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Original subtitles

[düstere Musik]

Da kam gerade ein Telex aus Gladbeck.

Banküberfall mit Geiselnahme.

[Sie kreischt]

Ich wurde um 8.22 Uhr mit der Einsatzleitung betraut.

[Rösner] Wir wollen 300.000 Mark.

Hans-Jürgen Rösner, 31, seit fast zwei Jahren auf der Flucht.

Und dieser andere hier, Dieter Degowski: IQ von 79…

-[Mann] Kirstein, Hamburger Abendblatt. -Mein Gott, man kann Sie einfach anrufen.

Hans Meiser, deutsches Fernsehen.

-Wer sind Sie denn? -Wer wohl, der Bankräuber.

-Was? -Der Bankräuber!

Wir können die Geiseln nicht mitfahren lassen.

Wir unterwerfen uns der Tätertaktik.

Sie wollen Wildwestmethoden!

[Funk] Da ist eine Frau ins Auto gestiegen, die kennt die Täter.

Die haben in Bremen einen Linienbus gekapert.

[TV] Wir sehen da hinten, dass verhandelt wird.

Wenn die Bullen uns einen von sich schicken,

dann seid ihr alle frei.

Das ist ein Todeskommando.

-Waffe! Waffe! -Hab ich.

Haben Sie mitbekommen, dass wir die Täterin festgenommen haben?

Ja, die wollte zurück, und das wurde erlaubt, um weiteres zu verhüten.

Weißt du was, pass mal auf…

[Sie kreischen]

[düstere Musik]

[Rufe, Kameras klicken]

[Journalisten reden durcheinander]

Heb doch mal den Kopf an! Ja, super.

Nach hinten rüber! - Ja, vielen Dank.

Noch ein bisschen.

[Meyer] Wir brauchen den Krankenwagen.

Den Krankenwagen!

Hey, wir brauchen den Krankenwagen!

-Haben wir bereits durchgegeben. -Ist hier keiner?

[Motor wird gestartet]

[Hupen]

[Hupen]

[Reifen quietschen]

[leise Funksprüche im Hintergrund]

Wieso ist da kein Krankenwagen vor Ort?

Ist nicht mitgeführt worden.

Ja, wie lange dauert das jetzt?

Mensch, der Junge verblutet uns doch!

Er ist jetzt unterwegs.

[Mann] Emanuele? Geht mal ein Stück zurück, bitte!

Ein Stück zurück, ja?!

Emanuele?

Alles gut, die kommen gleich! Hilfe kommt gleich, ist gleich da.

[Martinshorn]

[sphärische Musik]

[Sie schluchzt]

[Rösner] Die ganzen Geiseln - wir wollen ein kleines Fahrzeug.

[Degowski] Die sollen das Auto an die Grenze bringen.

Sag denen das!

[Busfahrer] Das ist doch ein ganz guter Vorschlag.

Egal. Nichts mehr. Nichts. Ich hab das Kommando übernommen.

Jetzt will wieder eine auf Toilette.

-Die sollen auf die Treppe machen. -Auf die Treppe.

[Löblich] Jedenfalls hab ich den dann beim Seitensprung erwischt,

mit der besten Freundin.

Und der Zweite, der war auch nicht besser.

Gut, aber im Endeffekt war das auch eher 'ne Art Zweckbündnis,

die ganze Geschichte.

Und dann kam der Ralf.

Und der hat halt Schulden gemacht bis obenhin.

Und gesoffen hat der, wie 'n Loch.

Ist dir kalt?

Schenk ich dir.

Ich meine, im Endeffekt ist das natürlich auch 'ne Frage vom Glück.

Hast du Glück, hast du keins.

[Plätschern]

[Stimmengewirr]

[Telefon klingelt]

[Mann] Zehntes Polizeirevier. Hallo, guten Abend.

Ja. Ein Moment.

Ihr Schwager.

Okay. Claudio?

[Italienisch] Ja, ich bin's. Hör zu.

Emanuele wurde angeschossen.

Das kann ich nicht glauben.

-Wie geht's ihm? -Ich weiß es nicht. Er ist im Krankenhaus.

[Italienisch] So sieht es aus.

[düstere Musik]

NIEDERLANDE 2.000 M

[Mann] Mhm. Also, um es nochmal klar zu sagen:

Dem Herrn Innenminister ist ausdrücklich daran gelegen,

dass unsere Spezialkräfte

die Geiselnahme auf deutschem Boden zu Ende bringen.

An der Grenze.

Ich verstehe.

Mhm, gut. Gute Nacht.

-Den Haag weigert sich. -Was bedeutet das?

Dass die Täter die Landesgrenze passieren.

Zum nunmehr dritten Mal. Wieder unbehelligt.

Das bedeutet, dass wir weiterhin tatenlos zusehen müssen,

wie diese Bestien Unschuldige, Frauen, Kinder

quälen und traumatisieren.

Das bedeutet, dass wir völlig machtlos sind.

Das ist… scheiße.

-Die Holländer waren eindeutig. -Wie stehen wir jetzt da?!

[Hupen]

Der macht Platz.

Da rechts.

[Hupen, Grölen] Macht Platz da!

-Deutsche Polizei. Politie. -Können nicht rein.

Wir waren doch angekündigt.

Ja, okay.

[Niederländisch] Danke. Auf Wiedersehen.

[aufgebrachte Rufe]

Was für Vollidioten.

[Jemand klingelt Sturm]

Ja, ich komme schon.

-Walters, Kripo Bremen. Herr Bischoff? -Ja?

[ruhiges Atmen]

Wie geht das Ding? Wo muss ich da drücken?

[Italienisch] Herr, steh mir bei.

Warten wir, bis wir Neues hören.

Wir werden erfahren, was passiert ist.

[Italienisch] Wie geht es Emanuele?

Er ist tot.

[Sie schreit und schluchzt]

Wir müssen stark sein.

Tatiana ist noch im Bus.

Nein, nein.

[Degowski, Funk] Hallo? Das Ding war irgendwie weg gerade.

Wir wollen einen BMW haben, hab ich ja gerade schon gesagt.

[mit Akzent] Keine Kompromisse.

Sie kriegen den BMW und lassen die Geiseln frei.

Nein, nein, so läuft das nicht. Da lassen wir uns nicht drauf ein.

Von euch lassen wir uns nicht verarschen.

Sonst knallt das hier, aber richtig!

Sie lassen alle Geiseln frei.

Kinder und Jugendliche zuerst, als Goodwill-Aktion.

Um fünf Uhr früh ist ein großer BMW da.

[Rösner] Das sind die Bullen!

Wenn ich darf: Das ist riskant. Die haben einen Jugendlichen erschossen.

Ich hab's gehört. Das war euer Desaster.

Wir machen das hier anders. Okay?

[Er schreit etwas]

[Mann betet auf Italienisch] Sprechen wir ein Gebet.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir…

[Gemurmel]

[TV] Die Festnahme der Komplizin hat unmittelbar zum Tod des Jungen geführt.

Wie kam es dazu? Wer hat den Einsatzbefehl gegeben?

[Mann] Soweit wir das zurzeit überprüfen können,

gibt es keinen Zusammenhang

zwischen dem Tod des Jungen und der Festnahme der Komplizin.

[Frau] Warum haben Sie die nicht sofort gehen lassen?

Die Polizeibeamten schwebten ja unmittelbar in Lebensgefahr.

Wir wissen ja, wie gefährlich die drei Täter waren.

Die Pistole war geladen, entsichert, der Hahn war gespannt.

Sie hätte also ganz bequem nicht nur diese beiden,

sondern auch weiter entfernte Polizeibeamte erschießen können.

[Telefon klingelt]

Ja?

-Herr Di Giorgi? -Ja, ja.

Mein Name ist de Vries, niederländische Staatspolizei.

Sie sind der Vater von Tatiana?

Ja.

Moment.

[Italienisch] Papa?

Tatiana Es ist Tatiana.

Tatiana, geht es dir gut? Haben Sie dir etwas angetan?

Nein Nein, es geht mir gut.

Oh, Tatiana. Oh mein Gott. Oh meine liebe Tochter.

[sphärische Musik]

-Papa? -Ja?

Wie geht es Emanuele?

Ist er im Krankenhaus?

Papa?

Ja, er ist noch im Krankenhaus, mein Liebling.

Wie geht es dir? Wo bist du?

Ich habe Hunger und mir ist kalt. Ich komme jetzt nach Hause.

Ja, ja, komm zu uns nach Hause.

Komm schnell heim, mein Engel.

[Vögel zwitschern]

[flüsternd] Die lassen uns frei.

[Schuss, Schreie]

Du Esel, du hast mich getroffen!

[Degowski brüllt herum]

[Schuss, Klirren, Schreie]

Zugriff!

[Schreie, Schüsse]

[Funk] Die Niederländer rücken auf den Bus vor.

Hör auf, Dieter! Hör auf! Das war ich doch, Mann!

Runter, Dieter!

-[Megafon] Hier spricht die Polizei. -[Rösner] Auf die Sitze!

Kommen Sie mit erhobenen Händen und ohne Waffen aus dem Bus.

Wenn Sie dem nicht nachkommen, werden wir den Bus stürmen.

Das war doch 'n Versehen! Es ist nichts passiert!

-Haben Sie Verletzte? -Nein!

Gut, aber ich warne Sie. Behalten Sie die Kontrolle.

[Sie keucht schwer]

Ja bitte, bitte. Ja. Weiter.

Die muss auf jeden Fall mit hier.

Ja.

Was willst du mit der Silke?

Mit der Silke hab ich was vor.

Ich komm mit.

Ich lass dich nicht allein.

[laute Musik]

[Er gackert wie ein Huhn]

-[kreischt] Ein Vogel! -Was soll das?

[sphärische Musik]

[Er atmet bebend]

[sphärische Musik]

[TV] … bedenkenlos wird einem 16-jährigen Jungen in den Kopf geschossen.

Er hat es nicht überlebt.

Ein Rettungswagen war nicht in der Nähe.

Er kam nach 20 Minuten…

-Ach, haben Sie schon? -Ja, ja.

Das ist ja ein irres Ding mit Gladbeck.

Ja. Die stehen da unten.

Wie, die stehen da unten?

[sphärische Musik]

[Mann] Den Führungsstab habe ich vor zwei Stunden eingerichtet.

Die Situation in Köln entwickelt sich außerordentlich problematisch.

Ich halte es für geboten, dass ich die Einsatzleitung übernehme.

Die Umstände vor Ort erfordern eine ortsnahe Führung.

[Mann] Ich müsste Rücksprache mit dem Innenministerium halten.

Ja, der Innenminister kennt meine Fähigkeiten.

Ich weiß. Sie kriegen von mir grünes Licht.

Gut, wenn es so geht, umso besser.

Horst …

[Rest unverständlich]

[Stimmengewirr]

[düstere Musik]

[Mann] Wie würden Sie reagieren,

wenn Polizei auftauchen und absperren würde?

Dann wird 'ne Geisel sofort erschossen.

-Ihr wollt auf jeden Fall weitermachen? -Wird sofort erschossen.

Würdet ihr mit der Polizei verhandeln?

Die Polizei hat Angst, die trauen sich nicht mal an den Wagen ran.

Mit der Polizei verhandeln bringt nichts.

Ich will jetzt durch die Medien sprechen

und dass die Polizei einen Rückgang macht.

Ich merke das, ob die einen Rückgang macht oder nicht.

Warum nehmt ihr das alles auf euch?

Ich meine, das ist doch auch für euch gefährlich.

Tot sein ist schöner als wie ohne Geld. Hm?

Gut. Danke.

"Tagesschau", darf ich Sie mal was fragen?

Ja. Was machen Sie jetzt in Köln?

Den Kölner Dom besichtigen.

Und wie soll's hier weitergehen?

-Wie, hier? -Können wir irgendwas für Sie tun?

Ja, das hab ich ja schon gesagt.

Informiert die Polizei, dass die auf keinen Fall irgendwas unternehmen.

Sonst sind die Mädchen tot.

Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Wollt ihr noch einen Kaffee? Geht aufs Haus.

-[Löblich] Ja. -Ja.

[Mann] Alles drauf? Okay. Andere Seite.

-Ich brauch eine Geisel. Rüber hier! -Wie geht es den Geiseln?

-Oh, seid ihr auch schon da. -Psst!

Ich bräuchte mal deine Kamera.

Aber nur kurz.

Hey.

-[Mann] Wie sehen Sie Ihre Chancen? -Lebend kriegen die mich nicht.

-Mit dem Leben haben Sie abgeschlossen? -Total. Anders geht's nicht.

Und in die Kiste hab ich keinen Bock.

Sie setzen einfach das Leben der Geiseln aufs Spiel.

Das ist mir uninteressant.

Ich setz ja mein Leben auch aufs Spiel.

-Und wie geht's Ihnen? -Gut.

Ich hab bloß Angst, dass die Polizei…

Noch mal, bitte. Wie geht's Ihnen?

Gut, ich hab bloß Angst, dass die Polizei

da nicht drauf eingeht und noch mal jemand umgebracht wird.

Was würden Sie der Polizei jetzt raten?

Das zu machen, was die wollen, nicht wieder dazwischenzufunken.

Da hätte ich Angst vor.

Glaubst du, du bist gefährdet, wenn die Polizei so weitermacht?

Ja, das ist auch irgendwie rücksichtslos, finde ich.

-Ja? -Ja.

Darf ich auch ein Foto machen?

-Von Ihnen auch, ja? -[Degowski] Hallo?

Ein Zugriff ist laut Einsatzkräften höchst problematisch.

Da sind Dutzende Schaulustige, Reporter.

Die ersetzen wir sukzessive durch SEK-Beamte in Zivil.

-Zugriff, sobald es möglich ist. -Das wird nicht gelingen.

Beide Täter haben den Finger am Abzug der vorgespannten Waffe.

Degowski hält seine Waffe auf Silke Bischoff.

Entwaffnung durch einen Trickgriff halte ich für nicht vertretbar.

-Davon spreche ich nicht. -Sondern?

Ich gebe den Schusswaffengebrauch ausdrücklich frei.

Finaler Rettungsschuss eingeschlossen? Und das Lebensrisiko für die Geiseln?

Ist hinzunehmen. Wir bringen das auf Kölner Boden zu Ende.

Die Fehler in Gladbeck und Bremen werden sich hier nicht wiederholen.

Die erste Reihe geht ohne Waffen.

Ihr greift drei Kollegen von der Presse und zieht sie nach hinten.

Drei aus der zweiten Reihe tauschen ihre Klamotten mit der Presse

und schieben sich dann wieder an den Wagen.

Exakt auf dieselbe Position wie der Reporter.

Jochen, du gehst auf den Rösner.

Peter, du auf den Degowski, und Kalle, du auf die Löblich.

Kommando zum Zugriff kommt von mir. Okay?

[Mann] Räumen Sie den Bereich. Runter vom Dach. Runter bitte.

Geht jetzt bitte.

Haben Sie den Eindruck, dass mittlerweile Ihre Geiseln

mit den Nerven völlig runter sind?

Nein, die sind… Also, sie ist zwar sehr müde,

aber sie scheint mir sehr fit zu sein.

Es geht ihnen gut, wir tun ihnen nichts. Das wollen wir auch nicht mehr.

Das Missgeschick von gestern wäre nicht passiert,

wenn ich nicht festgenommen worden wäre.

[Mann] Halt ihr noch mal die Pistole an den Kopf.

[Mann] Vorsicht, bitte. Vorsicht. Lassen Sie mich doch mal durch.

Mensch, sag mal, würdet ihr 'ne Austauschgeisel akzeptieren?

Wen denn?

Mir ist spontan der Bischof Hengstbach eingefallen.

Der hat ja schon mal in einer Entführung vermittelt.

Ja.

[Reporter reden durcheinander]

Entschuldigung. Entschuldigung. Einmal kurz da rüber.

Gibt es noch zusätzliche Geldforderungen?

Nein, aus einem ganz einfachen Grund: Sonst werden die ja noch bestusster.

Die werden ja immer heißer hinter uns her.

-Obwohl ich schon einen umgelegt habe. -Ja.

Wie kam es zu der Idee, in die Innenstadt von Köln zu fahren?

Ja, das hab ich ja schon gesagt. Fragen Sie doch die anderen.

Ich muss jetzt voll konzentriert sein.

[Löblich] In der BILD steht das alles drin.

Wir sind die ganze Nacht unterwegs, da haben wir keine Zeit zum Lesen.

-Sag mal, hast du Kinder? -Darüber möchte ich nicht reden.

Bitte?

Drüber möchte ich nicht reden. Das gehört hier nicht her.

Go.

[düstere Musik]

Darf ich mal bitte? 'Tschuldigung, Polizei.

Da sind die Bullen dran schuld. Das haben sie davon.

-Die beiden sind die Gangster. -Bitte durchlassen.

[Löblich] So ist das zu der Katastrophe gekommen.

Da hätten sie mit rechnen müssen.

Quatsch, alles nach Plan!

Bis zum Schluss hat der Junge nicht geglaubt, dass ich ihn erschieße.

Direkt gezielt und er war tot! So war das. So war das.

-Bitte lassen Sie mich durch. -Stellen Sie sich hinten an.

Kann ich dann Ihren Dienstausweis sehen?

[spannende Musik]

[Reporter rufen durcheinander]

-Was soll der Quatsch? -Immer mit der Ruhe!

[Stimmengewirr]

Halt ihr mal die Pistole an den Kopf. Da ist Schmiere drunter hier.

Hey.

-Warum haben Sie zugemacht? Polizei? -[Rösner] Kann man nicht ausschließen.

-Wie heißen Sie? -Silke Bischoff.

-Wie alt sind Sie? -18.

Das ist hier kein Kaspertheater!

Abbruch, Abbruch, Abbruch.

Die sollen da hinten weggehen!

-Haut ab, ihr baut nur Scheiße! -Wo wollt ihr denn jetzt hin?

Jens!

Lass uns mal frei machen. Die Leute sollen alle weiter zurückgehen.

Kommt, los!

Ihr da hinten auch. Alle ein, zwei Meter zurück.

Würden Sie bitte aus Menschenliebe zwei Schritte zurücktreten?

Die sollen mal frei machen!

-Sie können alles verfolgen. -Hände weg vom PKW!

[aufgeregte Rufe]

Sag mal, wo ist der Reporter oder was das da war?

Hier.

-Wo geht's hier zur Autobahn? -Zur A3?

Kannst du uns da hinbringen?

Dann steig mal ein hier.

-[Mann] Wie heißt der? -Udo Röbel.

-Wie? -Udo Röbel.

Danke, ist notiert.

[Italienisch] Weiß sie es?

[Italienisch] Mach das weg, Papa. Mach das weg.

Was?

Mach das weg.

Sag mir, was soll ich wegmachen?

[Titelmelodie der Tagesschau]

[TV] Guten Tag, meine Damen und Herren.

Das Geiseldrama von Gladbeck hält an.

Gegen 11 Uhr erreichten die Gangster die Kölner Innenstadt.

Dort versorgten sie sich mit Getränken und ließen sich ärztlich versorgen…

[Er schluchzt heftig]

Sie kommt wieder. Sie ist wie du, sie ist tapfer.

[lautes Schluchzen]

[TV] Die Täter wirken entspannt,

reden freimütig mit Journalisten und Passanten.

Gegen 13 Uhr verlassen sie Köln, fahren zur Autobahn Richtung Frankfurt.

Da ist ein Anruf vom Polizeiinspektor.

-Mätzler? -Ja, Stork noch mal.

Der Innenminister ist sehr enttäuscht,

dass die Geiselnehmer wieder auf der Autobahn sind.

Er hat fest mit Ihrem Eingreifen in Köln gerechnet.

Das war nicht zu verantworten.

Ich lege Ihnen nahe, die Sache bald zu beenden.

Auf Wiederhören.

[Legt auf]

[Hupen]

[Röbel] 30.000, wenn wir das exklusiv machen.

Sobald ihr in Sicherheit seid, ruft ihr mich an. Ich regle den Rest.

Ich geb euch mal meine Visitenkarte. Für den Fall der Fälle. So.

Scheuch die Affen weg!

Haut ab da!

Hey!

Warum macht ihr das hier? Wo wollt ihr jetzt noch hin?

Warum gebt ihr nicht auf?

[Er gibt Gas]

Das haltet ihr auf Dauer doch gar nicht durch.

Das ist doch Wahnsinn!

Nimm doch bitte die Waffe weiter runter.

Du kriegst auf die Schnauze! Halt die Fresse!

[melancholische Musik]

[Sie schluchzt]

Ich übernehme die Tankrechnung.

Ja. Alles Gute.

Hanusch, ich glaub, die wollen uns gehen lassen.

Das tut uns echt leid, dass wir euch mitgenommen haben.

Ihr seid viel zu jung. Ihr könnt da ja gar nichts für.

Das haben wir ja nur gemacht, um die Polizei abzuschrecken.

Das meinen wir doch nicht so.

Das sollte ja nur von außen her als Bedrohung aussehen.

Wir lassen euch frei.

Heute Nacht, wenn die Polizei uns nicht mehr verfolgt.

Irgendwo hinter der Grenze.

Ihr habt's überstanden.

-Auf eure Freilassung. -[Löblich] Auf die Freilassung!

[Motor dreht hoch]

-90-25 für den 06-10. -90-25 hört.

Zugriff, wenn möglich, noch auf der BAB bei nächster günstiger Gelegenheit,

möglichst bei Halt.

90-25, ist das angekommen?

Ich remonstriere.

Bitte? Wiederholen.

Ich remonstriere gegen diese Anweisung. Zu riskant. Lebensgefahr für die Geiseln.

Das ist ein ungeheures Risiko.

Versuchen Sie alles, um das zu vermeiden.

Aber führen Sie den Zugriff durch. Das Risiko wird hingenommen.

Verstanden.

-[Löblich] Was ist? -Bullen.

[Grillen zirpen]

-06-10 für den 70-96. -06-10 hört.

Zielfahrzeug steht bei Kilometer 37,5 auf der Standspur.

-Verstanden. 90-25 für den 06-10. -9025 hört.

-Zugriffsversuch. -Verstanden.

-Euse für Sperber. -Euse hört.

Habt ihr den Zündunterbrecher für das Zielfahrzeug an Bord?

Nein, den haben die Mekkies. Aber die sind viel weiter hinten.

Wir müssen das Zielfahrzeug im Stand treffen.

Sauberer Stoß auf die Fahrertür.

Die Schockwirkung auf den Fahrer muss gegeben sein.

[Der Fahrer gibt Gas]

[Grillen zirpen]

Schon wieder so 'n Presseheini.

Leck mich am Arsch.

Zugriff, Zugriff, Zugriff.

[Schüsse]

Die Waffe! Gib mir die Waffe!

[Der Motor heult auf]

Halt auf Silke!

[Sie kreischt]

Ines, spring raus!

Spring!

Du bleibst!

Spring!

[Polizist] Gebt auf! Schmeißt die Waffen raus!

Bewegt eure Ärsche aus dem Auto!

Scheiß Bullenschweine!

[düstere Musik]

[Polizist] Feuer frei!

Schmeißt die Waffen raus! Hier ist Schluss für euch!

Kommt raus!

[Kommandos]

[traurig-düstere Musik]

-Kameras aus! -Keine Fotos!

[Telefon klingelt]

Ja, hallo?

Ja.

Untertitel von: Mirko Buzov

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