim Tod Gottes, wenn Sie es wünschen,

tötet sie alle!“

„Lasst keinen entkommen, der mir später Vorwürfe machen könnte.“

Prosper und Braun Äuglein heiraten.

„Das Aufgebot – morgen, am St.-Bartholomäus-Tag.“

Die Kerzen verlöschen, das Licht schwindet.

Prosper ist verwirrt von den bedrohlichen Vorgängen.

Die St.-Bartholomäus-Nacht.

An den Türen der Hugenotten die Kreide des Untergangs.

Prospers Wohnung in der Stadt.

Im Tempel der Liebe.

Der heilige Tanz in Erinnerung an die Auferstehung von Tammuz.

Die Geliebte – eine weiße Rose – von dem Geliebten.

Die Tore sind mit den eigenen Wachen besetzt.

Die Priester werden auf ihrem Weg des Hochverrats

vom Rhapsoden zum Lager des Kyros geführt.

Für die Sache ihres Prinzen – ein kleiner Flirt.

Aufgrund der Fahrt der verhassten Priester zu Kyros argwöhnisch geworden,

verwendet sie die Parole und folgt ihnen.

Der Musketier der Slums nutzt die Gelegenheit

Der Musketier der Slums nutzt die Gelegenheit

und besucht den kleinen Liebling.

„Geh' rein und besorge die Adresse, wo das Kind ist.“

„Du kennst mich – ich kann dir dein Baby bringen.“

„Ich habe den Boss hochgehen sehen, um deine Frau zu besuchen.“

Der Mordprozess gegen den Jungen nähert sich seinem Ende.

Der tapfere Zuspruch der Liebe.

„Ja, das war meine Waffe, aber ich habe es nicht getan.“

Der erste Prozess des Anwalts des Jungen.

„Ich denke – können wir ihn hängen ...

ich meine, es ist nur ein Indizienbeweis.“

Das Urteil: schuldig.

Universelle Gerechtigkeit: Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Mord um Mord.

Vor dem römischen Gerichtssaal,

nach dem Urteil von Pontius Pilatus:

„Kreuziget ihn!“

Der Urteilsspruch des Jungen.

„Bitte, Herr Richter ...“

„Tod durch den Strang.“

Der nette Polizist auf dem Revier erfährt von dem Urteil.

„Überall singen die Leute dein Lob.“

Der unwiderstehliche Trieb.

In seinem entfernten Lager erwartet Kyros die Priester.

In seinem entfernten Lager erwartet Kyros die Priester.

Die kühne Verfolgung durch das Mädchen aus den Bergen.

Der Tag vor der Hinrichtung des Jungen.

Mit dem Gefühl, dass der Junge durch einen Fehltritt des Schicksals

fälschlich verurteilt wurde, sieht das gute Herz einen Funken Hoffnung:

Der Gouverneur besucht die Stadt.

„Und fragten uns wohl,

ob ein jeder von uns den gleichen Weg gehn wird,

weil das keiner bedacht,

in welch höllische Nacht sich blindlings die Seele verirrt.“

Der Gouverneur sieht keine Möglichkeit, Hoffnung zu spenden.

Im Lager von Kyros.

Das Mädchen beobachtet die Ankunft der Priester aus der Ferne.

Die große Verschwörung.

Der letzte Morgen des Jungen. Der Probelauf des Henkers.

Verzweifelt geht die kleine Ehefrau selbst zum Gouverneur.

„O Herr, mach, dass sie es nicht tun!“

Der Morgen des St.-Bartholomäus-Tages. Die Glocke von St. Germain.

Der Beginn des Massakers an St. Bartholomäus.

Ein grausames Erwachen für Braun Äuglein.

Die fruchtlose Ansprache des Lieblings beim Gouverneur.

Der Gouverneur bricht auf.

„Ich habe ihn umgebracht! Ich hab es getan!“

Der Versuch, den Gouverneur einzuholen, bevor er den Zug erreicht.

Ihr langes Warten wird belohnt.

Sie eilt, um Belsazar vor dem neuen Vorstoß auf Babylon zu warnen.

Das letzte Sakrament.

Nummer 8rast mit neuem Antrieb dem Zug hinterher.

Intoleranz: Niederbrennen und Morden.

In der verlorenen Stadt. „Unsere Hochzeit wird morgen verkündet.“

„Diese Knospe wird blühen – morgen.“

„Geliebte, morgen fange ich an, deine Stadt zu errichten.“

Kyros stürmt zur Zerstörung Babylons.

„Medici, die alte Katze, kratzt euch allen das Leben aus.“

Im Haus von Braun Äuglein. Die Chance des Söldners.

Prosper, mit der weißen Armbinde,

will seine Lieben retten.

Selbst mit der Parole

ist Prospers Weg mit Gefahren gepflastert.

Babylons letztes Bacchanal.

Braun Äuglein – weh mir, weh mir!

Kyros vereint seine Streitkräfte mit denen seines Hauptmanns Gobrias.

Die Warnung des Mädchens wird durch die Feierlustigen verzögert.

Ein erneuter Appell.

Während Belsazar noch zögert,

fällt Kyros Armee durch die offenen Tore in die Stadt ein.

Belsazar wird schließlich von seinen eigenen Dienern überzeugt.

Belsazar bleiben nur zwölf Wachen,

um seinen Palast vor Kyros Horden zu verteidigen.

Der nutzlose Einspruch der Prinzessin.

Um Belsazar die Schande der Gefangenschaft zu ersparen,

wird er zurück auf den Thron geschickt.

Am Abgrund des Todes. Das Lebewohl.

„Die Ehre befiehlt, dass Ihr Eurem König in die Todeshallen von Allat folgt.

Kommt!“

„Dem Himmel den Sieg!

Lang lebe Kyros, König der Könige und Herr der Herren!“

Gerechtigkeit und Wiederherstellung.

Als Kanonen und Gefängnisgitter

im Feuer der Intoleranz geschmiedet wurden –

Und die wahre Liebe möge für immer Frieden bringen.

Anstelle von Gefängnismauern – blühen Blumenfelder.

Und: Die Geschichten verbindend, die Wiege schaukelnd: Lillian Gish.

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