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Original subtitles

One, two.

Why did you do it?

Why did you do that thing to me?

Why did you do it?

Why did you do that thing to me?

".

The Red Bede are almost all.

There need to be learned in 2 acres.

Ok, good luck.

Thank you.

Hallo Georg. Hier, guck mal. Dafür habe ich ein kleines Vermögen ausgegeben.

Kannst du dir jetzt erlauben?

Können wir bitte zwei Kaffee haben? Einen ohne Koffein, glaube ich. Besser. Ich habe 180 Puls.

Bist du aufgeregt?

Das ist schon etwas seltsam. Nimmt man eine Auszeit, sitzt im stillen Kämmerlein, schreibt zu über die Polizeiarbeit.

Und wird plötzlich der neue Stern am Bestseller, Himmel.

Ja, ja. Läster du nur.

Anna, andere träumen davon, ein Buch zu schreiben. Du hast es getan.

Sorry. Soll ich Ihnen einen neuen bringen?

Nein, nein, danke.

5,90 bitte.

Stimmt so.

Jetzt sag mal ehrlich, findest du, dass ich Talent habe?

Hätte ich dir sonst bei der Suche nach einem Verlag geholfen.

Sind Sie die Schriftstellerin?

Ja, ist sie.

Würden Sie es signieren?

Sieg er?

Danke, Georg.

Für Annette.

Doppel N, Doppel T, aber ohne E am Ende.

N, Doppel T, ohne E.

Bitte sehr.

Da muss ich mich noch gewöhnen.

Ja, solltest du.

Die Leute werden heute Schlange stehen.

Ach, das ist doch Quatsch.

Wieso?

Ecki hat sich solche Mühe gegeben.

Er hat die ganze Halle umgeräumt, er hat Eintrittskarten gedruckt, er hat Plakate aufgehängt.

Und wenn das kein Erfolg wird...

Ich weiß nicht, ob er gefolgt wird.

Kommt Merle denn auch?

Nein, nein, die macht noch Hospitanz in Bielefeld.

Ich bin auch froh drum, weil sonst müsste ich mir Sprüche anhören, wie...

Ah, Tante Anna macht eine aus Literat.

Und Oberbeck?

Nein, Oberbeck, um Himmels Willen.

Ich bin bestimmt schon bei allen an, dass er dich kennt.

Ach, Quatsch.

Na?

Toll.

Frisur?

Auch toll.

Ich bin Buchhändler, ist für einen erstaunlich reduzierten Wortschatz.

Das ist meine Lektorin.

Ich mach schon auf.

Danke.

Wo ist denn meine Erfolgsautorin?

Ja.

Nein.

Nein?

Nein.

Ich dachte, das Geld war ziemlich teuer.

Sie sind doch unsere knallharte Krimi-Koryphäe und nicht Tante Anna aus Angelmodel.

Oh, nein, nein, Gott, nein.

Ah, ja.

Perfekt.

Die geht nicht.

Die hab ich nur aufgehoben, weil ich gehofft hab, ich passe irgendwann mal wieder rein.

Ah, dann nur mal als Anregung, wie sich die Genre-Konkurrenz so präsentiert.

True Crime bedeutet Edgy.

Ah.

Was ist das denn hier für eine Sauerei?

Wo dem Fenster?

Ihr Ernst?

Damit so gar kein Licht drauf fällt?

Vielleicht wird's bei Ihnen mal Zeit für einen Sehtest.

Außerdem kann man von hier aus alles prima erkennen.

Auf dem Sessel sitzt ausschließlich Frau Springer.

Die kommt aber nicht wieder.

Oh, doch.

Bestimmt.

So ein Ball.

Was kommt die Nacht?

Wolfange!

Telefon!

Mordkommission Wolfange.

Und so lang bleibt der Sessel tabu.

Das hat Kriminalratschaft flipp und klar gesagt.

Kriminalrat scharf, kann ich ewig warten.

Hallo?

Jetzt nicht!

Wär mein Mord.

Auf dem Wochenmarkt.

Eine Karte bitte.

Da haben Sie aber Glück.

Das ist die allerletzte.

Tut mir leid.

Wir sind restlos ausverkauft.

Na, da wird sich die Autorin aber freuen.

Ja, viel Spaß.

Hallo Anna.

Volles Haus.

Volle K...

Kasse.

Was ist mit Anna los?

Ist das Stadion?

Lampenfieber.

Hat der Freund Naziri Streit mit jemandem?

Ihrem Freund?

Einem Ex?

Sie hat eigentlich nie über private Dinge geredet.

Und Sie haben sich auch nicht dafür interessiert.

Wie denn?

Ich arbeite hier von morgens bis abends.

Da bleibt keine Zeit für sowas.

Ich konnte ja auch nicht ahnen, dass...

Na schön, dann kümmern Sie sich mal um Ihr Gemüse.

Wir haben noch jede Menge Fragen.

Ja, was denn jetzt?

Halten Sie sich zu unserer Verfügung.

Mehr als 20 Messerstiche.

Ganz schön viel Wut für einen Ort, der sich Friedensstadt nennt.

Und Sie sind?

Äh, Eki Taika, dein Freund, der Autorin.

Und eigentlich Ihr Manager.

Ich dachte, das wäre dieser Bildsberg.

Auch.

Er kümmert sich um die Kunst und ich ums Geld.

Ich bin beim Finanzamt.

Ach, Finanzamt.

Und den hab ich grad Stunk.

Grunderwerbssteuer.

Äh, Menschen, die sich heutzutage eine Immobilie leisten können,

haben eigentlich keine Probleme.

Mhm.

Wenn ich da auch ein charmanteres Foto wählen kann.

Für die Präsentation ist deine Lektorin zuständig.

Ihr habt was mit Unit Visual Key Dingsbums?

Ah, sollen wir?

Okay.

Tag.

Herzlich willkommen zur Buchpremiere

Die Grausamkeit der Idylle.

Mein Name ist Georg Wilsberg.

Normalerweise habe ich mit Büchern zu tun,

die deutlich älter sind als 50 Jahre.

Die verkaufe ich in meinem kleinen Antiquariat

hier gleich um die Ecke in der Frauenstraße.

Aber ich will Sie nicht weiter auf die Folter spannen.

Deswegen begrüßen Sie mit mir die Lektorin dieses Buches,

Lucia Hilbeck.

Danke.

Hallo.

Im Gespräch mit unserer Kripo-Coryphäe

und Bestseller-Autorin aus Münster,

Anna Springer.

Danke.

Guten Tag.

Und? Läuft's?

Ich hab schon 12 Stück verkauft.

So mehr als ich in einem Jahr.

Kriminalkommissarin in Münster.

Ja, ist so lang.

Und treffen dabei auf grausame Psychopathen,

eiskalte Killer

und blicken in die finsteren Seelen der Gewaltverbrecher,

denen ein Menschenleben nichts bedeutet.

Und nun haben Sie ein Buch darüber geschrieben.

Also dann, nehmen wir die Personalien auf.

Glauben Sie ernsthaft, dass der Mörder hier noch rumlungert?

Versuche, er ist wert.

Das ist doch Unsinn.

Da sieht man's mal wieder.

Frau Springer und ich, wir funktionieren einfach als kongeniales Team.

Wenn überhaupt waren Sie ein Team.

Ihre heißgelegte Frau Springer steht jetzt im Rampenlicht.

Ach, Sie sind gar nicht eingeladen.

Doch, natürlich.

Und ich geh da jetzt auch hin.

Sie schaffen das doch sicher allein.

Ist mir sowieso lieber, wenn Sie mir nicht im Weg rumstehen.

Okay, bist du bereit?

Ja.

Super.

Wir kommen nun zu einem Fall,

der die Münsteraner Idylle vor 15 Jahren zutiefst erschüttert hat.

Ich rede vom Monster aus dem Modehaus.

René R.

Monster wäre jetzt nicht so mein Sprachgebrauch.

Aber die Tat fand in einem Modehaus statt.

Das ist richtig.

Er hat seine Lebensgefährtin auf brutalste Weise abgeschlachtet.

Wir bei der Polizei sprechen von massiven Stichverletzungen,

an denen das Opfer dann tatsächlich verstarb.

28 Messerstiche.

Tief.

Bestialisch.

Aus Neid.

Missgunst.

Perversion.

Wir haben damals recherchiert,

dass der damals mutmaßliche Täter an massiven Verlustängsten litt.

Seine Partnerin war zu der Zeit zur Abteilungsleiterin aufgestiegen.

Und es hat wohl einen Streit gegeben.

Und von einer erfolgreichen Frau verlassen zu werden,

diese Idee war ihm unerträglich.

Das wehrlose Opfer Mutter einer Tochter im Teenager-Alter badet in ihrem eigenen Blut.

Das Gericht hat ihn zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Anna Springer hat das Monster überwältigt.

Trotz Lebensgefahr und ganz allein.

Oh, da muss ich Ihnen wirklich widersprechen.

Das war ich nicht allein.

Mein Team war stets dabei.

So klug.

So mutig.

Anna Springer lässt uns an ihrer Arbeit teilhaben,

als wären wir hautnah dabei gewesen.

Und zwar auch in ihrem nächsten Fall.

Im Scheusal aus dem Schleusenbecken

zeigt die Korriere mal wieder ihr kriminalistisches Geschick.

Ein Fall, der damals Monster in Angst umschreckt war.

Herr Dr. Lenz, Sie sind zertifizierte FBI-Profiler und Experte für Serienmorde.

Wer steckt hinter diesem entsetzlichen Verbrechen,

bei dem heute eine junge, unschuldige Gemüseverkäuferin

auf brutalste Weise ermordet wurde?

Danke für die Frage, Cynthia.

Nun, zunächst einmal möchte ich einschränkend darauf hinweisen,

dass ich noch keine Gelegenheit hatte, den Tatort zu untersuchen.

Aber Ihr erster Eindruck? Aus der Distanz?

Die Frau wurde auf eine Art niedergestreckt,

die wir Fallanalytiker Übertötung nennen.

Das klingt ja furchtbar.

Was bedeutet das?

Der Täter wird von einem großen Hass angetrieben.

Möglicherweise auch Frauen im Allgemeinen.

Eventuell gepaart mit dem Gefühl, unterlegen zu sein.

Körperlich, sozial oder auch intellektuell.

Ist der Täter also eine Gefahr für weitere Frauen?

Es würde mich nicht wundern,

wenn er in der Vergangenheit bereits einschlägig in Erscheinung getreten ist.

Sehr erstaunlich,

dass Sie so eine Analyse mal eben locker aus dem Ärmel schütteln.

Wir können uns sehr gerne austauschen, Herr Dreckssage.

Also wenn Sie mich schon kennen,

dann wissen Sie vermutlich auch,

was ich von solchen Psychomethoden halte.

Ich habe gehört,

der Chefsessel in der Mordkommission ist vakant.

Schneller Erfolg, egal mit welchen Methoden.

Das könnte Ihnen einige Pluspunkte verschaffen.

Für Raimund mit A, I und D, T.

Das Scheusal aus dem Schleusenbecken.

Wissen Sie noch, Chef, die Hausdurchsuchung?

Bitte schön.

Das furchtlose Duo.

Für Katrin bitte, mit C ohne H.

Zwei, die aufeinander zählen konnten,

wenn es richtig dicke kam.

Georg.

Oh Mist.

Jetzt habe ich Katrin doch mit K geschweben.

Tut mir leid.

Ach, das macht nichts.

Wenn man es ausspricht, klingt es ja eh gleich.

Danke schön.

Oberbeck.

Die Sessel müssen noch an Ihren alten Platz.

Können Sie vielleicht?

Oberbeck.

Ja, für wen darf ich signieren?

Für meine Mutter.

Und wie heißt Ihre Mutter?

Schreiben Sie für Sönnies Mutter.

Die das Buch nie lesen wird.

Wie wäre es so unter uns,

wenn Sie mich einbinden als externen Berater?

Das müsste ich erst mit der Leitung des Präsidiums absprechen.

Mir geht es nicht um Geld.

Ich gebe Ihnen einfach nur meine Hilfe an.

Können Sie doch einfach mal in meinen Podcast rein.

Danke, aber machen Sie sich keine allzu großen Hoffnung.

Sie können mich jederzeit anrufen.

Alle Bücher sind weg.

Herzlichen Glückwunsch.

Wenn Anna ihre Tante eben gut anlegt,

kann sie ihren Beamtenjob an den Nagel hängen.

Aber musste ausgerechnet diese Geschichte thematisiert werden?

Wieso?

René Roesch wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen.

Das Monster aus dem Modehaus hatte doch lebenslänglich.

Bedeutet mindestens 15 Jahre und die hat er abgesessen.

Was wollen Sie damit sagen?

Ich habe seine Freilassung erwirkt.

Und das Buch wird ihm die Wiedereingliederung in die Gesellschaft nicht gerade erleichtern.

Der Verlag hat die Persönlichkeitsrechte doch bestimmt juristisch abgeklopft.

Vielleicht ist das nächste Buch geschrieben und zack, der Rubbel rollt.

Und der Nachfolger wird noch krasser.

Und dann noch ein Podcast flankiert von Social Media.

Und schon spielen wir in der gleichen Liga wie der große Dr. Elmar Lenz.

Also, der nächste Bestseller kommt bestimmt.

Auf, Anna!

Auf, Anna!

Werde ich das nächste Buch schreiben? Als würde ich sowas aus dem Ärmel schütteln.

Anna!

Ach Mann, ich ärgere mich.

Nein, ich ärgere mich über Ecki in erster Linie.

Dass der mich dazu überredet hat, einen Vertrag zu unterschreiben, gleich für zwei Bücher.

Aus Sicherheitsgründen so ein Quatsch.

Nein, ich weiß gar nicht, was du hast. Läuft doch alles prima.

Es ist alles ein Riesenmissverständnis, Georg.

Ich bin überhaupt keine richtige Schriftstellerin.

Jetzt komm erst mal in deinem neuen Leben an.

Nein, ich weiß gar nicht.

Nein, ich weiß gar nicht.

Aber ich weiß gar nicht.

Ich weiß gar nicht.

Nicht?

Musik

What the hell is that?

What the hell is that?

What the hell is that?

I haven't read that book yet, but it must be really good.

Yes, like the author.

Very smart and smart.

I'm going to go ahead.

Wilsberg.

Hello, Anna. We're talking about you.

It was a nice event, right?

Where are you?

Anna, the Empfang is underirdish.

Don't worry, we'll come over.

Georg.

Look at me.

What a mess.

I've said to her many times, that this shit is going on.

Maybe we're going to sleep with you today.

Why?

Because you're so good to see the two bodyguards.

Oh, oh, oh, oh.

Anna, dein Gesicht prangt da draußen auf Hunderten von Plakaten.

Da könnte irgendein Verrückter auf dumme Gedanken kommen.

Ja.

Verschweigt ihr mir was?

Ich will nur, dass du nach dem ganzen Trubel ein bisschen zur Ruhe kommst.

Es geht nicht eben aus.

Ich bin sicher.

Jei, esun Ahhoaa-h Fill in das Schiff-Abel.

Ich rufe raus.

Tol計.

Ich rufe kreis.

Ich rufe kreis.

surely, wir müssen scheitern.

Na morgen mehr.

Oh, my God.

Morgen, Anna. Morgen.

Schon bei der Arbeit?

Fleißig.

Die halbe Nacht nicht geschlafen, weil ihr so laut wart.

Außerdem ist mir der gestrige Abend nicht aus dem Kopf gegangen.

Mir fiel eine Frau auf.

Die hat sich eine ganz merkwürdige Widmung ins Buch schreiben lassen.

Die kam mir bekannt vor.

Was ist das?

Sönje Messmann, damals.

Die Stiefdachter von Röni Roesch.

Röni Roesch hat ihre Mutter umgebracht auf ziemlich brutale Weise.

Und jetzt kocht diese ganze Geschichte vermutlich hoch.

Wegen meinem Buch.

Sönje Messmann hat einen steilen Metzbetrieb.

Vielleicht sollte ich sie treffen.

Anna, ist, glaube ich, nicht so eine gute Idee.

Genau.

Du solltest dich um dein neues Buch kümmern.

Und du brauchst nur einen Kaffee.

Ja, ich will auch nicht länger stören.

Tschüss, Anna.

Das rote Beete-Gemetzel.

Einzige Hoffnung?

Mit Harald Rexhage hat Münsters Mordeinmittler Nummer 1 den Fall übernommen.

Kompetent, sachlich und charakterfest.

Schalten Sie ein, wenn es wieder heißt, die Fallanalyse mit Doktor.

Die Brutalität, die Anzahl der Messerstiche, das ist über Tötung.

Der öffentliche Tatort, das erinnert mich an einen Fall.

Ist der Bericht der KTU schon da?

Ach ja, der Anna-Springer-Gedächtnisstuhl.

Das ist so geschmacklos.

Kommen wir mal zurück zu den Fakten.

Die Spurensicherung hat weder Fingerabdrücke noch eine Tatwaffe gefunden.

Und was ist mit dem Handy des Opfers?

Fehlanzeige.

Obwohl der Gemüsehändler behauptet,

Aisha Nassiri hat es die ganze Zeit bei sich getragen.

Dann hat der Täter es wohl mitgenommen.

Mhm.

Herr Kollege, das Porträtfoto des Opfers

muss in die Mitte.

Lassen Sie es, wo es ist.

Sie sagen Bescheid, wenn Sie beide sich geeinigt haben, ja?

Oberbeck, Mordkommission.

Ja, der ist da.

Wer ist das?

Drecksage.

Ah, Herr Dr. Lenz.

Ja, schön, dass Sie so schnell zurück rufen.

Ja, okay.

Lenz, ist das nicht dieser True-Crime-Fuzzi?

In einer Stunde, ja.

Das passt mir sehr gut.

Wie verzweifelt muss man sein,

sich bei dem Unterstützung zu suchen?

Nicht Ihre Sorge, Oberbeck.

Mit Provinzpolizisten wie Ihnen

will ein Dr. Elmar Lenz überhaupt nicht zusammenarbeiten.

Profiler.

Vom FBI ausgebildet in Quantico.

Beteiligt an etlichen komplexen Mordermittlungen.

Und zwar international.

Mein Kollege sah Windmühlen für Riesen an.

Ich hingegen kann in unseren heutigen Riesen

nur prahlende Windmühlen sehen.

Heinrich Heine.

Weiß ich doch.

Tag.

Geht es nur das Plakat?

Dann beschweren Sie sich lieber bei dieser Kommissarin.

Ich verdiene nämlich ein heilend Geld mit meinem Schicksal.

Ich kann Ihren Ärger ja verstehen.

Echt?

Waren Sie auch 13,

als Ihre Mutter ermordet wurde,

sodass Sie plötzlich allein da standen?

Mussten Sie deswegen etliche Jahre

Therapie bei sich ergehen lassen?

Klar, Sie verstehen mich.

Sie haben völlig recht.

Ich kann es bestenfalls nachvollziehen.

Es ist noch nicht lange her,

da hatte ich das Gefühl, endlich klar zu kommen.

Und dann sehe ich bei der Lesung

ein Foto meiner toten Mama.

Echt total geiler Nervenkitzel, wirklich.

Anna Springer ist eine gute Freundin von mir.

Sie hat von den Fotos nichts gewusst

und sie hätte sie auch nicht gezeigt.

Für mich macht es das nicht besser.

Verstehe ich.

Ist das Ihr Ernst?

Und müssen Sie bei Frau Springer

die Sicherung rausdrehen

und Sie in den Keller einsperren,

damit sie Angst bekommt?

Sie soll was gemacht haben?

Ich habe noch ein Antiquariat

und bin Privatdetektiv.

Falls Sie mal Hilfe brauchen.

Kein Bedarf.

Tschüss.

So, dann hast du jetzt alles.

Ich bin dann weg.

Wo ist Anna?

Bei der Arbeit.

Ach.

Na?

Wäre das nicht der perfekte Aufhänger

für das neue Buch?

Ich sehe schon den Titel vor mir.

Blutrote Beete.

Die Kripo-Koryphäe erlebt unfassbares 2.0.

Ich werde mich ganz bestimmt

nicht in die laufenden Ermittlungen

der zuständigen Kollegen einmischen.

Skrupel bringen uns nicht weiter.

Anna.

Oder was glauben Sie,

woher der berühmte Dr. Elmar Lenz

seine Informationen über die Polizei...

Ich möchte das gar nicht wissen.

Denken Sie daran.

Wir haben einen Vertrag über zwei Bücher.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Ja.

Sobald wir terminiert haben...

Oh.

Ähm.

Entschuldigung.

Herr Rösch?

Von wegen Freiheit und meine Schuld

endlich abgesessen.

Ich bekomme keine Chance.

Einen Moment.

Herren Sie.

Sobald ich einen Termin gefunden habe,

sage ich Ihnen Bescheid, ja?

Gut.

Also, was ist los?

Kurzversion, ja?

Ich hatte ein Bewerbungsgespräch bei der Regionalbahn.

Reinigungstrupp.

Will eh keiner machen den Scheiß.

Und da mustert mich diese hier...

Na, diese Tante...

Sie meinen die Personalsachbearbeiterin?

Genau.

Eingebildete Tussi, ja?

Und sagt, Frauenmörder wollen wir bei uns nicht haben.

Ich verstehe Ihren Unmut, aber ich bin Ihre Anwältin.

Damit müssen Sie zu Ihrer Bewährungshelf.

Ja, warten Sie mal.

Und dann habe ich Sie gefragt, woher Sie das weiß mit dem Bord.

Und dann hat die mir das hier gezeigt.

So.

Diese Frau Kommissarin, die kann sich warm anziehen.

Ich verlange nicht Schmerzensgeld.

Schmerzensgeld.

10.000 Euro, na?

Oder kann man da noch mehr raushauen?

Das Problem ist, dass die Verlage sich juristisch nach allen Seiten absichern.

Ihr Name wurde anonymisiert und Sie sind im Bild auch nicht zu erkennen.

Können jetzt hier alle einfach mal auf nem Ex knackiger rumtrampeln oder wie?

Ich kann Ihnen nur sagen, wie die Rechtslage aussieht.

So, so.

Also, die feine Frau Anwältin macht natürlich für einen wie mich keinen Finger krumm.

Hallo.

Chef! Schön, dass Sie wieder da sind. Nur zu Besuch. Schade. Wir könnten Sie wirklich dringend gebrauchen. Ihre Autorität, Ihre Kompetenz.

Der Rote-Bete-Fall, ja, ich hab davon gehört. Sagen Sie mal, ist das da nicht ...

Dr. Elmar Lenz, Deutschlands Profiler Nummer 1. Dabei habe ich schon Profiling betrieben, als man das Wort noch gar nicht kannte.

Sollten Sie nicht dabei sein, wenn Lenz Drecksage mit seinen tiefschürfenden Erkenntnissen beeindruckt?

Brauche ich nicht. Ich bin nämlich schon einen ganzen Schritt weiter als die beiden.

Aha. Verstehe.

Frau Springer? Ja? Kommen Sie zurück?

Leider nicht.

Ich hab was rausgefunden. Aber das darf ich Ihnen gar nicht sagen. Ich muss ...

Ja, ja, ja. Gehen Sie noch. Gehen Sie noch. Alles gut.

Was gibt's denn?

Ich sollte mir ja noch mal die alten Fälle angucken und nach Übereinstimmung mit dem Fall Aisha Nasiri gucken.

Ja, kommen Sie mal auf den Punkt.

Darf ich?

Natürlich. Dafür ist Dr. Lenz doch hier.

Auf keinen Fall.

Keine Ermittlungsergebnisse vor Ex-Town.

Und was haben Sie gerade mit Frau Springer besprochen?

Tut mir leid, Dr. Lenz.

Kein Problem.

Es ist meine Ehre.

Oh, danke. Sehr erfahrt.

Es gab einen nahezu identischen Mordfall.

Vor 15 Jahren. Anja Messmann wurde auf ganz ähnliche Weise getötet.

An ihrem Arbeitsplatz. Einem Modegeschäft.

Genau auf der Spur war ich auch schon.

Dann wissen Sie auch, dass der Täter Rene Reusch vor drei Wochen aus dem Gefängnis entlassen wurde?

Adresse?

Vielen Dank, Frau Wolfangel.

Da bin ich noch dran.

Frau Dr. Tilka wird die wissen. Sie hat ihn nämlich vertreten.

Wer?

Gut, stellen Sie durch.

Eine Sekunde.

Tessa Tilka hier.

Drexhage, Gripo Münster.

Wie ich unterrichtet bin, vertreten Sie einen gewissen Rene Reusch?

Ja.

Wir suchen ihn wegen der Mordsache auf dem Marktplatz.

Es gibt eine merkwürdige Übereinstimmung mit einem alten Fall.

Tatsächlich.

Das kann ich mir kaum vorstellen.

Aber ich, können Sie mir sagen, wo wir ihn finden?

Äh, ja.

Verstehe.

Okay, gut. Dann vielen Dank.

Man sieht sich.

Ich weiß, wo der steckt.

Ich komme mit.

Tja, ich hatte ganz vergessen, wie turbulent es hier zugeht.

Mhm.

Wenn Sie etwas mit dem Mord an der Gemüseverkäuferin zu kriegen haben...

Wie oft denn noch? Hab ich nicht.

Dann sagen Sie das der Polizei persönlich.

Ich bin doch nicht bescheuert. Einmal Mörder, immer Mörder.

Und hier, diese Springer verwurstet das gleich in einem neuen Buch.

Könnt die glatt abschlechen, die Alte.

Vorsicht. Morddrohungen sind in Ihrer Lage keine gute Idee.

Haben Sie der Polizei etwa einen Tipp gegeben?

Das hätten Sie doch mitgekriegt.

Herr Roesch?

Ich gehe nicht wieder in den Knast.

Herr Roesch?

Ich gehe nicht wieder in den Knast.

Herr Roesch?

Wo ist er hier?

Ich...

Stehen bleiben! Roesch!

Ich habe mir erlaubt, frischen Kaffee von der Rüsterei nebenan zu holen.

Danke.

Die Zeit der Automatenplöcher dürfte wohl vorwürgen.

Oder?

Ja.

Ja.

Das stimmt.

Immer wenn mir meine Hände in den Knast zu holen,

ich gehe nicht in den Knast zu holen.

Ich habe mir erlaubt, frischen Kaffee von der Rüsterei nebenan zu holen.

Danke.

Die Zeit der Automatenplöcher dürfte wohl vorbei sein, oder?

Ja.

Das stimmt.

Immer wenn mir meine Lektorin Vorschläge macht oder Änderungen fordert, dann soll ich

mir ein Beispiel nehmen an Ihnen, dem großen Doktor Lenz.

Sagen Sie doch einfach Elmar zu mir. Ist doch viel netter unter Kollegen.

Oh, unter Kollegen. Und wenn Sie meinen, können Sie mir ja vielleicht einen Rat geben.

Wie geht man mit Zweifeln um?

Woher nehme ich meine Inspiration?

Interessiert das überhaupt jemanden, was ich zu erzählen habe?

Oder soll ich es nicht besser bleiben lassen?

Schließlich...

Man reißt oft alte Wunden auf.

Macht man Ihnen Vorwürfe?

Die machen wir schon selber.

Aber zurück zur Polizei ist keine Auktion.

Ne?

Warum nicht?

Teambesprechung oder Sektanfang?

Schichtdienst oder freie Kunst?

Aktenberge oder Bestsellerliste?

Welch Glanz in meinem tristen Beamtenstübchen.

Sie stapeln tief, Ecki. Aber das müssen Sie doch ganz und gar nicht.

Sie haben gestern so eloquent und faszinierend von Ihrer Arbeit erzählt.

Ich bin ein ganz normaler Finanzbeamter.

Unsinn! Sie müssen ein Buch schreiben.

Die Millionen der Gangster.

Ein Steuerfahnder packt unfassbares aus.

Was sagen Sie?

Wenn Sie mich so fragen...

Nein.

Ecki!

Stellen Sie sich das doch mal vor.

Steuern sind ein Thema, das alle elektrisiert.

Buchhaltung ist mein Ding.

Buchschreiben eher nicht.

Schade.

Ich könnte einen Star aus Ihnen machen.

Oh, ihr seid gut, dass ihr kommt. Ich wollte euch gerade anrufen.

Was lag vor meiner Tür?

Du arrogante Schnäpfe. Schäme dich.

Anderen geht es mies und du verdienst noch daran.

Pass bloß auf, wenn ich dir auf der Straße begegne. Ich hasse dich.

Anonym natürlich.

Warum erstattest du nicht Anzeige bei der Polizei?

Ich bin die Polizei. Ich weiß, wie lange so was dauert.

Das klingt verdächtig nach meinem Mandanten.

René Roesch ist ziemlich sauer wegen des Buchs.

Vielleicht fühlt er sich in die Enge getrieben.

Weil deine Kollegen nach ihm suchen wegen des Mordes.

Oh, dieser Rote-Bete-Fall.

Es gibt da anscheinend Parallelen zum damaligen Verbrechen.

Es gibt doch gravierende Unterschiede.

Roesch hat damals seine Lebensgefährtin umgebracht,

weil sie ihn verlassen wollte.

Eine typische Beziehungstat.

Aber die junge Frau vom Markt konnte Roesch nicht kennen.

Er saß schließlich ein.

So oder so.

Ist auf jeden Fall besser, wenn du nicht alleine bleibst.

Meinetwegen.

Weißt du, wie es ist für zwischendurch?

Was muss ich dafür tun?

Noch Tarketta. Warum so misstrauisch?

Wie Sie wissen, gehört die Außendarstellung des Finanzamts zu meinem Aufgabenbereich.

Oh, das klingt nach Arbeit.

Warum haben wir zum Beispiel keine Aufstellung unserer interessantesten und spannendsten Fälle?

Sie haben nicht zufällig eine Lektorin getroffen, die Ihnen diese Idee schmackhaft gemacht hat?

Ach, Blödsinn. Das geht mir schon länger durch den Kopf.

Äh, das ist auch nicht, weil Sie Ihren Namen riesengroßer auf einem Buchcover lesen würden.

Sie sind vorläufig von allen anderen Aufgaben freigestellt.

Konzentrieren Sie sich auf die Steuerfahndungsfälle der letzten 20 Jahre.

Aber bitte nicht in der üblichen Tabellenform, ja?

Sondern ruhig ein bisschen flatt formuliert.

Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Thank you.

Dann nimm mal eine Pause, Anna.

Oh.

Danke.

Sehr nett.

Ich habe überhaupt noch nichts gegessen.

Dich auf eine stille Magen.

Du bist ja auch nicht Hemingway.

Essensmäßig sieht es ziemlich mau aus.

In einem Kühlschrank herrscht gähnende Leere.

Okay, dann geh doch vielleicht zum Meter jeder um die Ecke und besorg uns eine Pizza.

Ich habe mir schon gedacht, dass du darauf kommst.

Deswegen habe ich schon bestellt.

Bravo.

Okay, ja, ich verstehe schon.

Geld ist im Kästchen im Flur.

Es ging ja schnell, ne?

Ich habe mich nicht gesehen, Frau Kommissarin.

Was machen Sie hier, Herr Rösch?

Was machen Sie in meiner Wohnung?

Sie haben mich mit Ihrem Buch zum Monster gemacht.

Das stimmt so nicht, Herr Rösch.

Oh, doch.

Sie wollen mich zerstören.

Sie haben mich in Ihrem Buch zum verdammten Monster abgestempelt.

Herr Rösch, wenn Sie mein Buch gelesen hätten, dann wüssten Sie, dass ich mich nur an Fakten halte.

Sobald irgendeine Frau ermordet wird, bin ich automatisch verdächtig.

Niemand wird mir jemals eine neue Chance geben.

Und das haben Sie mir eingebrochen.

Das ist so nicht richtig.

Bleiben Sie mir bitte vom Leib.

Gehen Sie besser, Herr Rösch.

Verschwinden Sie sofort.

Wer sind Sie denn?

Ich bringe die Pizza.

Na, los!

Ich habe mich selten so gefreut, dich wiederzusehen.

Danke, Gero.

Danke.

Stehenbleiben!

Hände über den Kopf.

Hände über den Kopf, auf die Motorhaube.

Los!

Los!

Very good news!

Keine Sorge, ich kontrolliere Sie nicht.

Bei zu viel Druck implodiert ja die Kreativität.

Also?

Raten Sie mal.

Ich bekomme den Nobelpreis für Literatur.

Och, Anna.

Es gibt etwas, das kurbelt den Verkauf mehr an, als alle Preise zusammen.

Wir werden verklagen.

Wir werden verklagen.

Was?

Naja, bisher ist es lediglich eine alberne Droh-Mail an den Verlag.

Von einem ihrer, wie soll ich es nennen, ehemaligen Klienten.

Aha.

Röne R.

Sobald Gefahr droht, dass ein literarisches Werk verboten wird, rennen die Leute in die Buchläden.

Ein Buch könnte verboten werden.

Ach, so weit wird es ja nicht kommen.

Deswegen müssen wir jetzt ein gigantisches Marketingfeuerwerk anzünden.

Nein, das machen wir nicht.

Anna!

Ich hatte gestern ein Gespräch mit dem großen Dr. M. Alenz und das hat mir die Augen geöffnet.

Inwiefern?

Es wird kein zweites Buch geben.

Aber Sie haben unterschrieben.

Jetzt hinzuschmeißen, das wäre Vertragsbruch.

Das weiß ich.

Aber die Bedingungen stimmen nicht mehr.

Sie stimmen nicht mehr für mich.

Ich werde die Konsequenzen tragen, das kann ich Ihnen versichern.

Und jetzt muss ich Sie leider bitten zu gehen.

Das werden Sie bereuen.

Und wie Sie das bereuen werden.

Wo ist Anna?

Ungemacht.

Ich habe Rösch verhaftet, also leite ich die Vernehmung.

Die Verhaftung war eine höchst eigenmächtige Ego-Nummer, die Sie zu gar nichts berechtigt.

Schluss jetzt.

Schluss mit dem Theater.

Overbeck war da, weil ich ihn gerufen habe.

Sofort übernehme ich wieder die Leitung der Mordkommission.

Das ist mit Kriminalratschaft besprochen.

Meine Auszeit ist beendet.

Das ist eine tolle Nachricht.

Was ist mit Rösch?

Ich habe ihn bereits in den Vernehmungsraum bringen lassen.

Prima.

Ich komme mit.

Meiner Meinung nach ist das keine gute Idee.

Aber Ihre Meinung ist nicht relevant.

Na kommen Sie, Drexhaar.

Vielleicht lernen Sie noch was.

Kommen Sie sofort.

Wer nach seiner Überzeugung handelt und sei sie noch so mangelhaft, kann nie ganz zugrunde gehen.

Wenn es das berühmte ist, Schriftstellerin, Annette von Droste-Hülzow.

Ich liebe dieses Buch.

Siebte Klasse Schullektüre.

Seitdem bin ich der Dichtkunst verfallen.

Naja.

Ist ja auch schon was anderes als das, was Sie so verlegen.

Naja, die Zutaten sind dieselben.

Verkorkste Familien, Vorurteile, Mord.

Und am Ende siegt die Gerechtigkeit.

Sie glauben, Annette von Droste-Hülzow wird heutzutage True Crime schreiben?

Wenn Sie und der Verlag davon leben müssen, ja allerdings.

Anna hat hingeworfen.

Naja.

Vielleicht ist sie nicht die richtige Autorin für ihre Marketingstrategie.

Danke.

Ich habe mir eine Wohnung gekauft, zusammen mit meiner Frau.

Und jetzt hat sie mich verlassen und ich muss alles alleine finanzieren.

Und im Verlag hocke ich auf dem Schleudersitz und ich kann es mir nicht leisten, meine beste Autorin zu holen.

Ich glaube ja, dass Dr. Elmer Lenz hier das eingeredet hat.

Anna hat sowas angedeutet.

Lenz hätte ihr die Augen geöffnet.

Sie haben sich Anna schlecht.

Sie ist nicht sehr empfänglich für Einflüsterungen.

Und Sie unterschätzen Lenz.

Anna hätte ihm gefährlich werden können.

Wieso?

Durch ihren Erfolg.

So sieht man sich wieder.

Eins möchten wir vorab klarstellen.

Wegen der Sache, die gestern Abend passiert ist.

Aus Friedensbruch, Nötigung, Körperverletzung, ist mein Mandant in vollem Umfang geständig.

Er bereut sein Verhalten.

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