All language subtitles for Heidi und Peter-1955- GER

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Original subtitles

Heidi und Peter (1955) dTV - 3sat - 8. April 2012

Subtitles downloaded from www.OpenSubtitles.org

Alp-�hi

Heidi

Klara Sesemann

Fr�ulein Rottenmeier

Ein Junge jodelt.

Andere Kinder fallen in den Jodler ein.

Majest�tische Musik

Kinder singen ein fr�hliches Lied.

Lehrer und Kinder singen einen Kanon.

Kommt alle zu mir!

Nicht so! Lasst die Kleinen nach vorn.

In der letzten Naturkunde-Stunde haben ein Tier durchgenommen, -

das ihr alle auch kennt.

Ein Raubtier.

H�nde weg!

Die Kinder lachen.

Der...

Fuchs! Die Kinder staunen.

Ein richtiger schlauer Spitzbube.

Nicht ganz un�hnlich unserem Gusti,

der es liebt, bei seinem Nachbarn abzuschreiben.

Die Kinder lachen.

Und was frisst er, der Fuchs?

(Lehrer) Du, Christeli.

K�fer, W�rmer und M�use.

Er frisst auch Feldfr�chte.

Herr Lehrer! Du, Heidi.

Vorgestern ist ein Fuchs bei uns in den H�hnerstall eingebrochen

und hat den Gockel und zwei H�hner gestohlen.

Da h�rt ihr es! Bei deinem Gro�vater, dem Alp-�hi?

Bei der Mutter vom Gei�enpeter, da wo wir wohnen.

Aha, bei der Brigitte.

Was du nicht sagst.

Wo ist der Peter?

Lustige Musik

Halt! Alp-�hi! Kann ich dir was helfen?

Ich wollte ins Dorf.

So, so! Wohin denn ins Dorf? Sag blo�, in die Schule?

Da brauch ich heute nicht hin.

Ach ja? Ich hab Zahnweh.

Wo tut es weh? Zeig her! Da vorne?

Nein, da hinten der Letzte.

Ich seh nichts!

Das Loch ist eben innw�ndig. Aber es tut saum��ig weh.

Da hilft rodeln?

Ich dachte, n�tzt's nichts, schadet es auch nichts.

Ich kann ja immer noch in die Schule.

Das w�re gescheiter. N�tzt nichts, so schadet es auch nichts.

Wiedersehen. Wiedersehen, Marco.

Heidi? Ein Brief f�r dich.

Von der Klara aus Frankfurt!

Warte, das ist f�r den Alp-�hi. Danke.

T�r geht auf. Bist du es Heidi?

Ja, Brigitte.

Was ist denn los?

Da!

Ja, herrje!

Jetzt versteh ich. Drum hat sie nicht geschrieben.

So ein armes Ding, die Klara Sesemann!

Als sie letzten Sommer nicht kam, hie� es, sie sei erk�ltet.

Vielleicht hat sie einen R�ckfall.

Sie sitzt wieder im Rollstuhl.

Der Doktor meint, wir m�ssen nur Geduld haben.

Du musst nicht traurig sein, Heidi.

T�r geht auf.

Wo ist denn der Lausbub? Ihr habt Peter doch heimgeschickt.

Ich? Er war doch gar nicht in der Schule.

Nicht? Wo war er denn?

Schlitten fahren war er.

Mir hat er gesagt, er h�tte Zahnweh.

Er m�sse ins Bett, W�rme t�te ihm gut. Dabei f�hrt er Schlitten.

Er hat halt wieder mal die Schule geschw�nzt.

Brigitte, ich hab euren Bub gern. Aber so kann's nicht weiter gehen.

Er geht nicht gern zur Schule! Vielleicht ist er zu dumm.

Euer Peter ist nicht dumm. Sonst w�r er nicht so gut im Rechnen.

Er ist nur im Lesen schlecht.

Als Heidi aus Frankfurt zur�ckkam, hat er sich mehr M�he gegeben.

Ihm fehlt der gute Wille!

Alp-�hi, Ihr kennt meinen Buben. Er h�rt auf Euch.

Redet ihm ins Gewissen.

Ich glaube, da m�sste man schwereres Gesch�tz auffahren.

Aber nicht verhauen, Gro�vater.

Wie w�r's denn... Warte mal!

Ich hab's!

Ich glaube, das k�nnte einschlagen.

Es muss aber unter uns bleiben. Auch du darfst nichts verraten.

Das ist n�mlich eine Sache, die muss heimlich gemacht werden.

Kinderl�rm

Ruhe!

Ich sagte, Ruhe.

Wenn ihr w�sstet, was ich wei�!

Was haben wir heute f�r ein Tag?

Du! - Donnerstag.

Donnerstag, den? - 6. Dezember.

Jawohl, das ist der Tag, an dem nach altem Brauch,

der heilige Nikolaus oder Samichlaus, wie man bei uns sagt,

zu den Kindern kommt.

Aber zu uns ist er noch nie gekommen.

Ja leider! Ich wei� auch nicht warum.

Vielleicht ist es ihm zu weit in unser Dorf.

Mag sein.

Und nun passt alle gut auf!

Ich war w�hrend der Pause dr�ben auf der Gemeindekanzlei.

Auf dem R�ckweg hab ich etwas Ungew�hnliches gesehen.

Einen Esel,

beladen mit Sack und Rute.

Der spinnt ja.

Ihr habt den Nikolaus noch nie gesehen.

Weil's keinen gibt.

Oder? Du, Heidi.

Wo?

In Frankfurt sagt man zu ihm Knecht Ruprecht.

Ach, wie interessant. Und wie sah er aus?

Er hat einen langen wei�en Bart

und einen roten Mantel mit Pelz.

Er hatte keine Rute und war lieb.

Da habt ihr Gl�ck gehabt.

Der Nikolaus kann n�mlich auch ganz anders sein. Ja?

Im "Struwelpeter" taucht er die Buben ins Tintenfass,

bis sie schwarz werden. - Aha!

Auch bei uns in den Bergen kann er ein recht rauer Geselle sein.

Er tr�gt eine einfache Kutte wie ein Waldbruder

und l�utet mit einer Glocke.

Da muss man ja lachen.

Unfolgsame oder faule Buben nimmt er mit auf die Schwarze Alp!

Herr Lehrer, ich m�chte... - So steh doch auf!

Woher wei� der Nikolaus, welche Buben b�se sind?

Heidi?

Der Nikolaus wei� alles.

Und jetzt... Glocke klingelt.

Jetzt hat's geklingelt.

Ja, da schau her.

Sitzen bleiben.

Wollt ihr so gut sein und herein kommen, Herr Nikolaus?

Guten Abend, Nikolaus.

Ich kenne euch alle.

Du hei�t Marteli, gell? Ja, Nikolaus.

Du bist flei�ig in der Schule und daheim

h�test du deine kleinen Br�der.

Seppli �rgert immer die M�dchen! Er zieht sie an den Z�pfen.

Mir hat er gestern mein Brot aus der Hand geschlagen.

Mit Absicht? Nein, mit K�se.

Lausejunge! Und du, Anneli, bist eine Klatschliese.

Der Rudi redet immer so w�st.

Man muss nicht immer fluchen.

Im Gro�en und Ganzen bin ich mit euch zufrieden.

Bis auf einen! Oha!

Komm nach vorne!

Ich? Nach vorne, zu mir!

Du bist also der, der noch nicht richtig lesen kann?

Ich kann nichts daf�r.

Was? Den Buben nehme ich mit!

Nikolaus, bitte nimm den Peter nicht mit!

Er wird sich bessern. Ich helfe ihm lesen lernen.

Ich will ja.

Versprich es! Ja.

Und wirst du's auch halten? Ja, ja.

Dann dr�ck ich noch mal ein Auge zu.

Es klingelt. Und jetzt...

Die Kinder staunen.

Jubeln.

Greift zu!

Ich begleite Euch noch hinaus.

Die Kinder jubeln.

H�rt mal zu, Kinder. F�r heut ist die Schule aus.

Jubeln.

Wiedersehen, Kinder.

Kommt gut heim.

Wiedersehen.

(M�dchen) Herr Lehrer! - Ja, was ist?

Wissen Sie, wem der Nikolaus ein bisschen gleicht?

Um die Augen herum! - Nein.

Dem Alp-�hi.

Ja, was du nicht sagst! Auf Wiedersehen.

Gl�ck gehabt. Aber jetzt musst du dich dahinter klemmen.

Marteli meinte, der Nikolaus �hnelt dem Alp-�hi.

Na und? Stecken die zwei unter einer Decke?

Nimm dich in Acht! Denk an dein Versprechen!

Ja, versprochen hab ich's. Und ich halt's auch.

Daheim suche ich dir eine Geschichte im Lesebuch.

Warum so eilig? Sonst tut's dir am Ende leid.

Mutter!

Du, Mutter! Sie ist nicht da.

Du, Mutter! Sie ist nicht da.

Sie kommt bald wieder, sonst w�re das Licht aus.

Wo kann nur mein Lesebuch stecken?

Eben, du findest nicht einmal dein Buch.

Wir wollen keine Zeit verlieren. F�r heute nehmen wir meins.

Setz dich! Ich such dir eine Geschichte.

Aber nicht die schwerste.

Du liest jetzt, was ich dir gebe.

Da, fang an!

"Der fremde

Wanders...

Wandersmann

in einem...

sa� eine...

um den...

und a�."

Das geht nicht. Warum l�sst du immer das Hauptwort aus?

Davon spricht in 100 Jahren keiner mehr.

"Sa� eine Familie...

um den Tisch

und a�

Haferbrrrrr... Hafer...

...ei!

Wieso ein Ei? Haferbrei!

Aha.

"Da klopfte

klopfte es an die T�re."

Es geht schon besser. Jetzt lesen wir ein St�ck zusammen!

(beide) "Seid willkommen

in unserer kleinen H�tte,

sprach die Mutter

im freundlichen Ton..."

Liebliche Klaviermusik

So, nun noch einmal, Klara.

Ich begreife wirklich nicht, warum du dich str�ubst,

in Gesellschaft vorzuspielen.

Vor fremden Leuten? Das werde ich nie k�nnen.

Dein Vater w�nscht es.

Er war gekr�nkt, als du dich geweigert hast,

seinen Freunden etwas vorzutragen.

Es tut mir leid. Ich bringe es nicht �ber mich.

Ich habe heute Nacht von Heidi getr�umt.

Wir waren zusammen auf der Alp

und ich habe die Berge gesehen.

Werden wir im n�chsten Sommer in die Schweiz reisen k�nnen?

Das entscheidet der Doktor. Tinette!

Sie k�nnen abr�umen.

Ich bezweifle aber,

dass er so einer abenteuerlichen Reise zustimmen wird.

Geh�rt das Ihnen? Geben Sie her!

Was haben Sie eigentlich gegen diese Schweiz-Reise?

Ich habe meine Gr�nde, auch wenn ich nicht davon spreche.

Sebastian war dort, als er Heidi heimbrachte.

Er kann ein Lied von dem Land singen.

Sebastian! Wie bitte?

Ach so! Na ja...

Erz�hlen Sie ruhig, was Sie alles auszustehen hatten.

Alles schon vorbei und vergessen.

Wie war denn das mit dieser Br�cke?

Eine Br�cke war's nicht.

Zwei Baumst�mme f�hrten �ber den Bach.

Sie schwankten heftig, Gel�nder war auch keins da.

Schauderhaft!

Unter uns toste der Wildbach und ich ging so hin�ber:

Einen Fu� vor den anderen.

Ein Schritt daneben und ich w�re ertrunken.

Da h�rst du's! Ja, ja, ich h�re.

Das war noch nichts im Vergleich zur Felswand.

Eine richtige Kletterwand.

Glatt wie Glas und �berh�ngend.

Der Bergf�hrer hatte mir Steigeisen gegeben, ich hing am Seil

und arbeitete mich m�hsam empor. Die Griffe musste ich erst lernen.

Meine F��e hingen direkt �ber dem Abgrund.

1000 Meter tief!

Und dann kam der Stier!

Weiter oben auf der Alm.

Pl�tzlich stand er vor mir, wie aus dem Erdboden gewachsen.

Mit seinen blutunterlaufenen Augen glotzte er mich an.

Ich war wie gebannt und versuchte nat�rlich, ihn zu bes�nftigen.

Ich sagte: "Nanu, du Strammer, suchst wohl deine Mutti?"

Aber da kam er angedonnert.

Er br�llte, Dampf zischte aus seinen N�stern

und ich flog durch die Luft.

Und Heidi? Wieso Heidi?

Ach ja. Die ebenfalls!

Wir landeten beide fast an der gleichen Stelle.

Und dann sahen wir das Dorf, ganz in der N�he.

Was erz�hlen Sie f�r Kohl?

Verzeihen Sie.

Fr�ulein Rottenmeier bat mich, die Schweiz-Erlebnisse zu schildern.

Er hat vielleicht �bertrieben, aber etwas muss dran sein.

Unsinn! Fr�ulein Rottenmeier.

Er war nie im D�rfli. Heidi schrieb damals,

am Bahnhof habe sie ein Mann abgeholt.

Mit einem Wagen sind sie hinaufgefahren.

Papa, darf ich diesen Sommer zu Heidi?

Das h�ngt nicht von mir ab. Du darfst nicht den Mut verlieren.

Wenn deine Genesung erfolgreich ist, fahren wir zusammen hin.

Das versprech ich dir.

(Lehrer) Eine richtige Examensfrage:

Wie sieht denn eigentlich ein Franken aus?

Sicher hatte jeder von euch so was schon mal in der Hand. Seppli?

Vorne steht "1 Franken" und eine Jahreszahl.

Rings herum hat es einen Ring.

Einen Ring? Hmm.

Anneli! - Es ist ein Kranz.

Besser.

Und aus was besteht der Kranz?

Das wissen wahrscheinlich nicht mal alle Erwachsenen.

(Lehrer) Du! - Aus Eichenlaub und Alpenrosen.

(Lehrer) Sehr gut.

Und was ist auf der anderen Seite des Franken zu sehen?

Eine Figur. - Eine Frau.

Es sind Sterne drum herum.

Sterne, sagst du. Wie viele?

Z�hl einmal, Marteli! - (Junge) Hundert!

Hundert? Wo denkst du hin. Die h�tten ja gar keinen Platz.

Du! - Vier!

Es sind 22 Sterne.

Warum wohl gerade 22? Wer wei� die Antwort?

Die Schweiz hat 22 Kantone. F�r jeden gibt es einen Stern.

Sehr gut.

Was ist nun mit der Figur? Heidi?

Sie ist eine Schweizerin.

Das ist Frau Bundesrat Kallander.

Lehrer lacht. Nicht ganz. Und du?

Es ist die Helvetia.

Was f�r eine Bewandtnis hat es mit dieser Helvetia?

Du, Heidi?

Die Helvetia lebt nicht richtig. Aber sie stellt die Schweiz dar.

Das hast du sch�n gesagt.

In unserem Lesebuch steht etwas dar�ber.

Allerdings haben wir es noch nicht durchgenommen.

Wer m�chte das einmal lesen?

Der Peter. So! Hier!

"Mutter Helvetia.

Jeder von uns hat wohl schon einmal

irgendwo ihr Bi...

ihr Bildnis gesehen.

Der Name geht zur�ck auf das tapfere Volk der Helvetier,

das schon vor Christi Geburt einen Teil des Landes besiedelte.

Heute verk�rpert die Helvetia unsere Heimat.

Diese Frauengestalt ist ein Sinnbild."

So, bis hierher.

Ich bin zufrieden mit dir!

Herr Pfarrer?

Ich bin �berrascht �ber deine Fortschritte.

Wie haben Sie das zustande gebracht?

Der Verdienst kommt weniger mir zu als...

Am besten kann uns der Peter das selber erz�hlen.

Es ist... ich war... ich habe...

Heidi hat mir geholfen.

Fast jeden Tag.

Sie ist... sie ist einfach...

Unsere Heidi ist einfach ein Schatz!

Ja, Heidi ist mein Schatz!

Die Kinder lachen.

Gut, gut. Der Peter hat das schon richtig gemeint.

Zum Abschluss unseres Examens singen wir nun noch das Lied

"Morgen fr�h, wenn die Sonne lacht."

Er gibt den Ton an.

(singen) "Wenn die fr�he Sonne lacht

Und der helle Tag erwacht

Sing ich in der Herrgottsfr�he

Gr�� mit Jauchzern meine K�he

Bei den K�hen auf der Heid

Ist des Sennern Freud."

Kinder jodeln.

Ruhige Musik

Es knallt.

Guten Tag, Herr Doktor! - Tag, Sebastian.

Heute gilt's wohl? - Wie bitte?

Ich sagte: "Heute gilt's wohl?" - Ich verstehe kein Wort.

Was haben Sie gesagt? - Ich sagte: "Heute gilt's wohl?"

Ganz recht. In einer Stunde knattern wir los.

Ja, wenn er knattert, der Knatterkasten.

Ich bin ja misstrauisch. Ein Pferd ist mir lieber.

Aber nicht so schnell. Gestatten Sie!

Wir fahren 30 Kilometer in der Stunde!

Bedenken Sie, 30 Kilometer in einer Stunde!

Wenn sie f�hrt. Die Knatterkiste.

Wenn sie mag.

Ist der Herr Sesemann oben? - Ganz recht.

Ich nehme die gestickte Jacke mit.

Es ist kalt auf der Alp.

Tinette, nicht so schusselig! Das kann man ja nicht mit ansehen.

Wir fahren nicht auf die Alp, sondern ins Bad.

Da wird abends sicher getanzt.

Die Medikamente in den kleinen Koffer!

Gute Gelegenheit, Bekanntschaften zu machen.

Tinette!

Wir w�nschen keine Bemerkungen und keine Anspielungen dieser Art.

Herr Doktor!

Tag, meine Damen!

Tag, Fr�ulein Rottenmeier.

Sie sehen blendend aus. Sie werden ja immer j�nger.

Wie machen Sie das? Verraten Sie mir das Geheimnis!

Ich k�nnte so ein Mittel auch brauchen.

Da gibt es gar nichts zu verraten, Herr Doktor.

Entschuldigen Sie mich. Ich habe dringend zu tun.

Bitte, bitte, nur nicht st�ren lassen.

Ich komme ja nur,

um meinem Sorgenkind eine erfolgreiche Kur zu w�nschen.

Man sagt zwar: "Mancher reist gesund ins Bad

und kommt zur�ck malad".

Aber wir wollen den Volksmund L�gen strafen.

Ja, Klara?

Ja, Herr Doktor.

Darf ich bitten?

Du schreibst mir?

Ja, wenn ich Heidi gesehen habe, schreib ich einen Brief.

Mein Lieber! - Ich bin froh, dass du kommst.

Schlie�en Sie die T�r! - Was ist denn los?

Die Koffer darf ich runtertragen? - Nur meine.

Mit den anderen warten Sie.

Sie haben verstanden.

Lassen Sie uns allein.

Classen, ich bin in einer sehr peinlichen Situation.

Ich f�rchte, die ganze Reise f�llt wieder einmal ins Wasser.

(Doktor) Das darfst du dem Kind nicht antun.

Ich warne dich, Sesemann.

Die Entt�uschung k�nnte einen neuen R�ckfall zur Folge haben.

Ich verspreche mir sehr viel von diesen B�dern.

Aber noch mehr von einem Wiedersehen mit Heidi.

Es geht doch auch ohne dich.

Ich habe Klara versprochen, dass jemand mit ihr f�hrt.

Und deine Mutter?

Ich habe sie gestern Abend gefragt. Sie kann nicht weg. Sie hat Besuch.

Classen! - Das schlag dir aus dem Kopf.

Meine Ferien sind hinter mir.

Au�erdem habe ich Patienten, die ich nicht im Stich lassen kann.

Dann bin ich mit meinem Latein am Ende.

Sebastian! Meine Koffer k�nnen Sie jetzt auch holen.

Ja, ja, gewiss.

Fenster zu! Man schreit nicht �ber den Hof!

Kommt der mit? Der Rollstuhl?

Was f�r eine Frage!

Ich f�hle mich doch jetzt sehr gut.

Im vorigen Sommer konntest du keinen Schritt mehr tun.

Der Stuhl wird jetzt abgeholt und zur Bahn spediert.

Da, Sebastian!

Sie k�nnen sie mitnehmen.

Ich freue mich ja so unendlich. Versteht sich.

Mir kommt da ein Erlebnis in den Sinn, ein Jugend-Erlebnis sozusagen.

Ich trug damals so kleine H�schen

und ein Matrosen-M�tzchen mit was dran.

Die kleinen M�dchen waren alle in wei�. So s��!

Wir standen vor dem Rathaus. Der Kaiser sollte kommen.

Der! Der Gro�vater seiner Majest�t.

Wir hatten den Nachmittag gewartet, abends standen wir immer noch da.

Bis der B�rgermeister vorbeikam und sagte:

"Ihr k�nnt nach Hause gehen. Mit dem Kaiser ist es Essig."

Er war an der Stadt vorbeigefahren. Wir hatten umsonst gewartet.

Was wollen Sie damit sagen?

Gar nichts.

Ich wollte nur etwas plaudern.

Sagen wollte ich nichts.

Sebastian! Sebastian!

Seb...

Papa? Wir fahren doch?

Ja, warum fragst du? Sebastian hat so komisch geredet.

Hat er wieder mal gehorcht? - Komm! Setz dich mal zu mir.

Du bist doch ein vern�nftiges M�del.

Dein Papa ist ein geplagter Gesch�ftsmann.

Ich muss nach Lyon und nach Paris.

Wir fahren also nicht!

Du hattest es doch versprochen, ganz fest.

Klara, komm, komm.

Die Reise ist ja nur verschoben.

Das sagt ihr immer. Ich werde Heidi nie mehr sehen.

Mach es mir nicht so schwer.

Herr Sesemann! - Sebastian, Sie sind ein Esel!

Zu Diensten, Herr Sesemann.

Mama!

Ich komme wohl im richtigen Moment.

Ich habe das Unm�gliche m�glich gemacht.

Alles abgesagt, die Nacht durchgefahren, da habt ihr mich.

Keine Tr�nen, Klara. Ich komme mit dir.

Gro�mama. Wir fahren zu Heidi!

Erhabene Musik

Die Gl�ckchen bimmeln.

Heidi!

Ich komme!

Der ist noch gut. Rauf damit!

Du hast zu schwer geladen.

Das ist gleich. Das Dach muss heute noch fertig werden.

Schafe bl�ken.

Geh mal hinein und schau nach, ob alles zu ist.

Da sieht man ja noch durch.

Nun kann Gro�vater nicht mehr sagen,

du musst daheim bleiben, weil das Wetter schlecht ist.

Nun kannst du immer mitkommen.

Wenn es regnet, sind wir in der H�tte geborgen.

Das geht aber nicht! Gei�en geh�ren nicht in die gute Stube.

Mir gef�llt die H�tte. Sie ist fertig.

Da muss noch eine Wand hin, mit einem Fenster drin.

Und eine T�r mit Schloss,

damit nicht jeder rein kann.

Und da mache ich

eine Bank, die um die Ecke geht, mit einem Tisch davor.

Woher nimmst du das Holz? Das wei� ich schon.

Der Alp-�hi hat gesagt, wenn ich seine Gei�en gut pflege,

bekomme ich ein paar Bretter.

Wenn's reicht, mach ich einen Schrank.

Da gibt es N�tigeres. Was?

Soll ich's sagen?

Eine Feuerstelle, aber an die K�che denkt ihr M�nner nie.

Jawohl.

Ich k�nnte dir dann was kochen.

Kartoffelpuffer. Da krieg ich gleich Hunger.

Die Ziegen meckern.

Ein Brief von Klara!

Der Postbote hat gesagt, er ist f�r dich.

Aus Ragaz.

"Ich wei� nun ganz sicher, dass ich dich besuchen darf.

Bald komme ich."

Seit wann hast du den Brief? Mittwoch oder Dienstag.

Und du gibst ihn mir erst jetzt? Ich muss sofort hinunter.

Warum? Vielleicht ist die Klara schon da.

Lass mich los.

Warte! Du musst erst noch etwas essen.

Beschwingte Musik

Klara! Klara!

Das ist sie, Gro�mama!

Bitte hilf mir.

Ich wusste, sie ist zu Hause.

Heidi!

Mein liebes Heidi.

Ich bin gerannt und gerannt.

Nicht so st�rmisch!

Begr��e zuerst Frau Sesemann!

Ich bin noch ganz durcheinander.

Wochenlang hab ich gewartet und jetzt sind Sie da.

Klara, Fr�ulein Rottenmeier und Sie, gn�dige Frau.

F�r dich bin ich die Gro�mama.

Gro�vater!

Gro�vater, komm schnell!

Unser Besuch aus Frankfurt ist da.

Da soll ich sitzen?

Ja freilich, da ist es sch�n.

Man sieht das ganze Tal.

Als w�re ich schon hier gewesen, so gut hast du es geschildert.

Wie das riecht.

So w�rzig, nach Gr�sern und Kr�utern.

Und Ziegen!

Gr�� Gott!

Seien Sie willkommen, Frau Sesemann!

Klara!

Fr�ulein Rottenmeier!

Der sagenhafte Alp-�hi!

So darf ich Sie doch nennen? Selbstverst�ndlich.

Haben Sie es endlich gewagt? Es ist ein ordentlicher Weg.

Heidi, geh schnell in die K�che. Unsere G�ste haben sicher Durst.

Sie nehmen etwas Milch?

Ach ja. Wir bitten darum!

Ich h�tte gern ein Glas Himbeersaft.

Es ist k�hle Milch.

Dann lieber frisches Wasser.

Das kann ich Ihnen geben.

Wo ist Herr Sesemann?

Und was macht Sebastian?

Und Tinette?

�ber all das wird Klara dir ausf�hrlich berichten.

Ach, das ist ein Pl�tzchen!

Das hat der liebe Gott am Sonntag geschaffen.

Finden Sie nicht auch?

Wenn Sie mich fragen, es ist ja sehr h�bsch hier,

aber doch recht primitiv, finde ich.

Gerade das gef�llt mir.

Hoffentlich schmeckt es Ihnen.

Die ist bestimmt vom Schw�nli und vom B�rli.

Heidi, wo sind die beiden? Ganz weit oben auf der Alp.

Gl�ckchen klingeln.

Gr�� Gott.

Gr�� Gott.

Ist das ein Fernrohr? - Ja, so eine Art.

Genaugenommen ein Theodolit.

Theo... Theodolit?

Ein Instrument, um Horizontal- und Vertikalwinkel zu messen.

Hast du verstanden? - Ja, so ungef�hr.

Ich habe auch lange gebraucht. Da, schau mal durch!

(Peter) Ei verflixt!

Da springt einem der ganze Kanton Graub�nden ins Gesicht.

So kannst du schwenken.

(Peter) Sauber erwischt! - (Mann) Wei� Gott! Zeig einmal.

Herr Zollinger, schauen Sie mal!

Geh�rt hat man die Murmeltiere, aber gesehen nicht.

(Mann) Vor dem Bau! Wie hast du das gemacht?

Ist doch keine Kunst, wenn man wei�, wo sie stecken.

Was soll denn das werden?

Eine Landkarte.

Wir arbeiten bei der Landestopographie in Bern.

Da geht die Sonne auf, oder?

Sie weckt mich immer.

Jetzt m�ssen wir aufbrechen.

Gro�mama! Vom Bett aus sieht man direkt die Tannen!

Vorsicht!

Du wirst zu Tode st�rzen. Ha!

K�nnen Sie denken.

Dreh dich um, Klara!

Schritt f�r Schritt.

So, das geht ja pr�chtig.

Wie ein geschulter Samariter.

Wir sind nicht ganz so wild, wie wir aussehen.

Darf ich Sie etwas fragen, Frau Sesemann?

Wie w�re es, wenn das Fr�ulein eine Weile bei uns bleiben w�rde?

Hier oben, im Hotel Alpenluft?

Heidi! Ich dachte gerade selber daran.

Aber doch nicht im Ernst.

Wir wollten eigentlich eine Reise durch die Schweiz unternehmen.

Aber eine Nachkur bek�me Klara wohl besser.

Gro�mama, du bist himmlisch.

Ich fahre zur�ck nach Ragaz.

Fr�ulein Rottenmeier wird sich im Dorf einquartieren.

Was halten Sie davon?

Ich muss mich wohl f�gen.

Aber wir haben gar nichts mit f�r Klara.

Ich lasse morgen alles schicken.

Und der Rollstuhl? Den ebenfalls.

Ich bitte Sie, das ist doch kein Problem.

Wir sind so weit.

Fein. Gehen wir, liebe Rottenmeier. Gl�ckchen bimmeln.

Der Gei�enpeter kommt!

Um Himmelswillen!

Nimm sofort die Biester weg, Junge!

Sch�n, dass wir dich noch treffen.

Gr�ezi.

Du musst mit den Damen Hochdeutsch sprechen.

Leider gehen sie gerade fort.

Leb wohl, liebes Kind. Auf Wiedersehen, Gro�mama.

Und die da?

Klara? Die bleibt bei uns!

So, und wie lange? Solange sie will.

Und du?

Jetzt musst du wieder eine Zeit lang allein hinauf.

Mach nicht so ein Gesicht!

Daf�r darfst du jeden Tag Heidis Proviant mitnehmen.

Peter murmelt etwas.

Was hast du gesagt? Nichts und ich sag auch nichts.

Der Teufel soll sie holen, die dumme Ziege aus der Stadt.

Streichermusik

Lustig! Hast du das selbst gemacht?

Willst du mal Maurer werden? - Nein!

Du bleibst wohl ein Gei�enbub?

Nein, nein.

Was willst du denn werden?

Wei�t du noch, was ein Theodolit ist?

Ein Instrument.

Und wozu? - Um Landkarten zu machen.

Und was braucht man dazu? - Einen gescheiten Kopf.

Ich meine, man muss rechnen k�nnen.

Hmm, ich glaub auch.

Wie sagt man zu einem Steinhaufen mit einem Kreuz darauf?

Ein Triangulationspunkt?

Du hast dir viel gemerkt in den drei Wochen!

M�chtest wohl mal Geometer werden? - Ja.

So, das m�chtest du? Und warum, wenn man fragen darf?

Weil ich dann in den Bergen bleiben kann.

Gar nicht schlecht. - Wie wird man Geometer?

Du musst aufs Gymnasium und sp�ter aufs Technikum.

Kostet das etwas? - Ja, ziemlich viel.

Das ist nat�rlich schlecht. Dann ist es schon aus.

Wir haben n�mlich kein Geld.

Nur nicht aufgeben. Man findet immer einen Weg.

Sp�ter verdienst du ja.

Wie viel? - Es reicht. Man kann davon leben.

Auch zu zweit?

Musst du f�r jemanden sorgen? - Hast wohl schon einen Schatz?

Kannst es ruhig sagen. Wir sind ja unter uns M�nnern.

Die Heidi ist nicht mein Schatz. Sie wei� gar nichts davon.

M�nner lachen. Da gibt's nichts zu lachen.

Ich kenne sie einfach. Im Winter wohnen wir zusammen.

Sie oben, ich unten. Dann fahren wir mit dem Schlitten in die Schule.

Ist sie h�bsch? - Wei� ich doch nicht.

Mir gef�llt sie. Andere schaue ich gar nicht an.

Schauen andere die Heidi an?

Ich hab deswegen schon mal einen geschlagen.

Es ist alles so furchtbar.

Was?

Bisher kam die Heidi immer mit mir herauf.

Diese H�tte ist f�r uns zwei.

So! Und jetzt?

Jetzt hockt sie die ganze Zeit unten.

Sie muss da eine h�ten.

Eine Deutsche, gr��er als ich.

Dabei kann sie nicht mal richtig laufen, die dumme Gei�.

Du magst sie wohl nicht?

Wisst ihr, wie die zu mir sagt?

Junge sagt die, dabei bin ich doch ein Bub.

Ihr solltet sie sehen! Sie hat Handschuhe an, im Sommer!

Ach, es ist zum Weinen.

Heidi soll wieder mit mir gehen.

Du willst die Heidi heiraten? - Was denn sonst?

Es ist wieder klar geworden. Wir m�ssen wieder an die Arbeit.

Nur nicht nachlassen, Peter!

Ich habe meine Frau auch in deinem Alter kennen gelernt.

Behalte dein Ziel immer fest vor Augen, wie einen...

Wie einen Triangulationspunkt!

Genau so.

Ah, Frau Sesemann!

Wollen Sie so gut sein?

Fr�ulein Rottenmeier sagte, Sie w�rden heute kommen.

Und sogar zu Fu�.

Ich bin gerade am K�sen.

Lassen Sie sich nicht st�ren.

Wo sind die Kinder?

Drau�en irgendwo. Wie konnten Sie das zulassen?

Es ist noch alles nass.

Entschuldigen Sie, Frau Sesemann. Ich hole Klara sofort.

Gest�rte Amsel! Frau Sesemann lacht.

Wahrscheinlich meint sie es gut.

Wenn sie nur nicht immer an Klara herum dirigieren w�rde!

Man hat den Eindruck, sie will Klara im Rollstuhl sehen.

Klara!

Klara! Heidi!

Wo sind die G�ren nur?

Heidi imitiert ein Ziege.

Jetzt!

(beide) Fr�ulein Rottenmeier!

Aber Klara! Bist du denn ganz von Sinnen?

Man kann euch nicht allein lassen.

Sofort in den Stuhl und zur�ck zur H�tte!

Die Gro�mama ist da.

Ich habe mir Gedanken gemacht �ber Ihre Enkelin.

Sie d�rfen es mir glauben.

Sie kann stehen.

Sie kann gehen wie jeder andere Mensch.

Aber sie steht nicht im Leben!

Au�er Heidi interessiert sie kein Mensch.

Vergessen Sie nicht:

Klara war wirklich krank.

Aber jetzt ist sie gesund.

Es ist Zeit, dass sie die Wirklichkeit kennen lernt.

Dass sie Anteil nimmt, an dem, was um sie herum geschieht.

Sie tut mir leid.

Was wird, wenn sie wieder zu Hause ist

und sich in ihrem Salon von allen bedienen l�sst?

Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf.

Sorgen Sie daf�r, dass das anders wird.

Gro�mama, Gro�mama!

Ich spreche mit meinem Sohn, wenn er kommt.

Und bitte sagen auch Sie ihm ein Wort, so wie eben.

Klara! Lass dich anschauen, liebes Kind!

Du siehst pr�chtig aus.

Gr�� dich, Heidi!

Dem Kurarzt vom Hotel Alpenluft mein ganz besonderes Kompliment.

Frau Sesemann! Du hast ganz rote Backen!

Das kommt vom Herumtollen.

Sie ist ganz erhitzt.

Sind Sie gekommen, um Klara zu holen?

Nein, mein Kind. Sie bleibt noch eine Woche bei dir.

Gl�ckchen bimmeln.

Klara summt ein Lied.

Komm doch mal her, Peter!

Was wollt ihr?

Heidi lehrte mich das Lied.

Klara summt wieder die Melodie.

Ich m�chte zu gern, dass ihr mal zusammen jodelt.

Ich habe keinen Grund.

Wieso nicht? Darum.

Du bist ein unartiger, widerw�rtiger Saubub!

Lass mich! Er soll wissen, was ich von ihm halte.

Du gr��t nicht und redest nicht mehr mit mir.

Wie bitte? Du bist ekelhaft und muffig.

Trotzdem k�nnt ihr mit mir nicht alles machen.

Du bist doch so dick mit der da! Soll sie dir doch einen jodeln.

Peter!

Ich wei� nicht, was mit ihm los ist.

Dieser Gei�enpeter ist ein ganz unversch�mter Bengel!

Ich w�rde nicht mehr mit ihm verkehren.

Er ist erst seit kurzem so ruppig.

Darum hab ich ihm die Meinung gesagt.

Sonst ist ein ganz lieber Bub. Das wei� niemand so gut wie ich.

Wirklich?

Ruhige Musik

Musik wird schneller.

Juchuuu!

Und Fr�ulein Klara ist nichts geschehen?

Als ich bei der H�tte vorbeikam, sa�en beide davor.

Sie haben gesungen. Dann sauste der leere Stuhl vorbei.

(Lehrer) Machen Sie sich keine Sorgen.

Keine Sorgen? Nat�rlich mach ich mir Sorgen.

Klara braucht ihren Rollstuhl.

Ich muss morgen fr�h hinauf. Wir fahren nach Hause.

Dem hat einer einen Schubs gegeben.

Wisst ihr, was so ein Stuhl kostet?

Mindestens 250 Franken.

Der Schuldige muss es bezahlen.

Oder er kommt ins Gef�ngnis.

Ich lasse es nicht auf sich beruhen. Ich melde das der Polizei.

D�stere Musik

Peter st�hnt im Schlaf.

"Dem hat einer einen Schubs gegeben."

Ich nicht.

"Der Schuldige muss es bezahlen oder er kommt ins Gef�ngnis."

Nein! Nein!

"Die Sonne bringt es an den Tag."

Der Alp-�hi!

Peter st�hnt.

"Du bist nicht mehr mein Schatz. Ich will dich nie mehr sehen."

Heidi!

"Ich melde es der Polizei."

Peter!

Bub, bist du noch nicht auf?

Was ist los? Du bist ja ganz verst�rt.

Ich hab kein Auge zugemacht.

Fehlt dir etwas? - Nein.

Doch! Nein!

Ich hab getr�umt, sie wollten mich holen.

Wer? - Die Polizei, �h... die R�uber.

Wo ist mein Brot? - Wo es immer ist.

Schnelle Musik

Peter bl�st sein Horn.

Seit einer Stunde suche ich und finde keine Spur.

Merkw�rdig. Da hab ich ihn hingestellt.

Das wei� ich genau.

Vielleicht ist es gut, dass er weg ist.

Wie meinst du das? Ich brauche ihn nicht mehr.

Sollte am Ende...?

Was? Nichts.

Wir suchen noch mal alles ab. Komm, Klara!

Schnelle Musik

Gott sei Dank!

Hier bin ich einigerma�en in Sicherheit!

Wieso?

Was ist passiert?

Entsetzlich!

Ein Stier!

Ein Stier hat mich verfolgt! Wo?

Da unten.

Er stand auf der Weide und glotzte mich an.

Das war sicher nur eine Kuh.

Das war ein Bulle!

Mit solchen H�rnern!

Er kam immer n�her, senkte den Kopf,

hob den Schwanz... Und dann?

Dann ist etwas Unaussprechliches geschehen.

Aber deswegen bin ich ja gar nicht gekommen.

Ein Mann brachte die �berreste von Klaras Rollstuhl ins Dorf.

Was Sie nicht sagen.

Wer die Schuld tr�gt, kommt hoffentlich noch ans Licht.

Ich habe meine Vermutungen.

Sie haben also einen Verdacht?

Ich auch!

Ich werde unverz�glich Klaras Sachen packen.

Machen Sie sich keine M�he, Fr�ulein Rottenmeier.

Klara bleibt hier!

Was nehmen Sie sich heraus?

Wer gibt Ihnen die Befugnis?

Das nehm ich auf mich. Da haben Sie sich verrechnet.

Sie ungehobelter H�hlenbewohner!

Sie Barbar! Sie...

Aber es ist unter meiner W�rde mit Ihnen zu streiten.

Ich wusste, warum ich mich zwei Jahre gestr�ubt habe, herzukommen.

Ich r�ume das Feld.

Ich setze mich mit Frau Sesemann in Verbindung.

Tun Sie das.

Aber ich empfehle Ihnen, sich zu beeilen.

Gleich kommt eine Alpabfahrt.

Was ist das?

Eine Herde K�he wird hier vorbeigetrieben.

Gro�er Gott!

Sie!

Da w�re noch Ihr Schirm.

Sie pustet entr�stet.

Lustige Musik

Was ist geschehen?

Fr�ulein Rottenmeier ist fort.

Eine Glocke bimmelt.

Der Stier!

Allm�chtiger!

Alp-�hi! Alp-�hi, zu Hilfe!

Sie seufzt.

Hund bellt.

Kuh muht.

Bedr�ckende Musik

Gl�ckchen bimmeln.

Peter bl�st sein Horn. Der Peter! Da kommt er endlich.

Du, h�r mal! Keine Zeit. Bring deine Gei�en!

Und dein Proviant? Brauche ich nicht!

Warum nicht? Keinen Hunger.

Peter!

Komm mal herein!

Ziegen meckern.

Ich hab etwas mit dir zu besprechen.

Setz dich!

Warum bist du heute so sp�t?

Hab die ganze Nacht nicht geschlafen. Hatte Bauchweh.

Von was?

Von dem kalten Wind, der gestern geblasen hat.

Der Rollstuhl wurde gefunden. So, wurde er das?

Gerade deshalb wollte ich mit dir sprechen.

Ich verstehe da n�mlich etwas nicht so ganz.

Vielleicht kannst du mir helfen?

Wo bist du gestern mit deinen Gei�en durchgegangen?

Erst da und dann dort.

Aber da war der Stuhl nicht mehr da. Aha, das ist wichtig.

Als ich dann unten war, ist er von oben runtergekommen

und an mir vorbeigesaust. Ich konnte gerade noch zur Seite.

Kannst du mir erkl�ren,

wie der Stuhl von oben herunterkommen konnte

und an dir vorbeisauste.

Er war doch gar nicht mehr oben, als du vorbeikamst!

Tiefer Seufzer.

Mach das Fenster auf!

So kann sie raus.

Deine L�ge!

Verdient h�ttest du es! Aber ich habe etwas anderes.

Einen Franken? F�r was?

Weil du die Chaise dorthin spediert hast, wo sie hingeh�rt.

In den Abgrund!

Du warst drei Wochen ohne Heidi. Das war auch nicht sch�n.

Das stimmt, Alp-�hi! Man macht schon was mit.

Das muss unter uns bleiben!

Wenn aber die Polizei kommt? Dann lass nur mich machen!

Guten Tag, Klara, wie geht es dir? Danke, so gut,

dass ich mit auf die Alp k�nnte. Dann komm doch.

Gro�vater, das w�r's dann, d�rfen wir gehen?

Einverstanden. Geht nur miteinander.

Aber schaut, dass es Klara nicht zu viel wird.

Und kommt nicht zu sp�t heim. Das Wetter schl�gt um.

Fr�hliche Musik

Kommt her!

Die Berge! Die Berge!

Wie w�r's, Peter?

Peter jodelt.

Heidi stimmt ein.

Kinder-Jodellied erklingt.

Dramatische Musik

Es donnert.

Heidi? Schl�fst du, Heidi?

Bitte, bitte, wach auf.

Was ist denn? Ich f�rchte mich!

Dramatische Musik

Es st�rmt und donnert.

Wenn es so tobt, wird der Bach manchmal wild.

Er �berschwemmt dann das D�rfli.

Jetzt hat es in der N�he eingeschlagen.

Du brauchst keine Angst haben.

Was soll ich denn tun? Ich f�rchte mich.

Ihr habt keinen Blitzableiter.

Die Tannen sind da.

Hier ist alles aus Holz.

Du solltest dich sch�men. Das Gewitter ist fast vor�ber.

Ach, w�r ich doch nie in diese Berge gekommen!

Wie kannst du so etwas sagen?

Tut mir leid, Heidi.

Aber ich habe noch nie eine solche Nacht erlebt.

Der Donner ist schon weit weg.

Es blitzt doch immer noch.

Du musst keine Angst haben.

Es ist was ganz Nat�rliches.

Ich f�rchte mich auch nicht.

Der Blitz ist wie ein Riss in einer Decke.

Dahinter sieht man den goldenen Himmel.

Wer sagt das? Der Gro�vater.

Komm, wir schauen zusammen in den Himmel.

Die Sturmglocken l�uten im Tal.

Donnern

Wir k�nnen nicht schlafen!

Ich muss ins D�rfli. Sie l�uten Sturm.

Sie k�nnen uns doch nicht allein lassen.

Es tut w�st. So was kommt vor in den Bergen.

Am besten ihr zieht euch an.

Hier seid ihr in Sicherheit.

Bedrohliche Musik

Es kracht.

Ich hab solche Angst.

Bei einem Feuer sind wir verloren. Ich lauf dem Alp-�hi nach!

Klara! Klara!

Der Sturm tobt.

Bedrohliche Musik

Alp-�hi! Halt!

Klara! Klara!

Klara!

Das Wasser tost.

Klara! Klara!

Klara!

Gro�vater! Was ist?

Klara wollte dir nachlaufen.

Hast du sie nicht gesehen? Um Gottes Willen!

Heidi!

Nimm den Mantel. Dann ist sie etwas gesch�tzt.

Geh!

Dramatische Musik

Alp-�hi!

Zum Ofen mit dir. Er ist noch warm.

Ein Fr�ulein unterwegs bei diesem Wetter!

Sie muss sofort was Trockenes anziehen.

Mal sehen, was noch da ist.

Wo gehst du denn hin? Zu den Gei�en. Die m�ssen raus.

Ich komme mit. (Mutter) Seid vorsichtig!

Warum seid ihr nicht in der H�tte geblieben?

Heidi kann wirklich nichts daf�r.

Es ist... Alles ist meine Schuld.

Ich hatte so schreckliche Angst. Ich habe einfach den Kopf verloren.

Es donnert und kracht.

Der Bach!

Heidi und Peter sind drau�en!

Und, Herr Lehrer?

Es ist alles heil.

Und vermisst wird niemand.

Da wollen wir dankbar sein.

Was machen die Kinder? - Die sind endlich im Bett.

Das mit dem Bach darf nicht mehr passieren.

Ja, aber woher nehmen wir das Geld f�r so etwas?

Die Bundesbeh�rden m�ssten helfen.

Lasst den Kopf nicht h�ngen. Es gibt sicher einen Weg.

Und wenn wir selber eine Sammlung machen?

Aber...

Oder mit einer Veranstaltung!

Wer kommt schon zu uns herauf?

Bei uns ginge es nicht. Aber wir fragen in Maienfeld!

Auf dem gro�en Platz w�re sicher etwas zu machen.

Keine schlechte Idee!

Reden wir noch mal dar�ber.

Haben alle Kaffee?

Wenn wir es richtig anpacken, wird die Hilfe nicht ausbleiben.

Schrecklich!

(Peter) Pack mit an!

Halt fest, er ist schwer.

Warte, ich helf dir!

Ruhige Musik

Schnelle Musik

Diese Stra�e bin ich noch nie gefahren.

Die andere ist versperrt durch Schutt und Ger�ll.

Wir sind Ihnen dankbar, dass Sie uns den Weg zeigen.

Alp-�hi!

Frau Sesemann!

Das ist mein Sohn.

Meine Hand ist dreckig. Ich bitte Sie!

Ist meine Tochter wohlbehalten?

Kennen Sie das M�dchen?

Papa!

Liebes Kind, du bist ja nicht wiederzuerkennen.

Und du hilfst hier mit?

Nat�rlich, alle m�ssen mithelfen.

Das �bel ist, dass so etwas immer wieder passieren kann.

Nach der Korrektion des Baches nicht mehr.

Das Fest in Maienfeld gelingt bestimmt.

Ich kenne den Kommandanten vom Milit�r unten im Tal.

Der schickt Kavallerie-Musik.

Ich w�sste auch etwas. Heidi und Peter k�nnen jodeln.

Man k�nnte auch die Kur-G�ste in Ragaz daf�r interessieren.

Das �bernehme ich.

Stimmungsvolle Musik

(Mann) Wen bringen Sie uns denn da mit?

Meine Freunde, Herr Oberst. - (Vater) Es geht los.

Ich kann das Lied auch. Ich begleite sie am Klavier.

Traust du dich vor all den Leuten? Warum nicht?

Das m�chtest du essen? - Ja, gern.

Du hast doch schon gegessen. Moment!

Gestatten Sie? Verzeihen Sie, gn�dige Frau!

Den hebe ich dir auf.

In Maienfeld findet heute ein Basar statt,

dessen Ertrag dem Bergdorf oberhalb zugute kommen soll.

Ich m�chte Sie herzlichst bitten, dabei etwas mitzuwirken!

Zun�chst werden Ihnen zwei Kinder aus dem D�rfli etwas vorsingen.

Also los!

Nein, nein! Erst wird gejodelt!

Beifall

Klavierspiel

(singen) "Ist auf der Welt kein sch�ner Ort

Als oben auf den Weiden

Mit einem K�nig tausch ich nicht

Ich brauch nicht Samt noch Seiden"

Heidi und Peter jodeln.

Beifall und Sebastian jodelt.

Scheppern

Die G�ste lachen.

(singen) "Mein Reich, das ist die klare Luft

Sie lockt es mich zu singen

Wie h�rt man rings aus Fels und Gruft

So lieblich Echo klingen"

Heidi und Peter jodeln.

Beifall

Also, auf nach Maienfeld!

Lustige Musik

Marschmusik

Fanfarensignal

Rummelstimmung

Es kommt ins Rollen!

Die Jungmannschaft hat den Laden geschmissen.

Jetzt wollen wir auch ein wenig Spa� haben,

ehe wir wieder abreisen.

Blaskapellen-Musik

Sebastian, lassen Sie die Dukaten springen.

Verbindlichsten Dank.

Wir messen uns jetzt im Schie�en. Wie Sie w�nschen.

Sehen Sie sich vor. Ich war einmal ein guter J�ger.

Und f�r Fr�ulein Rottenmeier? Ja, aber was.

Ein Wetterhaus mit einer Frau und einem Mann.

Das passt hervorragend!

F�r Verm�hlte! Die Kinder lachen.

Fr�ulein Rottenmeier k�ndigt n�mlich.

Wirklich? Diesmal hat's geklappt.

Witwer in gehobener Stellung, musikalisch, tierliebend.

Zahlen m�ssen wir auch noch.

(Frau) 3,50! 3 Franken 50, bitte sehr. Kommt!

L�ndlermusik

(Frau) Nur 'nen Dreier! - Was ist nur heute mit mir los?

Gleich gibt es einen Preis.

Sto� mich nicht!

Zack! Getroffen!

Was darf es sein? Such dir etwas aus!

Tauschen wir die Flinten? Ja, gern.

Da, die Kuh.

(Frau) So, B�bli! (Herr Sesemann) Oh, fein!

Der ist nicht einmal auf der Scheibe!

Also, ich geb's auf.

Aber eine ehrenvolle Niederlage, wir sind im Land des Wilhelm Tell.

Die M�nner lachen.

Volksmusik

Gro�mama. Ja, mein Kind.

Denk dir, Fr�ulein Rottenmeier heiratet!

Erlauben Sie, dass ich mich setze?

Vielen Dank.

Danke, vielmals. - Bitte.

Ich gestatte mir einen Kleinen.

Ich werde davon erz�hlen.

Die werte Familie eingeschlossen. Kleines Pr�sterli!

Na, Heidi!

Komm, Peter.

Na, Alp-�hi, zufrieden?

Wir haben die Schlacht gewonnen.

Es f�llt mir schwer zu fahren, aber ich muss heute noch weiter.

Peter und ich begleiten Sie noch zum Automobil.

Heidi, Peter, habt ihr irgendeinen Wunsch?

Ich bin immer f�r euch da. Jetzt und in der Zukunft.

Entschuldigen Sie, aber es ist wegen dem Peter.

Ja, bitte?

Es ist etwas viel verlangt.

Aber ich wei�, was der Bub werden m�chte.

Meine Damen und Herren, nun wird der Hauptpreis verlost!

Nummer...

334!

Hier!

Wenn's recht ist. Sebastian Heinrich Hildebrand.

Gl�ck muss man haben, um nicht zu sagen Schwein.

Das Ferkel quiekt.

Na ja, �ber dich wird sich Herr Sesemann ganz besonders freuen.

Wir m�ssen im Hotel das Gep�ck holen.

Gr�� mir die Alp, Peter.

Heidi, vergiss mich nicht! Bleib gesund!

Wiedersehen, Heidi und Tausend Dank!

Und du, Peter! Sei sch�n flei�ig in der Schule!

Du willst dich sp�ter weiterbilden?

Halte daran fest! F�r das Studium komme ich auf.

Ja, ist das Ihr Ernst? - Auch ich treffe mal ins Schwarze.

Bitte, nehmen Sie das!

Vielen Dank.

Bitte einsteigen, meine Damen.

Schnellzug nach Frankfurt am Main.

Bahnsteig 3. Alle die Fahrausweise vorzeigen!

Schwein muss man haben.

Sebastian!

Besser, du sitzt am Steuer. - Da, Peter!

Steigen Sie ein, mein Herr!

Gestatten Sie?

Sie k�nnen bleiben.

Fr�hliche Musik

(Sebastian) Auf Wiedersehen!

Alle rufen durcheinander.

Heidi, jetzt kommst du mit mir in unser H�ttchen.

Heidi lacht.

Fr�hliche Musik

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