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Mott Street. Little Italy. Hier bin ich aufgewachsen.
In unserer Gegend war immer was los.
Man brauchte Schlauheit, Fäuste und den Rücken.
Den Rücken, weil man den niemandem zukehrte.
Das bin ich, Charlie Luciano, in der Mitte.
Das ist Frankie Costello. Und Joey DeCarlo. Meine besten Freunde.
Wir machten alles zusammen.
An dem Tag lernte ich Meyer Lansky kennen.
Er hatte ein Würfelspiel hinter der Synagoge laufen,
mit seinem besten Freund Bugsy Siegel.
Meyer leitete das Spiel und Bugsy würfelte.
Es war kein schlechtes Geschäft.
Wir klauten gerade ein Pferd.
Was macht ihr am Haus Gottes?
Meyer und Bugsy hatten Probleme.
Glaubst du, davor hab ich Angst?
Wir hatten selbst Probleme.
- Los! - Komm, Joey!
- Komm her, du... - Haltet sie!
Verbrecher!
- Das ist mein Rabbi! - Ich wollte ihn nicht erschießen!
- Ich dachte, du hast ihn bezahlt! - Hab ich ja.
Womit? 25 Cent?
So lernten wir uns kennen.
- Hey, du! - Geh doch aus dem Weg.
Das ist eine jüdische Straße.
Nein, das ist eine italienische Straße.
Juden zahlen hier Schutzgeld.
- Für Schutz vor wem? - Vor den Iren.
Dann ist das keine italienische Straße, sondern ein irische.
Nein, nein. Sie ist italienisch,
aber die Scheißiren gehen hin, wo sie wollen.
Genau. Geht ihr Juden mal ins Judenland.
Und ihr Spaghettis bleibt hier, wo ihr hingehört. Los!
Hey. Du ganz Harter.
- Du kannst also mit Pferden. - Kann ich ja!
Von wegen! Geh es suchen und bring's zurück.
- Lass mich in Ruhe. - Bau keinen Scheiß.
Ich hab ein Recht auf ein Glas Wein.
- Ich will mit dem Kopf arbeiten! - Du nimmst Fische aus wie ich!
Weil ich ein schmieriger Einwanderer bin, kann ich nichts anderes?
Das reicht nicht, Pop!
Buongiorno.
Che cazzo "buongiorno"? Sie kommen in mein Haus?
Sagen Sie dem Mistkerl Faranzano, der "miserabile bestia," ich geb ihm...
Don Faranzano.
Faranzano.
Ich hab's nicht so gemeint.
Du warst sehr loyal.
Hast für mich gearbeitet, immer pünktlich bezahlt.
Jetzt zahlst du nicht mehr. Und ich frage mich, warum nicht?
Nein, Faranzano, "mia piccola bambina" ist krank.
Sie ist... krank. Ich habe nicht das Geld.
Ich habe kein Geld.
Fettes Schwein.
Als ich aus Sizilien gekommen bin, warst du bei mir.
Jetzt wendest du dich wieder dem fetten Schwein Masseria zu.
- Nein, Faranzano... - Doch, doch. So ist das.
Nein, "tu sei mio padrone..."
Ich darf kein Risiko eingehen. Wenn einer abtrünnig wird, kann das jeder.
- Verstanden? - Ja.
Du bezahlst, und wenn du deine Tochter verkaufen musst.
Ja.
Du hast eine schöne Frau.
Nach dem Kinderkriegen werden sie meistens fett.
Schmeckt süß.
"Disgraziato!" Raus aus meinem Haus!
Ich hab deine Eier gespürt, ich weiß, warum sie welche braucht.
"Figlio mio," leg das Messer weg.
Dein Tag kommt noch.
Manches verändert einen für immer.
Ich schwor, mich an Faranzano zu rächen, koste es, was es wolle.
Ja, ich weiß.
- Loyalität. - Mein Vater hat für ihn geackert.
Loyalität, was?
Don Masseria!
Guck dir das an.
Joey!
Furchtbar, diese Nigger. Kommen aus Harlem hierher,
bringen meinen eigenen Neffen um, vor meinen Augen.
- Mein Sohn! - Lasst uns durch.
Nein, nein... Mein Gott!
Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich Masseria sofort umgebracht.
Mein Sohn...
Joey!
Manche Freunde verliert man nie. Manche auf die harte Tour.
Ach, Joey...
Er bringt seinen eigenen Neffen um. Was ist das für ein Mensch?
Ja, und bezahlt einen Iren dafür.
Entschuldigung.
Ein paar Tage später begegnete ich Meyer wieder.
Er kämpfte mit dem irischen Arsch, der Joey umgebracht hatte.
Ich bin noch nicht fertig mit dir.
Er steckte ganz schön was ein.
Lass ihn, du irischer Penner!
Meyer wollte nicht aufgeben. Das musste man respektieren.
Komm her!
Was ist? Bist du in den kleinen Juden verknallt?
Joey war ein Freund von mir!
Meyer.
- Was glotzt ihr alle? - Er hat dir das Leben gerettet.
Komm. Hauen wir ab.
So wurde die Gang gegründet. Wir vier.
Zwei Italiener und zwei Juden.
Frankie sorgte sich gern, also bestach er die Bullen.
Bugsy kämpfte gern, er war unser Schläger.
Ich und Meyer, wir waren die Köpfe.
Wir fingen klein an, aber wir wurden zusammen groß.
FÜNF JAHRE SPÄTER
Es läuft alles zu glatt.
- Locker bleiben, Frankie. - Wie denn?
Wenn alles glatt läuft, weiß man, dass es bald schief geht.
- Wir können nicht so weitermachen. - Meine ich doch.
- Wir brauchen einen Anführer. - Und wer soll das sein?
Hey, Tommy wartet da drüben auf uns. Kommt mit.
- Nach dir. - Bitte, nach dir.
Danke.
Kommt sofort, Sir.
- Ja? - Mach's wie besprochen.
Gut.
- Um was geht's? - Siehst du gleich.
Charlie, "come stai?"
Wie läuft's so? Meyer. Hinten steht schon alles bereit.
- Was wollt ihr mir zeigen? - Ist ein kleines Experiment.
Du hast mich was gefragt, ich antworte.
Komm her.
Pass auf. Er sagt ihm, hier sei ein sehr erfolgreicher, mächtiger Mann,
der einen Job für ihn habe. Leicht verdientes Geld.
Verstanden? Ja? Gut. Dann lauf.
Komm.
Jetzt merkt er's.
Bugsy hat's ihm nicht gesagt. Stimmt's?
Ich? Oder du?
Sie haben einen Auftrag für mich?
Hast du schon erledigt, Junge.
Verzieh dich.
Siehst du?
Unter uns sind wir gleichgestellt.
Aber andere Leute... Die sehen zu dir auf.
Was ist, bin ich dein Strohmann?
Nein. Das ist kein Trick, Charlie.
Du bist es.
Tommy Reina, Charlie, Meyer.
Guter Freund, als Partner sicher noch besser.
Dein Wort in Gottes Ohr, was?
- Er weiß, wo's das gute Zeug gibt. - Wie gut?
Legal abgefüllter Scotch.
Ein Freund hat in Philly einen Güterwagen. Er will 35 Riesen.
Ich habe nur zehn.
- Und wer ist der Freund? - Arnold Rothstein.
Warum sollte Mr. Rothstein Geschäfte mit Pennern wie uns machen?
Weil manche von uns jüdische Penner sind. Stimmt's?
Das findest du am Montagabend raus, in seinem Hotel.
Euch hat noch nie einer Penner genannt.
Komm.
Das Zeug ist sehr gut.
Kommt rein. Auf das Konto dieses Genies geht die World Series.
Mr. Arnold Rothstein.
Das sind Charlie Luciano und Meyer Lansky.
- Tommy, danke. - Ja.
- Na, setzt euch. - Setzt euch.
Mr. Luciano. Sie gehen die Straße entlang.
Sie merken, dass Sie verfolgt werden. Von einem Auftragskiller.
Ein zweiter kommt auf Sie zu. Sie können nur auf einen schießen.
- Auf welchen... - Ich akzeptiere die Frage nicht.
Will ich überleben, muss ich beide umbringen.
- Nächste Frage. Ihre Frau... - Ich habe keine Frau.
Warum nicht?
Gefühle sind gefährlich.
- Sind Sie kein Mensch? - Würde das was nützen?
Nächste Frage...
Ich habe Brennereien in Schottland. Ich brauche einen Vertrieb hier.
- Masseria? Faranzano? - Die würden mich umbringen.
- Und ich nicht? - Sie haben jüdische Partner.
Vielleicht bringe ich die auch um.
Können Sie sich nicht leisten. Sie sitzen in der Klemme.
Masseria hat 700 Leute, Faranzano 600.
Wenn die merken, dass Sie existieren, zerquetschen die Sie.
Es sei denn, ich hätte einen mächtigen Freund, ja?
Genau.
Nächste Frage.
Was ist Amerikas Geheimnis?
- Ich bin 24 Jahre alt. Wie... - Geld!
Es geht immer um Geld, Charlie. Vergessen Sie das nie.
Aber Sie kommen nie zu Geld.
- Und warum nicht? - Weil Sie wie ein Idiot rumlaufen.
Aha! Hübsch.
Jetzt machen wir Geschäfte.
- Hey! - Pass auf.
Guck mal.
Setzen. Setzen Sie jetzt.
Es regnet Geld! Hey, wir haben genug.
- Willst du welches verbrennen? - Mach ruhig.
- Na gut. - Bedien dich.
Kann's losgehen? Die Party.
Unsere erste Million. "Paisan," willst du Geld verdienen?
- Ich bin allzeit bereit. - Nicht alle Weiber abräumen, ja?
Ich kann nichts dafür. Die kleben an mir.
Erzähl uns was Neues.
Meine Herren. Vorher stoßen wir noch an.
Auf unsere erste Million.
Diese Flasche ist das Schmugglergeschäft in New York.
Das war unser Geschäft am Anfang.
Wir sind keinem aufgefallen, wir waren allen egal.
Das ist unser Geschäft heute.
Groß genug für eine Party. Groß genug, um aufzufallen.
Da wollen wir hin.
Aber je größer wir werden, desto mehr nehmen wir anderen weg.
- "Grazie." - Masseria meldet sich schon.
Faranzano meldet sich.
- Könnt ihr mir folgen? - Ja. Ich hab keinen Whisky gekriegt.
Was ich sagen will:
Wenn wir nicht aufpassen...
Charlie! Ich habe euch das Hinterzimmer reserviert.
- Hallo, Mr. Lansky. - Pater, wie geht's?
- AR. - Ah, Charlie.
Tommy, du Penner, gut siehst du aus.
- Wie geht's? - Freut mich.
Hallo. Hey.
- Schöner Tisch. - Mach dir keine Sorgen.
- Hey! - Hey, Giovanni!
Das Glücksspiel wird gut ankommen. Ist ein cleveres Geschäft.
Wenn jemand groß abräumt, muss das bekannt werden.
- Ich setze jemanden darauf an. - Gut.
Entschuldigt mich.
Anna Citron, das sind meine Partner.
- Frank Costello. - Hallo.
- Benny Siegel. - Hi.
Und...
Das sind ihre... Freundinnen.
- Er hat zwei Freundinnen? - Mindestens.
Gut.
Salut.
Charlie.
Das ist mein Mädchen.
Darf ich dir Anna Citron vorstellen?
Meine Güte. Ich fühle mich geehrt.
Ich habe viel von Ihnen gehört, aber Sie sind noch viel schöner.
Setz dich. Kennst du meinen Geistlichen?
- Anna Citron. Das ist Meyer Lansky. - Hallo.
- Das ist Pater Bonotto. - "Buona sera, signorina."
- Hey, Pater! - Tommy.
- Du Schmuggler aus der Bronx. - Komm her, ich will mit dir reden.
Deshalb ist Alkohol verboten.
Ihr Schweinehunde.
- Sie bedrohen uns. - Dann redet mit den Bossen.
- Um Zeit zu gewinnen? - Genau.
Sehe ich auch so.
Hey, Frankie. Wir haben's geschafft.
Ich sag dir was. Pass bloß auf dich auf, ja?
Ja.
Du hast mit Rothstein geredet?
Ja.
Er macht sich zu viele Sorgen.
Ich auch.
Faranzano will uns morgen sehen. Ich meine, wir sollten hingehen.
- Noch nicht. Er soll betteln. - Er bettelt.
Vorsicht!
- Meyer! - Unten bleiben.
Los!
Schnell!
- Alles klar, Meyer? - Ja.
- Anna? - Ja.
- Das ist jetzt schon das zweite Mal. - Reib's nur rein.
Ich stehe nicht gern in deiner Schuld.
Pass auf. Morgen treffen wir uns mit Faranzano.
- Wie du willst. - Gut.
- Geht's dir gut? - Ich glaub schon.
S. FARANZANO GRUNDSTÜCKSINVESTITIONEN
Mr. Luciano und Mr. Lansky möchten Sie sprechen.
Treten Sie ein, meine Herren.
Don Faranzano.
- Sind wir uns schon begegnet? - Im Viertel vielleicht.
Als ich klein war.
Das ist mein Geschäftspartner Meyer Lansky.
- Mit Juden besprech ich gar nichts. - Sie reden mit mir.
Meine Arbeit mit Meyer muss Sie nicht stören.
Reden wir Klartext.
Ihr seid für Masseria und mich das Zünglein an der Waage.
Offenbar verleiht euch das Macht.
Was bieten Sie mir? Masseria ist der Boss aller Bosse. Ich respektiere ihn.
Er ist ein fettes Schwein.
Mein Angebot: Kommt in meine Familie.
Wir legen alle Geschäfte zusammen.
Ja?
Nun... Ein sehr attraktives Angebot.
- Wir brauchen Bedenkzeit. - Das heißt nein.
Es heißt, was es heißt. Wir müssen es mit unseren Partner besprechen.
Bring sie raus.
Wie viel Geld das ist?
Nein, genauso wenig wie du.
Aber es ist ein Haufen Geld.
Legt er dich um.
- Warum sollte er? - Du bist Sizilianer.
Vielleicht willst du Boss werden. Bringt er dich jetzt um, gibt's Ärger.
Aber wenn du für ihn arbeitest, wer soll ihn da belangen?
Wen schert das dann? Nur uns, und wir sind Vergangenheit.
Er hat Recht.
Genau deshalb haben wir ja auch jüdische Partner, Frankie.
Entschuldigung, Mr. Luciano. Brauchen Sie noch was?
- Nein, danke, Maxine. - Na gut. Danke.
- Wiedersehen, Sir. - Wiedersehen.
Süße.
Entschuldigung. Hallo, Charlie. Hier entlang.
Bringen Sie Mr. Luciano an seinen Tisch.
Hey, Charlie! Freut mich.
Mich auch.
- Du hast Faranzano abgesagt. - Ich hab gesagt, ich überleg's mir.
Immer höflich, was? Und jetzt kommst du zu Joe, dem Boss.
Schlauer Schachzug. Jeder braucht Schutz. Sogar ich.
- Und wo ist er? - Oben in seiner Loge.
Bravo, bravo.
Komm an Bord. Wir sind eine große Spaghettifresserfamilie. Na?
- Bis später. - Gut.
- Hi. - Hi.
Los, wir kommen mit.
Gott...
Hey, das glaub ich ja nicht.
- Hey, Charlie. - Ich bin's.
- Setz dich. - "Grazie."
Ich schick dir Nachrichten und Blumen, und du kommst gar nicht.
Ich musste erst was mit Faranzano regeln.
Hab ich gehört. Du willst ihn nicht heiraten.
Das ist... schön.
Aber mit mir willst du auch nicht ins Bett, wo ich doch so reizend bin.
Ich weiß. Ich hab Sie immer gern gehabt, Joe.
Charlie... Du gehörst in diese Familie.
Eines Tages komm ich zu Ihnen, Joe.
- Heute passt dir nicht? - Nein, heute nicht.
Jammerschade.
Ich hab viele wie dich kommen und gehen sehen.
Die, die kommen, kommen zu mir. Und die, die gehen...
Manchmal sorg ich dafür, dass sie abtreten.
Willst du ein bisschen Brokkoli?
- Nein, danke. - Komm, mit ganz viel Knoblauch.
Sieht wunderbar aus, aber ich muss wieder runter.
Viel Spaß bei der Show.
- Was glaubst du? - Ich trau ihm nicht.
Du traust keinem. Manchmal frag ich mich, ob du mir überhaupt traust.
- Er will uns hinhalten. - Ja.
Hi. Gefällt euch die Show, Jungs?
Setz dich her, Baby.
- Wie geht's? - Könnte nicht besser sein.
- Haben Sie Feuer? - Für dich brenn ich den Laden ab.
- Ich möchte dir... - Entschuldige, Joe.
Ich störe ungern, aber kann ich meine Schwester kurz sprechen?
- Das ist deine Schwester? - Ja.
Bitte. Tu dir keinen Zwang an.
Nichts. Locker bleiben. Hoppla!
Lauf nicht weg. Die sind ja schön. Setz dich.
- Danke. - Kein Problem.
- Das mach ich nicht so gern. - Ja, hab ich gesehen.
Hübsches... Hübsches Kostüm.
Danke.
Wie... Wie heißt du?
Mara Motes. Jemand hat gesagt, du bist Charlie Luciano.
Glaub nicht alles, was du hörst.
Na gut.
Und wer bist du?
Ich bin jemand, der an seine Freunde glaubt.
Gut.
Vielleicht können wir ja irgendwann Freunde werden.
Ja, ich könnte dich nach der Show abholen, wenn du willst.
Bist du sicher, dass du das willst?
Na ja, wenn du willst, dass wir Freunde werden,
dann dauert das seine Zeit, oder? Das Anfreunden.
Ja, stimmt wohl.
Warum soll man das überstürzen?
OK, dann ein andermal.
Klar.
Ich muss zurück.
Gut.
- Bis dann. - Bis dann.
Freunde, was?
- Ja. - "Meyer hier."
Unsere Trucks wurden entführt. Und das kurz vor Silvester.
- Toll. - "Wir haben ein paar Leute verloren."
- Wir möchten zu Mr. Rothstein. - Ja, natürlich.
Wir haben so viel von Ihnen gehört.
Hey. Du weißt ja, wo du mich findest.
Entschuldigung, ja?
Ich bin Benny Siegel. Schon mal gehört?
Eigentlich nicht. Was machst du so?
Ich bringe Leute um.
- Wer war's, Masseria? Faranzano? - Masseria wahrscheinlich.
Könnte aber jeder gewesen sein.
Moment mal... Ich mach mir ja gerne Sorgen.
Aber wird nicht jeder mal überfallen?
Ihr meint, das ist ganz normal?
Dass ich euch das überhaupt erklären muss!
Nächste Woche kaufen unsere Kunden bei denen.
In einem Monat gehören meine Brennereien Joseph Kennedy,
und wir sind alle arbeitslos!
Wir müssen uns wehren.
Ja.
Aber wir können uns keinen Krieg leisten.
Die haben ihre Leute. Wir nicht.
Es gibt da ein Sprichwort.
Wenn Bugsy wen umbringt,
ist der gründlich tot.
- Weißt du, warum man das sagt? - Nein.
Wenn man einen umbringt
und in den Fluss wirft, dann sinkt der, oder?
Aber zwei Tage später...
ist die Leiche wieder da.
Aber nicht, wenn ich's mache.
Weil ich nämlich
ein bisschen Anatomie studiert hab.
Der Körper schwimmt, weil der Bauch anschwillt.
Und die Nieren auch.
Aber wenn man
den Bauch
und die Nieren gut durchlöchert,
dann bleibt die Leiche unten,
unter Wasser.
Dann bleibt sie tot.
Frohes Neues Jahr.
Mumm und Verstand. Wer das hat, braucht keine Armee.
Vor 100 Jahren regierte in Österreich ein Fürst namens Metternich.
Österreich war schwach, aber Metternich war ein Fuchs.
Wenn ein Land zu stark wurde, organisierte er eine Allianz dagegen.
Er brachte Europa an den Rand eines Krieges,
und dann dankten ihm alle, weil er den Krieg verhinderte.
- Er hatte kaum Soldaten. - Er hatte Europa bei den Eiern.
Wir müssen ein Zeichen setzen. Keiner legt sich mit uns an.
Zufällig kommt morgen Nacht eine Lieferung nach Cape May.
Die perfekte Gelegenheit für eine Falle.
Na, toll.
Großer Gott! Scheiße!
Da drüben!
Feiglinge!
Macht das noch mal, dann bring ich eure Mütter um,
leg eure Schwestern flach und mach eure Brüder zu Eunuchen.
Ich glaube, du hast dich klar ausgedrückt. Komm, wir hauen ab.
Tony No Nose.
Das ist ja eine Überraschung.
Bestellt Don Faranzano schöne Grüße.
- Wer will als Nächster? - Willst du einen Krieg anfangen?
- Wär mir ganz recht. - Mir aber nicht.
Manchmal bist du unerträglich dämlich.
- Los. - Ist ja gut.
Los.
Nett.
Weißt du, was wir tun müssen?
- Ihn umbringen. - Mich umbringen?
Jemand muss dich abservieren, Bugsy.
Benny. Nur weil ich Tony No Nose umgebracht hab?
Dir fehlt die Disziplin. Wir brauchen keinen Krieg mit Faranzano.
Disziplin? Die hatte ich nie.
- Genau. - Genau.
- Wie beim Baseball. - Baseball.
- Wieso Baseball? - Wie ein Pitcher.
Er ist schnell. Die Leute haben Angst vor ihm. Das ist gut.
Aber es nutzt alles nichts, wenn man sich nicht im Griff hat.
Ich hab's gewusst.
Du musstest ihn ja umbringen. In 24 Stunden ist Faranzano da.
- Und? - Und? Wir können nichts tun.
Wir haben nicht genug Waffen.
- Aber Masseria. - Masseria?
- Wir tun uns mit dem zusammen? - So schlimm ist er nicht.
Er ist fett und dämlich! Davon abgesehen ist er sicher ganz prima.
Aber jetzt kann er uns retten. Ist ja nur vorübergehend.
Nicht vergessen, was wir hier machen.
- Was machen wir denn hier? - Gute Frage.
In New Jersey Leute umbringen.
Was sind wir? Kleine Gauner. Penner!
- Wollt ihr klein bleiben? - Wir sind nicht so klein.
Klein denken, klein leben, klein sterben.
Wollt ihr klein sterben? Kein Problem.
Noch so ein paar blöde Taten, dann machen die uns alle.
Jetzt spielen wir mit den großen Kindern.
- Herrlich. - Hallo.
- Hey, Mara. - Ja?
- Kommst du mal kurz mit raus? - Klar.
- Hi. - Hey.
Gehen wir nach oben, ja?
Gespielt wird erst ab Mitternacht. OK?
- OK. - Komm.
Tut mir Leid, dass ich nicht hier war. Ich hatte zu tun.
Macht nichts.
- Nein? - Ich wusste ja, dass du kommst.
- Glaubst du ans Schicksal? - Weiß nicht.
Ich schon. Manche sind geborene Revuetänzerinnen und Hundefänger,
und andere, solche wie du, haben was, das sie gar nicht erkennen.
Was erkenn ich nicht?
Kann ich nicht sagen. Das wäre nicht fair.
Und es gibt auch ein Schicksal zwischen Menschen.
Warum bin ich dir begegnet?
Du bist sehr nett, weißt du?
Bin ich?
Sehr.
Die meisten ziehen Leine, wenn man sagt, man will sie zum Freund.
Aber du kannst das, oder?
Was kann ich?
- Mein Freund sein. - Wäre ich gern.
Ich muss dich was fragen.
Ich will mich nicht beschweren,
aber wenn wir Freunde sein wollen, warum hast du mich dann geküsst?
Seinen Freunden kann man doch vertrauen, oder?
Stimmt.
In jeder Hinsicht.
- Ja. - Ja.
Tust du mir einen Gefallen?
Für dich würde ich alles tun.
Vergiss nicht, dass wir Freunde sind.
Wenn Sex ins Spiel kommt, vergessen Männer ihr Benehmen.
Ich nicht.
Oder sie werden ganz sentimental und reden von der Liebe.
Liebe ist verwirrend. Persönlich versteh ich nichts davon.
Ich auch nicht.
- Können wir das noch mal machen? - Ich muss arbeiten.
- Nicht jetzt gleich. Ich meine... - Ach so, klar.
Ich kann so oft wie du. Öfter wahrscheinlich.
Bestimmt.
Bis später.
Gut.
Schlaf nicht ein.
Nein.
Ja. So mager wie du war ich auch mal.
Hey. Pass auf.
Ich erzähl das nicht nur so.
Ich war schnell, ich bin den Kugeln aus dem Weg gesprungen.
Vierzehn. Vierzehn Kugeln mit meinem Namen drauf.
Und kein Kratzer an meinem Luxuskörper.
Da wusste ich: "Hey, mich trifft keiner." Also wozu da dünn bleiben?
Iss. Dafür sind wir hier.
Warum bist du hier?
- Ich will über die Details reden. - Ja?
Ich hab gehört, ihr habt Probleme?
Da haben Sie falsch gehört.
Ihr müsst zu mir kommen, wenn ihr noch 24 Stunden leben wollt.
- So verhandle ich nicht. - Hey! Setz dich hin.
Ich mag dich ganz gern. Wenn du's nicht übertreibst.
Um welche Details geht's?
Ich bin die Nummer Zwei, vor allen anderen. Auch vor Catania hier.
Wir kriegen einen fairen Anteil,
und alles, was wir haben, kommt in den gemeinsamen Topf. Alles.
Außer dem Whisky. Der bleibt bei uns und Arnold Rothstein.
Meine Familie kriegt also von allem was ab,
außer vom Whisky, ja?
Genau.
Du... mieses Arschloch!
Du Sohn einer verlausten Hündin!
Gott sei Dank kann ich ihn jetzt nicht umbringen.
So ein harter Deal. Der Kerl hier blufft nicht.
Wir beide zusammen... Faranzano ist ein toter Mann.
In sechs Monaten gibst du mir den Whisky ab,
oder ich bring dich um.
Du gehörst zur Familie.
- Guter Junge. - "Grazie."
Es geht nicht ums Glücksspiel. Es ist eine Stilfrage.
- Ich töte stillos? - Du weißt gar nichts vom Töten.
- Ist doch egal! Sie sind tot! - Du weißt gar nichts!
- Ich weiß gar nichts? - Meine Herren!
Bitte!
Setzt euch.
Sehr interessant, dass wir uns wiedersehen, Mr. Coll.
Wieder?
Vor drei Jahren haben Sie mich und Meyer überfallen.
Ach, ja.
Ich bin neugierig, wer Sie dafür bezahlt hat.
Keine Ahnung. Ist lange her.
Masseria vielleicht.
Oder vielleicht Faranzano.
Wie viel wollen Sie zahlen, damit ich mich erinnere?
Gar nichts.
Eigentlich müsste ich Sie gleich jetzt von Benny erschießen lassen.
Aber das mach ich nicht.
Ihr bringt mich also nicht um.
Und?
- Und wir haben ein Problem. - Ist schon so gut wie tot.
Sie sind unser Problem, Mr. Coll. Sie arbeiten selbständig.
Wenn Sie bei uns Leute umlegen, ärgert das die Bullen.
Nein.
Und Sie sind sehr gut.
Ein zweites Mal schießen Sie wohl nicht daneben, was?
Das ist mein Motto. Gibt nichts Schöneres als einen Hinterkopf.
Was, Mad Dog soll wieder Socken verkaufen?
Nein, Mad Dog soll seine Geschäfte nach Westen verlagern.
Los Angeles, San Francisco.
Wir decken euch gründlich mit Arbeit ein, versprochen.
Im Westen.
Ich denk mal drüber nach.
Ich sag euch Bescheid.
Meine Herren.
- Und wenn wir ihn doch umbringen? - Nein. Er könnte nützlich sein.
Warten wir ab, ob er die Stadt verlässt. Ja?
- Ja. - Gut.
Ja, klar.
Ich mag den Hund.
Komm her, kleiner Köter.
Über eins musst du mal nachdenken.
Klar.
Ich bin verrückt nach dir. Du bist wie eine Krankheit.
Eine Krankheit?
Klingt irgendwie negativ.
Ich will nur... kein Wort sagen, das dir nicht gefällt.
OK. Das kauf ich dir ab.
Ich hab mir überlegt...
ob du vielleicht deinen Job aufgeben und zu mir ziehen willst.
Nein.
Ich will nicht von einem Mann leben.
Ich hab mir meinen Job erkämpft. Er macht mir Spaß.
Überleg's dir doch mal.
Gut.
Ich glaub, es kommt Regen.
Guck mal!
Meine Güte, war das schnell.
Hol den Hund und steig ein!
Hey. Wie läuft's?
Gut.
- Lansky ist drin. - Ach, ja?
Hey.
- Was machst du? - Ich trinke.
- Ohne alles? - Ja.
"Grazie." Sehr schön.
Mal eine ernste Frage.
- Frag. - OK.
Willst du mit Anna schlafen?
- Was? - Ich biete dir mein Mädchen an.
Sie ist... sehr schön, Meyer.
Finde ich zufällig auch.
Aber... Sie ist nicht mein Typ.
Nicht dein Typ? Warum denn nicht?
Weil sie dein Typ ist.
Moment mal. Du lehnst mein Angebot ab?
Genau.
Ich heirate sie nächste Woche... Oder nächsten Monat.
Hat keine Eile. Aber ich heirate sie.
Herzlichen Glückwunsch.
Dann lässt du vielleicht die albernen Fragen.
Freundschaften werden nie auf die Probe gestellt.
Aber wenn wir in diesem Geschäft bleiben, du und ich,
müssen wir wissen, ob wir einander trauen können.
Du heiratest also.
Es gibt ein jüdisches Sprichwort...
"Eine Hochzeit ist wie eine Beerdigung, nur mit Musik."
Der Empfang ist bestimmt eine gute Gelegenheit für Geschäfte.
Meyer, was...
Was wäre, wenn ich ja gesagt hätte?
- Dass du Anna vögeln willst? - Ja. Wenn ich das gesagt hätte?
Hätte ich dich umgebracht.
- Du hättest es versucht. - Nein, ich hätt's getan.
Na, gut, dann...
Sagen wir um der Freundschaft willen, dass wir gleich stark sind
und... beide gestorben wären.
Um der Freundschaft willen sag ich das.
Aber es stimmt nicht.
Freunde, willkommen. Schön, dass ihr heute hier sein könnt.
Gott erschafft jeden Tag neue Welten durch Ehen,
und heute heißt die Familie Citron ein neues Mitglied willkommen,
einen reichen, gesunden, gut aussehenden Geschäftsmann,
Meyer Lansky, der meine kleine Schwester glücklich machen wird.
- Wunderbar! - Na bitte, Meyer!
Meyer tanzt gut, was?
Sie sind glücklich miteinander. Sie haben Glück gehabt.
Ein schönes Paar, oder? Mazel tov!
Hey! Hurra, Meyer!
- Gut. - Lächeln?
Von dem verdammten Wein wird mir schlecht.
- Wir könnten Corvo bestellen. - Hol Scotch.
Verzeihung, Mr. Siegel.
- Kennen Sie meine Tochter Rachel? - Nein.
- Die Hübscheste an ihrer Schule. - Sehr hübsch.
- Sie kocht auch nicht schlecht. - Das ist wichtig.
Und sonst? Die haben so was, das heißt "Kreplach." Ist wie Ravioli.
- Das ist ein Blintz. Wie Manicotti. - Oh, Manicotti mag ich sehr.
- Entschuldigung. - Tut mir Leid.
Und dann... das ist ein Matzenbrot-Bällchen. Das ist wie...
Wie ein großes Stück nasses Brot.
- Sieht aus wie Hirn. - Ja.
Das will ich nicht.
Charlie, was macht das Familiengeschäft?
Seit ich dabei bin.
Sehr gut.
Ob mir wohl jemand was von dem Ravioli-Zeug besorgen kann?
Da, ich hab welches.
Prohibition? Die wird's nicht ewig geben.
- Schnaps und Zigaretten. - Ich hab da eine Idee.
- Der große Plan ist... - Die Gewerkschaften.
- Die Gewerkschaften. - Die Textilarbeiter.
- Die Hafenarbeiter. - Nicht nur in New York.
- Chicago. - Im ganzen Land.
- An der Westküste. - Und was ist mit?
Don Masseria? Der ist ein alter Mann.
- Warum sorgst du dich? - Ich will nach oben.
- Ich sorge mich gar nicht. - Mehr Kontrolle.
- Du musst auch aufpassen. - Masseria? Was sollen wir tun?
- Ich glaube, das ist sehr heikel. - Ja?
- Man muss so viel berücksichtigen. - Denkt ihr an was Bestimmtes?
- Allerdings. - Das hoffe ich.
Rothstein steckt dahinter.
Dann muss Rothstein sterben.
Geld, Gewerkschaften. Ich sehe, was ihr da macht.
Und dann sieht das auch Masseria.
Alle sterben, Charlie.
Ich weiß.
Das wird dir um die Ohren fliegen.
Wann?
Weiß ich nicht.
- An dir hab ich "nacheß." - "Nacheß?"
So was wie Stolz. Wenn ein Vater stolz auf seinen Sohn ist.
Du bist jetzt größer als ich.
Wenn der Krieg kommt, und kommen wird er,
wird der siegen, der den Feind dazu bringt, ihm zu vertrauen.
- Wie mache ich das? - Du rettest ihm das Leben.
Morgen ist die Crew im Dampfbad.
Der Boss will, dass du mitkommst.
Du steckst sie alle in die Tasche, AR.
Seven-Card Stud. Eine Frage, meine Herren.
Träumt ihr je vom Spielen?
Jede Nacht. Albträume. Meine höchsten sind Buben, seine Könige.
Hab ich vier Asse, hat er einen Straight Flush.
Sieh mal an.
Wer liegt vorn? 1000. Macht schon.
- Dabei oder nicht? - Dabei.
Ich bin dran. Dabei oder nicht?
- Ich bin dabei. - Alle dabei?
Hey.
Was? Hab ich falsch gesetzt?
Meine Nummer Zwei.
Setz dich und mach dich nass.
War 'ne schöne Hochzeit, was?
Da muss ich immer heulen wie ein Schlosshund.
Junge Menschen im Liebestaumel.
Komisch, was?
Es ist komisch, meine ich,
wenn man Sachen hört, die man nicht glauben kann.
Ich höre zum Beispiel, dass du mit Leuten redest,
über Gewerkschaften und lauter so Hundescheiße, Pferdescheiße.
Ich will nur Geld verdienen, Joe. Für dich.
Und wieso weiß ich davon nichts?
Die Leute denken alle, du hast mit ihnen geredet. Nicht ich.
Schließlich bin ich deine Nummer Zwei, oder?
Gott, die können uns mal.
Wir können größer werden als die Juden. Größer als die Iren.
Wir können das Land regieren.
Du kannst der nächste Rockefeller werden, wenn du mich machen lässt.
Genau, was ich gesagt hab, Joe.
Furchtbar, das mit Rothstein, oder?
Einfach schrecklich.
In seinem eigenen Hotelzimmer erschossen.
Unheimlich.
Wer...
Wer war das, und wieso?
Weiß man's? Spielschulden, ein irrer Killer.
Wer weiß? Es...
Wir sind alle ganz erschüttert.
Weißt du, Charlie,
du bist ein feiner Kerl.
Aber ein falscher Blick von dir,
ein Furz in die falsche Richtung...
Joe, du beschwerst dich doch immer, dass ich nichts esse.
Wie soll ich da furzen?
Ja.
Ja, er ist schon witzig.
Ja, er ist schon witzig.
Ja, fünf Riesen auf Sonny Boy im Fünften, fünf auf Star im Sechsten.
- Short Stick, hör auf. - Es geht um eine Wette.
Raus!
Charlie. Du weißt, wer Rothstein umgebracht hat.
Du musst ihn umbringen.
Ich hab immer auf dich gesetzt.
Aber wenn du ihn umbringst, lass dich bezahlen. Von Faranzano.
Ich dachte immer, du bist Joe treu ergeben.
Ich mag Joe ja auch sehr.
Aber hier geht's ums Geschäft, und Faranzano wird gewinnen.
Und wenn du das machst, hast du freie Hand.
Wie treffen wir uns? Ich geh nicht nach Brooklyn, er kommt nicht her...
Auf neutralem Boden.
Staten Island. Profacis Gegend.
Perfekt. Ich kümmer mich drum.
Gut.
Ich hab immer auf dich gesetzt, Charlie.
Als ob Profaci mich nach Hause einlädt.
Ja, wie eine Bar-Mizwa. Stimmt's?
Wenn du von irgendwas sagst, als Jude weißt du das, sag ich: OK.
Jetzt musst du OK sagen. Das ist was Italienisches.
Ich kenn Profaci seit 20 Jahren. Mir passiert nichts.
Es ist nur leider oft so, dass ein Italiener am Ende tot ist.
- Tommy ist da. Er ist mein Freund. - Sei still.
- Nimm Bugsy und mich mit. - Genau.
Das würde wie Misstrauen aussehen.
- Faranzano soll mir vertrauen. - Charlie hat Recht.
Es stimmt, oder? Du hast dich verändert.
Du hörst nicht mehr auf deine Freunde.
Und du? Du hast Mad Dog Coll leben lassen. Er hat Rothstein umgebracht.
- Ich bin an seinem Tod schuld? - Nein.
Und? Ich mach einen Fehler. Und du weißt plötzlich alles besser.
Dir steigt alles zu Kopf, Charlie. Das seh ich doch.
- Zeig nicht noch mal auf mich, ja? - Entschuldigung, Mr. Big Shot!
Bitte, Charlie.
Ich brauch dich lebendig.
Ich hab dich als Anführer gewählt. Vergiss das nicht.
Du hast mich gewählt?
Das hab ich aber anders in Erinnerung. Du hast's nicht gebracht.
Ach, ja? Was hat mir denn gefehlt?
Mut? Schlauheit?
- Ich will's nicht sagen müssen. - Hast du was zu sagen?
Hast du mir was zu sagen?
Das war dein zweiter Fehler, du Wichser!
- Komm, Charlie! - Aufhören!
Meyer, komm!
- Ist ja gut. - Ist ja gut.
Gott!
Du bist ein Genie, ja? Aber du bist kein Italiener.
Du weißt nicht, wie die ticken. Ohne mich wärst du tot.
Ja, weil ich irgendeinem Sizilianer auf die Zehen trete!
Du hast es selber gesagt. Ich hab's drauf, und ich setz es auch ein.
Was hast du drauf?
Wenigstens bin ich so schlau, keinen fatalen Fehler zu machen.
Anna. Sie ist dir wichtig. Du hast sie geheiratet.
Wenn du ganz vorne wärst, wäre sie dran.
Und wenn du dich noch so hart gibst, das steckst du nicht weg.
Kannst du mir folgen? Ohne mich bist du ein Verlierer.
Na, los. Dann bring dich um.
Ich war noch nie auf Staten Island.
Jetzt weiß ich, wieso.
Danke, dass du das organisiert hast, Tommy.
Nett von dir.
"Bambino!" Es ist viel zu lange her.
- Profaci? - Ist auf morgen verschoben.
Er redet sowieso zu viel. Das geht nur uns beide an, klar?
Charlie, du verstehst was von Geschäften.
Ich bin ja selber Geschäftsmann.
Gerade war die Steuerfahndung hier. Die haben nichts gefunden. Nichts.
Also zum Geschäft. Ich hoffe, du willst Fakten hören.
Die Lage hat sich geändert. Bestimmte Leute sind zu mächtig.
- Ich kümmer mich um Masseria. - Persönlich. Mach es selber.
Aber das war noch nicht alles. Lansky und Siegel.
Ihr habt euch immer gut verstanden, aber Juden sind einfach anders.
Man legt sich ein einziges Mal mit ihnen an, und weg sind sie.
Das weiß ich. Ich hab's gehört.
Was gehört?
Juden sind eine andere Rasse.
Du gehst zur Kommunion, ich geh zur Kommunion.
Mein Gott, die glauben nicht mal an Sünde.
Die verraten einen, genau wie sie Jesus verraten haben.
Wenn du zu mir kommst, müssen die sterben.
Keiner wird erfahren, dass du zugestimmt hast.
Sieht so aus, als hätte ich keine Wahl, oder?
Nein.
Entweder bringe ich meine Freunde um, oder Sie bringen mich um.
Genau.
Die Wahl akzeptiere ich nicht.
Erschießt ihn!
Los! Holt ihn euch!
Er ist da oben!
Scheiße!
Scheiße.
Steh auf.
Charlie, Charlie. Ausgekochter kleiner "Bambino," was?
- Er hat also Eier... - Sprich mich nicht an!
Rocco, "finut".
Was soll diese Loyalität?
Wir bringen sie sowieso um. Das ist alles für die Katz.
Und?
Ich bück mich nicht. Das Aufstehen ist hinterher so schwer.
Jetzt oder später... Du hast keine Wahl.
- Salvatore... - Lass es.
Harter Brocken, was, Tom?
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen.
Und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Ich weiß, was Sie hier wollen. Er stirbt nicht.
Die Ärzte wissen nicht alles, und Sie auch nicht.
- Nur Gott ist allwissend. - Ach ja?
Dann weiß er, dass Charlie zu gut zum Sterben ist.
Sie verschwenden Ihre Zeit.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder...
Charlie.
Charlie.
- Hi. - Hallo.
Wie geht's dir, Charlie? Wie fühlst du dich?
- Ich seh gut aus, oder? - Scheiße siehst du aus.
Schön, dass du die Augen auf hast.
Alle reden über dich. Es ist ein Wunder, sagen sie.
Das erste Mal, dass jemand so einen Ausflug überlebt hat.
- Ich bin ein Glückspilz, was? - Ja. "Lucky".
Das bist du. "Lucky" Luciano.
Und was ist mit Joe?
- Masseria. - Ja.
Er ist durcheinander.
Er weiß nicht, ob du für ihn arbeitest oder für Faranzano.
Er wird sauer sein. Aber bisher hat er sich nicht gerührt.
Weil er nicht weiß, warum Faranzano dich nicht umgebracht hat.
Na ja, er braucht mich.
Er kommt nicht nahe genug an Masseria ran. Ich soll ihn umbringen.
- Warum auch nicht? - Sizilianisches Gesetz, Benny.
Wer einen Don umbringt, kann nie Don werden.
Wir müssen einen Krieg anzetteln. Die sollen sich bekämpfen.
Das geht nur, wenn wir jemand Wichtigen umbringen.
- Einer beschuldigt den anderen. - Reina.
Tommy?
Faranzano wird denken, Masseria war's, weil Tommy übergelaufen ist.
Die Bronx steht auf dem Spiel. Er muss zurückschlagen.
Hier geht's um einen Freund von mir. Ja?
- Wenn einer Tommy was tut... - Nein. Das war's.
Das war's nicht.
Benny, Reina hat mich in die Falle gelockt.
Als er übergelaufen ist, hat der Don einen Preis verlangt. Mich.
Ich glaub einfach nicht... Tommy würde doch nie...
Meyer, ab jetzt müssen wir beide uns einig sein.
Wenn mir was zu Kopf steigt, erschieß mich einfach, ja?
- Und jetzt verzieht euch. - Pass auf dich auf.
- Bis dann, Charlie. - Bis später, Frankie.
Wenn der Krieg kommt, bist du in Gefahr.
Und das ist nichts für Mädchen?
Vielleicht solltest du mal die Stadt verlassen.
Du verstehst gar nichts, oder?
Ich bin jetzt bei dir. OK?
- OK. - OK.
- Schlaf jetzt. - Ja.
- Benny. - Tommy. Hey.
Komm her. Wie geht's denn?
Wir müssen was besprechen.
- Wo ist denn Short Stick? - Beim Hunderennen. Hat heute frei.
Wie geht's Charlie?
Charlie ist zäh.
Das hätte Faranzano nicht tun dürfen, verdammt noch mal!
- Ich hätte ja was unternommen. - War nicht deine Schuld.
Deshalb bin ich hier.
Damit du siehst, dass wir dir nichts nachtragen. Ich hab was für dich.
- Hey. - Hey, was ist das?
Ein Freund von Frankie hat's geklaut... Ehrenwort, das ist
aus dem Privatbesitz von Benito Mussolini.
- "Il Duce." - "Il Duce."
Scheiße.
Hübsche Waffe.
Wir sind schon lange Freunde was, Tommy?
- Lange. - Ja.
Du weißt doch, was Charlie immer sagt...
dass sich hier in Amerika alles ums Geld dreht.
Ja, ich glaub, das hab ich schon mal irgendwo gehört.
Aber hier geht's nicht um Geld. Hier geht's um Freundschaft.
FEHDE FORDERT WEITERE FÜNF OPFER!
Da kann man keine Richter bestechen.
Schön, dass die einander umbringen wollen, aber es klappt nicht.
Bleibst du bitte mal auf dem Teppich?
Dann müssen wir's eben erledigen.
- Masseria? - Ja. Da gibt's nur ein Problem.
Wie bringen wir ihn dazu, dass er uns vertraut?
Ich weiß. Wir retten ihm das Leben.
Wie geht's, Joe?
Wie oft willst du mich noch linken?
Ich habe Augen zum Sehen und Ohren zum Hören. Sogar ein Hirn.
Alles, was du denkst, hab ich längst gedacht. Schon zehn Mal!
Warum verdächtigst du mich dann? Staten Island?
Joe, du warst sauer auf mich, da dachte ich:
"Ich sag Faranzano, dass ich mich mit ihm einige."
Er gibt's zu.
Wie soll ich denn sonst an ihn rankommen?
An eins hast du nicht gedacht.
Ich werde Faranzano umbringen. Wenn ich lebe, stirbt er.
Deshalb war ich auf Staten Island.
Wie man weiß,
hat das nicht geklappt wie geplant.
Du hast 48 Stunden Zeit, ihn umzubringen.
Mr. "Lucky" Luciano!
Weißt du, Charlie, es ist schön, dass wir nicht nachtragend sind.
Ich lad euch zum Essen ein. Wo wollt ihr hin?
Sucht euch was aus. Ich zahle.
Da oben!
Frankie! Wo ist das Auto?
Dir hat's Spaß gemacht, dass sie Charlie gefoltert haben, stimmt's?
Ja, aber... Du hast doch gesagt, es ist alles vergeben.
Ist es auch.
- Komm, Joe. - Geh weg.
Das macht... 15 Mal.
Ich hab's dir gesagt, Charlie, die bringen mich nie um.
Nie.
Danke übrigens.
Tut mir Leid, dass ich das tun musste.
Wieso nennt man den da den "König der Tiere"?
Löwen jagen nicht. Sie töten nicht.
Sie fressen, scheißen und vögeln nur,
genau wie gewisse fette Personen.
Zur Sache. Ich kann Masseria nur umbringen, wenn Sie verlieren.
Er muss glauben, dass er gewonnen hat.
Du hast eine Woche Zeit.
Und eins noch.
Finger weg von meinen Freunden.
Euer Leben gehört ganz euch.
Mom, wann gibt's was zu essen?
Gehen wir.
Hey! Wir haben's geschafft, was?
Wir haben's geschafft.
- Wir haben gewonnen. - Das wusste ich, Joe.
Und wann legen wir Faranzano um?
- Diese Woche? Nächste Woche? - Nächstes Jahr. Keine Eile, oder?
- Genau. Soll er ruhig schwitzen. - Genau.
- Sieht alles gut aus. - Nicht schlecht. Warte. Nimm das.
Salsiccia.
Jetzt sag mir mal was, Joe.
Was liebst du?
Was ist das denn für eine Frage?
Nur Konversation beim Essen. Was liebst du, hm?
Ich liebe Essen...
Und... ich liebe Fotzen.
Weißt du?
Junge Fotzen.
- Ja. - Aber...
Aber vor allem vernichte ich gern Leute.
Irgendwelche?
Je größer, desto besser. Aber eigentlich... alle.
Das fühlt sich gut an.
Ich wollte dich immer was fragen,
wegen deines Neffen Joe. Er war ein Freund von mir.
- Er war nach dir benannt, ja? - Ja.
Er war... ein netter Junge.
Ja, das stimmt.
Du weißt das nicht mehr, aber ich war bei seinem Tod dabei.
- Auf der Straße? - Ja.
Und ich hab mich gefragt, warum du einen Verwandten umbringst.
Irgendein Familienstreit. Weiß ich nicht mehr.
- Keine Ahnung. - Ich gehöre doch zur Familie?
Ja.
Familie, ja?
Ich muss mal pissen, ja?
Joe. Das ist nicht Nummer 16.
Komm.
Meine Freunde!
Ehrenwerte Männer, ich begrüße euch als euer Caesar.
Der Boss aller Bosse.
Capo di tutti capi.
Um unparteiisch zu herrschen,
habe ich meine Geschäfte innerhalb der Familie verteilt.
Dafür werde ich einen fairen Anteil an den Gewinnen
aller Familien im Land erhalten.
Ab sofort gibt es fünf Familien,
und der "Capo" jeder Familie untersteht mir.
Mr. Thomas Gagliano.
Mr. Joseph Bonanno.
Mr. Joseph Profaci.
Mr. Vincent Mangano.
Und Mr. Charlie Luciano,
der die ganze Operation unter meiner Regie leiten wird.
Jetzt tretet bitte vor und erweist euren Respekt,
nicht mir, sondern meinem Amt.
- "Grazie." - Eine große Ehre.
- "Grazie." - "Un grande onore."
- Ein großes Privileg. - Gibt's denn hier keine Weiber?
- Ich weiß, ich weiß... - Entschuldigung.
Bitte.
Halt dich fest: Faranzano hat Coll aufgetragen, dich umzulegen.
Was?
Tja, du weißt ja, was wir tun müssen.
- Es steht viel Geld auf dem Spiel. - Wir kriegen, was wir wollen.
Schönen Tag noch, Mr. Coll.
Ihr seid so dämlich!
Das Problem ist nur... Ich spüre nichts.
Das ganze Blut, und ich spüre nichts.
Masseria war sechs Monate hinter Faranzano her,
und kam nicht mal nah ran.
So wie ich das sehe, haben wir zwei Probleme.
An seinen Wachen vorbeikommen, und uns in sein Büro einladen lassen.
Ich kann helfen. Ich lenk ihn ab.
Was macht sie denn hier?
- Was macht sie hier? - Ja.
Tja, sie gehört zu mir.
Und du kannst nicht helfen.
Das ist sehr gefährlich. Setz nicht dein wertvolles Leben aufs Spiel.
OK.
Wenn du's dir andres überlegst, sag Bescheid.
- Soll ihn doch ein Cop umbringen. - Bezahl lieber mich dafür.
Nein, nein. Hirn statt Muskeln.
Das müssen wir selbst erledigen.
Stolz. Das ist seine Schwäche.
Die Leute sagen doch, du siehst eher wie ein Buchhalter aus.
Und du wie ein Baseballspieler.
Faranzano ist der einzige Gangster, der mit der Steuerfahndung angibt.
Sie konnten ihm nichts anhängen, also glaubt er, er ist sauber.
Er ist sauber. Und?
Na ja, wo es ihm doch so viel Spaß gemacht hat,
könnten wir ihm die Freude noch mal machen.
Ich hab Angst.
Was?
Ich hab Angst.
Alles, was ich will, ist hier. Ich muss es mir nur nehmen.
Charlie?
Ich krieg ein Baby.
Was?
Ja.
TREPPENHAUS
Morgen.
Oh, Gott.
Oh, nein.
Oh, Gott...
Nein... Nein...
Los. Und hoch heben.
Vorsichtig.
Sag's, Frankie. Egal, was.
- Was ihr eben tun könnt. - Entschuldigung.
Die Leiche wird bedeckt. Für die Presse ist das Charlie.
Wird gemacht.
Hey, Benny.
- Die Schweine. - Das werden sie bezahlen.
Genau wie du's mir gesagt hast, Charlie.
Wenn du sie geliebt hast, war das ein Fehler.
Du musst dich zusammenreißen.
Das ist der entscheidende Moment.
Das ist der Test.
Den Fehler haben die anderen gemacht.
Klappe, gib mir den Don.
Don, Don. Haben Sie die Kohle?
- Charlie ist tot? - Wird in der Hölle frittiert.
Soll ich die anderen drei gleich hinterherschicken?
Komm rüber. Ich zahl dich aus.
- Dann gibt's neue Anweisungen. - Bin gleich da.
Mad Dog Coll kommt sein Geld holen.
Wenn er reinkommt, stellt ihn kalt.
Mit Vergnügen.
- Hier ist mein Schlüssel. - Pennsylvania Hotel. Ja?
Absolut. Mr. Coll, ich habe den Zimmerservice beauftragt.
- Ist unterwegs. Ich weiß nicht. - "Das wissen Sie nicht?"
Tut mir Leid, Mr. Coll, sagen Sie's lieber noch mal.
Zwei Spiegeleier mit Speck.
Eine Tasse schwarzen Kaffee, und zwar sofort, oder ich...
Zimmerservice.
Das war auch Zeit. Her damit!
Wie heißen Sie? Weil ich ihren Boss sprechen will, deshalb.
Ich will nur deine ungeteilte Aufmerksamkeit.
Wichser.
- Oh, mein Gott! - Gott!
Hey!
- Guten Morgen. - Wird bestimmt einer.
Nächster Lift, bitte.
Steuerfahndung. Aus dem Weg.
Verschwinden Sie. Jetzt!
Los!
Sonst noch jemand eine schlaue Idee?
Jetzt verzieht euch.
- Gut gemacht, Fred. - OK.
Mr. Faranzano? Schon wieder die Steuerfahndung.
Soll reinkommen.
Denk gar nicht erst dran.
Hey. Wollen Sie's ins Auge? Na?
Fallen lassen! Die Knarren auf den Boden, sofort! Siegel, lass fallen!
Lansky, da rüber.
Du auch, Costello. Zu deinen Judenfreunden. Los!
- Sehr hübsch. - Bring sie um!
Ja, ja, ja, ja, ja, ja...
- Wie viel ist das wert? - Egal. 100 Riesen.
- Viel bist du dir nicht wert, was? - 200.
Fünf. Los, sag's schon. Fünf.
Na gut, fünf.
Dabei mag ich meine Arbeit. Ich hätt's auch umsonst gemacht.
Also gut, Jungs.
Das war das dritte Mal, Meyer. Diesmal musst du dich bedanken.
Danke.
- Nein, ihr irren Juden. - Komm, du bist tot.
- Wie ist das, na? - Weißt du noch?
Sizilianisches Gesetz, ja? Wer einen Don umbringt...
- Mach's einfach wie vereinbart. - Gut.
- Langsam. - Was wird das?
Warum langsam? Weil ich dich gefoltert habe?
Nein. Wegen dem, was du vor 15 Jahren gemacht hast.
Großer Gott, Charlie. Nach 15 Jahren willst du Rache?
Ich hatte viel um die Ohren.
Hoch mit dir!
Sag mir wenigstens, was ich vor 15 Jahren getan habe?
- Nein! - Das willst du wissen?
Nein! Sag's mir. Was hab ich vor 15 Jahren getan?
- Meinen Vater ruiniert. - Deinen Vater?
An den kann ich mich nicht mal mehr erinnern.
Ja, genau.
- Charlie. - Nein, bitte nicht!
Lass mich mal sehen!
Hey, Lucky. Setz dich.
Ich möchte... Mr. Capone danken, dass er dieses Treffen veranstaltet.
Ja, ja. Setz dich hin und sei still, ja?
Es wird keinen Boss geben.
Ihr wisst alle, wo ich die her habe.
- Vielleicht kann Joe Profaci... - Moment. Was soll das heißen?
Keine Angst, Joe.
Vielleicht wusstest du, was passiert. Vielleicht auch nicht.
Aber wenn ich jetzt nach den alten Regeln Boss würde,
müsste ich dich umlegen, nur für alle Fälle.
Und ihr zuckt alle die Achseln, ja?
Nur dass ein paar von euch Freunde von Joe sind.
Und eines Tages tu ich vielleicht irgendwas, das euch ärgert,
und dann bin ich dran.
Und dann wirst du Boss. Meine Freunde hassen dich.
Dann kommt ein anderer Boss. Und so weiter.
Wisst ihr, wie ich das finde? Dämlich. Sehr, sehr dämlich.
Wenn du's nicht machst, wer soll dann?
Keiner. Wir sind alle Bosse.
Und was dann, Charlie? Stimmen wir über alles ab?
Genau, Joe. Alle sind gleichberechtigt.
Unternehmen haben einen Vorstand.
Genau wie wir jetzt auch. Eine Kommission.
Ich habe Freunde. Die kommen nicht aus Palermo, nicht aus Sizilien,
es sind nicht mal Italiener. Es sind Juden.
Und ich vertraue ihnen. Hat damit einer ein Problem?
Du sagst, es gibt keinen Boss, aber du redest wie einer.
Jede Organisation braucht einen Mann an der Spitze.
Sagen wir, ein Aushängeschild. Einen Anführer. Irgendwas.
Mir ist ziemlich egal, wer das macht.
Ich würde sagen, Charlie Luciano soll unsere Kommission leiten.
Wer ist dafür?
Wenn du willst, kannst du's machen, Al.
Ach, was.
Mach ruhig. Aber Julius Caesar hat nie abstimmen lassen.
Tja, deshalb lag Julius Caesar am Ende auch tot auf der Straße.
Sonst noch was?
Unter Charlie "Lucky" Lucianos Führung,
herrschte 15 Jahre lang Frieden im organisierten Verbrechen.
Luciano starb mit 65 an Herzversagen.
Siegel war am ersten Casino in Vegas beteiligt.
1947 erfuhr die Kommission von Unterschlagungen,
und Siegel wurde erschossen.
Costello war 30 Jahre einer der wichtigsten Mafiosi.
Nach einem erfolglosen Attentat auf ihn durfte er in Rente.
Meyer Lansky hielt sich im Hintergrund.
Er saß keinen einzigen Tag im Gefängnis und starb in Frieden,
als einer der reichsten Männer Amerikas.
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