All language subtitles for Versailles.S03E07.German.DL.1080p.BluRay.x264-iND

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Original subtitles

Bleibt bei mir, Eleonore. Ihr müsst mithalten.

Kommt schon.

Wir machen auf keinen Fall Halt.

- Ich kann nicht mehr. - Wenn wir Rast machen, finden sie uns.

Und wenn sie uns finden, sind wir tot. Kommt weiter.

Kommt!

- Weiter! - Ich komme ja schon.

(unheilvolles Dröhnen)

(Marchal) Hüa!

(dissonante Klänge)

(Bontemps) Keine Nachricht über den Verbleib der Prinzessin.

- Ich vertraue auf Monsieur Marchal. - Wir müssen reden.

Ich sehe ein Funkeln in deinen Augen, Bruder.

- Ich möchte über die Jagd reden. - Nichts lieber als das.

Der Kardinal erwartet Euch in der Messe, Hoheit.

Sagt ihm, ein andermal vielleicht.

Ich habe die Hebamme gefunden.

Sie lebt einen Tagesritt im Süden.

- Bestell sie sofort hierher. - Das ist zu gefährlich.

Keiner darf davon wissen.

Dann solltest du sie aufsuchen.

Ich halte es für besser, wenn du es mit deinen eigenen Ohren hörst.

- Wir reiten gemeinsam. - Für ein Märchen gefährde ich mein Leben?

Das... ist die Wahrheit.

Die Ritter von Damaskus schützen für den Vatikan einen Gefangenen.

Die Kirche steckt hinter der Verschwörung, und Kardinal Leto ist der Drahtzieher.

Di Marco wollte mich umbringen, weil ich es herausfand.

Ich habe keinen Zweifel mehr,

dass der Mann mit der eisernen Maske unser Halbbruder ist.

Und die Hebamme ist die Einzige, die das bestätigen kann.

Und wenn du dich täuschst?

Wer könnte er sonst sein? Warum sonst versteckt man sein Gesicht?

Die wollen diesen Mann als rechtmäßigen König lancieren...

um mich vom Thron zu stoßen.

Glauben die, sie können meine Legitimität anzweifeln?

Erkennt die Kirche ihn als unseren älteren Bruder an,

können sie ihn den wahren König Frankreichs nennen.

- Wir brechen auf. Sag das Bontemps. - Nein.

Wir sagen es niemandem.

Schon gar nicht Bontemps.

(Titelmelodie von M83)

(melancholische Elektro-Popmusik)

Macht Euch auf das Schlimmste gefasst.

Ein unschuldiges Mädchen auf Reisen

wird sich Dieben und Landstreichern gegenübersehen.

Und den Leuten des Königs.

Wir müssen für ihre Rettung beten.

Ich fürchte, dass Gott anderes mit ihr vorhat. Und mit mir.

Selbst wenn Gott die Prinzessin sicher ankommen lässt...

Hat sie denn die Persönlichkeit einer Königin gezeigt?

Sie wurde gegen ihren Willen fortgebracht.

Bis zu ihrer Rückkehr bleibt mein Anspruch auf Spanien unangetastet.

Das heißt, wenn Louis' Männer sie finden.

- Madame Duvernay. - Was von ihr übrig ist.

Hey. Wartet.

Wir sollten einander nicht ausplündern.

- Verpiss dich. Wir haben Hunger. - Wir hungern alle.

Wir leben in der Scheiße und verhungern. Wer ist daran schuld?

- (Bürger) Hau ab. - (Bastien) Aber...

(Bastien) Der König sagt, Frankreich gehört uns allen.

Er verspricht uns die Welt. doch er erlegt uns nur Steuern auf.

Seht doch, was uns noch bleibt.

Ich weiß nicht, wie du das siehst,

aber ich habe genug.

(leises düsteres Dröhnen)

Der Staatsrat möchte die Frage Eurer Wiederverheiratung ansprechen.

Vielleicht erlaubt Ihr mir, mich damit auseinanderzusetzen.

Wenn Ihr das möchtet.

Ich hoffe, ich kenne die Bedürfnisse Seiner Majestät besser als die.

- Vielleicht heirate ich irgendwann wieder. - Der Rat erwartet Euch, Euer Hoheit.

- Ihr könnt die Sitzung ohne mich leiten. - Sollten sie nicht wissen, wo Ihr seid?

Sagt ihnen, ich bin auf der Jagd.

Neuigkeiten von unseren Spähern. Die Osmanen massieren ihre Truppen.

- Marschieren sie auf Wien, erfahre ich es. - Natürlich.

- Wir müssen wissen, wohin Ihr wollt. - Ein Eber wurde in Viroflay gesehen.

Eine so gewaltige Bestie, dass nur ein König sie töten kann.

- Dann sollte ich lieber mitkommen. - Das wird nicht notwendig sein.

(Chevalier seufzt) Stoff für eine Königin.

(Marie Louise) Ich bete, er wird nie getragen.

- Irgendwer hat sicher Verwendung dafür. - Lorraine? Haltet den Mund.

Verschont mich von zornigen Frauen.

Was soll ich tun? Einfach warten?

Euer Schicksal liegt in den Händen des Königs.

Dass er mich noch nicht nach Spanien schickte,

heißt sicher, dass noch Hoffnung besteht.

(Liselotte) Gut möglich.

Das sagt Ihr ja bloß, um mich aufzumuntern.

Glaubt Ihr, er schickt mich noch nach Spanien?

Wenn das seine Entscheidung ist...

solltet Ihr gehen.

In meinen Tod.

- Ich habe erfahren, dass Ihr fortgeht. - Hier gibt es für uns keine Zukunft.

Monsieur Cavanel, bedenkt bitte, dass wir nur gemeinsam stark sind.

Wie viel von unserem Vermögen hat er uns genommen?

Wie viele Freunde gezwungen, abzuschwören?

Er hat unsere Bibeln verbrannt, uns das Herz gebrochen.

Wie lange noch, bis der König uns umbringen lässt?

Deshalb müssen wir gemeinsam unsere Sache vertreten.

Wir sollten es tun, solange der Kardinal in Versailles ist.

- Er wird zuhören müssen. - Und wenn seine Ohren taub bleiben?

- Dann müssen wir protestieren. - Wie wollt Ihr das anstellen?

Plant Ihr Widerstand? Gewalt?

Ich werde jedenfalls nicht warten, bis er auf uns losgeht.

Ich schleiche nicht länger auf Zehenspitzen, um ihn nicht zu ärgern.

(unheilvolle Klänge)

Monsieur Cavanel?

Mir wird die Genehmigung verweigert, fortzugehen.

Ich dachte mir, dass ich Euch beim Genießen finde.

Ich nehme auch die einfachen Genüsse wahr.

Ich brauche Eure Hilfe.

Ach? Spüre ich den strengen Duft einer demütigen Bitte?

Ich war Euch gegenüber nie feindselig.

(Chevalier lacht spöttisch) Aber wenig zugetan.

Und nun kommt Ihr und wollt was?

Wohlwollen?

Nicht für mich.

Cavanel wurde verboten, in die Niederlande zu reisen.

Der Exodus von Gottes liebsten Gläubigen hat begonnen.

Ihr seid ein einflussreicher Mann.

Leider nicht mehr, Delphine.

Ihr habt mehr Möglichkeiten als ich.

Er braucht nur eine Unterschrift auf dem entsprechenden Dokument.

Aber das würde einen überaus großzügigen Geist voraussetzen.

Hinter dieser glänzenden Fassade...

hinter diesem Scherzen und Necken

seid Ihr, wie ich glaube, ein Mann, der gerne das Richtige tun würde.

Das Risiko ist zu hoch.

Auf Fälschung steht eine schwere Strafe.

Ich wusste, dass Ihr ein Schwätzer seid,

aber ich hielt Euch nicht für einen Feigling.

Bin ich ein Feigling?

Ja.

Könntet Ihr nicht zögern?

Warum denn, wenn es so offensichtlich ist?

Aber... Ich wirble nicht gern Staub auf, das stimmt.

Ich halte mich für einen Pragmatiker.

Die Erfahrung lehrt mich, stets bereit zu sein.

Das ist Überleben, nicht Feigheit.

Werdet Ihr die edle Tat vollbringen, oder nicht?

"Die edle Tat vollbringen".

Es ist nicht meine Aufgabe, die Protestanten zu schützen.

(Liselotte) Ich habe Angst um sie.

Es fängt mit Bücherverbrennungen an und endet bei Menschenverbrennungen.

Wobei Madame de Maintenon die Fackel trägt.

Das könnte Euch helfen, bei Delphine gut angeschrieben zu sein.

- Vielleicht sogar in ihr Bett zu kommen. - Bitte, darüber bin ich hinaus.

Ich habe Wichtigeres zu tun.

Warum dann die Ausflüchte?

Ich denke über andere strategische Ziele nach.

Das sollte ich vielleicht auch tun.

Letzte Warnung, Bastien.

Wenn du noch einmal zu spät kommst, kürze ich dir den Lohn.

Ich habe der Toten die letzte Ehre erwiesen.

- Du hast die Leute aufgewiegelt. - Nein, ich...

Ich habe nur ausgesprochen, was einige denken.

Meine Arbeiter sind zufrieden.

Bei einem Streit mit dem König gibt es nur einen Sieger.

Ich habe den Mut, es zu versuchen.

Wozu einen Kampf kämpfen, den man nie gewinnt?

Sieh dir an, was mit unseren Leuten nach dem Angriff auf Colbert passierte,

was mit Olivier passiert ist.

Gott hat aus gutem Grund die Welt so geschaffen.

Wer das ändern will, ist ein Dummkopf.

- Die Menschen werden sich erheben. - Aber nicht in meiner Werkstatt.

Daher haben wir einen guten Ruf, der König macht uns sonst den Laden zu.

Und jetzt geht wieder an die Arbeit.

Du hältst dich wohl für besser als uns? Hä?

- Du glaubst, du gehörst zu denen. - Vergiss nicht, wo dein Platz ist.

Hör auf, Guillaume.

Ich dulde hier keine Respektlosigkeit.

Ich weiß noch, wo du herkommst.

Ich kenne dich. Du lässt dich besteigen wie eine Stute, wie die Blutsauger da.

Raus hier! Hau ab und komm nie wieder!

- Ja. - Bitte, Guillaume.

- Er meint es nicht so. - Doch. Raus!

Du kannst dir meine Stelle sonst wohin stecken.

Lieber fresse ich Ratten, als länger für den zu arbeiten.

Komm, mein Sohn.

(Eleonore) Lahmt er?

So ein Mist.

- Steht auf. - Nein.

Wir müssen auf mein Pferd.

Aber ich kann nicht.

- Ich muss erst schlafen. - Gut.

Dann rasten wir hier.

(Stimmengewirr)

(Bastien seufzt)

Ich nehme nicht zurück, was ich gesagt habe.

Darum bitte ich dich auch nicht.

Dein Bruder würde seine eigene Mutter verkaufen.

Er schickt dir deinen Lohn.

Blutgeld.

Ich weiß, dass du es brauchst.

Und was wirst du jetzt machen?

Sagen, was ich denke. Wie immer.

Und wenn man dir nicht zuhört?

Ich lege nicht mehr die Hände in den Schoß.

Ich muss was unternehmen.

Das muss ich auch.

(leise spannungsvolle Musik)

Wird mich das wütend machen?

Es ist üblich, um Audienz zu bitten.

Es ist üblich, dass man dem Wort eines Königs vertrauen kann.

Meine Truppen trafen einen Händler auf dem Weg nach Malta,

der mehr als nur Gewürze bei sich hatte.

Louis hat ein millionenschweres Abkommen mit den Osmanen getroffen.

Hier geht es um Geschäftliches.

Die Räder des Handels müssen in Schwung kommen dürfen.

Aber warum jetzt? Was gibt er denen dafür, hm?

Die Osmanen ziehen Truppen an meiner Grenze zusammen.

Dann müsst Ihr Euch bereitmachen, sie zurückzuschlagen.

Und wenn Louis nun auf ihrer Seite ist?

Das ist eine kühne Beschuldigung.

Das ist eine unverhohlene Kriegshandlung.

Er stellt die Ungläubigen über Rom.

Er hat mich verraten und sich Euch widersetzt.

So sicher wie der Tag der Nacht folgt,

hat dieser Mann vor, Eure Macht an sich zu reißen.

Vergesst nicht, wo Euer Platz ist, Euer Majestät.

Niemand auf dieser Welt...

gibt der Kirche Befehle.

(gruselige Klänge)

(Eleonore) Da drin schlafe ich nicht.

(Sophie) Wir haben keine andere Wahl.

Aber es sieht grausig aus.

- Kommt schon, hier entlang. - Das ist was für Tiere.

Ja.

Und wenn es da Spinnen gibt?

Spinnen sollten Eure geringste Sorge sein. Kommt jetzt.

(Phillipe) Erinnerst du dich, als wir so was das letzte Mal taten?

Nur wir zwei?

(Louis) Wir konnten uns kaum die Nasen putzen.

(Phillipe) Du hattest Angst vor der Dunkelheit.

Sind das die Zwillinge?

(Louis) Der Oriongürtel.

Die Zwillinge sind im Osten.

Kastor und Pollux, die beiden hellsten Sterne.

(Phillipe) Die Zwillinge.

Unfassbar, dass du dachtest, ich stecke hinter dieser Sache.

Deine Vertrauenswürdigkeit ist durchwachsen.

Glaubst du, ich würde gegen dich Ränke schmieden und dich überfallen lassen?

Ich weiß nicht, was ich glauben soll.

Ich weiß, es gibt eine Verschwörung, auf höchster Ebene.

Ich habe angenommen, dass niemand mächtiger ist als du.

So ist es auch.

Die verdammte Kirche macht Schwierigkeiten.

Was glaubst du, hat Leto vor?

Er will mich bezwingen.

Da er das nicht schafft, versucht er, mich zu vernichten.

Mit unserem Bruder. Dem rechtmäßigen König.

Wir werden den Rest unseres Lebens so verbringen, wenn der Vatikan siegt.

- Wir? - Deshalb brauche ich dich, Bruder.

Wegen meines Gleichmuts und meines Verstandes?

Wegen deines Instinkts.

Und deines Mutes.

(sanfte Musik)

(Bontemps atmet schwer)

(bedrohliche Klänge)

(Sophie schreit auf)

Was für ein Mann tötet eine unschuldige Frau?

Ihr seid schuldig wie die Sünde selbst.

Ihr habt mich benutzt. Wie Eure Mutter.

- Macht die Augen zu. - Das tue ich nicht.

- Macht sie zu! - Das werde ich nicht tun.

Ihr könnt mich nicht töten, wenn Ihr die Liebe in meinen Augen seht.

- Lügnerin. - Ja.

Es ist wahr. Ich habe für Kaiser Leopold spioniert.

Ja, ich habe mich gegen Louis verschworen.

Und ja, ich bin in Euch verliebt.

Ich weiß, Ihr empfindet auch so.

Sagt mir, dass meine Gefühle für Euch nicht vergebens sind.

(beide atmen schwer)

Ihr seid ein besserer Mensch, als der König denkt.

Ihr seid keiner von seinen herzlosen Hunden.

Es steht mir nicht zu, Befehle infrage zu stellen.

Wenn ich meine Pflicht nicht tun kann...

was gibt es dann noch?

(Sophie) Ihr habt Euer Herz.

Und Euer Gewissen.

(Marchal atmet schwer)

Tut das nicht! Nein!

Wartet eine Stunde lang da drin.

Reitet dann nach Westen, ihr dürft nicht haltmachen.

Was sagt Ihr dem König?

Ich habe Angst um Euch.

Ihr müsst Euch nur um Euch selbst kümmern.

Wenn ich Euch noch einmal sehe...

dann werde ich meine Pflicht erfüllen.

(schwermütige Musik)

(Louvois) Ich habe dafür keine Zeit.

Die Unzufriedenheit Pariser Bürger geht mich nichts an.

- (Guillaume) Das sollte es aber. - Ihr Ton ist impertinent.

Nehmt meine demütige Entschuldigung an.

Wenn der König sie nicht beschwichtigt, zahlt er einen hohen Preis.

Die Salzsteuer ist eine hohe Belastung. Die Stimmung der Bürger schlägt um.

Was genau wollt Ihr damit sagen?

Ich fürchte, dass die Bürger sich gegen den König erheben.

Verratet Ihr nicht Eure Mitbürger, indem Ihr mir das sagt?

Meine Loyalität gehört dem König.

Dann gebt mir Namen und Adressen.

- Und sie werden eingesperrt. - Bitte verlangt das nicht.

Ich bin hier, um den König zu warnen.

Ich möchte nicht, dass die Bürger leiden.

Dann wird Euer Vertrag storniert,

und Ihr steht nicht mehr im Dienste des Königs.

Wie ich sehe, lastet das Staatsdefizit schwer auf Euren Schultern.

Ich wünschte, ich könnte helfen.

- Leider war die Mathematik nie... - Warum seid Ihr hier?

Um mich zu entschuldigen.

Für den Tod meiner Nichte?

Ja.

Der Zeitpunkt Eurer Entschuldigung ist fragwürdig.

Was wollt Ihr?

Haltet Ihr mich wirklich für unrettbar verloren?

Sämtliche Anzeichen sprechen gegen Euch.

Dann bedauere ich Eure düstere Ansicht der menschlichen Natur.

Ich wünsche einen guten Tag.

Der eigentliche Grund Eures Besuchs?

- Ich wollte Euch um einen Dienst bitten. - Ah.

Der, wie ich glaube, der Staatskasse guttun könnte.

- Aber es ist nicht wichtig. - Worum geht es?

- Gewiss kennt Ihr Monsieur Vanel. - Nein.

- Wer ist das? - Ein Chocolatier aus Lyon. Sehr begabt.

Er möchte sein Geschäft nach Übersee ausweiten.

- Sehr empfehlenswert. - In der Tat.

Nächste Woche setzt er die Segel von Calais nach England.

Allerdings gab es eine Verzögerung bei seinen Papieren.

Er bat mich zu fragen, ob Ihr helfen könntet.

(Colbert seufzt) Warum sollte ich das tun?

Weil er ein treuer Diener der Krone ist und Euren Glauben teilt,

dass die Zukunft Frankreichs im Handel liegt.

Was soll ich tun?

Einfach, seine Identität bestätigen...

und eine sichere Überfahrt garantieren.

Und ich habe Euer Wort...

was immer es wert ist,

dass seine Geschäfte absolut legal sind?

Wenn Ihr mich fragt...

Ja.

Ich danke Euch.

(Chevalier) Und wie durch Zauberhand...

wird Vanel zu Cavanel.

Voilà.

Wie kann ich Euch danken?

Indem Ihr mich bezahlt.

Wie viel?

Der Preis der Freiheit?

Wollen wir sagen...

2000, nein, sagen wir drei.

Ich lasse das Geld in Eure Gemächer bringen.

Und Ihr wollt ganz sicher nicht mitkommen?

Nein.

Mein Platz ist hier.

Viel Glück für Euer neues Leben.

Ihr nehmt wirklich Geld, um Menschen in Not zu helfen?

- Dachtet Ihr, ich sei der gute Samariter? - Nein...

Ich verlange Geld, um zu überleben.

Falls noch einer Eurer Freunde Hilfe braucht...

wisst Ihr ja, wo Ihr mich findet.

(Hufgetrappel)

(Louis) Madame Secretan?

Ich kann Euch nicht sehen.

Bitte. Bleibt sitzen.

Aber ich kann die Stimme des Königs wiedererkennen.

Wie die Eures gütigen Vaters.

Es ist mir eine Ehre, Euch in meinem Haus begrüßen zu dürfen.

Mein Bruder und ich wollen Euch ein paar Fragen stellen.

Erinnert Ihr Euch...

an Madame Louise de La Fayette?

Verzeiht mir, Euer Hoheit. Ich hatte eine Vertrauensstellung.

Ich habe geschworen, über gewisse Dinge nie zu reden.

Und wenn Euer König es Euch befiehlt?

- Der König war sehr von ihr angetan. - Ja.

Wir wissen, dass sie ein Kind hatten.

Antwortet nicht sofort.

Lasst Euch Zeit.

Eines Tages...

gingen wir zusammen spazieren, kurz vor der Erntezeit.

Als für Louise die Zeit beinahe, aber noch nicht ganz gekommen war.

Sie seufzte schwach vor Schmerz.

Und man sah Blut am Saum ihres Rockes.

Wir legten sie auf das warme Gras.

Sie weinte ein wenig.

Trotz ihrer heftigen Pein protestierte sie nicht.

Und dann wurde er geboren.

Der kleine Robert.

Er hatte ein Geburtsmal im Gesicht.

Das Kainsmal.

Ich höre immer noch sein dünnes Stimmchen laut hinausschreien.

Aber vergebens.

Das war nämlich sein einziger Atemzug.

- Er ist gestorben? - Oh ja.

Ja, gewiss.

Sonst wäre Robert nun König.

Und wäre das nicht sein Schicksal gewesen...

würden wir nun ihn verehren.

Wieso hatte er kein königliches Begräbnis?

Aber Euer Hoheit, das hatte er durchaus.

(dramatischer Klang)

(Secretan) Folgt dem Anstieg der Wiese bis zum Fuß Kreuzes.

Einem heiligen Ort der Wallfahrten und Gebete.

Wendet Euch nach Westen. Bei der hohen Mauer ist eine Nische.

Schaut dort auf die Erde im Schutze der alten Steine.

Da ruht Euer armer Bruder in Frieden.

Louis de Bourbon und Louise de La Fayette weinten,

als sie ihn aus Scham heimlich beerdigten.

Denn sie wollten keine Zweifel aufkommen lassen,

an der Fähigkeit des Königs, einen Erben zu zeugen.

Louise ging unmittelbar danach ins Kloster.

Aber der König und die Königin besuchten sie jeden Monat, um mit ihr zu beten

und den Schmerz ihres Verlustes gemeinsam zu tragen.

Madame?

Wer hat noch davon gewusst?

Niemand außerhalb des engsten Kreises des Königs.

Der Leibarzt Eures Vaters

hatte alles mit größter Sorgfalt und Hingabe arrangiert.

Er war sein engster Gefährte. Jean-Baptiste Bontemps.

(leise unheilvolle Klänge)

(Phillipe) Bontemps Vater hat alles vertuscht.

Dein vertrauenswürdigster Freund wusste die ganze Zeit davon.

Ihm gebührt Anerkennung, dass er geschwiegen hat.

- Damit ist das nicht erledigt. - Der König bekam ein Baby, und es starb.

- Es gibt kein Geheimnis. - Wer ist hinter der Maske?

- Er kann mich nicht vom Thron stürzen. - Das ist keine Antwort.

Es sagt, was wir wissen müssen: Ich bin der rechte König.

- Wie hängt es mit dem Vatikan zusammen? - Vielleicht gar nicht.

Vielleicht weiß Bontemps nichts.

Und wer hat uns von Macquart erzählt?

Wer hat am meisten mit dem Kardinal und di Marco zu tun?

Wer hat immer behauptet, der Mann mit der eisernen Maske wäre ein Hirngespinst?

Der Gefangene wird aus einem bestimmten Grund versteckt.

Und Bontemps weiß, warum.

Warum um alles in der Welt sollten wir diese Kreatur in die Kolonien schicken?

Es ist die beste Möglichkeit, dieses Problem ein für alle Mal loszuwerden.

Er muss hierbleiben, wo wir ihn beschützen und uns um ihn kümmern können.

Aber solange er in Europa bleibt, ist er eine Bedrohung.

Und zwar eine sehr nützliche.

An was für einen Nutzen denkt Ihr dabei?

Falls Louis einmal ein wenig Überredung braucht.

Ich werde nicht an einer Verschwörung gegen den König teilnehmen.

Was habt Ihr Euer ganzes Leben lang getan?

Ich habe den König beschützt.

Nennt es, wie Ihr wollt.

Ihr werdet es weiterhin tun.

Außer Ihr wollt, dass Euer König erfährt,

dass sein vertrauenswürdigster Diener tatsächlich ein Verräter ist.

Also.

Wo genau wird der Gefangene festgehalten?

(Eleonore) Lasst uns haltmachen. Ich brauche eine Rast.

- Sind wir bald da? - Nein.

Wenn Ihr Euch sputet, erreicht Ihr bald die holländische Grenze.

- Warum sagt Ihr "Ihr"? - Ich muss umkehren.

- Ich habe etwas zu erledigen. - Was?

Den König vernichten.

- Was? - Rache für meine Mutter.

- Wenn Ihr zurückkehrt, töten die Euch. - Diesen Preis zahle ich.

Sophie, hört mir zu. Wenn Ihr zurückkehrt, werft Ihr alles weg.

Ihr seid zu jung zum Sterben. Kommt mit mir.

Lasst uns gemeinsam ein neues Leben beginnen.

(zögerliches Geigenspiel)

Ich schaffe diese Reise nicht ohne Euch.

Nur Gott weiß, was die Zukunft bringt, aber wir hätten wenigstens Hoffnung.

Und einander.

(melancholische Musik)

(leichte Klänge)

(ernste Musik)

(Bossuet) Sprecht, und der Herr wird Euch hören.

Ich beschuldige mich, gelogen zu haben.

Bereut Ihr diese Lüge?

Nein, das nicht.

Aber Lügen ist eine Sünde.

Ist Loyalität eine Sünde?

Wem gegenüber?

Jemandem, der mir nahesteht.

Den ich liebe. Und ehre.

Und vor einem Geheimnis verschonen wollte...

das ihn zerstören würde,

(Bontemps) Es gibt Leute,

die das Geheimnis gegen meinen Herrn einsetzen würden.

(Bossuet) Wenn Ihr Euren Herrn wirklich liebt,

werdet Ihr einen Weg finden, um die davon abzuhalten.

(Bontemps) Aber welchen Weg ich auch nehme...

er wird zur Zerstörung führen.

Und, habt Ihr sie gefunden?

In einem Kloster auf dem Weg nach Aix-La-Chapelle.

Und?

- Das gehörte Prinzessin Eleonore. - Und die Duchesse de Cassel?

Die wird Euch keine Schwierigkeiten mehr machen.

Ich wusste, ich kann mich auf Euch verlassen.

Sag Bontemps, dass wir ihn sprechen wollen.

Habt Ihr Euren Bruder gefunden?

Ja.

Auf einer Wiese.

Euer Hoheit?

Er wurde vor langer Zeit zwei Meter unter der Erde begraben.

- Und der Mann mit der eisernen Maske? - Bleibt ein Geheimnis.

Bontemps ist der Schlüssel.

Seid Ihr davon überzeugt?

Er weiß etwas.

Findet ihn.

(Louis) Ich versichere Euch, dass wir mit allen Mitteln

die Männer, die das getan haben, finden, foltern und hinrichten werden.

Das dürfte nicht allzu schwer sein.

(Louis) Warum?

Weil es Eure Männer sind.

Ihr haltet mich für fähig, eine junge Frau ermorden zu lassen?

Ich glaube, Ihr seid zu allem fähig.

Ihr werft mir eine Tragödie vor, an der Ihr Schuld seid.

Ich habe sie nicht entkommen lassen.

Ich habe sie nicht den Gefahren von Straßenräubern ausgesetzt.

- Wie könnt Ihr es wagen... - (Leto) Aber Messieurs.

Euer Kaiserliche Hoheit.

Darf ich vorschlagen, dass Ihr Euch zurückzieht?

Ich möchte etwas mit dem König besprechen.

(Leopold atmet angespannt aus)

(Leto) Da nun die Prinzessin tot ist...

wünscht Ihr ohne Zweifel,

dass ich die Vermählung von König Carlos und Eurer Nichte unterstütze.

Natürlich nur, wenn Ihr es für angebracht haltet.

Das ist nicht der Fall.

Euer Anspruch auf Spanien in hinfällig.

- Ihr habt den Vatikan verraten. - Unsinn.

Wir wissen von Eurer Vereinbarung mit den osmanischen Ketzern.

Vereinbarung?

Ein Abkommen als Gegenleistung für ihre Invasion Österreichs.

Was hat das mit dem Vatikan zu tun?

Strapaziert nicht meine Geduld.

Österreich ist das Tor zum Heiligen Römischen Reich.

Wenn die Muslime Wien einnehmen, halten sie nicht dort an.

Ihr habt mein Wort,

dass kein Moslem ein Land betritt, das dem Vatikan gehört.

Euer Wort hat seinen Wert verloren, Louis.

Dann fahre ich fortan ohne Eure Unterstützung fort.

Ihr wendet Euch gegen die Kirche?

Ja.

Aber das ist eine Kriegserklärung.

Und ich rate Euch von einem Krieg mit mir ab.

Und ich rate Euch dringend davon ab,

mich zu verärgern, Louis, König von Frankreich.

Ihr habt wohl Eure Armeen.

Aber ich habe eine Waffe, die Euer Imperium zerstören wird,

bevor es überhaupt vollendet ist.

- Wollt Ihr mir etwa drohen? - (Leto schnaubt)

- Nicht ich bin die Bedrohung für Euch. - Wer dann?

Das werdet Ihr bald herausfinden.

(unheilvolle Klänge)

Sucht mir Monsieur Bontemps.

Sagt ihm, ich wünsche ihn unverzüglich zu sehen.

Monsieur Marchal.

- Habt Ihr ihn? - Er wurde auf dem Weg zum Stall gesehen.

Seit ich den Thron bestiegen habe,

bin ich stets vernünftigen Ratschlägen und sinnvollen Strategien gefolgt.

Ich habe Nachbarschaften und Bündnisse gepflegt,

Verträge unterzeichnet...

mich mit dem Vatikan beraten.

Diese Tage sind vorbei.

Spanien, Straßburg, Luxemburg werden mir gehören.

Und zwar jetzt.

Euer Hoheit, Ihr sprecht von einem totalen Krieg.

Ja.

Während ich den Wagemut seiner Majestät,

und seinen Ehrgeiz...

bewundere...

Wäre es nicht klüger, das durch Bündnisse und Diplomatie...

Die Zeit der Diplomatie ist vorbei.

Ab sofort kämpft Frankreich allein.

Unsere einzigen Verbündeten sind Stärke und grenzenloser Mut.

(dramatisch abenteuerliche Musik)

(lautes Dröhnen)

Mach dir keine Sorgen.

Marchal wird ihn finden und zurückbringen.

Also.

Wo ist die Braut?

Meine Nichte ist nicht mal einen Tag tot.

Mesdames und Messieurs.

Ich bitte Euch, meiner Nichte Marie Louise die Ehre zu bezeigen,

der nächsten Königin von Spanien.

(Applaus)

(Mann) Sie lebe hoch!

Ich hörte, dass das osmanische Heer bereits vorrückt.

(Leto) Ihr müsst zurückkehren, um Euer Land zu verteidigen.

Unterschätzt diesen Mann nicht.

Unterschätzt Ihr aber auch nicht die Macht der Kirche.

Euer Eminenz. Cousin.

Wollen wir die Messe besuchen?

Danke für das Angebot, aber ich breche auf.

Gewisse Dinge erfordern, dass ich nach Hause komme.

Gewiss. Ich hoffe, wir sehen uns nächstes Mal unter erfreulicheren Umständen.

Das bezweifle ich. Lebt wohl, Louis.

Offenbar reisen nun alle ab.

(Leto) Ich nicht.

(aufgewühlte Musik)

(Bontemps atmet schwer)

Wurdet Ihr geschickt, um mich zu töten?

Wenn es so wäre, wärt ihr schon tot.

Provoziert mich nicht.

Draufgängertum steht Euch nicht, Bontemps.

Nehmt den Dolch weg, und wir kehren nach Versailles zurück.

Das ist nicht möglich.

Und warum nicht? Was habt Ihr hier zu schaffen?

- Verratet Ihr den König? - Nein. Ich beschütze ihn.

Ihr schütz nur Euch selbst.

Jetzt passt mal auf. Es sind dunkle Mächte am Werk.

Die die Krone zerstören wollen.

Schluss jetzt!

(Marchal) Na?

Haltet Ihr mich wirklich für so einen Dummkopf?

Haltet Ihr mich wirklich für einen Verräter?

Wir beide kennen uns seit vielen Jahren, Marchal.

Aber was immer wir erlebt haben, eines war immer beständig.

Unsere Loyalität gegenüber unserem König.

- Habt Ihr ihn gefunden? - Nein, Euer Eminenz.

Bereitet meine Kutsche vor.

- Wer begehrt Einlass? - Alexandre Bontemps.

Furta decimus ad inferos.

Wir bringen dem Gefangenen eine Botschaft vom Kardinal.

(gedämpfte Stimme) Seid Ihr hier, um mich zu töten?

Eure Reise erreicht ihr Ende.

(dramatische Klänge)

- Das wird nicht nötig sein, Euer Hoheit. - Was in aller Welt spielt Ihr?

Ihr habt gelogen.

- Ihr habt Euren König verraten. - Lass ihn sprechen.

Alles, was ich tat, war zu Eurem Wohle.

Aber sie verdrehen meine Güte zu etwas Bösen.

Wer?

Die Kirche?

Es war ein Geheimnis. Und jetzt ist es ein Fluch.

Ich will auf der Stelle...

die Wahrheit wissen.

(spannungsvolle Musik)

Tut mir leid, wenn ich Euch enttäusche.

Habt Ihr jemand anderen erwartet?

(dissonante Klänge)

Träume ich?

Jetzt wird Euch Euer sehnlichster Wunsch erfüllt.

Entfernt die Maske.

Wer seid Ihr?

Man nennt mich den Duc de Sullun.

Den Mann ohne Namen.

Wie ist Euer richtiger Name?

Es ist nicht mein Name...

sondern wer ich bin, was zählt.

Und wer seid Ihr?

Ich bin Euer Vater.

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