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VERFLIXTE FLÜCHE!
DIE MARIONETTE AUS RAJASTHAN
Dad, er ist fertig.
Ich nenne ihn den Roboter-Artefakt-Helfer, oder kurz: RAH.
Wir bewegen Artefakte, ohne sie anzufassen.
Ich will keinen Fluch auslösen
nach dem Würfel-Albtraum.
Clever. Ich habe immer die benutzt.
Ja, die gehen auch.
Dad! Komm her.
Bist du ok?
Ja.
Das wäre mein altes Ich.
Ich sorge mich.
Erst Ohnmachtsanfälle.
Meine Verbindung zur Ranke schwindet.
Deine Verbindung zur Ranke schwindet?
Ja, und das schon seit Istanbul.
Ich muss euch etwas zeigen.
Sieht aus, als hätte jemand ein Stück rausgebissen.
Das dachte ich auch.
Wenn etwas ein Stück aus der Ranke gebissen hat,
hat es starke Zähne.
Ich kannte einen Freibeuter mit Eisenholz-Gebiss.
Roddy Eisenzahn.
Er biss eine Kanone durch.
Guter Mann.
Sie will etwas sagen,
die Verbindung ist zu schwach, um es zu verstehen.
Das riecht nach Sabotage.
Für dich riecht immer alles nach Sabotage.
In dem Fall
stimme ich dir zu.
Aber wer tut so was? Und wieso?
Und das Mysterium des gesperrten Flügels wird größer.
Sehen wir uns Cornelius' Tagebücher an.
Larry, Stanley,
sucht weitere Bissstellen.
Wir finden die Lösung.
Bei meiner Recherche über Cornelius' Raubgut
habe ich nie an die Ranke gedacht.
Sie hat uns immer geholfen.
Jemand will das nicht mehr.
Oder dass wir einen bestimmten Fluch brechen.
Ich gehe zu Larry und Stanley.
RAH?
Die Fernsteuerung?
Dad! Larry?
Stanley? Irgendwer?
Hey! Aufhören.
Russ, alles ok?
Wieso antwortest du nicht?
Er kann nicht.
Runter von meinem Sohn.
Ich war kurz weg.
Wie ist das passiert?
Sieht aus, hätte Russ eine verfluchte Marionette berührt.
Er ist die Marionette der Puppe.
- Pass auf! - Was...
BABYLONS VERLORENES REICH
Na, Star-Kuratorin Vanderhouven?
Ich bin fertig.
"Star-Kuratorin Vanderhouven", huh. Gefällt mir.
Das kommt auf meine Visitenkarte.
Und, Lieblings-Praktikantin?
Super. Ich war den ganzen Tag im Lager.
Das ist der gesperrte Flügel ohne Flüche.
Es gibt gruselige Sachen da unten.
Gut, dann hilf mir und bring den Stab runter.
Kein Platz mehr in der Ausstellung.
Guten Tag, Pandora.
Können wir reden?
Wie du weißt, hatten wir einen Einbruch.
Ja, einfach furchtbar.
Weiß man, ob etwas fehlt?
Wir untersuchen das noch.
Wir müssen wissen, was jeder zu der Zeit gemacht hat.
Notiere so präzise wie möglich, wo du warst.
Werde ich verdächtigt?
Wir gehen nur sicher.
Entschuldige bitte.
Hi, Alex. Ich habe gerade keine Zeit.
Was?
Russ. Oh, nein.
Wir haben alles versucht. Sie sitzt fest.
Runter von meinem Bruder!
Ich tue dir nichts, Puppe.
Jaipur, Indien.
Er will uns mitteilen, wo das Artefakt zu Hause ist.
Indien ist für manche eine lange Reise,
aber mit mir und Rufus seid ihr schnell da.
Ja, du bist die Beste.
Was wissen wir über das Artefakt?
Es ist von einem Puppenspieler aus Rajasthan.
Als er verstarb, übertrugen sich seine Fähigkeiten auf die Puppe.
Es ist eine Puppe und ein Puppenspieler?
Totaler Wahnsinn.
"Kahaani-Puppentheater."
Die Puppe wollte, dass Russ sie herbringt.
Du hast, was du wolltest. Lass ihn los.
Und wenn dieser Ort verlassen ist?
Bleibt Russ eine Marionette?
Natürlich nicht.
Mach ihm keine Angst.
Ich kann nichts erkennen. Zu dunkel.
Oh, Mann. Wo ist Russ?
Pass auf!
Was war das?
So viele ungenutzte Karten.
Darum haben sie wohl dichtgemacht.
Russ!
- Alex! - Dad!
Das war wirklich gut. Noch mal!
Wo kommen Sie denn her?
Das ist unser Theater.
Ich sollte Sie fragen,
da Sie hier eingebrochen sind, um ein Puppenspiel aufzuführen.
Ein gutes Puppenspiel.
Es tut mir so leid.
Wir machen keinen Ärger.
Wir sind Vanderhouvens.
Wir sind hier, na ja, das ist eine lange Geschichte.
Fantastisch. Erzählen Sie weiter, während ich die Behörden
- informiere? - Nein! Ich mag die Show.
Der Puppenspieler ist echt gut.
Woher haben Sie die Puppe?
Sie war im Besitz meiner Vorfahren.
Kennen Sie sie?
Ja. Sie war immer Teil meiner Familie.
Gib mir die Puppe.
Mama, unterbrich die Show nicht.
Muskaan, einen Moment bitte.
Was ist hier los?
Wir entdeckten in unserem Haus
Artefakte, die auf fragwürdige Weise erworben wurden.
Wir geben sie zurück.
Sie brachen ein, um unsere Puppe zurückzubringen,
aber Ihr Sohn will sie nicht geben.
Er kann nicht.
Sie ist verflucht.
Sind Sie verrückt?
Das wünschte ich.
Es ist schwer
zu glauben. Aber es stimmt.
Vertrauen Sie mir.
Geben Sie mir die Puppe und verschwinden Sie. Bitte.
Glauben Sie uns jetzt?
Von dieser Aussicht krieg ich nie genug.
Sonnenaufgang, grünes Gras, finster dreinblickender Kerl.
Eine Sekunde.
Hört mal zu, Walnüsse. Wir haben Ärger.
Es riecht nach Ärger.
Ich sah draußen einen Spion, er spähte unser Haus aus.
Vielleicht hat er mit den seltsamen Vorgängen zu tun.
Das Etwas kaut an der Ranke.
Parkour!
Es ist verschwunden.
Wir werden von außen und innen angegriffen.
Keine Angst.
Mit uns dreien auf Patrouille finden wir es heraus.
Er zwang Russ, ihn herzubringen. Dann entdeckten Sie uns.
Wir brachen schon viele Flüche.
Wir bringen das in Ordnung.
Was wissen Sie über die Puppe?
Ich wuchs mit Geschichten über sie auf.
Sie wurde von meinem Vorfahren gemacht, MalaramBhat.
Er war ein Puppenspieler, kein Zauberer.
"Mala war einer der größten Puppenspieler seiner Zeit.
In seiner Jugend reiste er um die Welt und trat vor Königen auf.
Als er älter wurde, ließ er sich in seinem Dorf nieder
und gründete das Kahaani-Puppentheater,
um sein Können weiterzugeben.
Das Theater ist seither in Familienbesitz und wird es immer bleiben."
Der letzte Teil stimmt nicht.
Ich versuchte, das Theater offen zu halten, aber das Geschäft ist schwierig.
Letzten Monat schloss ich es.
Muskaan war nicht begeistert.
Raja war Malaramjis Lieblingspuppe,
bis ein Vorfahre sie verkaufte.
Wieso wurde die Puppe verkauft?
Ich weiß es nicht.
Vielleicht finden Sie mehr Informationen im Lagerraum.
Dort bewahren wir die Briefe der Familie auf.
Es ist aber nicht geordnet.
Wir sind erfahren im Durchsuchen unordentlicher Räume.
Zeigen Sie uns den Weg.
Die Tür am Ende des Flurs.
Pandora, alles ok?
Ja.
Die Briefe sind hier.
Die sind alle auf... Ist das etwa Hindi?
Ja, ist es.
Bringen wir sie hoch, dann kann Dipika übersetzen.
Wir können nicht alle nehmen.
Wonach suchen wir?
Ich weiß nicht.
Das gilt es rauszufinden.
Vielleicht wenn wir es sehen.
Du wirkst müde.
Leg dich doch hin.
Ich will nicht schlafen. Ich will die Show sehen.
Die Show läuft nachher noch.
Aber ich bin gar nicht müde.
Unsinn. Deine Augen fallen zu.
Wir bringen dich sofort ins Bett.
Die Puppe sucht verzweifelt nach Aufmerksamkeit.
Sie konzentriert sich völlig auf Muskaan.
Ich habe eine Idee.
Hey, ich habe was gefunden.
Das ist Cornelius' Unterschrift.
Ich kenne sie vom Tagebuch.
Dad?
Dad?
Wie aufregend.
Ich will nicht schlafen, es ist so spannend.
Hallo?
Die Musik ist zu laut.
Sie hören mich nicht.
Vielleicht hören sie das.
Was ist das für ein Geräusch?
Trommeln.
Aus dem Lager.
Pandora und Alex.
Wer schloss ab?
Wo ist Dad?
Nicht bei dir?
Ich schlief, dann hörte ich Schritte und fand ihn.
Soll ich ihn bringen?
Ich warte auf deinen Anruf.
Dad ist bei Margie.
- Wie das? - Keine Ahnung.
Diese Blackouts werden zu einem Problem, aber ein Problem nach dem anderen.
Ich fand das im Lager.
Können Sie das übersetzen?
Geschrieben wurde es 1901.
"An meinen Vater, ich schreibe dir, weil ich dir nicht gegenübertreten kann.
Ich weiß zu schätzen, was du und Mama für mich getan habt.
Und ich weiß, dass Malaramji diese Puppe mit seinen Gaben beschenkte.
Ich spürte es, als ich ihre Fäden hielt.
Aber ich will kein Puppenspieler sein oder das Theater übernehmen.
Ich verkaufte die Puppe an den Amerikaner
Vanderhouven, der eine Leidenschaft für Kunst hat.
Der Kaufbeleg ist beigefügt.
Ich benutze sein Geld, um ein Zugticket zu bezahlen.
Ich schreibe, wenn ich da bin.
Ich hoffe, du verzeihst mir eines Tages.
Bis dahin, dein Sohn Viraj."
Wer ist Viraj?
Mein Ur-Ur-Großvater.
Ich wusste nicht, dass er die Puppe an euren Vorfahren verkaufte.
Das erklärt den Fluch.
Die Puppe brachte uns dazu, sie für ihren Auftritt herzubringen,
die Tradition fortzuführen, die Viraj ablehnte.
Der Fluch kann nur gebrochen werden, wenn wir das Theater öffnen.
Das wollte Malaramji.
Ich bin egoistisch, weil ich mich abgewendet habe.
Ok, Malaramji.
Das Theater bleibt geöffnet.
Lass den Jungen gehen.
Mama!
Mir geht’s gut, Muskaan.
Es gehört zur Show.
Ich verstehe das nicht,
ich sagte, ich lasse das Theater geöffnet.
Es muss einen Weg geben, sie zufriedenzustellen.
Was wissen Sie noch von Malaramji?
Nur, dass er ein großartiger Puppenspieler war, ein Liebhaber der Kunst.
Für Flüche ist er nicht der Typ.
Das ergibt keinen Sinn.
Hört zu.
Malaramji gab der Puppe seine Gaben.
Viraj fühlte sie in den Fäden.
Aber er lehnte das Geschenk ab, indem er die Puppe an Cornelius verkaufte.
Dann hing sie jahrelang im gesperrten Flügel, ohne dass sie jemand benutzte.
Malaramjis Liebe zum Spiel konnte sich nicht ausdrücken.
So ist der Segen zum Fluch geworden.
Ich verstehe nicht.
Malaramji wollte seine Liebe zum Spiel an seine Familie weitergeben.
Ich will es akzeptieren, aber die Marionette hört nicht auf mich.
Wir bringen sie dazu.
Puppe, das reicht jetzt.
Los, Mom! Weiter!
Besser als Fernsehen!
Hey, seid vorsichtig.
Das war nicht nett.
Stopp! Muskaan, halt Abstand.
Wieso bist du so besorgt?
Es ist nur eine Show.
Das war die beste Show aller Zeiten.
Ich weiß, du willst keine Puppenspielerin sein, aber ich.
Ich bin frei.
Ich kann wieder reden.
Mist. Ich hab die Stille genossen.
War nur ein Witz.
Willkommen zurück, Russ.
Sie wird nicht kontrolliert.
Wieso?
Muskaan brach den Fluch.
Weil sie das Puppenspiel liebt.
Sie will die Tradition weiterführen.
Es ging nie um das Theater.
Malaramji wollte niemanden in seine Fußstapfen zwingen.
Er wollte es nicht, aber ich wurde gezwungen.
Mama, können wir die Puppe mitnehmen, wenn wir umziehen?
Ich möchte so sein wie Malaramji.
Sicher, beti.
Aber jetzt ist es wirklich Zeit fürs Bett.
Danke, dass Sie sie brachten.
Entschuldigen Sie den Ärger.
Nicht Ihre Schuld.
Familienkram kann hart sein.
Wie wahr.
Wir haben wohl alle Familienvermächtnisse wiedergutzumachen.
Und wir müssen neue schaffen.
Ja, voll wahr.
Ich muss wissen, was mit mir passiert.
Verursacht die angebissene Ranke die Ohnmachten?
Ich gebe keine Ruhe, bis ich es gelöst habe.
Tut mir leid. Unfassbar, dass das geschieht.
Ich habe große Angst.
Das weiß ich, Alex.
Wir machen uns nur Sorgen.
Das tue ich auch.
Ich muss Wache halten.
Ich schließe nur kurz meine Augen.
Übersetzung: Gabriela Huber Martins
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