All language subtitles for 54 Hours_S01E02_Episode 2.de.closedcaptions

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

[düstere Musik]

[Mann] Da kam gerade ein Telex aus Gladbeck.

Banküberfall mit Geiselnahme.

[Schüsse, sie kreischt]

Ich wurde um 8.22 Uhr mit der Einsatzleitung betraut.

[Rösner] Wir wollen 300.000 Mark.

Hans-Jürgen Rösner, 31, seit fast zwei Jahren auf der Flucht.

Und dieser andere hier, Degowski: IQ von 79…

Kirstein, Hamburger Abendblatt. Sie sind die Geisel?

-Geiselnahme in einer Bank. -Man kann Sie anrufen?

Hier ist Hans Meiser, deutsches Fernsehen.

-Wer sind Sie, bitte? -Wer wohl? Der Bankräuber.

-Bitte was? -Der Bankräuber!

Wir können die nicht mit den Geiseln wegfahren lassen.

-Wir unterwerfen uns der Taktik der Täter. -Sie wollen Wildwestmethoden!

Eine Frau ist ins Auto gestiegen. Die kennt die Täter.

Die fahren jetzt wohl weiter. Mit den Geiseln.

Zielfahrzeug steht. Wiederhole Zielfahrzeug steht.

-Entfernung zum Täterfahrzeug? -Etwa zwei Kilometer.

Das könnte Grönegau sein.

Überprüfen. Aber unauffällig. Die Täter dürfen nicht irritiert werden.

Kollege, das scheint eine günstige Gelegenheit für einen Zugriff.

[Motoren heulen auf]

[düstere Musik]

Ihr wartet hier.

-Die sitzen nebeneinander? -[Frau] Ja, alle an einem Tisch.

Wir können nicht zugreifen, wir haben 'ne Nullrisikovorgabe.

[Rösner seufzt]

[Tür quietscht und fällt zu]

[düstere Musik]

[Rösner und Frau unterhalten sich unverständlich]

Der sitzt alleine mit Geiseln da. Worauf wartet ihr?

Wir müssen jetzt zugreifen.

[Funk] Ich brauch eine Genehmigung vom Abschnittsleiter.

Ja, verstanden.

Der Nusch ist noch nicht erreichbar. Was machen wir jetzt?

Wo kann der sein?

Die Geiseln sitzen mit dem Täter allein am Tisch.

-Ist Grönegau verpostet? -Nein.

Aber wir haben genug Leute im Verfolgungszug.

Die Vorgabe ist: Observation im Zuge des scheinbar freien Abzugs.

Also: Zugriff nur bei günstiger Gelegenheit,

wenn eine Einwirkung der Täter auf die Geiseln ausgeschlossen ist.

Aber die Gelegenheit ist günstig.

Der klar definierte Mindestabstand von zwei bis drei Metern

zwischen Geiseln und Tätern ist nicht gegeben.

Ich brauche hier eine Entscheidung.

[düstere Musik]

Zugriff, jetzt.

[Motor heult auf]

-90-11 für den 70-54. -90-11 hört.

Rösner und die Frau kommen zurück.

Verstanden.

[Funk] Abbruch, Abbruch, Abbruch!

Scheiße!

[Gesprächsfetzen]

[im Hintergrund] Letztendlich war es die richtige Entscheidung.

[düstere Musik]

[ruhige Popmusik]

[Vögel zwitschern]

Hast du mit deiner Mutter drüber gesprochen?

Muss sie nicht, sie ist volljährig.

Nach einem halben Jahr wollt ihr schon zusammenziehen und heiraten?

Ach, wir waren damals auch nicht viel älter.

Und hat uns das geschadet?

Ich will ja nur, dass du den Richtigen erwischst.

Es ist wegen seiner Haare, oder?

-Tschüss, bis heute Abend. -Tschüss.

-Tschüss, Opa. -Tschüss, mein Engel.

[Piepsen im Radio]

Es ist acht Uhr. Deutschlandfunk. Die Nachrichten.

Die Geiselnehmer von Gladbeck sind noch immer auf der Flucht.

Die Täter sollen zusammen mit ihren Geiseln

am Morgen in Dortmund gesehen worden sein.

Die Polizei verweigerte aus ermittlungstak…

Von Münster zur Raststätte Grönegau.

Von Grönegau fahren sie über Osnabrück zurück nach Dortmund.

Und zurzeit sind sie in Hagen.

-Vielleicht wollen sie ins Ausland? -Auf mich wirkt das völlig planlos.

Das sind Dumpfbacken.

Die wissen nicht, wohin mit sich und dem Geld und den Geiseln.

Völlig desperat, hochverschuldet, keine Zukunft…

Die kennen kein Ende, fahren lieber gegen die Wand.

Oder sie fühlen sich verfolgt, und warten noch ab.

Die Kollegen vor Ort haben äußerst zurückhaltend observiert.

Wir hätten das in der Bank beenden müssen.

Die haben 300.000 Mark erbeutet.

Die wollen ihre Beute irgendwann genießen.

Dafür müssen sie die Geiseln freilassen und sich absetzen.

So einfach ist das. Und so einfach sind die.

Und diese Einfachheit macht sie berechenbar.

Diese Marion Löblich, wo kommt die ursprünglich her?

Aus Bremen, die Eltern wohnen dort.

Die Kollegen vor Ort wissen bereits Bescheid.

[ruhige Rockmusik]

[Ein Kind spricht im Hintergrund]

[Er seufzt]

[Lachen im Hintergrund]

[Sie lachen]

[Das Mädchen juchzt, der Mann lacht]

[Sie spricht italienisch]

Du musst deutsch reden.

[mit Akzent] Der Lehrer von Fabio will mit mir sprechen.

Schon verstanden, ich komm mit.

Kommt davon.

[Mutter und Tochter reden im Hintergrund auf Italienisch]

Stefani?

[Er spricht Italienisch]

Ciao, Papa.

Ciao.

Scheinbar verfolgungsfreier Abzug nach PDV 132.

Hab ich verstanden, aber…

Die Täter dürfen nicht merken, dass jemand an ihnen dran ist.

Wir können Sie doch unterstützen.

Ihre Beamten kennen sich offen- sichtlich nur wenig aus in Bremen.

Sonst hätten die die Spur nicht…

Ich sag's noch mal: Alle Bremer Kräfte zurückziehen.

Wir machen das selbst.

-Verstehe. Sie haben die Einsatzleitung. -Genau so ist es. Noch Fragen?

Nein. Ich weise nur darauf hin,

dass wir hier neulich erfolgreich eine Geiselnahme beendet haben.

Ja. Wir bleiben in Kontakt.

Selbstverständlich.

[Rauschen, unverständliche Stimmen]

-[Mann] Wohin? -[Frau] Vegesack.

-Fußgängerzone. -[Frau] Wie kommen wir da hin?

Vegesack, da fahren Sie erst geradeaus.

-Vegesack, wie schreibt sich das? -Vegesack, mit "V".

Absolute Zurückhaltung weiterhin. Die dürfen uns nicht bemerken.

-03-11 für 70-92. -03-11 hört.

Habe Sichtkontakt zum Zielfahrzeug. Ich bleib dran. Bin in A.

[lacht] Vegesack.

-Vegesack! -Vegesack! Vegesack, du Sack!

Vegesack, was ist denn das für 'n Name?

[lachend] Was machst du denn im Vegesack?

[Kirchenglocken läuten]

Das muss jetzt gar nicht weit weg sein.

[Gesprächsfetzen]

03-11 an 70-92. Bitte kommen!

03-11 hört.

Die haben den Mercedes in der Straße… Augenblick.

Vegesacker Rampe abgestellt.

Rösner und Löblich sind ausgestiegen.

Die gehen zu einem Laden, Junge Mode.

Sind im Zielfahrzeug noch Personen?

Das kann ich von hier nicht richtig sehen.

Die beiden sind hier, das Zielfahrzeug steht hier.

Entfernung zirka 300 Meter.

Jetzt werden sie leichtsinnig. Die bieten uns was an.

Wir haben Einsatzkräfte zirka 250 Meter vom Zielfahrzeug entfernt.

Wie viele?

Das SEK Münster mit knapp 20 Beamten.

Wir müssen wissen, wer im Auto ist.

Unser Observant ist unterwegs.

70-92 für den 03-11, kommen Sie mal mit einer Lage!

Moment!

Ich kann das von hier nicht richtig erkennen.

Ich brauch eine bessere Position.

[Rauschen]

[Degowski] Nein, euch tun wir doch sowieso nichts an.

Wir müssen uns nur einen neuen Wagen beschaffen.

Dann verbinden wir euch die Augen und lassen euch raus irgendwo.

Ja, damit ihr auch mal nach Hause kommt.

Degowski hat nichts zu melden. Rösner entscheidet.

Sie fühlen sich sicher und lassen sie frei.

Haben Sie doch gehört.

Ja, kann sein. Morgen oder Übermorgen. Die haben keinen Plan.

-Die werden weitermachen. -Das ist nur Spekulation.

Die sitzen im Auto in einer gelösten Stimmung.

-Wir wissen nicht… -Kaffeeklatsch! Besser wird's nicht.

Wir wissen nicht, ob Degowski die Geiseln akut bedroht.

Und ich werde nicht blind handeln.

[Rauschen]

Ich springe nach vorne und wir fahren weg.

Wir fahren einfach weg.

[düstere Musik]

03-11 für 70-92.

Degowski sitzt hinten. Ein Schuss durch die Heckscheibe. Fertig.

Und wenn es doch zu einem Schusswechsel kommt?

Der ist doch stehend K.o.

Können Sie das 100%ig ausschließen?

Wenn Rösner einen Schuss hört, weiß er, dass wir zugreifen.

-Was, wenn er dann durchdreht? -Wir machen beide kampfunfähig.

Wir wissen gar nicht, wo beide sind.

Das ist eine völlig unkontrollierbare Lage.

Wie wäre es mit zusätzlichen Observationskräften?

-Nein. -Wo ist das Problem?

Die fallen auf in einer fast leeren Fußgängerzone.

Auffallen! Die Kollegen sind geschult.

Sie haben gesehen, wie gereizt und unberechenbar Rösner ist.

-Der eröffnet im Zweifelsfall das Feuer. -Das ist doch…

Und zwar mit Tötungsabsicht. Und wenn der Degowski …

Sie warten auf ein Nullrisiko. Das ist in der Praxis kaum möglich.

Es geht hier um Menschenleben!

[Telefon klingelt]

[Mann] Ja?

Natürlich suche ich das Nullrisiko.

Moment mal.

Die Täter kehren zum Zielfahrzeug zurück.

[Rauschen]

Das wurde auch langsam Zeit.

[Löblich] Die Metzgersfrau hat dir ein Schnitzelbrötchen eingepackt.

Das ist ja roh, das Schnitzel! Bestusste Kuh!

Die Karre muss ins Wasser. Wir wechseln den Wagen.

Dann probieren wir das irgendwo in den Karpaten.

Ihr lasst uns frei, ja?

Ja.

[schluchzt] Das wäre so toll.

[Funk] Der Rösner hat soeben wohl bekräftigt,

dass die Freilassung unmittelbar bevorsteht.

Sie haben es gehört, meine Herren.

Wir müssen jetzt nur noch die Nerven bewahren, dann ist es vorbei.

[Telefon klingelt]

Amtsgericht Bremen, Sekretariat Busch?

[Mann] Ich bin's.

-Na? Hast du schon Sehnsucht? -Ja.

Denken Sie an die Abschrift?

Ich geh heut vielleicht mit den Jungs was trinken.

-Aha. -Oder findest du das doof?

Nein. Feiern, saufen… Ist auch wichtig.

Ja, ja.

-Also, du bist nicht böse? -Nein.

Ich treff mich dann mit Ines. Wir machen uns einen netten Abend.

Super. Klingt gut.

Ich lieb dich.

Ich dich auch.

Und wo wollt ihr jetzt hin? Ins Ausland?

Na ja, wird sich alles ergeben.

[Er atmet schwer]

[Rösner] Wo bleibt die denn?

[Er atmet hektisch]

Die wollen mir keinen Wagen gegen Bares geben. Nur Euroschecks.

Haben wir nicht.

-Das hab ich auch gesagt. -Habt ihr welche?

M-m.

-Da hängen die Bullen mit drin. -Das geht nicht gut aus.

Die sind hier überall. Da. Und da.

-Bitte fahrt weg, sonst passiert hier was! -Steig ein jetzt.

[Motor wird gestartet]

[Rauschen]

[Engels] Das nächste Mal geh ich da mit rein.

Die Täter fahren jetzt weiter.

Die haben offensichtlich Polizeieinheiten wahrgenommen.

Ich sagte: lockere Observation. Wer ist da von uns vor Ort?

Niemand. Wir sind nicht vor Ort. Noch nicht.

Ja, wer denn sonst? Die Bremer?

Presse. Würde mich nicht wundern, wenn die unseren Funk abhören.

Wir müssen,

und daher appellieren wir, ich, bereits jetzt schon mal an Sie,

bis zur Freilassung der Geiseln oder deren Befreiung, Sie bitten,

nichts über den aktuellen Stand mitzuteilen.

Es liegt jetzt an Ihnen, nicht durch Veröffentlichungen

das Leben der Geiseln zu gefährden.

Wir hätten den 3er-BMW und den Passat.

-Dann nehmen wir den Passat. -Den Passat, sehr gerne.

Euroschecks oder Kreditkarte haben Sie dabei?

Nein, so was haben wir nicht.

Dann darf ich Ihnen den Wagen nicht geben.

Doch, dürfen Sie. Sie machen bitte eine Ausnahme.

-Tut mir leid, das geht nicht. -Das gibt's doch nicht!

-Ich darf kein… -Ist mir scheißegal!

Ich bin die Geisel aus der Bank in Gladbeck.

Und wir brauchen ein Auto. Jetzt.

Moment.

[Freiton]

[Rufton]

[Mann] Meinders.

Ja, hier ist Niehaus, Zweigstelle Delmenhorst.

Ein Herr möchte einen Wagen mieten, ohne Euroschecks oder Kreditkarte.

Er sagt, er ist die Geisel von dem Banküberfall aus dem Fernsehen.

-Bleiben Sie kurz dran. -Gut.

Das dauert eine Sekunde.

-Frau Niehaus? -Ja?

Halten Sie die beiden hin. Zwei Minuten. Die Polizei ist informiert.

Okay, gut.

Ja, das ist schwierig, mein Kollege kümmert sich drum.

Wir können ja inzwischen schon mal…

Was heißt denn das? Schwierig?

Das ist kein Kindergeburtstag! Sie geben uns jetzt das Auto

oder Sie verbinden mich mit Ihrem Vorgesetzten, ich regle das!

[Telefon klingelt]

[Niehaus] Moment, da ist er.

-Hansa Autovermietung, Niehaus? -[Mann] Stetter, Notrufzentrale Bremen.

Frau Niehaus, stimmt es, dass eine der Gladbecker Geiseln bei Ihnen ist?

-Ja, das ist korrekt. -[Rösner] Jetzt pass mal auf!

Wir nehmen den BMW da draußen und Feierabend!

Hallo? Frau Niehaus?

Verhalten Sie sich ganz normal. Wir sind gleich bei Ihnen.

[düstere Musik]

Schlüssel.

Die Täter sind vor zehn Minuten in einem dunkelblauen BMW weg.

-Und die Geiseln? -Weiter in ihrer Hand.

In einem nicht präparierten Fahrzeug.

Kein Abhören, keine Peilung mehr möglich. Nur Sichtkontakt.

Wo seid ihr jetzt?

[Mann, Funk] Kirchweyher Straße Richtung A1.

Wir suchen jetzt die Autobahn ab.

Verstanden.

Schlechte Nachrichten.

Die Kollegen haben auch den Sichtkontakt zu den Tätern verloren.

Die sind irgendwo in Bremen, und wir wissen nicht wo.

[unheilvolle Musik]

[Motor röhrt, Reifen quietschen]

Dich kann man nicht losschicken.

-Ich hab nichts verraten. -Wer sonst?

-Das war der Harald. -Was war der Harald?

Na, der Harald hat gesagt, wer er ist.

Dass er die Geisel aus Gladbeck ist, aus der Bank.

Die blöde Kuh wollte uns den Wagen nicht geben.

Halts Maul, du Drecksack. Du hast alles versaut!

Die Freilassung kannst du jetzt vergessen.

[flotte Popmusik]

Jetzt komm, du Flasche!

Vergiss Barbie einfach. Die ist nicht dein Niveau.

Und Murat ist einfach 'n Arsch.

Wäre das mein bester Freund, dann…

Roland hört.

Zielfahrzeug gesichtet.

Sie sind an der Tankstelle Neuenlander Straße.

Einer der Täter tankt. Sollen wir da ran?

Nein, auf Sicht bleiben und gebt permanent Standortmeldung.

Verstanden.

Wir behalten das Täterfahrzeug im Auge

und führen die Kollegen aus NRW wieder heran.

Herr Innensenator!

Hallo Bernd.

Wer informiert Gladbeck?

[Reifen quietschen]

Da hinten sind die Schweine!

[Reifen quietschen]

[Sie schreit auf]

Das sind die Bullen!

[Sie kreischt] Nein! Oh Gott!

-Scheißbullen! -Das sind Fotografen!

Ist ja gut!

Das haben wir alles dir zu verdanken.

[Blank schluchzt hysterisch]

Ausgerechnet …

-Das sieht perfekt aus bei dir. -Willst du mich verarschen?

The Ripper? Das ist 'n Horrorfilm!

Du hast echt ein Rad ab.

[TV] …drängen zwei Bankangestellte,

den 34-jährigen Kassierer und eine 23-jährige Kundenberaterin…

-Können wir mal kurz telefonieren? -Ja, bitte.

[Funkmeldungen]

[Rufton]

-[Mann] Notrufzentrale Bremen. -Hier Engels.

Ich bin der Kassierer von der Bank. Was machen Sie für einen Mist?

-Welcher Kassierer, welche Bank? -Die, die überfallen wurde.

-Ja, und? -Wir werden ständig verfolgt.

Die wollen uns gleich abknallen. Wir wären schon fast frei gewesen.

Aber so kommen wir nie frei. Jetzt werden die wieder nervös.

Die sagen im Radio, dass uns keiner mehr verfolgt.

Und überall stehen die. Was soll denn das?

Ist Ihnen unser Leben nichts wert?

[Reifen quietschen, Hupen]

Ja, ähm…

[Funk] Keine Chance, solange die ihr Gemüse ins Haus bringen.

Wir müssen da langsam ran, sonst geht das hier tot.

Sprecht das ab mit den anderen. Den machen wir gleich platt.

Und hinten den anderen.

Die männliche Geisel ist am Telefon.

Die Geisel aus Gladbeck ist am Telefon.

[Telefon klingelt]

Da muss jemand rangehen!

Da ist Gladbeck zuständig.

Stellt das doch in die Verhandlungsgruppe durch.

[Telefon klingelt weiter]

Dann hab ich jetzt wohl die Torte im Auge.

-Einsatzleitung, Steinwald. Herr Engels? -Ja?

Sie haben angerufen.

-Was soll die Verfolgerei? -Welche Verfolgerei?

Wissen Sie, was das für 'ne Jagerei war in der Stadt?

Von allen Seiten kommen sie.

Hören Sie, die knallen uns ab, wenn Sie die so verarschen.

Mhm. Herr Engels, was machen wir jetzt?

[Engels keuchend] Was machen wir jetzt?

Verfolgen Sie uns nicht mehr. Vielleicht beruhigen die sich dann.

Glauben Sie den Tätern denn, dass Sie dann freigelassen werden?

Was? Ja, ich glaub den Tätern.

Ich glaub denen vor allem mehr als der Polizei.

Wenn die uns abknallen, ist das die Schuld der Polizei.

-Wir wollen Ihnen ja helfen. -Ich weiß nicht, ob das Hilfe ist.

[Funk] Sollen wir die jetzt plattmachen?

Nein, die sind bewaffnet, und die Geiseln sind im Auto.

-Michael, nicht. -Ich sag doch: Nein.

Wir könnten eine ZP im Gemüseladen abgreifen.

74-11 kommen.

Unterlassen Sie das, bitte!

Wir könnten ihn abgreifen, wenn er rauskommt,

damit er nicht den Gemüsehändler noch als Geisel nimmt.

Solange der andere die Geiseln hat, greifen wir nicht zu.

Ey, das ist jetzt Gelegenheit.

[Engels] Es kann Ihnen doch egal sein, wann Sie die kriegen.

Sie wissen doch, wer das ist. Das muss doch nicht heute sein.

Es geht hier um Leben oder Tod! Bitte!

Wir müssen handeln, jetzt.

Wir brauchen eine eigene Einsatzstrategie. Die tanzen uns auf der Nase herum!

Die Führungsverantwortung hat Gladbeck. Das ist das übliche Verfahren.

Deren Passiv-Strategie ist grob fahrlässig.

Wir haben hier ein erhöhtes Gefährdungspotenzial.

Ich brauche ein Telefon. Wo ist hier eins frei?

-Hallo? Ein freies Telefon? -Hinten im Konfi.

Im Konfi.

Ich brauche jetzt mal 'ne klare Einsatzvorgabe.

Die haben Sie: Kein Zugriff, keine Polizeikräfte dran.

Das ist alles viel zu riskant.

Ich will auf keinen Fall, das was passiert.

Wir setzen 100%ig auf Freilassung.

Schieben Sie den Tätern gegebenenfalls

ein präpariertes Fluchtfahrzeug unter. Das Gespräch mit der Geisel

stellen Sie sofort zu Ihrer Verhandlungsgruppe durch.

-Das geht nicht. -Wie, das geht nicht?

Das ist aus technischen Gründen im Moment nicht möglich.

Was soll ich dazu sagen?

Wir bleiben dran, ich melde mich wieder.

-Was machen die da? -Totales Chaos.

Wir verlieren von hier aus den Überblick. Wir sind praktisch blind.

[düstere Musik]

[Engels] Können Sie mir zusagen, dass wir nicht mehr verfolgt werden?

Das kann ich nicht.

Wissen Sie was?

Dann haben Sie mich auf dem Gewissen, wenn man mich abknallt!

-Nein, nein. -Doch.

Sind Sie ein mutiger Mensch? Ja oder nein?

Grundsätzlich ja.

Lassen Sie sich gegen Frau Blank austauschen, die heult nur.

Gegen Frau Blank?

Ja, meine Kollegin. Die ist 24, die heult die ganze Zeit.

-Wären die Täter einverstanden? -Das wollen wir mal hören.

Ja, hier ist Rösner.

Herr Rösner, was haben Sie denn vor?

Jetzt passen Sie mal auf.

Ich kenn die Wichser. Ich seh sofort, ob das Polizei ist oder nicht.

Da können die sich zehnmal tarnen. Dafür mache ich das lange genug.

Sie gehen in die Vollen. Rösner wird hingehalten.

Wir versuchen, den zweiten Täter rauszuholen.

[Verhandler] Wie haben Sie sich das vorgestellt?

Eine Geisel ist bei mir, die andere bei meinem Kumpel im Auto.

-Würden Sie die Geiseln freilassen? -Im Austausch eventuell ja.

Herr Rösner. Was machen wir denn da?

Uns liegt ja viel daran, das Leben der Geiseln zu schützen.

Ich verstehe nicht, warum ihr das Leben der beiden Leute aufs Spiel setzt.

Ihr habt doch 1.000 Möglichkeiten, an uns ranzukommen.

Da haben die doch nichts mit zu tun.

Wir müssen davon ausgehen, Sie tun den Geiseln etwas an.

Wieso? Wir haben denen nichts getan.

-Sie sind aber ganz schön clever. -Aber ihr nicht.

Mhm! Was ist jetzt mit dem Austausch?

Muss ich mit meinem Kumpel bereden.

Gut. Meinen Sie, Sie können sich gegen 19 Uhr noch mal melden?

-Können Sie hier anrufen? -Können wir machen. Wo denn?

Das ist die 362 50 80.

-Noch mal. -3-6-2

5-0

8-0.

Herr Rösner, ich sage Ihnen noch mal, es geht uns nur darum,

das Leben dieser beiden Personen zu schützen.

Darum geht es uns eigentlich in erster Linie.

Ja, ist doch klar, dass wir nicht zählen.

-Haben Sie Verständnis dafür? -Ja, natürlich.

Lange halten Sie ja auch nicht mehr durch, oder?

Nein, wenn ich das so sehe, werde ich auch langsam verrückt.

Scheiße!

[düstere Musik]

Schluss mit dem Theater! Raus hier!

Hier sind überall Bullen.

[Schreie]

-[Mann] Da war ein Knall. -[2. Mann] Das war ein Schuss.

[Mann] Meinst du?

[2. Mann] Ja, das muss man an die Leitstelle weitergeben.

Sieh mal.

[2.Mann] Ich funk die jetzt an.

[Mann] Vielleicht waren es nur Knallkörper.

[2. Mann] Warum steht da Polizei? Das waren Schüsse!

Ich fahr da nicht durch, die sind am Schießen.

Jetzt bleib mal ruhig.

[Musik aus einem Kopfhörer]

-Lass uns die jetzt verhaften. -Ja, das überlegen wir schon.

Das ist ein günstiger Augenblick.

Die Geiseln sind doch schon außer Gefahr.

Die sind seit 34 Stunden bei den Tätern.

Die sind doch schon solidarisch zueinander.

Herr Jager, welche realistische Chance gibt's für einen Zugriff?

Das Risiko ist viel zu hoch. Die Täter sind bei den Geiseln.

Die Lage ist völlig chaotisch.

-Straße, Busbahnhof. Nicht kontrollierbar. -Außerdem hat Gladbeck das Sagen.

Die Haltestelle Huckelriede räumen und absperren.

Da kommt kein Bus und keine Tram durch.

Ich spreche von einem Notzugriff. Da sind wir an nicht an NRW gebunden.

-Notzugriff ist nicht gegeben. -Wir müssen was machen.

Wir folgen der Gladbecker Linie.

Der Geiselnehmer meldet sich in ein paar Minuten.

Wir verhandeln dann alles Weitere so,

dass wir eine günstige Grundlage für einen Zugriff haben.

Zweimal. Verstehe. Danke.

Rösner hat vor dem Gemüseladen um sich geschossen. Das eskaliert da.

-Wo sind denn unsere Einsatzkräfte? -Sind erst angekommen sind Ortsunkundig.

Fakt ist, wir haben vor Ort eine neue statische Lage.

Das ist nicht mehr unsere Sache.

Harald, zieh mal die Jacke aus.

Ich krieg da keinen ans Telefon.

Du kannst nicht verhandeln, das gibt's doch nicht!

Wir holen uns jetzt 'ne Karre.

- [Engels] Lasst uns wegfahren. -Halt du dein Maul!

Komm doch rüber, du Schwein, du!

Nicht so feige, hier!

[Schreie, Panik, düstere Musik]

Komm her, Junge.

Er kommt.

[Motor startet, Reifen quietschen]

[Busmotor startet]

[Telefon klingelt]

-Ja, Möller? -Meise hier. Wie ist die Lage?

-Ja. -Steht der Kontakt zu den Tätern?

-Nein, sie wollten sich um 19 Uhr melden. -Mhm, 19 Uhr.

Ich biete ihnen einen Fluchtwagen an. Bei der Übergabe empfehle ich Zugriff.

Alles andere als die Verfolgung

und die Freilassung der Geiseln kommt nicht infrage.

-Zugriff bitte nur in Ihrer Zuständigkeit. -Heißt konkret?

Das heißt, dass ich Ihnen jetzt, fürs Protokoll, wir haben 18:59 Uhr,

dass ich Ihnen die Einsatzleitung übertrage.

Ja. Aha.

Habe verstanden.

[Er seufzt]

Das war's dann wohl. Danke, Kollegen.

[Sie atmen durch]

[düstere Musik]

Marion, du gehst jetzt ins Auto.

Wir gehen in den Bus rein mit den Geiseln.

Und du bleibst hier im Auto.

[unheilvolle Musik]

[Menschen kreischen]

Mach auf da!

[düster-spannende Musik]

Ein deutscher Staat darf nie wieder willkürlich auf seine Bürger schießen.

-Auch wenn es Verbrecher sind. -Keine Feuerfreigabe.

Wenn jetzt hier keiner kommt, dann knall ich sie weg. Tot.

Weißt du was, pass mal auf…

Untertitel von: Mirko Buzov

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.