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(Turmuhr schlägt)
(Lautlos)
Mr. Shelton, wenn ich nicht irre?
Sie irren. Ich bin Oberst Proudley.
Ich wette dagegen. Sie haben verloren, Shelton.
Die Hinrichtung ist um 8! Alle sind da. Nur Mrs. Revelstoke ließ mitteilen,
den Verbrecher einmal gesehen zu haben, genüge ihr völlig.
Der Geistliche ist noch bei ihm. - Mich greift die Sache ziemlich an.
Natürlich sollte man den letzten Wunsch eines Menschen respektieren.
Natürlich.
Sonderbarer Mensch. Richtig unheimlich. - Bitte, meine Herren.
Ich heiße Sie herzlich willkommen.
Den Staatsanwalt, der meinen Tod beantragt hat.
Den Richter, der mich verurteilte.
Den Bankdirektor, der mir die Waffe aus der Hand schoss.
Den Herrn, der meine Flucht aufhielt. - Ich habe Sie nicht aufgehalten.
Sie sind an mich angerannt. Ein unglücklicher Zufall!
Und Inspektor Long, der mir die Falle gestellt...
und mir die Handschellen angelegt hat.
Nur die alte Dame, die mir beim Kampf in den Arm fiel, fehlt.
Sie ist zu ihrem Bedauern verhindert. - Dann werden Sie es ihr sagen!
Sprechen Sie sich aus. - Ihr wollt mich töten.
Und dafür werde ich euch töten, einen nach dem anderen.
Auch den Henker, der mich gleich holt. Es wird ein ziemliches Gedränge geben,
aber es ist Platz genug in der Hölle. - Ich bitte Sie, Shelton,
richten Sie Ihre Gedanken auf Gott!
Ihr wollt mich töten.
Aber die Galgenhand wird euch töten.
Ich wette dagegen, Shelton.
Ich weiß. Man nennt Sie den "Wetter". Sie wetten dagegen.
Top, Wetter Long!
Schlagen Sie ein.
Willkommen, Henker. Komm und mach die Wette gültig.
So tun Sie's doch!
Henker von London, walte deines Amtes!
Möge Gott mir vergeben. - Da muss Gott sich aber beeilen, Freund.
Sonst kommt ihm die Galgenhand zuvor.
(Glockenläuten)
(Musik)
(Musik)
(Turmuhr schlägt)
(Knall)
(Reifen quietschen)
(Schüsse)
(Spannende Musik)
Shelton war ein Genie in seiner Art, als Fälscher, Erpresser und Mörder.
Er war nur deshalb so schwer zu fassen, weil er all die Jahre allein arbeitete.
Wer also hat auf Sie geschossen? - Ich wette, der Mann hinter dem Baum.
Früherer Sträfling, genannt Ulanen-Harry. War ein alter Bekannter von mir.
Es ist anzunehmen, dass er geschossen hat, bevor er tot war, oder?
In unseren nüchternen Breitengraden darf man das fast als sicher annehmen.
Und dieser Mann wurde dann von einem Dritten erschossen? Wer war das?
Vermutlich sein Auftraggeber. - Und wer war der Auftraggeber?
Sicher auch ein alter Bekannter von mir. - Beunruhigt Sie das gar nicht?
Nicht mehr. Ich bin im Begriff, meinen Bekanntenkreis zu wechseln.
Nach Erledigung des Falls Shelton kehre ich in die Arme meines Vaters zurück...
und wende mich den soliden Aufgaben seiner Bank zu. Bitte.
Ihr Entlassungsgesuch? - Adieu, Scotland Yard.
(Klopfen) Herein!
Akte Jones. - Legen Sie sie auf 'n Schreibtisch.
Nein, nein, Long. Der Fall Shelton ist keineswegs abgeschlossen.
Shelton konnte nämlich nur noch als Leiche gehängt werden.
Er hat, als er schon in der Hinrichtungskammer war, Gift genommen.
Ja, aber wer hat ihm das Gift zugesteckt? - Eben. Etwa der Pfarrer?
Nein, der scheidet aus. - Der Henker?
Halbe Arbeit ist halbe Freude. Nein, der hängt zu sehr an seinem Beruf.
Also, wer war's? (Telefon)
Ja? Was?
Wo denn? In der Allee nach Landstone? Gut, veranlassen Sie das Nötige.
Der Staatsanwalt ist tödlich verunglückt. Unter sehr sonderbaren Umständen.
Wollen Sie immer noch Ihren Bekanntenkreis wechseln, Long?
Was ist denn mit dem los? - Der Fotograf von der Mordkommission,
dem wird immer schlecht dabei.
Rouch! - Jawohl, Sir?
Sieht aus wie ein Unfall, hm? - Jawohl, Sir.
Ich wette aber, es ist keiner. Ist nämlich 'n Schönheitsfehler dabei.
Der Laster fuhr zweimal in den Wagen rein. Sorgen Sie dafür, dass die Posten dahinten
keine Spuren zertrampeln. - Jawohl, Sir.
Shelton! Dort! Shelton!
Was ist denn jetzt schon wieder los? - Dort drüben stand Shelton, Sir.
Lymmermore! Habt ihr da eben was gesehen? - Nein, Sir.
Haben Sie Sheltons Leiche fotografiert? - Ja. Jawohl, Sir. Leider, Sir.
Was heißt "leider"? - Sie wissen nicht, wie mich das mitnimmt.
Ich werd ohnmächtig, wenn ich nur dran denke. Früher war ich Tierfotograf.
Das macht Freude! Da hab ich Kaninchen geknipst und Eichhörnchen...
und die Rehlein im Walde. Aber das ist ja heute nicht mehr gefragt.
Leichen sind gefragt, Sir. Und von irgendetwas muss ich doch leben.
Apropos "leben": War Shelton tot, oder war er nicht tot?
Ja. Jawohl, Sir, er war tot. - Na also.
Aber er sah aus, als würde er jeden Moment wieder aufstehen und da drüben,
dort stand er wirklich und machte so! Weißes Haar und das Gesicht war böse.
Warten Sie hier, Rouch. - Sir! Sir!
Nun lassen Sie sich ja nicht von dem komischen Fotografen anstecken!
Seine Lordschaft beauftragte mich, noch etwas Eis zu holen.
Sehen Sie? - Ich hätte schwören können...
Schon ok. Als britischer Untertan ist es Ihre Pflicht, manchmal Geister zu sehen.
Ist mein Vater oben? - Ja, in der Bibliothek.
Guten Abend, Vater. - Guten Abend, mein Sohn.
Entschuldige bitte die Verspätung. - Der Champagner steht seit 6 Std. kalt.
Champagner? Wieso? - Ich gedachte, dein endliches Ausscheiden
aus dem Yard mit dir zu feiern. - Tut mir Leid, ich muss dich enttäuschen.
Es hat sich was ereignet, das mich zwingt, bei Scotland Yard zu bleiben.
Du weißt, dass ich das nicht wünsche. - Ja, aber ich handele in diesem Fall
der Not gehorchend und nicht dem eigenen Vater.
Übrigens, ich muss gleich wieder weg.
Ja, ich weiß, meine Arbeit beim Yard hat dir nie gefallen, aber...
Danke, Brown.
Könnten wir nicht doch zusammen anstoßen? Ich habe einen Grund.
Man hat mich zum Chefinspektor befördert.
Weil du Shelton gefasst hast? - Und weil sich manche begüterte Bankiers
wieder etwas wohler in ihrer Haut fühlen.
Übrigens, wie kommt es, dass Shelton grad deine Bank immer verschont hat?
Irrtum. Er hat mich nicht verschont.
Damit hast du dich sozusagen losgekauft? - Ja, so ungefähr.
Aber das ist meine Privatangelegenheit. Erlaube, dass ich keine Erklärung gebe.
Und es wär mir lieb, wenn du wenigstens diese Bitte respektieren würdest.
Die Hauptsicherung war herausgesprungen, Sir. Ich habe eine neue eingesetzt.
Sicherungen einbauen ist immer gut, Brown.
(Türklingel) Ja doch, ja doch!
Nicht mal in der Nacht hat man seine Ruhe!
Wer ist denn da? - Kriminalpolizei! Bitte machen Sie auf!
Lieber Himmel...
Ich bin Inspektor Long von Scotland Yard. Ich muss sofort Richter Bennett sprechen!
Ja, aber seine Ehren schlafen schon. - Ich schlafe noch nicht. Wer ist denn da?
Inspektor! Vielmehr Chefinspektor. Was verschafft mir das späte Vergnügen?
Das Vergnügen ist ganz meinerseits, da ich sehe, dass Sie noch leben.
Um diesen Zustand möglichst zu verlängern, begleiten Sie mich bitte ins Yard.
Dann enden Sie nicht wie der Staatsanwalt. - Etwa, weil ich Shelton verurteilt hab...
und er mir gedroht hat? Nur keine Bange! Es stirbt sich nicht so schnell.
Ich komme erst mal runter.
(Haushälterin schreit)
Genickbruch. Tot.
Angesägt. Sehen Sie im Garten nach, ob Sie Spuren finden.
Sir! Sir! - Was denn, schon wieder Sheltons Geist?
Ja, Sir. - Haben Sie die Tür aufgelassen?
Ich weiß nicht mehr. - Roach, Sie sind Abstinenzler.
An zu viel Fantasie leiden Sie auch nicht, dazu sind Sie zu lange im Dienst.
Ich geh der Sache mit Methode auf 'n Grund und treibe das Gespenst nun für immer aus!
Etwas mulmig ist mir bei dem plötzlichen Unternehmen doch, Chefinspektor.
Wenn meine vorgesetzte Dienststelle von dieser Exhumierung erfährt...
Die hat sicher auch kein Interesse daran, dass ein hingerichteter Gangster...
hier plötzlich aus der Reihe tanzt, draußen rumspukt und die Leute erschreckt.
Wo stellen Sie den Sarg hin? Ich möchte derweil meinen Apparat fertig machen.
Dort.
Und hoch!
Bitte, könnten Sie bei mir bleiben? Ich... ich kämpfe ja dagegen an.
Es ist mir peinlich! Aber der Anblick... Mir ist schon ganz schwach.
Und wenn ich gleich wieder ohnmächtig... - Rouch! - Sir?
Es kann losgehen, Chef. - Also, auf den Deckel!
Leer!
Voll. - Ziegelsteine.
Samt Rechnung.
So, Freundchen, jetzt erzähl uns mal was! - Ich weiß nichts.
Jetzt gibt's wieder mal die berühmten 3 Möglichkeiten: Entweder er ist tot,
er spukt wirklich als Geist herum oder wir sind alle zusammen verrückt!
Die letztere Annahme scheint am plausibelsten.
Sir, ein Herr wartet auf Sie. - Was, jetzt um Mitternacht?
Ach nee! Je später der Abend, desto schöner die Gäste.
Wo der Henker ist, ist der Strick nicht weit! Was ist los?
Hilfe! Sir, ich... Zwei Männer, Sir, zwei Männer haben mich angefallen!
Sir! Sir!
Lernten Sie von keinem Ihrer Klienten, wie man auf anständige Art Angst hat,
wenn's einem an den Kragen geht? - Ermorden wollten sie mich!
Wann hat man Sie angefallen? - Ich ging abends friedlich nach Hause.
Ja, aus der Kneipe! - Da springen zwei Kerle auf mich zu!
Hat einer der Männer was gesagt? - Ja, Sir!
Was hat er gesagt? - Die Galgenhand, Sir!
Brown? Quartieren Sie den Mann vorläufig im grünen Gästezimmer ein.
Rouch, bitte bleiben Sie vor seiner Tür. - Danke, Sir! Ewigen Dank, Sir!
Hat der Herr noch einen Wunsch? - Nein. Nein.
Dann wünsche ich eine gute Nacht.
(Spannende Musik)
Und zwei Mann vor Mrs. Revelstokes Haus. Und schicken Sie einen Wagen her,
wir müssen jemanden in Schutzhaft nehmen. Wer abgeholt werden soll?
Sie werden's kaum glauben: der Henker von London.
(Schreit)
Zu spät!
(Türklingel)
Guten Tag. Ich möchte zu Mrs. Revelstoke. Ich bin Chefinspektor Long,
ich hatte mich telefonisch angemeldet.
Ach so. Ich... Mrs. Revelstoke.
Ich hab telefoniert. - Ah...
Danke.
Danke schön.
(Uhr piept)
Keine Angst, sie beißt nicht. Ich bin Nora Sanders,
die Sekretärin von Mrs. Revelstoke. Muss ich "Hände hoch" machen?
Pardon! Offen gestanden, dieses Monstrum von Uhr da hat mich etwas verwirrt.
So, so. Die Uhr oder meine Sekretärin?
Ehrlich gesagt, beide. - Die Uhr kaufte mein Mann in Neuseeland.
Er war immer schon unpünktlich und starb, weil er sich in der Zeit verrechnet hatte.
Polstern Sie einen Karton mit Holzwolle und tun Sie das Monstrum hinein, Nora.
Jawohl, Mrs. Revelstoke. - Was einen ärgert, soll man verschenken.
Ich habe die Uhr schon seit langem Mr. Monkford zugedacht.
Er ist leidenschaftlicher Uhrensammler. Warum lassen Sie mein Haus bewachen?
Woher wissen Sie das? - Wenn Männer in Regenmänteln,
zeitungslesend, möglichst unauffällig vor der Tür stehen...
fällt das sogar mir auf. Was wollen Sie?
Was haben Sie am 19. dieses Monats vor?
Sie bekommen zwar Ihr Gehalt von meinen Steuern, aber mein Privatleben
geht Sie gar nichts an. - Aber Sie sind in Lebensgefahr.
Das sind wir alle vom 1. Tag unserer Geburt an.
Sie waren nicht in Sheltons Todeszelle. - Aber ich hörte von den Vorkommnissen.
Von wem?
Ich weiß sogar, dass Sie jetzt nach Marlow zu Mr. Monkford fahren.
Sie sind erstaunlich gut informiert.
Wenn Sie mich Todeskandidatin belästigen, belästigen Sie vermutlich auch...
die anderen Todeskandidaten. Sie können meine Sekretärin zu Monkford mitnehmen,
damit sie ihm die Uhr bringt. - Hoffentlich wird sie nicht seekrank,
ich nehme ein Motorboot. - Wenn Sie nicht zu stürmisch werden.
Warum nehmen Sie nicht den Wagen? - Ich möchte auf dem Weg zu Monkford...
nach Marlow abbiegen, um den 3. Todeskandidaten zu besuchen.
Den Tierfreund Crayley. - Egal. Mich interessiert nur Monkford.
Er hat morgen Geburtstag. - Monkford? Am 15.?
Aber ja. Warten Sie hier. Und beunruhigen Sie das junge Mädchen nicht!
Sie weiß nichts von dieser albernen Galgenhand.
Bringen Sie die Uhr zu Mr. Monkford. Der Polizist wird Sie mitnehmen.
Ich kann doch auch mit dem Zug fahren. - Aber ich kann das Geld sparen.
Ja, Mrs. Revelstoke. - Geben Sie Acht.
Und erzählen Sie mir nachher alles! Solche Männer sind immer auf mehr aus,
als nur neben hübschen Mädchen zu sitzen. - Machen Sie sich darüber keine Sorgen.
Mr. Monkford wird sich sicher freuen, aber mir wär das Geschenk unheimlich.
Geben Sie's mir her. Sie können dann schon Ihren Mantel nehmen.
Falls Ihnen auffällt, dass ich nicht rede: Detektive sind von Natur aus schüchtern.
Und schreckhaft. - Und neugierig.
Sind Sie schon lange bei Mrs. Revelstoke? - Fast 4 Jahre.
Viel zu tun? - Gar nicht schlimm.
Ich mache ihre Korrespondenz, leiste ihr Gesellschaft...
und begleite sie, wenn sie verreist. - Wird sie am 19. auch verreisen?
Da müssen Sie sie schon selber fragen. - Hab ich. Sie hat's mir nicht gesagt.
Dann hat sie ihre Gründe. Und deshalb kann ich's Ihnen leider auch nicht sagen.
(Spannende Musik)
Bitte halten Sie das Boot am Steg fest. - Ja.
(Klopfen)
Danke.
Was ist das für eine Hütte? - Die hat Shelton gehört.
Shelton? - Das war einer seiner Schlupfwinkel.
Ich war dabei, als sie ihn gefasst haben. Damals in der Bank.
Er hat nie einen Komplizen oder Helfer. In die Hütte ging er immer nur alleine.
Er ist tot! Aber die Fäden, die ich vor der Tür seiner Hütte spannte,
waren zerrissen! Hören Sie zu, Miss Nora! Alle, die damals im Schalterraum der Bank
an der Verhaftung beteiligt waren, auch unfreiwillig, sind in Lebensgefahr!
Ein Motorboot kommt.
Chefinspektor Long... und eine Frau.
Los, verschwinde! Und nimm den Gepard mit!
Herr Chefinspektor! Das nenne ich eine Überraschung, und eine gelungene dazu!
Mein Fräulein... - Miss Sanders, das ist Mr. Crayley.
Ich fahre Miss Sanders zu Mr. Monkford. - Das ist ja hier wie im Paradies!
Darf ich mir die Papageien ansehen? - Aber selbstverständlich!
Bitte. - Danke.
Sie bringen Sorgen? - Was haben Sie am 18. dieses Monats vor?
Da bin ich in Little Heartsease zur Golfwoche. Ist es wirklich so ernst?
Nachdem, was bis jetzt geschah, ja! - Soll ich mir nicht doch lieber...
eine Waffe kaufen? Aber von solchen Mordinstrumenten hab ich ja keine Ahnung.
Was haben Sie denn da? - Das lag im Gras.
Das muss mein Diener verloren haben. Er hilft mir beim Beschneiden der Hecken.
Wo ist Ihr Diener? - Im Urlaub. Ich bin völlig alleine hier.
Ich möchte Sie nicht erschrecken, Mr. Crayley, aber das ist ein Wurfmesser.
Was ist das? Ein Wurfmesser? - Ja.
Übrigens, wer sind die Angler da unten? - Die Angler, die fragten mich...
Wann haben sie gefragt? - Vor ein, zwei Monaten fragten Sie mich,
weil mein Strand so ungestört ist... Nein, bitte nicht, Miss Sanders!
Bitte lassen Sie doch! - Aber die Decke liegt doch verkehrt rum.
Ich hab einen Fleck auf die Decke gemacht und sie schnell umgedreht,
als ich Sie mit dem Boot kommen sah. Ich hol nur schnell ein paar Stühle!
(Brüllen)
Kann ich Ihnen helfen?
Hände hochnehmen und rauskommen, los! - Was machen Sie hier?
Ich wollte nur die Tiere fotografieren. - Wie kommen Sie in meinen Garten?
Über den Zaun. Ich dachte, ich bin allein. - Was haben Sie sich dabei gedacht?
Wie heißen Sie? - Antony Edwards. Von Beruf bin ich...
Tierfotograf ist er, ich kenne ihn. - Ja, Tierfotograf. Das macht Freude!
Verlassen Sie sofort mein Grundstück. - Ja, natürlich. Selbstverständlich.
Unverschämtheit! Verzeihung. - Miss Sanders, bitte gehen Sie zum Boot.
Wir müssen gleich weiter. Komische Käuze gibt es, nicht wahr?
Die einen dringen in fremde Gärten ein, die anderen schneiden ihre Hecken...
mit Wurfmessern. Ich, zum Beispiel, fühle mich dafür verantwortlich,
Sie vor Sheltons Rache zu schützen. Sitzen dort ab morgen 6 Angler statt 2,
dann wissen Sie, dass mindestens 4 davon von der Polizei sind.
Zeitungslesende Männer in Regenmänteln, Bäckerjungen und Schornsteinfeger
werden durch ihre persönliche Anwesenheit um Ihre Sicherheit bemüht sein.
Ich danke Ihnen, Chefinspektor. - So long, Mr. Crayley.
Mr. Crayley hat Angst, nicht wahr?
Legen Sie sich flach auf den Boden! - Er muss ein guter Mensch sein,
weil er Tiere so gern mag. - Sie sollen sich auf den Boden legen!
Auf den Boden, warum? (Schüsse)
Kommen Sie runter, Kopf weg! - Was war das? Sind Sie verletzt?
Bitte machen Sie den Mantel auf und schauen Sie nach, an der Schulter.
Viel kann nicht sein. Die linke Schulter, der Schuss kam von da drüben.
Da! - Nur nicht nervös werden.
Sie haben ja ein Kettenhemd an. - Ja, das ist diesen Sommer große Mode.
Sie halten es für besser, wenn wir trotz des schönen Wetters im Zimmer bleiben?
Ja, das tu ich. Der Schütze könnte bei seinem 2. Versuch auf die Idee kommen,
etwas höher zu halten. - Woher wissen Sie, dass gerade morgen...
am 15. meine Uhr ablaufen könnte? - Ein papierenes Engelchen hat mir das...
ins Ohr geflüstert: Monkford am 15.!
Tja.
Ich lasse Sie zu Scotland Yard bringen, in einen sicheren Raum.
Bei bester Verpflegung natürlich!
Ich bin jedes Mal ratlos, wenn ich Sie ansehe, Mr. Monkford.
Gibt's denn nichts, woran man Sie beide auseinander halten kann?
Oh doch, das Bankkonto, Miss Sanders. Darin unterscheiden wir uns gewaltig.
Ich bin nämlich Lehrer. Wir feiern schon heute unseren Geburtstag,
ich muss abends nach Glasgow zurück. - Ich vertrete nicht nur Ihren Bruder...
als Anwalt, sondern auch Mrs. Revelstoke. Daher kenne ich die Sammlung...
des verstorbenen Mr. Revelstoke genau. Oh, Mr. Monkford!
Diese Uhr schenkt Ihnen Mrs. Revelstoke zum Geburtstag.
Donnerwetter! Die habe ich bei ihr immer ganz besonders bewundert.
Aber jetzt will ich erst einmal den lieblichen Boten richtig begrüßen.
Wie geht es Ihnen, Miss Nora? - Danke, gut.
Seit 3 Jahren versuche ich, Miss Sanders der alten Revelstoke abspenstig zu machen,
aber die gibt sie einfach nicht her. Das ist ein prachtvolles Stück!
Wie zieht man die denn auf? - Mit dem Schlüssel.
Ach du Schreck! Mrs. Revelstoke hat vergessen, ihn mitzugeben.
Na, das ist ja kein Beinbruch. - Aber Mr. Monkford, ich kenne diese Uhr.
Morgen läuft sie ab. - So, morgen läuft sie ab?
Na, dann ziehe ich sie eben wieder auf, sobald ich den Schlüssel hab.
So, da bin ich wieder.
Sie haben sich großartig gehalten. - Das ist sehr nett von Ihnen,
aber wenn ich ehrlich bin, ich hab doch Angst gehabt.
Nein, ich mein das wirklich so. Sie haben sich ganz wunderbar gehalten!
Danke. - Also dann, auf Wiedersehen, Miss Nora.
Sie haben mich im Boot etwas gefragt. Mrs. Revelstoke und ich fahren übermorgen
nach Little Heartsease zur Golfwoche. - Ach...
Danke. - Bitte.
Miss Nora!
Ich hab noch was vergessen. - So?
Meine Freunde nennen mich Blacky. - Ich werd's mir merken, Chefinspektor.
(Schrei)
Chefinspektor Long? Ich weiß Bescheid. Aus dem Zug gefallen.
50 km vor Glasgow. Vielleicht hat er sich ja auch hinausgestürzt, Selbstmord.
Dem widerspricht allerdings, dass er den abgerissenen Fensterriemen
noch in der Hand hatte. Bitte.
Ein Mr. Monkford. - Erkennen Sie ihn?
Ja, es ist mein Bruder.
Rührend, dass Sie mal wieder erscheinen. Sie übertreiben Ihre Eigenmächtigkeiten!
Es ist unmöglich, dass Sie diesen Bankier Monkford einfach in eine Zelle sperren!
Muss er auch erst sterben, damit Sie an die Bande des Schreckens glauben?
Bande des Schreckens, Galgenhand... - Ich war in Glasgow, Sir Archibald!
Die Bande hat den Zwillingsbruder von Monkford erwischt. Hier, der Bericht.
Was denn, tot? - Ja.
In meiner Eigenmächtigkeit nahm ich Monkford mit,
um seinen Bruder zu identifizieren. Er wird gleich raufkommen.
Was machen wir nun? Was schlagen Sie vor? - Die Bande herausfordern, Sir.
Sie so reizen, dass sie nervös werden und Fehler machen! Ich wette, dass...
Wetten Sie lieber nicht! Sie sind schon auf dem besten Wege,
Ihre Wette mit Shelton zu verlieren. (Klopfen)
Mr. Monkford!
Ich bin erschüttert. Long sagt mir gerade, man hat heute Nacht Ihren Bruder ermordet.
Ja, an meiner Stelle. - Nehmen Sie Platz.
(Telefon)
Entschuldigen Sie mich einen Moment.
Ja, bitte?
Für Sie, Long.
Long.
Feststellen, woher das Gespräch kommt, Lautsprecher an und Bandaufnahme.
Wer spricht? - Die Galgenhand!
Ach, Firma Shelton & Co. Hören Sie zu! Bis gestern hab ich angenommen,
dass ihr zwar ein ausgekochter, aber doch zuverlässiger Verbrecherclub seid.
Seit heute weiß ich, ihr seid Stümper! - Monkford wurde verwechselt.
Ich gebe zu, es war ein Fehler. Aber Sie, Long, machen laufend Fehler,
seit dem Tag, an dem ich gehängt wurde. - Man lobt den Tag nicht vor dem Abend!
Ich bin schon mit ganz anderen Gespenstern fertig geworden!
Hören Sie gut zu, Wetter Long: Heute ist der 15.,
am 17. wird der richtige Monkford sterben. Am 18. wird Crayley sterben.
Am 19. wird Mrs. Revelstoke sterben. Sie selber aber sind jeden Moment dran!
Hier spricht Monkford! - Sie werden am 17. sterben.
An diesem Tage werde ich zur Golfwoche in Little Heartsease sein.
Versuchen Sie, mich dort zu erledigen, damit ich Sie sehe. Dann gnade Ihnen Gott,
Sie Bestie!
So, meine Herren. Nun helfen Sie mir, meinen Bruder zu rächen.
An mir soll es nicht fehlen. - Golfwoche in Little Heartsease also.
Gut, Mr. Monkford, riskieren wir's!
Einige Herren sind bereits beim Training. Die Zimmer sind reserviert.
Bitte sehr. Auf Wiederhören.
Wir sind das Aushilfspersonal. - Davon hat mir mein Bruder nichts gesagt.
Mr. Cravel ist mein Bruder. - Er hat uns wohl nicht so flott erwartet.
Mein Bruder ist im 3. Stock, wenn Sie bitte einen Augenblick warten.
So, das ist also das Appartement, in dem Mr. Crayley wohnen wird. Rouch?
Clifford soll vor der Tür Posten beziehen. Und wo wird Mr. Monkford wohnen?
Gleich hier nebenan. - Richard! Da unten sind plötzlich 6 Leute
als Aushilfspersonal erschienen. Du hättest sie bestellt.
Meine Leute. Bestens ausgebildete Kellner! - Einen Augenblick!
Wenn einer meiner Gäste etwas erfährt, dann bin ich ruiniert!
Renommieren Sie einfach mit Ihrem Dienst am Kunden. Wo wohnt Mr. Monkford?
Bitte.
Ich werde den Leuten etwas zu essen geben lassen, recht so?
Hier ist Mr. Monkfords Appartement. - 311?
Genau über dem von Mrs. Revelstoke. - Ein Kellner vor meiner Tür?
Wo haben Sie gelernt, junger Mann? Bei Hilton oder bei Scotland Yard?
Wachen Sie über mein Wohlbefinden. Und vergessen Sie nicht,
wenn ich dieses Hotel als Leiche verlasse, kriegen Sie kein Trinkgeld!
Packen Sie nur das Nötigste aus, Nora, die Golfwoche wird wohl ein Reinfall.
Ah, Mr. Monkford! Mein Haus heißt Sie willkommen.
Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt. - Danke. Das ist mein Anwalt, Mr. Henry.
Haben Sie noch ein Zimmer? - Leider nur noch rückwärts im 2. Stock.
Nicht tragisch, ich bleib nur eine Nacht. - Darf ich Ihnen Ihre Schlüssel geben?
Willkommen, Mr. Monkford! - Guten Tag, Miss Cravel.
Schreiben Sie sich bitte ein, Mr. Henry. Ihr altes Appartement im 3. Stock.
Mr. Monkford, darf ich Sie hinaufführen? - Danke, danke. Ich weiß ja Bescheid.
Moment, bitte. Ich bin Ihnen zugeteilt, von Chefinspektor Long.
Ach so. Bitte.
Ist Crayley schon da? - Nein, Sir.
Dann passen Sie drinnen auf. Und wenn er später drin ist, warten Sie vor der Tür.
Mr. Monkford ging hinein, mit Mr. Henry. - Ist gut. Tja, Rouch,
an Türen lauschen ist eine Schweinerei, was? Besonders mit Horchgeräten!
Jawohl, Sir.
Natürlich nur, wenn man sich dabei erwischen lässt, Rouch!
Jawohl, Sir. - Dann spitzen Sie die Ohren!
Ich arbeitete die Nacht, um das Testament hieb- und stichfest aufzusetzen.
Es hat doch kein Dritter davon erfahren? Ich möchte nicht, dass irgendetwas
von meinem Entschluss bekannt ist, falls ich lebend hier herauskomme.
Natürlich! Bleibt nur noch die Frage, wer als Zeuge unterschreibt?
Das Testament muss gültig gemacht werden. Ich dachte an jemanden hier im Hause,
etwa Mr. Crayley oder Mrs. Revelstoke. - Nein, ich habe meinen Diener...
und seinen Sohn auf 7 Uhr herbestellt, die können auch schweigen.
Umso besser! 250.000 Pfund sind eine ganz gefährliche Menge Geld.
Und wenn ich das einmal sagen darf: Ich wüsste wirklich keine würdigere Person
als Miss Nora Sanders. - Ich habe sie 3 Jahre lang beobachtet...
und dieses Menschkind lieb gewonnen. Ich überlegte sogar, sie zu adoptieren.
Sie ist Vollwaise.
So, ich bin so weit. - Reizend sehen Sie aus, wirklich!
Wär ich ein junger Mann, ich würd bei Ihrem Anblick den Verstand verlieren.
Kleider machen eben Leute. - Henry rief gestern Abend an und fragte,
ob er sich ernsthaft um Sie bewerben darf. - Heißt das, er hat den Verstand verloren?
Er hat sehr viel Verstand. Deshalb sind seine Klienten auch einträglicher...
als die vom beschränkten Chefkriminalinspektor.
(Musik)
(Unverständliche Gespräche)
Wir haben leider keinen Lift, Mr. Crayley. - Das macht nichts. Wir Golfspieler...
sind ja gut zu Fuß. Herr Chefinspektor! - Guten Abend, Mr. Crayley.
Mir fällt 'n Stein vom Herzen, dass Sie hier sind.
Nerven? - Ja, leider.
Die Sache greift mich ziemlich an. - Dieser Mann ist Ihnen zugeteilt.
Oben wartet noch jemand auf Sie. - Vielen Dank. Kann ich es denn wagen,
zum Dinner herunterzukommen? - Warum nicht?
Wenn Ihnen das Steak zu blutig ist, dann können Sie's ja umtauschen.
Meldung von Rouch, Sir.
Welch Überraschung, Sie hier zu treffen. - Nur zu Ihrer Sicherheit, Madam.
Werden Sie etwa auch am Dinner teilnehmen? - Ich hätte es Ihnen gerne erspart,
aber es gibt zum Nachtisch Pudding. Das ist meine Leibspeise.
Pudding. Ich hab doch gewusst, dass diese Golfwoche 'n Reinfall wird.
Meldung von Burner, Sir. - Danke.
Bedrohliche Mitteilungen? Oder Liebesbriefe?
Liebesbriefe sind immer bedrohlich.
Toll sehen Sie aus im Frack. Sie können mir direkt gefährlich werden.
Darauf können Sie wetten, dass ich gefährlich werden kann!
(Unverständliche Gespräche)
(Musik)
Meine sehr verehrten Gäste, liebe Freunde! Ich möchte der Hoffnung Ausdruck geben,
dass Sie sich in diesen 8 Tagen recht wohl fühlen mögen in meinem Hause.
Leider kann der Einbau des Fahrstuhls erst in einigen Tagen beginnen.
Aber wir wollen keine Mühen scheuen, Ihrer Bequemlichkeit und...
Ihrem Wohlbefinden zu dienen. All denen unter Ihnen, die am Turnier teilnehmen,
wünsche ich von ganzem Herzen ein sicheres Auge und einen kraftvollen Schlag!
Man hat das für Sie abgegeben. - Für mich? Danke.
Den trag ich nicht. Den nehm ich nicht an. - Nora, schon manche glückliche Verbindung
kam durch mysteriöse Geschenke zustande. Der Ring ist kostbar.
Sie müssen ihn behalten, bis sich der geheimnisvolle Spender gemeldet hat.
Henry, waren Sie das etwa? - Aber Mrs. Revelstoke.
Ich schwör Ihnen, ich bin unschuldig, Mr. Monkford. Obwohl ich Miss Sanders
schon seit langem aus ganzem Herzen verehre.
Die Schrift kennen Sie wirklich nicht? - Nein. Und außerdem ist sie hässlich.
(Musik)
Verzeihen Sie.
Was war in dem Päckchen, das Ms. Alice Ihnen gab?
Ist diese Frage dienstlich? - Verstehen Sie mich nicht falsch,
aber wir sind alle in einer Situation, in der es nichts Privates mehr gibt!
Also, was war in dem Päckchen? - Ein wertvoller Ring und ein Brief.
Was stand in dem Brief? - Hier.
Mit der Bitte, ihn zu tragen, als Zeichen, dass ich mich Ihnen nähern darf,
um Ihnen mein Leben zu Füßen zu legen. - Die Unterschrift fehlt.
Miss Nora, ich fand in einem offenen Grab einen Zettel mit einer Reihe von Namen...
und in der Hand eines Ermordeten einen Zettel mit einer Reihe von Daten.
Beide Male waren Papier und Schrift völlig identisch mit dem hier.
Shelton? - Die Galgenhand, Miss Nora.
Sie werden in etwas Böses hineingezogen, fürchte ich, aber vertrauen Sie mir.
Teilen Sie mir jedes Mal sofort mit, wenn Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint.
Wollen Sie das tun? - Ja.
Bitte gehen Sie jetzt in den Saal zurück.
Wie die Zeit vergeht.
Hatten Sie Glück beim Spiel, Mr. Monkford? - Bis jetzt ja.
Ach, Alice, gib mir mal die Notiz her. Ihr Diener, der heute früh nach London
zurückgefahren ist, hat von dort angerufen und bittet um sofortigen Rückruf.
Er schien etwas aufgeregt zu sein. - Ja. Da ruf ich gleich mal an.
Stimmt. Ich stand ziemlich nah und konnte die Stimme am Telefon gut hören.
Sonst? - Nichts, Sir.
Nur Mr. Henry bezahlte seine Rechnung.
Ich hab eine gut gehende Anwaltspraxis. Ich biete Ihnen ein sorgenfreies Leben.
Nein, bitte! Gehen Sie, Mr. Henry, bitte! - Ich biete Ihnen noch was Wertvolleres:
Schutz! Verstehen Sie mich? Schutz! Sie werden Mr. Monkford heut töten.
Und morgen werden sie Crayley töten. Und übermorgen Mrs. Revelstoke!
Nein! - Ich liebe Sie!
Sie müssen mich heiraten! - Ich muss gar nichts!
Nora, bleiben Sie! So bleiben Sie doch! Es muss ein Ende nehmen! Ein Ende!
Ein Ende! - Was ist da los?
Erschrecken wollte ich Sie nicht. Wenn es trotzdem geschehen ist,
bitte ich Sie, zu bedenken, dass es sehr viel größere Schrecken gibt.
Wo ist Mr. Crayley? - Eben hineingegangen, Sir.
Ist Mr. Monkford drin? - Ja, Sir.
Er meldete ein Gespräch nach London an. (Schuss)
Stehen bleiben! Keiner rührt was an! - Entsetzlich! Ein Mord in meinem Haus!
Eine Katastrophe! Ich bin ruiniert! - Rouch, den Doktor!
Bin schon da!
Dass mir das passiert, grad jetzt, wo ich das Haus voller Gäste habe!
Das kostet mich meine Existenz! - Tot. Schläfenschuss aus nächster Nähe.
(Knall) Das kam von unten! Nora Sanders Zimmer!
Weg!
Nora! Was ist denn los hier? - Ich weiß nicht, da ist was explodiert.
Burner, nachsehen! Beruhigen Sie sich. - Was bedeutet das denn?
Ich wusste gar nicht, dass die Polizei hier Feuerwehrübungen veranstaltet.
Nora, lassen Sie sofort diesen unfähigen Menschen los! Und packen Sie die Koffer,
wir reisen ab! - Scheinbar ein harmloser Kanonenschlag.
Da will mich doch einer reinlegen! - Oh, Mrs. Revelstoke!
Nicht anrühren! - Ich hab doch nur den Hörer aufgelegt.
Was ist los, Rouch? - Er hat nur den Hörer aufgelegt.
Ich hab doch gesagt: Keiner rührt was an! - Ich bin ruiniert! Bald weiß jeder Gast,
dass hier ein Mord passiert ist! Die Polizei im Haus bringt nur Unglück!
Fenster, Türen und Wände untersuchen, vor allem die nach drüben zu Crayley.
Aber keinerlei Waffen zu finden, nichts! - Sie sind schuld! Sie allein!
Was wissen Sie schon vom Hotelgewerbe? Ich bin restlos ruiniert!
Ich kann Konkurs anmelden! Ich bin ruiniert!
Ich kann Konkurs anmelden!
Ich auch.
250.000 Pfund? - Ich verstehe Ihre Erschütterung,
zumal ein so düsterer Schatten über das Ganze geworfen wird,
durch die schrecklichen Umstände des Hinscheidens meines Klienten.
Aber er vertraute mir wiederholt an, wie sehr er Sie schätzte, ja,
ich darf wohl sagen, liebte. Und Sie sind es seinem Andenken einfach schuldig,
diese Erbschaft anzunehmen. - Tun Sie, was Mr. Henry Ihnen sagt, Nora.
Er meint es gut mit Ihnen. - Gut meinen? Ich offenbarte Miss Sanders
meine weit tiefer gehenden Gefühle. Leider in einer durch die Aufregung
nicht sehr glücklichen Form. Aber das ist ja jetzt vorbei.
Die weit verzweigte und finanztechnisch sehr komplizierte Anlage des Vermögens
erfordert genauste Kenntnisse der Details. Ich empfehle aus ehrlichem Herzen,
die beiden Schriftstücke zu unterzeichnen. Sie bevollmächtigen mich,
diese Angelegenheiten weiterzuführen. Angelegenheiten,
die nunmehr die Ihrigen sind, Ms. Sanders. - Das kommt alles so überraschend.
Merken Sie nicht, dass Nora dem Ganzen noch gar nicht gewachsen ist?
Gehen Sie hinauf, Kind, und legen Sie sich ein bisschen hin.
Und machen Sie sich erst einmal mit der Tatsache vertraut, dass Sie reich sind.
Es gibt schlimmere Schicksalsschläge. - Danke.
Ich muss dringend zu Chefinspektor Long. - Er ist jetzt zu Hause.
Aber bitte, es darf niemand wissen. - Gehen Sie laut ein paar Stufen hinauf...
und dann leise wieder herunter.
Sagen Sie draußen dem Posten Lymmermore, er soll Sie hinfahren.
(Long) Ich bin für niemanden zu sprechen.
Und weiter?
Er wollte, dass ich Vollmachten für ihn unterschreibe. Und in Little Heartsease
hat er mir einen Antrag gemacht. - Ja, ich weiß.
Das wissen Sie? - Ja, so etwas spricht sich herum.
Er war dabei so merkwürdig, so... Aber das ist doch...
Wie kommen Sie zu meinem Ring? - Irrtum, Nora, das ist mein Ring.
Der Ring, den man Ihnen geschenkt hat, sieht also genauso aus?
Ja, ganz genauso.
Haben Sie mir... - Nein. Ich habe nur den hier.
Und auch der gehört mir nicht. Nora, bitte versuchen Sie herauszufinden,
ob Henry Ihnen den Ring geschickt hat. - Aber was hat das alles zu bedeuten?
Wir sind jetzt beide in Gefahr. Bitte unterschreiben Sie nichts!
Und gehen Sie keinen Schritt ohne Bewachung, ich bitte Sie darum!
Heißt das, sie wollen mich auch töten?
Nein, Nora, das werden sie nicht tun. Aber sie werden vielleicht versuchen,
Sie zu erpressen, Sie zu quälen, Sie als Druckmittel zu benutzen,
gegen mich, damit sie mich genau dorthin locken können, wo sie mich haben wollen.
Dann dürfen Sie eben nicht dorthin gehen! - Doch, Nora, das werde ich.
Sind Sie in Gefahr, geh ich überallhin, nicht nur aus beruflichen Gründen.
(Klopfen) Ja?
Miss Sanders, ich wollte nur erinnern! - Ja, natürlich, ich muss weg.
Sonst fällt es noch auf.
Ja. Bitte kommen Sie hier heraus, ich bringe Sie zum Hinterausgang.
(Türklingel)
Ich möchte Chefinspektor Long sprechen. - Der junge Herr ist nicht zu sprechen.
Ich wollt ihm nur eine Aufnahme bringen, die ich von ihm und Miss Sanders machte,
in Mr. Crayleys Garten, wo die Tiere sind, wie die beiden gerade ankommen.
Ich sehe, dass du meine neuliche Bitte keineswegs respektierst.
Du gehst zu weit, mein Sohn. Außerdem ist es nicht ehrenhaft!
Ich handle im Moment nicht als dein Sohn, sondern als Beamter von Scotland Yard.
Hier ist deine Quittung von Clay Shelton und der Ring, der darüber gestreift war.
Es ist der gleiche Ring, wie der an der Hand deines Portraits.
Das Gegenstück zu diesem Ring tauchte auf in Zusammenhang mit Sheltons Rachedrohung
und einem bestialischen Mord! Darf ich jetzt um eine Aufklärung bitten?
Das erkenne ich an.
Hör zu, mein Sohn.
Das war so...
Das Ergebnis, zu dem Sie in der Stille Ihres Zimmers kamen, kränkt mich.
Ich empfinde es als Misstrauen gegenüber meiner Person und meinen Fähigkeiten,
dass Sie zuerst die Anwälte Ihres Vaters um Rat fragen wollen.
Nora, kommen Sie doch mal zu mir. Warum lügen Sie, Nora?
Ich wüsste nicht, inwiefern ich Sie... - Warum sagen Sie nicht einfach:
"Ich brauche ein paar Tage Zeit, um mit mir ins Reine zu kommen."
Ich brauche wirklich ein paar Tage Zeit. Das alles ist so unheimlich.
Der Ring, den mir ein unbekannter Absender geschickt hat... Seien Sie mir nicht böse,
wenn ich mich irre, Mr. Henry, aber ich habe das Gefühl, Sie sind der Absender.
Und ich möchte Ihnen den Ring gern zurückgeben.
Sind Sie der Absender, Henry? Oder nicht?
Ihr Gefühl täuscht Sie nicht, Miss Sanders. Ich bitte...
Tausendmal bitte ich Sie um Verzeihung, aber... ich liebe Sie.
Als Mrs. Revelstokes Anwalt schätze ich Sie. Aber ich könnte niemals...
etwas anderes für Sie empfinden. Bitte nehmen Sie Ihr Geschenk zurück.
Nein. Eine Dame von Welt sollte einen Mann niemals hindern, Torheiten zu begehen.
Das verletzt die Eitelkeit des Mannes und untergräbt die Existenz der Frau.
Bis Sie zu der Erkenntnis gekommen sind, werde ich den Ring für Sie aufbewahren.
Sie sagt, Ihr Chauffeur ist da, Sir Henry. Höchste Zeit, dass wir in die Oper fahren!
Aber Sie dürfen nicht ausgehen! - Warum nicht?
Nur weil der lächerliche Kriminalist es mir verbieten will? Ach wo! Kommen Sie.
Wir fahren in die Oper, wenn's recht ist. Was wird gegeben, Henry?
Carmen! - Eine Mordgeschichte. Auch die Kunst...
kommt also nicht ohne Verbrechen aus. - Lymmermore!
(Revelstoke) Soll der Mann etwa mitfahren? - Befehl, Mylady.
Ich mach uns einen Tee, Herr Holder.
Was wollen Sie hier? - Ich möchte zu Miss Sanders. Ganz kurz.
Ich will ihr ein schönes Foto bringen. - Miss Sanders ist nicht zu Hause!
Ach, nicht zu Hause? Aha. - Machen Sie schon, dass Sie weiterkommen!
Los! Los! Wie oft soll ich Ihnen das noch sagen? Los!
Ich... ich kenn Sie doch. Woher kenne ich Sie denn?
Ich kenne Sie nicht! Eine komische Figur wie Sie hätte ich mir sicher gemerkt.
Eben. Komische Figuren fallen immer auf. Darum kamen Sie mir auch so bekannt vor.
Hat niemand gemerkt, dass Sie fort waren? - Nein, ich glaube nicht.
Dank Ihrer Hilfe, Herr Holder. So! Nun hol ich den Tee und die Sandwichs.
Ich sage nicht nein. (Türklingel)
Ich seh mal nach.
Holder? - Ja?
Robert, ein Auftrag für dich! - Losung?
(Kampfgeräusche)
Herr Holder!
Herr Holder, der Tee wird kalt!
Ich heiße Tornbridge. Sergeant Holder wird gerade im Revier gebraucht.
Ich vertrete ihn für einen Augenblick. - Ach, wird es lange dauern?
Oh, nicht lange. Er kommt gleich zurück. - Ich hab gerade Tee gemacht.
Wenn Sie vielleicht möchten? - Gern.
Nehmen Sie Platz. Ich hol noch eine Tasse für Herrn Holder.
Greifen Sie doch zu.
Oh, der schmeckt aber komisch. - Oh, wirklich?
Ja, der schmeckt wirklich ganz merkwürdig...
(Klingelt)
Ich versteh das nicht, da müsste sich doch wenigstens Sergeant Holder melden!
Ich muss hin, Vater!
Hallo, ist da jemand? - Hallo, ist da jemand?
Hallo? Miss Sanders? - Hallo?
Hallo?
Anscheinend geraubt, Sir! Und mit der Frau hier stimmt was nicht!
Taubstumm, ich weiß. Von ihr erfahren wir nicht viel. Wer alarmierte Sie?
Ein Mr. Edwards. - Sir, hier auf dem Bild!
Dieser Angler aus Crayleys Tiergarten war vor der Tür, als Polizist verkleidet!
Ich machte das Bild, bevor Sie kamen. - Gut, da waren Sie rechtzeitig wach!
Von mir aus werden Sie ohnmächtig, so oft Sie wollen.
Tja, was wäre Britannien ohne seine Fotografen?
(Spannende Musik)
So, jetzt schrei, wenn du willst. Aber ich würd's lieber bleiben lassen,
der Chef hört's nicht so gern.
(Knurren)
Nein! Hilfe! Hilfe!
Hilfe!
(Nora schreit)
Mr. Crayley! - Du bist jetzt in unserer Gewalt.
Wir machen keine großen Umstände und was wir beschlossen haben, führen wir durch.
Du wirst uns helfen, Long zu erledigen. Antworte mir: Bist du dazu bereit?
Nein! Nein, nie! - Überleg's dir! Wenn du dich weigerst,
kommst du hier nicht lebend raus. - Aber was hab ich denn getan?
Schrei nicht! - Nein. Das könnt ihr nicht tun.
Doch, Nora, das können wir.
Sag "ja".
So sag doch "ja"!
(Spannende Musik)
Ich kann nicht! Ich kann nicht mehr töten! Wir müssen schnell sein! Wenn der Chef...
Sind Sie nicht der Chef? - Fragen Sie nicht. Man zwingt mich!
Aber ich bringe Sie in Sicherheit. Ich weiß, es ist Verrat, was ich tue,
aber das Morden muss endlich aufhören!
Der Chef! Das ist sein Boot! Das ist er!
Er rammt uns!
Nora! Nora, ich bin's!
Wohin? - Zu Crayleys Garten. Den Motor drosseln!
Rouch, da vorne!
Crayley. Ermordet.
Ein Boot soll weiter draußen suchen!
Ja!
Armer Lymmermore. Er hat Frau und Kind.
Da kommt Chefinspektor Long!
Bring das Boot mehr ans Schilf dort hinüber!
Die Handtasche von Mrs. Revelstoke. Sie ist leer.
Zwei Mann suchen das Unterholz ab!
Wenn sie die Leiche von Mrs. Revelstoke beschwert haben...
Der Teich hat meterdicken Schlamm! Da Sie nicht zu erreichen waren...
hab ich alles veranlasst.
Sind vielleicht irgendwelche Angehörigen zu verständigen?
Warum wurde die Revelstoke auch beraubt? - Wir haben ihn!
Hier liegt er! Kommt rüber! Hier!
Können Sie sprechen, Mr. Henry? - Ja.
Erinnern Sie sich? Sie waren mit Mrs. Revelstoke in der Oper.
Nur im Taxi. Der Chauffeur hielt plötzlich an...
drehte sich zu uns um... Mehr weiß ich nicht.
So, so. Mehr wissen Sie nicht.
Du bist ganz sicher, dass die Revelstoke den Ring in ihre Handtasche legte?
Ja, in ihre schwarze Handtasche. Haben die Männer Mrs. Revelstoke gefunden?
Nein, der Teich ist ziemlich tief und schlammig.
(Schrei)
Entschuldigen Sie, meine Patientin wurde heute irrtümlich hier eingewiesen.
Die Nervenklinik ist bereits verständigt. Sie wird nachher abgeholt.
Das war ja 'n schöner Vorgeschmack. Wenn das so weitergeht,
liefern sie mich auch da ein. - Komm mal her, Blacky.
Ich weiß, du machst dir Vorwürfe, aber du hast alles Menschenmögliche getan.
Wirklich, Blacky!
Wie erschöpft du aussiehst. Du grübelst zu viel.
Der Ring ist die Lösung. Wo der Ring ist, da ist auch die Verbrecherbande.
(Telefon) (Nora) Soll ich?
Nein, lass.
Ja, bitte? Mein Vater.
Ja, ich bin's. Was, wer wartet auf mich?
Nun?
Ich wusste nicht, wo Sie sich aufhalten, deshalb hab ich hier nach Ihnen gefragt.
Das war sehr klug von Ihnen. - Kann ich Sie unter 4 Augen sprechen?
Vater, geh dorthin, wo ich grad herkomme. - Gut. Ich fahre sofort.
Der Feind kommt ins Haus. Der Krieg findet im Saal statt.
Hoffentlich enttäusche ich Sie nicht ohne Frack.
Offenheit gegen Offenheit! Was wissen Sie? - Sie sind nicht die Schwester...
des Hoteliers Cravel. Und Sie heißen nicht Alice. Sie sind Ruth Lester...
und waren die Geliebte von Crayley. - Das ist nicht genug.
Sie haben den Auftrag, mich zu töten. - Ihr Datum ist morgen.
Aber man hat mich gut geschult, Long.
Hier bin ich! Das war nur ein Blitzlicht. Ich war nicht geblendet,
ich habe die Augen zugemacht. Ich hätte Sie töten und ruhig hinausgehen können.
Dass Sie das nicht getan haben, bezeugt mich in meiner Ansicht,
dass Frauen von Zeit zu Zeit Engel sind. - Ich liebte Crayley und er liebte mich.
Aber die haben ihn gezwungen, mich auch! - Wer sind die?
Und als er's nicht mehr fertig brachte, haben sie ihn kaltblütig ermordet!
Wetter Long, Sie sind der einzige Mensch, der ihn rächen kann!
Aber holen Sie erst Ms. Sanders aus der Klinik!
Die ist nirgendwo sicherer als dort! - Sicher? Vor denen ist niemand sicher!
Schwester Mary hat mich gebeten, Ihnen den Johannisbeersaft zu bringen.
Sie musste zum Oberarzt. - Danke.
Warten Sie.
Dem Wagen nach, schnell!
Scht! Sie schläft und träumt von Ihnen.
Na, na, wer wird denn gleich so stürmisch sein?
Was hast du bekommen für das Theater? - 50 Pfund, die waren nicht kleinlich.
Was ist los? Bin ich nicht dein Typ?
Zentrale? Schnell, geben Sie mir Whitehall 1212!
Heut bin ich in Stimmung. - Dir wird die Stimmung gleich vergehen.
Wo kommst du her? - Aus London.
Was hast du dort gemacht? - Ich habe einen Kranz bestellt.
So, nun rufen wir mal deinen Liebsten an. Wo ist er?
Ich habe dich gefragt, wo er ist! - Sicher hat er den Schwindel entdeckt,
sitzt im Scotland Yard und betet. Ruf an! - Antworte nächstes Mal gefälligst!
Geben Sie mir bitte London, Whitehall 1212.
Ah, Scotland Yard! Kann ich bitte Chefinspektor Long sprechen?
Er ist tatsächlich dort.
Chefinspektor Long? Endlich erreiche ich Sie!
Ich hab eine wichtige Entdeckung gemacht! Können Sie sofort kommen?
Nach Little Heartsease? - Ja, ich...
(Nora) Komm nicht her, Blacky! - Nora!
Cravel ist ein Esel. Er hätte Miss Sanders knebeln sollen.
Aber jetzt wird sie uns nicht mehr stören.
Kommen Sie her, wenn Sie Miss Sanders helfen wollen. Klingeln Sie am Portal.
Aber kommen Sie allein! Sonst werden Sie Miss Sanders nicht mehr erkennen,
wenn Sie sie finden. - Aufgelegt!
Ich frage Sie nicht erst, ob Sie fahren. Viel Glück, mein Junge!
Saubere Arbeit von den Burschen, was?
Jetzt bin ich endgültig dran!
Mach Augen und Ohren auf, dann lernst du was. Aber merk dir eins:
Schreien hat keinen Sinn!
Verräterin und Geliebte eines Verräters... Tod!
Nein! Nein! Lasst mich leben!
Ihr Mörder! Ihr Teufel!
Ihr Mörder! Teufel! Ihr Mörder!
(Dumpfer Schlag)
So nützlich ist der Einbau eines Liftes. Aber dabei kann es auch Unfälle geben.
Ein kleiner Fehltritt und... - Ich fürchte fast, dass der Chefinspektor
in diesem Schacht seine Wette verliert. - Denn wenn ein Teppich darüber liegt,
wird er das Loch im Boden nicht sehen. - Und macht er diesen Fehltritt nicht,
dann: Hokuspokus Fidibus, aus dem Hörer fällt ein Schuss.
Der Chefinspektor bekommt einen Anruf von Scotland Yard und wenn er dann...
auf die Sprechtaste drückt... - Dann wird er wissen, wie Monkford starb.
Er wird kommen, aber damit die Freude dich nicht zu sehr überwältigt,
werde ich dir jetzt...
Ja. Danach schläft man sehr gut.
(Türklingel)
Ich gehe! Deck du den Schacht zu!
Guten Abend, Mr. Long. Ich öffne gleich. - Soll ich unbewaffnet kommen?
Oh nein, Ihre Pistole können Sie gerne mitbringen.
Willkommen in meinem Hause, Chefinspektor.
Wo ist Nora Sanders? - Sie befindet sich hier.
Guten Abend, Wetter Long. - Wo ist Nora?
Sie schläft. Mein Bruder Henry passt auf. Wollen Sie mir nicht "guten Abend" sagen?
'n Abend, Richard Shelton, Sohn des Fälschers und Mörders Clay Shelton!
Ah, Sie wissen Bescheid. Sie sind ein Pfiffikus!
Da fehlt ja nur noch der 3. Bruder: Tierfreund Crayley alias Jackson Shelton,
der seinem Vater in der Bank die Pistole zusteckte. Er hatte wohl 'n Unfall, was?
Nein, kein Unfall. Ausgleichende Gerechtigkeit.
Und Ihr Vater? Clay Shelton? - Zimmer 311. Sie kennen es doch.
Monkford hat dort logiert. Na, kommen Sie schon.
Bitte.
Bitte, lieber Long. - Nora!
Stopp! Guten Abend, Herr Chefinspektor.
Lass nur, Henry, er weiß Bescheid. Er ist ein Pfiffikus!
Sie brachten Richter und Staatsanwalt um! - Und Mrs. Revelstoke nicht zu vergessen.
Wir lassen unsere Waffen stecken, dachte ich? Oder hab ich mich geirrt?
Oh nein!
Ihr geht's wohl nicht so gut. Man hätte ihr die Aufregung ersparen sollen.
(Lachen)
(Türklingel) Wer ist da?
(Edwards) Bitte öffnen Sie. - Einen Augenblick! Ich hol den Schlüssel!
Bitte treten Sie ein. - Entschuldigen Sie die späte Störung,
aber ist Chefinspektor Long hier? - Chefinspektor Long? Bitte hier entlang.
Ich sah ihn vorbeifahren und folgte ihm. Ich möchte seine Fürsprache erbitten,
wegen Urlaub, weil ich ihm gestern einen sehr großen Dienst erweisen konnte.
Ich brauche dringend Erholung! - Gehen Sie schon.
Ja, hallo?
(Spannende Musik)
(Knarren)
Henry. - Was ist denn?
Er ist nicht unten. - Wer?
Long! Nur seine Pistole. - Der muss unten liegen!
Du, der lebt. Er ist irgendwo im Haus. Komm.
(Spannende Musik)
Unmöglich! Den hab ich niedergeschlagen! - Wen?
Einer, der zu Long wollte. Nun ist er weg! - Da liegt was.
Eine Brille.
Ist das seine? - Nein. Er hatte keine.
Dann... dann muss hier noch jemand sein!
(Knacken)
Geh du nach oben!
Nein.
Nein. Nein.
Nein, nein, nicht rauf! Umdrehen! Und die Pfoten hoch!
Und jetzt runter!
Na los, geh schon!
Na, mach doch!
Wer hat dir geholfen? - Ich sagte schon mal, ihr seid Stümper.
Nutzt man einen Liftschacht als Falle, sollte man sich erst davon überzeugen,
ob kein Haken dabei ist, wo 'n Teppich dran hängen bleibt.
Soll ich? - Nein!
Machen wir's doch kurz. - Der Chef hat genaue Anweisung gegeben.
Los, rauf mit dir!
(Telefon)
Wer spricht? - Raus aus der Leitung! Raus, sag ich!
Ja, der Chef spricht.
Überfallkommando? Kommen Sie sofort ins Golfhotel Cravel.
Allerhöchste Gefahr!
Das... das ist ja der Vater! Verzeihung, Sir.
Sie werden jetzt Zeuge und Opfer zugleich eines hochinteressanten Experimentes.
Als Kriminalist werden Sie die Gewissheit mit ins Jenseits nehmen,
einen neuen Trick gelernt zu haben. Stopp!
Sie können die Hände herunternehmen. Darf ich bitten, einzutreten?
Was habt ihr mit Nora gemacht? - Das tut im Moment nichts zur Sache.
Ich möchte Ihnen erzählen, wie Monkford getötet wurde. Das ist interessant.
Am Tag, als Monkford sterben sollte... (Telefon)
Nanu, ein Anruf um diese Zeit?
Hotel Cravel. Ah, Scotland Yard!
Ja, Chefinspektor Long ist hier bei mir. Einen Moment bitte. Für Sie.
Sir Archibald. - Erlauben Sie?
Natürlich. Aber achten Sie auf das Loch, da wär beinah ein Unglück passiert.
Kommen Sie schon.
Long.
Hallo! Hallo!
Entschuldigen Sie, vergessen Sie nicht, die Sprechtaste zu drücken.
Ach ja.
Genial, wie Sie den Trick erfasst haben. - Vielen Dank.
Seit wann wissen Sie das? - Seit eben.
Gefahr erhöht nämlich die Wachsamkeit. Mir ist blitzartig klar geworden,
wie Ihr Bruder das gemacht hat. - Ach, wie denn?
Er hat einfach den Hörer ausgetauscht. So!
Hilfe! Hilfe! Ich will raus! Lass mich raus! Lass mich raus!
(Henry schreit)
Shelton!
Shelton ist tot, er liegt nur nicht da, wo wir ihn suchten. Ich wette noch mal,
dass es keine Geister gibt!
Guten Abend, Mrs. Revelstoke!
Mrs. Revelstoke!
Mit ihren 3 Söhnen die Rächerin eines Gehängten.
Die Frau des Mörders Clay Shelton! - Richtig. Geschiedene Lady Godley-Long.
Oder stört es dich, dass ich diesen dunklen Punkt in deinem Leben erwähne?
Nein... das stört mich nicht mehr. - Ich war nur 6 Wochen seine Frau.
Dann kam Shelton.
Und der zeigte mir, dass man an alles im Leben vorher denken muss.
Gift.
Ach du Schreck! Schon wieder eine Leiche. Nu ist's aber genug...
Chefinspektor! - Großartig! 200 Abzüge für mich!
Sehr wohl, Sir. - Das ist zu viel! 2 Abzüge genügen!
Edwards, ich rate Ihnen... Es bleibt dabei!
Denk doch mal an unsere Nachkommen! 10 Kinder, 100 Enkel, 1.000 Urenkel...
Halt! - Wetten?
(Beide) Wiedersehen! - Auf Wiedersehen!
Ja, das macht Freude!
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